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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein ganz besonderer Kollege


Acid-Beatz
2026-02-28, 10:10:03
Moinsen zusammen,

da man hier hin und wieder doch gute Antworten und Ratschläge bekommt, probier ich es einfach mal: Wir haben uns da in der Arbeit so ein Unikat eingefangen, das es perfektioniert hat sich extra bezahlte Arbeiten zu sichern und selbst da pickt er sich nur die "besten" Einsätze raus, also da wo es am wenigsten zu tun gibt.

An sich ist das natürlich nicht verwerflich und hin und wieder macht das vermutlich jeder mal, mich eingeschlossen aber ich und der Rest des Teams nutzen das nicht gnadenlos aus und bisher hat es auch für alle gepasst. Bisher. Es fällt nicht nur mir auf, dass die "günstigen" Dienste immer bei besagtem Kollegen landen und er jegliche andere Arbeit gekonnt von sich weißt, womit wir dann beim zweiten Punkt wären: Er arbeitet halt sonst nichts und wenn es mal was zu arbeiten gibt, weil es irgendwo "brennt", dann geht er 2h auf Mittag.
Wenn der Chef den Schichtplan freigegeben hat, dann hat er sich schon nach einer Stunde die Schichten für die nächsten 3 Monate gesichert. Soviel dazu.

Mir ist das Messer in der Hose zwar schon aufgegangen, sonst hätte ich diesen Text nicht geschrieben aber die Frage ist nun, was man am besten draus macht: Es gibt da ein stressiges Projekt dieses Jahr, an dem ich die Verantwortung sehr gerne an besagten Kollegen abgeben würde weil das auch genau mit dem zu tun hat, wo er so gerne Bereitschaften übernimmt. Da könnte er sich dann austoben und am besten damit untergehen und ich schau mir das aus sicherer Position an :cool:
Die Frage ist nur, wie ich die Verantwortung am elegantesten von mir auf den anderen übertrage weil bisher hab ich das brav und ohne Murren gemacht, weil es eben gepasst hat. Mit dem Blick auf den anderen Kollegen sehe ich nicht mehr ein, warum ich weiter die stressige Arbeit machen soll, wenn der andere nur bezahlte Extraarbeit übernimmt und damit durchkommt.

1.) Wie würdet Ihr sowas einer Führungskraft verkaufen?

Es ist auch durchaus möglich, dass sie sich auf einen solchen Handel nicht einlassen, weil der Test/das Projekt von außen gefordert wird und es mit mir bisher gut gelaufen ist.

2.) Was könnte ich fordern, wenn mein längerfristiges Ziel in rund 2 Jahren ist, dass ich deutlich weniger als 30h pro Woche arbeite?



Vielen Dank für Euren Input!

blackbox
2026-02-28, 10:23:15
Euer System ist einfach falsch. Daran würde ich ansetzen.

Rush
2026-02-28, 10:34:39
Der Vorgesetzte macht sich eben einfach. In einer Teamsitzung kollektiv eine Änderung der Verteilung fordern.

Semmel
2026-02-28, 10:36:26
Mir kommt es so vor, als wäre der "besondere" Kollege einfach der schlauste von euch. Er hat sich am besten an dieses System angepasst.

Was du machen solltest?
Vergiss deine destruktiven Rachegedanken. (womit wir übrigens wieder bei Dark Factor (https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=623600) wären)

Wenn dir das System nicht gefällt, dann hast du zwei rationale Optionen:
- das System kritisieren und versuchen zu verbessern
- sich dem System genauso anpassen wie der "besondere" Kollege es tut


Viele Grüße vom besonderen Kollegen. :D

00-Schneider
2026-02-28, 10:39:34
Gehe da mit Semmel mit. Der Typ hat den Sinn von Arbeit schlichtweg begriffen. So wenig wie möglich machen, das als sehr viel gegenüber den Vorgesetzten verkaufen, und dadurch den besten Ertrag pro Zeitaufwand für sich selbst rausholen.

Du solltest von solchen Leuten lernen!

blackbox
2026-02-28, 10:39:50
Das wird nicht funktionieren. Wenn alle so handeln würden wie der besagte Kollege, geht die Firma zugrunde.

