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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : LTE-Frequenzen versteigert, e-plus geht leer aus


basti333
2010-05-20, 18:55:27
Soeben hat die wochenlange Versteigerung ein Ende gefunden und e-Plus hat keine der gefragten, s.g. "LTE-Frequenzen" bekommen. Am Ende war es e-plus schlichtweg zu teuer. Jetzt stellt sich die Frage ob das langfristig schlichtweg zum ende von e-plus führen wird, denn ohne LTE-Netz wird es in ein paar Jahren vielleicht schwer die Kunden zu halten. U.U. steht dann ja ein Aufkauf durch O2 bevor und es gibt nur noch drei große Mobilfunk-Provider. Viele andere Länder machen das ja schon vor: Z.B. Österreich, Schweiz und vor kurzem erst GB.:confused:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Frequenzauktion-bringt-4-4-Milliarden-Euro-1004771.html


Edit: Positiv ist aber aufjedenfall die relativ geringe Summe, 4,4 Mrd. ist weniger als viele erwartet haben. Am ende muss der Kunde schließlich jeden cent an die Provider zurückzahlen.

mofhou
2010-05-20, 19:06:43
Eplus hat einfach keinen so großen Konzern im Rücken wie T-Mobile, Vodafone oder Telefónica O2. Und wird daher langsam aber sicher dahinsiechen, da das mobile Internet sicher eine lukrative Zukunft hat.

mfg
mofhou

Undertaker
2010-05-20, 19:12:00
Ist LTE denn nur im 800MHz Band möglich? Afaik nicht, somit wäre EPlus nicht zwangsläufig außen vor.

Daredevil
2010-05-20, 19:17:13
E-Plus will weiter Geld in die Hand nehmen. Im laufenden Jahr will das Unternehmen Mittel in die Vermarktung des erst kürzlich komplett auf die Marke "Base" zugeschnittenen Tarifangebots stecken und sein Netz insbesondere für Datendienste aufrüsten. "Die Datennutzung wird ein Massenmarktphänomen", sagte E-Plus-Chef Thorsten Dirks bei einer Telefonkonferenz. Die starke Nachfrage nach Datendiensten erfordert einen Ausbau der Netzkapazitäten. E-Plus nimmt derzeit an der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen teil, die für Datendienste genutzt werden können.

http://www.heise.de/mobil/meldung/E-Plus-will-weiter-investieren-987977.html

basti333
2010-05-20, 19:32:18
Ist LTE denn nur im 800MHz Band möglich? Afaik nicht, somit wäre EPlus nicht zwangsläufig außen vor.

Da war ich mir auch nicht sicher, bis ich folgendes gelesen habe

Denn offensichtlich ist man sich bei E-Plus sehr wohl über die Folgen des Auktionsergebnisses im Klaren. Während der Wettbewerb vielerorts ein weitmaschiges LTE-Netz aufbauen kann, ist das für E-Plus aufgrund der fehlenden 800-MHz-Frequenzen nicht möglich.
Quelle: http://www.onlinekosten.de/news/artikel/39317/1/Frequenzauktion-beendet-Alle-zufrieden

Nach dem zweiten mal lesen muss ich jetzt aber feststlellen, das dort ein LTE netz ja nicht zwingend komplett ausgeschlossen wird, sondern nur von einem "weitmaschigen" Netz die rede ist. Was auch immer das nun bedeuten mag.:confused:

Edit: Vielleicht ist es auch möglich, aber die verwendeten Frequenzen wären dann abweichend vom internationalen standart und Geräte-Hersteller müssten ihre Produkte extra anpassen, was bei so einem kleinen anbieter natürlich nur wenige machen würden. Bei T-Mobile USA ist das ja beim UMTS-netz der fall. Man hat zwar ein UMTS netz, aber "normale" UMTS-Geräte können das nicht benutzen weil das so merkwürdige Frequenzen benutzt.

Undertaker
2010-05-20, 19:38:16
Ich denke auch, dass Stichwort ist hier "weitmaschig". Im 1800MHz Band braucht es dann eben einfach mehr Masten bzw. wird es vermutlich gleich nur in Städten ein LTE-Netz von Eplus geben.

