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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bachelor - keine Noten?


medi
2010-02-03, 07:42:43
Moin,

ich frag mich grad obs beim Bachelor keine Noten mehr gibt? Sprich sind am Ende des "Studiums" alle Absolventen gleich gestellt oder wie muss ich das verstehen? Soweit ich das kapiert hab sammelt man da pro Semester Credits und zwar ca. 30 pro Sem. Wenn ich mir nachfolgende Liste aber anschaue dann gibt es keinen Min/Max Bereich sondern nur eine bestanden/nicht bestanden.
Wie unterscheiden sich dann noch die Absolventen und wenn es doch eine Endnote gibt, wie wird diese ermittelt?

http://www.sp.tum.de/cms/files/aktuelles/bekanntmachung_mit_anhang.pdf

RMC
2010-02-03, 07:46:58
Moin,

ich frag mich grad obs beim Bachelor keine Noten mehr gibt? Sprich sind am Ende des "Studiums" alle Absolventen gleich gestellt oder wie muss ich das verstehen?

Es gibt auf dem Diplom-Wisch die Unterscheidung zwischen "bestanden" und "mit Auszeichnung bestanden", soweit ich weiß.

Darüber hinaus sind aber sämtliche Noten doch fürn A. Das hat doch überhaupt kein Gewicht, wen interessiert denn das noch? :confused:

medi
2010-02-03, 08:54:25
Es gibt auf dem Diplom-Wisch die Unterscheidung zwischen "bestanden" und "mit Auszeichnung bestanden", soweit ich weiß.

Darüber hinaus sind aber sämtliche Noten doch fürn A. Das hat doch überhaupt kein Gewicht, wen interessiert denn das noch? :confused:

Also meine Diplomkenntnisse sind noch, dass es Noten bzw. eine Dritteleinteilung gab. z.b. Diplom mit 1,0 / 1,3 / 1,7 / 2,0 ... bestanden.
Ich mein woran orientiert sich ein Personaler wenn vor ihm 2 Absolventen stehen, die den identischen Lebenslauf haben und beide ein "bestanden" Bachelor. Der eine hat allerdings in jeder Arbeit 100% gegen und mind. 95% erreicht, der andere nur das Nötigste um seine 60% zu schaffen. Kapier ich immer noch nicht wie das gehen sollte und falls das nicht geht warum sollte dann noch einer mehr als das Nötigste beim Studium machen? (Mehraufwand wird ja nicht belohnt)

Deathstalker
2010-02-03, 09:09:10
klar gibt es noten

Beim Bachelor ist es wie in der Schule wieder mit den Leistungskursen.

Note x ECTS und das ganze teilen wir wenn wir fertig sind durch alle notwendigen ECTS. Es zählt jedes poplige Nebenfach entsprechend seiner ECTS in die Endnote rein.

drexsack
2010-02-03, 09:28:30
Bei uns zählt auch jede einzelne Note, auch alle aus dem Grundstudium. Insgesamt 28 Module, die oft aus mehreren Prüfungen bestehen, und die Bachelorarbeit zählt nochmal 2 Module, macht 30 Module und Teilnoten, die deine Endnote ergeben.

pest
2010-02-03, 09:57:48
Wenn ich mir nachfolgende Liste aber anschaue dann gibt es keinen Min/Max Bereich sondern nur eine bestanden/nicht bestanden.
Wie unterscheiden sich dann noch die Absolventen und wenn es doch eine Endnote gibt, wie wird diese ermittelt?


Lies dir bitte (d)eine Studienordnung durch, selbstverständlich gibt es Noten in jedem Modul (bei mir warens 33 in 3 Jahren)

RMC
2010-02-03, 11:40:44
Ich mein woran orientiert sich ein Personaler wenn vor ihm 2 Absolventen stehen, die den identischen Lebenslauf haben und beide ein "bestanden" Bachelor.

Personaler geben einen Furz auf Noten. Die unterscheiden nach Abschluss.

Der lässt sich kurz den Studieninhalt zusammenfassen, schaut sich Projekte und Arbeiten an, stellt fachspezifische Fragen und hat nach einem 1-stündigen Interview mehr Ahnung von dir als so eine billige Note jemals aussagen kann. Und so läuft das auch. Noch nie ein Jobinterview erlebt?

