Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zu viel Materielles, zu viele Uhren
Letzten Monat 49 geworden, ein paar Postings fürs Offoptic geschrieben die kaum jemand interessieren, muss man sich dann allerdings auch leisten können. Also ich habe Vollzeitjob und schreibe dann noch Nieschen-Postings.
Oder ein Zustand, der irgendwie Midlife-Crisis mit naiver Kindlichkeit verbindet, meine ich beides nicht positiv: Da schaue ich mir meine Armbanduhr an, genieße das Design, die Funktionen, hatte für das Ding 890 € gelatzt. Eigentlich unnötig viel für eine UHR. Und das ist meine günstigste, ich hab noch zwei andere. Auch die schaue ich manchmal an. Wobei ich denke es mir unter einem gewissen Aspekt auch erlauben zu können: Als Jugendlicher wäre sowas absolut unerschwinglich gewesen. Hatte mal in einem Laden, vor Jahrzehnten, eine Uhr gesehen zu 999 Mark oder sogar ÜBER 1000 Mark. Völlig außerhalb des Denkbaren, jetzt hab ich aber sowas. Und genieße das sogar.
Fühlt sich aber nicht durchweg nach Sieg an. Als Jugendlicher kaufte ich eine Casio F91W, später eine Illuminator und genoss dort die nun endlich gleichmäßige Hintergrundbeleuchtung. Meine aktuellen Uhren haben keine Hintergrundbeleuchtung, keine eingebaute Stoppuhr, keine Weckfunktion, aber ich inzwischen übergewichtiger Lümmel grinse wenn ich jetzt meine Seiko-Uhren sehe. Könnte mir sogar noch mehr leisten, nur bringen die dann kaum noch zusätzliche Freude, weil ich schon viel von dem mich dort interessiert, abdeckt ist. Oder um es in Zockersprache zu tranformieren: Das ist so als würde man ein nicht schaffbares Spiel durchzocken weil man den einen Trick hat. Damit könnte man auch die Expansion durchspielen aber das wäre nur mehr vom Gleichen.
First-World-Problem: Etwas Geld auszugeben, geht jetzt. Sachen zu kaufen die früher nicht mal im Bereich des Denkbaren waren, auch. Alleine meine Fotoausrüstung: Vollformat-Geraffel. Und ja, es bringt auch Genuss.
Aber jedes zusätzliche Objektiv (oder jede neue Uhr, oder, oder, oder), jetzt kann ich mir das Spielzeug leisten doch im Prinzip ist man in dem Alter weitgehend festgefahren. Das neue 1,4-er Objektiv macht mich nicht zum besseren Fotografen, die neue Uhr nicht pünktlicher.
Allerdings will ich hier nicht zynisch rüberkommen. Aktuell sehe ich gerade wie sich die Anzeige im Datumsfenster langsam vorwärts bewegt.
Ist doch geil.
user77
2026-03-15, 23:18:13
Was willst du uns damit sagen, oder jetzt als Antwort erwarten?
Dass du das Spiel des Lebens (finanziell) durchgezockt hast?
Nächster Thread dann "Welchen Porsche soll ich mir kaufen?" :freak:
Daredevil
2026-03-15, 23:25:29
Ich kann dem Uhrending absolut nichts abgewinnen. Macht für mich auch absolut keinen Mehrwert, weil meine Uhr Gesundheitsdaten für mich sammelt und mich daran erinnert, auf meine Lebensqualität zu achten. Das ist für mich ein Gewinn und zwar nicht die teuerste Prestige Watch Ultra, sondern die billigste, weil ist eh der gleiche Sensor drin, was bringts mir? Ich freue mich aber natürlich, wenn jemand bei sowas trivialem wie Material Freude empfindet, ich bin manchmal sogar ein wenig neidisch.
Die Abstumpfung materiellem gegenüber kann ich aber sehr gut nachvollziehen.
Seit dem ich denken kann habe ich jeden Grafikkarten Kauf zelebriert. Langsam die Kiste öffnen, die Beipackzettel durchlesen, die knittrige Folie anheben und das gute Stück aus seiner Hülle befreien. Das Gefühl von kaltem Metall, der Geruch, die Folien die man alle abziehen kann, ein Traum, ein Fest.
Bis zu jenem Tag, wo ich mein GPU-Mining Rig aufgebaut habe. An dem Tag wurden Grafikkarten von einem emotionalen Gegenstand, der in den nächsten Jahren eine tolle Grafik auf meinem Bildschirm zaubert zu einem Werkzeug. Ein über 5000€ teures Werkzeug, aber eben ein Werkzeug.
Niemand der mich durch mein Gaming Alltag begleitet, einfach nur ein Stumpfes Stück Technik, seelenlos übereinander gestapelt als ich das Rig umgebaut habe.
https://s1.directupload.eu/images/260315/tf7f7ihq.jpg
Ab dem Punkt, so habe ich das Gefühl, habe ich den Bezug zum besonderen Materiellen verloren. Nun steht ein M3 Ultra bei mir auf dem Tisch, eine 5090 unter dem Tisch und hinter mir liegen noch zwei 5090 rum, die verkaufe ich irgendwann. Hardware ist sicherlich geil, aber eben nur noch mittel zum Zweck. Der Bezug zum Wert ist völlig verloren gegangen, wenn man sich diese Dinger einfach leisten kann und nicht wie früher mit 16 Jahren 6 Wochen beim Malerladen gearbeitet hat, um sich dann von all der Arbeit eine einzige Radeon 8500 zu kaufen. Eine Erkenntnis, die man allerdings erst dann bekommt, wenn man es hat, obwohl man sehr lange dachte, dass dies Glück bringt. Das streben nach Glück hat kein Ziel.
Aber da ich jetzt Cyberpunk in 4K120+PT zocken kann, schließe ich mich auch dem "Ist doch geil." an. Darauf habe ich seit der 3090 gewartet. :D
Es begeistert mich so sehr, dass ich mittlerweile mehr und mehr anfange Ingame zu fotografieren.
https://s1.directupload.eu/images/260315/dxlj8apa.png (https://www.directupload.eu)https://s1.directupload.eu/images/260315/pmjmpiqq.png (https://www.directupload.eu)https://s1.directupload.eu/images/260315/78ms8bwr.png (https://www.directupload.eu)https://s1.directupload.eu/images/260315/jzf6a55c.png (https://www.directupload.eu)https://s1.directupload.eu/images/260315/yq9cfofy.png (https://www.directupload.eu)https://s1.directupload.eu/images/260315/y7y7xu9p.png (https://www.directupload.eu)https://s1.directupload.eu/images/260315/j6it3ljl.png (https://www.directupload.eu)https://s1.directupload.eu/images/260315/kesyhyix.png (https://www.directupload.eu)https://s1.directupload.eu/images/260315/npeyyu63.png (https://www.directupload.eu)
Dicker Igel
2026-03-15, 23:31:36
Werde im Juli 54 und habe auch einen Haufen teuren Plunder, den ich an sich nicht brauche und nur Staub fängt. Es muss halt ein SP 1200 für 4k sein, weil das ja mit Fruity Loops an sich genauso geht usw usf, genauso wie ich mir viel zu viel Platten zum sampeln kaufe, was ich dann eh wieder durch die 12bit Wandler vom SP ziehe, aber kaufen ist halt wichtig und wenn's irgendwann den Fußboden wegen der Vinyl-Last zerlegt. Es müssen auch immer noch 2x 1210 MKII sein, weil ich gar nix mehr mixe und wenn, dann mit dem RANE Controller, der an sich auch sinnlos ist. Schon was älter, (https://photos.app.goo.gl/DijDv4qZr9PHzD2G7) usw (https://photos.app.goo.gl/xbqbb6Vbv1nBGebG6).
Aber ich sehe das auch so:
Ist doch geil.
drdope
2026-03-16, 00:40:52
Aktuell sehe ich gerade wie sich die Anzeige im Datumsfenster langsam vorwärts bewegt.
Willkommen in der Realität.
Arbeite seit ’00 in der klinischen Krankenpflege; davon ab ca. 2005 im onkologischen & ab 2012 im palliativen Bereich (Abteilung „Tod & Elend“).
Anno '99 brauchte ich unbedingt einen Mazda MX5; beste Anschaffung bisher; den fahre ich heute noch.
2010 kam eine Lotus Elise hinzu (160PS@800kg); 2015 eine Honda-Elise (220PS@800kg).
Meine letzte Armbanduhr hab’ zu Beginn der Oberstufe anno '93 abgelegt...
Ich hab’ noch nie ein Auto besessen, das eine eingebaute Uhr hatte...
Eine Uhr stresst einen nur selbst -> geniese doch lieber das Leben, statt ständig und genau die Zeit zu messen...
Ich muss heute arbeiten -> ich stell mir keinen Wecker für 18:00... ich lass mich von der späten Morgensonne wecken, die in ca. 11:45h auf mein Kopfkissen scheinen wird.
Materieller Wohlstand ersetz einfach nur Langeweile, die man irgendwie mit „vermeintlich tollen Dingen für Geld“ zu überbrücken versucht.
