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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ist ein Haus heute noch finanzierbar?


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TimeOut
2013-11-06, 23:20:20
Ich hab letztens mal Spaßeshalber die Immobilienpreise gecheckt.
Dabei kommt es ja extrem auf die Lage an.
In Ostdeutschland auf dem Dorf gibts tatsächlich Häuser für 20000 Euro (Keine Bruchbude).
Klar da will ja auch keiner wohnen.
Die meisten Jobs gibts nunmal in Großstädten, und da sind die Preise ja erschreckend.
Ich mein 400.000 Euro für ein relativ normales Hause nix besonderes ist schon sauviel. Und das sind dann schon die Preise für 10km vom Stadtkern.
Selbst wenn man sich 50km wegbewegt sind die Preise noch sehr hoch.
Unter 300.000 gibta kaum was vernünftiges.

Bis man heute einigermaßen Geld verdient ist man ja auch schon über 30.
Dann noch Eigenkapital ansparen.
Und selbst dann wenn alles klappt brauch man ein recht hohes Einkommen.
Ich würd sagen mind 3000 Netto.
Und dann die unsicherheit heutzutage, viele befristete Jobs usw.

Da frage ich mich, das ganze ist für die meisten Leute doch ein ziemlich hohes Risiko?

Deathcrush
2013-11-06, 23:24:48
Kommt doch immer darauf an, was man will und wieviel man bereit ist zu zahlen. Hier bei uns gibt es Häuser (Baujahr mitte 80er) für 85.000€ und das recht Stadtnah am Rande von Bremen (aber immer noch Bremen). 15 min. mit dem Fahrrad in die Innenstadt. Dazu kommen die recht niedrigen Zinsen. Also bezahlber auf jedenfall.

blackbox
2013-11-06, 23:26:53
Das ist es!
In Zeiten, wo uns eingetrichtert wird, für den Beruf möglichst flexibel zu sein, möglichst früh fertig zu sein mit der Ausbildung, wo der Kündigungsschutz aufgelockert wurde, wo die Karriere über allem stehen sollte, wo 2 Haushaltseinkommen nötig sind, wo Lohndumping herrscht wo, wo, wo........ ist es ziemlicher Unsinn, ein Haus zu kaufen.

Für die Elterngeneration war das alles kein Thema, aber die heutige Generation hats in dieser Hinsicht verdammt schwer.

Botcruscher
2013-11-06, 23:28:25
Bremen ist ja auch so attraktiv wie Hoyerswerda oder Salzgitter und dabei so solvent wie Griechenland.

TimeOut
2013-11-06, 23:41:32
Kommt doch immer darauf an, was man will und wieviel man bereit ist zu zahlen. Hier bei uns gibt es Häuser (Baujahr mitte 80er) für 85.000€ und das recht Stadtnah am Rande von Bremen (aber immer noch Bremen). 15 min. mit dem Fahrrad in die Innenstadt. Dazu kommen die recht niedrigen Zinsen. Also bezahlber auf jedenfall.

Ich würd jetzt eher mal München, Hamburg, Berlin, Frankfurt, Stuttgart, Köln etc. als Beispiel nehmen.

Außerdem steht bei den billigen meist dran "Renovierungsbedürftig", also erstmal nochmal 100.000 reinstecken.

Deathcrush
2013-11-06, 23:45:39
Außerdem steht bei den billigen meist dran "Renovierungsbedürftig", also erstmal nochmal 100.000 reinstecken.

Nö, wir haben für 88.000 gekauft und knappe 7.000 reinstecken müssen.

Kamikaze
2013-11-06, 23:51:19
mir ist es auch ein rätsel wie mein vater es damals geschafft hat, mit nur einem gehalt hier nahe stuttgart ein haus zu bauen und eine familie (2 kinder) zu ernähren, ohne dass wir jemals wirklich hart sparen mussten.

mit deinen veranschlagten 3000€ bekommt man hier in der gegend gerade mal nen bauplatz finanziert, um dann auch noch nen haus drauf zu stellen sollten besser 2 einkommen vorhanden sein mit zusammen 5000-6000€, wenn man nich gerade bis zur rente zahlen will..

mein verdienst ist jetzt nich so schlecht (65k/anno @ 35h woche), aber damit hier in der nähe stuttgarts nen freistehendes einfamlienhaus + familie zu finanzieren, never ever

Boris
2013-11-06, 23:52:26
Nö, wir haben für 88.000 gekauft und knappe 7.000 reinstecken müssen.
Kommt halt auch immer auf die eigenen Ansprüche an, deswegen ist auch eine pauschale Aussage kaum möglich.

tatarus
2013-11-07, 00:04:00
Nö, wir haben für 88.000 gekauft und knappe 7.000 reinstecken müssen.

Das liegt wohl nicht in der Nähe von:

München, Hamburg, Berlin, Frankfurt, Stuttgart, Köln

Also hier im Rhein-Main-Gebiet außerhalb von Frankfurt gibt es nicht mal ein älteres Reihenhaus für unter 300k. In Frankfurt kostet das dann mehr als das Doppelte. Selbst wenn man das Geld hätte und ausgeben wollte, findet man momentan hier nichts. Wenn es etwas gibt, dann überbieten sich die Käufer gegenseitig.

Letztes Jahr habe ich ein Haus gekauft. Hatte aber schon genug gespart und eine Wohnung gut verkaufen können. Außerdem verdiene ich nicht wirklich wenig. Die Leute, die sich das leisten können, haben meistens studiert, einen guten Job und die bessere Hälfte arbeitet oft mindestens halbtags. Oder die Eltern haben genug und geben was ab.

Die Preise fürs Wohnen sind aber generell stark gestiegen. Die Nebenkosten und Renovierungskosten (Material und Arbeitszeit) machen zusätzlich was aus. Früher war das wesentlich einfacher. Mein Nachbar hat sein Haus als normaler Handwerker bezahlen können. Das hat damals auch nur 30.000 Mark gekostet. War wohl eine andere Zeit.

Wenn die Inflation so weiter geht, dann kostet ein Reihenhaus 2060 6.000.000. :eek:

soLofox
2013-11-07, 07:11:56
Kommt doch immer darauf an, was man will und wieviel man bereit ist zu zahlen. Hier bei uns gibt es Häuser (Baujahr mitte 80er) für 85.000€ und das recht Stadtnah am Rande von Bremen (aber immer noch Bremen). 15 min. mit dem Fahrrad in die Innenstadt. Dazu kommen die recht niedrigen Zinsen. Also bezahlber auf jedenfall.


wat?!

wo denn das? magst du mal einen link dazu posten?

ich wohne zwischen oldenburg und bremen und habe schon öfter reingeschaut. unter 150.000EUR findet man sogut wie nichts brauchbares.


für unsinn halte ich es nicht ein haus zu kaufen, stichwort altersvorsorge. wer will denn im rentenalter noch miete zahlen und sich mit vermietern rumärgern müssen? also ich jedenfalls nicht.

da geht doch nichts über ein eigenheim, wo man tun und lassen kann was man will. bin jetzt was das haus angeht nicht super anspruchsvoll, nur die lage ist mir wichtig.

dass man bei bremen ein haus für 85.000€ kaufen kann, stadtnah und 15min mit dem fahrrad von der innenstadt, kann ich mir kaum vorstellen.:eek:

skanti
2013-11-07, 07:20:42
Das liegt wohl nicht in der Nähe von:



Also hier im Rhein-Main-Gebiet außerhalb von Frankfurt gibt es nicht mal ein älteres Reihenhaus für unter 300k. In Frankfurt kostet das dann mehr als das Doppelte. Selbst wenn man das Geld hätte und ausgeben wollte, findet man momentan hier nichts. Wenn es etwas gibt, dann überbieten sich die Käufer gegenseitig.

Letztes Jahr habe ich ein Haus gekauft. Hatte aber schon genug gespart und eine Wohnung gut verkaufen können. Außerdem verdiene ich nicht wirklich wenig. Die Leute, die sich das leisten können, haben meistens studiert, einen guten Job und die bessere Hälfte arbeitet oft mindestens halbtags. Oder die Eltern haben genug und geben was ab.

Die Preise fürs Wohnen sind aber generell stark gestiegen. Die Nebenkosten und Renovierungskosten (Material und Arbeitszeit) machen zusätzlich was aus. Früher war das wesentlich einfacher. Mein Nachbar hat sein Haus als normaler Handwerker bezahlen können. Das hat damals auch nur 30.000 Mark gekostet. War wohl eine andere Zeit.

Wenn die Inflation so weiter geht, dann kostet ein Reihenhaus 2060 6.000.000. :eek:

Es hängt natürlich wieder stark davon ab, wo man in Rhein-Main wohnt, aber an den Bahnstrecken und Autobahnen, also Zubringer nach Ffm, sind die Preise auch außerhalb Ffms sehr hoch, aber grundsätzlich ist es hier schon sehr hochpreisig.

Ich finde es persönlich eigentlich eine sehr traurige Entwicklung, wenn man überlegt das Leute die sehr gute Arbeit leisten bzw. in ihren Möglichkeiten das beste versuchen keine Chance haben ein Eigenheim zu finanzieren. Es kann nicht jeder studiert haben bzw. 3k netto aufwärts verdienen.

Argo Zero
2013-11-07, 07:48:38
Im Main Kinzig Kreis gibt es schon sehr schöne Häuser ab 150.000€.
Mit Garten und in grüner Umgebung.

Shink
2013-11-07, 08:35:30
Da frage ich mich, das ganze ist für die meisten Leute doch ein ziemlich hohes Risiko?
Klar, warum sonst würden einem die Banken den Kredit geben? Wegen den derzeitigen Zinsen wohl kaum.

Und ja: Unter 3000€ Netto im Monat geht nicht, wenn man nicht gerade etwas exotischeres will. Laut der erstbesten Auswertung dazu, die ich gefunden hab (http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/17/monats-lohn-in-deutschland-buerger-1-500-euro-manager-200-000-euro/), verdient man in "Deutschland" durchschnittlich 1500€ Netto. Als DINC sind 3000€ also für den "durchschnittsbürger" leistbar, so man nicht auf Kinder oder Single-Freiheit besteht.:freak:

Billiger geht natürlich. Wenn irgend etwas "nicht passt" und man das verschmerzen kann, gehen die Preise gleich extrem in den Keller. Das kann eine Lage neben der Disco sein, an der Hauptstraße, keine Zentralheizung, Hochwasserschäden, fehlender Abwasseranschluss (ja, das gibt es!) und ähnliches. Wenn man sich ehrlich ist, könnte man sich mit all den Themen arrangieren. Man wird sie halt auch nicht mehr los, wenn man mal ausziehen will...

Aber bei den Immobilienpreissteigerungen der letzten Jahr(zehnt)e kann ein Kauf in einem guten Viertel in einer guten Stadt zu einem guten Preis eine verdammt gute Zukunftsinvestition sein.

GBWolf
2013-11-07, 08:41:07
Was will man eigentlich mit sonem Haus?

skanti
2013-11-07, 08:52:41
Im Main Kinzig Kreis gibt es schon sehr schöne Häuser ab 150.000€.
Mit Garten und in grüner Umgebung.

ja, wenn ich von der Bahn oder Autobahn noch 10-15 Minuten ins Umland fahren will oder in irgend nem kleinen Kaff mit einem Tante Emaladen wohnen will.

maximum
2013-11-07, 09:03:22
Was will man eigentlich mit sonem Haus?

Keine Miete zahlen im Alter, keine Rücksicht auf Vermieter nehmen, Immobilie als Wertanlage,...

GBWolf
2013-11-07, 09:04:58
Keine Miete zahlen im Alter, keine Rücksicht auf Vermieter nehmen, Immobilie als Wertanlage,...

Ah ok, aber dann muss es ja nicht so groß sein und am besten nur Erdgeschoss ohne Treppen, sonst wirds im alter wieder blöd.

Sven77
2013-11-07, 09:10:24
Nebenan wurde gerade wieder ein Reihenhausghetto gebaut.. die Dinger sind so schmal das ich von einer Aussenwand zur anderen fassen kann :ugly:.. Kostenpunkt 380.000Eur.. das wäre für uns gerade noch so zu stemmen, aber wer will in sowas leben.. freistehende Häuser werden hier nicht mehr gebaut und bestehende gehen zu absoluten Mondpreisen weg.. zahl ich halt weiter 1400Eur Kaltmiete im Monat ;(

maximum
2013-11-07, 09:29:38
.. zahl ich halt weiter 1400Eur Kaltmiete im Monat ;(

Das ist echt nicht ohne was da weg geht... welche Region und wieviel m²?

#44
2013-11-07, 09:31:03
Nebenan wurde gerade wieder ein Reihenhausghetto gebaut.. die Dinger sind so schmal das ich von einer Aussenwand zur anderen fassen kann :ugly:.. Kostenpunkt 380.000Eur.. das wäre für uns gerade noch so zu stemmen, aber wer will in sowas leben.. freistehende Häuser werden hier nicht mehr gebaut und bestehende gehen zu absoluten Mondpreisen weg.. zahl ich halt weiter 1400Eur Kaltmiete im Monat ;(
Bei den Zahlen würde ich mir das glatt mal genauer überlegen.
Selbst ohne Eigenkapital lassen sich Zins+Tilgung aus der bisherigen Kaltmiete bedienen, sofern die Nebenkosten gleich sind.
Nach 8 Jahren hätte sich der Kauf finanziell gelohnt. Nach 45 Jahren wäre alles bezahlt.
Eigenkapital, mehr monatlich verfügbares Geld, je nach Gegend steigende Wohnpreise und niedrigere Nebenkosten verschieben diese Marke nur zu gunsten des Eigentums.

Hilft natürlich nicht gegen ein hässliches Haus oder die Inflexibilität (städtisch sollte aber ein Verkauf eher unproblematisch sein) - aber das ist dann die Abwägung die gemach werden muss.

Und vielleicht geht die Bank ja hops und die Schulden lösen sich in Wohlgefallen auf :upara:

Sven77
2013-11-07, 09:41:02
Jedes Jahr zerbrechen wir uns den Kopf darüber, aber es gibt gewissen Hindernisse.. Das ist bei uns a) Mein Job der zwar unbefristet ist, die Branche aber zu stark fluktuiert und ich mir manchmal nicht sicher bin ob ich in 6 Monaten auf der Strasse sitze. 2009 war da ein einschneidendes Erlebnis und da sind einige Existenzen im Kollegenkreis den Bach runtergeganen.
b) Meine Frau hat jetzt eine Karrierestufe erreicht wo es nicht mehr weitergehen wird.

Die Immopreise sind dank der niedrigen Zinsen ins unermessliche gestiegen, da werden für entkernte Bruchbuden schonmal 450.000Eur verlangt. Naja, meine Eltern sind starke Raucher und haben ein Riesenhaus, d.h. Erbe ist absehbar, dann kaufen wir was ;)

edit:
Nach 45 Jahren wäre alles bezahlt.

Da wäre ich 81 ;D

@maximum
Stuttgart-Süd..(Möhringen/Vaihingen). Es gibt in Stuttgart sicherlich günstigere Ecken, aber aufgrund von Kita-Plätzen sind wir Standortgebunden. Die Wohnung hat 160qm, hört sich riesig an ist aber aufgrund des qm Preises ein Schnäppchen. Der Wohnstandard ist relativ niedrig, für eine gut ausgestattete 95qm Wohnung zahle ich in der Nachbarschaft das gleiche. Kleiner geht nicht mit 2 Kindern, zumindest nicht wenn es nicht Not tut.

Argo Zero
2013-11-07, 09:48:22
ja, wenn ich von der Bahn oder Autobahn noch 10-15 Minuten ins Umland fahren will oder in irgend nem kleinen Kaff mit einem Tante Emaladen wohnen will.

Nö, Hanau, Gelnhausen, Lieblos... alles Städte / Ortschaften in meinem Umkreis mit direkter Autobahnverbindung und super Versorgung von allem was man für den Alltag braucht inkl. ausreichender Parkplätze.

Alleine in meinem kleinen Dorf gibt es 2 Rewe, 1 Teegut, 2 Optiker, 3 Apotheken, 1 Getränkemarkt, 1 Bauhaus, VDSL... und so weiter. Mit anderen Ortschaften und Einkaufszentren in der direkten Umgebung.

