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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nichts vernünftiges studiert - und nun?


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Colin MacLaren
2012-06-06, 08:59:55
Ich melde mich hier um ein paar Anregungen zu sammlen.

Vor exakt einem Monat habe ich mein Studium beendet. Momentan warte ich noch auf die Abschlussnote und mache mir so langsam Gedanken über meine Zukunft. Leider sieht mein CV nicht so prall aus. Bis Mitte 20 war ich der totale Looser und hatte fe dacto nichts fürs Studium gemacht, sondern saß zu Hause bei Mutti, war pleite, Jungfrau und spielte lieber MMORPGs. Erst durch PU kamen Frauen, Auszug und seit 25 stehe ich finanziell auf eigenen Füßen. Daher habe ich die letzten 2 Jahre gut gekloppt und quasi den Großteil des Studiums durchgezogen (war bei jeder Prüfung aufgrund von Studienzeitüberschreitung im dritten Versuch) + nebenher ständig gearbeitet. Doch holen mich die Sünden meiner Jugend im CV natürlich wieder ein.

Facts:

- Magister: Neuere und Neueste Geschichte/Alte Geschichte/Sozial- und Wirtschaftsgeographie.
- Noten vor Magisterarbeit: 1,5, Abschluss wird sich also im Bereich 1,4 - 1,6 bewegen.
- VWL-artiger Fokus in Magisterarbeit und Geographieexamen, aber nichts quantitatives
- Praktikum im Museum
- paar kleinere EDV-Tätigkeitene (Pflege eines Webshops)
- seit Ende 2008 fuhr ich auf Montage als RollOut-Techiker, das lässt sich gut verkaufen
- das letzte halbe Jahr HiWi in einem Graduiertenkolleg
- Englisch schriftlich sehr gut (keine Probleme Fachtexte zu verstehen oder englische Texte zu verfassen), mündlich im Prinzip auch, immer wenn ich wieder etwas reinkomme, wobei ich das mündlich nicht als "verhandlungssicher" bezeichnen würde.
- noch rund 5000 EUR
- zwei Profs die mich toll finden und sicher Empfehlungsschreiben aufsetzen würden.


Schwächen:

- keine Auslandserfahrung
- keine einschlägigen Praktika
- Langzeitstudent mit 17 Semestern
- keine Ahnung von einschlägiger Software
- nur Englisch. Russisch hatte ich vor 10 Jahren mal in der Schule, das könnte ich evt. wieder auffrischen.

Optionen:

In der Graduiertenschule habe ich gute Möglichkeiten übernommen zu werden. Ich finalisiere heute mein Exposé und schicke es morgen weg. Die anderen drei HiWis wurden auch alle eingestellt. Das wäre pefekt, da muss ich mir lediglich 2-3 Seminare pro Woche reinziehen und bekomme ansonsten rein fürs Promovieren 1380 netto + Reisekosten. Dann käme auch die Auslandserfahrung, da für mein Forschungsvorhaben mehrere Monate Recherche in den National Archives und der Library of Congress unabdingbar sind. Die Idee mit der Graduiertenschule haben allerdings völlig verrückterweise noch andere. Viele andere. Also benötige ich Alternativen, falls das nichts wird.

Wo könnte man mit den Voraussetzungen arbeiten? Ich will nicht wie die meisten hier die krasse Kariere anstreben. Mit 25-30k und einer gelebten 40h-Woche als mittelfristiges Ziel wäre ich mehr als zufrieden. Der Traum war schon (seit ich 15 bin) der höhere Archivdienst. Alternativ gern auch im Museum, da ich die Tätigkeiten dort als sehr abwechslungsreich und spannend empfand. Das geht natürlich beides nicht ohne Promotion, und die wird schwierig über die Bühne zu bringen, wenn das mit der Graduiertenschule nichts wird. Nun muss man aber sagen, dass dies ein sehr unrealistisches Ziel ist. Auch mit Promotion landet man erstmal bestenfalls und mit viel Betteln irgendwo in Hintertupfingen fürs 1200 brutoo Volo. Bei den relvanten Positionen im höheren öffentlichen Dienst werden ausschließlich Frauen eingestellt. Das steht auch auf sämtlichen Ausschreibungen drauf, dass bei gleicher Qualifikation Frauen bevorzugt werden. Da sitzen noch aus älteren taghen zuviele Männer, so dass erstmal die nächsten 10-15 Jahre eigentlich ausschließlich Frauen genommen werden, bis die 50/50-Quote erreicht ist.

Folglich bleibt mir nichts anderes übrig, als etwas richtiges zu lernen. Jetzt hänge ich erstmal in der Mühle des Arbeitsamtes, Ene des Monats mache ich einen Fernkurs "BWL für Geisteswissenschaftler" und bemühe mich danach um Trainee-Stellen.

Ich habe eine hohe IT-Affinität, kann aber leider nichts "Richtiges". Was wäre hier eine sinvolle Möglichkeit, möglichst ohne viel finanziellen Invest, sich weiterzubilden und die Chancen zu verbessern? Paar alte Router auf ebay kaufen, Selbststudium + Cisco-Schein (CCNA)? Selbststudium irgendwas Richtung Windows-Server-Administration? Ist das realistisch zu packen?

Dann mit den beiden Sachen und BWL-Grundlagen irgendwo 2-3 Jahre arbeiten, Master of Business Informatics bzw. MBA IT-Management ranhängen?

DerEineHades
2012-06-06, 10:37:18
Wenn du promovieren willst, solltest du tatsächlich zusehen, dass du in dem Kolleg landest, mit 17 Semestern nimmt dich kein anderes, keine Stiftung und die LGraFög erst recht nicht. Ich persönlich halte es immer für sehr unsinnig, wegen geringer Chancen seine wahren Ziele nicht zu verfolgen. Sonst verfolgen die einen nämlich, für den Rest des Lebens.

Es spricht natürlich nichts dagegen, sich nebenher zusätzlich zu qualifizieren.

ScottManDeath
2012-06-06, 10:39:19
http://www.wizards.com/magic/magazine/article.aspx?x=mtg%2Fdaily%2Fmm%2F198&dcmp=ilc-mtgrss#80582 Passend zum Thema Traumjob...

Watson007
2012-06-06, 10:46:23
@TS: und wie alt bist du jetzt?

Du wohnst in Chemnitz, sieht die Arbeitsmarktsituation dort gut aus? Ich denke eher nicht...

Krümelmonster
2012-06-06, 11:12:16
Wenn du promovieren willst, solltest du tatsächlich zusehen, dass du in dem Kolleg landest, mit 17 Semestern nimmt dich kein anderes, keine Stiftung und die LGraFög erst recht nicht. Ich persönlich halte es immer für sehr unsinnig, wegen geringer Chancen seine wahren Ziele nicht zu verfolgen. Sonst verfolgen die einen nämlich, für den Rest des Lebens.

Es spricht natürlich nichts dagegen, sich nebenher zusätzlich zu qualifizieren.

Die Frage ist ja auch was bringt dir die Promotion, wenn du schon selber sagst, dass du mit dem Studium wenig anfangen kannst. Dann bringen dich gut 3 Jahre Promovieren ja auch eher weniger weit, wenn die Aussichten auf einen Job danach immer noch mehr als Mau sind. Monetär scheint mir das in jedem Fall auch nicht das Gelbe vom Ei zu sein.

Wenn du dich auf der anderen Seite jetzt aber mit BWL Aufbaukursen (da bist du aber immer noch jedem einfachen Kaufmann, der womöglich nur 2 Jahre in der Ausbildung war hinterher) etc. qualifizieren möchtest, dann wieder einen dritten Strang aufziehst, nämlich dich als Systemadmin zu qualifizieren wirkt das alles etwas planlos und letzten Endes musst du dir die bittere Frage stellen, wofür du dann 17 Semester deines Lebens "verschwendet" hast :/ Daher wäre mein Rat an dich (ich weiß nicht wie gut die Note einzuschätzen ist im Vergleich mit den Komilitionen), ob du nicht irgendwie alles erdenkliche versuchen kannst an richtige Jobs bzw. qualifizierende Praktika heranzukommen (vielleicht ja auch im Ausland), die dich als Akademiker wertschätzen und für die du keine weiteren 3 4 5 Jahre deines Lebens herumrudern brauchst um dann ja wieder vor der gleichen Frage zu stehen.

Solltest du zu dem Ergebnis kommen, dass es nichts gibt würde ich mir auch mal überlegen, ob es nicht klüger ist 3 Jahre lang einen Bachelor in BWL oder eben Informatik zu absolvieren. Würde dich wahrscheinlich weiter als die Promotion bringen...

Btw. das mit den "wir stellen nur Frauen ein" klingt ziemlich strange. Verstößt das nicht gegen die Gleichstellung von Mann und Frau. Ich würde mal fast sagen dagegen könnte man klagen. Selbst wenn sie dich dann nicht nehmen müssen sie dich in Form von 1 2 Monatsgehältern oder so entschädigen.

Colin MacLaren
2012-06-06, 12:11:04
Es lässt sich ja nicht nachweisen, dass die Frau einem vorgezogen wurde weil sie eine Frau ist. Dann war sie eben im Vorstellungsgepräch sourveräner/whatever.

Das waren nur Ideen, entweder IT oder kaufmännischer Bereich als Zusatzqulifikation, wobei ich dem BWL-Zeugs erstmal den Vorzug gebe. Das sind mehrere Vorlesungen aus dem Bachelor zusammengefasst. Daher war erstmal das Ziel: fachnah bewerben + den BWL-Kurs. Wenn es fachnah nix wird, auf Traineestellen alös Quereinsteiger.

Bwei Praktika weiß ich eben immer nicht, wie ich die finanzieren soll. Wenn es 500 EUR gibt, aber das 10m²-Zimmerchen in Stuttgart 400 EUR, dann sieht es mau aus. Verschweendet hab ich die 17 Semester sicher nicht, schön war es ja. Aber jetzt holt einen das blauäugige Humboldtsche Bildungsideal, was einem mit 18 so frühlich eingebleut wird, wieder ein. Ich bin btw. 28.

Shink
2012-06-06, 12:28:52
Du hast jede Menge Fachwissen in diversen Fächer - du musst eine Stelle finden, die halbwegs dazu passt. Dann kannst du Leute ausbooten, die kein Geschichte-Studium, kein EDV-Wissen o.ä. haben. Such dir also deinen Traumjob (Archivar? Softwareunterstützung für Archivare?) und arbeite darauf hin - mit diversen kleineren Jobs und Weiterbildungen, denn du wirst Erfahrung brauchen.
Wenn du in Sachen Wohnort etc. flexibel bist und was am Kasten hast, kann das funktionieren. Sag ich jetzt einfach mal.

Commander Keen
2012-06-06, 13:04:16
Taxifahren soll auch Spaß machen. Das ist jetzt nicht mal sarkastisch gemeint, sondern (leider) die Realität für etliche Geisteswissenschaftler.

ux-3
2012-06-06, 13:16:52
Mach die Arbeit für dein Ziel statt dir ein Ziel für deine Arbeit zu suchen. Was da für dich am meisten Sinn macht, das musst du wirklich selbst entscheiden.

Wenn ich hier im 3dc so lese, berichten viele ITler doch darüber, dass es keinen Fachkräftemangel gibt. Du hast ja eher ein humanistisches Studium, rangierst auf der hmx-Skala (und dem Keen Troll Index) also eher unten. "Fachkräftemangel" gibt es aber dort duchaus. Eine Bekannte ist Lehrerin und sie berichtet, dass Englischlehrer seit Jahren Mangelware sind. Sie hatte noch mehr genannt, ich hab mir aber nur Englisch gemerkt. Bei meinen Kindern fällt z.B. auch oft Unterricht wegen Lehrermangel aus.

Viel Erfolg!

Übrigens: Loser mit einem o. ;)

Edit: Colin, hast du eigentlich hier mal ein Statement abgegeben:
http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=527784
Dein "Schicksal" ist ja für den Thread nicht ganz ohne Bedeutung.

Peppi41
2012-06-06, 13:17:13
Ich frage mich gerade, wie man mit 15 den höhren Archivdienst anstreben kann?!?!?!?!

Derweil finde ich deine Fächerkombination eher unglücklich, aber daran kann man jetzt eh nichts ändern.
Wenn du aktuell keine konkreten und einigermaßen vielversprechenden Optionen hast die sich auch finanziell lohnen finde ich die Idee mit dem Bachelor etwa in Informatik gar nicht schlecht. Dann aber jetzt und direkt, sonst wirst du langsam zu alt...

Watson007
2012-06-06, 13:33:02
Mit 28 bist du noch nicht "zu alt" um dich weiterzubilden, ich habe mit 32 mein Studium begonnen.

es ist etwas unglücklich dass du Geisteswissenschaften studiert hast, das ist eher eine brotlose Wissenschaft schätze ich.

du bist dir also nicht sicher ob du mehr Richtung BWL oder IT weiterlernen sollst?! was interessiert sich denn mehr?!
du bist fachlich breit aufgestellt aber eine richtige Neigung lässt sich da nicht feststellen imho.

die Richtung muss schon eindeutig sein, wenn nicht in der Vergangenheit dann zumindest jetzt. Du musst dich entscheiden. Recherchiere was in deiner Umgebung mehr gefragt ist, studiere Stellenanzeigen um deine Richtung auszumachen. Natürlich solltest du nicht nur danach entscheiden, sondern auch berücksichtigen was dich mehr interessiert.

Gouvernator
2012-06-06, 17:22:47
Ich frage mich gerade, wie man mit 15 den höhren Archivdienst anstreben kann?!?!?!?!


Hab mich auch gefragt!! ;D Hermes Conrad - Bureaucrat...
Gut ich mag es auch Zeug zu stapeln, aber mein Zeug. Da fällt mir gerade ein... die Pöbel Alternative zum höheren Archivdienst: Baggerfahrer auf ner Müllhalde. /@TS na...? :wink:

hadez16
2012-06-06, 18:21:54
Darf ich mal Fragen was man sich dabei denkt sowas zu studieren? Ich meine man muss sich doch denken "ich will als XYZ arbeiten also studiere ich das" oder "wenn ich das studiert habe kann/will ich als XYZ arbeiten"

Bitte XYZ mit deinem Ziel ersetzen.

Gouvernator
2012-06-06, 18:33:20
Darf ich mal Fragen was man sich dabei denkt sowas zu studieren? Ich meine man muss sich doch denken "ich will als XYZ arbeiten also studiere ich das" oder "wenn ich das studiert habe kann/will ich als XYZ arbeiten"

Bitte XYZ mit deinem Ziel ersetzen.
Familiäres Umfeld vielleicht. Wie in einem Witz, kleiner Sohn des Kapitäns fragt : Papa wenn ich mal groß bin kann ich wie du Kapitän werden?- Ja, Sohn. Kann ich dann auch General werden? Nein, Sohn. Der General hat auch ein Sohn.

Colin MacLaren
2012-06-06, 18:44:00
Man denkt sich mit 18 man müsse ja da studieren, was einem Spaß, Interesse und Freude bringe, sonst habe es keinen Sinn. Dann geht der kleine Colin an die Uni, liest die tollen Prospekte die irgendetwas von "höherer Nachfrage nach geistes- und kulturwissenschaftlich ausgebildeten Fachkräften" schwafeln, denkt sich "an der Uni, im Museum, im Archiv, in Bibliotheken, da gibt's doch genug Felder" und denkt sich "Läuft." Wie so der Arbeitsmarkt aussieht, speziell die Sache, dass nur Frauen eingestellt werden, das rafft man doch mit 18 noch nicht.

Gast
2012-06-06, 18:48:06
Alos so dermaßen ab vom Schuss ist ein Geographiestudium nicht. Das ist auf dem Arbeitsmarkt mehr wert als Kunstgeschichte oder *-istik.
Lehrer zu werden ist attraktiv, aber das geht nur mit dem Lehramtstudium. Da müsste der TS sich nach entsprechenden Fortbildungen oder einem Master of Education informieren.
Ansonsten ist mir mal zB das empirica Institut über den Weg gelaufen. Die suchen ab und an Volkswirte und Geographen. Das könnte zB was sein.

drexsack
2012-06-06, 18:48:40
Also bevor du drei weitere Jahre einer (vermutlich) nutzlosen Promotion widmest, würde ich eher in drei Jahren einen sinnvollen Bachelor machen.

Odal
2012-06-06, 19:09:39
Wenn ich hier im 3dc so lese, berichten viele ITler doch darüber, dass es keinen Fachkräftemangel gibt.

Einen Fachkräftemangel gibt es schon. Der Kanackpunkt ist nur der, dass man als Absolvent nicht diesen Bedarf decken kann, da das Spektrum einfach zu groß ist und "Fachkraft" hier zumeist soweit in die Tiefe geht wo keine Uni/FH mehr was abdeckt.
Ergo muss man auch als ITler erstmal den Einstieg finden.


Promovieren würde ich eher nicht, da du ja eh schon meinst du hättest nichts vernünftiges studiert.
Nochmal ein Studium dranhängen klingt generell nicht schlecht, mir stellt sich da nur die Frage nach der Finanzierung?
Ansonsten könntest du natürlich auch erstmal "hartzen" und versuchen übers Amt eine IT Qualifikation zu bekommen (also 12-18 Monate irgendwas).

Everdying
2012-06-06, 19:59:27
Interessiert dich denn BWL/VWL? Ich mein, Geschichte kann man ja auch mit BWL/VWL verbinden. Fast alle richtig guten Profs bei uns haben 3-4 verschiedene Studienbereiche abgeschlossen, darunter auch Sachen wie Philosophie, Deutsche Philologie, Geschichte etc. und das merkt man. Die Typen sind halt nicht nur in ihrem Fachbereich absolut spitze, sondern haben ein unglaubliches Allgemeinwissen. Ein Abschluss in Geschichte und Geographie sind also bestimmt hilfreich... allerdings wohl wirklich nur in Verbindung mit einem "praxistauglicheren" Abschluss.

Popeljoe
2012-06-06, 20:39:24
Hm: hab ne ähnliche Vita wie du gehabt.
Studium erst ab 24, Wechsel des Studiengangs nach 6 Semestern, entsprechende Studienzeit.
Ging bei mir erst nach diversen Umwegen richtig los, sprich: ich habe ca. 7 Jahre Durstzeit gehabt in denen ich auch ziemlich viel dreck schlucken musste.
Stell dich einfach darauf ein, dass du Umwege gehen musst, um an dein Ziel zu kommen.
Du wirst aber sicher ne Menge dabei lernen, ist also auch nicht so schlecht.
Den Weg über weitere 3 Jahre und Doktortitel würde ich nicht machen, weil du nicht jünger wirst und einfach nur noch überqualifizierter bist, wenn du fertig bist.

Estella
2012-06-06, 21:43:55
Hallo,

hast du dich schon mal ernsthaft im öffentlichen Dienst umgesehen?

Das mag eventuell auf den ersten Blick ein wenig abschrecken, kann jedoch als Einstieg sehr hilfreich sein. Was in den Ausschreibungen gesucht wird und letztendlich eingestellt wird stimmt eh nicht überein. Also einfach bewerben! Man hat ja eh nichts verloren, sollten sie einen nicht nehmen.
Dein Profil ist genau das gesuchte im ÖD. Hochschulbildung mit Interesse aber wenig Erfahrung.
Alles andere kann nämlich nicht gefunden / gehalten werden.
Nach 3-4 Jahren kann man dann mit echter Berufserfahrung versuchen in die private Wirtschaft zu wechseln, sollte man noch immer Interesse daran haben. Viele bleiben aber auch im ÖD.
Und du meinstest ja auch schon dass 30K bei 40 Std, dafür aber ruhig und sicher, genau das ist was du grad suchst.

Die Floskel Frauen werden bevorzugt ... MUSS in die Stellenausschreibungen im ÖD reingeschrieben werden. Das heißt nicht, dass Frauen auch wirklich genommen werden. Ausserdem ist fraglich, ob sich überhaupt Frauen bewerben.

Sollte ein Wohnortwechsel in Frage kommen, dann schau dich mal um.
Hier findest du z.B. die 'Rechenzentren' der Länder, welche die eigentlichen IT-Jobs anbieten.
Link (http://www.lskn.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=25654&_psmand=40)

Gruß
Estella

Colin MacLaren
2012-06-07, 12:18:45
Und was soll ich da amchen? Gerade der öffentliche Dienst ist extrem überrannt bei den wenigen Stellen, die es für mein Fach gibt. Da wollen ALLE hin, da kriegt man nicht mal ein Volo am Museum für 1200 EUR Brutto wenn man nicht schon den Dr. vorne dran und einen Musterlebenslauf hat.

DerEineHades
2012-06-07, 13:47:41
Also bevor du drei weitere Jahre einer (vermutlich) nutzlosen Promotion widmest, würde ich eher in drei Jahren einen sinnvollen Bachelor machen.

Das klingt erstmal klug, ist es aber nicht zwingend. Entweder hast du zufällig Eltern, die das mitmachen, oder bekommst kein Bafög, und dann schau mal, wie du einen Bachelor in drei Jahren durchziehst und selbst finanzierst.

Ich stand mal vor einer ähnlichen Frage. Hatte parallel zu meinem geisteswissenschaftlichen Studium Informatik studiert. Hab Informatik geschmissen, um in Ruhe promovieren zu können. Wie das zum Schluss für mich ausgeht, ist eine andere Frage, aber da es mir darum ging, meine Zeit mit etwas zu verbringen, das ich mag, statt mich über mein Gehalt zu sorgen...aber ich würde mit 1200 netto im Monat lleben können, solange der Beruf befriedigt

hadez16
2012-06-07, 13:47:42
Mach eine Ausbildung. Der Karren ist gegen die Wand gefahren, da kommt man nur mit ner Ausbildung raus....meine Meinung.

DerEineHades
2012-06-07, 13:53:53
Achso, kohle habe ich jetzt erstmal auch nicht. Ist richtig beschissen, dürfte sich aber bald erledigt haben. Man muss Prioritäten setzen, und ich verschwende meine Zeit sicher nicht auf etwas, das mir keinen Spaß macht.

Watson007
2012-06-07, 13:55:36
Mach eine Ausbildung. Der Karren ist gegen die Wand gefahren, da kommt man nur mit ner Ausbildung raus....meine Meinung.

eine betriebliche Ausbildung ist nicht viel wert auf dem freien Arbeitsmarkt, dann lieber einen Bachelor, dauert genauso lang.
musste halt vielleicht nebenbei kellnern oder sowas....

gerade in der IT-Branche wird viel Wert auf diese akademischen Titel gelegt, ist zumindest meine Erfahrung.

Watson007
2012-06-07, 15:02:27
@Colin MacLaren

seit einem Monat arbeitslos, bewirbst du dich überhaupt? Scheint wohl so das du nichts findest und deswegen ja einen BWL-Kurs anfangen willst, aber das ist keine zwingende Schlußfolgerung.

1 Monat arbeitslos ist ja noch nicht lang.... aber du schreibst nichts direkt über deinen Erfolg bei den Bewerbungen. Wann hast du angefangen dich zu bewerben?

evtl. könntest du ja auch ein Bewerbungscoaching oder sowas besuchen...

Estella
2012-06-07, 16:22:19
Und was soll ich da amchen? Gerade der öffentliche Dienst ist extrem überrannt bei den wenigen Stellen, die es für mein Fach gibt. Da wollen ALLE hin, da kriegt man nicht mal ein Volo am Museum für 1200 EUR Brutto wenn man nicht schon den Dr. vorne dran und einen Musterlebenslauf hat.


Ich hatte dir die IT-lastigen Jobs rausgesucht. Nat. haben die nichts mit deiner Ausbildung zu tun. Wenn du einen Job suchst, der zu deiner Ausbildung passt, kann ich dir leider nichts vorschlagen, da ich da auch nichts weiss ;)
Das solltest du ehr wissen, kommst ja aus der Ecke...
Ich kann dir nur sagen, dass im ÖD für die IT-Sparte fachfremdes Personal sehr gerne genommen wird. Einzige Voraussetzung ist wie gesagt ein Hochschulabschluss und IT-Interesse.
Ich war ja auch eine Zeit lang im ÖD und da wurden reihenweise Geologen, Biologen, Geographen etc. eingestellt. Alle auf IT-Jobs.
In die Verwaltung kam man nur mit passender Ausbildung.
Allerdings wenn dein Ziel eh der ÖD ist, kannst du auch erstmal 'fachfremd' anfangen und dich dann intern auf eine andere Stelle bewerben. Hauptsache man hat erstmal den Einstieg geschafft.
Mit der Frage 'Was soll ich da machen' hörst du dich allerdings ehr so an, als wenn du hier wissen willst wie du Archivar werden kannst und nicht wie du evtl. überhaupt erstmal eine Stelle bekommen kannst.
Warum willst du denn BWL jetzt noch machen? Glaubst du mit 30 bekommst du mit ein wenig BWL besser ne Stelle als Archivar oder sonst wo in der Verwaltung? Das wage ich zu bezweifeln.
Wie mobil bist du denn? Wenn bei dir in der Gegend grad im ÖD nicht eingestellt wird, schau dir doch mal andere Bundesländer an.
Aber fang erstmal irgendwas an, was den Grundstein für eine Entwicklung legen kann. Die wenigsten finden nach dem Studium mit der ersten Bewerbung ihren Traumjob, den sie bis zum Ende ihrer Tage machen werden.
Ich bin auch mehrere kleine Etappen gegangen, die jetzt im Nachhinein alle gut aussehen. Anfangs hat man sich aber schon gefragt, ob das das richtige ist. Hauptsache man macht etwas und wenn es nur im entferntesten mit dem Ziel zu tun hat. Längere Arbeitslosigkeit führt wirklich zu Problemen bei späteren Bewerbungen.
Und spätere Bewerbungen aus einem bestehenden Job sind wesentlich angenehmer, da auf einem selbst nicht so ein Druck lastet.

Morale
2012-06-07, 16:37:36
Wenn ich beim Arbeitsamt nach Achivar (geh. Dienst) suche kommen schonmal 5 Stellen raus.
Hast du an jede schon eine Bewerbung geschrieben?
Ich weiß jetzt nicht wie der Magister von dir einzuordnen ist, da blick ich null durch.
Gefordert ist meist Fachhochschulabschluss als Diplom-Archivar oder Vergleichbares.

Und klar da steht überall Frauen und Behinderte zu erst (hack dir doch beide Beine ab *scherz*), das steht aber überall bei fast jeder freien Stelle im öD.
Wenn du der beste bist bekommst du auch die Stelle und nicht die viel schlechtere Frau.

PS:
Nur nach Achivar suchen, da gibts schonmal ~50 Stellen.
Dass du jetzt flexibel sein musst was deinen Arbeits/Wohnort angeht ist dir hoffendlich klar.

http://www.muenchen.de/media/lhm/_de/rubriken/Rathaus/por/stellenangebote/pdf/12_564_075_pdf.pdf
:)

hadez16
2012-06-07, 17:33:27
eine betriebliche Ausbildung ist nicht viel wert auf dem freien Arbeitsmarkt, dann lieber einen Bachelor, dauert genauso lang.
musste halt vielleicht nebenbei kellnern oder sowas....

gerade in der IT-Branche wird viel Wert auf diese akademischen Titel gelegt, ist zumindest meine Erfahrung.

Bevor ich mir einen Theorie-Zombie von der Uni einstelle der noch nie ein Tacken geschafft hat hole ich mir doch lieber einen Fachinformatiker (um das Beispiel IT anzuführen) der bereits Plan von der Praxis hat. Das ist meine Erfahrung.

Oder was erhofft man sich von Akademikern? Dass sie besser gekleidet zum Vorstellungsgespräch kommen?

Watson007
2012-06-07, 18:00:37
das höhere Ansehen von Akademikern zeigt sich u. a. auch in der Bezahlung, in der nachfolgenden Gehaltsentwicklung sind Personen mit einer abgeschlossenen Lehre sogar mit ungelernten gleichgesetzt, was imho viel über das Ansehen von betrieblichen Ausbildungen aussagt:

Die Reallöhne der Universitätsabsolventen stiegen dagegen seit Mitte der 80er Jahre um 22 Prozent, die der Fachhochschulabsolventen oder der Meister immerhin um 17 bzw. 18 Prozent. Personen mit einer abgeschlossenen Lehre müssen seit 2003 wie die Ungelernten Rückgänge hinnehmen, haben aber noch sieben Prozent mehr als Mitte der 80er Jahre.

Quelle: http://www.iab.de/de/informationsservice/presse/presseinformationen/fo0111.aspx

schau dir auch das Beispiel hier einmal an:
http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/nachwuchs-sitzt-auf-der-strasse-id4994736.html

Im Agenturbezirk Dortmund haben in diesem Jahr 1267 junge Menschen ihre Ausbildung abgeschlossen, um direkt in die Arbeitslosigkeit zu gehen. 500 davon – „querbeet durch alle Berufszweige“ – seien noch immer Kunden der Agentur

Colin MacLaren
2012-06-07, 18:00:49
Ich hatte dir die IT-lastigen Jobs rausgesucht. Nat. haben die nichts mit deiner Ausbildung zu tun. Wenn du einen Job suchst, der zu deiner Ausbildung passt, kann ich dir leider nichts vorschlagen, da ich da auch nichts weiss ;)
Das solltest du ehr wissen, kommst ja aus der Ecke...
Ich kann dir nur sagen, dass im ÖD für die IT-Sparte fachfremdes Personal sehr gerne genommen wird. Einzige Voraussetzung ist wie gesagt ein Hochschulabschluss und IT-Interesse.
Ich war ja auch eine Zeit lang im ÖD und da wurden reihenweise Geologen, Biologen, Geographen etc. eingestellt. Alle auf IT-Jobs.


Das wusste ich nicht, das fachfremdes Personal genommen wird. Ich bin zwar sehr IT-affin und kann den ganzen üblichen Kram (Fehlerdiagnose bei Hardware und im OS, Schrauben, kleines Homenetzwerk aufbauen, ect.), aber habe keine "harten" Kenntnisse was z.B. Programmierung bzw. die Adminstration eines Windows- oder gar Unix-Servers angeht. Wenn ich z.B. das Lehrbuch für einen Cisco-Schein anpacke, dann raucht aber der Kopf. Daher dachte ich, dass so etwas sowieso rausfällt bzw. erhoffte ich mir hier konkret Vorschläge zu bekommen in die Richtung "Mach CCNA + den und den Kurs, dann hast Du die Kenntnisse die für einen IT-Quereinsteiger in den Öffentlichen Dienst genügen." Grundsätzlich bin ich dem ja sehr aufgeschlossen, erhoffte mir nur von einem IT-Forum wie diesem hier von fachkundigen Leuten ein paar Tipps, welche Zertifikate man sich aneignen könnte.

