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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diskussion zu: Windows 10 als ständige Beta


Leonidas
2018-04-15, 06:28:40
Link zum Blogeintrag:
https://www.3dcenter.org/blog/leonidas/windows-10-als-staendige-beta

Knobina
2018-04-15, 10:52:00
Ich kann nur aus der Sicht eines Normalo-Users sprechen:

Ich finde diese Creators Updates gut. Neue und bisher sinnvolle Features werden nach und nach hinzugefügt, ohne das ich für Feature X gleich das OS neu kaufen und aufspielen muss. Bei jedem neuen OS hat man halt immer das Risiko, dass irgendwas (z.B. das UI) radikal umgeändert wird, womit man einfach nicht klar kommt. Nutze Win10 auf meinem Ultrabook und hatte bisher zwei CF Updates mitgemacht und keinerlei Perfomance-Nachteile feststellen können. Mir ist aufgefallen das man mit dem ganzen Feature-Paket vom aktuellen Win10 eig. auf Office 16/365 verzichten kann. Die mitgelieferten Apps sind für 08/15 User mehr als ausreichend und sehen sogar besser aus, als die kostenpflichtigen.

An Win10 habe ich nur das UI auszusetzen. Zwei Oberflächen, die gegeneinander arbeiten und auch noch vollkommen flach sind, so das man gerade auf einem 14" Monitor nie intuitiv sehen kann, was jetzt auf dem Bildschirm klickbar ist und was nicht. Strengt die Augen spürbar an bei mir.

dildo4u
2018-04-15, 11:19:36
Sie können das Tempo nicht ändern,da sie sonst gegen Apple wie Loser aussehen.Die Investoren wollen Updates sehen,natürlich ist da ganze extrem unfair,da Apple nur wenige Hardware Konfigurationen unterstützen muss aber so ist es nun einmal.

Rabiata
2018-04-15, 12:26:43
Sie können das Tempo nicht ändern,da sie sonst gegen Apple wie Loser aussehen.Die Investoren wollen Updates sehen,natürlich ist da ganze extrem unfair,da Apple nur wenige Hardware Konfigurationen unterstützen muss aber so ist es nun einmal.
Allerdings machen sich dann manche Anwender berechtigte Sorgen, daß ihre vorhandene Software schon nach relativ kurzer Zeit an Kompatibilitätsproblemem scheitern könnte.
Bisher konnte Microsoft auf lange Supportzeiten verweisen, in denen das System nur sehr behutsam aktualisiert wurde. Den erweiterten Support mitgerechnet, waren das 10 Jahre gegenüber den 3 Jahren eines Ubuntu LTS (Debian Long Term Support verspricht 5 Jahre). Mittlerweil braucht es dafür ein Windows LTBS, was für den Normalanwender nicht verfügbar ist.

Linux hat mittlerweile den besseren Langzeitsupport. Nicht weil Microsoft nicht könnte, sondern weil sie nicht wollen.

Wolfram
2018-04-15, 13:06:18
Ich sehe es wie Leo. Ich brauche diese Feature-Updates nicht. Mein Hauptsystem ist auch noch auf Version 1607. Und zwar schon deswegen, weil ich damals beim Update auf 1607 die TC-verschlüsselte Systemplatte entschlüsseln und wieder verschlüssen musste.

Das ist nicht nur ein Schmerz im Allerwertesten, das birgt auch immer ein unnötiges Risiko, sich das System zu zerschießen. Ja, ich habe ein Backup, aber ich habe auch nicht unnötig Zeit zu vergeuden.

Wenn ich geahnt hätte, dass DX12 auch 2018 noch keine große Rolle spielt, wäre ich wohl bei Windows 7 geblieben.

aufkrawall
2018-04-15, 13:21:42
Die neuen Features sind teilweise schon sehr nett, rechtfertigen aber natürlich nicht die Qualitätsmängel.
Kompatibilität sehe ich weniger als das Problem, meist sind doch nur Hack-Tools wie Virenscanner betroffen und ggf. noch Emulatoren.

Statt sechs Monate wären wohl eher zwei Jahre zwischen den Updates angemessen.

lumines
2018-04-15, 13:24:16
Ich denke auch nicht, dass das OS das Problem ist. Der neue Release-Zyklus deckt eher schamlos Software auf, die sich mit irgendwelchen seltsamen Hacks integriert.

Ich kann mich jedenfalls als Windows-Gelegenheitsnutzer nicht wirklich beschweren. Einige Updates sorgen zwar hin und wieder für mehrmalige, nicht so wirklich nachvollziehbare Reboots, aber bei der Stabilität im Sinne von Qualität kann ich mich nicht wirklich bescheren. Immerhin kann man jetzt relativ schmerzlos die Releases upgraden. Das fand ich zwischen Windows-Major-Releases damals eher grenzwertig, auch wenn es theoretisch funktioniert hat. Wenn man von anderen Systemen wie Debian oder macOS gewohnt ist, dass man sein System niemals neu aufsetzt, wirkte Windows immer enorm veraltet.

aufkrawall
2018-04-15, 13:27:23
Für die ganzen Bugs ist Microsoft schon noch selbst verantwortlich.

Gleichzeitig wundert man sich über viele UI-Elemente, die noch aus den 90ern stammen...

Laz-Y
2018-04-15, 13:29:12
Ich sehe es wie Leonidas. Ich will diese Features-Updates nicht, muss sie aber durchführen.
Hab jetzt schon öfters Probleme damit gehabt, das letzte große Problem war dieses hier mit Synology (http://www.synology-forum.de/showthread.html?88804-Windows-10-1709-hat-Probleme-mit-Zugriff-auf-Synology).
Den baluen Bildschirm mit Supportende ab 10.04. hab ich jetzte auch auf einem System. Dabei ist das gerade ein Jahr alt. Und es ist genauso wie Leonidas sage, man bekommt ein System in Beta-Status Qualität.

Aber das ist wohl ein Zeichen unsere Zeit. Qualität ist nicht mehr so wichtig, lieber immer schnell was neues :(.

lumines
2018-04-15, 13:42:13
Ich sehe es wie Leonidas. Ich will diese Features-Updates nicht, muss sie aber durchführen.
Hab jetzt schon öfters Probleme damit gehabt, das letzte große Problem war dieses hier mit Synology (http://www.synology-forum.de/showthread.html?88804-Windows-10-1709-hat-Probleme-mit-Zugriff-auf-Synology).


SMB 1 ist seit Ewigkeiten deprecated. Dass sie es jetzt standardmäßig deaktivieren war schon >5 Jahre angekündigt. Keine Ahnung, wie man das noch smoother über die Bühne bringen soll.

Bisher konnte MS eben die Illusion aufrechterhalten, dass man proprietäre Software einfrieren kann. Mit Windows 10 muss man der Realität leider ins Auge blicken: Die Umgebung ändert sich und man muss mitziehen. Wenn man bisher unter der Annahme Software benutzt hat, dass alle Protokolle und Schnittstellen ewig gleich bleiben werden, dann bekommt man heute Probleme.

Ironischerweise kann scheinbar nur freie Software das liefern, was die meisten Nutzer bisher stillschweigend bei Windows oder macOS als Grundannahme getroffen haben.

Es gibt im Grunde nur zwei Möglichkeiten: Man friert wirklich seine gesamte Umgebung konsequent ein und lässt die so (und backportet vielleicht Patches) oder man hält mit der Entwicklung mit. Alles dazwischen erfordert eine sehr genau Analyse und ausgeklügelte Pläne, wie man einen selbst festgelegten Zyklus fährt, der nicht irgendwie mit den Zyklen der eingesetzten Software kollidiert. Wenn man das nicht richtig balancieren kann, begibt man sich in eine Welt der Schmerzen.

Aber das ist wohl ein Zeichen unsere Zeit. Qualität ist nicht mehr so wichtig, lieber immer schnell was neues :(.

Eher im Gegenteil. Genau dein Beispiel zeigt das ja auch. SMB 1 wurde aus guten Gründen in Windows standardmäßig deaktiviert. Man könnte die Qualität nicht halten, wenn man überall kaputte Protokolle weiter unterstützen würde. Das bringt immer mehr Probleme mit sich, bis irgendwann alles unter der Altlast zusammenkracht.

Wolfram
2018-04-15, 13:52:01
Bleibt trotzdem die Frage, was die neuen "Features" sollen. Altlasten und Sicherheitslücken könnte man ja auch so loswerden.

aufkrawall
2018-04-15, 13:53:27
Vollbildoptimierungen, Nachtmodus, Benachrichtigungsassistent...

Wolfram
2018-04-15, 13:59:03
Schon klar, aber ich brauche das alles nicht. Das hat eine andere Qualität als zB die Einführung von SMP-Unterstützung und Mehrbenutzerfähigkeit mit 2000/XP oder das Überwinden von Hauptspeicher- oder Festplattengrößenbeschränkungen oder die Unterstützung einer neuen DX-Version (ob nun gewillkürt oder nicht). Da sehe ich einen direkten Nutzen.

Jetzt gibt es "neue Versionen", bei denen immer nur an der Oberfläche herumpoliert wird. Und zwar schlecht, wenn ich mir zB das Chaos bei den Systemeinstellungen ansehe.

Laz-Y
2018-04-15, 14:03:41
lumines, Du hast mit beiden Recht, was du sagt.
Als Benutzer ist mir die Problematik aber egal. Ich will, dass entweder die Firmen das selbst rausfinden, oder Early Adopter eines neuen Betriebssystems auf das Problem stoßen. Ich will damit nichts zu tun haben.
Früher ging das meist problemlos, indem man auf ein neues Betriebsysem wie z.B. Windows 7 erst lange Zeit nach Veröffentlichung gewechselt ist.
Heute ist man als normaler Benutzer auch schon Teil des Testteams, und genau damit hat Leo Recht.

lumines
2018-04-15, 14:41:43
Früher ging das meist problemlos, indem man auf ein neues Betriebsysem wie z.B. Windows 7 erst lange Zeit nach Veröffentlichung gewechselt ist.

Wirklich funktioniert hat das nie. Man hat den harten Schnitt einfach nur auf einen ganz bestimmten Zeitpunkt festgelegt und da dann mit allem gebrochen.

Dass das niemand wirklich stemmen kann, zeigen ja diese ganzen Unternehmen deutlich, die ewig auf alten Versionen hängen und es einfach nicht mehr schaffen auf irgendetwas Neues umzusteigen. Das ist einfach eine technologische Einbahnstraße, bis es irgendwann laut kracht.

Man kann MS da keinen Vorwurf machen, dass sie damit jetzt in Windows 10 brechen. Man kann ihnen aber sehr wohl einen Vorwurf machen, dass sie dieses Einfrieren von Software, die darauf überhaupt nicht ausgelegt war, überhaupt erst kultiviert haben.

Schon klar, aber ich brauche das alles nicht. Das hat eine andere Qualität als zB die Einführung von SMP-Unterstützung und Mehrbenutzerfähigkeit mit 2000/XP oder das Überwinden von Hauptspeicher- oder Festplattengrößenbeschränkungen oder die Unterstützung einer neuen DX-Version (ob nun gewillkürt oder nicht). Da sehe ich einen direkten Nutzen.

