Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diskussion zu: News des 21. Januar 2026
Leonidas
2026-01-22, 07:57:50
Link zur News:
https://www.3dcenter.org/news/news-des-21-januar-2026
Aroas
2026-01-22, 12:27:09
Diese "ersten Anzeichen" des klar zurückgehenden DIY Markts haben wir doch kürzlich schon in viel deutlicherer Form bei den CPU Absatzzahlen von Amazon gesehen.
Da brauchst du nicht mehr in diesem spekulativen Ton zu schreiben, sondern kannst es als Fakt festhalten, Leo.
Ist doch klar, dass weniger Leute sich neue Rechner bauen, wenn der Speicher saumäßig teuer ist und nun auch noch die Grafikkarten nachziehen.
Das wird auch noch viel deutlicher werden, wenn die Preise weiter steigen oder zumindest auf dem aktuellen Niveau verbleiben.
Leonidas
2026-01-22, 13:56:03
Mindfactory ist als Quelle eben zu sehr selbstreferenziert, daraus kann man keine Sicherheiten über den Gesamtmarkt gewinnen.
Lehdro
2026-01-22, 14:16:13
Gibt schon Gerüchte das der gesamte DIY Mainboardmarkt um >50% geschrumpft ist seit Sommer 25. Wird halt versucht mit Ausweichbewegungen (ASUS will mehr in den Servermarkt) zu umgehen oder mit einfachen Alternativen abgefangen (mehr AM4/S1700 bzw. DDR4 Boards). Langfristig sieht es aber schlimm aus. Das wird Marken wie Biostar, NZXT und Sapphire richtig hart treffen.
Leonidas
2026-01-22, 14:43:26
Genau das vermutet ich eben. Dass die Großzahlen von Komplett-PCs das eigentliche Dilemma verschleiern, dass es bei DIY so richtig massiv nach unten geht.
Aroas
2026-01-22, 15:14:18
Mindfactory ist als Quelle eben zu sehr selbstreferenziert, daraus kann man keine Sicherheiten über den Gesamtmarkt gewinnen.
Ich habe doch aber genau deshalb auch die Amazon Zahlen angesprochen, die du selbst hier kürzlich publiziert hast.
Auch diese zeigen diese Entwicklung doch eindeutig.
Es geht doch nicht nur um Mindfactory.
Schade, dass keine Zahlen für 1+2 vorliegen, aber ich gehe auch von Einfluss der RAM-Preise auf den DIY-Markt aus. Logische Folgerung aus dem Verlauf.
Gast2
2026-01-22, 19:41:36
Die Entwicklung macht für mich Sinn. Wer eine Neuanschaffung in den nächsten Monaten geplant hatte, hatte im November / Dezember genug Zeit, sich noch einzudecken.
Nun ist zwar der Preis von 500€ für 32GB DDR5 RAM sicherlich hoch, andererseits aber auch keine Hürde, die man nicht nehmen kann, wenn man für ein neues System eine 500€+ CPU und 1.000€ GPU einplant.
Ich sage nicht, dass das für jeden zutrifft, nur das es immer eine Anzahl von Menschen gibt, die es sich leisten können.
Die nächsten Monate werden für den Handel sicher schwierig werden. Mal sehen, wie sich der Gebrauchtmarkt entwickelt. Sicherlich haben viele noch einen Zweit-PC herumstehen, der plötzlich wieder an Wert gewonnen hat und deshalb eher den Weg zu den Marktplätzen statt zum Wertstoffhof findet.
Problematisch wird allerdings der GPU-Markt werden. Als Besitzer einer 7900XTX werde ich diese in absehbarer Zeit nicht verkaufen wollen. Schlechtes Raytracing und fehlende Tensor-Cores sind mir da egal. Wer weiß, wann wieder eine bezahlbare GPU mit mehr als 16GB VRAM kommt...
Das sehen andere wohl genauso, denn man sieht jetzt vermehrt Angebote von "Gaming-PC" ohne GPU oder nur mit einer Reserve-GPU.
Aroas
2026-01-23, 00:34:29
Nun ist zwar der Preis von 500€ für 32GB DDR5 RAM sicherlich hoch, andererseits aber auch keine Hürde, die man nicht nehmen kann, wenn man für ein neues System eine 500€+ CPU und 1.000€ GPU einplant.
Ich sage nicht, dass das für jeden zutrifft, nur das es immer eine Anzahl von Menschen gibt, die es sich leisten können.
