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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ohne Eigenkapital Haus bauen/kaufen


kiss
2014-03-31, 11:23:07
Wir wohnen derzeit mit 2 Erwachsenen und 2 Kinder in einer Mietwohnung mit 84qm 3 Zimmer. Leider haben wir auch keinen Garten oder Rückzugsplatz ausserhalb unserer Wohnung. Wir halten es einfach nicht mehr aus und die Mieter unter uns sind immer extrem laut. Jetzt ist wirklich Schluss... :cool:

Da ich erst 27 bin und mein Geld für die Familie bzw. Hobby's ausgegeben habe und letztendlich Null angespart habe würde nur eine Vollfinanzierung in Frage kommen.

Gibt es hier Erfahrungen mit einer Vollfinanzierung?
Habt ihr weitere Tipps/Ratschläge zum Vorhaben?

Wir könnten uns bei unseren Eltern bestimmt 10.000€ zusammenleihen sodass wir zumindestens etwas haben.

Eine monatliche Belastung von ca. 800€ für die Kredite wäre stämmbar.

Mr Power
2014-03-31, 11:34:26
Klingt für mich nach einer sehr schlechten Idee. Eine entscheidende Frage ist aber natürlich: Wo soll das Haus stehen? Die Preise unterscheiden sich innerhalb von Deutschland enorm.

Surrogat
2014-03-31, 11:38:04
Grundsätzlich ist sogar eine >100% Finanzierung machbar, Vollfinanzierung stellt also bei entsprechenden Voraussetzungen kein wirkliches Problem dar

Du solltest dir aber im klaren sein, das die Zinssätze bei gewissen Schwellwerten die man an Eigenkapital mitbringt, leicht besser werden.
Du wirst also effektiv wahrscheinlich etwas höhere Zinsen zahlen müssen, aber die sind ja momentan eh im tiefsten Keller, also letztlich fast egal.

Wichtig ist erstmal ein solider und gegengerechneter Finanzierungsplan, also schreib mal auf was ihr an Einkünften und Ausgaben habt und daraus errechne dann den Betrag den ihr monatlich in das Haus investieren könnt, aber bitte nicht auf Kante nähen, man will auch mal in Urlaub und kein Auto hält ewig etc.

Du solltest dir ebenfalls Gedanken machen welche Art von Haus du willst, klassich gemauert oder Fertighaus, tut sich nicht viel beim Preis, Fertighaus geht nur schneller, dafür hat man später andere Probleme ;)
Für ein freistehendes Haus wird die Kohle wohl nicht reichen, es sei denn du wohnst weit draussen auf dem Land.
Also Reihenhaus, Eckreihenhaus, Doppelhaushälfte oder freistehendes, sortiert nach Preis aufsteigend. Es gibt natürlich auch gebrauchte, aber das ist ein Thema für sich...
In eurem Fall würde ich übrigens lieber ohne Keller bauen, sowas kostet nämlich alleine schon runde 50KEuro

Mit dem Haus alleine ist es übrigens nicht getan, du musst auch Grundsteuer zahlen und natürlich Abwasser, Strom, Gas, Strassenreinigung, Niederschlagsgebühren und tausend andere Sachen. Das tust du zwar auch jetzt schon über Umlage, aber ein Haus frisst einfach mehr davon als ne Wohnung....

PHuV
2014-03-31, 11:43:35
Kommt darauf an, wie teuer Euer Haus wird. Generell sollte man mindestens 20-30% Eigenkapital aufwenden können, damit die Banken einen Hauskauf finanzieren können, oder Ihr müßtet wirklich sehr gut verdienen, was wohl mit 800 EUR pro Monat eben nicht der Fall ist. Daher würde ich es an Deiner Stelle als nicht machbar abhaken.

Oder Du machst so dermaßen viel in Eigenleistung, so daß die Baukosten niedrig bleiben. Das bedeutet aber einerseits hohe Streßbelastung in der Familie, und Du bist die nächsten 3-5 Jahre wirklich am Ackern, Familienleben ade. Das solltest Du Dir wirklich nur zumuten, wenn Du selbst handwerklich begabt bist, oder eine entsprechende Familie mit vielen Helfern hast, die das können.

PHuV
2014-03-31, 11:45:13
Grundsätzlich ist sogar eine >100% Finanzierung machbar, Vollfinanzierung stellt also bei entsprechenden Voraussetzungen kein wirkliches Problem dar.
Da mußt Du sehr jung sein, und verdammt viel verdienen, um das so zu bekommen. Eine Normalverdiener mit Familie bekommt das eben nicht. Da muß man als Familie schon mehr als 90-100K im Jahr haben.

Surrogat
2014-03-31, 11:48:54
Da mußt Du sehr jung sein, und verdammt viel verdienen, um das so zu bekommen. Eine Normalverdiener mit Familie bekommt das eben nicht. Da muß man als Familie schon mehr als 90-100K im Jahr haben.

reicht auch wenn du genügend Sicherheiten bietest, die können auch aus der Familie kommen
Als Beamter haste sowieso quasi einen Freibrief

Franklin
2014-03-31, 11:53:02
Vielleicht mal einen Umzug in ein Domizil, das euren Wünschen nahe kommt, in Erwägung gezogen?
Muss ja nicht immer gleich kaufen sein, aber ihr wäret eure leidige Lage los.

Vader
2014-03-31, 12:08:59
Da mußt Du sehr jung sein, und verdammt viel verdienen, um das so zu bekommen. Eine Normalverdiener mit Familie bekommt das eben nicht. Da muß man als Familie schon mehr als 90-100K im Jahr haben.


Ich glaub heut bekommt jeder Depp mit festen Job ein Hauskredit. Wie Surrogat schon schrieb, werden nur die Zinsen höher. Aber einen gewissen Eigenanteil schreiben die Banken schon vor.
Sätze wie "800€ sind machbar" und "10000€ kriegen wir zusammen" klingen für mich aber nicht baufördernd. Es kostet halt wirklich viel Geld und Hausbau ist nicht Haus+Grundstück, die Nebenkosten sind schon gewaltig - ich sprech da aus Erfahrung :usad:

Also erst einmal schlucken&sparen und ggf. umziehen....

Sven77
2014-03-31, 12:13:15
Wir haben aus Neugier mal angefragt für eine Vollfinanzierung und unser Haushaltseinkommen ist nicht ganz bei den PhUV genannten Zahlen, aber fast. Dabei gab es Aussagen von "kein Problem" bis "finanzieller Selbstmord"... mir ist war Ganze zu gefährlich. Allerdings sind die Immobilienpreise hier einfach nur crazy..

Vader
2014-03-31, 12:20:33
Musst halt in den Norden ziehen :D

ZB sowas wird bei mir um die Ecke verkauft: http://www.immonet.de/angebot/22935412?drop=lp

Ist jetzt keine Villa, aber man könnte gut mit seinen Kindern drin wohnen - was kostet sowas bei euch?

kiss
2014-03-31, 12:21:52
Vielleicht mal einen Umzug in ein Domizil, das euren Wünschen nahe kommt, in Erwägung gezogen?
Muss ja nicht immer gleich kaufen sein, aber ihr wäret eure leidige Lage los.

Ja klar, aber da schiebe ich dem Vermieter locker 800-1000€ in den Rachen. ich möchte etwas eigenes haben und nicht bei jedem Furz um Erlaubnis Fragen.


Derzeit haben wir ein Jahreseinkommen von ca. 50.000€. Meine Frau arbeitet nicht und fängt auch erst wieder in 2 Jahren an, wenn die kleine in den Kindergarten geht. Sie wird aber nur einen Nebenjob ausführen können, da Haushalt sehr viel Arbeit ist und unsere Kinder noch von uns Erzogen werden sollen.

Mein Schwiegervater arbeitet in einer Baufirma und er meinte das wir uns ein schönes Grundstück kaufen sollen und einen Rohbau von der Firma wo er arbeitet baue lassen sollen. Alles weitere kann er und seine Kollegen durchziehen. D.h. Material bezahlen + Arbeit Stundenlohn für die Kollegen. Er hat sein Holzhaus auch zum größten Teil selbst gebaut.

Grundstück: ca. 40.000 500qm
Rohbau: ca. 80.000€ 160qm Bunglow

Mit maximal 200.000€ wären wir dabei sagte er. Zusätzlich kann man dann natürlich noch einige Förderungsmaßnahmen nutzen bei Einhaltung bestimmter Vorgaben.

Vader
2014-03-31, 12:24:36
Mit 27 Jahren 50.000€/Jahr?

https://s3-us-west-2.amazonaws.com/facefrontier/faces/orig/27.jpg

:)

Sven77
2014-03-31, 12:31:10
Ist jetzt keine Villa, aber man könnte gut mit seinen Kindern drin wohnen - was kostet sowas bei euch?

Gibts nicht.. wenn ich im Stadtgebiet Stuttgart was kaufen will muss ich ne alte Bude kaufen oder ein Doppelhaus/Reihenhauskäfig. Es gibt einfach kein Bauland mehr.
Ausserhalb ist es dann mit guter Anbindung an den ÖPNV auch nicht günstig, zusätzlich braucht man 2 Autos und wir könnten nicht mehr beide 100% arbeiten. Man kann es drehen und wenden wie man will, bei uns gibt es immer nen Haken ;)
190.000Eur wären denke ich kein Problem..

Nebenan haben sie ein Reihenhaus hingestellt, 101qm, 30qm Terasse("Garten"), keine Garage.. 280.000Eur (330K für die Eckhäuser).. das ist einfach nur gaga

Mikhal
2014-03-31, 12:31:56
Wie schon geschrieben hängt das von vielen Faktoren ab. Der Wichtigste ist der Preis des Hauses.

Edit: Bei dem was du als Eckdaten genannt hast, gehe ich mal ganz grob von ca. 120.000 € aus, eher drunter. Mal so einen Immobilienrechner durchhecheln (im Netz zu Hauf zu finden). Dann weiß man woran man etwa ist, da Banken Lebenshaltungspauschalen ansetzen.

Einen Hausbau würde ich deshalb vergessen, da dort die Kosten explodieren können (auf jeden Falll wird es immer mehr als angenommen).
Möglich ist das also schon, aber es gibt nur wenige Banken, welche eine Vollfinanzierung durchführen und noch wenigere, welche eine darüber > 100%-Finanzierung durchführen. Für den ersteren Fall braucht ihr schon einen Sack voll Sicherheiten (regelmäßiges Gehälter, Bausparverträge, evt. Versicherungen und Anderes) für die Bank, weswegen ihr das Geld, welches ihr euch aus der Verwandtschaft leihen könnt, für die Kaufnebenkosten verwenden solltet. Diese bestehen aus Grunderwerbssteuer, Notar, Grundbucheintrag und evt. Makler, welche prozentual vom Kaufpreis berechnet werden (die Grunderwerbssteuer ist außerdem auch vom Bundesland abhängig).
Das in Kürze (ich habe bestimmt Etwas vergessen ;)).

kiss
2014-03-31, 12:32:42
Musst halt in den Norden ziehen :D

ZB sowas wird bei mir um die Ecke verkauft: http://www.immonet.de/angebot/22935412?drop=lp

Ist jetzt keine Villa, aber man könnte gut mit seinen Kindern drin wohnen - was kostet sowas bei euch?

Kosten bei uns ähnlich viel, aber werden kaum Angeboten oder gehen direkt weg. Aber genau so etwas Stelle ich mir vor und reicht vollkommen.

Wir brauchen kein Luxus. Wir brauchen ein Haus was 2 Kinderzimmer, Elternschlafzimmer, Hobbyraum, Wohnzimmer, Küche, Toilette und Garten zum chillen und spielen hat.

Ich finde die Immobilien Preise teilweise echt übertrieben hoch! Echt der Wahnsinn was hier teilweise abgeht und dann gehe die guten Häuser innerhalb von 1-3 Tagen weg.

Monkey
2014-03-31, 12:38:48
Schaut doch mal bei den Zwangsversteigerungen nach. Wenn du innerhalb der Familie so gute connections zur Renovierung/Instandsetzung hast wäre das doch eine Überlegung wert!

Bekannte meiner Eltern haben damit imho einen guten Schnapper gemacht.

Morale
2014-03-31, 12:39:00
Mit 27 Jahren 50.000€/Jahr?

https://s3-us-west-2.amazonaws.com/facefrontier/faces/orig/27.jpg

:)
Je nach Werdegang/Arbeit normal, bzw. auch "unterdurchschnittlich".
(Also brutto, wenn da netto gemeint ist, dann schließe ich mich dem "not bad" an ;) )

PS:
BO = Bochum?
Da komm ich auch her, ist doch ein recht normales Pflaster, bzw. billiger wird es nur im östlichen DE, in die Gebiete wo halt keine Sau hinwill.
Hier kannst du für so ein Haus was Vader verlinkt hat locker 400-500k zahlen, in München auch gerne nochmal 200-300k mehr.
http://www.immobilienscout24.de/expose/70644414
:D

jxt666
2014-03-31, 12:44:33
Also rein vom Prinzip her funktioniert das auf dem Papier schon! 200.000 rum bei um die 800 Euro Rate pro Monat (Zinsen und Tilgung) aufgrund der aktuell noch niedrigen Zinsen!

Wir haben 170.000 aufgenommen und zahlen bei 4,1 Prozent mit 1,75 Tilgung 820,- Euro im Monat ab. Die Frage ist ob die Bank die Vollfinanzierung mitmacht, und ob man schlussendlich wirklich mit den 200k hinkommt! Da is dann klar kein Garten gemacht, keine Garage dabei usw. :D aber ich würde mal grob mit mindestens 20-30k mehr Kosten rechnen die dazukommen KÖNNEN. Dann sind die Nebenkosten jeden Monat aber auch noch zu stämmen! Also Gas, Wasser, Heizung, Grundsteuer, Versicherungen fürs Haus... was halt so draufkommt.

Wäre also gut zu überlegen. Zu dem "Kredit kriegen" also wir sind auch nur Normalverdiener und die Bank hätte uns 300.000 problemlos gegeben ;)

Dawn on Titan
2014-03-31, 13:03:56
Die Frage ist die Reserve.

Was macht ihr wenn ihr keinen Schwarzarbeiter findet, was macht ihr wenn die Firma pleite geht und ihr eine andere braucht, könnt ihr Rücklagen bilden wenn im und am Haus was kaputt geht.. Kriegt ihr ein Problem wenn mal ein Auto fällig ist oder ein zweites...

maximum
2014-03-31, 13:12:17
Würde ich nicht machen...

PHuV
2014-03-31, 13:29:03
Ich glaub heut bekommt jeder Depp mit festen Job ein Hauskredit.
Nö. Ich habe beispielsweise mehr als der TS, und mir wurde aktuell von 2 Banken ein Kredit verwehrt. Zu hohe Nebenkosten gilt als Risiko. Vor ca. 4 Jahren ging das wirklich ohne Probleme, jetzt nicht mehr.

Alter Sack
2014-03-31, 13:39:55
2 Kinder, Frau, kein Eigenkapital und Hauswunsch mit 27 Jahren.
Vro 30 Jahren war das alles normal.

Heute würde ich sagen, dass das relativ sicher in der Katastrophe enden wird (Scheidung, etc.).
4 von 5 Leuten, die ich mit Kindern kenne sind auseinander und dafür hat es noch nicht mal den Stress mit einem Haus gebraucht.
Würde ich mir sehr genau überlegen.
Viel wichtiger wäre es, tatsächlich erstmal für ordentlich Eigenkapital und höheres Einkommen zu sorgen.

Surrogat
2014-03-31, 13:44:43
Musst halt in den Norden ziehen :D

ZB sowas wird bei mir um die Ecke verkauft: http://www.immonet.de/angebot/22935412?drop=lp

Ist jetzt keine Villa, aber man könnte gut mit seinen Kindern drin wohnen - was kostet sowas bei euch?

190TEuro und sogar verklinkert? Sowas kriegst du wohl echt nur in der Pampa zwischen HH und Kiel :ulol:

Bei uns zwischen Köln und Düsseldorf, würdest du schnell das doppelte zahlen, je nach Lage. Immos sind eben momentan in der Blase, da machste nix und viele da draussen haben die Kohle sowas von locker stecken, da fragt man sich manchmal ob die mit Drogen dealen :eek:

Vader
2014-03-31, 13:48:52
Jup, ist hier halt im Norden halt günstiger, dafür verdienen wir hier aber auch nicht so viel :P :wink:

Florida Man
2014-03-31, 13:58:56
Falscher Thrread

(del676)
2014-03-31, 14:42:11
800€ fuer Kredite im Monat? Ist jetzt nicht gerade sehr viel ....
Und mit 200.000 kommst vielleicht zum Haus, aber sicher NIE zu:
- Haus
- Keller(!)
- Einrichtung
- Kueche, Bad
- Wasser/Strom/Kanalanschluss
- Steuern und Abgaben!

Ich hab mir alle moeglichen Haeuser durchgerechnet, und mit Grundstueck kam ich immer auf ~240.000€, und das war dann auch sehr spartanisch (und ohne Keller) und in einem guenstigen Gebiet in Oesterreich.

captainsangria
2014-03-31, 14:44:56
Ehrlich gesagt würde ich, wenn ich nochmal Haus bauen müsste, auf den Keller verzichten.
Um die 40k mache ich das Haus größer, habe alles ebenerdig usw.

Alter Sack
2014-03-31, 14:58:41
Ist generell die Frage ob es sich lohnt, bis zur Rente auf finanziellen Komfort zugunsten eines Eigenheims zu verzichten. Eine Investition in die Zukunft ist eine Immobilie sowieso nur in Ballungsgebieten. Zudem kommt der demographische Wandel und die älteren Leute wollen sicherlich nicht ein gebrauchtes mehrstöckiges Haus kaufen, sondern ehern eine Wohnung mit Aufzug.
Wenn ich bei uns durchs Dorf gehe, sehe ich vor den ganzen Einfamilienhäusern nur noch alte Gebrauchtwagen der Marke Mazda, Ford, usw.
Ein Indiz dafür, dass den Leuten die Kohle ausgegangen ist. Vor den Mietshäusern stehen dann die deutschen neuen Autos von Audi, VW und BMW.

Breegalad
2014-03-31, 14:59:16
Dabei gab es Aussagen von "kein Problem" bis "finanzieller Selbstmord"...
zu dem "kein Problem" möchte ich anmerken, dass damit ein besonders langfristiges Finanzierunsmodell gemeint sein könnte, bei dem z.B. die Tilgung erst beim Eintritt ins Rentenalter beginnt. Das war tatsächlich mal das Rechenexempel einer großen Bank für uns. BLOSS NICHT!
Dank selbst erstelltem Plan ist längst alles schuldenfrei, dabei hätte uns ein zwischenzeitlicher Zinsanstieg fast noch das Genick gebrochen.

Stormtrooper
2014-03-31, 15:05:11
Kosten bei uns ähnlich viel,


Ich finde die Immobilien Preise teilweise echt übertrieben hoch! Echt der Wahnsinn was hier teilweise abgeht und dann gehe die guten Häuser innerhalb von 1-3 Tagen weg.


Du bist ja lustig.
Was würdest du dann bei uns machen?
Wenn für so ein Haus bei euch nur 190k € verlangt werden, was ist da übertrieben hoch?
Bei uns bekommst sowas nicht mal für den Preis wenn die Bruchbude kernsanierungsbedürftig ist und wir haben nur eine knapp 30.000 Einwohner Stadt.