Klar, ab einem bestimmten Punkt werden eben Probleme erfunden, damit man sich immer wieder neu erfinden und das Produkt neu verkaufen kann. Ansonsten würde MS eingehen, weil manche Probleme eben irgendwann gelöst sind. Das hat aber nichts mit MS zu tun, sondern einfach nur damit, dass man irgendwann einmal Software als fertiges Produkt verkauft hat, obwohl schon immer klar war, dass Software eher eine kontinuierliche Dienstleistung ist.

aufkrawall
2018-04-15, 15:03:22
Dass Windows 10 so mit der Kompatibilität brechen würde, halte ich für einen Mythos. Letztlich läuft fast immer noch alles, was ohne Treiber auskommt. Und bei Gerätetreibern für Netzwerk, Scanner und Drucker ist das Treibermodell schon lange abstrahiert genug, sodass noch sehr häufig uralter Kram (Vista) läuft.

Exxtreme
2018-04-15, 15:38:45
Dass Windows 10 so mit der Kompatibilität brechen würde, halte ich für einen Mythos. Letztlich läuft fast immer noch alles, was ohne Treiber auskommt. Und bei Gerätetreibern für Netzwerk, Scanner und Drucker ist das Treibermodell schon lange abstrahiert genug, sodass noch sehr häufig uralter Kram (Vista) läuft.
Doch, einige Windows 10-Updates machen durchaus Dinge kaputt. Bei Office 2010 muss man zum Beispiel nach einem bestimmten Update die Reparaturinstallation wieder ausführen. Ansonsten funktioniert "Senden an" mit Outlook nicht mehr etc.

Qualitativ finde ich Windows 10 durchaus schlechter wegen sowas. Aber gut, ich bin auch ein System-Admin und muss sowas fixen.

lumines
2018-04-15, 15:53:43
Dass Windows 10 so mit der Kompatibilität brechen würde, halte ich für einen Mythos. Letztlich läuft fast immer noch alles, was ohne Treiber auskommt. Und bei Gerätetreibern für Netzwerk, Scanner und Drucker ist das Treibermodell schon lange abstrahiert genug, sodass noch sehr häufig uralter Kram (Vista) läuft.

Wenn man ein bisschen aufpasst, dann ja. Deshalb haben ich und viele andere wahrscheinlich auch keine Probleme damit. Da draußen existiert aber teilweise echt fundamental kaputte Software. Wenn das niemand fixt, hat man auf einmal ein Problem.

Gast
2018-04-15, 16:18:41
Für mich sind die ganzen Tollen "Creators Updates" nichts anderes als schlichte Betriebssystemupdates die eben etwas länger dauern.

Früher hatte man sowas "Service Pack" genannt, und auch bei diesen Service Packs gab es neue Features, ob man diese nun braucht oder nicht, und nicht reine Fehlerbehebungen.

Dass man nun für diese Service Packs "kreativere Namen" (Achtung Wortspiel) verwendet, ist mir eigentlich egal, wobei allzu kreativ sind die Namen bisher auch nicht.

Döner-Ente
2018-04-15, 17:37:56
Der Begriff der "ständigen Beta" impliziert ja, dass die Updates verfrüht und ungeüngend getestet auf die User losgelassen werden.
Wenn man selber schon Probleme hatte bzw. im Bekanntenkreis Problemfälle hatte, kann man das natürlich so sehen und neue Updates als Risiko betrachten.
Wenn man (wie ich) an 4 Rechnern von Windows 7 auf 10 upgegraded hat inkl. aller "Creators Update" und wie sie alle heissen und alles läuft, kann man das auch anders sehen.

Mortalvision
2018-04-15, 22:05:36
Wenigstens tut sich mal was bei Windows und MS. Man hat wohl erkannt, dass man sich gegen Linux und Apple mit Qualität durchsetzen muss. Für mich ist es wieklich das beste Windows seit XP damals, zumindest von der Verbesserung der Haptik und Optionen her.

Rabiata
2018-04-15, 23:00:39
Wenigstens tut sich mal was bei Windows und MS. Man hat wohl erkannt, dass man sich gegen Linux und Apple mit Qualität durchsetzen muss. Für mich ist es wieklich das beste Windows seit XP damals, zumindest von der Verbesserung der Haptik und Optionen her.
Na gerade das UI empfinde ich als Verschlechterung, zusammen mit dem Nach-Hause-Telefonieren. Auch wenn es schon weniger schlimm geworden ist.

Am technischen Unterbau kann ich seit Windows 7 nichts mehr aussetzen, das langt für den Privatanwender allemal was die Stabilität angeht.

mr.nice@oc.at
2018-04-19, 11:24:31
Teilweise Zustimmung von meiner Seite,
wer langfristige Produktivumgebungen braucht,
kann sich in den Windows 10 Enterprise Longterm Support Channel einkaufen
und erhält eine Plattform die 10 Jahre lang nur Sicherheitsupdates bekommt.

Lazol
2018-04-19, 11:45:53
Danke für den Beitrag.

Ganz ehrlich, ich bin Windows 10 User seitdem ich mir erstmal nen Rechner zusammenbauen konnte zu Silvester 2015 und mit den Updates ist das wirklich eine Sache, die ich nicht komplett verstehen werde.
Einerseits find ichs okay, dass mit den größeren Updates Windows 10 teilweise neu aufgesetzt wird, auch wenn da teilweise so viel mit kaputt gemacht wird, dass ich mich immer davor scheue, diese größeren Updates wahrzunehmen. Nach nem größeren Update ists immer wieder ein Limbo, ob denn die benutzten Programme und Treiber noch so funktionieren wie sie sollen, ob es wieder irgendwelche komischen Performance-Probleme gibt weil solche Dinge wie der Gamemode forciert werden oder ob irgendwelche anderen Dinge am Betriebssystem geändert werden, die eigentlich vorher persönlich eingestellt wurden, aber dennoch wieder zurückgesetzt worden sind.

Mittlerweile ists wirklich so, dass ich die Updates zu einem der größeren Updates generell deaktiviere, da ich nicht nach nem Arbeitstag mit ner halb unfunktionellen Windows-Installation begrüßt werden will. Jedes Mal vor nem größeren Windows-Update mach ich immer ein extra Backup, weil ich nie weiß, ob irgendwas so gravierend verändert wurde und nicht funktioniert, dass ich dadurch mehr Nach- als Vorteile habe.

Windows as a service, so wie das hier mit W10 gehandhabt wird, ist wirklich etwas, wo ich nicht froh drüber bin, dass Microsoft ein Monopol hat im Betriebssystemmarkt.

Gast
2018-04-19, 12:47:38
Es gibt einen Unterschied im Lizenz-Modell zwischen Win10 und den Vorgänger-Versionen, die den meisten Usern wohl entgangen ist und die bei Gratis-Update gedankenlos abgehakt wurde: Win10 ist eine Software as a Service, d.h. es gibt kein Recht auf einen bestimmten Featurestand aka Version mehr. Bei der Enterprise Edition mit Software Assurance mag das zumindest in den Auswirkungen abgeschwächt sein, aber vom Grundsatz ist Win10 jetzt bezüglich der Features dynamisch.

Ist Win10 damit konstant eine Beta-Software?

Meines Erachtens nicht, außer man nimmt am Inside-Programm teil.

Wer wie bisher an Alt-Software festhalten will oder muss ist bei Win10 aber definitiv verkehrt. Anderseits ist es aus Sicht von Microsoft kein zukunftsfähiges Geschäftsmodell, eine Software - auch ein OS - gegen Einmalzahlung zu verkaufen und dann unter Umständen über 10 Jahre gratis Updates nachliefern zu müssen.

Aber das Thema Kauflizenzen ist ja herstellerunabhängig eher ein Auslaufmodell.

rafterman
2018-04-22, 17:14:29
Genau aus dem Grund hat z.B. der Entwickler von Classic Shell aufgegeben. Immerhin hat er den Code auf source forge hochgeladen.

http://www.classicshell.net/forum/viewtopic.php?f=7&t=8147

2) Windows 10 is being updated way too frequently (twice a year) and each new version changes something that breaks Classic Shell.

aufkrawall
2018-04-22, 17:17:10
Hab ich aber noch nichts von gemerkt, seit ca. drei Jahren null Probleme mit Classic Shell unter Windows 10.

e.v.o
2018-04-23, 09:40:54
Windows 10 ist eine ständige Beta und wird eine ständige Beta bleiben:
Man führt neue Features ein, ändert ältere Sachen und ist scheinbar nicht fähig einen ordentlichen Stand einzufrieren und diesen Kunden als mögliche Option zur Verfügung zu stellen. Ich kann mich nicht darauf verlassen eine Funktion im nächsten Build dort wieder zu finden wo sie im letzten war (selbes trifft für Gruppenrichtlinien, usw. zu). Der Mehraufwand zur Pflege (wenn man es korrekt machen möchte), ist einfach unerträglich. Das wohl einfachste und beste Beispiel für diese Aussage ist dieses Bild:
https://www.deskmodder.de/blog/wp-content/uploads/2018/04/windows-10-apps-verschiedene-designs.jpg
(via Microsoft schafft immer noch kein einheitliches Design in den eigenen Apps. (https://www.deskmodder.de/blog/2018/04/20/microsoft-schafft-immer-noch-kein-einheitliches-design-in-den-eigenen-apps/))

Das Bild ist für die Version 1804 und das geht seit der ersten Windows 10 Version so. Einstellungen werden nach den Upgrades nicht übernommen oder mutwillig zurückgesetzt. Windows 10 ist die größte Abartigkeit an Software die Microsoft je in die Welt gesetzt hat. Selbst Windows ME hat da noch ein höheres Standing bei mir.

Windows 10 ist eine Dauer Beta die ohne Sinn und Verstand von Microsoft mit aller Macht in den Markt gedrückt wird. Auch bei den Apps ist absolut kein Konzept erkennbar. Die bringen Apps raus die absolut unbedienbar sind und keinerlei Funktionalität bieten (Filme & TV, Groove, etc.). Dann wundert man sich warum die niemand nutzt und stampft sie ein. Ich all den Jahren in denen ich für/mit MS gearbeitet habe, habe ich Microsoft auf diesen "unteren Ebenen" nie so Kopflos agieren sehen (...also nicht in diesem massiven Ausmaß).




Warum für ein Feature Upgrade jedes mal das gesamte OS neu installiert werden muss, weiß wohl auch nur Microsoft.
Fun Fact: Die LTSB/LTSC ist zwar gut und schön, hat jedoch keinen offiziellen Support für Office und dürfte somit in keiner größeren Installation zu finden sein. Bestes Beispiel für diesen Fuckup sieht man daran, dass OneNote als UWP App weitergeführt wird und LTSB/LTSC aussen vor bleiben (haben keinen Store).