Materieller Wohlstand der über die eigene/familiäre Existenzsicherung hinaus geht ist sehr „nett“ (ich hab’ selbst noch nie Armut/Hunger oder gar Krieg/Flucht erfahren -> das kenne ich nur aus Erzählungen meiner Urgroßeltern -> da bin ich maximal dankbar für!
Kein Mensch sollte jemals sowas erleben müssen...
Zu fühlen, dass die eigene Existenz sinnstiftend ist ist ein Gamechanger -> meine Existenz macht das Leben anderer Menschen ein ganz klein wenig besser.
Evtl. sollten wir einfach mal alle erwachsen werden.
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x-force
2026-03-16, 01:16:01
es gibt einige dinge, die kann man nicht kaufen, für alles andere...
wäre es nun besser posts abzusetzen, die jemanden interessieren und dafür weniger elegant die zeit zu messen?
synergie
2026-03-16, 07:54:20
Konsum macht auch nur sehr kurzfristig glücklich und danach ists wieder wie vorher.
Such dir etwas, was dich lange bei der Stange hält und dich glücklich und zufrieden macht.
Etwa regelmäßig Sport machen oder jetzt wo der Frühling kommt im Garten arbeiten und neue Dinge ausm Gartencenter holen und einpflanzen. Haustier evtl. wenn das etwas für dich ist.
Oder mache dir selber so DIY-Projekte und zieh die durch. Arbeiten/Erweiterungen am Haus oder Möbel bauen, alles so Dinge, die man erst planen und dann umsetzen muss. Das macht einen schon zufrieden, wenns dann einigermaßen gut aussieht und funktioniert.
Ich habe mir vor 2 Jahren 2 Bienenvölker angeschafft und richtig Spaß dran. Den Viechern beim Fliegen zuzuschauen und wie es brummt vor dem Kasten, richtig entspannend. Vom Arbeitsaufwand und Kosten hält es sich sehr in Grenzen. Für mich genau das Richtige und vorteilhafter als Hund oder Katze.
Und nun Beste: Wenn man etwas falsch macht beim imkern oder zu viele Bienen tötet beim Waben durchsehen etc., gibts direkt Feedback in Form von Stichen.
Shink
2026-03-16, 08:28:29
Ja mei, so ist das halt in dem Alter. Früher hat sich keiner gewundert, wenn die Leute mit Mitte 40 Porsche kaufen, Briefmarken sammeln, Harleys oder was weiß ich.
Heute tut man so als wär das peinlich.
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Badesalz
2026-03-16, 08:30:34
Meine weiße Canons hab ich zwar behalten, aber so allgemein hab ich in den letzten 2 Jahren alles über Anzeigen reduziert und von all dem Zeug nur die Dinge behalten die mir praktisch schön erscheinen. Und nutze sie praktisch schön, nur wenn es soweit ist es auch zu tun.
Ich bin aus dem Rennen raus. ich brauch keine Lücken mit Wertsachen füllen bzw. ist es irgendwann genug bzw. geschafft. Man bewertet jede Lebensära eh neu was Wichtigkeit und Prioritäten angeht. Die Schwerpunkte, die oft eh nur Hirngespinste sind, werden in (Lebens)Abschnitten neu bewertet.
Das Erhalten des Alten mit Wartung und Pflege kann zuweilen befriedigender sein als nur die Möglichkeit neues Bling zu erwerben. Wenn man das meiste was anfällt selbst und in richtig machen kann, sind das die eigenen privaten Fähigkeiten abseits eines Jobs und seiner Bezüge.
So halte ich das übrigens auch mit der Ehe :tongue:
Im REAL life ist der Schwerpunkt Soziales. Es gibt eh kaum welche die mich 0815 finden. Die Leute mögen mich entweder voll oder können mich nicht leiden. Das bestimme ich aber auch selbst :wink: Die Interaktion bockt beständig.
Ich hab eh wohl so eine Art Gendefekt, daß ich mich unwohl fühle, wenn ich nicht spätestens alle 5min. irgendjemanden nicht wenigstens zum Grinsen bringe. Meist zum Auflachen.
Das Haben macht nur ruhigen Schlaf. Das Leben aber macht den Tag aus. Am Tag ist mir das Thema Haben meist egal. Einmal HZW2004 mit kleinem Sub gekauft, das Thema vollständig ad acta gelegt (solange es heile bleibt...)
usw. usw.
Mega-Zord
2026-03-16, 11:41:08
Das ist halt so, wenn man im Job etwas Glück hatte. Ich selbst bin Anfang 40 und komme aus einer einer Familie, die ich fast als arm bezeichnen würde. Man kam über die Runden, aber Vermögen habe es nicht. Jede größere Reparatur am Auto oder sogar ein Neukauf war ein Problem. Auch in der Verwandschaft gibt es nichts zu erben. Wir sind halt Ossis. :D
Ich habe lange Zeit selbst für ein Gehalt gearbeitet, dass mir keine großen Sprünge erlaubt. Ich habe es trotzdem irgendwie geschafft, mir eine günstige Eigentumswohnung zu kaufen und sie komplett zu sanieren. Seit einigen Jahren habe ich auch einen Job in der Industrie, der ehrlich gesagt, viel zu gut bezahlt ist. Den Leuten hier im Betrieb fehlt teilweise jeglicher Bezug zur Realität. Der Anlagenmechaniker, der hier jeden Tag jammert, soll mal 40+ Stunden in einem Handwerksbetrieb arbeiten.
Ich habe jetzt die zweite Wohnung ohne eine Bank gekauft und saniere die nebenbei vom Gehalt. Das nächste Auto dieses Jahr wird ein VAG E-SUV als Neuwagen. Da wird auch keine Bank für nötig sein. Eine Uhr für mehrere tausend Euro zu kaufen hängt für mich eher davon ab, ob ich die wirklich haben möchte. Für irgendwelche Fernseher, Grafikkarten und sonstige Consumer-Produkte muss ich nicht sparen oder mir überlegen, ob ich mir das gerade leisten kann. Viel mehr muss ich aber überlegen, ob ich den Kram wirklich brauche.
Ich habe keine Kinder und bin mit so einem Top-10%-Gehalt sicher mehr als priviligiert. Mir fehlt aber schlicht die Zeit für die ganzen Hobbies (Geld für Dinge ausgeben), die ich mir in den letzten Jahren angelacht habe.
Der Sinn von Luxus ist ja nicht, dass man ihn benötigt. Wenn man Freude daran hat, dann kann man sich solche Güter doch zulegen. Wenn man sich schlecht dabei fühlt, kann man das Geld vielleicht woanders besser einsetzen. Vielleicht hat man im Familienumfeld Menschen mit weniger Glück oder es gibt Organisationen, denen man das Geld gerne spendet. Einige haben ja sogar SPaß daran, Arbeit in die Vermehrung des schon im Überfluss vorhandenen Geldes zu stecken.
Ich bin jetzt in dem Alter, wo ich angefangen habe, Dinge loszulassen, von denen ich eigentlich dachte, dass sie gut oder zumindest nicht schlecht für mich sind. Aber da ich zu den Leuten gehöre, die sehr lang brauchen, bis sie grundsätzliche Dinge begreifen (wie Fahrradfahren oder Schwimmen oder allein zu leben), habe ich für mich erkannt, dass ich keine Gesundheitsuhr mehr brauche. Oder Uhren. Naja, zur Zeitanzeige schon. Aber dafür habe ich mein Smartphone. Oder den Radiowecker. Oder den Computer. Gerade nachts, wenn man aufwacht und dann immer wieder die Uhr anblicken muss, um sich selbst zu beweisen, dass man die Erlaubnis hat, weiterzuschlafen ... man macht sich wirklich abhängig davon.
Daredevil,
jaaa Grafikkarten. Bei meinem letzten Umzug hab ich meine alten Grafikkarten weggeworfen. Dachte, müsse doch endlich erwachsen werden. Aber kaum zu glauben, bei jeder Grafikkarte könnte ich genau erzählen wie ich sie kaufte, was ich erhoffe, was sie brachte, welche Einstellungen ich vornahm, wie ich dann in die 3D-Spielwelten mit neuem Auge eingetaucht bin ... und jede Graka war eine Anschaffung. Hatte man drauf gespart.
Ein bisschen ist das heute noch so. Ich mag meine 4070 Super, Powertarget gesenkt damit sie leiser wird, trotzdem ordentlich Bumms für 1440p. Die alte Begeisterung ist in der Form aber nicht mehr da, allerdings auch weil ich den PC dieses mal zusammengebaut bestellt hatte. Faulheit! Früher hatte ich eine Grafikkarte nach dem Auspacken erst mal in der Hand gehalten und mich einfach gefreut.
Die "Fotos" da sind, äh, ingame so zu finden?
M3 Ultra hab ich nicht, aber einen M2 (Macbook Air) damals neu, eigentlich nur für Lightroom gekauft. Steht mal ein Upgrade an, da die 16 GB RAM langsam bisschen wenig sind.
Bei Uhren war bei mir sorum, vom Gebrauchsgegenstand zum, letztlich, Schmuckobjekt.