00-Schneider
2026-02-28, 10:41:19
Das wird nicht funktionieren. Wenn alle so handeln würden wie der besagte Kollege, geht die Firma zugrunde.


Natürlich, aber der Großteil der Arbeitnehmer ist halt so blöd und hängt unnötig sich rein, weswegen das kapitalistische System auch so gut funktioniert.

blackbox
2026-02-28, 10:48:06
Natürlich, aber der Großteil der Arbeitnehmer ist halt so blöd und hängt unnötig sich rein, weswegen das kapitalistische System auch so gut funktioniert.

Richtig, aber der Kapitalismus geht auch in die andere Richtung, es bereinigt sich sozusagen von selbst. Bedeutet in diesem Fall: unzufriedene Mitarbeiter, schlechte Stimmung.... dann führt das eine zum anderen.... Kündigungen.... schlechtere Leistungen..... und irgendwann ist es vorbei.

Acid-Beatz
2026-02-28, 10:48:10
Mir kommt es so vor, als wäre der "besondere" Kollege einfach der schlauste von euch. Er hat sich am besten an dieses System angepasst.

Was du machen solltest?
Vergiss deine destruktiven Rachegedanken. (womit wir übrigens wieder bei Dark Factor (https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=623600) wären)

Ich habe das System durchaus schon durchschaut, deswegen auch der Plan die unliebsame Arbeit abzugeben. Ob es ihn oder wen anders trifft ist mir auch egal, nur wäre er das leichteste Opfer :)

Wie würdet Ihr also verpacken diese Arbeit abzugeben :uponder:



Euer System ist einfach falsch. Daran würde ich ansetzen.
Der Vorgesetzte macht sich eben einfach. In einer Teamsitzung kollektiv eine Änderung der Verteilung fordern.
Das habe ich durchaus schon gemacht aber natürlich ist alles ganz anders, als ich es darstelle. Also sicher gibt es paar belegbare Fakten, weil ganz ohne würde ich kein Fass aufmachen aber das steht erst mal in der Luft.
Wenn ich es schaffe ihm die Tests umzuhängen, hätte ich durchaus gewonnen.

Semmel
2026-02-28, 10:51:56
Das wird nicht funktionieren. Wenn alle so handeln würden wie der besagte Kollege, geht die Firma zugrunde.

Wenn es alle so machen würden, dann müsste die Firma das System ändern.

Aber nachdem fast alle Mitarbeiter so blöd sind, wie es 00-Schneider richtig sagt, und lieber jede Scheiße fressen, die ihnen vorgesetzt wird, hat der Arbeitgeber garkeinen Grund, irgendwas zu ändern. Das System funktioniert.

Cubitus
2026-02-28, 11:50:11
del

VoiD
2026-02-28, 11:56:07
Es war doch schon immer so: 20% der Belegschaft erledigen 80% der Arbeit.
Der Rest pimmelt ´rum.

Korfox
2026-02-28, 11:56:50
Die Frage ist nur, wie ich die Verantwortung am elegantesten von mir auf den anderen übertrage weil bisher hab ich das brav und ohne Murren gemacht, weil es eben gepasst hat.

Du gibst dir die Antwort doch selbst.
Er übernimmt in dem Aufgabenfeld gerne Verantwortlichkeiten, also ist er ganz offensichtlich Experte für das Gebiet. Zu deiner eigenen Expertise können du und dein Vorgesetzter eher was sagen.
Wenn er das Projekt übernimmt kann er das folglich 1. effizienter als du, 2. kannst du Projekte übernehmen die du effizienter bearbeiten kannst und 3. im Ergebnis habt ihr durch den Effizienzgewinn beide Kapazitäten frei gelegt, in die ihr noch zusätzliche Projekte legen könnt. Die Gesamtproduktivität steigt also.

(Umgekehrt wird übrigens auch ein Schuh draus. Wenn dein Kollege das ablehnt, weil das nicht seiner Expertise entspricht ist es auch nicht sinnvoll, wenn er zukünftig weiter die hochdotierten Projekte in dem Feld macht)

und
2026-02-28, 12:19:20
Mit offenen Karten spielen, und Probleme offen, mit allen kommunizieren. Alles andere hat eine kürzere Halbwertszeit und sorgt hinten rum für Missgunst bei irgend jemand der Beteiligten. Kann der Konflikt gelöst werden, ist allen geholfen, wenn nicht, andere Stelle überlegen.

