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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arbeiten in der Bäckerei, das totale Chaos?


Die gelbe Eule
2019-08-12, 14:16:55
Hallo,

meine Frau hat nun in der vierten Bäckerei hintereinander versucht langfristig zu arbeiten, aber es herrschte immer das totale Chaos.

Bäckerei 1: Kein Arbeitsvertrag, Mindestlohn wurde nicht gezahlt, Mobbing, ging über das Arbeitsgericht, Klage gewonnen

Bäckerei 2: Ruhezeiten wurden nicht eingehalten, Arbeitskleidung musste selbst bezahlt werden, Reinigung nicht erstattet, Kassensturz öfters mit Fehlbeträgen, Zoll war dann da, Filialleiterin sehr hohes Ordnungsgeld, Filialie ist nun dicht, Kette insolvent.

Bäckerei 3: Backwaren vom Vortag als frische Ware nächsten Tag angeboten, Mitarbeiter klauten Waren und Geld, keine Gewährung von Urlaub für alle Mitarbeiter, Kündigung ohne Einhaltung von Fristen und nicht unterschrieben, ging über das Arbeitsgericht, Klage gewonnen

Bäckerei 4: Ruhezeiten werden nicht eingehalten, Mitarbeiter ohne Weisungsbefugnis wollen Pausenzeiten für andere Mitarbeiter bestimmen, Arbeitsvertrag mit unwirksamer Kündigungsfrist für die Probezeit, Arbeitspläne erst am Samstag in der Spätschicht für die Folgewoche


Kennt jemand das genauso? Sie wird nun nie wieder in einer Bäckerei arbeiten, weil es wie geschildert Methode ist, so zu arbeiten. Gesetze und Vorschriften sind dort Fremdwörter.

Franconian
2019-08-12, 14:22:07
Was soll man da sagen?

Warum zum Teufel arbeitet man in so einem gräuslichen Job? Und dann auch noch vier Mal? An Spass, Stressfreiheit oder Gehalt kann es nicht liegen...

Zu den "frischen Waren": Habe ich schon vor 15-20 Jahren erzählt bekommen, von Leuten die damals in der Schule da mal gejobbed haben. Auch heruntergefallene Sachen kamen gern wieder in die Auslage und das waren sehr große nahmhafte Ketten.

Deathcrush
2019-08-12, 14:24:52
Das hast du leider nicht nur in der Bäckerei, Gastronomie herrschen gleiche Bedingungen. Beispiel, wenn man Feiertage frei haben möchte, werden Urlaubstage abgezogen, Krankheitstage müssen nachgearbeitet werden... usw Habe mal übergangsweise in meiner Erziehungszeit/Elternzeit vormittags als Hausmeister in einem Hotel gearbeitet, nie wieder!

Lyka
2019-08-12, 14:25:57
ist vermutlich eher ne Sache "Kette" vs. Einzelbäckerei bzw. "kleine Kette."
Die Bäckereien im Erzgebirge, die ich kenne, haben ihre Mitarbeiter seit Ewigkeiten ... in Berlin ists eher Aufback-Bäckerei

dreas
2019-08-12, 14:27:43
Wichtig wäre zu wissen, welche Region?
Hier in meiner Gegend scheint das zu passen. Die Angestellten bei den Bäckereien sind viele Jahre da und immer freundlich gelaunt.

Fusion_Power
2019-08-12, 14:34:52
Sind das eigentlich die Betriebe, die immer wegen "Fachkräftemangel" rumheulen? :uponder:

Zafi
2019-08-12, 14:37:14
Von Bäckerreien eigentlich nicht. Eine Bekannte von mir hat mal in zwei Bäckerreien gearbeitet. Soweit ich mich noch erinnern kann, war die erste gut, aber die zweite mit Aufstiegschancen, weshalb sie gewechselt ist. Sie war eigentlich immer zufrieden (oder ich hab nicht richtig zugehört). Aber das ganze ist auch schon locker 10 Jahre her und ich hab sie aus den Augen verloren, sonst würde ich fragen.

Ich kenne das aber von anderen Kleinst-Betrieben oder Franchise-Unternehmen. Letztere werden regelrecht ausgeblutet, so dass es verständlich ist, dass hier der Druck hoch und die Bezahlung klein ist. Schlimm ist es auch bei Betrieben wie Zahntechniker-Labore. Da dürfen die Mitarbeiter am besten garnichts kosten, weil sie mit den günstigen Laboren aus dem Ostblock konkurrieren. Dort kosten die Arbeiten um ein vielfaches weniger und dank schneller Zustellung ist alles auch sofort beim örtlichen Zahnarzt. Da kommen die deutschen Labore kaum hinterher. Und das wirkt sich wie ein Domino-Effekt auf viele andere Bereiche aus.

Hat deine Frau auch mal versucht bei einer namhaften Traditionsbäckerei zu arbeiten? Da die wegen der guten Qualität deutlich mehr fürs Brot verlangen und meist auch als Familienbetrieb geführt werden, kann ich mir vorstellen, dass dort alles besser läuft, als bei einem Discount-Bäcker.