Wer natürlich nur oberflächlich sucht der findet auch nix :)

cessy000
2013-11-07, 09:58:22
wohne selbst in Kahl aber nach Hanau würden mich keine 10 Pferde bringen...
:freak::freak::freak:

@ontopic
Vernünftiges Haus ( >300TEUR ) nur wenn schon von Haus aus Geld da ist oder der Job auf Lebenszeit sicher

Shink
2013-11-07, 10:00:16
Ah ok, aber dann muss es ja nicht so groß sein und am besten nur Erdgeschoss ohne Treppen, sonst wirds im alter wieder blöd.
Hab mir vor nem Jahr eine Eigentumswohnung im Erdgeschoß mit Garten gekauft. (OK, nicht deshalb - ich geb's ja zu.:D)

Bei den Zahlen würde ich mir das glatt mal genauer überlegen.
Selbst ohne Eigenkapital lassen sich Zins+Tilgung aus der bisherigen Kaltmiete bedienen, sofern die Nebenkosten gleich sind.
Nach 8 Jahren hätte sich der Kauf finanziell gelohnt. Nach 45 Jahren wäre alles bezahlt.
Eigenkapital, mehr monatlich verfügbares Geld, je nach Gegend steigende Wohnpreise und niedrigere Nebenkosten verschieben diese Marke nur zu gunsten des Eigentums.

Hilft natürlich nicht gegen ein hässliches Haus oder die Inflexibilität (städtisch sollte aber ein Verkauf eher unproblematisch sein) - aber das ist dann die Abwägung die gemach werden muss.

Und vielleicht geht die Bank ja hops und die Schulden lösen sich in Wohlgefallen auf :upara:
Man kann ja auch ne Wohnung kaufen. OK, die sind absolut betrachtet auch nicht viel billiger, aber haben üblicherweise keine sinnlosen Stiegenhäuser.

Und nö: Banken nehmen üblicherweise nicht ihre offenen Forderungen mit in die Hölle. Die offenen Kredite lassen sich vom Insolvenzmasseverwalter sicher toll verhökern.

pest
2013-11-07, 10:11:55
In meinem Bekanntenkreis sind sie alle geil aufs Hausbauen und Hausmieten.

Einer verdient wirklich gut und hat sich mit seiner Haushälfte zwischen zwei andere Häuser an ner Hauptstraße gezwengt.

Ich versteh' es ehrlich gesagt nicht.

Wenn ich "mein Haus" mit 65 abbezahlt haben will, darf es maximal 200T€* kosten, sonst ist mieten einfach günstiger.

*mit Milchmädchenrechnung, der wahre maximale Preise wäre inkl. aller Kosten niedriger

#44
2013-11-07, 10:15:26
edit:

Da wäre ich 81 ;D

Naja, die Annahmen waren ja auch das absolute Minimum.
Dann wird das Häuschen zum Rentenbeginn eben verkauft, der Kredit getilgt und eine hübsche Immobilie in einer Kleinstadt gesucht :biggrin:

Man kann ja auch ne Wohnung kaufen. OK, die sind absolut betrachtet auch nicht viel billiger, aber haben üblicherweise keine sinnlosen Stiegenhäuser.

Und nö: Banken nehmen üblicherweise nicht ihre offenen Forderungen mit in die Hölle. Die offenen Kredite lassen sich vom Insolvenzmasseverwalter sicher toll verhökern.
Das ist leider wirklich so. Wohnung oder Haus macht für mich hier preislich auch fast keinen Unterschied - aber in der Lage. Häuser gibt's da nur ausserhalb.

Wer Pleitebanken und rasender Inflation fest in seine Planung einkalkuliert, dem ist nicht zu helfen - deshalb der Smiley.
Aber ein angespartes Guthaben sieht man evtl. auch nie wieder. Das Szenario ist leider nicht mehr so abwegig wie vor 10-20 Jahren ;(

jazzthing
2013-11-07, 10:38:15
Meine Freundin und ich haben erst ein Haus gekauft. Baujahr 95, 175m²/1000m² Grundstück, gehobene Ausstattung, Alles top in Schuss (Vorbesitzer war eine Arztfamilie, die haben alles durch Handwerker machen lassen), in einem Viertel im Osten von Chemnitz, direkt am Wald. Mit dem Auto ist man in 10min in der Innenstadt, mit dem Bus in 20. Kaufpreis 265k + Nebenkosten.

Das ist schon relativ teuer, auf dem Land hätten wir teilweise neuere und größere Häuser für weit weniger bekommen. Wir wollten aber in der Stadt bleiben. Meine Freundin ist selbstständig, ich arbeite bei einem großen mittelständigen Unternehmen. Geplant ist momentan, dass wir das Haus in 10 Jahren abgezahlt haben. Da meine Freundin wesentlich mehr Geld verdient als ich, ist das durchaus realistisch.

In Dresden und Leipzig sind die Preise übrigens weitaus höher.

Botcruscher
2013-11-07, 10:45:26
DD und Leiptsch bieten ja auch deutlich mehr. Gerade DD ist für das gebotene aber noch sehr günstig.

Lethargica
2013-11-07, 10:53:10
Das liegt wohl nicht in der Nähe von:



Also hier im Rhein-Main-Gebiet außerhalb von Frankfurt gibt es nicht mal ein älteres Reihenhaus für unter 300k. In Frankfurt kostet das dann mehr als das Doppelte. Selbst wenn man das Geld hätte und ausgeben wollte, findet man momentan hier nichts. Wenn es etwas gibt, dann überbieten sich die Käufer gegenseitig.

Letztes Jahr habe ich ein Haus gekauft. Hatte aber schon genug gespart und eine Wohnung gut verkaufen können. Außerdem verdiene ich nicht wirklich wenig. Die Leute, die sich das leisten können, haben meistens studiert, einen guten Job und die bessere Hälfte arbeitet oft mindestens halbtags. Oder die Eltern haben genug und geben was ab.

Die Preise fürs Wohnen sind aber generell stark gestiegen. Die Nebenkosten und Renovierungskosten (Material und Arbeitszeit) machen zusätzlich was aus. Früher war das wesentlich einfacher. Mein Nachbar hat sein Haus als normaler Handwerker bezahlen können. Das hat damals auch nur 30.000 Mark gekostet. War wohl eine andere Zeit.

Wenn die Inflation so weiter geht, dann kostet ein Reihenhaus 2060 6.000.000. :eek:

Ein Haus für 30.000 Mark? Ja ne, is klar.

Meine Eltern haben 1985 gebaut, das Haus hat damals schon 360.000k Mark (ohne Grundstück) gekostet. Ich baue heute für ca. 350.000k€ (ohne Grundstück) verdiene in Realation aber deutlich mehr als mein Vater damals.

jazzthing
2013-11-07, 10:55:59
DD und Leiptsch bieten ja auch deutlich mehr. Gerade DD ist für das gebotene aber noch sehr günstig.

Das bestreitet auch keiner :) Würde auch lieber in Leipzig wohnen, bin aber familiär und meine Freundin von den Kunden her in Chemnitz gebunden. Im Alter dann vielleicht mal ;)

skanti
2013-11-07, 10:56:47
Nö, Hanau, Gelnhausen, Lieblos... alles Städte / Ortschaften in meinem Umkreis mit direkter Autobahnverbindung und super Versorgung von allem was man für den Alltag braucht inkl. ausreichender Parkplätze.

Alleine in meinem kleinen Dorf gibt es 2 Rewe, 1 Teegut, 2 Optiker, 3 Apotheken, 1 Getränkemarkt, 1 Bauhaus, VDSL... und so weiter. Mit anderen Ortschaften und Einkaufszentren in der direkten Umgebung.

Wer natürlich nur oberflächlich sucht der findet auch nix :)

da Widerspreche ich doch gar nicht, ich sag doch mit direkter Anbindung.
Du kannst du dort ein Haus zwar für 150.000 kaufen, aber darfst nochmal 100.000 reinstecken.
Eine Immobilie in entsprechender Lage und Qualität ist da auch schon richtig teuer also 250.000+.

Die 10-15 Minuten wären Ronneburg und Konsorten, ergo am Arsch der Welt. Klar ist, dort bekommt man gute Häuser auch günstig.

@topic
Wir spielen auch mit dem Gedanken ein Haus zu kaufen, aber sind zögerlicher als unsere Elterngeneration, wo ein Einkommen reichte um ein kleines Häuschen zu finanzieren und das trotz wirtschaftlicher guter Position.

Stormtrooper
2013-11-07, 12:03:19
Selbst ohne Eigenkapital lassen sich Zins+Tilgung aus der bisherigen Kaltmiete bedienen, sofern die Nebenkosten gleich sind.
Nach 8 Jahren hätte sich der Kauf finanziell gelohnt. Nach 45 Jahren wäre alles bezahlt.

Und genau solche Leute, die so rechnen sind im Alter bettelarm.
Was du hier für Tipps gibst is ja schon fast kriminell.
Überleg mal.
In 45 Jahren ist alles bezahlt?
Wer arbeitet denn 45 Jahre?
Da müßte jemand was kaufen der gerade mal 20 Jahre alt ist.
Und dann ist kein finanzieller Spielraum für defekte Heizung/Dach etc.
Und was noch viel schlimmer ist.
Glaubst du wirklich die Zinsen bleiben für die nächsten 45 Jahre so?

Stormtrooper
2013-11-07, 12:05:29
zahl ich halt weiter 1400Eur Kaltmiete im Monat ;(

Für ne Großstadt?
Das ist aber billig.
Solche Preise zahlst du bei uns schon in einer Stadt mit 30.000 Einwohner.

Mr.Fency Pants
2013-11-07, 12:14:25
Für ne Großstadt?
Das ist aber billig.
Solche Preise zahlst du bei uns schon in einer Stadt mit 30.000 Einwohner.

Billig? Nicht wirklich, selbst hier in Köln bekommst du in einem guten Viertel schon 80qm Wohnungen für ca. 1200€ warm / Monat. Ich weiß jetzt nicht wie groß die Wohnung ist, aber dass 1400€ Kaltmiete für eine sagen wir mal 80-90qm Wohnung günstig ist, stimmt auch in den Großstädten nicht wirklich (evzl. ist das in München anders).

Stormtrooper
2013-11-07, 12:29:09
Ich weiß jetzt nicht wie groß die Wohnung ist, aber dass 1400€ Kaltmiete für eine sagen wir mal 80-90qm Wohnung günstig ist, stimmt auch in den Großstädten nicht wirklich (evzl. ist das in München anders).
Stand doch da.
Die Wohnung hat 160qm
Und soviel zahlt man bei uns für eine vergleichbare Größe.

#44
2013-11-07, 12:32:11
Und genau solche Leute, die so rechnen sind im Alter bettelarm.
Was du hier für Tipps gibst is ja schon fast kriminell.
:freak:

Ja - den Leuten, die ein einfachstes Rechenbeispiel ohne Berücksichtigung der genauen Lebensumstände zur groben Abschätzungen samt dem Rat zur Detailbetrachtung als Aufforderung zum blinden Hauskauf sehen, ist nicht zu helfen.

Shink
2013-11-07, 12:32:28
Glaubst du wirklich die Zinsen bleiben für die nächsten 45 Jahre so?
Das, oder die Inflation geht rauf.:freak:

pest
2013-11-07, 12:53:20
ich schaue ja manchmal H4-TV und da gab es durchaus Beispiele mit Familien die weniger Einkommen haben als meine Freundin+ich (ja das geht ;D) und sich ein Haus kaufen.

Da gibbet 10 Jahre lang eine ganz tolle 1% Tilgung und jeder freut sich, in 10 Jahren freut sich nach der Zinsverhandlung dann die Bank
Manche Leute verstehen das einfach nicht mit den Tilgungsplänen

Nem Bekannten von mir ist es z.B. egal auf was für einem Schuldenberg seine Kinder dann sitzen :freak:

Sven77
2013-11-07, 12:54:19
Für ne Großstadt?
Das ist aber billig.


Jap, wie gesagt "Schnäppchen".. normalerweise zahlt man hier locker 12Eur/qm...

mercutio
2013-11-07, 13:25:39
Also für mich (mitte 30) ist Wohneigentum nicht finanzierbar.
Ich habe einen normalen Job mit Weiterbildung, die mir leider doch nichts brachte - und wenn im Link oben 1500 netto im Monat als durchschnittlich gelten, habe ich sogar ein recht überdurchschnittliches Gehalt.
Leider fühlt sich das aber überhaupt nicht so an. Meine Familie kann ich damit gerade so durchbringen - alles ist so unglaublich teuer geworden. Schicken Urlaub, schickes Auto, Flachbild-Glotze, schickes Smartphone... all das sind Sachen, die wir uns nicht leisten können.
Mein letztes Weihnachtsgeld habe ich 1997 im Zivildienst bekommen, Urlaubsgeld noch nie, in der freien Wirtschaft sind diese Wörter Fremdwörter.
Derzeit versuche ich noch zusätzlich einen Minijob zu finden - selbst das ist nicht einfach.

Also von Wohneigentum kann ich nur träumen... naja. Muss ich schon nicht Rasen mähen oder Hecken schneiden.

Annator
2013-11-07, 13:41:45
ich schaue ja manchmal H4-TV und da gab es durchaus Beispiele mit Familien die weniger Einkommen haben als meine Freundin+ich (ja das geht ;D) und sich ein Haus kaufen.

Da gibbet 10 Jahre lang eine ganz tolle 1% Tilgung und jeder freut sich, in 10 Jahren freut sich nach der Zinsverhandlung dann die Bank
Manche Leute verstehen das einfach nicht mit den Tilgungsplänen

Nem Bekannten von mir ist es z.B. egal auf was für einem Schuldenberg seine Kinder dann sitzen :freak:

Du wirst in 10 Jahren aber wohl auch etwas mehr verdienen als heute.

EmrysDragon
2013-11-07, 13:44:04
Hier Krefeld egal ob Stadt oder leicht ausserhalb ist alles am explodieren.

Schnelle Anbindung an Düsseldorf in 20 min.
Köln geht auch noch ca 35 min.
Duisburg 15 min.

Durch den günstigen Zinssatz die "neue" A44 und das Düdorf eh schon teuer ist explodiert hier auch gerade alles.
Alles was halbwegs günstig und taugbar ist ist entweder schnell weg oder die Käufer treiben sich gegenseitig hoch.
Manche Stadtteile sind gar nicht mehr finanzierbar für den normalo.

Ich sag mal Stadtteil Fischeln da ist man in 5 min auf der A44 und nochmal 10 min fängt Düsseldorf an.
Da wird gerade ein riesen Neubaugebiet hingeklatscht. Die Preise sind absolut annormal
Reihenhäuser mit 100 m² Grundstück 140 m² Wohnfläche Massivbau gehen hier so ab 400k los je nach Ausstattung.

Altbau entweder auch nicht finanzierbar weil grosses Grundstück .. freistehend .. saniert = nicht bezahlbar

Selbst entkernte Häuser in nicht so beliebten ecken haben ihr Preise.

Ich komme mit Freundin auf 3,2k netto.
Sind beide 33 haben ein Kind beide Festanstellung und erspartes an die 35k.
Finanzierungsplan gibt uns quasi vor das wir bei 3-4% Tilgung einen Kredit von 250k bekommen würden.
Dafür findet man hier aber seit 2 Jahren nichts mehr.
Also wohnen wir weiter günstig zur Miete und schauen was so kommt :D

Vader
2013-11-07, 13:45:10
Mal wieder dieses Thema :D
Und wieder das gleiche: Hier im Norden sieht´s irgendwie anders aus.
Ich wohn genau 7,6km von dem Stadtkern eines Oberzentrums von Schleswig-Holstein und mein Bauland lag bei ~61€/m². Ein Haus gibt´s auch von der Stange, sagen wir ab 110k€.

Mit allen Neben und Anschlußkosten kann man hier also für unter 200k ein freies Einfamilienhaus bauen - warum sollte man sich so etwas nicht leisten können?

pest
2013-11-07, 13:45:28
Du wirst in 10 Jahren aber wohl auch etwas mehr verdienen als heute.

Bringt ja kaum was, da ich 1. mehr tilgen muss (die Bank will das Ding < 100 Jahren bezahlt haben ;)) und 2. höhere Zinsen zahle. Für Leute die die 1% geradeso stemmen können ist das nix.

Finanzierungsplan gibt uns quasi vor das wir bei 3-4% Tilgung einen Kredit von 250k bekommen würden.


