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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diskussion zu: Launch-Analyse AMD Ryzen 3000


Leonidas
2019-07-14, 22:49:43
Link zum Artikel:
https://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-ryzen-3000


PS: Hätte ich gern schon innerhalb der Woche geschafft, aber 2 Launches gleichzeitig sind einer zu viel. Gerade, wo ich nichts (bedeutsames) vorarbeiten kann, ich also wirklich immer erst ab Launchzeitpunkt loslegen kann.

PS2: Wichtiger gefixter Fehler (16. Juli 2019):
In der Performance-Erfassung zu Ryzen 5 3600/3600X gehört der zweite Wert nicht dem Ryzen 5 1600X, sondern dem Ryzen 5 2600. Die Werte wurden korrekt erfasst, nur die Tabellenkopfbeschriftung war falsch.

JVC
2019-07-14, 23:21:09
Bei der einen Tabelle kann ich helfen.

3900X 3,8/Max4,3/4,6 (sonnst würden viele Bretter schmoren^^)
3800X 3,9/Max?4,5?/4,5
3700X 3,6/Max 4,4/4,4
3600X 3,8/Max 4,4/4,4
3600 3,6/Max 4,2/4,2

Der PBO soll dann "alle Fessel sprengen" und nur noch auf die Temperatur achten ... hoffentlich funktioniert das bald mal
(PBO = Max Boost mit bis zu +200Mhz)

M.f.G. JVC

MrSpadge
2019-07-14, 23:47:44
Hi Leo,

Edit: vergesst die beiden Absätze. Scheint, als wenn Einstellungen im Ryzen-Master die "auto" Werte im BIOS beeinflussen. So ganz klar ist mir das noch nicht, aber ich lag ca. 100 mV unter Standard statt 20 oder 0 mV (bei letzterem gab's kiurz nach dem Post noch nen BSOD).

hab seit gestern Abend meinen 3700X im Einsatz. Und sehe gerade ein Verhalten, das zu "kein Übertaktungspielraum" passen könnte: Ich hab die CPU auf maximal 3,90 GHz limitiert, um den Verbrauch unter Dauerlast zu senken. Die Spannung geht dann auf 1,05 - 1,18 V (je nachdem,w elches Tool man fragt..). Jetzt habe ich versucht, den Verbrauch weiter zu senken, indem ich bei offset die Spannung gesenkt habe. -20 mV liefen ca. 30 Min Prime-AVX, -40 mV brachte schnell Fehler. Hab dann im BIOS -25 mV eingstellt... und es gibt innerhalb von Sekunden im Win nen BSOD!

Wenn das repräsentativ ist, dann würde precision boost seinem Namen alle Ehre machen und es wäre in der Tat überhaupt kein Spielraum vorhanden! Logischerweise dann auch nicht bei der Übertaktung. Interessant finde ich in meinem Bsp., dass mit den festen 3,9 GHz alle Faktoren wie "Temperatur" und "schafft der Chip überhaupt nen höheren Takt" raus sind. AMDs Einstellung scheint einfach auf 10 mV genau zu passen. Ganz im Gegensatz zu Bulldozer-Zeiten, wo sie öfters mal eben 0,2 V zu viel drauf gaben.

Anderes Thema: SoC-Power. Bei mir sind es aktuell 41 W für die Kerne und 28 W SoC. Da könnte man glatt sagen, schei* auf die Optimierung der Kerne, die SoC-Leistungaufnahme muss runter um effizienter zu werden. Hat jemand eine Ahnung, wie man das hinbekommt? Ich kann die SoC-Spannung per Offset senken, aber wie mir scheint kann der Chip sich selbst deutlich runterregeln, mehr als man vermutlich per Spannungssenkung schafft:
https://www.anandtech.com/show/14605/the-and-ryzen-3700x-3900x-review-raising-the-bar/19

Hier geht der Chip in's TDP-Limit und verschiebt dann selbst die Balance zwischen Kern- und SoC-Power hin zu mehr Rechenpower. Würd ich auch gerne hinbekommen, aber leider ignoriert meine CPU diese Einstellung auf meinem B450 Tomahawk mit aktuellem BIOS.