Sorkalm
2010-05-20, 19:44:44
Denke ich auch. E-Plus wird wohl weiterhin die Strategie fahren, Kostenführer zu bleiben, auch wenn man dann auf ein paar Kunden die irgendwo aufm Land leben verzichten muss. In Städten braucht man dann eh stärkere Frequenzen, um mehr Leute zu erreichen (wobei ich denke, dass E-Plus mit der Zeit schon auch in kleinere Städte geht, nur halt nicht in Dörfer wenn sie nicht stadtnah sind). Und dann bietet man den Leuten halt etwas günstigere Preise an als die Konkurrenz, was man eben durch die nicht so dichtmaschigen Stationen sich auch leisten kann. Man hat sich eben auf einen bestimmmten Markt beschränkt.

Nicht vergessen: Mit der Versteigerungen waren auch bestimmte Verpflichtungen einhergehend, aufs Land aufzubauen. Im Gegensatz zu O2, T-Mobile und Vodafone hat E-Plus die jetzt nicht. Muss man gucken, ob das nicht vll. auch vorteilhaft ist. Die Stationen müssen ja nicht nur gebaut, sondern auch unterhalten werden.

basti333
2010-05-20, 19:50:59
Denke ich auch. E-Plus wird wohl weiterhin die Strategie fahren, Kostenführer zu bleiben, auch wenn man dann auf ein paar Kunden die irgendwo aufm Land leben verzichten muss. In Städten braucht man dann eh stärkere Frequenzen, um mehr Leute zu erreichen (wobei ich denke, dass E-Plus mit der Zeit schon auch in kleinere Städte geht, nur halt nicht in Dörfer wenn sie nicht stadtnah sind). Und dann bietet man den Leuten halt etwas günstigere Preise an als die Konkurrenz, was man eben durch die nicht so dichtmaschigen Stationen sich auch leisten kann. Man hat sich eben auf einen bestimmmten Markt beschränkt.

Nicht vergessen: Mit der Versteigerungen waren auch bestimmte Verpflichtungen einhergehend, aufs Land aufzubauen. Im Gegensatz zu O2, T-Mobile und Vodafone hat E-Plus die jetzt nicht. Muss man gucken, ob das nicht vll. auch vorteilhaft ist. Die Stationen müssen ja nicht nur gebaut, sondern auch unterhalten werden.


Stimmt schon. Aber langfristig wird es sich dann vielleicht doch bemerkbar machen, denn die Unterhalstungskosten sind ja vergleichweise gering, ich denke das teuerste ist die Glasfasekabel zu den Mobilfunkzellen in die Dörfer zu legen.

Naja, mal schauen was daraus wird, aber auf alle fälle muss e-plus dann wohl weiterhin als Discounter fungieren, das richtige Geld verdienen dann wohl die anderen.

Black-Scorpion
2010-05-20, 20:04:36
E-Plus hat zwar keinen großen Konzern im Rücken und keine Lizenz, aber viel hat das nicht zu sagen.
Man muss sich nur O2 ansehen. Ein internationaler Konzern und das mieseste Netz in D.

Sorkalm
2010-05-20, 20:08:12
Stimmt schon. Aber langfristig wird es sich dann vielleicht doch bemerkbar machen, denn die Unterhalstungskosten sind ja vergleichweise gering, ich denke das teuerste ist die Glasfasekabel zu den Mobilfunkzellen in die Dörfer zu legen.

Nuja. Die Investitionen müssen sich aber auch rentieren, bis sich die nächste Geschwindigkeitsstufe am Markt breit macht. Bisher sind ja die Bandbreiten mit der zeit auch gestiegen. Und dann muss man wieder investieren...

Naja, mal schauen was daraus wird, aber auf alle fälle muss e-plus dann wohl weiterhin als Discounter fungieren, das richtige Geld verdienen dann wohl die anderen.

Ersteres ja. Sie werden sicherlich auch nicht gleich zu den Großen wie T-Mobile. Aber das heißt nicht das sie als Discounter kein Geld verdienen. Schau dir mal Aldi, die verdienen auch ordentlich. Und sind btw. auch ein gutes Beispiel, denn Aldi vertreibt E-Plus-Datentarife...