Die Tilgung gilt doch aber nicht die gesamte Laufzeit?! Willst du mit 4% Tilgung 62 Jahre zahlen?

maximum
2013-11-07, 13:51:10
Also von Wohneigentum kann ich nur träumen... naja. Muss ich schon nicht Rasen mähen oder Hecken schneiden.

Schnee schieben nicht zu vergessen.

Mr.Fency Pants
2013-11-07, 14:11:22
Stand doch da.

Und soviel zahlt man bei uns für eine vergleichbare Größe.

Haste Recht, hab ich übersehen. Für die Größe dann wirklich ein Schnapper.

Lethargica
2013-11-07, 14:11:33
Hier Krefeld egal ob Stadt oder leicht ausserhalb ist alles am explodieren.

Schnelle Anbindung an Düsseldorf in 20 min.
Köln geht auch noch ca 35 min.
Duisburg 15 min.

Durch den günstigen Zinssatz die "neue" A44 und das Düdorf eh schon teuer ist explodiert hier auch gerade alles.
Alles was halbwegs günstig und taugbar ist ist entweder schnell weg oder die Käufer treiben sich gegenseitig hoch.
Manche Stadtteile sind gar nicht mehr finanzierbar für den normalo.

Ich sag mal Stadtteil Fischeln da ist man in 5 min auf der A44 und nochmal 10 min fängt Düsseldorf an.
Da wird gerade ein riesen Neubaugebiet hingeklatscht. Die Preise sind absolut annormal
Reihenhäuser mit 100 m² Grundstück 140 m² Wohnfläche Massivbau gehen hier so ab 400k los je nach Ausstattung.

Altbau entweder auch nicht finanzierbar weil grosses Grundstück .. freistehend .. saniert = nicht bezahlbar

Selbst entkernte Häuser in nicht so beliebten ecken haben ihr Preise.

Ich komme mit Freundin auf 3,2k netto.
Sind beide 33 haben ein Kind beide Festanstellung und erspartes an die 35k.
Finanzierungsplan gibt uns quasi vor das wir bei 3-4% Tilgung einen Kredit von 250k bekommen würden.
Dafür findet man hier aber seit 2 Jahren nichts mehr.
Also wohnen wir weiter günstig zur Miete und schauen was so kommt :D

Mit Verlaub, aber 35k Erspartes für 2 Personen mit Mitte 30 ist auch so gut wie nix. Das haben wir -bei etwa gleichem Nettoeinkommen- allein die letzten 2 1/2 Jahre angespart.

GBWolf
2013-11-07, 14:21:20
mit Verlaub, in Köln geht das dann alles nur für Miete und Nebenkosten + Essen drauf ;)

Glaubt doch nicht immer, das alle dieselben Bedingungen haben ;)

Mr.Fency Pants
2013-11-07, 14:21:25
@Lethargica: Das kommt ganz drauf an. Es gibt auch Leute, die aufgrund des Studiums erst spät(er) ins Berufsleben einsteigen und den "Rückstand" dann aufgrund des besseren Verdienstes schnell wieder aufholen. Ist heutzutage nicht so, dass jeder 33 Jährige schon 10 Jahre im Berufsleben steht, evtl. muss auch noch Bafög zurückgezahlt werden. Da machste es dir etwas zu einfach mit deiner Einschätzung.

jazzthing
2013-11-07, 14:31:56
Mit Verlaub, aber 35k Erspartes für 2 Personen mit Mitte 30 ist auch so gut wie nix. Das haben wir -bei etwa gleichem Nettoeinkommen- allein die letzten 2 1/2 Jahre angespart.

Der war gut ^^ Ich bin ebenfalls 33 und habe gar keine Rücklagen. Das liegt zum einen daran, dass ich im Osten nicht mal ansatzweise soviel Geld verdiene wie in einer vergleichbaren Position im Westen und zum anderen daran, dass ich einen Großteil meines Gehalts als Unterhalt für meine Kinder an meine Ex-Freundin abtrete. Dafür hat meine Freundin sehr viel angespart, sie kann mich entsprechend jederzeit rausschmeißen ;)

Heelix01
2013-11-07, 14:37:03
Berlin ... Radius 20km ... Grundstück ... puff fertig. Auf das Grundstück setzt man sich ein Haus seiner Wahl.
Sucht man egal um welche Stadt in einem 10 bis 20km Radius ein Erschlossenes Baugrundstück wird man immer zu erschwinglichen Preisen fündig.
Natürlich ist es irgendwo am arsch der Welt deutlich günstiger, aber da hat man ja keinen Job :o .

Wenn man natürlich ein Haus mit brauchbaren Grundstück in Innenstadt nähe sucht wird es unnötig teuer.

Lethargica
2013-11-07, 14:42:43
mit Verlaub, in Köln geht das dann alles nur für Miete und Nebenkosten + Essen drauf ;)

Glaubt doch nicht immer, das alle dieselben Bedingungen haben ;)

Hab mit gerade mal den Mietspiegel von Köln angeschaut - und siehe da, eine 60m² Wohnung ist in Köln im Schnitt 1€/m² billiger als bei uns. So viel mal zu dem Thema teure Großstadt ;)

@ Fency,

Ich bin Ende 20, hab ne Lehre gemacht, den Techniker und den Bachelor in E-Technik.

Deathcrush
2013-11-07, 14:46:26
wo denn das? magst du mal einen link dazu posten?

ich wohne zwischen oldenburg und bremen und habe schon öfter reingeschaut. unter 150.000EUR findet man sogut wie nichts brauchbares.


Bremen Kattenesch z.B., dort gibt es zur Zeit etliche Häuser, die verkauft werden, die günstigsten fangen bei 85.000€ an, eventuel musst du noch ~15.000€ reinstecken (je nach Zustand und was man haben möchte) aber ich kenne hier etliche die die alten Häuser sehr schön renoviert haben, z.B. die Küche direkt am Garten dank Vollkeller usw

Grindcore
2013-11-07, 15:02:04
Mit Verlaub, aber 35k Erspartes für 2 Personen mit Mitte 30 ist auch so gut wie nix. Das haben wir -bei etwa gleichem Nettoeinkommen- allein die letzten 2 1/2 Jahre angespart.

Du hast in den letzten 2 1/2 Jahren bei einem gemeinsamen Nettoeinkommen von 3200 Euro monatlich 35000 Euro gespart? Oder meintest Du jeder von euch beiden verdient 3200 Euro netto? Dann wäre das vielleicht sogar irgendwie möglich...

jxt666
2013-11-07, 15:07:28
Mal wieder dieses Thema :D
Und wieder das gleiche: Hier im Norden sieht´s irgendwie anders aus.
Ich wohn genau 7,6km von dem Stadtkern eines Oberzentrums von Schleswig-Holstein und mein Bauland lag bei ~61€/m². Ein Haus gibt´s auch von der Stange, sagen wir ab 110k€.

Mit allen Neben und Anschlußkosten kann man hier also für unter 200k ein freies Einfamilienhaus bauen - warum sollte man sich so etwas nicht leisten können?

Hast Du Dir mal genau angeschaut, was so ein "Haus" für 110k Dir so bietet? :lol: sorry, aber selbst diese Normalofertighäuser mit einem GEWISSEN Standard und nem Keller (sonst kann ich auch in ner Wohnung bleiben flächenmässig) liegen doch schon bei jenseits der 200k - ohne Grundstück.

GBWolf
2013-11-07, 15:07:31
Hab mit gerade mal den Mietspiegel von Köln angeschaut - und siehe da, eine 60m² Wohnung ist in Köln im Schnitt 1€/m² billiger als bei uns. So viel mal zu dem Thema teure Großstadt ;)

@ Fency,

Ich bin Ende 20, hab ne Lehre gemacht, den Techniker und den Bachelor in E-Technik.

Wo wohnst du denn?

Und du hast den offiziellen Mietspiegel von Anfang 2013 angesehen? Wo ist der denn veröffentlicht? Soweit ich weiß gibts den garnicht im Internet.

Hab den Mietspiegel jetzt auch nicht hier, der Schnitt bezieht sich ja immer auf Lage und alter der Häuser, aber insgesamt wird er kaum unter 10 Euro den qm kalt liegen. Wenn du mehr zahlst und dann noch so sparen kannst, respekt ;)

Eco
2013-11-07, 15:10:21
Hier Krefeld egal ob Stadt oder leicht ausserhalb ist alles am explodieren.

Schnelle Anbindung an Düsseldorf in 20 min.
Köln geht auch noch ca 35 min.
Duisburg 15 min.

Durch den günstigen Zinssatz die "neue" A44 und das Düdorf eh schon teuer ist explodiert hier auch gerade alles.
Alles was halbwegs günstig und taugbar ist ist entweder schnell weg oder die Käufer treiben sich gegenseitig hoch.
Manche Stadtteile sind gar nicht mehr finanzierbar für den normalo.

Ich sag mal Stadtteil Fischeln da ist man in 5 min auf der A44 und nochmal 10 min fängt Düsseldorf an.
Da wird gerade ein riesen Neubaugebiet hingeklatscht. Die Preise sind absolut annormal
Reihenhäuser mit 100 m² Grundstück 140 m² Wohnfläche Massivbau gehen hier so ab 400k los je nach Ausstattung.

Altbau entweder auch nicht finanzierbar weil grosses Grundstück .. freistehend .. saniert = nicht bezahlbar

Selbst entkernte Häuser in nicht so beliebten ecken haben ihr Preise.

Ich komme mit Freundin auf 3,2k netto.
Sind beide 33 haben ein Kind beide Festanstellung und erspartes an die 35k.
Finanzierungsplan gibt uns quasi vor das wir bei 3-4% Tilgung einen Kredit von 250k bekommen würden.
Dafür findet man hier aber seit 2 Jahren nichts mehr.
Also wohnen wir weiter günstig zur Miete und schauen was so kommt :D
Wenn ich z.B. bei Immoscout in Krefeld und Umgebung schaue, finde ich jede Menge Angebote für das Budget (285k), sogar unter 200k für Neubauten.
Meine Mutter hat letztes Jahr das Haus meiner Eltern verkauft, für unter 200k (Gartenstadt, einigermaßen gute, ruhige Lage, BJ ~95, 115 m², 1A Zustand).
Irgendwie suchst Du falsch oder hast ziemlich hohe Ansprüche.

mercutio
2013-11-07, 15:15:31
Der war gut ^^ Ich bin ebenfalls 33 und habe gar keine Rücklagen. ...

Jepp, ein Schenkelschlager!

Wir haben auch keine Rücklagen. Die Gehälter waren die letzten 10 Jahre einfach bescheiden. Und das sage ich als Wessi.

#44
2013-11-07, 15:26:27
Dann wäre das vielleicht sogar irgendwie möglich... Als ob man nicht mit 1k€ p.P. auskommen könnte :freak:
Gerade wenn man einen Haushalt teilt...

Lethargica
2013-11-07, 15:34:20
Du hast in den letzten 2 1/2 Jahren bei einem gemeinsamen Nettoeinkommen von 3200 Euro monatlich 35000 Euro gespart? Oder meintest Du jeder von euch beiden verdient 3200 Euro netto? Dann wäre das vielleicht sogar irgendwie möglich...

Ähh da steht 35.000€ in 2 1/2 Jahren. Mit meinen Rechenkünsten ergibt das ca. 1166€ pro Monat und nicht 3500 :confused:

Gandharva
2013-11-07, 15:49:41
Du hast in den letzten 2 1/2 Jahren bei einem gemeinsamen Nettoeinkommen von 3200 Euro monatlich 35000 Euro gespart?
Der Gedanke kam mir auch als ich das gelesen habe. Da wären nach dem Sparen grade mal 2034€ pro Monat für eine dreiköpfige Familie übrig wovon normalerweise schon gut über die Hälfte für Miete + Nebenkosten weg ist. Dann hat man aber noch nichts gegessen, getrunken oder sich die Zähne geputzt...

Vader
2013-11-07, 15:52:50
Hast Du Dir mal genau angeschaut, was so ein "Haus" für 110k Dir so bietet? :lol: sorry, aber selbst diese Normalofertighäuser mit einem GEWISSEN Standard und nem Keller (sonst kann ich auch in ner Wohnung bleiben flächenmässig) liegen doch schon bei jenseits der 200k - ohne Grundstück.


Wollt ihr ein Haus haben um viel m² zu haben oder um ungestört wohnen zu wollen? Wenn euch m² wichtiger sind, dann ist eine große Mietswohnung auch das richtige.

Und wenn man Keller, Kamin, Belüftungsanlage, mind.180m² Wohnfläche mit 1000m² Grundstück haben will, dann muss man auch nicht jammern wenn man 300k hinlegen muss.

Achja, hier n Haus für 107k, wären wohl einige froh, wenn sie sowas hätten...
http://www.team-massivhaus.de/site/cms/front_content.php?idart=48

Eisenoxid
2013-11-07, 16:11:14
Die Gehälter waren die letzten 10 Jahre einfach bescheiden. Und das sage ich als Wessi.
Die Gehaltsunterschiede Westen <--> Osten gleichen sich durch die geringeren Lebenshaltungekosten im Osten wieder relativ gut aus.
Alles abseits der großen Städte erfährt dort Bevölkerungsrückgang. Immobilien sind im Osten auch entsprechend günstig. Natürlich besteht die Gefahr, dass man dann in 30 Jahren in einer Geisterstadt wohnt und 30min zur nächsten Einkaufsmöglichkeit fahren muss. Vom Arbeitsmarkt ganz zu schweigen.

ux-3
2013-11-07, 16:31:04
Laut der erstbesten Auswertung dazu, die ich gefunden hab (http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/17/monats-lohn-in-deutschland-buerger-1-500-euro-manager-200-000-euro/), verdient man in "Deutschland" durchschnittlich 1500€ Netto.


Grauenhaft, wenn ich mir die Definition der verwendeten Größe richtig angesehen habe. Wer auch immer da die Daten interpretiert, mein Beileid!

Hintergrund: Dieses Einkommen wird mittels einer Äquivalenzskala auf ein »bedarfsgewichtetes Nettoäquivalenzeinkommen« (im Folgenden Äquivalenzeinkommen) pro Person umgerechnet, indem das Haushaltsnettoeinkommen durch die Summe der Bedarfsgewichte der im Haushalt lebenden Personen geteilt wird.

aus http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/veroeffentl/Monatshefte/essay.asp?xYear=2011&xMonth=01&eNr=03


Aus dem Oben von Shink angegebenen Link:
Die Berechnung erfolgt auf Meredian-Basis (sic), was die Sache etwas kompliziert macht. Es handelt sich um die bedarfsgewichteten Median-Nettoeinkommen, das heißt, es wird auf familiäre und regionale Unterschiede abgestellt.

Aber man kann doch sagen, dass die Größenordnungen in etwa das treffen, was die durchschnittlichen Deutschen nach 40 Stunden Wochenarbeit am Monatsende nach Hause bringen.

Der Autor hat die Statistik m.E. kein Stück verstanden.

deepmac
2013-11-07, 16:33:28
Mal wieder dieses Thema :D
Und wieder das gleiche: Hier im Norden sieht´s irgendwie anders aus.
Ich wohn genau 7,6km von dem Stadtkern eines Oberzentrums von Schleswig-Holstein und mein Bauland lag bei ~61€/m². Ein Haus gibt´s auch von der Stange, sagen wir ab 110k€.

Mit allen Neben und Anschlußkosten kann man hier also für unter 200k ein freies Einfamilienhaus bauen - warum sollte man sich so etwas nicht leisten können?


naja, in Flensburg merkt man dann auch Preissteigerungen, aber weeeeit entfernt von den hier beschriebenen Verhältnissen, könnte man in NMS wohnen und in HH arbeiten? Ist dann verm. doch zu weit, schätze ich.

Ab morgen geht wenistens die Raader Hochbrücke wieder;D

ux-3
2013-11-07, 16:48:35
Ist ein eigenes Haus heute überhaupt noch so attraktiv? Die Ansprüche ans Wohnen ändern sich ja mit dem Lebensalter mehrfach.

Wurschtler
2013-11-07, 16:58:42
Zumindest im Rentenalter ist eine eigene Immobilie sinnvoll.

Aber die Ansprüche ändern sich, das stimmt.
Man sollte daher gut überlegen wann und wo man was kauft.