MrS

Ravenhearth
2019-07-15, 01:28:00
Der Ryzen 5 3600 (199$) erreicht hierbei einen sagenhaften Performance-Vorteil von ca. +52% gegenüber dem Core i5-9400 (182$), selbst der teurere Core i5-9600K (263$) wird noch um stattliche ca. +34% geschlagen und der preislich in einer ganz anderen Liga spielende Core i7-8700K (370$) nur um ca. -4% verfehlt.
Das liest sich als wäre der 3600 4% langsamer als der 8700k, aber laut Tabelle ist er schneller ;)

Leonidas
2019-07-15, 05:16:38
Das liest sich als wäre der 3600 4% langsamer als der 8700k, aber laut Tabelle ist er schneller ;)


Fehler vom Amt, gefixt. Danke fürs genaue Lesen!




3900X 3,8/Max4,3/4,6 (sonnst würden viele Bretter schmoren^^)
3800X 3,9/Max?4,5?/4,5
3700X 3,6/Max 4,4/4,4
3600X 3,8/Max 4,4/4,4
3600 3,6/Max 4,2/4,2


Quelle?

Kulasko
2019-07-15, 05:37:44
Das liest sich doch mal schön. So wie AMD vorgelegt hat, fragt man sich schon ein wenig, wie viel weiter Zen3 nächstes Jahr überhaupt noch gehen soll.

Zu den Abverkaufspreisen: Der größte Schwachpunkt im aktuellen Portfolio ist eigentlich nur der Einstiegspreis von 200€ für den 3600. Alleine dadurch bleibt der 2600 für knapp 125€ immer noch eine sehr empfehlenswerte Alternative für günstigere Systeme und/oder Aufrüstungen.

JVC
2019-07-15, 10:54:24
Quelle?
Videos, Forume das WWW.

Nix was in Stein gemeißelt wäre, aber es sieht absolut danach aus ;)

OK vielleicht doch etwas anders ... der 3600 boostet scheinbar bei manchen auf 4,4Ghz...
Langsam glaub ich das der "AC-Boost" keine harte Grenze hat...

M.f.G. JVC

Gast Ritis
2019-07-15, 11:15:09
Ich finde es unnötig an der Thermal DP so herumzumäkeln. Es ist nunmal eine bewust gewählte Grösse der Hersteller die nicht viel mit den Spitzenverbräuchen zu tun hat sondern die Systemzusammenstellung für den Normalbetrieb, Boost/Turbo ist in dieser TDP Sichtweise die Ausnahme. TDP ist für Büro-Rechner aber die richtige Grösse.

Man sollte höchstens bemängeln, dass die Hersteller den All-Core Boost nicht spezifizieren wollen bzw. auch nicht die dafür notwendigen Ströme in VA am Boardstecker damit User die richtigen NT und Kühlung für den Dauerzustand planen können.

Die Launch-Reviews sind durch die Bank nur Näherungen auf Basis der mangelnden Reife der BIOS-Versionen. Man wird um einen Nachtest in einigen Monaten nicht herumkommen, z.B. vor der "Holiday Season".
Die Gaming-Bewertungen sind zum Teil immer noch miserabel und verzerrend, es werden Rankings nach durschnittlichen FPS gemacht statt nach min-FPS. Die Tester-Branche hat immer noch nicht verstanden worauf es bei *Echtzeit*-Anwendungen wirklich ankommt. Die völling unsinnigen Benchmarks in niedrigen Auflösungen werden immer noch gemacht, obwohl das Ergebnis bei hohen Auflösungen sich dann schon mal umkehrt... gerade bei zu wenigen Threads mit hohem Takt und niedriger Speicherlatenz. Die Leser werden falsch beraten. Auch wenn jetzt die 4-Kerner zum Glück aussterben und das nicht mehr so tragisch wird. Naja, solange die nur auf den FPS Counter starren sind die am Ende auch wieder glücklich, spätestens wenn die dann die Auflösung reduzieren für die schönen Zahlen ;D