Wenn ich beim Arbeitsamt nach Achivar (geh. Dienst) suche kommen schonmal 5 Stellen raus.
Hast du an jede schon eine Bewerbung geschrieben?
Ich weiß jetzt nicht wie der Magister von dir einzuordnen ist, da blick ich null durch.
Gefordert ist meist Fachhochschulabschluss als Diplom-Archivar oder Vergleichbares.

Und klar da steht überall Frauen und Behinderte zu erst (hack dir doch beide Beine ab *scherz*), das steht aber überall bei fast jeder freien Stelle im öD.
Wenn du der beste bist bekommst du auch die Stelle und nicht die viel schlechtere Frau.

PS:
Nur nach Achivar suchen, da gibts schonmal ~50 Stellen.
Dass du jetzt flexibel sein musst was deinen Arbeits/Wohnort angeht ist dir hoffendlich klar.

Mir ist klar, dass es für AUSGEBILDETE Archivare Posten gibt. Das sind aber die, die entweder eine Ausbildung zum gehobenen Dienst nach dem Abi gemacht haben und dabei an der FH Archivar studierten. Meine ursprüngliche Intention war der höhere Dienst, und dazu benötigt man ein Geschichts- oder ähnliches Studium und macht dann als Beamtenanwärter eine zweijährige Ausbildung mit Staatsexamen. An die ausgeschriebenen Posten käme ich folglich nur mit der Ausbildung an der FH oder dem Staatsexamen zum Archivassesor.

"Die Ausbildung wird von den Ausbildungsarchiven des Bundes und der Länder durchgeführt. Ausschließlich sie nehmen Bewerbungen für die Ausbildungsstellen im höheren und gehobenen Archivdienst entgegen."

Das schwierige ist folglich nicht eine Stelle zu bekommen, sondern einen Ausbildungsplatz (im Sinne eines zweijährigen Refarandariats, was auf ein Studium + Promotion aufbaut).

ux-3
2012-06-07, 18:04:25
Meine ursprüngliche Intention war der höhere Dienst, und dazu benötigt man ein Geschichts- oder ähnliches studium und macht dann als Beamtenanwärter eine zweijährige Ausbildung mit Staatsexamen. An die ausgeschriebenen Posten käme ich folglich nur mit dem Staatsexamen.

Und warum kannst du diesen Plan so nicht machen? Das Studium hast du doch, oder? :confused:

Morale
2012-06-07, 18:32:11
@Colin MacLaren
Achso, wie gesagt ich blick(t)e da nicht so durch durch die ganzen Bezeichnungen und was du genaus so kannst mit dem Magister und wie sich FH zu Uni verhält ;)

PHuV
2012-06-07, 18:35:00
Ich kann dir nur sagen, dass im ÖD für die IT-Sparte fachfremdes Personal sehr gerne genommen wird. Einzige Voraussetzung ist wie gesagt ein Hochschulabschluss und IT-Interesse.

Ich kann Dir auch sagen, warum! Weil die erstens billiger sind, und die IT-ler lieber die besser bezahlten Jobs nehmen, und diese Leute aufgrund mangelnder Fachkenntnisse auch nicht aufmucken und mal sagen können, daß vieles sehr daneben läuft. Man muß auch sagen, entsprechend sieht die IT dann auch meistens aus. :rolleyes: Besonders geil wenn Leute mit behördlicher Ausbildung Verwaltung etc. dann einen 4 wöchigen Java-Kurs bekommen, und dann gleich Applikationen programmieren sollen. Von QS und vernünftiger Planung mal ganz zu schweigen. Da wundert es einen nicht, warum dann viele Dinge in den Behörden so besch...eiden laufen.

Colin MacLaren
2012-06-07, 18:37:45
Und warum kannst du diesen Plan so nicht machen? Das Studium hast du doch, oder? :confused:

Weil man noch die Promotion + Französisch benötigt, um an diese Ausbildungsstellen ranzukommen und der Run auf die wenigen Plätze gewaltig ist.

Es ist ja nicht so, dass alles umsonst war. Das Studium vermittelt so einige Sekundärfähigkeiten - Ich denke etwa an das zügige Einarbeiten in bisher unbekannte Fragestellungen. Generell erzieht einen das nicht verschulte Magistersutdium zu Selbstständigkeit und Organisationstalent. Ich bin wesentlich besser und schneller im Recherchieren als jeder andere den ich kenne. Hinzu kommen der kreative und versierte Umgang mit Sprache, die Auffassungsgabe, die Fähigkeit abstrake Lösungstrategien für unterschiedlichste Problemstellungen zu erarbeiten. Mittels meines Nebenjobs bin ich Teamarbeit und Dienst am teilw. hochrangigen Kunden bis zum Zwei-Sterne-General hinauf gewohnt, ebenso das Wirken an einer Schnittstelle zwischen Auftraggeber und Kunden. Darüber hinaus habe ich auch schon einmal Menschen geführt und mich dabei wirklich nicht dumm angestellt.

Auf diese Fähigkeiten würde ich gern ein paar grundlegene Hard-Skills packen und dann in der Wirtschaft einsteigen. Da hätten ein paar BWL-Grundlagen und dann berufsqualifizierendes Praktikum + Traineedurchlauf + ggf. MBA durchaus ihren Sinn.

ux-3
2012-06-07, 20:58:25
Auf diese Fähigkeiten würde ich gern ein paar grundlegene Hard-Skills packen und dann in der Wirtschaft einsteigen. Da hätten ein paar BWL-Grundlagen und dann berufsqualifizierendes Praktikum + Traineedurchlauf + ggf. MBA durchaus ihren Sinn.


Ah, jetzt redest du Klartext. Then do it!

Grivel
2012-06-08, 00:11:07
Dein Lebenslauf kommt mir bekannt vor.

mein Geschichtslehrer war genauso wie du.

hat promoviert und ist jetzt freier Autor und "Forscher" in Mittelaltergeschichte sowie Lehrer für die Oberstufe. Lebt sich davon in CH exzellent.

Wenn das was für dich wäre, mal darüber nachdenken.

5tyle
2012-06-08, 01:13:01
- keine Auslandserfahrung
- keine einschlägigen Praktika
- Langzeitstudent mit 17 Semestern
- keine Ahnung von einschlägiger Software
- nur Englisch. Russisch hatte ich vor 10 Jahren mal in der Schule, das könnte ich evt. wieder auffrischen.

- Mache Auslandserfahrung
- Mache ein einschlägiges Praktikum
- 17 semester Vorwissen ist eigentlich ne Stärke, ...
- Lerne einschlägige Software kennen
- Lerne einschlägiges Business-Russich
- Fasse dir einschlägig ans Hirn

wenigstens konnte ich noch ne träne für dich vergießen :rolleyes:

Shink
2012-06-08, 08:41:58
Bevor ich mir einen Theorie-Zombie von der Uni einstelle der noch nie ein Tacken geschafft hat hole ich mir doch lieber einen Fachinformatiker (um das Beispiel IT anzuführen) der bereits Plan von der Praxis hat.
Da hab ich inzwischen andere Erfahrungen:
1. Ist die Wahrscheinlichkeit, einen IT-Absolventen ohne Berufserfahrung zu bekommen, relativ gering, da Studenten so unverschämt billig zu haben sind.:freak:
2. Sind erfolgreiche IT-Absolventen mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit IT-motiviert und zumindest ansatzweise begabt.
3. Lässt sich Erfahrung nachholen.
4. Ist man nach einem Studium nicht betriebsblind und weiß in manchen aktuellen Entwicklungen besser bescheid als manche Kollegen mit viel Berufserfahrung.

Peppi41
2012-06-08, 09:28:54
zügige Einarbeiten in bisher unbekannte Fragestellungen. Generell erzieht einen das nicht verschulte Magistersutdium zu Selbstständigkeit und Organisationstalent. Ich bin wesentlich besser und schneller im Recherchieren als jeder andere den ich kenne. Hinzu kommen der kreative und versierte Umgang mit Sprache, die Auffassungsgabe, die Fähigkeit abstrake Lösungstrategien für unterschiedlichste Problemstellungen zu erarbeiten. Mittels meines Nebenjobs bin ich Teamarbeit und Dienst am teilw. hochrangigen Kunden bis zum Zwei-Sterne-General hinauf gewohnt, ebenso das Wirken an einer Schnittstelle zwischen Auftraggeber und Kunden. Darüber hinaus habe ich auch schon einmal Menschen geführt und mich dabei wirklich nicht dumm angestellt.


Na etwas angepasst hört sich dieser Abschnitt gekoppelt mit deinem Uni-Abschluss doch gar nicht so schlecht für eine Bewerbung an...

Kenny1702
2012-06-08, 09:51:44
Schwächen:
[...]
- Langzeitstudent mit 17 Semestern
Ich war immerhin 4 Semester über Regelstudienzeit und 27 Jahre. Grundsätzlich ist es kein Drama.

- keine Ahnung von einschlägiger Software
Das mag dein Zustand sein, den kann man aber ändern! In meinem Fall habe ich mich in die Softwareentwicklung eingelesen und schrittweise mir interessante Sachen gesucht, die ich in Eclipse / Java programmiert habe.
- keine einschlägigen Praktika
Ich habe mich bei Softwareunternehmen in der Nähe auf einen Praktikumsplatz beworben. 3 Monate Praktikum gemacht, dabei einen Einstieg in Visual Studio / .NET bekommen. Die Bezahlung war nicht grossartig, aber um die Sozialversicherungen musste ich mich wenigstens nicht mehr kümmern. Dann dort die Möglichkeit zum Einstieg in ein Grossprojekt bekommen, mit neuem, deutlich besserem Vertrag und weitere 3 Monate später Festeinstellung.

- keine Auslandserfahrung
Bei obigen Unternehmen gekündigt und mich im Ausland beworben. Zu meinem Glück habe ich eine Stelle gefunden, die auf mein Profil sehr gut passte.

- nur Englisch. Russisch hatte ich vor 10 Jahren mal in der Schule, das könnte ich evt. wieder auffrischen.
Ähnlich zum Thema "einschlägige Software", das kann man lernen, wenn man will. Mein Schwedisch ist ganz passabel (habe ich in der Uni begonnen) und auch bei meinen Finnischkenntnissen geht es stetig voran. Und da in meinem Freundeskreis mittlerweile auch ein paar Franzosen sind, verstaubt mein Französisch auch nicht mehr.

jazzthing
2012-06-08, 10:18:44
Bewirb Dich doch spaßenshalber bei der KOMSA AG als Trainee. Klar, ist nicht so dolle bezahlt, aber nach den 2 Traineejahren ist Deine Perspektive wesentlich besser. Wenn Du mehr Infos brauchst - melde Dich einfach, ich arbeite da ;)

V2.0
2012-06-08, 11:32:56
Der Archivdienst in der öffentlichen Verwaltung wäre doch immer noch möglich.

Colin MacLaren
2012-06-08, 12:25:34
Nicht ohne die Ausbildung und an die kommt man eben nur mit Promotion + französisch.

5tyle
2012-06-08, 13:07:26
Bewirb Dich doch spaßenshalber bei der KOMSA AG als Trainee. Klar, ist nicht so dolle bezahlt, aber nach den 2 Traineejahren ist Deine Perspektive wesentlich besser. Wenn Du mehr Infos brauchst - melde Dich einfach, ich arbeite da ;)
Hör nicht auf den... das ist bestimmt wieder nur ein Headhunter der hier über dem soziophobieforum kreist und unschuldige Arbeitnehmer abgreift! Geh dem nicht auf den Leim ;)

Colin MacLaren
2012-06-08, 13:35:08
Ich kenne auch jemanden, der dort arbeitet, der ist sehr zufrieden und mit dem Gedanken spielte ich auch schon. Doof ist eher, dass man in den Standort dieser Firma nicht ohne Auto kommt.

ux-3
2012-06-08, 14:04:10
Doof ist eher, dass man in den Standort dieser Firma nicht ohne Auto kommt.

Soll das bedeuten, dass Chemnitz alternativlos ist?

Colin MacLaren
2012-06-08, 14:11:04
Nein, das heißt dass ich deutschlandweit suche, aber kein Auto habe.

5tyle
2012-06-08, 14:40:56
Nein, das heißt dass ich deutschlandweit suche, aber kein Auto habe.
? Schon alleine der Verkauf deiner Hardware könnte 2 Autos bringen ;)

Ne mal im ernst das geht als Argument nicht durch. Auto bekommst du notfalls gezahlt oder bezahlst es selbst ab. Das hat einfach einen zu geringen relativen Wert als dass es erheblich wäre. Da würde ich mir dann noch eher über die Spritkosten Gedanken machen... oder hast du keinen Führer Schein?

Watson007
2012-06-08, 14:42:48
für mein Auto habe ich vor ein paar Monaten 700 Euro bezahlt und es fährt einwandfrei....

Colin MacLaren
2012-06-08, 15:23:12
Es ging mir ganz speziell um die Komsa. Wenn ich dort eine schlecht bezahlte Traineestelle hätte, dazu noch ein Auto kaufen müsste + jeden Monat 170 EUR Sprit verfahre lande ich beim Lebenstandard so ziemlich genau wieder auf Hartz 4 Niveau. Autofahren kann ich, bei meiner RollOUt-Tätigkeit gab's nur immer einen Mietwagen ;)

zumal ich deren Anforderungen für eine Tranieestelle sowieso nicht erfülle ("Du hast Dein Studium an einer Universität, Hoch- oder Fachhochschule ZÜGIG abgeschlossen"; Du hast bereits während Deines Studiums unter Beweis gestellt, dass Du Verantwortung übernehmen willst - gern im Rahmen interessanter PRAKTIKA, AUSLANDSAUFENTHALTE.")

jazzthing
2012-06-08, 15:49:37
Naja...es gibt einen Bewerbertag (Assessment Center), da kannst Du Dich beweisen. Wenn Du da hin willst, PM an mich. Mein Auto hat den Winter nicht überlebt und fahre seit Februar mit Kollegen, das geht alles.

Der Einwand mit dem Auto ist berechtigt, da die Firma 20km außerhalb von Chemnitz ist.

Colin MacLaren
2012-06-08, 16:06:27
Ich hab Dir doch schon eine geschickt ;) Man könnte auch schlicht eine Wohnung in Hartsdorf nehmen und auf Arbeit laufen. Das würde schon gehen. Mit richtiger Arbeit kann man soweiso nicht mehr in einer WG leben, weil es blöd kommt jede zweite Nach um drei oder vier in der früh von den besoffenen einströmenden Mitbewohnerinnen geweckt zu werden.

SamLombardo
2012-06-08, 17:42:07
Schon mal dran gedacht Lehrer zu werden? Das geht in einigen Bundesländern auch ohne Lehramtstudium. Ein gut/sehr gut abgeschlossenes Fachstudium hast Du ja. Ich habe zwei Freunde die an Gymnasien als Lehrer arbeiten obwohl sie "nur" ein Fachstudium haben (beide studierte Physiker, aber warum sollte das nicht für Historiker möglich sein). Kannst Dich ja mal erkundigen;)

Gast
2012-06-08, 21:59:49
Schon mal dran gedacht Lehrer zu werden? Das geht in einigen Bundesländern auch ohne Lehramtstudium. Ein gut/sehr gut abgeschlossenes Fachstudium hast Du ja. Ich habe zwei Freunde die an Gymnasien als Lehrer arbeiten obwohl sie "nur" ein Fachstudium haben (beide studierte Physiker, aber warum sollte das nicht für Historiker möglich sein). Kannst Dich ja mal erkundigen;)

Ich weiß ja nicht... Ich würde mir als Geisteswissenschaftler keine allzugroßen Hoffnungen auf einen Quereinstieg als Lehrer machen. Geografie/Geschichte-Lehrer gibts wie Sand am mehr.
Dass es eigentlich nur Naturwissenschaftler als Quereinsteiger gibt, hat schon seine Gründe. Es will eben kaum jemand Chemie/Mathe/Physik auf Lehramt studieren.

dr_AllCOM3
2012-06-08, 23:47:46
http://www.wizards.com/magic/magazine/article.aspx?x=mtg%2Fdaily%2Fmm%2F198&dcmp=ilc-mtgrss#80582 Passend zum Thema Traumjob...
He, so ähnlich bin ich an meinen Traumjob gekommen :D

Odal
2012-06-09, 11:36:33
eine betriebliche Ausbildung ist nicht viel wert auf dem freien Arbeitsmarkt, dann lieber einen Bachelor, dauert genauso lang.
musste halt vielleicht nebenbei kellnern oder sowas....

gerade in der IT-Branche wird viel Wert auf diese akademischen Titel gelegt, ist zumindest meine Erfahrung.

Das sehe ich anders. Einen Studienabschluss hat er doch, was dem potentiellen Arbeitgeber erstmal signalisiert das er nicht auf den Kopf gefallen sein kann.
Woher er sein IT Fachwissen jetzt genau bezieht ist ziemlich Wurst solang er dafür irgendeinen Nachweis erbringen kann.
Der typische Inf. Uni-Absolvent muss meist min. erstmal 6 Monate im Unternehmen fit gemacht werden bis er überhaupt was brauchbares abliefert.

Colin MacLaren
2012-06-09, 17:12:48
Mir ist aber noch eine Idee gekommen. Ich hatte, bevor ich mich an dem Graduiertenkolleg bewarb, noch ein Konzept für eine Promotion in Wirtschaftsgeographie im Hinterkopf. Grundsätzlich sollte es darum gehen, das momentan immer als Patentrezept verkaufte Programm der regionalen Wirtschaftsförderung zu hinterfragen. Es streiten in der akutellen Forschungsdiskussion zwei verschiedenartige Ansätze (ein volkswirtschaftlicher, quantitativer, der sich eher auf klassische harte Standortfaktoren beruft, sowie ein humangeographischer mit Schwerpunkt auf persönlichen Beziehungen) um die Deutungshoheit. Beide Seiten lehnen sich kategorisch ab und letzterer dominiert die Wirtschaftsförderung. Folglich wäre es mal sinnvoll, auf die in dem Bereich vor einigen Jahren geleistete Vorarbeit anzuschließen, die damaligen Erkenntnisse und Prognosen zu überprüfen und mal empirisch anhand von Interviews zu überprüfen, ob die Unternehmen wirklich die gleichen Prioritäten setzen wie die Wirtschaftsförderer und nicht evt. ersteres Mdoell eher der Realität entspricht.

Dafür sollte sich evt. auch ein Sitpenmdium rankarren lassen, sei es vom Land, von der Uni oer von einer Stiftung, da die Ergebnisse direkt einen Nutzen für die Politik böten. Aufgrund des starken Fallstudiencharakters der Arbeit würde ich mich damit gleichzeitig auch für eine anschließende Associate Position in einer Unternehmensberatung qualifizieren. Ich muss das mal weiter durchdenken.

BoM
2012-06-09, 17:44:08
bei stellenausschreibungen sollte man sich auch dann bewerben, wenn man nur ca 50% der Anforderungen erfüllt ;)

Gast
2012-06-10, 18:17:53
Promotion in Wirtschaftsgeographie wird dir für den Archivdienst nicht wirklich weiterhelfen, da ist in der Regel schon eine historische gefordert.

Außerdem würd ich das nicht ewig rausschieben, weil die Altersgrenze für den AusbildungsBEGINN in Marburg zur Zeit bei 31 Jahren liegt.

Und wie konntest du denn überhaupt Geschichte studieren, wenn du kein Französisch nachweisen kannst? An den meisten Unis ist doch neben Latein die Kenntnis von mind. zwei modernen Fremdsprachen Voraussetzung...
Oder kannst du Englisch und ne andere Fremdsprache? Das wäre ja auch kein Nachteil, und bei ca. 3 Jahren Promotion sollte ein Französischkurs an der Uni auch mal drin sein, du musst das ja nicht wirklich wie die Muttersprache beherrschen.

Colin MacLaren
2012-06-12, 06:16:50
für den archivdienst werden auch promovierte Juristen und WiWis genommen. Also daran scheitert es nicht.

Ich hatte in der Schule russisch anstelle von französisch, das beherrsche ich aber nur noch per Zeugnis. Da liegt auch das grundsätzliche Problem: Stets top Noten, aber ich kann mal gar nichts handfestes. Nicht weil ich nur auswendiglerne und nichts verstehe, im im gegenteil, das Gelernte wird aber eben nach der Klausur mal direkt wieder vergessen.

Vor allem kann ich absolut nicht quantitativ arbeiten. Bis vor kurzem wusste ich nicht einmal was dieses Summenzeichen ist. Jetzt versuche ich mich gerade am "Brückenkurs Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler" und verstehe zwar die zugrundeliegende Mathematik, aber wie in der Schule setzt es sich fort, dass ich die Berechnungen permanent danebenhaue. Ich bin für Mathe einfach zu schusselig, vertausche ständig Vorzeichen ect.

DerEineHades
2012-06-12, 10:11:46
...sowie ein humangeographischer mit Schwerpunkt auf persönlichen Beziehungen) ...


Dafür sollte sich evt. auch ein Sitpenmdium rankarren lassen, sei es vom Land, von der Uni oer von einer Stiftung, da die Ergebnisse direkt einen Nutzen für die Politik böten. Aufgrund des starken Fallstudiencharakters der Arbeit würde ich mich damit gleichzeitig auch für eine anschließende Associate Position in einer Unternehmensberatung qualifizieren. Ich muss das mal weiter durchdenken.

Was wolltest du da machen? Netzwerkanalyse? Da hast du dann aber massiv in einer Methode aufzuholen, die sich recht weit entwickelt hat, ohne großartig gelehrt zu werden. Kannst du viel Zeit für einrechnen.

Und nochmal: Ganz ehrlich, die Chancen auf ein Stipendium halte ich jetzt wirklich nicht mehr für sonderlich groß. Das Land gibt dir sicher kein Stipendium. Wo bist du denn gerade? In BaWü ist die Landesgraduiertenförderung gerade sogar ausgesetzt worden. Und ist generell überlaufen. Für Langzeitstudenten haben die in der Regel kein Verständnis. Stiftungen genauso wenig. Graduiertenkollegs würden dich nur dann nehmen, wenn du thematisch in die Forschung passt und ein exorbitant großartiges Exposé abgibst.

WENN du mit dem Projekt landen willst, dann würde ich schleunigst ein Exposé schreiben und es in trockene Tücher bringen, bevor du die letzten Türen zuschlägst, die du gerade hast.

Sorry, wenn ich dir das so direkt sage, aber deine Chancen für so ein Ding sind richtig, richtig mager. Ich greife das auch nicht aus der Luft, ich stecke gerade selbst in der für Promovierende altbekannten Finanzierungskrise des ersten Jahres, weil ich mich aus meinem gemachten Nest als Langzeithiwi, Tutor und Mädchen für alles rausgekündigt habe (und bereue es trotzdem nicht). Und ich darf das nicht nur bei mir beobachten. Da sitzen Leute, die weit besser qualifiziert sind als ich, immer noch auf der Straße. Und glaub mir, der Papierkram der in der Situation anfängt, ist alles andere als feierlich. Wenn du dann auch noch zu den Leuten gehörst, die sich erwerbslos melden, gute Nacht.

Du hast ein gemachtes Nest. Sieh zu, dass du dich reinsetzt und qualifizier dich neben der Promotion entsprechend weiter. Wenn du eh nicht an die Uni willst, kannst du dir den Stress um Publikationen, Sammelbandherausgabe, Konferenzbesuche, Vorträge etc. pp. ja sparen, da bleibt dann viel Zeit für solcherlei Dinge.

ScottManDeath
2012-06-12, 10:29:04
Ohne Publikationen keine Promotion...

DerEineHades
2012-06-12, 10:32:12
Ohne Publikationen keine Promotion...

Weiß nicht, wie das bei euch geregelt ist, aber wir müssen nur die Dissertation publizieren. Wir bekommen Credits für weitere Publikationen, die können wir aber auch anders sammeln.

pippo spano
2012-06-12, 10:56:05
Ohne Publikationen keine Promotion...

Das so pauschal und allgemein zu formulieren ist ... naja, mindestens falsch.

ScottManDeath
2012-06-12, 11:09:03
Voraussetzung für die Dissertation waren 3 Veröffentlichungen als Erstauthor in anerkannten Journals und/oder Konferenzen. Ohne dies wäre ich nicht zur Verteidigung zugelassen worden...

Gast
2012-06-12, 13:12:51
Voraussetzung für die Dissertation waren 3 Veröffentlichungen als Erstauthor in anerkannten Journals und/oder Konferenzen. Ohne dies wäre ich nicht zur Verteidigung zugelassen worden...

Bei uns ist das genauso. Nur dass es 4 waren von denen eines komplett allein, eines als Co-Autor und zwei als Erstauthor veröffentlicht worden sein mussten.


Ansonsten findet man, wenn man in die Wirtschaftsgeographie will, sicher im Bereich der Stadtplanung und in Verbänden was (Empirica Institut zB). Allerdings muss man da empirisch arbeiten, da kommt man, wenn man es vernünftig machen will und Stellen finden will nicht herum. Für alles andere ist in der Forschung und auch in Forschungsinstituten der Bedarf gering, gemessen an den Bewerbern.

Colin MacLaren
2012-06-12, 15:16:23
Wenn du dann auch noch zu den Leuten gehörst, die sich erwerbslos melden, gute Nacht.

Warum? Ich bin schon auf Hartz 4.

Was wolltest du da machen? Netzwerkanalyse?

Nein, genau die ist schon gemacht worden. Eher eine Bestandsaufnahme der Wirtschaftsförderung seit der letzten Arbiet dazu (vor 5 Jahren), was sich seitdem entwickelt hat und einen Abgleich der Prioritäten mit denen der Unternehmer. Folglich also eher Intensivinterviews. Da hab ich auch einen fachtheoretischen Aufhänger.

Du hast ein gemachtes Nest. Sieh zu, dass du dich reinsetzt und qualifizier dich neben der Promotion entsprechend weiter.

Welches gemachte Nest?

Voraussetzung für die Dissertation waren 3 Veröffentlichungen als Erstauthor in anerkannten Journals und/oder Konferenzen.

An der Graduiertenschule, für die ich mich beworben habe sind es ein paar Lehrveranstaltungen besuchen, ein Aufsatz + 1 Publikation. Promoviert man "einfach so" gibt es gar keine Credits und nur Rigorosum (in Dresden nicht mal das) + Verteidigung.

minos5000
2012-06-12, 16:33:36
Falls es nicht schon angesprochen wurde, ein bekannter ist auch Historiker und hat nun eine Laufbahn beim Staat eingeschlagen.
Bedeutet zwar nochmal 3 Jahre studieren (FH) aber danach ist er Beamter im höheren Dienst (Bibliotheksdienst heißt das glaube ich) und er ist happy über die Aussicht auf einen festen Job. Aber um da reinzukommen muss man halt in der Prüfung ziemlich gut abschneiden.

Colin MacLaren
2012-06-13, 06:45:21
Bekommt man da Geld während des FH-Studiums?

Morale
2012-06-13, 07:30:47
IdR schon ~900 Euro +Studiengebühren werden übernommen

minos5000
2012-06-13, 09:42:01
IdR schon ~900 Euro +Studiengebühren werden übernommen
Stimmt, sind etwa 1000 brutto und dann 900 netto.

Flyinglosi
2012-06-13, 10:09:02
Ich würde an deiner Stelle nen Ratgeber für zukünftige Studenten verfassen. Mit ein wenig Glück landest damit sogar im TV.

mercutio
2012-06-13, 10:26:41
Hm, wie wärs mit Lehramt für Geschichte und Geographie?
Da kommst Du über 30k im Jahr und hast viel Urlaub...

Warst Du bei der Bundeswehr? Dann könntest Du zum BND gehen, im höheren Dienst mit Geographie und Geschichte können die was anfangen!

Colin MacLaren
2012-06-14, 14:07:00
IdR schon ~900 Euro +Studiengebühren werden übernommen

Das wär ja i.O. Dann mache ich das so. Mit Geschichts-Studium sollten die ja einen, der nur Abi hat, vorziehen. Vielleicht gibt's dann später auch nochmal Aufstiegschancen, weil ich ich ja noch den Magister in der Tasche habe.

minos5000
2012-06-14, 14:28:42
Unterschätze trotzdem nicht die Prüfung zum höheren Dienst. Die ist nicht ohne, da wird sehr breites Allgemeinwissen gefordert. Wobei du da durch dein Studium evtl. einen Vorteil hast.

Jemand mit Abi, der in der Prüfung ein paar hundert Plätze vor die steht wird auf jeden Fall den Vorzug erhalten.

Colin MacLaren
2012-06-15, 06:21:43
Zum gehobenen Dienst wäre das dann. Dazu habe ich mich gestern mit einer unterhalten, die gerade die Ausbildung zur Finanzverwaltungsbeamtin an der entsprechenden FH macht. Die Prüfung soll eher spaßig gewesen sein, also Fragen der Marke "Nennen Sie 4 Bundeskanzler der BRD!"

DerEineHades
2012-06-15, 08:22:12
Sehr geehrter Herr Professor Reiterer,

noch bis zum 2. Juli läuft die Bewerbungsphase für die nächste Runde des Förderprogramms „Talent @ BW go Demola“ – Endspurt für alle IT-affinen Nachwuchstalente, die sich noch bewerben möchten! Wir möchten Sie bitten, unser Angebot an Ihre Absolventen weiterzuleiten. Hier noch einmal das wichtigste in Kürze:

Was?
Im Rahmen des Programms „Talent @ BW go Demola“ fördert die MFG Innovationsagentur für IT und Medien sechsmonatige Auslandsaufenthalte von baden-württembergischen Hochschulabsolventen im Kreativlabor Demola. Der maximale Fördersatz beträgt 4.740 Euro. In Tampere arbeiten die Studierenden in internationalen und interdisziplinären Teams an industrienahen Entwicklungsprojekten. Schwerpunkte sind IT-intensive Dienstleistungen und Digital Media Services.
Hier geht es zu einem aktuellen Beitrag über baden-württembergische Absolventen bei Demola.

Wer?
Gesucht werden Absolventen baden-württembergischer Hochschulen. Profil:
· IT-Affinität, insbesondere Programmierkenntnisse
· Sehr gute Englischkenntnisse
· Teamfähig, zuverlässig, engagiert, kreativ

Wann?
Der Aufenthalt in Tampere findet von Oktober 2012 bis März 2013 statt.