Grendizer
2019-08-12, 14:37:33
Es Erscheint mir aber auch, das es euch extrem wichtig ist Recht zu haben. Ich selber bin im IT Consulting tätig und Ruhezeiten interessiere hier auch niemanden. Mit Sicherheit ist das Lohngefüge ein anderes, aber was bringt es nachträglich Klagen zu gewinnen und trotzdem arbeitslos zu sein ?

sei laut
2019-08-12, 15:06:00
[..]Mit Sicherheit ist das Lohngefüge ein anderes, aber was bringt es nachträglich Klagen zu gewinnen und trotzdem arbeitslos zu sein ?
Die Klage war vermutlich, um nochmal Geld zu erhalten, nicht um weiter beschäftigt zu werden. ;)

Edit: Es gibt aber in der Tat andere Branchen, die das auch können.

Mortalvision
2019-08-12, 15:13:01
Lohnausfall wegen unrechtmäßiger Kündigung muss nachbezahlt werden!

MSABK
2019-08-12, 15:14:13
Eine gute Freundin arbeitet auch in einer Bäckerei. Ihr alter Arbeitgeber war genau wie du es schilderst. Ihr aktueller Arbeitgeber ist viel besser und sie ist zufrieden. Arbeitszeiten und Gehalt stimmen überein.

schreiber
2019-08-12, 15:31:43
Liegt sicherlich auch an der Marktsituation.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/warum-kleine-baeckereien-kaempfen-und-worunter-auch-grosse-leiden-a-1278788.html
2008 waren noch rund 15.300 Bäckereien im Verzeichnis der deutschen Handwerksbetriebe eingetragen, im vergangenen Jahr waren es noch knapp 11.000.

Massive Konkurrenz von den Ketten und Discountern. Kleinbetriebe haben fast keine Chance, außer auf Ausbeutung der Mitarbeiter zu setzen.

Hier in Nordosthessen würde ich aber auch sagen, dass die meisten Mitarbeiter zufrieden sind in den Bäckereien. Jedenfalls wechselt dort meist nicht das Personal so stark durch und man kennt sich.

PacmanX100
2019-08-12, 16:17:43
Nunja, das die Konkurrenz größer geworden ist durch Discounter ist wohl nicht zu bestreiten. Allerdings warum muss es denn eine kleine Bäckerei sein?

Entweder zu einer großen Kette gehen oder direkt bei Kaufland usw. eingestellt und die Waren herstellen die da benötigt werden. Mehr als Mindestlohn ist auf jeden Fall drin.

Die gelbe Eule
2019-08-12, 18:05:00
Es waren zwei Ketten, alte Bäckereien und eine SB Bäckerei. Es ging ihr auch nicht ums Recht haben, sondern um das Recht einzufordern. Die meisten würden sich sowas nie trauen und lassen es Jahre über sich ergehen. Wenn es schon Gesetze gibt, sollte man sich daran halten. Der Zoll nimmt hier ständig Läden auseinander.

Cerise
2019-08-12, 18:34:31
Es Erscheint mir aber auch, das es euch extrem wichtig ist Recht zu haben. Ich selber bin im IT Consulting tätig und Ruhezeiten interessiere hier auch niemanden. Mit Sicherheit ist das Lohngefüge ein anderes, aber was bringt es nachträglich Klagen zu gewinnen und trotzdem arbeitslos zu sein ?

Was es bringt wurde ja schon beantwortet, aber diese Argumentation "ich hab dieses und jenes auch nicht, warum solltest du es dann bekommen" habe ich noch nie verstanden. Wir sprechen hier von gesetzlich verankerten Rechten die nicht zum Spaß existieren, sondern um die Arbeitnehmer vor Ausbeutung zu schützen. Du darfst dir das genauso einklagen, und genau genommen solltest du es auch tun, allein schon aus Prinzip. Rechte, für die wir uns nicht einsetzen, sind irgendwann plötzlich keine mehr.

Es waren zwei Ketten, alte Bäckereien und eine SB Bäckerei. Es ging ihr auch nicht ums Recht haben, sondern um das Recht einzufordern. Die meisten würden sich sowas nie trauen und lassen es Jahre über sich ergehen. Wenn es schon Gesetze gibt, sollte man sich daran halten. Der Zoll nimmt hier ständig Läden auseinander.

Da bin ich völlig bei dir und dafür muss man sich auch nicht rechtfertigen.

Philipus II
2019-08-12, 18:37:37
Tendenziell sind Bäckereien nicht für gute Arbeitsbedingungen bekannt. Dass es kaum Nachwuchs gibt ist bei den auch hier mal wieder beschriebenen Betrieben keineswegs überraschend. Ein Unternehmen zu finden, dass die gesetzlichen Vorschriften einhält ist schon schwierig genug. Wenn es dann noch mehr Gehalt als Mindestlohn geben soll und die Arbeitskultur halbwegs okay ist muss man echt einen seltenen Glücksfall erwischen. Ich kenne zwei Personen, die in der Bäckerei als Verkäufer(in) arbeiten. Das Betrieb ist eher klein und Gehälter werden teilweise bar&unversteuert ausgezahlt - mein Fall wärs nicht.

