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Wurschtler
2014-12-15, 09:42:30
Ab 2015 wird der Gesamtbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung von 15,5% auf 14,6% gesenkt.
Dafür dürfen die Krankenkassen ab 2015 einen prozentualen Zusatzbeitrag verlangen.

Da so wie es aussieht nahezu jede Krankenkasse irgendeinen Zusatzbeitrag erheben wird, hat man ein Sonderkündigungsrecht.

Meine aktuelle KK (IKK Gesundplus) hat bisher noch keinen neuen Beitragssatz verkündet. Einige andere auch noch nicht. Die lassen sich ganz schön Zeit.

Hier eine Liste:
http://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/zusatzbeitrag/

Die Metzinger BKK ist bisher die einzige KK ohne Zusatzbeitrag, die gilt allerdings nur in BaWü.

Interessant sind dann auch noch die Zusatztarife in Kombination mit einem Selbstbehalt. Ich bekomme dadurch für 2014 bereits 600€ Prämie.

Mal schaun, was es 2015 wird.
Ich hoffe die restlichen Krankenkassen veröffentlichen in Kürze ihre zukünftigen Beitragssätze.
Meine Krankenkassen-Treue ist jedenfalls bei Null, ich wechsel sofort, wenns was Günstigeres gibt. :biggrin:

Backbone
2014-12-15, 12:46:58
Die AOK Plus nimmt 0,3% also in Summe 14,9%.
Das allein sagt freilich nur wenig weil es natürlich auch noch andere Unterschiede bei den KK gibt, etwa bei der Entgeldfortzahlung bei krankem Kind. Das kann zwischen 100% und 66% ganz erheblich schwanken.

Und dann gilt freilich ab einem gewissen Einkommen eh immer der Höchstsatz. Aktuell sind das 4050€, ab 2015 dann 4125€. Ab diesem Einkommen ists dann eh wurscht über wieviele Prozente man redet.

Wurschtler
2014-12-15, 13:01:22
Das allein sagt freilich nur wenig weil es natürlich auch noch andere Unterschiede bei den KK gibt, etwa bei der Entgeldfortzahlung bei krankem Kind. Das kann zwischen 100% und 66% ganz erheblich schwanken.


Bei gesetzlichen Krankenkassen sind die Unterschiede nur minimal. Über 99% der Leistungen sind identisch. (gesetzlich festgelegter Leistungskatalog)




Und dann gilt freilich ab einem gewissen Einkommen eh immer der Höchstsatz. Aktuell sind das 4050€, ab 2015 dann 4125€. Ab diesem Einkommen ists dann eh wurscht über wieviele Prozente man redet.

Äh, ja. :freak:
14,6% von 4125€ sind immer noch weniger als 15,5% von 4125€. :freak:

Philipus II
2014-12-15, 13:03:26
Ich bin zur Zeit bei der BKK Firmus, wegen deren großzügigen Rückzahlungen. Sollte es woanders noch billiger werden, wird gewechselt, klar.

foobi
2014-12-15, 21:27:25
Man sollte dabei auch bedenken, dass der Zusatzbeitrag allein vom Arbeitnehmer bezahlt wird. Wenn die Krankenkasse also einen Zusatzbeitrag von 2% verlangt, ändert das für den Arbeitgeber nichts, er zahlt weiterhin 14,6% durch 2 = 7,3%, und der Arbeitnehmer trägt die 2 Zusatzprozente alleine.
Also doppelter Grund auf den Zusatzbeitrag zu achten.

Annator
2014-12-16, 08:30:10
Für 2015 plant die Metzinger BKK, keinen Zusatzbeitrag zu erheben

Glaub das sind die Einzigen. Bin selber bei der TK. Ein Wechsel würde um die 30€ im Monat sparen. Da denkt man dann schon nach.

Spätzler
2014-12-16, 13:50:06
Ich bin bei der DAK Gesundheit, aber das ist ein bürokratischer und Kunden-unfreundlicher Moloch. Denke schon länger über einen Wechsel nach und jetzt wo sie den vollen Zusatzbeitrag erheben, wird es Zeit drüber nachzudenken :biggrin:

Wie ist die IKK classic so?
Die Anzahl der Krankenkassen ist in den letzten Jahren jedenfalls deutlich zusammengeschrumpft...

Tomi
2014-12-16, 14:03:37
Für 2015 plant die Metzinger BKK, keinen Zusatzbeitrag zu erheben

Glaub das sind die Einzigen. Bin selber bei der TK. Ein Wechsel würde um die 30€ im Monat sparen. Da denkt man dann schon nach.
Die Metzinger ist nicht bundesweit geöffnet, nur BaWü. Ebenso die beiden AOKs unter 15% (nur Sachsen und Sachsen-Anhalt). Wenn Du in BaWü wohnen würdest (offensichtlich aber Niedersachsen), könntest natürlich rüber zur Metzinger. Günstigste bundesweite ist derzeit die HKK (15,0%). Da werd ich wahrscheinlich hin, weg von der TK. Warte aber noch ab, wobei die, die jetzt noch nichts bekanntgegeben haben, wohl die sein werden die weiter 0,9% oder sogar mehr nehmen. Denn ich denk mal die spielen auf Zeit. Da die Kündigungsfrist 2 Monate zum Monatsende sind, käme es den teuren Kassen gelegen, wenn ihr Beitragserhöhungsbrief erst um Weihnachten rum eintrifft, erstmal untergeht und wer erst ab 01.01. kündigt, muss bis 31.03.15 bleiben und fette Beiträge zahlen, wer bis 31.12.14 kündigt, ist zum 28.02.15 raus. Ist bares Geld wert.

Tomi
2014-12-16, 14:07:10
Ich bin zur Zeit bei der BKK Firmus, wegen deren großzügigen Rückzahlungen. Sollte es woanders noch billiger werden, wird gewechselt, klar.
Vom Beitragssatz her ist es woanders günstiger (unter 15,2%). Dass es 2015 noch die gewohnten Rückzahlungen gibt, egal bei welcher Kasse, bezweifel ich. Die werden denk ich in den Zusatzbeitrag eingepreist sein. Statt Rückzahlung fällt eben der Zusatzbeitrag entsprechend geringer aus. Und damit zahlste dann bei der Firmus mehr als woanders.

Wurschtler
2014-12-16, 14:57:37
Richtig, die "normalen" Prämienzahlungen werden wohl in den Zusatzbeitrag eingepreist.

Was aber noch an Prämien bleiben wird sind die Bonusprogramme und Wahltarife.
Ein guter Wahltarif mit Selbstbehalt spielt in meiner Rechnung auch noch eine Rolle.
Für dieses Jahr bekomm ich von der IKK 600€ zurück. Das ist mehr Geld als ein 0,9%iger Zusatzbeitrag.

GBWolf
2014-12-16, 17:12:40
Die TKK nimmt 0,8%
http://www.finanzen.de/news/15738/techniker-krankenkasse-zusatzbeitrag-2015-unter-09-prozent

Gibt's keine Vergleichsseite mit Rechner?

Tomi
2014-12-16, 19:14:50
Gibt's keine Vergleichsseite mit Rechner?
Jaein. Es gibt zunächst eine offizielle der Kassenvereinigung, aber die kann man knicken. Die Kassen haben sich nämlich - kein Wunder - gegen komfortable Vergleiche gewehrt. Also eingeben "sortiere nach günstigster Kasse" geht da nicht, damit die teuren Kassen - und wie man nun weiß zufällig die Marktführer - nicht ganz hinten stehen ;D. Man muss sich dann schon andere Portale suchen. Momentan haben aber sowieso erst 25% der Kassen ihren Zusatzbeitrag bekanntgegeben. Ein hektischer Wechsel in den nächsten Tagen ist eher sinnlos, ausser man kann in eine Kasse, die keinen Zusatzbeitrag nimmt. Weil günstiger wirds dann sicher nicht mehr.

Allerdings, sofern man schon 18 Monate in seiner jetzigen Kasse ist und die 0,8% oder 0,9% nimmt und man nicht die Zusatzleistungen oder ggf. Rückzahlungen braucht, kann und sollte man bis 31.12.14 die Kündigung einreichen. Denn durch die langen Kündigungsfristen hat man einerseits Zeit auch noch im Januar ne neue Kasse zu suchen und zweitens wie schon erwähnt, kündigt man erst ab 01.01., ist man direkt 1 Monat länger in der alten Kasse, da man erst zum 31.03. raus kann und nicht schon zum 28.02.

Philipus II
2014-12-16, 19:28:47
Kein Sonderkündigungsrecht bei Zusatzbeiträgen?

Tomi
2014-12-16, 21:49:30
Natürlich. Nur jetzt zum Start wirkt es nicht wirklich so wie es gedacht ist. Denn wer hat die letzten 1-2 Jahre schon seine Kasse gewechselt? Die Wenigsten. Beitrag gleich, Leistungen nahezu gleich. Ergo..die meisten werden mindestens 18 Monate dabei sein und können daher ohne Angabe von Gründen ordentlich kündigen. Wer jetzt schon wie ich weiß, dass er seine Kasse definitiv verlässt, kann also bis 31.12. seine Kündigung schicken und ist zum 01.03.15 günstiger versichert. Das Sonderkündigungsrecht wirkt erst richtig ab 2015, wenn dann ein zum 01.01.15 günstige Kasse bspw. ab 01.07.15 zulangt und um 0,5% erhöht. Dann kann man vorfristig raus, also vor Ablauf von 18 Monaten.

Tomi
2014-12-18, 14:08:12
IKK Südwest und BKK Family 1,2% Zusatzbeitrag ab Januar ;D. Das sind dann wohl die ersten, die zum 01.07.2015 schließen müssen.

maximum
2014-12-18, 15:17:35
Das Schreiben der TK ist ja putzig. Die wollen einem die 0,8% Zusatzbeitrag noch als Senkung verkaufen.


[...]
Sie kennen uns als verlässlichen Partner in Sachen Gesundheit. Neben hervorragenden Leistungen und einem Top-Service sorgen wir für höchstmögliche Transparenz in unseren Entscheidungen und Abläufen. Deshalb informieren wir Sie heute über die anstehenen Beitragsändrungen zum Jahreswechsel.

Grundlage für die Beitragsanpassung ist die Gesundheitsreform, die dieses Jahr vom Gesetzgeber verabschiedet wurde. Das bedeutet für Sie: Ab 01. Januar 2015 liegt Ihr TK-Mitgliedsbeitrag bei 15,4% - einschließlich des sogenannten Zusatzbeitragssatzes von 0,8 Prozent. Bisher galt der kasseneinheitliche Beitragssatz von 15,5 Prozent. [...]


Stimmt zwar alles, ist aber scheinbar extra so geschrieben, dass man nur liest, oh es wird 0,1% günstiger. Obwohl es ja eigentlich 0,9% günstiger werden müsste/könnte. Und informieren müssen sie einen so oder so, da braucht man sich in den ersten Sätzen nun nicht hervortun, als wäre das eine besondere Leistung. (Man hat ja auch ein Sonderkündigungsrecht aufgrund des Zusatzbeitrags)

foobi
2014-12-18, 17:42:41
IKK Südwest und BKK Family 1,2% Zusatzbeitrag ab Januar ;D. Das sind dann wohl die ersten, die zum 01.07.2015 schließen müssen.
Ja, und das wollen Sie einem mit einer (Zitat) "völlig kostenfreien" Auslandskrankenversicherung schmackhaft machen. Bei 600€ Zusatzbeitrag pro Jahr weiß ich nicht ob man bei so einer dreisten Wortwahl lachen oder weinen soll. Die Brandenburgische BKK nimmt sich übrigens gleich 1,3%.

@Wurschtler
Bei welcher IKK bist du?

DrumDub
2014-12-18, 17:45:23
geil, gestern wieder den 100 eur verrechnungsscheck von meiner kk, der big (https://www.big-direkt.de/), bekommen. :D

Wurschtler
2014-12-18, 17:59:31
Das Schreiben der TK ist ja putzig. Die wollen einem die 0,8% Zusatzbeitrag noch als Senkung verkaufen.



Ich hab schon ein Schreiben von der AOK Bayern lesen dürfen.
Die verkaufen einem die 0,9% auch als Vorteil. Das wäre ja laut irgendwen der "mindeste" Zusatzbeitrag, den die Krankenkassen im Durchschnitt nehmen. Daher ist die AOK Bayern mit 0,9% super günstig, keine Erhöhung.
Was für eine Verarschung.



@Wurschtler
Bei welcher IKK bist du?

IKK Gesundplus
Die haben bis heute noch keinen Zusatzbeitrag für 2015 veröffentlicht.
Stattdessen schreiben sie mich an, dass ich meinen Selbstbehalt-Wahltarif verlängern soll.
Dann wäre ich an sie gebunden und kaufe die Katze im Sack, was den Zusatzbeitrag angeht.
Ich warte noch ab.
Edit: Jetzt sieht man es, 0,6% wollen die haben...

Wurschtler
2014-12-18, 18:06:46
geil, gestern wieder den 100 eur verrechnungsscheck von meiner kk, der big (https://www.big-direkt.de/), bekommen. :D


Tja, damit ist es nächstes Jahr vorbei.
Die BIG verlangt 0,7% Zusatzbeitrag, also insg. 15,3% ab Januar.
Ist nur mittelmäßig, gibt schon mehrere günstigere.


0% Zusatzbeitrag gibts bisher bei:
BKK Euregio (NRW, Hamburg)
Metzinger BKK (BaWü)

Günstigste bundesweit verfügbare Krankenkasse ist bisher die hkk mit 0,4%.

Master3
2014-12-18, 18:11:12
Ob 0,5% oder 0,9% Zusatzbeitrag ist doch Rille. Auf die paar € sollte es nicht drauf ankommen. Wichtiger ist, dass die KK die Leistung erbringt die man braucht. Wenn man damit unzufrieden ist, sollte man schon eher wechseln.

Meine verlangt auch 0,8%, dafür hab ich die Ansprechpartner vor Ort und die bieten noch ein ganz nettes Bonusprogramm. Die Leistungen von denen sind auch sehr gut.

tobife
2014-12-18, 18:33:24
Deleted.



tobife

maximum
2014-12-18, 18:39:32
Ob 0,5% oder 0,9% Zusatzbeitrag ist doch Rille. Auf die paar € sollte es nicht drauf ankommen. Wichtiger ist, dass die KK die Leistung erbringt die man braucht. Wenn man damit unzufrieden ist, sollte man schon eher wechseln.