Als Rentner braucht man ja nicht unbedingt in München zu wohnen, wenn man für einen kleinen Bruchteil der Münchener Preise z.B. nach Chemnitz ziehen kann.
Mit der Differenz kann man sich dann ein schönes Leben machen. :)

Diese Immobilie für die Rente könnte man auch schon vorher kaufen und bis zum Renteneintritt vermieten.

ux-3
2013-11-07, 17:01:21
Zumindest im Rentenalter ist eine eigene Immobilie sinnvoll.

Warum eigentlich? Auf diese Weise kannst Du eine Menge deines Geldes gar nicht mehr selber nutzen - da freuen sich nur die Erben (was ja evtl. auch beabsichtigt ist)

Wurschtler
2013-11-07, 17:08:00
Warum eigentlich? Auf diese Weise kannst Du eine Menge deines Geldes gar nicht mehr selber nutzen - da freuen sich nur die Erben (was ja evtl. auch beabsichtigt ist)

Das Geld, das in der Immobilie steckt, wäre wenigstens sicher angelegt.
Ansonsten müsste man sich auch als 80-jähriger Rentner noch darum kümmern.
In dem Alter wird man gerne abgezockt.
Wenn die Geldanlage scheitert, dann hat man nichts mehr.
Unzählige Lehman-Zertifikate wurden damals an ahnungslose Rentner verkauft.

Auch ist das in der Immobilie gebundene Geld sicher vor dem eigenen Konsumrausch. Verfügbares Geld wird gerne verprasst.

Und ja, ein Erbe zu hinterlassen ist sicher bei den meisten sicher beabsichtigt.

Player18
2013-11-07, 17:11:55
Bei einem Haus muss man aber auch Bedenken das man so nach 30 Jahre neue Fenster brauch oder eine Neue Küche. irgedwann gefällt der Boden einem nicht mehr also macht man ein Neuen. Je nach dem wenn man sich noch einen Karmin kauft kann man alle ca 10J die Wände neu-streichen ( wenn sie weiß sind). Heizung+Wärmpumpe müssten eigentlich ein Lebenlang halten türlich sind die in 30Jahren auch wieder besser. Wenn man mit 30J dann ins Haus einzieht kann man sagen man hat 30-35J ruhe. und dann Investiert man nochmal und dann hat man augesorgt bis zum Rest seines Lebens.

Jeder hat da auch so seine eigene wünsche. Ich hät gern das ich dann mein Haus per Smartphone bedienen könnte. in allen Schlafzimmer Klimanlage und 1 im Wohnbereich.
Whirpool im Bad und so ne Dusche wo alles mögliche kann Radio,Dampf usw. :D

ilPatrino
2013-11-07, 17:37:50
Ist ein eigenes Haus heute überhaupt noch so attraktiv? Die Ansprüche ans Wohnen ändern sich ja mit dem Lebensalter mehrfach.
klar. wenn das haus dann zu groß ist, wirds entweder verkauft (ohne zeitdruck oder not) und was passenderes in einer passenderen gegend (näher an den kindern / enkeln dran, spanien, brasilien, ...) organisiert oder den kindern günstig überlassen - wenn die zufällig in der gegend bleiben wollen.

maximum
2013-11-07, 17:39:10
naja für immer mehr Leute wird es ein Traum bleiben, dank sinkender Reallöhne und steigender Immobilienpreise.

ux-3
2013-11-07, 17:48:10
klar. wenn das haus dann zu groß ist, wirds entweder verkauft (ohne zeitdruck oder not) und was passenderes in einer passenderen gegend (näher an den kindern / enkeln dran, spanien, brasilien, ...) organisiert

Das geht bei gemieteten Häusern auch. Ohne hohes Risiko bei Mängeln.

ilPatrino
2013-11-07, 18:15:06
Das geht bei gemieteten Häusern auch. Ohne hohes Risiko bei Mängeln.
ja, aber finde mal in deutschland ein einfamilienhaus, was du mieten kannst.

im umkreis von 25km finde ich hier genau eins (+3 reihenhäuser) - und das kostet deutlich mehr kaltmiete, als die zinsen von unserem haus, obwohl es nichtmal halb so groß ist (ok, dafür neuer). die nebenkosten sind nahezu identisch, und nach ein paar jahren ist der kredit getilgt - und dann? rücklagen für modernisierung vs. weiter miete zahlen?

nebenbei hat man bei einem gemieteten objekt immer das problem, daß man viele dinge nicht den eigenen wünschen anpassen kann - imho einer der hauptgründe für ein haus.

der nachteil ist logischerweise die schlechtere mobilität...aber irgendwas ist ja immer

Player18
2013-11-07, 18:17:15
naja für immer mehr Leute wird es ein Traum bleiben, dank sinkender Reallöhne und steigender Immobilienpreise.

Schweiz Arbeiten
Deutschland Einkaufen
Frankreich Wohnen

dann gehts dir richtig gut da ist ein Haus für 500.000€ ein Witz da haste spielraum von 1-1,2Mio.

Vader
2013-11-07, 18:25:18
naja, in Flensburg merkt man dann auch Preissteigerungen, aber weeeeit entfernt von den hier beschriebenen Verhältnissen, könnte man in NMS wohnen und in HH arbeiten? Ist dann verm. doch zu weit, schätze ich.

Ab morgen geht wenistens die Raader Hochbrücke wieder;D

HH geht, wenn man nicht über die Elbe muss, kann man ja gut die A7 runterballern und hab ich auch mal ein paar Monate gemacht.
Ich wohn bei NMS und arbeite in HL, ist ja von der Entfernung ähnlich. Arbeitsweg 40 bis 45min, würde ich in NMS arbeiten sind es 10 bis 15min....

pest
2013-11-07, 18:26:23
Die Gehaltsunterschiede Westen <--> Osten gleichen sich durch die geringeren Lebenshaltungekosten im Osten wieder relativ gut aus.


Hör' doch auf mit diesen Ammenmärchen.
Ich habe letztens eine Studie gelesen, in der verglichen wurde was nach Abzug der Miete noch vom Gehalt übrig bleibt. Da waren einige Gegenden in Jena und Dresden noch vor München.

Das Brot kostet hier auch keine 20 Pfennig

Colin MacLaren
2013-11-07, 19:15:22
Eine Freundin, Physiotherapeutin mit mehreren Weiterbildungen und 3 Jahren BE:
Nordbayern: Gehalt 2.000 brutto.
zurück in Chemnitz: 1.200 brutto.

Kumpel in Düdorf: Einstiegsgehalt 45k
Kumpel in Chemnitz: Einstiegsgehalt 25k
Beide Diplom-Kfm. gleiche Uni gleiche Note. Die gestandenen Ingenieure in letzterer Firma arbeiten dann für 30k.

Der Mittelständler hier hat auch 0 Probleme sich einen frischen Wirtschaftsingenieur o.ä. für 2k im Monat zu holen.

Das gleichst Du einfach nicht durch die günstigere Kaltmiete aus. Als Beamter lebst man hier schon im gehobenen Dienst wie die Made im Speck. Gibt auch ein paar Niederlassungen großer Konzerne mit IGM-Tarif. Alles schick. Für die Mehrzahl im Mittelstand ist das Lohniveau aber einfach nur erschreckend. Ich bin auch weg sobald der Master fertig ist.

ZapSchlitzer
2013-11-07, 19:15:38
Bei mir stellt sich auch schon des öfteren die Frage vom Eigenheim.
Die hiesige Region ist zwar, was die Mietpreise angeht, noch auf vertretbaren Niveau doch verschieben sich die Grenzen immer schneller.

Derzeit zahle ich für 100qm + Garten rund ~980 Warm. Dadurch dass das Haus ~3 jahre alt ist, dürften energetische Umbaumaßnahmen und Renovierungen noch auf sich warten lassen.

Das andere Thema ist die Arbeitsplatz- bzw. Einkommenssicherheit. Und dass man sich mit einer Finanzierung auf lange Sicht abhängig macht.

Vader
2013-11-07, 19:59:31
Wenn es um Wohnungseigentum und Finanzierung geht, kommen gleich die Tilgungsnazis aus ihren Löchern.
Klar ist es toll, das Haus schnell abzubezahlen, aber eine hohe Tilgungsrate bringt natürlich auch eine hohe monatliche Belastung mit sich.
Ich hab eine niedrige Tilgungsrate und zahle lieber jährliche Sondertilgungraten, so komme ich auf eine höhere Tilgung.
Falls beruflich was schiefgeht, kann ich die meine aktuelle monatliche Belastung auch noch mit ALG1 bezahlen.

Aber jeder wie er mag....

tatarus
2013-11-07, 20:08:38
Ein Haus für 30.000 Mark? Ja ne, is klar.

Meine Eltern haben 1985 gebaut, das Haus hat damals schon 360.000k Mark (ohne Grundstück) gekostet. Ich baue heute für ca. 350.000k€ (ohne Grundstück) verdiene in Realation aber deutlich mehr als mein Vater damals.

Mein Nachbar ist 85. 1960 waren Häuser noch wesentlich billiger.

Player18
2013-11-07, 20:14:10
Mein Nachbar ist 85. 1960 waren Häuser noch wesentlich billiger.

Früher wurde auch noch viel selber gemacht da hat die Ganze Famielie Freunde Nachbarn und co geholfen ;)

NiCoSt
2013-11-07, 20:15:04
DD und Leiptsch bieten ja auch deutlich mehr. Gerade DD ist für das gebotene aber noch sehr günstig.

von welchem DD redest du? in meinem Dresden kostet ein nervnünftiges haus im Moment ca 350.000€. Wo das günstig sein soll weiß ich nicht.

Kamikaze
2013-11-07, 20:58:00
Meine Freundin und ich haben erst ein Haus gekauft. Baujahr 95, 175m²/1000m² Grundstück, gehobene Ausstattung, Alles top in Schuss (Vorbesitzer war eine Arztfamilie, die haben alles durch Handwerker machen lassen), in einem Viertel im Osten von Chemnitz, direkt am Wald. Mit dem Auto ist man in 10min in der Innenstadt, mit dem Bus in 20. Kaufpreis 265k + Nebenkosten.

Das ist schon relativ teuer,


bei uns wurde im sommer wieder ein neubaugebiet umgelegt, in einem ort mit 8k einwohnern ~15km entfernt von stuttgart.

nur für das grundstück mit 1000m² würde ich dort zw. 400-500k € zahlen müssen! - und das ist wohlgemerkt keine exklusive wohngegend sondern nen normales neubaugebiet für junge familien...

265k für 1000m² + passablem haus drauf ist definitiv nicht teuer^^

Lethargica
2013-11-07, 21:25:58
Mein Nachbar ist 85. 1960 waren Häuser noch wesentlich billiger.

1960 lag der durchschnittliche Jahreslohn auch bei 6.000Mark. Die Häuser waren meist klein (80-120m^2), hatten keine Zentralheizung, 10 Steckdosen im ganzen Haus, wenn überhaupt dann manuelle Rollläden, 24er Außenwände, 0 Wärmedämmung...
Würde man heute nach dem selben Standart bauen, wären die Häuser auch spott billig.

Aber wer möchte sich heute so etwas noch freiwillig antun? (mal ganz davon abgesehen, dass es die gesetzlichen Vorgaben heute gar nicht mehr zulassen würden)

Lethargica
2013-11-07, 22:09:22
Der Gedanke kam mir auch als ich das gelesen habe. Da wären nach dem Sparen grade mal 2034€ pro Monat für eine dreiköpfige Familie übrig wovon normalerweise schon gut über die Hälfte für Miete + Nebenkosten weg ist. Dann hat man aber noch nichts gegessen, getrunken oder sich die Zähne geputzt...

Wir wohnen auf 58m^2 für 600€ Warm. Und ja, mit 1400€ im Monat für Essen und Sonstiges kommen wir mehr als gut über die Runden, ohne dass ich unseren Lebensstil als asketisch bezeichnen würde :wink:

Player18
2013-11-07, 22:28:09
Joa das ist auch ein Grund kein Haus zu Bauen. Die Gesetzliche Vorgaben sind zum Teil so bescheuert da fragt man sich warum tut man sich das an.

tobife
2013-11-08, 01:41:24
Da ich keine/kaum Rücklagen habe, ist Eigentum für mich kein Thema. Ich verdiene auch nicht sonderlich viel.

Aber: Freunde und Kollegen haben in den letzten zwei, drei Jahren angefangen zu bauen, oder ein Haus gekauft.

Und bei den ersten kommt es jetzt zu Problemen. Die haben nämlich die weiteren Kosten nicht bedacht, z.B. Grundstückssteuer, Abwasser, Müllabfuhr, Winterdienst der Stadt.....Diese Kosten steigen hier regelmäßig.

Die ganzen Berechnungen der Bank passen also nicht mehr, obwohl sie damals so toll aussahen.


tobife

Knuddelbearli
2013-11-08, 01:49:14
deshalb rechnet man meist auch noch weitere Rücklagen zu denen der Bank dazu, gute Banken empfehlen das sogar, oder berechnen das schon selbst mit ein.

Meine sagt zB man sollte zusätzlich min 5% an Rücklagen haben min aber 10k

Vento
2013-11-08, 03:00:35
Mein Nachbar ist 85. 1960 waren Häuser noch wesentlich billiger.

Nicht nur die Häuser, vor allem die Grundstücke.
Grundstück des Hauses meiner Eltern, Mitte der 60er Jahre > 1000m², Quadratmeterpreis 3 DM.
Heute bekommst du problemlos 200.000 - 250.000 Euro für das Grundstück, selbst wenn du die Baumasse darauf mit nur einem Euro bewertest, zumal es eine fantastische Lage ist.
Früher war das ein Bauernkaff mit viel mehr Land als Nachfrage, heute ist es Schlafstadt/Gemeinde für viele Besserverdiener einer nahen großen Studentenstadt.
Mein Vater war damals zum Glück so clever direkt zwei Grundstücke zu kaufen.

Knuddelbearli
2013-11-08, 03:32:53
Naja Haus an sich ( sofern man sich mit dem selben Wohlfüllfaktor zufrieden gibt ) wurde kaum teurer*, was einzig teurer wurde wurden die Grundstücke ( und der Lebensstandard eben höher )

Ein brauchbares Fertighaus 145qm mit ordentlicher Dämmerung, 2 Terrassen mit 30 und 40 qm und Balkon gibt schon ab rund 150.000€
ein passendes Grundstück in Stadtnähe kostet aber mindestens nochmal das gleiche ...

*Eher sogar günstiger wenn man den überhaupt noch so bauen dürfte...

Plutos
2013-11-08, 05:13:59
Wir wohnen auf 58m^2 für 600€ Warm [...] ohne dass ich unseren Lebensstil als asketisch bezeichnen würde :wink:

:freak:

58m² finde ich für einen Menschen schon...zumindest beengt. Kein Wohnklo, aber...eben alles andere als geräumig. 29m² pro Person, da leben ja selbst Studenten "besser" :freak:.

Knuddelbearli
2013-11-08, 05:44:47
Naja bei Bad und Küche merkt man ja keinen Unterschied ob 1 oder 2 ) naja ok ganz selten im Bad )

da kann man schonmal 25qm dazurechnen

Shink
2013-11-08, 07:23:35
Grundstückssteuer, Abwasser, Müllabfuhr, Winterdienst der Stadt.....Diese Kosten steigen hier regelmäßig.
Öhm... ja also... wenn man sich das nicht mehr leisten kann, hat man tatsächlich ein Problem. Um wieviel handelt es sich denn hierbei? Bei einem Reihenhaus o.ä. würde ich jetzt von einer zweistelligen Summe ausgehen, aber du hast ja nicht dazugesagt, wie groß die Grundstücke sind.

29m² pro Person, da leben ja selbst Studenten "besser" :freak:.
Hmm... als meine Frau und ich noch studiert haben, lebten wir zu dritt samt Haustieren auf 40m².
Was genau machst du denn auf deinen 60m² pro Person? Ballett tanzen? Moped reparieren?:wink:

Vader
2013-11-08, 08:01:16
:freak:

58m² finde ich für einen Menschen schon...zumindest beengt. Kein Wohnklo, aber...eben alles andere als geräumig. 29m² pro Person, da leben ja selbst Studenten "besser" :freak:.

Darum baut er ja auch gerade :freak:

maximum
2013-11-08, 08:24:17
Da ich keine/kaum Rücklagen habe, ist Eigentum für mich kein Thema. Ich verdiene auch nicht sonderlich viel.