Armaq
2019-08-12, 19:31:25
Tendenziell sind Bäckereien nicht für gute Arbeitsbedingungen bekannt. Dass es kaum Nachwuchs gibt ist bei den auch hier mal wieder beschriebenen Betrieben keineswegs überraschend. Ein Unternehmen zu finden, dass die gesetzlichen Vorschriften einhält ist schon schwierig genug. Wenn es dann noch mehr Gehalt als Mindestlohn geben soll und die Arbeitskultur halbwegs okay ist muss man echt einen seltenen Glücksfall erwischen. Ich kenne zwei Personen, die in der Bäckerei als Verkäufer(in) arbeiten. Das Betrieb ist eher klein und Gehälter werden teilweise bar&unversteuert ausgezahlt - mein Fall wärs nicht.
Ja, das ist wahr. Ich hab einen guten Schulfreund der bei einer Kette und dort neben dem Studium in der Zentrale war. Der Wahnsinn hat Methode und wenn sich Bäcker über fehlenden Nachwuchs beschweren, dann liegt das an etwas anderem.

Semmel
2019-08-13, 06:34:21
Liegt sicherlich auch an der Marktsituation.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/warum-kleine-baeckereien-kaempfen-und-worunter-auch-grosse-leiden-a-1278788.html
2008 waren noch rund 15.300 Bäckereien im Verzeichnis der deutschen Handwerksbetriebe eingetragen, im vergangenen Jahr waren es noch knapp 11.000.

Massive Konkurrenz von den Ketten und Discountern. Kleinbetriebe haben fast keine Chance, außer auf Ausbeutung der Mitarbeiter zu setzen.


Das ist es.
Viele Bäckerein stehen mit dem Rücken zur Wand. Die können entweder ihre Mitarbeiter ausbeuten oder den Betrieb ganz zumachen. Ein gesetzeskonformer Betrieb ist da oft nicht mehr möglich.

Backbone
2019-08-13, 08:31:39
Wenn das Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert ist das zu bedauern, aber sicher kein Grund gegen geltendes Recht zu verstoßen.

rokko
2019-08-13, 09:04:38
Es Erscheint mir aber auch, das es euch extrem wichtig ist Recht zu haben. Ich selber bin im IT Consulting tätig und Ruhezeiten interessiere hier auch niemanden. Mit Sicherheit ist das Lohngefüge ein anderes, aber was bringt es nachträglich Klagen zu gewinnen und trotzdem arbeitslos zu sein ?
Bitte?
Was ist denn das für eine Einstellung? Was meinste wohl wozu es das Arbeitszeitgesetz usw. gibt? Es ist nicht eine Bitte des An es einzuhalten sondern es die rechtliche Pflicht des AG.

@Die gelbe Eule

Also bei uns in der Gegend gibt es keine Bäckerei mehr. Hier gibts nur die Aufbackshops mit dem immer gleichen Angebot und morgens wenns passt noch paar belegte Brötchen. (die liegen manchmal bis zum Feierabend noch da egal was die Mayo ungekühlt dazu sagt)
Das einzige was mir da auffällt ist das gefühlt alle halbe Jahr neue Leute da arbeiten. Sowas lässt natürlich Rückschlüsse auf die Arbeitsbedingungen zu.

noid
2019-08-13, 09:41:28
Wenn das Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert ist das zu bedauern, aber sicher kein Grund gegen geltendes Recht zu verstoßen.

Aber hallo.
Sehe aber viele Beiträge hier im Forum (pest zB), welche auf massive Verstöße von Gesetzen hinweisen. Aber hier jammert jeder, aber keiner macht etwas obwohl es möglich wäre.
Und es gibt AGs, die hier wirklich sich an die Regeln halten und dies auch von ihren Mitarbeitern und Vorgesetzten(!) so einfordern.

Mortalvision
2019-08-13, 09:44:36
Ja, Ausbeuten gehört zum guten Ton. Der Bäckermeister will schließlich auch seine 2000€ monatliche Rückzahlung für das Häuschen im Wert von 500.000 inklusive Mobiliar leisten können. Solche Fehlgriffe müssen dann immer die Mitarbeiter ausbaden, weil der böse Staat doch so viele Regeln vorschreibt. Dass dann viele Mitarbeiter in Hartz4 Buden hausen müssen, weil sie zu wenig Geld bekommen, um eine vierköpfige Familie zu ernähren, nebensächlich!

Franconian
2019-08-13, 10:07:03
Dass dann viele Mitarbeiter in Hartz4 Buden hausen müssen, weil sie zu wenig Geld bekommen, um eine vierköpfige Familie zu ernähren, nebensächlich!