Bewerbung
Bis zum 2. Juli 2012 mit Motivationsschreiben und Lebenslauf in englischer Sprache per E-Mail an die MFG Innovationsagentur für IT und Medien, Dr. Christian Förster: foerster@mfg.de, 0711 - 90715 312.

Weitere Infos
Hier geht es zur Ausschreibung.
Zum Kreativlabor Demola: www.demola.fi, www.demola.fi/projects/available

Aber den H-Soz-Kult-Newsletter bekommst du ja vermutlich selbst, oder nicht? Falls nicht, dringend abonnieren, da sind reichlich Stellenangebote für Historiker drin.

Colin MacLaren
2012-06-15, 12:20:41
Ich kann leider nicht programmieren, aber den Newsletter abonniere ich mal. Danke.

pippo spano
2012-06-23, 14:56:47
Also wenn du Geschichte studiert hast und H-Soz-Kult nicht kanntest, wenn du sagst, du willst seit du 15 bist ins Archivwesen, aber die Ausbildungsvoraussetzungen erst jetzt eruiert hast, dann würd ich vor allem sagen: du hast bisher massiv was falsch gemacht.

Colin MacLaren
2012-06-24, 20:27:30
Klar kenne ich H-Soz-Kult. Das nutzte ich bisher aber nur für Rezensionen, da der News-Teil, wo dann auch paar Stellen ausgeschrieben sind, mal extrem unübersichtlich daherkommt. Die Ausbildungsvoraussetzungen für den höheren Dienst waren mir ebenso geläufig, nur nicht der Andrang, der da herrscht. Ich dachte mir, mit Promotion läuft das dann ohne große Bauchschmerzen.

DerEineHades
2012-06-24, 20:56:23
...Ich dachte mir, mit Promotion läuft das dann ohne große Bauchschmerzen.

*mirbrichtgeradediebauchdeckevorlachen*

Das ist doch nicht dein Ernst, oder? :D Nur weil du dann Dr. Colin MacLaren heißt, drückt dir keiner Jobs im höheren Dienst in die Hand.

Baaaahahahahaha. Guck dir wenigstens realistisch an, was du tust, wenn du promovierst. Bleibst du nicht an der Uni. qualifizierst du dich mit viel Glück für eine der teilweise höchst eigentümlichen Stellenanzeigen in H-Soz-Kult. Mit immer ausgesprochen spezifischen Stellenanforderungen. Die man natürlich nicht alle erfüllen muss, aber...sei doch kein Idiot. Die werden ausgeschrieben, weil sie geschaffen wurden, man hat schon längst jemanden dafür.

Entweder bleibst du an der Uni, oder du machst währenddessen Dinge, die dich in anderen Bereichen so qualifizieren, dass du unverzichtbar wärest, weil relativ einmalig. Oder du baust soviel Vitamin B, dass du danach schlicht auf eine dieser Stellen passt.

Aber ehrlich. Eine Promotion ist doch kein Türöffner. Wirklich nicht.

Colin MacLaren
2012-06-25, 20:45:19
Ich rede vom Archiv- oder von mir aus noch Bibliotheksdienst. Der hat erstmal mit der Uni überhaupt nichts zu tun. Das sind bundesweit ausgeschriebene Ausbildungsplätze, die reihum die großen Archive immer wieder vergeben. Mit dem Abschluss nach 2 Jahren wird man dann entweder übernommen oder übernimmt selbst ein Archiv, wo eine Leitungsposition gerade freigeworden ist. Allerdings herrscht da wohl doch mehr Andrang als ich dachte (vor Jahren las ich mal etwas von im Schnitt drei Bewerbern pro Stelle, die ohne Promotion miteingerechnet). Der Fehler war, das waren Infos vom Arbeitsamt :P

Mittlerweile lese ich nur noch so Dinger wie "Volo für 2 Jahre, 1201 EUR brutto, Voraussetzung: abgeschlossene Promotion". Alter, wie kommt man aus der Mühle wieder heraus?

Ich hatte in meinem Leben bisher noch nie ein Problem, eine Stelle zu bekommen, die ich wollte. Ich hatte sofort die beliebte Zivistelle in der Tasche, fürs bevorzugte Praktikum genügte ein Telefonanruf, ich bekam stets die coolsten, gechilltesten und für Ostverhältnisse gut bezahlten Nebenjobs, um die mich dann alle beneideten. Wenn andere mit ihren superstressigen 5 EUR/h-Subway-Sandwich-Schmier-Stellen rumkrebsten, kam ich nach vier Wochen Eierschaukeln mit 2,5k netto nach Hause (leicht polemsiert). Von daher war ich immer recht entspannt. Man las zwar von holprigen Einstiegen für Geisteswissenschaftler, doch nach 1-2 Jahren sollte es laufen. Jetzt holt mich gerade massiv die Realität ein.

Zusammengefasst kenne ich eine Germanistin, 1200 EUR brutto Fahrscheinverkäuferin, zwei dauerarbeitslose Soziologinnen, zwei dauerarbeitslose Historiker (davon einer mit 1,3 + mehrere osteuropäische Sprachen) und eine Soziologin, die es aufgeben hat und nun eine betriebliche Ausbildung macht. Mit 27. Mir ist in meinem Umfeld hingegen nicht ein positives Beispiel bekannt. Da kriegt man dann doch Angst.

EPIC_FAIL
2012-06-25, 21:10:13
Ich rede vom Archiv- oder von mir aus noch Bibliotheksdienst. Der hat erstmal mit der Uni überhaupt nichts zu tun. Das sind bundesweit ausgeschriebene Ausbildungsplätze, die reihum die großen Archive immer wieder vergeben. Mit dem Abschluss nach 2 Jahren wird man dann entweder übernommen oder übernimmt selbst ein Archiv, wo eine Leitungsposition gerade freigeworden ist. Allerdings herrscht da wohl doch mehr Andrang, als ich dachte (vor Jahren las ich mal etwas, von im Schnitt drei Bewerbern pro Stelle, die ohne Promotion miteingerechnet). Der Fehler war, das waren Infos vom Arbeitsamt :P

Mittlerweile lese ich nur noch so Dinger wie "Volo für 2 Jahre, 1201 EUR brutto, Voraussetzung: abgeschlossene Promotion". Alter, wie kommt man aus der Mühle wieder heraus?

Ich hatte in meinem Leben bisher noch nie ein Problem, eine Stelle zu bekommen, die ich wollte. Ich hatte sofort die beliebte Zivistelle in der Tasche, fürs bevorzugte Praktikum genügte ein Telefonanruf, ich bekam stets die coolsten, gechilltesten und für Ostverhältnisse gut bezahlten Nebenjobs, um die mich alle beneideten. Wenn alle mit ihren superstressigen 5 EUR/h-Subway-Sandwich-Schmier-Stellen rumkrebsten, kam ich nach vier Wochen Eierschaukeln mit 2,5k netto nach Hause (leicht polemsiert). Von daher war ich immer recht entspannt. Man las zwar von holprigen Einstiegen für Geisteswissenschaftler, doch nach 1-2 Jahren sollte es laufen. Jetzt holt mich gerade massiv die Realität ein.

Zusammengefasst kenne ich eine Germanistin, 1200 EUR brutto Fahrscheinverkäuferin, zwei dauerarbeitslose Soziologinnen, zwei dauerarbeitslose Historiker (davon einer mit 1,3 + mehrere osteuropäische Sprachen) und eine Soziologin, die es aufgeben hat und nun eine betriebliche Ausbildung macht. Mit 27. Mir ist in meinem Umfeld hingegen nicht ein positives Beispiel bekannt. Da kriegt man dann doch Angst.

Erinnert mich schrecklich an einen Krankenhausaufenthalt den ich mal hatte. Neben mir ein älterer Mann, es hat sich herausgestellt das er mal HWK-Chef in meinem Gebiet war. Er fand es extrem verwunderlich warum man die Leute nicht auf sowas vorbereitet, die sowas studieren. Und warum man solche Studiengänge nicht massiv verkleinert/den NC ziemlich tief ansetzt, der Bedarf an Geisteswissenschaftlern sei doch im Vergleich zu anderen Branchen überschaubar und vor Allem berechenbar.

Colin MacLaren
2012-06-25, 22:29:50
Nun ja, zum einen steht das das humboldtsche Bildungsideal. Die Unis sehen sich in ihrem Selbstverständnis ja nicht als Brutstätten maßgeschneiderter Arbeitsdrohnen für die Wirtschaft. Zum anderen sind die Aufgaben, die z.B. ein typischer BWL-Absolvent im Unternehmen übernimmt, so simpel, dass sie jeder ausführen kann. Mal in Excel Spalte A mit Spalte D multiplizieren, eine Präsi mit paar Diagrammen basteln oder eine Zinseszinsberechnung durchführen. Da sind die typischen Sekundärfähgikeiten, die ein Geisteswissenschaftler mitbringt, an sich gar nicht so blöd. Wir werden meist ins kalte Wasser geworfen und dann heißt es "Bring es Dir selbst bei und mach mal." MINTs und WiWis arbeiten genau zweimal - in der Studien- und in der Abschlussarbeit - so richtig selbstständig. Wir jedes Semester in jedem Seminar, vom ersten Studienjahr weg.

Hat man so den typischen, allgemeinen Lari-Fari-BWL-Job, dann bestätigen mir die Diplom-Kaufleute selbst, dass die Datenkontrolle, die Recherche oder das Kundengespräch jeder andere auch durchführen könne bzw. sowieso alles "on the job" erlernt werde. Nur ist es halt schwer einem Personaler zu vermitteln, warum man als Generalist mit einem BWL-Schein nun die bessere Wahl ist als einer der 50 Diplom-Kaufleute/Master, die sich noch auf die Stelle beworben haben.

zAm87
2012-06-26, 02:54:36
Also die von dir beschriebenen "Excel-Tabelle hier, Zinseszins dort"-Stellen sind eher welche für die ganzen Leute aus den kaufmännischen Ausbildungen. Als BWLer macht man in der Regel schon mehr und vorallem auch anspruchsvollere Sachen. Und das MINTs und WiWis nur zweimal selbstständig arbeiten, habe ich auch anders erlebt :rolleyes:

Wenn du jedenfalls auch bei deinen Bewerbungen so auftrittst und die anderen Studiengänge "schlecht" darstellst, würde ich mich auch eher für einen anderen Bewerber entscheiden ;)

Ansonsten kann ich eigentlich jedem das Thema Initiativbewerbungen empfehlen. Such dir Unternehmen heraus, die dich wirklich interessieren, auch wenn es vllt nicht direkt dein Fachgebiet ist und schreib sie an.
Hab in meinem Umkreis jetzt schon mehrfach erlebt, dass man so auch in Unternehmen kommt und die neue Stelle dann quasi auf einen zugeschnitten wird. Und im schlimmsten Fall gibt es halt eine Absage, was auch kein Weltuntergang ist.

kiX
2012-06-26, 07:41:19
MINTs und WiWis arbeiten genau zweimal - in der Studien- und in der Abschlussarbeit - so richtig selbstständig. Wir jedes Semester in jedem Seminar, vom ersten Studienjahr weg.
;D
gut getrollt, Löwe. Nimms mir nicht übel, aber du wärst wohl schon an einem MINT-Studium gescheitert, von einer Promotion wollen wir da garnicht erst anfangen. ;)

Colin MacLaren
2012-06-26, 07:47:59
So trete ich logischerweise nicht auf. Dass man nur 2x selbstständig arbeiten müsse bestätigen mir die Absolventen solcher Fächer selbst. Ich will deren Studium damit auf keinen Fall abwerten, im Gegenteil, gerade die MINTs sind bockschwer und benötigen viel Hirnschmalz. Ich könnte sie nicht, da bin ich in Mathe zu schusselig. Hut ab, wer das kann.

Doch bekommen sie eben die Methodik meist angelernt und müssen diese dann anwenden. Wirklich von Grund auf, ohne dass der Prof. Anleitung und Literatur vorgibt, arbeiten die allerdings nie. Das merke ich immer wieder. Die finden zu einem Thema nach langer Suche 30 Aufsätze und 20 Bücher und sind dann heillos überfordert, weil jetzt ja alles gelesen werden muss. Ein Geisteswissenschaftler hat nach einem Tag das Zeug beisammen, am zweiten einen kompletten Überblick was wo wie steht und womit zusammenhängt und am dritten die ersten fünf Seiten auf Papier. Dafür können wir nicht rechnen ^^

Klar, die Wirtschaftsprüfer bei KPMG haben einen etwas anspruchsvolleren Job. Die meisten WiWis erklären es mir aber genau so, wie von mir beschrieben. Ich kenne einen Controller (!), dessen erste Aufgabe am neuen Arbeitsplatz war genannte Zinseszinsberechnung. Musste er erstmal googeln. Der Rest labert mit Kunden oder tippt Daten in Excel-Tabellen ein. Alles vernünftig bezahlt, aber auch nichts, was eine Soziologin oder ein Wirtschaftsgeograph nicht auch könnte.

DerEineHades
2012-06-26, 08:49:35
Ich rede vom Archiv- oder von mir aus noch Bibliotheksdienst. Der hat erstmal mit der Uni überhaupt nichts zu tun. Das sind bundesweit ausgeschriebene Ausbildungsplätze, die reihum die großen Archive immer wieder vergeben. Mit dem Abschluss nach 2 Jahren wird man dann entweder übernommen oder übernimmt selbst ein Archiv, wo eine Leitungsposition gerade freigeworden ist. Allerdings herrscht da wohl doch mehr Andrang als ich dachte (vor Jahren las ich mal etwas von im Schnitt drei Bewerbern pro Stelle, die ohne Promotion miteingerechnet). Der Fehler war, das waren Infos vom Arbeitsamt :P

Mittlerweile lese ich nur noch so Dinger wie "Volo für 2 Jahre, 1201 EUR brutto, Voraussetzung: abgeschlossene Promotion". Alter, wie kommt man aus der Mühle wieder heraus?

Ich hatte in meinem Leben bisher noch nie ein Problem, eine Stelle zu bekommen, die ich wollte. Ich hatte sofort die beliebte Zivistelle in der Tasche, fürs bevorzugte Praktikum genügte ein Telefonanruf, ich bekam stets die coolsten, gechilltesten und für Ostverhältnisse gut bezahlten Nebenjobs, um die mich dann alle beneideten. Wenn andere mit ihren superstressigen 5 EUR/h-Subway-Sandwich-Schmier-Stellen rumkrebsten, kam ich nach vier Wochen Eierschaukeln mit 2,5k netto nach Hause (leicht polemsiert). Von daher war ich immer recht entspannt. Man las zwar von holprigen Einstiegen für Geisteswissenschaftler, doch nach 1-2 Jahren sollte es laufen. Jetzt holt mich gerade massiv die Realität ein.

Zusammengefasst kenne ich eine Germanistin, 1200 EUR brutto Fahrscheinverkäuferin, zwei dauerarbeitslose Soziologinnen, zwei dauerarbeitslose Historiker (davon einer mit 1,3 + mehrere osteuropäische Sprachen) und eine Soziologin, die es aufgeben hat und nun eine betriebliche Ausbildung macht. Mit 27. Mir ist in meinem Umfeld hingegen nicht ein positives Beispiel bekannt. Da kriegt man dann doch Angst.

Da ging/geht es mir nicht anders als dir. Ich habe mich auch nie bewerben müssen, bei mir ging alles von selbst. Nach dem Studium bin ich dann auch erstmal in ein tiefes Loch gefallen, weil ich bei dem Lehrstuhl gekündigt habe, bei dem ich eine Stelle relativ sicher gehabt hätte. Fast alle Soziologen, die ich kenne, sind nicht in irgendeinem Bereich gelandet, der mit ihrem Studium auch nur ansatzweise zu tun hätte. Deine Probleme sind mir auch alles andere als fremd, weil ich gerade im verfluchten, arbeitslosen Antragsjahr meiner Promotion festhänge. Ich kann dir nur sagen, was ich mache, um Kohle reinzubekommen. Teilweise arbeite ich als Erzieher, was nun wirklich auch überhaupt nichts mit meinem Studium zu tun hat und ich bin auch nicht entsprechend ausgebildet. Dann habe ich mich nun teilweise selbstständig gemacht. Das lief zwar laaaaaaaaaangsam an, aber jetzt gerade verdiene ich zumindest für meine Verhältnisse dick Asche. Das muss aber nicht ewig so bleiben (!!!). Außerdem mache ich gerade etwas, für das ich unglaublich speziell qualifiziert bin. Aber ich verspreche dir, dass ich das auch die Promotion über weiter machen werde, selbst wenn die Finanzierung endlich geklärt ist, weil ich zwar durchaus an der Uni bleiben will, aber die Chancen dafür so realistisch einschätze, wie sie eben sind. Ich habe andere Leute aus dem Elfenbeinturm fliegen sehen, die wesentlich kompetenter waren als ich.

*schulterzuck* Bau ein großes Netzwerk. Ernsthaft, Vitamin B ist enorm wichtig. Guck halt, was du machen kannst, und mach dich damit selbstständig, wenn dir die zugegebermaßen alles andere als rosigen Bedingungen als Angestellter nicht passen.

Leb mit deinen Entscheidungen für das humboldtsche Bildungsideal und reihe dich ins Prekariat ein. That's life.

Wurschtler
2012-06-26, 10:00:08
Nun ja, zum einen steht das das humboldtsche Bildungsideal. Die Unis sehen sich in ihrem Selbstverständnis ja nicht als Brutstätten maßgeschneiderter Arbeitsdrohnen für die Wirtschaft. Zum anderen sind die Aufgaben, die z.B. ein typischer BWL-Absolvent im Unternehmen übernimmt, so simpel, dass sie jeder ausführen kann. Mal in Excel Spalte A mit Spalte D multiplizieren, eine Präsi mit paar Diagrammen basteln oder eine Zinseszinsberechnung durchführen. Da sind die typischen Sekundärfähgikeiten, die ein Geisteswissenschaftler mitbringt, an sich gar nicht so blöd. Wir werden meist ins kalte Wasser geworfen und dann heißt es "Bring es Dir selbst bei und mach mal." MINTs und WiWis arbeiten genau zweimal - in der Studien- und in der Abschlussarbeit - so richtig selbstständig. Wir jedes Semester in jedem Seminar, vom ersten Studienjahr weg.

Hat man so den typischen, allgemeinen Lari-Fari-BWL-Job, dann bestätigen mir die Diplom-Kaufleute selbst, dass die Datenkontrolle, die Recherche oder das Kundengespräch jeder andere auch durchführen könne bzw. sowieso alles "on the job" erlernt werde. Nur ist es halt schwer einem Personaler zu vermitteln, warum man als Generalist mit einem BWL-Schein nun die bessere Wahl ist als einer der 50 Diplom-Kaufleute/Master, die sich noch auf die Stelle beworben haben.

Wenn du ach so selbstständig bist, dann mach dich doch selbstständig!
Wofür brauchst du eine gemütliche Anstellung mit deinen selbstständigen Fähigkeiten?

Wenn du wirklich so selbstständig bist, wie du vorgibst, dann müsstest du als Selbstständiger doch ein Vermögen verdienen!

Colin MacLaren
2012-06-26, 13:57:03
;D
gut getrollt, Löwe. Nimms mir nicht übel, aber du wärst wohl schon an einem MINT-Studium gescheitert, von einer Promotion wollen wir da garnicht erst anfangen. ;)

Damit plapper ich nur das nach, was mir MINTs selbst so gesagt haben. Ich finde es leicht lächerlich, dass ich hier so einen Gegenwind erfahre, wenn ich die nun mal nicht so gewagte These aufstelle, dass ein Geistesweissenschaftler mit Master/Magister in seinen fünf Jahren Regelstudienzeit ein paar Fähgikeiten, Fertigkeiten und Herangehensweisen entwicklet, die ein MINT oder WiWi so nicht hat - und umgekehrt.

Nicht umsonst bauen z.B. große Unternehmensberatungen ihre Teams aus klassischen Betriebswirten, harten quantiativen Arbeitern wie Mathermatikern und Physikern sowie GeWi/SoWi-Absolventen als Generalisten und Querdenkern für frischen Input zusammmen. Für dieses Feld bin ich leider mit meinem den MMORPG-Jugendsünden geschuldeten Werdegang zu holprig in der Vita. Doch hatte ich mir hier erhofft, ein paar Ideen zu gewinnen, wie und wo man die im Studium erworbenen Kompetenzen einsetzen könnte. Irgendein anderes Fach schlecht geredet habe ich hingegen nirgendwo.

Ich selbst hatte meine zwei Problemfelder (lineare Algebra, Thermodynamik), ansonsten war ich in Mathematik im guten oberen Mittelfeld (9 Pkt.), in Physik sehr gut dabei (13 Punkte). Ein MINT-Studium hätte ich hinbekommen, aber nur mit viel Kampf. Doch dann mit 3er Abschluss als mittelmäßiger Arbeiter in einem Job bis zur Rente zu konsturieren, für den ich null Interesse hege, klang mit 18 verständlicherweise nun mal nicht so toll.

Umgekehrt würdest Du sicher auch ein geisteswissenschaftliches Studium packen, für den Einser-Abschluss fehlten Dir aber vielleicht ebenso das Interesse, das Engagement fürs Fach, die sprachliche Fertigkeit und die notwendige Denkweise. Bei manch Physiker oder Ingenieur in meinem Umfeld bin ich mir sogar ziemlich sicher, dass die dabei gnadenlos eingehen würden. Wenn die spanische Freundin vom deutschen E-Techniker seine deutschen (!) Paper lektoriert, wisst ihr was ich meine.

Wenn du ach so selbstständig bist, dann mach dich doch selbstständig!
Wofür brauchst du eine gemütliche Anstellung mit deinen selbstständigen Fähigkeiten?

Wenn du wirklich so selbstständig bist, wie du vorgibst, dann müsstest du als Selbstständiger doch ein Vermögen verdienen!

Selbstständig im Sinne von "arbeite mich sehr schnell in völlig unbekannte Themenkomplexe ein, weil ich mein ganzes Studium im Grunde nichts anderes gemacht habe." Es gab ja - aus Prinzip - nicht mal VL-Skripte.

Aber ich seh schon, am Ende bleibt nur der Onsite-Techniker in der Zeitarbeit. Die hatten mich schon fast eingestellt, doch musste ich wegen schwerer Krankheit und dem daraus resultierenden Examensstress absagen. Gerade durchgerechnet, 990 EUR netto nach DZA/DGB-Tarif...

ux-3
2012-06-26, 14:10:31
Umgekehrt würdest Du sicher auch ein geisteswissenschaftliches Studium packen, für den Einser-Abschluss fehlten Dir aber vielleicht ebenso das Interesse, das Engagement fürs Fach, die sprachliche Fertigkeit und die notwendige Denkweise. Bei manch Physiker oder Ingenieur in meinem Umfeld bin ich mir sogar ziemlich sicher, dass die dabei gnadenlos eingehen würden.

Physik besteht zu einem guten Teil in der Anwendung einer Geisteswissenschaft. Also ganz vorsichtig! :D

DerEineHades
2012-06-26, 14:32:53
Physik besteht zu einem guten Teil in der Anwendung einer Geisteswissenschaft. Also ganz vorsichtig! :D

Bezweifelt ja keiner. Aber er hat zumindest in dem Punkt Recht. Geisteswissenschaftler können, sofern sie ihren Job gelernt haben, innerhalb kurzer Zeit viel Information in sprachlicher Form beschaffen, organisieren und bewältigen, um sich in viele Themenbereiche einzuarbeiten. Das ist so etwas, was man bei MINTlern nicht unbedingt trifft. Von der entsprechenden Bearbeitung dann mal abgesehen, wahre Kommunikationstalente findet man unter diesen selten. Und hey, ich arbeite auch als Ghostwriter (das zerstört so ziemlich jeden Glauben an das universitäre Ausbildungssystem) und Lektor. I have seen things...allerdings auch bei den Geisteswissenschaftlern. Das sagen wir mal gleich.

Wo wir schon davon reden. Ghostwriter. Das solltest du dir ernsthaft überlegen. Muss man moralisch natürlich abkönnen, aber du verdienst echt ziemlich gut. Kann dir auch erklären, wie du das am besten aufziehst, um keine rechtlichen Probleme zu bekommen, aber damit habe ich während des Studiums gut verdient, habe es dann aber aufgegeben, weil ich es mit Lehrtätigkeit nicht mehr recht vereinbaren konnte. Sobald man Routine hat, sind Hausarbeiten keine wirkliche Herausforderung mehr und ich konnte irgendwann, als ich die Form kannte, mehrere Fachbereiche abdecken.

Wurschtler
2012-06-26, 14:42:39
Selbstständig im Sinne von "arbeite mich sehr schnell in völlig unbekannte Themenkomplexe ein, weil ich mein ganzes Studium im Grunde nichts anderes gemacht habe." Es gab ja - aus Prinzip - nicht mal VL-Skripte.

Aber ich seh schon, am Ende bleibt nur der Onsite-Techniker in der Zeitarbeit. Die hatten mich schon fast eingestellt, doch musste ich wegen schwerer Krankheit und dem daraus resultierenden Examensstress absagen. Gerade durchgerechnet, 990 EUR netto nach DZA/DGB-Tarif...

990€ netto, das ist in etwa das Gehalt von einem ungelernten Burger-Brutzler.

Wieso hechelst du einer Angestelltentätigkeit nach, wenn du da ganz offensichtlich nicht weiterkommst?

Versuchs doch mit der Selbstständigkeit. Ist ein ernstgemeinter Vorschlag.
Gerade als Selbstständiger muss man ein Universalgenie sein. Du musst dich mit dem Recht und Steuerrecht auskennen, mit Versicherungen, du musst ein Kommunikationstalent sein, du brauchst ein umfangreiches BWL-Wissen und natürlich eine Geschäftsgrundlage. Also genau das Richtige für Leute, die sich schnell in unbekannte Themenkomplexe einarbeiten können. ;)

Flyinglosi
2012-06-26, 16:24:15
Nach 5 Seiten stellt sich doch langsam die Frage: Sollte ein Akademiker nicht selbst in der Lage sein seine berufliche Laufbahn zu managen. Und wenn nicht: Sollte er dann eventuell nicht wissen, dass ein Nerd-Forum keine brauchbare Quelle für Tipps zu diesem Thema darstellt?

Colin MacLaren
2012-06-26, 18:12:01
990€ netto, das ist in etwa das Gehalt von einem ungelernten Burger-Brutzler.

Wieso hechelst du einer Angestelltentätigkeit nach, wenn du da ganz offensichtlich nicht weiterkommst?

Versuchs doch mit der Selbstständigkeit. Ist ein ernstgemeinter Vorschlag.
Gerade als Selbstständiger muss man ein Universalgenie sein. Du musst dich mit dem Recht und Steuerrecht auskennen, mit Versicherungen, du musst ein Kommunikationstalent sein, du brauchst ein umfangreiches BWL-Wissen und natürlich eine Geschäftsgrundlage. Also genau das Richtige für Leute, die sich schnell in unbekannte Themenkomplexe einarbeiten können. ;)

990 EUR netto ist der ganz normale Facharbeiter-Lohn im Osten. Ein Burgerbrutzler wird mit dem ZA-Mindestlohn von 7,01 EUR abgespeist (wie auch die o.g. Germanistin). 9,22 EUR bei 35Wh sind nun mal nicht mehr. Nur mit Überstunden (wsofern sie denn bezahlt werden) oder Sichtzulage kommt ein normaler berufseinsteigender Facharbeiter im mittelständigen Unternehmen im Osten über die 1000 EUR. Um das drumherum mache ich mir bei Selbstständigkeit auch keine Sorgen, schon eher um die Geschäftsidee.

Nach 5 Seiten stellt sich doch langsam die Frage: Sollte ein Akademiker nicht selbst in der Lage sein seine berufliche Laufbahn zu managen. Und wenn nicht: Sollte er dann eventuell nicht wissen, dass ein Nerd-Forum keine brauchbare Quelle für Tipps zu diesem Thema darstellt?

Gemanaget habe ich ja bereits.

Plan A: Der ursprüngliche: höherer Dienst. Dafür benötigt man aber die Promotion. Daher tat ich mir die Hiwi-Stelle im Graduiertenkolleg an. Übernehmen die mich, werde ich ab Herbst dort den Doc machen, anschließend ein Jahr auf ALG I französisch lernen und mich dann um den höheren Archiv- und Bibliotheksdienst bewerben.

Plan B: Graduiertenschule nimmt mich nicht. Versuch im Museum. An alle ausgeschriebenen Volontariate habe ich Bewerbungen geschickt. Vielleicht geht eine durch.

Plan C: Graduiertenschule und Volo wird nichts. Gehobener Archivdienst. Schön knapp zwei Jahre im Internat mit 80% Frauenquote das junge Gemüse wegbumsen und dann genau den Job, den ich wollte, wenn auch mit 25% weniger Gehalt. Kann ich mit leben.

Nun sind das drei Optionen, doch ist in meinem Fach bei dem Andrang leider die addierte Wahrscheinlichkeit, dass alles drei Varianten nichts werden höher als dass es klappt. Dieses Forum ist manchmal ergiebiger als man glaubt. Das PoWi gab durchaus Denkanstöße für meine Magisterarbeit, die Idee mit dem gehobenen Archivdienst ist ebenfalls aus diesem Thread.

Wo wir schon davon reden. Ghostwriter. Das solltest du dir ernsthaft überlegen. Muss man moralisch natürlich abkönnen, aber du verdienst echt ziemlich gut. Kann dir auch erklären, wie du das am besten aufziehst, um keine rechtlichen Probleme zu bekommen, aber damit habe ich während des Studiums gut verdient, habe es dann aber aufgegeben, weil ich es mit Lehrtätigkeit nicht mehr recht vereinbaren konnte. Sobald man Routine hat, sind Hausarbeiten keine wirkliche Herausforderung mehr und ich konnte irgendwann, als ich die Form kannte, mehrere Fachbereiche abdecken.

Für die faulen Bonzenkinder von Papis Geld die Hausarbeit schreiben, damit die mehr Zeit zum Cabrio-Fahren und Koksen haben? Wo muss ich unterschreiben? Find ich super die Idee, hätte ich auch null Skrupel. Ich frage mich dann eher, wie man da an Kunden gelangt.