Acid-Beatz
2026-03-01, 10:32:16
Danke für euren Input, ich werd die Aufgabe morgen dann mal mit Verweis auf Redundanz und die Expertise des anderen Kollegen abgeben. Dann schau ma mal, was für Ausreden er findet 😆

Argo Zero
2026-03-01, 14:52:13
"1.) Wie würdet Ihr sowas einer Führungskraft verkaufen?"

-> Ich will Transparenz und würde mich ärgern. dass ich es selbst nicht gesehen habe.
Faule Menschen machen die fleißigen unzufrieden. Sowas würde ich also abstellen.
Für dich heißt es: Tacheles reden. Der muss informiert werden, wenn was schief läuft.

Mars81
2026-03-01, 17:16:32
Ich kann zwar deine Fragen nicht beantworten, aber du solltest vielleicht über 2 Dinge nachdenken, bevor du handelst:

1. Ist dieser Kollege nur ein opportunistischer Faulpelz oder hat er narzisstische Tendenzen?

2. Falls zweiteres: Kannst du zu 100% sicher sein, das er deine "Intrige" (als solche würde er die Aktion mit Sicherheit auffassen) nicht herausfindet? Ein Narzisst wird nämlich in einer solchen Situation seine gesamte Energie darauf verwenden, dir maximalen Schaden zuzufügen.

Dicker Igel
2026-03-01, 17:29:18
Euer System ist einfach falsch. Daran würde ich ansetzen.
Mit offenen Karten spielen, und Probleme offen, mit allen kommunizieren. Alles andere hat eine kürzere Halbwertszeit und sorgt hinten rum für Missgunst bei irgend jemand der Beteiligten. Kann der Konflikt gelöst werden, ist allen geholfen, wenn nicht, andere Stelle überlegen.
Genau das.

maestro768
2026-03-02, 09:14:29
Danke für euren Input, ich werd die Aufgabe morgen dann mal mit Verweis auf Redundanz und die Expertise des anderen Kollegen abgeben. Dann schau ma mal, was für Ausreden er findet 😆

Ein Unterschied zwischen dem Kollegen und dir ist, dass du explizit versuchst ihm an den Karren zu fahren. Nach allem was du geschrieben hast macht er das so nicht. Das er sich die Rosinen raus pickt, hat natürlich Auswirkungen auf alle anderen, klar. Aber er scheint nicht gezielt die Arbeit auf eine Person abwälzen zu wollen. Das du dir ihn ganz gezielt raus suchst kann dir sowohl bei deinem Vorgesetzen, aber auch vor allem bei ihm Minuspunkte bringen und einen Konflikt entfachen.

Florida Man
2026-03-02, 09:56:05
Wenn sich Dein Kollege vertragstreu verhält, dann ist alles korrekt. Du hingegen willst ihm schaden und bist mit einer persönlichen Betroffenheit am Start, die sich im beruflichen Kontext nicht geziemt. Prognose: Der Kollege hat ein besseres Standing und alles, was Du abfeuerst, wird ein Rohrkrepierer oder Querschläger. Helm auf.

pest
2026-03-02, 10:18:39
Ich war schon oft in ähnlichen Situationen und kann dir nur eins raten

Kümmer dich um deinen eigenen Scheiss

Döner-Ente
2026-03-02, 10:56:08
Gehe da mit Semmel mit. Der Typ hat den Sinn von Arbeit schlichtweg begriffen. So wenig wie möglich machen, das als sehr viel gegenüber den Vorgesetzten verkaufen, und dadurch den besten Ertrag pro Zeitaufwand für sich selbst rausholen.

Du solltest von solchen Leuten lernen!

Das ist der Arbeitsstil für Leute, die entweder ihren Job hassen. Oder keine anderen Erwartungen an diesen haben, außer, dass er Geld bringen soll.
Und dazwischen und "sich für die Firma den Arsch aufreißen und es dankt einem keiner" gibt es noch einen gesunden Mittelweg.

