davidzo
2026-03-25, 12:30:17
Arm wird vom reinen IP-Geber zum Chiphersteller und damit zum direkten Konkurrenten von AMD, Intel und Nvidia.
136 oder 128 neoverse V3 Cores
2MB private Cache per Core
ARM 9.2 ISA (kein SME2 sagt CB)
12Ch DDR5 8800 RDIMM
CMN-812 Fabric low latency Mesh Interconnect (innerhalb des Chips)
Unter 100ns Memory Latency (für Server-CPUs sehr gut, Desktop class)
AMBA CHI Kohärenzprotokoll für Inter Socket connections
https://www.servethehome.com/arm-agi-cpu-launched-establishing-arm-as-a-silicon-provider/
https://www.computerbase.de/news/prozessoren/erste-server-cpu-nach-35-jahren-arm-agi-cpu-hat-136-kerne-8-800-mt-s-aber-kein-sme2.96679/
Der Grund ist klar. Man ist es Leid den Lizenznehmern beim scheitern zu zugucken. Die Geschichte von Arm im Rechenzentrum ist ein Friedhof ambitionierter Projekte, die an der Marktrealität oder der Dominanz von x86 gescheitert sind.
Calxeda
AppliedMicro (X-Gene)
Cavium/Marvell (ThunderX)
Qualcomm (Centriq)
Ampere Altra
Bis auf Ampere computing sind die alle gescheitert.
Das Problem: Wenn man Arm-IP lizenziert, Designkosten trägt und dann gegen die massiven Rabattstaffeln von Intel/AMD ankämpfen muss, bleibt am Ende kein Geld übrig.
Und die Hyperscaler CPUs wie Gravitron 1-5, Cobalt 100-200, Google Axion, Yiyian 710 überleben auch nur weil die Hyperscaler keine Marge machen müssen bzw,. das Ganze sogar noch subventionieren.
Arm hat also erkannt dass wenn sie darauf warten bvis ein unabhängiger Chiphersteller (wie früher Marvell) AMD gefährlich wird, dann warten sie ewig. Die AGI CPU ist der Versuch, den „Hyperscaler-Vorteil“ zu demokratisieren:
- Arm baut das Silizium jetzt selbst (wahrscheinlich via SoftBank/Rapidus oder TSMC-Direktleitung).
- Sie umgehen das Risiko, dass ein Partner das Design auf halber Strecke abbricht.
- Sie zielen direkt auf die KI-Fabriken, die keine Lust auf die x86-Steuer haben, aber nicht die Ressourcen für ein eigenes Chip-Design wie Google.
- Sie erreichen nun Kunden (Tier-2 Clouds & Enterprise), die keine eigene Chip-Abteilung haben, aber weg von x86 wollen. Da dürfen sie sich aber mit Nvidia streiten.
Trotzdem wirkt die Neuvorstellung für 2026/27 irgendwie nicht mehr Zeitgemäß.
Bis auf die optimierte Speicherlatenz ehe ich da kein Alleinstellungsmerkmal. Und ohne L3 Cache sollte die Speicherlatenz auch besser phänomenal sein, sonst kacken die Cores ab. SME2 wie in den Consumer CPUs wäre wünschenswert gewesen, gerade für Agentic workloads. Dass es nicht dabei ist wirkt eher so als wenn das Projekt mit Verspätung kommt.
Sicher hat man immerhin mehr Cores als Nvidia mit Vera, aber wen AMD mit Zen6 und 256Cores, Terabytes an Cache, 16channel MRdimm kommt etc, dann nützt es auch wenig wenn man "Density" und "Power efficiency" jammert.
AMD hat dann doppelt so viel Speicherbandbreite mit MRdimm (1,6Tb/s vs 845gb/s). Dazu fast doppelt soviele Cores und viel mehr Cache.
Wenn man also 1:2 Sockel vergleichen muss bezweifle ich dass für ARM noch ein Plus an Density oder Power efficiency übrig bleibt.
Was soll die eigene ARM Server CPU also bringen?
Es gibt auch Nachteile der ganzen Strategie jetzt eigene CPUs herzustellen:
- Arm konkurriert nun direkt mit seinen größten Kunden (AWS, Google, Microsoft), die Milliarden in eigene Arm-Chips (Graviton, Axion, Cobalt) investiert haben.
- Hyperscaler könnten aber langfristig auf RISC-V ausweichen, um nicht von einem direkten Konkurrenten (Arm) bei der Chip-IP abhängig zu sein.
