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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer kennt sich mit spiegel Teleskope aus ?!?


Unregistered
2002-12-14, 06:23:13
Hi,

Ich will mir demnächst ein profi gerät anschafen hate vorher billig teil von optus ;)
hab bei ebay nachgeschaut und muss schon sagen das sind ein paar hammer teile dabei ,zumindest was der preis angeht *g*
Ich bin bereit so ca 500 bis 800 € auszugeben ,welchen könnt ihr mir empfehlen ??
Und erlich für solche bilder bezahlt man gerne ;) wo ich zum ersten mal mit dem optus teleskop den mond bewundert hab kamm ich schon fast den trännen nah ,so ein anblick ich wahr einfach baff :)
und würde gerne jetzt noch tiefer in den weltraum blicken ;)

cya

aths
2002-12-14, 17:40:51
Ich gedenke, Anfang 2003 ca. 1500 DM für ein Teleskop auszugeben. 700€ kostet da alleine Montierung+Stativ :) Werde mir aber wahrscheinlich ein Linsenteleskop kaufen.

Che Guevara
2002-12-15, 00:44:50
Originally posted by aths
Ich gedenke, Anfang 2003 ca. 1500 DM für ein Teleskop auszugeben. 700€ kostet da alleine Montierung+Stativ :) Werde mir aber wahrscheinlich ein Linsenteleskop kaufen.

Kannst du mir bitte nähere infos geben welche du kaufst ??
danke ;)

cya

aths
2002-12-15, 02:37:10
Originally posted by hoshi2001
Kannst du mir bitte nähere infos geben welche du kaufst ??
danke ;)Also, ich habe ja schon ein Teleskop, aber halt son Kaufhaus-Schrott. Optik: Refraktor mit 60 mm Öffnung und 700 mm Brennweite. Auch wenn das ziemlich wenig ist, könnte man damit doch so einiges anfangen - wenn die Montierung was taugen würde. Das tut sie aber nicht, sondern sie wackelt, braucht ewig zum Ausschwingen, ist instabil, verfügt über keine Feinregelung, das Tubusgewicht zieht im Azimut nach... also es dauert ewig, mal was einzustellen. Ist es dann drin, kann man leider nicht sehr lange beobachten, weil das Objekt aus dem kleinen Gesichtsfeld schnell wieder raus ist. (Erddrehung!)

Daher: An der Montierung wird jetzt schon mal nicht gespart. Ich kaufe entweder die GP oder die GP E. Die GP E ist die Einsteiger-Version (ohne Polsucherfernrohr und ohne Teilkreise), ansonsten aber eine vollwertige GP-Montierung. Diese Teile tragen bis zu 8 kg.

Die GP-Montierungen gibts mit Stativ, Alu bei der "normalen", Holz bei der "E"-Version. Dabei handelt es sich aber nicht um diese dünnen Strebchen, wie man das von Bresser und Co. kennt, sondern um ein wirklich brauchbares, steifes Stativ. (Hab ich selbst gesehen.)

Reineweg diese Montierung, die natürlich parallaktisch ist, und voll nachrüstbar mit allem Pipapo (Polsucher, Motoren, komplette Computer-Steuerung...) kostet inkl. Stativ schon mal 700 €. Das ist viel. Aber ich bin überzeugt, es lohnt sich! Weil mein Budget begrenzt ist, bleibt für die Optik nur noch ein ungefähr ebensogroßer Betrag.

Bei der Optik will ich Qualität kaufen. Da böte sich günstig ein Komplettpaket mit GP E und 114 mm Newton-Teleskop an. Insgesamt gerade mal 800 € - und das Teleskop hat volle Vixen-Qualität. (Vixen ist eine relativ hochwertige Marke im Optik-Bereich.)

Ich möchte aber kein Spiegelteleskop. Denn die haben einige Nachteile: Sie sind obstruiert (haben also den Fangspiegel und die Fangspiegel-Spinne im Strahlengang) was den Kontrast verschlechtert. Bevor man hoch vergrößern kann, müssen sie auskühlen, sonst verwabern Luftwirbel im Tubus das Bild.

Linsenfernrohre sind vom Handling einfacher. Nachteilig ist, dass deren Öffnung begrenzt ist. Öffnung bestimmt aber übers Auflösungsvermögen.