DerEineHades
2012-06-26, 20:52:57
Plan A: Der ursprüngliche: höherer Dienst. Dafür benötigt man aber die Promotion. Daher tat ich mir die Hiwi-Stelle im Graduiertenkolleg an. Übernehmen die mich, werde ich ab Herbst dort den Doc machen, anschließend ein Jahr auf ALG I französisch lernen und mich dann um den höheren Archiv- und Bibliotheksdienst bewerben.

Plan C: Graduiertenschule und Volo wird nichts. Gehobener Archivdienst. Schön knapp zwei Jahre im Internat mit 80% Frauenquote das junge Gemüse wegbumsen und dann genau den Job, den ich wollte, wenn auch mit 25% weniger Gehalt. Kann ich mit leben.

Ich sehe dein Problem nicht so recht. Erstens kannst du auch bequem während Plan A Französisch lernen (die Zusatzangebote eurer Universität werden ja wohl kaum auf Studenten beschränkt sein), zweitens klingt Plan C echt grandios. Man muss Prioritäten setzen. Und 80% Frauenquote bumsen klingt ziemlich gut. Rechne das mal in Bordellgebühren für MINTler um. Und unsere Frauen sind eindeutig heißer.


Für die faulen Bonzenkinder von Papis Geld die Hausarbeit schreiben, damit die mehr Zeit zum Cabrio-Fahren und Koksen haben? Wo muss ich unterschreiben? Find ich super die Idee, hätte ich auch null Skrupel. Ich frage mich dann eher, wie man da an Kunden gelangt.


Pfffffft. Dreistheit siegt. Häng schlicht Zettel in der Uni auf. Du hast früher Klientel, als du "Hopps!" sagen kannst. Gib eine unverfängliche eMail-Adresse an. Den Rest klären wir per PN.


.edit: Glaube aber nicht, dass du mit ALGI aus der Geschichte kommst...Kenne mich da nicht genau aus, aber ein Graduiertenkolleg gilt wohl nicht so recht als regulärer Arbeitgeber. Sage dazu aber mehr, wenn ich es genauer in Erfahrung gebracht habe.

Colin MacLaren
2012-06-26, 21:38:38
Das Graduiertenkolleg gilt als ganz reguläre 65% TEVL 13 Stelle. Französisch würde ich parallel nicht noch machen, weil ich mit dem Thema der Diss echt den Arsch voll habe.

DerEineHades
2012-06-26, 22:11:49
Das Graduiertenkolleg gilt als ganz reguläre 65% TEVL 13 Stelle. Französisch würde ich parallel nicht noch machen, weil ich mit dem Thema der Diss echt den Arsch voll habe.

Ich revidiere. Du bist wirklich faul. Zwei bis drei Jahre Zeit und kostenlose Angebote und du gehst nicht Französisch lernen? Oiiii, das muss ja eine Dissertation sein. Da habe ich - ohne Scheiß - Menschen drei Sprachen in der Zeit lernen sehen. Und die Dissertation hatte über 600 Seiten.

Colin MacLaren
2012-06-26, 22:38:38
Der Typ, an dessen Methodik ich mich anlehne, hat für sein Werk 10 Jahre benötigt. Der hatte natürlich noch anderes zu tun, aber sich auch auf Preußen beschränkt. Aufgrund des Globalisierungsthemas der Graduiertenschule muss ich noch dazu einen Vergleich mit den USA machen. Mein Prof meinte "Super Thema, aber das wird dauern. Bei mir dürften Sie nur Preußen machen, sonst werden Sie ja nie fertig." Der Prof an der Graduiertenschule lobte die zügige Arbeitsweise seiner Doktoranden. Die seien alle schon nach 4,2 Jahren fertig. Der Schnitt läge bei 4,5 ;P

Halbes Jahr Theorieteil und Vorarbeit, halbes Jahr Geheimes Staatsarchiv, halbes Jahr National Archives/Library of Congress, halbes Jahr die 60 Credits in der Graduiertenschule abreißen, halbes Jahr Schlussteil/Lektorieren/Verteidigung. Da plane ich schon sehr optimistisch.

Eine 08/15-Seminararbeit ohne Archivrecherche oder Datenerhebung bastel ich auch in zwei Tagen. Ich mache gerade eine simple Genealogie-Suche und selbst das kdauert. Irgendwas ist immer.

DerEineHades
2012-06-26, 22:57:41
Der Typ, an dessen Methodik ich mich anlehne, hat für sein Werk 10 Jahre benötigt. Der hatte natürlich noch anderes zu tun, aber sich auch auf Preußen beschränkt. Aufgrund des Globalisierungsthemas der Graduiertenschule muss ich noch dazu einen Vergleich mit den USA machen. Mein Prof meinte "Super Thema, aber das wird dauern. Bei mir dürften Sie nur Preußen machen, sonst werden Sie ja nie fertig." Der Prof an der Graduiertenschule lobte die zügige Arbeitsweise seiner Doktoranden. Die seien alle schon nach 4,2 Jahren fertig. Der Schnitt läge bei 4,5 ;P

Halbes Jahr Theorieteil und Vorarbeit, halbes Jahr Geheimes Staatsarchiv, halbes Jahr National Archives/Library of Congress, halbes Jahr die 60 Credits in der Graduiertenschule abreißen, halbes Jahr Schlussteil/Lektorieren/Verteidigung. Da plane ich schon sehr optimistisch.

Eine 08/15-Seminararbeit ohne Archivrecherche oder Datenerhebung bastel ich auch in zwei Tagen. Ich mache gerade eine simple Genealogie-Suche und selbst das kdauert. Irgendwas ist immer.


Bitte entschuldige, wenn ich huste, statt mich beeindruckt zu zeigen. Du machst gerade den selben Fehler wie vorher. Du glaubst halt tatsächlich, dass du irgendetwas herausgehoben tolles machst. Nope. Wir wälzen alle viel Theorie, einige schaffen es hoffentlich noch in die Empirie, unsere Doktorväter stellen alle hohe Ansprüche. In der Theorie (HAHA!) klingt alles noch fürchterlich beeindruckend aber wenn du dann drin steckst, wirst du viele Leute treffen, die weit beeindruckendere Sachen machen als du, ein Fazit schreibt jeder und die Verteidigung bleibt uns auch allen am Bein hängen.

Tut mir Leid, dich mal wieder enttäuschen zu müssen. Du klebst dann vielleicht im oberen halben Prozent, aber auch da sind vermutlich 90% toller als du.

Colin MacLaren
2012-06-26, 23:41:48
Was ganu wolltest Du mir gerade sagen ;) ?

Mein Thema deckt ein Lücke ab, die in dem von mir betrachteten Zeitraum nie bearbeitet worden ist bzw. in ein paar theoretischen Ansätzen in den 80ern stecken geblieben ist. Für die Zeit davor und danach besteht diese Lücke nicht. Das macht meine geplante Diss sicher nicht zu etwas Besonderem was noch nie dagewesen ist oder mich nun wahnsinnig gegenüber anderen Werken absetzen wird. Nur ist für das Thema sehr viel Archivrecherche notwendig und das wird zeitaufwendiger als die 08/15-Promotion. Die Arbeit an sich ist kein Hexenwerk, sondern ganz normale Quellenrecherche. Ihre Stärke liegt vielmehr darin, dass es Zeit wird, dass sich der Thematik mal jemand annimmt und dem Rumgeeier auf der Metaebene mal mit einer konkreten Studie entgegentritt. Das macht sie nicht unbedingt herausragend anspruchsvoll, aber eben sehr arbeitsintensiv und zeitlich schwer abzuschätzen.

Daher wollte ich das Französisch hintenanstellen, weil es für die Diss selbst so überhaupt nichts nützt und selbige erst einmal Priorität hat. Das ist alles, was ich damit ausdrücken wollte.

Krümelmonster
2012-06-27, 17:07:03
Also zunächst einmal finde ich das schon ganz gut sich Hilfe über das Forum zu suchen. Denke da erhält man schon neue Anregungen, über die man zuvor noch nicht so wirklich nachgedacht hat.

Zur Promotion:

Also wenn die wie du sagst so arbeitsintensiv werden wird Colin, dann würde ich mir doch evtl. noch einmal genau überlegen - so denn möglich - ob das dein Thema wird, schließlich kostet es dich evtl. ja doch länger als die nach deiner aussage optimistisch geplanten 3 Jahre + 1 weiteres Jahr für Französisch. Da wäre es doch um EINIGES optimaler du könntest binnen 3 Jahren inkl. Sprachkursen promovieren wenn du dir das mal durchrechnest, zumal du 1 Jahr ja wirklich nur eine neue Sprache lernst, so ich das richtig verstanden habe.

Zusätzlich sehe ich in der ganzen Planung auch noch das Risiko, dass du den gewünschten Posten im gehobenen Dienst garnicht bekommst. Du sagst ja selber die Chancen stünden garnicht mal so gut. Dann hast du womöglich umsonst promoviert und warst anschließend auch noch ein Jahr arbeitslos in dem du französisch gelernt hast (btw. könntest du das auch noch auf 6 Monate optimieren indem du einfach einen crash kurs machst und anschließend eben ein halbes Jahr eine Sprachschule vor Ort aufsuchst).

Evtl. finden sich ja auch andere Themen mit denen du einen Quereinstieg in andere Berufe rechtfertigen kannst - kenne mich da allerdings nicht aus und glaube ich persönlich auch eher weniger, aber du hast da sicher mehr Ahnung.

drexsack
2012-06-27, 19:24:18
Ich hab jetzt noch nicht so ganz durchschaut, wieviel dir die Promotion wirklich bringt? Ich würde diese 3-4 Jahre nur verschwenden, wenn du danach auch eine Stelle sicher hast. Sonst bist du danach nur noch höher qualifiziert, kannst aber eigentlich immer noch nichts. Das klingt nach so einer typischen Geisteswissenschaftler-"Karriere" mit Ende 20 Anfang 30. Du schiebst den harten Aufschlag in der Realität außerhalb des universitären Elfenbeinturms eigentlich nur auf, wenn du danach nix sicher hast.

Colin MacLaren
2012-06-30, 18:51:48
Mit der Promotion hat man dann doch eher Chancen fachnah zu arbeiten, etwa im Museum oder eben an der Uni. Nur kommt dann weiterhin das Problem hinzu, dass diese Stellen in der Regel erstmal auch nur wieder prekär sind (sprich hable Stelle bezahlt, volle arbeiten). Eh ich da mal ankomme bin ich mindestens 35. Andererseits ist der Doktortitel schon toll fürs Ego :) Ich sehe die Promotion allerdings nicht als verschwendete Zeit, ist ja ganz ordentlich bezahlt.

Ich habe endlich die erste Einladung zum Vorstellungsgespräch. Die suchten einen Wirtschaftsgeographen im Projektmanagement (also das, was ich schon gemacht habe) und Qualitätsmangement (keine Ahnung, kann man sich ja bis dahin paar Grundlagen anlesen Richtung ISO 9000).

Ist nun zumindest erstmal eine gewisse Erleichtung, dass sich jemand aus der Realwirtschaft für einen interessiert ;)

Everdying
2012-06-30, 20:12:15
Glückwunsch :up:

Gute Leute kommen in der Realwirtschaft IMMER unter. Dabei muss man anfangs nicht mal 100%ig alles (fachspezifische) können, man muss sich nur schnell einarbeiten können in neue Aufgaben.

Es gibt genug Beispiele, dass Akademiker nach ihrem Studium in ganz anderen Sparten unterkommen. Hab ich die Woche erst wieder selbst erlebt. Vortrag zum Thema "Strategische Unternehmensführung" und der Vortragende hatte einen Doktor in organischer Chemie und hat nach seiner Dissertation quasi nie wieder ein Labor gesehen :tongue: nur Aufgaben als Projektmanager und -leiter übernommen und seit einigen Jahren Geschäftsführer eines mittelgroßen Unternehmens.

Colin MacLaren
2012-07-07, 10:58:36
Es ist halt grundsätzlich das Problem, egal in welche Richtung ich Ausschau halte, die irgendwie zu den im Studium erworbenen Sekundärfähgikeiten passt, gibt es genug Studenten/Absolventen von genau auf diesen Fachbereich spezialisierten Leuten.

Schau ich auf das Personalwesen, treffe ich auf Heerscharen von BWL-Mädels mit diesem Schwerpunkt und Psychologen.

Schau ich auf das Projektmanagement, was ich durchaus schon gemacht habe, sind entweder Wirtschaftsingenieure oder Logistik-Studenten gefragt.

Schau auf auf den Bereich Unternehmenskommunikation konkurriere ich mit Medienkommunikations-Absolventen, die es ebenfalls wie Sand am Meer gibt.

So ganz ohne Aufbaustudium seh ich gerade bisschen schwarz.

GSXR-1000
2012-07-07, 23:08:23
Es ist halt grundsätzlich das Problem, egal in welche Richtung ich Ausschau halte, die irgendwie zu den im Studium erworbenen Sekundärfähgikeiten passt, gibt es genug Studenten/Absolventen von genau auf diesen Fachbereich spezialisierten Leuten.

Schau ich auf das Personalwesen, treffe ich auf Heerscharen von BWL-Mädels mit diesem Schwerpunkt und Psychologen.

Schau ich auf das Projektmanagement, was ich durchaus schon gemacht habe, sind entweder Wirtschaftsingenieure oder Logistik-Studenten gefragt.

Schau auf auf den Bereich Unternehmenskommunikation konkurriere ich mit Medienkommunikations-Absolventen, die es ebenfalls wie Sand am Meer gibt.

So ganz ohne Aufbaustudium seh ich gerade bisschen schwarz.
Vielleicht sind deine Ansprüche einfach zu hoch? Vielleicht theoretisierst du das ganze auch etwas zu sehr anstatt einfach mal etwas zu tun? So wirkt das zumindest auf mich.

Ich habe seinerzeit auch studiert und sogar erstaunlich gut abgeschlossen. in regelstudienzeit (Wi-Info). Danach 2 jahre in den staaten gearbeitet über beziehungen die ich während des studiums geknüpft hatte als anwendungsentwickler. Soviel verdient in der Zeit wie ich vermutlich nie wieder verdienen werde in meinem Leben (war vor dem platzen der Dot-Com Blase... in den echten hochzeiten eben). Trotzdem zurück, wieder neu angefangen. in der finanziellen leitung einer maroden mittelständischen bauunternehmung angefangen, in allen Finanz/Rewe/steuerthematiken neu eingearbeitet. Mit der firma 5 jahre an der insolvenz langeschrammt aber verdammt viel gelernt. Danach mit der Familie 2 Jahre nach Polen, in der Finanz und IT Abteilung des danziger Flughafens gearbeitet. 2007 wieder zurueck nach deutschland, als Steuerexperte in der deutschen Gruppe eines weltmarktführers angefangen, inzwischen in den Controllingbereich gewechselt und alleinverantwortlich für internationale Bilanzierung, Taxing und MFRP der gesamten deutschen Gruppe.
Was ich damit sagen möchte: mein Berufsweg war für mich in keinster weise vorhersehbar und planbar. Ich habe mich den jeweiligen situationen angepasst und sich mir bietende chancen genutzt, auch wenn sie sich nicht immer so gleich als so verlockend darstellten. Ich war zwischenzeitlich nicht einen Tag arbeitslos und hab mir keine vorgaben gemacht sondern mich einfach zu gegebener Zeit umgeschaut. Mein tätigkeitsfeld hat dauernd gewechselt und hat heute kaum noch was mit dem zu tun, was ich ursprünglich mal studiert habe. Trotzdem ist mein marktwert durch die vielfältigen tätigkeiten, die auch ständig skills erweitern und den horizont erweitern gegenüber damals eher massiv gestiegen.
Die gradlinigen Berufshistorien, die bei unseren Vätern noch normal waren, in einer firma anzufangen und bis zur rente durchzuarbeiten findest du heute kaum noch. Und wenn man sich drauf einlässt ist das auch gut so. Da ich mittlerweile auch personalverantwortung fuer meine abteilung trage, kann ich dir sagen, das ich persönlich auch die leute suche, deren lebensweg nicht gradlinig und ohne zacken ist. Ich suche explizit nach leuten, bei denen ich sehe, das sie offen fuer neues sind und die eben sich nicht hinstellen und wie im schlaraffenland auf den fuer sie gebackenen job warten. AUf studienleistungen oder sonstige Zeugnisse gebe ich persönlich nicht viel.

Colin MacLaren
2012-07-08, 08:11:31
Das Problem ist in erster Linie mal der Einstieg. Und da wird es schwer, als fachfremder doch gegen genau auf diesen Bereich spezialisierte Kräfte zu behaupten. Es ist allerdings weder so, dass ich bisher nichts getan hätte (immhin 38 personalisierte Bewerbungen in gut einem Monat) oder zu hohe Ansprüche (ich habe mich auch sehr oft für Praktika in größeren Unternehmen umgeschaut, aber auch da flieg ich sofort raus).

Was an Deinem beruflichen Werdegang jetzt so speziell sein soll, verstehe ich allerdings nicht. Du hast Wirtschaftsinformatik studiert und zuerst als Informatiker, später im betriebswirtschaftlichen Bereich gearbeitet. Als Betriebswirt, Wing oder Winfo hätte ich auch keine Probleme, mich am Arbeitsmarkt zu positionieren. Als Historiker dann schon eher ;)

Colin MacLaren
2012-07-12, 22:12:29
- Zeugnis ist da. Verkackt. Nur 1,6. So knapp am "sehr gut" vorbeigeschrammt, das tut weh.
- Dienstag Bewerbungsgespräch bei der mittelständischen Firma im Asset Management (Anlagegüterverwaltung).
- Mittwoch früh um 10 ein vierstündiger schriftlicher Konzentrationstest in Bremen für den gehobenen Dienst. Zahlen-/Bildchenreihen und Fehlertexte sind ja meine absoluten Lieblinge :( Hat man den Mist eigentlich bei jedem Einstellungstest?

DerEineHades
2012-07-12, 22:15:28
Auf HSozKult waren heute übrigens schon wieder um die 10 Stellen ausgeschrieben...unter anderem eine in der visuellen Netzwerkforschung.

Aghanim
2012-07-12, 22:20:06
- Zeugnis ist da. Verkackt. Nur 1,6. So knapp am "sehr gut" vorbeigeschrammt, das tut weh.
- Dienstag Bewerbungsgespräch bei der mittelständischen Firma im Asset Management (Anlagegüterverwaltung).
- Mittwoch früh um 10 ein vierstündiger schriftlicher Konzentrationstest in Bremen für den gehobenen Dienst. Zahlen-/Bildchenreihen und Fehlertexte sind ja meine absoluten Lieblinge :( Hat man den Mist eigentlich bei jedem Einstellungstest?

Nö, hat man nicht unbedingt. Können auch einfache Interviews sein und ACs. So schlimm ist das mit dem verpasstem "Sehr gut" auch wieder nicht, 1 vorm Komma sieht auch noch gut aus.

Watson007
2012-07-12, 22:21:31
- Zeugnis ist da. Verkackt. Nur 1,6. So knapp am "sehr gut" vorbeigeschrammt, das tut weh.

weiss nicht was du hast, ich habe im Moment nur 2,x als Durchschnitt...

Colin MacLaren
2012-07-13, 01:13:28
Auf HSozKult waren heute übrigens schon wieder um die 10 Stellen ausgeschrieben...unter anderem eine in der visuellen Netzwerkforschung.

Dann guck mal genau rein. Das sind meist SEHR spezielle Anforderungen, die rein rechtlich gesehen ausgeschrieben werden müssen, man aber sowieso intern vergibt bzw. die ich nun mit meinem Spezialgebiet gerade nicht erfülle. Wenn es passt (etwa die Graduiertenschule in Koblenz), dann bewerbe ich mich auch.

Eine Stelle, die "Erfahrung in der Drittmitteleinwerbung" verlangt, ist auch bestimmt nicht für einen direkten Absolventen gedacht, sondern eine typische PostDoc-Überbrückungsstelle. Ich will halt gerade NICHT mehr an die Uni. Die Ochsentour dort ist mir zu hart. Einer von 10 habilitieren Historikern bekommt am Ende einen Lehrstuhl. Ich hätt vielleicht schon Bock auf Sesshaftigkeit und Kinder, bevor ich 40 wär.

Um das Aufbaustudium komm ich wohl nicht drumherum. Entweder der gehobene Archivdienst, sofern ich im Bilderrätsel mal einen guten Tag hab ;), oder zwei, drei Jahre arbeiten und dann einen nicht-konsekutiven Master in Ökonomie und Management (http://www.zfuw.uni-kl.de/fernstudiengaenge/management-law/oekonomie-und-management/) bzw. Business Informatics (http://www.vg-u.de/de/).

Colin MacLaren
2012-07-18, 23:29:38
Gerade zurück vom schriftlichen Einstellungstest für den gehobenen Archivdienst. Eine Stelle war ausgeschrieben und die ist eigentlich für Abiturienten gedacht. Es bewarben sich 180 Leute, davon die Hälfte mit abgeschlossenem Studium. Alleine meine Banknachbarin kontte fließend Französisch und Latein, hatte Praktika im Archiv und ihre Magisterarbeit dort geschrieben. Autsch...

DerEineHades
2012-07-21, 09:47:24
Gerade zurück vom schriftlichen Einstellungstest für den gehobenen Archivdienst. Eine Stelle war ausgeschrieben und die ist eigentlich für Abiturienten gedacht. Es bewarben sich 180 Leute, davon die Hälfte mit abgeschlossenem Studium. Alleine meine Banknachbarin kontte fließend Französisch und Latein, hatte Praktika im Archiv und ihre Magisterarbeit dort geschrieben. Autsch...

Mach dir nix draus, kassiere gerade auch nur Absagen. Dafür läuft es mit der Selbstständigkeit ziemlich gut.

Popeljoe
2012-07-21, 10:44:38
Denk dran: du bist kein Idiot und alle Anderen kochen auch nur mit Wasser.
Was GSRX schrieb sollte dich anspornen, auch mal links oder rechts zu schauen.
Leg dich nicht auf den Staatsdienst fest.

Colin MacLaren
2012-07-21, 11:38:38
"Sehr geehrter Herr MacLaren,
vielen Dank für die Zusendung Ihrer Bewerbungsunterlagen. Aufgrund von 1297 eingegangenen Bewerbungen nimmt das Auswahlverfahren noch einige Zeit in Anspruch."

Einstellungsvoraussetzung war ein Master/Magister in Geschichte. Bewerb ich mich fachfremd als ungelernter PC-Schrauber, bekomm ich 50% Rückantwortquote mit Interessensbekundung, bei Posten im Alt-Bundesgebiet sogar mit dem gleichen Gehalt wie obige Stelle (30k). Das ist so Gaga.

Ich habe mal eine Karriereberatung angeschrieben, die interessanten Stellen zitiere ich mal:

Den Einstellungen in der Wirtschaft liegt folgendes Prinzip zugrunde: Der für die Einstellung verantwortliche Mensch ist im Normalfall nicht souverän, er ist selbst nur Angestellter (wenn auch vielleicht in Führungsfunktionen). Er muss sich für seine „Taten“ verantworten. Wer Sie mit Ihrem speziellen Werdegang einstellt, riskiert, dass bei einem Scheitern Ihrer Person in dem Unternehmen dem Einsteller auch noch Vorwürfe gemacht werden im Hinblick von „Wie konnten Sie bloß?“. Wenn nach einer möglichen Einstellung mit Ihnen irgendetwas schief geht, wird man zu der offiziellen Meinung neigen, dass das doch vorhersehbar gewesen wäre. Da jedem Einsteller diese Problematik bekannt ist, wird er in einem extrem hohen Prozentsatz dazu neigen, von Ihnen die Finger zu lassen. Wenn auf der anderen Seite ein „richtig“ ausgebildeter Mensch nach seiner Einstellung scheitert, klopft man dem Einsteller tröstend auf die Schulter und sagt: „Machen Sie sich nichts draus, das war nicht vorhersehbar, ich hätte diesen Mann auch eingestellt.“

[...]

Daraus folgt: Die beste Lösung ist immer noch die, sich nach einer (aus der Sicht der Wirtschaft) gescheiterten Ausbildung oder beruflichen Legende doch noch um eine Ausbildung zu bemühen, die zu dem Wirtschaftszweig passt, in den man hinein will. Das wäre beispielsweise (das wird vom Alter schon ein Problem sein) eine kaufmännische Ausbildung z. B. als Industriekaufmann, das wäre ein Kurzzeitstudium zum Staatlich Geprüften Betriebswirt oder das wäre ein kombiniertes Studium an einer Berufsakademie, bei der man gleichzeitig in einem Wirtschaftsunternehmen angestellt ist. Dafür muss man dann aber auch akzeptiert werden, was ich bei einem so schwierigen Fall wie dem Ihren nicht garantieren oder auch nur vorhersagen kann.

Wenn Sie sich – gemessen an Ihrem zentralen Studienthema – jetzt „artfremd“ bewerben, dann müssen Sie dabei auch noch dieser aus der Sicht des Empfängers der Bewerbung falschen Fachrichtung „abschwören“. Sie dürfen nicht den engagierten Absolventen dieser Fachrichtung geben, der aus irgendwelchen wirtschaftlichen Überlegungen heraus notfalls bereit ist, auch in fremden Gefilden zu arbeiten. Sie müssen hingegen deutlich machen, dass Ihre Fachrichtung ein Fehler war, getragen von jugendlichem Unverstand im zarten Alter des Abiturienten. Dass Sie es heute nicht wieder tun würden und nur um des Prinzips willen, etwas Angefangenes auch irgendwie zu Ende zu bringen, den Abschluss gesucht und gefunden haben. Aus heutiger Sicht, so müsste in Ihrer Bewerbung stehen, würden Sie beispielsweise BWL studieren.

Das haut rein.

DerEineHades
2012-07-21, 12:22:09
Das haut rein.

;D


Dann los zum C&A, kauf deinen ersten Anzug, Tube Gel im DM und übe schon einmal fleißig im 3dcenter-eigenen Wörterbuch. (http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=423339)

Sry, ich finde es auch nur lustig, weil es sonst so traurig wäre.

Colin MacLaren
2012-07-21, 12:49:16
Ich hab 'nen schönen Anzug, weiß aber nicht, ob der fürs B2B CRM reicht, welches mir meine BWL-Kollegen immer empfehlen.

Watson007
2012-07-21, 14:39:27
ich sag doch: eine abgeschlossene Ausbildung in dem Bereich, in dem man arbeiten will, ist sehr wichtig.

das mit betrieblichen Ausbildungen ist so eine Sache, deren Anforderungen können je nach Betrieb sehr unterschiedlich sein. Ein Studium ist angesehener.

du bist doch noch jung, du kannst immer noch ein Studium im gewünschten Bereich anfangen ;)

und blenden gehört wohl zu einem VG dazu....

Morale
2012-07-21, 17:02:41
Wenn du dir auch was im IT Bereich vorstellen könntest (hat sich jedenfalls so angehört):
http://www.verwaltungsinformatiker.de/
Bist auch im gD, sicherer Arbeitsplatz etc.
Musste halt nochmal 3 Jahre studieren, aber bekommste ja bezahlt.

Also bevor ich BWL studieren würde :D

kiX
2012-07-21, 17:49:46
Das haut rein.
Das haut in der Tat rein.
Aber ehrlich, sei froh über eine so unverblümte Einschätzung deiner Lage (wofür man Karriereberater ja bezahlt) -damit kann man dann wenigstens arbeiten.

Und mit ein wenig Realitätssinn vor Beginn des Studiums (den ich dir durchaus zuspreche) ist so eine Antwort auch keine große Überraschung.

Colin MacLaren
2012-07-21, 19:01:11
Wenn du dir auch was im IT Bereich vorstellen könntest (hat sich jedenfalls so angehört):
http://www.verwaltungsinformatiker.de/
Bist auch im gD, sicherer Arbeitsplatz etc.
Musste halt nochmal 3 Jahre studieren, aber bekommste ja bezahlt.

Also bevor ich BWL studieren würde :D

Das klingt echt gut. Aber die Bewerbungsfeist für dieses Jahr ist vorbei. Da scheint es auch einen EDV-Test zu geben (easy) statt dem dämlichen Kognitionstest (bin ich zu verträumt für).

Morale
2012-07-21, 19:05:31
Das klingt echt gut. Aber die Bewerbungsfeist für dieses Jahr ist vorbei. Ich kann es ja dennoch mal versuchen, da ich den Einstellungstest bereits gemacht habe (aber wohl tendenziell eher verkackt).
Ja für Sept. 2012 ist es zu spät.
Weil man sich ja auch bei den Behörden etc bewerben muss, die sagen dann "Ok, du passt" und die melden einen dann da an.
Ist wohl ein Logiktest, also so Zahlenreihen, Symbole und sowas.
Wäre halt evtl. eine Option für nächstes Jahr.
Aber mir meinen Platz nicht wegnehmen :wink:
Mache extra Fachabi dafür.

Colin MacLaren
2012-07-21, 22:16:55
Den Logiktest kann ich mal gar nicht. Bei einigen elementen hatte ich 1 von 8 geschafft...

drexsack
2012-07-21, 22:22:19
Kann man doch alles üben?

Colin MacLaren
2012-07-21, 23:32:56
Ist komisch. Früher (so kurz nach dem Abi) war ich in solchen Tests richtig gut. Heutzutage sitz ich davor und denk mir nur WTF? Fies sind Zahlenmatritzen, Buchstabenreihen und besonders fies: "Schätzen".

199²
ergibt:
39 981
40 001
39 681
39 601

20 sek. Zeit...

gixe
2012-07-22, 00:05:12
"Schätzen".

199²
ergibt:
39 981
40 001
39 681
39 601

20 sek. Zeit...

Rechne halt: (200-1)*(200-1)

Für diese Tests gibt es doch massig Aufgabenbücher und die meisten Aufgaben sind ähnlich bzw. erfordern das selbe Schema. Das kann man sehr gut trainieren.
Freundin (Sozialwissenschaftler) hat das auch hinbekommen, und die ist eine Niete in Mathe.

Colin MacLaren
2012-07-22, 01:08:31
Da muss man aber erstmal drauf kommen bzw. dachte ich eigentlich nicht, dass ich beim Einstellungstest für den Archivdienst (!) und ohne dass man mal kurz Zeit hat, darüber nachzudenken wie das war (das ist eigentlich das Entscheidende), die binomischen Formeln drauf haben muss und schriftlich Bruchrechnen muss. Beides nun kein bisschen schwer, aber eben auch 10-15 Jahre her. Natürlich stimmt es aber, dass man mit den Vorbereitungsbüchern gut durch die Tests kommt. Der erste Versuch war Lehrgeld und nächstes Mal wird es besser. Aber dadurch verlier ich auch erstmal lässig wieder ein ganzes Jahr.