Vader
2014-03-31, 15:25:37
Ist generell die Frage ob es sich lohnt, bis zur Rente auf finanziellen Komfort zugunsten eines Eigenheims zu verzichten. Eine Investition in die Zukunft ist eine Immobilie sowieso nur in Ballungsgebieten. Zudem kommt der demographische Wandel und die älteren Leute wollen sicherlich nicht ein gebrauchtes mehrstöckiges Haus kaufen, sondern ehern eine Wohnung mit Aufzug.
Wenn ich bei uns durchs Dorf gehe, sehe ich vor den ganzen Einfamilienhäusern nur noch alte Gebrauchtwagen der Marke Mazda, Ford, usw.
Ein Indiz dafür, dass den Leuten die Kohle ausgegangen ist. Vor den Mietshäusern stehen dann die deutschen neuen Autos von Audi, VW und BMW.

Also lieber von Plattenbau in den BMW einsteigen als von einem Eigenheim in einen Ford?

mom, ich muss noch kurz ein Schlid aufstellen:
http://lugor.de/files/2012/01/stammtisch.png

Surrogat
2014-03-31, 15:37:10
vielleicht verrät uns der TS ja mal welche Gegend es ungefähr ist, dann kann man auch den Preisspiegel ungefähr abschätzen...

Morale
2014-03-31, 15:40:27
vielleicht verrät uns der TS ja mal welche Gegend es ungefähr ist, dann kann man auch den Preisspiegel ungefähr abschätzen...
Vermutlich Bochum ;)

Surrogat
2014-03-31, 15:45:19
Vermutlich Bochum ;)

hast du ne Ahnung welches Einzugsgebiet Bochum hat? Das reicht von Pampa bis Innenstadt

Morale
2014-03-31, 15:49:17
Ich komm aus Bochum ;)
Zur Einschätzung der Preislage sollte das jawohl reichen, er schrieb ja auch bei ihm gibts so günstige Buden wie bei Vader. Wobei die eher billig sind.
Ob man nun in Bochum Mitte oder Dahlhausen wohnt ist ja eigendlich wurscht, ist ja kein Unterschied wie Bochum zu Uckermark oder München. Also mehrere 100K km auseinander.
Klar kosten auch auf eine Stadt bezogen die Buden unterschiedlich, für eine EInscätzung sollte es aber langen.

Alter Sack
2014-03-31, 16:11:35
Also lieber von Plattenbau in den BMW einsteigen als von einem Eigenheim in einen Ford?

mom, ich muss noch kurz ein Schlid aufstellen:
http://lugor.de/files/2012/01/stammtisch.png

Finanzielle Abhängigkeit (welche der TS ja eindeutig eingehen würde) bedeutet entweder ein dickes Fell oder eine sehr lange Zeit Stress und Sorgen mit hohem Risiko zum Totalverlust (Job weg oder die Frau ab und schon kann er die Bude verkaufen).

Commander Keen
2014-03-31, 16:24:47
Vor gut 30-40 Jahren war das normal, mein Dad hat in quasi exakt der gleichen Situation (29, 2 Kinder, Frau in Elternzeit) ein Haus gekauft, auch komplett ohne Eigenkapital. Hat zum Glück funktioniert, meine Leute sind heute noch verheiratet und das Haus ist mittlerweile auch abbezahlt.

Allerdings muß man dazu sagen, dass es für ihn schon einen großen Verzicht auf fast alles bedeutet hat. Wir konnten zwar in den Urlaub fahren, verhungert ist auch niemand, aber gegönnt hat sich mein Vater gut 30 Jahre lang quasi nichts.

Was ich damit sagen will: So eine Entscheidung will wohl überlegt sein, man versklavt sich damit auf viele, viele Jahre. D.h. die Familie, allen voran die Frau, muß schon 100% hinter einem stehen, man darf im Job nicht nachlassen, usw.
Andererseits kriegt man das Geld derzeit hinterher geschmissen, der Zeitpunkt wäre also schon günstig. Muß man halt abwägen. Wenn es nur die leisesten, begründeten Zweifel gibt, wäre eine größere Mietwohnung evtl. doch besser.

WTC
2014-03-31, 16:29:33
vielleicht verrät uns der TS ja mal welche Gegend es ungefähr ist, dann kann man auch den Preisspiegel ungefähr abschätzen...

Da sparst du da aber meistens ja nach Lage nur am Grundstück, die Baukosten sind wenn dann eventuell in der Arbeitskraft etwas billiger, aber nicht an den Materialien. Haben den direkten Vergleich Rhein Main Gebiet (m² Grundstück ca. 350€) <-> Gebiet Wolfsburg/Peine etc. (Niedersachsen, m² Grundstück ca. 80-100€).

An den TS will ich nur eines mitgeben: dein Haus wird definitiv NICHT für unter 180.000€ fertig (ohne Grundstück) wenn du alles bauen lässt, und dann darfst du auch nur die GÜNSTIGSTEN Materialien verwendet haben bei dem Betrag! Weisst du was alles auf dich zu kommt? :

Architekt, Baugenehmigung, Hausanschlüsse, Erdarbeiten, Bodenplatte, Steine, Decke/n, EISEN, BETON, Dachstuhl, Ziegel, Regenrinne, Fenster, Haustür, Heizung, Wasser, Verputzen innen, Verputzen/Klinkern außen, Estrich, Treppe, Bäder, Türen, Küche, Bodenbeläge, Sockelleisten, Tapeten, Farbe, Außenanlage, eventuell Möbel.

nur mal so als Richtung: Allein die Punkte Bodenplatte (20.000€), Verputzen innen und aussen (insg. ca. 25.000€) und Hausanschlüsse (ca. 10.000€) können dich locker 50.000€ und mehr kosten wenn du das alles machen lässt...

Surrogat
2014-03-31, 16:36:45
den Hausanschluss bekommt man in manchen Gemeinden billiger oder sogar umsonst, wenn man sich dafür paar Jahre an die örtlichen Stadtwerke bindet

Das man am Haus selbst kaum sparen kann ist schon klar, geht ja nur um das Grundstück, aber da gibts schon massive Unterschiede.
Mit bissl Glück findet man nen Bauern der gerade seine Umwandlung von Acker in Bauland durchgekriegt hat und macht ein Schnäppchen...

Bodenarbeiten und Außenanlagen können aber echt ins Geld gehen, vor allem wenn der Boden nicht so gut für Fundamente geeignet ist, da ist man schnell 10K los

Dem TS könnte man nur raten sich nach ner anderen Wohnung oder einem Haus zum mieten umzugucken

Vader
2014-03-31, 16:49:30
Finanzielle Abhängigkeit (welche der TS ja eindeutig eingehen würde) bedeutet entweder ein dickes Fell oder eine sehr lange Zeit Stress und Sorgen mit hohem Risiko zum Totalverlust (Job weg oder die Frau ab und schon kann er die Bude verkaufen).

Sicher läuft so eine Tilgung lange. Aber ich müßte doch auch mein lebenlang irgendwo wohnen, sprich Miete zahlen.

Also auf Lebensqualität (eigenes Haus, Garten usw) verzichten, um sich mal was leisten zu können? :freak:

Stormtrooper
2014-03-31, 16:57:07
Sicher läuft so eine Tilgung lange. Aber ich müßte doch auch mein lebenlang irgendwo wohnen, sprich Miete zahlen.

Also auf Lebensqualität (eigenes Haus, Garten usw) verzichten, um sich mal was leisten zu können? :freak:

Das Problem ist aber, wenn das Haus mal abbezahlt ist, gehen die Reperaturen los.
Neues Dach, neue Heizung, neue Fenster und und und.

redpanther
2014-03-31, 16:58:04
Lass dir über ein Immobilien Finanzierungs Portal unverbindlich Angebote reinkommen. Dann siehst du auch gleich die Konditionen. Laufzeit und Restschuld nach Ende dieser.
Dann müsst ihr selbst wissen ob ihr das machen wollt. Mir wäre es zu viel Risiko.

Vielleicht könnt ihr ja noch 2-3 Jahre sparen was geht um doch etwas Eigenkapital anzusparen.
Wird deine Frau bald wieder was dazuverdienen? Bei zwei Verdienern hättem dann sicher schnell ein ansehenliches Sümmchen zusammen, wenn man sich einschränkt.

Wenn man Kinder hat, macht ein Haus natürlich am meisten Sinn. Haben wir auch so gemacht. Mein Einkommen entspricht deinem, aber wir mussten nur 1/3 Finanzieren.

Selbst gebaut haben wir auch nicht, dafür habe ich schon zu viele graue Haare. Aber du bist Jung und hast Verwandschaft in der Branche, das hätte für mich vieles geändert.

Somsens
2014-03-31, 16:58:08
Schon einige Leute erlebt, die sich mit dem Hausbau übernommen haben. Wenn man ein Haus möchte, dann sollte man a.) entweder VIEL Geld haben oder b.) Spass an Handwerks-, Gartenarbeit und Reparaturtätigkeiten haben... c.) idealerweise auch Bekannte aus dem Handwerksbereich, die einige arbeiten günstig "unter der Hand" erledigen...

Am besten 'ne Kombi aus a und b und c.... :wink:

Denn viele finanzieren sich anfangs ein Haus, sind voll happy weil Garten und EIGENER Wohnraum, aber nach ein paar Jahren kommt die Desillusionierung, weil man z.B. kein Bock mehr auf die Gartenarbeit hat, die ersten Reparaturarbeiten anstehen und die Nebenkosten (Heizen, Strom, Wasser) auch gut in's Geld gehen... und wenn das Geld wegen Kredit-Verbindlichkeiten dann auch nicht mehr für einen ordentlichen Urlaub reicht, dann kotzt das an... die nächsten 20 Jahre Urlaub auf Terrassien ist wohl nicht so das Wahre ;D

Und dann baust Du dir dein Haus und wenn die Kinder erwachsen sind und in eine andere Stadt studieren gehen, dann hast DU ein überdimensioniertes Haus... ;(

Oft ist die Kombi Wohnung (auch gerne Eigentum!) + Kleingarten in der Nähe deutlich sinnvoller...

Mal davon abgesehen, dass ich atm nicht kaufen würde... die Blase bläst sich gerade auf.

Franklin
2014-03-31, 16:59:32
Wo soll denn das nötige Kapital für Reparaturen und Instandhaltung kommen?
Bis jetzt wurde kein Eigenkapital gebildet, und nach dem Bau muss es aber auch noch zusätzlich getan werden.
Für die nächste Heizung, Elektrogeräte müssen dann selbst erneuert werden, defekte Armaturen, Rasenmäher........

Das muss man sich schon gut ausrechnen, so ein Haus hat eben auch Bewirtschaftungskosten, wurden die ausreichend berücksichtigt vom TS?
Bitte zu nichts hinreissen lassen!

Surrogat
2014-03-31, 17:02:40
Und dann baust Du dir dein Haus und wenn die Kinder erwachsen sind und in eine andere Stadt studieren gehen, dann hast DU ein überdimensioniertes Haus... ;(

kannste immer noch vermieten und dir ne kleine Hütte suchen

Mal davon abgesehen, dass ich atm nicht kaufen würde... die Blase bläst sich gerade auf.

die Blase ist schon ganz ordentlich gefüllt, wer weiß wie lange noch...

Somsens
2014-03-31, 17:07:51
Sicher läuft so eine Tilgung lange. Aber ich müßte doch auch mein lebenlang irgendwo wohnen, sprich Miete zahlen.
Nur zahlst Du Miete und der Rest interessiert dich nicht... irgendwas kauputt => Vermieter informieren! Gartenarbeit, Müll etc.? Wird über die Nebenkosten abgerechnet und gemeinschaftlich kommt das günstiger ;)
http://youtu.be/2Jaf4twJxM4
Also auf Lebensqualität (eigenes Haus, Garten usw) verzichten, um sich mal was leisten zu können? :freak:
Achso... "sich mal was leisten können" ist keine Lebensqualität? Urlaub, besseres Auto, teure Hobbies, gutes Essen, Ferienlager für die Kinder, Schule, Studium...:rolleyes:

Wenn Du 'nen Garten haben willst, hol dir in direkter Nähe zur Wohnung einen schönen Kleingarten mit Kleingarten-Laube für 4000€... das ist oftmals sinnvoller...

kannste immer noch vermieten und dir ne kleine Hütte suchen
Hängt natürlich von der Lage ab....
Klar, in den meisten Großstädten und Ballungsräumen ist das kein Problem.
Irgendwo auf dem land schon eher... da werden die ihre Häuser nicht los oder müssen sie für ein "Trinkgeld" verkaufen... :eek:


die Blase ist schon ganz ordentlich gefüllt, wer weiß wie lange noch...
Ja, das ist die Frage! Ich denke, das hängt stark von der zukünftigen Euro-Politik in den nächsten 5 Jahren ab... Die Mafiosi und Schwarzgeld-Hinterzieher werden ihr Geld weiterhin hier investieren, solange nicht klar ist, wie es mit dem Währungssystem weitergeht...

Erdgeschosswohnung mit eigenem kleinen Garten, so habe ich es gemacht.
War deutlich günstiger wie ein Haus.

Auch 'ne Möglichkeit

Franklin
2014-03-31, 17:12:05
Oft ist die Kombi Wohnung (auch gerne Eigentum!) + Kleingarten in der Nähe deutlich sinnvoller...




Erdgeschosswohnung mit eigenem kleinen Garten, so habe ich es gemacht.
War deutlich günstiger wie ein Haus.

Vader
2014-03-31, 17:16:13
Das Problem ist aber, wenn das Haus mal abbezahlt ist, gehen die Reperaturen los.
Neues Dach, neue Heizung, neue Fenster und und und.

Das Problem ist aber, wenn das Haus mal abbezahlt ist, gehen die Reperaturen los.
Neues Dach, neue Heizung, neue Fenster und und und.

Ja man zahlt halt immer, aber es wird auch irgendwann weniger. Miete zahlt man auch sein Leben lang....

Jeder muss es halt für sich entscheiden, ich bin in einem Einfamilienhaus auf dem Land groß geworden und das will ich meinen Kindern auch bieten.
Stadtkinder können dafür mit dem Landleben nix anfangen - jeder wie er mag. Ich geh jedenfalls 20m von meiner Haustür zur nächsten Kuhkoppel und finde das toll :D

Alter Sack
2014-03-31, 17:58:47
Sicher läuft so eine Tilgung lange. Aber ich müßte doch auch mein lebenlang irgendwo wohnen, sprich Miete zahlen.

Also auf Lebensqualität (eigenes Haus, Garten usw) verzichten, um sich mal was leisten zu können? :freak:

ACHTUNG - STAMMTISCH !! :)

Wir wohnen seit 10 Jahren für 465€ Kaltmiete (90qm mit 2 Stellplätzen fürs Auto).

Die Wohnung hat auch einen Balkon:
Von da aus können wir immer wunderbar beobachten, wie die ganzen Haus"besitzer" nach Feierabend und am Wochenende an ihrem Haus arbeiten. Das sieht von unserem Balkon aus nicht nach besonders viel Lebensqualität aus. Lebensqualität kann auch bedeuten, Feierabend zu haben und finanziell unabhängig zu sein. Klar haben wir in 10 Jahren insgesamt 55800€ an Miete gezahlt, doch wenn wir ein Haus gehabt hätten, wären neben Grundsteuer noch sehr viele andere Sachen (ggf. Heizung, Dach, usw usw usw usw usw) dazugekommen. Sicherlich wäre das deutlich teurer gewesen, als die 55800€ Miete. Wir können es uns auch leisten, durchschnittlich 3-4x im Jahr in den Urlaub zu fliegen oder zu fahren und damit meine ich nicht die 600€ AI Dinger, sondern auch mal ein 12.000€ Urlaub auf den Malediven. auf solche dinge verzichtet man freiwillig, wenn man Normalerverdiener ist UND ein Haus hat.

Ich komme als Selbstständiger auch sehr gut dazu, was fürs Alter zu sparen.
Quasi alle meine selbstständige IT-Kollegen haben ein Haus und sind selbst mit 45 Jahren noch nicht dazu gekommen, auch nur einen Cent fürs Alter zurückzulegen, wo ich schon 170.000€ liegen habe.
Ich muss auch nicht in irgendwelchen alten Autos rumfahren und kann mir wg. der vergleichsweise günstigen Miete auch ein schönes Auto hinstellen.
Das soll jetzt alles bitte nicht prollig rüberkommen! Wir können uns das leisten, weil wir durchschnittlich ca. 1000-1500€ monatl. weniger fürs Wohnen ausgeben, als wenn man was abzahlt (Zinsen, etc.) und auch instand halten muss, was 200-300T€ kosten würde.
Auch wir hatten 2-3 Anläufe mit Wohneigentum und sind mittlerweile froh, dass es nicht dazu gekommen ist.

Eins muss man bez. des TS aber berücksichtigen:
Wenn man zwei Kinder hat und eine wirklich gut funktionierende Ehe, ist ein kleines Haus natürlich ein Traum!!
Sowohl meine Eltern, als auch die Eltern meine Frau sind Hasubesitzer und wir sind in einem Einfamilienhaus groß geworden. Wir haben aber keine Kinder und von daher ist Platzbedarf da überschaubar. Meine Frau sagt mir z.b. auch immer, dass sie als Kind immer viel am Haus helfen musste (Rasen mähen bei ca. 2000qm Grundstücksfläche, etc.) und darauf definitiv keine Lust hat.
Wir hatten in ihrem Elternhaus sogar eine eigene Wohnung mit allem drum und dran und haben uns trotzdem dazu entschieden, in eine Mietwohnung zu ziehen, weil wir keine Lust hatten, uns an der Instandhaltung und Pflege des Hauses weiter zu beteiligen.
Aktuell wird der ganze Kasten wohl verkauft und obwohl wir da eine größere Summe bekommen, werden wir weiter in unserer günstigen Mietwohnung bleiben und lieber die finanzielle Unabhängigkeit genießen: lieber in 10-15 Jahren die Möglichkeit haben, mit dann 50 Jahren in Rente gehen zu können, als ein Haus als Klotz am Bein.
Weil wir die letzten 10-15 Jahren eben auch keine zeitlichen Aufwände in Wohneigentum investieren mussten und auch keine Kinder haben, konnten wir uns automatisch mehr auf die Karriere konzentrieren und das schlägt sich auch in deutlich komforableren Grundeinkommen nieder. Es war mir vor 8 Jahren dadurch auch möglich, dass Risiko der Selbstständigkeit einzugehen, was gut gegangen ist und zu höherem Einkommen, als bei einer Festanstellung geführt hat.

Fazit:
Wie man sieht, verändert die Entscheidung gegen oder für Wohneigentum so ziemlich alles im Leben, wenn man nicht vom Start weg seine 10T€ Bruttoeinkommen hat!

Deathcrush
2014-03-31, 18:10:37
Es kommt auch immer darauf an, was man will. Man kann im Norden schon sehr günstig ein Haus kaufen und bei der aktuellen Zinslage das Haus auch recht schnell abbezahlen. Ich bzw wir sind in 20 Jahre durch bei einem monatlichen Abtrag von 460€. Das heisst, mit 55 Jahren bin ich schuldenfrei und zahle keine Miete mehr. Gut, das Haus ist nicht das größte und neueste, rund 100m², aber es liegt Zentral in der Stadt, meine Frau geht in 5 Minuten zu Fuß zur Arbeit und ich fahre mit dem Fahrrad. Was will man mehr?