Ohne dir zu nahe treten zu wollen... ich lese andauernd, wenn ein neues Tablet/Smartphone/etc rauskommt, dass du das sofort kaufst. Ist irgendwie klar, dass man dann keine Rücklage bilden kann. Ich glaube kaum, dass du beim Wiederverkauf immer auf +- rauskommst.

Eco
2013-11-08, 08:50:00
Und bei den ersten kommt es jetzt zu Problemen. Die haben nämlich die weiteren Kosten nicht bedacht, z.B. Grundstückssteuer, Abwasser, Müllabfuhr, Winterdienst der Stadt.....Diese Kosten steigen hier regelmäßig.

Da kommt noch einiges mehr zu. Gebäudeversicherungen, Rücklagenbildung, etc.
Teilweise ist das aber bei Mietwohnungen in Nebenkosten bzw. der Miete selbst einkalkuliert, d.h. von Preissteigerungen ist man mehr oder weniger zeitnah auch als Mieter betroffen.
Die Annahme, dass man bei Immobilienkauf dann nichts mehr außer Gas/Wasser/Sch...Strom bezahlen muss, ist natürlich sehr blauäugig.

:freak:

58m² finde ich für einen Menschen schon...zumindest beengt. Kein Wohnklo, aber...eben alles andere als geräumig. 29m² pro Person, da leben ja selbst Studenten "besser" :freak:.
Es ist schon ein Unterschied, ob man als Paar in 60m² wohnt, oder zwei Menschen jeweils eine 30m² Wohnung (= zwei Bäder, zwei Küchen, zwei Schlafzimmer, etc.) haben.
Meine Frau und ich haben 10 Jahre mit zwei Katzen in 60m² gewohnt, großzügige Platzverhältnisse sind das natürlich nicht, aber ausreichend und nicht zu eng. Mit einem Kind (oder gar mehr) wirds natürlich schwieriger.
Kommt aber auch auf die Ansprüche an, wir haben jetzt deutlich mehr als doppelt soviel Platz und wollen das nicht mehr missen.

Ohne dir zu nahe treten zu wollen... ich lese andauernd, wenn ein neues Tablet/Smartphone/etc rauskommt, dass du das sofort kaufst.
Ich glaube, er liebäugelt immer nur stark, zum Kauf kommt es nicht so oft. ;)

/dev/NULL
2013-11-08, 09:47:14
Öhm... ja also... wenn man sich das nicht mehr leisten kann, hat man tatsächlich ein Problem. Um wieviel handelt es sich denn hierbei? Bei einem Reihenhaus o.ä. würde ich jetzt von einer zweistelligen Summe ausgehen, aber du hast ja nicht dazugesagt, wie groß die Grundstücke sind.


Das kann man berechnen (schwierig)
hängt vom Hauswert/Einheitswert und Hebesatz der Gemeinde ab.
Auch der Rest ist sicher der ein oder andere Euro, so dass da je nach Hausgröße und Lage schnell ein paar hunter oder auch 1000€ zusammen kommen.

Habe Bekannte, die haben ne "Villa" geerbt. Da sind das mit Abwasser müll und Co mal flockige 6000€ im Jahr...

In nem normalen Haus sicher weniger, aber hier in der Region sind alleine ne 80l Tonne im Jahr 120€ + Grundsteuer + ... kann man also sicher mit ein paar hundert € - 1000€ rechnen

Mosher
2013-11-08, 10:09:33
Ich hab' an Wohnplatz schon so ziemlich alles durch

Alleine:
-15m²
-25m²
-40m²

zu 2.:
-60m²
-68m²

zu 6. (WG) :
-150m²

zu 10. (WG) :
-240m²

Ich finde, 30m² pP ist eine gute Faustgröße für angenehmes Wohnen. Bei 1-2 Personen dürfen's auch 40m² pP sein, aber darüber sind die 30 schon i.O.
Mehr geht natürlich immer und eine Sache des Geldes ist es sowieso.

Lethargica
2013-11-08, 10:24:17
:freak:

58m² finde ich für einen Menschen schon...zumindest beengt. Kein Wohnklo, aber...eben alles andere als geräumig. 29m² pro Person, da leben ja selbst Studenten "besser" :freak:.

Drum bauen wir ja auch gerade mit knapp 200m² + Keller ;)

Als wir noch zu 2. waren spielte sich eh nur die Nacht im Haus ab, vor 20Uhr kam man eh nie nach Hause, und zum Schlafen und Putzen waren uns 58m² groß genug :freak:

Mosher
2013-11-08, 10:34:23
:freak:

58m² finde ich für einen Menschen schon...zumindest beengt. Kein Wohnklo, aber...eben alles andere als geräumig. 29m² pro Person, da leben ja selbst Studenten "besser" :freak:.

Wenn du als Student 500€+ / Monat für 30m² berappen kannst, dann ja.
So sind aktuell die Preise hier für 1-Zimmer-Wohnungen.

Ein WG-Zimmer mit ~15m² kostet auch ein paar Hunderter und selbst so eine Bude im Wohnheim (12m², Waschbecken, Klo am Gang) kostet dich warm schon oft 300€.

Ich hatte bisher immer Glück, hab die Anträge bei diversen Baugenossenschaften schon früh gestellt, kannte mal hier jemanden, mal dort jemanden etc. pP. So lief das dann auch alles ohne "Vadder zahlt".

Kommst du zB von weiter weg, kennst niemanden etc. musst dich schon mit deinem Zimmerlein begnügen. Es sei denn eben, Vadder zahlt dir eine dieser Studenten-Designerbuden, die sie momentan überall aus dem Boden stampfen.

Vader
2013-11-08, 10:41:53
Frag mich was das mit Hausfinanzierung zu tun hat? :freak:

Zu den Nebenkosten: Da kann man vorher nachfragen, die sind so nett und sagen das einem sogar :D

Mosher
2013-11-08, 10:43:50
Frag mich was das mit Hausfinanzierung zu tun hat? :freak:

Zu den Nebenkosten: Da kann man vorher nachfragen, die sind so nett und sagen das einem sogar :D


Es hat indirekt etwas damit zu tun, wenn man sich überlegt, wie viel Miete man aus einer Immobilie irgendwann mal schlagen kann, vor allem wenn man von einer weiter steigenden Preissituation ausgeht.
Eventuell entscheidet man sich dann leichter FÜR eine Finanzierung.

Aber stimmt schon, ein "wenig" OT war das jetzt schon.
Sorry :(

HJS
2013-11-08, 10:51:46
Wir haben südlich von Hannover vor 5 Jahren nen altes Okal-Haus gekauft- und Glück gehabt. Keine feststellbaren Schadstoffe, 1000m2 Grundstück, alles für 120t €- kostet uns also ca 600 im Monat. Wenn ich jetzt noch Umfinanziere würde ich nur noch 480 bezahlen. Und nach Hannover fahre ich ~20 min.

Allerdings ist Hannover ja nicht mit Frankfurt o Ä zu vergleichen.

Vader
2013-11-08, 10:52:36
Sorry nicht angenommen, wofür auch :D

Ein Haus ist meistens doch auch erst interessant, wenn man Familie hat und wir haben uns erst für ein Kind entschieden, als das monatliche Einkommen passte - und dann sieht die Welt auch anders aus.
Persönlich bin ich in einem Einfamilienhaus auf dem Land aufgewachsen und das möchte ich meinen Kindern auch bieten, eine Mietswohnng wäre nicht akzeptabel und wenn ich mir ein Haus miete - dann kann ich bei den Kosten auch gleich eins kaufen...

jxt666
2013-11-08, 11:48:12
Wollt ihr ein Haus haben um viel m² zu haben oder um ungestört wohnen zu wollen? Wenn euch m² wichtiger sind, dann ist eine große Mietswohnung auch das richtige.

Und wenn man Keller, Kamin, Belüftungsanlage, mind.180m² Wohnfläche mit 1000m² Grundstück haben will, dann muss man auch nicht jammern wenn man 300k hinlegen muss.

Achja, hier n Haus für 107k, wären wohl einige froh, wenn sie sowas hätten...
http://www.team-massivhaus.de/site/cms/front_content.php?idart=48

Ich expilzit brauche keine 180 und mehr qm. Aber ich habe gern Räume in denen es sich auch leben lässt. Bei Deinem Beispiel haben die Kinderzimmer oben 10 und 11 qm - in meinem Haus gibt es einen Raum mit 10 qm - ganz ehrlich? Das geht im Babyalter, das wars aber auch. Natürlich geht das auch später noch - aber genau das will ich eben NICHT wenn ich ein Haus habe.

Wieso sollte ich mir ein Haus kaufen oder bauen, welches kleiner ist als ne normale 4 Zimmer Wohnung!? Das hat doch hinten und vorne keinen Sinn.

Vader
2013-11-08, 12:47:53
Dann nimmt man eben das nächst größere Haus, kostete 4k mehr...

Lethargica
2013-11-08, 13:33:48
Dann nimmt man eben das nächst größere Haus, kostete 4k mehr...

Wobei er recht hat, wirklich große Kinderzimmer hat nicht mal die 160 oder 190m² Variante. Nur mal so zum Vergleich, unsere Kinderzimmer haben 28 und 29m² (ok etwas übertrieben vieleicht) :freak:

Vader
2013-11-08, 13:55:46
"Etwas" - ne ist klar.
Aber jeder wie er mag. Unsere beider Kinderzimmer haben jeweils 16m² und damit mehr, als in unserem alten, 1970 gebauten Haus.

Aber wenn man baut, dann sind mehr m² nicht mehr viel teurer.

Ich nehm mal wieder Team Massivhaus, mit denen hab ich ja gebaut.

Normales Satteldachhaus:
120>140m² +5000€
140>160m² +9500€

Da kostet ein 160m² Haus eben 121.000€
190m² kosten 140.000€

Es wird halt teuer, wenn man viele Extras nimmt. Die Standardpreise sind aber absolut bezahlbar. Es fehlt dann nur ein Grundstück...

Mosher
2013-11-08, 14:05:04
Wobei er recht hat, wirklich große Kinderzimmer hat nicht mal die 160 oder 190m² Variante. Nur mal so zum Vergleich, unsere Kinderzimmer haben 28 und 29m² (ok etwas übertrieben vieleicht) :freak:

Da steht was von versetzbaren Innenwänden ohne Aufpreis.
Da kann man dann schon noch bisschen was rausholen, allerdings halte ich keine der Varianten geeignet für mehr als 2 Kinder.

ux-3
2013-11-08, 14:30:29
Es ist ja nicht so, dass alle Kinder der Republik ihre eigenen 12m² hätten.

Und die Verweildauer von Kindern ist begrenzt. Anschließend sind mehrere kleinere Räume evtl. praktischer.

Je größer das Haus, desto größer werden vermutlich auch die Heizkosten (dauerhaft) ausfallen.

bloody`
2013-11-08, 14:46:03
Mehr geht immer aber irgendwann muss man eben Kompromisse eingehen und Abstriche machen, außer man unbegrenzt Geld zur Verfügung.

Nach 16-25 Jahren muss man dann womöglich nen riesen Haus heizen, wovon die Hälfte der Fläche leer ist weil die Kinder draußen sind. Die Kinder kommen und gehen ja auch nicht zur gleichen Zeit entsprechend können die Zimmer verteilt werden.

maximum
2013-11-08, 14:46:26
Ich bin im Alter von 15 freiwillig von oben in den Keller gezogen, weils oben zu nah an den Eltern war. :biggrin: Nur so als Denkanstoß. :D

Knuddelbearli
2013-11-08, 14:53:48
nicht weill du dort den PC besser Ocen konntest? ^^

Wuzel
2013-11-08, 16:41:33
Man sollte auch die 'Blase', die sich in vielen Regionen aufbaut, nicht unterschätzen. Das kann schnell brenzelig werden, wenn plötzlich der Wert der Immobile fällt wie ein Stein :freak:

Hier ist es aktuell 'Facepalm' würdig. Wer 400k aufwärts für ein einfaches Reihenhäuschen (~120qm, mittelprächtige Lage) hinlegt, dem kann eigentlich nicht mehr geholfen werden. :freak:
Da muss man nicht mal BWL studiert haben, um zu sehen das die Butze überbewertet ist.
Zudem ist die demografische Entwicklung hier in der Gegend alles andere als 'safe' .....

Vor allem in den Randlagen dürfte es ziemlich eng werden, wenn die Mobilität durch Politik & Energie Preise (Sprit...) weiter eingeschränkt wird. Dann werden solche Immobilien schnell 'unattraktiv'.

Momentan hebe ich das Geld lieber auf und schlage dann - wie ein Aasgeier - zu :freak:

pest
2013-11-08, 17:11:27
Ich habe mal drei Fragen
1. was muss man bei einem Hausbau alles zusätzlich bezahlen (bis auf Grundstück + Hausbau) und wie hoch sind diese Kosten
2. was fallen für laufende Kosten an und was zahlt man da so z.B. p.a.? (ich lese hier z.B. 6000€ p.a. für Abwasser, so hoch ist unsere Warmmiete)
3. fallen andere laufende Kosten an, wenn man ein Haus mietet?

tobife
2013-11-08, 17:46:41
Ohne dir zu nahe treten zu wollen... ich lese andauernd, wenn ein neues Tablet/Smartphone/etc rauskommt, dass du das sofort kaufst. Ist irgendwie klar, dass man dann keine Rücklage bilden kann. Ich glaube kaum, dass du beim Wiederverkauf immer auf +- rauskommst.


Du trittst mir nicht zu Nahe. Die Zeiten des Kaufens sind schon lange vorbei (aus den unterschiedlichsten Gründen).

Zu den Rücklagen. Es sind welche vorhanden. Aber: Sie sind nicht hoch genug, um unbesorgt an einen Eigentumserwerb denken zu können.

Ich habe schon über eine Eigentumswohnung nachgedacht. Aber auch das ist mit Risiken verbunden. Ein Freund hat eine Eigentumswohnung für 80000 Euro gekauft. Das war vor 4 Jahren. Er zahlt alles in allem ca. 800 Euro/Monat. Man kann sich also ausrechnen, wann die Wohnung abbezahlt ist. Das Problem: Das Umfeld hat sich geändert. Ein Restaurant hat geschlossen, zwei Läden haben geschlossen und stehen seit 3 Jahren leer. Er hat jetzt den Wert der Wohnung schätzen lassen. Die Wohnung hat momentan einen Wert von ca. 55000 Euro - Tendenz sinkend.

Das kann auch bei einen Haus passieren - wenn es schlecht läuft.

Also. Eigentum per Se ist nichts schlechtes. Aber ich denke, viele lassen dich von den billigen Krediten locken. Und auch wenn viele Banken richtig beraten, schwarze Schafe sind dennoch vorhanden.


tobife

Eisenoxid
2013-11-08, 17:52:23
Ich habe mal drei Fragen
1. was muss man bei einem Hausbau alles zusätzlich bezahlen (bis auf Grundstück + Hausbau) und wie hoch sind diese Kosten
2. was fallen für laufende Kosten an und was zahlt man da so z.B. p.a.? (ich lese hier z.B. 6000€ p.a. für Abwasser, so hoch ist unsere Warmmiete)
3. fallen andere laufende Kosten an, wenn man ein Haus mietet?Zu 2: Kommt natürlich sehr auf den Energieverbrauch usw. an. Meine Eltern brauchen ~24€/m² Wohnfläche pa für alles in allem (Strom, Heizung, Wasser, Müll, regelmäßige Wartungs- und Renovierungsarbeiten usw.).
Zu 3. Die Nebenkosten werden höher sein. Ansonsten mWn. nichts anderes als bei einer Wohnung. Du hast ggf. mehr Arbeit (Garten pflegen usw.).