Ist natürlich auch ein bisschen meine Schuld, dass ich mich da nicht entsprechend informiert hatte. Da es meine erste Begegnung mit dem Einstellungsverfahren des ÖD war ging ich mit gesundem Menschenverstand davon aus, die testen dort mein Latein und disktutieren über Für und Wider der Reichsverfassung. Vielleicht schreibt man auch einen Aufsatz.

Stattdessen kam dieser seltsame (und in der Art und Weise, wie man damit Leute siebt, auch ziemlich perverse) Kreuzchentest. Daher reg ich gerade grundsätzlich darüber auf, dass der ÖD, egal für welche Richtung, die immer gleichen Tests nimmt und danach seine Bewerber auswählt, anstatt mal nach fachlicher Eignung, Noten und Berufserfahrung zu sortieren. Bei einem Informatiker würde ich doch vielmehr testen, ob derjenige noch fit in Mathe ist und wie es mit den EDV-Grundlagen aussieht, bei einem potentiellen Archivar dann eher die Geschichtskenntnisse. Stattdessen lösen beide die gleichen Buchstabenreihen und Zahlenrätsel :crazy:

kiX
2012-07-22, 01:35:43
Für die erste Stufe eines Einstellungstests im ÖD Diskussionen oder Aufsätze zu verlangen wäre ein wenig mit Kanonen auf Spatzen geschossen, oder nicht?
IdR gibt es im ÖD ja mehrstufige Eignungsprüfungen, bis hin zum Gruppen- oder persönlichen Einzelgespräch. DA kann man dann eher sowas vermuten.
Nimms mir nicht übel, sieht aber wieder nach einem klassischen "ich hatte keine Ahnung was mich erwartet und habe mich kein bisschen vorbereitet" aus.
Das dürfte dir eigentlich nicht passieren :(

Colin MacLaren
2012-07-22, 08:18:00
Ich hatte keine Ahnung was mich erwartet, bewarb mich auf den Archivdienst und es flatterte ein Brief ins Haus, dass ich in fünf Tagen zum Einstellungstest sein soll. Da am Vortag aber noch ein anderes Vorstellungsgespräch anstand, für dass ich mich ebenfalls vorbereiten musste, war da auch nicht mehr die Zeit, diverse Codeknackerbücher durchzuackern. Im Übrigen saß hier gestern Abend ein Diplom-Kaufmann, der gern zur Polizei wollte, sich beworben hat und auch keine Ahnung von den Einstellungstests hat. Er ging, wie ich, schlicht davon aus, mit einem abgeschlossenem Studium sei man gegenüber den Abiturienten in der Auswahl soweit im Vorteil.

Auch ist es nun nach gesundem Menschenverstand nicht so weit hergeholt zu vermuten, dass wenn ein einzelnes Archiv einen neuen Archivar ausbildet ein anderer Test genommen wird als wenn das Land Bayern 40 neue Polizisten oder 10 Finanzbeamte sucht. Jetzt weiß ich's besser, füf die nächste Runde hab ich ja Zeit bis April, mich vorzubereiten.

Morale
2012-07-22, 11:03:30
Also wo unterschieden wird ist technischer und nichttechnischer Dienst.
Als vinf macht man halt die Logik Tests und evtl. EDV, aber keine geschichtsfragen, Politik etc.
Finde ich gut :)
Nicht das man das nicht auch lernen kann, aber wer Brauch das ganze Zeug.
Klar etwas wissen sollte schon da sein, aber wer kann aus dem Kopf sagen wann die Mondlandung war oder auf Kennedy geschossen wurde.

Gouvernator
2012-07-22, 11:05:19
Ist schon interessant zu sehen was und wie der Staat etwas für sich aussucht... Vom Kurzeindruck her sucht er sich Kreuzworträtsel lösende Affen aus. So muss man dann auch werden wenn man "Erfolg" haben will im Einstellungstest. Dazu ist er wohl auch gedacht, das schon beim Test der Wille gebrochen wird um kleines dummes Rädchen im einer riesigen Bürokratie zu werden.

Xanatos
2012-07-22, 11:09:38
, aber wer kann aus dem Kopf sagen wann die Mondlandung war oder auf Kennedy geschossen wurde.

1969 und 1963.

Aber mal ehrlich, es gehört halt dazu, dass man sich informiert und vorbereitet, wenn man sich irgendwo bewirbt. Dass du das nicht machst, ist sicherlich nicht der Fehler des Arbeitgebers. Irgendwie gehst du etas naiv an die ganze Sache ran, aber das wirst du vermutlich schon selber gemerkt haben.

Commander Keen
2012-07-22, 11:36:00
Ist natürlich auch ein bisschen meine Schuld, dass ich mich da nicht entsprechend informiert hatte.

Sorry, aber das ist nicht "ein bischen" deine Schuld, sondern leider komplett deine Schuld. Es gibt da so Vorbereitungsheftchen in jedem gut sortierten Bücherhandel vor Ort zu kaufen, da sind dann auch die Prüfungen der letzten Jahre drin. Da guckt man dann mal kurz rein und weiß, was einen erwartet.

Ich hab mich mal in Bayern für die gehobenene, nicht-technische Beamtenlaufbahn beworben. Also Heft gekauft, reingesehen, festgestellt, dass das geforderte Allgemeinwissen ein Witz ist, noch ein bischen die weiteren Topics durchforstet und Heft wieder weggelegt. Da waren übrigens damals neben ein bischen Mathe, was einen Abiturienten wirklich nicht überfordern sollte, auch Textaufgaben dabei. Da schreibt man dann natürlich in der eigenen Wertung des Textes nicht "Anders Breivik ist ein Genie und ein Vorbild für eine ganze Generation sich gegen unseren korrupten Staat aufzulehnen", sondern "krankes Schwein, welches sich gegen die wunderbare, top-funktioniernde staatliche Ordnung auflehnte und verlor". Oder so ähnlich, ist ja nur ein dummes Beispiel, welches mir gerade einfiel.

Jedenfalls hat die Vorbereitung auf diesen Test vllt. 2-3 Stunden gekostet und es hat gereicht unter die Top500 der knapp 6.000 Bewerber zu kommen. Da sollte jemand mit deinem Verstand und Allgemeinbildung mit einer ähnlich knapp bemessenen Vorbereitung ja mindestens ein ähnlich gutes Ergebnis erzielen. Zumindest bei mir hats gereicht ins weitere Auswahlverfahren zu kommen und einer Behörde zugewiesen zu werden. Zwar hats dann letztlich doch nicht geklappt, aber das lag an meiner Krankenakte. Das war zwar letztlich auch eine Frechheit, weil ich einen Bürojob trotzdem bis 67 durchziehen kann (0 Fehltage bei meinem jetztigen Arbeitgeber...), aber so ist das halt beim Staat.

Morale
2012-07-22, 12:21:50
1969 und 1963.

Aber mal ehrlich, es gehört halt dazu, dass man sich informiert und vorbereitet, wenn man sich irgendwo bewirbt. Dass du das nicht machst, ist sicherlich nicht der Fehler des Arbeitgebers. Irgendwie gehst du etas naiv an die ganze Sache ran, aber das wirst du vermutlich schon selber gemerkt haben.
Um mich geht's hier nicht :wink:
Als ich mich zum polizeidienst beworben habe, hatte ich das gelernt.
Da wusste ich sowas auch noch.
Klar wer sich nicht vorbereitet ist selber Schuld.
Ich mein ja nur dass ich froh bin, den "schmarn" ned auch noch zu lernen. Und logiktests liegen mir einfach, Mathe EDV alles Top, im Gegensatz zu Datum lernen wann mal was war.

@ Keen
Top 500 reicht aber in der Regel sicherlich nicht für eine Zusage?!
Überlesen, wundert mich, was war das für ein Posten, idr kommt ja pro stelle so 20-100 Bewerber auf einen Platz.
Bei nur 6000 Bewerbern gabs sicherlich nicht so viele stellen.
Aber ja viel ist pillepalle und muss einfach nur gelernt werden.

Cubitus
2012-07-22, 12:39:34
Ich finde du packst das ganze irgendwie falsch an.

Ich habe eine hohe IT-Affinität, kann aber leider nichts "Richtiges". Was wäre hier eine sinvolle Möglichkeit, möglichst ohne viel finanziellen Invest, sich weiterzubilden und die Chancen zu verbessern?

Wenn du wirklich in die IT\Branche gehen willst, bemühe dich doch um ein Praktikum in einem kleineren Systemhaus --> welches ein großes Aufgaben Spektrum abdeckt.
Dort wirst du vor diversen Aufgaben gestellt in die du dich erstmals reinarbeiten musst. Scheine und Zertifizierungen sind nice to have, aber nicht notwendig! Im Praktikum kannst du Erfahrungen sammeln und eventuell auch auf eine Übernahme hoffen. Oder ein Kunde welcher vom Systemhaus betreut wird, übernimmt dich.

Xanatos
2012-07-22, 12:53:42
Um mich geht's hier nicht :wink:


Sorry, der Rest bezog sich natürlich wieder auf Colin MacLaren.

Commander Keen
2012-07-22, 12:56:25
@ Keen
Top 500 reicht aber in der Regel sicherlich nicht für eine Zusage?!
Überlesen, wundert mich, was war das für ein Posten, idr kommt ja pro stelle so 20-100 Bewerber auf einen Platz.
Bei nur 6000 Bewerbern gabs sicherlich nicht so viele stellen.
Aber ja viel ist pillepalle und muss einfach nur gelernt werden.

Das war wie gesagt für alle Stellen bayernweit im gehobenen nicht-technischen Dienst eines Jahrgangs. Wieviele dann letztlich die Laufbahn wirklich einschlagen durften (inkl. berufsbegleitendem Studium an der Beamtenfachhochschule in Hof) weiß ich nicht. Aber unter den Top500 zu sein, hat zumindest schon mal gereicht um zu einem Vorstellungsgespräch bei einer Behörde zu kommen. Natürlich war ich da auch nicht der einzige, aber wenn meine damals nicht noch sehr aktuellen Verletzungen gewesen wären, die letztlich entscheidend für die Absage waren, hätte die Sache sehr gut ausgesehen.

edit: Ist ja nun auch völlig egal, ich wollte ja auch nur sagen, dass es mit ein wenig (Betonung auf wenig!) Vorbereitung wirklich kein Kunststück ist in diesen Tests ein gutes Ergebnis abzuliefern. V.a. wenn man eh schon eine brauchbare Allgemeinbildung mitbringt. Wenn es dann halt an den binomischen Formeln scheitert, dann muß man einfach sagen: Selbst Schuld, auch wenns hart klingt.

Colin MacLaren
2012-07-22, 13:23:21
Ich hab mich mal in Bayern für die gehobenene, nicht-technische Beamtenlaufbahn beworben. Also Heft gekauft, reingesehen, festgestellt, dass das geforderte Allgemeinwissen ein Witz ist, noch ein bischen die weiteren Topics durchforstet und Heft wieder weggelegt. Da waren übrigens damals neben ein bischen Mathe, was einen Abiturienten wirklich nicht überfordern sollte, auch Textaufgaben dabei. Da schreibt man dann natürlich in der eigenen Wertung des Textes nicht "Anders Breivik ist ein Genie und ein Vorbild für eine ganze Generation sich gegen unseren korrupten Staat aufzulehnen", sondern "krankes Schwein, welches sich gegen die wunderbare, top-funktioniernde staatliche Ordnung auflehnte und verlor". Oder so ähnlich, ist ja nur ein dummes Beispiel, welches mir gerade einfiel.

Dann hattest Du einen anderen Test als ich. Das Allgemeinwissen war, bis auf Literatur, in der Tat ein Witz. Dann gab es noch solche Dauerkonzentrationsaufgaben (Reisekosten und Postaufgabe, hat aber nichts mit der Realität zu tun), die waren auch nicht schwer und in der gegebenen Zeit gut abzuarbeiten. Hinzu kamen Buchstabenreihen, Zahlenmatrizen und Schätzaufgaben, solche "Finde das Muster"-Fragen. Um sich auf die vorzubereiten, wenn man kein Talent für hat, muss man schon ein paar Wochen einplanen und paar Hundert bis Tausend durchexorzieren. Die hatte ich diesmal schlicht nicht. Ich wusste, nachdem der Brief ins Haus flatterte, was mich erwartet und ich wusste dass mir die nicht liegen, konnte da aber nun auch nichts mehr machen. Es scheiterte ja auch nicht an der Mathematik (das war eine Aufgabe, wo ich fürs Dividieren zu lang überlegt habe), sondern an den Kognitionstests. Darüber hinaus verstehe ich nicht, was daran nun "Selbst Schuld" ist, wenn man das letzte mal vor über 10 Jahren Mathematik hatte, man doch mal 'ne Minute braucht, um aus dem Hinterstübchen rauszukramen, wie man schriftlich dividiert. Weder genannter Diplom-Kaufmann, noch meine 22jährige Mitbewohnerin wussten im Übrigen aus dem FF, wie das ging. Direkt nach dem Abi hätte ich das natürlich drauf gehabt und wohl auch besser abgeschnitten. Du kannst mir sicher auch nicht wie aus der Pistole geschossen die Elemente der badischen Verfassung von 1818, das Bismarck'sche Bündnissystem, die Bodentypen der Sahelzone oder den Zitronensäurezyklus erklären. Obwohl, das müsste ein Abiturient 10 Jahre nach dem Abi doch aber wissen!

Im Vorfeld bin ich darüber hinaus nun mal schlicht davon ausgegangen, dass beim Archivdienst ein anderer Test genommen wird als der bei der Polizei. Groß Vorbereitung zu investieren, bevor ich die Antwort hatte, wäre auch wenig sinnvoll gewesen, da nicht abzusehen war, ob die z.B. keine Leute für den gehobenen Dienst (der ja nochmal eine Ausbildung beinhaltet) mit abgeschlossenem Studium nehmen.

Morale
2012-07-22, 13:27:09
@keen
Äh gut kommt auch immer drauf an wieviele sich bei der Behörde beworben habe, ich kenne einen der hat sich damals auch zum vinf beworben und war der einzige der sich da beworben hatte, war halt kleine Kommune.
Zum Edith, klar 100% Zustimmung.

Naja nächstes mal macht's es hält besser Colin ;)

Commander Keen
2012-07-22, 13:33:21
Dann hattest Du einen anderen Test als ich. Das Allgemeinwissen war, bis auf Literatur, in der Tat ein Witz. Dann gab es noch solche Dauerkonzentrationsaufgaben (Reisekosten und Postaufgabe, hat aber nichts mit der Realität zu tun), die waren auch nicht schwer und in der gegebenen Zeit gut abzuarbeiten. Hinzu kamen Buchstabenreihen, Zahlenmatrizen und Schätzaufgaben, solche "Finde das Muster"-Fragen. Um sich auf die vorzubereiten, wenn man kein Talent für hat, muss man schon ein paar Wochen einplanen. Die hatte ich diesmal schlicht nicht. Ich wusste, nachdemd er Brief ins Haus flatterte, was mich erwartet und ich wusste dass mir die nicht liegen, konnte da aber nun auch nichts mehr machen.

Afair waren da auch diese typischen "IQ-Test" Aufgaben dabei. Ganz genau kann ich es allerdings nicht sagen, da das ganze a) schon mehr als 5 Jahre her ist und b) ich das Vorbereitungsheft mittlerweile an jemanden verschenkt habe, der sich auch darauf beworben hat ;)

Ich wollte dich auch nicht runterziehen oder so, beim nächsten Mal musst du es halt besser machen bzw. dich entsprechend vorbereiten. Wird schon.

Colin MacLaren
2012-07-22, 14:04:22
@keen
Äh gut kommt auch immer drauf an wieviele sich bei der Behörde beworben habe, ich kenne einen der hat sich damals auch zum vinf beworben und war der einzige der sich da beworben hatte, war halt kleine Kommune.
Zum Edith, klar 100% Zustimmung.
)

Ausbildung zum vinf oder wurde ein fertig Studierter gesucht?

Geächteter
2012-07-22, 14:08:50
Ist schon interessant zu sehen was und wie der Staat etwas für sich aussucht... Vom Kurzeindruck her sucht er sich Kreuzworträtsel lösende Affen aus. So muss man dann auch werden wenn man "Erfolg" haben will im Einstellungstest. Dazu ist er wohl auch gedacht, das schon beim Test der Wille gebrochen wird um kleines dummes Rädchen im einer riesigen Bürokratie zu werden.
In erster Linie geht es darum, mit diesen Tests die riesige Bewerberschar schnell in Fließbandarbeit auf eine Minimum einzudampfen und eine Rangliste für die wenigen Stellen zu erstellen. Da sind solche standardisierten Tests gerade richtig, da billig und schnell auswertbar. Zudem gibt dieser Testbereich jede Menge Psychologen und anderen Gestalten Lohn und Brot, die sich diese Aufgaben jahrelang ausbrüten. ;D
Dann kommen noch die Gestalten hinzu, die mit den Lösungsstragien und Übungen Geld verdienen. Mit einem Bewerberüberhang so wie er in fast allen Branchen in Deutschland vorliegt, lässt sich vorzüglich Geld verdienen.

Morale
2012-07-22, 14:28:28
Ausbildung zum vinf oder wurde ein fertig Studierter gesucht?
War zum dualen Studium, ist aber schon ein paar Jahre her, war für eine kleine Stadt. Heute die haben sicher viele Bewerber, wobei auch "viele" gesucht werden, München bildet immer so um die 10 aus, die LMU hat 3 stellen zu vergeben.
Mal sehen wie hoch der Andrang ist dieses Jahr.
LMU, München oder lka sind meine Favoriten :)

Watson007
2012-07-22, 14:34:25
das schriftliche Dividieren kam auch bei mir im Studium wieder dran, auch weil in den Mathe-Prüfungen keine Taschenrechner erlaubt waren ^^
da musste ich auch erst wieder nachdenken wie das geht^^ Es stimmt schon, wenn man sich lange nicht damit befasst hat....

irgendjemand hat aus dem Studium auch gesagt "frag mich nichts aus dem 1. Semester"^^
ach Kopf hoch Laren, ich war auch ein Jahr arbeitslos ;) musst du halt weiter versuchen.

Ich finde du packst das ganze irgendwie falsch an. Wenn du wirklich in die IT\Branche gehen willst, bemühe dich doch um ein Praktikum in einem kleineren Systemhaus --> welches ein großes Aufgaben Spektrum abdeckt. Dort wirst du vor diversen Aufgaben gestellt in die du dich erstmals reinarbeiten musst. Scheine und Zertifizierungen sind nice to have, aber nicht notwendig! Im Praktikum kannst du Erfahrungen sammeln und eventuell auch auf eine Übernahme hoffen. Oder ein Kunde welcher vom Systemhaus betreut wird, übernimmt dich.

ja, die Generation Praktikum.... vermutich auch noch unbezahlt. Ich halte nicht soviel davon, aber wenns hilft....
Colin klingt im Thread doch selbstbewusst, der kann sich doch verkaufen. Demnach braucht er doch nicht zwingend Praktika...

der Verdienst beim dualen Studiengang Verwaltungsinformatiker klingt schon ganz ordentlich, wenn man keine Familie zu ernähren hat. Ansonsten vielleicht andere duale Studiengänge suchen?!

Gast
2012-07-22, 14:44:15
Ohne Praktika einen Job in der IT/Wirtschaft ohne ein Studium mit entsprechendem Hintergrund? Ich denke nicht, sogar mit Studium in dem Bereich wäre irgendeine Art Berufserfahrung sinnvoll.

Morale
2012-07-22, 19:36:55
Ein Problem beim Vinf könnte sein, dass man halt 2 Buden braucht.
In Hof und halt in München (oder wo die Behörde halt ist, für die Praktika).
Soweit ich das mitbekommen habe bekommt man nämlich keine Wohnung gestellt in Hof.
Also von den 900 Euro die übrig bleiben 2 Buden zu finanzieren wird schwer.
In Hof gibts schon ab 300 warm was, oder halt WG evtl. billiger, in München wenn man Glück hat ab 450-500 Euro warm ein WG Platz oder ein 1 Zimmerbude.

Ansonsten für den gD zum lernen kann ich empfehlen:
Für den nichttechnischen Dienst (http://www.amazon.de/Gezielt-vorbereitet-Ausgabe-2012-Hermann/dp/3896503375/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1342978485&sr=8-1)
Das ist auch ganz gut (http://www.amazon.de/Testtraining-Testknacker-Einstellungstests-verstehen-l%C3%B6sen/dp/386668410X/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1342978564&sr=1-2)
oder auch für allgemeine Sachen das hier (http://www.amazon.de/Testtraining-Beruf-Karriere-Einstellungs--Eignungstest/dp/3866683944/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1342978598&sr=1-1)

GTX999
2012-07-23, 02:08:18
eine betriebliche Ausbildung ist nicht viel wert auf dem freien Arbeitsmarkt

lol - selten so nen unfug gelesen

Andererseits ist der Doktortitel schon toll fürs Ego

du kannst dir auch nen doktortitel kaufen :D

http://www.youtube.com/watch?v=4gpKFUmfSow

ein freund von mir hat das gemacht (der hat nen eigenen betrieb mit 18 jahren gegründet mit 0 €uro startkapital) .. nun hat er sich nach 12 jahren nen titel angeschafft und unterschreibt mit dem. er hat sich nämlich nen audi a8 gekauft und meinte zu mir in der garage das der titel da ganz gut dazu passt lol :D.
... der typ kann nicht mal englisch und ich bin mit ihm zusammen in die mittelschule gegangen.


achja man sollte nur studieren wenn man sich dafür interessiert - mit geld verdienen hat ein studium nichts zu tun ausser du wirst nach dem studium durch vitamin B in den entsprechenden posten geschaukelt.
ich würde nur studieren wenn mich ein gebiet wirklich interessiert und ich stets total gespannt zur nächsten vorlesung gehe.

90% der studenten (so kommt es mir vor) studieren nur weil sie denken bessere chancen zu haben und mehr verdienen.
hab selten mal einen studenten getroffen der gesagt hat "ja das gebiet ist GEIL! und das interessiert mich".

glaubst du echt das ein student was findet auf einem gebiet das ihm gar nicht zusagt?
der wird doch unglücklich im job und ist demotiviert... nach einiger zeit gibt es nen arschtritt vom cheff der so jemand wie mein oben beschriebener freund sein könnte!

Dr Googleberg lässt grüßen... ha ha ha
http://www.youtube.com/watch?v=R8Ury_mYBc4

Sie stehen vor 2 Entscheidungen. Die 1ste: Soll ich mir einen Doktortitel kaufen? Hum, ja, es lohnt sich... Die 2te: WO?! - Fraglos nur ein Ort: BUYreuth!


ps.: ich kenne im freundeskreis nur eine frau die BWL studiert hat - die verdient 800€ netto im monat bei ner versicherung.
die architekten kommen so auf 1350€ netto (als junger architekt hast du nichts zu bestimmen... bist nur ne art aushilfskraft... ich kenne 3 architekten).
im freundeskreis gibt es keinen einzigen uni absolventen der beruflich "gut" verdient.
am besten stehen da noch die ITler da ... da langt es zumindestens für ne kreditwürdigkeit um eine eigentumswohnung zu finanzieren.
mir kommt es immer so vor wie wenn man als uni absolvent erst sehr spät wenn das leben schon vorbei ist richtig gut verdient.

freunde mit ordentlicher lehre in nem guten betrieb stehen wesentlich besser da.

letzte meldung von nem soziologen war das er keinen job findet auf seinem gebiet und nun lehrer werden will... aha
dann war da noch jemand mit geschichte der jetzt doch was anderes studiert weil auch er nichts findet.

viele frauen die studiert haben und nichts finden (oder nur schlecht bezahlt) gehen in die babypause ... na ganz doll .. die können nach der babypause gleich als 1 € jobberinnen anfangen.
wenn da steht 3 jahre babypause nach dem studium .. lol .. die bewerbung liest sich doch keiner mehr durch (delete!).

ps.: hab selber mal vor langer zeit bewerbungen aussortiert.

Watson007
2012-07-23, 03:58:41
Architekt = überlaufen, da arbeiten die Studierten zu Dumping-Löhnen.
Soziologen..... also bitte, Geisteswissenschaften sind ein brotloses Fach. Darum gehts ja auch in diesem Thread, der TE hat das schon erkannt.
Geschichte... das selbe.

deine Bespiele sind schlecht. Azubis würden in den Bereichen noch schlechter dastehen. Einzig das BWL-Beispiel ist interessant, aber da es sich dabei um eine Frau handelte auch nicht so relevant, denn Frauen verhandeln schlecht.

Das höhere Ansehen von Studierten kannst du u. a. an der Gehaltsentwicklung sehen:
http://www.iab.de/de/informationsservice/presse/presseinformationen/fo0111.aspx

Die Reallöhne der Universitätsabsolventen stiegen dagegen seit Mitte der 80er Jahre um 22 Prozent, die der Fachhochschulabsolventen oder der Meister immerhin um 17 bzw. 18 Prozent. Personen mit einer abgeschlossenen Lehre müssen seit 2003 wie die Ungelernten Rückgänge hinnehmen, haben aber noch sieben Prozent mehr als Mitte der 80er Jahre.

und auch rein logisch ergibt deine Behauptung wenig Sinn. Die Qualität einer betrieblichen Ausbildung schwankt stark nach Betrieb - bei Studienabschlüssen gibt es eine viel konstantere Qualität (und oft höher, wie ich selbst festellen musste...)

Und mit einer betrieblichen Ausbildung, wenn man Glück hat wird man direkt übernommen - war so auch bei mir. Aber warte mal bis diese Leute sich mal woanders umsehen müssen....

und last but not least, ein (Bachelor-)Studium dauert genausolange wie eine Ausbildung. Einen Zeitvorteil bringt eine Ausbildung nicht....

achja sachlich schreiben war ja nicht so deine Stärke....

Colin MacLaren
2012-07-23, 07:24:02
Ein Problem beim Vinf könnte sein, dass man halt 2 Buden braucht.
In Hof und halt in München (oder wo die Behörde halt ist, für die Praktika).
Soweit ich das mitbekommen habe bekommt man nämlich keine Wohnung gestellt in Hof.
Also von den 900 Euro die übrig bleiben 2 Buden zu finanzieren wird schwer.
In Hof gibts schon ab 300 warm was, oder halt WG evtl. billiger, in München wenn man Glück hat ab 450-500 Euro warm ein WG Platz oder ein 1 Zimmerbude.


Wie sind denn die anderen dualen Studiengänge beim ÖD aufgebaut? Beim Archivdienst macht man 7 Monate Praktikum, dann geht's 4 Monate an die Verwaltungs-FH (da bekommt man afaik ne Bude gestellt), dann 18 Monate nach Marburg und zum Schlus nochmal Praktikum. Das heißt, man benötigt keine zwei Buden, da man ständig umziehen kann.

Morale
2012-07-23, 07:29:37
Also beim nichttechnischen Dienst bekommt man in Hof halt eine Bude von der FH. Zum Rest weiß ich nix.

insane in the membrane
2012-07-23, 08:04:13
schon irgendwie lustig, dass hier unter dem thema "nichts vernünftiges studiert" intensiv über die beamtenlaufbahn diskutiert wird:D

also ganz beim thema: was spricht gegen ein lehramtsstudium? deutsch und geschichte in der oberstufe: du lässt deine lieblingsbücher lesen und das auch noch von schülern, die schreiben und lesen können (im gegensatz zu ländern, die von rot/grün bereits "reformiert" wurden). wenn du denkst, für den lehrerberuf geeignet zu sein, ist das als einer der urlaubsreichsten, überbezahltesten jobs überhaupt nicht die schlechteste wahl;)

Colin MacLaren
2012-07-23, 12:29:33
Gegen ein Lehramststudium spricht, dass ich den halben Bachelor (die Fachdidaktik in Geschichte und Geographie, sowie die Physische Geographie als Fachstudium und das Schulpraktikum) nachholen müsste, danach noch einen Master of Education draufpacken und am Ende, nach drei Jahren, die ich nicht so recht weiß, wie ich sie finanzieren soll, mit der wohl denkbar überlaufensten Fächerkombo dastehe, die es gibt. Schon alles gedanklich durchexorziert.

radi
2012-07-23, 13:11:08
ich frag mich, wieso man sowas überhaupt anfängt. Private Interessen schön und gut, aber in einem Technologieland wie D sich mit sowas beschäftigen zu wollen ist schon gewagt.

Yavion
2012-07-23, 14:44:55
ich frag mich, wieso man sowas überhaupt anfängt. Private Interessen schön und gut, aber in einem Technologieland wie D sich mit sowas beschäftigen zu wollen ist schon gewagt.

Gut, das gilt auch für BWL. Das wird zwar in der Wirtschaft benötigt, dafür studiert das aber auch wirklich jede Sau.
Da ist mir die Einstellung, lieber aus eigener Neugier ein Orchideenfach zu belegen, deutlich sympathischer. Nur blöderweise wird man irgendwann auch mal fertig und dann hat man folgende Möglichkeiten:
1. Akademische Laufbahn (Dis- und irgendwann am besten Habi, das ganze dann finanziert über Forschungsprojekte oder Lehraufträge)
2. Wirtschaft, z.B. Journalismus (Ohne Meriten und Vitamin-B nicht leicht)
3. Querumsteigen bzw Cash-Fach nachschieben. (Idealerweise Aufbaustudium, z.B. Lehramt)
(4. Heiraten)

Problematisch finde ich, wenn man diese Entscheidung herauszögert, weitere Jahre an der Uni rumhängt und sich dabei von Hiwi-Vertrag zu Werkvertrag etc hangelt, ohne die Kurve zu kriegen.
Das ist auch eine Weile durchaus ganz romantisch, denn die Uni ist ja gerade in diesen Fachbereichen oft sehr familiär, gerade dann, wenn man schon zum Inventar gehört.
Irgendwann ist man dann aber Mitte 30, der Abschluss einige Jahre alt. So richtig weitergekommen ist man nicht, weil man fast ausschließlich im Uni-Bereich beschäftigt war. Den Sprung auf die nächste Ebene hat man aber nie gemacht und dann fehlen einem die Referenzen.
Selbst wenn man, aus was für Gründen auch immer, finanziell unabhängig ist, braucht man früher oder später einfach mal das Gefühl, weiterzukommen oder berufliche Anerkennung zu finden. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie man aus dieser Sackgasse dann herauskommt. Evtl mit Punkt 4.