Somsens
2014-03-31, 18:36:08
Wir können es uns auch leisten, durchschnittlich 3-4x im Jahr in den Urlaub zu fliegen oder zu fahren und damit meine ich nicht die 600€ AI Dinger, sondern auch mal ein 12.000€ Urlaub auf den Malediven. auf solche dinge verzichtet man freiwillig, wenn man Normalerverdiener ist UND ein Haus hat.

Ich komme als Selbstständiger auch sehr gut dazu, was fürs Alter zu sparen.
Quasi alle meine selbstständige IT-Kollegen haben ein Haus und sind selbst mit 45 Jahren noch nicht dazu gekommen, auch nur einen Cent fürs Alter zurückzulegen, wo ich schon 170.000€ liegen habe.
Ich muss auch nicht in irgendwelchen alten Autos rumfahren und kann mir wg. der vergleichsweise günstigen Miete auch ein schönes Auto hinstellen.

Eins muss man bez. des TS aber berücksichtigen:
Wenn man zwei Kinder hat und eine wirklich gut funktionierende Ehe, ist ein kleines Haus natürlich ein Traum!!

Sowohl meine Eltern, als auch die Eltern meine Frau sind Hasubesitzer und wir sind in einem Einfamilienhaus groß geworden. Wir haben aber keine Kinder und von daher ist Platzbedarf da überschaubar.

Fazit:
Wie man sieht, verändert die Entscheidung gegen oder für Wohneigentum so ziemlich alles im Leben, wenn man nicht vom Start weg seine 10T€ Bruttoeinkommen hat!

hmmmm :uponder:
MGeee, bist Du's? :tongue:

ALTAY
2014-03-31, 18:37:34
Da mußt Du sehr jung sein, und verdammt viel verdienen, um das so zu bekommen. Eine Normalverdiener mit Familie bekommt das eben nicht. Da muß man als Familie schon mehr als 90-100K im Jahr haben.

Quatsch - Vollfinanzierungen sind auch mit mittleren Einkommen problemlos möglich, wenn die Raten entsprechend gesetzt sind.

3800 Euro /netto reichen locker für eine Vollfinanzierung einer 250.000 Euro Immobilie.

Wobei ich dem TS stark vom Kauf abrate, da eine Immobilie neben den Strom-, Heiz-, Wasserkosten, noch zusätzliche Kosten in Form von Versicherungen, Müllgebühren, Grundsteuer etc. bereithält - Ein Haus kostet im Monat nochmal ca. 300-400 Euro Nebenkosten. (ohne Wartung oder ähnlichem)

Alter Sack
2014-03-31, 18:38:30
Hier mal eine Beispielrechnung.
Summe, die auf Kredit aufgenommen wird: 250.000€
Eff. Jahreszins: 2,88€
Laufzeit: 25 Jahre (=Tilgung: 2%)
Monatsrate: derzeit ca. 1000€ (eff. Jahreszins: 2,88%)

(siehe Screenshot unten)

Gegenrechnung (Miete).
Ich vergleiche es mal mit mir: 465€ Kaltmiete für 90qm, Balkon, PKW Stellplatz. Die Wohnung liegt im Grünen!

Monatl. Differenz: 535€
diese lege ich jetzt mal zu konservativen 2,5% für 25 Jahre an (zweiter Screenshot).
Da kommen raus: 222.000€

Das liest sich jetzt erstmal so, als ob sich der Kauf tatsächlich rechnen würde.
Doch beim Haus oder Wohnungskauf kommen noch die ganzen Nebenkosten, Instandsetzungsrücklagen, etc. dazu.
Ein Haus ist auch beim Kauf von 250.000€ noch nicht fertig. Da muss die Außenlage gemacht werden. Gartengerät angeschafft werden, usw.

Ein nicht unwichtiger Punkt:
die Zeit, die man in 25 Jahren bei der Haus- und Gartenpflege (das ist Arbeit) vertut, könnte man ja auch in seine Karriere investieren und dadurch ein deutlich höheres Einkommen generieren.

Man darf auch nicht vergessen, dass wir historisch niedrige Zinsen haben (was ja auch dazu geführt hat, dass Immobilien in interessanter Lage unbezahlbar wurden). Sobald die Zinsen steigen und die 5-10 Jahre Zinsbindung rum sind, wird´s vermutlich eine Flut von Zwangsversteigerungen geben! Doch wer will in einer alternden Gesellschaft noch ein auf Familie ausgerichtet Haus auf 2 Stockwerken haben, weil das Geld für ein großes Grundstück und ebenerdigen Bau im Bungalow-Stil nicht gereicht hat?!

ALTAY
2014-03-31, 18:43:06
Du weist schon das ein 250.000 Euro Haus nicht mit 465 Euro Kaltmiete zu vergleichen ist - Setz da mal einen Renditefaktor von 20 an, dann bist du bei über 1000 Euro kalt und dann ist deine Rechnung nämlich ziemlich für den Allerwertesten.

Während der Hauseigentümer in der Rente keine Miete zahlt + ein Haus samt Grundstück besitzt, sitzt du nämlich in deiner Wohnung und darfst fleissig weiterzahlen - Ganz zu schweigen von der Wohnqualität, sone schrottige Wohnung mit einem Einfamilienhaus mit Garten zu vergleichen - Absurd.

Man kann wann und wie oft man möchte im Garten grillen, hat sein Auto direkt vor der Tür stehen (praktisch für Einkäufe), kann die Musik so laut drehen wie man möchte, Freunde einladen und Feiern ohne Rücksicht auf nervige Nachbarn etc. etc. etc.

Ein nicht unwichtiger Punkt:
die Zeit, die man in 25 Jahren bei der Haus- und Gartenpflege (das ist Arbeit) vertut, könnte man ja auch in seine Karriere investieren und dadurch ein deutlich höheres Einkommen generieren.

Kann der Hauseigentümer genauso, wenn du keine Lust auf Gartenarbeit hast, dann besorgst du dir einen Gärtner und ne Putzfrau und gut ist. (mach ich auch so)

PS: Eine Sache beim Hauskauf/Hausbau ist aber zu bedenken - Lage, Lage und nochmals Lage, lieber 100-200k Euro mehr, für ein gutes Grundstück ausgeben, als in der Pampa zu bauen und kaum inflationsbereinigte Wertsteigerungen zu haben, dann ist nämlich das 250k Euro Haus in 30-40 Jahren mal eben 750-1000k Euro wert. :D

Somsens
2014-03-31, 18:53:30
Man kann wann und wie oft man möchte im Garten grillen, hat sein Auto direkt vor der Tür stehen (praktisch für Einkäufe), kann die Musik so laut drehen wie man möchte, Freunde einladen und Feiern ohne Rücksicht auf nervige Nachbarn etc. etc. etc.
Naja, auch Hausnachbarn können nervig sein, z.B. ein falsches Kräuterchen am Maschendrahtzaun ;D
http://youtu.be/JU4lmkrf7kQ


Kann der Hauseigentümer genauso, wenn du keine Lust auf Gartenarbeit hast, dann besorgst du dir einen Gärtner und ne Putzfrau und gut ist. (mach ich auch so)
Kostet...

Alter Sack
2014-03-31, 18:55:09
Du weist schon das ein 250.000 Euro Haus nicht mit 465 Euro Kaltmiete zu vergleichen ist - Setz da mal einen Renditefaktor von 20 an, dann bist du bei über 1000 Euro kalt und dann ist deine Rechnung nämlich ziemlich für den Allerwertesten.

Während der Hauseigentümer in der Rente keine Miete zahlt + ein Haus samt Grundstück besitzt, sitzt du nämlich in deiner Wohnung und darfst fleissig weiterzahlen - Ganz zu schweigen von der Wohnqualität, sone schrottige Wohnung mit einem Einfamilienhaus mit Garten zu vergleichen - Absurd.

Wir hätten vor 9 Jahren beinahe mal eineImmobilien gekauft. Ebenfalls mit annähernd 0€ Anzahlung waren die Konditionen damals wie folgt:
Summe: 230.000€
Monatl. Rate inkl. Tilgung: 1.300€
Laufzeit bis zur 100% Tilgung nach damaliger Rechnung: 36 Jahre !!!!

Ist momentan eben durch die extreme Niedrigzinsphase wirklich alles etwas anders, als in den letzten 50 Jahren.
Die EZB hat sich da auch in eine Lage reinmanövriert, wo eine Anhebung des Leitzins auf Normalniveau von 3-5% unweigerlich zur absoluten Katasrophe führen wird. Nur mal schnell gegooglet und die Leitzinsentwicklung zwischen 2000-2008 gefunden: http://www.sharewise.com/attachment/file/845/leitzinsen.gif

Wenn wir das Niveau wieder erreichen und dann auch in Deutschland die Immobilienblase so platzen würde, wie in Spanien, dürften den TS regelrecht aus seinem Wohn"eigentum" rausblasen, wenn die Zinsdingung rum ist und er bis dahin seine Einkünfte nicht um 500-1000€ netto erhöhen konnte.

Somsens
2014-03-31, 19:11:30
Ich vergleiche es mal mit mir: 465€ Kaltmiete für 90qm, Balkon, PKW Stellplatz. Die Wohnung liegt im Grünen!

das ist für so eine Wohnung natürlich sehr günstig. Wo wohnt ihr? Hast Du vielleicht mal ein Foto eures Wohnhauses?

Ghost666Ghost
2014-03-31, 19:27:42
Hier vielleicht eine kleine Hilfe für dich:

Wir haben das Experiment Vollfinanzierung gewagt, mit folgenden Gegebenheiten:

- Nicht verheiratet und keine Kinder, Ich bin 28, Sie ist 33
- Zusammen Netto im Monat ~3200€
- Finanzierung über 249.000€ | 2,4% Zinsen für 10 Jahre, danach garantierte 3,75% ODER neu verhandelbar wenn Zinssatz weniger | Monatliche Rate: 1160€ | Laufzeit 27 Jahre ohne Sondertilgungen (Wobei das mit den Sondertilgungen schönrederei ist. Man nimmt sich das vor, aber irgendwas ist dann immer wichtiger) Wenn man aber wirklich konsequent ist, kann man durch Sondertilgungen schon einiges an Laufzeit sparen.

Viele Banken haben uns abgelehnt, teilweise sehr arrogant. Bei der BHW hats dann geklappt. Allerdings haben wir auch recht viel in Eigenleistung erbracht, was der Bank zusätzlich gut gefallen hat.

Da wir schon seit 1 Jahr die Raten zahlen und mittlerweile auch endlich im Haus wohnen, haben wir natürlich auch unsere Finanzen immer rauf und runter gerechnet und in Tabellen festgehalten. Wir überweisen jeden Monat 300€ für Essen und Tanken (Ja, das reicht für uns @ alle Nörgler, stellt euch vor :D ) und 300€ aufs Sparkonto. Nachdem alle Nebenkosten im Monat abgezogen sind, bleiben uns ~500€ am Ende übrig. Diese werden entweder für Luxus ausgegeben oder einfach mit aufs Sparkonto überwiesen.

Hört sich natürlich alles recht schön an ABER: Wir haben uns in der Zeit von der Idee bis zur Hausstellung ca. 15.000€ angespart. D.h. am Ende hatten wir diese 15.000€ Eigenkapital von denen z.B. die Küche, Lampen, Hausanschlüsse, die Tapezierarbeiten für die wir am Ende doch keine Lust mehr hatten und unvorhergesehene Kosten wie z.B. Vermessung (Wussten wir einfach nicht...) bezahlt. Ohne dieses Geld hätten wir ein echtes Problem gehabt.

Also im Grunde ist das bei ausreichendem Netto Einkommen schon machbar, nur muss man sich im Klaren sein, dass man einfach auf einiges an Luxus verzichten muss.

Alter Sack
2014-03-31, 19:35:51
Da muss ich nochmal einhacken:

Während der Hauseigentümer in der Rente keine Miete zahlt + ein Haus samt Grundstück besitzt, sitzt du nämlich in deiner Wohnung und darfst fleissig weiterzahlen


Meine Schwiegereltern haben die letzten 10 Jahre mehr in ihr mittlerweile 40 Jahre altes Haus reingesteckt, als wir Miete gezahlt haben. Soviel mal zum Thema "im Alter mietfrei".


- Ganz zu schweigen von der Wohnqualität, sone schrottige Wohnung mit einem Einfamilienhaus mit Garten zu vergleichen - Absurd.


Schrottige Wohnung? Wir wohnen im grünen in einem 25 Jahre "alten" Mehrfamilienhaus mit 5 Parteien. Von unserem relativ großen Balkon blicken wir ins grüne. In den meisten Neubausiedlungen blicken die Hauseigentümer oft direkt ins Esszimmer des Nachbarn, weil keine Kohle für ein größeres Grundstück da war.


Man kann wann und wie oft man möchte im Garten grillen,


Grillen? Haben wir am Wochenende gemacht.
Küchentür auf und zack stand auf dem Balkon der Grill.


hat sein Auto direkt vor der Tür stehen (praktisch für Einkäufe),


Auto(s) (zwei neue 1er BMWs mit Vollaussattung für gesamt knapp 80T€) stehen auch direkt vor der Tür. Strecke zwischen Wohnungstür und Autos beträgt ca. 10-15 Meter.
Wie du schon geschrieben hast: praktisch für die Einkäufe


kann die Musik so laut drehen wie man möchte,


Ich drehe auch die Musik gerne laut. Die sehr guten (und teuren) Kopfhörer tun beste Dienste.
Bzw. die Harmon/Kardon-Hifi Anlage in meinem BMW tut da auch gute Dienste, während die Hausbesitzer hier im Dorf mit den Standard-Speakern ihres Basis-Fords vorlieb nehmen dürfen.


Freunde einladen und Feiern ohne Rücksicht auf nervige Nachbarn etc. etc. etc.


Wir laden keine Freunde ein; wir gehen mit Freunden essen und genießen die Bewirtung.


Kann der Hauseigentümer genauso, wenn du keine Lust auf Gartenarbeit hast, dann besorgst du dir einen Gärtner und ne Putzfrau und gut ist. (mach ich auch so)


... und das kostet extra Kohle, die ich als Mieter nicht aufbringen muss.
Bzw. wieder ein Punkt weniger, um den ich mich kümmern muss.

Alter Sack
2014-03-31, 19:48:13
das ist für so eine Wohnung natürlich sehr günstig. Wo wohnt ihr? Hast Du vielleicht mal ein Foto eures Wohnhauses?

In der Nähe von Wetzlar. Nach Frankfurt brauche ich ca. 45-50 Min (=70-80 KM). Hier mal zwei Fotos (soeben geschossen) und eins aus dem Archiv.

Auf dem zweiten Foto die Balkonaussicht.
Auf dem ersten Foto der Blick vom Arbeitszimmer auf den Parkplatz.
Das dritte Bild ist aus meinem Archiv. Keine Ahnung wo das das Pferd herkommt :D , aber das Bild zeigt recht gut, wie es um die Lebensqualität (= wohnen im grünen) für 465€ kalt mit zwei PKW-Stellplätzen direkt vor der Tür bestellt ist ;) .

Ghost666Ghost
2014-03-31, 19:56:45
@ Alter Sack: Zum Glück gibts auch Leute die auf einen neuen 1er BMW in Vollausstattung nen feuchten Furz geben und sich dafür in ihrem Eigenheim nicht für Wand-an-Wand Nachbarn einschränken müssen. Wenn ich schon das Wort Kopfhörer lese (Na zum Glück sind sie ja TEUER gewesen :rolleyes: ) muss ich lachen. Warum? Weil ich jeden Morgen zum Frühstück und zum wach werden meine Anlage dermaßen laut aufdrehe und keinen Schwanz interessierts!

Somsens
2014-03-31, 19:58:15
daFuck... ist das ein echtes Pferd? :freak:

EDIT: Joaa, sieht ganz nice aus ;)

Vader
2014-03-31, 20:00:00
Balkon zur Straße, mit freien Blick auf die Mülltonnen?

Alter Sack
2014-03-31, 20:00:04
Hier vielleicht eine kleine Hilfe für dich:

Wir haben das Experiment Vollfinanzierung gewagt, mit folgenden Gegebenheiten:

- Nicht verheiratet und keine Kinder, Ich bin 28, Sie ist 33
- Zusammen Netto im Monat ~3200€
- Finanzierung über 249.000€ | 2,4% Zinsen für 10 Jahre, danach garantierte 3,75% ODER neu verhandelbar wenn Zinssatz weniger | Monatliche Rate: 1160€ | Laufzeit 27 Jahre ohne Sondertilgungen (Wobei das mit den Sondertilgungen schönrederei ist. Man nimmt sich das vor, aber irgendwas ist dann immer wichtiger) Wenn man aber wirklich konsequent ist, kann man durch Sondertilgungen schon einiges an Laufzeit sparen.

Viele Banken haben uns abgelehnt, teilweise sehr arrogant. Bei der BHW hats dann geklappt. Allerdings haben wir auch recht viel in Eigenleistung erbracht, was der Bank zusätzlich gut gefallen hat.

Da wir schon seit 1 Jahr die Raten zahlen und mittlerweile auch endlich im Haus wohnen, haben wir natürlich auch unsere Finanzen immer rauf und runter gerechnet und in Tabellen festgehalten. Wir überweisen jeden Monat 300€ für Essen und Tanken (Ja, das reicht für uns @ alle Nörgler, stellt euch vor :D ) und 300€ aufs Sparkonto. Nachdem alle Nebenkosten im Monat abgezogen sind, bleiben uns ~500€ am Ende übrig. Diese werden entweder für Luxus ausgegeben oder einfach mit aufs Sparkonto überwiesen.

Hört sich natürlich alles recht schön an ABER: Wir haben uns in der Zeit von der Idee bis zur Hausstellung ca. 15.000€ angespart. D.h. am Ende hatten wir diese 15.000€ Eigenkapital von denen z.B. die Küche, Lampen, Hausanschlüsse, die Tapezierarbeiten für die wir am Ende doch keine Lust mehr hatten und unvorhergesehene Kosten wie z.B. Vermessung (Wussten wir einfach nicht...) bezahlt. Ohne dieses Geld hätten wir ein echtes Problem gehabt.

Also im Grunde ist das bei ausreichendem Netto Einkommen schon machbar, nur muss man sich im Klaren sein, dass man einfach auf einiges an Luxus verzichten muss.

Hört sich absolut machbar an.
Das einzige ist, dass man die 27 Jahre bis ihr schuldenfrei seit, nicht vorhersehen kann. Da darf dann wirklich nichts dazwischen kommen.

Ghost666Ghost
2014-03-31, 20:02:36
Hört sich absolut machbar an.
Das einzige ist, dass man die 27 Jahre bis ihr schuldenfrei seit, nicht vorhersehen kann. Da darf dann wirklich nichts dazwischen kommen.
Da gebe ich Dir recht. Aber mal Ehrlich, welcher Kreditnehmer bzw. Häuslebauer hat dieses Risiko nicht? Gibt sicher welche, die durch gute Familienverhältnisse recht sicher leben, aber der Großteil der Bevölkerung hat durch Jobverlust etc. immer was zu befürchten.

Alter Sack
2014-03-31, 20:03:51
Balkon zur Straße, mit freien Blick auf die Mülltonnen?

