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Ph03n!X
2008-09-16, 16:31:39
Er ist hochmotiviert und realisiert stets die gesetzten Ziele.

Herr xx zeigt sich ausdauernd sowie sehr belastbar und bewältigte auch unter schwierigen Arbeitsbedingungen alle Aufgaben stets sehr gut. Seine fundierten Fachkenntnisse führen immer zu sehr überzeugenden Lösungen und Ergebnissen bei den ausgeführten Tätigkeiten.

Herr xx zeichnet sich jederzeit durch einen sehr effizienten Arbeitsstil aus.

Komplexe Aufgaben löst er dank seiner guten Qualifikation und realistischen Einschätzung sehr souverän.

Die Leistungen von Herrn xx führen bei unseren Kunden und uns stets zur vollsten Zufriedenheit.

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen ist stets vorbildlich. Unserem Kunden gegenüber tritt er überaus zuvorkommend auf.

Wie würdet ihr dieses Zwischenzeugnis schulnotentechnisch sehen ?

Ich denke mal so wird es eine 2 sein oder?

Das Problem an diesen Zeugnissen sind ja immer diesen Formulierungen die voll toll klingen aber genau das Gegenteil meinen.

Ich weiss wohl noch aus der Schule damals das Steigerungsformen wie stets wohl immer sehr gut wären.

Aber an so wirklichen Formulierungen welche Note das ist erinner ich mich nicht mehr aus der Schulzeit.

Vielleicht könnt ihr mir helfen.

BartVCD
2008-09-16, 16:42:26
bei dem Thema^^, wie würdet ihr ein solches Dienstzeugnis werten?

http://img3.imagebanana.com/img/9l9rz5jg/thumb/dienstzeugnisag4.jpg (http://img3.imagebanana.com/view/9l9rz5jg/dienstzeugnisag4.jpg)

Mr.Fency Pants
2008-09-16, 16:48:20
Er ist hochmotiviert und realisiert stets die gesetzten Ziele.

Herr xx zeigt sich ausdauernd sowie sehr belastbar und bewältigte auch unter schwierigen Arbeitsbedingungen alle Aufgaben stets sehr gut. Seine fundierten Fachkenntnisse führen immer zu sehr überzeugenden Lösungen und Ergebnissen bei den ausgeführten Tätigkeiten.

Herr xx zeichnet sich jederzeit durch einen sehr effizienten Arbeitsstil aus.

Komplexe Aufgaben löst er dank seiner guten Qualifikation und realistischen Einschätzung sehr souverän.

Die Leistungen von Herrn xx führen bei unseren Kunden und uns stets zur vollsten Zufriedenheit.

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen ist stets vorbildlich. Unserem Kunden gegenüber tritt er überaus zuvorkommend auf.

Wie würdet ihr dieses Zwischenzeugnis schulnotentechnisch sehen ?

Ich denke mal so wird es eine 2 sein oder?

Das Problem an diesen Zeugnissen sind ja immer diesen Formulierungen die voll toll klingen aber genau das Gegenteil meinen.

Ich weiss wohl noch aus der Schule damals das Steigerungsformen wie stets wohl immer sehr gut wären.

Aber an so wirklichen Formulierungen welche Note das ist erinner ich mich nicht mehr aus der Schulzeit.

Vielleicht könnt ihr mir helfen.

Die Formulierungen "stets sehr gut" und "stets zur vollsten zufriedenheit" sind eine glatte 1.

@Bart: ui, die Aussage "freundlich und gutgelaunt" und "kommt bei Kameraden u. Vorgesetzten gut an" lässt auf eine Plaudertasche schliessen, der seine Arbeit manchmal nicht ernst nimmt. Wobei ich mich in diesem Gebiet nicht so gut auskenne, war schliesslich feiger Vaterlandsverräterzivi.

Annator
2008-09-16, 17:29:30
Er ist hochmotiviert und realisiert stets die gesetzten Ziele.

Herr xx zeigt sich ausdauernd sowie sehr belastbar und bewältigte auch unter schwierigen Arbeitsbedingungen alle Aufgaben stets sehr gut. Seine fundierten Fachkenntnisse führen immer zu sehr überzeugenden Lösungen und Ergebnissen bei den ausgeführten Tätigkeiten.

Herr xx zeichnet sich jederzeit durch einen sehr effizienten Arbeitsstil aus.

Komplexe Aufgaben löst er dank seiner guten Qualifikation und realistischen Einschätzung sehr souverän.

Die Leistungen von Herrn xx führen bei unseren Kunden und uns stets zur vollsten Zufriedenheit.

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen ist stets vorbildlich. Unserem Kunden gegenüber tritt er überaus zuvorkommend auf.

Wie würdet ihr dieses Zwischenzeugnis schulnotentechnisch sehen ?

Ich denke mal so wird es eine 2 sein oder?

Das Problem an diesen Zeugnissen sind ja immer diesen Formulierungen die voll toll klingen aber genau das Gegenteil meinen.

Ich weiss wohl noch aus der Schule damals das Steigerungsformen wie stets wohl immer sehr gut wären.

Aber an so wirklichen Formulierungen welche Note das ist erinner ich mich nicht mehr aus der Schulzeit.

Vielleicht könnt ihr mir helfen.

Ich würde sagen irgendwas zwischen einer 1+ und einer 2+. Schönes Zeugnis.

Ph03n!X
2008-09-16, 17:41:22
echt ?

Hätte ich ja jetzt so nicht mit gerechnet weils für mich zu gut formuliert klang und ich im Hinterkopf hatte das damit meist auch was anderes gemeint sein kann.

Annator
2008-09-16, 17:52:20
stets sehr gut
immer zu sehr überzeugenden
sehr effizienten
stets zur vollsten Zufriedenheit
stets vorbildlich

Ist halt super. Da geht nicht wirklich mehr. ;)

Omee
2008-09-16, 18:08:30
bei google findet man das sehr viel genauer, das thema hatten wir hier eigentlich auch schon gefühlte 100 mal in einem monat.

arbeitszeugnis ist ganz gut @ TE Gratz

Ph03n!X
2008-09-16, 18:20:26
supi das freut mich ja hab bei Google geguckt aber da findet man das überhaupt nicht präzise

Unserem Kunden gegenüber tritt er überaus zuvorkommend auf.

wie würdet ihr diesen Satz werten?

Kann man ja auch missverstehen irgendwie oder nicht ?

tatarus
2008-09-16, 18:49:05
Ich würde die bitten, den Satz mit den Kunden vorzuziehen. Die Reihenfolge muss Kunde, Vorgesetzter und dann Kollege sein. Alles andere lässt Spielraum für Interpretationen. Sonst ist das sehr gut, nur ein wenig kurz und die Tätigkeitsbeschreibung hast du wohl absichtlich nicht gepostet.

Edit: Zum Dienstzeugnis: Ist eher durchwachsen. Kandidat redet sehr viel, arbeitet ordentlich, aber langsam und die Vorgesetzten kommen nach den Kameraden. Wäre wohl eine 3.