Meine verlangt auch 0,8%, dafür hab ich die Ansprechpartner vor Ort und die bieten noch ein ganz nettes Bonusprogramm. Die Leistungen von denen sind auch sehr gut.

Nicht falsch verstehen, ich wechsel wegen den paar Euros auch gar nicht, bin mit der TKK grundsätzlich sehr zufrieden. Nur den Brief fand ich rigendwie so naja.

GBWolf
2014-12-18, 18:40:16
Also am besten jetzt kündigen und wechseln? Big bin ich auch. Ist halt ne ganz normale Kasse ohne großartige Sonderleistungen

Wurschtler
2014-12-18, 22:22:13
Ob 0,5% oder 0,9% Zusatzbeitrag ist doch Rille.

Knapp 200€ sind dir egal?



Wichtiger ist, dass die KK die Leistung erbringt die man braucht. Wenn man damit unzufrieden ist, sollte man schon eher wechseln.

Meine verlangt auch 0,8%, dafür hab ich die Ansprechpartner vor Ort und die bieten noch ein ganz nettes Bonusprogramm. Die Leistungen von denen sind auch sehr gut.

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind zu 99% identisch.
Die Unterschiede sind zu vernachlässigen, daher kann problemlos nach Preis selektieren.
Ich wüsste nicht, wofür ich bei einer Krankenkasse einen Ansprechpartner vor Ort brauchen sollte. Hab ich noch nie gebraucht. Du schon? Wenn ja, für was? Und ist das wirklich 200€ im Jahr wert?

arcanum
2014-12-18, 23:12:24
Das Schreiben der TK ist ja putzig. Die wollen einem die 0,8% Zusatzbeitrag noch als Senkung verkaufen.



Stimmt zwar alles, ist aber scheinbar extra so geschrieben, dass man nur liest, oh es wird 0,1% günstiger. Obwohl es ja eigentlich 0,9% günstiger werden müsste/könnte. Und informieren müssen sie einen so oder so, da braucht man sich in den ersten Sätzen nun nicht hervortun, als wäre das eine besondere Leistung. (Man hat ja auch ein Sonderkündigungsrecht aufgrund des Zusatzbeitrags)

etwas ernüchternd nachdem die TK die beiden letzten jahre immerhin jeweils 80€ ausgeschüttet hat und man damit umgerechnet auf ~15,3% beitrag kam. ich hoffe die investieren das geld in gute leistungen. den service zumindest fand ich bislang auf jeden fall einwandfrei.

foobi
2014-12-18, 23:34:10
IKK Gesundplus
Hab dazu noch ein paar Fragen.

Wann zahlen die den Bonus für den Selbstbehalt aus?
Und weißt du wie sich Impfungen und Zahnarztbesuche auswirken? Warst du dieses Jahr bei einem Zahnarzt, zB zur Reinigung? Und falls ja, zahlst du dann dort alles privat auf Rechnung, oder zeigst du deine Krankenversichertenkarte vor, ohne dass sich dies auf den Bonus auswirkt?

Master3
2014-12-19, 06:56:26
Knapp 200€ sind dir egal?
Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind zu 99% identisch.
Die Unterschiede sind zu vernachlässigen, daher kann problemlos nach Preis selektieren.
Ich wüsste nicht, wofür ich bei einer Krankenkasse einen Ansprechpartner vor Ort brauchen sollte. Hab ich noch nie gebraucht. Du schon? Wenn ja, für was? Und ist das wirklich 200€ im Jahr wert?

Ich komm jetzt nicht auf 200€. Wenn ich eine mit 0,3% annehme hätte ich im monat ca. 10€ mehr Netto. Und ja, das ist mir dann egal. Ich erhalte im Jahr eh schon 200€ auf das Gesundheitskonto was man für diverse Arztrechnungrn etc. Nutzen kann. Und wenn nicht dann lassen sich davon 100€ auf mein Konto auszahlen.

Tomi
2014-12-19, 07:54:08
Das Schreiben der TK ist ja putzig. Die wollen einem die 0,8% Zusatzbeitrag noch als Senkung verkaufen.

Endlich gestern bei mir auch eingetroffen. Bin auch TK. Lustig auch "sie brauchen nichts tun, es wird wie gewohnt abgebucht." Ja..aber nicht mehr bei mir. Heute bring ich die Kündigung direkt in der Geschäftsstelle vorbei, höre mir kurz das "aber nur der Beitragssatz ist doch nicht entscheidend" Geseier an und schicke dann heute meine Neuanmeldung bei der HKK ab.

Interessant....mir scheint die Bürger werden vielleicht auch noch vom Kassenverband betrogen. Angeblich beträgt der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2015 0,9%. So kann bspw. die TK werbewirksam ihre 0,8% als Senkung verkaufen. Nun...ich habe mir mal die Mühe gemacht und alle bis dato bekannten Zusatzbeiträge nachgerechnet. Es fehlen noch 26 von 125 Kassen, die bis heute noch nicht gemeldet haben. Der darauf basierende durchschnittliche Zusatzbeitrag beträgt aktuell bisher 0,74% :D. Die Nachzügler müssten dann also zu großen Teilen 0,9% und mehr nehmen, damit das mit dem Durchschnitt von 0,9% hinkommt. Sobald alle Kassen gemeldet haben, rechne ich nochmal nach. Die großen Kassen, die wie wir nun wissen, meist 0,8-0,9% nehmen, haben sich im Vorfeld bereits erfolgreich gegen ein Versichertenfreundliches Vergleichsportal gewehrt. Denn im offiziellen Portal kann man keinerlei Sortierung, bspw. nach günstigster Kasse, vornehmen. Vielleicht haben die Großen auch den Durchschnittsbeitrag abseits der Mathematik "vorgegeben", damit sie ihre hohen Zusatzbeiträge als Kundenservice verkaufen können.

Sollte ich auf ein anderes Ergebnis als die 0,9% Durchschnitt kommen, werde ich den Kassenverband anschreiben und um deren Berechnung bitten. Kommt da nur Blablubb, geht das Ganze an die Presse. Denn das wäre glatter Betrug, wenn Versicherte mit gefälschten Zahlen vom Wechsel abgehalten werden sollen.

Tomi
2014-12-19, 07:55:27
Ob 0,5% oder 0,9% Zusatzbeitrag ist doch Rille.
Da kommt es wohl aufs Gehalt an. Ich bin freiwillig Versicherter, da kannste dir ausrechnen was ich zahle. Und da sind 0,4% nicht mehr so Rille.

Angesichts dessen, dass wir Deutschen mit unseren Spareinlagen die EU Rettung über Niedrigzinsen zahlen, nutze ich erstmals alles was sich mir abseits davon bietet, um Kasse zu machen. Ob nun ein Lockvogelvertrag beim Handyanbieter mit 200 Euro Auszahlung, Stromwechsel mit 150 Euro Bonus oder Kassenwechsel mit mehr als 250 Euro Gewinn. Da das alles zudem unkompliziert läuft...warum nicht. Maximal ein Schreiben aufsetzen, meist kostenlos versendbar und schon rollt der Rubel. Natürlich muss man bisschen auf Zack sein und immer kündigen, aber auch dabei bricht man sich nun keinen ab.

Wurschtler
2014-12-19, 08:59:53
Hab dazu noch ein paar Fragen.
Wann zahlen die den Bonus für den Selbstbehalt aus?


Genau weiß ich es nicht auswendig, aber ziemlich spät. Ich glaube sogar erst im Folgejahr als Einmalzahlung. Das ist mir aber egal. Die Zinsen sind eh bei Null, also kein wirklicher Verlust.



Und weißt du wie sich Impfungen und Zahnarztbesuche auswirken? Warst du dieses Jahr bei einem Zahnarzt, zB zur Reinigung? Und falls ja, zahlst du dann dort alles privat auf Rechnung, oder zeigst du deine Krankenversichertenkarte vor, ohne dass sich dies auf den Bonus auswirkt?

Also, von der Krankenkasse bezahlte Vorsorgeuntersuchungen sind vom Selbstbehalt eh ausgenommen. Alles andere zahlt man selber.
Es kann sowohl direkt von der KK bezahlt werden, oder man mancht es selber auf Rechnung. Ich würds aber über die KK laufen lassen, denn falls doch mal aus irgendwelchen Gründen nachher größere Beträge auflaufen, dann bleibt man nicht auf die zuvor selbst bezahlten Rechnungen sitzen.

Ein zusätzliches Bonusprogramm für bestimmte Vorsorgesachen gibts auch. Hab ich aber nie genutzt. Solche Bonusprogramme gibts bei fast jeder KK.

Selbstbehalt-Tarife sind da schon seltener. Wer einfach nur Geld will fürs Nichtstun und gesund ist, für den ist es das Richte.

Xilavius
2014-12-19, 09:56:42
Kann dieses typische Gejammer nicht mehr hören, mit wo kann ich einen Euro sparen.
Wer es wirklich glaubt das es leistungstechnisch keinen Unterschied gibt der sollte nur mal telefonisch die Hotlines der AOK und der DAK anrufen.
Ich zahle ehrlich gesagt lieber ein paar Euro mehr dafür bekomme ich freundlichen und seriösen Rat wenn ich mal telefonisch eine Info brauche. Ganz zu schweigen von der Art und Länge von Bearbeitungen von Anträgen.

Aber wer billig will der bekommt billig, macht ruhig weiter und spart am falschen Ende, danach kommen eh wieder diese Heulthreads wie "Meine Krankenkasse nimmt mich gar nicht ernst" usw... :freak::biggrin:

Tomi
2014-12-19, 10:13:21
Na ist dann schön für dich mit den freundlichen Ratschlägen. Die kann ich mir aber erstens preisgünstiger aus dem Internet ziehen, zweitens ist man bei keiner Kasse vor abschlägigen Bescheiden sicher (Verbrauchersendungen schauen ist da hilfreich) und drittens da ich nur Einzahler im System bin, ist mir vollkommen egal, wie hübsch die Damen in der Geschäftstelle der KK sind, da ich die eh nie zu sehen bekomme bzw. wenn nur bei Überbringung meiner Kündigung.

Annator
2014-12-19, 10:14:53
Ich habe noch nie mit meiner Krankenkasse telefonieren müssen. Wenn ich fachmännischen Rat brauche gehe ich zum Arzt.

Xilavius
2014-12-19, 10:20:42
Ich habe noch nie mit meiner Krankenkasse telefonieren müssen. Wenn ich fachmännischen Rat brauche gehe ich zum Arzt.

Der war gut... :biggrin:
Schön das du in ein System einzahlst das du nicht verstehst. :freak:

Xilavius
2014-12-19, 10:23:25
Na ist dann schön für dich mit den freundlichen Ratschlägen. Die kann ich mir aber erstens preisgünstiger aus dem Internet ziehen, zweitens ist man bei keiner Kasse vor abschlägigen Bescheiden sicher (Verbrauchersendungen schauen ist da hilfreich) und drittens da ich nur Einzahler im System bin, ist mir vollkommen egal, wie hübsch die Damen in der Geschäftstelle der KK sind, da ich die eh nie zu sehen bekomme bzw. wenn nur bei Überbringung meiner Kündigung.

Das kannst du mit dem Internet leider vergessen, wenn es um

- Kuranträge geht, welche Kur welcher Kurort usw gibt es nur per direkten Kontakt mit der jeweiligen KK
- Leistungsspektrum bezüglich Leistungen wie Einlagen, Tipp: sensomotorisch usw

Die Fülle der Unterschiede ist gewaltig, das Internet kann über vieles informieren aber nicht über direkte personengebundene Entscheidungen und das bezahlt man nun einmal mit seinem Krankenkassenbeitrag monatlich.

Tomi
2014-12-19, 10:29:25
Wie ich schon sagte...wer Leistungen bezieht bzw. beziehen muss, sollte in der Tat vor einem Wechsel mal schauen, was da abseits der gesetzlichen Leistungen, die nahezu den gesamten Umfang ausmachen, noch dabei ist. Wenn man aber wie ich nur einzahlt, ist das sekundär. Und verabschieden muss man sich ebenso wie gesagt von der Annahme, dass die Großen/Teuren der Branche leichter Leistungen bewilligen als kleine günstige BKK. Dies ist nicht so. Also mehr zahlen in der Hoffnung, man bekommt seinen Spezialrollstuhl leichter, das ist eben nicht so.

ux-3
2014-12-19, 10:39:42
Stromwechsel mit 150 Euro Bonus

Hab ich auch gerade erst erwogen, dann genau nachgerechnet und das Kleingedruckte gelesen. Unterm Strich waren es Lockvogelangebote. Der Strom ist mit Prämie nach 2 Jahren teurer als bei einem regulären Angebot ohne Prämie. Also besser genau hinschauen.

Tomi
2014-12-19, 10:43:45
Ja isser. Dann musste eben "auf Zack" sein und nach Ablauf der 12 Monate wieder kündigen. Und nach dem einem Jahr beim nächsten Anbieter wieder 100 oder 150 Euro als Neukunde mitnehmen. Ja...es ist ein klein wenig Aufwand, von allein kommt Geld nunmal nicht reingeflattert. Aber 1 Kündigung im Jahr in 5 Minuten aufsetzen, meist sogar online...weiß nicht ob man das als "verschwendete Lebenszeit" gegenrechnen muss.

Master3
2014-12-19, 15:38:29
Da kommt es wohl aufs Gehalt an. Ich bin freiwillig Versicherter, da kannste dir ausrechnen was ich zahle. Und da sind 0,4% nicht mehr so Rille.
Ich bin auch freiwillig versichert und nun? Entweder belügt mich der Nettorechner für 2015 oder ich bin da etwas schmerzfrei. Selbst mit 10k€ Brutto im Monat machen die 0,4% kaum was am Nettogehalt. Wo ist da das Problem?

Annator
2014-12-19, 15:49:58
Der war gut... :biggrin:
Schön das du in ein System einzahlst das du nicht verstehst. :freak:

Was soll ich da nicht verstehen? :D War bis jetzt bei 3 Krankenkassen in meinem Leben und alle haben das gleiche gemacht. Den Arzt bezahlt der mich behandelt hat.

Wurschtler
2014-12-19, 16:22:00
Das kannst du mit dem Internet leider vergessen, wenn es um

- Kuranträge geht, welche Kur welcher Kurort usw gibt es nur per direkten Kontakt mit der jeweiligen KK
- Leistungsspektrum bezüglich Leistungen wie Einlagen, Tipp: sensomotorisch usw

Die Fülle der Unterschiede ist gewaltig, das Internet kann über vieles informieren aber nicht über direkte personengebundene Entscheidungen und das bezahlt man nun einmal mit seinem Krankenkassenbeitrag monatlich.