Knuddelbearli
2013-11-08, 17:59:31
Naja geschäfte können wieder öffnen

zumindest hier in Wien ist es öfters so das sobald mehrere Geschäfte leerstehen die Hippster kommen und dann gehen die Mietpreise richtig pervers ab ^^

Vader
2013-11-08, 18:02:19
Ich habe mal drei Fragen
1. was muss man bei einem Hausbau alles zusätzlich bezahlen (bis auf Grundstück + Hausbau) und wie hoch sind diese Kosten

- Baustrom
- Bauwasser
- Küche
- Bodenbeläge
- sämtliche Malerarbeiten
- Kosten für die Hausanschlüsse: Strom, Wasser, Abwasser, Telefon/Internet, ggf. Gas/Fernwärme
- ggf. Außenanlagen
- Endeinmessung Katasteramt
- Erdarbeiten
- Abfuhr/Entsorgung des aufgeschobenen Bodens
- Baugrundgutachten
- Baustraße
- Behördengebühren
- Notarkosten
- Gerichtskosten
- Zinsen in der Bauphase
- Bereitsstellungsgebühren an der Bank
- Grunderwerbsteuer
- Hauseinmessung
- Kopiegebühren
- Bautrocknung
- Entwässerung

usw. Wenn man mit einem Generalunternehmer baut, kann man ca. 30k€ Nebenkosten mit einberechnen...

pest
2013-11-08, 18:06:14
Zu 2: Kommt natürlich sehr auf den Energieverbrauch usw. an. Meine Eltern brauchen ~24€/m² Wohnfläche pa für alles in allem (Strom, Heizung, Wasser, Müll, regelmäßige Wartungs- und Renovierungsarbeiten usw.).


Trotzdem Geld obwohl es (zu) günstig scheint. Das sind ja gerade mal 2€ pro m² pro Monat. Soviel zahl ich in der Mietwohnung auch. Ich habe das in meinen Rechnungen bisher nie wirklich berücksichtigt.

Fragman
2013-11-08, 18:12:00
hatte vor ueber 10 jahren mal einen bericht ueber ne familie gesehen die gebaut hat. und nach dem bericht war fuer mich damals schon klar das ich nie ein haus bauen werde. wenn man normalverdiener ist schmeisst man einfach geld aus dem fenster bei diesen preisen und vor allem nebenkosten. wenn man es mal durchrechnet das man auch mal in den urlaub fahren will, neues auto vielleicht, die ganzen renovierungen am haus mit der zeit, dann kann man nur noch mit dem kopf schuetteln was man netto als paar nach hause tragen muss um sich das alles leisten zu koennen. oder aber man ist bereit sein leben lang sparend zu leben um dann am ende des lebens zu sagen, juhu, mir gehoert ein haus. wer macht sowas?

hier bei uns in der gegend waer das alles ja kein thema, nur gibts hier auch keine gute arbeit, logisch das die preise im keller sind. wenn ich dann eure kostenbeispiele hoere, dann frag ich mich wie lange manche leute so einen kredit abzahlen. alles ueber vielleicht 15 jahre waere ja irrsinn aber bei den heutigen summen muss man ja mit 20-25 jahren rechnen. wer laesst sich denn bitte schoen auf so ein risiko ein? lass was schief laufen dann ist nach 10 jahren das haus weg und alles was man bis dahin reingesteckt hat. und 10 jahre ist schon unendlich weit weg aus meiner beruflicher sicht (von den aktuellen weltweiten wirtschaftlichen problemen mal abgesehen).

und was ich immer lustig finde ist das haus als geldanlage zu sehen. welcher normalverdiener kann sowas denn machen? wer ein haus baut will auch drin wohnen. geldanlage wuerde nur was bringen, wie hier schon einer schrieb, wenn man das haus mit dem renteneintrittsalter verkauft und es sich dann gut gehen lassen kann. nur was soll denn heute schon eine solche immobilie kosten?
hier wo ich wohne kann man dieses thema getrost vergessen, immopreise steigen hier nicht. sowas waere das doch eine reine spekulationsanlage. ich stell doch aber nicht mein leben auf den kopf, arbeite 35 jahre an dem haus um es dann zu verscherbeln. so hoch koennen die immopreise garnicht sein, so weit koennen die innenstaedte ja gar nicht auf die doerfer wachsen das es sich lohnen wuerde.

Weyoun
2013-11-08, 18:49:57
+1

Ich glaube diejenigen, die sich die Häuser für 200k aufwärts auf Kredit kaufen haben noch nicht ganz realisiert, dass der Immobilienpreis abhängig vom Leitzins ist. Mit billigen Krediten kann man sich auch teurere Häuser kaufen. Gestärkt durch die billigen Kredite der Banken überbieten sich die Käufer im Wettkampf um die Häuser. Wenn die billigen Kredite als Preistreiber wegfallen werden die Immobilienpreise wieder sinken. Ein Haus das jetzt für 300k auf Kredit verkauft wird ist dann nur noch vielleicht 200k Wert. Aber die Tilgungsraten für die 300k Schulden müssen dennoch bezahlt werden. Und die Zinsen mancher Tilgungsraten sind nicht fixiert, d.h. direkt oder indirekt abhängig vom EZB-Leitzins. Steigt der Leitzins gibts für den einen oder anderen ein böses Erwachen wenn er sich die Raten momenten grade so leisten kann. Die monatlichen Tilgungsraten werden unbezahlbar.

Ich persönlich würde noch etwas warten bis sich das alles beruhigt hat. Wenn man sich mit dem Hauskauf noch etwas Zeit lassen kann sollte man unter anderem drei Faktoren in Betracht ziehen:
- Anhebung der Leitzinsen -> sinkende Immobilienpreise aufgrund teuerer Kredite
- Wegsterben der überalterten Bevölkerung Deutschlands in den nächsten Jahrzehnten wird einige Häuser zusätzlich auf den Häusermarkt werfen: Erhöhung der Angebotsseite
- Sinkende Fertilitätsraten der Frauen in den letzten Jahrzehnten wird auch die Nachfragesseite verringern. Es wird einfach zu wenig Hauskäufer geben.

Und persönlich glaube ich, dass die jetzten für 200k aufwärts verkauften Häuser ihr Geld einfach nicht wert sind.

Lethargica
2013-11-08, 19:26:00
Wenn man neu baut, hat der Preis des Hauses relativ wenig mit Spekulation zu tun. Die Preise für Material und Lohn sind freilich auch etwas gestiegen, aber jetzt auch nicht übermäßig stark.

Trotzdem hätte ich nie für 200k€ oder weniger bauen können.

maximum
2013-11-08, 19:50:30
Naja ein Neubau ist idR (natürlich irgendwo auch zurecht) teurer als ein bestehender Bau. Für unter 200.000€ all-incl. zu bauen halte ich auch für praktisch unmöglich. Ein bestehendes Haus kriegt man aber in einigen Regionen deutlich günstiger. Aber da muss man wieder abwägen, was modernisiert werden muss und ob es überhaupt auf einen passt.

ilPatrino
2013-11-08, 20:38:26
aber bei der lohnt-es-sich-diskussion bitte nicht vergessen: selbst wenn die immobilie an wert verliert - das geld, was ihr bis an euer lebensende an den vermieter bezahlen müßt, ist unwiderbringlich weg

mal als aus der luft gegriffenes beispiel (gekauft mit mitte 30, bewohnt bis mitte 70): 500€(kalt)*12*40 jahre=240.000€ verlust (ohne mietsteigerungen)

bevor man mit einem haus so viel verlust (also immowert - instandhaltung - kaufpreis) macht, muß schon einiges passieren.

man sollte aber bedenken, daß die aktuellen fertighäuser (holzständerbau mit tonnen an dämmmaterial gips und irgendwelchen holzverbundplatten) nach 40 jahren durchaus problematisch bezüglich restwert sein dürften...die entsorgung von dem krempel ist verdammt teuer

ux-3
2013-11-08, 21:03:37
mal als aus der luft gegriffenes beispiel (gekauft mit mitte 30, bewohnt bis mitte 70): 500€(kalt)*12*40 jahre=240.000€ verlust (ohne mietsteigerungen)

bevor man mit einem haus so viel verlust (also immowert - instandhaltung - kaufpreis) macht, muß schon einiges passieren.

Die Zinsen musst du aber auch berücksichtigen.

Senfgnu
2013-11-08, 21:09:44
Die eigentliche Frage ist leicht beantwortet: Ja. Dauert halt lange, bis man abbezahlt hat.

Die andere Frage ist die, ob man sich

1. Den Streß eines Neubaus wirklich antun will
2. Sich wirklich für 25 Jahre einen Kredit ans Bein binden will.
3. Sich wirklich um alles am Haus kümmern will.
4. Die Ortsgebundenheit akzeptieren will.

Alle Fragen sind für mich momentan mit nein zu beantworten. Bei einem Umzug muss ich das Ding loswerden oder vermieten, wenn ich irgendwann arbeitslos werde, gehörts der Bank und für Reparaturen fehlt mir Motivation. Mal davon abgesehen, dass mir das zuviel Streß wär. Allein schon der Papierkrieg...

Lethargica
2013-11-08, 21:27:21
zu 1. Ich baue ja neu, mache die komplette Bauleitung selbst und habe bis auf die Maurerarbeiten bis jetzt auch in jedem Gewerk mitgearbeitet. Trotzdem würde ich nicht sagen, dass der Stress übertrieben groß wäre. Hängt aber sicherlich auch davon ab, wie belastbar man ist.

Wer sich das nicht antun will, kann ja immer noch mit einem Generalbauunternehmer arbeiten, die kümmern sich um fast alles.

Zu 2.
Ist bei uns nicht so...

Die Punkte 3 und 4 hängen natürlich von der eigenen Einstellung ab. Wer das nicht will, sollte sich das auch nicht antun.

Eisenoxid
2013-11-08, 22:28:26
Ein eigenes Haus bietet ja ggü. einer Wohnung btw. auch noch andere Vorteile neben Mietfreiheit und mehr Platz:
- Man kann baulich machen und verändern was man will; viel individuellere Gestaltbarkeit als bei einer Wohnung
- Es bleibt auch noch für die Kinder bestehen
- Man hat muss nicht so leise sein :freak:

Wenn man Glück hat und es gut läuft kann sich ein Objekt quasi selbst finanzieren, wenn man es gut vermietet bekommt.
Natürlich ist dort - wie bei jeder Investition - ein Risiko dabei und man sollte auf jedenfall die vorraussichtliche Entwicklung der Region im Auge haben. In Thüringen würde ich bspw. sicher kein Haus kaufen; von Erfurt evtl. abgesehen.

Trotzdem Geld obwohl es (zu) günstig scheint. Das sind ja gerade mal 2€ pro m² pro Monat. Soviel zahl ich in der Mietwohnung auch. Ich habe das in meinen Rechnungen bisher nie wirklich berücksichtigt.
Naja, ist relativ groß und nicht immer voll beheizt, was viel ausmachen dürfte. Auch wird bei Reperaturen usw. viel selbst gemacht. Bei kleineren Objekten werden die Kosten/m² höher sein.
Grob überschlagen würde ich sagen: Normale Nebenkosten + noch einmal soviel als Rücklage für eventuell anfallende Arbeiten.

ux-3
2013-11-08, 22:52:27
Ein eigenes Haus bietet ja ggü. einer Wohnung btw. auch noch andere Vorteile neben Mietfreiheit und mehr Platz:
- Man kann baulich machen und verändern was man will; viel individuellere Gestaltbarkeit als bei einer Wohnung
- Es bleibt auch noch für die Kinder bestehen
- Man hat muss nicht so leise sein :freak:


Du kannst auch ein Haus mieten. Und verändern darfst Du bei einem Haus bei weitem nicht alles. Da gibt es Vorschriften, die deiner Kreativität je nach Lage doch enge Grenzen setzen.

Das mit den Kindern erlebe ich bei meiner eigenen Verwandtschaft. Die wollen den Palast nicht, und verkaufen bzw. vermieten lässt sich der Klotz auch kaum.

Vader
2013-11-08, 22:59:38
Ich war nur 1 Jahr beruflich mal Außerhalb tätig, daher kann ich ganz gut damit leben, das mein Neubau da steht, wo ich schon ewig lebe.

Eisenoxid
2013-11-08, 23:00:57
Du kannst auch ein Haus mieten. Und verändern darfst Du bei einem Haus bei weitem nicht alles. Da gibt es Vorschriften, die deiner Kreativität je nach Lage doch enge Grenzen setzen.

Das mit den Kindern erlebe ich bei meiner eigenen Verwandtschaft. Die wollen den Palast nicht, und verkaufen bzw. vermieten lässt sich der Klotz auch kaum.
Nein, natürlich darfst du nicht alles, aber bei weitem mehr, als bei einem Mietobjekt.

Wenn die Kinder das Haus nicht wollen ists natürlich doof :freak:

medi
2013-11-08, 23:18:41
Wer ein Haus für seine Kinder baut, dem ist nicht mehr zu helfen.
Ich kenne in meinem Umfeld keinen der noch im Haus seiner Eltern wohnt oder vor hat das später zu beziehen.
Man geht heutzutage weg wenn man jung ist. Zieht zu den Jobs. Baut sich dort eine Existenz auf und bleibt dann meist auch dort.
Mich würden keine 10 Pferde mehr in das Kuhdorf ziehen aus dem ich gekommen bin. Den meisten in meinem Umfeld gehts genauso. Und alle haben Eltern mit Haus + Grundstück (nur halt nichts wert im Verkauf dank Kuhdorf)

Zwei Kollegen von mir haben jeweils für 400k+ sich Häuser gebaut bzw. gekauft und saniert.
Sie würden es rückblickend nicht mehr machen.

Wir selbst legen Geld zur Seite und werden uns maximal mal ne Wohnung kaufen. Momentan bewohnen wir 80qm. 100qm würden völlig ausreichen - sprich 4 Zimmer Wohnung.
Auf die Garten- und Instandhaltungsarbeit hab ich keinen Bock - da bin ich kindheitsgeschädigt (Rasen mähen, Streichen, Unkraut entfernen, ständig irgendwelche Reperaturen und Sanierungen)

synergie
2013-11-08, 23:28:03
Mich würden keine 10 Pferde mehr in das Kuhdorf ziehen aus dem ich gekommen bin. Den meisten in meinem Umfeld gehts genauso. Und alle haben Eltern mit Haus + Grundstück (nur halt nichts wert im Verkauf dank Kuhdorf)

Vielleicht denkst du im Rentenalter anders darüber. Dann kannst du heimkehren und lebst in einem ruhigen Umfeld ohne Stress und mit Garten oder whatever.

ux-3
2013-11-08, 23:37:01
Vielleicht denkst du im Rentenalter anders darüber. Dann kannst du heimkehren und lebst in einem ruhigen Umfeld ohne Stress und mit Garten oder whatever.

Und deine Freunde nimmst Du alle mit. :freak:

Eisenoxid
2013-11-08, 23:38:28
Mich würden keine 10 Pferde mehr in das Kuhdorf ziehen aus dem ich gekommen bin.
Mich würden keine zehn Pferde dauerhaft in eine kleine Wohnung in einer Großstadt bringen :freak:

ux-3
2013-11-08, 23:51:26
Kleinstadt ftw.

noid
2013-11-08, 23:54:55
Die Zinsen musst du aber auch berücksichtigen.

Hat mein Vater gemacht - in Hochzinsphase gebaut, und immer modernisiert. Immernoch billiger als Mieten. Und damit meine ich was gleichwertiges.
Kaufen lohnt sich über eine lange Zeit quasi immer.

Problem: Eigenkapital muss vorhanden sein, das ist bei der aktuellen Mittelschicht meist ein Problem.

ux-3
2013-11-08, 23:58:09
Problem: Eigenkapital muss vorhanden sein, das ist bei der aktuellen Mittelschicht meist ein Problem.

Das ist doch mein Punkt. Wenn es vorhanden sein muss, dann wird der Zinswert des Eigenkapitals ignoriert. Wenn der Zinswert nicht ignoriert wird, dann muss es nicht vorhanden sein.

Paul1
2013-11-09, 00:46:21
Vielleicht denkst du im Rentenalter anders darüber. Dann kannst du heimkehren und lebst in einem ruhigen Umfeld ohne Stress und mit Garten oder whatever.

