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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Roman schreiben?


Monger
2019-01-03, 21:57:55
Verrückte Frage: Hat hier schonmal jemand einen Roman geschrieben und veröffentlicht?
Mich würde interessieren was da so die größten Hindernisse sind, und ob man das als Einzelperson überhaupt umsetzen kann.
Mir schwirren jetzt schon seit Wochen Gedanken zu einem Roman durch den Kopf, und ich frage mich ob es Sinn macht die niederzuschreiben.

Baalzamon
2019-01-03, 22:01:55
Hmmm... imho ist nggalai (https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/member.php?u=642)Autor, der auch schon mal was veröffentlicht hat.

Ansonsten schreibt Lyka auch viel, aber soweit ich weiss noch keinen Roman oder etwas Anderes was 'ernsthaft' publiziert wurde (no offense).

NiCoSt
2019-01-03, 22:02:33
Ja, jemand hier im forum hat mal ein Buch geschrieben und soweit ich weiß auf Amazon veröffentlicht.
Solang du es nicht zum Lebensunterhalt machst, sondern aus Spaß oder Selbstverwirklichung, immer ran an den Speck :)

Lyka
2019-01-03, 22:57:01
Guten Tag. Wie kann ich Ihnen helfen?



Grundsätzlich sollte man es immer versuchen. Immer. Da wichtigste ist: Dranbleiben. Was bedeutet: Nicht durch Dinge wie Unlust (Nullbock) aufhalten lassen. Setz dir ein tägliches Ziel. Sei es eine Seite, seien es 30 Minuten oder 15 Minuten. Nur du und dein Text.

Finde raus, ob du ein Planer bist (ein Plotter), der die komplette Geschichte (relativ) detailliert plant, oder ein Pantser jemand, der aus einer Idee heraus einfach losschreibt oder eine Mischung aus beidem (Das Ende steht fest, ggf 3-5-10 "Zwischenschritte").

Wenn du glaubst, du schreibst Schrott zusammen, schreib weiter. Schreib das Ding, den Rest kannst/musst du hinterher immer editieren.

Bei Fragen: Fragen.

Monger
2019-01-04, 09:07:42
Ich denke, ich bin wohl der Plotter. Ich hätte erstmal angefangen mir ein bisschen Metainfo aufzuschreiben, also z.B. kurze Steckbriefe von jedem Charakter, und Notizen zur Timeline.

Im Grunde ist das ganze ne Schnapsidee. Ich hab ein kleines Kind zu Hause sitzen, mein Leben besteht derzeit aus arbeiten und Haushalt machen. Ich komm zu gar nix. Aber wenn ich in 5 Jahren mal Zeit habe, ist vermutlich mein Kopf leer. Deshalb würde ich versuchen jetzt so viel es geht skizzenhaft festzuhalten, damit ich es eines Tages mit Fleisch füllen kann. Und mal ein paar Kapitel auf Probe schreiben, damit ich mir stilmäßig Gedanken machen kann.

Ash-Zayr
2019-01-04, 09:18:44
Ich habe früher viel geschrieben....etliche Kurzgeschichten, einen vollendenten Roman (Thriller) und 1,5 Bände einer ambitionierten Fantasy-Trilogie.....
Damals, noch jünger und mit dem Ziel, entwender Rockstar oder Autor zu werden, bin ich mit Leseproben und Anschreiben an alle großen Verlage herangetreten....im Resultat ist die Chance aber so groß, als wenn Du unaufgefordert Dein Garagendemo bei BMG und den großen Platten-Labeln einschickst....no way!
Was damals dann aufkam, war sowas wie ein Selbstverlag....beduetet, Du gehst finanziell komplett in Vorleistung bei dem Dienstleister, der für Dich aufbereitet und druckt, und Du musst aktiv mit verkaufen, Dich vermarkten und hoffen, dass Dich das Vorhaben nicht ruiniert.....;)

Das Schreiben selbst als Hobby ist zäh und mühsam..man braucht Zeit, Stille, Geduld und auch immer wieder mal einen ehrlichen, kompetenen Probeleser, der Dich aus Sackgassen oder No Go's führt, und dann braucht es Eier, auch mal ganze Kapitel, an denen Du 10 Stunden getippt hast, einfach zu verwerfen und zu löschen!