Denn mal ehrlich: Wenn ich in ner Stadt wohne, wozu brauch ich dann ne gute Versorgung aufm Land? Maximal wenn ich da irgendwen besuche. Und zumindest E-Mails checken etc. geht ja auch mit langsameren Verbindungen, ist ja nicht so, dass man da gar kein Inet hat. Normalerweise sieht man das aber nicht, aber spart sich monatlich ordentlich was an Geld... (ne "Monataflat" (5 GB High-Speed) im E-Plus-Netz kriegt man aktuell für 14,99€ - da biste 5€ unter den günstigsten Tarifen in anderen Netzen. Und tw. gibts da bspw. nur 3 GB mit aktueller Geschwindigkeit...
Denk mal schon das man so auch Leute anlockt. ;)

Wichtig ist halt für E-Plus, dass sie ihre Kosten entsprechend niedriger halten können, damit das Geld stimmt. Beim aktuellen Netzaufbau kann ich mir das aber vorstellen. Hab auch mal ein Interview mit einem Typ von E-Plus gelesen, dass es durchaus Vorteile hatte, das UMTS-Netz etwas später aufzuziehen. Der meinte da, das deren Stationen (mit neuerer Technik) bspw. im Durchschnitt nur die Hälfte an Strom im Vergleich zur Konkurrenz brauchen, obwohl sie sogar günstiger waren (obs stimmt kann ich nicht prüfen, aber sowas ist natürlich auch nen Argument zu warten - und bei ~ 3 Jahre später kann ichs zumindest glauben, wenn ich mir sonst Hardwaremärkte ansehe)...

basti333
2010-05-20, 20:15:12
E-Plus hat zwar keinen großen Konzern im Rücken und keine Lizenz, aber viel hat das nicht zu sagen.
Man muss sich nur O2 ansehen. Ein internationaler Konzern und das mieseste Netz in D.

Laut neustem connect-Test sind O2, VF und T-Mobile mehr oder weniger gleich auf bei der netzqualität. E-Plus hingt massiv hinterher. Das deckt sich ja auch prima mit den verschiedenen Strategien der Netzbetreiber. O2 will offensichtlich zu den großen aufschließen (bzw. ist es schon). E-Plus findet sich mit seiner außenseiter rolle als discounter ab.

@Sorkalm: Joa, hast recht, ich werde auch vorerst bei e-plus bleiben, des preises wegen. Aber wenn der Unterschied irgendwann zu groß wird, werde ich wechseln.

Black-Scorpion
2010-05-20, 20:31:53
Laut neustem connect-Test sind O2, VF und T-Mobile mehr oder weniger gleich auf bei der netzqualität. E-Plus hingt massiv hinterher. Das deckt sich ja auch prima mit den verschiedenen Strategien der Netzbetreiber. O2 will offensichtlich zu den großen aufschließen (bzw. ist es schon). E-Plus findet sich mit seiner außenseiter rolle als discounter ab.

@Sorkalm: Joa, hast recht, ich werde auch vorerst bei e-plus bleiben, des preises wegen. Aber wenn der Unterschied irgendwann zu groß wird, werde ich wechseln.
Netzqualität ja aber Verfügbarkeit nicht.
Die Karte von O2 hat mehr Löcher wie jeder Schweizer Käse.

Gast
2010-05-20, 20:49:33
Mal ne Frage:

Können aktuell verfügbare Mobil-Phones eigentlich auf allen jetzt versteigerten Frequenzen funken?

Gast
2010-05-20, 20:55:51
nein. weder sind sie mit der frequenz kompatibel, noch mit den verwendeten kanalcoierungen, protokollen, ...

Gast
2010-05-20, 20:56:21
solle codierungen sein, sry

VooDoo7mx
2010-05-21, 22:38:06
90% der Kunden nutzen doch noch nichtmal das aus was 3G heute bietet. Da werden mit dem HSDPA Handy doch lieber SMS mit 160 Zeichen für 20Cent verschickt anstatt modernere und kostengünstigere Wege der Kommunikation zu nutzen.