W10 ist ein riesiger, beschissener Clusterfuck ohne erkennbaren Mehrwert.

BlackArchon
2018-04-23, 19:41:13
Ich bin für die IT in einer kleinen mittelständischen Firma zuständig. Mir graut schon vor der Zeit in anderthalb Jahren, wo ich von Windows 7 auf Windows 10 umstellen muss. Schon aktuelle Neuanschaffungen (Laptops, Festrechner) gibt es nur noch mit Windows 10, sodass ich damit seit einigen Monaten schon Erfahrungen sammeln konnte. Privat werde ich bis mindestens Januar 2020 bei Windows 7 bleiben.

An Windows 10 selbst finde ich aus Firmensicht vor allem das Drängeln in Richtung Windows 10 Enterprise unschön. Früher konnte man bei den Professional-Versionen durch Gruppenrichtlinien quasi das gesamte Betriebssystemverhalten vorgeben. Bei Windows 10 Pro ist das nicht mehr so, man soll als Firma bitteschön Enterprise kaufen, wo das erst wieder geht. Das gibt's natürlich nur mit jährlichem Abo, wo man an Microsoft ständig zahlt und zahlt und zahlt.

Vor den Feature-Updates graut es mich. Wenn es auf dem Privatrechner vielleicht mal bei einem Update hakt, dann installiere ich eben Windows neu, kopiere meine Daten zurück und fertig. Ist in wenigen Stunden erledigt.
Bei Firmenrechnern dauert die Einrichtung unserer Software eines Rechners aufgrund vieler Spezialeinstellungen sowie Spezialhardware Tage. In dieser Zeit fehlt der Rechner, der für einen Entwickler oder Fertiger sein tägliches Arbeitswerkzeug ist.
Mir als Unternehmen sind die tollen neuen Features scheißegal, ich brauche eine stabile Arbeitsumgebung, damit die Benutzer nicht ihre Zeit mit dem Einrichten von Windows vertrödeln, sondern produktive Arbeit verrichten.

Ich habe noch ein wenig Hoffnung, dass Microsoft bis in knapp zwei Jahren gemerkt hat, dass so ein großes Update aller sechs Monate nicht durchzuhalten ist. Die aktuellen Verzögerungen zum eigentlich schon überfälligen Feature-Update zeigen ja, dass auch ein Riesenkonzern wie Microsoft so einen anspruchsvollen Zeitplan nicht immer einhalten kann.

Dass Windows 10 alle Daten zu Microsoft sendet, ist ein weiterer großer Negativpunkt. Wer glaubt, dass er das doch in den Betriebssystemoptionen abstellen kann, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Mit welcher Windows 10-Version kann man den Datenklau von Microsoft am Meisten einschränken? Natürlich nur mit Windows 10 Enterprise.

Auch als Privatmensch finde ich den Datenabfluss fürchterlich. Wenn ich nicht zocken würde, würde ich ab Januar 2020 voll zu Linux umsteigen. So bin ich gezwungen, diese Windows 10-Dauerbeta-Scheiße mitzumachen. :mad:

Ich will doch nur ein Betriebssystem, was stabil ist, womit ich zocken kann, und was meine Daten nicht zum Hersteller sendet. Meine Ansprüche sind offenbar deutlich zu hoch. ;(

Ben Carter
2018-04-30, 12:16:10
Ich betreue vier Windows 10 Installationen selbst (zuhause 2x PC, 2x Laptop), wobei ein Laptop schon alt ist (~ 8 Jahre) und nutze noch zwei weitere Rechner (Firmen-PC, Firmenlaptop) und ich hatte bisher kein einziges Problem, das von Windows 10 oder seinen Updates ausgeht.

Etwas verbesserungswürdig finde ich diese Updategeschichten schon: es sollte mehr manuelle Kontrolle darüber geben, wann welches Update installiert wird und dann auch nicht damit genervt werden, dass es jetzt doch unbedingt installiert werden sollte, aber abgesehen davon funktioniert es zumindest bei mir und in meinem Umfeld.

exxo
2018-05-05, 01:12:49
Ich finde es befremdlich das die Leute für Android Handys vehement Major Upgrades einfordern und im Falle von Windows genau das Gegenteil erwarten. Nämlich das sie möglichst keine Upgrades zur Verfügung gestellt bekommen.

Wenn alte Android Apps nach einem Upgrade nicht mehr funktionieren, dann wird sofort der mangelnde Support des App Entwicklers thematisiert. Wenn schlampig programmierte Apps für Windows nicht mehr laufen, wird Microsoft in der Verantwortung gesehen.

Wer keinen Bock darauf hat alle Windows Upgrades mitzumachen, der sollte Feature Upgrades 365 Tage zurückstellen. Die Pro Version bietet das seit 2015 an und demnächst auch die Home Version.

Allerdings machen sich dann manche Anwender berechtigte Sorgen, daß ihre vorhandene Software schon nach relativ kurzer Zeit an Kompatibilitätsproblemem scheitern könnte.

Linux hat mittlerweile den besseren Langzeitsupport. Nicht weil Microsoft nicht könnte, sondern weil sie nicht wollen.

Die am weitesten verbreitete Linux Distro, nämlich Ubuntu, wird alle sechs Monate aktualisiert. Support gibt es für genau nwun Monate. Anschließend ist ein ein Upgrade fällig, das gerne Probleme mit sich bringen kann. Ubuntu LTS bietet zwar fünf Jahre Support, dafür hängt man bis zum Release der nächsten LTS auf den alten Repositores rum. Bsckports gibt es nur wenn Security Updates anstehen.

Android wird alle sechs Monate aktualisiert. Macos alle zwölf Monate. iOS wird alle zwölf Monate aktualisiert.

Microsoft hat sich dem Trend lediglich angeschlossenen.

Langzeit Support bekommst du ja. Nämlich in Form von Upgrades die alle sechs Monate bereit gestellt werden.

Denniss
2018-05-05, 08:43:58
Es wäre einfacher wenn Google nicht so eine Versionitis fahren würde und ständig neue Versionen nachschiebt.
Eine Langzeitversion die über ein paar Jahre nur mit Sicherheitsupdates versorgt wird würde hier helfen (aber wohl an den Telefonherstellern scheitern die nach 12 Monaten oft den Stecker ziehen)

lumines
2018-05-05, 09:17:13
Es wäre einfacher wenn Google nicht so eine Versionitis fahren würde und ständig neue Versionen nachschiebt.
Eine Langzeitversion die über ein paar Jahre nur mit Sicherheitsupdates versorgt wird würde hier helfen (aber wohl an den Telefonherstellern scheitern die nach 12 Monaten oft den Stecker ziehen)

Genau das machen sie. Sogar für mehrere Versionen bis runter zu 5.1. Android 4.4 scheint vor kurzem aus AOSP rausgefallen zu sein, aber das wurde auch 2013(?) releast.

Wenn man einmal so darüber nachdenkt, dann hat Android eigentlich sogar besseren Langzeitsupport als Windows. Dass kein Hersteller davon Gebrauch macht, ist natürlich ein anderes Thema.

exxo
2018-05-05, 09:45:57
Inwiefern hat Android besseren Langzeitsupport als Windows?

Windows 10 bekommt Security Updates bis 2025.

10 Jahre Security Updates gegen 5 Jahre bei Android.

Das Programme die für Windows 10 freigegeben wurden wegen der halbjährlichen Feature Upgrades irgendwann nicht mehr laufen halte ich für ein Gerücht. Mal ab von Virenscannern die sich Rootkitartig in das System eingraben und jährlich aktualisiert werden, sollte es sowas nicht geben. Wenn doch dann hat sich der Entwickler nicht an die Vorgaben von Microsoft gehalten und irgendwas zusammengemanscht.

Ich befürchte das dieser Thread die Quelle für die nächsten Urban Legends wird.

Iamnobot
2018-05-05, 09:53:39
Die 10 Jahre Support bei Windows 10 sind eine Urban Legend.

Laz-Y
2018-05-05, 11:46:03
Aus meiner Sicht hat Windows 10 nur 1,5 Jahre Support. Danach ist ein Systemupdate fällig.
Wie man da von 10 Jahre Securityupdates reden kann ist mir ein Rätsel.

exxo
2018-05-06, 21:31:02
^^JA und?

Es ist weiterhin Windows 10 was durch die Feature Upgrades aktualisiert wird. Wenn du in 2015 eine Windows 10 Lizenz gekauft hast, bekommst du für dieses Produkt bis 2025 Extended Support.

Bei älteren Windows Versionen gab es Service Packs und der Support für diese Service Packs war auch immer zeitlich beschränkt. Seit Windows 10 nennt Microsoft dieses Service Packs halt Feature Upgrades und pflegt nicht nur die Security Updates der letzen Jahre ein, sondern liefert auch zusätzliche Funktionalität.

Von daher verstehe ich die Aufregung nicht wirklich.

lumines
2018-05-06, 22:54:46
Du bekommst Support für bestimmte Branches von Windows 10, aber so wie bei den Vorversionen läuft das ja nicht mehr. Kannst du das mit dem Support bis 2025 irgendwo als Quelle verlinken? Direkt bei MS findet man nur die Zyklen der Branches und keiner von denen läuft bis 2025. Jedenfalls nicht bei den Versionen für Konsumenten.

Asaraki
2018-05-06, 23:25:43
https://www.theinquirer.net/inquirer/news/2418619/windows-10-will-reach-end-of-life-on-14-october-2025

End of extended support 2025

Argo Zero
2018-05-07, 07:40:22
Windows 10 empfinde ich aktuell schlimmer als Windows Vista:
Bisher hat es mir schon zwei mal alle Desktop Icons zerschossen.
Das Update wollte nicht installieren und hing sich bei X Prozent auf.
Updates lassen sich nur mit tieferen Eingriff in System verhindern.
Die Menüführung mit den Riesen Knöpfen ist teilweise seltsam und doppelt. Ab einer bestimmten Ebene wird man wieder zu den alten Einstellfenster geführt. Das ist voll der Stilbruch.

Da ich mit Windows nicht mehr arbeite (Mac ahoi) sondern nur noch zocke ist mir das alles relativ egal, aber in der Firma werde ich bis zum letzten Tag Windows 7 einsetzen. Keine Lust mir zusätzlich Support-Arbeit ans Bein zu binden. Bisher ist es nämlich so, dass höchstens einmal im Monat ein Problem entsteht.

Wolfram
2018-05-07, 09:13:50
Es ist weiterhin Windows 10 was durch die Feature Upgrades aktualisiert wird. Wenn du in 2015 eine Windows 10 Lizenz gekauft hast, bekommst du für dieses Produkt bis 2025 Extended Support.

Bei älteren Windows Versionen gab es Service Packs und der Support für diese Service Packs war auch immer zeitlich beschränkt. Seit Windows 10 nennt Microsoft dieses Service Packs halt Feature Upgrades und pflegt nicht nur die Security Updates der letzen Jahre ein, sondern liefert auch zusätzliche Funktionalität.

Von daher verstehe ich die Aufregung nicht wirklich.