Ash

alkorithmus
2019-01-04, 10:14:59
Ich schreibe seit einem halben Jahr an einem Roman. Dein Eingangsbeitrag finde ich schräg. Du möchtest eine Idee zu Blatt bringen fragst dich aber wie das mit dem Schreiben und Veröffentlichen ist. Mein Tipp: Kümmere dich vllt. erst einmal nicht um den ganzen Metakram wie Veröffentlichung und das ganze Geraffel. Schnapp dir ein Schreibblock und umreiße grob Charakter und Geschichte und Setting usw..
Dann lege los.

Feuerpfote
2019-01-04, 11:09:10
fang nicht einfach an zu schreiben, sondern studiere ersteinmal Fachliteratur. Da du Anfänger bist wirst du sonst alles falsch machen, was man falsch machen kann.
Das sind die besten Schreibratgeber, die ich gelesen habe:
https://www.amazon.de/gp/product/3940235369/ref=oh_aui_detailpage_o09_s00?ie=UTF8&psc=1
https://www.amazon.de/gp/product/1494922924/ref=oh_aui_detailpage_o00_s00?ie=UTF8&psc=1
https://www.amazon.de/gp/product/386671128X/ref=oh_aui_detailpage_o00_s00?ie=UTF8&psc=1
https://www.amazon.de/einen-verdammt-guten-Roman-schreibt/dp/3924491321/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1546596386&sr=8-2&keywords=frey+schreiben
https://www.amazon.de/verdammt-schreibt-Anleitungen-spannenden-Fortgeschrittene/dp/3897051281/ref=pd_bxgy_14_img_2?_encoding=UTF8&pd_rd_i=3897051281&pd_rd_r=694fa2aa-1008-11e9-90f8-d31f934c0b94&pd_rd_w=W3tXM&pd_rd_wg=LFCsA&pf_rd_p=c16bc8ff-3133-444d-b32d-3575d0da89ee&pf_rd_r=C90X7B9Z18V31X31RZK8&psc=1&refRID=C90X7B9Z18V31X31RZK8

Lyka
2019-01-04, 11:11:29
das Problem mit Fachliteratur ist allerdings, dass man sich in den Regeln und Formeln auflöst ... bei jedem Satz kommt ein "Das ist aber nicht wirklich korrekt." ... außerdem macht zuviel Wissen Angst und behindert teilweise Kreativitität.

Ash-Zayr
2019-01-04, 11:17:37
Wichtig war mir damals vor allem, neben einer gewissen Sprachsicherheit, Vielfalt und Gewandtheit als Grundlage, mich nochmals richtig fit zu machen in Sachen Grammatik. Korrekte Verwendung von Zeiten und Fällen - sicherer Umgang mit direkter und indirekter Rede und wie diese in Geschichten und Büchern interpunktiert werden....wann neue Zeilen, Absätze beginnen, usw....

Feuerpfote
2019-01-04, 11:21:52
@Lyka: kurz: seh ich nicht so.

Lang: In seinen ersten Entwürfen braucht man nicht auf die Form zu achten, da schreibt er einfach nur. Man benötigt aber eine Idee, wie das Aktschema aussieht, wie der Spannungsbogen aufgebaut wird, wie die Figurenentwicklung von statten geht und vor allen Dingen was seine Geschichte überhaupt ist. Einfach drauf losschreiben produziert bei einem Anfänger im besten Fall viel Grütze, die man hinterher sehr zeitaufwändig beheben kann. Im schlimmsten Fall kommt nur Grütze raus und man hat Monate oder Jahre verschwendet.

Aso, ein weiterer Tipp: Plane für ein Buchprojekt um die 2 Jahre ein, wenn was vorzeigbares draus werden soll.