Aber Öffnung ist eben nicht alles. Mit weniger Öffnung, dafür Qualität, fährt man besser, als mit viel Öffnung aus einer Billigproduktion. Man sollte bedenken, dass so ein Teleskop auch was wiegt, und wegen der Transportierbarkeit sollte es nicht zu schwer und nicht zu unhandlich sein. Das ist nun leider ein Problem bei der Linse. Damit die ein Bild in Spitzenqualität bringen, müssen sie entweder sehr lang sein (= unhandlich) oder Spezial-Linsen verwenden, die irre teuer sind. 2000€ alleine für die Optik? Da gehts erst los...

Also muss ich einen Kompromiss finden. Ich habe das 90M von Vixen im Visier. 90 mm Öffnung bei dieser Qualität = 150x Vergrößerungen mit sehr gutem Bild, der Mond macht 200x, 230x und mehr mit. Jedenfalls, wenn die Luftruhe entsprechend gut ist. Man sollte bedenken: Die Umgebungsbedingungen beeinträchtigen das beste Teleskop! Ein 6-Zoll-Newton (also mit 150 mm Öffnung) liefert unter Durchschnittsbedingungen am Stadtrand bei Planeten nur hin und wieder mal bessere Bilder, als ein kleinerer Refraktor.

Wenn man allerdings Deep Sky Objekte (Galaxien, Nebel, Sternhaufen) sehen will, ist Lichtsammelvermögen alles, und hier führt eigentlich kein Weg am Spiegel (ab 8 Zoll) vorbei. Ich bin aber Planeten-Fan. Hier zählt vor allem die sinnvolle Vergrößerung, die man erreichen kann, und 90 mm Öffnungen sind schon gar nicht mal schlecht dafür - sofern die Qualität stimmt.


Oben sprach ich von der teuren Montierung. Wer nicht gewillt ist, dafür viel Geld hinzulegen, könnte sich nach einem Dobson-Teleskop umsehen. Das sind ultraprimitiv gelagerte Newton-Spiegel. Später kann man sie immernoch auf eine Montierung setzen, und am Anfang hätte man maximale Öffnung für sein Geld. Was mich da halt nur stört ist die Nachführung in 2 Achsen. Ich will eine parallaktische Montierung, so dass ich bequem in einer Achse nachführen kann. Und ich möchte halt ein einfach zu handhabendes Linsenteleskop. Denn das beste Fernrohr ist das, was man am häufigsten benutzt. Und ein Spiegelteleskop nachzujustieren, dazu habe ich keine Geduld.

Außerdem kaufe ich dazu wahrscheinlich eine hochwertige Barlow-Linse (Zusatz-Teil, um ein Okular für zwei Vergrößerungen verwenden zu können) die alleine schon mit 150€ zubuche schlägt.

Ich bin jetzt jedenfalls Fan von totaler Qualität. Takahashi, Zeiss und Co. sind allerdings außerhalb der Möglichkeiten meines Geldbeutels. Es muss nun aber Vixen sein, und nicht GSO, Meade und Co. (Wenn Amarok das liest, wird er mich erst köpfen und dann behaupten, Meade sei mindestens ebenso gut. Nachdem was ich an Meade-Produkten sah meine ich: Die Mechanik lässt oft zu wünschen übrig.) Übrigens gibts auf www.astronomie.de ein Forum (http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php), wo dir viel besser geholfen werden kann :)

Ach ja :) Ganz vielleicht spare ich einfach noch eine Runde länger, und kaufe das VMC200L. Dieser Spiegel mit 8 Zoll Öffnung ist erstens schön kurz, zweitens sehr leicht (die Optik wiegt unter 5 Kilo!) und drittens qualitativ hochwertig. Trotz 40% Obstruktion (also einem Fangspiegel, der bei 200 mm Gesamtöffnung immerhin 80 mm Durchmesser hat und somit das Lichtsammelvermögen um 16%, und die Kontrastleistung noch stärker senkt) ist das Bild lt. Erfahrungsberichten sehr gut. Aber wahrscheinlich werde ich wohl doch zum Refraktor greifen.