Um Berufswahl und Kinderwunsch sollte man sich auch deutlich früher Gedanken machen, statt hinterher zu jammern.

blackbox
2019-08-13, 11:26:05
Ach Leute, die hier genannten Missstände sind ein Symptom des momentanen Kapitalismus.

Risiken werden immer mehr auf die Arbeitnehmer umgelagert. Egal ob es um die Arbeitskraft geht oder um Güter. Mit Ebay ging es los und heute sind wir bei Uber, Airbnb, Pizzafahrer, Juicer und und und....... Dass dabei die gesetzlichen Regelungen nur allzugerne gebrochen werden, ist Absicht und Strategie. Denn ansonsten würde das Geschäftsmodell nicht funktionieren.

Es wird halt immer nur aufs Geld geguckt, dass mal jemand auf die Idee kommt, sich mit Qualität durchzusetzen, das hat man längst vergessen.
Die Brötchen von heute sind einfach nur schlecht. Richtige Bäckereien gibt so gut wie gar nicht mehr, es wird nur noch zugeliefert und aufgebacken. Eine Bäckerei ist das nicht mehr. Besonders hier im hamburger Raum schmecken die Brötchen einfach nur beschissen. Hier dominieren die großen Ketten. Ich erinnere mich gerne an früher an die Brötchen, die noch richtig gebacken wurden. Das ist allerdings auch schon 30 Jahre her.

Screemer
2019-08-13, 11:28:34
Aktuelles Beispiel ist delivdroo. Die machen quasi von heute auf morgen dicht. Alle Fahrer sind "Freiberufler" und die die das Vollzeit gemacht haben sind jetzt die gearschten.

Die gelbe Eule
2019-08-14, 15:28:20
Sie wird sich das in der Bäckerei nicht mehr geben und hat schon einen finanziell neuen gleichwertigen Job nächste Woche sicher. Ist fast schon so wie in Betrieben mit Leiharbeitern, da hast Du Menschen die dort seit 15-20 Jahren arbeiten und am besten keine neuen Mitarbeiter mehr wollen, da man ja ersetzt werden könnte. Ich frag mich nur warum man dann Menschen sucht und im Vorstellungsgespräch das Blaue vom Himmel verspricht.

24p
2019-08-14, 16:53:02
Aktuelles Beispiel ist delivdroo. Die machen quasi von heute auf morgen dicht. Alle Fahrer sind "Freiberufler" und die die das Vollzeit gemacht haben sind jetzt die gearschten.

Wer allen ernstes geglaubt hat damit dauerhaft und in Vollzeit seinen Lebensunterhalt bestreiten zu müssen hat ein ganz anderes Problem.

Gouvernator
2019-08-18, 05:57:30
Hat deine Frau auch mal versucht bei einer namhaften Traditionsbäckerei zu arbeiten? Da die wegen der guten Qualität deutlich mehr fürs Brot verlangen und meist auch als Familienbetrieb geführt werden, kann ich mir vorstellen, dass dort alles besser läuft, als bei einem Discount-Bäcker.
Ich habe eine Woche im "Familienbetrieb" gearbeitet. Und schon in diesen kurzen Zeit, ging bei denen ein Altgeselle weg. Hat die Schürze ausgezogen und ging. Ich fand die Arbeit an sich gar nicht mal schlecht. Nur die Arbeitszeit ist eben MÖRDERISCH. Und davon kommen all die Probleme, denke ich.

Man arbeitet immer quasi in Nachtschicht. Sprich ab 23.00Uhr geht's los oder so und endet um 9.00 Uhr. Von den Altgesellen wird verlangt das sie zwischenzeitlich nochmals im Verlaufe des Tages erscheinen um Vorbereitungsarbeiten für den nächsten Einsatz zu tätigen. Von Fahrern wird verlangt das sie im Tagesverlauf nochmal diverse Bestellungen ausfahren für z.B. Kuchen für Beerdigungen ect.
Was mir die chronisch übermüdete Fahrer so erzählt haben bleibt denen zum Schlafen nur 3-4 Stunden Zeit. Man hat ja auch ein eigenes Leben zum führen. Und es existiert so gut wie kein Wochenende. Sprich man bekommt nicht 2 Tage am Stück, wie normal sondern muss ein Tag unter der Woche machen. Aber, wenn du Samstags vormittag zu Hause bist musst du schon Sonntag Abend um 23.00Uhr wieder arbeiten gehen. Müsst euch das auf der Zunge zergehen lassen. Das ist aber auch anderes grundsätzliches Problem das ich mit Nachtschichten habe - an Sonntagen anfangen zu arbeiten... Sprich du kannst dich nicht mit Freizeitaktivität belasten, weil du nachher die Nacht durcharbeiten musst.

Ich dachte damals im bin im KZ. Habe nach einer Woche meinen noch mündlichen Arbeitsvertrag per Handschlag in eine Woche Probearbeit für Jobcenter umgewandelt. Und anschließend den Erdboden geküsst als ich schließlich raus war.
Vielleicht für 20-25 € die Stunde würde ich mir das vielleicht nochmal überlegen.