Dicker Igel,
die Begriffe sagen mir nicht, außer im Kontext "vom Besseren genommen". So ists bei mir teilweise auch.
Mega-Zord
2026-03-16, 11:57:44
Ich bin jetzt in dem Alter, wo ich angefangen habe, Dinge loszulassen, von denen ich eigentlich dachte, dass sie gut oder zumindest nicht schlecht für mich sind. Aber da ich zu den Leuten gehöre, die sehr lang brauchen, bis sie grundsätzliche Dinge begreifen (wie Fahrradfahren oder Schwimmen oder allein zu leben), habe ich für mich erkannt, dass ich keine Gesundheitsuhr mehr brauche. Oder Uhren. Naja, zur Zeitanzeige schon. Aber dafür habe ich mein Smartphone. Oder den Radiowecker. Oder den Computer. Gerade nachts, wenn man aufwacht und dann immer wieder die Uhr anblicken muss, um sich selbst zu beweisen, dass man die Erlaubnis hat, weiterzuschlafen ... man macht sich wirklich abhängig davon.
Es geht bei einer Luxusuhr nicht um das Anzeigen der Zeit. ;)
Den meisten geht es auch nicht darum, um damit zu protzen. Kein Schwein auf der Straße erkennt, ob das eine Uhr für 50 EUR oder für 2.500 EUR ist. Das tut man für sich selbst, weil man so eine Uhr schön findet. Wenn man sich das leisten kann und sich nicht schlecht dabei fühlt... go for it.
Ich bin jetzt in dem Alter, wo ich angefangen habe, Dinge loszulassen, von denen ich eigentlich dachte, dass sie gut oder zumindest nicht schlecht für mich sind. Aber da ich zu den Leuten gehöre, die sehr lang brauchen, bis sie grundsätzliche Dinge begreifen (wie Fahrradfahren oder Schwimmen oder allein zu leben), habe ich für mich erkannt, dass ich keine Gesundheitsuhr mehr brauche. Oder Uhren. Naja, zur Zeitanzeige schon. Aber dafür habe ich mein Smartphone. Oder den Radiowecker. Oder den Computer. Gerade nachts, wenn man aufwacht und dann immer wieder die Uhr anblicken muss, um sich selbst zu beweisen, dass man die Erlaubnis hat, weiterzuschlafen ... man macht sich wirklich abhängig davon.
Ich rufe Richtung Homepod Mini: Hey Siri, Uhrzeit! Und weiß dann ob ich noch etwas schlafen kann. Nutze das auch als Wecker.
Smartphone, seitdem ich wieder Armbanduhren trage, schaue ich weniger oft rauf. Für mich ist die Armbanduhr neben Statussymbol (auch wenns nur eine Midrange-Seiko ist) auch etwas, dass ich mich selbst irgendwie souveräner fühle. Könnte man für seltsam halten ist aber so.
Trotzdem zu viele Dinge die man nicht braucht, ja.
Ich werd 40 und bin ne ne arme Sau…
Ich finde diese Info genau so sinnvoll für euch wie die anderen.
Gern geschehen
Badesalz
2026-03-16, 12:24:18
Smartphone, seitdem ich wieder Armbanduhren trage, schaue ich weniger oft rauf. Für mich ist die Armbanduhr neben Statussymbol (auch wenns nur eine Midrange-Seiko ist) auch etwas, dass ich mich selbst irgendwie souveräner fühle. Könnte man für seltsam halten ist aber so.Das auf Armbanduhren einzuschränken gibt das Prob nicht 100% wieder ;)
"Aber Uhr":
Wenn wir irgendwo aus sind (außer Kino) wo ich nicht mit dem Handy fuchteln will nur um die Uhrzeit zu wissen, DANN hab ich eine Uhr um. Sonst quasi nie, wenn das gegen mein eigenes savoir-vivre Regelwerk, kurz Handy rauskramen, nicht verstößt. Vor allem also ein Thema der sozialen Interaktion. Wenn ich mit jemanden Rede und der auf einmal nach dem Handy pullt und draufzuglotzen, dann war ich mit ihm nie im gespräch. Dann halt tschüß.
Blase
2026-03-16, 12:36:54
SPIEGEL: Macht Geld doch nicht glücklich?
Braun: Wenn Geld Sie nicht glücklich macht, geben Sie es vermutlich falsch aus. An ein tolles Auto, eine Villa oder eine dicke Uhr gewöhnt man sich schnell. Wenn Sie Geld dagegen in Erinnerungen oder gemeinsame Erlebnisse investieren, kann das sehr glücklich machen.
https://archive.is/h5Rtf#selection-2353.0-2365.260
MfG Blase
Eddyk
2026-03-16, 12:44:02
Alles Materielle, dass man sich anschafft bringt eine gewisse Verantwortung mit sich.
Geräte müssen gewartet werden, Schränke geputzt.
Je weniger desto befreiter. Aber selbst ich habe dahin noch einen weiten Weg. Alles stapelt sich. Dinge werden trotzdem gekauft.
So bin mal mein Backlog weiterzocken, bald kommt endlich die letzte Episode von Long Dark raus, hat ja nur 5 Jahre gedauert seit der letzten...
Döner-Ente
2026-03-16, 12:45:57
Ein gewisses Maß an Geld und Materiellem ist nicht verkehrt und macht Spaß und Glücklich. Natürlich gewöhnt man sich letztendlich an alles, aber trotzdem kann ich mich wieder und wieder dran erfreuen, wie schön und warm die neue teure Winterjacke ist, wie praktisch meine Smartwatch in Zusammenhang mit Sport ist etc.
Natürlich ist das nicht gleichwertig zu dem "echten Glück" in Form von echten, geliebten Menschen.
Man sollte Materielles, Sicherheit durch Geld und das schöne Gefühl, sich ab und zu einfach mal etwas "Unnötiges" zu leisten und dabei nicht auf den Euro schauen zu müssen, auch nicht unterschätzen.
Shink
2026-03-16, 12:58:06
Ich denke, man kann sich durchaus öfters an Auto, Villa und Uhr mehr als einmal erfreuen.
Das Schöne an der Uhr ist, dass sie heutzutage tatsächlich keinen Zweck erfüllt und damit ein echtes Luxusobjekt ist. Seit den super billigen China-Automatik-Uhren oder auch Swatch Sistem 51 lass ich auch das "Begeisterung für die Automatik-Technik"-Argument nicht mehr zu. Es ist ein mechanisch interessantes Zeitmessgerät, das man eigentlich so nicht braucht.
Badesalz
2026-03-16, 12:58:54
Ihr habt mich kurz zum Überlegen gebracht... Wenn ich also so nachdenke... Wir haben so einiges in der gehobenen Klasse, aber wenn ich wirklich an Luxus denke, dann fällt mir nicht viel ein.
Die weißen Canon sind nur preislich Luxus, weil alles andere bei allen anderen, außer Festbrennweiten, letzte rotze ist. Und auch die sind alle aus den Anzeigen.
Die erwähnte Glotze könnte das ggf. sein. Die ist aber auch "nur" 50" :tongue:
Wenn mich einer nach Luxus fragen würde, dann fallen mir eigentlich erst nur die 5 Noctuas ein :rolleyes:
Dicker Igel
2026-03-16, 15:31:01
Luxus ist imo immer Ansichtsache. Der SP-1200 ist für House, D'n'B, oder Hip-Hop Leute "nur" ein Instrument, für die Freaks ist ein Amiga 4000T(da MUSS ein MC680060 rein xD) auch nur ein Amiga ... für andere ist es Luxus so etwas zu haben. Dasselbe für hochgezüchtete PC's mit SLI, alles unter Wasser usw ... oder gewisse Fahrräder, PKWs etc
Aber selbst ich habe dahin noch einen weiten Weg. Alles stapelt sich. Dinge werden trotzdem gekauft.
So bin mal mein Backlog weiterzocken, bald kommt endlich die letzte Episode von Long Dark raus, hat ja nur 5 Jahre gedauert seit der letzten...
Solange man noch den Platz für den Kram hat ... Wenn es soweit ist, werde ich btw The Long Dark direkt nochmal neu angehen. Bin seit Kickstarter dabei und da mittlerweile sooooo viel neues Zeug hinzugekommen ist ... ich liebe diesen Titel einfach!
es gibt einige dinge, die kann man nicht kaufen, für alles andere...
wäre es nun besser posts abzusetzen, die jemanden interessieren und dafür weniger elegant die zeit zu messen?
Bei den Posts, das sind ja Dinge die mich interessieren, ob die nun groß ankommen oder nicht spielt da nicht die erste Rolle, auch wenn Anerkennung natürlich schön wäre.
Bei den Uhren, es macht schon Spaß zu sehen dass der Sekundenzeiger in kleinen Schritten vorantickt (nicht einfach 1x die Sekunde), das Zifferblatt je nach Lichteinfall anders aussieht – würde ich diese Zeilen vor einigen Jahren lesen, hätte ich bestenfalls mit den Augen gerollt aber eher gedacht "was ein Spacken".
Konsum macht auch nur sehr kurzfristig glücklich und danach ists wieder wie vorher.