Ansonsten: Andere Kollegen mit ins Boot holen.

Acid-Beatz
2026-03-12, 19:44:16
Ein Unterschied zwischen dem Kollegen und dir ist, dass du explizit versuchst ihm an den Karren zu fahren. Nach allem was du geschrieben hast macht er das so nicht. Das er sich die Rosinen raus pickt, hat natürlich Auswirkungen auf alle anderen, klar. Aber er scheint nicht gezielt die Arbeit auf eine Person abwälzen zu wollen. Das du dir ihn ganz gezielt raus suchst kann dir sowohl bei deinem Vorgesetzen, aber auch vor allem bei ihm Minuspunkte bringen und einen Konflikt entfachen.

Wenn sich Dein Kollege vertragstreu verhält, dann ist alles korrekt. Du hingegen willst ihm schaden und bist mit einer persönlichen Betroffenheit am Start, die sich im beruflichen Kontext nicht geziemt. Prognose: Der Kollege hat ein besseres Standing und alles, was Du abfeuerst, wird ein Rohrkrepierer oder Querschläger. Helm auf.

Da hab ich wohl etwas vergessen zu erwähnen: Er wälzt durchaus schon Arbeit auf andere ab: unter anderem durch das beschriebene Verhalten, dass er dann einfach verschwindet wenn es etwas zu tun gibt ODER wenn er mitbekommen, dass ein Dritter schon mal mit irgendeinem Thema etwas zu tun hatte, dann gibt er an den die Arbeit weiter. "Hattest doch erst so ein Ticket" und schwupp liegt das Ding bei Dir.
Und alle Leute aus unserem Team, mit denen ich darüber gesprochen habe, sehen das eigentlich genau wie ich - es hat sich nur noch niemand offiziell darüber beschwert :uponder:

mercutio
2026-03-12, 20:34:39
Schneller sein und die Rosinen vor ihm picken.
Er kann dir Tickets zuweisen? Kannst Du das auch? Dann mach das.

Acid-Beatz
2026-03-13, 10:51:29
Dann sind wir dann genau da, wo ich eigentlich nicht sein will: Jeder schaut auf sich und das bloß weil sich genau 1 Hundesohn nicht an die Spielregeln hält.

Tickets hin und herschubsen ... na ja, Kindergarten, oder :freak:

Badesalz
2026-03-13, 11:01:22
Dann sind wir dann genau da, wo ich eigentlich nicht sein will: Jeder schaut auf sich und das bloß weil sich genau 1 Hurensohn nicht an die Spielregeln hält.Man sollte das nicht ausschliesslich negativ beurteilen, daher frage ich mal:
- Wie wäre es mit bisschen pfiffigen Mobbing? (ja, ich kenns nicht nur theoretisch) =)
- Habt ihr alle keinen gemeinsamen Vorgesetzten?

PS:
Bitte die Contenance nicht verlieren. H-Sohn sollte reichen.

Acid-Beatz
2026-03-15, 08:37:00
1.) In wie fern darf man "pfiffiges Mobbing" verstehen?

2.) Einen gemeinsamen Teamleiter haben wir aber der ist in diesem Fall leider viel zu nett und greift nicht wirklich ein.

Haarmann
2026-03-15, 08:55:52
Acid-Beatz

Der Kollege will nach viel aussehen und dafür wenig tun - sagst jedenfalls Du.

Also wie verkaufe ich totalen Mist?

Ich tarne es als genau das, was er gerne hat - viel Lametta, toll im Profil auf LinkedIn, aber alle anderen machen die Maloche für Ihn. Und in der Realität ists dann vielleicht anders ...

Badesalz
2026-03-15, 10:26:48
@Acid-Beatz
Wenn du keine Unterstüzung von eurem Vorgesetzten hast, dann hast du eh schlechte Karten.

Man kann aber die Erzegung von Lametta torpedieren. Warum unterstützt man die Weiterreichung eigentlich? Warum reicht man selbst nichts weiter? (erstmal so profan gefragt). Ergo, Feuer mit Feuer bekämpfen (?)

Gegenüber Leuten die keine Skrupel zeigen, Skrupel zeigen, ist der falsche weg. Man gilt als schwach und beschränkt. Ein Löwe (seines Metiers) hat gegen eine Herde Büffel noch nie gewonnen. Mit Elenaantilopen ist das halt anders...

