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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ist "homosexuell" eine Beleidigung?


5tyle
2016-12-01, 10:17:56
In Italien hat das höchste Gericht beschlossen, dass "homosexuell" keine Beleidigung mehr ist, wenn man das Wort selbst benutzt.

http://www.independent.co.uk/news/world/europe/italys-highest-court-gay-insult-heterosexuality-law-a7447816.html

Wenn ich nun zu einem Polizisten sage, dass er "homosexuell" ist, wäre das immer noch eine Beleidigung? Ich habe mal auf https://www.bussgeldkatalog.org/beleidigung-im-strassenverkehr/ nachgesehen:

Bußgeldkatalog Beleidigung (basierend auf Urteilen):

"Du Mädchen!" (zu einem Polizisten) 200€*
"Dumme Kuh" 300€*
"Du blödes Schwein!" 475€*
Scheibenwischer-Geste 1000€*
Stinkefinger zeigen 4000€*
"Du Wichser" 1000€*
"Idiot" 1500€*
"Am liebsten würde ich jetzt Arschloch zu dir sagen!" 1600€*
"Schlampe" 1900€*
"Alte Sau" 2500€*

Also es scheint ja in D so zu sein, wenn man einen Polizisten als Mädchen bezeichnet (Anm.: es gibt ja immer mehr Mädels bei der Polizei), dass das starfbar sein könnte. Aber wieso ist Mädchen eine Beleidigung? Oder Behinderter? Ist das nicht diskriminierend gegenüber den betreffenden Personengruppen oder Tieren? Oder Kuh, oder Sau, die haben ja keine Rechte wie Menschen, aber trotzdem, ist eine Kuh was Schlechtes? Habe ich nie so empfunden.

Nein ich bin nicht homosexuell aber ich hatte und habe zahlreiche Bekannte Männer, Frauen und ja auch Mädchen die homosexuell sind, das ist doch völlig alltäglich, oder? Und selbst bei Tieren habe ich das beobachtet. Und mir ist auch völlig egal ob jemand homosexuell, schwanger oder ein Mädchen oder ein Mann ist oder nicht.

Daher plädiere ich dafür, dass wenn ich zu einer Polizeibediensteten in Deutschland sage, sie sei ein homosexueller Kuhmädchen-Lurch, dass das nicht mehr strafbar ist. Auch schon weil das völlig lächerlich ist. Wer macht denn wegen so einem Schwachsinn eine Anzeige, außer er hat selbst einen Minderwertigkeitskomplex. Wenn mich jemand als schwanger bezeichnet oder groß oder klein oder dick oder dünn, nerdig oder sonstwas dann ist mir das auch vollkommen egal. Beleidigungen gehören eben zur Diskussionskultur. Oder?

Effe
2016-12-01, 10:27:06
Beleidigungen gehören eben zur Diskussionskultur. Oder?
Diese sind eher ein Anzeichen für den Mangel an Gesprächskultur.

BlacKi
2016-12-01, 10:28:23
lol, es geht um die absicht jemanden zu denunzieren. der ausdruck scheint blos von richter zu richter und fall zu fall als strafe zu anders auszufallen. wenn der gegenüber als das empfindet hat derjenige auch wenn er kein polizist ist das recht denjenigen anzuzeigen, zumindest nehme ich das so an. bei einem polizisten kommt die amtsbeleidigung oben drauf. wobei nicht jeder polizist in jedem fall daraus auch eine mücke macht.

ich bin nicht dafür das man jeden in der öffentlichkeit so nennen darf wie man möchte. wo käme man da hin lol.

derpinguin
2016-12-01, 10:29:09
Was eine Beleidigung ist und was nicht ist kontextabhängig.
Wenn ich zu meinem homosexuellen Bekannten "Schwuli" sage und wir beide wissen wie das gemeint ist, wird das nie eine Beleidigung sein.
Wenn ich das allerdings zu einem Fremden sage, mit dem ich gerade in einem Disput befinde, dann wird das den Charakter einer Beleidigung haben.

EvilOlive
2016-12-01, 10:33:16
Beamtenbeleidigung ist in Deutschland übrigens kein besonderer Straftatbestand, weil du "Polizist" in deinem Text so hervorhebst.

Mosher
2016-12-01, 10:43:20
Und wie wäre es dann, wenn ich zB Guido Westerwelle seinerzeit als "Du heterosexueller" beleidigt hätte?

Philosoraptor.