Lokadamus
2019-08-18, 08:58:24
Vielleicht für 20-25 € die Stunde würde ich mir das vielleicht nochmal überlegen.Sobald es autonome Autos gibt, wird der Bereich "Bäckerei" noch weniger Menschen benötigen.

https://www.harry-brot.de/modernes-backen/grossbaeckerei/

Überwiegend werden dort Lagerhelfer und Fahrer gesucht. Beides Bereiche, die langfristig (in ca. 10 Jahren) durch Robotik ersetzt werden dürfte.
https://jobs.harry-brot.de/jobs

Heeragon
2019-08-18, 10:29:53
Um Berufswahl und Kinderwunsch sollte man sich auch deutlich früher Gedanken machen, statt hinterher zu jammern.

Ja klar und wenn dann jeder mit 35 Jahren sein Studium beendet hat, gehts direkt um 09.00 Uhr mit dem E Auto ins Einzelbüro.
Dann das erste Meeting mit Kaffee und Plätzchen um 11.00.
Dann um 12.00 1 Stunde Mittagspause um dann noch 2 Stunden bei ebay und Co rumsurfen bis um 15.00 Uhr Feierabend ist.Das alles für 4500€ Netto und 30 Tage Urlaub.

Mann muss es nur wollen!

DerKleineCrisu
2019-08-18, 10:31:54
Es Erscheint mir aber auch, das es euch extrem wichtig ist Recht zu haben. Ich selber bin im IT Consulting tätig und Ruhezeiten interessiere hier auch niemanden. Mit Sicherheit ist das Lohngefüge ein anderes, aber was bringt es nachträglich Klagen zu gewinnen und trotzdem arbeitslos zu sein ?

Scheinst auch einer zu sein der fordert das man das ArbSchG abschaffen sollte und wie anno 1900 wieder 6 Tage 18 Stunden Arbeiten muss. Du würdest sowas sicher toll finden, aber sicher nur bis zu einem gewissen alter, ab 60 Jahre machste das nicht mehr weil du nur noch körperlich am Asch bist. Aber dein Arbeitgeber freute sich sicher das du so verständissvoll warst und so einen einsatz für den Betrieb gezeigt hast bevor er dich mit einem Arschtritt aus dem Betrieb befördert weil du die Leistung wie vor 30 jahre nicht mehr bringst und keine 18 Stunden mehr am Tag arbeiten willst.


Zur Zeit arbeite ich auch in einem kleinen Familienbetrieben der auf International macht. Der Chef oder auch teilweise die Angestellten meinen auch das man doch wenn es sein muss 12 Std oder länger Arbeiten soll weil " der Auftrag raus " . Schön für diese Leute , ich mache das aber nicht mehr mit, nächstes Jahr läuft der Arbeitsvertrag aus und den werde ich sicherlich nicht verlängern . Ich habe dort schon Sachen gemacht wo ich selber gesundheitlich und moralisch extreme bedenken bekommen habe.

Rooter
2019-08-18, 11:02:16
Ich habe eine Woche im "Familienbetrieb" gearbeitet. Und schon in diesen kurzen Zeit, ging bei denen ein Altgeselle weg. Hat die Schürze ausgezogen und ging. Ich fand die Arbeit an sich gar nicht mal schlecht. Nur die Arbeitszeit ist eben MÖRDERISCH. Und davon kommen all die Probleme, denke ich.

Man arbeitet immer quasi in Nachtschicht. Sprich ab 23.00Uhr geht's los oder so und endet um 9.00 Uhr. Von den Altgesellen wird verlangt das sie zwischenzeitlich nochmals im Verlaufe des Tages erscheinen um Vorbereitungsarbeiten für den nächsten Einsatz zu tätigen. Von Fahrern wird verlangt das sie im Tagesverlauf nochmal diverse Bestellungen ausfahren für z.B. Kuchen für Beerdigungen ect.
Was mir die chronisch übermüdete Fahrer so erzählt haben bleibt denen zum Schlafen nur 3-4 Stunden Zeit. Man hat ja auch ein eigenes Leben zum führen. Und es existiert so gut wie kein Wochenende. Sprich man bekommt nicht 2 Tage am Stück, wie normal sondern muss ein Tag unter der Woche machen. Aber, wenn du Samstags vormittag zu Hause bist musst du schon Sonntag Abend um 23.00Uhr wieder arbeiten gehen. Müsst euch das auf der Zunge zergehen lassen.Mein Kumpel hat auch mal Bäcker gelernt und hat mir das genauso geschildert.
Als dann der Meister ausfiel (ob gekündigt oder krankheitsbedingt weiß ich nicht mehr) musste er dessen Aufgaben übernehmen und hatte über Monate eine 7-Tage-Woche. :O Keine Ahnung wie er das geschafft oder warum er es mitgemacht hat, zumal er natürlich gehaltstechnisch auch verarscht wurde und nie auch nur in die Nähe eines Meistergehalts kam.
Irgendwann ist dann die Chefin verstorben und ihr Mann hat den Laden an die Wand gefahren.