Mit Achtung walten (!) Keine Mun liefern (Verhalten) die einen selbst in die Schusslinie bringt. Nicht die Axt und nicht die Kettensäge nehmen. Eher Degen und Stilett ;)

joe kongo
2026-03-15, 12:44:48
2.) Einen gemeinsamen Teamleiter haben wir aber der ist in diesem Fall leider viel zu nett und greift nicht wirklich ein.

Nett, oder Teflon-nett?

Falls ersteres, dann sprich mit ihm,
sag dass der "Kollege" mit seiner Einstellung das Klima und letztendlich die Motivation vergiftet. Falls letzteres, eine Stufe oberhalb anklopfen.
Es gibt leider sehr viele Arschlöcher, gegen die muss man ankämpfen.
Aber nie direkt, die sind geübter in ihrer Rolle als du (in einer dir unnatürlichen Rolle) dafür sein müsstest.

user77
2026-03-15, 12:51:43
Gehe da mit Semmel mit. Der Typ hat den Sinn von Arbeit schlichtweg begriffen. So wenig wie möglich machen, das als sehr viel gegenüber den Vorgesetzten verkaufen, und dadurch den besten Ertrag pro Zeitaufwand für sich selbst rausholen.

Erinnert mich an die deutschen Politiker :freak:

Diese "Rosinenpickerei" gibt es leider in jeder Firma und vergiftet leider die Teamdynamik.
Wenn das System es zulässt, dass einer die Lücken im Dienstplan-Prozess gnadenlos für sich nutzt, während die anderen die "echte“ Last tragen, muss nachjustiert werden.

Nicht mit deinem Frust bei Chef argumentieren, eher so:
Da "der ganz besonderer Kollege" so viele Bereitschaftsdienste in diesem Bereich übernimmt, ist er prädestiniert dafür, auch die Projektverantwortung zu tragen. So liegen Theorie (Projektplanung) und Praxis (Bereitschaft) in einer Hand

Wenn du langfristig reduzieren willst, musst du dich unverzichtbar, aber nicht unersetzbar machen.

Timolol
2026-03-15, 15:47:30
Ich blick das alles nicht so richtig. Wieso wird das nicht im Team mit dem Vorgesetzten besprochen und danach die Aufgaben Fair verteilt?

Bei uns pickt sich auch jeder raus was er gerne machen würde. Oftmals passt das sogar weil was für den anderen „drecksarbeiten“ sind freut sich der andere.

Nur mit meinem verpeilten Kollegen wird es nie einen regulären sauberen Arbeitsablauf geben können. Ich flippe dann über die mehr als hundert Notitzzettel von ihm aus welche überall verteilt sind obwohl die Auftragslage gerade nicht soo extrem ist. Macht immer den Anschein als wären wir hochgradig überfordert.

Döner-Ente
2026-03-16, 10:09:34
2.) Einen gemeinsamen Teamleiter haben wir aber der ist in diesem Fall leider viel zu nett und greift nicht wirklich ein.

Wie sehr "zu nett" ist der denn?
Also, "zu nett" im Sinne von absolut konfliktvermeidend und damit falsch auf seinem Posten oder nur "zu nett" im Sinne, dass er zwar ungern den Vorgesetzten raushängen lässt, sich aber dazu bewegen lassen würde, wenn du und vielleicht 1-2 andere Kollegen mal das Gespräch mit ihm suchen und ihm deutlich machen, dass der H-Sohn mit seiner Rosinenpickerei und seinem Rumgetrickse allen anderen auf den Sack geht und die Teamstimmung insgesamt darunter leidet?

Vom Mobbing würde ich absehen. Nicht, das ich moralisch was dagegen hätte, den H-Sohn in die Pfanne zu hauen, aber erfahrungsgemäß haben solche Leute in solchen Dingen einfach mehr Erfahrung und viel mehr Energie dafür als anständige Menschen.

Acid-Beatz
2026-03-16, 19:23:19
Nett, oder Teflon-nett?