Ph03n!X
2008-09-16, 18:51:13
hmm kann ich mit posten wäre kein Ding.

Welchen Satz meinste jetzt genau vor welchen ?

Würde das dann so weitergeben das würden die bestimmt machen ist ja nur Reihenfolge ändern.

Eine Frage ist mein erstes richtiges Arbeitszeugnis weiss ja nicht wie lang eins sein muss.

Aber was ist daran zu kurz ?

Da fehlt doch nix oder?

Mylene
2008-09-16, 21:47:37
Kunden zuerst? Würd ich nicht so sehen, eher Vorgesetzte zuerst, sonst könnte wer vermuten, er lässt sich nix sagen :biggrin:

30hours2late
2008-09-17, 01:15:15
Da fehlt doch nix oder?

da fehlt für mich unter anderem was du überhaupt gemacht hast

bei dem Thema^^, wie würdet ihr ein solches Dienstzeugnis werten?

http://img3.imagebanana.com/img/9l9rz5jg/thumb/dienstzeugnisag4.jpg (http://img3.imagebanana.com/view/9l9rz5jg/dienstzeugnisag4.jpg)

Wie die Person dargestellt wird oder allgemein?

Person wird positiv dargestellt.

Allgemein:
Unterschrift in Vertretung geht mal gar nicht. Zudem muss sie leserlich sein.
Die Zusatztätigkeiten hätten aufgeführt werden können (müssen auf verlangen).

Ph03n!X
2008-09-17, 18:06:07
Tätigkeiten stehen alle drin.

Hab sie nur ned hier gepostet

cartman5214
2008-09-17, 19:13:26
Wobei ich das mit dem Dienstzeugniss nicht so eng sehen würde. Kompaniechefs stecken nicht wirklich in der Materie und das wissen Personaler auch.

06.06.06
2009-01-30, 17:12:15
---
gut danke, nehm es wieder raus!
---

06.06.06
2009-01-31, 22:26:20
so schlecht? ^^

gibts da irgendeine seite wo man mehr über sowas finden kann?

mictasm
2009-01-31, 23:00:29
Das letzte Zeugnis wirkt schon fast so, als wenn es ohne verschlüsselte Textbausteine erstellt wurde. Das kann allerdings zu Missverständnissen mit dem nächsten Arbeitgeber führen.

Ansonsten würde ich nach der Schlussformel etwas zwischen 2 und guter 3 annehmen. Ein Zeugnis des Ausbildungsbetriebs ist aber eigentlich nur eine Ergänzung zu den Berufszeugnissen.
Hast du nicht alles hier aufgeschrieben, oder fehlt im Zeugnis wirklich die Erklärung, warum du nach der Ausbildung nicht weiter übernommen wurdest?

Es soll übrigends Personaler geben, die nur die Grußformel am Schluss anschauen, da sie als einziges im qualifizierten Zeugnis nicht einklagbar ist.

Rooter
2009-01-31, 23:17:30
Würde sagen Note 1-2, Gut bis Sehr Gut. :up:

http://www.arbeitszeugnisse.de/arbeitszeugnis-infos-fuehrungskraefte/formulierung-beratung-arbeitszeugnis.html

MfG
Rooter

06.06.06
2009-01-31, 23:18:02
ist das gesammte zeugnis.

ich bleibe nicht in der firma weil ich etwas anderes machen werde.

mictasm
2009-02-01, 00:38:06
ist das gesammte zeugnis.

ich bleibe nicht in der firma weil ich etwas anderes machen werde.

das fehlt dann definitiv in der schlussformulierung. "herr x verlässt das unternehmen auf eigenen wunsch, wir bedauern, ... wir wünschen..., wir würden ihn sofort wieder beschäftigen,...

natürlich nur, wenn es der wahrheit entspricht...

sChRaNzA
2009-02-01, 00:48:20
bei dem Thema^^, wie würdet ihr ein solches Dienstzeugnis werten?

http://img3.imagebanana.com/img/9l9rz5jg/thumb/dienstzeugnisag4.jpg (http://img3.imagebanana.com/view/9l9rz5jg/dienstzeugnisag4.jpg)

langer Test für ein Dienstzeugniss... Im Endeffekt würd ich sagen ne 2 - 3 (je nachdem)

Zum TE:

Selbe Meinung, die ''Redewendung'' stets zur vollsten Zufriedenheit ist immer eine 1, alos Gesamte eine 1 - 2. :)

ShadowXX
2009-02-01, 02:26:35
natürlich nur, wenn es der wahrheit entspricht...
Da inzwischen ca. 80% der Arbeitszeugnisse selbst geschrieben werden (zumindest bei mittelständischen Unternehmen), entsprechen diese quasi nie der Wahrheit.

Zafi
2009-02-01, 05:46:35
Er ist hochmotiviert und realisiert stets die gesetzten Ziele.

Übersetzung: Du bemühst dich, erreichst aber immer nur den Soll.

Herr xx zeigt sich ausdauernd sowie sehr belastbar und bewältigte auch unter schwierigen Arbeitsbedingungen alle Aufgaben stets sehr gut. Seine fundierten Fachkenntnisse führen immer zu sehr überzeugenden Lösungen und Ergebnissen bei den ausgeführten Tätigkeiten.

Das ist ein Satzanhängsel, dass man sich eigentlich hätte sparen können (scheinbar überflüssig). Aber in Arbeitszeugnissen gibt es keinen überflüssigen Text. Da hat alles eine Bedeutung.

In diesem Fall wird die zuvor getätigte Aussage auf die ausgeführten Tätigkeiten reduziert. Was ist aber mit all den anderen Tätigkeiten? Im schlimmsten Fall könnte dies bedeuten, dass die Arbeiten, die du abschließt in Ordnung sind. Aber, dass leider auch viele Arbeiten liegen bleiben und von anderen bewältigt werden müssen.

Bedenke auch, dass die Bezeichnung sehr gut im Arbeitszeugnis nur Durchschnitt ist. Entsprechende Steigerungen wären zum Beispiel souverän, perfekt oder überragend. Denn im Vergleich zu sehr gut sind dass auch Absolute, die sich nicht weiter steigern lassen. Perfekter als Perfekt gibt es nicht.

Herr xx zeichnet sich jederzeit durch einen sehr effizienten Arbeitsstil aus.

Autsch. Du machst pünktlich Feierabend.

Komplexe Aufgaben löst er dank seiner guten Qualifikation und realistischen Einschätzung sehr souverän.

Eigentlich wäre der Satz hervorragend, doch leider wird er von den nur guten Qualifikationen geschmälert. Übersetzt bedeutet dies. Dafür, dass du eigentlich kaum Qualifikationen hast, kommst du ganz gut mit.

Die Leistungen von Herrn xx führen bei unseren Kunden und uns stets zur vollsten Zufriedenheit.