MfG
Rooter

blackbox
2019-08-18, 17:56:45
Klassische Bäckereien gibt es ja kaum noch. Zumindest dort, wo ich wohne. Ob die jetzt von den großen Ketten verdängt wurden oder sich selbst in Aus manövriert haben, keine Ahnung.

Aber nicht nur die Bäckereien haben ein Problem, Fleischereien suchen angeblich auch Fachkräfte.

In der Regel sind die Branchen selbst schuld. Vernünftigen Lohn bezahlen, für vernünftige Bedingungen sorgen und vernünftige Qualität abliefern wären mal so mögliche Lösungen.

Semmel
2019-08-18, 18:09:42
In der Regel sind die Branchen selbst schuld. Vernünftigen Lohn bezahlen, für vernünftige Bedingungen sorgen und vernünftige Qualität abliefern wären mal so mögliche Lösungen.

Das ist zu einfach gedacht. Die Lebensmittelbranche liefert eigentlich genau das, was der Durchschnittsdeutsche haben will: BILLIG! Wie der niedrige Preis zustande kommt, ist den meisten Verbrauchern egal.

Dass die niedrigen Lebensmittelpreise nur durch Ausbeutung von Mensch, Tier und Land funktionieren, sollte jedem klar sein.
Eine faire Bäckersemmel müsste 50 Cent kosten und nicht nur 15 Cent.
Auch Fleisch kostet das Dreifache bei artgerechter und ökologischer Tierhaltung, sowie anständiger Bezahlung und Behandlung der Mitarbeiter.

Hamster
2019-08-18, 18:10:42
Klassische Bäckereien gibt es ja kaum noch. Zumindest dort, wo ich wohne. Ob die jetzt von den großen Ketten verdängt wurden oder sich selbst in Aus manövriert haben, keine Ahnung.

Aber nicht nur die Bäckereien haben ein Problem, Fleischereien suchen angeblich auch Fachkräfte.

In der Regel sind die Branchen selbst schuld. Vernünftigen Lohn bezahlen, für vernünftige Bedingungen sorgen und vernünftige Qualität abliefern wären mal so mögliche Lösungen.

Bin ich bei dir.
Allerdings braucht es dafür auch die Kunden die bereits sind für angemessene Leistung & Qualität zu bezahlen.
Diese rennen aber vorwiegend zum Discounter mit den Industriebackwaren.

blackbox
2019-08-18, 18:18:02
Der "Deutsche" steht nicht nur auf billig.
Es gibt einige Bereiche im Verbraucherleben, da zahlt der "Deutsche" gerne und absichtlich mehr. Siehe Autos, Ebikes, Unterhaltungsbranche, Reisen etc.

In Hamburg kostet das Brötchen bein sogenannten "Bäcker" schon an die 50 Cent. Trotzdem ist die Qualität unterirdisch. Der Döner kostet hier inzwischen auch schon ca. 5 EUR. Schmeckt er dadurch besser? Das weiß man vorher auch nicht. Und dann die Lieferdienste für Essen. Was da abgeliefert wird, ist unterirdische Qualität zu überteuerten Preisen.

tobife
2019-08-18, 18:26:27
Eine faire Bäckersemmel müsste 50 Cent kosten und nicht nur 15 Cent.


Je nachdem in welche Bäckerei (Kette, Familienbetrieb..) man hier geht, zahlt man für ein Brötchen 38-50 Cent.

Ich bin ja bereit, entsprechend zu bezahlen. Aber:
Die Brötchen sind teilweise sehr klein
Geschmacklich kaum besser als der Discounter

Dafür dann ungefähr das dreifache bezahlen?

Die Qualität mag in anderen Gegenden besser sein. Hier ist es oft nicht der Fall.

Fusion_Power
2019-08-18, 18:31:52
Bin ich bei dir.
Allerdings braucht es dafür auch die Kunden die bereits sind für angemessene Leistung & Qualität zu bezahlen.
Diese rennen aber vorwiegend zum Discounter mit den Industriebackwaren.
Unser Bäcker hier im Ort hat leider vor einigen Jahren zu gemacht. Ging halt irgend wann in Rente und natürlich gabs keinen Nachfolger. Anderer Bäcker hat aber immerhin eine Filliale hier neben dem örtlichen teegut. Leider schmeckt mir das brot da nicht, wirkt mir zu aufgeblasen, luftig und weich. Krieg ich Bauchweh von.
Ich kauf daher schon länger das "Vita+Fit" von Harry, das kann man tatsächlich essen und bekommt mir zudem sehr gut. Kostet so um die 1,30 pro Pfund, sicher kein Billigprodukt. Für "Industriebrot" ist es wirklich gut, da hab ich von traditionellen Bäckereibetrieben schon wesentlich schlechteres gegessen.

Trotzdem schade dass viele Traditionelle Kleinbäckereien aussterben. Aber wie hier schon erwähnt wurde, muss man den Leuten auch was bieten wenn sie schon zu unchristlichen Zeiten arbeiten sollen und das sechs Tage die Woche.