5tyle
2016-12-01, 11:02:40
Wenn Beleidigungen kontextabhängig sind, dann kann sich immer einer irgendwie beleidigt fühlen. Eben das ist es, was Diskussionskultur stört bzw. tut das auch übermäßige Political Correctness in einer anderen Art und Weise. Nur kann man dann auf der Basis des Beleidigtseins andere wiederum angreifen wenn diese dann zu Geldstrafen verdonnert werden. In einem Extremfall könnte dann ein Polizist behaupten er wäre beleidigt worden obwohl das nicht stimmt, oder man sucht sich ein paar Zeugen zusammen um jemand anderen wegen Beleidigung zu denunzieren, aber wirklich verletzen können Worte eigentlich niemanden. Es schafft nur eine niederschwellige Angriffsfläche wo eigentlich gar keine sein sollte. Auch wenn das einige so empfinden, aber hat z.B. die Polizei nicht andere Probleme?
Wieso ich die Polizei so hervorhebe? Weil in dem Video auf der independet.co.uk es offensichtlich auch um Polizisten in diesem Zusammenhang geht. Und es wurde ja auch ein Polizst in diesem konkreten Fall beleidigt.

derpinguin
2016-12-01, 11:09:41
Natürlich sind Beleidigungen kontextabhängig, anders geht es gar nicht.

Wenn ich zu meine,m Kollegen in der Übergabe sage: "der Patient ist geistig behindert" Beleidigung oder Sachbezug?
Wenn ich zu dir sage "du bist geistig behindert" meine ich das wohl eher als Beleidigung. Ob du dich davon beleidigt fühlst ist wieder eine andere Sache.
Allerdings verstehe ich Polizisten, die diese Dinge zur Anzeige bringen um deutlich zu machen wo Grenzen sind. Die müssen sich auch nicht alles bieten lassen und ich weiß aus Erfahrung, dass die Polizisten bei weitem nicht jede Beleidigung auch zur Anzeige bringen. Das meiste wird einfach übergangen, außer jemand übertreibt es wirklich. Die haben auch gar keinen Bock für jeden Kleinscheiß einen Zettel zu schreiben.

EvilOlive
2016-12-01, 11:27:12
Wieso ich die Polizei so hervorhebe? Weil in dem Video auf der independet.co.uk es offensichtlich auch um Polizisten in diesem Zusammenhang geht. Und es wurde ja auch ein Polizst in diesem konkreten Fall beleidigt.

Es wurde kein Polizist beleidigt, der Student fragte den Polizisten: "Excuse me, do you realise your horse is gay?" und die Anklage wurde fallen gelassen.

5tyle
2016-12-01, 11:30:01
Es wurde kein Polizist beleidigt, der Student fragte den Polizisten: "Excuse me, do you realise your horse is gay?" und die Anklage wurde fallen gelassen.
Ob das wirklich den Unterschied macht? In Deutschland würde man mit Sicherheit eine Anzeige wegen Beleidigung bekommen wenn man das direkt und unvermittelt sagt, also wenn selbst der Ausdruck "Mädchen" als Beleidigung gilt. Ist ja scheinbar Ermessenssache und wenn der Herr Gesetzeshüter gerade schlechter Laune ist, was will man da machen? Oder sag das mal in Amerika als Schwarzer zu einem Polizisten während einer Autokontrolle...
Und wenn es da in Italien nicht fallengelassen worden wäre, wären es bestimmt 1000 Euo Geldstrafe gewesen, zumindest scheint ja der Ausgang überraschend gewesen zu sein.
Und es wurden Leute schon wegen weniger betraft, ich erinnere mich da z.B. an den "Soldaten sind Mörder"-Aufkleber am Auto oder teilweise auch völlig harmlose Späße wo die betroffenen gar nicht wussten wie ihnen geschieht, als sie plötzlich eine Anzeige am Hals hatten.

Poekel
2016-12-01, 12:08:44
Eben das ist es, was Diskussionskultur stört bzw. tut das auch übermäßige Political Correctness in einer anderen Art und Weise.
Das, was die Diskussionskultur stört ist doch, dass ständig versucht wird, irgendwie doch Formen von Beleidigungen in die Diskussion zu schmuggeln. Neben der Machtdemonstration sind Beleidigungen vor allem die Demonstration, dass man dem Gegenüber (oder auch dem Diskussionssubjekt) keinen Respekt entgegenbringt. Und ohne gegenseitigen Respekt (auch bei unterschiedlichen Sichtweisen) funktioniert eine Diskussion eben nicht.