Eine Leistung ist entweder gut oder sie ist es nicht. Wenn sie erst zu einer Zufriedenheit geführt werden muss, dann ist sie es wohl nicht. Abgesehen davon, ist das wohl auch ein Rechtschreibfehler "führen" -> "führte". Und Rechtschreibfehler haben in einem guten Arbeitszeugnis nichts verloren.

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen ist stets vorbildlich. Unserem Kunden gegenüber tritt er überaus zuvorkommend auf.

Eine Vorbild-Funktion gegenüber Vorgesetzten gibt es nicht, sonst wäre man selbst der Vorgesetzte. In diesem Fall bedeutet dies also, dass du deinem Chef widersprichst. Ebenso auch deinen Kollegen. Und beim Kunden bist du Vorlaut.

Wie würdet ihr dieses Zwischenzeugnis schulnotentechnisch sehen ?

Nun, da will dir wohl jemand mit Anlauf in den A**** treten. Mit so einem Zeugnis solltest du dich nicht bewerben. Ist zumindest meine Meinung.

Was mir besonders auffiel, ist die Tatsache, dass du dich scheinbar viel anstrengst um die Arbeit zu schaffen. Scheinbar fällt dir nichts leicht, jede deine Arbeiten ist mit Mühe verbunden.

Besser wäre zum Beispiel: Mit Leichtigkeit übertraf er all unsere Erwartungen.

Denn da steckt noch Potential drinnen. Wenn du aber schon total ausgepowert bist, von der regulären Arbeit, dann kann man von dir auch nicht mehr erwarten.

Was ich sehr vermisst habe, ist die Eigenverantwortung und die Selbstständigkeit. Arbeiten ohne fremdes Zutun erfolgreich anzugehen und abzuschließen, ist eine der größten Leistungen. Denn nichts ist schlimmer für einen Chef, als ein Mitarbeiter, denn man ständig an die Hand nehmen muss.

Gut wäre es auch gewesen, wenn Erwähnungen hinsichtlich Gewinn und Umsatz positiv erfolgt wären.

Zum Beispiel: Durch sein alleiniges Zutun, verdoppelte sich unser Gewinn. Oder... Ihm ist es zu verdanken, dass sich die Anzahl unserer Kunden verzehnfacht hat.

Klingt alles übertrieben und hochtrabend, aber dass wäre dann Note 1. Nur damit du ein Gefühl dafür bekommst, was wirklich "gut" ist.

Wie lauten eigentlich die Schlussworte in deinem Arbeitszeugnis?

a) Für die Zukunft wünschen wir ihm weiterhin viel Erfolg
oder
b) Für die Zukunft wünschen wir ihm viel Erfolg

a = Tag
b = Nacht

phizz
2009-02-01, 13:36:03
wow da kommt freude auf
das beste ist wenn man sich zum probearbeiten anbietet.
mit so einem zeugniss würd ich mich dann nicht bewerben.

sChRaNzA
2009-02-01, 13:40:57
Nein Zafi.

Einige Punkte siehst du einfach zu krass.

Eine Vorbild-Funktion gegenüber Vorgesetzten gibt es nicht, sonst wäre man selbst der Vorgesetzte. In diesem Fall bedeutet dies also, dass du deinem Chef widersprichst.


Stimmt nicht, denn

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen ist stets vorbildlich.

ist nunmal eine 1 - 2.


Auch ist

Seine fundierten Fachkenntnisse führen immer zu sehr überzeugenden Lösungen und Ergebnissen bei den ausgeführten Tätigkeiten.

eine standard 2. Welche Informationen außer zu seinen Tätigkeiten willst du sonst wissen? Das er außerdem gut Kaffee kochen konnte?

Nein, nicht päpstlicher sein als der Papst.


Ebenso

belastbar und bewältigte auch unter schwierigen Arbeitsbedingungen alle Aufgaben stets

1 - 2.


Dieses Zeugniss ist nichtmal annähernd so schlecht wie du es auslegst. :)

Luke Undtrook
2009-02-01, 14:35:38
Da inzwischen ca. 80% der Arbeitszeugnisse selbst geschrieben werden (zumindest bei mittelständischen Unternehmen), entsprechen diese quasi nie der Wahrheit.
Was heißt das auf deutsch? Das einzig interessante ist die email-adresse des ausstellers?

Zafi
2009-02-01, 15:10:14
Dieses Zeugniss ist nichtmal annähernd so schlecht wie du es auslegst. :)

Ich frage mich, wie sinnvoll Arbeitszeugnisse überhaupt sein können. Schließlich wechselt man ja meistens innerhalb der eigenen Branche. Kann man da wirklich von seinem Ex-Chef erwarten, dass er dem Konkurrenten bzw. deinem zukünftigen Arbeitgeber eine korrekte Aussage tätigt? Wenn du ein Nichtsnutz bist, kann der doch froh sein, wenn sein Konkurrent dich einstellt. Und wenn du was taugst, dann versucht er euch beiden doch sicher Steine in den Weg zu legen... oder wie seht ihr das?

phizz
2009-02-01, 15:32:37
Wenn man davon ausgeht das jeder Chef ein geldgieriger *rsch ist,
dann kann man das auch so sehen.

Aber es gibt ja auch Leute die nur die Gegend wechseln um mit ihrer besseren Hälfe zusammen zu ziehen. Wenn man nen anständigen Chef hat, sollte er damit klarkommen und ein gescheites Zeugnis ausstellen sofern es auch berechtigt ist.

Mein Ausbilder hat mir erzählt dass wenn man mit seinem Arbeitszeugnis nicht einverstanden ist, eine Neufassung verlangen kann.
Ob das so stimmt weis ich nicht, aber wenn dann könnte jeder ein vorgeschriebenes Zeugnisse aus dem inet holen und sich einfach ne Unterschrift dafür besorgen.

Giraffengustav75
2009-02-01, 15:36:08
Ich frage mich, wie sinnvoll Arbeitszeugnisse überhaupt sein können. Schließlich wechselt man ja meistens innerhalb der eigenen Branche. Kann man da wirklich von seinem Ex-Chef erwarten, dass er dem Konkurrenten bzw. deinem zukünftigen Arbeitgeber eine korrekte Aussage tätigt? Wenn du ein Nichtsnutz bist, kann der doch froh sein, wenn sein Konkurrent dich einstellt. Und wenn du was taugst, dann versucht er euch beiden doch sicher Steine in den Weg zu legen... oder wie seht ihr das?
Ich finde Arbeitszeugnisse in der Form für den Arsch, einfach aufgrund der Auslegungsproblematik. Das können die Chefs doch selbst nicht wirklich entschlüsseln.

Alles ist zwei- und dreideutig geschrieben und kann entweder dies oder das bedeuten oder der Arbeitsgeber war damit nicht vertraut oder was auch immer.

Wie wärs mit Schulnoten? Eindeutiger gehts ja wohl kaum.