Aber um wieder den Hunger zu wecken, einfach zur Entspannung mal diese Doku reinziehen:

KmMySW-6Q-o

Lyka
2019-08-18, 18:33:17
Und Filialen müssen nicht schlecht sein. Meine Lieblingsbäckerei (Roscher, Erzgebirge) hat im Umkreis von 25 Kilometern 28 Filialen in Supermärkten etc.
Ketten wie Thoben allerdings ... naja, die sind billig und deren Brötchen vertrocknen innerhalb von Stunden. (Dafür hat Thoben nen geilen Streußelkuchen). Dafür gibts Ketten wie Brot & Brötchen und M&M Back, bei denen die Brötchen super schmecken und nicht zu Tode gebacken werden (wie bei unserer Stadtbäckerei, die Ende der 90er schloss, bei denen fast alle kauften, aber deren Brötchenkrusten öfter im Zahnfleisch steckenblieben).

Ich finde viele Industriebrote zu trocken. Daher kauf ich zu 90% die Bäckerkrönung (Penny) Sonnenblumenkernbrot, ggf auch Kommisbrot. Ich kann mich allerdings auch noch an das furchtbare DDR Schwarzbrot erinnern, bitter und finster wie die Hölle.

€: Mein Bruder hat Konditor gelernt und die Lehre auch abgeschlossen. Beim Bäcker/Konditor musste er ziemlich ackern, die Chefin war ne Zicke und gerade zu Weihnachten war Extraarbeit angeordnet. Ist klar, dass er nach seiner Ausbildung ne zweite Ausbildung als Bankkaufmann suchte. (Leider bäckt er aber seit seiner Ausbildung gar nichts mehr :( )

rokko
2019-08-18, 18:52:00
Je nachdem in welche Bäckerei (Kette, Familienbetrieb..) man hier geht, zahlt man für ein Brötchen 38-50 Cent.

Ich bin ja bereit, entsprechend zu bezahlen. Aber:
Die Brötchen sind teilweise sehr klein
Geschmacklich kaum besser als der Discounter

Dafür dann ungefähr das dreifache bezahlen?

Die Qualität mag in anderen Gegenden besser sein. Hier ist es oft nicht der Fall.
Bin ich ganz deiner Meinung.
Vielfach nur gestiegene Preise für mindere oder gleichwertige Qualität rechtfertigt einfach keinen zusätzlichen Preisaufschlag.

Erstmal liefern dann kann der Kunde entscheiden. Und nicht umgekehrt erstmal soll der Kunde zahlen und dann irgendwann wird die Qualität und die Arbeitsbedingungen schon stimmen.

Den echten Bäcker der nur Mehl Salz Wasser braucht den gibts doch schon garnicht mehr. Es wird halt vielfach selbst unter Bäckern und der Backindustrie auf Back oder Mehlmischungen zurückgegriffen.

Armaq
2019-08-18, 19:22:01
Aktuelles Beispiel ist delivdroo. Die machen quasi von heute auf morgen dicht. Alle Fahrer sind "Freiberufler" und die die das Vollzeit gemacht haben sind jetzt die gearschten.
Viel spannender ist, dass die beiden Großen die Länder unter sich aufgeteilt haben. Freie Marktwirtschaft ...

MarcWessels
2019-08-18, 19:29:42
Aktuelles Beispiel ist delivdroo. Die machen quasi von heute auf morgen dicht. Alle Fahrer sind "Freiberufler" und die die das Vollzeit gemacht haben sind jetzt die gearschten.
Gearscht waren sie zuvor!

Die Gebietsleiter der Kochlöffel-Filialen lachen sich auch ins Fäustchen ob ihrer unterwürfigen Angestellten, die ihre Rechte nicht wahrnehmen.

Morale
2019-08-18, 21:53:47
Können ja nicht alle so kluk sein wie du

Fusion_Power
2019-08-18, 22:17:20
Hat hier wer zufällig Erfahrung mit Brotbackautomaten für zu Hause? Wie gut sind die, welche taugen was? Hab mal mit dem Gedanken gespielt so ein Gerät in Betracht zu ziehen. Aber ist für mich alles ehr unheimliches Hexenwerk. :ugly:

rokko
2019-08-18, 23:30:58
Wir hatten mal 2 verschiedene Modelle. Irgendwelchen Marken.
Die waren einfach Mist.
Es wurde nicht richtig durchgeknetet und gebacken wars irgendwie auch schlecht. Kruste war auch nicht. Und dazu immer den Mist das der Knethaken ja noch unten drinne steckt.

Mach dir lieber mal ein kleines Testbrot selber im Ofen. Bisschen Muskelschmalz beim kneten mehr brauchste nicht. Wenn du das ein paar mal selber gemacht wirste schnell feststellen Backautomaten brauch man nicht. :wink:
Habe letztes Wochenende mal wieder Brötchen selber gemacht. Sind super geworden. Gleich 2 Bleche voll den Rest frier ich dann ein.