Zwangsupdates. Bei mir (war noch auf 1607) wurde zuletzt der deaktivierte Update-Dienst immer wieder reaktiviert, so dass ich ein Update nicht mehr zuverlässig verhindern konnte (außer durch Netzwerktrennung vielleicht). Das geht gar nicht. Und das gab es früher(TM) nicht. Und die Service Packs kamen auch eher alle 3-5 Jahre.

Bis dahin hatte ich mich mit der Thematik gar nicht beschäftigt und schätze es gar nicht, dass ich jetzt muss. quiller hatte mich auf diese LTSB-Firmenversionen aufmerksam gemacht. Aber auch da las ich dann, dass dort die Zehn-Jahres-Freiheit (so nenne ich das mal) auf zum Zeitpunkt der Veröffentlichung erhältliche Hardware beschränkt ist.

Das heißt, wenn ich mir nach fünf Jahren einen neuen Rechner in die Firma stelle, habe ich keinen Support-Anspruch mehr: https://docs.microsoft.com/de-de/windows/deployment/update/waas-overview (unteres Drittel):
Hinweis

Windows 10 LTSB unterstützt die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des LTSBs aktuellen Chips. Zukünftig veröffentlichte Chip-Generationen werden über die Veröffentlichung zukünftiger Windows 10-LTSB-Versionen unterstützt, die für die entsprechenden Systeme bereitgestellt werden können. Weitere Informationen finden Sie unter Unterstützung der neuesten Prozessoren und Chipsätze unter Windows in FAQ zur Support Lifecycle-Richtlinie – Windows-Produkte.

Großes Kino.

Ferenzo
2018-05-07, 15:30:01
Man merkt schon anhand der Diskussion, dass Leute, die wirklich mit Rechnern / Netzwerken "arbeiten" müssen, der ganzen Sache eher negativ gegenüber stehen, denn mit jedem Funktionsupdate bekommt man neben Funktionen auch noch ein Büschel graue Haare dazu, danke Microsoft.

Im privaten Nahfeld sind so 5 PCs / Laptops auf Win10, die laufen sehr geschmeidig, allerdings machen mir die Rechner der Verwandschaft / Bekanntschaft schon eher Sorgen. Die beiden Majer Releases letztes Jahr haben 2 Laptops gefordert, der Rechner startete im Updatezyklus nicht mehr und der nicht so versierte Endnutzer hatte es natürlich geschafft, den selbigen auf Auslieferungszustand zu setzen ->Daten weg. Windows zeigt auch einfach nicht vehement /ersichtlich / warnhinweistechnich genug an, dass neben dem kleinen Sicherheitsupdate für den Adobe Doof Player auch noch ein Funktionsupdate installiert wird und man seine Daten unbedingt mal sichern sollte. Für Microsoft funzt ja eh immer alles :D

Für mich also ein zweischneidiges Schwert.

Btw. falls Microsoft neben seiner Aktualisierungsflut noch nach Themen sucht, die man mal angehen könnte..... SKALIERUNG !!!!1 Seit Win7 ist das Schrott, 4K oder 5K, Schriften, etc. ein Armutszeugnis, muss man wohl bis 2040 warten.:confused:

Loeschzwerg
2018-05-07, 16:28:54
Man merkt schon anhand der Diskussion, dass Leute, die wirklich mit Rechnern / Netzwerken "arbeiten" müssen, der ganzen Sache eher negativ gegenüber stehen, denn mit jedem Funktionsupdate bekommt man neben Funktionen auch noch ein Büschel graue Haare dazu, danke Microsoft.

Davon merke ich hier in der Firma aber überhaupt nichts, da bestimmt die Administrative wann ein Funktionsupdate soweit ist für den Rollout, ebenso hinsichtlich Patches/Hotfixes. Alles schön verwaltet via SCCM.

Darkman.X
2018-05-07, 18:23:09
Btw. falls Microsoft neben seiner Aktualisierungsflut noch nach Themen sucht, die man mal angehen könnte..... SKALIERUNG !!!!1 Seit Win7 ist das Schrott, 4K oder 5K, Schriften, etc. ein Armutszeugnis, muss man wohl bis 2040 warten.:confused:

Auch mit v1803 noch Schrott? Jetzt ganz generell in Windows oder nur in einzelnen Programmen? Microsoft hat mit dieser Version diverse HighDPI-Optionen in den Kompatibilitätseinstellungen hinzugefügt:

https://support.microsoft.com/de-de/help/15078

Monger
2018-05-07, 19:50:26
Finde es auch merkwürdig, dass hier von MS erwartet wird dass sie auf die Bremse treten, während sich die gesamte restliche Softwarewelt immer schneller dreht.
Ja, die Infrastruktur muss halt schneller den Arsch hochkriegen. Aber mir hat die Politik jetzt schon mehrfach geholfen, weil ich eben kein halbes Jahrzehnt auf bestimmte Bugfixes und API Erweiterungen warten musste.
An MS findet halt man immer irgendwas zu meckern.

Gast
2018-05-07, 20:29:32
Auch mit v1803 noch Schrott? Jetzt ganz generell in Windows oder nur in einzelnen Programmen? Microsoft hat mit dieser Version diverse HighDPI-Optionen in den Kompatibilitätseinstellungen hinzugefügt:

https://support.microsoft.com/de-de/help/15078

Sorry aber das ist absoluter blödsinn.
Die Skalierung wird mit jedem Windows besser, mit Win7 war sie absolut unbrauchbar, ab Win8 erstmals halbwegs brauchbar, und seit 10 kommen mit jeder Version neue Kompatibilitätsoptionen um auch alte Software noch halbwegs brauchbar zu skalieren.

MS macht hier das möglichste um alte Win32 Software die mit Skalierung nichts anfangen kann so gut wie möglich darzustellen.

Dass das bei alter Software nicht immer Funktioniert liegt an dieser und nicht an Windows.

Wolfram
2018-05-09, 17:55:46
Neue Teufelei? Ich finde bei den Diensten jetzt direkt unter "Windows Update" einen "Windows Update Medic Service".
Enables remediation and protection of Windows Update components.
Scheint seit der 1803 da zu sein. Kann das bitte mal jemand bei sich überprüfen? Ich kann den Starttyp (als Admin) jetzt weder dafür noch für Windows Update ändern ("Fehler 5: Zugriff verweigert")

EDIT: OK, sorry, ich hab's offenbar selbst installiert.:uclap: Nämlich mit dem "Windows Update Blocker". Der scheint ja immerhin zuverlässig zu funktionieren.

Laz-Y
2018-05-09, 21:08:16
"Windows Update Medic Service" hab ich auch als Dienst. Und ich hab sicher nichts extra installiert. Vertrauen erweckt er nicht, ab wo kein Vertrauen ist, kann auch keins verspielt werden ;).

Leonidas
2018-05-10, 10:22:53
https://www.theinquirer.net/inquirer/news/2418619/windows-10-will-reach-end-of-life-on-14-october-2025
End of extended support 2025


Ich denke, das hat sich grundlegend erledigt. Mit Windows as a service ist das schon jetzt obsolet. Die Original-Version von Windows 10 wird schon jetzt von Updates ausgeschlossen. Diese "Extended Support bis 2025" war eine Sprachregelung ganz vom Anfang, wird aber von MS derzeit nicht mehr erwähnt.

Wolfram
2018-05-10, 10:47:59
"Windows Update Medic Service" hab ich auch als Dienst. Und ich hab sicher nichts extra installiert. Vertrauen erweckt er nicht, ab wo kein Vertrauen ist, kann auch keins verspielt werden ;).

:biggrin: Interessant, danke!
Ich denke, das hat sich grundlegend erledigt. Mit Windows as a service ist das schon jetzt obsolet. Die Original-Version von Windows 10 wird schon jetzt von Updates ausgeschlossen. Diese "Extended Support bis 2025" war eine Sprachregelung ganz vom Anfang, wird aber von MS derzeit nicht mehr erwähnt.

Wenn ich das für die Enterprise-LTSB-Version richtig verstanden habe, wurde dort auch der 10-Jahres-Support erst nachträglich eingeschränkt, mit dem Hinweis, die LTSB-Version sei nur für zB "medizinische Geräte" gedacht und (natürlich nur) deswegen auf zum Zeitpunkt des Erscheinens der jeweiligen LTSB-Version erhältliche Hardware beschränkt.

D.h. man konnte die LTSB-Version mit unbeschränktem 10-Jahres-Support kaufen, um dann ein oder zwei Jahre später gesagt zu bekommen, dass das ja gar nicht so gemeint war. Bitte um Korrektur, wenn ich das falsch verstanden haben sollte - aber so ist das ja ein komplettes Unding.

Leonidas
2018-05-10, 11:53:56
Das dürfte durchaus so stimmen. Entscheidender Unterschied war: Die 10 Jahre Support gab es früher auch für den Consumer. Das gilt nun nur noch für die LTSB-Versionen, an die kein Consumer mehr rankommt. Der wird nun mit technisch gesehen 1,5J Support abgespeist.

aufkrawall
2018-05-10, 12:04:48
Eh, nein. Die neuen Builds sind auch nur eine Form von Servicepacks, schon bei Windows XP war SP2 ein fettes Feature-Upgrade.
Man sollte die Ursache der Probleme im Blick behalten, und die ist offenkundig einfach, dass die Qualitätskontrolle bei der Firma für Endkunden mächtig krank ist. Da würde ein anderes Release-Modell (außer evtl. längere Release-Zyklen) wohl auch nicht viel dran ändern.

Wolfram
2018-05-10, 12:29:38
Eh, nein. Die neuen Builds sind auch nur eine Form von Servicepacks, schon bei Windows XP war SP2 ein fettes Feature-Upgrade.

Es gab aber bei XP kein Zwangsupgrade. Und es gab immer noch Sicherheitsupdates für die Versionen ohne bzw. mit älterem Service Pack.

aufkrawall
2018-05-10, 12:30:23
Für den vollen Supportzeitraum?

Wolfram
2018-05-10, 12:36:13
Keine Ahnung. Wahrscheinlich nicht. De facto hat man die Service Packs ohnehin immer eingespielt, sobald sie sich bewährt hatten.

EDIT: Wikipedia hat's: https://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_Windows_XP#Service_Pack_3

Microsofts Unterstützung für Windows XP mit SP1 oder SP1a lief zum 10. Oktober 2006 aus. Seit diesem Datum liefert Microsoft für Windows XP mit Service Pack 1 keinerlei Sicherheitsaktualisierungen mehr aus.[37]

Service Pack 2
(...) Microsoft unterstützte das Service Pack 2 bis zum 13. Juli 2010

Und SP3 eben bis 2014.

Also vier Jahre Support nach SP1 und jeweils sechs Jahre nach SP2 und 3.

Wolfram
2018-05-10, 12:49:21
Und jetzt bei Windows 10 sind es jeweils nur anderthalb Jahre, und dann eben mit Zwangsupdate: https://support.microsoft.com/de-de/help/13853/windows-lifecycle-fact-sheet

lumines
2018-05-10, 12:50:04
Hat es rückblickend überhaupt etwas gebracht, dass man darauf gewartet hat, wie es sich in der "Wildnis" macht?

Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern. Ich spiele Updates und Co. immer sofort ein und warte nicht erst ab. Natürlich setzt das Backups voraus, die man bei Problemen einfach wieder zurückspielen kann, allerdings muss ich dazu sagen, dass ich davon in >10 Jahren bei keinem einzigen Betriebssystem jemals Gebrauch machen musste.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr scheint mir dieses Warten darauf, dass ein Update "abgehangen" ist, immer seltsamer. Rückblickend kann ich mich nicht daran erinnern, dass sich dadurch jemals die Qualität verbessert hätte.

Wolfram
2018-05-10, 12:55:24
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr scheint mir dieses Warten darauf, dass ein Update "abgehangen" ist, immer seltsamer. Rückblickend kann ich mich nicht daran erinnern, dass sich dadurch jemals die Qualität verbessert hätte.

Es bringt immer zumindest die Sicherheit, dass kein katastrophaler Fehler eingebaut ist. Und jede Veränderung am System birgt Gefahren. Eigentlich will man deswegen keine Veränderungen.

lumines
2018-05-10, 13:09:22
Es bringt immer zumindest die Sicherheit, dass kein katastrophaler Fehler eingebaut ist. Und jede Veränderung am System birgt Gefahren. Eigentlich will man deswegen keine Veränderungen.

Niemand kann dir garantieren, dass sich so ein katastrophaler Fehler nicht in deiner aktuellen Installation schon befindet und du ihn nur noch nicht getriggert hast. Der große Vorteil an eingefrorenen Systemen ist ja nur, dass man (hoffentlich) alle relevanten, katastrophalen Fehler kennt und die irgendwie umgehen kann oder weiß, dass man die bei der eigenen Nutzung nicht triggert. Die Abwesenheit von Fehlern kann man wortwörtlich nie beweisen.

Die umgekehrte Philosophie ist ja, dass man auf dem Branch sitzen will, der die meisten getesteten Änderungen bekommt, weil man damit auch die meisten Bugfixes abbekommt. Realistischerweise kann niemand das System so gut auf Fehler testen wie Microsoft. Es ist eben proprietär und egal wie lange man wartet, man muss irgendwann notgedrungen auf irgendeine Version updaten. Es gibt da keine besonders clevere Strategie oder magische Versionen, mit denen man sich vom Pöbel abhebt und damit irgendwie besser fährt. Realistischerweise habe ich wahrscheinlich in all den Jahren weniger Fehler bei allen Betriebssystemen gehabt als jemand, der andauernd versucht seine Versionen einzufrieren.

Ich will damit nicht sagen, dass das immer eine gute Idee war, aber mittlerweile lebe ich lieber mit kleinen Fehlern, die schnell behoben werden, als auf uralten Releases zu sitzen und dann irgendwann eine tagelange Update-Orgie zu durchlaufen, um am Ende doch alles neu aufzusetzen, weil man keinen Überblick mehr hat. Das würden meine Nerven auch gar nicht mitmachen.

Für mich stellt sich eigentlich nur die Frage, welcher Branch am meisten und besten getestet wird. Das muss nicht zwangsläufig der mit Langzeitunterstützung sein.

Kein Betriebssystem, aber Chrome hat auch keine Version mit Langzeitunterstützung. Ich würde den normalen Releases trotzdem mehr trauen nicht katastrophal zu brechen als einem Browser, der irgendeine Version einfriert und dann nur noch Patches backportet. Die Testsuites von Google sind einfach gut genug, dass man sich um so etwas keine Sorgen machen muss.

Natürlich kann man durch bestimmte Anforderungen zum Schluss kommen, dass man tatsächlich eine Version braucht, die für einen gewissen Zeitraum eingefroren werden muss. Man muss sich aber fragen, ob das wirklich nötig ist und ob man damit nicht sogar mehr Probleme erzeugt.

Wolfram
2018-05-10, 13:18:09
Ich will damit nicht sagen, dass das immer eine gute Idee war, aber mittlerweile lebe ich lieber mit kleinen Fehlern, die schnell behoben werden, als auf uralten Releases zu sitzen und dann irgendwann eine tagelange Update-Orgie zu durchlaufen, um am Ende doch alles neu aufzusetzen, weil man keinen Überblick mehr hat. Das würden meine Nerven auch gar nicht mitmachen.

Für mich stellt sich eigentlich nur die Frage, welcher Branch am meisten und besten getestet wird. Das muss nicht zwangsläufig der mit Langzeitunterstützung sein.

Klar, das hat auch etwas für sich. Würdest Du aber wahrscheinlich in einer größeren Firma nicht so machen.

Ich bin jetzt keine größere Firma, sondern nur ein kleiner Freiberufler und natürlich auch Privatanwender. Und ich sehe halt, dass mir die derzeitige Update-Politik ganz praktisch zusätzliche Arbeit macht und (aus meiner Sicht) überdies unnötige Risiken in sich birgt.

Der direkte Update-Zwang ist das Hauptproblem. Über die Update-Zyklen mag man streiten. Nur, wie oben festgestellt: Wenn es für die jeweils neue Version nur anderthalb Jahre Sicherheitsupdates gibt statt vier bis sechs Jahre, dann bedeutet das noch einen weiteren, indirekten Update-Zwang.

lumines
2018-05-10, 13:20:44
Klar, das hat auch etwas für sich. Würdest Du aber wahrscheinlich in einer größeren Firma nicht so machen.

Das kommt sicher auf die Firma an. Container, Virtualisierung und reproduzierbare Umgebungen mit Updates, die man bei Problemen einfach zurückrollen kann, sind eventuell der weniger fehleranfälligere Weg als das, was man in der Vergangenheit gemacht hat.

Argo Zero
2018-05-10, 13:24:09
Das kommt sicher auf die Firma an. Container, Virtualisierung und reproduzierbare Umgebungen mit Updates, die man bei Problemen einfach zurückrollen kann, sind eventuell der weniger fehleranfälligere Weg als das, was man in der Vergangenheit gemacht hat.

Den ganzen Spaß hast du aber erst ab einer bestimmten Größe.
Bei uns mit 10 PC Arbeitsplätzen hätte ich ganz schön viel Arbeit mit Windows 10, weil irgend ein Mist mal wieder nicht funktionieren möchte. Bisher sind es zum Glück nur drei Laptops mit Windows 10 und die kommen öfters zu mir als alle Windows 7 PCs zusammen im Jahr.

Wolfram
2018-05-10, 13:30:24
Ich bin mal gespannt, wie sie's bei meinem Hauptauftraggeber lösen werden, immerhin mehr als 4.000 Beschäftigte plus werweißwas an Serverinfrastruktur.

Leonidas
2018-05-13, 08:12:24
Hat es rückblickend überhaupt etwas gebracht, dass man darauf gewartet hat, wie es sich in der "Wildnis" macht?


Nein. Das war in der früheren Vergangenheit mal so, ist aber in der Neuzeit kein Thema mehr.

Aber: Dies bezieht sich nur auf Patches bestehender Probleme. Nicht jedoch auf neue Features. Die können jederzeit neue Probleme mit sich bringen (ganz besonders, wenn MS dabei bestehende Features um- oder abrüstet, bestehende Programme ersetzt, etc). Hier genau besteht der Nachteil der Major-Updates von Windows 10 (und auch der Hauptunterschied zu den Service Packs, die eben keine neuen Features brachten).

Rooter
2018-05-13, 12:19:59
zu den Service Packs, die eben keine neuen Features brachten).Teilweise schon, NX kam doch per Servicepack auf WinXP.

MfG
Rooter

Narolf
2018-05-13, 22:16:41
(und auch der Hauptunterschied zu den Service Packs, die eben keine neuen Features brachten).
Stimmt auch nicht immer, SP2 von Windows XP war imho eine größere Veränderung (vor allem des internen Unterbaus) als alle Halbjahres-Updates die für Windows 10 bis jetzt herauskamen.

Leonidas
2018-05-14, 10:48:49
Selbstverständlich. Ausnahmen bestätigen die Regel. Die ersten Veränderungen von Windows 95 waren auch heftig.

Aber irgendwann hatte MS dann den Dreh raus und hat als SP nur noch Update-Sammlungen veröffentlicht. Jetzt aber gibt es halbjährlich eine neue Feature-Keule - mit allen Chancen und Risiken. Einen "soliden Zustand" kann ich das nicht nennen.

Arcanoxer
2018-05-14, 13:17:59
Allerdings machen sich dann manche Anwender berechtigte Sorgen, daß ihre vorhandene Software schon nach relativ kurzer Zeit an Kompatibilitätsproblemem scheitern könnte.
Bisher konnte Microsoft auf lange Supportzeiten verweisen, in denen das System nur sehr behutsam aktualisiert wurde. Den erweiterten Support mitgerechnet, waren das 10 Jahre gegenüber den 3 Jahren eines Ubuntu LTS (Debian Long Term Support verspricht 5 Jahre). Mittlerweil braucht es dafür ein Windows LTBS, was für den Normalanwender nicht verfügbar ist.

Linux hat mittlerweile den besseren Langzeitsupport. Nicht weil Microsoft nicht könnte, sondern weil sie nicht wollen.Ubuntu hat seit 12.04 LTS auch 5 Jahre support.

"A new LTS version is released every two years. In previous releases, a Long Term Support (LTS) version had three years support on Ubuntu (Desktop) and five years on Ubuntu Server. Starting with Ubuntu 12.04 LTS, both versions received five years support. "
https://wiki.ubuntu.com/LTS

Ich habe mich damals zum Windows 10 release komplett von Microsoft und Windows verabschiedet und bin nur noch mit Linux unterwegs.
Vermisse absolut nichts was ich nachtrauer!
Die gewonnene Freiheit und den Komfort jedoch würde ich nicht mehr missen wollen.

Denniss
2018-05-17, 19:30:14
und schon wieder hat M$ den Vogel abgeschossen - Problem mit diversen SSDs führen zu endlosen Bootschleifen etc.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Windows-10-Spring-Creators-Update-1803-verursacht-Probleme-mit-bestimmten-SSDs-4051501.html

Was klappt bei denen überhaupt noch ?
Dazu noch die Löcher die durch völlig vergurkte Meltdown/Spectre-Updates erst aufgerissen wurden und teil wohl immer noch nicht gestopft sind ...
Saftladen

Lord Wotan
2018-05-17, 19:52:34
Ich verstehe die Kritik nicht. Wenn Leo sagt das jedes Große Update pratisch eine komplett neues Betriebssystemversion ist. Dann kann man wenigstens dankbar sein, das man dafür nicht bezahlt. Ich kann mich auf Grund meines Alters daran erinner, das Windows sich früher für mindesten 150€ pro einer neuen OS Version bezahlen ließ. Das galt von Win95 bis Windows 7. Ich habe nach Win 7 pro PC jeweils 30,-€ für das Update auf Win 8 bezahlt. Und danach verlangte Microsoft nichts mehr. Also Kritik gut und schön. Aber einen Kostenlosen Gaul schaut man nichts ins Maul. Sondern ist dankbar weil Umsonst. Und ich bin mit jeder neuen Windows 10 Version bis jetzt voll zufrieden. Und diese Kostenlosen Versionen sind Lebenslang auch auf neue Hardware übertragbar. Also wo ist das Problem. Man muss nie wieder Geld für ein Microsoft Betriebssystem bezahlen.