Colin MacLaren
2012-07-23, 15:35:53
Als ich mein Abitur ablegte, waren die Informationsquellen im Internet noch nicht so zahlreich und aufschlussreich, wie es heute der Fall ist, der Breitbandanschluss war gerade erst im Kommen. Dann nutzt man in seiner jugendlichen Naivität die naheliegensten Informationsquellen - die Agentur für Arbeit sowie die Studienberatung. Dort wird einem dann von beiden Seiten etwas von einer "breiten Palette an möglichen Berufsfeldern" und von "Entwicklungen, die zu einem stärkeren Bedarf an Absolventen historischer Studienrichtungen geführt hätten" erzählt. Gepaart mit nur durchschnittlichen Leistungen in Mathematik erwächst daraus die Ilusion, man brauche nur einen Einser-Abschluss und dann stehe man schon ordentlich positioniert auf dem Arbeitsmarkt da.

Ich will ja durchaus raus aus der Uni und ein Cash-Fach studieren im Fernstudium. Nur sind die Aufbaustudiengänge sehr teuer, der billigste fängt mit 6800 EUR an, geht dann über 8.100 EUR für Wirtschaftsinformatik bis im Schnitt 17.000 für den üblichen MBA. Die Fahrt- und Übernachtungskosten wollen aber ebenfalls bezahlt werden. Also bräuchte ich erstmal 1-2 Jahre halbwegs vernünfitg bezahlte Arbeit bzw. eine Teilzeitstelle, die zumindest den Lebensunterhalt sichert, dann könnte ich so etwas nachschieben.

radi
2012-07-23, 16:11:58
Gut, das gilt auch für BWL. Das wird zwar in der Wirtschaft benötigt, dafür studiert das aber auch wirklich jede Sau.
Da ist mir die Einstellung, lieber aus eigener Neugier ein Orchideenfach zu belegen, deutlich sympathischer. Nur blöderweise wird man irgendwann auch mal fertig und dann hat man folgende Möglichkeiten:
1. Akademische Laufbahn (Dis- und irgendwann am besten Habi, das ganze dann finanziert über Forschungsprojekte oder Lehraufträge)
2. Wirtschaft, z.B. Journalismus (Ohne Meriten und Vitamin-B nicht leicht)
3. Querumsteigen bzw Cash-Fach nachschieben. (Idealerweise Aufbaustudium, z.B. Lehramt)
(4. Heiraten)

Problematisch finde ich, wenn man diese Entscheidung herauszögert, weitere Jahre an der Uni rumhängt und sich dabei von Hiwi-Vertrag zu Werkvertrag etc hangelt, ohne die Kurve zu kriegen.
Das ist auch eine Weile durchaus ganz romantisch, denn die Uni ist ja gerade in diesen Fachbereichen oft sehr familiär, gerade dann, wenn man schon zum Inventar gehört.
Irgendwann ist man dann aber Mitte 30, der Abschluss einige Jahre alt. So richtig weitergekommen ist man nicht, weil man fast ausschließlich im Uni-Bereich beschäftigt war. Den Sprung auf die nächste Ebene hat man aber nie gemacht und dann fehlen einem die Referenzen.
Selbst wenn man, aus was für Gründen auch immer, finanziell unabhängig ist, braucht man früher oder später einfach mal das Gefühl, weiterzukommen oder berufliche Anerkennung zu finden. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie man aus dieser Sackgasse dann herauskommt. Evtl mit Punkt 4.
BWL passt doch da garnicht rein. Das ist zwar alles andere als kreativ, aber in jeder Firma sitzen BWLer. Man ist relativ flexibel einsetzbar, auch wenn man evtl. von ner anderen Firma kommt.

Ganz anders ist das mit Soziologen, Geschichtswissenschaftlern, Philosophen, etc.. Mich wundert nicht, dass der durchschnittliche Erfolg in dieser Richtung in Deutschland nicht besonders groß ist. Welchen Mehrwert liefern diese Stellen? Im Vergleich zu Ingenieuren, Mathematikern, Physikern, etc., die für den Fortbestand des Technologiestandorts und den Erhalt bzw. den Ausbaus des "Status quo" zu anderen Nationen sorgen, fallen die halt grad die Klappe runter. Ist natürlich nett, wenn diese Leute die Gesellschaft kritisch beäugen und auf soziale Missstände hinweisen, die Moral erhalten und für den guten Ton sorgen aber in Krisenzeiten, sind das die ersten auf die jeder Verzichten würde.

Und für solche Erkenntnisse braucht man kein Breitband und kein Internet, wenn man sich anschaut, welche Position Deutschland in der Welt einnimmt. Dass bspw. jeder 7. Arbeitsplatz mit der Autoindustrie zusammenhängt, war auch vor 20 Jahren schon bekannt.

Yavion
2012-07-23, 16:13:35
Ich frage mich nur, ob unser Technologieland wirklich so viele BWLer braucht, wie es Studierende dafür gibt. Meines Erachtens gehört das Fach auch gar nicht an die Uni aber das ist ein anderes Thema..


Ich will ja durchaus raus aus der Uni und ein Cash-Fach studieren im Fernstudium. Nur sind die Aufbaustudiengänge sehr teuer, der billigste fängt mit 6800 EUR an, geht dann über 8.100 EUR für Wirtschaftsinformatik bis im Schnitt 17.000 für den üblichen MBA. Die Fahrt- und Übernachtungskosten wollen aber ebenfalls bezahlt werden. Also bräuchte ich erstmal 1-2 Jahre halbwegs vernünfitg bezahlte Arbeit bzw. eine Teilzeitstelle, die zumindest den Lebensunterhalt sichert, dann könnte ich so etwas nachschieben.

Ich weiss nicht, ob es in diesem Thread schon erwähnt wurde. Da käme für Dich evtl ein kfw-Studienkredit in Frage. Das reicht je nach beanspruchten Kredit für einen Teil bis zum gros der Kosten aus. Damit kannst Du auch ein Vollzeitstudium belegen und dann evtl mit 20-60h im Monat über einen Nebenjob zuschießen. Dazu noch Wohngeld etc und man hat finanziell erstmal Ruhe.
Sicher, Schulden machen ist nicht schön.
Aber zum einen sind diese Schulen ja keine Verbraucherschulden, sondern eine Investition in Dein Einkommen und zum anderen halten sich in Beträge in Grenzen.
Wenn ich das mit angelsächsischen Ländern vergleiche, wo die Leute nach ihrem Studium mit 30-60K in der Kreide stehen, ist das in Deutschland schon sehr fair.
Frag mal beim örtlichen Studentenwerk nach. Die können Dir mehr erzählen.

RLZ
2012-07-23, 16:30:36
Ich frage mich nur, ob unser Technologieland wirklich so viele BWLer braucht, wie es Studierende dafür gibt.
Natürlich nicht. Aber so kann man Lohndumping betreiben. Wenn ich sehe mit welchen Gehältern sich Informatikstudenten nach ihrem Studium manchmal abspeisen lassen, wird mir auch anders. <3000 brutto sind da keine Seltenheit und wer sich nicht aktiv durchboxt kommt da auch nicht schnell genug höher.

Argo Zero
2012-07-23, 16:55:23
~3.000€ halte ich für ein angebrachtes Gehalt, wenn ich keine Berufspraxis nachweisen kann bzw. habe.

Colin MacLaren
2012-07-23, 17:24:42
Schulden mache ich niemals nie. Keinen Cent. Da kann ich mich ja gleich erhängen. Lass mal blöd kommen und ich raff irgendein Teilgebiet nicht, flieg dort zweimal durch die Prüfung und sitz mit einem gigantischen Berg an Schulden da.

@radi
Den momentan so langsam sich anbahnenden Umbruch in der Volkswirtschaftslehre haben zum Beispiel die Geistes- und Sozialwissenschaftler erkannt. Gerade bei Konjunkturkrisen ist ein Blick in die Geschichte äußerst lehrreich. Die Maßnahmen 2008/09 waren eine direkte Lehre aus 1929 (und gut so). Strukturelle Defizite oder Vorteile von Wirtschaftsstandorten arbeiten auch Geographen heraus. Soziologen untersuchen etwa Interessenskonflikte zwischen Unternehmenswohl und Nutzenmaximierung der Anteilseigner bei Kapitalgesellschaften. Oder betreiben ganz simple Marktfoschung. Den arabischen Frühling will auch jemand erklärt bekommen, eine Sichheitspolitik muss erst einmal formuliert werden usw. usw.

Nutzlos sind die Humanities auf keinen Fall. Sie betreiben wichtige Forschung, von der auch die Realwirtschaft profitiert. Das Problem ist schlicht: Es gibt 10x soviele von ihnen wie notwendig.

Yavion
2012-07-23, 18:13:56
Schulden mache ich niemals nie. Keinen Cent. Da kann ich mich ja gleich erhängen. Lass mal blöd kommen und ich raff irgendein Teilgebiet nicht, flieg dort zweimal durch die Prüfung und sitz mit einem gigantischen Berg an Schulden da.


Tja. Das Risiko hast Du natürlich. Für mich war es genau der richtige Weg. Das war ich mir selbst schuldig. Die anderen Schulden kann man zurückzahlen.

radi
2012-07-23, 18:38:12
[...]

Das Problem ist schlicht: Es gibt 10x soviele von ihnen wie notwendig.
Ich hab ja schon gesagt, dass sie einen Nutzen haben, aber da oben steht der Kernsatz. Dir bringt das alles nichts, wenn du keine Anstellung findest. Diese "Umbrüche" sind so schleichend, da arbeitet halt keine Projektgruppe von 10 VWLern dran und entwickeln mal eben ein neues Wirtschaftssystem. Daher kann man da konkret so Leute auch garnicht suchen. Meist ergibt sich das mehr oder weniger von alleine.

Es ist ok, wenn man "exotische" Interessen hat. Ob ich die unbedingt zum Beruf machen muss, ist halt ne andere Frage.

insane in the membrane
2012-07-23, 19:06:42
Schulden mache ich niemals nie. Keinen Cent. Da kann ich mich ja gleich erhängen. Lass mal blöd kommen und ich raff irgendein Teilgebiet nicht, flieg dort zweimal durch die Prüfung und sitz mit einem gigantischen Berg an Schulden da.

ein hochschulstudium kostet im schnitt pro student 70000 euro, die der staat also in dich investiert. da drauf gibts dann noch von der kfw einen subventionierten kredit, der jedem deutschen ein uni-studium ermöglicht (auch wenn das offenbar die meisten nicht wissen (wollen)). was erwartest du da noch? eine garantierte sofort-rente für den fall, dass es schief geht?

Uller
2012-07-23, 19:58:48
~3.000€ halte ich für ein angebrachtes Gehalt, wenn ich keine Berufspraxis nachweisen kann bzw. habe.

Minimalbezahlung ist imo öffentlicher Dienst, und da fängt man mit Uni-Abschluss mit E13/1 an, das sind 3.200€ brutto:
http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tvoed/bund?id=tvoed-bund&g=E_13&s=1&zv=VBL&z=100&zulage=&stj=2012&stkl=1&r=&zkf=&kk=15.5%25

Darunter sollte man sich als MINT-Absolvent nicht hergeben, egal wo man arbeitet. Selbst als Frau nicht! :freak:

Oder zum Vergleich IG-Metall-Tarif - man wird oft ab EG9 eingestellt, obwohl man eigentlich als Uni-Absolvent mindestens EG10 haben sollte - >3.000 ist es aber allemal, sogar EG8 wäre das:

Stufe A Stufe B (nach 18 Monaten)
EG 8 3.181 EUR 3.315 EUR
EG 9 3.484 EUR 3.655 EUR
EG 10 3.852 EUR 4.048 EUR
EG 11 4.259 EUR 4.469 EUR
EG 12 4.670 EUR 4.869 EUR

(diese Zahlen sind für Bayern, andere Bundesländer haben eine andere Nummerierung und Einstufung - Tendenz bleibt aber natürlich)

Noch dazu kommt beim IGM-Tarif nach etwas Zeit noch ein leistungsbezogenes Entgelt von Betriebs-Durchschnitt 13% darauf.
Wenn man sich gut verkauft kann man auch mit EG10 einstiegen bzw. mit 2-3 Jahren Erfahrung auch auf EG11.

Man muss sich trauen zu fordern, gut begründen und darf schlechtere Stellen einfach nicht annehmen. Sonst wird das Lohnniveau ja nicht gehalten ;D
Ich kenne sogar Leute die haben mehr bekommen als sie gefordert haben, einfach weil der Arbeitgeber weiß dass wo anders wesentlich mehr gezahlt wird und daher die Gefahr eines Wechsels natürlich sehr groß wäre. Normalerweise bekommt man aber natürlich etwas weniger als man fordert -> ordentlich hoch fordern.

Morale
2012-07-23, 20:35:12
Also unter 2000 Netto bei Klasse 1 würde ich auch nicht annehmen als Studierter, wenn ich gut abgeschlossen hätte.
Meine Frau ist Bilanzbuchhalterin/Steuerfachwirtin und hatte ein Angebot als VAT-Controller, in EG 11. Konnte/wollte sie aber leider nicht annehmen, weil sie noch 2 Jahre beim Steuerberater brauch, um dann selber die Prüfung zum Steuerberater zu machen.
Selbst ich mit einer "einfachen" Ausbildung hab ja schon EG 7B.
Wobei München natürlich teurer ist als andere Städte.

@Colin

Ich würd mich jetzt erstmal hinsetzen und überlegen, was will ich, was macht mir Spaß, was kann ich mir vorstellen, was bringt einigermaßen Geld rein, was wird gesucht, wo will ich leben (auch wichtig).
Und dann entscheiden, sich vorbereiten, etc.

GTX999
2012-07-23, 23:21:22
deine Bespiele sind schlecht. Azubis würden in den Bereichen noch schlechter dastehen. Einzig das BWL-Beispiel ist interessant, aber da es sich dabei um eine Frau handelte auch nicht so relevant, denn Frauen verhandeln schlecht.

das stimmt nicht - als BWL abgänger musst du in einen grossen betrieb rein um was zu verdienen. du musst als BWLer oft auch die region oder das land verlassen!

ein kleiner/mittelständischer betrieb wird dich wenn dann nur befristet zu nen dumpinglohn anstellen.
nur weil ein betrieb klein ist heisst es jedoch noch lange nicht das sie kein geld haben - aber wenn es keinen grund gibt mitarbeiter höher zu entlohnen dann wird das auch nicht gemacht.
desweiteren gibt es BWLer wie sand am meer.

wenn ich jedoch im betrieb selber ausbilde dann habe ich kosten und möchte das mein speziell ausgebildetes personal auch im betrieb bleibt.

der durschnitts BWLer verdient 34.000€ brutto im jahr - bei uns arbeiten 2 im betrieb und ich sortiere unter anderem "bewerbungen" aus.
desweiteren gibt es als konkurenz noch FH wirtschaftsingenieure die eine schnellere und praxisorientierte ausbildung haben.

überqualifizierte leute sollen bitte ihre koffer packen und sich bei global agierenden firmen bewerben. das man mit einer guten ausbildung automatisch (überall!) mehr verdient ist totaler humbug.
du bekommst das was dir vom geldgeber angeboten wird und wenns dir nicht passt dann such dir einen anderen betrieb.

ps.: meine bekannte hat gut verhandelt denn normalerweise bekommst du als BWLer bei einer versicherung gar keinen fixen lohn sondern arbeitest provisionsbezogen.

sie hat bei dieser riesen versicherung somit gut verhandelt. sie bekommt 800€ im monat und den rest als zuschuss vom staat.

da sie nicht provisionsbezogen arbeitet muss sie auch keine angst um ihren job haben.
BWLer die nämlich in dieser versicherung auf provisionsbasis arbeiten und das vertragsziel nicht erreichen werden ganz einfach gefeuert....

Natürlich nicht. Aber so kann man Lohndumping betreiben. Wenn ich sehe mit welchen Gehältern sich Informatikstudenten nach ihrem Studium manchmal abspeisen lassen, wird mir auch anders. <3000 brutto sind da keine Seltenheit und wer sich nicht aktiv durchboxt kommt da auch nicht schnell genug höher.

also 3000 brutto befristet auf 12 monate ist nicht so schlecht in der IT.
unser studierter ITler bekommt 1000€ honorar / monat - hat jedoch zeitliche freiheiten (mal ist er öfter da und mal weniger . je nachdem)

Pompos
2012-07-24, 08:35:41
GTX999 du kommst mir so vor wie ein Agent der Arbeitgeber, der eine schlechte Lohnstimmung erzeugen möchte.

34.000 brutto kommt mir wie ein schlechter Scherz vor. Auch im Mittelstand. Was ich so zu Ohren bekomme, sind eher Beträge 10.000 Euro darüber. Meist kommt darauf dann noch mal ein variables Gehalt.
Ja, ich habe auch schon von einem Diplominformatiker gehört (Ex-Kommilitone
eines guten Freundes), der sich mit 33.000 brutto als Java-Sklave abspeisen lässt. Aber das ist doch nicht die Regel...

Und was deine Bekannte angeht. 800 Euro (brutto? netto?) und dann nicht mal Provision sind doch ein ganz übler Scherz. Zuschuss vom Staat? Dafuq!
Anyway, bist du dir sicher, dass sie keine Provision bekommt? Ist sie vielleicht Werksstudentin oder Praktikantin?
Ja, es ist häufig in so Berufen, dass das Grundgehalt mickrig ist. Aber 0 bekommste dann wohl nur von Versicherungsdrückerbanden. Das große Geld kommt dann über die Provision und so lange es gerade keine Rezension gibt, bringt man da an schlechten Monate trotzdem einigermaßen Geld rein. In guten Monate, ist es dann auch sehr sehr gut mit dem Geld.

Argo Zero
2012-07-24, 11:07:37
Also unter 2000 Netto bei Klasse 1 würde ich auch nicht annehmen als Studierter, wenn ich gut abgeschlossen hätte.
Meine Frau ist Bilanzbuchhalterin/Steuerfachwirtin und hatte ein Angebot als VAT-Controller, in EG 11. Konnte/wollte sie aber leider nicht annehmen, weil sie noch 2 Jahre beim Steuerberater brauch, um dann selber die Prüfung zum Steuerberater zu machen.
Selbst ich mit einer "einfachen" Ausbildung hab ja schon EG 7B.
Wobei München natürlich teurer ist als andere Städte.


Mit deiner "einfachen" Ausbildung hast du auch schon Berufserfahrung.
Berufserfahrung und der Wille sich an Fortbildungen zu beteiligen (also nebenher sein Wissen zu erweitern) ist gerade in mittelständischen Unternehmen wichtiger als ein Student, der sich 10 Jahre mit Theorie voll gestopft hat.
Im ersten Monat locker flockig 3.000€ im Monat verlangen? Äh, da hinten ist die Tür. Das kann man machen, wenn man 10 Jahre im Beruf war und die entsprechende Erfahrung hat.

Wurschtler
2012-07-24, 11:22:17
Mit deiner "einfachen" Ausbildung hast du auch schon Berufserfahrung.
Berufserfahrung und der Wille sich an Fortbildungen zu beteiligen (also nebenher sein Wissen zu erweitern) ist gerade in mittelständischen Unternehmen wichtiger als ein Student, der sich 10 Jahre mit Theorie voll gestopft hat.
Im ersten Monat locker flockig 3.000€ im Monat verlangen? Äh, da hinten ist die Tür. Das kann man machen, wenn man 10 Jahre im Beruf war und die entsprechende Erfahrung hat.


3000€/Monat ist nicht viel. Das ist vielleicht ein angemessenes Gehalt für jemanden ohne Studium nach 10 Jahren Berufserfahrung. (vorausgesetzt da ist noch ein 13. oder 14. Monatsgehalt drin, weil 12x3000 sind selbst ohne Studium nach 10 Jahren nicht sonderlich viel)

Mit Studium (auch FH) würde ich 3000 € im Monat als Untergrenze ansetzen. Für den Einstieg.
Nach 10 Jahren ist auch das Doppelte machbar.

Morale
2012-07-24, 11:30:33
Als Student kann man, dank HiWi Stellen oder Praktikas, ja auch schon Erfahrung haben.
Nach 10 Jahren 3000 Brutto "fordern" ist auch ziemlich mickrig.
Als vinf bekommt man nach dem dualen Studium als Beamter ungefähr 2000 Netto (in SK1).
Und Beamtenlöhne sind immer recht niedrig.
In der Wirtschaft kann man locker mal 50-100% oben drauf legen.
Und was für Erfahrung brauch man denn noch großartig?
Klar man kennt den Betrieb noch nicht richtig, die Abläufe, muss sich da etwas einarbeiten, aber das sollte ja auch nicht länger als ein halbes Jahr dauern.
Wenn man z.b. Java Programmierer ist hat man doch schon alles drauf was man brauch.
Wenn das erste Jahr das Gehalt noch etwas niedrig ist, weil man sehen will wie die Person sich anstellt, ok. Aber danach sollte es schon steigen. Nach 10 Jahren erst 3000 ist einfach ein Witz.
Bei uns bekommen die Azubis nach der Ausbildung EG6, also ~2800. Als Monteur kann man bis EG8 bekommen. + Leistungszulage natürlich bis 28%. Und das bei 35 Std. Woche.

Natürlich ist Erfahrung wichtig. Aber im Studium sollte man ja auch nicht nur Theorie lernen und nur Sachen notieren. Man wird ja sicher auch was praktisches machen.
Wenn ich mir die Stundenpläne so anschaue, ist ja nicht nur trockenes Brot dabei
1 (http://stundenplan.hof-university.de/index.php?id=515&st=Vinf&fs=2&jahr=2012&semester=SS)
2 (http://stundenplan.hof-university.de/index.php?id=515&st=Vinf&fs=4&jahr=2012&semester=SS)

Argo Zero
2012-07-24, 11:30:34
@Wurschtler
Glaube du verwechselt da etwas. Berufserfahrung wird höher angesehen als ein Studium, auch wenn es der Student gerne anders sieht. Schon oft genug beim Vorstellungsgespräch dabei gesessen und mir mein Schmunzeln verkneifen müssen.
Ob Student oder Azubi (der schon Berufserfahrung hat) wird im ersten Monat in der Regel, abhängig vom Posten, das gleiche Gehalt ausbezahlt. Danach wird sich wieder an den Tisch gesetzt und geschaut, wie viel Umsatz die betroffene Person gemacht hat und welche Aussichten bestehen.
Falls er es schafft, regelmäßig 20.000€ Umsatz in das Unternehmen zu spülen, weil er ein guter Verkäufer ist was auch immer, stehen ihm auch 4.000-5.000€ Gehalt zu ;)
Da kann er von mir aus von der Baumschule kommen oder von einer englischen Elite Uni.

Morale
2012-07-24, 11:42:08
Gut das mag bei "Verkäufern" so sein, aber der Rest?
Was macht der Informatiker, der kein Geld reinbringt?
Nimmst du den frischen Doktor in Informatik und den frischen IT-Systemelektroniker und bezahlst beide gleich?
IdR sitzen fertige Azubis und fertige Studenten eh nicht auf der gleichen Stelle.
Ausser der eine ist wirklich gut und der andere ist wirklich schlecht.

Wurschtler
2012-07-24, 11:43:52
@Wurschtler
Glaube du verwechselt da etwas. Berufserfahrung wird höher angesehen als ein Studium, auch wenn es der Student gerne anders sieht. Schon oft genug beim Vorstellungsgespräch dabei gesessen und mir mein Schmunzeln verkneifen müssen.
Ob Student oder Azubi (der schon Berufserfahrung hat) wird im ersten Monat in der Regel, abhängig vom Posten, das gleiche Gehalt ausbezahlt. Danach wird sich wieder an den Tisch gesetzt und geschaut, wie viel Umsatz die betroffene Person gemacht hat und welche Aussichten bestehen.
Falls er es schafft, regelmäßig 20.000€ Umsatz in das Unternehmen zu spülen, weil er ein guter Verkäufer ist was auch immer, stehen ihm auch 4.000-5.000€ Gehalt zu ;)
Da kann er von mir aus von der Baumschule kommen oder von einer englischen Elite Uni.

Logisch wäre diese Vorgehensweise, aber meine Erfahrung zeigt, dass es größtenteils doch anders läuft.

Berufserfahrung ist sicherlich ein wichtiger Multiplikator für das Gehalt, aber ein Studium ist dennoch eine zwingend notwendige „Eintrittskarte“ für die meisten lukrativen Jobs. (mit Ausnahmen)

Dass ein Studium alleine noch nichts bringt, ist schon auch klar. Die heutige Studentengeneration wird ja nicht umsonst als „Generation Praktikum“ bezeichnet.

Gast
2012-07-24, 11:50:06
Als Student kann man, dank HiWi Stellen oder Praktikas, ja auch schon Erfahrung haben.
Nach 10 Jahren 3000 Brutto "fordern" ist auch ziemlich mickrig.
Als vinf bekommt man nach dem dualen Studium als Beamter ungefähr 2000 Netto (in SK1).
Und Beamtenlöhne sind immer recht niedrig.
In der Wirtschaft kann man locker mal 50-100% oben drauf legen.
Und was für Erfahrung brauch man denn noch großartig?
Klar man kennt den Betrieb noch nicht richtig, die Abläufe, muss sich da etwas einarbeiten, aber das sollte ja auch nicht länger als ein halbes Jahr dauern.
Wenn man z.b. Java Programmierer ist hat man doch schon alles drauf was man brauch.
Wenn das erste Jahr das Gehalt noch etwas niedrig ist, weil man sehen will wie die Person sich anstellt, ok. Aber danach sollte es schon steigen. Nach 10 Jahren erst 3000 ist einfach ein Witz.
Bei uns bekommen die Azubis nach der Ausbildung EG6, also ~2800. Als Monteur kann man bis EG8 bekommen. + Leistungszulage natürlich bis 28%. Und das bei 35 Std. Woche.

Natürlich ist Erfahrung wichtig. Aber im Studium sollte man ja auch nicht nur Theorie lernen und nur Sachen notieren. Man wird ja sicher auch was praktisches machen.
Wenn ich mir die Stundenpläne so anschaue, ist ja nicht nur trockenes Brot dabei
1 (http://stundenplan.hof-university.de/index.php?id=515&st=Vinf&fs=2&jahr=2012&semester=SS)
2 (http://stundenplan.hof-university.de/index.php?id=515&st=Vinf&fs=4&jahr=2012&semester=SS)


Äh, nein. Beamtenlöhne sind netto nicht niedrig. Da bekommst mit einem dualem Studium in der öffentlichen Verwaltung sicher nicht mehr als 2000 € netto in der freien Wirtschaft (wenn überhaupt). So wirklich der Renner sind Absolventen von Verwaltungsstudiengängen in der Wirtschaft nämlich eher nicht. 50% auf 2000 € netto drauflegen als vinf? Ich denke nicht...

Gast
2012-07-24, 11:54:15
@Wurschtler
Glaube du verwechselt da etwas. Berufserfahrung wird höher angesehen als ein Studium, auch wenn es der Student gerne anders sieht. Schon oft genug beim Vorstellungsgespräch dabei gesessen und mir mein Schmunzeln verkneifen müssen.
Ob Student oder Azubi (der schon Berufserfahrung hat) wird im ersten Monat in der Regel, abhängig vom Posten, das gleiche Gehalt ausbezahlt. Danach wird sich wieder an den Tisch gesetzt und geschaut, wie viel Umsatz die betroffene Person gemacht hat und welche Aussichten bestehen.
Falls er es schafft, regelmäßig 20.000€ Umsatz in das Unternehmen zu spülen, weil er ein guter Verkäufer ist was auch immer, stehen ihm auch 4.000-5.000€ Gehalt zu ;)
Da kann er von mir aus von der Baumschule kommen oder von einer englischen Elite Uni.

Und? Warum sollte sich der Student einer Eliteuni bei euch bewereben? Man studiert ja, damit man sich bei Klinkenputzern wie euch nicht bewerben muss. Und nein, Berufserfahrung wird nicht höher ansgesehen als ein Studium. Berufserfahrung bekommt irgendwann jeder, ein Studium schafft nicht jeder. Nur weil das beu euch so ist muss das nicht überall so sein, dass Berufserfahrung mehr bringt. Klingt mir sehr nach Bildungsneid, die Realität da draußen sieht anders aus.

Argo Zero
2012-07-24, 13:06:26
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Das Studium ist für die meisten Berufe eine Eintrittskarte. Nach 10-15 Jahren im Beruf kräht kein Hahn mehr nach deinen Zeugnissen in der Vergangenheit. Wichtig ist, was du (nachweislich) leisten kannst.
Zum Glück kann der heutige Arbeitnehmer die finanzielle Situation des Unternehmens jährlich online nachlesen. Wenn ersichtlich ist, dass das Unternehmen Gewinne fährt und du deinen Anteil dazu beiträgst... freundliches Gespräch mit dem AG zwecks Gehaltsanpassung... :)

Colin MacLaren
2012-07-24, 13:11:10
ein hochschulstudium kostet im schnitt pro student 70000 euro, die der staat also in dich investiert. da drauf gibts dann noch von der kfw einen subventionierten kredit, der jedem deutschen ein uni-studium ermöglicht (auch wenn das offenbar die meisten nicht wissen (wollen)). was erwartest du da noch? eine garantierte sofort-rente für den fall, dass es schief geht?

Ich bekomme aber keinen KfW wenn ich schon ein abgeschlossenes Studium habe. Und anders finanzieren ist nicht. Selbst bei 08/15-Bürojob in Teilzeit werde ich nicht einmal eingeladen. Muss ich im Notfall wohl doch wieder schwarz möbeln gehen.

minos5000
2012-07-24, 13:36:49
Als vinf bekommt man nach dem dualen Studium als Beamter ungefähr 2000 Netto (in SK1).
Und Beamtenlöhne sind immer recht niedrig.
In der Wirtschaft kann man locker mal 50-100% oben drauf legen.


Schön wärs, aber Beamtenlöhne sind deutlich besser als oft angenommen. Nach 5 J Berufserfahrung als dipl inf mit sehr gutem Abschluss komme ich auch nur auf 2000 netto. Und das in München.
Es gibt Unternehmen die besser zahlen, aber dort reinzukommen ist wahnsinnig schwer.