Nicht jeder braucht jedes Jahr eine Kur oder sonstwas.
Wenn es da wirklich Unterschiede bei den Krankenkassen gibt, dann kann man ja wieder wechseln. Du tust ja so, als wäre das eine Entscheidung fürs Leben.
Dabei ist man max. 18 Monate an eine neue KK gebunden. Spätestens danach kann man wechseln. Wenn die KK die Zusatzbeiträge erhöht, dann hat man sogar ein Sonderkündigungsrecht.

Also wozu sollte ein kerngesunder Mensch unnötig mehr zahlen und nicht die billigste KK nehmen?
Falls man jemals die ach so tollen Leistungen (die ich immer noch bezweifle; du hast noch keinen konreten Vorteil einer teuren KK gegenüber einer konreten billigen KK genannt) einer sauteuren KK benötigt, dann wechselt man eben. Bis dahin kann man super Geld sparen.

foobi
2014-12-19, 21:12:43
Also, von der Krankenkasse bezahlte Vorsorgeuntersuchungen sind vom Selbstbehalt eh ausgenommen. Alles andere zahlt man selber.
Es kann sowohl direkt von der KK bezahlt werden, oder man mancht es selber auf Rechnung. Ich würds aber über die KK laufen lassen, denn falls doch mal aus irgendwelchen Gründen nachher größere Beträge auflaufen, dann bleibt man nicht auf die zuvor selbst bezahlten Rechnungen sitzen.
Ok, das heißt wenn du zum Arzt gehst und die Behandlung 200€ kostet, dann lässt du das ganz normal über deine Krankenkasse laufen, genauso wie wenn du keinen Selbstbehalt hättest? Nächstes Jahr erhältst du dann automatisch statt 500€ Prämie nur noch 300€?

Mir gehts dabei nicht um theoretische Überlegungen, sondern ob du das tatsächlich schon so gemacht hast.

tobife
2014-12-21, 17:12:27
Trotz des Zuschlages von 0.9% werde ich erstmal bei meiner KK bleiben, denn:

Ich bin chronisch krank. OK. Das dürfte bei einem Wechsel kein Hinderungsgrund sein, aber ich bekomme/habe doch einiges, was andere KK nicht bieten/haben.

Ich nehme einige Medikamente ein. Meine KK bezahlt ein teureres Medikament, obwohl es auch billiger gehen würde (gleicher Wirkstoff). Nur: Ich komme mit dem teureren Medikament besser zurecht.

Es gibt eine Hotline (kostenlos) für medizinische Fragen (auch außerhalb normaler Geschäftszeiten)

Ansprechpartner vor Ort (bei chronischen Erkrankungen doch sehr gut, alles lässt sich nicht per Telefon regeln)

Bonus + Vorsorgeprogramme

Alles in allem muss jeder selbst wissen, ob er wechselt. Da sich für mich finanziell erstmal nichts ändert (die Differenz sind keine 20 Euro/Monat) unternehme ich erstmal nichts.

Aber: Sollte meine KK doch auf die Idee kommen, weit mehr zu nehmen, wird gewechselt. Für 2015 steht aber nichts in der Richtung an. Und wer weiss, was 2016 ist/kommt.




tobife

Spasstiger
2014-12-21, 18:22:47
Bei der TK wirds mit einem Zusatzbeitrag also eigentlich für den Arbeitnehmer teurer, oder?
Vorher 15,5% geteilt durch 2 (Arbeitnehmeranteil) gleich 7,75%.
Ab 2015 14,6% geteilt durch 2 plus 0,8% gleich 8,1%.
Bei einer KK ohne Zusatzbeitrag hätte ich nur einen Arbeitnehmeranteil von 7,3%. Aufs Jahr gerechnet würde ich so mit einem Wechsel immerhin ca. 400€ sparen.
/EDIT: Nach Steuern siehts nicht ganz so schlimm aus (steuerliche Absetzbarkeit von KV-Beiträgen), aber es geht doch um mehrere hundert Euro im Jahr.

Wurschtler
2014-12-21, 19:53:39
Ok, das heißt wenn du zum Arzt gehst und die Behandlung 200€ kostet, dann lässt du das ganz normal über deine Krankenkasse laufen, genauso wie wenn du keinen Selbstbehalt hättest? Nächstes Jahr erhältst du dann automatisch statt 500€ Prämie nur noch 300€?


Ich hatte mal ein Jahr, da musste ich wegen einer Kleinigkeit zum Arzt.
Das hab ich ganz normal über die KK abrechnen lassen.
Danach hat es (grob) eben nur 400€ anstatt 500€ Prämie gegeben.

Hat also funktioniert.
Was mir bloß nicht gefallen hat ist die Tatsache, dass es keine Transparenz gab.
Ich hatte keine Möglichkeit herauszufinden, was genau der Arzt der KK verrechnet und von der KK hab ich auch keine Auskunft bekommen.


Man könnte natürlich auch ohne KK direkt selber auf eigene Rechnung zahlen.
Dann hat man volle Transparenz. Aber andererseits kann das ein finanzieller Nachteil sein, wenn dann doch mehr passieren sollte. Falls man z.B. bereits 300€ selber bezahlt hat und später werden nochmal 1000€ fällig und lässt das über die KK laufen, dann bekommt man keine Prämie, sondern muss 100€ draufzahlen. (=Risiko beim Selbstbehalt-Tarif) Zusätzlich hat man aber vorher 300€ völlig unnötig aus eigener Tasche bezahlt.
Also lässt man doch besser alles über die KK abrechnen, dann beträgt das max. Risiko 100€. (in meinem Tarif)

Berni
2014-12-22, 00:14:06
Es gibt auch Tarife wo man bei kompletter Leistungsfreiheit (nur Vorsorgebehandlungen) 1/12 des Monatsbeitrags zurück erhält was bis zu 600€ sein kann. Bei der TK heißt das PrämieXtra, bei der Salus BKK gibts sowas auch (die verlangen zudem auch nur 15,1%). Das kann sich mehr lohnen als die Selbstbehalttarife und Risiko hat man eigtl. nicht.

Philipus II
2014-12-22, 01:45:23
Gibts jetzt eigentlich schon eine bundesweite Kasse für alle, die keinen Zusatzbeitrag erhebt?

zerwi
2014-12-22, 07:51:47
Bei der TK wirds mit einem Zusatzbeitrag also eigentlich für den Arbeitnehmer teurer, oder?
Vorher 15,5% geteilt durch 2 (Arbeitnehmeranteil) gleich 7,75%.
Ab 2015 14,6% geteilt durch 2 plus 0,8% gleich 8,1%.
Bei einer KK ohne Zusatzbeitrag hätte ich nur einen Arbeitnehmeranteil von 7,3%. Aufs Jahr gerechnet würde ich so mit einem Wechsel immerhin ca. 400€ sparen.
/EDIT: Nach Steuern siehts nicht ganz so schlimm aus (steuerliche Absetzbarkeit von KV-Beiträgen), aber es geht doch um mehrere hundert Euro im Jahr.

Falsch.
Es wird um 0,1% "biliger", da schon seit Jahren Arbeitgeber und Arbeitnehmeranteil unterschiedlich sind. (14,6 + 0,9)
Da aber auch die Beitragsbemessungsgrenze steigt, kann es unterm Strich schon geringfügig teurer werden.
Benutz da doch einfach einen Nettolohn Rechner, bei dem man das Jahr auswählen kann. (n-heydorn z.B.)

bleipumpe
2014-12-22, 08:32:51
Ich hatte mal ein Jahr, da musste ich wegen einer Kleinigkeit zum Arzt.
Das hab ich ganz normal über die KK abrechnen lassen.
Danach hat es (grob) eben nur 400€ anstatt 500€ Prämie gegeben.

Hat also funktioniert.
Was mir bloß nicht gefallen hat ist die Tatsache, dass es keine Transparenz gab.
Ich hatte keine Möglichkeit herauszufinden, was genau der Arzt der KK verrechnet und von der KK hab ich auch keine Auskunft bekommen.


Man könnte natürlich auch ohne KK direkt selber auf eigene Rechnung zahlen.
Dann hat man volle Transparenz. Aber andererseits kann das ein finanzieller Nachteil sein, wenn dann doch mehr passieren sollte. Falls man z.B. bereits 300€ selber bezahlt hat und später werden nochmal 1000€ fällig und lässt das über die KK laufen, dann bekommt man keine Prämie, sondern muss 100€ draufzahlen. (=Risiko beim Selbstbehalt-Tarif) Zusätzlich hat man aber vorher 300€ völlig unnötig aus eigener Tasche bezahlt.
Also lässt man doch besser alles über die KK abrechnen, dann beträgt das max. Risiko 100€. (in meinem Tarif)
Ist zwar etwas Offtopic aber der ambulant tätige Arzt rechnet nicht direkt mit der Krankenkasse sondern über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) ab. Und wenn es nur eine "Standardkonsultation" ohne viel Drumherum war -also kein Labor, EKG, Spiro etc. - irgendwas um die 15€/Quartal. Ich gehe mal davon aus, dass es bei dir eine ambulante Bandlung war.
Einige wenige, spezialisierte Behandlungen, z.B. Versorgung von chronischen Wunden bei Risikopatienten oder SAPV können allerdings auch über Direktverträge mit den Kassen liquidiert werden.
Bei der TK hat man mir übrigens auf persönliche Anfrage sofort mitgeteilt, was meine Bhandlung im KH gekostet hat.

Mark3Dfx
2014-12-22, 08:46:03
12. Dezember 2014
Der Verwaltungsrat der IKK classic hat nun den Zusatzbeitrag für 2015 festgelegt.
Er wird bei 0,8 Prozent liegen.

Ich werde nicht wechseln da ich zufrieden bin (Filiale vor Ort)
und jedes Jahr ~100€ per Bonusheft zurück bekomme.

Spasstiger
2014-12-22, 20:39:53
Falsch.
Es wird um 0,1% "biliger", da schon seit Jahren Arbeitgeber und Arbeitnehmeranteil unterschiedlich sind. (14,6 + 0,9)
Da aber auch die Beitragsbemessungsgrenze steigt, kann es unterm Strich schon geringfügig teurer werden.
Benutz da doch einfach einen Nettolohn Rechner, bei dem man das Jahr auswählen kann. (n-heydorn z.B.)
Ah, danke für den Hinweis. Wahrscheinlich wird es dann nicht teurer für mich, hängt aber davon ab, wie gut die mich vertretende Gewerkschaft verhandelt. ;)
Sparen könnte ich mit einem Wechsel aber dennoch.

foobi
2014-12-23, 00:01:51
So, Kündigung ist noch vor Weihnachten raus, damit ich wenigstens bis Ende Februar von meiner Krankenkasse wegkomme. Finde es frech, dass auf der einen Seite die Krankenkassen ihre Mitglieder nur 1 Tag bevor der Zusatzbeitrag fällig wird benachrichtigen müssen, auf der anderen Seite die Kündigungsfrist für die Versicherten aber 2 Monate zum Monatsende beträgt. So kann jede Krankenversicherung ihre Mitglieder zwingen jeden beliebigen Mond-Beitrag mindestens 3 Monate zahlen zu müssen, weil man nicht widersprechen kann und nicht vorher rauskommt.

Ich hatte mal ein Jahr, da musste ich wegen einer Kleinigkeit zum Arzt.
Das hab ich ganz normal über die KK abrechnen lassen.
Danach hat es (grob) eben nur 400€ anstatt 500€ Prämie gegeben.

Hat also funktioniert.
Was mir bloß nicht gefallen hat ist die Tatsache, dass es keine Transparenz gab.
Ich hatte keine Möglichkeit herauszufinden, was genau der Arzt der KK verrechnet und von der KK hab ich auch keine Auskunft bekommen.
Ok, danke. Ich hab die Tarife mit Leistungsfreiheit und Selbstbehalt mal durchgerechnet, diese scheinen sich Stand heute für mich aber nicht zu lohnen.

Die IKK Classic zahlt zB einen Monatsbeitrag zurück, wenn man ein Jahr lang keinerlei Leistungen außer Vorsorge in Anspruch genommen hat. Gleichzeitig nimmt sie aber 0,8% Zusatzbeitrag.
0,8% * 12 Monate = 12,8% Zusatzbeitrag im Jahr
Prämie wenn man das ganze Jahr nie beim Arzt war: 100% Jahresbeitrag * 1/12 (ein Monatsbeitrag) = 8,3%

Das heißt selbst wenn ich die Prämie erhalte ist diese geringer, als das was ich das Jahr über an Zusatzbeiträgen gezahlt habe. Zusätzlch trage ich noch das Risiko doch mal krank zu werden und die Prämie nicht zu erhalten. Außerdem erhalte ich die Prämie erst am Ende des darauffolgenden Jahres.

Oder bei der IKK gesundplus: Laut Webseite (http://www.ikk-gesundplus.de/bonusangebote/wahltarif-selbstbehalt/) gibt es maximal 300€ Prämie. Gleichzeitig wollen sie aber 0,6% Zusatzbeitrag. Das lohnt sich rein finanziell bei Gehältern unter 4166€, aber auch hier muss man bedenken, dass man das Risiko trägt und die Prämie erst am Ende des darauffolgenden Kalenderjahres erhält.

Ah, danke für den Hinweis. Wahrscheinlich wird es dann nicht teurer für mich, hängt aber davon ab, wie gut die mich vertretende Gewerkschaft verhandelt.
Wenn du freiwillig versichert bist (also über der Beitragsbemessungsgrenze liegst) wird es für dich teurer wenn du nicht wechselst, da die Versicherungsgrenze ab 01.01.2015 angehoben wird. Aber das hat nichts mit dem Zusatzbeitrag zu tun.

Wurschtler
2014-12-23, 08:02:06
Oder bei der IKK gesundplus: Laut Webseite (http://www.ikk-gesundplus.de/bonusangebote/wahltarif-selbstbehalt/) gibt es maximal 300€ Prämie.