LuckyLuke2k
2010-02-03, 11:58:54
Personaler geben einen Furz auf Noten. Die unterscheiden nach Abschluss.

Der lässt sich kurz den Studieninhalt zusammenfassen, schaut sich Projekte und Arbeiten an, stellt fachspezifische Fragen und hat nach einem 1-stündigen Interview mehr Ahnung von dir als so eine billige Note jemals aussagen kann. Und so läuft das auch. Noch nie ein Jobinterview erlebt?


Deutschland ist ein Land bei dem es sehr stark auf Noten ankommt relativ zu den meistne anderen Ländern. Es geht hierbei auch gar nicht darum ob man in einem Gespräch überzeugen kann oder nicht sondern ob man schon vorher aussortiert wird. Und da kommt es nunmal auf die Noten an.

medi
2010-02-03, 12:17:19
Lies dir bitte (d)eine Studienordnung durch, selbstverständlich gibt es Noten in jedem Modul (bei mir warens 33 in 3 Jahren)

Hab keine Studienordnung da ich schon lange nicht mehr studiere. Geht um mein kleines Schwesterherz, die mal wieder planlos durchs Leben driftet ;)

Personaler geben einen Furz auf Noten. Die unterscheiden nach Abschluss.

Der lässt sich kurz den Studieninhalt zusammenfassen, schaut sich Projekte und Arbeiten an, stellt fachspezifische Fragen und hat nach einem 1-stündigen Interview mehr Ahnung von dir als so eine billige Note jemals aussagen kann. Und so läuft das auch. Noch nie ein Jobinterview erlebt?

Drei bisher, wurden - geb ich zu - allerdings nie Noten gecheckt sondern nur abgefragt was ich wirklich drauf hab oder Leistungstests gemacht. Allerdings hat ich auch genug "Drumrum" vorzuweisen weil ich viel gemacht hab. Mir stellt sich halt die Frage wie da bei Leuten unterschieden wird, die a) entweder nicht die Möglichkeiten hatten was drumrum zu machen oder b) nicht die Zeit/Lust/whatever

Bei uns zählt auch jede einzelne Note, auch alle aus dem Grundstudium. Insgesamt 28 Module, die oft aus mehreren Prüfungen bestehen, und die Bachelorarbeit zählt nochmal 2 Module, macht 30 Module und Teilnoten, die deine Endnote ergeben.

Also gibt es doch einen Min/Max Bereich? Sprich man muss z.B. 6 Credits in ner Prüfg. schaffen um zu bestehen, kann aber max. 10 ergattern oder wie oder was?

edit: Warum ich frage ist, dass ich gerne eine monetäre Leistungsanregung für meine Schwester zusammenbasteln will aber dazu halt noch Bewertungsgrundlagen brauch. Was ist maximal möglich? Was ist minimal möglich ... etcpp damit ich das auch mal kalkulieren kann ;)

RMC
2010-02-03, 12:25:12
Allerdings hat ich auch genug "Drumrum" vorzuweisen weil ich viel gemacht hab. Mir stellt sich halt die Frage wie da bei Leuten unterschieden wird, die a) entweder nicht die Möglichkeiten hatten was drumrum zu machen oder b) nicht die Zeit/Lust/whatever

Die werden gleich aussortiert wenn es bessere Alternativen gibt (und die gibt es meistens), oder sie werden eingeladen damit man sie testen kann - irgendwie erfährt man schon was Brauchbares, und damit meine ich nicht die Noten ;) Deine Erfahrungen sprechen ja eh für sich.

drexsack
2010-02-03, 12:31:18
Also gibt es doch einen Min/Max Bereich? Sprich man muss z.B. 6 Credits in ner Prüfg. schaffen um zu bestehen, kann aber max. 10 ergattern oder wie oder was?