Morale
2012-07-24, 13:53:24
Schön wärs, aber Beamtenlöhne sind deutlich besser als oft angenommen. Nach 5 J Berufserfahrung als dipl inf mit sehr gutem Abschluss komme ich auch nur auf 2000 netto. Und das in München.
Es gibt Unternehmen die besser zahlen, aber dort reinzukommen ist wahnsinnig schwer.
Puh, wie mies war denn dann das Anfangsgehalt?

http://www.stepstone.de/stellenangebote--Software-Entwickler-Architekt-Embedded-m-w-Grasbrunn-bei-Muenchen-Bosch-Sicherheitssysteme-GmbH-Grasbrunn--2236732-inline.html?cs=true&
EG 12, also 4670 Brutto, nach 18 Monaten 4869 Euro
Plus Leistungszulage bis zu 28%.
Dürfte mitm Durchschnittsboni und Weihnachtsgeld so bei ~ 70.000/Jahr liegen.

RLZ
2012-07-24, 13:57:58
Und Beamtenlöhne sind immer recht niedrig.
In der Wirtschaft kann man locker mal 50-100% oben drauf legen.
Wenn man nicht grad in München oder Stuttgart arbeitet, sind solche Löhne in der Wirtschaft auch realitätsfremd. Beamtenlöhne sind schon nicht so schlecht...

Morale
2012-07-24, 14:03:36
Wenn man nicht grad in München oder Stuttgart arbeitet, sind solche Löhne in der Wirtschaft auch realitätsfremd. Beamtenlöhne sind schon nicht so schlecht...
Klar schlecht ist anders, gut aber auch.
Man kommt über die Runden. Jedenfalls im gD
Im mD gehen viele hier in München (Polizei und Feuerwehr) einem 2t Job nach, weil es wird sehr eng von dem Geld.

warmachine79
2012-07-24, 14:32:10
Schade, Auslandsaufenthalte und eine zweite Fremdsprache wären gut, da würdest Du gut bei GO/NGO's unterkommen, wenn das Studium schneller gewesen wäre käme dann sogar der auswärtige höhere Dienst in Frage. Aber gut zu wissen, daß einige PU nutzen, um durchs Studium zu "kommen" ;). Ich weiß aber nicht, ob Du dadurch so ein Teufelskerl geworden bist, so ein verrückter Hund wie man ihm im höheren Archivdienst braucht. Ich kann nicht einschätzen ob Deine Note wirklich gut ist, kenne mich in dem Studiengang nicht aus. Wenn wenigstens die Note gut ist, vielleicht noch wissenschaftlicher Dienst in einem Parlament, wenn Dir der akademische Aspekt der Arbeit gefällt. Aber das sind natürlich alles Stellen, die sehr begehrt sind. Andererseits ist Dein Berufszeig nicht von gegeelten BWL-"Highperformern" durchzogen, so daß es dort vielleicht ein nicht ganz so drastischer Jugendwahn herrscht.

Gast
2012-07-24, 14:35:30
Puh, wie mies war denn dann das Anfangsgehalt?

http://www.stepstone.de/stellenangebote--Software-Entwickler-Architekt-Embedded-m-w-Grasbrunn-bei-Muenchen-Bosch-Sicherheitssysteme-GmbH-Grasbrunn--2236732-inline.html?cs=true&
EG 12, also 4670 Brutto, nach 18 Monaten 4869 Euro
Plus Leistungszulage bis zu 28%.
Dürfte mitm Durchschnittsboni und Weihnachtsgeld so bei ~ 70.000/Jahr liegen.

Mein Tip: Schau nicht immer nach den Tariflöhnen in der freien Wirtschaft. Die stellen das obere Ende dar und nicht den Durchschnitt. Der großteil der AN wird eben nicht bei Bosch oder anderen großen Unternehmen angestellt und nach Tarif bezahlt. An solche Stellen kommst du nur sehr schwer und oft nur über Leihverträge per Dienstleister ran.

Backbone
2012-07-24, 15:53:17
Puh, wie mies war denn dann das Anfangsgehalt?

http://www.stepstone.de/stellenangebote--Software-Entwickler-Architekt-Embedded-m-w-Grasbrunn-bei-Muenchen-Bosch-Sicherheitssysteme-GmbH-Grasbrunn--2236732-inline.html?cs=true&
EG 12, also 4670 Brutto, nach 18 Monaten 4869 Euro
Plus Leistungszulage bis zu 28%.
Dürfte mitm Durchschnittsboni und Weihnachtsgeld so bei ~ 70.000/Jahr liegen.

Die Tarife im öffentlichen Dienst sind doch alle kein Geheimnis. Hier mal eine aktuelle Tabelle:
http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-l/west?id=tv-l-2012&matrix=1

Da die öffentliche Hand sparen muss wirst du als Dipl-Ing meist mit E12 eingestellt, als Berufsanfänger mit FH-Studium kann es auch mal eine E9 sein.
Die Stufen klettern auch nur sehr langsam, bzw. werden mit der Zeit immer länger:
http://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/west/stufen.html

Insofern man also etwas auf dem Kasten hat, das in der freien Wirtschaft gebraucht wird, sollte man sich das sehr genau überlegen.
Auf der anderen Seite gibts bei Unternehmen eben auch sehr konkrete Vorstellungen. Das jemand der Erfahrungen mit industriellen embedded-Systemen hat, mit Kunden umgehen und präsentieren kann deutlich mehr verdient ... nunja. Fände ich jetzt nicht so überaschend. Umgekehrt wird nicht jeder Ingenieur der irgendwann mal irgendeinen Dipl-Ing gemacht hat auch genommen. Die Anforderungen an die zu erbringende Leistung sind hoch.

Es kommt in der Praxis durchaus auch vor, dass Leute freiwillig in den öffentlichen Dienst wechseln weil da wirklich pünktlich um 5 Feierabend ist...

Backbone

Morale
2012-07-24, 15:59:23
Die Tarife im öffentlichen Dienst sind doch alle kein Geheimnis. Hier mal eine aktuelle Tabelle:
http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-l/west?id=tv-l-2012&matrix=1

Da die öffentliche Hand sparen muss wirst du als Dipl-Ing meist mit E12 eingestellt, als Berufsanfänger mit FH-Studium kann es auch mal eine E9 sein.
Die Stufen klettern auch nur sehr langsam, bzw. werden mit der Zeit immer länger:
http://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/west/stufen.html

Insofern man also etwas auf dem Kasten hat, das in der freien Wirtschaft gebraucht wird, sollte man sich das sehr genau überlegen.
Auf der anderen Seite gibts bei Unternehmen eben auch sehr konkrete Vorstellungen. Das jemand der Erfahrungen mit industriellen embedded-Systemen hat, mit Kunden umgehen und präsentieren kann deutlich mehr verdient ... nunja. Fände ich jetzt nicht so überaschend. Umgekehrt wird nicht jeder Ingenieur der irgendwann mal irgendeinen Dipl-Ing gemacht hat auch genommen. Die Anforderungen an die zu erbringende Leistung sind hoch.

Es kommt in der Praxis durchaus auch vor, dass Leute freiwillig in den öffentlichen Dienst wechseln weil da wirklich pünktlich um 5 Feierabend ist...

Backbone
minos5000 hat ja nirgendwo geschrieben im öD zu arbeiten.
Dass der öD auch nicht so toll zahlt ist mir bewusst, aber wie du geschrieben hast, um 5 ist Schicht komme was wolle.

Die Anforderungen von der Bosch Seite finde ich ganz normal.
Klar fürn "Kellernerd" der am liebsten irgendwo im UG hockt und am besten mit keinem Kontakt hat nicht geeignet :biggrin:
Für jeden halbwegs sozialen Menschen sollte das präsentieren und mit Kunden umgehen können eher kein Problem sein.

Backbone
2012-07-24, 16:17:09
Für jeden halbwegs sozialen Menschen sollte das präsentieren und mit Kunden umgehen können eher kein Problem sein.
Meine Erlebnisse mit Ingenieuren sind da eher durchwachsen. Da gibts durchaus Leute die richtig gute Fachkompetenz mit der Fähigkeit ihr Wissen auch anderen Nahe bringen zu können kombinieren. Aber die sind eine verschwindende Minderheit. Viel zu viele basteln lieber an ihren Projekten rum und sind genervt wenn andere die nicht so tief drin stecken "dumme" Fragen stellen. Das sind dann aber auch meist die die sich darüber beschweren, dass sie beruflich nicht recht voran kommen.

Backbone

Argo Zero
2012-07-24, 17:40:43
Jap, kann ich bestätigen. Es ist richtig schwer geworden Leute zu finden die fachliche aber auch soziale Kompetenzen aufweisen können.

Gast
2012-07-24, 18:34:23
Wenn man Akademikern das selbe Gehalt wie fertiggewordene Azubis bietet sicher.

Gast
2012-07-24, 19:03:30
ach gott hier weiß man ja garnicht mehr was man denken soll ^^

ich bin gelernter Fachinformatiker Systemintegration, habe 2009 meine Lehre beendet und habe mich in einem weltweit agierenden Multimedia-Softwarehaus im Enterprise-Bereich sehr gut verkauft und arbeite viel und gut und bekomme heute im Jahr etwa 48.000€ Brutto (45k fest plus einer art Bereitschaft alle 2 Monate für 1 Woche...)

Befördert wurde ich 2 mal und habe Leute unter mir (keine Personalverantwortung in dem Sinne aber Designer/Programmierer-Hierarchie)

Kann ich mich nun glücklich schätzen oder...?

Colin MacLaren
2012-07-24, 19:11:31
So, nun hat mir noch meine Graduiertenschule, in der ich Hiwi gemacht hatte und die mir eigentlich eine der Doktorandenstellen geben wollten, abgesagt. Damit steh ich komplett ohne Perspektive da. 53 Bewerbungen in zwei Monaten und counting...

Gast
2012-07-24, 21:23:26
Verdammt, das ist echt Mist... :(

minos5000
2012-07-25, 09:35:39
Puh, wie mies war denn dann das Anfangsgehalt?

http://www.stepstone.de/stellenangebote--Software-Entwickler-Architekt-Embedded-m-w-Grasbrunn-bei-Muenchen-Bosch-Sicherheitssysteme-GmbH-Grasbrunn--2236732-inline.html?cs=true&
EG 12, also 4670 Brutto, nach 18 Monaten 4869 Euro
Plus Leistungszulage bis zu 28%.
Dürfte mitm Durchschnittsboni und Weihnachtsgeld so bei ~ 70.000/Jahr liegen.

Am Anfang waren es 1,7k.

Und die Stellenanzeige ist symptomatisch, es werden schon Leute gesucht, aber nur Spezialisten und kaum eine Firma ist bereit Leute einzuarbeiten.
Und selbst wenn die Schnittmenge aus Anforderung und Qualifikation groß genug ist, sobald man selbstbewusstere Gehaltsforderungen stellt ist man weg, weil es genug Leute gibt, die auch für weniger Arbeiten.

Wurschtler
2012-07-25, 09:49:53
Und selbst wenn die Schnittmenge aus Anforderung und Qualifikation groß genug ist, sobald man selbstbewusstere Gehaltsforderungen stellt ist man weg, weil es genug Leute gibt, die auch für weniger Arbeiten.

Kein Arbeitgeber schmeißt dich raus, nur weil du nach mehr Gehalt fragst.
Schlimmstenfalls gibts einfach garnix und das wars dann.

Morale
2012-07-25, 10:10:07
Am Anfang waren es 1,7k.

Und die Stellenanzeige ist symptomatisch, es werden schon Leute gesucht, aber nur Spezialisten und kaum eine Firma ist bereit Leute einzuarbeiten.
Und selbst wenn die Schnittmenge aus Anforderung und Qualifikation groß genug ist, sobald man selbstbewusstere Gehaltsforderungen stellt ist man weg, weil es genug Leute gibt, die auch für weniger Arbeiten.
Ich sehe jetzt nicht wo die Stellenanzeige wirklich einen Spezialisten fordert.
Ich sowie Linux auskennen, das konnte ich ja schon bei meiner Ausbildung zum ITSE.
Dazu dann gutes Englisch, was heute einfach Pflicht ist in den meisten gut bezahlten Stellen.

Ausserdem sollte nicht jeder Studierte ein Spezialist in seinem Fach sein?
Experte, von lateinisch expertus ‚erprobt‘, (auch Fachmann/Fachfrau, Pl. Fachleute , Fach- oder Sachkundiger, Spezialist) ist ein Schlagwort und bezeichnet als solches eine Person, die über überdurchschnittlich umfangreiches Wissen auf einem Fachgebiet oder mehreren bestimmten Sacherschließungen oder über spezielle Fähigkeiten verfügt, oder der diese Eigenschaften zugeschrieben werden.

Damit ich auch noch was zum Thema beitrage:
@ Colin
Kopf nicht hängen lassen, meinen Post vorhin befolgen (rausfinden was du willst, benötigt wird und bezahlt wird) und dann Pläne machen.
An deiner Stelle würde ich gucken was es alles für duale Studienplätze gibt, mich bewerben und fleissig üben.

Morale
2012-07-25, 10:10:46
Am Anfang waren es 1,7k.

Und die Stellenanzeige ist symptomatisch, es werden schon Leute gesucht, aber nur Spezialisten und kaum eine Firma ist bereit Leute einzuarbeiten.
Und selbst wenn die Schnittmenge aus Anforderung und Qualifikation groß genug ist, sobald man selbstbewusstere Gehaltsforderungen stellt ist man weg, weil es genug Leute gibt, die auch für weniger Arbeiten.
Ich sehe jetzt nicht wo die Stellenanzeige wirklich einen Spezialisten fordert.
Ich hoffe mal nach einem Inf Studium wird man sich mit C++ sowie Linux auskennen, das konnte ich ja schon bei meiner Ausbildung zum ITSE.
Dazu dann gutes Englisch, was heute einfach Pflicht ist in den meisten gut bezahlten Stellen.

Ausserdem sollte nicht jeder Studierte ein Spezialist in seinem Fach sein?
Experte, von lateinisch expertus ‚erprobt‘, (auch Fachmann/Fachfrau, Pl. Fachleute , Fach- oder Sachkundiger, Spezialist) ist ein Schlagwort und bezeichnet als solches eine Person, die über überdurchschnittlich umfangreiches Wissen auf einem Fachgebiet oder mehreren bestimmten Sacherschließungen oder über spezielle Fähigkeiten verfügt, oder der diese Eigenschaften zugeschrieben werden.

Damit ich auch noch was zum Thema beitrage:
@ Colin
Kopf nicht hängen lassen, meinen Post vorhin befolgen (rausfinden was du willst, benötigt wird und bezahlt wird) und dann Pläne machen.
An deiner Stelle würde ich gucken was es alles für duale Studienplätze gibt, mich bewerben und fleissig üben.

Wurschtler
2012-07-25, 11:11:08
So, nun hat mir noch meine Graduiertenschule, in der ich Hiwi gemacht hatte und die mir eigentlich eine der Doktorandenstellen geben wollten, abgesagt. Damit steh ich komplett ohne Perspektive da. 53 Bewerbungen in zwei Monaten und counting...

Wie wärs mit einer stinknormalen betrieblichen Berufsausbildung?

Ist zwar heute nicht mehr "in", heute muss ja alles und jeder studiert haben, aber studiert hast du ja schon und es hat nichts gebracht.
Wieso also keine betriebliche Berufsausbildung hinterherschieben?
Die hat u.a. den Vorteil, dass die während der Ausbildung (wenns die richtige ist) auch schon etwas Geld einbringt, das zumindest zu einem genügsamen Leben reicht. Hauptvorteil ist aber, dass man an wertvolle Praxiserfahrung kommt.
Und dein Studium könnte trotzdem als „Eintrittskarte“ für zukünftige lukrativere Jobs ausreichen, auch wenn es fachfremd ist. Zusammen mit Ausbildung und Praxiserfahrung hat man durchaus Chancen.

Sich für eine betriebliche Berufsausbildung zu entscheiden heißt also nicht, dass das Studium völlig umsonst war.

Umsonst ist es aber, ewig aussichtslosen Stellen hinterherzuhecheln oder am Schluss als Taxifaher oder Burger-Brutzler zu enden.

minos5000
2012-07-25, 14:57:21
Kein Arbeitgeber schmeißt dich raus, nur weil du nach mehr Gehalt fragst.
Schlimmstenfalls gibts einfach garnix und das wars dann.

Weg aus einem Bewerbungsprozess, nicht von dem Arbeitsplatz;)

Ich sehe jetzt nicht wo die Stellenanzeige wirklich einen Spezialisten fordert.


Stimmt so speziell ist sie tatsächlich nicht. Was ich damit sagen wollte, jemand der in dem Fall noch nie mit Embedded Systemen zu tun hatte wird wahrscheinlich nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, egal wie gut die restliche Qualifikation ist.
Bislang habe ich im Mobile- und Enterpriseumfeld gearbeitet und ich bin mir sicher, würde ich mich auf die Anzeige bewerben käme eine Absage wobei ich mir nicht vorstellen kann, für die Stelle nicht qualifiziert zu sein. Ich bräuchte nun mal eine längere Einarbeitungszeit als jemand der sich in der Materie schon auskennt, aber um das auf sich zu nehmen, ist der Leidensdruck bei den Firmen scheints noch nicht groß genug.



Ich hoffe mal nach einem Inf Studium wird man sich mit C++ sowie Linux auskennen, das konnte ich ja schon bei meiner Ausbildung zum ITSE.

Dafür sind je nach Uni Info-Studiengänge viel zu praxisfern und mit ITSE nicht vergleichbar. Hätte ich mir das nicht selber beigebracht, hätte ich während des Studiums C/C++ nie zu Gesicht bekommen. Linux wurde zumindest namentlich erwähnt ;D

Yavion
2012-07-25, 15:42:26
Dafür sind je nach Uni Info-Studiengänge viel zu praxisfern und mit ITSE nicht vergleichbar. Hätte ich mir das nicht selber beigebracht, hätte ich während des Studiums C/C++ nie zu Gesicht bekommen. Linux wurde zumindest namentlich erwähnt ;D

Vorteil Hochschule. Da gehört Linux und C zumindest dazu. Gut, wirklicher C-Coder ist man danach auch noch nicht aber die Grundlagen sind zumindest da.
Und im Vergleich z.B. zu anderen Ausbildungen und Studiengängen, in denen auch C vorkommt, behaupte ich mal, schreibt man als Informatiker i.d.R. den besseren Code.

Colin MacLaren
2012-07-25, 15:47:22
Meine Freundin studiert Wahrnehmungspsychologie und hat zwei Semester C++. Und ein Informatiker hat das dann nicht?

radi
2012-07-25, 15:50:41
Du kannst auch 2 Semester Siemens UG oder CatiaV6 lernen. Das heißt nicht, dass du dann immer sinnvoll konstruierst.

90% im Studium ist Methodik. Die Sprache kann man sich leicht anlernen, wenn man die Methodik kennt.

DerEineHades
2012-07-25, 15:57:34
Meine Freundin studiert Wahrnehmungspsychologie und hat zwei Semester C++. Und ein Informatiker hat das dann nicht?

Informatiker sind Architekten, Programmierer sind Bauarbeiter. Erklärt sich das jetzt?

Yavion
2012-07-25, 16:26:40
Informatiker sind Architekten, Programmierer sind Bauarbeiter. Erklärt sich das jetzt?

+ Projektleiter, Bauingenieure und Gutachter. Je nachdem. Wobei ich mal behaupte, ganz ohne handwerkliche Kenntnisse geht es nicht. Man muss ja zumindest begreifen, was am Ende umgesetzt wird.

OT:
Bin raus. Habe zum Thema nichts weiteres beizusteuern. Ich bleibe dabei: Informiere dich wegen Studienkrediten, bevor du das kategorisch ausschließt.

Morale
2012-07-25, 16:30:57
Ich glaube ot wurde alles gesagt, jetzt muss Colin "aktiv" werden :)

radi
2012-07-25, 16:38:26
bzw. aktiv bleiben :) Ich drück die Daumen :up:

Colin MacLaren
2012-07-25, 20:32:40
Heute um 6 Uhr aufgestanden und angefangen Bewerbungen zu schreiben - Check
Alte Ausleihfirma angeschrieben sowie die Leihfirma selbst und um qualifiziertes Arbeitszeugnis gebeten. Laut PU-Karriere-Forum sei das der Grund warum mich niemand einstelle (ich hatte den auf ausstehenden Lohn verklagt) - Check
Antrag auf Bildungsgutschein beim Jobcenter gestellt und Zertifizierung in SAP oder Umschulung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung erbeten - Check

Ansonsten mache ich jetzt ersmtal mein BWL-Zeritikat und warte auf das Arbeitszeugnis. Sonst hat es außer auf wissenschaftliche Stellen sowieso keinen Sinn. Wird es nix mit dem Bildungsgutschein kauf ich mir drei Bücher, installier eine Distro und mach auf dem nächsten Linuxtag mach 'nen LPIC. Das ist das billigste vernünftige Zertifikat, was möglich ist. Die MS-Dinger kosten wieder vierstellige Beträge.

So, mehr kann ich jetzt auch nicht mehr machen.

Colin MacLaren
2012-07-26, 12:48:31
Im "Kreuzworträtselnde Affen"-Test des Öffentlichen Dienst in die Top 20 von 180 geschafft. Wusste ich es doch, dass die jemanden wie mich brauchen. Ich bin doch quasi schon als innerer Beamter geboren ;)

kiX
2012-07-26, 12:52:56
Im "Kreuzworträtselnde Affen"-Test des Öffentlichen Dienst in die Top 20 von 180 geschafft. Wusste ich es doch, dass die jemanden wie mich brauchen. Ich bin doch quasi schon als innerer Beamter geboren ;)
Das tut mir Leid :freak:
Aber GZ. Nun hoffen, dass der Rest auch klappt. Wobei ich ja immer sage "wollen die mich erstmal kennenlernen, hab ich schon gewonnen".
Ich wünsch Dir Glück!;)

Colin MacLaren
2012-07-26, 13:14:17
Problem ist sicherlich, dass mein Latein mal massiv eingerostet ist. Also im Sinne von "Ich kann nichts mehr." Andererseits kann ich die wohl durchaus mit meiner Berufserfahrung und meinen EDV-Kenntnissen beeindrucken.

RLZ
2012-07-26, 13:40:13
Antrag auf Bildungsgutschein beim Jobcenter gestellt und Zertifizierung in SAP oder Umschulung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung erbeten - Check
...
Ansonsten mache ich jetzt ersmtal mein BWL-Zertifikat
...
und mach auf dem nächsten Linuxtag mach 'nen LPIC.
Tolles Engagement, aber das klingt für mich nach verzetteln.
Ich würde mich für etwas entscheiden und versuchen das durchzuziehen.

Colin MacLaren
2012-07-26, 16:58:50
Nein, ich hab im Grunde Erfahrung als Teamleiter, wirtschaftliche Grundlagen aus dem Studium und die besser ich mit dem BWL-Schein auf. Die braucht man immer. Darauf aufbauend verlang ich einen SAP-Kurs und paar weitere BWL-Module. Sollte das passen, bewerbe ich mich auf kaufmännische Positionen. Dann mache ich vorerst nichts weiter in Richtung IT.

Sollte ich keinen SAP-Kurs bekommen, gehe ich in die Richtung IT. Dann mach ich einen LPIC, denn der ist mit relativ wenig Geldeinsatz zu realisieren und bitte um die Umschulung zum FI. Dann mache ich nichts mehr in die kaufmännische Richtung, denn hier bekommt man nur noch gegen Geld Weiterbildungen mit Zertifikat.

Commander Keen
2012-07-26, 18:07:59
Wie wäre es mit Bewerbungen schreiben? Klingt blöd, aber diese ganze Scheinscheiße braucht man eh blos bei den Big Playern. Schau dich mal nach kleinen mittelständischen Unternehmen um (max. 50 AN) und versuch da rein zu kommen. Da wird meistens eher drauf geachtet ob du was kannst und Einsatz zeigst, statt bei einem DAX-Konzern, wo nur das Papier zählt.

edit: Ohne dir zu Nahe treten zu wollen, aber deine Texte machen den Eindruck als ob du alles vertheoretisierst und viel zu abstrakt siehst. Du brauchst nur einen Fuß in der Tür, der Rest kommt durch die Praxis. Und die erlangt man halt nicht, indem man noch einen Schein macht und noch eine Fortbildung hier und ein Zertifikat da, sondern durch praktische Arbeit ;)

Colin MacLaren
2012-07-26, 18:15:08
Kleine mittelständige Firmen schreiben trotzdem nur Stellen für Betriebswirte aus und suchen jemanden, der bei ihnen die Warenwirtschaft regelt oder die Buchführung macht. Außer im Vertrieb seh ich da wenig Möglichkeiten. Natürlich ist mir klar, dass man erstmal nur den Fuß in die Tür braucht. Doch den bekomme ich gar nicht rein, ohne etwas "Richtiges" zu können. Bewerbungen schreibe ich ja die ganze Zeit, erst gestern wieder fünf. Bisher 55 in zwei Monaten.

Commander Keen
2012-07-26, 19:31:35
Bewerbungen schreibe ich ja die ganze Zeit, erst gestern wieder fünf. Bisher 55 in zwei Monaten.

OK, sorry. Hast du die mal von jemanden aus der Bekanntschaft/Verwandtschaft mit Personalverantwortung checken lassen? Was waren denn das für Stellen, auf die du dich beworben hast?

Colin MacLaren
2012-07-26, 20:21:38
Ich hab den Lehrer in der Zwangsmaßnahme des Jobcenters, die Dame im Career Center der Uni sowie eine Recruiterin drüberschauen lassen. Grundsätzlich wohl i.O., nur ist der Studiengang eben ziemlich Wischi-Waschi. Stellen war wiss. MA an der Uni, Volontariate im Museum, paar Praktika (Brand History, Anfänger-Praktika Personalwesen ect.), paar Stellen als PC-Techniker mit Schwerpunkt Hardware-Schrauben und Windows heile machen sowie paar Stellen in der Kundenbetreueung, also o2-Shop oder Inbound-Support.

Colin MacLaren
2012-07-30, 22:19:34
Kaiserslautern (Ökonomie und Management MBA) nimmt mich nicht, da keine postgraduale Berufserfahrung. Frankfurt/Oder (Business Informatics) würde mich nehmen, da dieses Semster letztmalig zulassungsfrei. Bin aufgrund meiner mangelnden Vorerfahrung zwar etwas eingeschränkt in der Modulwahl (Einführung in die BWL I+II, Einführung in die Programmierung sind Pflicht) und muss bis Ende des WS einen TOEFL nachweisen. Laut Auskunft eines Lehrstuhlmitarbeiters soll das ganze ohne großartig Mathematik vonstatten gehen sondern sich auf "Business and Computer Science" beschränken. Laut Erfahrungsberichten eines Forums wohl aber durchaus kniffelig.

Finanzierung würde so ablaufen, dass ich meine Ersparnisse investiere, 2k von den Eltern gesponsort bekomme und den Rest über Hartz 4, kleiner Nebenjob (Barkeeper) und/oder Plasmaspenden abdecke.

Wäre das sinnvoll? Oder hat es mehr Sinn, das finanzielle Risiko nicht einzugehen und im Selbststudium eine Programmiersprache lernen und LPIC zu machen und versuchen über Bildungsgutschein einen SAP-Kurs abzustauben?

Gast
2012-07-30, 22:29:13
Das Studium brngt mo schon mehr als die Zertifikate. Ist das ein MBA bzw Master? Was h4 angeht wird es leider schwer, denn afaik bekommt man das nicht als Student.

Gast
2012-07-30, 22:46:19
H4 gibt es nur wenn man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, und das tut man als Student nicht.

Zum weiterem, ist es denn das was DU willst?
Jetzt auf Teufel komm raus noch schnell was zu finden was dann ab September gemacht werden soll, ich weiß ja nicht.

Wenns das ist wenn du Business Informatics gerne noch machen würdest und dir vorstellen kannst später sowas zu machen, dann mach es.

Ansonsten könntest du halt Minijob machen, und für die nächste Einstellung im gD lernen.

Colin MacLaren
2012-07-31, 07:21:56
Das ist ein nicht-konsekutiver Master im Teilzeit-Fernstudium. Das geht auf Hartz4 ;)

Colin MacLaren
2012-08-01, 19:39:36
Vorstellungsgepräch für eine Softwarebude als Kundendienstmitarbeiter am Helpdsek und im Onsite-Support. Das klingt erstmal gar nicht so schlecht.

edit: So, gerade zum 8 Semester-Teilzeit-Studiengang auf Hartz4 an der TU Chemnitz eingeschrieben. Was es alles gibt. http://www.tu-chemnitz.de/​studium/studiengaenge/master/​ma_infojour.php#Studienaufbau

Colin MacLaren
2012-08-03, 09:15:09
Ich habe mich nun endgültig entschlossen, ich werde noch ein Aufbaustudium dransetzen. Mir meinem Abschluss mag ich mittelfristig zwar irgendwo unterkommen, bisher kommt das positive Feedback jedoch immer aus dem IT-Bereich. Und da ist mein Wissen begrenzt. Auf Dauer als PC-Schrauber oder einfacher Kundenbetreuer/Helpdesk-Agent herumzukrebsen habe ich eigentlich keine Lust. Meine Aufstiegsmöglichkeiten gehen auf solchen Positionen gegen Null.

Vorhandene Kenntnisse:

- Magister in Geschichte und Humangreogrpahie mit Schwerpunkt Wirtschaftsthemen
- BWL-Grundlagen-Zertifikat
- Berufserfahrung als IT-Techniker und Teamleiter

Interessen:
- Interesse an Netzwerkadministration
- Interesse an IT-Projektmanagement
- natürlich Museums- und Archivarbeit, vielleicht hat man ja mit zwei Mastern eine Chance, wenn man zum Geschichtsstudium auch fundierte IT-Kenntisse mitbringt.

Problem: Ich bin auf Hartz 4, daher kommen nur Teilzeitstudiengänge in Frage. Ich rechne daher 4 Semester für die Grundlagen (darf nicht mehr als 15 h pro Woche weg sein), dann 1 Semester Praktikum und auch die Masterarbeit im Museum.