Such dir etwas, was dich lange bei der Stange hält und dich glücklich und zufrieden macht.
Etwa regelmäßig Sport machen oder jetzt wo der Frühling kommt im Garten arbeiten und neue Dinge ausm Gartencenter holen und einpflanzen. Haustier evtl. wenn das etwas für dich ist.
Oder mache dir selber so DIY-Projekte und zieh die durch. Arbeiten/Erweiterungen am Haus oder Möbel bauen, alles so Dinge, die man erst planen und dann umsetzen muss. Das macht einen schon zufrieden, wenns dann einigermaßen gut aussieht und funktioniert.
Ich habe mir vor 2 Jahren 2 Bienenvölker angeschafft und richtig Spaß dran. Den Viechern beim Fliegen zuzuschauen und wie es brummt vor dem Kasten, richtig entspannend. Vom Arbeitsaufwand und Kosten hält es sich sehr in Grenzen. Für mich genau das Richtige und vorteilhafter als Hund oder Katze.
Und nun Beste: Wenn man etwas falsch macht beim imkern oder zu viele Bienen tötet beim Waben durchsehen etc., gibts direkt Feedback in Form von Stichen.
Bienen haben wir schon in der Firma :D also vor dem Office. Haustier besser nicht, ich vergesse schon zu oft, meine Pflanzen zu gießen. Allerdings, Natur anschauen, hatte mir ein schönes Fernglas zugelegt, während einer Rad-Tour-Pause ist das schon schön, wenn es etwas zu sehen gibt.
Im REAL life ist der Schwerpunkt Soziales.
Japp. Leute treffen, das ist jedes mal anders. Oft schön.
Das ist halt so, wenn man im Job etwas Glück hatte. Ich selbst bin Anfang 40 und komme aus einer einer Familie, die ich fast als arm bezeichnen würde. Man kam über die Runden, aber Vermögen habe es nicht. Jede größere Reparatur am Auto oder sogar ein Neukauf war ein Problem. Auch in der Verwandschaft gibt es nichts zu erben. Wir sind halt Ossis. :D
[...]
Der Sinn von Luxus ist ja nicht, dass man ihn benötigt. Wenn man Freude daran hat, dann kann man sich solche Güter doch zulegen.Japp. Luxus ist für mich schon, beim Einkaufen von Lebensmitteln nicht mehr auf Preise zu schauen. Also beim Wein natürlich schon, aber bei Pasta vergleiche ich nicht ob es die Barilla sein können oder die Hausmarke gekauft wird, ich kaufe DeCecco.
Oder Zeug zu kaufen dass ich nicht unbedingt brauche, zu Preisen die eigentlich keinen funktionalen Gegenwert bieten. Das genieße ich dann auch. Weil, bin auch Ossi, ich früher sowas nicht hatte. Hatte lange Zeit nicht mal Lego, sondern den DDR-Nachbau. Jetzt hab ich mehr Lego als Zeit. Teils via Pick-A-Brick bewusst bestimmte Teile gekauft, aber baue kaum mal was damit.
Luxus ist imo immer Ansichtsache. Das sag ich dir. Für meine drei Uhren hab ich insgesamt über 5000 EURO ausgegeben. Und dann gibt's diverse Youtube-Kanäle wo es um Uhren geht, die pro Stück ab 7000 Euro als Schnapper gesehen werden ... geht's noch?
Die richtigen Leute treffen macht Spaß. Der Rest nervt. Lieber seine Ruhe haben, Natur, Kunst, Sport genießen.
Wer des Materiellen wirklich überdrüssig ist - und sich nicht insgeheim darin suhlt, es zu haben -, kann's ja anderen geben, denen, die gerade in der Phase sind, wo sie meinen, es zu brauchen. Ressourcen schonender und am Ende des Tages sind alle ein Stück glücklicher - klappt aber nur in Gesellschaften mit geringer Arschloch-Dichte. Das Wissen darum, es jederzeit haben zu können, ist in einigen Fällen bereits ausreichend. Manch einer klammert, nähme Besitz gerne mit ins nächste Leben - Tutanchamun-Strategie.
mercutio
2026-03-16, 17:11:27
Also ich weiß nicht, ich sehe nicht, wie materielle Dinge Glück bringen sollen.
Da versuche ich lieber, Dinge, die ich als Kind oder Jugendlicher nicht machen konnte, weil ich nicht bestärkt oder unterstützt wurde, jetzt nachzuholen.
Ich versuche, mich sportlich oder mental vorwärts zu bringen, neue Fähigkeiten zu lernen oder Dinge zu tun, die ich noch nicht getan habe.
Gesundheit und ein gesunder Körper sind mir wichtiger, als Zeit in einen Job zu investieren, die mir dann zum Leben fehlt.
Mehr als 40h pro Woche arbeiten..? Nee, das ist es mir nicht wert und mehr Geld bekomme ich deswegen auch nicht.
Unsere Zeit auf Erden ist endlich - als Leich' ist jeder gleich. Daran ändert auch eine goldene Armbanduhr nichts oder ein großes Haus oder ein teures Auto. Damit kann man auch keine Lücken oder mangelnden Selbstwert kompensieren.
Nichts außer Taten machen einen Menschen aus und nur daran sollte man bewertet werden oder andere bewerten. Wer zu viel hat, sollte imho lieber schauen, wie er der Gesellschaft oder anderen, die unverdient leiden, helfen kann. Müssen ja keine Menschen sein, wenn man es denen nicht gönnt. Man kann auch im Naturschutz viel Gutes tun, wenn man zu viel Geld hat.
Dicker Igel
2026-03-16, 17:29:23
Wenn ein 12bit Sampler(SP-1200, oder ein MPC 60), oder ein Instrument, wie ein Mini Moog tausende von EURO kostet, wird ein Kindheits-, oder Jugendtraum automatisch zur materiellen Sache. Oder ein fettes Freeride-Bike für 6k EURO ohne "E" ..., oder die Uhren vom aths.
Was ich dabei wichtig finde, dass man trotzdessen der bleibt, der man ist, halt bodenständig und nicht jedem mit den ach so tollen Sachen auf den Geist geht. Ich habe nix in den Arsch geschoben bekommen und musste dafür arbeiten, schon als 13 jähriger in den Ferien, damit ich mir meinen Sharp GF5757 kaufen komnte. Ich persönlich mag's auch nicht sonderlich mich darin via Social Media zu baden, ich habs halt und Ende vom Lied. Aths habe ich damit auch noch nicht stiften gehen sehen, von daher so what.
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Oder Zeug zu kaufen dass ich nicht unbedingt brauche, zu Preisen die eigentlich keinen funktionalen Gegenwert bieten. Das genieße ich dann auch. Weil, bin auch Ossi, ich früher sowas nicht hatte. Hatte lange Zeit nicht mal Lego, sondern den DDR-Nachbau.
Das ist hier dasselbe. In Zonenzeiten extrem mit dem Musik machen improvisiert und letztlich wie das loopen mit 'ner Bandmaschine, Schere und Klebeband Techniken selbst ersonnen, die übern großen Teich Studiogrößen an sich zeitgleich erfunden hatten. Wenn man nix hat, wird man erfinderisch. Oder extrem schwere Federgabeln von Mofas an einem 26er Diamant Stahl-Frame genutzt, oder der Kumpel im Hof, der sich aus 'nem Klappfahrrad ein BMX zusammenschweißen ließ. Der hat schon lange mehrere BMX-Läden am laufen und seinen Traum erfüllt ... Wenn es auf die Art und Weise zum Luxus führt, ist es für mich nicht wirklich Luxus. Luxus ist, imo, wenn man nix dafür geleistet hat und alles in den Arsch geschoben bekommt.
Badesalz
2026-03-16, 17:35:16
Das sag ich dir. Für meine drei Uhren hab ich insgesamt über 5000 EURO ausgegeben. Und dann gibt's diverse Youtube-Kanäle wo es um Uhren geht, die pro Stück ab 7000 Euro als Schnapper gesehen werden ... geht's noch?D.h. du kennst das nicht? Echt nicht?? Das ist seit einem Jahr DIE PFLICHT für JEDEN Uhrentyp :up:
h7JrdEaUwDs
Tony Gradius
2026-03-16, 18:36:00
Ich kann dem Uhrending absolut nichts abgewinnen. Macht für mich auch absolut keinen Mehrwert, weil meine Uhr Gesundheitsdaten für mich sammelt und mich daran erinnert, auf meine Lebensqualität zu achten. Das ist für mich ein Gewinn und zwar nicht die teuerste Prestige Watch Ultra, sondern die billigste, weil ist eh der gleiche Sensor drin, was bringts mir? Ich freue mich aber natürlich, wenn jemand bei sowas trivialem wie Material Freude empfindet, ich bin manchmal sogar ein wenig neidisch.
Ich kann mit dem Uhrending im Gegensatz dazu viel anfangen, teile aber deine Argumentation pro Smartwatch voll. Die sorgt dafür, dass ich mich bewege und auf die Schlafanalyse mag ich nicht gern verzichten. Seit Jahren schiebe ich den Kauf einer Aqua Terra mit dem Argument auf, dass ich sie wegen der Smartwatch sowieso nicht regelmäßig tragen würde. Erwäge gerade, mir so einen Fitnessring zuzulegen. Wenn der was taugt, schlag ich endlich zu....