Das hat dann auch nichts mit Political Correctness zu tun, sondern einfach nur mit Anstand und Diskussionskultur. Wenn man mit jemandem diskutiert, beleidigt man diese Person oder seine Ansichten nicht oder macht sich darüber lustig.

Und natürlich kommt es eben auf dem Kontext an. Ein Problem der aktuellen Diskussionskultur ist doch, dass eben keine eindeutigen Beleidigungen verwendet werden, sondern dass Wörter genommen werden, die aus dem Kontext zwar eindeutig pejorativ oder beleidigend sind, aber per se eben nicht zwingend beleidigend sind.

Annator
2016-12-01, 12:22:46
Eine Beleidigung ist eine Beleidigung wenn sich der Gegenüber beleidigt fühlt und/oder der Vorsatz der Beleidigung gegeben ist. Was man sagt ist egal.

lumines
2016-12-01, 13:04:28
Wenn Beleidigungen kontextabhängig sind, dann kann sich immer einer irgendwie beleidigt fühlen. Eben das ist es, was Diskussionskultur stört bzw. tut das auch übermäßige Political Correctness in einer anderen Art und Weise. Nur kann man dann auf der Basis des Beleidigtseins andere wiederum angreifen wenn diese dann zu Geldstrafen verdonnert werden. In einem Extremfall könnte dann ein Polizist behaupten er wäre beleidigt worden obwohl das nicht stimmt, oder man sucht sich ein paar Zeugen zusammen um jemand anderen wegen Beleidigung zu denunzieren, aber wirklich verletzen können Worte eigentlich niemanden. Es schafft nur eine niederschwellige Angriffsfläche wo eigentlich gar keine sein sollte.

Man könnte seine Energie im Kreuzzug gegen die Political Correctness auch einfach dafür aufwenden, sich wie ein normaler Mensch auszudrücken.

Manche Leute haben auch einfach nur Angst, sich auf irgendwelche Aussagen festzulegen. Wenn man sich immer darauf beruft, dass das ja alles gar nicht so gemeint war, welche Substanz steckt dann überhaupt dahinter? Offenbar ja nichts. Das entwertet alles, was man sagt. Wer nicht beim Wort genommen will, der hat scheinbar auch nichts Wichtiges zu sagen.

Eine Beleidigung ist eine Beleidigung wenn sich der Gegenüber beleidigt fühlt und/oder der Vorsatz der Beleidigung gegeben ist. Was man sagt ist egal.

Und wie kommst du darauf? Ich denke mal es geht eher um einen Konsens, was wir als Gesellschaft oder Gruppierungen als beleidigend empfinden und nicht das spezifische Empfinden von individuellen Personen. Nur weil man zusätzlich einen gewissen Kontext betrachtet, heißt das nicht, dass man eine Beleidigung zwangsläufig am individuellen Empfinden festmacht.

Joe
2016-12-01, 13:09:19
Was eine Beleidigung ist und was nicht ist kontextabhängig.

Genau das! Wörter selbst beleidigen Nie, es ist immer der Kontext.
Außerdem ist Jemanden beleidigen eigentlich nur die Hälfte der Geschichte. Der Betroffene muss ja auch beleidigt sein. Sich beleidigt fühlen ist aber etwas sehr persönliches und von Fall zu Fall verschieden.
Das Italienische Gericht hat IMHO recht weise entschieden, denn wir sollten nicht anfangen Sprache zu Kriminalisieren. Wer Sprache kriminalisiert, kriminalisiert im nächsten Schritt auch Gedanken.

Wär dennoch mal interessant, was passiert, wenn ich den nächsten bayerischen Polizisten mal Mösenmann nenne :D

mercutio
2016-12-01, 13:11:16
Wenn Beleidigungen kontextabhängig sind, dann kann sich immer einer irgendwie beleidigt fühlen...

Genau so ist es.
That's life - thread kann geschlossen werden.

Zu einer heterosexuellen Person sagen: Du bist homosexuell! => Kann als Beleidigung aufgefasst werden.
Zu einer homosexuellen Person sagen: Du bist heterosexuell! => Kann als Beleidigung aufgefasst werden.

@Joe: Da freut sich der Polizist bestimmt. ;D

Ich finde unterschiedliche Bußgelder für die Beleidigungen übrigens auch diskriminierend. Warum ist ein "Armleuchter" teurer als "Mädchen". Gleichstellung ftw!