Die Anzahl derer, die sich so teure Systeme leisten wollen/können, ist aber nicht besonders hoch.
Die meisten Käufer sind in weit niedrigeren Preisregionen unterwegs. Und denen tun die aktuellen Speicherpreise (aber mittlerweile auch deutlich steigende GPU und SSD Preise) deutlich mehr weh.
Also lassen diese Kunden eine Neuanschaffung lieber sein und das zeigt sich immer deutlicher in den zurückgehenden CPU und Mainboard Verkäufen.
MiamiNice
2026-01-23, 01:31:24
Die meisten ernsthaften Anwender im DIY Markt dürften in erster Linie Gamer sein. Diese werden Upgrades eher aufschieben oder im Zweifel trotzdem kaufen, wenn es keine Alternative gibt. Der übrige Teil greift vermutlich ohnehin zu Komplettsystemen.
Wer selbst baut, kennt sich in der Regel besser aus, verfügt bereits über solide Hardware und kann problemlos ein paar Jahre pausieren oder so planen, dass vorhandener RAM weiter genutzt wird. Steigen die Preise auf das Vierfache, werden die Verkäufe mit Sicherheit einbrechen, solange kein echter Bedarf besteht. Ein Upgrade von 32 oder 48 GB auf 64 GB ist schlicht nicht zwingend notwendig.
Sobald die Preise im DIY Markt wieder sinken, dürfte entsprechend auch wieder mehr verkauft werden ;D
Unterm Strich ist nicht ganz klar, worüber hier eigentlich diskutiert wird. Gerade in diesem Segment sind die Käufer durch jahrelang extrem günstige RAM Preise für 6000er CL30 oder CL32 schlicht verwöhnt. Und jetzt sollen sie auf einmal normale Preise für RAM bezahlen, nur dass der billige RAM heute so viel kostet wie früher eigentlich angemessene Riegel XD
€:
Und mal ganz nebenbei, etwas entspannter betrachtet: 500 € für ein 32 GB Kit im Rechner, also rund 250 € für 16 GB. Wisst ihr eigentlich, was wirklich hochwertiger RAM aktuell kostet? Der liegt locker im vierstelligen Bereich, ja, auch bei 32 GB.
Beschweren müssen sich am ehesten die, die ihren RAM immer sehr gezielt passend zur restlichen Hardware gekauft haben und nicht einfach irgendwas von der sprichwörtlichen Fleischtheke genommen haben.
Der Fleischthekenkäufer greift zu 16 GB für harte 250 € Tacken und kommt damit beim Gamen trotzdem klar. Spätestens, nachdem er sich die Tränen aus den Augen gewischt und seine 5080 gestreichelt hat ;)
Wenn ich manche Beiträge hier lese, kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.
Exxtreme
2026-01-23, 02:34:53
Es hängt auch davon ab ob man ein Fertigsystem kauft oder nicht. Bei einem 2k EUR PC sehen 200 EUR mehr auch nicht mehr ganz so wild aus.
downforze
2026-01-23, 04:26:42
Kann wohl noch jemand nicht schlafen.
Ich sehe es nicht so, dass bei m8nsestens 500€ für die GPU und 400€ für die CPU die absurden Ram Preise jetzt halt noch mitgezahlt werden. Im Prinzip ist jetzt alles bis auf Netzteile in den letzten 5 Jahren extrem im Preis gestiegen. Das zahlt der normale Konsument eben nicht mehr. Es gibt in der BWL Lehre so einen Punkt, an dem das Maß überschritten ist und der Konsum dann direkt massiv zurückgeht. Da sind wir jetzt.
Lehdro
2026-01-23, 14:45:52
Das zahlt der normale Konsument eben nicht mehr. Es gibt in der BWL Lehre so einen Punkt, an dem das Maß überschritten ist und der Konsum dann direkt massiv zurückgeht. Da sind wir jetzt.
Sehe ich genauso.
Sicherlich gibt es Leute die das nicht zahlen können, aber der größere Teil des Marktes wird es einfach nicht zahlen wollen. Schon rein psychologisch nicht, warum den dreifachen Preis zahlen? Vor 4 Monaten war es halt xy € günstig.
Das Verhalten ändert sich erst wieder wenn sich das Preisniveau etabliert (aka langfristig so bleibt, siehe kontinuierliche GPU Preissteigerungen), oder halt eine Veränderung in Sicht ist (in beide Richtungen möglich).
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