Seit Jahren schiebe ich den Kauf einer Aqua Terra mit dem Argument auf, dass ich sie wegen der Smartwatch sowieso nicht regelmäßig tragen würde. Erwäge gerade, mir so einen Fitnessring zuzulegen. Wenn der was taugt, schlag ich endlich zu....
Was die Aqua Terra angeht: Machen! Absolut tolle Uhr, und preiswerter wird sie auch nicht...
Asaraki
2026-03-16, 19:41:31
Stuff macht nie glücklich. Es kommt immer darauf an was man damit tut.
Aber ein Narzisst kann Glück empfinden, wenn andere seine materiellen Dinge beneiden. Ein Mönch kann Glück empfinden, wenn andere den Kopf schütteln über seine asketische Lebensweise.
Das einzig wichtige ist das zu tun, das einen glücklich sein lässt und nicht zu viel auf andere zu schauen oder zu hören.
Für mich selbst ist Luxus, wenn ich Zeit mit dem Nachwuchs verbringen kann und alle Spass haben. Dann noch eine Runde zocken mit den Freunden aus der Kindheit und ab ins Bett zu meiner Partnerin, mit der ich doch bald das 20 jährige feiern darf. Und das s meine Band seit fast 15 Jahren zusammen ist und wir immer noch Spass haben.
Mit materiellem habe ich schon lange abgeschlossen, ohne Familie würde ich vermutlich irgendwo am Arsch der Welt wohnen und einen einfachen Job ausüben, der den Leuten direkt was bringt.
Aber da schliesst sich der Kreis. Mich macht es glücklich anderen Menschen was Gutes zu tun. Ich gebe lieber als zu nehmen, aber das ist mein eigenes Ding und andere dürfen das auch 180grad anders leben und das tut meinem Glück keinen Abbruch mehr.
Insofern : Seid ehrlich zu euch selbst. Das ist das beste was man im Leben tun kann.
Rooter
2026-03-16, 20:29:31
Mein Vater war nicht nur sparsam, sonder geradezu geizig. Das war manchmal schon anstrengend. ABER wenn es drauf ankam, hat er auch gesehen, wo man Geld für Qualität ausgegeben muss. Z.B. die Fenster hier am Haus sind immer noch die ersten aus Baujahr 80, wurden nur mal gestrichen. Kunststofffenster, die meine Mutter immer verflucht hat, keine Ahnung warum. Oder die Küche, die auch schon 20+ Jahre alt ist, heute rustikal, aber immer noch super in Schuss (nur die Elektrogeräte sind nicht mehr die ersten, wurden inzwischen alle ersetzt).
Ich selbst bin nicht geizig, aber sparsam. Preis/Leistung ist mir wichtig.
Ich kaufe auch mal was unnötiges, das ist dann aber Kleinkram <€100. Gerade gestern z.B. Gaming-Controller bestellt, obwohl ich hier einen habe -- und ihn ca. 1x im Jahr für eine halbe Stunde benutze. X-D Aber das Doppelpack im Angebot für €14 war doch zu verlockend. Kommen die halt auf Lager. Genug Controller für den Rest meines Lebens.
Und das ist meine günstigste, ich hab noch zwei andere.Drei Uhren sind für dich schon "zu viele Uhren"? :confused:
Was willst du uns damit sagen, oder jetzt als Antwort erwarten?
Dass du das Spiel des Lebens (finanziell) durchgezockt hast?
Nächster Thread dann "Welchen Porsche soll ich mir kaufen?" :freak:Das dachte ich mir auch.
Ein gewisses Maß an Geld und Materiellem ist nicht verkehrt und macht Spaß und Glücklich. Natürlich gewöhnt man sich letztendlich an alles, aber trotzdem kann ich mich wieder und wieder dran erfreuen, wie schön und warm die neue teure Winterjacke ist, wie praktisch meine Smartwatch in Zusammenhang mit Sport ist etc.
Natürlich ist das nicht gleichwertig zu dem "echten Glück" in Form von echten, geliebten Menschen.
Man sollte Materielles, Sicherheit durch Geld und das schöne Gefühl, sich ab und zu einfach mal etwas "Unnötiges" zu leisten und dabei nicht auf den Euro schauen zu müssen, auch nicht unterschätzen.QFT!
MfG
Rooter
Willkommen in der Realität.
Arbeite seit ’00 in der klinischen Krankenpflege; davon ab ca. 2005 im onkologischen & ab 2012 im palliativen Bereich (Abteilung „Tod & Elend“).
Anno '99 brauchte ich unbedingt einen Mazda MX5; beste Anschaffung bisher; den fahre ich heute noch.
2010 kam eine Lotus Elise hinzu (160PS@800kg); 2015 eine Honda-Elise (220PS@800kg).
Meine letzte Armbanduhr hab’ zu Beginn der Oberstufe anno '93 abgelegt...
Ich hab’ noch nie ein Auto besessen, das eine eingebaute Uhr hatte...
Eine Uhr stresst einen nur selbst -> geniese doch lieber das Leben, statt ständig und genau die Zeit zu messen...
Ich muss heute arbeiten -> ich stell mir keinen Wecker für 18:00... ich lass mich von der späten Morgensonne wecken, die in ca. 11:45h auf mein Kopfkissen scheinen wird.
Materieller Wohlstand ersetz einfach nur Langeweile, die man irgendwie mit „vermeintlich tollen Dingen für Geld“ zu überbrücken versucht.
Materieller Wohlstand der über die eigene/familiäre Existenzsicherung hinaus geht ist sehr „nett“ (ich hab’ selbst noch nie Armut/Hunger oder gar Krieg/Flucht erfahren -> das kenne ich nur aus Erzählungen meiner Urgroßeltern -> da bin ich maximal dankbar für!
Kein Mensch sollte jemals sowas erleben müssen...
Zu fühlen, dass die eigene Existenz sinnstiftend ist ist ein Gamechanger -> meine Existenz macht das Leben anderer Menschen ein ganz klein wenig besser.
Evtl. sollten wir einfach mal alle erwachsen werden.
https://youtu.be/UTtCI61p0UsDie Szene aus Star Trek geht nicht so ganz in die Richtung meines Postings, denke ich. Der Geschäftsmann dort will reicher werden um reicher zu werden, nicht um Sachen die er kaufen kann, sinnlich zu genießen.
Ich arbeite in der Software-Branche; allerdings ehrenamtlich auch als Sternenkind-Fotograf. Ziemlich krass, nicht alltäglich wie bei dir, nur alle paar Wochen wenn ich ausrücke.
mapel110
2026-03-16, 21:05:28
Ich hab mein ganzen Erwachsenen-Leben nicht viel gebraucht. Halbwegs aktueller PC und ich war glücklich materiell gesehen. Was mich wirklich glücklich macht ist, 7 Tage die Woche Menschen um mich zu haben, mit denen ich mich verstehe und auch mal Spaß haben kann. Das ist ein Luxus, den ich jetzt seit etwa 11 Jahren habe und den ich nicht mehr missen möchte.
Ich wette, das haben nicht viele von euch.
Asaraki
2026-03-16, 21:45:43
Ui, dafür meinen Respekt Aths.
Könnte ich glaub nicht, aber ich bin auch nah am Wasser gebaut :D
Mapel, grösstes Gut auf der Erde (für mich).
D.h. du kennst das nicht? Echt nicht?? Das ist seit einem Jahr DIE PFLICHT für JEDEN Uhrentyp :up:
https://youtu.be/h7JrdEaUwDs
Das Ding kannte ich nicht; es gibt diverse Uhrenkanäle auf YT wo es fast nur um Rolex aufwärts geht, eine Tudor ist da schon "ohooo, heute sind wir mal günstig".
Ich selbst bin nicht geizig, aber sparsam. Preis/Leistung ist mir wichtig.
Ich kaufe auch mal was unnötiges, das ist dann aber Kleinkram <€100. Gerade gestern z.B. Gaming-Controller bestellt, obwohl ich hier einen habe -- und ihn ca. 1x im Jahr für eine halbe Stunde benutze. X-D Aber das Doppelpack im Angebot für €14 war doch zu verlockend. Kommen die halt auf Lager. Genug Controller für den Rest meines Lebens.
Drei Uhren sind für dich schon "zu viele Uhren"? :confused:Hatte erst im Medimarkt einen nachgebauten Controller gekauft. Später dann original Sony und finde das Ding ist echt besser. Wenn real auch eher in Nuancen, also die genaue Kurve von Widerstand je nach Button-Drucktiefe, oder ob eine Schultertaste blöd in die Fingerkuppe drückt oder ergonomischer ist. Das ist natürlich eine Diskussion die nach Konsumismus klingt, einfach mal teure Produkte verherrlichen ...
