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Ph03n!X
2018-02-26, 16:27:47
Hi,

Bei mir kommt das Thema so langsam auf eine Entscheidung für oder dagegen zustimmen.
Wie habt Ihr euch entschieden, und mit welcher Begründung ? Ich sehe die Vorteile im jungen Alter ( niedriger Beitrag, Leistungen) aber auch die Nachteile im Alter ( Kosten steigen etc.)
Einmal drin kommt man nur durch Arbeitslosigkeit raus oder wenn man unter die Beitragsbemessungsgrenze fällt.

Danke

/dev/NULL
2018-02-26, 16:32:44
Hab mich bewußt gegen private KV entschieden, mein Bruder (Arzt) übrigens auch.
Hintergrund sind die steigenden Kosten im Alter, was ich bei meinem Stiefvater miterlebt habe.. 15% Steigerung im Jahr.. kein Thema, passierte häufiger.

Für mich sind die Kinder (und Frau) kostenfrei mit in der gesetzlichen und die privaten Leistungen habe ich bisher auch noch nicht vermisst.

dreas
2018-02-26, 16:34:13
Ich hab mich dagegen entschieden.
Ein enger Freund von mir, Inhaber einer grossen Steuerkanzlei, ist ebenfalls freiwillig gesetzlich versichert. Wenn der das macht, sag ich mir immer, kann es nicht falsch sein.

Früher oder später kommt sowieso eine einheitliche Regelung.

noid
2018-02-26, 16:41:55
Alles schon genannt. Frau und Kinder, und die Beitragserhöhungen. Wenn ich weniger verdiene dann zahl ich gesetzlich auch weniger. Privat halt nicht.

PatkIllA
2018-02-26, 16:45:21
Einmal drin kommt man nur durch Arbeitslosigkeit raus oder wenn man unter die Beitragsbemessungsgrenze fällt. So einfach geht das nicht. Mal eben weniger verdienen (Teilzeit) oder arbeitslos werden kriegt man ja problemlos hin. Die genauen Regelungen würden mich aber interessieren.
Was ist mit Verdienst oder Selbstständig? Wie sieht die Familienplanung aus? Vorerkrankungen?
Früher oder später kommt sowieso eine einheitliche Regelung.Dann könnte man ja zocken und jetzt reingehen und nachher wieder zurückfallen lassen.

dreas
2018-02-26, 16:47:06
Dann könnte man ja zocken und jetzt reingehen und nachher wieder zurückfallen lassen.
so wirds nich kommen. irgendeine sanktion wirds da wohl geben.

Ph03n!X
2018-02-26, 16:47:53
Keine Vorerkrankungen. Paar Jahre noch ohne Kinder und dann geht es los. Ich beziehe als Arbeitnehmer einen Verdienst.

Was ist mit den gesetzlichen Kassen die teilweise private Leistungen anbieten? Jemand damit Erfahrung?

PatkIllA
2018-02-26, 16:48:22
so wirds nich kommen. irgendeine sanktion wirds da wohl geben.
Beim Thema Bürgerversicherung stand ja anscheinend schon fest, dass die Altersrückstellungen dem Versicherten gehören.

Knobina
2018-02-26, 16:48:44
Dann könnte man ja zocken und jetzt reingehen und nachher wieder zurückfallen lassen.
Dann zock mal.:wink:

PatkIllA
2018-02-26, 16:50:09
Dann zock mal.:wink:
Ich hab mich schon für weniger arbeiten entschieden und darf nicht.

Frucht-Tiger
2018-02-26, 16:56:51
Ich bin selbstständig und privat versichert. Man sollte nicht nur die Kosten im Auge haben bei der Entscheidung, es gibt auch andere Gründe bei der gesetzlichen zu bleiben. Es ist z.B. deutlich unkomfortabler in der privaten Versicherung mit dem ganzen Rechnungs-Gedöhns, Freibeträgen etc. und dazu kommt noch ein höheres Maß an Eigenverantwortung bei der Wahl der Behandlung.

Als Angestellter würde ich es mir 2x überlegen - man zahlt ja eh nur die Hälfte und kann daher auch nicht so viel (potentiell) sparen, dazu hat man dann das Risiko irgendwann mal deutlich höhere Beiträge zu zahlen.

x-force
2018-02-26, 17:07:24
das thema über/unnötige behandlung nicht vergessen. wo mehr geld vorhanden ist, wird die hand auch dementsprechend aufgehalten.