Surrogat
2019-07-15, 11:15:28
viel interessanter als die nunmehr ausreichend bewiesene Konkurrenzfähigkeit der Zen2 gegen Intel, finde ich die Leistungssteigerungen der einzelnen Ryzen Modelle untereinander
Mir scheint als wäre man mit dem 3600er schon optimal bedient, wenn die anderen Modelle abgesehen von der Mehranzahl Cores kaum Leistungssteigerungen bringen sollten

Auch das Thema OC kommt mir irgendwie zu kurz beim neuen Ryzen, da liest man kaum was zu

Mr.Smith
2019-07-15, 11:56:49
Da schon bald 2020 ist, finde ich, dass man mit dem 3700x optimal bedient ist, zusammen mit 2*16GB DDR4 auf 3600. (oder 2*32GB [4*16GB], falls man mehr braucht o.o)

Mit dem 3600 hingegen ist man gut bedient(, wenn man den aktuell noch zu hohen Preis außen vor lässt).

JVC
2019-07-15, 12:02:44
Auch das Thema OC kommt mir irgendwie zu kurz beim neuen Ryzen, da liest man kaum was zu

PBO/OC funktionieren noch nicht richtig.

PB2 hingegen funktioniert schon ganz gut. (der Default-Zustand)

Das wichtigste ist das Ding richtig kühl zu halten...
(im Optimalfall immer unter 60°c)

M.f.G. JVC

Gast
2019-07-15, 12:54:43
Videos, Forume das WWW.

Nix was in Stein gemeißelt wäre, aber es sieht absolut danach aus ;)

OK vielleicht doch etwas anders ... der 3600 boostet scheinbar bei manchen auf 4,4Ghz...
Langsam glaub ich das der "AC-Boost" keine harte Grenze hat...

M.f.G. JVC

Der Boost ist durch die freigegebene Spannungen unter bestimmten Lastzuständen Physikalisch zementiert da kommt nix mehr es sei den der Prozess wird besser .
Stilt hat auch gut dargelegt warum z.B. 4,4ghz Allcore oder mehr nicht funktionieren werden bei hohen Lasten und normaler Kühlung.
https://i.imgur.com/whQUAGj.png
https://i.imgur.com/zZ5eSEb.png

Die Energiedichte wird bei den dann fließenden Strömen zu hoch deswegen nimmt AMD auch die Spannung bei Vollast stark runter damit der Chip überlebt, mit max ca.1,325V kannste aber bei Ryzen keine 4,5Ghz oder mehr erreichen.
Allcore unter Vollast wird bei Allem was im Realeinsatz zum kühlen verwendet wird in den bekannten Bereichen 4,2-4,3 bleiben, mit Stickstoff bzw. deutlich niedrigeren Temperaturen geht klar mehr weil die CHips hier deutlcih weniger Vcore für den Takt brauchen wie Der8auer anhand seiners Temp zu Spannungsdiagramm Versuchs gezeigt hat das ist aber eher nicht Kinderzimmertauglich.

Surrogat
2019-07-15, 13:51:02
wenn man so liest das dieses und jenes Feature beim Ryzen noch nicht perfekt funktioniert, z.b. wurden ja teilweise sehr lahme Speichertransfers gemessen, dann denke ich das da noch einiges an Potential drin steckt, siehe PBO/OC

Fragt sich halt nur ob man das mit dem 2019er Ryzen lösen kann oder ob es erst im Refresh 2020 rundum funktionieren wird

Fallback
2019-07-15, 16:32:48
z.b. wurden ja teilweise sehr lahme Speichertransfers gemessen

Meinst du die Schreibleistung bei Speichertransfers? Die ist per Design bei ca. 50%, das soll so und ist vollkommen OK.

Lowkey
2019-07-15, 16:48:57
Die Tjunktion bei Intel liegt bei 100°. Bei 80° wäre alles noch i.O.
Bei AMD kenne ich sie nicht, aber die Temperaturgrenze lang weiter unten.