In den USA baut T-Mobile das 3G Netz mit HSDPA+ aus, was Downstrams von bis zu 21MBit bietet.

Wozu sollte man da unbedingt wieder Milliarden in neue Technologie stecken, die eh nicht vom Markt aufgenommen wird?
Selbst EDGE bietet heutzutage im 2G Netz Datenraten die durchaus ausreichend für den Normaluser sind.

basti333
2010-05-21, 22:57:12
90% der Kunden nutzen doch noch nichtmal das aus was 3G heute bietet. Da werden mit dem HSDPA Handy doch lieber SMS mit 160 Zeichen für 20Cent verschickt anstatt modernere und kostengünstigere Wege der Kommunikation zu nutzen.

In den USA baut T-Mobile das 3G Netz mit HSDPA+ aus, was Downstrams von bis zu 21MBit bietet.

Wozu sollte man da unbedingt wieder Milliarden in neue Technologie stecken, die eh nicht vom Markt aufgenommen wird?
Selbst EDGE bietet heutzutage im 2G Netz Datenraten die durchaus ausreichend für den Normaluser sind.


Es geht doch längst nicht mehr um mutterchen mit ihrem Nokia telefon. Sondern um leute die sich bewusst ein smartphone kaufen und damit im Internet Surfen, clips auf youtube gucken oder sonstwas machen. Und auch die ganzen UMTS sticks, die selbst bei Technik-idioten immer beliebter werden, verschlingen immer mehr bandbreite.

Und das macht sich bemerkbar, denn ob Mutterchen nun SMS verschickt und ne mail schreibt, die netze sind stellenweise jetzt schon überlastet. Gerade in Ballungsräumen gibt es da gigantische probleme, weil es irgendwann nicht mehr weiter geht. Da hat dann der UMTS-Mast die Glasfaseranbindung, ist auf den Neusten UMTS-Standard ausgelegt und man hat schon tierisch viele Antennen auf engen Raum und trozdem hat der Endkunde nur 1mbit oder weniger. Da braucht man dann LTE.

Aber wie du schon sagtest, das schlimmste kommt noch, denn das groß der leute benutzt noch kein Mobiles Internet. Was passiert wenn man da nicht gegensteuer kann man ja bspw. gut in New York und San Francisco sehen, das AT&T netz ist teilweise noch nichtmal dazu in der lage einen telefonanruf durchzustellen (ist aber bisher noch die Ausnahme).

aylano
2010-05-21, 22:57:52
Das Problem sind nicht die Umrüstkosten, sondern das Aufstellen der Masten mit Glasfaser-Anbindung.
Die Umrüstung auf LTE am vorhanden-Masten soll "recht günstig" sein.

LTE wurde von den Providern spezifiziert. Und UMTS eher von Geräte-Hersteller.
Der Unterschied, LTE wird/soll einen deutlich niederen Ping haben.

Hab da was gefunden
http://www.lte-anbieter.info/lte-vorteile.php

Undertaker
2010-05-21, 23:36:21
Netzqualität ja aber Verfügbarkeit nicht.
Die Karte von O2 hat mehr Löcher wie jeder Schweizer Käse.

Hat Verfügbarkeit nichts mit Netzqualität zu tun? Selbstverständlich wurde im Connect-Test auch die Erfolgsrate bei Telefonaten getestet. Der gesamte Test:

http://www.p3-group.com/communications/fileadmin/user_upload/downloads/news/CONNECT_netztest_2009.pdf

O2 ist mittlerweile absolut konkurrenzfähig.

Coda
2010-05-22, 09:16:22
Selbst EDGE bietet heutzutage im 2G Netz Datenraten die durchaus ausreichend für den Normaluser sind.
Das mag auf dem Papier so aussehen, aber in der Praxis ist das weit von der Realität entfernt.

Vor allem aber sind die Latenzen absolut furchtbar.

