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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Review - Alpenföhn Peter 79XX


Wertzius
2012-03-08, 15:46:47
*im Aufbau*


Moin,

ich habe mich entschlossen ein Review über den neuen Peter zu verfassen.

Dabei soll es aber nicht (hauptsächlich) darum gehen wie gut der Peter kühlt, wie man ihn montiert und was nicht alles in der Packung steckt.
Denn im Endefekt wissen 90% der LuXX-Leser wie gut der Peter kühlt, wie man ihn montiert und was alles in der Packung steckt.
Mir soll es darum gehen, wie sich die Temperaturen (und Lüfterdrehzahlen) im Rest des Gehäuses verändern.
=> Wieviel bringt der Exhaustlüfter einer Graka wirklich?

Zum Vergleich wird mir noch eine XFX 5770 dienen.

Die Kandidaten:

XFX 5770, Lüfter Max PWM 40% => hörbar aber nicht unangenehm.
http://img850.imageshack.us/img850/392/atiradeonhd5770.png (http://imageshack.us/photo/my-images/850/atiradeonhd5770.png/)


Asus 7970 Referenz => Lüftersteuerung auf Werkseinstellungen

http://img19.imageshack.us/img19/911/cardpressshot.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/19/cardpressshot.jpg/)


Umgebaut, im Einsatz mit 2 Arctic F12 PWM, welche von der Karte gesteuert werden. Max PWM 50% bei 50 Grad = 1000rpm. Nicht aus dem Gehäuse rauszuhören.
Die Lüftersteuerung muss nach einem Umbau angepasst werden, die Grafikkarte steuert die Lüfter sonst zu langsam an. Der Chip bleibt dann kühl, die Spawas werden höllisch heiß.
Nach dem Umbau habe ich Furmark bei 97 Grad Spawatemp bei unangepasster Lüftersteuerung abgebrochen. Bei 64 Grad Chiptemp und ca 650rpm.
Warum die F12? Sie sind günstig, bis 1200 rpm nicht aus dem Gehäuse rauszuhören und man spart sich ein Y-Kabel.

http://img855.imageshack.us/img855/5358/sam2100g.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/855/sam2100g.jpg/)
http://img94.imageshack.us/img94/2274/sam2101.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/94/sam2101.jpg/)

Mein System:

Anidees AI6 Gehäuse
-> 2x Noiseblocker PK2 @7V 800 rpm vorne
-> 1x Noiseblocker PK1 @ 450-700rpm oben, Regelung übers Mainboard
-> 1x Scythe Slipstream 120mm 500-900rpm hinten regelung übers Mainboard
Phenom II X4 960T @ 1,4V 3,8Ghz
-> Prolimatech Genesis mit 2x Alpenföhn Wingboost 140mm PWM @ 350-1300 rpm, Regelung übers Mainboard
Asus Sabertooth 990FX
-> Der Clou an der Sache
2x 4Gb Corsair LP 1600
1x Samsung 830 256Gb
1x Seagate Barracuda Green 2TB
Bequiet Straight Power E9 680W

Das ganze System ist auf leisen Betrieb getrimmt und im Idle am Schreibtisch nicht wahrnehmbar.
Unter Last laufen die Lüfter nur so schnell wie nötig, oberstes Ziel ist ein möglichst leiser Betrieb:

Ein paar Impressionen:

Entschuldigt bitte die Bildqualität.

http://img820.imageshack.us/img820/6876/sam2103z.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/820/sam2103z.jpg/)
http://img109.imageshack.us/img109/630/dsc0041ix.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/109/dsc0041ix.jpg/)
http://img805.imageshack.us/img805/1041/dsc0037nd.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/805/dsc0037nd.jpg/)
http://img854.imageshack.us/img854/3720/dsc0036qq.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/854/dsc0036qq.jpg/)

Die Messungen:

Um maximale Belastung zu simulieren habe ich Prime und Furmark verwendet.
Da dieser Test natürlich völlig realitätsfern ist, habe ich nachdem Umbau ausgiebig Crysis2 gespielt und die Temperaturen aufgezeichnet um ein praxisnahes Ergebnis aufzuzeigen.
Im Idle wurde einfach nur der Desktop angezeigt und nebenbei gesurft.
Gemessen wurde in °C, alle Angaben sind ebenfalls in °C, alle Angaben sind Maximalwerte.
Die Raumtemperatur war jeweils 20-21°C.

Doch wie misst man die Temperaturveränderungen im Gehäuse? Ganz einfach: mit dem Mainboard!
Das Sabertooth hat insgesamt 10 auf dem Mainboard verteilte Messpunkte. Hier mal die fraglichen Punkte veranschaulicht:

http://img854.imageshack.us/img854/8045/messpunkte.png (http://imageshack.us/photo/my-images/854/messpunkte.png/)

Die Grakatemps wurden mit Afterburner oder dem Asus GPUtool aufgezeichnet. Bei der XFX muss ich leider Speicher und Spawatemps schuldig bleiben, ich konnte sie nicht auslesen.

Desweiteren habe ich alle Lüfterdrehzahlen vermerkt und werde auch etwas zur subjektiven Lautstärkeentwicklung sagen. Man kann also schön sehen, wann sich die Lüfter genötigt sehen schneller zu drehen.

IDLE:

http://img513.imageshack.us/img513/3770/idle.png (http://imageshack.us/photo/my-images/513/idle.png/)

http://img41.imageshack.us/img41/681/zwischenablage01he.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/41/zwischenablage01he.jpg/)

Wie man sieht sind die Idletemps der Herstellerkarten recht unspektakulär.
Bemerkenswert ist allerdings das der Peter im Idle wesentlich bessere Gehäusetemperaturen ermöglicht als der Referenzlüfter. Obwohl er ja eigentlich warme Luft im Gehäuse verteilen sollte.
Der Effekt wird anscheinend durch den Luftstrom der beiden 120er mehr als wieder wett gemacht. Die GPU Temp spricht für sich.
Der Peter und die 5770 sind unhörbar, die Referenzkühlung der 7970 ist wahrnehmbar.