Arcanoxer
2018-05-17, 19:59:28
Ich verstehe die Kritik nicht. Wenn Leo sagt das jedes Große Update pratisch eine komplett neues Betriebssystemversion ist. Dann kann man wenigstens dankbar sein, das man dafür nicht bezahlt.
Du bezahlst mit deiner Privatsphäre und Daten.
Ich finde das eindeutig zu viel!

Lord Wotan
2018-05-17, 20:01:40
Du bezahlst mit deiner Privatsphäre und Daten.
Ich finde das eindeutig zu viel!
Blödsinn.
https://windowsarea.de/2018/05/windows-10-datenschutz-vorbild/

Nutzt du Googel, Android,Facebook und Whatsapp? Da solltest du dir lieber Gedanken machen.


Ansonsten https://account.microsoft.com/account/privacy?ru=https%3A%2F%2Faccount.microsoft.com%2Fprivacy%2F&destrt=privacy-dashboard

Laz-Y
2018-05-17, 20:01:55
Das liegt daran dass MS auch in das Geschäft mit den Nutzerdaten eingestiegen ist.

Lord Wotan
2018-05-17, 20:09:37
Und Microsoft hat sogar die Arbeit von Intel (für Intels Skandal Bug) und den Mainboard Herstellern übernommen. Das was Intel und die Mainboard Hersteller usw. offensichtlich nicht auf die Reihe bekommen, gerade auch für ihre alt Kunden. Nämlich ihre CPU Bugs zu Fixen, was jetzt per Patch für Windows 10 erfolgt. Und das auch für alte Hardware.

Wolfram
2018-05-17, 22:20:23
Ich verstehe die Kritik nicht. Wenn Leo sagt das jedes Große Update pratisch eine komplett neues Betriebssystemversion ist. Dann kann man wenigstens dankbar sein, das man dafür nicht bezahlt. Ich kann mich auf Grund meines Alters daran erinner, das Windows sich früher für mindesten 150€ pro einer neuen OS Version bezahlen ließ. Das galt von Win95 bis Windows 7. Ich habe nach Win 7 pro PC jeweils 30,-€ für das Update auf Win 8 bezahlt. Und danach verlangte Microsoft nichts mehr. Also Kritik gut und schön. Aber einen Kostenlosen Gaul schaut man nichts ins Maul. Sondern ist dankbar weil Umsonst.

Du zahlst nichts, aber Unternehmen zahlen weitaus mehr als früher.

Das Prinzip ist immer noch dasselbe: Früher hat Microsoft private Raubkopien ignoriert, sowohl bei Windows wie bei Office, weil so alle potenziellen Nutzer die Software kannten und damit bei der Arbeit auch einsetzen wollten. Das hat jedenfalls geholfen, diese extreme Marktpenetration zu erreichen.

Jetzt verteilt MS die "Raubkopien" selbst, was den positiven Nebeneffekt hat, dass das System sicherer wird und ein besseres Image bekommt, dazu führt, dass MS einfacher Nutzerdaten einkassieren kann und letztlich immer noch die Reißleine ziehen kann, und sei es stufenweise. Zeichnet sich ja schon ab.

Lord Wotan
2018-05-18, 05:47:08
Du zahlst nichts, aber Unternehmen zahlen weitaus mehr als früher.

Das Prinzip ist immer noch dasselbe: Früher hat Microsoft private Raubkopien ignoriert, sowohl bei Windows wie bei Office, weil so alle potenziellen Nutzer die Software kannten und damit bei der Arbeit auch einsetzen wollten. Das hat jedenfalls geholfen, diese extreme Marktpenetration zu erreichen.

Jetzt verteilt MS die "Raubkopien" selbst, was den positiven Nebeneffekt hat, dass das System sicherer wird und ein besseres Image bekommt, dazu führt, dass MS einfacher Nutzerdaten einkassieren kann und letztlich immer noch die Reißleine ziehen kann, und sei es stufenweise. Zeichnet sich ja schon ab.
Ich weiß nicht was du mit Raubkopie meinst. Ich hatte und habe schon immer eine legale Lizenz. Ich hasse Raubkopierer. Zum angeblichen Datenabgreifen, habe ich hier schon einen link gebracht. Ich würde sagen Fake News trifft es. Microsoft ist nicht Google, die ausschließlich als Datensauger davon lebt.

Wolfram
2018-05-18, 11:36:33
Ich weiß nicht was du mit Raubkopie meinst. Ich hatte und habe schon immer eine legale Lizenz.

Ich meine ja nicht Dich persönlich. Ich meine das Prinzip: Den privaten Markt um jeden Preis gewinnen, um bei den Unternehmen das Geld zu kassieren.

Das ist ja nicht verwerflich. An sich jedenfalls. Wenn allerdings ein Unternehmen mit marktbeherrschender Stellung sein Bezahlmodell für Geschäftskunden in dieser Weise umstellt... aber es scheint sich ja bisher niemand groß daran gestört zu haben.

Schnäppchenjäger
2018-05-26, 08:50:06
Ich verstehe nicht warum es 2x im Jahr sein muss. 1x im Jahr und dafür mehr QA, davon würde jeder profitieren. Vor allem sollten die auch aufhören, unnötige Features einzubauen oder zu erweitern die eh keiner nutzt.
Wann gibt es endlich mal einen ideale Gaming & Heimwanwendung Installation? Wo man nicht die unnötigen Dienste und Einstellungen tätigen muss, damit das System vom Ballast befreit wird.

Botcruscher
2018-05-26, 10:26:45
Wann gibt es endlich mal einen ideale Gaming & Heimwanwendung Installation?
Nie, weil du das Produkt bist.

exxo
2018-05-29, 02:33:15
Ich denke, das hat sich grundlegend erledigt. Mit Windows as a service ist das schon jetzt obsolet. Die Original-Version von Windows 10 wird schon jetzt von Updates ausgeschlossen. Diese "Extended Support bis 2025" war eine Sprachregelung ganz vom Anfang, wird aber von MS derzeit nicht mehr erwähnt.

Das dürfte durchaus so stimmen. Entscheidender Unterschied war: Die 10 Jahre Support gab es früher auch für den Consumer. Das gilt nun nur noch für die LTSB-Versionen, an die kein Consumer mehr rankommt. Der wird nun mit technisch gesehen 1,5J Support abgespeist.


Wo liegt das konkrete Problem? Service Packs wurden für einen gewissen Zeitraum gepatcht, anschließend musste man auf das aktuelle Servicepsck umsteigen. Welchen nutzen hast du davon bis 2025 auf dem Build zu bleiben der 2015 veröffentlicht wurde?

Selbst Debian Linux bietet keinen Support der so langfristig ist. Ubuntu LTS wird nur für fünf Jahre gepatcht. Viele Ubuntu LTS Derivate erhalten nur zwei Jahre Support. Dazu kommt das man die ganzen fünf Jahre auf den alten Repositories sitzt und neue Software Versionen nur als Backports im Falle von Security Issues oder als PPA erhält.

Wer 2015 das kostenlose Upgrade mitgenommen hat, wird bis 2025 neue Builds erhalten. Damit ist der Support deiner Windows 10 Lizenz für ein Jahrzehnt gewährleistet.

Mal davon abgesehen das es ganz normal ist das man alle sechs bis zwölf Monate eine neue Version bekommt. Android wird alle sechs und IOS oder Macos alle zwölf Monate aktualisiert.

Alle schreien das ihr Smartphone bereits nach zwei Jahren keine Major Upgrades mit neuen Features oder Security Updates erhält. Gleichzeitig regt man sich auf wenn Microsoft genau das macht, was alle für ihre Handys und Tablets einfordern, aber nicht bekommen.

Lord Wotan
2018-05-29, 11:48:11
Wo liegt das konkrete Problem? Service Packs wurden für einen gewissen Zeitraum gepatcht, anschließend musste man auf das aktuelle Servicepsck umsteigen. Welchen nutzen hast du davon bis 2025 auf dem Build zu bleiben der 2015 veröffentlicht wurde?

Selbst Debian Linux bietet keinen Support der so langfristig ist. Ubuntu LTS wird nur für fünf Jahre gepatcht. Viele Ubuntu LTS Derivate erhalten nur zwei Jahre Support. Dazu kommt das man die ganzen fünf Jahre auf den alten Repositories sitzt und neue Software Versionen nur als Backports im Falle von Security Issues oder als PPA erhält.

Wer 2015 das kostenlose Upgrade mitgenommen hat, wird bis 2025 neue Builds erhalten. Damit ist der Support deiner Windows 10 Lizenz für ein Jahrzehnt gewährleistet.

Mal davon abgesehen das es ganz normal ist das man alle sechs bis zwölf Monate eine neue Version bekommt. Android wird alle sechs und IOS oder Macos alle zwölf Monate aktualisiert.

Alle schreien das ihr Smartphone bereits nach zwei Jahren keine Major Upgrades mit neuen Features oder Security Updates erhält. Gleichzeitig regt man sich auf wenn Microsoft genau das macht, was alle für ihre Handys und Tablets einfordern, aber nicht bekommen.
Bei Android Handys endet der Support nach den Verkauf.

lumines
2018-05-29, 12:08:36
Ich verstehe nicht warum es 2x im Jahr sein muss. 1x im Jahr und dafür mehr QA, davon würde jeder profitieren.

Die Qualität wird nicht automatisch besser, wenn man längere Release-Zyklen fährt.

Vor allem sollten die auch aufhören, unnötige Features einzubauen oder zu erweitern die eh keiner nutzt.

Das ist eben das Problem mit dem Drang, sich immer wieder neu selbst erfinden zu müssen. Dafür kann MS aber nichts. Wenn sie nur Features einbauen würden, die man "wirklich" braucht, gäbe es heute kein Windows mehr. Windows wäre ein fertiges Produkt, das man nur immer wieder kompatibel mit aktueller Hardware machen würde. Da gibt es aber kein Geld zu holen.

Schnäppchenjäger
2018-05-29, 12:55:20
Die Qualität wird nicht automatisch besser, wenn man längere Release-Zyklen fährt.



Das ist eben das Problem mit dem Drang, sich immer wieder neu selbst erfinden zu müssen. Dafür kann MS aber nichts. Wenn sie nur Features einbauen würden, die man "wirklich" braucht, gäbe es heute kein Windows mehr. Windows wäre ein fertiges Produkt, das man nur immer wieder kompatibel mit aktueller Hardware machen würde. Da gibt es aber kein Geld zu holen.Das zwar nicht, deshalb habe ich noch einige andere Punkte genannt, die man einhalten sollte.
Die Qualität wird nicht automatisch besser, wenn man längere Release-Zyklen fährt.