Zur Auswahl stehen:

kein Bock auf:
- kreatives Zeug mit Medien oder Webseiten basteln, sowas ödet mich an

Master "Informatik für Geistes- und Sozialwissenschaftler" der TU Chemnitz
Präsenzstudium
Kosten 3300 EUR (3900 EUR mit SAP)

Vorteile:
- mit richtigen Menschen zum Anfassen, daher sozialer
- komplett aus meinen Ersparnissen zu finanzieren
- daher Spielraum für kleiner Zusatzqualifikationen, etwa LPIC oder eine Sprache
- evt. die Möglichkeit, kostenlos eine Sprache zu lernen (dann wohl Russisch oder Französisch)
- für 600 EUR SAP-Zertifizierung möglich
- Ich kann mich auch interessehalber in BWL-Vorlesungen (etwa Wissens- oder Projektmanagement) setzen

Nachteile:
- tendenziell eher etwas wissenschaftlich, weniger praktisch
- nur C++, kein VBA und Java nur in Bezug auf Medienprogrammierung
- Kurse meist Bachelor-Niveau
- bin immobil. Finde ich in den nächsten zwei Jahren einen Job ohne flexible Arbeitszeiten und nicht in Chemnitz, kann ich das Ding abbrechen
- evt. Rechtsstreit mit dem Amt, bin aber über die Gewerkschaft in Rechtsschutz

Beispielprogramm:

Algorithmen und Datenstrukturen
Grundlagen der Informatik I
Grundlagen der Informatik II
Proseminar
Rechnernetze
Betriebssysteme
Sicherheit verteilter Systeme
Entwurf verteilter Systeme
XML-Werkzeuge
Techniken der IT-Sicherheit
Industrielle IT-Anwendung der Informatik
Datenbanken Grundlagen
Datenbanken und Web-Techniken
freiwillig als Zusatz: Medienprogrammierung (Java)
Foschungsseminar
Forschungspraktikum 3 Monate
Master-Arbeit

Die Alternative:

Master "Business Informatics" der Virtual Global University/Viadrina Frankfurt Oder
Fernstudium
Kosten: 8500 EUR

Vorteile:
- praxisorientiert
- VB inkl. VBA für Office als Pflichtmodul, Java Programmierung als komplettes Modul
- zwei komplette Module zu Webseitenerstellung, da wird dann auch PHP, CSS und Co. dabei sein (möchte ich nie dauerhaft machen, aber nice to have)
- Fernstudium ohne Präsenzphasen, komplett flexibel
- finde ich in den nächsten zwei Jahren einen Job kann ich problemlos den Workload auf 10/Woche runterfahren und das Studium paar Jahre nebenher laufen lassen.
- ein komplett englisches Studium macht angesichts meines nicht vorhandenen Auslandssemesters doch was her
- laut Auskunft eines Absolventen in einem Forum eher auf Masterniveau
- definitv keine Probleme mit dem Amt

Nachteile:
- an sich eine tolle Idee, verschiedene Profs aus D, AUS und CH zusammenzubringen, "Virtual Global University" klingt aber trotzdem dämlich auf dem Zeugnis, auch wenn die Viadrina extra mit draufsteht
- teuer, es klafft eine fiese Finanzierungslücke um die 3000 EUR, die ich mit Schwarzarbeit schließen müsste
- Fernstudium, außer mal im Chat/Skype mit dem Prof. keine sozialen Kontakte, kein Studentenleben
- keine tiefe Spezialisierung
- kein SAP-Zertifikat
- kein finanzieller Spielraum für Zusatzqualifikationen
- unflexibel, nur zwei Wahlmodule, evt. gar keins (s.u.)
- wenn mein wirtschaftlicher Background nicht anerkannt wird, sind Business I+II Pflichtmodule und damit fallen die beiden für mich interessantesten/lukrativsten Sachen (Knowledge Management und Java) raus. Zusatzmodule sind mit 600 EUR pro Stück dann nicht mehr finanzierbar

Beispielprogramm:

Management Information Systems
Introduction to Computer Science
Data Management
Website Engineering Fundamentals
Introduction to Programming (VB and VBA with Office)
Information Systems Development
Process Modelling
Computer Networks & Internet Technology
Advanced Website Engineering
Java Programming
Information Management
Enterprise Resource Planning and Beyond
Information Systems Architectures
E-Business Strategy and Networking
Knowledge Management
Internship 3 months
Master Thesis

Da ich noch nie in einer Informatik-Vorlesung sah, eine Frage an die Experten hier: Was sieht besser aus auf dem CV, was würdet ihr im Hinblick auf die spätere Karriere empfehlen?

atlantic
2012-08-03, 14:09:10
der besseren Übersicht halber habe ich dein neues Thema, das du eröffnen wolltest, an deinen alten Thread gehängt, da es sich um denselben Themenbereich handelt.

lg atlantic

Gast
2012-08-03, 15:20:23
Und ein duales Studium 2013 zu beginnen ist keine Option?

Was suchen was dich interessiert, gibt ja verschiedene deutschlandweit, paucken für den Einstellungstest, nebenbei bisschen Geld verdienen, und dann gleich mit Bezahlung nochmal ein Studium machen, statt jetzt alle Ersparnisse für ein neues auszugeben.
Klar dass du was findest ist nicht sicher, aber wenn man sich reinhängt und für die Tests lernt sollte sich schon was finden.
Ist ja auch nicht gesagt dass du was nach dem "IT" Studium findest.

Das mal als evtl. dritte Option?

Gast
2012-08-03, 19:51:30
@Collin: Hast du das BLW-Zertifikat nebenher an der Uni gemacht oder an einer Fernuni o.ä.? Fange demnächst meine Promotion an und habe mir auch überlegt evtl Fernkurse in VWL/BWL oder ähnlichem zu machen

sei laut
2012-08-04, 09:51:34
Da ich noch nie in einer Informatik-Vorlesung sah, eine Frage an die Experten hier: Was sieht besser aus auf dem CV, was würdet ihr im Hinblick auf die spätere Karriere empfehlen?
Sei so nett und setze dich mal in eine Informatik-Vorlesung, bzw. in die Mathematik-Vorlesungen für die Informatik.
Wenn die Frage immer noch gleich bleibt, wars übrigens die falsche.

Wäre wie, wenn man die Fahrschule nach dem Fahrschulauto beurteilen würde.

Colin MacLaren
2012-08-04, 10:04:17
Mathe kommt beim Business-Informatics-Master so gut wie gar nicht vor und ist beim Informatik-Master in Chemnitz nur Wahlpflichtfach. Da man die ganze Grafik/KI/Technische Informatik-Seite auch weglassen kann, stellt sich mir die Frage, ob man da die Mathe überhaupt benötigt, wenn man sich auf Netzwerke und Datenbanken spezialisieren möchte. Sooo schlecht war ich darüber hinaus in Mathe mit meinen 9 Punkten nun auch nicht, ferner gibt es einen Brückenkurs.

Außerdem verstehe ich die Frage nicht ;)

Die ganzen Winf-Sachen kann man in Chemnitz eben auch im Studium Generale machen. Das ist dann zwar ein Mehraufwand von insgesamt 8SWS, aber spart eben auch 4000 EUR. Bei 6 Semestern käme ich dann auf 20-22 SWS pund 5 Klausruen pro Semester und hätte dann die drei Punkte Datenbanken, Netzwerke und Informationssysteme abgedeckt. Für die Semesterferien würde ich mir dann immer eine LPIC-Prüfung vornehmen. Ist das realistisch machbar?

sei laut
2012-08-04, 10:48:36
Ich hab keine gestellt. ;)
Ich kenne nur die "richtigen" Informatik-Studiengänge der örtlichen Uni hier und die sind kein Zuckerschlecken, nichts was easy cheasy jeder einfach so mal absolviert, nur weils im Lebenslauf schön aussieht.

Möglicherweise bist du mit deiner Frage aber auch an der falschen Stelle, da du konkret nach den Studiengängen fragst.

Colin MacLaren
2012-08-04, 11:30:30
Na easy.cheesy ist da gar nichts. Das ist mir vollkommen klar und ich rechne auch für jede Übung nochmal mit 90min Aufarbeitung. Die Module sind die gleichen, die man auch im jormalen Bachelor "Angewandte Informatik" hat, paar wenige aus dem Master. Die Frage nach dem Cv ist eine allgemeine. Ich möchte gern ins IT-Projektmanagement oder in die Systemadminstration (wobei ich da aus meiner Tätigkeit als IT-Servicetechniker auch Überschneidungen sehe. Die Netzwerk-Stöpsler arbeiten auch am Projektplan mit, der Projektleiter sollte auch von allem grob eine Ahnung haben). Dafür habe ich mir vorgenommen, noch einmal zu studieren, so richtig in Vollzeit und über drei Jahre. Ich könnte auch einen Bachelor Angewandte Informatik oder Winf machen, der wäre aber vom Inhalt her der gleiche und Master sieht halt schöner aus bzw. spielen da auch Fragen der Finanzierung mit hinein. Meine Frage bezog sich darauf, welchen ihr hinsichtlich späterer Berufschancen als besser erachtet, schließlich bin ich nach Abschluss dann auch schon 31 und kann mir keine Experimente mehr leisten.

Die zweite Frage war, ob man für die genannte Auflistung in Chemnitz unbedingt Mathe I + II benötigt, da die wie gesagt Wahlpflichtfächer sind und ich die ganze Technische Informatik und Grafik- sowie KI-Schiene abwählen kann.

Marscel
2012-08-04, 16:15:31
Die zweite Frage war, ob man für die genannte Auflistung in Chemnitz unbedingt Mathe I + II benötigt, da die wie gesagt Wahlpflichtfächer sind und ich die ganze Technische Informatik und Grafik- sowie KI-Schiene abwählen kann.

Ich weiß nicht, was sich hinter diesen Kursen nun verbirgt, aber etwas diskrete Mathematik wird dir wohl bei Datenbanken begegnen. Ansonsten kann man diese Liste mMn mit Schulwissen anpacken. Von diesen Forschungspunkten mal abgsehen.

Watson007
2012-08-04, 17:03:10
Ich möchte gern ins IT-Projektmanagement oder in die Systemadminstration (wobei ich da aus meiner Tätigkeit als IT-Servicetechniker auch Überschneidungen sehe. Die Netzwerk-Stöpsler arbeiten auch am Projektplan mit, der Projektleiter sollte auch von allem grob eine Ahnung haben).

Systemadmin ist eigenlich kein Studienberuf.... es gibt schon Firmen die für die Arbeit als Admin ein Studium fordern, aber die sollten doch noch in der Minderheit sein, oder?!

Colin MacLaren
2012-08-04, 18:23:43
Ich weiß nicht, was sich hinter diesen Kursen nun verbirgt, aber etwas diskrete Mathematik wird dir wohl bei Datenbanken begegnen. Ansonsten kann man diese Liste mMn mit Schulwissen anpacken. Von diesen Forschungspunkten mal abgsehen.

Die Forschungsthemen wähle ich dann ja selbst.

Inhalte von Mathe I:

 Komplexe Zahlen
 Mengen und Relationen, Abbildungen, elementare algebraische Grundlagen
 Matrizen, Determinanten, lineare Gleichungssysteme
 Vektorräume und Eigenwerte
 Differentialrechnung für Funktionen in einer Variablen

Mathe II:

 Integralrechnung für Funktionen mit einer reellen Veränderlichen
 Unendliche Reihen
 Differentialrechnung für Funktionen mehrerer Variablen
 Gewöhnliche Differentialgleichungen

Wie schwer ist das und brauche ich das für genanntes Programm?

radi
2012-08-04, 18:42:23
Integrale fand ich immer ätzend, besonders die Substituiererei ... aber ansonsten gehts doch eig. Kommt halt auch drauf an wie weit ma nda in die Tiefe geht. Aber das is eig kein Hexenwerk.

zAm87
2012-08-04, 18:45:15
In der Form wie es jetzt hier steht, liest sich das relativ einfach wenn man in Mathe nicht gerade auf den Kopf gefallen ist. Kommt halt auch ganz auf die Komplexität der Aufgaben, die man dann damit angeht. Gerade bei den Sachen mit mehreren Variablen steigt die Komplexität recht schnell mit jeder zusätzlichen Variable an. ;)

Wer allerdings mit Mathe so absolut nicht klar kommt, kann da auch schon bei den simplen Aufgaben größere Probleme bekommen. Jedenfalls ist das so die Beobachtung aus meinem Studium, wo Leute (mir unverständlicherweise) da teilweise schon arge Probleme hatten...

Marscel
2012-08-04, 20:58:44
Die Forschungsthemen wähle ich dann ja selbst.

Inhalte von Mathe I:

 Komplexe Zahlen
 Mengen und Relationen, Abbildungen, elementare algebraische Grundlagen
 Matrizen, Determinanten, lineare Gleichungssysteme
 Vektorräume und Eigenwerte
 Differentialrechnung für Funktionen in einer Variablen
Wie schwer ist das und brauche ich das für genanntes Programm?

Ich würde dann Mathe I auf jeden Fall wählen, das ist zwar mehr als du für das Programm brauchen wirst, falls man aber irgendwann etwas darüber hinaus gehen sollte, sind das Grundtools (primitive Visualisierungen, Algorithmen). Vom Schwierigkeitsgrad her absolut machbar, auch ohne LK in der Schule. Da TU, wird man dich vermutlich hin und wieder mit Beweisen nerven, da aber prüfungstechnisch kaum relevant, braucht man die bloß zur Kenntnis nehmen.

Mathe II kannst du dafür knicken.

Colin MacLaren
2012-08-04, 21:42:17
Dann schau ich mir das mal an. Muss ja auch nicht unbedingt eine Prüfung schreiben.

Das ist zwar jetzt eine ZA-Firma, aber soetwas würde ich gern machen: http://www.itjobboard.de/IT-Job/Linux-Administrator-in-Berlin-gesucht-mw/8646447/de/?xc=248&WT.mc_id=R105&SearchTerms=Linux+Administrator&LocationSearchTerms=Deutschland&ResultSize=30&source=search

Ist da der von mir eingeschlagene Weg sinnvoll?

Marscel
2012-08-04, 22:54:41
Ist da der von mir eingeschlagene Weg sinnvoll?

Je nach TU ist ein Studium in Teilen wenig praktisch orientiert. Bei uns wurde z.B. Linux im Betriebssystem- und Sicherheitskurs hier und da zur Demonstration genommen, ein Linux-Admin hätte dadurch aber keiner werden können. Wenns das ist, braucht man da eventuell etwas zielführenderes (Zertifikats-Kurse?).

Grundsätzlich sollte in diesem Studiengang aber alle nötige Weitsicht vermittelt werden, um so einen Posten besetzen zu können, handwerkliche Fähigkeiten außer Acht gelassen.

Gast
2012-08-05, 07:51:02
Wenn du "nur" Admin machen willst dann mach eine Ausbildung als Fachinformatiker-systemintegration.
Vielleicht gibts sogar noch was für sofort, wobei die guten stellen natürlich weg sind.
Vorteil, du bekommst wärend der Ausbildung Geld, plus bei vielen unternehmen ist die chance groß übernommen zu werden.
Wenn du jetzt Informatik studierst um dann als Admin zu arbeiten, naja.
Die meisten suchen ja dann schon Leute mit mehrjähriger Berufserfahrung.

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/?dest=profession&prof-id=7847

Les mal ob dir das taugt.
Bei stellen um bewerberbörse Unten links kannst du noch nach offenen ausbildungsplätzen suchen.
Entweder zu jetzt oder du machst halt noch nebenkosten und suchst dir für 2013 ne Sahne Firma Siemens, ne Hochschule, max plank oder so. Da wird idr auch gut gezahlt.

Ganz ehrlich das Risiko jetzt noch viel Geld in ein studium zu Pumpen ohne Gewissheit.

Colin MacLaren
2012-08-05, 07:54:37
Daher wollte ich nebenher jedes Semester eine LPIC-Prüfung machen.

Morale
2012-08-06, 15:18:31
Also hier mal meine Meinung dazu:

Nochmal studieren und da viel Geld und Zeit reinzubuttern halte ich für gewagt.
Ist ja auch nicht gesagt, dass am Ende dann ein Arbeitsplatz winkt.
Und wenn du irgendwie Admin sein willst, halte ich ein Informatikstudium für übertrieben.
Ich weiß das wird öfters ausgeschrieben, aber ich halte die Ansprüche für übertrieben.
Außerdem suchen die meisten ja jemanden der schon Erfahrung hat.

So was würde ich tun? Ich würde sagen es gibt mehrere Möglichkeiten.

1. Versuchen für 2013 einen dualen Studiumplatz zu ergattern. Gibt ja vielfältige Bereiche, IT oder woanders.http://www.ausbildungplus.de/webapp/suche?typ=ds&neuesuche=true
Bis dahin halt auf die Tests vorbereiten und durch ein paar Nebenjobs Geld verdienen.
Ausserdem musst nix fürs Studium zahlen und hast gleich Verdienst und eine Beamtenstelle, wenn denn beim Land/Bund.

2. Eine Ausbildung zum Fachinformatiker – Systemintegration (http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/berufId.do?_pgnt_act=goToAnyPage&_pgnt_pn=0&_pgnt_id=resultShort&status=T01). Das ist eigentlich der Beruf als Admin.
Nachteil, für JETZT sind natürlich die guten Stellen alle schon weg.
In Großstädten gibt es sicher noch Ausbildungsstellen, evtl. auch gute, aber da muss man halt viel suchen etc. (http://jobboerse.arbeitsagentur.de/vamJB/startseite.html?kgr=as&aa=1&m=1&vorschlagsfunktionaktiv=true)
Wäre also auch eher für 2013.
Pass aber auf dir keine kleine Klitsche zu suchen wo du nix lernst.
Auch keine Fachfremde Firma. Z.b. Steuerkanzlei und du sollst da die 3 Server betreuen mit dem anderen Admin, da lernt man ja nix.
Am besten mindestens mittelgroß und vielfältige Themen. Siemens, Max Planck, Unis, Behörden/Kommunen etc.
Die übernehmen idR einen auch wenn man halbwegs was kann, und zahlen gut. Ist halt nochmal 2-3 Jahre Ausbildung angesagt.


Für jetzt sofort fällt mir eigendlich nix vernünftiges ein.
Klar könnte man so ein Fern-Studium anfangen? Nur bringt das was all sein Geld da reinzustecken?

Colin MacLaren
2012-08-06, 15:45:42
Das Studium in Chemnitz kostet mich 3300 EUR, 3800 mit SAP-Zertifikat, 4200 mit LPIC 202 und paar Büchern zum Lernen. Finde ich jetzt nicht so schlimm. Ausbildung nach dem Studium kommt nicht in Frage, damit zeige ich ja jedem Arbeitgeber dass ich kein Vertrauen in meine Fähigkeiten habe. Ein konsekutiver Master nach dem Magister ist da etwas anderes.

Ich kassiere während des Studiums Hartz 4 (weil in Teilzeit immatrikuliert), im Gegensatz zu manch Ausbildungsvergütung kann ich davon komplett leben.

Gerade die Unis wollen i.d.R. zumindest einen FH-Informatiker als Admin. Mache ich eine Ausbildung im ÖD stehe ich danach mit mit was da? Entgeltgruppe TEVL-6?

Der Admin ist nicht in Stein gemeißelt. Ich kann mir durchaus eine anspruchsvollere Spezialisierung suche, mich etwa in Datenbanken vertiefen. Systemadmin war eine erste Idee, ich bin für andere Vorschläge offen (darum frage ich ja hier).

Wie sieht mit entsprechender Vertiefung (Datenbanken, ERP) + Zusatzquali (LPIC, SAP TERP10) und 9 Monaten Praxis (3 Monate Praktikum + 6 Monate Masterarbeit im Unternehmen) denn der Arbeitsmarkt aus? Doch sicher besser als für einen Admin, der, wie ich vermehrt lese, eher der Arsch vom Dienst ist. Oder gibt es keine Absolventenpositionen mehr und es werden nur noch Leute mit 3 Jahren+ Berufserfahrung gesucht?

Morale
2012-08-06, 17:11:39
Zum H4, du bist dir klar dass du dann regelmäßig beim Jobcenter antanzen musst und die dir dann soweit ich das weiß jeden Job und Fortbildungsmaßnahmen aufs Auge drücken können?
Stell ich mir etwas problematisch vor.

Wenn du jetzt den Master in Geisteswissenschaftlicher Informatik (ich nenn das mal so) machst, was ja nochmal in TZ 4 Jahre dauert, wie alt bist du dann?
32,33?
Und dann nichtmal ein "richtiges" Informatikstudium, plus das Alter, ich denke da werden sich die Angebote auch nicht überschlagen.

Ich denke jede Firma die einen "normalen" Informatiker sucht wird sich da einen "jungen" Absolventen suchen der halt gezielt das kann was er brauch.
Am Ende bleibt. wie auf der TU Chemnitz Seite steht
Museen und Archive benötigen Historiker mit IT-Sachverstand.

übrig und da sind wir wieder in dem Bereich wo du schon nix gefunden hast.

Mit einer Ausbildung liegt man übrigens idR bei TVL 8, Bekannter von mir hat damit auch 12 erreicht, ist aber schon etwas älter und hat sich halt weitergebildet.

Die TU München hier z.b. bildet Fachinformatiker aus.
Die LMU hat aber dann aber Dipl. vInf (FH), im dualen Studium.

Wenn es keine Ausbildung sein soll(was ich verstehen kann) dann würde ich schon ein duales Studium vorziehen.

Zu den Beruflichen möglichkeiten kann ich dir nicht weiterhelfen.
Hab jetzt 10 Jahre bei einer Firma gearbeitet und stehe selber vor dem "Neubeginn".


PS: Auch wenn sich alles nach miesmachen und schlechtreden anhört, das will ich nicht.
Nur konstruktive Kritik üben. Am Ende musst du ja entscheiden.

Colin MacLaren
2012-08-06, 21:17:17
Die Beschreibung des Studiengangs klingt dämlich. Es sind die ganz normalen Veranstaltungen des Bachelors (und Masters) "Angewandte Informatik", mit dem Unterschied, dass man mehr Wahlmöglichkeiten hat und daher wie ich es vorhabe, etwa die Technische Informatik komplett ausklammern kann. Zum ebenfalls in Chemnitz angebotenen Master "Data und Web Engineering" fehlen z.B. gerade einmal vier Vorlesungen (+das Softskills Zeug). In Teilzeit benötige ich drei Jahre, wobei ich davon wie gesagt 9 Monate praktisch tätig sein möchte und, auch über das Studium Generale, eine klare Profilbildung anstrebe. Dann bin ich 31 und kann mich wesentlich breiter bewerben. Vielleicht komm ich ja dann doch noch im Museum oder Archiv unter, wenn die einen Software-Engineer für ihre Datenbankensysteme brauchen.

Zum H4, du bist dir klar dass du dann regelmäßig beim Jobcenter antanzen musst und die dir dann soweit ich das weiß jeden Job und Fortbildungsmaßnahmen aufs Auge drücken können?
Stell ich mir etwas problematisch vor.

Die Frau im Amt kann nix außer in den Computer zu gucken und mir dann Vermittlungsvorschläge anbieten, die der ausspuckt. Das sind bei meinem Studiengang ausschließlich Stellen als wiss. Mitarbeiter oder im Museum. Die bekomme ich sowieso nicht bzw. sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass ich doch eine Anstellung erhalte, dann ist das auch gut, dann brauch ich ja kein Zweitstudium mehr. Das Spielchen treiben wir seit Mai, das können wir fröhlich so weiterspinnen. Wenn mein Finanzpuffer nach zwei Sanktionsmaßnahmen aufgebraucht ist mach ich eben ein Urlaubssemester und geh wieder Rollouten oder werde Werksstudent.

Den Vinf kenn ich, der ist ne tolle Sache, auf den bewerbe ich mich auch. Das geht aber erst ab Oktober mit Einstellungstermin zum 1.10.2013

Morale
2012-08-06, 21:31:47
Die Frau im Amt kann nix außer in den Computer zu gucken und mir dann Vermittlungsvorschläge anbieten, die der ausspuckt. Das sind bei meinem Studiengang ausschließlich Stellen als wiss. Mitarbeiter oder im Museum. Die bekomme ich sowieso nicht bzw. sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass ich doch eine Anstellung erhalte, dann ist das auch gut, dann brauch ich ja kein Zweitstudium mehr. Das Spielchen treiben wir seit Mai, das können wir fröhlich so weiterspinnen. Wenn mein Finanzpuffer nach zwei Sanktionsmaßnahmen aufgebraucht ist mach ich eben ein Urlaubssemester und geh wieder Rollouten oder werde Werksstudent.
Echt?
Meine Erfahrungen mit dem Amt laufen zum Glück auf Null, aber kann man nicht jeden Job vermittelt bekommen?
Wenn die beim Aldi ein Aushilfsjob haben den du machen kannst werden die dich da bestimmt "reinprügeln" oder nicht?
Oder Weiterbildung zum McD Kloputzer oder sowas halt.
Da sind die doch groß drin im Umschulen.
Oder ist das erst bei Langzeitarbeitslosen so?

Den Vinf kenn ich, der ist ne tolle Sache, auf den bewerbe ich mich auch. Das geht aber erst ab Oktober mit Einstellungstermin zum 1.10.2013
Ah ok, naja im schlimmsten Fall haste dann halt etwas Geld verschenkt, wenn du da unterkommst. Ja dann denke ich mal liegst du ganz gut mit deinen Entscheidungen.
Gibts oben bei euch auch so ein Angebot, weil in Bayern ists ab September ;)

Gast
2012-08-06, 21:35:14
Zum H4, du bist dir klar dass du dann regelmäßig beim Jobcenter antanzen musst und die dir dann soweit ich das weiß jeden Job und Fortbildungsmaßnahmen aufs Auge drücken können?
Stell ich mir etwas problematisch vor.

Wenn du jetzt den Master in Geisteswissenschaftlicher Informatik (ich nenn das mal so) machst, was ja nochmal in TZ 4 Jahre dauert, wie alt bist du dann?
32,33?
Und dann nichtmal ein "richtiges" Informatikstudium, plus das Alter, ich denke da werden sich die Angebote auch nicht überschlagen.

Ich denke jede Firma die einen "normalen" Informatiker sucht wird sich da einen "jungen" Absolventen suchen der halt gezielt das kann was er brauch.
Am Ende bleibt. wie auf der TU Chemnitz Seite steht

übrig und da sind wir wieder in dem Bereich wo du schon nix gefunden hast.

Mit einer Ausbildung liegt man übrigens idR bei TVL 8, Bekannter von mir hat damit auch 12 erreicht, ist aber schon etwas älter und hat sich halt weitergebildet.

Die TU München hier z.b. bildet Fachinformatiker aus.
Die LMU hat aber dann aber Dipl. vInf (FH), im dualen Studium.

Wenn es keine Ausbildung sein soll(was ich verstehen kann) dann würde ich schon ein duales Studium vorziehen.

Zu den Beruflichen möglichkeiten kann ich dir nicht weiterhelfen.
Hab jetzt 10 Jahre bei einer Firma gearbeitet und stehe selber vor dem "Neubeginn".


PS: Auch wenn sich alles nach miesmachen und schlechtreden anhört, das will ich nicht.
Nur konstruktive Kritik üben. Am Ende musst du ja entscheiden.

Sorry, aber das stimmt so einfach nicht. Idr ist man bei A6, wenn man eine Ausbildung macht und nur mit viel Glück und guter Note bei der Berufsausbildung wird man befördert. In den gD kommst du ohne Studium nach der Ausbildung zu 99,9999999999999% schon mal nicht und selbst wenn fängst du da mit A9 an und hier gilt wieder, dass die Note und die Beurteilung Top sein müssen um dann evtl nach 10+ Jahren mal von A9 wegzukommen. Dass du auf A12 landest kannst du dir normalerweise auch bei Einstieg in den gD abschminken. Da muss man einfach mal schauen dass man in der Kommunalverwaltung dafür schon Bereichsleiter sein muss. Das kannst du knicken.

Colin MacLaren
2012-08-06, 21:52:50
Nein, den gibt es nur in Bayern. In Sachsen ist es ein berufsbegleitender MBA mit Präsenzveranstaltungen jede zweite Woche und kostet 6500 EUR ^^ Anscheinend kann man sich mittlerweile bewerben für 2013. Da mach ich das mal.

Auf dem Amt läuft stupide ein Schema F durch. Ausbildung ins System reinhacken, Vermittlungs"vorschläge" ausdrucken, die das System ausspuckt, Bewerbertraining verpassen und ab dafür. Sämtliche Leistungen (Kosten für Bewerbungsmappen, Vorstellungsgespräche ect.) sind immer ein zäher Verhandlungsmarathon, da die dort nur ein begrenztes Budget haben. Die normalen Leistungen laufen ohne Probleme, da nicht vom Budget abgehend.

Ansonsten interessiert die nur, dass Du dem Arbeitsmarkt immer zur Verfügung stehst (also nicht mehr als 15h/Woche irgendetwas anderes tust), den Wohnort nicht verlässt und Deine Bewerbungen schreibst. Einem Schlosser mag die eine Umschulung verpassen, einem ohne Berufsabschluss erst recht, bei einem Historiker ist die völlig überfordert, was die mit einem machen soll. Die war total verwundert, dass die ausgeschriebenen Positionen als wiss. Mitarbeiter immer nur halbe Stellen waren und schaute mich daraufhin mitleidig an.

Morale
2012-08-06, 22:03:34
Vielleicht sehen wir uns dann ja in München beim Einstellungstest nächstes Jahr ;)

btw. da du ja nicht gebunden bist, hier wird Vinf an der FH Bund angeboten für nächstes Jahr. (http://www.fhbund.de/nn_14908/DE/01__Studieninteressierte/20__Zentralbereich__Fachbereiche/12__Studiengang__VI/studiengang__vi__node.html?__nnn=true)
BKA u.a. dabei

Colin MacLaren
2012-08-07, 07:01:25
Eine Idee zur Vertiefung;

Wie sieht es als Informatiker im Bankensektor aus? Was ich bisher gelesen habe, ging in die Richtung, dass man da die höchsten Einstiegsgehälter erziele.
Nun bietet unsere Uni den (knüppelharten) Zertifikatskurs "Investmentbanking" an, der umfassend in das Finanzwesen einführt (so ungefähr 30 ECTS)


http://www.tu-chemni.../zertifikat.php


Wäre dies eine sinnvolle Ergänzung?

Banken suchen laut den bisher gefundenen Stellenausschreibungen, die nicht selten Experten für Datenbanken und arbeiten mit Linux.

Vorteile:

- Ich will in den Semesterferien immer die Linuxzertifizierungen machen.
- Ich will mich in Datenbanken vertiefen.
- Es wäre die logische Fortführung meiner Magisterarbeit und der Schritt im Vorstellungsgespräch plausibel rüberzubringen.

Nachteile:

- bitterböse Mathematik, ich weiß nicht, ob ich im zweiten Semester, wenn ich spätestens damit anfangen müsste, bereit dafür bin.