Bei der Kernspannung setzten alle Intelboards auf Schätzungen. Diese Werte sind von Mainboard zu Mainboard verschieden und somit mit dem Vcore eines Ryzens nicht vergleichbar.

Gast
2019-07-15, 16:56:17
Bei der Kernspannung setzten alle Intelboards auf Schätzungen. Diese Werte sind von Mainboard zu Mainboard verschieden und somit mit dem Vcore eines Ryzens nicht vergleichbar.

Wer sowas raushaut hat hoffentlich auch eine Quelle dazu. Wenn ich mir z.B. das Whitepaper zum CFL anshee sieht das alles andere als geschätzt aus.

Gast
2019-07-15, 18:25:25
Erstmal Danke für die Mühe diesen immer sehr hilfreichen Performanceüberblick darzustellen.



Dabei wäre sogar noch eine etwas bessere Performance-Differenz zugunsten von AMD denkbar, immerhin liegen zwischen Ryzen 7 3700X und Ryzen 9 3900X bei +50% CPU-Kernen/Threads (auf vergleichbaren Taktraten) nur +27,5% Performance – ist die Kern-Skalierung in der Breite der Anwendungs-Benchmarks also bei weitem nicht so gut wie einige wenige Standard-Benchmarks es oftmals vermitteln.

Bei einem Performanceanstieg von 27,5% bei einer Steigerung der Kernanzahl haben wir schon einen Anteil von parallelisiertem Code von >95%.

Realistischerweise ist da keine große Steigerung mehr zu erwarten.


Während nach dem Launch von Ryzen 2000 die vorherigen Ryzen-1000-Modell nach (kräftigen) Preissenkungen sich noch weiter im Markt halten konnten, wird dies nach dem Launch von Ryzen 3000 deutlich schwieriger.

Warum? Ein 2700X ist für ca. 265€ lieferbar, der 3700X kostet 342€.
Das sind 30% Mehrkosten, ohne dass man noch die teuren Mainboards betrachtet, bei gerade mal 15% mehr Spieleleistung bzw. 22% mehr Anwendungsleistung.

Es ist vielmehr umgekehrt, bei den aktuellen Preisen haben die Ryzen 3xxx keinen wirklichen Platz am Markt. Und dabei handelt es sich hier sogar um den "billigen" 8-Kerner, der 3800X muss erst zeigen, dass dieser überhaupt etwas im Gegensatz zum 3700X bringt.
Für den 6-Kerner sieht es nicht besser aus, ca. 20% Mehrleistung als der 2700X sowohl in Spielen als auch bei Anwendungen, für 200 statt 250€, also 33% Mehrpreise.

Defakto ist mit Ryzen3 die Performance/€ gesunken, nicht wie man bei einer neuen Architektur erwarten würde gestiegen.

von Richthofen
2019-07-15, 18:38:37
In diesem Sinne kann zu den derzeit kaum bzw. gar nicht getesteten Ryzen 5 3600X und Ryzen 7 3800X der Verdacht geäußert werden, das jene durchaus ihre Probleme haben könnten, beachtbar mehr Performance als Ryzen 5 3600 und Ryzen 7 3700X zu liefern. Jene Prozessoren-Pärchen treten jeweils zur gleichen Technik und nur mit höheren Taktraten an, wobei die Taktraten-Differenz mit jeweils ca. 200 MHz vergleichsweise mager ist, hinzu kommt noch eine höhere TDP von jeweils 65 auf 95 Watt.

Der 3800X hat eine TDP von 105W.

Gast
2019-07-15, 19:02:10
wenn man so liest das dieses und jenes Feature beim Ryzen noch nicht perfekt funktioniert, z.b. wurden ja teilweise sehr lahme Speichertransfers gemessen, dann denke ich das da noch einiges an Potential drin steckt, siehe PBO/OC

Das ist eine bewusste Designlimitierung, der IF ist nur in die Richtung IO-->Compute 32bit breit, in die andere nur 16bit.