:eek:
Die haben tatsächlich die Prämien gesenkt. (und das Risiko beibehalten)
Letztes Jahr warens noch 500€, was den Zusatzbeitrag mehr als ausgeglichen hätte.
Na dann, jetzt steht für mich zu 100% fest, dass ich wechsle.

foobi
2014-12-23, 22:44:25
Die haben tatsächlich die Prämien gesenkt. (und das Risiko beibehalten)
Letztes Jahr warens noch 500€, was den Zusatzbeitrag mehr als ausgeglichen hätte.
Na dann, jetzt steht für mich zu 100% fest, dass ich wechsle.
Der Tarif hat eine Laufzeit über drei Jahre. Ich weiß nicht ob die Krankenkasse die Prämie zwischendurch einfach ändern darf, außer dein Vertrag läuft dieses Jahr zufällig gerade aus.

AtTheDriveIn
2014-12-25, 19:18:57
DAK senkt nichts und erheben 0,9 Zusatzbeitrag. Da landet man also bei 16,4%. Bietet jemand mehr?

Bin über der Bemessungsgrenze. Verstehe ich das richtig, das Ich dennoch zu einer KK mit niedrigerem % satz wechseln sollte, da 14,6% von BBG weniger sind als 15,5%? Habe mich noch nie mit dem Thema KK so wirklich beschäftigt...

maximum
2014-12-25, 19:27:39
DAK senkt nichts und erheben 0,9 Zusatzbeitrag. Da landet man also bei 16,4%. Bietet jemand mehr?

Bin über der Bemessungsgrenze. Sollte ich zu einer KK mit niedrigerem % satz wechseln? Kommt der Zusatzbeitrag on top?

Der allgemeine Beitragssatz sinkt auf jeden Fall auf 14,6%. Die DAK erhebt 0,9% Zusatzbeitrag und somit bleibt es beim gewohnten Satz von 15,5%.

AtTheDriveIn
2014-12-25, 19:43:26
Stimmt wohl. Deren Schreiben ist wirklich extrem unglücklich formuliert.

Verhält sich der Zusatzbeitrag bezüglich der Beitragsbemessungsgrenze genau wie der Grundbeitrag oder kommt der irgendwie oben drauf?

foobi
2014-12-25, 20:37:00
Verhält sich der Zusatzbeitrag bezüglich der Beitragsbemessungsgrenze genau wie der Grundbeitrag oder kommt der irgendwie oben drauf?
Das was du oben geschrieben hast stimmt. Wenn du zB 4500€ monatlich erhältst, ergibt dies bei einer Krankenkasse ohne Zusatzbeitrag: 4125€ * 14,6% / 2 = 301,13€ monatlicher Krankenkassenbeitrag
Bei einer Krankenkasse mit 0,9% Zusatzbeitrag wie der DAK: 4125€ * (14,6% / 2 + 0,9%) = 338,25€ monatlicher Krankenkassenbeitrag

Tomi
2014-12-26, 08:04:34
So, Kündigung ist noch vor Weihnachten raus, damit ich wenigstens bis Ende Februar von meiner Krankenkasse wegkomme. Finde es frech, dass auf der einen Seite die Krankenkassen ihre Mitglieder nur 1 Tag bevor der Zusatzbeitrag fällig wird benachrichtigen müssen, auf der anderen Seite die Kündigungsfrist für die Versicherten aber 2 Monate zum Monatsende beträgt. So kann jede Krankenversicherung ihre Mitglieder zwingen jeden beliebigen Mond-Beitrag mindestens 3 Monate zahlen zu müssen, weil man nicht widersprechen kann und nicht vorher rauskommt.

Nein. Wenn Du innerhalb der 4 Wochen nach schriftlicher Information durch die Kasse eine Kündigung wegen Zusatzbeitrag aufsetzt, ist dieser während der Kündigungsfrist nicht zu zahlen. Du zahlst dann also 14,6%. Kündigt man zu spät, muss man den wahrscheinlich während der Frist doch zahlen.

Tomi
2014-12-26, 08:05:51
:eek:
Die haben tatsächlich die Prämien gesenkt. (und das Risiko beibehalten)
Letztes Jahr warens noch 500€, was den Zusatzbeitrag mehr als ausgeglichen hätte.
.
Wie ich schon sagte...das wird eingepreist ;)

foobi
2014-12-27, 01:33:29
Nein. Wenn Du innerhalb der 4 Wochen nach schriftlicher Information durch die Kasse eine Kündigung wegen Zusatzbeitrag aufsetzt, ist dieser während der Kündigungsfrist nicht zu zahlen. Du zahlst dann also 14,6%. Kündigt man zu spät, muss man den wahrscheinlich während der Frist doch zahlen.
Quelle?
Da ich ja innerhalb von 4 Wochen nach Bekanntmachung des Zusatzbeitrags gegenüber der Krankenkasse gekündigt habe, werde ich Ende Januar definitiv sehen, ob mein Arbeitgeber den Zusatzbeitrag vom Bruttolohn abzieht oder nicht.

Gandharva
2014-12-27, 15:39:35
Heute ist von der TK besagtes Schreiben angekommen.

http://abload.de/thumb/tkn9r3g.jpg (http://abload.de/image.php?img=tkn9r3g.jpg)

Annator
2014-12-29, 08:00:52
Ist der Zusatzbeitrag eigentlich egal wenn man über der Beitragsbemessungsgrenze Verdient?

Paran
2014-12-29, 09:24:28
Egal nicht, er wird bis zur Beitragsbemessungsgrenze berechnet. Das was du über der Beitragsbemessungsgrenze hinaus Brutto verdienst, wird nicht mehr berücksichtigt.

hadez16
2014-12-29, 11:58:02
Ich habe von diesem ganzen huppi fluppi keine Ahnung aber irgendwo hier stand, dass man monatlich Geld sparen kann.

Ich bin bei der TK. Soll ich wechseln und wenn Ja, wohin, und wie viel spare ich dann und welche Nachteile habe ich dadurch?

foobi
2014-12-29, 20:09:15
Ist der Zusatzbeitrag eigentlich egal wenn man über der Beitragsbemessungsgrenze Verdient?
Nein ist nicht egal, das hatte aber AtTheDriveIn schon auf vorherigen Seite gefragt. Der Zusatzbeitrag ist keine Kopfpauschale wie in der Vergangenheit, sondern einkommensabhängig. Du zahlst 7,3% + Zusatzbeitrag multipliziert mit deinem Gehalt. Wenn es über der Beitragsbemessungsgrenze liegt dann eben multipliziert mit 4125€ (die BBG steigt nächstes Jahr auch, aber das hat nichts mit dem Zusatzbeitrag zu tun).

Ich bin bei der TK. Soll ich wechseln und wenn Ja, wohin, und wie viel spare ich dann und welche Nachteile habe ich dadurch?
Der Zusatzbeitrag bei der TK soll ab Januar bis auf weiteres 0,8% betragen. Das heißt du zahlst jeden Monat einen Zusatzbeitrag von 0,8% * dein Gehalt an die TK. Bei einer Krankenkasse mit zB 0,3% Zusatzebeitrag zahlst du entsprechend 0,3% * dein Gehalt. Die Differenz kannst du dir selbst ausrechnen (bitte beachten, dass das alles brutto ist und der Unterschied nach Steuern etwas kleiner sein wird). Genau genommen zahlst du auch nicht selbst, sondern dein Arbeitgeber zieht den Zusatzbeitrag vom Gehalt ab und überweist ihn für dich.

Nachteil/Vorteil: Du hast eine andere Krankenkasse (die weniger oder mehr Leistungen bezahlt, Geschäftsstellen hat, rund um die Uhr oder nur von 12-15 Uhr erreichbar ist, etc). Was ist der Vorteil/Nachteil wenn du von der Telekom zu Vodafone wechselst?
Wenn du mit deiner Krankenkasse nie etwas zu tun hast weil dir nichts fehlt, kannst du rein nach dem Preis gehen. Alle 18 Monate kannst du die Krankenkasse nach Belieben wechseln (oder auch früher wenn die Krankenkasse den Beitrag erhöht). Alle offenen Krankenkassen die in deinem Bundesland aktiv sind müssen dich aufnehmen, und es spielt keine Rolle wie lange du Mitglied bist oder warst, die Leistungen sind für alle immer gleich.

Annator
2014-12-30, 08:10:59
Nein ist nicht egal, das hatte aber AtTheDriveIn schon auf vorherigen Seite gefragt. Der Zusatzbeitrag ist keine Kopfpauschale wie in der Vergangenheit, sondern einkommensabhängig. Du zahlst 7,3% + Zusatzbeitrag multipliziert mit deinem Gehalt. Wenn es über der Beitragsbemessungsgrenze liegt dann eben multipliziert mit 4125€ (die BBG steigt nächstes Jahr auch, aber das hat nichts mit dem Zusatzbeitrag zu tun).


Ok danke. Also würde ich wenn ich von der TK zu einer mit 0,3% wechsel 20,63€ im Monat sparen. Sind 247,50€ im Jahr Minus der Dividende wenn die neue KK diese nicht hat und dann sind es noch 167,50€.

Paran
2014-12-30, 08:39:51
Die TK stellt zu 2015 ihr Bonussystem um.
Bisher reichte die Mitgliedschaft für die Dividende, ab 2015 müssen Leistungen erbracht werden. Aber das stand alles im Schreiben der TK.
http://www.tk.de/tk/bonusprogramm/tk-bonusprogramm-2015/ab-18/668282

IdR wird man die 30€ Geldprämie ohne Weiteres erhalten. Die 80 bzw. 90€ Geldprämie ist schon eher mit "Aufwand" verbunden.

Hier ist eine Übersicht der Höhe der verschiedenen Zusatzbeitrage der GKV
http://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/zusatzbeitrag/

Soweit ich es kurz überblickt habe, kommt es sehr auf das Bundesland an, ob man in eine GKV wechseln kann mit einem geringerem Zusatzbeitrag.

Annator
2014-12-30, 09:07:33
http://www.bkk-euregio.de/startseite/

Da könnte ich hin. 0% Zusatzbeitrag.

Tomi
2014-12-30, 09:26:31
Glückwunsch.

Die TK zahlt wie alle Kassen ab 2015 keine "einfach so Dividende" mehr aus. Dies wurde mit der Änderung des GKV Gesetzes gleich mit beschlossen. Die Kassen preisen das jetzt einfach in den Zusatzbeitrag ein und der fällt dann eben etwas niedriger aus..oder eben auch nicht. Rückzahlungen gibt es nur noch über Bonusprogramme wie Selbstbehalt oder Gesundheitskurse etc.. Wer nichts unternimmt, bekommt auch nichts mehr ausgezahlt.

Im übrigen kann man bei Erhöhung des Zusatzbeitrages wieder per Sonderkündigung raus und ist nicht 18 Monate an die neue Kasse gebunden.

registrierter Gast
2014-12-30, 12:39:42
Die Aussicht auf 350€ Ersparnis im Jahr hat mich nun auch die Kündigung der aktuellen Krankenversicherung einstecken lassen.

http://www.bkk-euregio.de/startseite/

Da könnte ich hin. 0% Zusatzbeitrag.
Die BKK EUREGIO wirtschaftet gut. Wir benötigen keinen Zusatzbeitrag. ;D

Gandharva
2014-12-30, 15:11:10
Nachdem die TK nun auch das Bonusprogramm ändert werde ich definitiv wechseln. Leider gibts in Bayern keine Kasse die keinen Zusatzbeitrag erhebt. Deshalb wirds wohl die BKK Faber Castell. Selbst bei 0,35% kommt da einiges zusammen.

Hier findet ihr einen Rechner (ganz unten auf der Seite) über die mögliche Ersparnis beim Wechsel: http://www.krankenkasseninfo.de/

/edit
Interessant wäre ein Rechner der auch Boni berücksichtigt. Aber da wirds 2015 ohne Aufwand wie es scheint sowieso kaum was geben.

Gandharva
2014-12-30, 15:23:27
Quelle?
Da ich ja innerhalb von 4 Wochen nach Bekanntmachung des Zusatzbeitrags gegenüber der Krankenkasse gekündigt habe, werde ich Ende Januar definitiv sehen, ob mein Arbeitgeber den Zusatzbeitrag vom Bruttolohn abzieht oder nicht.
Bei Inanspruchnahme des Sonderkündigungsrechts (spätestens Ende Januar 2015!) kann man frühestens zum 01.04.2015 wechseln. Bis dahin wird der Zusatzbeitrag der alten KK erhoben.

Jedes Krankenkassenmitglied hat die Möglichkeit, die Krankenkasse zu wechseln, sobald diese einen Zusatzbeitrag erhebt oder erhöht.

Wenn die neuen Regelungen zum 1. Januar 2015 in Kraft treten, haben zu diesem Zeitpunkt alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen ein Sonderkündigungsrecht - es sei denn, die Krankenkasse erhebt keinen Zusatzbeitrag.

Die Krankenkassen sind bei jeder Erhebung oder Erhöhung des Zusatzbeitrags verpflichtet, alle Mitglieder anzuschreiben und auf das Sonderkündigungsrecht hinzuweisen.

Beim Sonderkündigungsrecht muss die Kündigung bis zum Ablauf des Monats erklärt werden, für den die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erstmals erhebt oder ihn erhöht. Die Kündigung wird zum Ablauf des übernächsten Kalendermonats wirksam. Bis dahin zahlt das Mitglied den einkommensabhängigen Zusatzbeitrag und kann dann in eine andere Krankenkasse wechseln.

Beispiel:
Einführung Zusatzbeitrag bei der bisherigen Kasse zum 1. Januar 2015. Die Kündigung muss bis spätestens zum 31. Januar 2015 eingegangen sein.

Variante 1 Sonderkündigungsrecht:
Bindungsfrist bisherige Krankenkasse entfällt!
Kündigung im Januar 2015.
BKK-Mitgliedschaft beginnt am 1. April 2015

Variante 2 "normale" Kündigung:
Bindungsfrist bisherige Krankenkasse gilt!
Kündigung im Februar 2015.
BKK-Mitgliedschaft beginnt am 1. Mai 2015

Alexander
2014-12-30, 18:25:40
Wie oft dürfen die Kassen die Höhe des Zusatzbeitrags anpassen?

foobi
2014-12-30, 19:15:54
Bei Inanspruchnahme des Sonderkündigungsrechts (spätestens Ende Januar 2015!) kann man frühestens zum 01.04.2015 wechseln. Bis dahin wird der Zusatzbeitrag der alten KK erhoben.
Genau, das entspricht auch meiner Kenntnis. Wenn eine Kasse zB verkündet, dass sie ab Juni 10% Zusatzbeitrag einstreicht, kann ich kündigen (außer ich hab einen Wahltarif mit Krankengeld für Selbständige). Die Kündigungsfrist beträgt 2 Monate zum Monatsende, ich komme aus dieser Krankenkasse also am 31.08. raus, wenn ich bis dahin ne neue gefunden habe. Für die Monate Juni, Juli, August zahle ich aber jeweils die 10% Zusatzbeitrag an die alte Kasse.
In dem Beitrag oben den ich zitiert hatte, wurde aber das Gegenteil behauptet.