LAST:

http://img3.imageshack.us/img3/5457/lastkt.png (http://imageshack.us/photo/my-images/3/lastkt.png/)

http://img836.imageshack.us/img836/4447/zwischenablage02qv.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/836/zwischenablage02qv.jpg/)

Jetzt kommt der interessante Teil.
Wie deutlich zu sehen ist, heizt der Peter unter Last (Furmark+Prime) den oberen Teil des Gehäuses doch sehr deutlich auf.
9 Grad höhere CPU Temp sind schon eine Hausnummer, nicht viel anders ergeht es Ram und Mainboard Spawas.
Also die Exhaustlüfter auf den Referenzkarten haben schon einen Sinn. Sie stellen sicher, daß die Graka fast egal in welchem System, nicht abschmiert.
Gleichzeitig sorgen sie dafür das die Graka keine thermischen Probleme am Restsystem verursacht. Wer schon mal ein Mediblöd Micromaxx Gehäuse von Innen gesehen hat, weiß das diese Vorsicht nötig ist.
Dabei bleibt jedoch eindeutig die Lautstärke auf der Strecke.
Sehr schön zu sehen ist auch, daß die Spawas genauso warm sind wie bei Referenzkühler. Allerdings auch bei einem vernünftigen Airflow! Die Lüfter drehen bei 50% mit 1000 rpm. Dabei sind sie jedoch nicht aus dem Gehäuse herauszuhören!
Subjektiv verändert sich die Lautstärke zwischen Idle und Last nur minimal, was jedoch den CPU Lüftern geschuldet ist, der Peter selbst ist als silent zu bezeichnen, doch dazu später mehr.
Man ist also selbst Schuld, wenn man den Peter nutzt, die Lüfter nur auf 600 rpm laufen lässt und sich über höhere Spawatemps aufregt.
Neue Übertaktungsrekorde sind mit einem Peter aufgrund der Spawas nicht zu erwarten. Dafür ist die wirklich leise Kühlung der Highendkarte möglich.
Erschreckend auch der Anstieg der Speichertemperaturen. Natürlich sind die Temps noch im grünen Bereich. Von Übertaktungsversuchen oberhalb von 50 Mhz kann man jedoch nur abraten!
Nicht nur, das der Speicher sowieso schon sehr nah an der spezifizierten Grenze getaktet ist, auch die Temps sind nicht förderlich. Die kleinen Aluschnipsel sind ab einer bestimmten Verlustleistung überfordert.

Doch die gemessenen Temperaturen sind absolute Extremwerte! Realistisch ist der Crysis2 Versuch. (Ultra, DX11, HD Texturen, 1920x1200)
Hier brilliert der Peter mit Super Temperaturen an GPU, VRAM und Spawas.
Also doch noch reichlich Übertaktungsspielraum? -> Vielleicht später.
Man sieht also recht deutlich wie realitätsfern Furmark+Prime ist. Auch die Gehäusetemps sind im absolut grünen Bereich, die CPU Lüfter schweigen.

Kühlleistungsfazit:

Der Peter ermöglicht unter reellen Bedingungen eine flüsterleise und sehr gute Kühlung.
Ob auch noch Übertaktungsspielraum vorhanden ist werde ich später herausfinden ;-).
Furmark kann einfach kein Maßstab für das reale Leben sein.


Lüfterdrehzahlen/Lautstärke:

Die Idle Drehzahlen der Lüfter unterscheiden sich nur marginal, deshalb verzichte ich auf eine Auswertung.

LAST:

http://img441.imageshack.us/img441/2832/fanbw.png (http://imageshack.us/photo/my-images/441/fanbw.png/)

Man sieht deutlich das der Exhaustlüfter seine Arbeit sehr gut macht. Es macht für das Restsystem so gut wie keinen Unterschied ob nun eine 5770 oder eine 7970 mit Exhaustlüfter arbeitet. Dementsprechend leise laufen die Lüfter. Doch was nützt das, wenn der Referenzlüfter sich anhört wie ein Staubsauger?
Wir haben bereits festgestellt, das der Peter unter Last das nördlichen Gefilde des Gehäuses aufheizt. Die CPU wird 9 Grad heißer, dementsprechend schneller laufen die entsprechenden Lüfter. Es ist nun ein leises sonores Brummen zu vernehmen (typisch für die Wingboost), welches jedoch absolut untergeht und nicht stört. Der Rest des Systems ist leise wie immer.
Die Gehäuselüfter laufen unter Last immer fast mit Maxdrehzahl, ganz einfach weil es akustisch keinen Unterschied macht.

Doch all das wieder unter Furmark und Prime.
Wie siehts im Spielealltag aus?
Unter Spielelast (wieder Crysis 2) laufen die Lüfter in etwa mit den Geschwindigkeiten der 5770 Lasteinstellung.
Also so gut wie unhörbar.
Der Peter ermöglicht also endlich ungetrübten Spielgenuss ohne Kopfhörerzwang.

Fazit:

Unter Furmark offenbart der Peter einige Schwächen gegenüber dem Referenzlüfter, punktet aber mit der Gesamtlautstärke des Systems.
Aber mal ehrlich: "Wer ist eigentlich dieser Furmark?"
Im Spieleinsatz glänzt der Peter mit Supertemperaturen, vernachlässigbarer Erwärmung des Gehäuses und einer grandiosen Lautstärke.
Und darauf kommt es (mir) letztendlich an.