Jedes Compute Die kann also defacto nur Singlechannel lesend auf den RAM zugreifen.

anddill
2019-07-15, 19:30:34
Das betrifft aktuell nur den R9-3900, und nicht die Leserate ist begrenzt, sondern die Schreibrate.
Ok, das war falsch. Alle Chiplets haben eine halbierte Schreibrate, nur bei den R9-CPUs gleicht sich das wieder aus, da die 2 Chiplets haben, so daß die gesamt-Schreibrate wieder gleich der Leserate ist.
Das ist eine bewusste Entscheidung für die beiden R9, Zen2, weil AMD festgestellt hat daß so der Durchsatz in der Praxis optimal ist.

MrSpadge
2019-07-15, 23:01:35
... ohne dass man noch die teuren Mainboards betrachtet
Dann betrachte doch stattdessen die älteren Mainboards, die auch für die 3000'er funktionieren. Mich hat der X570 auch nicht überzeugt, sodass ich mich für ein MSI B450 mit "BIOS Flashback" entschieden hab. So konnte ich das anfangs nötige BIOS Update einfach ohne alte CPU machen.

MrS

Leonidas
2019-07-16, 05:12:02
Der 3800X hat eine TDP von 105W.


Gefixt.





Warum? Ein 2700X ist für ca. 265€ lieferbar, der 3700X kostet 342€.
Das sind 30% Mehrkosten, ohne dass man noch die teuren Mainboards betrachtet, bei gerade mal 15% mehr Spieleleistung bzw. 22% mehr Anwendungsleistung.


Ich empfinde dies nicht als fairen Vergleich, weshalb ich den für die Analyse ausgelassen habe. Denn: Ryzen kommt nun mit Launch-Aufschlag in den Einzelhandel, normal sind sicherlich Straßenpreise eher zu 330€ für den 3700X (wie Listenpreis). Der 2700X ist hingegen jetzt schon auf Abverkaufspreisen, was ich einfach nicht werten will - der realistische langfristige Preis für den 2700X liegt bei 300-330€. Das wäre der korrekte Vergleich - und in dem liegt Zen 2 vorn, wenn man den realen Effekt von Ryzen 3000 betrachten will.

Du hast natürlich Recht, rein laut aktuellen Straßenpreisen ergibt sich ein anderes Bild. Dies ist aber wie gesagt Sondereffekten geschuldet. Mit ein wenig Abstand kann man die Sache sicherlich nochmals zum Thema machen.

Gast-xx
2019-07-16, 12:00:00
@Leo, die Händler halten sich beim Zen 2.0/3.0 Preis genau an die Vorgaben von AMD. Da ist kein Launchaufschlag dabei.

2700x 329 (Auslaufmodell/Abverkauf)
3700x 349
3800x 429

Letztere sind MSPR klar teurer. Der 3800x kann sich in keinem Szenario vom 3700x absetzen. Was soll dieser Quatsch, wahrscheinlich verwurstet AMD beim 3800x die schlechteren Dices (105W TDP) und subvensioniert den 3700x damit quer. Beide CPUs können sich unter Spielen nicht vom 2600 absetzen und der kostet derzeit unter 150$.

Vermutlich ist das erste gangbare Stepping für Consumer einfach Müll, siehe hier - dort wird nicht mal der angegebene Baseclock erreicht und gehalten! Und den muss man zumindest reißen, wenn man sowas ankündigt!: https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showpost.php?p=12050213&postcount=1748

Absolut schwach von AMD. Ich wartete Monate lang darauf das mein 1800x mal die 4,1 Boost erreichte und es ging dann nach zig Updates Stock nur auf einem x370 Premium Board mit Wasserkühlung. 2 Monate später war er kaputt un dich musste 5 Wochen auf Ersatz warten. Gigbayte war stink sauer weil die CPU das Board mit in Hardwaretod riss (Chipsatz defekt). Manuelles Overclocking wurde nie betrieben. Dann soll man solche Sachen im Vorfeld nicht versprechen. Das gehört klar auch in eine Analyse, weil man sonst die Leser und potentiellen Interessenten mit fehlerhaften Informationen versorgt und nur auf dem Hype mitschwimmt.