Äh, gerade als Rentner ist die Wohnung auf dem Land eine (Kosten)-Falle. Viel Spass dabei einkaufen zu gehen bzw alles für dich besorgen zu lassen, weil du nicht mehr dazu in der Lage bist mit dem Rad oder Auto zu fahren. Dann darf deine Familie dich zu Arzt oder zum Einkaufen kutschieren oder du musst dafür blechen. Dazu bist du dann nicht mehr in der Lage Haus und Grundstück instand zu halten und deine Kinder wollen nicht auf dem Land leben, weil es in dem Dorf keine Arbeit gibt.
Das Haus auf dem Land im Alter ist eine riesige Kostenfalle. Da gab es vor einige Monaten mal einen Artikel über Haushaltsauflösungen, da standen die Objekte verwahrlost reihenweise leer, weil da keiner hinziehen will und weil sowas als Rentner unpraktisch ohne Ende ist. Wenn du Lust hast im Alter ohne Freunde allein in deinem tollen Haus zu hocken und den ganzen Tag Glücksrad zu schauen - fein, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das für die Mehrheit eher nicht die beste Vorstellung ist. Ich frage mich auch, ob hier in D viele von den Hausbauern in der Peripherie mal darüber nachdenken, ob die Kosten des Mobilitätsverlustes ernsthaft durch das Haus aufgewogen werden und ob man den gedenkt im Alter noch eines dieser 08/15 Riesenhäuser auf dem Land in Ordnung halten zu können. Die harte Realität sagt eher, dass ihr das Knicken könnt. Ihr kommt ins Altersheim, das heruntergekommene Haus wird zum Spottpreis versteigert und davon wird das Heim bezahlt und eure Kinder sind froh wenn sie ohne viel Ärger den Kram los sind und sie nicht mehr für euch 3x die Woche einkaufen und sonstige Fahrten erledigen müsst. Wenn ihr im Ernst glaubt euren Kindern einen Gefallen mit solchen Objekten zu tun: Lasst es bitte bleiben. Die Chancen stehen nicht so schlecht, dass es so läuft wie beschrieben und die Chance, dass eure Kinder in einem Kaff aufwachsen wollen, nicht studieren wollen und auch genau in diesem Kaff arbeit finden und ihr Leben lang pendeln oder dort arbeiten wollen ist verschwindend gering. Und als Anlage zum Vermieten taugt sowas nicht.

ux-3
2013-11-09, 00:49:38
Äh, gerade als Rentner ist die Wohnung auf dem Land eine (Kosten)-Falle. Viel Spass dabei einkaufen zu gehen bzw alles für dich besorgen zu lassen, weil du nicht mehr dazu in der Lage bist mit dem Rad oder Auto zu fahren. Dann darf deine Familie dich zu Arzt oder zum Einkaufen kutschieren oder du musst dafür blechen. Dazu bist du dann nicht mehr in der Lage Haus und Grundstück instand zu halten und deine Kinder wollen nicht auf dem Land leben, weil es in dem Dorf keine Arbeit gibt.
Das Haus auf dem Land im Alter ist eine riesige Kostenfalle. Da gab es vor einige Monaten mal einen Artikel über Haushaltsauflösungen, da standen die Objekte verwahrlost reihenweise leer, weil da keiner hinziehen will und weil sowas als Rentner unpraktisch ohne Ende ist. Wenn du Lust hast im Alter ohne Freunde allein in deinem tollen Haus zu hocken und den ganzen Tag Glücksrad zu schauen - fein, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das für die Mehrheit eher nicht die beste Vorstellung ist. Ich frage mich auch, ob hier in D viele von den Hausbauern in der Peripherie mal darüber nachdenken, ob die Kosten des Mobilitätsverlustes ernsthaft durch das Haus aufgewogen werden und ob man den gedenkt im Alter noch eines dieser 08/15 Riesenhäuser auf dem Land in Ordnung halten zu können. Die harte Realität sagt eher, dass ihr das Knicken könnt. Ihr kommt ins Altersheim, das heruntergekommene Haus wird zum Spottpreis versteigert und davon wird das Heim bezahlt und eure Kinder sind froh wenn sie ohne viel Ärger den Kram los sind und sie nicht mehr für euch 3x die Woche einkaufen und sonstige Fahrten erledigen müsst. Wenn ihr im Ernst glaubt euren Kindern einen Gefallen mit solchen Objekten zu tun: Lasst es bitte bleiben. Die Chancen stehen nicht so schlecht, dass es so läuft wie beschrieben und die Chance, dass eure Kinder in einem Kaff aufwachsen wollen, nicht studieren wollen und auch genau in diesem Kaff arbeit finden und ihr Leben lang pendeln oder dort arbeiten wollen ist verschwindend gering. Und als Anlage zum Vermieten taugt sowas nicht.

Du kennst meine Verwandten, ja?

Eisenoxid
2013-11-09, 00:50:18
Kleinstadt ftw.
Genau. Nicht alles abseits von Großstädten ist gleich Kuhkaff

Paul1
2013-11-09, 01:34:42
Du kennst meine Verwandten, ja?

Du hast schon verstanden, was ich sagen wollte, ja?


Genau. Nicht alles abseits von Großstädten ist gleich Kuhkaff



Es gibt in den Kuhkäffern oder Kleinstädten um Großstädte in denen keiner wohnen will ();) genug solcher Immobilien. Es gibt also Leute, die genau mit diesen Plänen auf die Nase fallen wollen, auch wenn hier natürlich wieder solche Leute nicht zu finden sind. ;)
Und in Kleinstädte attraktiver Regionen sieht es eher so aus wie hier auch schon beschrieben. Da kann sich der Forumer, der hier über Bänker lästert und Stammtischparolen über soziale Ungerechtigkeit zum Besten gibt eh nichts leisten, also gehe ich mal stark davon aus, dass der übliche Poster hier eher keine 500k+ für ein Objekt auch in diesen Gegenden finanzieren wird. Hier ist eher von 200k die Rede und ja, da werden einige dabei sein auf die genau das obige zutreffen wird, auch wenn es nicht alle sein müssen. Ich bezweifle nur, dass sich viele darüber Gedanken machen. Stattdessen wird eben finanziert, wegen oben genannter Binsenweisheiten (für die Kinder, keine Miete zahlen etc) oder weil es eben alle anderen auch machen und weil die Zinsen so niedrig sind und die Bank einem für 10 Jahre den Zinssatz garantiert. Ich sehe schon die Schilder für Zwangsversteigerungen in 30 Jahren an den Buden hängen - viel Spass. Kommt aber nur nicht auf die Idee beim Staat zu betteln, weil die Rente nicht reicht, da für euch eingekauft werden muss und kein Arzt in der Nähe ist etc.

crazymind
2013-11-09, 01:56:14
Wer ein Haus für seine Kinder baut, dem ist nicht mehr zu helfen.
Ich kenne in meinem Umfeld keinen der noch im Haus seiner Eltern wohnt oder vor hat das später zu beziehen.
Man geht heutzutage weg wenn man jung ist. Zieht zu den Jobs. Baut sich dort eine Existenz auf und bleibt dann meist auch dort.
Mich würden keine 10 Pferde mehr in das Kuhdorf ziehen aus dem ich gekommen bin. Den meisten in meinem Umfeld gehts genauso. Und alle haben Eltern mit Haus + Grundstück (nur halt nichts wert im Verkauf dank Kuhdorf)
)

Für mich steht schon fest, dass ich mal das Haus meiner Eltern übernehme. Ist zwar auch auf nem Kuhdorf ausserhalb von Magdeburg, und ne gut bezahlte Arbeit werde ich dort nie finden, aber das weiss ich ja jetzt schon und bereite mich darauf vor. (sparen, sparen, sparen)

Bin in einem Haus mit Garten aufgewachsen und würde darauf wirklich nicht verzichten wollen. Gartenarbeit, Kleintierhaltung, Bastelmöglichkeiten (Ton- Pizzaofen im Garten zB) eigener Pool, Trampolin usw geht halt nur mit Haus+ Garten.
Wer das alles nicht will/mag, braucht natürlich auch nicht unbedingt ein Haus.

Vader
2013-11-09, 02:35:54
Ich weiß nicht, ließt sich hier andauernd wie "mimimi ich hab kein Haus also ist das schlecht".
Wenn ihr Kinder habt, denkt ihr anders.

Und ja, ich wollte auch keine Kinder, bis ich 34 war und die richtige Frau gefunden habe - aber solange lebt in eurer Mietswohnung und freut euch - denn ich freu mich auch :)

Knuddelbearli
2013-11-09, 04:04:32
Wenn man neu baut, hat der Preis des Hauses relativ wenig mit Spekulation zu tun. Die Preise für Material und Lohn sind freilich auch etwas gestiegen, aber jetzt auch nicht übermäßig stark.

Trotzdem hätte ich nie für 200k€ oder weniger bauen können.


und das Grundstück gibt es geschenkt?

bleipumpe
2013-11-09, 08:26:57
und das Grundstück gibt es geschenkt?
Er spricht doch explizit vom Bauen.

Auch für uns gilt: nie wieder Mietwohung. Haus und Garten ist mit Kindern unersetzbar. Und zum Thema Rentner: die sind selbst im hohen Alter nochdeutlich fitter als vor 20 Jahren. Aber Alter impliziert für manche anscheinend gleich Gebrechlichkeit.

Lethargica
2013-11-09, 08:40:53
und das Grundstück gibt es geschenkt?

Bei mir zumindest, ja ;)

Zumal war der Kontext der, dass Weyoun behauptet hat, Häuser über 200k€ wären überteuert. Daher meine Gegenbehauptung, dass selbst ein Neubau ohne Grundstück schon teurer kommt. Also nix mit Spekulation, es gibt halt durchaus Häuser die sind 300-500k€ wert.

@ medi

es gibt auch heute durchaus noch Menschen, die mit ihrer Heimat stark verwurzelt sind. Ich zumindest bin heil froh, hier mein familiäres und freundschaftliches Umfeld zu haben, wegziehen würde ich wirklich nur in dringendster Not. Aber wer hier in der Region bei 2,x % Arbeitslosigkeit keinen Job findet, findet vermutlich sonst auch keinen ;)

ux-3
2013-11-09, 12:38:03
Du hast schon verstanden, was ich sagen wollte, ja?

Ja, und Dir zugestimmt! Das hast Du wohl nur nicht verstanden. ;)


Bei Kleinstädten muss man halt unterscheiden zwischen Satelliten und Mittelzentren. Letztere haben vollständige Infrastruktur, inkl. Krankenhaus, Ärzte etc. Aber grundsätzlich besteht die von Dir beschriebene Gefahr. Ich erwäge auch, im Alter in die Großstadt zurückzukehren, mal sehen. Solange ich nichts kaufe, habe ich die Wahl.

Ich weiß nicht, ließt sich hier andauernd wie "mimimi ich hab kein Haus also ist das schlecht".
Wenn ihr Kinder habt, denkt ihr anders.

Und ja, ich wollte auch keine Kinder, bis ich 34 war und die richtige Frau gefunden habe - aber solange lebt in eurer Mietswohnung und freut euch - denn ich freu mich auch :)

Also, ich hab ein Haus, bin aber nicht der Eigentümer. Haus haben ist gut. :) Und ich hab Kinder. Und meine Kinder werden das Haus bald verlassen. Das bedeutet, dass unsere Lebensweise langsam wieder dem ähnelt, was vor den Kindern war. Der Garten ist z.B. nicht mehr so wichtig. Die Vorstellung, wieder in einer kleineren Wohnung zu leben wird wieder attraktiver. Man findet wieder mehr Zeit für Stadtbesuche. Ich bin immer etwas ambivalent, ob ich dieses Haus gegebenenfalls kaufen würde. Vor ein paar Jahren hätte ich es eher gemacht als jetzt.

Paul1
2013-11-09, 13:31:28
Sorry, habe es gestern nicht mehr gerafft. :)
War zu spät und zu müde.
Meine Eltern leben auch in der Vorstadt, die überlegen auch im Alter und mit mehr Geld evtl näher an die Stadt zu ziehen. Einfach auch, weil es sonst schon im Hinblick auf Geselligkeit und kulturelle Angebote (da legen sie wie ich viel Werte drauf).
Ein weiteres Familienmitglied hat es jedoch imo richtig gemacht und ist in einer großen Stadt in Brandenburg ;) an den Stadtrand in ein nettes Haus gezogen. Innenstadt schnell erreichbar und der Job ist sicher und sehr gut bezahlt (wäre er sogar für westdeutsche Verhältnisse).

Sven77
2013-11-09, 13:41:27
Wenn die Kinderzimmer zu gross sind besteht auch immer die Gefahr das die Brut nicht rechtzeitig auszieht ;)

Paul1
2013-11-09, 13:47:37
meine meine ist ja, dass wenn man seinen Kindern was gutes tun will, dann spart das Geld und finanziert ihnen damit nach dem Abi ein gutes Studium. Das bringt denen 1000x mehr als ein Haus in der Pampa.

Ja, sparen macht im Moment keinen Spass wegen den Zinsen, aber wenn die Kinder das Haus dann verkaufen ist der Wertverlust der Anlage immens. Und wenn man jung Kinder bekommt haben die Kinder dann erst was vom Haus, wenn sie eh schon lange im Beruf stehen und nicht wenn Geld viel eher gebraucht wird.

Annator
2013-11-09, 14:00:14
Wenn die Kinderzimmer zu gross sind besteht auch immer die Gefahr das die Brut nicht rechtzeitig auszieht ;)

Dafür gibt es ja den Staubsauger der Samstag morgens um 7 gegen die Tür bollert. Hat bei mir funktioniert. :D

Vader
2013-11-09, 14:48:35
meine meine ist ja, dass wenn man seinen Kindern was gutes tun will, dann spart das Geld und finanziert ihnen damit nach dem Abi ein gutes Studium. Das bringt denen 1000x mehr als ein Haus in der Pampa.

Ja, sparen macht im Moment keinen Spass wegen den Zinsen, aber wenn die Kinder das Haus dann verkaufen ist der Wertverlust der Anlage immens. Und wenn man jung Kinder bekommt haben die Kinder dann erst was vom Haus, wenn sie eh schon lange im Beruf stehen und nicht wenn Geld viel eher gebraucht wird.

Ne, tut mir leid. Ich hab meine Kohle jetzt ins Haus gepumpt und die Kinder sollen nach der Hauptschule gefälligst was lernen, damit sie Kostgeld abgeben können und die Bude mit finanzieren :crazy:

Es soll sogar die Situation geben, das man baut und auch noch Geld zum Leben hat, dazu gehört natürlich auch den Kindern die beste Ausbildung zu ermöglichen..... :freak:

Was habt ihr denn für Vorstellungen?
Ich entscheide mich für ein Haus und hab dafür kein Geld mehr? Würde ich die Finanzierung nicht bezahlen, müsste ich Miete ablaschen und die wäre auch nicht günstiger. Und sie ist weg, das Haus bleibt bestehen. Selbst wenn die Gören kein Bock drauf haben können sie es immer noch verkaufen und haben dann den Verkaufserlös, würde ich Miete zahlen hätten sie.... nix!

deepmac
2013-11-09, 14:56:58
+1

Ich glaube diejenigen, die sich die Häuser für 200k aufwärts auf Kredit kaufen haben noch nicht ganz realisiert, dass der Immobilienpreis abhängig vom Leitzins ist. Mit billigen Krediten kann man sich auch teurere Häuser kaufen. Gestärkt durch die billigen Kredite der Banken überbieten sich die Käufer im Wettkampf um die Häuser. Wenn die billigen Kredite als Preistreiber wegfallen werden die Immobilienpreise wieder sinken. Ein Haus das jetzt für 300k auf Kredit verkauft wird ist dann nur noch vielleicht 200k Wert. Aber die Tilgungsraten für die 300k Schulden müssen dennoch bezahlt werden. Und die Zinsen mancher Tilgungsraten sind nicht fixiert, d.h. direkt oder indirekt abhängig vom EZB-Leitzins. Steigt der Leitzins gibts für den einen oder anderen ein böses Erwachen wenn er sich die Raten momenten grade so leisten kann. Die monatlichen Tilgungsraten werden unbezahlbar.

Ich persönlich würde noch etwas warten bis sich das alles beruhigt hat. Wenn man sich mit dem Hauskauf noch etwas Zeit lassen kann sollte man unter anderem drei Faktoren in Betracht ziehen:
- Anhebung der Leitzinsen -> sinkende Immobilienpreise aufgrund teuerer Kredite
- Wegsterben der überalterten Bevölkerung Deutschlands in den nächsten Jahrzehnten wird einige Häuser zusätzlich auf den Häusermarkt werfen: Erhöhung der Angebotsseite
- Sinkende Fertilitätsraten der Frauen in den letzten Jahrzehnten wird auch die Nachfragesseite verringern. Es wird einfach zu wenig Hauskäufer geben.

Und persönlich glaube ich, dass die jetzten für 200k aufwärts verkauften Häuser ihr Geld einfach nicht wert sind.

Sehe ich genauso, insbesonders bei dem einen beispiel mit 80k fuer ne stinknormale wohnung, wenns nicht gerade 4 + zimmer mit 100qm sind, voellig ueberteuert, oder die lage ist in london.