Zum bestehen braucht man immer mind eine 4.0 oder besser, die Abstufungen sind 1.0, 1.3, 1.7 etc. Das gilt für jedes einzelne Modul als auch für den Bachelor insgesamt. Um für den Master zugelassen zu werden, braucht man eine 2.5 oder besser in der Bachelor-Endnote.

medi
2010-02-03, 13:15:24
Zum bestehen braucht man immer mind eine 4.0 oder besser, die Abstufungen sind 1.0, 1.3, 1.7 etc. Das gilt für jedes einzelne Modul als auch für den Bachelor insgesamt. Um für den Master zugelassen zu werden, braucht man eine 2.5 oder besser in der Bachelor-Endnote.

Soweit so gut. Aber wo kommen nun diese ominösen credits ins Spiel? Heisst das jetzt für jede abgelegte Pürfung gibts ne Note und für jede bestandene Prüfung x-credits? Oder gibts je nach Leistung x-credits pro prüfung wobei eine Mindestanzahl an credits erlangt werden muss die im Prinzip der Note 4 entspricht = Prüfung (unter hängen und würgen) bestanden.
Am Ende wird dann halt erhaltene Credits durch maximal erhaltbare Credits geteilt was wiederum die Endnote ergibt.
Wobei ich mich da frage was dieses "tolle" System nun bringen soll ausser es komplizierter zu machen?

Pompos
2010-02-03, 13:25:48
Hab keine Studienordnung da ich schon lange nicht mehr studiere. Geht um mein kleines Schwesterherz, die mal wieder planlos durchs Leben driftet ;)
:freak: lol...

Also gibt es doch einen Min/Max Bereich? Sprich man muss z.B. 6 Credits in ner Prüfg. schaffen um zu bestehen, kann aber max. 10 ergattern oder wie oder was?
Bin zwar kein Sportwissenschaftler, aber habe meine Bachelor auch an der TUM gemacht und so weit ich weiß, hatte ich sogar ein paar Kurse mit Sportlern zusammen.
Es gibt einen Min/Max Bereich für jede Klausur. Meistens musst du mindestens 50% der Punkte schaffen, um eine 4.0 zu erhalten (sprich die Klausur zu bestehen). Bei den matheintensiven Fächern reichten standardmäßig 30% bis 40% der Punkte. Um es noch etwas komplizierter zu machen, wurden die Bestehensgrenze immer mal wieder nach unten angepasst, damit die Bestehensquote erfüllt wurde (gabs aber auch nicht in allen Fächern).
Okay... wenn du nun eine Klausur (und eventuelle weitere Prüfungsleistungen) bestanden hast, dann hast du die ECTS für die Vorlesung erhalten, egal ob's jetzt eine 1.0, 2.3 oder 4.0 war. Um jetzt die Durschnittsnote zu errechnen wurden einfach die jeweilige Note mit der jeweiligen ECTS-Zahl mulitpliziert... dass ganze für alle Vorlesungen zusammenaddiert und durch die bisher bestandenen ECTS geteilt.

EDIT:
Kleines Bsp:
Die Vorlesungen des Semesters.
Mathe = 8 ECTS
BWL = 3 ECTS
Recht = 3 ECTS

Weil Mathe so schwer ist, haste du nur eine 3.7 bekommen. In BWL eine 1.7 und Recht hast du knapp mit einer 4.3 nicht bestanden.
Auf deinem ECTS Konto hast du nun 8+3 = 11 ECTS. Deine Durchschnittnote ist damit (3.7 * 8) + (1.7 * 3) = 34.7/11 = 3.15. Also nicht so gut ;) Achja... und die Klausur zur Rechtsvorlesung musst im nächsten Semester auch noch wiederholen :( Wiederholungen sind zusätzlich auch nur begrenzt oft möglich.

edit: Warum ich frage ist, dass ich gerne eine monetäre Leistungsanregung für meine Schwester zusammenbasteln will aber dazu halt noch Bewertungsgrundlagen brauch. Was ist maximal möglich? Was ist minimal möglich ... etcpp damit ich das auch mal kalkulieren kann ;)
Maximal ist am Ende des Studiums möglich, dass die jeweiligen Noten mit den dazugehörigen ECTS mulitpliziert genau 180 ergibt. Minimal wäre es 720. Würde das aber Semesterweise machen. Ist, glaube ich, motivierender, weil man da dann schwer sagen kann, "ach zur Note gleiche ich dass im nächsten Semester aus...muss mich ja einfach nur ein wenig mehr anstrengen und die Vorlesungen sind da ja eh einfacher". Was natürlich nicht der Fall sein wird.