Joe
2018-02-26, 18:12:36
Ich würds nicht mehr machen mit der PKV.
Privatpatient sein bringt Dir halt mal in der Praxis gar nix außer dass es mehr kostet. Zurückblickend würde ich gesetzlich versichert bleiben und alles kleinere einfach selbst zahlen.
Bei der ersten Chance aus der Privaten zu türmen, werd ich das auch machen.

Cyv
2018-02-27, 13:52:18
Bin freiwillig in der PKV. Kommt mich ne ganze Ecke günstiger als der Höchstbeitrag in der GKV. Habe eine PKV mit hohen Altersrückstellungen gewählt und Beitragsreduzierung ab Rentenalter. Die jetzt gesparten Beiträge werden angelegt um im Alter sie Beiträge weiter zu „reduzieren“.
Damit fahr ich gut.

Da kann man jetzt viel Meckern mit Bürgerversicherung und co... unser Gesundheitssystem funktioniert nur noch dank PKV. Frag mal paar Ärzte ob sich deren Praxis ohne Privatpatienten noch lohnt. Nope! Dann verschwinden auch die letzten Arztpraxen auf dem Land.
Oder Man schaue sich die tolle Bürgerversicherung in den Niederlanden an. Damit ist keiner glücklich. Leistungskatalog reduziert, lange Wartezeiten und die Kosten sind explodiert.... gut gelaufen würd ich sagen...

dreas
2018-02-27, 13:56:26
Frag mal paar Ärzte ob sich deren Praxis ohne Privatpatienten noch lohnt. Nope! Dann verschwinden auch die letzten Arztpraxen auf dem Land.

im osten gibt es wenige bis gar keine privat patienten. ärzte gibts deswegen aber trotzdem genug. ist somit nur propaganda der besserverdienenden.

SuperStar
2018-02-27, 14:04:55
Als gkv kunde bin ich mir sicher, dass es nicht besser wird mit einer bürgerversicherung.
Die Ärzte hätten weniger Einnahmen, wie genau soll das besser sein? Noch stressigere Abfertigung der Patienten, höhere Fehlerraten, weniger Innovationen in der Medizinforschung, weil GKV eh nix zahlt. Sehe keinen Vorteil für mich.

Cyv
2018-02-27, 14:07:12
Unabhängig von irgendwelchen Fakten ist scheinbar einigen im Osten nicht klar, dass der Osten nicht repräsentativ für ganz Deutschland ist...

Vielleicht ist es aber auch nur Propaganda von Geringverdienern...
Merkst du wie sinnvoll deine Argumentation ist?

Also ich finde bei meiner Recherche eindeutig mehr Gründe warum das Gesundheitssystem eine PKV braucht als pure Propaganda.

Ärzte, Versicherer und Politiker warnen eindringlich vor der Bürgerversicherung und bringen dazu stichhaltige Belege. War in Holland nicht anders....

Aber ja, alles Proganda der Gutverdiener:freak:

dreas
2018-02-27, 14:09:44
nach deiner denke müssten ärzte ohne oder mit wenigen privatpatienten alle am hungertuch nagen. dem ist aber nicht so. das trift sicher auch auf strukturschwache regionen wie z.b. das ruhrgebiet zu. nicht nur den osten.

Cyv
2018-02-27, 14:17:56
Stell deine Frage doch mal dem Ärzteverband oder lies dich ein.

Ohne auf medizinische Aspekte einzugehen, die entstehenden Kosten in strukturschwachen Regionen sind auch nicht vergleichbar.
Miete, Unterhalt, Personalkosten.

Kauf dir ein Einfamilienhaus in der Nähe von Köln, Frankfurt, München und lass es renovieren. Mach das gleiche in einer von dir genannten Regionen.
Vergleich die entstehenden Kosten.

Der Arzt kann gegenüber den Handwerkern den Kostensatz aus dem Leistungskatalog abrechnen, obwohl er deutlich niedrigere Kosten hat, als ein Arzt in einer Großstadt...