Das ist eben das Problem mit dem Drang, sich immer wieder neu selbst erfinden zu müssen. Dafür kann MS aber nichts. Wenn sie nur Features einbauen würden, die man "wirklich" braucht, gäbe es heute kein Windows mehr. Windows wäre ein fertiges Produkt, das man nur immer wieder kompatibel mit aktueller Hardware machen würde. Da gibt es aber kein Geld zu holen.Man muss nicht mit jeder Faser von Windows Geld verdienen. Manchmal betreibt man Produktpflege, man will so wenig Probleme wie möglich. Ist doch auch Ressourcen- und Geldverschwendung von denen unnötige Features auszubauen. Außerdem ist es dumm, einen großen Teil von Konsumenten, die auf flote Hardware achten, links liegen zu lassen oder nicht die nötige Beachtung zu schenken.

exxo
2018-05-29, 21:16:31
Bei Android Handys endet der Support nach den Verkauf.

Nette Polemik :)

Samsung patcht die Galaxy S Geräte monatlich für drei Jahre. Viele Samsung Geräte werden alle drei Monate gepatcht.

Oneplus patcht monatlich.

Android One Geräte werden monatlich für drei Jahre gepatcht.

Pixel werden monatlich für drei Jahre gepatcht.

Nokia patcht regelmäßig

Von daher gilt: Augen auf beim Handykauf :D

Vor allem sollten die auch aufhören, unnötige Features einzubauen oder zu erweitern die eh keiner nutzt.
Wann gibt es endlich mal einen ideale Gaming & Heimwanwendung Installation? Wo man nicht die unnötigen Dienste und Einstellungen tätigen muss, damit das System vom Ballast befreit wird.

Entscheidest du welche Features unnötig für 1,5 Milliarden Windows User sind?

Wenn dir die Standardinstallation nicht zusagt, nimm Winreducer und wirf das schmückende Beiwerk raus.

Schnäppchenjäger
2018-05-30, 00:07:26
Entscheidest du welche Features unnötig für 1,5 Milliarden Windows User sind?

Wenn dir die Standardinstallation nicht zusagt, nimm Winreducer und wirf das schmückende Beiwerk raus.Kannst du Beiträge auch mal richtig lesen? Ich hab nicht davon geredet, dass das für alle gelten soll, sondern für GAMER. Leute die nur zocken und surfen wollen und den ganzen anderen Kram nicht brauchen. So wie es früher Windows Media Center gab, aber diesmal für Zocker. :P
Man wählt selber aus, ob man das so haben will oder nicht.

exxo
2018-05-30, 23:24:25
Okay, dann nimm doch Winreducer und wirf das Beiwerk raus...

Schnäppchenjäger
2018-05-31, 13:50:38
Okay, dann nimm doch Winreducer und wirf das Beiwerk raus...Das ist ber nicht Sinn der Sache. Da kann auch einiges schief gehen. Ist viel leichter wenn Microsoft mal ihr Gehirn einschaltet und es von Anfang an anbietet.
Wenn man nur bedenkt, wie viele Probleme man damit von vornherein beheben könnte...

lumines
2018-05-31, 13:54:12
Wenn man nur bedenkt, wie viele Probleme man damit von vornherein beheben könnte...

Welche genau? Mir sind bisher keine aufgefallen.

aufkrawall
2018-05-31, 13:58:13
Ich kann mit 1803 immer noch keinen Netzwerkdrucker händisch per IP und Treiber über WU hinzufügen. Bei all den Bugs, die Linux-DEs haben, kann ich mir so etwas dort in der Form nicht vorstellen. MS ist echt hart von Krankheiten befallen, für mich sind die nur noch eine unseriöse Pfuscherbude...

Marodeur
2018-06-10, 11:25:40
Das mit dem eingestellten Support für ältere Builds ist ja auch so ein fadenscheiniges Argument. Es gibt ja durchaus Sicherheitsupdates für alte Versionen.

@work ist an derzeit 2 Rechnern die 1607 als LTSB installiert. Long Time Service Branch. Die Lizenzen dafür lassen sie sich natürlich vergolden. Und hier hast dann deine 10 Jahre reinen Sicherheitspudate-Support...

Morpog
2018-06-10, 12:49:53
Aber keinen Support für neue CPUs

Denniss
2018-06-10, 14:38:18
Und auch nicht fürs normale Fußvolk erhältlich, nur für Firmen mit entsprechend teurem Vertrag.

Argo Zero
2018-06-15, 14:56:51
Juhu. Windows 10 irgendwas Update. Resultat: Mein kalibriertes Monitorpofil wurde gelöscht. DANKE Microsoft.
Ich finde Windows 10 mittlerweile schlimmer als Windows ME :(

Exxtreme
2018-06-15, 16:44:57
Juhu. Windows 10 irgendwas Update. Resultat: Mein kalibriertes Monitorpofil wurde gelöscht. DANKE Microsoft.
Ich finde Windows 10 mittlerweile schlimmer als Windows ME :(
Die Problematik habe ich immer wenn ich die Grafikkartentreiber aktualisiere. :(

Loeschzwerg
2018-06-15, 17:09:17
Mein altes Lifebook E780 (im Einsatz bei meinen Eltern) hat vor knapp drei/vier Wochen das 1803 Update bekommen -> Läuft alles wie gewohnt :)

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Ich fand ME eigentlich nie schlimm. Mit ein paar Handgriffen war es genauso schnell und entschlackt wie Win 98.
OOTB hat man nach meiner Erfahrung sogar weniger Probleme als mit Vanialla 98, da mehr Treiber im Bauch sind und USB gleich funktioniert.

Leonidas
2018-06-18, 10:46:01
Wo liegt das konkrete Problem? Service Packs wurden für einen gewissen Zeitraum gepatcht, anschließend musste man auf das aktuelle Servicepsck umsteigen.


Differenz zwischen Service Pack (gewöhnlich nur Sicherheits-Updates) und Feature-Upgrade (neue Windows-Version).

Niemand regt sich darüber auf, wenn Sicherheits-Updates einen gewissen Stand an vorherigen Sicherheits-Updates voraussetzen. Ist gut so.

Das Problem liegt im Zwang zu den Features-Updates, um die Sicherheits-Updates zu bekommen. Und Feature-Updates sind immer ein Risiko -und zuletzt hat dieses Risiko sogar vermehrt in der Praxis zugeschlagen.

e.v.o
2018-06-18, 12:34:16
Mal eine Frage: Welche Funktion ist denn seit 1607 (die letzte LTSB) dazu gekommen, die ihr nutzt oder die wirklich sinnvoll ist?

Microsoft rollt mit dem Upgrades ja jedes mal ein komplett neues OS aus. Es ist mir schleierhaft warum man hier nicht den Weg über Updates, Service Packs oder ähnliches geht. Die Neuinstallation des gesamten OS und der Umzug der Einstellungen/Daten bietet ein viel zu großes Fehlerpotential wie wir jedes halbe Jahr zu sehen kriegen. Microsoft kriegt es ja noch nicht mal hin, das Betriebssystem einheitlich aussehen zu lassen.

Mit der nächsten LTSC/LTSB Version wird auch dieses Thema Geschichte sein. Microsoft beschneidet die LTSC künstlich immer weiter und probiert mit aller Macht selbst Firmenkunden den Einsatz abzureden:
https://blogs.technet.microsoft.com/ukplatforms/2018/06/11/say-no-to-long-term-servicing-channel-ltsc/

PatkIllA
2018-06-18, 13:05:05
Microsoft rollt mit dem Upgrades ja jedes mal ein komplett neues OS aus. Es ist mir schleierhaft warum man hier nicht den Weg über Updates, Service Packs oder ähnliches geht. Die Neuinstallation des gesamten OS und der Umzug der Einstellungen/Daten bietet ein viel zu großes Fehlerpotential wie wir jedes halbe Jahr zu sehen kriegen.
Mircrosoft legt halt großen Wert darauf, dass man wieder zurückkehren kann.
Die Richtung müsste ja genauso getestet werden.
Und bei Servicepacks ging auch immer wieder was schief. Genaue Zahlen habe ich aber auch nicht.
Mit der nächsten LTSC/LTSB Version wird auch dieses Thema Geschichte sein. Microsoft beschneidet die LTSC künstlich immer weiter und probiert mit aller Macht selbst Firmenkunden den Einsatz abzureden:
https://blogs.technet.microsoft.com/ukplatforms/2018/06/11/say-no-to-long-term-servicing-channel-ltsc/
Wir setzen auch "normales" W10 Pro auf unseren Arbeitsrechnern ein.

Legendenkiller
2018-06-20, 09:55:03
Ich kann den Blog nur voll und ganz zustimmen.

Dieses "nie richtig Fertig" und das zurücksetzen von Einstellungen ist der wichtigste Grund warum ich kein W10 haben möchte.

Aktuell nutze ich Win7pro und verschiebe das Problem in die Zukunft.
Beim nächsten Rechner-Neukauf muss ich mich aber entscheiden ...
Zur Auswahl steht Umstieg auf Linux oder eine 10 Pro / Enterprise in der Hoffnung dort mehr "Rechte" zu haben.

Das Standard Win10 "home" wird sicher für immer kostenlos bleiben aber eben auch immer die Zwangs-Betateste-Variante und kommt so also nicht in Frage.

lumines
2018-06-20, 10:27:02
Wenn dich das schon bei Windows 10 stört, dann habe ich schlechte Nachrichten für dich bezüglich GNU/Linux. Auch da ist nie etwas "fertig". Man kann natürlich auf Debian stable oder so sitzenbleiben, aber auch da muss man irgendwann upgraden. Der Vorteil ist da nur, dass das alles ziemlich vorhersehbar ist. Das erkauft man sich aber mit alter Software. Vielleicht ist das tatsächlich das, was viele wollen, aber man muss schon verstehen, dass das alles nie ohne gewisse Kompromisse funktioniert.

Es gibt da keinen perfekten Mittelweg oder eine optimale Lösung. Auch lange Release-Zyklen haben ihren Preis. Für die meisten normalen Nutzer bedeuten die heftige Kompatibilitätsprobleme zwischen OS-Versionen, die sie nie selbst bewältigen können.

Ich will einmal sehen, wie ein normaler Nutzer damals von Windows XP zu Vista oder 7 geupgradet hat, ohne den PC-Nerd aus der Nachbarschaft antanzen zu lassen. Wahrscheinlich haben viele Leute einfach den alten PC eingemottet und sich einen neuen besorgt, weil sie mit großen Upgrades massiv überfordert waren. Wenn ich mich so bei meinem technisch nicht ganz so versierten Bekanntenkreis umgucke, dann kommt das jedenfalls hin. Diese riesigen Major-Releases waren schon immer ein riesiges Hindernis für den normalen Nutzer.