Acrylsäure
2009-02-01, 15:38:24
Ich frage mich, wie sinnvoll Arbeitszeugnisse überhaupt sein können. Schließlich wechselt man ja meistens innerhalb der eigenen Branche. Kann man da wirklich von seinem Ex-Chef erwarten, dass er dem Konkurrenten bzw. deinem zukünftigen Arbeitgeber eine korrekte Aussage tätigt? Wenn du ein Nichtsnutz bist, kann der doch froh sein, wenn sein Konkurrent dich einstellt. Und wenn du was taugst, dann versucht er euch beiden doch sicher Steine in den Weg zu legen... oder wie seht ihr das?
Nein... selbst bei der (fast) gleichen Tätigkeit sind die unterschiedlichen Arbeitgeber meist keine Konkurrenten... Sei es nun eine etwas andere Produktpalette oder anderer Kundenkreis.
Beispiel: Sobald sich jemand als Friseur in der nächsten Stadt bewirbt kann das dem ursprünglichen Chef egal sein.

Ich hab noch nie erlebt dass jemand aus diesem Grund ein Arbeitszeugnis "verbessert" oder "verschlechtert".

Ansonsten bin ich auch der Meinung dass du mit dem Arbeitszeugnis ein wenig zu hart ins Gericht gehst. Vor allem was du zu "vorbildlich" geschrieben hast ist in meinen Augen schwachsinn.

Luke Undtrook
2009-02-01, 16:03:30
Ist halt wie alles in Deutschland: Dem Betrug/Hinterfotzigkeit sind von vornherein alle Türen und Tore geöffnet und der brave Bürger muß mühsam seinen Nachteil erkennen/Recht erstreiten. Und wenn nicht dann hat man wieder einen dieser praktischen 1EJobber.

Transparenz/Bürokratieabbau/Simplifizierung - nein danke. Wovon soll sich denn der arme Anwalt/Richter dann seinen Ferrari leisten

Ph03n!X
2009-02-01, 16:23:29
so schlecht kanns nicht gewesen sein bin 2 Monate später zum stellvertretenden Teamleiter ernannt worden. Arbeite immer noch in der Firma.

Arbeite in dieser stellvertretenden Tätigkeit nun seid einem halben Jahr

un die meisten Leute die ich gefragt habe haben das Zeugnis immer mit einer 1 bzw. 2 benotet.

mapel110
2009-02-01, 16:36:12
Ich hätte da auch mal was. Meinungen?!

sChRaNzA
2009-02-01, 16:49:43
Komplett würde >ICH< sagen das es nicht wirklich gut, aber auch nicht wirklich schlecht ist.

Wenn ich mich festlegen müsste würde ich sagen 2,5 - 3,5.

''Volle Zufriedenheit'' kann man mit 2 bewerten, einiges is dann leider auch schlechter in meinen Augen, zum beispiel ''beständiges Arbeitstempo'' klingt sehr ungewöhnlich.

Rooter
2009-02-01, 17:25:58
Naja, nicht sooo gut...

"die ihm gestellten Aufgaben" --> aber auch nur die
"beständigen Arbeitstempo" --> hätte schneller gehen können
"zufriedenstellende" --> Note 3
"den Anforderungen stets entsprechenden Fachkenntnisse" --> konnte genug um den Job zu erledigen
"formulierte im Allgemeinen prägnant und wusste auch im Verhandeln geschickt umzugehen" --> kann ich spontan nicht deuten, klingt aber nicht positiv

MfG
Rooter

Mr.Fency Pants
2009-02-02, 09:07:27
Dürfte alles in allem so zwischen 3 und 4 liegen. Rooter hat ja schon einige Formulierungen erwähnt, so seh ich das auch.

rotkäppchen
2009-02-02, 13:28:25
ich möchte auch mal anfragen (raus bin ich eh aus der firma dort, und das auch zum glück, weil chef dort seinen liebling hat und alle anderes "doof" sind für ihn).

"frau xxx hat die ihr übertragenen aufgaben pflichtbewusst und zu meiner zufriedenheit erledigt. sie war stets pünktlich, verschwiegen und ordnungsliebend. der umgang mit patienten war immer freundlich.

auf grund ihres freundlichen, ruhigen wesens und ihrer bereitschaft zur zusammenarbeit war frau xxx beliebt. ihr verhalten gegenüber vorgesetzen und mitarbeiterinnen war stets einwandfrei. die ihr zugedachte führungsrolle gegenüber auszubildenden versuchte sie umzusetzen.

aus betriebsinternen, organisatorischen gründen muss ich mich von frau xxx trennen.

...."

(ok einiges kann ich mir selbst zusammenreimen wie "scheiße" das ist, aber ich muss dazu sagen, dass meine anderen arbeitszeugnisse bisher immer als 1 bis 2 angesehen waren -
dort wurde ich jetzt nur runtergemacht und demnach war auch meine motivation dort nicht so berauschend)
war das beste was mir passieren konnte dass er mich nun gekündigt hat.
das nur mal nebenbei. ;)

Mr.Fency Pants
2009-02-02, 14:16:32
Das Zeugnis ist imho eher ein durchschnittliches, bzw. schlechtes (tippe auf 4) und zwar aufgrund folgender Formulierungen:

"und zu meiner zufriedenheit erledigt" --> da weder "stets" noch "vollen" oder "vollsten" dabei steht, ist das wohl maximal eine 4

"die ihr zugedachte führungsrolle gegenüber auszubildenden versuchte sie umzusetzen." --> das ist ebenfalls negativ zu bewerten, da du es nur versucht hast, aber es nicht geschafft hast.

Ebenso "auf grund ihres freundlichen, ruhigen wesens und ihrer bereitschaft zur zusammenarbeit war frau xxx beliebt" --> ruhig bedeutet wenig durchsetzungsfähig, Bereitschaft zur Zusammenarbeit bedeutet wie oben, dass du es nicht umgesetzt hast.

Auch dass am Ende nicht sowas steht wie "Zu meinem Bedauern" oder "wünsche ihr für die Zukunft alles Gute" ist ebenfalls negativ.

Zusammengefasst weit ab von einer 1 oder 2, eher in Richtung 4-5.

rotkäppchen
2009-02-02, 14:22:47
das mit "in zukunft alles gute blabla" steht da, hab ich nur nicht mit reingenommen, da es bisher über all drunter stand.

Das gute A
2009-02-02, 14:25:26
das mit "in zukunft alles gute blabla" steht da, hab ich nur nicht mit reingenommen, da es bisher über all drunter stand.

Ne schwache 3 oder eine 3-4, mehr nicht. Das kommt in etwa hin.

Grüße

Mr.Fency Pants
2009-02-02, 14:51:49
das mit "in zukunft alles gute blabla" steht da, hab ich nur nicht mit reingenommen, da es bisher über all drunter stand.