Drei Armbanduhren, man kann ja nur eine davon (sinnvoll) am Tag tragen. Alle davon erfüllen ihre Funktion. Wäre schon heiß auf einige weitere, weiß aber schon jetzt dass die Freude an denen nicht so lange halten würde, weil es letztlich mehr vom Gleichen in lediglich neuen Variationen wäre.
Ich hab mein ganzen Erwachsenen-Leben nicht viel gebraucht. Halbwegs aktueller PC und ich war glücklich materiell gesehen. Was mich wirklich glücklich macht ist, 7 Tage die Woche Menschen um mich zu haben, mit denen ich mich verstehe und auch mal Spaß haben kann. Das ist ein Luxus, den ich jetzt seit etwa 11 Jahren habe und den ich nicht mehr missen möchte.
Ich wette, das haben nicht viele von euch.Halbwegs aktueller PC, den Großteil meines Lebens musste ich beim PC sparen. Auch der aktuelle PC ist nicht der Oberhammer, 14600 non-K, LG-Bildschirm, Zweitmonitor von Acer ... der PC bei mir sollte gut genug sein, hier gewinne ich aber irgendwie nicht so richtig die Freude an Edelhardware.
Badesalz
2026-03-17, 06:55:34
Hatte erst im Medimarkt einen nachgebauten Controller gekauft. Später dann original Sony und finde das Ding ist echt besser. Wenn real auch eher in Nuancen, also die genaue Kurve von Widerstand je nach Button-Drucktiefe, oder ob eine Schultertaste blöd in die Fingerkuppe drückt oder ergonomischer ist. Das ist natürlich eine Diskussion die nach Konsumismus klingt, einfach mal teure Produkte verherrlichen ...Das einzige was mir im Leben an Nachbauten in Besser begegnet ist, sind AMD-CPUs. Alles andere war dürftig oder gleich Kernschrott.
Angefangen mit Fernbedienungen über Staubsaugerakkus bis... naja, eigentlich hört so eine Liste leider nicht wirklich auf.
Dicker Igel
2026-03-17, 09:26:06
Eine Uhr stresst einen nur selbst -> geniese doch lieber das Leben, statt ständig und genau die Zeit zu messen...
Das halte ich genauso, auch, dass ich nur dann ins Bett gehe, wenn ich wirklich müde bin. Ich habe das Konzept, bspw jeden Abend pünktlich 22:00 ins Bett zu gehen, noch nie verstanden.
Evtl. sollten wir einfach mal alle erwachsen werden.
Ich denke 'reifer' werden, ist die bessere Begrifflichkeit. Denn das innere Kind, sollte man sein Leben lang wahren. 'Erwachsen' halte ich nur für einen aufgesetzten, gesellschaftlichen Zwang, welcher impliziert, 'zivilsiert' zu sein. Was unterm Strich genauso eine aufgesetzte Heuchelei ist. Umso älter ich werde, desto bewußter werden mir solche Zusammenhänge, in denen ich mich noch nie wohl gefühlt habe.
Badesalz
2026-03-17, 10:24:53
Das halte ich genauso, auch, dass ich nur dann ins Bett gehe, wenn ich wirklich müde bin. Ich habe das Konzept, bspw jeden Abend pünktlich 22:00 ins Bett zu gehen, noch nie verstanden.Wenn du einen festen Arbeitsbeginn hast und dann nicht 3/4 des Tages wie ein Zombie rumlaufen willst - nur weil du dir Tag davor lange fit vorkamst - dann entwickelst du automatisch ein Verständnis dafür.
Diese Deadlines gelten meist auch nicht "pünktlich", sondern spätestens bis. Leute die um 6 anfangen (z.B. absolut gängig als Werker in der IGM Industrie) nehmen lieber 21:30 als 22:00...
Hab ich selbst eigentlich auch nicht, aber ich verstehe es wenigstens :wink: (trotzdem chapeau, geile Blase abseits der Gesellschaft)
Dicker Igel
2026-03-17, 10:42:40
Wenn man täglich seine Arbeit verrichtet, vielleicht noch schwer körperlich, bekommt man imo automatisch so eine Routine rein, weils einen sonst der Organismus übel nimmt. Als ich vor Äonen noch Messe- und Stahlbühnenbau gemacht hatte, wurde mir das auch schnell bewußt und lag nach täglich +12h harter Arbeit beizeiten regelmäßig in der Kiste. Neuen, die nach der Arbeit noch gefeiert hatten, sagten wir dann immer, dass die das nicht lange machen und siehe da, wer dann auf einmal brav im Bett lag ...
Aber bei 'nem Bürojob ist das imo was anderes, je nachdem, wie sehr man dabei mental belastet wird, oder sich belasten lässt.
Badesalz
2026-03-17, 11:03:19
Soviel Text, um "ja schon klar, ich meinte die Bürofuzzis" zu sagen ;)
Mega-Zord
2026-03-17, 11:33:50
Ich hab mein ganzen Erwachsenen-Leben nicht viel gebraucht. Halbwegs aktueller PC und ich war glücklich materiell gesehen. Was mich wirklich glücklich macht ist, 7 Tage die Woche Menschen um mich zu haben, mit denen ich mich verstehe und auch mal Spaß haben kann. Das ist ein Luxus, den ich jetzt seit etwa 11 Jahren habe und den ich nicht mehr missen möchte.
Ich wette, das haben nicht viele von euch.
Ich habe ganz gerne meine Ruhe, auf Arbeit und zu Hause. Es gab immer diese dummen Fragen von Professoren, was wir denn in unserem Leben erreichen wollen. Meine ehrliche Antwort wäre gewesen, ein Job in dem man eigentlich nie 100% geben muss, pünktlich Feierabend usw.. Ich bin viel unterwegs mit Freunden, mache am Wochenende gerne lange Radtouren, aber wenn ich zu Hause bin, will ich einfach nur meine Ruhe haben. Familie wäre überhaupt nicht meins.
Ich wette, das haben nicht viele von euch.
Hat aber leider länger gedauert, bis ich begriffen habe, dass das ist, was ich will. Ich bin nur der relativ wohlhabende Onkel in meiner Familie und kann meinen Neffen und Nichte Dinge ermöglichen, die so für deren Familien nicht leistbar sind. Ich mag Kinder und Familie, aber eben nicht permanent. :D
Badesalz
2026-03-17, 11:48:32
Ich bin viel unterwegs mit Freunden, mache am Wochenende gerne lange Radtouren, aber wenn ich zu Hause bin, will ich einfach nur meine Ruhe haben. Familie wäre überhaupt nicht meins.
Ich wette, das haben nicht viele von euch.Das entweder/oder hält sich von alleine in Waage. Wenn du eine Familie hättest, würdest du viel weniger mit Freunden unterwegs sein und viel kürzere Radtouren machen. Und es würde dich nicht stören.
Ein Mann ist davor auf sowas biologisch nicht vorbereitet. Hat die Natur im Gegensatz zu Frau irgendwie nicht für nötig gehalten.
Du bekommst im KH das erste Mal das Baby in die Hand und dein Gehirn fängt an sich ab da komplett umzuverdrahten. Du merkst schon ständige aussetzer, wenn du dann nach Hause 1x pennen gehst. Und das dauert auch nur bis zum Einschlafen.
Wenn du das nächste Mal aufwachst ist vieles für dich sehr wichtiges von davor - um was du dir auch schon während der Schwangerschaft teils Gedanken gemacht hast wie du das für dich genehm regelst - einfach nur komplett scheißegal :wink:
Das kommt erst sehr langsam wieder, wenn sie so 12-13 sind. Dann hast du aber auch wieder bisschen mehr Freiheiten.
Ein Prozess den man Anwärtern :wink: und sonstigen Freimaurern nicht so richtig erklären kann. Man checkt es davor einfach nicht und glaubt es auch nicht -> Übertriebenes Softigelalle eines Gefühlsdussels.
Wenn es dann doch wie oben soweit ist, dann wissen plötzlich alle was gemeint war :smile:
PS:
Es gibt auch Exemplare die dabei schwach zünden. Ok. Ja. Pauschal kann man das über sich aber wirklich nie sicher sagen. Bis es mal soweit sein sollte.
Hinsichtlich von materiellem Besitz bin ich der gelebten Meinung, dass man ihn nutzen muss. Man hat die Verantwortung dafür übernommen und damit meine ich Nutzen. Bei gewissen Dinge ist das einfacher, Bücher liest man grundsätzlich, Filme schaut man an, ein Auto fährt man. Bei anderen Dingen ist das schwieriger, aber nicht unmöglich. Wenn man 5 Uhren hat und jede kostet 5.000 EUR, dann kann man sie auch "nutzen", indem man sich an ihnen erfreut, ästhetisch gesehen, dass man sie präsentiert, und nicht einschließt.
Man muss sich um Besitz kümmern, und wenn einen dieser Besitz nicht mehr kümmert, dann kann man ihn auch weggeben. Besitz um des Besitzes willen "besitzt" einen. Wer ein Haus hat, aber keine Freude daran empfindet, der ist gefangen. Und wer ein Haus hat, es aber z.B. nie reinigt, der sieht es als Belastung. Eine 5.000 EUR Uhr, die irgendwo in einem Safe liegt, mag finanzielle Stabilität bedeuten, aber kaum Freude.