Gast9t99
2012-03-08, 21:57:14
Moin,
moinmoin

Jetzt kommt der interessante Teil.
Wie deutlich zu sehen ist, heizt der Peter unter Last (Furmark+Prime) den oberen Teil des Gehäuses doch sehr deutlich auf.
(..)
Man ist also selbst Schuld, wenn man den Peter nutzt, die Lüfter nur auf 600 rpm laufen lässt und sich über höhere Spawatemps aufregt.
(..)
Erschreckend auch der Anstieg der Speichertemperaturen.
Was für ein Schreck! - Es hat also offenbar doch einen Grund, daß die unpopulären Backsteinlüfter im Referenzdesign die heiße Luft der Grafikkarte direkt aus dem Gehäuse befördern. Nicht alle für Geld arbeitenden Ingenieure sind Vollpfosten, denen ein Hobby-Bastler mal so richtig zeigen kann, wo Barthel den Most holt.

Realistisch ist der Crysis2 Versuch. (Ultra, DX11, HD Texturen, 1920x1200)
(..)
Man sieht also recht deutlich wie realitätsfern Furmark+Prime ist.
Furmark ist tatsächlich mittlerweile realitätsfern, weil die Furmark.exe im Treiber erkannt wird und die Leistung der Karte sofort drastisch gedrosselt wird. Noch realitätsferner ist allerdings ein Test mit Spielen, welche ebenfalls vom Treiber erkannt werden. Hier werden ebenfalls im Treiber der Grafikkarte bestimmte vordefinierte Profile geladen, welche wesentliche Funktionen drosseln oder sogar komplett abschalten. Du könntest dich in diesem Zusammenhang zum Beispiel mal über das Pre-Renderlimit bei deiner Grafikkarte informieren.

Kühlleistungsfazit:

Furmark kann einfach kein Maßstab für das reale Leben sein.

Aber mal ehrlich: "Wer ist eigentlich dieser Furmark?"
Ja - das richtige Leben sieht so aus, daß einem die Grafikkarte schneller abraucht, als man bis 3 gezählt hat, wenn man auf eigenes Risiko am Kühler rumbastelt. Furmark läuft eh schon nur gedrosselt. Warte mal ab, bis du ein Spiel auf Ultra startest, für das es keine Profile im Treiber gibt. Das gibt eine Vollgasfahrt für 60 Minuten. Anschließend startet dein PC in immer kürzer werdenden Abständen unerwartet neu. Und irgendwann bleibt der Bildschirm schwarz und jemand aus dem Support-Bereich des 3DCF empfiehlt dir erstmal ein neues Netzteil zu testen. :)

Der Vollständigkeit halber muß erwähnt werden, daß Furmark seinerzeit mal ein guter Belastungstest war, wenn man innerhalb von 14 Tagen herausfinden wollte, ob eine Karte bereits ab Werk defekt war oder nicht. Heute ist es leider bereits generell so, daß aktuelle Grafikkarten alles andere als 'vollgasfest' sind.

PS: Ich würde mir mal ein paar warme Gedanken dazu machen, warum die VRAM-Temps bei dir unter Last Dank Peterle soviel schlechter geworden sind. Das riecht nach Wärmestau. Die vielen kleinen Kühlkörper, die du so liebevoll auf deine VRAMs geklebt hast, vergrößern zwar die Oberfläche, behindern aber den Airflow. Du hast dir imho unter deinem GPU-Kühler einen schönen Backofen eingerichtet. - Manchmal ist weniger mehr.

Wertzius
2012-03-09, 00:46:23
Werde morgen mal die Crysis2.exe in dfhufhifjd.exe umbennen und gucken ob sich etwas tut. Andere Spiele führen übrigens zum gleichen Ergebnis.

Die Ramtemps sind zwar gestiegen aber absolut innerhalb der Spezifikationen.

akuji13
2012-03-09, 11:22:25
PS: Ich würde mir mal ein paar warme Gedanken dazu machen, warum die VRAM-Temps bei dir unter Last Dank Peterle soviel schlechter geworden sind. Das riecht nach Wärmestau.

Das würde ich auch sagen.
Ich habe bereits 3 Peter verbaut (470, 560, 7970) und noch nie hatte ich höhere Temperaturen als mit den Referenzlüftern.
SpaWas waren immer mindestens 20° drunter.

Kontrolliert wurde mit Tools, Sensoren und professionellem Equipment.

Es war auch egal mit welcher Anwendung.

Gehäuse und Lüfter (Xigmatek) waren allerdings anders als in diesem System.


Warte mal ab, bis du ein Spiel auf Ultra startest, für das es keine Profile im Treiber gibt. Das gibt eine Vollgasfahrt für 60 Minuten. Anschließend startet dein PC in immer kürzer werdenden Abständen unerwartet neu. Und irgendwann bleibt der Bildschirm schwarz und jemand aus dem Support-Bereich des 3DCF empfiehlt dir erstmal ein neues Netzteil zu testen.

Wenn das wirklich so kritisch wäre, würden wir von viel mehr Ausfällen hören.

Wertzius
2012-03-09, 19:35:51
Sowohl Peter, als auch der Arctic Accelero Xtreme sind dafür bekannt die VRAM und Spawa Temperaturen zu verschlechtern. Das kann man mithilfe jedes beliebigen Reviews belegen das man im Netz findet.

TobiWahnKenobi
2012-03-10, 09:25:16
..
Subjektiv verändert sich die Lautstärke zwischen Idle und Last nur minimal, was jedoch den CPU Lüftern geschuldet ist, der Peter selbst ist als silent zu bezeichnen, doch dazu später mehr.
Man ist also selbst Schuld, wenn man den Peter nutzt, die Lüfter nur auf 600 rpm laufen lässt und sich über höhere Spawatemps aufregt.
Neue Übertaktungsrekorde sind mit einem Peter aufgrund der Spawas nicht zu erwarten. Dafür ist die wirklich leise Kühlung der Highendkarte möglich.
Erschreckend auch der Anstieg der Speichertemperaturen. Natürlich sind die Temps noch im grünen Bereich. Von Übertaktungsversuchen oberhalb von 50 Mhz kann man jedoch nur abraten!
Nicht nur, das der Speicher sowieso schon sehr nah an der spezifizierten Grenze getaktet ist, auch die Temps sind nicht förderlich.
..

mein reden :-)


(..)

mfg
tobi

akuji13
2012-03-10, 10:13:16
Sowohl Peter, als auch der Arctic Accelero Xtreme sind dafür bekannt die VRAM und Spawa Temperaturen zu verschlechtern. Das kann man mithilfe jedes beliebigen Reviews belegen das man im Netz findet.