Achso, trotzdem gehts schon stark in Richtung 4. Da sind einfach zu viele Dinge in Richtung "Sie war stehts bemüht" drin und die sind imho ein absolutes Todesurteil für eine gute Bewertung.

rotkäppchen
2009-02-02, 15:02:03
das ist mir ja auch, wie schon gesagt, klar gewesen, dass es ein "scheiß" zeugnis ist.

aber ich denke auch mal, wenn man die anderen zeugnisse sieht, und dann das hier, sieht man schon, dass es dort nicht gut lief.

muss ich denn das letzte zeugnis in einer bewerbung mit beifügen?

GBL
2009-02-02, 15:24:45
muss ich denn das letzte zeugnis in einer bewerbung mit beifügen?

Nein.
Allerdings wirst du beim Vorstellungsgespräch sicher angesprochen, was du vorher gemacht hast, und wo das Zeugnis bleibt. Das ist in Deutschland nämlich sehr wichtig ;D

Also entweder probierst du es ohne, oder du überlegst dir ne passende Story wieso es relativ schlecht ist. Story != Lügen. Eben einfach erklären. Sind ja auch nur Menschen.

Mr.Fency Pants
2009-02-02, 15:49:45
Ich würde es auch nicht weglassen, das wirkt eher verdächtig. In deinem Lebenslauf steht ja, was du gemacht hast und da kommt dann die Frage nach dem Zeugnis automatisch. Lieber die Wahrheit sagen und erklären, wie es dazu gekommen ist. Wenn deine restlichen Zeugnisse gut sind, dann können die schon erahnen, was da gelaufen ist und dich dann dazu befragen.

The7thGuest
2009-02-02, 16:10:14
Versuchen, ein einfaches Arbeitszeugnis zu bekommen. Da steht ja nur drinnen beschäftigt von, bis, als.
Generell macht diese ganze Verschlüsselung doch mehr Probleme als alles andere.
Die Chefs von kleinen Betrieben (Handwerker) haben sicherlich keine genaue Kenntnis der Formulierungen und schreiben Sachen, die ehrlich gut gemeint sind, aber bei anderen die Sorgenfalten auslösen. Sieht man ja an dem Beispiel hier im Thread ganz gut wie sehr Auslegungssache das ganze ist.
Und wer schon länger im Arbeitsleben steht, wird auch Zeugnisse mit Formulierungen haben, die damals als sehr gut galten und heute negativ bewertet werden. Oder umgekehrt.

GBL
2009-02-02, 16:16:32
Finde das auch Quatsch. Sollen halt einfach gesetzlich einen Vordruck einführen, der alle wichtigen Punkte abdeckt: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Selbstständigkeit, "Leistung", etc pp. Und von 1-3 benoten.

rotkäppchen
2009-02-02, 16:22:56
ja sowas gibts, zumindest im gesundheitswesen, für die azubis im abschlussjahr.

da muss der ausbilder (arzt) die einzelnen abschnitte bewerten im schulnotensystem.
das wird dann in der BS oder im hauptsitz des kreises (Ärztekammer/KV) abgegeben (weiß ich grad nicht mehr, bin schon zu lange ausgelernt).

ich würde echt am liebsten wieder hin und dem das sagen, aber da setz ich keinen fuß mehr rein.

sChRaNzA
2009-02-02, 16:27:26
Du kannst dagegen vorgehen wenn du dich ungerechtfertigt schlecht bewertet fühlst.

haifisch1896
2009-04-02, 18:51:17
Hi,
ich wurde gebeten, mich mal zu erkundigen, ob dieses Arbeitszeuhnis wirklich so gut ist, wie es geschrieben steht.
Hat hier jemand davon Ahnung?

http://img18.imageshack.us/img18/5895/arbeitszeugnis3dc.th.jpg (http://img18.imageshack.us/my.php?image=arbeitszeugnis3dc.jpg)

Danke im Voraus!

Predator2187
2009-04-02, 18:56:06
Uiuiui.. nicht ein einziger Superlativ... und dann auch noch ein "weitgehend" ;)
Nicht soo toll würde ich meinen..

Mylene
2009-04-02, 20:33:01
Hi,
ich wurde gebeten, mich mal zu erkundigen, ob dieses Arbeitszeuhnis wirklich so gut ist, wie es geschrieben steht.
Hat hier jemand davon Ahnung?
Danke im Voraus!
Ich sag: eine 5. Eine 4 mit ganz viel Wohlwollen.

"Während ihrer Tätigkeit [...] motiviert" - heißt für mich: sie kam zum Geldverdienen. War vielleicht motiviert, aber motiviert sein heißt nicht, dass man auch vernünftig arbeitet. Ich kann auch motiviert sein, die Welt zu erobern, ob ich's tu, steht auf einem anderen Blatt. Und nur während ihrer Tätigkeit motiviert? Couchpotatoe oder was?
Ihre Arbeitsleistung wird auch ziemlich knapp und wie "herumgedruckst" abgefrühstückt: "des weiteren können wir sagen" - äh ja, "uns fiel gerade mit viel Fantasie ein, dass man das gerade noch so behaupten könnte", so kommt's rüber.
"Zudem führte sie ihre Aufgaben mit Engagement aus" - unterstreicht nochmal den Eindruck, dass sie nur zum Geldverdienen kam... Und dass sie nur gemacht hat, was sie machen musste, null Eigeninitiative.
Dazu passt auch das "systematisch an ihre Aufgaben heranging". Klingt nach "was haben wir denn heute zu tun? Aha, Person x, y und z duschen, Person a bis f beim Essen helfen, abhaken, feddisch."
Im übrigen wurde sie nur von Bewohnern und Angehörigen geschätzt!!!! Vorgesetzte? Mitarbeiter? Kollegen? Da wundert es mich nicht, dass das Dankeschön für die Mitarbeit erst ganz am Schluss kommt, lieber klatscht man in die Hände und wünscht ihr wahrscheinlich mit tiefem Aufseufzer alles Gute auf ihrem weiteren Weg, weil man sie endlich los ist.

Rooter
2009-04-02, 21:01:30
Ich sag: eine 5. Eine 4 mit ganz viel Wohlwollen.Ja, würde ich auch sagen.

MfG
Rooter

haifisch1896
2009-04-03, 05:55:55
Kann das denn so hinkommen, wenn sie so lange da war und auch auf eigenen Wunsch ging?

Tomi
2009-04-03, 07:46:29
Meine Meinung als Personaler....schlechtes Zeugnis. Alle Formulierungen wie bspw. "zur Zufriedenheit", "motiviert" etc. entsprechen nach gängigen Regeln auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (absolut mies) der Note 4. Dies bedeutet, dass die Mindest-Anforderungen (was ja schon wenig ist) erfüllt, aber häufiger auch verfehlt wurden.

Es fehlt eine Aussage zum internen Sozialverhalten (zu Kollegen), ist nicht automatisch schlecht, allerdings in 90% der Zeugnisse enthalten. Ein Fehlen lässt Interpretationsspielraum und wenn man bedenkt, dass ein gutes Sozialverhalten im Regelfall auch Erwähnung findet, spricht das Fehlen eher für schlechte Einschätzung. Das Sozialverhalten Externen gegenüber ist auch ne sichere 4.