Ash-Zayr
2019-01-04, 11:27:01
Schreiben ist ein Handwerk, welches gelernt und beherrscht werden muss....inhaltlich-formelle-dramaturgische Aspekte ebenso wie dem vorausgehend aber eben ein korrektes Schreiben per se. Alles Andere wäre eine Zumutung für jeden Leser und erst recht für Offizielle, wenn es um eine Bewerbung für eine Veröffentlichung geht. Das wäre so, als würdest Du zwar eine geile Song-Idee haben, spielst oder singst aber krumm und schief wie ein Stümper. Der Inhalt kann niemals eine verkackte Darreichungsform retten oder aufwiegen...und wer meint, er hätte ja mal gehört, es gäbe dafür ja einen Lektor....ein Lektor hat nicht die Aufgabe, das Geschreibsel eines Grammatik- und Rechtschreibstümpers zu korrigieren und unter der Scheisse das Gold zu bergen...naja, aber heutzutage gibt es ja immerhin ABC-Korrektur am PC, so dass kaum noch auffällt, dass viele eben nicht annähernd fehlerfrei schreiben können; und erst recht nicht auf Romanlänge gesehen.

Monger
2019-01-04, 17:35:07
Das sind die besten Schreibratgeber, die ich gelesen habe:
https://www.amazon.de/gp/product/3940235369/ref=oh_aui_detailpage_o09_s00?ie=UTF8&psc=1
https://www.amazon.de/gp/product/1494922924/ref=oh_aui_detailpage_o00_s00?ie=UTF8&psc=1
Super, genau was ich gesucht habe. Hab die beiden gleich als Kindle Buch eingesackt.
Vielleicht schreibe ich mal probeweise zehn Seiten, und lese dann nach was ich alles falsch gemacht habe.
Ich hab seit Ewigkeiten eigentlich nur Sachtexte über irgendwas technisches geschrieben. Von Dramentheorie weiß ich eigentlich nur was aus der Schulzeit hängen geblieben ist. Ergo, da brauche ich noch viel Wissen.

Monger
2019-01-04, 17:46:20
...und dann braucht es Eier, auch mal ganze Kapitel, an denen Du 10 Stunden getippt hast, einfach zu verwerfen und zu löschen!
Danke für den Input. Du hast es ja offenbar richtig durchgezogen, Respekt! Hat es sich denn in deinen Augen gelohnt, oder denkst du rückblickend "Hätt ich mal lieber nicht." ?
Ich glaub, was anderes als einen rein digitalen Vertrieb würde ich nicht riskieren. Ich glaube nicht, dass ich ne Chance habe da finanziell irgendwas rauszukriegen. Ich mach das im Prinzip nur für mich.
Mir ist klar, dass ich viel wegwerfen muss, aber ich will trotzdem lernen den Schaden zu minimieren. Wenn ich bei Seite 200 feststelle dass mein Handlungsbogen nirgendwohin führt, wäre das schon frustrierend. Ergo, ich brauch Handwerkszeug.

BlueI
2019-01-04, 17:54:44
Kleiner Lesetipp am Rande:
http://www.andreaseschbach.com/schreiben/schreiben.html

Mortalvision
2019-01-04, 18:27:07
Nö, mit 200 Seiten machste nix verkehrt. Konzentrier dich als erstes auf eine Einführung in die von dir zu beschreibende Welt, und wähle leichte Charaktere, zum Üben. Dann kannst du das paar Mal durchziehen, schwierigere Dinger versuchen, und nach fünf bis zehn Jahren gehts ans Meisterwerk mit viel :uhammer: und :usex:

deepmac
2019-01-04, 22:03:06
das Problem mit Fachliteratur ist allerdings, dass man sich in den Regeln und Formeln auflöst ... bei jedem Satz kommt ein "Das ist aber nicht wirklich korrekt." ... außerdem macht zuviel Wissen Angst und behindert teilweise Kreativitität.
This ��

Ansonsten gibts auch zumindestens in der Nähe mittlerer und grösserer Städte immer Vhs kurse , die man ja zum spass mal probieren kann.

doublehead
2019-01-05, 15:23:37
R O M A N

Fertig!