Fusion_Power
2019-08-19, 00:29:25
Wir haben nur nen Gasherd sammt Röhre, da kannste gescheite Backwaren drinne vergessen. hat keine Ober/Unterhitze oder gar Umluft. Selbst einfache Tiefkühlpizzen muß man sehr vorsichtig erhitzen, selbst mit Backpapier. So gut Gas zum kochen ist, so beschissen ist es zum backen. Trocknet halt alles schnell aus oder brennt an. Ist in meinem Fall also leider keine Alternative zu nem "richtigen" Bäcker.
Aber danke für die Infos zu diesen Brotbackautomaten. Man hört da echt sehr unterschiedliche Meinungen zu.

rokko
2019-08-19, 00:33:55
Schonmal probiert ne Schale Wasser unten rein zu stellen? (halber Liter)
Hab den Tipp auch irgendwie von nem YT Video aufgenommen und muss sagen funktioniert prima.

Mortalvision
2019-08-19, 00:36:18
Den Teig in einer Schale mit Leinentuch für 1,5-2h gären lassen. Dann ab in den Ofen. Gegen anbrennen hilft nix besser als paar mal mit nassen Händen außen rum streicheln. Aber selbst dann musst wohl noch arg genau kontrollieren...

Benutzername
2019-08-19, 00:45:21
ist vermutlich eher ne Sache "Kette" vs. Einzelbäckerei bzw. "kleine Kette."
Die Bäckereien im Erzgebirge, die ich kenne, haben ihre Mitarbeiter seit Ewigkeiten ... in Berlin ists eher Aufback-Bäckerei

Exakt dieses. "Back-Shops" (welch ekelige Neuwortschöpfung) sind das Letzte und man sollte dort eben wegen dieser schelchten Arbeitsbedingeungen nicht kaufen. Kauft bei einem echten Bäcker. Meisterbetrieb, der auch wirklich selbst backt. Ja, ist etwas teuerer, dann schmeckt das Brot aber auch besser und hält auch ein paar Tage länger und man kann ein besseres GEwissen haben bezüglich der Angestellten. Bei den alteingesessenen Bäckereien hier in der Gegend sieht man auch seit ewig dieselben Gesichter hinter der Theke.

Benutzername
2019-08-19, 00:47:30
Lohnausfall wegen unrechtmäßiger Kündigung muss nachbezahlt werden!

Außerdem wird erstmal Arbeitslosengeld gesperrt wenn man gefeuert wird. Man muss in der Situation klagen um nciht ohne Geld dazustehen.

Heelix01
2019-08-19, 07:10:10
Ehrlich, mir schmecken die Brötchen von lila Bäcker einfach am besten, kein Bäcker bis jetzt gefunden der meinen Geschmack so gut trifft.

Arbeitsbedingungen ... Ehrlich ka, Preis ist relativ teuer im Vergleich zum Brötchen vom Discounter, trotz Kette.

Das man in diesem Beruf relativ früh aufstehen muss ... Ist wie die Erkenntnis in der Verwaltung am PC arbeiten zu müssen.

Lokadamus
2019-08-19, 07:16:45
Wir haben nur nen Gasherd sammt Röhre, da kannste gescheite Backwaren drinne vergessen. hat keine Ober/Unterhitze oder gar Umluft. Selbst einfache Tiefkühlpizzen muß man sehr vorsichtig erhitzen, selbst mit Backpapier.Mini Backofen für 90€. Hab den selben. Fühlt sich zwar nicht immer an wie ein richtiger Backofen, aber reicht aus. Allerdings ist es Jahre her, dass ich einen richtigen Backofen benutzt habe.
https://www.amazon.de/Minibackofen-Ofenhandschuhe-Doppelglastür-Krümelblech-Innenbeleuchtung/dp/B073V54D9S/

rokko
2019-08-19, 12:33:57
Kauft bei einem echten Bäcker. Meisterbetrieb, der auch wirklich selbst backt.
Hier im Ort und Umgebung gibt es keine Bäcker mehr.
Nur noch Backshops und 5 Supermärkte. Selbst die 3 örtlichen Fleischer kaufen im Großmarkt ein. Da wird ausser Schweinemett nichts mehr selbst hergestellt.

FeuerHoden
2019-08-20, 11:19:40
Der Konsument ist schuld.
Der Konsument zahlt und schafft an, es kann nur angeboten und verkauft werden was der Kunde wirklich bezahlt.
Der Konsument will nicht wissen was im Brot wirklich drin ist, dass selbst in der gehobenen Gastronomie Essen aus der Tüte kommt, das Snickers aus Kälbermägen hergestellt werden. Dass der Unterschied von Bio zu konventionell in manchen Betrieben nur theoretisch existiert.

Das alles will der Konsument nicht wissen. Was ich schon mit Leuten diskutiert habe die nicht wahrhaben können dass natürlicher Geschmacksverstärker chemisch das gleiche ist wie künstlicher Geschmacksverstärker. Es ist vollkommen sinnlos.

Der Konsument besteht darauf verarscht zu werden.