Ohne jetzt tief im Thema zu sein... Man findet sicherlich bessere oder andere Beispiele. Das was ich bisher gelesen und erlebt habe stützt meine Meinung.
Ein Arzt aus dem Nachbarort hat die Hausarztpraxis geschlossen und arbeitet nun in der Schweiz... lohnt sich nicht mehr...

noid
2018-02-27, 15:38:22
Stell deine Frage doch mal dem Ärzteverband oder lies dich ein.

Ohne auf medizinische Aspekte einzugehen, die entstehenden Kosten in strukturschwachen Regionen sind auch nicht vergleichbar.
Miete, Unterhalt, Personalkosten.

Kauf dir ein Einfamilienhaus in der Nähe von Köln, Frankfurt, München und lass es renovieren. Mach das gleiche in einer von dir genannten Regionen.
Vergleich die entstehenden Kosten.

Der Arzt kann gegenüber den Handwerkern den Kostensatz aus dem Leistungskatalog abrechnen, obwohl er deutlich niedrigere Kosten hat, als ein Arzt in einer Großstadt...

Ohne jetzt tief im Thema zu sein... Man findet sicherlich bessere oder andere Beispiele. Das was ich bisher gelesen und erlebt habe stützt meine Meinung.
Ein Arzt aus dem Nachbarort hat die Hausarztpraxis geschlossen und arbeitet nun in der Schweiz... lohnt sich nicht mehr...

Fragt sich immer: lohnt sich nicht mehr, dass man ein Lebensunterhalt hat. Oder lohnt sich nicht mehr, so dass man 5x im Jahr in Urlaub fährt und 2 Porsche hat?

x-force
2018-02-27, 16:55:29
euch muss auch klar sein, daß ein arzt aus der sicht eines arztes wenig verdient, obwohl er:
im teuersten viertel der stadt ein haus besitzt und selbstverstänlich ein boot hat.

sun-man
2018-02-27, 17:27:49
Ich hab mich vor Jahren auch bewusst dagegen entschieden. Klar, ohen Beratung gings nicht.
Dennoch: Plan war Familie und Kinder und da ist das quasi Quatsch in meinem Fall

Oder sagen wir es so. Wenn Du gerade an der Grenze bist und z.B. in Rhein Main lebst dann macht es keinen Sinn. Miete und Co fressen Dich auch auf. An der Grenze in McPom mit 345€ Miete für 90qm und alles ist schicko.
Wenn Du natürlich 120.000€ verdienst dürfte es recht egal sein.

Wir haben ne schicke Zahnzusatzversicherung die schon VIEL gespart hat (alleine bei mir über 5000€)

Filp
2018-02-27, 17:59:42
Fragt sich immer: lohnt sich nicht mehr, dass man ein Lebensunterhalt hat. Oder lohnt sich nicht mehr, so dass man 5x im Jahr in Urlaub fährt und 2 Porsche hat?
Deine Vorstellung von Arzt ist nicht die Regel ;)

Hier machten alle Praxen nach und nach dicht weil keine jungen Ärzte nachkommmen und statt 7 niedergelassene Ärzte haben wir noch einen der über ist (in 2 Jahren aber auch aufhört) und 6 Arztsitze die jetzt zu einem MVZ eines großen Konzerns zuammengefasst werden.

Der Kassenpatient bringt dem Hausarzt halt in den meisten Fällen einmal die Pauschale (ca 35€) und sämtliche Nachbehandlungen im Quartal sollen damit abgedeckt sein. Hausbesuche sind voll fürn Arsch, für das was dein Hausarzt dafür bekommt geht kein Handwerker vor die Tür ;)
Dann ist es auch noch nach oben gedeckelt, ist das Punktekonto im Quartal voll, bekommst du nichts mehr und arbeitest, wenn du nicht zu machst, halt ohne Bezahlung weiter.

kiX
2018-02-27, 21:22:57
Exakt wie Filp schreibt.
Und an der Pauschale und den Konsequenzen sieht man leider auch, was passiert wenn man dieses System völlig den GKV und dem Gesetzgeber überlässt, und nichts anderes wäre eine Bürgerversicherung. Es ist jetzt schon eine untragbare Situation, sowohl mit der exzessiven Dokumentationspflicht als auch mit der extremen Deckelung der Zahlungen, völlig unabhängig vom eigentlichen Bedarf.