Rooter
2019-01-05, 16:44:27
Ich denke, ich bin wohl der Plotter. Ich hätte erstmal angefangen mir ein bisschen Metainfo aufzuschreiben, also z.B. kurze Steckbriefe von jedem Charakter, und Notizen zur Timeline.

Im Grunde ist das ganze ne Schnapsidee. Ich hab ein kleines Kind zu Hause sitzen, mein Leben besteht derzeit aus arbeiten und Haushalt machen. Ich komm zu gar nix. Aber wenn ich in 5 Jahren mal Zeit habe, ist vermutlich mein Kopf leer. Deshalb würde ich versuchen jetzt so viel es geht skizzenhaft festzuhalten, damit ich es eines Tages mit Fleisch füllen kann. Und mal ein paar Kapitel auf Probe schreiben, damit ich mir stilmäßig Gedanken machen kann.Dann bist du mit deiner Frage hier aber 5 Jahre zu früh dran. ;)
Schreib dir halt so viele Details wie möglich auf und hol das in 5 Jahren wieder hervor.

MfG
Rooter

Monger
2019-01-05, 17:23:30
Dann bist du mit deiner Frage hier aber 5 Jahre zu früh dran. ;)
Schreib dir halt so viele Details wie möglich auf und hol das in 5 Jahren wieder hervor.

MfG
Rooter
Dazu sollte ich aber bereits heute wissen, was ich später mal gebrauchen könnte, und wie ich die Notizen am besten schreibe.
Ich könnte jetzt z.B. echt gut ein Tool gebrauchen, mit dem ich Dialogbäume bzw. Ereignisketten abbilden kann. Und um Notizen runterzuschreiben ist Word echt kacke, da brauche ich was anderes.
Klar kann ich auch alles auf Post Its krakeln, aber da verlier ich schnell die Übersicht.

Irgendwie kommt es mir so vor, als würde ich fragen: "Wie malt man am besten ein Haus?". Und als Antwort bekomme ich: "Ha, nimm halt einen Stift!"

Lyka
2019-01-05, 17:31:46
eine meiner Kolleginnen schreibt seit ca. 15 Jahren an einem Buch. Sie ist bei Seite 15 oder 50 oder 40. Sie hat xmal neu angefangen und ... was sie meistens tut, ist: Zeichungen der Häuser anfertigen, in denen die Verbrechen spielen sollen, die geschehen sollen. Mehr nicht. Sie kennt kaum die Charaktere, die sind nicht "wichtig", wichtig für sie sind nur Mikrodetails, die hinterher niemanden interessieren. Der einzige (nachvollziehbare) Vorteil einer solch langen "Arbeitszeit" an einem Buch liegt in der Tatsache, dass man sagen kann "Ich schreibe ein Buch."

Ich habe aber auch mehr als 6 Jahren gebraucht, um von sporadischem Kleintext-Schreiben (+Gedichten) auf eine Anthologie zu kommen und danach auf Romane bzw. Novellen. Kurzgeschichten bzw. Flash Fiction schreib ich eher aus Reflexen heraus; größere Projekte müssen sich meiner Frage stellen: "Ist es unterhaltsam und interessant genug, gelesen zu werden?"

Rooter
2019-01-05, 19:55:02
Klar kann ich auch alles auf Post Its krakeln, aber da verlier ich schnell die Übersicht.:rolleyes:

Irgendwie kommt es mir so vor, als würde ich fragen: "Wie malt man am besten ein Haus?". Und als Antwort bekomme ich: "Ha, nimm halt einen Stift!"Was ich unter "Haus malen" verstehe:
https://t4.ftcdn.net/jpg/01/91/05/37/500_F_191053720_HPsi5PWLfMwX9EYYTrehImw2iPK8E9CL.jpg