Wie oft dürfen die Kassen die Höhe des Zusatzbeitrags anpassen?
Soweit ich das Gesetz verstehe theoretisch 12 Mal im Jahr.

sw0rdfish
2014-12-31, 12:50:23
Soweit ich das Gesetz verstehe theoretisch 12 Mal im Jahr.

Das wäre ja ganz schön heftig, da man zur Nutzung des Sonderkündigungsrechtes ja nur ein recht kurzes Zeitfenster hat - jedenfalls wenn man bedenkt, dass es nach der Kündigung für die Kassen noch bequem 2 Monate weitergeht... Gibt es da auch keine Obergrenze? Ich meine, wenn die den eben mal auf 10% anheben...

Ich habe eingentlich vor zur HKK zu wechseln, da dies die einzige wirklich günstigere Kasse zu sein scheint, auf die ich aus Niedersachsen zurückgreifen kann.

AtTheDriveIn
2014-12-31, 13:30:34
Werde auch zur HKK gehen. Kündigung für die DAK gerade geschrieben.

Hoffe das bald mehr KK noch besser wirtschaften und 14.6% in Niedersachsen verfügbar wird :)

sw0rdfish
2014-12-31, 13:53:00
Naja, ich denke es wird eher nach oben gehen mit den Zusatzbeiträgen. Die Kosten im Gesundheiswesen werden nicht gerade kleiner leider. Es mag allerdings sein, dass es einige kleinere und eher regionale Anbieter geben wird, wo sich die "guten" Risiken - d.h. die jungen und Leute sammeln und wo es etwas günstiger sein wird.

AtTheDriveIn
2014-12-31, 14:28:13
Wir werden sehen. Die Einnahmen steigen ja schon mit der Lohnentwicklung in Deutschland (theoretisch). Denke der Wettbewerb sollten wir nicht unterschätzen, siehe als Vergleich die Privaten oder die Zeit als die GKK die % selbst festlegen konnten.

foobi
2014-12-31, 14:45:05
Das wäre ja ganz schön heftig, da man zur Nutzung des Sonderkündigungsrechtes ja nur ein recht kurzes Zeitfenster hat - jedenfalls wenn man bedenkt, dass es nach der Kündigung für die Kassen noch bequem 2 Monate weitergeht...
In der Praxis wird denke ich keine Krankenkasse häufiger als 1-2 Mal im Jahr den Zusatzbeitrag ändern, da sie dadurch hohen Aufwand hat (Verwaltungsrat einberufen, die Aufsichtsbehörde kontaktieren, alle Versicherten per Brief informieren, Buchhaltung anpassen).

Gibt es da auch keine Obergrenze? Ich meine, wenn die den eben mal auf 10% anheben...
Nicht das ich wüsste, aber eine Kasse die einen deutlich höheren Beitrag erhebt als der Durchschnitt war in der Vergangenheit meist bald danach tot (neudeutsch: ist fusioniert).

Anzahl der GKV aus Wikipedia:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/timeline/1059e4d88e7e269125db04521c6640e9.png

Edit:
Naja, ich denke es wird eher nach oben gehen mit den Zusatzbeiträgen. Die Kosten im Gesundheiswesen werden nicht gerade kleiner leider. Es mag allerdings sein, dass es einige kleinere und eher regionale Anbieter geben wird, wo sich die "guten" Risiken - d.h. die jungen und Leute sammeln und wo es etwas günstiger sein wird.
Es gibt ja noch den Risikostrukturausgleich, durch den Kassen mit vielen chronisch Kranken Geld von den Kassen mit wenig chronisch Kranken erhalten. Einfach alle Leistungen zusammenstreichen und hoffen dass sich die Kranken eine andere Kasse suchen funktioniert daher nicht so einfach.

Tomi
2014-12-31, 16:19:09
Nicht das ich wüsste, aber eine Kasse die einen deutlich höheren Beitrag erhebt als der Durchschnitt war in der Vergangenheit meist bald danach tot (neudeutsch: ist fusioniert).


Es gibt keine Obergrenze. Richtig. Daher werden die Zusatzbeiträge auch stetig steigen. Die Politik wird und braucht nicht mehr einschreiten, da der Zusatzbeitrag zu 100% vom AN zu tragen ist. Das (politische) Regulativ "Arbeitgeber" ist dort nicht mehr dabei. Deren Gejammer bei der 50/50 Aufteilung hat bisher immer dazu geführt, dass irgendwie die Beiträge doch noch stabil gehalten wurden.

Und ja..die Kassen die hier 2015 mit 1,2-1,3% Zusatzbeitrag starten, können für ihre Angestellten zu Jahresbeginn faktisch die Kündigungspapiere zum 30.06.15 fertig machen, parallel zur Schließung des Geschäftsbetriebes.

registrierter Gast
2015-01-08, 20:33:28
Nachdem ich nun kündigte, wurde ich heute von meiner aktuellen KV angerufen und sie fragten, ob ich wirklich nur wegen dem Zusatzbeitrag kündigte.

Als ich dann meinte, dass ich mit der neuen Krankenkasse 30,-EUR im Monat spare, verstand er sofort, wieso ich kündigte. :) Er bestätigte mir dann die Kündigung zum 31. März.

Annator
2015-01-08, 21:34:44
Bekommen Krankenkassen nicht Geld für die Art der Krankheit der Mitglieder? Eine Krankenkasse die einen niedrigen Zusatzbeitrag halten kann hat dann eher Mitglieder die eine wirtschaftlich gute Krankheit haben und / oder selber wenig Verwaltungsaufwand.

Paran
2015-01-08, 22:28:00
Bekommen Krankenkassen nicht Geld für die Art der Krankheit der Mitglieder? Eine Krankenkasse die einen niedrigen Zusatzbeitrag halten kann hat dann eher Mitglieder die eine wirtschaftlich gute Krankheit haben und / oder selber wenig Verwaltungsaufwand.
Die Krankenkasse erhält für jeden ihrer Versicherten Geld aus dem Gesundheitsfonds, auch für Ehepartner, Kinder und andere mitversicherte Personen. Der Betrag, den die Kasse erhält, richtet sich nach Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen eines Versicherten. Je älter und kränker ein Mensch, um so mehr Geld erhält die Krankenkasse.

Imho richtet sich aber der Zusatzbeitrag der Krankenkassen nicht primär nach der Art ihrer Mitglieder. Zur Zeit erwirtschaften GKV Überschüsse. Der Beitrag wird in meinen Augen erhoben, weil sie es als "Rabatt" der Allgemeinheit verkaufen können und sich die Konten für die Zukunft füllen können.

Desti
2015-02-26, 17:14:15
Beiträge werden bald weiter steigen.

https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten-und-videos/nachrichten/?newscode=51af4fc727ef82c2

Tomi
2015-02-27, 09:32:38
Das ist nicht überraschend und im Übrigen werden auch viele Privatversicherte eines der hässlichsten Weihnachtsfeste in diesem Jahr erleben, denn auch da steigen die Tarife ab 2016 und aufgrund der noch besonderen Steigerungsregelungen wohl bei kaum einem unter +10%.

Gandharva
2015-02-28, 21:45:24
Ich hatte mich nun doch auch für die hkk entschieden wegen Bonusprogramm. Wechsel ist mittlerweile durch.

Philipus II
2015-02-28, 21:57:29
Wegen 0,2 Prozentpunkten Unterschied wechsle ich noch nicht. Die BKK Firmus ist immer noch vorne mit dabei und hat mir fürs letzte Jahr auch eine schicke Rückzahlung zugeteilt. Leider wirds die zukünftig nicht mehr geben...

Gandharva
2015-02-28, 23:23:36
Naja, wenn man weit unter der Beitragbemessungsgrenze liegt tut sich nicht viel, das stimmt. Trifft aber auch nicht auf jeden zu. ;)

Wurschtler
2015-03-01, 10:18:48
Wegen 0,2 Prozentpunkten Unterschied wechsle ich noch nicht.

Wieso nicht?
Ist doch nicht sonderlich kompliziert.

Wenn die bisherigen Beitragsprognosen Realität werden, dann werde ich wohl jährlich wechseln. Geht ja dank Sonderkündigungsrecht, wenn sie den Beitrag erhöhen.

DHL
2015-03-01, 11:25:13
Das Problem sind auch die hohen Gehälter der Angestellten bei Krankenkassen...das wird wohl eh nicht mehr lange gut gehen und man muss was bei den Löhnen machen...wenn man sieht das einfache Sachbearbeiter bei Krankenkasse teilweise 1700 bis 2000€ Netto bekommen und dann mal hochrechnet wie viele Mitarbeiter so eine Krankenkasse hat wundert mich das Defizit nicht...

Tomi
2015-03-02, 08:02:31
Ich hatte mich nun doch auch für die hkk entschieden wegen Bonusprogramm. Wechsel ist mittlerweile durch.
Ist hier auch alles glatt gelaufen. Ab diesen Monat "Gehaltserhöhung" :). Hoffe nur dass mein AG das mit den Zusatzbeiträgen auf die Reihe bekommt.

Tomi
2015-11-23, 12:23:16
TK prescht vor und erhöht 2016 den Zusatzbeitrag, ich schätze auf 1,0% (bisher 0,8%). Eventuell auch 1,05%. Man will unter dem Durchschnitt bleiben, der 2016 nach Lage der Dinge bei 1,1% liegen wird. Die meisten anderen Kassen eiern entweder rum, weil viele Verwaltungsratsitzungen mit Beschluss des ZB in 2016 erst im Dezember sind oder sagen gleich erstmal garnix dazu. Man darf aber wohl mit flächendeckender Erhöhung rechnen. Schön war das noch als das Regulativ Arbeitgeber mit dabei war und durch politische Intervention Erhöhungen des Gemeinschaftsbeitrages gestoppt hat. Nun ohne das Regulativ gibts jedes Jahr per Federstrich was druff.

Schiller
2015-11-23, 20:34:18
In diesem Jahr gibt es einige KKs mit einem Zusatzbeitrag von 0,0 bis 0,4%, teilweise region- oder betriebsbezogen. Ich glaube kaum, dass diese 2016 von 0,0% auf 1,1% hüpfen. Im Frühjahr geht dann daher wieder die KK-Wanderung los.

Etwas Gutes hat es aber: es gibt immer mehr Fusionen. Die ganzen Klitschen-BKKs gehören endlich aufgelöst. Aktuell gibt es immer noch 123 Krankenkassen, davon 32 betriebsbezogene! :ugly:

Eine Übersicht der Krankenkassen und der Zusatzbeiträge gibt es hier: https://www.gkv-spitzenverband.de/service/versicherten_service/krankenkassenliste/krankenkassen.jsp

Tomi
2015-11-23, 20:40:30
In diesem Jahr gibt es einige KKs mit einem Zusatzbeitrag von 0,0 bis 0,4%, teilweise region- oder betriebsbezogen. Ich glaube kaum, dass diese 2016 von 0,0% auf 1,1% hüpfen.
Natürlich nicht. Der Durchschnittssatz kommt zustande, weil viele Kassen bei 1,1% liegen, einige drüber, einige drunter, manche mehr, manche weniger. Und fast alle der Günstigsten sind nur für sehr kleine berechenbare Kundenkreise geöffnet. Sonst hätten sie ja auch über 1%, wenn sich da jeder Rentner versichern könnte.

Schiller
2015-12-13, 14:50:00
So, jetzt ist es offiziell: der Zusatzbeitrag bei der TK steigt auf 1,0% (Durchschnittlicher ZB auf 1,1%).

Philipus II
2015-12-13, 15:06:50
Das war ja zu erwarten. Wenn mehr Geld für Ausländer (Sozialhilfe und Asyl) ausgegeben wird müssen wir deutschen Arbeitnehmer als mehr bezahlen.

Kallenpeter
2015-12-13, 15:21:48
Das war ja zu erwarten. Wenn mehr Geld für Ausländer (Sozialhilfe und Asyl) ausgegeben wird müssen wir deutschen Arbeitnehmer als mehr bezahlen.

Das hat AFAIK rein garnix mir Asylbewerbern zu tun, deren Gesundheitskosten trägt der Steuerzahler direkt (oh nein, wir werden alle sterben), sondern ist von der Politik so gewollt.

Die Kosten der Krankenkassen steigen, die einnahmen halten nicht mit, das war abzusehen. Deswegen hat die Politik den Arbeitgeberbeitrag eingefroren, Mehrbelastungen gehen jetzt ausschließlich zu Lasten des Arbeitnehmers.

Bedanken darf man sich außerdem bei:

Ungesund lebenden Mitbürgern (genau, die Fetten, die Raucher...)
der Tabak und Lebensmittelindustrie (die Erfolgreich für ungesunde Konsumgüter und gegen Transparenz kämpft)
bei den Privaten Krankenkassen (mit deren Hilfe sich Besserverdiener aus dem Solidarsystem verabschieden)
der Beitragsermessungsgrenze (die dazu führt das Besserverdiener, die nicht Privat versichert sind, unterproportional wenig zahlen, ein Novum unter den Indurtrienationen, mit steigenden Einkommen sinkt die relative Belastung, statt zu steigen)
der Pharmaindustrie, die immer mehr überteuerte Medikamente verkaufen darf (dank erfolgreicher Lobbypolitik)
und abermals bei der Politik, die all dies zulässt


Ist all dies zu Komplex? Fühlst du dich überfordert mit der Realität?

Mach es wie Hitler! Such dir eine Minderheit und gib ihr Schuld. Phillipus versteht das bzw. versteht es nicht und entsprechend dem Zeitgeist hat er sich Kriegsflüchtlinge als die Schuldigen gesucht. Bravo.

Philipus II
2015-12-13, 15:39:38
Staatsausgaben müssen immer an irgendeiner Stelle weider reinkommen. Wenn mehr Geld für Dinge ausgegeben wird muss an anderen gespart werden oder die Abgaben steigen. Egal ob Baudesaster wie BER, Eurorettung oder Massenimmigration - die Zeche zahlt der Arbeitnehmer.

