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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leadtek FX5900 Helligkeitsschwankungen


Schichti
2003-12-19, 20:03:45
Hallo,
meine gestern gekommene Leadtek A350 macht mir etwas Kopfzerbrechen.
Installation reibungslos: Alte Geforce 4Ti-4400 raus, neue FX5900 rein, Rechner gestartet, fein.
Dann hat XP aber erstmal keine Treiber für die Karte gefunden. Installiert waren ältere Omega-Treiber, die offenbar noch keine Geforce FX-Karten kennen.
Also hab ich mir die neueren Omegas gezogen und installiert. Da das ja nun eine FX5900 ist, hab ich den Qality-Modus gewählt :-)
Tja nun, soweit alles prima, bis auf:
In UT2003 oder auch in Unreal 2 sieht man im Start-/Config-Bildschirm leichte Helligkeitsschwankungen, fast wie ein leichtes Flackern. Auch im Spiel selber kann man das sehen, wenn man genau hinschaut. Obwohl es bei bewegtem Bild natürlich nicht sehr auffällt. Ich hab gerätselt und gerätselt wass das sein könne. Wenn man die Maus bewegt wird es stärker. Deshalb hab ich auf meine Funktastatur oder aufs Netzteil getippt. Netzteil ist Enermax 360 Watt.
Hab andere konventionelle Tastatur und Maus angeschlossen, war aber immer noch. Hab separate Stromleitung von Netzteil an die Karte angeschlossen, keine Besserung.
Da war ich dann erstmal ziemlich ratlos.
Heute hab ich mal StarTrek Elite Force 2 gestartet und siehe da, keine Helligkeitsschwankungen! Hab dann mal in der Unreal.ini auf OpenGL als Rendering Device umgestellt und seitdem auch in Unreal Tournament 2003 keine Störungen mehr gesehen (zudem auch die Darstellung wesentlich schöner als mit Direct 3D ist!).
Ist das jetzt dann doch ein Treiber-Problem? Hätte ich vielleicht die Standard-Treiber von der CD installieren sollen? Oder die aktuellen aus dem Kindernet? Hauptsache halt keine Omegas? Oder ist das dann doch was an der Hardware, dass sich nur unter Direct 3D bemerkbar macht, unter Open GL aber nicht?

Thorsten

Schichti
2003-12-20, 19:10:22
Original geschrieben von Schichti

Ist das jetzt dann doch ein Treiber-Problem?

Thorsten

Ähem ja, ich antworte mir jetz mal selber. Von Euch kommt ja nüscht ;)

Testweise hab ich mal die aktuellsten 53.30 Treiber installiert und bißchen getestet.
Damit scheint das Problem der Helligkeitsschwankungen fast ganz weg zu sein.
Ein bißchen sieht man es noch im Startbildschirm von UT2003, aber man muss dann schon genau hinschauen.

Scheint also dann doch was mit den Treibern zu sein!?

Übrigens ist es aber immernoch erst völlig in Ordnung, wenn ich das Rendering Device auf OpenGL umstelle.

Was auch schon in anderen Threads besprochen wurde, ist mir hier auch aufgefallen:
Die Temperaturen der Karte sind mit den aktuellen Treibern deutlich höher als mit den 45.xx
Das macht dann schon mal 4-5 Grad im Win-Desktop bei meiner Wakü aus.
Auch das angesprochene Problem mit der leicht überschärften Schriftdarstellung tritt hier auf.
Lässt sich leider auch nicht ganz weg bekommen.
Ob ich dann doch noch mal einen anderen älteren Treiber probiere?

Jetzt jemand irgendwelche Statements?

Thorsten

Markus
2003-12-20, 20:26:17
Hi.

Bei den Treibern ab 45.33 hat nVidia das Powermanagement der FX Karten geändert (abgeschaltet), da es damit zu dem von Dir beschriebenen Problem mit den Helligkeitsschwankungen kam.

Bei den überschärften Schriften hilft folgender Trick:
Wenn Du alle Einstellungen für die Graka gemacht und Übernommen hast, gehst Du als letztes im Treibermenü auf die Seite 'Color Correction'. Dort bewegst Du den Regler für das 'Image Sharpening' etwas nach rechts und dann wieder in die Ausgangslage zurück. Nun diese Seite mit 'Abbrechen' verlassen und die Schrift sollte wieder normal sein.

Markus.

Schichti
2003-12-20, 20:52:22
Original geschrieben von Markus
Hi.

Bei den Treibern ab 45.33 hat nVidia das Powermanagement der FX Karten geändert (abgeschaltet),

Markus.