Hast eine Sammlung an Büchern, liest, nutzt du nur einen Bruchteil von, der Rest schläft vor sich hin. Gleiches gilt für andere Medien, wobei Filme noch relativ dankbar sind, da sie weniger Zeit beanspruchen. Ungenutztes kann man, aus zuvor genannten Gründen, abgeben. Man muss halt eine Grenze ziehen, 1000, 500, 100, 0 Bücher? Perlen wollen viele bei sich behalten - 'Jäger und Sammler'-Trieb, und man weiß ja nie. Digitales ist hier klar im Vorteil.
Ich hab keine Uhr, mag keine Uhr, brauche keine Uhr ...
Nicht erforderlich, um sich mit dem Rest-Universum abzustimmen ...
Für 5k kann man sonst ne Menge Spaß haben ...
Ein Haus hat u.a. den Vorteil, dass man sich mehr vom Wahnsinn anderer absetzen kann - sofern Umgebung, Nachbarn mitspielen; kann auch sein, dass bei sonst schlechtem Umfeld eine Wohnung, eine WG, ein Zelt, eine Mulde besser funktionieren. Eigentum verpflichtet.
Lebensqualität besteht darin, frei und glücklich zu sein, zu lieben, geliebt zu werden, gesund zu sein und zu tun, was man will, sich alleine wie mit anderen am Leben zu erfreuen und mit Idioten so wenig in Kontakt treten zu müssen, wie irgendwie geht - Misanthropie ist die logische Antwort auf die 80%.
Mega-Zord
2026-03-17, 13:37:40
Ein Mann ist davor auf sowas biologisch nicht vorbereitet. Hat die Natur im Gegensatz zu Frau irgendwie nicht für nötig gehalten.
Das halte ich allerdings für antiquierten Bullshit. Kenne diverse Männer in meinem Umfeld, die schon sehr früh einen Kinderwunsch hatten. Ich habe nur keinen Bock drauf und gebe es auch zu, anstatt mir so eine halbgare Ausrede zurecht zu legen. ;D
Genauso kenne ich diverse Frauen, die offenbar nichts von ihrer naturgegebenen Pflicht wussten. Für eine 30 jährige unverheitatete osteuropäische Frau ist der Druck aus der Familie nicht ohne, so viel ist sicher. Meine Großeltern haben zum Glück irgendwann aufgehört zu fragen, wann ich Kinder bekomme. In einem Aktiv-Urlaub vor ein paar Jahren habe ich eine kennen gelernt, die Anfang 40 war, ihr Sohn mittlerweile fast aus dem Haus. Sie liebt ihren Sohn, würde ich aber nicht noch einmal für ein Kind entscheiden. Ein anderes Mädel dort liebt Kinder und hatte im Job mit Jugendlichen zu tun. Selbst wollte sie aber keine Kinder haben. Ich denke nicht, dass das nur Einzelfälle sind. Deine so genannte Natur ist eher ein gesellschaftliches Konstrukt. Damit will ich nicht aussschließen, dass Frauen einen anderen Hormonhaushalt haben als wir, aber der hat am Ende nur einen begrenzten Einfluss auf eine selbstbestimmte Person.
Mein Opa erzählte mir letztens, dass er sein Leben so nicht noch einmal führen würde.
Bedeutet in so eine Gesellschaft, wo viele im materiellen Überfluss leben, dass es Probleme mit dem Nachwuchs gibt. Aber das ist ein Thema, dass wir in der Lounge und erst nicht im PoWi gelöst bekommen. ;D
Shink
2026-03-17, 14:23:43
Kenne diverse Männer in meinem Umfeld, die schon sehr früh einen Kinderwunsch hatten.
Ja absolut. Viele Frauen haben keinen Bock und mit Mitte 30 dann FOMO, Männer eher so mit Mitte 40.
Versteh ich auch. Bin Mitte 40, meine Kinder sind bald aus dem Haus aber gerade könnte ich mir zum ersten Mal vorstellen, dass ich mir das nochmal antäte wenn ich's nicht schon hätte.
Deine so genannte Natur ist eher ein gesellschaftliches Konstrukt. Damit will ich nicht aussschließen, dass Frauen einen anderen Hormonhaushalt haben als wir, aber der hat am Ende nur einen begrenzten Einfluss auf eine selbstbestimmte Person.
Naja. Ganz ohne Hormone hätten glaub ich aber auch weniger Bock auf Kinder.
Mega-Zord
2026-03-17, 15:12:25
Habe ja auch nicht geschrieben, dass die Hormone gar keinen Einfluss haben. Aber heute kannst du als Freu leichter, also noch vor einem Vierteljahrhundert dein Leben komplett selbst bestimmen. Am Ende überstimmst du einfach deine Hormone.
Wenn es dann soweit ist, lassen die Hormona einen das ganze nur noch durchstehen. Ich habe so viele junge Eltern kennengelernt, denen es von außen betrachtet einfach nur noch richtig scheiße ging. Ein Freundin ist in wenigen Monaten mindestens 10 Jahre gealtert. Die Eltern selbst empfinden es zwar auch als super anstrengend, sind aber glücklich. Das ist dann wie eine harte Droge.
Weiß gar nicht, was ihr habt
Wenn man erstmal 100k auf dem Konto hat und damit viele pot Wünsche erfüllbar sind, verlieren sie ihren Reiz
Materielles gibt mir nix - hab nen S25 Ultra im Schrank liegen und nen S20 in der Hand ;)
Marke zahle ich auch ungern - Uhren kosten bei mir 200-300€, schön mit Mechanik zum anschauen :) genauso Klamotten oder Essen, wenns gefällt wirds gekauft - ich hol mir auf den Preis aber keinen runter
Cool ist, wer gar nicht mehr cool sein will
Argo Zero
2026-03-17, 15:30:19
Materielles gibt mir auch nichts per se. Es macht im Endeffekt nur unglücklich, wenn damit Geldsorgen entstehen.
Wichtig sind mir meine Menschen um mich herum und mein eigenes Wohlbefinden.
Gebe ich trotzdem gerne Geld aus fürs Auto? Klar. Aber ganz ehrlich, wenn ich in mich hinein gehe. Ich könnte es auch sofort alles verkaufen und nur noch Skoda fahren. Mir eigentlich egal.
Aber mit dem Auto fahre ich auf Treffen, lerne neue Menschen kennen und joah... offen fahren gibt irgendwie dann doch Glücksgefühle.
Mega-Zord
2026-03-17, 15:57:37
LOL, diesen "Geld macht nicht Glücklich" Quatsch reden auch nur Leute, die genug Geld haben. Natürlich macht Geld ansich nicht glücklich. Aber man hat mit über 60k im Jahr deutlich weniger sorgen, als jemand mit 40k.
Für uns ist eine defekte Waschmaschine oder eine teure Autoreparatur kein Thema. Es gibt viele Menschen, für die sowas jedes Mal zum echten Problem wird.
Man kann auch viele Unannehmlichkeiten einfach mit Geld bewerfen. In meiner neuen Wohnung lasse ich bei der Sanierung fast alles machen, weil mir meine Zeit dafür einfach zu schade ist. Ich mache nur die Dinge selbst, bei denen ich davon ausgehe, dass ich sie besser erledige als der "Fachmann".
Anstatt solcher Sprüche zu klopfen sollte man sich besser seiner Privilegien bewusst sein. Hilf auch dabei, von Menschen mit weniger Glück im Leben, nicht für ein arrogantes Arschloch gehalten zu werden. ;D
EDIT:
Habe vergessen, dass wir hier in der Lounge sind. Arme Leute sind natürlich selbst schuld und mussen ihren Lebensstil halt den Gegebenheiten anpassen. Wer zu wenig macht im Monat, der soll einfach mehr machen. Abgesehen davon braucht man gar kein Geld.
Wer zuwenig hat muss sich keine Gedanken um Uhren machen :)
5€ Cappuccino in der Hand und Taxi vom Bhf, weil meine Uhren günstig sind
Argo Zero
2026-03-17, 17:41:02
LOL, diesen "Geld macht nicht Glücklich" Quatsch reden auch nur Leute, die genug Geld haben. Natürlich macht Geld ansich nicht glücklich. Aber man hat mit über 60k im Jahr deutlich weniger sorgen, als jemand mit 40k.
Für uns ist eine defekte Waschmaschine oder eine teure Autoreparatur kein Thema. Es gibt viele Menschen, für die sowas jedes Mal zum echten Problem wird.
Man kann auch viele Unannehmlichkeiten einfach mit Geld bewerfen. In meiner neuen Wohnung lasse ich bei der Sanierung fast alles machen, weil mir meine Zeit dafür einfach zu schade ist. Ich mache nur die Dinge selbst, bei denen ich davon ausgehe, dass ich sie besser erledige als der "Fachmann".
Anstatt solcher Sprüche zu klopfen sollte man sich besser seiner Privilegien bewusst sein. Hilf auch dabei, von Menschen mit weniger Glück im Leben, nicht für ein arrogantes Arschloch gehalten zu werden. ;D
EDIT:
Habe vergessen, dass wir hier in der Lounge sind. Arme Leute sind natürlich selbst schuld und mussen ihren Lebensstil halt den Gegebenheiten anpassen. Wer zu wenig macht im Monat, der soll einfach mehr machen. Abgesehen davon braucht man gar kein Geld.