Falls ersteres, dann sprich mit ihm,
sag dass der "Kollege" mit seiner Einstellung das Klima und letztendlich die Motivation vergiftet. Falls letzteres, eine Stufe oberhalb anklopfen.
Es gibt leider sehr viele Arschlöcher, gegen die muss man ankämpfen.
Aber nie direkt, die sind geübter in ihrer Rolle als du (in einer dir unnatürlichen Rolle) dafür sein müsstest.

Wie sehr "zu nett" ist der denn?
Also, "zu nett" im Sinne von absolut konfliktvermeidend und damit falsch auf seinem Posten oder nur "zu nett" im Sinne, dass er zwar ungern den Vorgesetzten raushängen lässt, sich aber dazu bewegen lassen würde, wenn du und vielleicht 1-2 andere Kollegen mal das Gespräch mit ihm suchen und ihm deutlich machen, dass der H-Sohn mit seiner Rosinenpickerei und seinem Rumgetrickse allen anderen auf den Sack geht und die Teamstimmung insgesamt darunter leidet?

Mit nett meine ich primär persönlich nett, man pflegt einen freundschaftlichen Umgang und kann eigentlich über alles reden. In diesem Sinne dann wohl auch einen Tick zu nett, was aktuell massiv ausgenutzt wird und dann wieder allen auf die Füße fällt. Der Typ ist ein gefundenes Fressen für jeden Chef der etwas gegen HomeOffice hat ...

Ich blick das alles nicht so richtig. Wieso wird das nicht im Team mit dem Vorgesetzten besprochen und danach die Aufgaben Fair verteilt?

Bei uns pickt sich auch jeder raus was er gerne machen würde. Oftmals passt das sogar weil was für den anderen „drecksarbeiten“ sind freut sich der andere.
This: Die Aufgaben werden mit allen besprochen und jeder nimmt sich das worauf er Lust hat und es ist genau, wie Du sagst: Was der eine nicht so gern mag, ist beim nächsten oft schon wieder ganz anders und so ist die Arbeit bisher immer schön verteilt worden ...
Aber ich merke aktuell schon, wie meine Lust mir freiwillige Aufgaben zu holen abnimmt ;(

Nur mit meinem verpeilten Kollegen wird es nie einen regulären sauberen Arbeitsablauf geben können. Ich flippe dann über die mehr als hundert Notitzzettel von ihm aus welche überall verteilt sind obwohl die Auftragslage gerade nicht soo extrem ist. Macht immer den Anschein als wären wir hochgradig überfordert.
Wenn ich gerade drüber nachdenke: Ich habe ehrlichgesagt absolut keine Ahnung, was er wirklich auf dem Kasten hat. Dass ich nicht viel von ihm halte, haben die meisten vermutlich schon rausgehört und dementsprechend habe ich direkte zusammenarbeit mit ihm bisher auch vermieden. Wär eigentlich mal interessant da bisschen nachzubohren :uponder:

Vom Mobbing würde ich absehen. Nicht, das ich moralisch was dagegen hätte, den H-Sohn in die Pfanne zu hauen, aber erfahrungsgemäß haben solche Leute in solchen Dingen einfach mehr Erfahrung und viel mehr Energie dafür als anständige Menschen.
Fragen zum technischen Verständnis werden mir ja hoffentlich niemals als Mobbing ausgelegt :biggrin:

MiriamNoltzy
2026-03-16, 20:02:57
Genau an solchen Strukturen bin ich damals auch ziemlich aufgerieben worden.

Meine persönliche Konsequenz war irgendwann, aus der Situation auszusteigen und etwas Neues aufzubauen.

Das ist natürlich nicht immer einfach und auch mit Risiko verbunden – aber für mich war es langfristig die deutlich bessere Lösung, als dauerhaft in einer unbefriedigenden Situation festzustecken.

Acid-Beatz
2026-03-16, 21:09:06
An sich bin ich ja sehr zufrieden, muss man an dieser Stelle vllt. auch mal erwähnen: Ich gehe an sich gerne in die Arbeit, aus manchen Kollegen sind Freunde geworden und man ist extremst frei in seiner Zeit- und Arbeitsgestaltung ... so viel Freiheit hatte ich noch nie und wird man vermutlich auch schwer wo anders bekommen :)