Derzeit kann man Zen 3.0 jedenfalls so nicht empfehlen und müsste ein teures x570 anschaffen, damit die CPUs auch den Takt halten den man versprach und auf die OVPs druckt. Aller Euphorie zum Trotz gehören solche Infos auf den Tisch! AMD macht da keine Ausnahme. Die nützen derzeit ihren Underdugstatus massiv aus und kommen mit nonsubtilen Erklärungen woran das liegen soll.

Man sieht in dem verlinkten Threadbeitrag klar was los ist, die Cores sind Müll, jeder legt einen Takt an wies ihm gefällt je nach Quali des Siliziums die die IF zu ermitteln scheint! Das deckt sich auch massiv mit 8auers Testergebnissen. Zudem ist ab 4 Cores wohl nur noch ein max Clock von 4.2GHZ für alle CPUs bindend. Wo ist dort eine Steigerung zu Zen 2.0 zu sehen? Man hat einfach nunmehr den maximalen (PBO) Boostclock angegeben, wobei es beim 2700x eher der allcore-Clock war. Der Zugewinn ist also kaum 100MHz. Das sind Spielchen mehr nicht. Der Votrteil liegt also nur noch beim Cache und dem MC bei höherem Takt (3200MHz). Das lief aber auf Zen 1.0 und 2.0 schon so (B-Dies), wenn der Partner ein kompatibles Bios liefert. Zudem hat man die CPUs wohl mittlerweile so weit optimiert, dass sie insbesondere in synthetischen Benchmarks gut abschneiden. Im wahren Leben merkt man davon genau Null.
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Was Asus und PCIe 4.0 angeht, wollten MSI und Gigabyte das auch umsetzen, hatten/haben sogar Biosversionen parat. AMD scheint dies unterbunden zu haben, Asus will aber wegen der eigenen Kundschaft nicht kleinbei geben. Es ist nicht vorstellbar, dass Hersteller etwas launchen das nicht unterstützt wird. PCIe 4.0 braucht hardwareseitig kein anderes Phy und auch nicht mehr Strom, es geht lediglich um Minimierung des TLP und Traffic Overhead bei Steigerung der Packet Efficiency, wobei die Adernpaare eine bestimmte Länge dabei nicht überschreiten dürfen (16cm).

Das kann auf den Boards die diese Vorgaben erfüllen, zwischen CPU und GPU klar stattfinden, nur müsste AMD alle Platinen diesbezüglich bei der PCI SIG nachträglich zertifizieren lassen und das wollen sie anscheinend vermeiden. Die reine Spezifikation ist für Mitglieder kostenlos, die Zertifizierung nicht und es hätte viel mehr Zeit in Anspruch genommen, bis das getestet worden wäre. Daher verwehrt AMD den Partner die Freigabe auf Prä-Chipsatzgens vor dem x570, wobei sogar x370 Highendboards diese Voorgaben erfüllen könnten. Technisch ist es klar umsetzbar und müssten die Partner genau wissen welchen Platinen dafür geeignet wären.

Die Retriktionen nehmen bei AMD jedenfalls massiv zu, wobei sie in der Vergangenheit eher dafür gelobt wurden diese zu lockern, scheint man jetzt völlig andere Wege zu gehen. Das kommt jedenfalls überhaupt nicht gut an, egal wo! Zudem steht im Raum das man die Marge massiv steigern will, was den Anlegern und Investoren von Lisa Su zugesagt wurde. AMD begibt sich derzeit auf einen schmalen und steilen Grad, man sollte aufpassen das die Meinung - AMD wäre ein offnes Unternehmen nicht alsbald umschlägt und der Launch nach hinten los geht. Derzeit benimmt man sich jedenfalls wie ein Elefant im Porzellanladen.

Bis zu 150A beim Zen 3.0 für den Sockel AM4 halte ich für irrwitzig. 7nm scheint hier wegen der erhöhten Energiedichte völlig zu verpuffen, bestensfalls ist es ein optimiertes 12-14nm Verfahren. Aber was weiß ich schon.;)

MFG

Gast-ollestag
2019-07-16, 15:05:22
Bei der einen Tabelle kann ich helfen.