Selbst bei Apple-Hardware hat das einen riesigen Rattenschwanz hinterlassen. Man findet noch immer haufenweise alte Macs, die bei der Prä-App-Store-Era hängengeblieben sind, obwohl gerade bei Mac OS X die Upgrades immer relativ schmerzlos waren. Erst als Apple angefangen hat Major-Releases in kürzeren Abständen und als "normale" Upgrades über den App Store einzuspielen, haben die normalen Nutzer mitgezogen. Ist sicher kein Zufall, dass sehr viele alte Macs genau auf 10.6 hängen, obwohl viele davon problemlos mit neueren Versionen laufen würden. Das war genau der Punkt, an dem Apple das Release-Modell geändert hat. Erst mit 10.7 haben sie Upgrades kostenlos und als relativ normale Upgrades angeboten, die keine riesigen Umbrüche bedeutet haben. Alles wurde ab da eher inkrementell geändert.

Ich denke schon, dass das Release-Modell von Windows 10 auf Dauer zu einer höheren Qualität und weniger schmerzvollen Upgrades führen wird. Wahrscheinlich funktioniert Windows 10 für die meisten privaten Nutzer schon jetzt besser als jedes andere Windows vorher, einfach weil man nicht mehr diese riesigen Umbrüche zwischen den Releases hat, die vorher für viele unüberwindlich waren.

Leonidas
2018-06-20, 17:46:58
Ich stimme sicherlich zu, das alles Vor- und Nachteile hat und es keinen Weg gibt, der alle Probleme löst bzw. eindeutig der beste ist.

Bei Windows 10 Home könnte MS der aktuellen Problematik entgegensteuern, wenn man die Feature-Upgrades auf wirklich notwendige Dinge begrenzt und das ganze maximal einmal im Jahr macht. Derzeit wird zuviel direkt beim Anwender ausprobiert, damit enthält Windows 10 eine zusätzliche unnötige Unsicherheits-Komponente.

Es spricht zudem nichts dagegen, echte Großänderungen neuen OS-Versionen vorzubehalten, die sich Windows 11, 12, ... nennen und auf gleichem Weg wie bisher als Upgrade kommen. Okay, das MS-Marketing ist dagegen, aber produkttechnisch wäre dies der bessere Weg.

M4cke
2018-07-03, 18:05:32
:mad:

Es ist einfach eine Riesenschweinerei wenn man ohne Not den Rollback einfach mal von 30 Tagen auf 10 Tage kürzt. Und noch ganz viel mehr Sch....

Ich würde mich gerne beruflich etwas umorientieren deshalb, win2k ist von der Durchdringung des UIs, der Stabilität und Größe leider immer noch ungeschlagen.
Mal schaun wann mir das Alles zu viel wird, ich hab ja auch genug Ahnung von Hardware, die aber keiner mehr bezahlt :/

MfG

lumines
2018-07-03, 18:16:09
Nimm dir ein Debian in die Hand, konfiguriere dir einmal dwm und benutze nur noch für alles Vim oder Emacs als Editor und Firefox oder Chromium zum Browsen. Ich vermute mal, dass man damit mindestens für die nächsten 20 Jahre keine harten Umbrüche erwarten muss. Wenn nicht gar länger.

Für Textverarbeitung ist LaTeX sicher auch keine schlechte Wahl. Da musste man in den letzten Jahrzehnten auch nichts umlernen und wird es in Zukunft wahrscheinlich auch nicht.

Man kann schon die eigene Software-Welt einfrieren, wenn man denn will.

M4cke
2018-07-03, 18:34:36
Nimm dir ein Debian in die Hand, konfiguriere dir einmal dwm und benutze nur noch für alles Vim oder Emacs als Editor und Firefox oder Chromium zum Browsen. Ich vermute mal, dass man damit mindestens für die nächsten 20 Jahre keine harten Umbrüche erwarten muss. Wenn nicht gar länger.

Für Textverarbeitung ist LaTeX sicher auch keine schlechte Wahl. Da musste man in den letzten Jahrzehnten auch nichts umlernen und wird es in Zukunft wahrscheinlich auch nicht.

Man kann schon die eigene Software-Welt einfrieren, wenn man denn will.

Mir ist schon klar was ich privat machen kann :D

Ich meinte eigentlich eher meine berufliche Orientierung ;)

MfG

lumines
2018-07-03, 20:29:54
Ich würde einfach in den 10min für das Update einen Kaffee trinken.

Gast
2018-07-10, 22:12:01
Das was mich an Windows 10 stört, ist, dass sich jedes neue Update wie ein BETA-Desaster anfühlt. Man hat das Gefühl, dass man an einem unreifen System sitzt...

Gast
2018-07-10, 23:32:30
Ebenfalls so ein Ding, was für viel Frust sorgt: https://www.howtogeek.com/293858/windows-10s-settings-are-a-mess-and-microsoft-doesnt-seem-to-care/

Nasenbaer
2018-08-21, 20:16:27
Ebenfalls so ein Ding, was für viel Frust sorgt: https://www.howtogeek.com/293858/windows-10s-settings-are-a-mess-and-microsoft-doesnt-seem-to-care/
Erstens ist der Artikel schon recht alt, zwei große Updates um genau zu sein. Zweitens stimmt (deshalb) nicht was dort so steht. Die Einträge in der Systemsteuerung sind noch als Fallback vorhanden. Immer mehr wandert in die "neuen" Einstellungen.
Es gibt 2 Interpretationsmöglichkeiten:
- Positiv: Gut, dass ich dafür nicht erst ein neues Windows kaufen muss, sondern diese notwendigen Anpassungen kostenlos erhalte.
- Negativ: Hätte alles von vorherein in Windows 10 sein müssen. Ich hätte gerne 2 Jahre länger auf Win10 gewartet, wenn es dann rund gewesen wäre.


Bzgl. der erzwungen großen Updates: Man kann hier auch eine verzögerte Bereitstellung auswählen und kann das Rollout damit also es hinauszögern. Bei Windows 10 Pro lässt sich ein Aufschub um bis zu 365 Tage konfigurieren: https://www.windowspro.de/wolfgang-sommergut/semi-annual-channel-targeted-service-branch-fuer-windows-10-konfigurieren
Ja, bei der Home-Edition hat man das nicht. Kauft aber auch kein Enthusiast und ein normaler Enduser, möchte normalerweise auch jeden neuen "Scheiß" sofort haben. Man schaue sich das Kaufverhalten bei Smartphones an. Der Normalo will jedes Jahr sein neues Gerät haben.

Ansonsten hat sie einfach die Entwicklung von Software geändert. Continuous Deployments sind bei Netflix, Amazon und vielen anderen der Standard. Dort wird täglich mehrere tausend Mal neuer Code ausgerollt: https://techbeacon.com/10-companies-killing-it-devops
Microsoft soll mit ihrem einstigen Hauptprodukt weiterhin langsam hinterher gurken? Google haut bei Android auch einmal im Jahr ein neues Major-Release raus. Bei Ubuntu gibt es 4 mal im Jahr ein größeres Update. Hier werden sogar mal gerne größere Umstellungen vorgenommen, wie der Wechsel von Unity auf Gnome. Oder der Hickhack mit dem Window-System (Mir vs. Wayland vs. Xorg).

Rooter
2018-08-21, 21:29:02
ein normaler Enduser, möchte normalerweise auch jeden neuen "Scheiß" sofort haben. Man schaue sich das Kaufverhalten bei Smartphones an. Der Normalo will jedes Jahr sein neues Gerät haben.Windows in dem Punkt mit einem Smartphone zu vergleichen passt nicht. Klar, viele Leute wollen das neueste Handy. Aber bei Windows sind es ja eher die Enthusiasten, die nach dem neuesten Windows geiern. Onkel Erwin will einfach nur, dass er auf seinem Laptop einen Browser und vielleicht noch Office öffnen kann, Windows schert ihn nicht.

Bei Ubuntu gibt es 4 mal im Jahr ein größeres Update. Hier werden sogar mal gerne größere Umstellungen vorgenommen, wie der Wechsel von Unity auf Gnome. Oder der Hickhack mit dem Window-System (Mir vs. Wayland vs. Xorg).Da gibt es ja auch noch LTS.

MfG
Rooter

Leonidas
2018-10-09, 11:15:40
Aufgrund der Erfahrungen mit Windows werde ich alle zukünftigen Linux-Systeme generell nur als LTS-Versionen planen.

iuno
2018-10-12, 13:29:00
Du kannst natürlich machen was du willst, aber schlüssig ist das aber nicht. Das Release Modell das Microsoft bei Windows 10 fährt gibt es so bei keinem Linux, insofern sind die Erfahrungen auch nicht übertragbar.
Bei Windows hat man alles halbe Jahr ein Zwangsupgrade des Systems, mit dem Programme und Treiber nichts zu tun haben, die werden also entweder schneller oder langsamer oder gar nicht aktualisiert. Bei einer Distribution wie Ubuntu gibt es auch halbjährliche Upgrades, allerdings umfasst das dann auch jegliche Programme. Und sie werden nicht erzwungen, man kann also auch nur jedes Jahr upgraden. Die LTS kann man 5 Jahre lang einsetzen, allerdings hat man dann halt auch nur 5 Jahre alte Treiber und Programme. Ich denke nicht dass das für viele Desktop-Nutzer ansprechend ist. Zumal sich in 5 Jahren logischerweise viel mehr verändert als in einem, demnach hat man zwar erstmal Ruhe, dann aber alle paar Jahre die große Umstellung. Für bestimmte Geräte oder Server sieht das natürlich wieder anders aus.
Und rolling release geht auch noch. Auch um Welten besser als der Zirkus den MS da veranstaltet. Ich selbst benutze seit Jahren täglich eine RR Distribution. Trotzdem würde ich, wenn ich mir überhaupt nochmal Windows 10 antun muss, gerne die LTSB haben. Das eine hat mit dem anderen halt nichts zu tun.

Nasenbaer
2018-10-12, 14:39:13
Das Problem ist ja nicht mal die Releasemethodik bei Windows 10 aber die offensichtlich unzureichende Qualitätssicherung. Der Feedback-Hub, gedacht als Reportingtool für Bugs und Feature-Requests wird leider unterirdisch betreut und verkommt daher zur Spielwiese von Idioten und Fanboys. Habt ihr euch da schon mal Beiträge angeschaut?
Jeder "Die 10 besten WhatsApp-chats" Clickbaitartikel ist gehaltvoller als das Gestammel dort.

Natürlich war das zu erwarten. Wenn ein Forum leicht zugänglich ist und nicht moderiert wird, kommt nur Gülle bei heraus. Sieht man ja auch an der Bewertungen in Appstores. Die echten Bugreports übersieht man dann leider. Für die Entwickler ist der Hub in meinen Augen wertlos. Idee ist gut aber schlecht umgesetzt. Auch die jetzt neu hinzugefügte Möglichkeit den Schweregrad eines Bugs zu bewerten wird, wenn nicht aktiv eingegriffen wird, schnell missbraucht werden.
Auch ich werde nicht mehr Day1 ein Upgrade durchführen.