Die Tonnen stehen auf der linken Seite. Unser Balkon ist auf der komplett anderen Hausseite.
So sieht die Normalperspektive aus dem Arbeitszimmer (wenn ich nicht nach unten knipse).

Achja, wenn uns hier irgendwas stört... dann ziehen wir weg. Das geht problemlos, wenn man auf Miete wohnt ;) .

Sven77
2014-03-31, 20:05:34
Alter Sack = MGeee

Alter Sack
2014-03-31, 20:09:14
Da gebe ich Dir recht. Aber mal Ehrlich, welcher Kreditnehmer bzw. Häuslebauer hat dieses Risiko nicht? Gibt sicher welche, die durch gute Familienverhältnisse recht sicher leben, aber der Großteil der Bevölkerung hat durch Jobverlust etc. immer was zu befürchten.

Ist wohl wahr.
Vor noch vielleicht 15-20 Jahren war es etwas völlig normales, dass die Leute eine Familie gegründet haben und dann auch am Wohneigentum abgezahlt haben. Meine Schwiegereltern haben z.B. in den 80er krasse 12% Zinsen abdrücken müssen.

Wir waren als ich zwischen 22-33 Jahre alt war (nun bin ich 36) auch wie schon geschrieben insgesamt 3x drauf und dran, uns Wohneigentum anzuschaffen (und natürlich abzuzahlen).
Zuerst sollte es eine leckere Penthouse-Wohnung mit Top-Ausicht für 230T€ werden. Dann ein kleiner gemütlicher Bungalow und zuletzt eine Eigentumswohnung.
Aus heutiger Sicht bin ich froh, dass wir es nicht gemacht haben... aber es ist wohl auch immer so, dass man sich das, was man hat, auch schönredet und so empfinde ich Miete als etwas positives auch wenn mich dann und wann mal die Nachbarn über mir nerven.

Somsens
2014-03-31, 20:09:19
Hört sich absolut machbar an.
Das einzige ist, dass man die 27 Jahre bis ihr schuldenfrei seit, nicht vorhersehen kann. Da darf dann wirklich nichts dazwischen kommen.

Was mir halt Sorgen machen würde: wenn man sich mit 27 (+ Kinder) ein Haus finanziert, dann ist man da frühstens mit 50 raus... Und mit über 50 ist man doch auch schon fast wieder ein alter Mann und das Leben ist vorbei ;(

Ich bin gerade in einer "ähnlichen" Ausgangslage: Ende 27, Studium fertig... jetzt möchte ich erstmal arbeiten und das Leben genießen... ohne Kinder und teure Immo-Verpflichtungen. Ich bin in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und meine Studienzeit war auch von Armut geprägt: ich hatte nie was und konnte mir nie was leisten. JETZT möchte ich das Leben genießen und mir nicht sofort wieder die nächsten potentiellen Armutsgaranten (Kinder + Immo) aufbürden... wobei das sicherlich von der Ausgangssituation abhängt: wenn man aus guten Verhältnissen kommt und die Kindheit und Adoleszenz sorgenlos genossen hat, dann ist man wohl bereit für den nächsten Schritt.

Alter Sack
2014-03-31, 20:18:06
Was mir halt Sorgen machen würde: wenn man sich mit 27 (+ Kinder) ein Haus finanziert, dann ist man da frühstens mit 50 raus... Und mit über 50 ist man doch auch schon fast wieder ein alter Mann und das Leben ist vorbei ;(

Ich bin gerade in einer "ähnlichen" Ausgangslage: Ende 27, Studium fertig... jetzt möchte ich erstmal arbeiten und das Leben genießen... ohne Kinder und teure Immo-Verpflichtungen. Ich bin in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und meine Studienzeit war auch von Armut geprägt: ich hatte nie was und konnte mir nie was leisten. JETZT möchte ich das Leben genießen und mir nicht sofort wieder die nächsten potentiellen Armutsgaranten (Kinder + Immo) aufbürden...

Also bei uns war´s so, dass nie die richtige Zeit für Kinder war und jetzt mit 36 wollen wir auch keine mehr (14 Jahre verheiratet!!!).
Dafür haben wir die letzten 12 Jahre ordentlich Karriere gemacht und was Urlaub, Essen gehen usw. angeht so richtig die Sau raus gelassen.
Mittlerweile habe ich schon so viel gesehen und teure Urlaube sind mir nicht mehr ganz so wichtig.
Aber gerade weil ich schon einiges von der Welt gesehen habe, kommt ein Haus hier in Deutschland (ohne Kinder) für uns nicht in Frage.
Viel interessanter wäre es z.B. in der USA. z.B. in Palm Springs / Kalifornien. Dort hat man immer angenehmes Wetter, ist in 4 Stunden in Vegas, in 2 Stunden in L.A. oder in 3 Stunden in Mexiko.
Die haben in Palm Springs diese riesigen Wohnanlagen mit Tennisplätzen, Pools usw. für Rentner. Sowas stelle ich mir fürs Alter vor... aber doch sicherlich nicht in irgendeinem abgerockten 35 Jahre alten Haus hier in Deutschland ;) .

ALTAY
2014-03-31, 21:21:16
daFuck... ist das ein echtes Pferd? :freak:

EDIT: Joaa, sieht ganz nice aus ;)

Geil - Hab ich mich auch gerade gefragt. :)

@Alter Sack

Du hast das Glück relativ im "Grünen" zu wohnen, weisst du wie die Wohnungen in Ballungsgebieten aussehen? Da ist nichts mit riesigen Gärten und Pferden vor der Tür - Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen, natürlich kostet ein Haus mehr als eine Wohnung, aber wenn man es sich leisten kann, warum soll man in einem Haus wohnen.
Für die Gartenarbeit und das Putzen kann man sich "Hilfen" engagieren, das kostet nicht die Welt und auf ein Auto muss man auch nicht verzichten - Gibt genug Hausbesitzer mit dicken Autos, wogegen ein
1er BMW eher spartanisch aussieht....

Kenne auch viele Hausbesitzer, die gerne im Garten arbeiten - Selbst Millionäre arbeiten im freiwillig im Garten, eben um vom Alltag abzuschalten und weil es ihnen Spaß macht.........und da steht kein Fiat Panda vor der Tür, weil das Geld nicht mehr reicht. :D

Pinoccio
2014-03-31, 21:29:59
Ja klar, aber da schiebe ich dem Vermieter locker 800-1000€ in den Rachen.Wenn du mit 0% Eigenkapital und 800€ monatlich ein ordentliches Haus baust, dann bekommt die Hälfte* vom Geld die Bank. Ist das besser?

* Pi mal Daumen. Beim aktuellen Zinsniveau eher etwas weniger.

mfg

GSXR-1000
2014-03-31, 21:39:49
Quatsch - Vollfinanzierungen sind auch mit mittleren Einkommen problemlos möglich, wenn die Raten entsprechend gesetzt sind.

3800 Euro /netto reichen locker für eine Vollfinanzierung einer 250.000 Euro Immobilie.


Aeh.
der TS hat aber keine 3.800 netto bei einem Jahreseinkommen von 50 TEUR.
Mal hochgerechnet was fuer ein Jahresbrutto du benötigst fuer ein Monatsnetto von 3.800 EUR?
Kleiner Tipp: Kindergeld und ähnliches zaehlen nicht zu dem fuer die Bank relevantem Netto... ebenso ist die Zahl der Unterhaltsberechtigten Personen sehr relevant.
Im Übrigen: Um einen unbesicherten Kredit von 250.000 Eur zu bekommen, zahlst du auch entsprechende Zinsen. Zudem ist die Zinsbindung maximal 10 Jahre... spekulierst du darauf das die Zinsen in 10 Jahren ebenfalls so niedrig sind?
Milchmaedchenrechnung. ABer heftig.
Zudem wird dir die Bank in dieser Konstellation zu recht die Frage stellen, warum es dir nicht moeglich war bisher Rücklagen zu bilden, und dir nahelegen erstmal 3-5 Jahre Rücklagen zu bilden.
An dieser Art der Kredite sind die Banken momentan naemlich garnicht so interessiert, da die hohe Risikobewertung ein vielfaches des Kreditbetrages für andere, risikolosere Kredite bindet und die notwendige eigenkapitalbesicherung durch die Bank in die hoehe treibt.

GSXR-1000
2014-03-31, 21:44:34
Hier mal eine Beispielrechnung.
Summe, die auf Kredit aufgenommen wird: 250.000€
Eff. Jahreszins: 2,88€
Laufzeit: 25 Jahre (=Tilgung: 2%)
Monatsrate: derzeit ca. 1000€ (eff. Jahreszins: 2,88%)

(siehe Screenshot unten)

!
Du wirst bei einem Kredit OHNE jedwede sicherheit keine 2,88% effektivzins bekommen. Ebenso vergisst du die bei einer solchen Finanzierung zwingend gebotene Kreditausfallversicherung bei der Berechnung. Dafür kannst du mindestens nochmal 2% draufrechnen. Und zwar reine kosten.
Was für mich einfach der entscheidende Punkt ist:
Wer in dieser Runde kann 25+ Jahre vorraussagen a) durchgaengig zu mindestens den kalkulierten Konditionen beschäftigt zu sein, b)in der gleichen Gegend beschaeftigt zu sein c) niemals geschieden zu werden (das ist in der konstellation nahezu immer das ende... mit schulden fuer beide) d) niemals längerfristig zu erkranken und e) gerade wenn schon kinder vorhanden sind, wie stellt ihr euch vor, dann noch zusätzlich ein Studium vielleicht zu schultern?

Ausserdem vergessen sehr sehr viele Leute die Zinsbindungsfrist. Jetzt mag das fuer die naechsten 10 Jahre verlockend erscheinen... aber 1, 1.5 oder 2% mehr ist plötzlich ein sehr anderer schnack und geht sehr schnell. Zumal deine Verhandlungsposition gegenüber der Bank gerade am Anfang der Finanzierungszeit (und da ist man noch nach 10 Jahren) eine denkbar schlechte ist... du musst fast nehmen was man dir bietet. Das ist das kalkül dahinter.

Lethargica
2014-03-31, 21:56:17
Nicht von den Lockangeboten ala 1,84% eff. auf 10 Jahre blenden lassen.

Das sind meist Volltilgungen mit einem Beleihungswert von max. 60% und entsprechenden Sicherheiten. Bei der derzeitigen Zinslage würde ich auch nicht nur auf ein Annuitätendarlehen mit 10 Jahren Laufzeit setzen. Gibt ja genug langfristige und flexible Alternativen.

Morale
2014-03-31, 22:37:13
Alter Sack = MGeee
Thanks, der Nick wollte mir nicht einfallen, aber als er von seinem understatement 1er BWM gelabbert hat wußte ich gleich, den kennste doch.

ALTAY
2014-03-31, 22:44:38
Nicht von den Lockangeboten ala 1,84% eff. auf 10 Jahre blenden lassen.

Das sind meist Volltilgungen mit einem Beleihungswert von max. 60% und entsprechenden Sicherheiten. Bei der derzeitigen Zinslage würde ich auch nicht nur auf ein Annuitätendarlehen mit 10 Jahren Laufzeit setzen. Gibt ja genug langfristige und flexible Alternativen.

Den Zinssatz gibt's nicht einmal bei 20% Beleihung und 5 Jahren Bindung. ;)

myMind
2014-03-31, 22:48:27
Musst halt in den Norden ziehen :D

ZB sowas wird bei mir um die Ecke verkauft: http://www.immonet.de/angebot/22935412?drop=lp

Ist jetzt keine Villa, aber man könnte gut mit seinen Kindern drin wohnen - was kostet sowas bei euch?
Oder ein Haus in Brandenburg (http://www.radioeins.de/programm/sendungen/der_schoene_morgen/horst_evers/haus_in_brandenburg.html) :smile:

kiss
2014-03-31, 23:03:15
vielleicht verrät uns der TS ja mal welche Gegend es ungefähr ist, dann kann man auch den Preisspiegel ungefähr abschätzen...

Bad Oeynhausen! :freak:

kiss
2014-03-31, 23:24:21
Ich glaube jeder versteht etwas anderes zum Thema Eigenheim.


Wir haben eine Doppelhaushälft von 2000 mit 120qm und vier Zimmer für 120.000€ VHB gefunden. Müsste man einmal grob renovieren und dann wäre es gut. Das Haus liegt zwar direkt an einer recht gut befahrenen Straße, aber wäre mit Garten und Dachboden wäre auch noch ausbaubar.

Im Moment haben wir 84qm, 3 Zimmer, keinen Garten, keinen Balkon und viel befahrener Hauptstraße. Es gibt auch kaum Wohnungen mit mehr als 3 Zimmer und wenn dann kosten die locker 800@ oder mehr im Monat.

Thor1987
2014-03-31, 23:59:02
Ich glaube jeder versteht etwas anderes zum Thema Eigenheim.


Wir haben eine Doppelhaushälft von 2000 mit 120qm und vier Zimmer für 120.000€ VHB gefunden. Müsste man einmal grob renovieren und dann wäre es gut. Das Haus liegt zwar direkt an einer recht gut befahrenen Straße, aber wäre mit Garten und Dachboden wäre auch noch ausbaubar.

Im Moment haben wir 84qm, 3 Zimmer, keinen Garten, keinen Balkon und viel befahrener Hauptstraße. Es gibt auch kaum Wohnungen mit mehr als 3 Zimmer und wenn dann kosten die locker 800@ oder mehr im Monat.
das is an sich ok 120.000 für 14jahre..man sagt ja ein Haus verliert durchschnittlich in 10 Jahren nur die hälte an Wert (Inflationsbereinigt)

so mit wird ungefähr 240.000€ Neu gekostet haben...also ist normaler Wert für das Alter

ALTAY
2014-04-01, 00:00:13
das is an sich ok 120.000 für 14jahre..man sagt ja ein Haus verliert durchschnittlich in 10 Jahren nur die hälte an Wert (Inflationsbereinigt)

so mit wird ungefähr 240.000€ Neu gekostet haben...also ist normaler Wert für das Alter

Wo hast du denn diesen Humbug her - Und bei Kauf einer 100-jährigen Stadtvilla gibt es dann noch Geld hinzu?

Lethargica
2014-04-01, 06:11:22
Den Zinssatz gibt's nicht einmal bei 20% Beleihung und 5 Jahren Bindung. ;)

War ne recht groß angelegte Werbeaktion der Commerzbank (oder wars die Postbank?) vor ca 1-2 Monaten.

medi
2014-04-01, 06:11:24
Thanks, der Nick wollte mir nicht einfallen, aber als er von seinem understatement 1er BWM gelabbert hat wußte ich gleich, den kennste doch.

Und was tut das zur Sache? Als kinderloser macht es nunmal keinen Sinn sich irgendwo fest nieder zu lassen. Da kann man flexibel sein. Zum Beispiel billig zur Miete wohnen, ordentlich Kohle zurück legen und sich ab 50 irgendwo anders auf der Welt in den Ruhestand versetzen.
Das können sich meine Kollegen (alles Familienväter und frische Hausabzahler) und ich (nur ein Balg allerdings kostet das momentan auch ein kleines Vermögen :frown: ) nie leisten.
Ich persönlich würde mir auch kein Haus irgendwo hinstellen. Die monatliche Belastung wäre mir zu heftig und wenn man flexibel sein muss ist es ein Klotz am Bein.
Was ich mir vorstellen könnte ist mal ne Wohnung zu kaufen. Denn sowas wird man zur Not auch wieder los oder kann sie weiter vermieten.
Aber ein Haus? Never!
Seh es doch bei meinen Eltern und Schwiegereltern. Die Häuser sind jetzt beide zw. 30 und 35 Jahren alt und seit ich denken kann war immer was dran zu machen. Ich selbst habe Monate meines Lebens ins Rasenmähen gesteckt ... mit 10 fand ich das noch toll. Seit ich 12 war habe ich es gehasst. Alle 2 Wochen 3h am Wochenende Rasen gemäht. Plus jede Woche 1h Unkrautbkämpfung. Was ne Zeitverschwendung!
Ich krieg schon Plaque wenn ich nur dran denke, dass meine bessere Hälfte unbedingt nen Kleingarten für das Kind haben will. Ich hab ihr gleich gesagt, dass ich mich darum nicht kümmern werde! Habe andere Hobbies als Unkraut zupfen, Blumen gießen und Rasen mähen.
Wenn ich Natur will fahre ich zum Wandern in den Odenwald oder Taunus oder gleich in den Urlaub. Mehr muss nicht sein.

Vader
2014-04-01, 06:47:02
Komisch, ich habe fast nur noch Hausbesitzer im Freundeskreis (im örtlichen Umfeld ist es sogar jeder) und die Leute bekommt man nur gewaltsam aus den Garten.

Ich fang jedenfalls am Sa. mit meiner Terrasse an, 56m² aus nicht umweltgerechtgeschlagenen Tropenholz - ich freu mich auf die Arbeit :D

Stormtrooper
2014-04-01, 07:57:47
das is an sich ok 120.000 für 14jahre..man sagt ja ein Haus verliert durchschnittlich in 10 Jahren nur die hälte an Wert (Inflationsbereinigt)

so mit wird ungefähr 240.000€ Neu gekostet haben...also ist normaler Wert für das Alter

Du verwechselst das aber jetzt nicht mit nem Auto, oder?
Da trifft deine Rechnung schon eher zu.

WTC
2014-04-01, 08:03:40
das is an sich ok 120.000 für 14jahre..man sagt ja ein Haus verliert durchschnittlich in 10 Jahren nur die hälte an Wert (Inflationsbereinigt)

so mit wird ungefähr 240.000€ Neu gekostet haben...also ist normaler Wert für das Alter

Hier gewannen die Häuser in 14 Jahren fast mehr als das doppelte an Wert, weiss nicht wo du wohnst :biggrin::biggrin:

Surrogat
2014-04-01, 09:53:56
Häuser verlieren nicht an Wert, sie gewinnen dazu, gerade seit einigen Jahren wegen der Immoblase extrem

Was den Garten angeht, das sieht man mit ganz anderen Augen sobald er einem selbst gehört, da kann man sich dann regelrecht selbst verwirklichen
Auch wenn ich manchmal stöhne, letztlich ist es einfach geil zu sehen wie alles wächst und Rasenmähen ist nun heutzutage auch kein Ding mehr, gegen Unkraut hilft das gute Profi-Abflammgerät bestens und macht noch dazu Spass :upara:

Im übrigen kann man den Wuchs der Pflanzen mit entsprechender Düngung ganz gut steuern wenns einem wirklich zu viel wird

Der wichtigste Grund für was eigenes ist aber was ganz anderes für mich, nämlich das Gefühl irgendwo eine feste Heimat zu haben, dieses Gefühl hatte ich in Mietwohnungen eigentlich nie.
So weiß man aber wo man hingehört. Im übrigen halte ich es heutzutage sowieso für ein Unding diesen typisch arbeitgebergetriebenen Umzugswahnsinn so zu hypen, man muss auch mal irgendwo sesshaft werden, alleine schon wegen der Kinder

jxt666
2014-04-01, 10:02:31
Ich finds teilweise witzig wie hier die Hausbesitzer die keine 1.800 monatlich abzahlen und gleichzeitig 8.000 netto mit 25 verdienen runtergemacht werden, bzw. von einem Kauf extrem abgeraten bekommen :D

Also wir haben zu zweit auch um die 3.700 netto, davon zahlen wir das Haus ab, verköstigen und vergnügen 1 Kind, zahlen alle Nebenkosten und machen noch genug am Haus (was ja bei Bj. 83 klar nötig ist). Nebenbei haben wir nen recht neuen 6er Golf Plus und nen E91 BMW sowie nen 50er Roller für den Papa :D und wir fahren jedes Jahr einmal in Urlaub. Wir gehen mit Freunden Essen, kaufen nicht beim C&A ein und nur aus Bock mal beim Discounter.