Was du unter "Haus malen" verstehst:
http://amiga.lychesis.net/amiga/JimSachs/JimSachs_SachsCastle.png


eine meiner Kolleginnen schreibt seit ca. 15 Jahren an einem Buch. Sie ist bei Seite 15 oder 50 oder 40. Sie hat xmal neu angefangen und ... was sie meistens tut, ist: Zeichungen der Häuser anfertigen, in denen die Verbrechen spielen sollen, die geschehen sollen. Mehr nicht. Sie kennt kaum die Charaktere, die sind nicht "wichtig", wichtig für sie sind nur Mikrodetails, die hinterher niemanden interessieren. Der einzige (nachvollziehbare) Vorteil einer solch langen "Arbeitszeit" an einem Buch liegt in der Tatsache, dass man sagen kann "Ich schreibe ein Buch.":facepalm:

MfG
Rooter

Monger
2019-01-05, 20:03:02
Was ich unter "Haus malen" verstehe:
https://t4.ftcdn.net/jpg/01/91/05/37/500_F_191053720_HPsi5PWLfMwX9EYYTrehImw2iPK8E9CL.jpg

Was du unter "Haus malen" verstehst:
http://amiga.lychesis.net/amiga/JimSachs/JimSachs_SachsCastle.png

Nein, was ich unter Haus malen verstehe:
http://www.mein-grundriss.com/wp-content/uploads/2016/09/bauplan-haus-kostenlos.jpg

SpielerZwei
2019-01-06, 15:03:29
LOL - Haus malen. Das ist ein Bauplan. Wenn das jeder einfach so könnte - wozu Architektur studieren... :freak:

Ich würde sagen: Einfach mal anfangen. Übung macht den Meister. Btw, da gibt's sicher auch super Foren wo man sich austauschen könnte...

Käsetoast
2019-01-07, 00:30:58
Wo das Thema gerade hier aufgetaucht ist - auch möchte gerne mal versuchen einen Roman zu schreiben. Ich habe da immer in Richtung von einem ILS Kurs geschielt:

https://www.ils.de/fernkurse/kreativitaet-medien/text-kommunikation-konzept/autor-werden-schreiben-lernen/

Wie sind denn die Meinungen hier zu so was?

Daredevil
2019-01-07, 00:46:44
Ich kann nur einen Tipp geben, der universal einsetzbar ist, ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung von Bücher schreiben.

Der Tipp ist: Mach es.
Mach es, wenn du Bock hast und mach es, wie du es dir wünscht.
Selbst wenn es nicht perfekt ist, mach es. Selbst wenn du gerade nicht 100% in Stimmung bist, mach es. Wichtig ist nur, das du es machst.

Lieber schreibst du 10 Bücher in 4 Jahren, die alle nicht 100% perfekt sind als 1/4 Buch in der gleichen Zeit.
Auto fahren lernt man nicht in der Fahrschule, sondern wenn man den Führerschein hat.

Yggdrasill
2019-01-07, 02:01:55
Dazu sollte ich aber bereits heute wissen, was ich später mal gebrauchen könnte, und wie ich die Notizen am besten schreibe.
Ich könnte jetzt z.B. echt gut ein Tool gebrauchen, mit dem ich Dialogbäume bzw. Ereignisketten abbilden kann. Und um Notizen runterzuschreiben ist Word echt kacke, da brauche ich was anderes.
Klar kann ich auch alles auf Post Its krakeln, aber da verlier ich schnell die Übersicht.

Irgendwie kommt es mir so vor, als würde ich fragen: "Wie malt man am besten ein Haus?". Und als Antwort bekomme ich: "Ha, nimm halt einen Stift!"
Vielleicht hilft dir da eine Anwendung für Programmablaufpläne (PAP) zur Strukturierung? Ich weiß, ist nicht der gedachte Anwendungszweck aber könnte sich dafür eignen.