"Auf eigenen Wunsch" heißt sie hat selber gekündigt? Klingt erstmal "gut", verkehrt sich aber ins Gegenteil, wenn sich anschließend eine Arbeitslosigkeitsphase angeschlossen hat. Das bedeutet für den kommenden AG, dass der "eigene Wunsch" entweder doch eine arbeitgeberseitige Kündigung war oder sie Hals-über-Kopf seitens des AN erfolgte, weil mit der Stelle wie auch immer überfordert, denn wenn er einen viel besseren Job hätte und deswegen ausscheidet, dann würde er ja nicht direkt danach arbeitslos sein. Wer auf "eigenen Wunsch" in die Arbeitslosigkeit geht, hatte wohl mind. ein Problem auf der verlassenen Arbeitsstelle.

Die Schlußformel "wünschen für die weitere berufliche Zukunft...alles Gute" bedeutet "gottseidank nicht bei uns", ist also sehr schlecht. Hinweis auf "alles Gute im privaten Bereich" kann Defizite im Privatleben (Alkohol etc.) andeuten, muss aber nicht.

Das gute A
2009-04-03, 08:27:36
Hi,
ich wurde gebeten, mich mal zu erkundigen, ob dieses Arbeitszeuhnis wirklich so gut ist, wie es geschrieben steht.
Hat hier jemand davon Ahnung?

http://img18.imageshack.us/img18/5895/arbeitszeugnis3dc.th.jpg (http://img18.imageshack.us/my.php?image=arbeitszeugnis3dc.jpg)

Danke im Voraus!

Alter Schwede, das ist schon hart an der Zulässigkeitsgrenze bzw. schon ein schlechtes Zeugnis - das ist nicht zulässig bzw. dagegen würde ich vorgehen. Mit Wohlwollen ist das noch eine 4, Tendenz eher schlechter.

Sofort Widerspruch einlegen und neues Zeugnis anfordern, das geht gar nicht.

Grüße

Das gute A
2009-04-03, 08:30:24
Die Schlußformel "wünschen für die weitere berufliche Zukunft...alles Gute" bedeutet "gottseidank nicht bei uns", ist also sehr schlecht. Hinweis auf "alles Gute im privaten Bereich" kann Defizite im Privatleben (Alkohol etc.) andeuten, muss aber nicht.

Bis zu diesem Absatz habe ich Dir zugestimmt. Diese Floskel "...wünschen wir... alles Gute... beruflich wie auch privat...." verwenden fast alle AG und lassen das unabhängig vom Rest des Zeugnisses immer so darunter stehen. Ich sehe das bei quasi jedem Zeugnis von Bewerbern, die bei uns landen.

Das würde ich nicht so stark gewichten - hat mein alter AG auch genauso unter jedes Zeugnis gesetzt, egal obs ein sehr gutes oder nur ein "normales" war.

Dem Rest pflichte ich aber bei, das kann man so stehen lassen.

Grüße

Tomi
2009-04-03, 08:50:17
Bei der Schlußformel hab ich mich vertan, richtig. Sie ist aber so wie sie ist auch nur Durchschnitt (Note 3), denn es fehlt Dank für die geleistete Arbeit und Bedauern über das Ausscheiden.

Das gute A
2009-04-03, 09:30:48
Bei der Schlußformel hab ich mich vertan, richtig. Sie ist aber so wie sie ist auch nur Durchschnitt (Note 3), denn es fehlt Dank für die geleistete Arbeit und Bedauern über das Ausscheiden.

Stimmt - das habe ich übersehen :)

Gruß

Mr_Snakefinger
2009-04-03, 13:33:14
Alter Schwede, das ist schon hart an der Zulässigkeitsgrenze bzw. schon ein schlechtes Zeugnis - das ist nicht zulässig bzw. dagegen würde ich vorgehen. Mit Wohlwollen ist das noch eine 4, Tendenz eher schlechter.

Sofort Widerspruch einlegen und neues Zeugnis anfordern, das geht gar nicht.

Grüße

Sorry for OT, aber dazu hätte ich mal eine Frage:

Ich weiß, dass ein Arbeitszeugnis nicht so so gestaltet sein darf, dass es dem AN die berufliche Zukunft verbaut.
Ok soweit, bzw. imho nicht ok, aber das ist nen anderes Thema...

Weiter im Text: Weil das so ist (bzw. auch deswegen) hat man sich angewöhnt, Arbeitszeugnisse so zu schreiben, wie man es aktuell tut (ich meine die "Personaler-Sprache", die in den Zeugnissen verwendet wird).

Und jetzt ganz klar auf das Beispiel bezogen: Was ist daran hart an der Zullässigkeit bzw. warum denkst Du, dass es unzulässig ist?!

Beim groben Überfliegen sehe ich "nur" ein gewöhnliches Zeugnis, durchzogen von der blumigen Personaler-Sprache. Das Zeugnis ist schlecht, ok. Aber wieso ist es deswegen nicht in Ordnung?

Was mich wieder zu dem ersten Absatz führt: Was soll denn der Arbeitgeber in ein Zeugnis schreiben, wenn der AN tatsächlich Mist war?! Dass er ihn nicht offen diffamieren darf kann ich noch nachvollziehen, aber wenn er nicht die Realität wiedergeben darf, wozu soll das Zeugnis dann noch gut sein?! Mir in die Tasche lügen kann ich als AN selber. Und meinen kommenden AG anlügen kann ich auch selber?! :confused:

Mr.Fency Pants
2009-04-03, 13:37:31
Ich verstehe auch nicht ganz, was an dem Zeugnis hart an der Zulässigkeit sein soll. Sicher, es ist schlecht, aber dafür gibt es ja die Umschreibungen, die mittlerweile jeder entziffern kann. Was soll man denn sonst schreiben, wenn der AN im Bereich 4-5 war? Da gibbts dann logischerweise kein "wir bedauern das Ausscheiden von Hr./Fr. xyz" oder "zur vollsten Zufriedenheit".

Das gute A
2009-04-03, 14:19:16
Sorry for OT, aber dazu hätte ich mal eine Frage:

Ich weiß, dass ein Arbeitszeugnis nicht so so gestaltet sein darf, dass es dem AN die berufliche Zukunft verbaut.
Ok soweit, bzw. imho nicht ok, aber das ist nen anderes Thema...

Weiter im Text: Weil das so ist (bzw. auch deswegen) hat man sich angewöhnt, Arbeitszeugnisse so zu schreiben, wie man es aktuell tut (ich meine die "Personaler-Sprache", die in den Zeugnissen verwendet wird).

Und jetzt ganz klar auf das Beispiel bezogen: Was ist daran hart an der Zullässigkeit bzw. warum denkst Du, dass es unzulässig ist?!