Kurgan
2015-12-13, 15:42:31
Eine Übersicht der Krankenkassen und der Zusatzbeiträge gibt es hier: https://www.gkv-spitzenverband.de/service/versicherten_service/krankenkassenliste/krankenkassen.jsp

mein wechsel hat sich gelohnt:
BKK EUREGIO Hamburg, Nordrhein-Westfalen 0,00 %

keine anpassung xD
mal schauen wie lange die leben ....

Schiller
2015-12-13, 16:49:47
Das war ja zu erwarten. Wenn mehr Geld für Ausländer (Sozialhilfe und Asyl) ausgegeben wird müssen wir deutschen Arbeitnehmer als mehr bezahlen.
Und die anderen üblichen Verdächtigen nicht vergessen: Hartzer, Griechen, Juden, Neger...

Alle wollen den fleißigen deutschen Arbeitnehmer aussaugen!!!!!111

Tomi
2016-01-01, 20:59:12
Ha ha. Klar ;)

Zum Thema....."schön" zu sehen, wie sich die Entlassung der AG (als Beitragskorrektiv) aus dem Solidarsprinzip in der GKV auswirkt. Nahezu flächendeckende Steigerung der Zusatzbeiträge nach nur einem Jahr, völlig geräuschlos und lapidar in einem Brief mitgeteilt. Und so wirds die nächsten Jahre weitergehen. Lustig dabei, dass der Wettbewerb mit diesen flächendeckenden Steigerungen damit wieder ausgehebelt wird, weil die eigene Kasse, sofern günstig, bleibt wie bei mir trotz Steigerung im Vergleich immer noch die günstigste. Aber ich muss trotzdem mehr zahlen, weil Wechsel keinen Sinn macht.

Dorn
2016-01-01, 22:48:26
Ich glaub ich werde jetzt zum ersten mal meine Krankenkasse wechseln. Wenn ich meine Krankenkasse KKH mit 1,2% sehe und dann mit den anderen vergleiche. Einzige was mich noch grübeln lässt, mein Bonusheft für die Zähne, kann ich dann in den Mülleimer werfen.

Tomislav
2016-01-01, 22:54:40
Hallo
Einzige was mich noch grübeln lässt, mein Bonusheft für die Zähne, kann ich dann in den Mülleimer werfen.
Wieso das ? Das Bonusheft ist doch nicht an eine Krankenkasse gebunden.

Grüße Tomi

arcanum
2016-01-02, 02:30:13
wenn die beiträge so weitersteigen, kann ich gleich zur PKV wechseln was ich aufgrund meines alters und den damit verbundenen kosten lange zeit nicht in betracht gezogen habe. 770 € monatsbeitrag inkl. pflegeversicherung und krankengeld sind schon eine hausnummer.
soviel zahlt übrigens jeder ab ~51.000€ jahresbrutto in die KK ein, auch wenn knapp die hälfte direkt vom AG abgeführt wird und die andere hälfte zum teil abgesetzt werden kann (1900€ freibetrag pro person meine ich, wobei da auch die altersvorsorge mit reinfließt).

Morale
2016-01-02, 02:50:55
Also mir ist PKV zu unsicher wegen Alter usw.
Hab auch ein Kind.
Da ist die GKV die beste Option. Die paar Euro mehr.
Meine (neue) KK hat auch nur auf 0,9 erhöht.

Backbone
2016-01-02, 07:42:20
Ich bin auch freiwillig gesetzlich versichert und könnte in eine PKV ausweichen. Allerdings bin ich mir unsicher ob das so schlau ist. Man liest ja immer wieder dass die Beiträge der privaten später wenn man älter wird gern mal explodieren.

Argo Zero
2016-01-02, 09:56:55
Auch da gilt es: Vorher informieren.
Bei meiner bezahle ich quasi jetzt etwas mehr, das ich später sozusagen dafür nutzen kann, um im Alter theoretisch in den Basistarif wechseln zu können, mit niedrigen Beiträgen.
Du bist dann nur an eine Kasse gebunden, weil dein angesammeltes Kontingent lässt sich nicht übertragen.
Am Rande sei noch erwähnt das Kinder bei mir nicht in Frage kommen und durch die Selbstständigkeit ich quasi den AG-Anteil mit zahlen müsste.

Dorn
2016-01-02, 10:01:39
Hallo

Wieso das ? Das Bonusheft ist doch nicht an eine Krankenkasse gebunden.

Grüße Tomi

Okay, danke. :smile:

Morale
2016-01-02, 10:32:14
Auch da gilt es: Vorher informieren.
Bei meiner bezahle ich quasi jetzt etwas mehr, das ich später sozusagen dafür nutzen kann, um im Alter theoretisch in den Basistarif wechseln zu können, mit niedrigen Beiträgen.
Du bist dann nur an eine Kasse gebunden, weil dein angesammeltes Kontingent lässt sich nicht übertragen.
Am Rande sei noch erwähnt das Kinder bei mir nicht in Frage kommen und durch die Selbstständigkeit ich quasi den AG-Anteil mit zahlen müsste.
Ja selbständig ist ja nochmal was anderes als normaler AN.

bleipumpe
2016-01-02, 11:41:42
Ich kenne sehr viel Selbständige, die trotz der höheren Beiträge in der GKV bleiben. Und ich kenne Selbständige, welche sofort wieder in die GKV zurückkehren würden. Trotz dann höherer Beiträge.

Tomislav
2016-01-02, 11:46:52
Hallo
Ich kenne sehr viel Selbständige, die trotz der höheren Beiträge in der GKV bleiben. Und ich kenne Selbständige, welche sofort wieder in die GKV zurückkehren würden. Trotz dann höherer Beiträge.
Die PKV ist nur günstiger solange man jung ist, wenn man ins fortgeschrittene Alter kommt wird die PKV deutlich teurer.
Das Problem bei der PKV sind die absurd hohen Beiträge im fortgeschrittenen Alter, ich kenne zwei Rentner die monatlich über 700€ für Ihre PKV zahlen müssen, die PKV sollte man sich sehr gut überlegen.

Grüße Tomi

bleipumpe
2016-01-02, 11:57:40
Das Problem sind nicht nur die Beiträge im Alter. Ein paar Beispiele aus meinem Praxisalltag. Wenn du in der PKV bist und auf Medikamente wie Glivec (http://www.medpex.de/search.do?method=similarity&sort=&filter=&q=glivec) oder Humira (http://www.medpex.de/search.do?method=similarity&sort=&filter=&q=humira) angewiesen bist - das Geld muss man erst einmal haben. Und dann bleibt immer noch der Eigenanteil. Oder der Kampf um Hilfsmittel wie Anti-Dekubitus-Matratzen oder Plegerollstühle mit Therapieplatte. Oder Fraktur des Brustwirbel mit Anfang 30 beim Skiurlaub und jetzt jedes Jahr Steigerungen der Beiträge im zweistelligen Prozentbereich - trotz völliger Beschwerdefreiheit.
Man muss bei der PKV schon sehr genau wissen, was man da unterschreibt und welche Lesitungen im Vertrag stehen. Ein Versicherungsmakler meinte letztens zu mir, dass es allein in Deutschland um die 120.000 verschiedene Vertragsklauseln gibt. Wer soll das im Ganzen überblicken? Und wie wir alle wissen, mag der Deutsche es vorallem billig. Das Problem ist nur: billig und gut gehen selten zusammen.

Paran
2016-01-02, 12:07:10
Aus meiner Krankenhauszeit habe ich mitgenommen, dass die meisten PKV Versicherten am Anfang froh sind wenig zu zahlen, solange sie nur akute Erkrankungen haben. Sobald eine chronische Erkrankung auftrat, welche jeder früher oder später bekommt, haben Sie es bereut.

Aber ja, Hauptsache billig. Hauptsache man spart ein paar Hundert Euro im Jahr, aber am Ende sich nicht mehr trauen Rezepte einzulösen :rolleyes:

Kommt man eigentlich über eine Privatinsolvenz wieder in den Kreis der GKV?

Odal
2016-01-02, 13:34:02
Kann jedem raten zu wechseln schon allein um die Krankenkassen zu erziehen.
Bei mir macht der Wechsel 450€ im Jahr aus. Leider erst ab 01.03.

Argo Zero
2016-01-02, 13:39:49
Aus meiner Krankenhauszeit habe ich mitgenommen, dass die meisten PKV Versicherten am Anfang froh sind wenig zu zahlen, solange sie nur akute Erkrankungen haben. Sobald eine chronische Erkrankung auftrat, welche jeder früher oder später bekommt, haben Sie es bereut.

Habe eine chronische Erkrankung und bin aus diesem Grund froh in der PKV zu sein.

Aber ja, Hauptsache billig. Hauptsache man spart ein paar Hundert Euro im Jahr, aber am Ende sich nicht mehr trauen Rezepte einzulösen :rolleyes:

Den Zusammenhang verstehe ich nicht. Wenn ich ein mal im Jahr alle meine Rezepte am Stück einlöse, bekomme ich sogar meinen Bonus in voller Höhe.

Kommt man eigentlich über eine Privatinsolvenz wieder in den Kreis der GKV?
Mit einer Familienversicherung kommst du sogar aus der PKV. Macht aber absolut keinen Sinn, wenn man die ganze Zeit höhere Beiträge zahlt damit man in der nicht erwerbsfähigen Lebensphase geringere PKV Beiträge zahlen muss.

Mir scheint fast, du hast absolut keine Ahnung bzw. Erfahrung mit einer PKV und laberst irgend einen BS nach...

foobi
2016-01-02, 18:05:05
Ist hier Märchenstunde?

Beiträge sind unabhängig von Unfällen oder Erkrankungen, die während der Versicherungszeit auftreten. Dies gilt sowohl für die gesetzlichen Krankenkassen, als auch die private Krankenversicherung.
Bei einer privaten Krankenversicherung werden nur VOR Vertragsabschluss bestehende Erkrankungen erfasst und schlagen sich ggf in einem höheren Beitrag nieder (oder die Versicherung kommt gar nicht zustande, wobei bei einigen Versicherungsanbietern eine Aufnahmegarantie besteht). Dies ist mit Ausnahme der gestzlichen Sozialversicherungen bei jeder Art der Versicherung gegeben, niemand versichert bereits bestehende Schäden.

Für Arbeitnehmer die in der PKV versichert sind (oder sich dort versichern lassen könnten) beträgt der Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse 667€ pro Monat (mit Durchschnitts-Zusatzbeitrag). In der ersten Lebenshälfte liegt der Beitrag in der PKV in der Regel deutlich darunter, steigt im Schnitt aber stärker an als der Beitrag der gesetzlichen Kassen. Dies war zumindest in der Vergangenheit der Fall, ua weil die PKV im Gegensatz zu den gesetzlichen Kassen höhere Gesundheitskosten nicht durch Leistungskürzungen, sondern nur über Beitragserhöhungen ausgleichen kann. Eine PKV kann nicht einseitig ankündigen ab sofort zB keine Zahn-Implantate mehr zu bezahlen, weil ihr das zu teuer geworden ist.
Die anfangs gesparten Beiträge sollte man für die vermutlich höheren Beiträge in Zukunft zurücklegen. Unter dem Strich ist weder die gesetzliche Kasse noch die PKV Himmel oder Hölle, es kommt auf den Einzelfall an.
Wer nicht wegen der höheren Leistungen in die PKV wechselt, sondern nur weil er glaubt Geld zu sparen, wird damit aber vermutlich gegen die Wand laufen.

Tomi
2016-01-02, 21:53:26
Wer nicht wegen der höheren Leistungen in die PKV wechselt, sondern nur weil er glaubt Geld zu sparen, wird damit aber vermutlich gegen die Wand laufen.
Sehe ich ebenso. Bis auf Beamte, bei denen die Beihilfte nach Pensionierung weiter gut bezahlt, ist man später in der PKV meist am Arsch. Vor allem weil in der PKV die Beitragsblase auch immer mehr wächst und gerade in den letzten 2-3 Jahren wohl die Beitragssteigerungen überproportional ausgefallen sind und weiter in dem Stil steigen. Ich gehe davon aus, dass das Modell PKV in sehr naher Zukunft ordentlich ins straucheln kommen wird.

Und bessere Leistungen sind ja nur dann interessant wenn man drauf angewiesen ist. Wer nicht zum Arzt geht, hat fast nichts von der PKV, ausser er stirbt mit 60 und wird dadurch von den hohen Altersbeiträgen verschont. Dann rechnet sich das. Und wenn man auf Leistungen angewiesen ist, ist man eher wieder ein schlechtes Risiko, was sich die PKV dann entsprechend honorieren lässt.

tdon
2016-01-02, 22:16:09
Ich bin bei der KKH, werde aber jetzt zu einer günstigeren wechseln. Die +0,3% sind mir zu viel, weil das vorher schon 15,5% gewesen sind. Das macht im Jahr doch einiges aus. Den Brief zur Erhöhung haben die erst vor ein paar Tagen zugeschickt, damit ja keiner schon im Dezember das Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen kann.

Odal
2016-01-02, 23:26:46
Ich bin bei der KKH, werde aber jetzt zu einer günstigeren wechseln. Die +0,3% sind mir zu viel, weil das vorher schon 15,5% gewesen sind. Das macht im Jahr doch einiges aus. Den Brief zur Erhöhung haben die erst vor ein paar Tagen zugeschickt, damit ja keiner schon im Dezember das Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen kann.

Die 2 Monate Kündigungsfrist hat man sowieso das Sonderkündigungsrecht besagt nur das man auch vor den 18Monaten Mindestbeitragspflicht bei Beitragserhöungen kündigen kann. Ansonsten sollte man in Zukunft bei potentiellen Beitragserhöhungen lieber schon immer vorsorglich denn man hat ja nix zu verlieren (wenn man keine neue Krankenversicherung in den 2 Monaten Kündigungsfrist gefunden hat bleibt man automatisch bei der alten)

Berni
2016-01-03, 00:45:24
Vor allem weil in der PKV die Beitragsblase auch immer mehr wächst und gerade in den letzten 2-3 Jahren wohl die Beitragssteigerungen überproportional ausgefallen sind und weiter in dem Stil steigen.
Das System funktioniert in der PKV ja auch so, dass man in jungen Jahren mehr einzahlt als nötig und das dann verzinst fürs Alter zurückgelegt wird (also quasi auch mit einem gewissen Lebensversicherungsanteil). Beim aktuellen Zinsniveau funktioniert das aber halt nicht mehr richtig...

tdon
2016-01-03, 01:02:51
Die 2 Monate Kündigungsfrist hat man sowieso das Sonderkündigungsrecht besagt nur das man auch vor den 18Monaten Mindestbeitragspflicht bei Beitragserhöungen kündigen kann.