3900X 3,8/Max4,3/4,6 (sonnst würden viele Bretter schmoren^^)
3800X 3,9/Max?4,5?/4,5
3700X 3,6/Max 4,4/4,4
3600X 3,8/Max 4,4/4,4
3600 3,6/Max 4,2/4,2

Der PBO soll dann "alle Fessel sprengen" und nur noch auf die Temperatur achten ... hoffentlich funktioniert das bald mal
(PBO = Max Boost mit bis zu +200Mhz)

M.f.G. JVC
AMD führte mit Zen ein geändertes Verhalten beim Abarbeiten von Threads ein, um die Threads auf alle verfügbaren Cores verteilen, unter Berücksichtigung Bereiche mit hoher Leistungsdichte zu gut wie möglich vermeiden, insbesondere dann wenn ein Prozessor sehr viele Cores bereitstellt. AMD platzierte dabei unter alten Gens (vor Matisse) die Threads ausreichend weit voreinander und über die verfügbaren CCX plus dessen Cores hinweg, um zu vermeiden das ein zweiter Thread auf einem bereits be-/ausgelasteten Cores platziert wird. Dies führte zu einer ausreichend guten Turboleistung (Boostclock), kann aber - wenn Threads dabei zu weit auseinander platziert wurden, zu hohe Latenzen verursachen. AMD ist daher unter Matisse von einer Hybrid-/zu einer CCX Threadgruppierung gewechselt, bei der zuerst ein vollständiges CCX mit Threads gefüllt wird, bevor überhaupt auf ein anderes CCX zugegriffen wird. AMD stellte fest, dass dies zur Erhöhung der Gesamtleistung von Zen 2.0 beiträgt (allein bis zu 15%).
Das Taktverhalten der CPU und einzelner Cores, ist also maßgeblich davon abhängig, wie viele Threads eine Anwendung oder ein Spiel fordert. Dabei versucht AMD die Threads wie angedeutet vollständig auf die CCX zu verteilen, was sich auch auf den Boostclock der Cores auswirkt (Höhe einzelner CCX und ab einer belasteten Kernanzahl). Dieser Technologiewechsel macht es unter Windows notwendig, bei voller funktionaler Unterstützung, zwingend das Mai 2019 Windows 10-Update aufzuspielen. Die Treiber-/ oder Agesaupdates reichen dafür allein nicht aus.
Gleichzeitig führte AMD mit Matisse ein optimiertes Clockramping ein, das ähnlich wie Intels - die P-Zustände beschleunigen kann (Leerlauf versus Lastbetrieb). Dabei lässt das Design ausreichend feine Stufen von bis 25 MHz zu, die man auch tatsächlich zu Gesicht bekommt. Taktänderungen wurden dabei unter Matisse-Gen, von 30msec nunmehr auf 1-2msec reduziert, so dass derzeitige Auslesetools diese ohne Optimierung bisher nicht erfassen können. CPPC2 (Collaborative Power Performance Control 2 genannt) kann dabei die Arbeitsleistung um bis zu 6% beschleunigen. Auch dafür braucht es zwingend das Mai 2019 Windows 10-Update und auch diese Zustände wirken sie auf das Boostclockverhalten aus.

Bitte beachten! Der Boostclock ist also davon abhängig, wie viele Threads abgearbeitet werden müssen und das Taktverhalten der einzelnen Cores (CCX) kann davon auch maßgeblich abhängig sein. Es macht dann auch keinen Sinn einen Core der nicht ausreichend ausgelastet wird, hochzutakten und damit Energie zu verschwenden. Bei vielen verfügbaren Cores kann sich die Taktrate der einzelnen Cores (innerhalb eines und ausserhalb eines CCX) also maßgeblich voreinander unterscheiden. Bei Auslastung mehrere Cores oder CCX, kann dann zuweilen der höchste XFR oder PBO Boostclock nicht mehr erreicht werden.