Beim groben Überfliegen sehe ich "nur" ein gewöhnliches Zeugnis, durchzogen von der blumigen Personaler-Sprache. Das Zeugnis ist schlecht, ok. Aber wieso ist es deswegen nicht in Ordnung?

Was mich wieder zu dem ersten Absatz führt: Was soll denn der Arbeitgeber in ein Zeugnis schreiben, wenn der AN tatsächlich Mist war?! Dass er ihn nicht offen diffamieren darf kann ich noch nachvollziehen, aber wenn er nicht die Realität wiedergeben darf, wozu soll das Zeugnis dann noch gut sein?! Mir in die Tasche lügen kann ich als AN selber. Und meinen kommenden AG anlügen kann ich auch selber?! :confused:

Ich meine das nur aufgrund der Tatsache, dass sich das Zeugnis widerspricht - zumindest stelle ich doch jemanden, der 7 (!) JAhre bei mir tätig war, kein solches Zeugnis aus. Wenn ich unzufrieden bin, entlasse ich den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin bzw. halte sie nicht 7 Jahre lang bei mir im Betrieb. Und DANN so ein Zeugnis? Das ist doch nur Rache dafür, dass sie dann schön über 3 Jahre in Elternzeit gegangen ist - behaupte ich mal ganz frech.

Von daher bin ich der Meinung, dass das schon eine Unverschämtheit ist. Dass es rein rechtlich so ausgestellt werden kann, das bezweifle ich gar nicht, aber ich finde es arg grenzwertig rein vom Bauchgefühl her.

Geht mal gar nicht...

Grüße

Tomi
2009-04-03, 14:20:02
Wenn der AN schlecht war, dann ist das Zeugnis in Ordnung. Man kann ja aus einem grottigen Mitarbeiter keinen Helden machen, nur damit er es später auf dem Arbeitsmarkt nicht so schwierig hat.

Die Frage ist, ob das Zeugnis in allen Punkten richtig ist, da könnten sich Widersprüche dran aufhängen.

Aber da es von 2007 ist, ist die Sache eh gegessen.

Merkwürdig ist nur, dass die Firma 7 Jahre lang einen vermeintlich schlechten AN beschäftigt hat. Jeder normale Unternehmer hätte einen Mitarbeiter mit so einer Einschätzung (die sich ja wohl kaum in den letzten 6 Monaten ergeben haben wird) nach spätestens 1 Jahr oder schon der Probezeit wieder rausgekantet.

Mr_Snakefinger
2009-04-03, 14:28:31
Ich meine das nur aufgrund der Tatsache, dass sich das Zeugnis widerspricht - zumindest stelle ich doch jemanden, der 7 (!) JAhre bei mir tätig war, kein solches Zeugnis aus. Wenn ich unzufrieden bin, entlasse ich den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin bzw. halte sie nicht 7 Jahre lang bei mir im Betrieb. Und DANN so ein Zeugnis? Das ist doch nur Rache dafür, dass sie dann schön über 3 Jahre in Elternzeit gegangen ist - behaupte ich mal ganz frech.

Von daher bin ich der Meinung, dass das schon eine Unverschämtheit ist. Dass es rein rechtlich so ausgestellt werden kann, das bezweifle ich gar nicht, aber ich finde es arg grenzwertig rein vom Bauchgefühl her.

Geht mal gar nicht...

Grüße

Ok, das verstehe ich dann wieder. :)

Wenn der AN schlecht war, dann ist das Zeugnis in Ordnung. Man kann ja aus einem grottigen Mitarbeiter keinen Helden machen, nur damit er es später auf dem Arbeitsmarkt nicht so schwierig hat.

Ich bin mal davon ausgegangen, dass sich die Beschreibung mit dem tatsächlichen Verhalten deckt.

Ok, danke Euch für die Aufklärung!

Geächteter
2009-04-03, 15:37:11
Merkwürdig ist nur, dass die Firma 7 Jahre lang einen vermeintlich schlechten AN beschäftigt hat. Jeder normale Unternehmer hätte einen Mitarbeiter mit so einer Einschätzung (die sich ja wohl kaum in den letzten 6 Monaten ergeben haben wird) nach spätestens 1 Jahr oder schon der Probezeit wieder rausgekantet.
Kann auch an einer grottigen Bezahlung gelegen haben. Da wollte kein Anderer freiwillig hin und Motivation kann man bei Saulöhnen auch nicht verlangen.

Mögliches Zeugnis des AN über diese Klitsche würde vielleicht so aussehen:
"Bezahlung war umwerfend etc.. "
Übersetzt: Man wurde von der Niedrigkeit umgeworfen ;D

haifisch1896
2009-04-04, 07:53:29
Dankeschön für Eure Antworten!
Die Bezahlung ist ja in dem Gewerbe generell schlecht, wodurch ich da ja schon gerne mal von Sklavenhaltung rede :)

Luke Undtrook
2009-04-04, 16:40:51
Personaler ist ein Schurkenberuf. Leute, die nix können (müssen), verurteilen Fachleute nach abstrusen fachfremden scheinwissenschaftlichen Kriterien, die ihnen nicht genug können müssen. Selbst haben sie völlige Narrenfreiheit, Faschismus 2.0

Senior Sanchez
2009-04-04, 18:25:16
Personaler ist ein Schurkenberuf. Leute, die nix können (müssen), verurteilen Fachleute nach abstrusen fachfremden scheinwissenschaftlichen Kriterien, die ihnen nicht genug können müssen. Selbst haben sie völlige Narrenfreiheit, Faschismus 2.0

Ehm, ja, wenn du meinst. :rolleyes:

Ich bin mit der Personalpolitik bzw. wie Bewerber ausgesucht werden auch nicht glücklich, aber dann mach mal einen Vorschlag wie es besser gehen soll.

Meine Arbeitszeugnisse dagegen hat bei noch nie ein Personaler völlig frei geschrieben, sondern das hat immer mein Chef entsprechend koordiniert.

hmx
2009-04-04, 18:31:05
Ehm, ja, wenn du meinst. :rolleyes:

Ich bin mit der Personalpolitik bzw. wie Bewerber ausgesucht werden auch nicht glücklich, aber dann mach mal einen Vorschlag wie es besser gehen soll.

Meine Arbeitszeugnisse dagegen hat bei noch nie ein Personaler völlig frei geschrieben, sondern das hat immer mein Chef entsprechend koordiniert.