Zur Threadfrage: noch GKV, aber seit Ende des Studiums mit Anwartschaft, da vorher seit Geburt in PKV, somit potentiell sehr günstig und ohne Gesundheitsprüfung bei Wiedereinstieg. Allerdings verheiratet mit drei kleinen Kindern, daher lohnt sich PKV wohl nur als Beamte dank Beihilfe, bzw selbständig (nicht geplant). Wenn ich angestellt bleibe, geh ich wohl dauerhaft in die GKV, trotz Einkommen über Bemessungsgrenze.

AtTheDriveIn
2018-02-27, 21:33:52
Vor Jahren gegen PKV entschieden. Die Gründe wurden hier alle schon genannt.

Meine Frau ist Beamtin und privat versichert und ich sehe wie sie Behandlungen angedreht bekommt, die ich nicht kriege und nicht brauche. Mit Rechnungen zugeworfen wird und vieles auslegen darf. Dazu frei Mitversicherung und steigende Kosten im Alter. Außerdem ist gesetzlich sozialer.

NiCoSt
2018-02-27, 22:02:42
Gesetzliche KV. Ist mMn auch ein Stück weit gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Heelix01
2018-02-27, 23:09:09
Gesetzlich! Gründe würde alle mehrfach genannt.

downforze
2018-03-23, 13:03:13
Ich bin in der PKV und zahle mit Mitte 30 natürlich bedeutend weniger als in der GKV. Das wird sich sicher mit etwa 50 ändern. Was mich an der Sache nervt, ist die Nachbearbeitung der Rechnungen zur Zusendung an Beihilfe und Versicherung.
Bei den Ärzten werde ich regelmäßig bei der Terminvergabe bevorzugt.

Pinoccio
2018-03-23, 21:44:37
In der PKV weniger bezahlen und trotzdem mit seinen Arztkosten die Praxen am Leben erhalten geht irgendwie nicht.

mfg

downforze
2018-03-23, 22:07:47
Irgendwie falsch geschlußfolgert. Der Betrag richtet sich nach dem zu erwarteten Aufwand. Genau das ist in der GKV nicht der Fall.

MSABK
2018-03-24, 02:14:58
Vor Jahren gegen PKV entschieden. Die Gründe wurden hier alle schon genannt.

Meine Frau ist Beamtin und privat versichert und ich sehe wie sie Behandlungen angedreht bekommt, die ich nicht kriege und nicht brauche. Mit Rechnungen zugeworfen wird und vieles auslegen darf. Dazu frei Mitversicherung und steigende Kosten im Alter. Außerdem ist gesetzlich sozialer.

Sind die Kinder dann in der pkv oder in der gkv?

Maorga
2018-03-24, 09:11:32
Kinder versicherst du normalerweise extra in der PKV, Beitrag ist aber geringer.

PatkIllA
2018-03-24, 09:28:10
Kinder versicherst du normalerweise extra in der PKV, Beitrag ist aber geringer.
Wonach entscheidet sich das denn wenn man ein Paar hat mit einmal Beamter/GKV und Angestellter GKV?
Kann man sich als Beamter in Teilzeit dann eigentlich beim Partner mitversichern?

Lawmachine79
2018-03-26, 14:03:36
Ich überlege in die PKV zu wechseln. Habe das bei Verivox eingegeben, dann hat sich ein absolut schmieriger Vertreter gewechselt, der regelrecht beleidigt war, als ich gesagt habe, dass ich es mir anders überlegt habe. Habe ich nicht, aber der war absolut nicht vertrauenswürdig. Mir drängt sich die Vermutung auf, dass keiner von diesen Schmierlappen vertrauenswürdig ist ;). Kann mir jemand eine gute Seite empfehlen, die mir einen "Werkzeugkasten" an die Hand gibt, mit dem ich Risiken genau einschätzen kann und auf der Grundlage dann Angebote vergleichen kann? Habe zwar eine Anwartschaft auf eine PKV bei einer Versicherung, will mich aber dennoch nicht festlegen. Insbesondere muss ich wissen, wie ich ein Angebot auf "Beitragssicherheit im Alter" abklopfen kann und ob die Lage für Leute, die nach 2009 in die PKV eingetreten sind (ich meine etwas gelesen zu haben) ein geringes Risiko für Beiträgserhöhungen besteht, weil sich etwas zu den Altersrückstellungen geändert hat?

Sven77
2018-03-26, 14:08:44
Mit deinem Knie (da war doch was) würde ich mir das 3x überlegen