Der Vergleich mit dem Stift ist gar nicht so schlecht, meine Anfänge beim Zeichnen liefen exakt so. Nimm dir einen Stift und zeichne 4 Objekte. Diese teils gut, teils schlecht gelungenen Skizzen habe ich immer noch und eine davon habe ich damals vor lauter Frust durchgestrichen obwohl da einfach nur Linien nicht im richtigen Winkel waren. Danach lief es mit immer mehr Übung und Erfahrung recht schnell besser. Mach einfach auch wenn es am Anfang holprig wird. Du kannst dein "Haus" immer wieder überarbeiten. ;)

Monger
2019-01-07, 02:52:42
Vielleicht hilft dir da eine Anwendung für Programmablaufpläne (PAP) zur Strukturierung?
Es gibt tatsächlich explizit was für Storylines, aber natürlich kommerziell:
https://www.storylinecreator.com/

Ich guck mal, ob ich irgendein offenes Tool für so einen Zweck missbraucht kriege...

bnoob
2019-01-08, 13:07:32
Es ist nicht so, dass ich in den letzten 5 Jahren was veröffentlicht hätte (und auch davor nur schlechte Harry Potter Fanfiction), aber mir helfen die Tools in Papyrus Autor (https://www.papyrus.de/) sehr, da gibt es auch sowas wie Figuren, Handlungsstränge etc.

Simon Moon
2019-01-08, 15:08:24
Nein, was ich unter Haus malen verstehe:
http://www.mein-grundriss.com/wp-content/uploads/2016/09/bauplan-haus-kostenlos.jpg

Bei so einer Detailverliebtheit, würde ich vielleicht eher mit einer Kurzgeschichte anfangen. Das gibt dann auch so ein Gefühl wie viel Text da im Verhältnis zur Planung entsteht, ohne gestreckt oder überhastet zu wirken.

Ich persönich finde normale Literatur meist eher langweilig. Hesse bring ich z.b. nicht wirkich runter und irgendwann nach 50 - 100 Seiten ist dann häufig die Luft raus. Ich brauch da viel mehr Wahnsinn, puren Gonzo und seh da vieles eher wie Kerouac: "Selbstkorrektur ist Selbstbetrug". Wobei die "Wahrheit" natürlich gerne hinter der Dramaturgie zurückbleiben darf, wenn dafür die Emotionen authentisch vermittelt werden. Imo ein Meisterwerk in die Richtung: H.S. Thompon "Fear and Loathing at the campaign trail"

Aber sowas lässt sich wohl nicht planen, was die Banausen von Vice regelmässig beweisen.

Lyka
2019-01-11, 19:30:50
deshalb bin ich der Meinung: Wenn etwas fehlt, das man gerne lesen würde, aber es das nicht gibt, dann muss man es selbst schreiben. ich bin z.B. kein Fan von Young Adult und habe deshalb ein paar Bücher über Leute Ü30 bzw. Ü40 geschrieben, weil die es auch verdient haben, Abenteuer zu erleben UND weil die meistens viel schwerer mit dem "Abenteuer an sich" umgehen. So ein 16 Jähriger Held wird viel leichter die Unwägbarkeiten eines Kampfes oder einer Flucht etc ertragen als ich mit Ü40 ...

Feuerpfote
2019-01-12, 09:03:54
Diese Software kannst du, denke ich, gut gebrauchen. Ist in der Grundversion kostenlos:
https://dramaqueen.info/about/

Wenn du mehr willst, Kauf dir dir Papyrus Autor. Das hat ein paar Aweseome Features, wie die Stilanalyse.
http://www.andreaseschbach.de/schreiben/papyrus/papyrus.html

Feuerpfote
2019-01-12, 09:06:14
deshalb bin ich der Meinung: Wenn etwas fehlt, das man gerne lesen würde, aber es das nicht gibt, dann muss man es selbst schreiben. ich bin z.B. kein Fan von Young Adult und habe deshalb ein paar Bücher über Leute Ü30 bzw. Ü40 geschrieben, weil die es auch verdient haben, Abenteuer zu erleben UND weil die meistens viel schwerer mit dem "Abenteuer an sich" umgehen. So ein 16 Jähriger Held wird viel leichter die Unwägbarkeiten eines Kampfes oder einer Flucht etc ertragen als ich mit Ü40 ...