Jedes beliebige review?
Alle reviews die ich gelesen habe, geben immer nur GPU Temps an.

http://www.radeon3d.org/artikel/grafikkartenkuehler/alpenfoehn_peter/temperaturen/
http://www.gamezoom.net/artikel/Alpenf_hn_Peter_Grafikkartenk_hler_Test_Review_Exklusiv_-23201-3
http://www.hardwareluxx.de/community/f136/alpenfoehn-peter-821451.html
http://www.hardwaremax.net/reviews/grafikkarten-kuehler/377-test-alpenfoehn-peter.html?start=3
http://www.dexgo.com/index.php?site=artikel/view.php&id=588&rubrik=Hardware&seite=7

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es ist selbst mit einer Wärmebildkamera schwierig die SpaWa Temperaturen anständig draufzukriegen. ;)

Gut, man könnte natürlich argumentieren das die SpaWas mit dem "modifizierten" Originalkühler nicht mehr optimal gekühlt werden, aber freie Sicht war nunmal nötig für die Kamera. :D

Vermutlich liegt es an dem was du auch erwähntest und was man bei CB sieht:
http://www.computerbase.de/artikel/gehaeuse-und-kuehlung/2011/test-shaman-setsugen-2-und-peter/12/

Zu niedrige Drehzahlen.

Ich habe die Lüfter nie mit 600 U/Min laufen lassen, weil die Nutzer der Rechner keinen Unterschied zwischen 600 und 1000 U/Min hören können.

1000 U/Min und 58° SpaWa Temp bei der GTX470 (ich habe 62° gemessen) sind sogar mehr als 20° unter dem Stock Kühler gewesen, da kam ich auf 90° (bei angepasster Lüfterdrehzahl).

Zusätzlich schaufeln die Red Vortex ja auch deutlich mehr Luft als die AC.
Und vor allem bewegen 2 x 140mm Lüfter auch dramatisch mehr Luft als ein 80 (?) mm Originallüfter, auch wenn das Prinzip unterschiedlich ist.

Und wenn ich meine 7950 betrachte, können mit Peter die Temperaturen auch nicht höher sein:
Damit habe ich Passivkühler auf den Komponenten, mit dem Kühler ab Werk liegen die Bauteile blank.

schalala
2012-03-11, 17:34:18
klasse review!

Danke für deine Mühen!

Gast9t99
2012-03-11, 20:58:15
Und wenn ich meine 7950 betrachte, können mit Peter die Temperaturen auch nicht höher sein:
Damit habe ich Passivkühler auf den Komponenten, mit dem Kühler ab Werk liegen die Bauteile blank.
:rolleyes: Es ist die Frage, ob man die VRAMs und Spawas besser kühlt, wenn man den Airflow des Lüfters durch einen 'Heatspreader-Wald' verstopft. Die passiven Kühlkörper funktionieren nur, wenn sie die Wärme auch tatsächlich an die Umgebung abgeben können. Wenn ich Dank zahlreicher passiver Kühlkörper unter dem GPU-Kühler einen Backofen geschaffen habe, dann brauch ich auch keine zusätzliche Oberflächenvergrößerung mehr für noch mehr Wärmestau unter dem GPU-Kühler. Da hilft dann nur noch mehr Drehzahl.

Das Konzept des 'Peter' von EKL überzeugt mich nicht. Die bei niedrigen Drehzahlen überproportional stark aufgeheizte Luft des GPU-Lüfters wird unmittelbar auf die Kühlkörper von VRams und Spawas geleitet. Das wäre das erste Mal in der Geschichte der Ingenieurswissenschaften, daß zur Erzielung eines Kühleffekts ein Hochleistungsfön zum Einsatz kommt. Das ganze Konzept ist imho von vorne bis hinten schlecht. Jedenfalls schlechter als das Referenzkonzept, wo sich der Luftstrom seitlich über die Komponenten bewegt. Und zwar weil die Luft unter dem GPU-Kühler dann vorher nicht bereits im GPU-Kühler war.
Mit einem gedrosselten TopDown-Blower heizt man imho zusätzlich die ganze Grafikkarte auf. Ich würde ja zugern mal ein Bild mit der Wärmebildkamera von unterhalb der Grafikkarte bei voller Last sehen. Einmal mit Referenzlüfter und einmal mit gedrosseltem EKL-Peter. :biggrin:

Da stellt sich jetzt die Frage, warum EKL dem Peter überhaupt zusätzliche Heatspreader für VRams und Spawas beilegt. Vermutlich, weil sie gemerkt haben, daß es der Grafikkarte nicht gut tut, wenn man die heiße Luft aus dem GPU-Kühlblock unmittelbar auf die übrigen Komponenten lenkt.

Ich stell mir das ganze so vor:

Irgendwo im tiefsten Allgäu unter einer Latschenkiefer brüten Peter und der Wolf schweißgebadet über ihrem Prototypen:
Wolf: Verdammt - der 'Abgasstrahl' aus dem Kühler heizt die ganze Graka auf... was sollen wir jetzt machen?
Peter: Kleb da mal ein paar zusätzliche Kühlkörper und einen zweiten dicken Lüfter dran!
Wolf: Genial! - Jetzt sieht die Sache schon gleich viel effektiver aus....
Peter: Komm - da geht noch was! Nimm die 120'er mal runter und pack da einen Satz 140'er drauf.
Wolf: Boah.... es wird immer besser! Das Teil ist jetzt so kalt und leise - da kann man die Spawas unter Last schon mit den Zähnen klappern hören!!
Oder sind das etwa die Lüfterlager? ....und was pfeifft hier eigentlich die ganze Zeit so nervtötend?