Mal ehrlich: Man kann doch Lebensqualität nicht gleichsetzen mit 5 x im Jahr teurer Urlaub, 10 x im Monat Essen gehen und sich alles kaufen was man will - dafür aber in ner 3 Zimmer 60 qm Klitsche sitzen und nur 400 Euro Miete latzen!? Ha geil, dafür kann ich mir nen neuen BMW kaufen und wenn ich grillen will nutze ich die blöden Hausbesitzer bei mir im Bekanntenkreis aus, die haben ja nen Garten in dem sie ungewollt schuften müssen. Überspitzt formuliert - aber so kommt das rüber.

Wenn einer arbeitslos wird, krank wenn wenn wenn blablub! Das kann jeden in seiner Mietswohnung auch treffen, und wie zahlt der dann die Miete und alles Weitere? Vor allem die Raten für seinen dollen neuen BMW (Neuwagen zu kaufen ist eh das größte Verlustgeschäft aller Zeiten ;))

Sven77
2014-04-01, 10:06:05
Da frage ich mich aber was deine Butze gekostet hat ;)

/dev/NULL
2014-04-01, 10:11:54
Das kommt ganz klar auf die Gegend an. In Berlin/Köln/München/*wachsendeGroßstadt* wird der Immobilienpreis eher steigen. Sucht man in der uckermark ist das vermutlich anders..

War vor 2 Wochen bei Chemnitz.. da gibt es ganz Häuser für 15k und auch der Bodenpreis (40€/qm erschlossen) ist ein Witz gegenüber den Preisen bei mir in der Gegend >300€/qm

Aber wer will da wirklich hin?

Zum Thema: ich würde Vollfinanzierung nicht machen, wäre mir zu heiß mit Arbeit/Frau/Belastung.
Kurze Immoscout Suche zeigt viele Wohnungen in/um Bad Oeynhausen mit >90qm und <800€ KM -> Ich würde sparen und später schauen.

Surrogat
2014-04-01, 10:16:59
War vor 2 Wochen bei Chemnitz.. da gibt es ganz Häuser für 15k

15K? Das ist ja nichtmal der Materialwert der Betondecken :rolleyes: oder redest du von BJ < anno 1900

Kurze Immoscout Suche zeigt viele Wohnungen in/um Bad Oeynhausen mit >90qm und <800€ KM -> Ich würde sparen und später schauen.

;D

/dev/NULL
2014-04-01, 10:41:00
15K? Das ist ja nichtmal der Materialwert der Betondecken :rolleyes: oder redest du von BJ < anno 1900

;D
Bad Oeynhausen war doch Wohnort des TS?

und ja das sind natürlich die Bruchbuden aus weit vor dem ersten Weltkrieg..
http://www.immobilienscout24.de/expose/72753017
http://www.immobilienscout24.de/expose/73942975

gibt sogar was für unter 10k...

Aber so sind halt Angebot und Nachfrage..

Wenn ich da wohnen würde (müsste) fände ich sowas ja echt cool: http://www.immowelt.de/immobilien/immodetail.aspx?id=23420611

pest
2014-04-01, 10:53:44
Häuser verlieren nicht an Wert, sie gewinnen dazu, gerade seit einigen Jahren wegen der Immoblase extrem


das eine ist der Preis der durch sinkende Zinsen getrieben wird, da mehr Menschen Geld haben. Das andere der Wert.

Sven77
2014-04-01, 11:00:46
das eine ist der Preis der durch sinkende Zinsen getrieben wird, da mehr Menschen Geld haben. Das andere der Wert.

Eben.. da darf man sich nix drauf einbilden, wenn die Zinsen steigen fällt der Preis fürs Häuschen schnell wieder ins bodenlose..

Stormtrooper
2014-04-01, 11:01:29
Häuser verlieren nicht an Wert, sie gewinnen dazu, gerade seit einigen Jahren wegen der Immoblase extrem


Na ganz so einfach kannst das nicht sehen.
Der Wert der Häuser wird immernoch von Angebot und Nachfrage bestimmt und nicht durch den Materialwert.
Sicher kannst du für jedes Haus jeden Preis verlangen, aber in der falschen Wohngegend kann es durchaus und wird es auch passieren, dass dein Haus nach der Fertigstellung 10.000-50.000 € weniger wert ist, als du bezahlt hast.
Ganz einfach aus dem Umstand herraus, wenn genug Baugrund vorhanden ist, baut man lieber gleich selber und hat es so wie man will und neu als wenn man gebraucht kauft.

jxt666
2014-04-01, 11:14:24
Da frage ich mich aber was deine Butze gekostet hat ;)

Wir haben wie gesagt 170.000 aufgenommen ;) Rest kam aus Erspartem für die Renovierung.

Vader
2014-04-01, 11:14:47
Für mich ist der spätere Wert der Bude absolut uninteressant - man lebt doch jetzt, Lebensstandard unzo :D

Vader
2014-04-01, 11:17:12
Na ganz so einfach kannst das nicht sehen.
Der Wert der Häuser wird immernoch von Angebot und Nachfrage bestimmt und nicht durch den Materialwert.
Sicher kannst du für jedes Haus jeden Preis verlangen, aber in der falschen Wohngegend kann es durchaus und wird es auch passieren, dass dein Haus nach der Fertigstellung 10.000-50.000 € weniger wert ist, als du bezahlt hast.
Ganz einfach aus dem Umstand herraus, wenn genug Baugrund vorhanden ist, baut man lieber gleich selber und hat es so wie man will und neu als wenn man gebraucht kauft.

Schon mal selbst gebaut? Gibt genug Leute die dem bewusst aus dem Weg gehen - außerdem sind viele Häuser ja so teuer geworden, weil kein Baugrund mehr vorhanden ist.

pest
2014-04-01, 11:32:20
Für mich ist der spätere Wert der Bude absolut uninteressant - man lebt doch jetzt, Lebensstandard unzo :D

ich fahre lieber 5xmal in den Urlaub :D

nee Spaß beseite - das scheint, wenn ich mich im Freundeskreis umschaue, ein "Generationsproblem" zu sein. Sicherheit geht vor!
Lieber ein Haus in der Pampa , die Kinder auf ne Dorfschule schicken und immer aufs Auto angewiesen zu sein, als zentral zu wohnen und flexibel zu sein.

Was weiß ich, was in 15 Jahren ist. Für mich ist diese Vorstellung der Tod. Nächstes Jahr will ich z.B. mal 6 Monate nach Schweden o.Ä.

Stormtrooper
2014-04-01, 12:04:36
Schon mal selbst gebaut? Gibt genug Leute die dem bewusst aus dem Weg gehen - außerdem sind viele Häuser ja so teuer geworden, weil kein Baugrund mehr vorhanden ist.

Selbst gebaut nicht.
Erst ne ETW gekauft und letztes Jahr ne DHH.

Vader
2014-04-01, 12:11:08
Was für Chancen hat man denn mit Kindern und Partner Urlaub zu machen?

Die Kinder haben x Ferientage im Jahr, die Eltern y und z.
y und z ergibt zusammen aber gerade mal x.

D.h. man kann nicht alle Ferien im Jahr gemeinsam als Familie genießen, ein Elternteil muss immer arbeiten.
Daher 1x im Jahr in den gemeinsamen Urlaub, wenn beide Eltern berufstätig sind.
Früher war ich auch öfters weg aber ich hab mich ja bewußt für Kinder entschieden.

Lethargica
2014-04-01, 13:39:15
ich fahre lieber 5xmal in den Urlaub :D

nee Spaß beseite - das scheint, wenn ich mich im Freundeskreis umschaue, ein "Generationsproblem" zu sein. Sicherheit geht vor!
Lieber ein Haus in der Pampa , die Kinder auf ne Dorfschule schicken und immer aufs Auto angewiesen zu sein, als zentral zu wohnen und flexibel zu sein.

Was weiß ich, was in 15 Jahren ist. Für mich ist diese Vorstellung der Tod. Nächstes Jahr will ich z.B. mal 6 Monate nach Schweden o.Ä.

Allein schon wegen den völlig verschiedenen Lebensvorstellungen wird die hier geführte Diskussion pro und contra Haus nie zu einem Ergebnis führen.

Ich versteh auch nicht, warum hier manche glauben, ihren Lebensstil als den einzig Richtigen darstellen zu müssen :freak:

@ TS

Ich würde mir in deiner Situation wirklich gut überlegen, ob du wirklich bauen WILLST, speziell vor dem Hintergrund, dass es bis jetzt ja wohl nie ein großes Thema war (Stichwort 0 Eigenkapital).

Mit den Eigenleistungen ist das auch so ne Sache. Zum einen sollte man wirklich wissen, was man selbst machen kann (und darf), zum anderen ist auch der zeitliche Aspekt nicht zu vernachlässigen. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung (jeden Tag 8Std. Arbeit + 4 Std. Bau), dazu noch jeden Samstag, Ferien usw. arbeiten kann schon stark an die Substanz gehen.

ezzemm
2014-04-01, 13:45:00
Rein renditeorientiert wird wohl der Mieter am Ende seines (Arbeits-)lebens mehr Geld gemacht haben, als der Häuslebauer. Aber nach diesem Kriterium habe ich ich nicht entschieden, ob ich bauen soll oder nicht. Vielmehr ist das eigene Haus samt Garten an sich ein Hobby. Und dann ist es keine lästige Tätigkeit den Rasen zu mähen, sondern eine willkommene Gelegenheit etwas Zeit im Freien zu verbringen.

pest
2014-04-01, 13:49:06
also in meinem Fall geht es nicht um die Propagation eines Lebensstils, sondern um objektive Sichtweisen.

Einige scheinen jegliche Vernunft bzgl. Alternativen zu verlieren, sobald sie das erste eigene Stück Erde in der Hand halten.

Haus ist doch i.O., aber dann doch bitte eine Stadtvilla mit ordentlich Grün :smile: - meine Eltern bemieten so ein Ding - wirklich toll

Aber nicht am Stadtrand mit 1,5-2h Fahrzeit jeden Tag und die Kinder in eine Trottelschule stecken - bzw. die auch noch wegen jedem Pups durch die Gegend kutschieren
Oder zwischen 3 andere Häuser gequetscht weil, ja weil man ein Haus will...und ich dem Nachbar beim Grillen die Klinke in die Hand gebe

Vader
2014-04-01, 14:02:54
Rein renditeorientiert wird wohl der Mieter am Ende seines (Arbeits-)lebens mehr Geld gemacht haben, als der Häuslebauer. ....

Da wäre ich mir nicht wirklich sicher, denn sicherlich ist eine 90m² Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus günstiger als ein freistehendes Einfamilienhaus mit 150m² - aber das sind Äpfel mit Birnen.

Miete doch mal ein Einfamilienhaus, da kommt man dann auch schnell in den 4stelligen Bereich.

Annator
2014-04-01, 14:16:09
Ein Haus ist ein Luxusgegenstand.

Wenn man ein Haus kauft ist es mit dem Kauf nicht erledigt. Man muss in laufe der Jahre "viel" Geld reinstecken in Dinge die man gerade bei einer Vollfinanzierung wahrscheinlich noch nicht einmal abbezahlt hat. Wenn man natürlich alles so lässt wie man es gebaut hat dann lohnt sich bauen/kaufen vor mieten. Sonst nicht. Viel Spaß mit der grünen Badezimmerausstattung der 70er oder der Ölheizung.

Man muss sich wirklich distanzieren bei einem Kauf von dem Gefühl was für seine Rente oder seinem Geldbeutel getan zu haben. Die Vorteile liegen woanders.

Gerade in der Selbsverwirklichung ist ein eigenes Haus etwas sehr erfüllendes ganz abgesehen vom Lebensgefühl.

Jeden Bankberater der einem vorrechnet wie viel mehr Wert die zu kaufende Immobilie mal sein wird sollte man meiden.

Zudem sollte man gerade bei Vollfinanzierung bei den jetzigen niedrigen Zinsen sich nicht 100% darauf verlassen, dass diese bei der Anschlussfinanzierung immernoch so niedrig sein werden. Das ist zocken und sollte einem Bewusst sein. Das kann sonst ein böses erwachen geben.

ezzemm
2014-04-01, 14:34:03
Da wäre ich mir nicht wirklich sicher, denn sicherlich ist eine 90m² Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus günstiger als ein freistehendes Einfamilienhaus mit 150m² - aber das sind Äpfel mit Birnen.

Miete doch mal ein Einfamilienhaus, da kommt man dann auch schnell in den 4stelligen Bereich.

Nun, die ganzen Rechner und Studien und was weiß ich was das ich im Vorfeld von meinem Bau gelesen habe, vergleichen meist eine Wohnung zur Miete bzw. zum Kauf. Wo dann meist der Mieter finanziell besser wegkommt.

Aber bei der ganzen Geschichte hat eh nicht der Taschenrechner entschieden. Für mich ist das eigene Haus die Lebensqualität die ich haben will, auch wenn sie finanziell nicht die sinnvollste Investition ist. Der für den ein fester Wohnsitz eher lästige Pflicht ist, für den ist das eher nix.

Surrogat
2014-04-01, 14:45:45
Was für Chancen hat man denn mit Kindern und Partner Urlaub zu machen?

Die Kinder haben x Ferientage im Jahr, die Eltern y und z.
y und z ergibt zusammen aber gerade mal x.

D.h. man kann nicht alle Ferien im Jahr gemeinsam als Familie genießen, ein Elternteil muss immer arbeiten.
Daher 1x im Jahr in den gemeinsamen Urlaub, wenn beide Eltern berufstätig sind.
Früher war ich auch öfters weg aber ich hab mich ja bewußt für Kinder entschieden.

same here..

Also das ein Haus Luxus pur ist, dürfte ja nun unbestritten sein, es ist in Summe einfach teurer als eine MIetwohnung, dafür bietet es je nach Bedarf und Nutzung eben auch mehr Möglichkeiten. Darüber zu streiten ist unsinnig.

Für mich persönlich liegt der größte Wert schlicht darin ein Stück dieser Erde zu besitzen das ich mein eigen nennen kann, hört sich sicher dumm an, befriedigt mich aber irgendwie...

Alter Sack
2014-04-01, 14:54:17
Geil - Hab ich mich auch gerade gefragt. :)

@Alter Sack

Du hast das Glück relativ im "Grünen" zu wohnen, weisst du wie die Wohnungen in Ballungsgebieten aussehen? Da ist nichts mit riesigen Gärten und Pferden vor der Tür - Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen, natürlich kostet ein Haus mehr als eine Wohnung, aber wenn man es sich leisten kann, warum soll man in einem Haus wohnen.


Korrekt - ein Pferd (deswegen gibt´s auch das Foto ;) ).

Wenn wir dahinziehen würden, wo wir hauptsächlich arbeiten, läge die Miete für ähnliche Wohnqualität sicherlich bei 800-1400€.

Bevor ich >600€ irgendwo als Miete abpresse, würde ich dann doch ehern was eigenes für 1000€ abfinanzieren.
Bei uns ist es halt so, dass wir eine überschaubare Miete haben und sich ein Kauf nicht wirklich rechnet und uns vom Platzbedarf her die 90qm ausreichen.


Für die Gartenarbeit und das Putzen kann man sich "Hilfen" engagieren, das kostet nicht die Welt und auf ein Auto muss man auch nicht verzichten - Gibt genug Hausbesitzer mit dicken Autos, wogegen ein
1er BMW eher spartanisch aussieht....


Das unsere 1er spartanisch (oder sagen wir besser unscheinbar) aussehen, ist gewollt, den für knapp 42T€ hätten viele wohl was protzigeres genommen. Ich liebe das Understatement und die Unauffälligkeit, die auch vor allem durch das mineralgrau kommt. Mein 1er ist aber bei näherer Betrachtung in keinster Weise spartanisch. Siehe hier (http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?p=10161754#post10161754). Die Kiste mit 184 PS gut motorisiert, hat quasi Vollaussattung inkl. 8-Stufenautomatik, 8,8 Zoll Business-Navi und vielem mehr. Habe heute Vormittag beruflich 220 KM bei dem schönen Wetter runtergespult und es bockt einfach, mal schnell auf 200 hochzuschießen und dann nur 3000rpm draufzuhaben, weil´s der Motor an Leistung hergibt. Dazu geile Musik mit der Harmon/Kardon-Anlage genießen... das ist auch Lebensqualität!
Der weiße (EZ02/2011) 1er meiner Frau ist genauso vollgepumpt mit Extras. Auch meiner Frau macht der Weg zur Arbeit deutlich mehr Spass, als mit ihrem alten Auto vorher.


Kenne auch viele Hausbesitzer, die gerne im Garten arbeiten - Selbst Millionäre arbeiten im freiwillig im Garten, eben um vom Alltag abzuschalten und weil es ihnen Spaß macht.........und da steht kein Fiat Panda vor der Tür, weil das Geld nicht mehr reicht. :D


Ist auch eine Art, Stress abzubauen, in der Natur zu sein und was sinnvolles zu machen. Würde mir vielleicht ähnlich gehen.
Mich würde ggf. eins stören: man muss (!) den Garten ja irgendwie in Schuss halten. Meine Schwiegereltern haben schon sehr lange keine Lust mehr, ihren schönen Garten (immerhin ca. 1600qm Gartenfläche) zu pflegen.

skanti
2014-04-01, 14:57:53
also in meinem Fall geht es nicht um die Propagation eines Lebensstils, sondern um objektive Sichtweisen.

Einige scheinen jegliche Vernunft bzgl. Alternativen zu verlieren, sobald sie das erste eigene Stück Erde in der Hand halten.

Haus ist doch i.O., aber dann doch bitte eine Stadtvilla mit ordentlich Grün :smile: - meine Eltern bemieten so ein Ding - wirklich toll

Aber nicht am Stadtrand mit 1,5-2h Fahrzeit jeden Tag und die Kinder in eine Trottelschule stecken - bzw. die auch noch wegen jedem Pups durch die Gegend kutschieren
Oder zwischen 3 andere Häuser gequetscht weil, ja weil man ein Haus will...und ich dem Nachbar beim Grillen die Klinke in die Hand gebe

und das ist eine objektive Aussage?

Wie erwähnt, diese objektive Lebenseinstellung ist nicht die einzige Wahrheit. Richtig ist, dass man für den Luxus eines Hauses anderen Luxus wie viele Reisen nicht immer haben kann.

Mir scheint es eher, dass hier die Sichtweise eines Städters zu tragen kommt, gerade zum Thema Trottelschule etc., der mir hier in Frankfurt doch sehr häufig begegnet. Selbtverwirklichung um jeden Preis, absolut nur auf das ausleben des eigenen Glückes bezogen. Daher auch nicht in der Lage jemanden zu verstehen, der sich eben für ein Haus entscheidet im Grünen mit allen Unwegsamkeiten.

Persönlich habe ich die Entscheidung getroffen zu bauen oder zu kaufen, dies wird in näherer Zukunft fest entschieden. Diese Entscheidung kommt aber aus meinem Egoismus.