Das ist mir nichts neues.

arcanum
2016-01-03, 04:26:34
natürlich sind ein paar € ersparnis nicht der einzige motivationsgrund. erst die kombination aus einer vollversorgung bei gleichzeitig niedrigeren kosten macht die sache attraktiv.

zudem kann jeder PKV-versicherte bis zur vollendung des 55. lebensjahrs unter bestimmten voraussetzungen (man findet massig hits via google zu dem thema) einmalig zur GKV zurückkehren, falls bis dahin überhaupt noch das GKV/PKV-modell existiert. wer bis dahin keine pläne über die finanzierung im alter gemacht hat ist selbst schuld, wenn er in eine ruinöse kostenfalle läuft...

update: aussage zur rückkehr präzisiert

Morale
2016-01-03, 09:10:12
Das mit der Rückkehr wäre mir neu?!

Gandharva
2016-01-03, 09:49:47
Ja, weils Unsinn ist. Rückkehr unter 55 geht nur durch weniger Gehalt, und auch nur , wenn man sich nicht permanent befreien hat lassen. Über 55 hat man in der Regel verkackt. Das ist dann auch das Alter wo die meisten aufgrund der Beiträge anfangen zu kotzen.

AtTheDriveIn
2016-01-03, 10:13:54
Bin ebenfalls freiwillig in der Gesetzlichen. Zum einen weil ich meine Tochter umsonst mitversichern kann und der andere Grund: Man bekommt beim Arzt die notwendige Versorgung und nicht teure Extras und Sondereier damit die Rechnung möglichst hoch ausfällt.
Da wird eine Menge Schindluder getrieben. Sehe es immer bei meiner Frau, die in der PKV ist. Dazu dann noch die ganzen Abrechnungen und Überweisungen; Warten auf das ausgelegte Geld von der Versicherung + Beihilfe; Schriftverkehr... Bleibt einem in der GKV alles erspart.

Zum eigentlichen Thema: Bin letztes Jahr zur hkk gewechselt, weil in meiner Region am günstigsten. Sie erhöhen um 0,19% sind aber noch immer am günstigsten.

Argo Zero
2016-01-03, 10:53:55
Ja, weils Unsinn ist. Rückkehr unter 55 geht nur durch weniger Gehalt, und auch nur , wenn man sich nicht permanent befreien hat lassen. Über 55 hat man in der Regel verkackt. Das ist dann auch das Alter wo die meisten aufgrund der Beiträge anfangen zu kotzen.

Oder durch den gesetzlich versicherten Lebenspartner (Familienversicherung).

AtTheDriveIn
2016-01-03, 11:53:58
Oder durch den gesetzlich versicherten Lebenspartner (Familienversicherung).

Partner in Familienversicherung geht nur wenn nicht mehr als 450€ verdient wird.

dargo
2016-01-03, 12:10:19
Habe auch ein Schreiben meiner gesetzlichen Krankenkasse bekommen in dem steht, dass der Beitrag um satte 1,1% auf 16% erhöht wird. Das sehe ich nicht mehr ein und würde gerne zur hkk wechseln. Macht bei mir eine Ersparnis von ~300€ im Jahr. Ist auch Geld, zumal die neue Krankenkasse noch wesentlich bessere Leistungen hat.

Habe ich alle Punkte richtig verstanden?

* Ich kündige zuerst schriftlich meine alte Krankenkasse mit dem Hinweis auf Sonderkündigungsrecht. Die Kündigung ist dennoch erst zum Ende des übernächsten Monats wirksam, sprich Wechsel frühestens zum 1. April möglich?
* Den Antrag stelle ich bei der neuen Krankenkasse erst wenn ich die Kündigungsbestätigung der alten Kasse bekomme, die spätestens innerhalb 14 Tagen kommen muss?
* Sollte irgendwas beim Wechsel schief gehen bleibe ich dennoch bei der alten Krankenkasse versichert? Ich verliere also zu keinem Zeitpunkt meinen Versicherungsschutz?
* Was ist mit dem Arbeitgeber? Muss ich den über den Wechsel informieren oder läuft alles automatisch?
* Habe ich irgendeinen Nachteil durch den Wechsel? Übersehe ich was?

Schiller
2016-01-03, 12:17:41
IMHO übernehmen die Krankenkassen die Abmeldung bei der "alten" Krankenkasse für einen. Ich habe auch aktuell gewechselt und musste angeben, wo ich bislang versichert war. Die Kündigung wird die neue KK für mich übernehmen.

Versicherungsschutz geht zu keinem Zeitpunkt verloren.

Dem Arbeitgeber teilst du einfach mit, dass du ab xx.xx. bei Krankenkasse XY bist.

Tomi
2016-01-03, 12:31:04
Wer wegen Zusatzbeitrag kündigt, muss das selber bei seiner aktuellen Kasse machen! Es ist nämlich keine reguläre, sondern eine ausserordentliche Kündigung. Daher muss man das nur in diesem Fall selber machen! Die Kündigungsfrist beachten und gleichzeitig bei der neuen Kasse anmelden. Die wiederum nimmt einen nur auf, sobald man die Kündigungsbestätigung der alten Kasse dort vorlegt. Der AG wird dann von der neuen Kasse informiert, dass Arbeitnehmer XY ab Datum X bei ihnen versichert ist und die Beiträge dorthin abzuführen sind.

dargo
2016-01-03, 12:32:10
IMHO übernehmen die Krankenkassen die Abmeldung bei der "alten" Krankenkasse für einen.
Das wäre ja noch einfacher, wie beim Strom-/Gasanbieterwechsel. =) Bist du dir hier 100% sicher? Nicht, dass ich nachher doppelt versichert bin. :freak:

Edit:
Hier steht ja alles was man wissen muss. :)
https://www.krankenkassen.de/krankenkasse/krankenkasse-wechseln/

Also selbst kündigen. Dort gibt es auch Musterformulare zur Kündigung.

Tomi
2016-01-03, 12:43:06
natürlich sind ein paar € ersparnis nicht der einzige motivationsgrund. erst die kombination aus einer vollversorgung bei gleichzeitig niedrigeren kosten macht die sache attraktiv.

zudem kann jeder PKV-versicherte kann bis zur vollendung des 55. lebensjahrs einmalig zur GKV zurückkehren (falls bis dahin überhaupt noch dieses modell existiert). wer bis dahin keine pläne über die finanzierung im alter gemacht hat ist selbst schuld, wenn er in eine ruinöse kostenfalle läuft...
Eher ist das PKV Modell tot. Das gesamte PKV Modell ist im Grunde um 1900 herum nur für die Beamten geschaffen worden und wird besonders seit der Zeit nach dem 2. WK durch die Lobbyverbände (PKV Verband, Ärzteschaft) am Leben erhalten. 1989 hat dann CDU/FDP (wer sonst), um einen Kollaps hinauszuzögern, Angestellten mit einem Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze erlaubt in die PKV zu wechseln. Wie absurd die Regelung ist sieht man ja daran, dass man gerade den Höchstpreiszahlern in der GKV und damit einer der wichtigen Säulen, die Abwanderung erlaubt hat. Sinn hat die PKV als Vollsicherung absolut keinen, wenn dann als Zusatzversicherung für Alle, die mit Leistungen einer GKV oder Bürgerversicherung nicht zufrieden sind. Die PKV hat auch ganz andere Abrechnungsstrukturen, wo mir mal jemand den Sinn erklären muss. Warum wird bei einem PKVler der 2,3x fache Satz für dieselbe Behandlung abgerechnet? Warum kostet der so viel mehr? Bessere Menschen sind das auch nicht. Dazu wird massenweise Sinnloses abgerechnet und bezahlt. Und auch für die Beamten sind die rosigen Zeiten längst vorbei, da aus Spargründen immer mehr Bundesländer die Beihilfevorschriften ausdünnen und für Beamte auf der Rechnung am Ende einiges über bleibt, was weder PKV noch Beihilfe bezahlt. Das wiederum führt dann über kurz dazu, dass Beamte bei ihrem Arzt künftig öfter mal nachfragen werden, warum man bei Schnupfen ein MRT ;) machen muss. Somit können Arzte immer weniger sinnfreies abrechnen und um weiter ihren EFH Standard halten zu können, muss vermehrt betrogen werden.

Im übrigen halte ich die bzw. überhaupt eine Rückkehrmöglichkeit auch für ein Unding. Einmal PKV, immer PKV. In jungen Jahren sich verdrücken und wenn mit 50 die Wehwechen kommen, ab in die Solidargemeinschaft, in die man bewusst nichts eingezahlt hat. Schmarotzertum sondersgleichen.

Odal
2016-01-03, 13:00:19
Habe auch ein Schreiben meiner gesetzlichen Krankenkasse bekommen in dem steht, dass der Beitrag um satte 1,1% auf 16% erhöht wird. Das sehe ich nicht mehr ein und würde gerne zur hkk wechseln. Macht bei mir eine Ersparnis von ~300€ im Jahr. Ist auch Geld, zumal die neue Krankenkasse noch wesentlich bessere Leistungen hat.

Habe ich alle Punkte richtig verstanden?

* Ich kündige zuerst schriftlich meine alte Krankenkasse mit dem Hinweis auf Sonderkündigungsrecht. Die Kündigung ist dennoch erst zum Ende des übernächsten Monats wirksam, sprich Wechsel frühestens zum 1. April möglich?


Genau, muss auch kein Postversand seun und kann unterschrieben per email erfolgen.


Antrag stelle ich bei der neuen Krankenkasse erst wenn ich die Kündigungsbestätigung der alten Kasse bekomme, die spätestens innerhalb 14 Tagen kommen muss?


Genau, kann man aber manchmal auch nachreichen. Geht eigentlich bei den meisten Krankenkassen alles per Online-Formular.


* Sollte irgendwas beim Wechsel schief gehen bleibe ich dennoch bei der alten Krankenkasse versichert? Ich verliere also zu keinem Zeitpunkt meinen Versicherungsschutz?


Genau, die Kündigung ist erst wirksam wenn du bei einer anderen Krankenversicherung bist.


* Was ist mit dem Arbeitgeber? Muss ich den über den Wechsel informieren oder läuft alles automatisch?


Ich vermute das macht die neue Krankenkasse, da ich dort die Anschrift des Arbeitgebers angeben musste.


* Habe ich irgendeinen Nachteil durch den Wechsel? Übersehe ich was?

Wenn sich due Leistungen nicht unterscheiden dann nicht.

registrierter Gast
2016-01-03, 15:15:20
mein wechsel hat sich gelohnt:
BKK EUREGIO Hamburg, Nordrhein-Westfalen 0,00 %

keine anpassung xD
mal schauen wie lange die leben ....
Die Euregio hebt den Zusatzbeitrag auf 0.7% an.
Auch schön am Ende des Jahres 2015 informiert, damit ich erst im Januar wechseln kann.

arcanum
2016-01-03, 16:37:17
Das mit der Rückkehr wäre mir neu?!

eine ausführliche beschreibung:

http://www.finanztip.de/pkv-rueckkehr-gkv/

Tomislav
2016-01-03, 17:14:03
Hallo
eine ausführliche beschreibung:

http://www.finanztip.de/pkv-rueckkehr-gkv/
Da steht aber nirgends...


zudem kann jeder PKV-versicherte kann bis zur vollendung des 55. lebensjahrs einmalig zur GKV zurückkehren
...das man unter 55 Jahren einmalig einfach so zur GKV zurück wechseln kann.

Grüße Tomi

arcanum
2016-01-03, 17:23:48
"einfach so" steht ja auch nicht in meinem zitierten text, oder? außerdem kommt es immer auf die beruflichen umstände an, ob es einfach oder kompliziert ist. für einige leute sind das einige stunden arbeit mit geringem beruflichen risiko, für andere hingegen ist es schwieriger.

edit: ich habe meinen text oben angepasst um weitere missverständnisse zu vermeiden

Tomislav
2016-01-03, 17:37:39
Hallo
"einfach so" steht ja auch nicht in meinem zitierten text, oder?

In deinem Text steht aber auch nicht das es an gewisse Bedingungen geknüpft ist oder ?

Grüße Tomi

135i
2016-01-03, 18:45:21
Hallo

Da steht aber nirgends...


...das man unter 55 Jahren einmalig einfach so zur GKV zurück wechseln kann.

Grüße Tomi

Nette Tricks, , wie man es wieder in die GKV schafft.
Erst grosse Fresse haben, was Besonderes zu sein und dann jämmerlich auf dem Zahnfleisch kriechen, um nicht in die Privatinsolvenz gehen zu müssen. :D

Berni
2016-01-03, 23:19:40
Hatte meine Kasse noch am 20.12. gekündigt, die Anwort der Kasse kam noch datiert auf den 29.12. Als Kündigungstermin wurde in dem Schreiben der 31.03. genannt. Ich habe im Moment einen Wahltarif mit 3-jähriger Bindung und könnte daher "normal" nicht kündigen, muss also tatsächlich das Sonderkündigungsrecht nutzen. Ist das so korrekt (ich dachte eigtl. es wäre Ende Februar)? Das würde ja quasi heißen, dass das Sonderkündigungsrecht nicht mit Zugang des Erhöhungsschreibens greift sondern erst ab Wirksamkeit der Beitragserhöhung?

Tomi
2016-01-04, 09:38:34
Sonderkündigung hat 2 Monate Frist zum Monatsende. Wäre bei Dir also der 29.02.16, da die Kündigung augenscheinlich rechtzeitig im Dezember der Kasse vorlag.

Argo Zero
2016-01-04, 10:50:22
Nette Tricks, , wie man es wieder in die GKV schafft.
Erst grosse Fresse haben, was Besonderes zu sein und dann jämmerlich auf dem Zahnfleisch kriechen, um nicht in die Privatinsolvenz gehen zu müssen. :D

So naiv bist du nicht wirklich oder? ;)
Inoffiziell wird der Partner die Geschäfte weiterführen...

Morale
2016-01-04, 11:21:35
eine ausführliche beschreibung:

http://www.finanztip.de/pkv-rueckkehr-gkv/
Ich sag mal so, das ist halt einfach Beschiss. Fertig.