--------------------------

PS: Hier gibts übrigens ein Review, wo das 'Peterle' einmal mit 120'ern und einmal mit 140'ern getestet wurde:
http://www.dexgo.com/index.php?site=artikel/view.php&id=588&rubrik=Hardware&seite=7

Scheint wohl tatsächlich ein Problem mit dem Airflow zu geben. Kleinere Lüfter, die stärker 'drücken', kühlen hier besser, als die großen Lüfter. Und das obwohl die großen Lüfter trotz geringerer Drehzahl größere Luftmengen transportieren. Woran liegt's? Zu viele Verwirbelungen oder Bereiche, die beim EKL Peter im Windschatten liegen?

akuji13
2012-03-11, 23:05:31
Die passiven Kühlkörper funktionieren nur, wenn sie die Wärme auch tatsächlich an die Umgebung abgeben können.

Und das können sie, weil genug Luftstrom da ist.
2x 140er schaffen das bei dem Lamellenabstand des Peter problemlos.
Am Peter arbeiten wahrscheinlich auch Ingenieure und keine Hobbybastler. ;)


Das Konzept des 'Peter' von EKL überzeugt mich nicht. Die bei niedrigen Drehzahlen überproportional stark aufgeheizte Luft des GPU-Lüfters wird unmittelbar auf die Kühlkörper von VRams und Spawas geleitet.

Definiere niedrige Drehzahlen.
Selbst mit 1100 U/Min sind gute 140er Lüfter deutlich leiser als die Referenzkühlung und bewegen ein zigfaches an Luft.
Das 400 oder 600 U/Min vermutlich zu wenig sind, bestreite ich nicht.

Und wenn du dich wirklich mal mit dem Peter beschäftigt hättest, wüsstet du auch, das man an der Schiene auch gerne 4 Lüfter anbringen kann...von denen dann 2 gezielt die SpaWas und den Vram kühlen, wenn man meint die beiden von oben schaffen es nicht.

Und auch dann ist man immer noch leiser unterwegs, als mit dem Referezlüfter. ;)


Das ganze Konzept ist imho von vorne bis hinten schlecht. Jedenfalls schlechter als das Referenzkonzept, wo sich der Luftstrom seitlich über die Komponenten bewegt. Und zwar weil die Luft unter dem GPU-Kühler dann vorher nicht bereits im GPU-Kühler war.

Der Referenzkühler ist dein von dir angesprochener Hochleistungsfön:
Mehr Drehzahl, mehr Lautstärke und höhere Temperaturen als z.B. der Peter. ;)

Wenn das für dich ausreicht um das bessere Konzept darzustellen hast du eine interessante Auslegungsweise. :D

Ich erkläre dir mal das Konzept eines Serienkühlers:
- Muss zum Kartendesign passen
- Muss günstig sein
- Muss die Karte zumindest soweit kühlen, das die Garantiezeit überstanden wird..aber auch nicht zu lange, man will ja neues verkaufen
- Muss die Karte in allen möglichen Gehäusen kühlen
- Muss kompakt sein, damit Gewicht, Verpackung usw. gespart wird


Mit einem gedrosselten TopDown-Blower heizt man imho zusätzlich die ganze Grafikkarte auf. Ich würde ja zugern mal ein Bild mit der Wärmebildkamera von unterhalb der Grafikkarte bei voller Last sehen. Einmal mit Referenzlüfter und einmal mit gedrosseltem EKL-Peter. :biggrin:

Ich weiß ja nicht was du für ein Gehäuse besitzt, aber bei den Gehäusen die ich verbaue, ist es egal wieviel Wärme von der Grafikkarte ins Gehäuse geblasen wird:
Die gute Durchlüftung fördert die spielend weg, einen Hitzestau gibt es nicht.

Klar, in einem Mini-fertig-PC Gehäuse hat der Peter schlechte Karten...aber da passt er sowieso nicht rein. :biggrin:


Da stellt sich jetzt die Frage, warum EKL dem Peter überhaupt zusätzliche Heatspreader für VRams und Spawas beilegt.

Als Ersatz für die in der Regel bei der Referenzkühlung ebenfalls mit passiv Kühlkörpern gekühlten Komponenten?

Zaubern können die Hersteller auch nicht. ;)


Kleinere Lüfter, die stärker 'drücken', kühlen hier besser, als die großen Lüfter. Und das obwohl die großen Lüfter trotz geringerer Drehzahl größere Luftmengen transportieren.

Der Alpenfön WingBoost ist ein seltsamer Lüfter, deshalb habe ich den nie verbaut. Warum?

Weil er als 120er mehr Luft fördert, als in der 140er Variante.
http://www.caseking.de/shop/catalog/Luefter/Alpenfoehn/Alpenfoehn-120mm-Wing-Boost-Plus-PWM-Luefter::14210.html
http://www.caseking.de/shop/catalog/Luefter/Alpenfoehn/Alpenfoehn-140mm-Wing-Boost-Plus-PWM-Luefter::15289.html

Andere Lüfter, verhalten sich da normal, da fördern die 140er mehr als die 120er.
http://www.caseking.de/shop/catalog/Luefter/Prolimatech/Prolimatech-Red-Vortex-Red-Wings-Red-LED-120mm::17849.html
http://www.caseking.de/shop/catalog/Luefter/Prolimatech/Prolimatech-Red-Vortex-Red-Wings-Red-LED-140mm::15098.html

Ergo ist das Ergebnis wenig überraschend.
Übrigens: größere Lüfter fördern nicht immer mehr Luft bei geringerer Drehzahl, sondern auch mal "nur" bei identischer.