Daher sollte die Finanzierung in diesem Fall sehr wohl geprüft und überlegt sein. Auf den ersten Blick erscheinen 800€ relativ wenig.
Mein Vorschlag, wenn der Wunsch eines Hauses derzeit akut wird, 1-3 Jahre Eigenkapital ansparen, damit ein kleines Polster an Sicherheit vorhanden ist, die Nebenkosten gedeckt sind und wenn dann immernoch der Wunsch nach einem Haus so groß ist, dann spricht nichts dagegen.

Alter Sack
2014-04-01, 15:24:46
Was mir halt Sorgen machen würde: wenn man sich mit 27 (+ Kinder) ein Haus finanziert, dann ist man da frühstens mit 50 raus... Und mit über 50 ist man doch auch schon fast wieder ein alter Mann und das Leben ist vorbei ;(

Ich bin gerade in einer "ähnlichen" Ausgangslage: Ende 27, Studium fertig... jetzt möchte ich erstmal arbeiten und das Leben genießen... ohne Kinder und teure Immo-Verpflichtungen. Ich bin in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und meine Studienzeit war auch von Armut geprägt: ich hatte nie was und konnte mir nie was leisten. JETZT möchte ich das Leben genießen und mir nicht sofort wieder die nächsten potentiellen Armutsgaranten (Kinder + Immo) aufbürden... wobei das sicherlich von der Ausgangssituation abhängt: wenn man aus guten Verhältnissen kommt und die Kindheit und Adoleszenz sorgenlos genossen hat, dann ist man wohl bereit für den nächsten Schritt.

Ging mir ähnlich. In wirklich sehr armen Verhältnissen groß geworden. Hintergrund war bei mir, dass meine Eltern in der ehem. DDR ein Haus hatten und dann mit uns ausgereist sind (in den Westen). Ab dem 12 Lebensjahr also vom Land mit eigenem Haus in die Stadt mit kleiner Wohnung. Meine Eltern hatten 35 DM die Woche, um eine 4-köpfige Familie durchzufüttern!
5 Mark Taschengeld,... im Monat!
Mit 16 bin ich in die Elektriker-Lehre gegangen und danach ziemlich schnell zur IT gekommen und auch weitergebildet (staatl. geprüfter Techniker, technische Informatik).
Ums kurz zu machen:
Ich habe zusammen mit meiner Frau auch in der Zeit zwischen 20 bis jetzt so richtig die Sau rausgelassen. Extrem teure Urlaube mit Business-Class Flügen, etc. gemacht und auch sonst wirklich sehr gut gelebt (Restaurants, etc.) und unsere Karrieren aufgebaut. Jetzt mit 36 ist alles soweit aufgebaut und es wäre auch genug Geld da, um ein Haus fast direkt zu kaufen.... nur jetzt wollen wir nicht mehr, weil wir die finanzielle Freiheit und auch den Feierabend genießen, den uns die günstige Mietwohnung und Kinderfreiheit bietet.
Ich kann jedem wirklich nur empfehlen, erstmal die Sau rauszulassen, sich mal die USA anzuschauen, vielleicht mal nach Dubai fliegen und vor allem auch mal chillen auf den Malediven im Wasserbungalow mit Privatpool (http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?p=10162867#post10162867).
Jetzt mit 36 haben wir das alles schon hinter uns (5x Malediven, 3x USA, 2x Dubai, usw usw usw) und aktuell reizt uns das alles nicht mehr so.
Für mich ist das Leben so, dass ich tatsächlich behaupten kann, bisher alles für mich richtig gemacht zu haben. Diagnose Krebs und nur noch 4 Wochen zu leben? Ich wüsste nicht, was nicht da noch nachzuholen hätte!
Wenn man auch mal gesehen hat, welche Lebensqualität woanders vorherrscht, überdenkt man vielleicht nochmal, ob der Sinn des Lebens darin besteht, seine eigene kleine Scholle hier in Deutschland für die nächsten 20-30 Jahre abzubezahlen und auf die Möglichkeiten, die einem das 21. Jahrhundert bietet, freiwillig zu verzichten, nur damit es der Bänker tun kann, der dir die Zinsen von monatl. 500€ oder deutlich mehr abknöpft.

skanti
2014-04-01, 15:26:38
Ging mir ähnlich. In wirklich sehr armen Verhältnissen groß geworden. Hintergrund war bei mir, dass meine Eltern in der ehem. DDR ein Haus hatten und dann mit uns ausgereist sind (in den Westen). Ab dem 12 Lebensjahr also vom Land mit eigenem Haus in die Stadt mit kleiner Wohnung. Meine Eltern hatten 35 DM die Woche, um eine 4-köpfige Familie durchzufüttern!
5 Mark Taschengeld,... im Monat!
Mit 16 bin ich in die Elektriker-Lehre gegangen und danach ziemlich schnell zur IT gekommen und auch weitergebildet (staatl. geprüfter Techniker, technische Informatik).
Ums kurz zu machen:
Ich habe zusammen mit meiner Frau auch in der Zeit zwischen 20 bis jetzt so richtig die Sau rausgelassen. Extrem teure Urlaube mit Business-Class Flügen, etc. gemacht und auch sonst wirklich sehr gut gelebt (Restaurants, etc.) und unsere Karrieren aufgebaut. Jetzt mit 36 ist alles soweit aufgebaut und es wäre auch genug Geld da, um ein Haus fast direkt zu kaufen.... nur jetzt wollen wir nicht mehr, weil wir die finanzielle Freiheit und auch den Feierabend genießen, den uns die günstige Mietwohnung und Kinderfreiheit bietet.
Ich kann jedem wirklich nur empfehlen, erstmal die Sau rauszulassen, sich mal die USA anzuschauen, vielleicht mal nach Dubai fliegen und vor allem auch mal chillen auf den Malediven im Wasserbungalow mit Privatpool (http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?p=10162867#post10162867).
Jetzt mit 36 haben wir das alles schon hinter uns (5x Malediven, 3x USA, 2x Dubai, usw usw usw) und aktuell reizt uns das alles nicht mehr so.
Für mich ist das Leben so, dass ich tatsächlich behaupten kann, bisher alles für mich richtig gemacht zu haben. Diagnose Krebs und nur noch 4 Wochen zu leben? Ich wüsste nicht, was nicht da noch nachzuholen hätte!
Wenn man auch mal gesehen hat, welche Lebensqualität woanders vorherrscht, überdenkt man vielleicht nochmal, ob der Sinn des Lebens darin besteht, seine eigene kleine Scholle hier in Deutschland für die nächsten 20-30 Jahre abzubezahlen und auf die Möglichkeiten, die einem das 21. Jahrhundert bietet, freiwillig zu verzichten, nur damit es der Bänker tun kann, der dir die Zinsen von monatl. 500€ oder deutlich mehr abknöpft.

die Aussage finde ich klasse, keine Weisheit, aber ein Hinweis.

Alter Sack
2014-04-01, 15:30:03
Zudem ist die Zinsbindung maximal 10 Jahre... spekulierst du darauf das die Zinsen in 10 Jahren ebenfalls so niedrig sind?
Milchmaedchenrechnung. ABer heftig.
...

Korrekt!
Gestern Abend in den Tagesthemen.
1. Satz: Deflation in den EU-Südstaaten, aber Draghi wird dei Leitzins (derzeit 0,25%) nicht weiter absenken.
2. Satz: bla bla bla
3. Satz Derzeit wird seitens der EU darüber nachgedacht, den Leitzins wieder anzuheben, um der Deflation entgegenzuwirken.

Wobei ich das nicht so recht verstehe:
Erst "billiges Geld" dank Nullzins-Politik (die alle Lebensversicherern Probleme bereitet!), um der Deflation entgegenzuwirken und dann Kehrwende: um der Deflation zu begegne sollen die Zinsen steigen. Sind die doof?!!!

Surrogat
2014-04-01, 15:35:31
Zudem ist die Zinsbindung maximal 10 Jahre... spekulierst du darauf das die Zinsen in 10 Jahren ebenfalls so niedrig sind?
Milchmaedchenrechnung. ABer heftig.

warum sollte die Zinsbindung nur 10 Jahre sein? Wer gut verhandelt kriegt weitaus längere Bindungen und das zu nur marginal höheren Prozentsätzen, überhaupt kein Problem!
Man kann sogar Bindungen bis zur kompletten Abzahlung vereinbaren, geht ganz einfach

prinz_valium
2014-04-01, 15:48:58
einer sache muss ich zustimmen. lage! lage! lage!

ich komme ursprünglich aus einem kleinen kaff. und wenn ich sehe, wie viele junge paare hier neubauen...
das ist zwar günstig und die können sich das auch leisten. aber so rein aus rendite aspekten würde ich das einfach nicht tun. da kann man eher was kaufen, oder sogar mieten.

ohne ek, suckt aber wirklich.
bei mieten verbrennst du geld. bei einem kredit verbrennst du geld.
da ist das eine nicht besser als das andere. allerdings hat nicht jeder 100k euro auf der hohen kannte, oder kann sich 100k zinfrei von der familie leihen.


vermögen aufbauen ist ganz am anfang nicht so leicht. und ganz zu anfagt gleich mit einer immobilie anfangen erst recht nicht. vermögen vermehren, wenn man schon welches hat, ist hingegen ziemlich gut machbar. und dann ist auch eine immobilie eine sehr gute sachen.

ich würde es aber trotzdem nur von 2 dingen abhängig machen. 1. was willst du? und 2. ist es machbar?


wenn beides mit ja beantwortet wird, dann tu es.

Surrogat
2014-04-01, 15:57:01
einer sache muss ich zustimmen. lage! lage! lage!

ich komme ursprünglich aus einem kleinen kaff. und wenn ich sehe, wie viele junge paare hier neubauen...
das ist zwar günstig und die können sich das auch leisten. aber so rein aus rendite aspekten würde ich das einfach nicht tun. da kann man eher was kaufen, oder sogar mieten.

Wahrscheinlich denkt kaum einer der baut daran, das er das Haus zeitnah wieder verkaufen will. Ich meine das ist doch nicht der grund sich ein Haus zu bauen, das man es bald wieder abstößt.
So gesehen kann es einem doch egal sein ob die Lage anderen gefällt, solange man selbst damit klar kommt.

Zudem, 1A Lagen gibt es eigentlich nur noch selten freie und diese sind dann eben begehrt und damit teuer. Wenn man die Kohle für tolle Lagen hat, dann hat man doch sowieso kein problem.

Alter Sack
2014-04-01, 15:57:36
...
Seh es doch bei meinen Eltern und Schwiegereltern. Die Häuser sind jetzt beide zw. 30 und 35 Jahren alt und seit ich denken kann war immer was dran zu machen. Ich selbst habe Monate meines Lebens ins Rasenmähen gesteckt ... mit 10 fand ich das noch toll. Seit ich 12 war habe ich es gehasst. Alle 2 Wochen 3h am Wochenende Rasen gemäht. Plus jede Woche 1h Unkrautbkämpfung. Was ne Zeitverschwendung!
...


So ging´s meiner Frau auch: rasen mähen usw. bei 1600qm Garten und füher haben die Leutz ja auch noch die Kartoffeln selber gemacht!
Sie sagte mir nur, dass SIE den keinen Rasen mäht, wenn ich unbedingt ein Haus will (will ich ja bekanntlich aber nicht :) ).


Ich krieg schon Plaque wenn ich nur dran denke, dass meine bessere Hälfte unbedingt nen Kleingarten für das Kind haben will. Ich hab ihr gleich gesagt, dass ich mich darum nicht kümmern werde! Habe andere Hobbies als Unkraut zupfen, Blumen gießen und Rasen mähen.
Wenn ich Natur will fahre ich zum Wandern in den Odenwald oder Taunus oder gleich in den Urlaub. Mehr muss nicht sein.

Korrekt. Lieber mal im Januar in die Sonne für ne Woche oder im Mai mal 1-2 Wochen in die Toskana. Da hat man auch mal einen Landschaftswechsel.

Habe irgendwo mal folgendes Zitat gehört: "Die Schwaben haben ja fast schon eine erotische Beziehung zu ihrer Scholle".

Alter Sack
2014-04-01, 16:00:19
Hier gewannen die Häuser in 14 Jahren fast mehr als das doppelte an Wert, weiss nicht wo du wohnst :biggrin::biggrin:

Abwarten. Steigende Zinsen und die Blase platzt!

Beispielsweise in den USA mit dersubprime Krise, wo anscheinend jeder Hartzer einen Hauskredit nachgeschmissen bekommen hat. Dann stiegen die Zinsen jetzt kannste bei den Amis günstig Eigenheime kaufen.

PHuV
2014-04-01, 16:04:19
Bei allem Jubel für Eigenheime: Man darf nicht vergessen, daß permanent in das Haus weiter investiert werden muß. Ich sage da nur sanitäre Anlagen, Dach, Fassade, Dämmung. Es braucht nur eine neue Bauvorschrift kommen, die Gemeinde auf einem Zubringer Kosten beschließen, und schon hat man auf einen Schlag Kosten von mehreren zehntausend Euro, die nicht so einfach durch einen neuen Kredit gedeckt werden können. Deshalb muß jeder Hausbesitzer auch permanent Rücklagen anlegen, wenn er nicht unverantwortlich handeln will. Es mag ja sein, daß die ersten Jahre noch gut gehen, aber ein Haus altert durch Benutzung und nutzt sich eben ab. Einige Leute denken, mit einem Kredit für den Hauskauf und die Renovierung sei alles getan, so ist es aber nicht.

Es gibt genug Familien, die sich mit dem Traum vom Eigenheim in den Ruin getrieben haben.

Alter Sack
2014-04-01, 16:08:08
Ich finds teilweise witzig wie hier die Hausbesitzer die keine 1.800 monatlich abzahlen und gleichzeitig 8.000 netto mit 25 verdienen runtergemacht werden, bzw. von einem Kauf extrem abgeraten bekommen :D

Also wir haben zu zweit auch um die 3.700 netto, davon zahlen wir das Haus ab, verköstigen und vergnügen 1 Kind, zahlen alle Nebenkosten und machen noch genug am Haus (was ja bei Bj. 83 klar nötig ist). Nebenbei haben wir nen recht neuen 6er Golf Plus und nen E91 BMW sowie nen 50er Roller für den Papa :D und wir fahren jedes Jahr einmal in Urlaub. Wir gehen mit Freunden Essen, kaufen nicht beim C&A ein und nur aus Bock mal beim Discounter.

Mal ehrlich: Man kann doch Lebensqualität nicht gleichsetzen mit 5 x im Jahr teurer Urlaub, 10 x im Monat Essen gehen und sich alles kaufen was man will - dafür aber in ner 3 Zimmer 60 qm Klitsche sitzen und nur 400 Euro Miete latzen!? Ha geil, dafür kann ich mir nen neuen BMW kaufen und wenn ich grillen will nutze ich die blöden Hausbesitzer bei mir im Bekanntenkreis aus, die haben ja nen Garten in dem sie ungewollt schuften müssen. Überspitzt formuliert - aber so kommt das rüber.

Wenn einer arbeitslos wird, krank wenn wenn wenn blablub! Das kann jeden in seiner Mietswohnung auch treffen, und wie zahlt der dann die Miete und alles Weitere? Vor allem die Raten für seinen dollen neuen BMW (Neuwagen zu kaufen ist eh das größte Verlustgeschäft aller Zeiten ;))

3800€ sind wohl die unterste Kante, wenn man 200.000€ abzahlen muss und dann noch halbwegs ordentlich leben zu können.
Dazu machst Du beim Haus mit Bj 83 auch sehr viel selbst.
Trotzdem finde ich es absolut richtig, wenn eine Familie sich ein eigenes Haus nimmt!
Ein Haus kann einem, wenn man Kinder hat und diese im Garten spielen können, sehr viel Lebensqualität und Glück bieten.


Für Kinderlose, wie wir, die auf Garten keinen Wert legen und zudem recht preiswert zur Miete wohnen, jedoch keinen Sinn.
Mal zum Vergleich: wir haben nach allen Abgaben, wie Autos, Miete, Versicherungen, Lebensmittel kaufen, Rente sparen, usw. immer noch mehr als 4000€ rein netto zur freien Verfügung und trotzdem kommt Wohneigentum aufgrund der damit verbundenen Abhängigkeiten nicht in Frage. Wenn man zu Zweit im Jahr knapp 50T€ zur freien Verfügung hat (Gesamtbrutto liegt bei ca. 110T€), bleibt genug für die Frührente (wenn man überhaupt aufhören will zu arbeiten) und auch für viele andere Dinge, die es auf der Welt zu sehen und zu erleben gibt.

Bad Oeynhausen war doch Wohnort des TS?

und ja das sind natürlich die Bruchbuden aus weit vor dem ersten Weltkrieg..
http://www.immobilienscout24.de/expose/72753017
http://www.immobilienscout24.de/expose/73942975

gibt sogar was für unter 10k...

Aber so sind halt Angebot und Nachfrage..

Wenn ich da wohnen würde (müsste) fände ich sowas ja echt cool: http://www.immowelt.de/immobilien/immodetail.aspx?id=23420611

Sorry, aber in diese abgerockten Wohn-Klos will doch keiner freiwillig einziehen. Da penn ich lieber unter der Brücke, um es mal überspitzt zu sagen :biggrin:

Allein schon wegen den völlig verschiedenen Lebensvorstellungen wird die hier geführte Diskussion pro und contra Haus nie zu einem Ergebnis führen.

Ich versteh auch nicht, warum hier manche glauben, ihren Lebensstil als den einzig Richtigen darstellen zu müssen :freak:


Vielleicht haben sich zukünftige Haus"besitzer (der Kasten gehört der Bank) noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt. Deshalb entsteht ja diese interessante Diskussion, bisher gottseidank weitestgehend ohne Anfeindungen. Ich hätte bei meiner Schreibe auch gedacht, dass es mehr Gegenwind gibt, aber anscheinend bin ich mittlerweile nicht mehr der Einzige, der Lebensqualität nicht mit Haus"besitzt" gleichstellt.

Commander Keen
2014-04-01, 16:13:07
Also langsam fängt es an zu nerven, mgeee. In jedem Thread die gleiche Leier wie toll du bist, wie toll dein Leben ist, usw. Geht nur leider völlig am Thema vorbei, denn die Kinder des TS sind nunmal schon da und danach muß er sich eben orientieren. Mal abgesehen davon, dass für viele Menschen Kinder auch das höchste persönliche Glück darstellen und kinderlose Paare sich im Alter zu Tode langweilen oder zig Katzen oder Hunde als Kompensation zulegen. Ist aber auch ein anderes Thema.

WTC
2014-04-01, 16:14:09
warum sollte die Zinsbindung nur 10 Jahre sein? Wer gut verhandelt kriegt weitaus längere Bindungen und das zu nur marginal höheren Prozentsätzen, überhaupt kein Problem!
Man kann sogar Bindungen bis zur kompletten Abzahlung vereinbaren, geht ganz einfach

Was habt ihr eigentlich als mit euren 10 Jahre Zinsbindungen? Habe in 10 Jahren ohne Sondertilgung von 180.000€ "nur" noch 120.000€ übrig, selbst wenn die Zinsen steigen sollten werde ich nicht viel mehr Belastung haben. Außerdem arbeitet die inflation für mich und nicht gegen mich.

Außerdem ist im eigenen Haus leben und auch am Haus zu arbeiten für MICH Lebensqualität pur, die Zufriedenheit gibt mir kein urlaub der Welt, wozu in die Welt fahren wenn ich es für MICH daheim am schönsten hab...