Weniger Lebenslaufperfektionismus, weniger Pingeligkeit. Gerade deutsche Personaler sind da ganz schlimm.

cartman5214
2009-04-04, 19:16:01
Weniger Lebenslaufperfektionismus, weniger Pingeligkeit. Gerade deutsche Personaler sind da ganz schlimm.
Je größer die Firma desto fieser die Personalabteilungen. Während man mit nem vernünftigem Profil bei nem Mittelständler direkt in die Fachabteilungen durchkommt und die zukünftigen Chefs zielsicher nach Quali, persönlichem Eindruck und Bauchgefühl entscheiden, übertrumpfen sich größere Läden dann mit Assessment-Centern und Vorstellungsrunden.
Mein Rekord liegt bei zwei Telefoninterviews, einem AC und drei persönlichen Gesprächen. Da wäre wohl noch etwas gekommen, aber ich hab dann dankend abgesagt.
Und die Ergebnisse sind dann auch nicht immer nachvollziehbar. Ich hab 3 Jahre neben dem Studium bei ner AirLine im Kundenservice gearbeitet. Da ich evtl. zum 01.04 nen Master machen wollte habe ich mich bei ner anderen Airline für auf ne identische Werkstudentenposition beworben. Die nutzen sogar die gleiche CRM-Sorftware. VG und Telefoninterview liefen perfekt, nur noch das AC wo ich dann wohl im "psychologischen Belastungstest" durchgefallen bin. Wenn sich dann der Personaler entschuldigt weil man trotz perfekter fachlicher und persönlicher Eignung wegen so nem Test nicht genommen werden kann stimmt irgendwas nicht...

(del)
2009-04-04, 19:16:56
Ehm, ja, wenn du meinst. :rolleyes:

Ich bin mit der Personalpolitik bzw. wie Bewerber ausgesucht werden auch nicht glücklich, aber dann mach mal einen Vorschlag wie es besser gehen soll.

Meine Arbeitszeugnisse dagegen hat bei noch nie ein Personaler völlig frei geschrieben, sondern das hat immer mein Chef entsprechend koordiniert.
Was denn für Arbeitszeugnisse? Du bist nach Kombination deiner Aussagen hier absoluter Dauerstudent. Redest du von Praktika oder "einmal Reinschnuppern" ins wirkliche Arbeitsleben?

cartman5214
2009-04-04, 19:23:24
Was denn für Arbeitszeugnisse? Du bist nach Kombination deiner Aussagen hier absoluter Dauerstudent. Redest du von Praktika oder "einmal Reinschnuppern" ins wirkliche Arbeitsleben?
Werkstudententätigkeiten bringen Zeugnisse und Praktika die 3-4 Monate dauern ergeben auch die ein oder anderen Chancen zur Beurteilungen.
Ich habs in 4,5 Jahren zu 4 Zeugnissen geschafft.
Ein vernünftiger Chef schafft es auch in kurzer Zeit sich ein zuverlässiges Bild vom Mitarbeiter zu machen.

(del)
2009-04-04, 19:25:54
Arbeitszeugnisse von Praktika geben aber kaum Aufschluss über die tatsächlichen Arbeitsleistungen, die man in der Regel erst nach einer gewissen Einarbeitungsphase erbringt. Die ist von Person zu Person zwar unterschiedlich aber als guter Personaler würde ich solche Zeugnisse nicht überbewerten. Es sei denn, aus ihnen geht hervor, das die Person über Wasser gehen kann und auch dann gilt Vorsicht. Für den groben Überblick/Anhalt zur praktischen Leistungsfähigkeiten und der Teilnahme an einem renommierten Unternehmen mögen diese Juniorzeugnisse noch taugen. Die Funktion, die ein Arbeitszeugnis für einen langjährigen (und möglicherweise unstudierten) Mitarbeiter innehat, können diese aber nicht abdecken.

Daher halte ich das für de facto 2 verschiedene Themen obwohl sie auf dem Papier das gleiche versprechen.

cartman5214
2009-04-04, 19:32:16
Arbeitszeugnisse von Praktika geben aber kaum Aufschluss über die tatsächlichen Arbeitsleistungen, die man in der Regel erst nach einer gewissen Einarbeitungsphase erbringt. Die ist von Person zu Person zwar unterschiedlich aber als guter Personaler würde ich solche Zeugnisse nicht überbewerten. Es sei denn, aus ihnen geht hervor, das die Person über Wasser gehen kann und auch dann gilt Vorsicht.
Klar, daher sollte man auch den ein oder anderen längeren Nebenjob im Studium gemacht haben.
Die Zeugnisse vom Nebenjob geben ein Bild von der Arbeitsweise, die vo Praktikum zeichnen ein Profil des Engagements, der Kreativität und der Lernfähigkeit. Beides wichtig wenn man den ersten Schritt in den Beruf machen will.

Ansonsten würde ich mir auch manchmal nen etwas lockeren Umgang, evtl. auch mit Verfahrensweisen von anderen Regionen wünschen. Referenzen von ehemaligen Dozenten oder Vorgesetzten z.B.. Die Formulierungen in den Zeugnissen sind aber inzwischen bekannt genug so das sich damit ein halbwegs vernünftiges Bild ergibt. Auch für länger angestellte Arbeitnehmer.

Senior Sanchez
2009-04-04, 20:45:31
Was denn für Arbeitszeugnisse? Du bist nach Kombination deiner Aussagen hier absoluter Dauerstudent. Redest du von Praktika oder "einmal Reinschnuppern" ins wirkliche Arbeitsleben?

Dauerstudent, yeah, stimmt, du kennst mich - bin im 6. Semester, Regelstudienzeit und wenn du magst, bekommste auch noch nen Notendurchschnitt von mir geliefert. Vielleicht sind dann deine Aussagen etwas qualifizierter.

Ich selber habe bisher Arbeitszeugnisse von Nebentätigkeiten als Schüler (für Softwareunternehmen), Zivizeugnis (ja, auch da gibt es Zeugnisse) und Zeugnisse diverser Praktika und ich erlaube mir schon eine Meinung zu wissen, wie es läuft.

(del)
2009-04-04, 20:58:04
Ich selber habe bisher Arbeitszeugnisse von Nebentätigkeiten als Schüler (für Softwareunternehmen), Zivizeugnis (ja, auch da gibt es Zeugnisse) und Zeugnisse diverser Praktika und ich erlaube mir schon eine Meinung zu wissen, wie es läuft.Das möchte ich dir gar nicht absprechen aber das große Kino des Arbeitszeugnisses findet nicht am Ende eines Praktikums oder beim DRK für den Zivi statt sondern nach 10-20 Jahren Betriebszugehörigkeit in einem etablierten Unternehmen. Da kommen auch die feinen Nuancen zum Tragen, die man mit der Kneifzange zwischen den Zeilen herauszuppeln muss. Während das profane Praktikumszeugnis sich auf den ersten Blick erschließen lässt.

Senior Sanchez
2009-04-04, 21:01:10
Das möchte ich dir gar nicht absprechen aber das große Kino des Arbeitszeugnisses findet nicht am Ende eines Praktikums oder beim DRK für den Zivi statt sondern nach 10-20 Jahren Betriebszugehörigkeit in einem etablierten Unternehmen. Da kommen auch die feinen Nuancen zum Tragen, die man mit der Kneifzange zwischen den Zeilen herauszuppeln muss. Während das profane Praktikumszeugnis sich auf den ersten Blick erschließen lässt.

Das mag sein, aber so alt bin ich Gott sei Dank noch lange nicht.