Ihm
2010-05-22, 10:58:34
Ich werde zwar bald zu einem Konkurrenten wechseln, bin aber momentan bei E-Plus. Bisher hatte ich bezüglich der Netzabdeckung noch keine Probleme.
Natürlich wird dies wohl daran liegen, dass ich in der Stadt wohne. Aber wo steht denn geschrieben, dass man um jeden Preis alles abdecken muss? Tatsächlich ist dies bei eben diesen 0.8 GHz der Fall:

Insgesamt wurden drei Blockpaare im 0,8-GHz-Frequenzspektrum an je einen Auktionsteilnehmer versteigert. Hierbei konnten sich die Mitbieter Telefonica-O2, Vodafone und die Telekom den Zuschlag sichern. Telefonica-O2 sowie Vodafone legten dabei jeweils etwa 1,2 Milliarden Euro auf den Tisch während sich die Telekom als dritter Bieter für rund 1,15 Milliarden Euro zwei Frequenzblöcke sicherte. Der dritte zugelassene Bieter für die Frequenzauktion, E-Plus, erhielt keine Frequenzbänder aus der Digitalen Dividende.

Allein auf das rund 60 MHz breite Frequenzband der Digitalen Dividende entfielen damit rund 3,5 Milliarden Euro der Gebote. Die neuen Inhaber der jeweiligen Frequenzen im 800-MHz-Bereich sind durch eine spezielle Versorgungsverpflichtung dazu angehalten, in den kommenden Jahren vor allem nicht erschlossene oder unterversorgte Städte, Gemeinden oder Ortsteile mit breitbandigem Internet zu versorgen.

Quelle: Computerbase
Link: http://www.computerbase.de/news/internet/zugang_provider/2010/mai/versteigerung_mobilfunkfrequenzen/


Es ist also ziemlich offensichtlich, dass sich E-Plus von dieser Auktion ganz gezielt ferngehalten hat.
In ihrer Unternehmensstrategie scheinen die unterversorgten ländlichen Gebiete wohl keine grosse Rolle zu spielen. So wird man das "gesparte" Geld dann wohl für Dinge ausgeben können, die zur Strategie passen.

Das Fazit dieser Versteigerung für E-Plus sieht so aus:

1.
Man hat Frequenzen für kürzere bis mittellange Reichweiten ersteigert.
Großstädte, Städte und die angrenzenden Ortschaften können abgedeckt werden.

2.
Man hat keine Frequenzen für lange Reichweiten ersteigert.
Dörfer mit grösseren Distanzen zu Städten können jedoch immer noch abgedeckt werden. Nachteil: Der Ausbau wird engmaschiger und damit kostenintensiver. Vorteil: Man ist nicht an die Verpflichtung gebunden und kann somit bei Bedarf handeln.

=Floi=
2010-05-22, 14:33:51
das mit den dörfern erledigt sich do eh von selbst. wenn neue kabeltechnologien besser gefördert würden, dann hätten wir schon deutschlandweit glasfaser und keine probleme mehr, mit dem standort der wohnung. (bezogen auf DSL) irgendwo kann ich aber auch die anbieter verstehen. man muß nicht auf teufel komm raus das beste und teuerste neutz haben. gerade bei der netzabdeckung kann man wirklich etwas einsparen aber trotzdem in den wohngebieten den durchsatz sehr hoch halten. daran scheitert es bei EP zB eher. (bezogen auf die funkmasten)

arT_of_WaR
2010-05-22, 16:23:39
man muss bei der auktion der LTE frequenzen bedenken, das man an zugeständnisse gebunden ist. die frequenzen müssen bis zu einem bestimmten zeitpunkt so genutzt werden das "weiße flecken" auf der karte abgedeckt werden, um auch strukturschwache gebiete mit intern diensten zu bedienen. ich habe lustigerweise darüber gerade ein hauptseminar abgehalten. ich nehme an e-plus ist es zu teuer sowas großes aufbauen zu müssen. LTE ist nämlich durch die niedrigen frequenzen nicht in er lage große datenbandbreiten für viele user bereitzustellen, in grostädten also schlichtweg unbrauchbar um es alleine zu nutzen. da bleiben die hohen frequenzen im vorteil. t-mobile und vodafone können durch ihre größe ganz andere startegien fahren und die 800er frequenzen besser nutzen, vorallem da die infrastrukturumrüstkosten sehr gering sind. es geht auch nicht nur um mobiles internet über für smartphones, sondern die LTE frequenzen sollen auch kabelanschlüsse ersetzen solange sie in randgebieten nicht verfügbar sind.