Che Guevara
2002-12-15, 05:34:01
Originally posted by aths
Also, ich habe ja schon ein Teleskop, aber halt son Kaufhaus-Schrott. Optik: Refraktor mit 60 mm Öffnung und 700 mm Brennweite. Auch wenn das ziemlich wenig ist, könnte man damit doch so einiges anfangen - wenn die Montierung was taugen würde. Das tut sie aber nicht, sondern sie wackelt, braucht ewig zum Ausschwingen, ist instabil, verfügt über keine Feinregelung, das Tubusgewicht zieht im Azimut nach... also es dauert ewig, mal was einzustellen. Ist es dann drin, kann man leider nicht sehr lange beobachten, weil das Objekt aus dem kleinen Gesichtsfeld schnell wieder raus ist. (Erddrehung!)

Daher: An der Montierung wird jetzt schon mal nicht gespart. Ich kaufe entweder die GP oder die GP E. Die GP E ist die Einsteiger-Version (ohne Polsucherfernrohr und ohne Teilkreise), ansonsten aber eine vollwertige GP-Montierung. Diese Teile tragen bis zu 8 kg.

Die GP-Montierungen gibts mit Stativ, Alu bei der "normalen", Holz bei der "E"-Version. Dabei handelt es sich aber nicht um diese dünnen Strebchen, wie man das von Bresser und Co. kennt, sondern um ein wirklich brauchbares, steifes Stativ. (Hab ich selbst gesehen.)

Reineweg diese Montierung, die natürlich parallaktisch ist, und voll nachrüstbar mit allem Pipapo (Polsucher, Motoren, komplette Computer-Steuerung...) kostet inkl. Stativ schon mal 700 €. Das ist viel. Aber ich bin überzeugt, es lohnt sich! Weil mein Budget begrenzt ist, bleibt für die Optik nur noch ein ungefähr ebensogroßer Betrag.

Bei der Optik will ich Qualität kaufen. Da böte sich günstig ein Komplettpaket mit GP E und 114 mm Newton-Teleskop an. Insgesamt gerade mal 800 € - und das Teleskop hat volle Vixen-Qualität. (Vixen ist eine relativ hochwertige Marke im Optik-Bereich.)

Ich möchte aber kein Spiegelteleskop. Denn die haben einige Nachteile: Sie sind obstruiert (haben also den Fangspiegel und die Fangspiegel-Spinne im Strahlengang) was den Kontrast verschlechtert. Bevor man hoch vergrößern kann, müssen sie auskühlen, sonst verwabern Luftwirbel im Tubus das Bild.

Linsenfernrohre sind vom Handling einfacher. Nachteilig ist, dass deren Öffnung begrenzt ist. Öffnung bestimmt aber übers Auflösungsvermögen.

Aber Öffnung ist eben nicht alles. Mit weniger Öffnung, dafür Qualität, fährt man besser, als mit viel Öffnung aus einer Billigproduktion. Man sollte bedenken, dass so ein Teleskop auch was wiegt, und wegen der Transportierbarkeit sollte es nicht zu schwer und nicht zu unhandlich sein. Das ist nun leider ein Problem bei der Linse. Damit die ein Bild in Spitzenqualität bringen, müssen sie entweder sehr lang sein (= unhandlich) oder Spezial-Linsen verwenden, die irre teuer sind. 2000€ alleine für die Optik? Da gehts erst los...

Also muss ich einen Kompromiss finden. Ich habe das 90M von Vixen im Visier. 90 mm Öffnung bei dieser Qualität = 150x Vergrößerungen mit sehr gutem Bild, der Mond macht 200x, 230x und mehr mit. Jedenfalls, wenn die Luftruhe entsprechend gut ist. Man sollte bedenken: Die Umgebungsbedingungen beeinträchtigen das beste Teleskop! Ein 6-Zoll-Newton (also mit 150 mm Öffnung) liefert unter Durchschnittsbedingungen am Stadtrand bei Planeten nur hin und wieder mal bessere Bilder, als ein kleinerer Refraktor.

Wenn man allerdings Deep Sky Objekte (Galaxien, Nebel, Sternhaufen) sehen will, ist Lichtsammelvermögen alles, und hier führt eigentlich kein Weg am Spiegel (ab 8 Zoll) vorbei. Ich bin aber Planeten-Fan. Hier zählt vor allem die sinnvolle Vergrößerung, die man erreichen kann, und 90 mm Öffnungen sind schon gar nicht mal schlecht dafür - sofern die Qualität stimmt.