Um für den Master zugelassen zu werden, braucht man eine 2.5 oder besser in der Bachelor-Endnote.
Nein, dass ist von Uni zu Uni, sogar von Studiengang zu Studiengang, unterschiedlich. Ich musste an der TUM nur den Bachelor bestehen, um für den Master des gleichen Studiengangs zugelassen zu werden.

pest
2010-02-03, 13:50:29
die Credits sind wie schon geschrieben wurde, eine Gewichtung der einzelnen Module, woraus sich dann deine Endnote berechnet. Wenn also ein Modul mehr Credits hat, als ein Anderes, so ist es mehr "wert"

medi
2010-02-03, 14:33:21
ok gut danke. Dann bastel ich mir mal ne Motivationstabelle zusammen ;)

Brotzeit
2010-02-03, 16:01:30
Sie sind aber nur mehr Wert, weil die Vorlesung oder ähnliches umfangreicher ist.

Die ECTS Punkte bemessen sich nämlich nach einem Zeitschlüssel, der nix mit der "Schwierigkeit" eines Fachs zu tun hat. Imho bedeutet 1 Punkt = 30 Stunden geschätze Arbeit (Besuch der Vorlesung + pauschale Zurechnung von Arbeitszeit auf Basis der Vorlesungswochenstunden)

So konnte es bei uns dazu kommen, dass das gammelige Physik Modul 8 Punkte zählt, Grundlagen ET1, Technische Mechanik und die ganzen tollen Aussiebfächer aber je nur 4 Punkte.



Einheitlicher Maßstab für studentische Arbeitsleistung

Wie viel Arbeit muss ein Studierender erbringen, damit er auf seinem Leistungspunkte-Konto einen Credit erhält? Bei der Konzeption der neuen Studiengänge gelten als Berechnungseinheit 30 Arbeitsstunden für einen Leistungspunkt. Als Höchstgrenze für den Arbeitsaufwand, den ein Studierender in einem Jahr Vollzeitstudium aufzubringen hat, wurden 1800 Stunden einberechnet; so ein Beschluss der KMK im Oktober 1997. Das entspricht übrigens einer Vollzeitbeschäftigung mit sechs Wochen Urlaub.

1 Leistungspunkt = 30 Arbeitsstunden


Quelle: http://www.bachelor.de/ects-punkte-und-workload.htm

Senior Sanchez
2010-02-03, 23:52:52
ok gut danke. Dann bastel ich mir mal ne Motivationstabelle zusammen ;)

Aber mal ne andere Frage: Deine Schwester will (?) studieren und du musst sie mit Geld zum erfolgreichen Bestehen locken?

Ich weiß man nicht. Das haben meine Eltern mit mir gemacht als ich in der 6. Klasse oder so war, aber doch nicht als ich mein Studium angefangen habe.

medi
2010-02-04, 07:59:58
Nö darum gehts nicht. Ich will ihr nur einen Anreiz geben das Maximum rauszuholen und vielleicht den Tag vorher nicht arbeiten gehen zu müssen und lieber zu lernen da sie durchs Lernen keinen finanziellen Nachteil erhält. (sie muss nebenbei arbeiten sonst kann sie sich das Studium nicht leisten) Sprich lieber lernt sie nen Tag mehr, bekommt vllt. sogar ne bessere Note als das sie arbeiten geht und am Ende vllt. das Studium daran scheitert. Da stütz ich sie doch lieber ein bisschen während dem Studium als voll wenns mit dem Studium nicht klappt.....quasi purer Eigennutz von mir ;)

Quantar
2010-02-04, 12:57:20
Am Schluss bekommt man auf alle Fälle ein Transcript of Records

http://cms.uni-konstanz.de/uploads/RTEmagicC_studis-infoErbrachtePdf.jpg.jpg