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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diskussion zu: News des 3. September 2009


Leonidas
2009-09-04, 12:18:13
Link zur News:
http://www.3dcenter.org/news/2009-09-03

Deinorius
2009-09-04, 22:48:55
Ein gewisses Potential ist der Technologie einzuräumen, trotz daß frühere Ansätze scheiterten und es derzeit eher in Richtung von Flashspeicher-Festplatten geht: Diesen gegenüber hat Braidwood immer noch den Vorteil der deutlich schnelleren Anbindung, was für die vorgesehene Aufgabe als Cache (Zwischenspeicher) sehr passend ist.


Frage von einem weniger Versierten: Was bringt die schnellere Anbindung, wenn der Flashspeicher kaum schneller oder überhaupt nicht schneller als jener in einer SSD ist?

OBrian
2009-09-05, 12:02:04
Flashspeicher ist schnell genug, daß man mit einer breiteren Anbindung auch höhere Datenraten realisieren kann (im Gegensatz zu Festplatten, die auch mit SATA300 statt 150 keinen Deut schneller werden). Sichtbar z.B. an den OCZ Z-Drive, die per PCIe 4x angebunden sind und damit 500MB/s schaffen, statt SATA300, was natürlich limitieren würde.

Ist also die Frage, wie gut Braidwood das macht. Ich befürchte aber, daß aus Kostengründen sowohl die Anbindung als auch die Controllerinfrastruktur eher mager ausfällt und somit "normale" SSDs deutlich besser dastehen werden. Für Systeme mit mechanischen Platten mag es aber einen Vorteil geben.

Zwar steht SATA600 vor der Tür und wird sich wohl auch zügig durch Mainboardchipsätze verbreiten, aber auch diese 600MB/s auszulasten ist mit heutiger SSD-Technik bereits locker machbar, d.h. SATA3.0 limitiert bereits bevor es da ist. Der Übertragungsfähigkeit über Kabel sind irgendwann Grenzen gesetzt, außerdem stellt sich die grundsätzliche Frage der Notwendigkeit für Kabel, immerhin muß man keinen dicken Metallklumpen namens Festplatte mehr mit dem Board verbinden. In der SSD sind nur ein paar Chips, die man auch direkt auf dem Board oder zumindest als Steckmodul (ähnlich wie RAM) unterbringen könnte, dies wäre billiger und technisch besser.

Deinorius
2009-09-05, 20:36:21
Ich befürchte aber, daß aus Kostengründen sowohl die Anbindung als auch die Controllerinfrastruktur eher mager ausfällt und somit "normale" SSDs deutlich besser dastehen werden. Für Systeme mit mechanischen Platten mag es aber einen Vorteil geben.


Genau das mein ich ja, es bringt zwar sicher einen Vorteil für HDDs, aber das macht das Mainboard teurer und basierend von Intels früherem Versuch bringt es vielleicht auch nicht sooo viel, als dass sich der höhere Preis rentieren würde. Natürlich wäre Brainwood um einiges besser jetzt, nur bringen SSDs so oder so deutlich bessere Werte. Und wer wirklich ein schnelleres System will, wird sich wohl eher eine SSD kaufen, da sich derjenige zumindest so weit auskennt.
Wenn ich jetzt mal grob spekulieren darf: Ein Mainboard, das vielleicht 120 € Minimum kostet (kann ich nicht richtig abschätzen) im Gegensatz zu einer 80 GB Intel SSD für 180 €. Also imo zahlen sich die 60 € für die SSD um Einiges mehr aus. Das ist jetzt nur mal so ne Milchmädchenrechnung.

Insofern kann ich Intel verstehen, dass die diese Technik wegfallen lassen.

Der Übertragungsfähigkeit über Kabel sind irgendwann Grenzen gesetzt, außerdem stellt sich die grundsätzliche Frage der Notwendigkeit für Kabel, immerhin muß man keinen dicken Metallklumpen namens Festplatte mehr mit dem Board verbinden. In der SSD sind nur ein paar Chips, die man auch direkt auf dem Board oder zumindest als Steckmodul (ähnlich wie RAM) unterbringen könnte, dies wäre billiger und technisch besser.


Hätte nix dagegen, sofern es auch wirklich billiger sein kann. Und wenns im Laptop auch noch Platzersparnis bringt, warum nicht.