Oben sprach ich von der teuren Montierung. Wer nicht gewillt ist, dafür viel Geld hinzulegen, könnte sich nach einem Dobson-Teleskop umsehen. Das sind ultraprimitiv gelagerte Newton-Spiegel. Später kann man sie immernoch auf eine Montierung setzen, und am Anfang hätte man maximale Öffnung für sein Geld. Was mich da halt nur stört ist die Nachführung in 2 Achsen. Ich will eine parallaktische Montierung, so dass ich bequem in einer Achse nachführen kann. Und ich möchte halt ein einfach zu handhabendes Linsenteleskop. Denn das beste Fernrohr ist das, was man am häufigsten benutzt. Und ein Spiegelteleskop nachzujustieren, dazu habe ich keine Geduld.

Außerdem kaufe ich dazu wahrscheinlich eine hochwertige Barlow-Linse (Zusatz-Teil, um ein Okular für zwei Vergrößerungen verwenden zu können) die alleine schon mit 150€ zubuche schlägt.

Ich bin jetzt jedenfalls Fan von totaler Qualität. Takahashi, Zeiss und Co. sind allerdings außerhalb der Möglichkeiten meines Geldbeutels. Es muss nun aber Vixen sein, und nicht GSO, Meade und Co. (Wenn Amarok das liest, wird er mich erst köpfen und dann behaupten, Meade sei mindestens ebenso gut. Nachdem was ich an Meade-Produkten sah meine ich: Die Mechanik lässt oft zu wünschen übrig.) Übrigens gibts auf www.astronomie.de ein Forum (http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php), wo dir viel besser geholfen werden kann :)

Ach ja :) Ganz vielleicht spare ich einfach noch eine Runde länger, und kaufe das VMC200L. Dieser Spiegel mit 8 Zoll Öffnung ist erstens schön kurz, zweitens sehr leicht (die Optik wiegt unter 5 Kilo!) und drittens qualitativ hochwertig. Trotz 40% Obstruktion (also einem Fangspiegel, der bei 200 mm Gesamtöffnung immerhin 80 mm Durchmesser hat und somit das Lichtsammelvermögen um 16%, und die Kontrastleistung noch stärker senkt) ist das Bild lt. Erfahrungsberichten sehr gut. Aber wahrscheinlich werde ich wohl doch zum Refraktor greifen.


Boah :O sag mal von wo hast du soviel plan ??
dank dir für die etwas umfangreichen infos ;)
aufjedenfall macht das echt bock den sternen zu zuschauen
einfach nur geil!!! :D

aths
2002-12-15, 12:24:15
Originally posted by hoshi2001
aufjedenfall macht das echt bock den sternen zu zuschauen
einfach nur geil!!! :D Naja, "zu den Sternen zu schauen" wird schneller langweiliger, als man denkt. Es gibt interessante Doppelsterne, auch welche dessen Komponenten eine unterschiedliche Farbe haben, und Pulsare, welche periodisch ihre Helligkeit ändern.

Wenn man "weit" in den Raum gucken will, also z.B. andere Galaxien sehen, braucht man unter 150 mm Öffnung nicht anzufangen. Ansonsten kommt man über verwaschene Flecken nicht hinaus. Hast du Bock auf "planetare Nebel" (hat nix mit Planeten zu tun) gehts ab 200 mm Öffnung erst los.

Da lob ich mir die vergleichsweise bescheidenen Ansprüche für Planeten-Beobachtungen: Schon mit 50 oder 60 mm mm Öffnung kann man beim Jupiter erste Details ausmachen, und der Ring vom Saturn ist klar und deutlich. Willste allerdings auch auf dem Mars erste Details sehen, müssten es schon ein wenig mehr sein... Doch alles was aus Linse besteht und zwischen 80 und 100 mm hat, sowie rund 1 Meter lang ist, ist für Planeten schon mal gar nicht schlecht.

Das gute bei Planeten ist jedenfalls, dass sie ihr Aussehen ändern. Deshalb finde ich sie interessanter als Galaxien.

Aragon
2002-12-15, 18:26:09
.

Aragon
2002-12-16, 00:19:18
.

aths
2002-12-18, 15:14:18
Originally posted by Aragon
So und wers noch etwas genauer wissen möchte, darf weiterlesen.Und was möchtest du damit sehen?

Aragon
2002-12-18, 20:17:25
.

Korak
2002-12-18, 20:31:12
:lol:

Das konnt ich mir jetzt nicht verkneifen :D