Alter Sack
2014-04-01, 16:20:43
Was habt ihr eigentlich als mit euren 10 Jahre Zinsbindungen? Habe in 10 Jahren ohne Sondertilgung von 180.000€ "nur" noch 120.000€ übrig, selbst wenn die Zinsen steigen sollten werde ich nicht viel mehr Belastung haben. Außerdem arbeitet die inflation für mich und nicht gegen mich.


Nach 10 Jahren sollte man schon langsam an kostspieligere Reparaturen denken und Geld parat halten. Ne Heizung kann da schnell mal 10T€ kosten, usw.
Wenn Du in 10 Jahren nur 60T€ abgezahlt hast, wieviel hast Du tatsächlich inkl. Zinsen gezahlt?

...

Für mich persönlich gab es noch einen weiteren gewichtigen Grund zu bauen: Das Eigenheim gilt als Altersvorsorge. Und da ich für meine Eltern wahrscheinlich früher oder später unterhaltspflichtig sein werde, werde ich den Sozialkassen wahrscheinlich weniger meines Einkommens für Pflegeaufwändungen etc. abtreten müssen. Bitte korrigiert mich wenn ich da falsch liege ^^


Wer soll Dir, wenn Du mal alt bist Dein Haus abkaufen?
wer alt ist, möchte ebenerdig wohnen oder besser noch eine Wohnung mit Aufzug haben.

Schau dir mal die Alterspyramide an. Da wird ersichtlich, dass der Bedarf an familiengerechten Einfamilienhäusern wohl ehern begrenzt ist, bzw. man in 20 Jahren da günstig was kaufen kann ;) :
http://www.es-rueck.de/resources/es/images_graphs/Alterspyramide_Deutschland.png

Wg. Pflegefall in der Familie:
Wichtiges Thema und da gilt es sich auch zu informieren, wie die Wirklichkeit aussieht und nicht, was man für Horrorstories irgendwo hört.
Auch größere Summen auf dem Sparkonto werden als Rente anerkannt.
Selbst bei hohem Einkommen wird nur ein kleiner monatl. Betrag fällig. Bei uns wären es monatl. für meine Eltern ggf. 200-350€, die ich zusätzl. zahlen müsste.

bleipumpe
2014-04-01, 16:44:01
Alter bedeutet ja nicht zwangsläufig Gebrechlichkeit, Rentner werden immer "fitter" (http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/843106/immer-fitter-100-jaehrige-deutschland-leben.html). Umbauten, z.B. Treppenlift oder angepasste Badezimmer und Wohnräume sind kein großes Problem. In Städten und deren Speckgürtel wird es zudem einen stetigen Bedarf an familiengerechten Häusern geben. Bestimmte Landstriche werden aber ohne Zweifel verlieren.

WTC
2014-04-01, 16:51:17
Nach 10 Jahren sollte man schon langsam an kostspieligere Reparaturen denken und Geld parat halten. Ne Heizung kann da schnell mal 10T€ kosten, usw.
Wenn Du in 10 Jahren nur 60T€ abgezahlt hast, wieviel hast Du tatsächlich inkl. Zinsen gezahlt?


1. sollte eine heizung länger als 10 Jahre halten, wozu gibts ersatzteile, da schmeiß ich doch bei einem defekt nicht die komplette Heizung raus, und wenn, gibts nur Punktuell Ersatz. Entschuldige, aber 10 jahre für ein haus ist ein Witz. Außerdem habe ich nirgends was davon geschrieben das ich auf halber Kante lebe. Nebenbei hab ich noch drei bausparverträge laufen die mir übrigends in 10 jahren schon 35.000€ fest für 2.6% versprechen...

2. ca. genausoviele Zinsen bezahlt in der Zeit wie abgetragen...

Alter Sack
2014-04-01, 16:54:35
Alter bedeutet ja nicht zwangsläufig Gebrechlichkeit, Rentner werden immer "fitter" (http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/843106/immer-fitter-100-jaehrige-deutschland-leben.html). Umbauten, z.B. Treppenlift oder angepasste Badezimmer und Wohnräume sind kein großes Problem. In Städten und deren Speckgürtel wird es zudem einen stetigen Bedarf an familiengerechten Häusern geben. Bestimmte Landstriche werden aber ohne Zweifel verlieren.

Wenn ich mir meine Schwiegereltern anschaue:
Ein leben lang gearbeitet, nur fürs Haus. Die sind mit mitte 60 schon komplett fertig und werden das Haus, sobald vorne die 93 jährige Oma tot ist verkaufen, um sich entweder eine kleine Eigentumswohnung zu kaufen oder einzumieten, oder direkt ins Altersheim.

Ich kenne aber auch eine >80 jährigen Kunden, der noch (trotz) Haus topfit ist. Er war Apotheker und musste daher nie körperlich arbeiten, oder hatte Geldprobleme.

Kommt wohl wirklich sehr darauf an, was man arbeitet oder verdient hat und vor allem ob man sein Haus mit viel Eigenleistung in Stand halten musste.

Meine eigenen Eltern (mit mitte 30 nicht mehr Hausbesitzer, sondern Mieter) sind mit 60 dagegen noch top fit. Die waren auch die letzten 20 Jahre extrem oft und lang im Urlaub (Camping) und legen sich bei jedem Sonnenstrahl an den See, der 15 KM entfernt ist.

Argo Zero
2014-04-01, 17:00:02
Grundsätzlich sollte man im Monat 1.000€ fürs Haus einplanen. Irgendwann ist immer was fällig und muss gemacht werden. Zwar lässt sich vieles selbst bewerkstelligen aber wenn der Heizungsmann kommen muss wirds eben teuer.

prinz_valium
2014-04-01, 17:14:32
Wahrscheinlich denkt kaum einer der baut daran, das er das Haus zeitnah wieder verkaufen will. Ich meine das ist doch nicht der grund sich ein Haus zu bauen, das man es bald wieder abstößt.
So gesehen kann es einem doch egal sein ob die Lage anderen gefällt, solange man selbst damit klar kommt.

Zudem, 1A Lagen gibt es eigentlich nur noch selten freie und diese sind dann eben begehrt und damit teuer. Wenn man die Kohle für tolle Lagen hat, dann hat man doch sowieso kein problem.

das wird interessant, wenn alle von den kindern (und es werden eh immer weniger) nicht mehr mit der lage zufrieden sind. dann bleibt nämlich nur noch verkaufen oder vermieten. darum geht es doch


wie hoch ist die chance bei einem kind? wie bei 2? wie bei 3 kindern?
was ist, wenn die alle ganz wo anders ihren lebensmittelpunkt haben oder haben wollen? dann vererbst du ein haus, was man nicht los wird.

wenn man ohne kinder baut, ist das vllt noch wichtiger.
wenn einem der redinte aspekt egal ist, kann man natürlich auch einfach da bauen, wo man wohnen will, ja
aber mir persönlich, wäre der schon sehr wichtig. und auch gerade dann, wenn ich mir die guten lagen leisten kann.

iDiot
2014-04-01, 17:43:56
Grundsätzlich sollte man im Monat 1.000€ fürs Haus einplanen. Irgendwann ist immer was fällig und muss gemacht werden. Zwar lässt sich vieles selbst bewerkstelligen aber wenn der Heizungsmann kommen muss wirds eben teuer.

An reinen erhaltungskosten?

Das ist viel zu viel.

Lethargica
2014-04-01, 21:10:00
Wenn ich mir meine Schwiegereltern anschaue:
Ein leben lang gearbeitet, nur fürs Haus. Die sind mit mitte 60 schon komplett fertig und werden das Haus, sobald vorne die 93 jährige Oma tot ist verkaufen, um sich entweder eine kleine Eigentumswohnung zu kaufen oder einzumieten, oder direkt ins Altersheim.

Ich kenne aber auch eine >80 jährigen Kunden, der noch (trotz) Haus topfit ist. Er war Apotheker und musste daher nie körperlich arbeiten, oder hatte Geldprobleme.

Kommt wohl wirklich sehr darauf an, was man arbeitet oder verdient hat und vor allem ob man sein Haus mit viel Eigenleistung in Stand halten musste.

Meine eigenen Eltern (mit mitte 30 nicht mehr Hausbesitzer, sondern Mieter) sind mit 60 dagegen noch top fit. Die waren auch die letzten 20 Jahre extrem oft und lang im Urlaub (Camping) und legen sich bei jedem Sonnenstrahl an den See, der 15 KM entfernt ist.

Wer für das Haus bis zur Rente buckeln muss, hat imho entweder zu spät angefangen, oder sich eben übernommen (Ich für meinen Teil rechne damit, das Haus bis Mitte/Ende 40 abgezahlt zu haben inkl. aller Rücklagen - und ich rede hier nicht von einer 200k€ Bude).

Und über den Versuch Eigenleistung beim Haus mit Gebrechlichkeit im Alter gleichzusetzen werde ich hier einfach mal schmunzeln ;)

ALTAY
2014-04-01, 22:41:56
An reinen erhaltungskosten?

Das ist viel zu viel.

Wenn man eine 300m² Villa sein Eigen nennt - Bzw. das Haus immer top-aktuell wie einen Neubau halten möchte. ;)
So teure Reparaturen stehen auch wieder nicht an, in einem Haus bis 40 Jahre sind die Wartungskosten in der Regel überschaubar, solange man nicht
gerade den Hausschwamm als Mitbewohner oder die Elbe als Nachbarn hat. :D

kiss
2014-04-05, 12:50:23
Wir haben uns heute eine Doppelhaushälfte für 119.000€ angeschaut.

Die DHH gefällt uns sehr gut. Am Montag war meine Frau schon da und hat es sich angeschaut.

Wir haben mit dem Makler gesprochen und er sagte das es mittlerweile ein Angebot über 114.000€ gibt.

Ist das wohl eine Masche des Maklers den Preis hoch zu halten?

Wir wollte eigentlich nur 105.000€ bieten.

Was sagt ihr?

maximum
2014-04-05, 12:56:57
Wir wollte eigentlich nur 105.000€ bieten.

Was sagt ihr?

Das sich unter Druck setzen lassen bei solchen Summen garantiert der falsche Weg ist. Biete die 105k und entweder ihr bekommt es, oder ihr sucht weiter.

Frank
2014-04-05, 22:40:05
Vielleicht haben sich zukünftige Haus"besitzer (der Kasten gehört der Bank) noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt. Deshalb entsteht ja diese interessante Diskussion, bisher gottseidank weitestgehend ohne Anfeindungen. Ich hätte bei meiner Schreibe auch gedacht, dass es mehr Gegenwind gibt, aber anscheinend bin ich mittlerweile nicht mehr der Einzige, der Lebensqualität nicht mit Haus"besitzt" gleichstellt.
Vermutlich ist ein Internetforum nicht der beste Platz, um Lebenspläne dieser Art zu diskutieren oder gar sich von anderen Personen Ideen überstülpen zu lassen. ;)

@kiss:
100% Finanzierung hin oder her aber bei einem Hausbau kommen Kosten wie Maklerprovision, Grunderwerbssteuer, Notar usw. auf Dich zu, welche man trotz Kredit in der Lage sein muss, vorzustrecken. Hauskauf ist da vermutlich die bessere Option. Außerdem schaue bitte nicht nur bei Internetportalen wie Immoscout & Co nach Häusern, Grundstücken usw., da dort meist nur das "übrig gebliebene" hinwandert.

kiss
2014-04-09, 09:07:13
Also wir hätten durch unsere Eltern ein Eigenkapital von ca. 10.000€. Danke :smile:

Ich war gestern bei der Volksbank und habe mir ein Finanzierungsangebot aufstellen lassen.

Als der Berater mir das Angebot zeigte habe ich mich extrem Erschrocken was den Zinssatz betrifft.... Volksbank 2,83% und KFW 2,53%. 10 Jahre

Ganz sauber sind die doch nicht oder? 10 Jahre beläuft sich im Moment unter 2%

Warum macht er uns so ein schlechtes Angebot?

Wurschtler
2014-04-09, 09:19:30
Warum macht er uns so ein schlechtes Angebot?

Zu wenig Eigenkapital.

GSXR-1000
2014-04-09, 09:26:44
Also wir hätten durch unsere Eltern ein Eigenkapital von ca. 10.000€. Danke :smile:

Ich war gestern bei der Volksbank und habe mir ein Finanzierungsangebot aufstellen lassen.

Als der Berater mir das Angebot zeigte habe ich mich extrem Erschrocken was den Zinssatz betrifft.... Volksbank 2,83% und KFW 2,53%. 10 Jahre

Ganz sauber sind die doch nicht oder? 10 Jahre beläuft sich im Moment unter 2%

Warum macht er uns so ein schlechtes Angebot?
Unter 2%? Hast du was geraucht?
Ohne besicherung? Vollfinanziert? Wovon träumst du nachts? Die 10.000 euro ist die marge die du ohnehin gleich für immer entstehende Mehrkosten einplanen kannst.

kiss
2014-04-09, 09:32:23
Unter 2%? Hast du was geraucht?
Ohne besicherung? Vollfinanziert? Wovon träumst du nachts? Die 10.000 euro ist die marge die du ohnehin gleich für immer entstehende Mehrkosten einplanen kannst.

Ich hätte mit einem Zinssatz von 2,1-2,4 gerechnet.

Mein Bruder hat bei der Sparkasse einen Zinssatz von 2,36% bekommen und das vor 2 Jahren mit 10.000€ Eigenkapital.

Vader
2014-04-09, 09:46:42
Dann solltest Du vielleicht auch mal zur Sparkasse gehen :D
Bei der Volksbank waren wir übrigens auch - und die waren uns auch zu teuer. Wir haben über KFW, IngDiba und IB finanziert.

Spiel doch hier mal ein bisschen rum: http://www.interhyp.de/rechner/index.html und rechne auch mal das gleiche Darlehen mit mehr Eigenkapital durch, dann siehst Du ja wie sich der Zinssatz verschiebt und ob sich das sparen lohnt...

/dev/NULL
2014-04-09, 09:53:23
Als ich mich mal spasseshalber vor 4 Monaten um Finanzierung informiert hab lag ich bei knapp über 3% eff (bis 70% Finanzierung 150k€, 15Jahre) verstehe also das Problem nicht.

Vor allem: bei den jetzigen Zinsen würde ich den Teufel tun und nur auf 10Jahre festschreiben. Niedriger können die Zinsen nicht werden. Schreib sie Dir lange fest mach Sondertilgungen wo es geht..

Ansonsten hab ich das Gefühl das Du nicht sonderlich informiert bis wenn dich sowas schockt.. dann kommt als nächstes: Oh mein Gott ich muss Grundsteuer/Notar etc. bezahlen und das finanziert mir die Bank nicht !!einself (jep ist so.. dafür braucht man Eigenkapital, die 10k der Eltern werden da uU knapp)

Also viel Erfolg!

Stormtrooper
2014-04-09, 10:11:16
Vor allem: bei den jetzigen Zinsen würde ich den Teufel tun und nur auf 10Jahre festschreiben. Niedriger können die Zinsen nicht werden. Schreib sie Dir lange fest mach Sondertilgungen wo es geht..

Wenn du aber 15 oder 20 Jahre festschreibst zahlst du schon eher 3,x% als 2,x%.
Die Banken sind doch auch nicht blöd und wissen das die Zinsen nur noch steigen können.

GSXR-1000
2014-04-09, 10:17:12
Wenn du aber 15 oder 20 Jahre festschreibst zahlst du schon eher 3,x% als 2,x%.
Die Banken sind doch auch nicht blöd und wissen das die Zinsen nur noch steigen können.
Selbst mit 3%+ fährst du vermutlich noch ziemlich gut, wenn man sich die "normalen" zinssaetze ausserhalb dieser momentanen "krisenzeit" anschaut. Von der wesentlich besseren planbarkeit ganz abgesehen.
Zudem: Meistens steckst du bei den naechsten zinsverhandlungen (gerade bei hohem finanzierungsvolumen bei wenig eigenkapital) in der Falle. Die Wechselmöglichkeiten zu anderen Banken ist oft nicht gross... und meistens machen die Banken die dir dann ein angebot machen, wohlweisslich das du anschlussfinanzieren MUSST und die moeglichkeiten gering sind richtig kasse. Da zahlst du oft ein vielfaches dessen nach, was du vorher durch einen billigen abschluss vielleicht gespart hast. Das ist das modell.

/dev/NULL
2014-04-09, 10:18:20
Und meinst Du das die in 10 jahren immer noch 2,4% bekommst?
Vor gut 10 Jahren lagen die Zinsen bei rund 4,6% in den 90ern bei knapp 10%

In 10 Jahren dazustehen und seinen Zinssatz mal eben verdoppelt zu bekommen ist vielleicht nicht so prickelnd.. würde mal hochrechnen wie viel man jetzt spart und wie hoch der Zins in 10 Jahren dann sein darf.

Besser kalkulieren kann man sicher mit nem festen Zins.

Andererseits finanzieren heute viele mit 10 Jahre 1% Tilgung und keinem Plan für danach.. das man nach 10 Jahren dann immer noch 90% der Schulden hat und dann die zinsen sicher höher sein werden.

Stormtrooper
2014-04-09, 11:08:53
Selbst mit 3%+ fährst du vermutlich noch ziemlich gut, wenn man sich die "normalen" zinssaetze ausserhalb dieser momentanen "krisenzeit" anschaut. Von der wesentlich besseren planbarkeit ganz abgesehen.

Das mag ja durchaus sein, daß bezieht sich nur darauf, daß der TE mit 2,1-2,4% gerechnet hat.
Und so ein mickriges Prozentchen bedeutet schnell mal über geht/geht nicht.
Wer weniger wie 5-6% mit Zins und Tilgung zahlen kann, sollte niemals ein Kredit aufnehmen.
(Das ist meine persönliche Meinung)

kiss
2014-04-09, 12:04:15
Dann solltest Du vielleicht auch mal zur Sparkasse gehen :D
Bei der Volksbank waren wir übrigens auch - und die waren uns auch zu teuer. Wir haben über KFW, IngDiba und IB finanziert.

Spiel doch hier mal ein bisschen rum: http://www.interhyp.de/rechner/index.html und rechne auch mal das gleiche Darlehen mit mehr Eigenkapital durch, dann siehst Du ja wie sich der Zinssatz verschiebt und ob sich das sparen lohnt...

Bei dem Rechner bekommen ich einen effektiven Jahrszins von 2,24%.

Genau das habe ich mir vorgestellt! Alles andere wäre Abzocke :cool:

Wir möchten eigentlich eine Volltilgung in der Zinsbindung haben. D.h. 20 Jahre bei ca. 3,1 %!!! Das ist doch dick.....

Leider machen das die meissten Banken nicht, dann passt ja das Abzock Konzept nicht mehr =)

GSXR-1000
2014-04-09, 12:22:59
Bei dem Rechner bekommen ich einen effektiven Jahrszins von 2,24%.

Genau das habe ich mir vorgestellt! Alles andere wäre Abzocke :cool:

Wir möchten eigentlich eine Volltilgung in der Zinsbindung haben. D.h. 20 Jahre bei ca. 3,1 %!!! Das ist doch dick.....