Annator
2016-12-01, 13:47:54
Und wie kommst du darauf? Ich denke mal es geht eher um einen Konsens, was wir als Gesellschaft oder Gruppierungen als beleidigend empfinden und nicht das spezifische Empfinden von individuellen Personen. Nur weil man zusätzlich einen gewissen Kontext betrachtet, heißt das nicht, dass man eine Beleidigung zwangsläufig am individuellen Empfinden festmacht.

Das meine ich auch so.
Aber wenn der Beleidigte die Beleidigung nicht als solche empfindet kann das keine Beleidigung gewesen sein.

Aber man nehme mal dieses Beispiel:

http://www.rechtsindex.de/strafrecht/5741-urteil-beleidigende-aeusserungen-eines-anwalts-gegenueber-einer-richterin

Ein Rechtsanwalt faxte einen Schriftsatz an das Amtsgericht, in dem er der Richterin vorwarf, sie habe postpubertär wirkende Rachegelüste und sei entweder heillos überlastet oder maßlos arrogant. Dadurch soll er die Richterin in ihrer Ehre verletzt haben, was die Staatsanwaltschaft als Beleidigung verfolgt hat.

Die Richterin war beleidigt. Dem Rechtsanwalt konnte aber kein Vorsatz nachgewiesen werden. -> Freispruch. Es muss irgendwo immer beides vorhanden sein. Ein Vorsatz und die beleidigte Person.

Poekel
2016-12-01, 14:02:58
Das meine ich auch so.
Aber wenn der Beleidigte die Beleidigung nicht als solche empfindet kann das keine Beleidigung gewesen sein.
Das sehe ich genau umgekehrt. Ob etwas eine Beleidigung ist, hängt maßgeblich davon ab, ob eine beleidigende Intention vorlag, und ist vollkommen unabhängig von der Reaktion des Beleidigten.

Sage ich Worte mit der Intention, jemanden zu verletzen oder herabzuwürdigen, dann ist das eine Beleidigung, unabhängig ob der andere sich jetzt beleidigt fühlt oder nicht.

Umgekehrt aber doch nicht. Sage ich zu jemanden "Hallo" mit der Intention diese Person zu begrüßen (theoretisch kann man sich auch hier Situationen vorstellen, in denen auch ein "Hallo" beleidigend sein kann), dann ist es doch keine Beleidigung, auch wenn die andere Person sich beleidigt fühlt.

Argo Zero
2016-12-01, 14:09:54
Was eine Beleidigung ist und was nicht ist kontextabhängig.
Wenn ich zu meinem homosexuellen Bekannten "Schwuli" sage und wir beide wissen wie das gemeint ist, wird das nie eine Beleidigung sein.
Wenn ich das allerdings zu einem Fremden sage, mit dem ich gerade in einem Disput befinde, dann wird das den Charakter einer Beleidigung haben.

So sehe ich das auch.
Kannte einen Italiener, der hat immer auf der Straße gerufen "Hey du alte Kartoffel!" und ich rief zu rück "Was los Spaghetti-Fresser!?" :D
Tonfall und der Kontext diktieren die Absicht, wobei selbst dann kann es noch Missverständnisse geben.

Annator
2016-12-01, 14:11:10
Umgekehrt aber doch nicht. Sage ich zu jemanden "Hallo" mit der Intention diese Person zu begrüßen (theoretisch kann man sich auch hier Situationen vorstellen, in denen auch ein "Hallo" beleidigend sein kann), dann ist es doch keine Beleidigung, auch wenn die andere Person sich beleidigt fühlt.

Nein ist es auch nicht, weil der Vorsatz fehlt.

Zephyroth
2016-12-01, 14:31:28
Ich für meinen Teil finde es lächerlich, das eine wörtlich ausgesprochene Beleidigung strafbar ist.

Es entsteht dem Beleidigten materieller Schaden. Jeder kann sich Beleidigungen anhören, muß es aber nicht. Und schon gar nicht muß er sie ernst nehmen.

Ich finde es zum Teil erbärmlich, das sich jemand aufgrund seines Minderwertigkeitskomplexes (ein gesunder Verstand steckt jedwege Beleidigung weg!) hinter dem Gesetz verstecken muß.