Und trotzdem stehen beide Lüfter besser da als die Serienkühlung. ;)

Die Bewertung "Peter gut!" oder "Peter schlecht!" ist viel zu pauschal und von vielen Faktoren abhängig:

-der Grafikkarte
-den Lüftern auf/am Peter (Anzahl, Größe, Drehzahl)
-dem Gehäuse (groß, mittel oder klein)
-Gehäusebelüftung (Seitenteil Lüfter? Anzahl der Gehäuselüfter? Belüftungskonzept?)
-ist Netzteil oben oder unten verbaut
-ist der Netzteillüfter nach außen oder innen verbaut

Gast9t99
2012-03-12, 03:18:04
Als Ersatz für die in der Regel bei der Referenzkühlung ebenfalls mit passiv Kühlkörpern gekühlten Komponenten?
Komisch. Ich hab hier eine GTX460 mit Vollbestückung. Die VRams (GDDR5) sitzen bei Vollbestückung zur Hälfte auch unter dem PCB der Grafikkarte. Da ist kein Heatspreader dran. Da bläst auch weit und breit kein Lüfter hin:

http://www.hardwareluxx.de/media/jphoto/artikel-galerien/gainwad-gtx-460-golden-sample-2048-mb/gainward-gtx460-gs-2gb-03-950x619.jpg
http://www.hardwareluxx.de/index.php/artikel/hardware/grafikkarten/16307-imtest-gainward-geforce-gtx-460-golden-sample-2048-mb.html?start=1

Ich frage mich daher, wie man es schaffen kann, durch die teure Installation eines Kühlerpakets wie zB. EKL Peter, die Temps gerade in diesem Bereich zu verschlechtern. So ein unglaublicher Zaubertrick ist imho doch nur möglich, wenn man es schafft die VRams irgendwie zusätzlich aufzuheizen. Und genau das scheint der EKL-Peter zu tun (indem er die heiße Luft aus dem GPU-Kühler direkt auf die VRams und die Spawas bläst). ;)
Und wenn man sich den Referenzkühler einer GTX560 zB. mal anschaut, dann fällt (mir zumindest) auf, daß hier die heiße Luft keineswegs auf den VRam und die Spawas bläst. Diese stecken alle schön unter einem großflächigen Stück Blech, welches nicht nur die heiße Luft fernhält, sondern zugleich auch noch als Heatspreader funktioniert:
http://images.ht4u.net/reviews/2011/nvidia_geforce_gtx_560_ti_msi_n560ti_twin_frozr_2//cooler_back.jpg
http://ht4u.net/reviews/2011/nvidia_geforce_gtx_560_ti_msi_n560ti_twin_frozr_2/index7.php
Genau betrachtet ist es beim Referenzdesign sogar so, daß der größte Teil des Graka-PCB nicht mit dem heißen Luftstrom aus dem Kühlblock in Berührung kommt. Bloßer Zufall oder volle Absicht? ;)

Der EKL-Peter ist möglicherweise leiser als die Referenzkühler. Aber ob die Lautstärke eines GPU-Kühlers unter Load wirklich noch das Hauptkriterium ist? Und eigentlich sollte eine kühlere Grafikkarte ja dann auch länger halten. Aber ob das bei einer auf EKL-Peter umgerüsteten Grafikkarte wirklich der Fall ist? Was geht denn an einer Graka normalerweise als erstes kaputt? Die GPU ist es nicht (die throttelt bei zu hohen Temps automatisch). Ich will jetzt keine Raterunde starten - daher: Imho sind es die Lötstellen auf dem PCB, die bei zu hohen Temperaturschwankungen als erstes das zeitliche segnen. Nicht wenige Grafikkarten konnten durch backen im Ofen bereits reaktiviert werden. Ob es da langfristig wirklich von Vorteil ist, wenn man sein Graka-PCB ohne Abdeckung unter einen sehr leistungsfähigen GPU-Kühler montiert?

Ich habe da Vorbehalte. Auch da es unlängst bereits schonmal ein in allen Medien gehypter GPU-Kühler geschafft hat aus dem Stand eine Bauchlandung hinzulegen, die ihres gleichen sucht:
http://www.tomshardware.de/techsupport/id-5138/caseking-warnt-problem-prolimatech.html

akuji13
2012-03-12, 15:39:00
Komisch. Ich hab hier eine GTX460 mit Vollbestückung. Die VRams (GDDR5) sitzen bei Vollbestückung zur Hälfte auch unter dem PCB der Grafikkarte. Da ist kein Heatspreader dran.

Meine 7950 von PowerColor hat auch keine Kühler. ;)
Die beiliegenden Kühlkörper für den Fall, das die Karte welche braucht...eine 460 braucht keine bei ihrer Leistung.


Ich frage mich daher, wie man es schaffen kann, durch die teure Installation eines Kühlerpakets wie zB. EKL Peter, die Temps gerade in diesem Bereich zu verschlechtern. So ein unglaublicher Zaubertrick ist imho doch nur möglich, wenn man es schafft die VRams irgendwie zusätzlich aufzuheizen. Und genau das scheint der EKL-Peter zu tun (indem er die heiße Luft aus dem GPU-Kühler direkt auf die VRams und die Spawas bläst). ;)

Nur das er das nicht tut, zumindest nicht generell.
Auf den Beweis warten wir noch. ;)

Übrigens: "heiß" ist die Luft die von den Lüftern kommt auch nicht, nachdem sie durch den riesigen Kühler geht, eher warm.

Und selbst wenn sich die Temperaturen dort erhöhen würden, warum sollte das automatisch schädlich sein?
Man kann ja auch die Drehzahl seines Referenzkühlers senken, wodurch sich die Temperaturen ebenfalls erhöhen.
Und trotzdem passiert der Karte nichts.


Und wenn man sich den Referenzkühler einer GTX560 zB. mal anschaut, dann fällt (mir zumindest) auf, daß hier die heiße Luft keineswegs auf den VRam und die Spawas bläst. Diese stecken alle schön unter einem großflächigen Stück Blech, welches nicht nur die heiße Luft fernhält, sondern zugleich auch noch als Heatspreader funktioniert

Und wieder fällt deine Unkenntnis in Sachen Peter auf:
Bei diversen Grafikkarten kann die Grundplatte auch mit Peter verwendet werden. ;)

Und zwar bislang bei der GTX 470, 480, 570 und 580.