Leider machen das die meissten Banken nicht, dann passt ja das Abzock Konzept nicht mehr =)
Sorry. aber das ist lächerlich was du hier vom stapel lässt.
Du erwartest eine Vollfinanzierung durch die Bank bei voller Risikoübernahme. Deine besagten 10KEUR reichen maximal gerade fuer die nebenkosten (Notar etc).
Und gleichzeitig erwartest du eine Zinsbindung seitens der Bank über 2 jahrzehnte wo die Bank jetzt schon damit rechnen kann, das sie zu diesem Zeitpunkt nicht mal ihre eigene refinanzierung zu diesen Konditionen hinbekommt.
Vielleicht solltest du einfach aufhören, wilde geschichten von häusern zu träumen, und dazu noch überall abzocke und verschwörung zu sehen. Vielleicht wäre erstmal erwachsenwerden und ankommen in der realität angesagt. Sonst wirst du sehr schnell einer der naiven opfer, die den Traum vom Haus mit insolvenz bezahlen. Du scheinst dir naemlich wirklich nicht klar zu sein, was da alles dran haengt und welche abhängigkeiten dort eine rolle spielen.

Stormtrooper
2014-04-09, 12:27:01
Also wenn du ein Haus für 200.000€ kaufen willst, komm nochmal 10.000€ Grunderwerbsteuer dazu.
Dazu nochmal ca 2.000€ Notargebühren.
Wenn rein gar nichts dazukommt brauchst du also 212.000€.
Bei einer Laufzeit von 20 Jahren und bei deinen sagen wir mal optimistischen Zinssatz von 2,24%mußt du rund 1.100€ abzahlen.
Bei wahrscheinlicheren 3,1% bei 20 Jahren Zinsbindung mußt du schon nen Hunderter mehr hinblättern.

Stormtrooper
2014-04-09, 12:33:27
Deine besagten 10KEUR reichen maximal gerade fuer die nebenkosten (Notar etc).


Ja und selbst die müßte er ja zurückzahlen.


Wir könnten uns bei unseren Eltern bestimmt 10.000€ zusammenleihen sodass wir zumindestens etwas haben.

Vader
2014-04-09, 12:41:14
Mal für Blöde: gilt die Grunderwerbssteuer nicht nur auf das Grundstück?. Das wären dann bei 5% und einem 60.000€ Grundstück "nur" 3000€.

Hier in SH haben wir für ein ~44000€ Grundstück gerade mal 1520€ Grunderwerbssteuer gezahlt und für den Notar, mit Kaufvertrag, Grundschuldeintrag und Eigentumsbekanntmachung ca. 1200€...

Stormtrooper
2014-04-09, 12:48:52
Mal für Blöde: gilt die Grunderwerbssteuer nicht nur auf das Grundstück?. Das wären dann bei 5% und einem 60.000€ Grundstück "nur" 3000€.

Hier in SH haben wir für ein ~44000€ Grundstück gerade mal 1520€ Grunderwerbssteuer gezahlt und für den Notar, mit Kaufvertrag, Grundschuldeintrag und Eigentumsbekanntmachung ca. 1200€...

Da paßt was nicht, in SH ist sie sogar 6,5% und nein man zahlt Grunderwebsteuer auch auf Häuser und Eigentumswohnungen.

Vader
2014-04-09, 12:54:25
Das mit den Häusern wußte ich halt nicht.
SH hat jetzt seit 2014 auf 6.5% erhöhnt, bei mir waren es noch 5%. Aber bezahlt habe ich mit meiner Frau jeweils 759€.
Es kommt aber noch Grundbucheintrag usw vom Amt dazu.

kiss
2014-04-09, 13:21:17
Also wenn du ein Haus für 200.000€ kaufen willst, komm nochmal 10.000€ Grunderwerbsteuer dazu.
Dazu nochmal ca 2.000€ Notargebühren.
Wenn rein gar nichts dazukommt brauchst du also 212.000€.
Bei einer Laufzeit von 20 Jahren und bei deinen sagen wir mal optimistischen Zinssatz von 2,24%mußt du rund 1.100€ abzahlen.
Bei wahrscheinlicheren 3,1% bei 20 Jahren Zinsbindung mußt du schon nen Hunderter mehr hinblättern.

Doppelhaushälfte BJ 2000 für 119.000€ mit 120qm. Grundstück 350qm

Ich habe ein Angebot von 105.000€ gemacht!

Notar, Makler, Grunderwerbssteuer etc. werden von den 10.000€ bezahlt!

Mit einer großzügigen Renovierung müssten wir 120.000€ aufnehmen.


Laut Angebot der Volksbank müssten für 560€ monatlich zahlen. Habe gesagt das wir circa 600€ monatlich ausgeben wollen und dann noch dick Leben können.

Volksbank 70.000 2,83% (Bindung 10 Jahre)
KFW 50.000 2,53%

Stormtrooper
2014-04-09, 13:30:50
105.000€ für eine DHH Bj 2000?
Und da ist nichts faul dran?
Dann würd ich zuschlagen.
Denke jetzt nicht das du ne großzüge Renovierung brauchst, aber mit 15.000€ würdest beim renovieren nicht weit kommen.
Mit Glück hast dann grad mal das Bad.

GSXR-1000
2014-04-09, 13:35:47
105.000€ für eine DHH Bj 2000?
Und da ist nichts faul dran?
Dann würd ich zuschlagen.
Denke jetzt nicht das du ne großzüge Renovierung brauchst, aber mit 15.000€ würdest beim renovieren nicht weit kommen.
Mit Glück hast dann grad mal das Bad.
Ich würde vor allem mal die Energiewerte prüfen (auch wenns Bj 2000 ist). Da kommt nämlich in den nächsten jahrzehnten einiges aus Eigentümer zu wenn bestimmte Eckwerte nicht eingehalten werden. Und da reden wir dann unter umständen nicht über 5.000 Euro Kosten, sondern schnell über 50.000+ Kosten.
Hab in den letzten Monaten schon einige male mitbekommen wie solche "schnäppchen" angeboten wurden... bei der Energieprüfung war dann aber die Gesamtinvestition mal locker um 40-60% höher...

Zum fettgedruckten: ich denke es macht keinen Sinn ihm sowas ständig vorzurechnen. Offensichtlich lebt er wirklich in deiner naiven Welt und rechnet mit seinem imaginären spitzen Bleistift und glaubt an diese Zahlen. Er kennt halt vielleicht die Kosten eines Wohnungsumzuges bisher und glaubt, deshalb wären 15.000 euro ja schon grosszügig.
Wie gesagt... ist nicht der erste der sich mit solchen luftschlössern und ohne kapital in der hinterhand ruiniert...

Stormtrooper
2014-04-09, 13:37:36
Deswegen ja die Frage ob da nichts faul dran ist.
Ein Gutachter würde ich auf jedenfall mal über die Immobilie schauen lassen.

/dev/NULL
2014-04-09, 13:47:07
Das kostet aber Geld und kann von den geliehenen 10000€ nicht bezahlt werden, weil es sonst für die Renovierung nicht reicht..

Wenn ich bei der Diba 120k leihe ohne Eigenkaptial liege ich für 10Jahre bei 3,45% .> macht bei 2% Tilgung 540€ Raten und läßt am Ende der 10 Jahre noch schlappe 80000€ übrig.

Klingt nach ner super Lösung!

kiss
2014-04-09, 13:49:34
105.000€ für eine DHH Bj 2000?
Und da ist nichts faul dran?
Dann würd ich zuschlagen.
Denke jetzt nicht das du ne großzüge Renovierung brauchst, aber mit 15.000€ würdest beim renovieren nicht weit kommen.
Mit Glück hast dann grad mal das Bad.

Die DHH liegt an eine leicht befahrenden Straße, aber das ist uns egal. Wir wohnen derzeit an einer extrem befahrenden Hauptstraße extrem. Wir haben den Papa(Häuserbauer) von meiner Frau mitgenommen und er hat alles inspeziert. Ein tolles Haus und alles in Ordnung. Günstiger kriegen wir kein Haus, wenn wir mit der Lage klarkommen.


Wände sind nicht feucht
Dachstuhl einwandfrei
Sauber verputzt
Heizung wurde regelmäßig gewartet



Mit Renovierung meinte ich:
Tapeten runter
Tapeten rauf
Streichen
Dichtungen Badezimmer Neu
Klodeckel NEU ;D
Treppenhausgeländer abschleifen und Streichen
Obergeschoss alle Fußböden auswechseln


Top:
Massivbau Porotonstein/ Dämmung / Verputzt
Fußbodenheizung komplett
Gartenhäuschen + Geräteschuppen
Große Fenster
Wurde nicht im Haus geraucht! :smile:

Negativ:
Hof ist nicht gemacht d.h. nur Kieselsteine
Terasse mit Betonplatten
DHH leicht ungepflegt
Stinkt nach Hund ;D


Verkaufsgrund:
Frau ist Krank, Mann + Kind weg, mit HARTZ4 nicht haltbar

Mr.Fency Pants
2014-04-09, 13:50:34
Deswegen ja die Frage ob da nichts faul dran ist.
Ein Gutachter würde ich auf jedenfall mal über die Immobilie schauen lassen.

@kiss: das auf jeden Fall. zudem würde ich mich mal informieren, ob der Preis für eine DHH in der Region "normal" sind. Wenn nicht, dann Vorsicht. Niemand hat etwas zu verschenken.

Generell würde ich bei so wenig Eigenkapital von einem Kauf absehen. Nimms mir nicht böse, aber das klingt hier nicht so, als ob du dich richtig mit dem Thema Hauskauf auseinandergesetzt hättest.

GSXR-1000
2014-04-09, 16:41:04
Die DHH liegt an eine leicht befahrenden Straße, aber das ist uns egal. Wir wohnen derzeit an einer extrem befahrenden Hauptstraße extrem. Wir haben den Papa(Häuserbauer) von meiner Frau mitgenommen und er hat alles inspeziert. Ein tolles Haus und alles in Ordnung. Günstiger kriegen wir kein Haus, wenn wir mit der Lage klarkommen.


Wände sind nicht feucht
Dachstuhl einwandfrei
Sauber verputzt
Heizung wurde regelmäßig gewartet



Mit Renovierung meinte ich:
Tapeten runter
Tapeten rauf
Streichen
Dichtungen Badezimmer Neu
Klodeckel NEU ;D
Treppenhausgeländer abschleifen und Streichen
Obergeschoss alle Fußböden auswechseln


Top:
Massivbau Porotonstein/ Dämmung / Verputzt
Fußbodenheizung komplett
Gartenhäuschen + Geräteschuppen
Große Fenster
Wurde nicht im Haus geraucht! :smile:

Negativ:
Hof ist nicht gemacht d.h. nur Kieselsteine
Terasse mit Betonplatten
DHH leicht ungepflegt
Stinkt nach Hund ;D


Verkaufsgrund:
Frau ist Krank, Mann + Kind weg, mit HARTZ4 nicht haltbar
Energiepass? Schon gesehen? Isolationsgutachten?
Was du hier aufzaehlst sind peanuts, und nicht das was den wirklichen wert eines hauses ausmacht... bzw die kosten die entstehen können. Feuchtigkeitsmessungen der wände? Dämmwerte? Drainage geprüft?
Normalerweise verlangt eine gute Bank ohnehin ein Gutachten.
Echt... wie naiv kann man sein???

WTC
2014-04-09, 18:06:45
Und meinst Du das die in 10 jahren immer noch 2,4% bekommst?
Vor gut 10 Jahren lagen die Zinsen bei rund 4,6% in den 90ern bei knapp 10%

In 10 Jahren dazustehen und seinen Zinssatz mal eben verdoppelt zu bekommen ist vielleicht nicht so prickelnd.. würde mal hochrechnen wie viel man jetzt spart und wie hoch der Zins in 10 Jahren dann sein darf.

Besser kalkulieren kann man sicher mit nem festen Zins.

Andererseits finanzieren heute viele mit 10 Jahre 1% Tilgung und keinem Plan für danach.. das man nach 10 Jahren dann immer noch 90% der Schulden hat und dann die zinsen sicher höher sein werden.


1. Die Bank hat NICHTS gewonnen wenn sie dir nicht den marktüblichen zinssatz geben und du deswegen deinen Kredit zu einer anderen Bank shiftest weil
2. ist die Finanzierung für die andere Bank 0,0 Risiko, das Haus ist schon gebaut, es existiert also schon ein realer Gegenwert (im gegensatz zu einem geplanten neubau!), und wenn deine Schufaeinträge gut sind wissen sie das du die letzten 10 Jahre regelmässig deinen Kredit bedienen konntest... win win situation, das lässt sich auch die Hausbank nicht nehmen... Ich sehe der ganzen Sache entspannt entgegen! Außerdem sind 1. 100.000€ schulden in 10 Jahren weniger "wert" bei stabiler Inflationsrate, 2. hat man ja auch schon einen teil getilgt, und selbst wenn der zukünftige Kredit höhere Zinsen hätte, würde das nicht das aus bedeuten...

ich denke also schon das man auch in 10 Jahren nicht in der schlechtesten Ausgangslage ist.

GSXR-1000
2014-04-09, 18:49:39
1. Die Bank hat NICHTS gewonnen wenn sie dir nicht den marktüblichen zinssatz geben und du deswegen deinen Kredit zu einer anderen Bank shiftest weil
2. ist die Finanzierung für die andere Bank 0,0 Risiko, das Haus ist schon gebaut, es existiert also schon ein realer Gegenwert (im gegensatz zu einem geplanten neubau!), und wenn deine Schufaeinträge gut sind wissen sie das du die letzten 10 Jahre regelmässig deinen Kredit bedienen konntest... win win situation, das lässt sich auch die Hausbank nicht nehmen... Ich sehe der ganzen Sache entspannt entgegen! Außerdem sind 1. 100.000€ schulden in 10 Jahren weniger "wert" bei stabiler Inflationsrate, 2. hat man ja auch schon einen teil getilgt, und selbst wenn der zukünftige Kredit höhere Zinsen hätte, würde das nicht das aus bedeuten...

ich denke also schon das man auch in 10 Jahren nicht in der schlechtesten Ausgangslage ist.
1. schon mal eine anschlussfinanzierung gemacht? Die vorraussetzungen sind komplett andere als bei der erstfinanzierung. die bank kennt deinen druck, sie wissen du MUSST anschlussfinanzieren... und soooooo viele Banken übernehmen fremde anschlussfinanzierungen auch nicht, und wenn dann gegen hohe aufschlaege. Du kannst nicht sagen: ja dann lass ich es eben ... ne... du MUSST anschlussfinanzieren. und das wissen die banken auch.
2. 0.0 Risiko? Du weisst fuer welche Preise Banken momentan Immobilien verwerten? über 50% des wertes ist schon selten...und die kosten, gebühren und das alles trägt der Kreditnehmer. Es ist ÄUSSERST selten das bei einer Pleite innerhalb von der ersten finanzierungshälfte man mit deutlich weniger als der hälfte des ursprungskredits als restschuld rauskommt. Der witz ist ja auch... für die verwertung des hauses fallen selbst dinge wie vorfälligkeit an... was bei solchen summen schon viel ausmacht.

Sven77
2014-04-09, 19:24:38
Ich seh schon.. ich muss einfach warten bis die Zinsen mal wieder steigen, wahrscheinlich hagelt es dann Privatinsolvenzen und man kann sich billigst ein Häuschen schnappen bei einer Zwangsversteigerung.. :D

WTC
2014-04-09, 19:35:27
1. schon mal eine anschlussfinanzierung gemacht? Die vorraussetzungen sind komplett andere als bei der erstfinanzierung. die bank kennt deinen druck, sie wissen du MUSST anschlussfinanzieren... und soooooo viele Banken übernehmen fremde anschlussfinanzierungen auch nicht, und wenn dann gegen hohe aufschlaege. Du kannst nicht sagen: ja dann lass ich es eben ... ne... du MUSST anschlussfinanzieren. und das wissen die banken auch.
2. 0.0 Risiko? Du weisst fuer welche Preise Banken momentan Immobilien verwerten? über 50% des wertes ist schon selten...und die kosten, gebühren und das alles trägt der Kreditnehmer. Es ist ÄUSSERST selten das bei einer Pleite innerhalb von der ersten finanzierungshälfte man mit deutlich weniger als der hälfte des ursprungskredits als restschuld rauskommt. Der witz ist ja auch... für die verwertung des hauses fallen selbst dinge wie vorfälligkeit an... was bei solchen summen schon viel ausmacht.

Ja ich hab das schon x mal mit bekommen, erst jetzt steht bei einem direkten Familienmitglied wieder eine Verlängerung an und die Zinsen dafür sind ein marktüblicher Zinssatz, sie hätten ihn sich sogar schon ein Jahr vorher für 0,2% mehr festschreiben können, dabei ist deren Kreditsumme noch sehr hoch und das Konto ist mehr als genug tief im Minus.

Annator
2014-04-09, 20:24:00
Ich seh schon.. ich muss einfach warten bis die Zinsen mal wieder steigen, wahrscheinlich hagelt es dann Privatinsolvenzen und man kann sich billigst ein Häuschen schnappen bei einer Zwangsversteigerung.. :D

Leider kannst du davon aus gehen das es bei vielen so laufen wird.

WTC
2014-04-09, 21:28:27
Leider kannst du davon aus gehen das es bei vielen so laufen wird.

Wenn man aber nicht das nötige kleingeld gespart hat und auf einen kredit angewiesen ist, ist es jacke wie hose ob man jetzt mehr fürs haus bezahlt und dafür einen günstigen Zinssatz hat, oder dann in 10 Jahren weniger fürs haus weil viele häuser zwangsversteigert werden aufgrund hoher zinsen, aber dann der Kreditzins doppelt so teuer ist wie jetzt.

Ich sehe das relativ emotionslos, wenn ich es verkaufen müsste und dann in die privatinsolvenz rutsche dann ist das halt so, davon geht die Welt auch nicht unter, zumindest nicht meine. Aber ist ja nicht so dass das Haus sofort weg ist, ich denke viele werden auch noch eine Familie (eltern, grosseltern etc.) haben die einem eventuell in einer Notzeit finanziell beistehen würden, bei uns wäre das der Fall.

Einige kommen mir hier vor wie versicherungsvertreter, wenns nach denen geht müsstest du auch 100 Versicherungen abschließen, kann ja das und das und das passieren...

edit: allerdings bin ich ganz eurer Meinung: ein hausbau ist kein kinderspiel, man muss 100 mal alles durchrechnen, nicht schönrechnen, muss rücklagen bilden können auch mit Hausbelastung etc., und der Verdienst muss stimmen. Sonst wird hausbau zum albtraum wenn das Geld in der Mitte des Baus leer ist...

Annator
2014-04-10, 07:47:06
edit: allerdings bin ich ganz eurer Meinung: ein hausbau ist kein kinderspiel, man muss 100 mal alles durchrechnen, nicht schönrechnen, muss rücklagen bilden können auch mit Hausbelastung etc., und der Verdienst muss stimmen. Sonst wird hausbau zum albtraum wenn das Geld in der Mitte des Baus leer ist...

Hier steckt das Problem. Denn viele machen das nicht. Die Masse ist dümmer als man denkt.

maximum
2014-04-30, 19:48:16
2. ist die Finanzierung für die andere Bank 0,0 Risiko, das Haus ist schon gebaut, es existiert also schon ein realer Gegenwert

Würde ich so nicht unterschreiben. Man kann ein Haus ruckzuck runterwirtschaften und dann ist es teuer renovierungsbedürftig. 0,0 Risiko aiuf jedenfall schonmal nicht.