=Floi=
2010-05-22, 17:02:06
das ist aber keine alternative für einen kabelanschluss. wer etwas anderes behauptet hat schlichtweg keine ahnung. dem normalem user wird es nicht auffallen, aber dem poweruser schon.

arT_of_WaR
2010-05-22, 17:52:04
das soll auch keine alternative sein, aber bis flächendeckend kabel gelegt ist dauert das einfach noch ein paar jahre. die regierung hat aber versprochen das eine "flächendeckende" abdeckung in den nächsten jahren erreicht werden muss, da soll LTE bei helfen. das die bandbreiten bei funk lösungen viel zu niedrig sind bestreitet ja auch niemand.

Coda
2010-05-22, 18:48:49
das ist aber keine alternative für einen kabelanschluss. wer etwas anderes behauptet hat schlichtweg keine ahnung. dem normalem user wird es nicht auffallen, aber dem poweruser schon.
Dann erzähl uns doch mal von deinen Erfahrungen mit LTE :facepalm:

mictasm
2010-05-22, 20:38:59
das ist aber keine alternative für einen kabelanschluss. wer etwas anderes behauptet hat schlichtweg keine ahnung. dem normalem user wird es nicht auffallen, aber dem poweruser schon.
Dann erzähl uns doch mal von deinen Erfahrungen mit LTE :facepalm:
Das ist eben Floi... fehlt noch san.salvador ;)

Für den Poweruser ist das doch gar nicht gedacht, es soll dort möglichst breitbändige Zugänge ermöglichen, wo bisher gar nichts ging. Und in Ballungsräumen kann es eine tolle mobile Alternative zu UMTS und Hotspots sein. Vielleicht ja schon für das nächste iPhone.

Coda
2010-05-22, 21:05:09
Vor allem kann man LTE überhaupt nicht mit UMTS vergleichen. Die Latenzen sind viel geringer, zudem ist LTE als reines Datennetz konzipiert worden (Telefonate ist alles VoIP).

=Floi=
2010-05-22, 23:06:49
@coda
du hast ja selbst :facepalm: von den latenzen geredet und mir ging es um die funk netzwerke auf dem land. wo es jetzt nur dsl light gibt wird es hinterher auch kein "50mbitschießmitot" funk geben!
die datensicherheit ist da auch noch so ein thema und ein kabel ist eben ein kabel. da ihr zwei ja so klug seid solltet ihr die vorteile schon selbst erkennen.

Coda
2010-05-23, 01:11:02
Die Datensicherheit ist selbstverständlich kein Thema. Bei LTE wird zur Übertragung starke Kryptographie eingesetzt.

Gast
2010-05-23, 10:23:58
@coda
du hast ja selbst :facepalm: von den latenzen geredet und mir ging es um die funk netzwerke auf dem land. wo es jetzt nur dsl light gibt wird es hinterher auch kein "50mbitschießmitot" funk geben!
die datensicherheit ist da auch noch so ein thema und ein kabel ist eben ein kabel. da ihr zwei ja so klug seid solltet ihr die vorteile schon selbst erkennen.

Den "Poweruser" wird sehr wohl interessieren ob er DSL light oder ein LTE Netzwerk hat.
Mit RSA oder ähnlichen Verfahren ist Datensicherheit gar kein Problem.

Gast08152
2010-05-23, 11:39:27
Mal ne Frage:

Können aktuell verfügbare Mobil-Phones eigentlich auf allen jetzt versteigerten Frequenzen funken?
Ja, natürlich, die 2.0GHz Frequenzen sind hervorragend für das schon verwendete UMTS. Vermutlich hat ePlus extra in diesem Bereich viele Frequenzen erworben um relativ preiswert mit der "alten-Technik" das Netz in Ballungsräumen auszubauen...

Coda
2010-05-23, 13:39:17
Mit RSA oder ähnlichen Verfahren ist Datensicherheit gar kein Problem.
Asymmetrische Verfahren werden höchstens zum Schlüsselaustausch verwendet, aber das führt jetzt zu weit.