Ich war etwa 6 Jahre im Leben in der Situation, dass eine 0 auf dem Konto ein besonderer Tag war, weil ansonsten immer Kontokorrent ahoi.
synergie
2026-03-17, 18:39:06
Hehe.. ich versuche immer auszusehen wie ein Penner, um nicht als Millionär erkannt zu werden.
Das gibt mir echt mehr als andersrum. Schön immer mitm Fahrrad zur Schule und die Kinder abholen als mitm nicht vorhandenen Porsche.
Mega-Zord
2026-03-17, 19:18:34
Hehe.. ich versuche immer auszusehen wie ein Penner, um nicht als Millionär erkannt zu werden.
Das gibt mir echt mehr als andersrum. Schön immer mitm Fahrrad zur Schule und die Kinder abholen als mitm nicht vorhandenen Porsche.
Das ist der Weg. Ein Bekannter hat einen PPL und im Flugverein sind nun nicht gerade viele Plebs. Es gab da natürlich die Hochnäsigen, aber auch Multimillionäre, die ihre Frau gebeten haben, den Pulli noch einmal zu flicken, denn der ist ja ansonsten noch gut... anschließend in die Maschine für mehrere hundertausend gestiegen und erst mal ein Runde Island Hopping gemacht. ;D
Dicker Igel
2026-03-17, 20:36:29
Soviel Text, um "ja schon klar, ich meinte die Bürofuzzis" zu sagen ;)
Freundlich geht die Welt zugrunde ; )
Hinsichtlich von materiellem Besitz bin ich der gelebten Meinung, dass man ihn nutzen muss.
Finde ich auch, fängt irgendwas Staub, kann man's auch wieder verkaufen. Was will man mit einem fetten Freeride-Bike, wenn man damit keine Wildpfade rockt, Street fährt(Treppen runterspringen, über Bänke springen etc) ... Hier in der City gibts und gabs schon immer solche Showfahrer, die mit teuren DH/Freeride-Bikes rumposen und noch nicht mal einen Bunny-Hop hinkriegen ... :D
Cool ist, wer gar nicht mehr cool sein will
Imo ist man eh nur dann cool, wenn's einen Dritte nachsagen.
Acid-Beatz
2026-03-17, 21:02:48
Letzten Monat 49 geworden, ein paar Postings fürs Offoptic geschrieben die kaum jemand interessieren, muss man sich dann allerdings auch leisten können. Also ich habe Vollzeitjob und schreibe dann noch Nieschen-Postings.
2-3 hab ich gelesen und es war eher so ein überlegen, was Du mir/uns damit sagen willst, welche Reaktionen Du erwartest und was einen Menschen bewegt plötzlich sowas zu schreiben weil Du mir vorher eher immer nur beiläufig aufgefallen bist, ganz normal im Forum eben, nicht als Geschichtenschreiber :)
Oder ein Zustand, der irgendwie Midlife-Crisis mit naiver Kindlichkeit verbindet, meine ich beides nicht positiv
Solange Dich die naive Kindlichkeit nicht an irgendwas hindert, behalt sie dir soweit es geht - es ist was schönes :)
Zum Thema an sich: interessant! Ich bin bisschen über 10 jahre vor Dir und mehr oder weniger gerade in der Phase, wo ich mit sowas anfangen könnte aber teure Uhren und teure Kleidung passen einfach nicht zu mir, es würde falsch aussehen und deswegen lass' ich es :D
Was ich die letzten Jahre durch viele Tode - egal welchen Alters - gemerkt habe: Einfach den Moment genießen, weil man weiß nie, wann es vorbei ist ;(
Rooter
2026-03-17, 21:47:20
aber wenn ich zu Hause bin, will ich einfach nur meine Ruhe haben. Familie wäre überhaupt nicht meins.
Ich wette, das haben nicht viele von euch.Habe ich auch und bin damit inzwischen auch okay. Ein volles Haus würde mich sehr stressen!
Mein Opa erzählte mir letztens, dass er sein Leben so nicht noch einmal führen würde.Und was hätte er geändert?
MfG
Rooter
AtTheDriveIn
2026-03-17, 22:07:49
3 Kids hier am rumlaufen. Klausuren, Fußballtraining, und und und. Nebenbei Job und Haus. Stressig aber extrem erfüllend.
Geld und Zeit für so manche techn. Gimmicks sind zwar auch da, aber das ist im Vergleich so belanglos geworden.
Gerade Kurztrip mit den Kurzen auf eine holländische Insel gebucht. In 6w geht es los, mein Frau bleibt daheim und macht Muttertag ohne uns. ;-)
Mega-Zord
2026-03-17, 22:14:24
Und was hätte er geändert?
Heiraten, drei Kinder
Dicker Igel
2026-03-17, 23:40:02
Habe ich auch und bin damit inzwischen auch okay. Ein volles Haus würde mich sehr stressen!
Ich bin damit schon lange im reinen, weil mir schon beizeiten bewußt wurde, dass ich für Kind und Kegel viel zu eigensinng bin. Letztlich will ich eben machen was ich will und das auch dann, wann ich es will, ohne auf irgend jemanden Rücksicht zu nehmen und mich dafür vielleicht noch zu rechtfertigen. Das habe ich beizeiten realisiert und möchte damit eben auch niemanden Leid zufügen. Denn es gibt imo nur ganz wenige Menschen, die das wirklich verstehen und vor alllem akzeptieren. Man sollte sich halt nix vormachen. Ich finde das ganz wichtig für das allgemeine Wohlbefinden.
Badesalz
2026-03-18, 07:04:14
Das halte ich allerdings für antiquierten Bullshit. Kenne diverse Männer Mit divers ist diesbezüglich nicht viel getan...
@all
Meist füllt man mit Materiellem irgendwelche Lücken, richtig? :| Daher brachte ich Soziales, was hier kurz in Familiäres überschlug. Ist aber tatsächlich nicht komplett OT.
Geld macht nicht glücklich, es macht aber gelassen(er). Gelassene finden eher ihr Glück als Gestresste. Viele andere macht Geld aber auch gieriger auf mehr Geld. Die leben gestresst. Das Glück bleibt aus. Auch wenn sie, so wie stille Alkoholsüchtige nie zugeben süchtig zu sein, nie zugeben nicht wirklich glücklich zu sein.
Trotzdem bin ich gleichzeitig auch bei Dickem Igel. Besser so als von einer Katastrophe in die andere. Ebenfalls eine gute Einstellung. Eigentlich gar lobenswert, wenn man sich seiner selbst bewusst wird.
DrumDub
2026-03-18, 08:26:08
Ich bin damit schon lange im reinen, weil mir schon beizeiten bewußt wurde, dass ich für Kind und Kegel viel zu eigensinng bin. Letztlich will ich eben machen was ich will und das auch dann, wann ich es will, ohne auf irgend jemanden Rücksicht zu nehmen und mich dafür vielleicht noch zu rechtfertigen. Das habe ich beizeiten realisiert und möchte damit eben auch niemanden Leid zufügen. Denn es gibt imo nur ganz wenige Menschen, die das wirklich verstehen und vor alllem akzeptieren. Man sollte sich halt nix vormachen. Ich finde das ganz wichtig für das allgemeine Wohlbefinden. dito! kann ich voll und ganz nachvollziehen. ich bereue nichts. :biggrin:
Dicker Igel
2026-03-18, 09:29:28
Geld macht nicht glücklich, es macht aber gelassen(er). Gelassene finden eher ihr Glück als Gestresste. Viele anderen macht Geld aber auch gieriger auf mehr Geld. Die leben gestresst. Das Glück bleibt aus. Auch wenn sie, so wie stille Alkoholsüchtige nie zugeben süchtig zu sein, nie zugeben nicht wirklich glücklich zu sein.
Absolut. Mir macht es zum Beispiel Spass mir etwas bestimmtes zu erarbeiten, mir es zu ersparen. Denn ich bin nicht reich in dem Sinne und mag es auch gar nicht sein. Ich benötige auch kein Haus auf dem Berg und habe mir noch nie was aus Autos gemacht. Die Dinger sind für mich reines Mittel zum Zweck und eigentlich fahre ich auch viel lieber Fahrrad und wohne gerne in 'nem Mietshaus mit anderen Menschen zusammen, die alle das Waldprinzip begriffen haben. Man ist nun mal nicht alleine auf dieser Welt.
Glücklich ist man auch nicht dauerhaft, das sind imo kurze Momente, die jeder geniesen sollte. Eine dauerhafte Zufriedenheit finde ich dagegen schon anstrebenswerter und dabei sollte man sich auch nicht reinreden lassen, vor allem wenn es um das liebe Geld geht. Geld ist halt schlichtes Mittel zum Zweck und nichts, mit dem man sich profiliert. Denn es gibt nur eines, mit dem man sich automatisch profiliert und das ist der eigene Charakter.
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