Der EKL-Peter ist möglicherweise leiser als die Referenzkühler.

Möglicherweise? :biggrin: Immer. ;)
So laute 120er/140er Lüfter wie der Referenzfön sind gar nicht aufzutreiben.
Zumindest wenn wir die Deltas abziehen. :D


Aber ob die Lautstärke eines GPU-Kühlers unter Load wirklich noch das Hauptkriterium ist?

Lautstärke UND bessere Temperaturen in allen Bereichen.


Aber ob das bei einer auf EKL-Peter umgerüsteten Grafikkarte wirklich der Fall ist?

Liefere Beweise, keine Spekulationen.


Ich habe da Vorbehalte. Auch da es unlängst bereits schonmal ein in allen Medien gehypter GPU-Kühler geschafft hat aus dem Stand eine Bauchlandung hinzulegen, die ihres gleichen sucht

Stimmt....die ihres gleichen sucht. ;)

Und zur Bauchlandung bedarf es auch keines Zubehörkühlers:
X2900XT und FX5800 waren z.B. in einem Aldi Gehäuse auch nicht stabil zu betreiben.

Gast9t99
2012-03-12, 18:46:58
Und wieder fällt deine Unkenntnis in Sachen Peter auf:
Bei diversen Grafikkarten kann die Grundplatte auch mit Peter verwendet werden. ;)
:rolleyes: Achso. Der TS hat jedenfalls die beigelegten Mini-Heatspreader für VRams und Spawas verwendet. Und auch auf den Fotos vom TS kann man deutlich sehen, daß die Grundplatte vom Referenzkühler komplett fehlt.

Und zwar bislang bei der GTX 470, 480, 570 und 580.
Das ist aber eine sehr dünne Auswahl. Die 560 (welche leistungsmäßig eine 470 ist) ist nicht dabei.... die hat ja auch quasi keiner und bei den Radeons gehts gleich gar nicht? :|

So laute 120er/140er Lüfter wie der Referenzfön sind gar nicht aufzutreiben.
Die Lautstärke des Referenzkühlers entsteht imho überwiegend nicht durch den Lüfter, sondern durch den engen Lufttunnel, welcher die aufgeheizte Luft direkt aus dem Gehäuse befördert. Wenn man der Meinung ist, daß das nicht notwendig ist, dann kann man durch einen offenen Kühler die Lautstärke reduzieren. Das ganze hat dann natürlich Konsequenzen an anderer Stelle.

Übrigens: "heiß" ist die Luft die von den Lüftern kommt auch nicht, nachdem sie durch den riesigen Kühler geht, eher warm.
Der EKL Peter wird mit einer Verlustleistung von 420 Watt beworben. Wenn der Hersteller das zusichert, muß man im Worst-Case davon ausgehen, daß es stimmt. Je nachdem welche Grafikkarte verwendet wird, darf man unter Full-Load also einiges an Temperatur erwarten. Wenn EKL im Datenblatt wenigstens den Wärmewiderstand des Peter mal öffentlich gemacht hätte, könnte man jetzt sehr schön nachrechnen, wie stark der Peter bei entsprechender Grafikkartenverlustleistung das Graka-PCB und die weitere Umgebung aufheizt.

Deine Einschätzung, daß die Luft die aus dem Peter kommt (je nach Grafikkarte) unter Full-Load eher nur warm ist, halte ich für sehr optimistisch. Und dein Hinweis auf den 'riesigen Kühler' ist auch recht 'interessant'. Je größer der Kühler umso geringer die Temps, die an die Umgebung abgegeben werden? Da würd ich nochmal in Ruhe drüber nachdenken. ;)

akuji13
2012-03-12, 22:59:21
Das ist aber eine sehr dünne Auswahl. Die 560 (welche leistungsmäßig eine 470 ist) ist nicht dabei.... die hat ja auch quasi keiner und bei den Radeons gehts gleich gar nicht? :|

Bei der 7970 geht es. :wink:

Übrigens:
http://www.caseking.de/shop/catalog/Grafikkarten/King-Mod-Luftkuehlung/EVGA-GeForce-GTX-560-Ti-FPB-Aircooled-with-Alpenfoehn-Peter::16643.html
http://www.caseking.de/shop/catalog/Grafikkarten/King-Mod-Luftkuehlung/EVGA-GeForce-GTX-560-Ti-SC-Aircooled-with-Alpenfoehn-Peter::16642.html

Wir wir sehen, geht es auch bei der 560. ;) Sonst noch Wünsche?

Das du fehlende Massenkompatibilität als Nachteil wertest, erzeugt bei mir nur ein müdes Lächeln:
Full cover Wasserkühler passen meistens nur auf 1 Karte und trotzdem werden sie gekauft.

Es ist nicht die Aufgabe eines Zusatzkühlers, auf jede erdenkliche Karte zu passen, sondern nur auf die wo es Sinn macht.

Was meinst du wohl, wo der Anteil der Umrüster höher ist?
Bei einer 560, die bereits mit dem Werkslüfter leise ist, oder auf einer 470/480, die dramatisch lauter sind? ;)

Der Peter richtet sich an Enthusiasten und Bastler (man denke nur mal an den Preis im Verhältnis zu einer 560).
560 Käufer sind in der Regel nichts davon.


Die Lautstärke des Referenzkühlers entsteht imho überwiegend nicht durch den Lüfter, sondern durch den engen Lufttunnel, welcher die aufgeheizte Luft direkt aus dem Gehäuse befördert.

Wunderbar.
Wenn ich das meinem Gehör erzähle, ist es dann gnädiger mit mir? ;D


Wenn man der Meinung ist, daß das nicht notwendig ist, dann kann man durch einen offenen Kühler die Lautstärke reduzieren. Das ganze hat dann natürlich Konsequenzen an anderer Stelle.