Erst alle Vorteile mitnehmen und dann zurückkommen.
Wie die Leute im Ausland und wenn es im Alter teuer wird oder eine OP ansteht nach good old Germany kommen.

Klar, könnte ich auch. jetzt PKV und wenn die wehwehchen kommen schnell Teilzeit (bei meinem AG kein großes Problem), dass es mich dann unter die BBG drückt.
Aber das ist doch asozial.

Argo Zero
2016-01-04, 12:26:40
Im Grunde zeigt es eines: Unser Gesundheitssystem ist überholt.
Aber kleine Veränderungen könnten große Kettenreaktionen verursachen, deswegen traut sich da wohl keiner ran.

arcanum
2016-01-04, 13:33:43
Ich sag mal so, das ist halt einfach Beschiss. Fertig.

Erst alle Vorteile mitnehmen und dann zurückkommen.
Wie die Leute im Ausland und wenn es im Alter teuer wird oder eine OP ansteht nach good old Germany kommen.

Klar, könnte ich auch. jetzt PKV und wenn die wehwehchen kommen schnell Teilzeit (bei meinem AG kein großes Problem), dass es mich dann unter die BBG drückt.
Aber das ist doch asozial.

beschiss ist das keinesfalls wenn jemand in finanzielle engpässe gerät und genau dieser fall wird ja durch die freiwillige gesetzliche versicherung für rentner abgedeckt, die nicht die letzten jahre in der GKV verbracht haben. gut betuchte zahlen dann nämlich auf alle erdenklichen einnahmen (kapital, miete etc.) den vollen KV-beitrag bis zur obergrenze.

Grindcore
2016-01-04, 13:44:08
Im Grunde zeigt es eines: Unser Gesundheitssystem ist überholt.
Aber kleine Veränderungen könnten große Kettenreaktionen verursachen, deswegen traut sich da wohl keiner ran.

Nicht überholt. Vorsätzlich ruiniert mit dem Ziel Versicherungen reich zu machen. Sagt alle: Danke, Tante Schmidt!

135i
2016-01-04, 14:12:40
So naiv bist du nicht wirklich oder? ;)
Inoffiziell wird der Partner die Geschäfte weiterführen...

Na , als cleverer Geschäftspartner, würd ich das natürlich ausnutzen und den entsprechenden Weichling melken, bis er mir die Firma überlässt ;)

Mopped12
2016-01-04, 15:04:27
Hatte meine Kasse noch am 20.12. gekündigt, die Anwort der Kasse kam noch datiert auf den 29.12. Als Kündigungstermin wurde in dem Schreiben der 31.03. genannt. Ich habe im Moment einen Wahltarif mit 3-jähriger Bindung und könnte daher "normal" nicht kündigen, muss also tatsächlich das Sonderkündigungsrecht nutzen. Ist das so korrekt (ich dachte eigtl. es wäre Ende Februar)? Das würde ja quasi heißen, dass das Sonderkündigungsrecht nicht mit Zugang des Erhöhungsschreibens greift sondern erst ab Wirksamkeit der Beitragserhöhung?


Das war nicht zufällig die Techniker Krankenkasse?
Bei mir haben Sie genau das gleiche gemacht

Morale
2016-01-04, 15:16:18
gut betuchte zahlen
Wäre das erste mal, das wirklich gut betuchte in DE irgendwo groß was zahlen.

Tomislav
2016-01-04, 16:34:58
Hallo
beschiss ist das keinesfalls wenn jemand in finanzielle engpässe gerät und genau dieser fall wird ja durch die freiwillige gesetzliche versicherung für rentner abgedeckt, die nicht die letzten jahre in der GKV verbracht haben.

Sehr oft ist es doch Beschiss gegenüber der Gemeinschaft.
Wir haben in der Firma über 30 MTA/BTA die als Selbstständige im Außendienst arbeiten (wovon einige in der PKV sind) und zwei die über 50 Jahre sind haben sich kurz für ein paar Monate anstellen lassen um wieder in die GKV zu kommen.
Die haben nur gewechselt um Beiträge zu sparen und nicht aus der Not heraus, nach ein paar Monaten in der GKV lassen die sich kündigen und fangen wieder als Selbstständige an und versichern sich dann freiwillig in der GKV.
Es ist asozial sich Jahrzehnte aus der in jungen Jahren teureren GKV raus zu schleichen und sich dann im Alter, wegen der höher werden Kosten in der PKV, wieder in die günstigere GKV rein zu schleichen.

Grüße Tomi

Argo Zero
2016-01-04, 17:55:58
Na , als cleverer Geschäftspartner, würd ich das natürlich ausnutzen und den entsprechenden Weichling melken, bis er mir die Firma überlässt ;)

Nicht Geschäftspartner, Ehepartner (Familienversicherung).

Wäre das erste mal, das wirklich gut betuchte in DE irgendwo groß was zahlen.
Umso höher das Einkommen, umso höher die Steuerlast.

Sumpfmolch
2016-01-04, 19:45:14
Umso höher das Einkommen, umso höher die Steuerlast.

Steuerlast: ja. Gesamte Abgabenlast: naja.

http://img.welt.de/img/wirtschaft/crop101410971/1029596950-ci3x2l-w540-aoriginal-h360-l0/Infografik-Steuer-und-Abgaben-in-fuenf-Laendern-DW-Wirtschaft-BERLIN.jpg

Kurgan
2016-01-04, 20:59:53
Umso höher das Einkommen, umso höher die Steuerlast.
nur bis zu einem bestimmten punkt oder man einfach nur strunzdumm ist ;)

Argo Zero
2016-01-04, 21:21:02
Steuerlast: ja. Gesamte Abgabenlast: naja.

http://img.welt.de/img/wirtschaft/crop101410971/1029596950-ci3x2l-w540-aoriginal-h360-l0/Infografik-Steuer-und-Abgaben-in-fuenf-Laendern-DW-Wirtschaft-BERLIN.jpg

Ich sehe bunt zusammengewürfelte schlecht lesbare Zahlen mit Strichen.
Erkläre doch besser mit eigenen Worten was du sagen möchtest.

()V()r.Freeze
2016-01-04, 21:25:57
Ich sehe bunt zusammengewürfelte schlecht lesbare Zahlen mit Strichen.
Erkläre doch besser mit eigenen Worten was du sagen möchtest.

Besserverdiener zahlen ab einem gewissen Punkt prozentual weniger ein als Schlechtverdiener.

Argo Zero
2016-01-04, 23:03:05
Wegen dem Spitzensteuersatz oder woher dieser Gedanke?
Irgendwo muss der progressiv ansteigende Steuersatz auch gedeckelt sein sonst macht es keinen Sinn mehr verdienen zu wollen. Mit dem Geld "verdient" der Staat dann auch wieder Geld. Beim Konsum in Form von MwSt und beim Anlegen durch die Abgeltungssteuer.

Morale
2016-01-04, 23:10:29
Naja Steuern.
Ist in DE auch ein Beschiss.
Ab 52.882 zahlt man Spitzensteuersatz und ab 250.731 € Reichensteuer.
53.000 ist nix. Gerade mit Familie, auch wenn Frau arbeitet.
Müsste deutlich besser gestaffelt sein.
Und die mit dem richtigen Geld verschieben es ins Ausland.

Argo Zero
2016-01-04, 23:32:36
Die Nummer mit dem "ins Ausland" kostet spätestens die Erben eine Stange voll Geld, denn die machen sich vorsätzlich strafbar.
Es kommt immer raus und die Leute kacken sich spätestens nach dem einen Sport-Trainer alle in die Hose.
Da spreche ich aus Erfahrung, als nicht Verursacher.

Trap
2016-01-04, 23:44:39
Die Nummer mit dem "ins Ausland" kostet spätestens die Erben eine Stange voll Geld, denn die machen sich vorsätzlich strafbar.
Wenn man sich die Methoden von Apple oder Amazon leisten kann, macht man sich damit nicht strafbar. Kosten gibt es da zwar, aber gering und vorhersagbar.

Das ist allerdings eine oder zwei Vermögensklassen über "durch eigene Arbeit erreichbar".

Argo Zero
2016-01-04, 23:52:33
Amazon macht sowieso keine Gewinne, von daher ... ;)
Aber soweit ich mitbekommen habe ist das Modell in der EU bald ausgestorben und Steuernachzahlungen mussten schon geleistet werden. Bin da aber nicht auf dem aktuellen Stand.

Kurgan
2016-01-05, 00:03:14
Ich sehe bunt zusammengewürfelte schlecht lesbare Zahlen mit Strichen.
Erkläre doch besser mit eigenen Worten was du sagen möchtest.
dann nimm das:
http://www.rwi-essen.de/media/content/pages/publikationen/rwi-positionen/Pos_043_Wer-traegt-den-Staat.pdf

das man mit höherer steuerlast mehr möglichkeiten hat, diese zu verkleinern ist ja erstmal nicht verkehrt. wenn das aber dazu führt, das die kleinen leute die fetten verdiener quersubventionieren läuft was falsch. ist in d aber nix neues und offenbar so gewollt.

arcanum
2016-01-05, 02:31:58
dann nimm das:
http://www.rwi-essen.de/media/content/pages/publikationen/rwi-positionen/Pos_043_Wer-traegt-den-Staat.pdf

das man mit höherer steuerlast mehr möglichkeiten hat, diese zu verkleinern ist ja erstmal nicht verkehrt. wenn das aber dazu führt, das die kleinen leute die fetten verdiener quersubventionieren läuft was falsch. ist in d aber nix neues und offenbar so gewollt.

die folie die ich sehe zeigt, dass 32,4 millionen haushalte ca. 50% zur einkommenssteuer beitragen (bis 70k jahreseinkommen). dagegen stehen ~2,74 millionen haushalte mit 70 - 200k jahreseinkommen, die 35% beisteuern und 15% aus einer unbekannten anzahl an haushalten mit >200k jahreseinkommen. bei leuten <= 40k/jahr ist kaum geld zu holen, das wirkt sich in den kassen nur in der masse aus.

zudem kommt die große belastung für durchschnitssverdiener durch die sozialbeiträge, die durch eine deckelung für eine entlastung von verdienern ab ~100k sorgt. allerdings tragen auch dort bei den GKVs, wie auch bei der ESt. wenige (gutverdiener) haushalte deutlich mehr zum füllen der kassen bei.

x-force
2016-01-05, 03:00:15
wer über armut, reichtum und verteilung redet, sollte dabei im hinterkopf haben, wie denn überhaupt die realität in etwa aussieht:


Das Gesamtvermögen der Deutschen [...] beträgt bis zu 9,3 Billionen Euro

Die reichsten 0,1 Prozent besitzen demnach 14 bis 16 Prozent.
Das reichste Prozent der Deutschen besitzt 31 bis 34 Prozent des Vermögens.
Die reichsten zehn Prozent vereinigen den Schätzungen zufolge 63 bis 74 Prozent des Privatvermögens im Land


privatvermögen ist in deutschland zur zeit größer als nie zuvor.

vergesst statistiken, die das einkommen betrachten. das vermögen ist viel interessanter und bietet ganz andere dimensionen und ist zudem ein viel besserer indikator für reichtum. lässt sich natürlich auch schwerer erfassen. wer weiß schon, wem was offshore gehört.

Berni
2016-01-05, 09:34:39
Das war nicht zufällig die Techniker Krankenkasse?
Bei mir haben Sie genau das gleiche gemacht
Ja, war es.

()V()r.Freeze
2016-01-05, 13:17:31
Wegen dem Spitzensteuersatz oder woher dieser Gedanke?
Irgendwo muss der progressiv ansteigende Steuersatz auch gedeckelt sein sonst macht es keinen Sinn mehr verdienen zu wollen. Mit dem Geld "verdient" der Staat dann auch wieder Geld. Beim Konsum in Form von MwSt und beim Anlegen durch die Abgeltungssteuer.

Wieso muss er gedeckelt sein? Genauso gut könnte man sagen dass jeder pauschal x Prozent seines Einkommens abgeben muss. Als Besserverdiener bist du dann absolut nach wie vor besser dran. Bitte nicht missverstehen - ich bin weder für das eine noch für das andere. Ich weiß nicht was besser ist. Ich profitiere von der momentanen Regelung - ungerecht ist sie dennoch irgendwo.

Argo Zero
2016-01-05, 13:24:12
Mit einem Einkommen von 50T€ hast du eine Steuerbelastung von ca. 13T€. Bei einem Einkommen von 100T€ steigt diese auf ca. 35T€.
Ja, etwas ungerecht ist das schon, denn ich habe eine 2,7 fach höhere Steuerlast, obwohl ich nur 2 fach mehr verdiene.

x-force
2016-01-05, 13:47:50
Irgendwo muss der progressiv ansteigende Steuersatz auch gedeckelt sein sonst macht es keinen Sinn mehr verdienen zu wollen.

Mit einem Einkommen von 50T€ hast du eine Steuerbelastung von ca. 13T€. Bei einem Einkommen von 100T€ steigt diese auf ca. 35T€.
Ja, etwas ungerecht ist das schon, denn ich habe eine 2,7 fach höhere Steuerlast, obwohl ich nur 2 fach mehr verdiene.

achtung, triviale erkenntnis:
selbst bei 99% steuer hast du mit jedem euro einen zusätzlichen cent eingenommen und bist reicher geworden. :eek:

demnach macht deine aussage nicht wirklich sinn, denn von 99,9% sind wir noch weit entfernt.

selbst wenn du mit einer million im jahr 80% abdrücken würdest, hättest du damit noch mehr als 10x so viel einkommen wie die hälfte der deutschen.

Argo Zero
2016-01-05, 13:54:43
Mir geht es nicht um absolute Werte sondern um die Verhältnismäßigkeit meines Einkommens und Steuern. Wenn der Staat mir beispielsweise 80% meines Einkommens einbehält macht es keinen Sinn so viel verdienen zu wollen.
Stelle dir SimCity vor und die Zufriedenheit der Menschen ;)

Franconian
2016-01-11, 17:57:16
Habe heute die Kündigung zur DAK geschickt, nachdem ich über diesen Thread gestolpert bin. Dort bin ich schon mein Leben lang und hatte mich nicht wirklich damit befasst, jedoch waren die 1,50 % und der Thread eben Grund genug es doch zu tun.

Hatte zuerst die TK im Auge, aber die HKK ist nochmal massiv günstiger (würde über 370 € sparen) und wenn ich mir den Leistungsvergleich ansehe, scheint sich das ja nichts zu geben, teilweise bietet die HKK sogar mehr.