Prima, herzlichen Dank :)
Ich dachte schon irgendwie an Schwankungen der Spannungsversorgung, hab das aber irgendwie auf Netzteil oder so geschoben. Das es am Treiber der Karte selber liegt, ist ja schon ein dicker Hund.
Das scheint auch der Grund für die durchweg höheren Temperaturen zu sein!?

Mir ist auch der Unterschied aufgefallen, als ich jetzt mit den aktuellen Treibern mal den "Autotest Modus" für die erreichbaren Taktfrequenzen angeklickt habe. Bei den älteren Omega Treibern hat während des Tests der Bildschirm sehr starke Helligkeitsschwankungen gehabt. Mit den neuen Treibern ist das Bild während des Tests unverändert.

Dazu hab ich aber auch noch eine Frage:
Ich hab in Deiner Rechner-Config gelesen, dass Du deine FX5900 bis auf
(jetz hab ichs schon wieder vergessen, mist), ich glaub, über 500MHz Chiptakt gequält hast.
Hat das bei Dir auch diese Automatik-Funktion rausgefunden, oder hast Du da selber getestet?
Wie genau ist diese automatische Geschichte überhaupt?
Kann man sagen, die geht bis ans Ende der Fahnenstange, oder ist da noch wesentlich mehr drin?
Fragen über Fragen ;)


Eines aber wundert mich immer noch: Was hat das Powermanagement der Karte damit zu tun, ob man die Direct 3D oder die OpenGL Rendering Engine benutzt?

Wie ich schon erwähnte, ist das Problem ja unter OpenGL scheinbar nicht vorhanden.

Die überschärften Schriften hab ich nun anscheinend auch wieder geregelt bekommen, danke auch dafür!

Thorsten

Markus
2003-12-20, 22:18:30
Hi.

NVidia kann wohl durch den Treiber die Einstellungen für die Spannungswandler der FX beeinflussen. Da die Karte mit den neueren Treibern etwas wärmer wird gibt es zwei Erklärungsmöglichkeiten.

Eine ist, das die Spannungregler die Spannung für den Chip je nach Auslastung dynamisch angepasst haben und durch diese Schwankungen das Flackern verursacht wurde. In den neueren Treiber hat nVidia dies nun deaktiviert und der Chip bekommt immer die volle Spannung.

Die zweite Variante geht davon aus, das der Chip unter Volllast soviel Strom braucht, das die Spannung leicht einbricht und dadurch die Ausgangspegel des RAMDAC beeinflusst wurden, da dieser nicht mehr genug Spannung bekam. In den neueren Treibern stellt nun nVidia die Grundspannung generell etwas höher ein, damit der RAMDAC nicht in den kritischen Bereich kommt.

Was letzendlich stimmt, oder ob nVidia das Problem ganz anders geregelt hat wissen wohl nur die Treiberprogrammierer und Entwickler selber.

Die OpenGL und die DirectX API sind völlig unterschiedlich aufgebaut und sprechen die GPU unterschiedlich an. Daher ist es durchaus nicht unwahrscheinlich, das daraus auch ein unterschiedliches Verhalten bei der Stromaufnahme der GPU resultiert. Und da der Flimmerbug wohl anscheinend mit der Stromaufnahme/Spannungsregelung der FX Karten zusammenhängt...

Allerdings hast Du wohl leider ein recht stark vom Flimmerbug betroffenes Modell erwischt, denn bei mir war schon mit den Treibern vor dem 45.33 nur bei ganz genauem Hinsehen und nur in wenigen Szenen einiger Spiele ein ganz leichtes Flackern sichtbar. Mit den neueren Treibern tritt bei mir überhaupt kein Flackern mehr auf.

Zum Thema Übertakten:
Ich habe zuerst mit der Übertaktungstestfunktion den höchstmöglichen Chip- und Speichertakt ermitteln lassen (das waren glaub ich 522/946(473) oder so).
Da ich solchen Funktionen aber nicht ganz vertraue habe ich dann bei 475/900(450) Takt angesetzt und mich dann langsam an die wirkliche Grenze von 510/920(460) vorgetastet.
Im Moment übertakte ich die Karte übrigens nicht, da mir die Leistung völlig ausreicht.

Bei der automatischen Testfunktion der damaligen Treiber waren die erreichbaren Chip- und RAM Takte von den Ausganswerten abhängig. Und zwar in sofern, das die Testroutine wohl jeweils abwechselnd den Chip- und RAM Takt erhöht und dann ein Ergebniss ausspuckt, wenn der Erste fehlerhafte Test auftritt.
Das heisst wenn man den höchsten Chiptakt herausfinden will muss man den RAM Takt niedrig ansetzen und umgekehrt. Ob die neueren (5x.xx) Treiber das genauso handhaben, habe ich allerdings noch nicht getestet.

Markus.