PBO kann also nicht immer entfesseln und im Inet derzeit aufkommendes Geblubber über die Boosttaktraten ist der höheren Threadauslastung von Anwednungen und Spielen geschuldet und der Verteilung in Threadgruppierung, wobei die Leistung trotzdem stimmt und man von den Techniken auch bei niedrigerem Takt merklich profitiert.

Wahrscheinlich hat das Roman (8auer) als Quelle nicht bedacht. Overclocking ist nicht alles.;)

Gast
2019-07-16, 17:26:21
Warum Listenpreise sinnfrei sind?

Ryzen 7 3600 199$; real 202€
Core i5-9400 /F 182$; real 149€

Weitere Werte gar nicht mehr recherchiert. Diskussion aber zwecklos.

Gast
2019-07-16, 18:42:25
Ich empfinde dies nicht als fairen Vergleich, weshalb ich den für die Analyse ausgelassen habe. Denn: Ryzen kommt nun mit Launch-Aufschlag in den Einzelhandel, normal sind sicherlich Straßenpreise eher zu 330€ für den 3700X (wie Listenpreis).


Die Preise sind genau da, wo man sie aufgrund des Listenpreises + Steuer vermuten würde.

Aber 330 oder 340€ macht auch keinen wirklichen Unterschied die neue CPU ist immer noch teurer als die alte.

Ich verstehe auch nicht was daran unfair sein sollte, wenn neue Hardware auf den Markt kommt hat diese sich an die aktuellen Gegebenheiten im Markt anzupassen und nicht daran was irgendwann vor 1 Jahr mal war. Und es ist ja nicht so, dass ich als Vergleich den einmaligen Primeday-Preis vom 2700X nehme, sondern den realen Marktpreis um den er mittlerweile schon mehr als 1 Monat herumschwirrt.

Aber nichtsdestotrotz, egal wie "Fair" man nun den Vergleich alter Generation mit aktueller Generation hält, macht die Aussage, dass sich die 2xxx Generation auch nach Preissenkungen nicht im Markt halten kann überhaupt keinen Sinn. Die Preissenkungen sind bereits passiert, und mit diesen hat die 2xxx Generation sogar das bessere Preis/Leistungsverhältnis als die 3xxx Generation.

Ganz im Gegenteil, dadurch dass es bei Ryzen 3xxx keinen 8-Kerner ohne X gibt und der Listenpreis des ersten 8-Kerners verdammt hoch ist gibt es überhaupt keinen Grund, dass Ryzen 2xxx schnell vom Markt verschwinden sollte.
Auch wenn die Ryzen 3xxx nach dem Launch noch 10% billiger werden ändert sich nichts an der Betrachtungsweise, dann ist das P/L-Verhältnis je nach CPU halbwegs gleich auf, bis immer noch mit leichten Vorteilen für 2xxx.

Eine neue Generation muss aber ein besseres P/L-Verhältnis bieten wie die alte um interessant zu sein.

Der Ryzen 3700X müsste auf dem aktuellen Straßenpreis des 2700X rutschen, der 3800X könnte dann die aktuelle Position vom 3700X einnehmen sowie der 3900X jene des 3800X.

Erst dann wäre die Zen2 Generation wirklich interessant, dann bekommt man wirklich 15-20% Mehrperformance fürs gleiche Geld. Und das ist nichtmal wesentlich mehr als Intel in den Jahren ohne Konkurrenz geboten hat.


Der 2700X ist hingegen jetzt schon auf Abverkaufspreisen, was ich einfach nicht werten will - der realistische langfristige Preis für den 2700X liegt bei 300-330€.

Wieso sollte der langfristige Preis bei
Das wäre der korrekte Vergleich - und in dem liegt Zen 2 vorn, wenn man den realen Effekt von Ryzen 3000 betrachten will.

Du hast natürlich Recht, rein laut aktuellen Straßenpreisen ergibt sich ein anderes Bild. Dies ist aber wie gesagt Sondereffekten geschuldet. Mit ein wenig Abstand kann man die Sache sicherlich nochmals zum Thema machen.[/QUOTE]