Grüße,
Zeph

Argo Zero
2016-12-01, 14:46:25
Verstehe schon was du meinst, aber viele Menschen trifft das schon hart mit evtl. psychologischen folgen. Du kannst einen Menschen verbal genau so verletzen wie non-verbal.

aufkrawall
2016-12-01, 14:46:43
Gibt halt dämliche und weniger dämliche Beleidigungen. Die Verwendung mancher vermeintlicher Beleidigungen diskreditiert eher denjenigen, der sie ausspricht.

lumines
2016-12-01, 14:51:30
Es entsteht dem Beleidigten materieller Schaden. Jeder kann sich Beleidigungen anhören, muß es aber nicht. Und schon gar nicht muß er sie ernst nehmen.

Willst du damit sagen, dass jeder Schaden materiell sein muss, damit man ihn als Schaden werten darf? Ich glaube nicht, dass das irgendwie sinnvoll ist, wenn man das zuende denkt.

5tyle
2016-12-01, 15:11:58
Verstehe schon was du meinst, aber viele Menschen trifft das schon hart mit evtl. psychologischen folgen. Du kannst einen Menschen verbal genau so verletzen wie non-verbal.
Geht das nicht eher in Richtung Nötigung oder Belästigung? Wer legt den Maßstab fest wie beleidigend und emotional gravierend eine Beleidigung ist, das kann man schlecht messen oder gleichsetzen. Gerade weil Beleidigung immer missbräuchlich verwendet wird, die wenigsten Anzeigen geraede von Polizisten werden gemacht weil eine Verletzung der Gefühle oder Ehre vorliegt, sondern eher aus Rache um es dem Beleidiger heimzuzahlen. Wenn aber eine Beleidigung oder unlauterer Vorwurf im Raum steht, dann kann man die die ja eben nicht durch eine Geldstrafe rückgängig machen. Muss nicht jeder selbst ein Urteil darüber fällen, sondern ein Richter? Kann man Beleidigungen überhaupt wiedergutmachen, also anders als durch Richtigstellung oder Entschuldigung bzw. Vergebung?

ShadowXX
2016-12-01, 15:44:07
Allerdings verstehe ich Polizisten, die diese Dinge zur Anzeige bringen um deutlich zu machen wo Grenzen sind. Die müssen sich auch nicht alles bieten lassen und ich weiß aus Erfahrung, dass die Polizisten bei weitem nicht jede Beleidigung auch zur Anzeige bringen. Das meiste wird einfach übergangen, außer jemand übertreibt es wirklich. Die haben auch gar keinen Bock für jeden Kleinscheiß einen Zettel zu schreiben.
Ganz ernsthaft, gerade Polizisten beleidigen was das Zeug hergibt, gerade weil Sie wissen das man Ihnen quasi nichts kann......schon aus dem Grund sollten vermeintliche Beleidigungen gegen Polizisten IMHO gar nicht verfolgt werden.

Und es ist nebenbei nicht nur direkter Kontext: wenn dich ein Ausländer "Scheiß Kartoffel" nennt, hat er nix zu befürchten....sag du aber mal "Scheiß Türke". Dann hast du gleich ne Anzeige wegen Volksverhetzung am Hals.....
Überall wird mit zweierlei maß gemessen.

derpinguin
2016-12-01, 17:05:10
Ich wurde noch nie von einem Polizisten beleidigt. Vielleicht solltest du an deinem Auftreten gegenüber der Polizei arbeiten, wenn du ständig von denen beleidigt wirst.

Argo Zero
2016-12-01, 17:25:18
Ich hatte gehofft niemand würde auf seinen Beitrag eingehen. Seine nachfolgenden Beispiele sollten eigentlich für jeden klar aufzeigen: Am besten nicht darauf eingehen. Diese Einstellung ist fest wie Zement.

Plutos
2016-12-01, 17:38:05
Und es ist nebenbei nicht nur direkter Kontext: wenn dich ein Ausländer "Scheiß Kartoffel" nennt, hat er nix zu befürchten....sag du aber mal "Scheiß Türke". Dann hast du gleich ne Anzeige wegen Volksverhetzung am Hals.....
Überall wird mit zweierlei maß gemessen.
Dann sag eben "Scheiß Kebab" :ulol:

Godmode
2016-12-01, 18:09:55
Das Wort selber ist neutral, es kommt wohl drauf an wie man es zu wem sagt.

aufkrawall
2016-12-01, 18:18:12
Wenn man nicht homophob ist, benutzt man es nicht als Beleidigung. Einfache Kiste.