Ist das Buch mit der Bundeswehrfrau und dem Dieb von dir? Habe grad den Titel nicht im Kopf. Wie lange hast du daran gearbeitet? Wieviele Überarbeitungen hast du gemacht? Hattest du einen Lektor?

Lyka
2019-01-12, 09:15:49
das war ein Spaßprojekt eher, ich hatte gar nicht vor, das zu veröffentlichen. Ich kann dir aber nicht sagen, wie lang ich daran geschrieben hatte, die Erstfassung habe ich im September 2013 beendet und mich erst letztes Jahr im Januar an eine Überarbeitung gemacht, da ich nicht mehr sicher war, das Buch überhaupt fertiggeschrieben zu haben (Ich habe so 5-6 Projekte mit bis zu 30.000 Worten, die ich abgebrochen habe, weil ich noch nicht in der Lage war, sie so gut zu schreiben wie nötig...)

ich gehe immer 4-5x über den Text, lese ihn auch laut vor beim Editieren. Das hat mich bei diesem Buch 2 Monate gekostet.

Du meinst ggf "Das Haus der kreischenden Schatten" ... ja, ich bin verwirrt, dass dieses Spaßprojekt besser ankommt als die "wichtigen anderen/aufwändigen" Bücher :uponder: :|

Feuerpfote
2019-01-12, 11:15:42
die anderen Bücher kenne ich nicht, in dem "Spaßprojekt" lese ich immer mal wieder wenn ich mein Kindle dabei habe (passiert aktuell nicht oft, da ich selbst in den letzten Zügen für ein Buch liege). Um wieviel aufwändiger waren denn die "ernsten" Projekte, wenn ich fragen darf?

Lyka
2019-01-12, 12:25:17
an meinem ersten Buch schrieb ich ein Jahr und editiere es 3x innerhalb von einem Jahr noch einmal. Kristallwesen ebenso, aber ich lege die Bücher immer 1-2 Jahre auf Halde, zum "Reifen". Kristallwesen habe ich aber nach der ersten Veröffentlichung noch einmal vollständig überarbeitet. Ich schreibe ja nun seit 8 Jahren. Aktuell habe ich 3 vollständige Projekte auf Halde, komme aber nicht wirklich zum editieren, da immer wieder ein neues Projekt ruft :/ (Diesmal ein geplantes, Trilogie, die auf dem Kristallwesen-Planeten, 500 Jahre später spielt, geplant sind 300-400 Seiten pro Buch ... Low Fantasy)

DerEineHades
2019-01-12, 14:08:02
Ich habe mittlerweile drei Bücher fertig. Verlegt ist noch keins. Und da kannst du dich auf eine zähe Suche einstellen. Self-Publishing lohnt sich oft finanziell eh mehr, nur bleibt dann auch das Marketing an dir kleben, Vertrieb übernimmt z.B. bod.de. Und eins von Tausenden Büchern, die jedes Jahr auf den Markt geschmissen werden...wenn du da kein Nischenpublikum hast, das total auf deine Art von Stoff abfährt, wird ohne Verlag maximal Mama Kunde.

Simon Moon
2019-03-31, 21:14:55
https://www.heise.de/tests/Software-Tipps-fuer-kreatives-und-konzentriertes-Schreiben-4192475.html

vielleicht hilft da ja was

Monger
2019-03-31, 22:31:01
Ich habe mittlerweile ein paar Seiten geschrieben, habe mir dann die ersten Kapitel von "4 Seiten für ein Halleluja" geschnappt, und bin jetzt erstmal erschlagen von all dem was ich schon falsch gemacht habe :ugly:.
Das wars schonmal wert. Hab meinen Plan erstmal komplett getrashed, und beschäftige mich erstmal mit meinen Charakteren. Da wird nie ein Buch draus, aber ich hab bereits viel gelernt, auch über mich selbst.