- Eigenes Silizium erfordert immenses zusätzliches R&D / CAPEX Ausgaben.
136 oder 128 neoverse V3 Cores
2MB private Cache per Core
ARM 9.2 ISA (kein SME2 sagt CB)
12Ch DDR5 8800 RDIMM
CMN-812 Fabric low latency Mesh Interconnect (innerhalb des Chips)
Unter 100ns Memory Latency (für Server-CPUs sehr gut, Desktop class)
AMBA CHI Kohärenzprotokoll für Inter Socket connections
https://www.servethehome.com/arm-agi-cpu-launched-establishing-arm-as-a-silicon-provider/
https://www.computerbase.de/news/prozessoren/erste-server-cpu-nach-35-jahren-arm-agi-cpu-hat-136-kerne-8-800-mt-s-aber-kein-sme2.96679/
Der Grund ist klar. Man ist es Leid den Lizenznehmern beim scheitern zu zugucken. Die Geschichte von Arm im Rechenzentrum ist ein Friedhof ambitionierter Projekte, die an der Marktrealität oder der Dominanz von x86 gescheitert sind.
Calxeda
AppliedMicro (X-Gene)
Cavium/Marvell (ThunderX)
Qualcomm (Centriq)
Ampere Altra
Bis auf Ampere computing sind die alle gescheitert.
Das Problem: Wenn man Arm-IP lizenziert, Designkosten trägt und dann gegen die massiven Rabattstaffeln von Intel/AMD ankämpfen muss, bleibt am Ende kein Geld übrig.
Und die Hyperscaler CPUs wie Gravitron 1-5, Cobalt 100-200, Google Axion, Yiyian 710 überleben auch nur weil die Hyperscaler keine Marge machen müssen bzw,. das Ganze sogar noch subventionieren.
Arm hat also erkannt dass wenn sie darauf warten bvis ein unabhängiger Chiphersteller (wie früher Marvell) AMD gefährlich wird, dann warten sie ewig. Die AGI CPU ist der Versuch, den „Hyperscaler-Vorteil“ zu demokratisieren:
- Arm baut das Silizium jetzt selbst (wahrscheinlich via SoftBank/Rapidus oder TSMC-Direktleitung).
- Sie umgehen das Risiko, dass ein Partner das Design auf halber Strecke abbricht.
- Sie zielen direkt auf die KI-Fabriken, die keine Lust auf die x86-Steuer haben, aber nicht die Ressourcen für ein eigenes Chip-Design wie Google.
- Sie erreichen nun Kunden (Tier-2 Clouds & Enterprise), die keine eigene Chip-Abteilung haben, aber weg von x86 wollen. Da dürfen sie sich aber mit Nvidia streiten.
Trotzdem wirkt die Neuvorstellung für 2026/27 irgendwie nicht mehr Zeitgemäß.
Bis auf die optimierte Speicherlatenz ehe ich da kein Alleinstellungsmerkmal. Und ohne L3 Cache sollte die Speicherlatenz auch besser phänomenal sein, sonst kacken die Cores ab. SME2 wie in den Consumer CPUs wäre wünschenswert gewesen, gerade für Agentic workloads. Dass es nicht dabei ist wirkt eher so als wenn das Projekt mit Verspätung kommt.
Sicher hat man immerhin mehr Cores als Nvidia mit Vera, aber wen AMD mit Zen6 und 256Cores, Terabytes an Cache, 16channel MRdimm kommt etc, dann nützt es auch wenig wenn man "Density" und "Power efficiency" jammert.
AMD hat dann doppelt so viel Speicherbandbreite mit MRdimm (1,6Tb/s vs 845gb/s). Dazu fast doppelt soviele Cores und viel mehr Cache.
Wenn man also 1:2 Sockel vergleichen muss bezweifle ich dass für ARM noch ein Plus an Density oder Power efficiency übrig bleibt.
Was soll die eigene ARM Server CPU also bringen?
Es gibt auch Nachteile der ganzen Strategie jetzt eigene CPUs herzustellen:
- Arm konkurriert nun direkt mit seinen größten Kunden (AWS, Google, Microsoft), die Milliarden in eigene Arm-Chips (Graviton, Axion, Cobalt) investiert haben.
- Hyperscaler könnten aber langfristig auf RISC-V ausweichen, um nicht von einem direkten Konkurrenten (Arm) bei der Chip-IP abhängig zu sein.
- Eigenes Silizium erfordert immenses zusätzliches R&D / CAPEX Ausgaben.