Nur ob sie negativ sind, bleibt nach wie vor zu beweisen. ;)


Wenn EKL im Datenblatt wenigstens den Wärmewiderstand des Peter mal öffentlich gemacht hätte, könnte man jetzt sehr schön nachrechnen, wie stark der Peter bei entsprechender Grafikkartenverlustleistung das Graka-PCB und die weitere Umgebung aufheizt.

Wozu?
Deine Paranoia teilen weder Tester noch Kunden.


Deine Einschätzung, daß die Luft die aus dem Peter kommt (je nach Grafikkarte) unter Full-Load eher nur warm ist, halte ich für sehr optimistisch.

Dazu mal ein Wärmebild einer PowerColor 7950 PCS+:
http://ht4u.net/reviews/2012/powercolor_radeon_hd_7950_pcs_plus_test/index9.php

10° mehr als mit dem Referenzlüfter.
10°, die z.B. durch eine Erhöhung der Lüfterdrehzahl ausgeglichen werden können.
10° mehr mit 2 kleinen Lüftern die wenig Luft bewegen.

Wenn man da einen Peter mit 2x 120/140 draufschnallt, sind die 10° locker wettgemacht...egal ob mit oder ohne Passivkühlern auf den Komponenten. ;)

Und wie "gefährlich" diese 10° sind, kann man schön an den Werten sehen, die andere Referenzkarten so haben und die keinen Schaden nehmen.

Hier kann man nochmal sehen, das bereits schwächere Nachrüstkühler mindestens die gleichen Wandlertemperaturen erreichen:
http://ht4u.net/reviews/2009/thermalright_t_rad_2/index8.php

Und das das Kühlerprinzp generell nicht falsch ist, zeigt Sapphire:
http://ht4u.net/reviews/2012/sapphire_radeon_hd_7950_oc_test/index9.php

GPU kühler, Wandler gleich, dafür erheblich weniger Lärm.
Wo ist da jetzt dein Hitzestau? Oder wirst du jetzt sagen, das sich der Peter trotz des identischen Prinzips totaaaaaal anders darstellt?


Und dein Hinweis auf den 'riesigen Kühler' ist auch recht 'interessant'. Je größer der Kühler umso geringer die Temps, die an die Umgebung abgegeben werden? Da würd ich nochmal in Ruhe drüber nachdenken. ;)

Riesige Kühler = riesige Lamellenabstände.
Egal ob Peter oder Mo-Ra. ;)

Das bezog sich auf dein ständiges "wenn da mal nix bremst!", "Wärmestau!" ect. Gerede. ;)

Wir sollten uns viel mehr Gedanken über die Kartenrückseite machen:
http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showpost.php?p=9165279&postcount=124

Und das kann auch mit einer Referenzkarte passieren...

TobiWahnKenobi
2012-03-13, 08:45:25
du solltest die werte aus den reviews nicht als absolute werte nehmen. ich hab das grad mal überflogen und ist freilich auch informativ, aber übertragbar sind die werte sicherlich nicht..

lt. dem test müsste "eine" 7970 ca. 44°C im idle haben.. *zumthermometerschielt* ich bin grad im idle.. mit einer 7970 im referenzlayout..


(..)

mfg
tobi

akuji13
2012-03-13, 10:20:59
Wenn ich statt 44° nun 37° habe, ist der Abstand was z.B. Wandlertemperaturen angeht ebenso linear.

Dann habe ich da dementsprechend mehr/weniger als im Test, was sich aber auf die Referenzkarte ebenso auswirkt wie auf eine Karte z.B. mit Peter.

Wenn die Tests zeigen, das die Wandler mit Kühler X nicht höher sind als mit der Referenz, dann ist das bei anderen Testern/Usern in der Regel auch so.

Meine eigenen Versuche bestätigen das Fazit der Tests, also behaupte ich mal sie wurden ordnungsgemäß durchgeführt. ;)

Klar gibt es Szenarien wo es anders sein kann, im Schnitt kommen aber alle zum gleichen Schluss:
Ein gut umgesetztes Kühlerkonzept wie Peter kann in den meisten Fällen identische oder bessere Temperaturen bringen.

TobiWahnKenobi
2012-03-13, 11:54:09
ich halte das für vermeidbare arbeit. wenn es halbwegs kühl im case ist und das gehäuse mehr als 13.99€ gekostet hat, spielt sich der referenzlüfter gar net soo arg in den vordergrund, dass es nötig wäre, mit zusatzkosten und risiko irgendwelche umbauten vorzunehmen.

ich wollte aus gewohnheit erst auf wakü umbauen, weil mein SLi ja auch unter wasser lief.. es stellte sich aber als unnötig heraus.

hab dann einfach, weil der KK ja schon runter war, die WLP gegen MX4 getauscht und gut wars.. hätte die karte ein siegel an oder über den schrauben gehabt, hätte ich nichtmal das gemacht.. aber sie hatte sowas nicht (powercolor).

(..)

mfg
tobi

akuji13
2012-03-13, 13:54:43
ich halte das für vermeidbare arbeit. wenn es halbwegs kühl im case ist und das gehäuse mehr als 13.99€ gekostet hat, spielt sich der referenzlüfter gar net soo arg in den vordergrund, dass es nötig wäre, mit zusatzkosten und risiko irgendwelche umbauten vorzunehmen

Wenn dir das reicht, kein Problem.
Mir sind gerade weil ich WaKü hatte alle für mich interessanten Grafikkarten zu laut, egal ob GTX580/570 oder 7970/7950.

Auf der GTX470 war erst Wasser und später der Peter Pflicht, unerträglich das Ding.
Und die Gehäusetemperaturen sind bei mir kein Thema. ;)

Und man muss ja auch kein Risiko eingehen wenn man nicht will:
Meine PowerColor 7950 PCS+ ist leise, die Temps sind nur auf SpaWas und Speicher leicht erhöht, der Preis war nur 20€ über dem der normalen 7950.

Nimmt man die Sapphire, sind alle Temperaturen mindestens identisch und das bei dramatisch besserer Geräuschkulisse.