Hier werden leicht renovierungsbeduerftige 110qm haushaelften fuer 80k mit grundstueck verkauft, besserer standort vielleicht dann 180k in der naehe von Hamburg sehe ich noch ein, mehr ist in meinen augen blase

Knuddelbearli
2013-11-09, 15:02:32
du kennst die Wiener Preise nicht ^^

unter 6 stellig geht da selbst bei 60qm wenig außer es ist wirklich komplett renovierungsbedürftig

http://www.wabitsch-immobilien.at/Eigentum/1140,Einwanggasse4a/Einwanggasse4aTop12.aspx

zugegeben mit Garten aber dafür 40qm und 145k € und lage ist durchschnittlich

ux-3
2013-11-09, 15:14:59
Ich entscheide mich für ein Haus und hab dafür kein Geld mehr? Würde ich die Finanzierung nicht bezahlen, müsste ich Miete ablaschen und die wäre auch nicht günstiger. Und sie ist weg, das Haus bleibt bestehen. Selbst wenn die Gören kein Bock drauf haben können sie es immer noch verkaufen und haben dann den Verkaufserlös, würde ich Miete zahlen hätten sie.... nix!

Gut, momentan ist die Tilgung groß und der Zinsanteil niedrig. Ob die Hauspreise (bzw. der Hauswert) so bleibt, wenn die Zinsen wieder steigen, wissen wir nicht. Einiges spricht dagegen.

Ja, die Miete ist weg, so wie die Zinsen. Die Tilgung ist aber nicht weg bzw. fällt gar nicht erst an. Du kannst anderweitig (flexibleres) Vermögen bilden. Einen Entscheidungsautomatismus sehe ich da nicht.

Lethargica
2013-11-09, 15:24:57
Imho machen sich das viele zu kompliziert.

Ich wollte ein Haus, welches einfach meinen Vorstellungen entspricht, in dem ich jedes Detail selbst geplant habe. Weil ich es will - basta.

Ob das jetzt unter finanziellen Umständen, wenn noch dies und das eintritt besser oder schlechter war - who cares?

Geächteter
2013-11-09, 15:44:41
Imho machen sich das viele zu kompliziert.

Ich wollte ein Haus, welches einfach meinen Vorstellungen entspricht, in dem ich jedes Detail selbst geplant habe. Weil ich es will - basta.

Ob das jetzt unter finanziellen Umständen, wenn noch dies und das eintritt besser oder schlechter war - who cares?
Wenn man eh in einem Konzern beschäftigt ist und dort guten metalltariflichen oder gar übertariflichen Schotter fast beamtensicher bis zur Rente mitnimmt, warum kein Haus bauen?
Wohin sonst mit der ganzen Kohle und der Freizeit?
Anders siehts bei Angestellten im Mittelstand aus, der Job eher unsicher, die Kohle mau, die Freizeit knapp und man muss finanzielle Abstriche im Alltag machen. Da ist ein Haus eher hinderlich, speziell wenn Vagabundendasein bei Arbeitslosigkeit verlangt wird.

Gandharva
2013-11-09, 16:34:37
- Anhebung der Leitzinsen -> sinkende Immobilienpreise aufgrund teuerer Kredite
Pure Spekulation. Schau z.B. nach Japan. Dort ist der Leitzins seit Jahrzehnten bei quasi 0. Die Wahrscheinlichkeit das das auch hier passiert ist ebenso gegeben.
- Wegsterben der überalterten Bevölkerung Deutschlands in den nächsten Jahrzehnten wird einige Häuser zusätzlich auf den Häusermarkt werfen: Erhöhung der Angebotsseite
Imho irrelevant für alle Ballungszentren. Es herrscht nur Landflucht. Die Städte haben weiterhin Wachstum und noch wichtiger - Arbeitsplätze. Da wird sich auch so schnell nichts ändern.

- Sinkende Fertilitätsraten der Frauen in den letzten Jahrzehnten wird auch die Nachfragesseite verringern. Es wird einfach zu wenig Hauskäufer geben.
Wieso sollte es für Paare ohne Kinder nicht interrassant sein ein Haus zu besitzen?

Imho machen sich das viele zu kompliziert.

Ich wollte ein Haus, welches einfach meinen Vorstellungen entspricht, in dem ich jedes Detail selbst geplant habe. Weil ich es will - basta.

Ob das jetzt unter finanziellen Umständen, wenn noch dies und das eintritt besser oder schlechter war - who cares?
Naja wenn man Baugrund geschenkt bekommt der anderswo ne halbe Million Aufwärts kostet, hat man immer leicht reden. Schaut man sich deine Posts in diesem Thread an ohne dieses Hintergrundwissen, könnte man fast meinen das jeder Hinz und Kunz mit etwas über 3k Netto im Monat sich locker ein Haus kaufen kann. In Ballungszentren kannst du das sogar mit erheblich mehr Netto vergessen.

Lethargica
2013-11-09, 16:54:01
Wo soll ich das behauptet haben?

Die Immobilienpreise passen sich halt auch dem Einkommensniveau der Region an. Wenn man in München bauen will, sollte man natürlich auch entsprechend verdienen.

In den meisten anderen Regionen Deutschlands sollte man aber mit 300-400k€ inklusive Grundstück bauen können.... und das kann man mit dem Einkommen auch bezahlen (wenn man will).

Sven77
2013-11-09, 17:32:56
Die Aussage ist extrem naiv..

Weyoun
2013-11-09, 17:41:10
Wieso sollte es für Paare ohne Kinder nicht interrassant sein ein Haus zu besitzen?


Das ist falsch verstanden worden. Nicht die Paare mit Kinder werden weniger sondern die Anzahl der Paare im Hauskaufalter selbst. Unabhängig von der Anzahl der Kinder die sie haben. Anders gesagt: Die Fertilitätsraten der letzten Jahrzehnte haben zuwenig Menschen im Hauskaufsalter produziert. Deine anderen Einwände sind aber korrekt. Hatte gar nicht realisiert dass der Leitzins auch für immer bei fast Null bleiben kann. Wenn er aber allerdings doch steigt haben wir hier in Deutschland ein Problem ähnlich der amerikanischen Subprimeproblematik.

Allerdings gehen auch die heutigen Gutverdiener in den Städten in Rente und sterben weg. Manche werden die Stadtmiete von ihrer kargen Rente nicht mehr zahlen können. Die Häuser werden wieder auf den Markt geworfen und mehr Mietwohnung in den Städten wird frei = nicht mehr so rentabel. Worauf ich hinaus will ist, dass es aufgrund der Demografie ein Ungleichgewicht in der Angebot/Nachfrage gibt. Es wird im Schnitt einfach mehr Häuser geben, die auf den Markt geworfen werden als es Häuser geben wird die gekauft werden. Das gilt sowohl für Stadt als auch für Land.

Ich vermute es wird die Stadt nicht so sehr treffen da die Leute weiter von Land nach Stadt nachrücken werden wenn sie die Chance sehen (Stadtpreise fallen in gemäßigtere Regionen, die sich auch Landler leisten können).

ux-3
2013-11-09, 18:08:36
Das ist falsch verstanden worden. Nicht die Paare mit Kinder werden weniger sondern die Anzahl der Paare im Hauskaufalter selbst. Unabhängig von der Anzahl der Kinder die sie haben. Anders gesagt: Die Fertilitätsraten der letzten Jahrzehnte haben zuwenig Menschen im Hauskaufsalter produziert. Deine anderen Einwände sind aber korrekt. Hatte gar nicht realisiert dass der Leitzins auch für immer bei fast Null bleiben kann. Wenn er aber allerdings doch steigt haben wir hier in Deutschland ein Problem ähnlich der amerikanischen Subprimeproblematik.

Allerdings gehen auch die heutigen Gutverdiener in den Städten in Rente und sterben weg. Manche werden die Stadtmiete von ihrer kargen Rente nicht mehr zahlen können. Die Häuser werden wieder auf den Markt geworfen und mehr Mietwohnung in den Städten wird frei = nicht mehr so rentabel. Worauf ich hinaus will ist, dass es aufgrund der Demografie ein Ungleichgewicht in der Angebot/Nachfrage gibt. Es wird im Schnitt einfach mehr Häuser geben, die auf den Markt geworfen werden als es Häuser geben wird die gekauft werden. Das gilt sowohl für Stadt als auch für Land.

Ich vermute es wird die Stadt nicht so sehr treffen da die Leute weiter von Land nach Stadt nachrücken werden wenn sie die Chance sehen (Stadtpreise fallen in gemäßigtere Regionen, die sich auch Landler leisten können).

Die jeweils gewünschte Wohnlage hängt m.E. z.B. maßgeblich von der Mobilität ab. Je teurer bzw schlechter Mobilität wird, desto attraktiver wird die Großstadt. Je besser (schneller) jedoch der ÖPNV wird, desto attraktiver wird das Land.

In den 70igern fand iirc eine Stadtflucht statt. Die Mobilität war hoch, die Preise auf dem Land zunächst sehr gering. Viele Städter haben das im 3DC beschworene "einfache Häuschen des einfachen alleinverdienen Arbeiters" irgendwo jwd gebaut, wo der Baugrund den neuen Steuerzahlern fast geschenkt wurde.

Auf dem Land ist derzeit eine Dynamik zu beobachten, die möglicherweise zukünftig in schrumpfenden Städten auch einsetzen wird: Häuser können nicht zum Geldwert vermietet werden. Anders ausgedrückt, es ist dort günstiger zu mieten als zu bauen. In einem solchen Szenario baut man aber nur, wenn man selber dort wohnen will. Warum sollte man aber bauen, wenn man günstiger mieten kann?

Gandharva
2013-11-09, 18:20:35
Die Immobilienpreise passen sich halt auch dem Einkommensniveau der Region an. Wenn man in München bauen will, sollte man natürlich auch entsprechend verdienen.
Das kommt doch hinten und vorne nicht hin. Bleiben wir mal beim Beispiel München. Grundstückspreise liegen dort bei 1000-1200€ pro Quadratmeter. Auf dem Land liegt der Quadratmeter bei ~150 €. Man müsste also in München (nehmen wir mal an Haus/Grund 50:50) ca. 4x so viel verdienen wie auf dem Land damit deine Rechnung aufgeht. ;)

Lethargica
2013-11-09, 18:39:01
Die Aussage ist extrem naiv..

Ja? Ich kann zumindest beides belegen ;)

Hamster
2013-11-09, 18:45:01
Ja? Ich kann zumindest beides belegen ;)

Wieso? Er hat doch recht. Von ca. 3,2T€ netto ausgehend ein Haus für 400.000€ zu finanzieren ist Irrsinn. (Es sei denn es ist genügend EK vorhanden aber davon war ja nicht die Rede).

Angenommen du tilgst von diesem Einkommen monatlich 1200 Euro, dann zahlst du für das Haus satte 28 Jahre. Und Zinsen sind hierbei noch gar nicht berücksichtigt.

Vader
2013-11-09, 21:00:30
Gut, momentan ist die Tilgung groß und der Zinsanteil niedrig. Ob die Hauspreise (bzw. der Hauswert) so bleibt, wenn die Zinsen wieder steigen, wissen wir nicht. Einiges spricht dagegen.

Ja, die Miete ist weg, so wie die Zinsen. Die Tilgung ist aber nicht weg bzw. fällt gar nicht erst an. Du kannst anderweitig (flexibleres) Vermögen bilden. Einen Entscheidungsautomatismus sehe ich da nicht.

Wenn die Finanzierungsrate so hoch ist wie eine Mietzahlung, hat man nach x Jahren immer noch den Wert des Hauses.


Wieso? Er hat doch recht. Von ca. 3,2T€ netto ausgehend ein Haus für 400.000€ zu finanzieren ist Irrsinn. (Es sei denn es ist genügend EK vorhanden aber davon war ja nicht die Rede).

Angenommen du tilgst von diesem Einkommen monatlich 1200 Euro, dann zahlst du für das Haus satte 28 Jahre. Und Zinsen sind hierbei noch gar nicht berücksichtigt.

Es ist ordentlich EK vorhanden gewesen, Lethargica ist da anders :freak: :biggrin:

ux-3
2013-11-09, 21:27:24
Wenn die Finanzierungsrate so hoch ist wie eine Mietzahlung, hat man nach x Jahren immer noch den Wert des Hauses.


Und wenn sie höher ist? Dann mietest du dein Haus letztlich von der Bank.

Sven77
2013-11-09, 21:32:18
Wenn die Finanzierungsrate so hoch ist wie eine Mietzahlung, hat man nach x Jahren immer noch den Wert des Hauses.

Das ist sie bei gleichem Wohnstandard nie und der Gedankengang das man ja immer noch den Wert des Hauses hat kann ganz schnell in die Hose gehen wenn man mal finanzielle Schwierigkeiten hat... bei ner Zwangsversteigerung kriegen die wenigsten ihre Schulden getilgt... dann steht man ohne Haus vor der Privatinsolvenz

ux-3
2013-11-09, 21:51:40
Das ist sie bei gleichem Wohnstandard nie und der Gedankengang das man ja immer noch den Wert des Hauses hat kann ganz schnell in die Hose gehen wenn man mal finanzielle Schwierigkeiten hat... bei ner Zwangsversteigerung kriegen die wenigsten ihre Schulden getilgt... dann steht man ohne Haus vor der Privatinsolvenz

Das von mir bewohnte Haus würde neu fast soviel an Zinsen kosten, wie ich monatlich Miete bezahle. Und das in einer Phase niedriger Zinsen.

Sven77
2013-11-09, 21:57:38
Das am Anfang die Tilgung niedrig ist und die Zinsen hoch vergessen viele, wenn man in finanzielle Schwierigkeiten gerät ist es das meist in den ersten Jahren.. dann hat man kaum was getilgt und vor allem bei so Suizidkrediten ohne EK steht man dann vor den Scherben seiner Existenz..

Morale
2013-11-09, 21:58:13
Wenn man in München bauen will
Sollte man schon ein paar Millionen übrig haben.
In München gibt es keinen Baugrund.
Das ist auch der Grund warum München mit zu den beschissesten Städten gehört was Mieten/Kaufen/Bauen angeht. Es gibt nix. München ist voll. München hat per km² doppelt soviele Einwohner wie z.b. Hamburg. Das München teuer ist drauf geschissen. Aber wenn du in HH für Preis X ne 2 Zimmerbude suchst und da 120 Angebote findest und in München 12, ja dann viel Spaß. Wenn sich 50 Leute die Bude angucken. An jedem der 4 Termine!
1 Zimmerbuden gibt es z.b. fast gar nicht.

Man kann in München gut verdienen, aber das kann man woanders in Bayern/BaWü auch.

Paul1
2013-11-09, 22:05:25
Und vor allem: Was ist wenn das Haus dann weniger wert ist als die gezahlten Zinsen plus der Finanzierung?

medi
2013-11-09, 22:41:00
Ich weiß nicht, ließt sich hier andauernd wie "mimimi ich hab kein Haus also ist das schlecht".
Wenn ihr Kinder habt, denkt ihr anders.

Und ja, ich wollte auch keine Kinder, bis ich 34 war und die richtige Frau gefunden habe - aber solange lebt in eurer Mietswohnung und freut euch - denn ich freu mich auch :)

Ich hab ein Kind und will kein Haus und jetzt kommst du ;)

Ich bin auf dem Land aufgewachsen. 50 Seelen Gemeinde. Unser Haus + echt großes Grundstück (ehemaliger Bauernhof quasi) grenzt mit 2 Seiten an Felder + Wälder.
Klar war das als Kind spannend die nähere Gegend zu entdecken, aber genauso beängstigend wenn die Eltern mal nicht da waren oder es draußen dunkel wurde. Und ebenso spannend war es in der "Großstadt" Stendal bei meinen Großeltern.
Hier in der Kleinstadt wo wir jetzt in ner Mietwohnung wohnen ist die nächste Großstadt 15min mit Auto o. Bahn entfernt (FFM) und es gibt trotzdem genügend und sogar mehr Wälder zum entdecken als in meinem Heimatdorf. Auch sonst gibt es viel mehr für Kinder zu erleben als auf dem Dorf.
Ich denke nicht, dass mein Kind eine weniger spannende Kindheit haben wird als ich - eher im Gegenteil da es hier viel mehr Möglichkeiten gibt.

Das einzige was hier nervt ist der viele Verkehr. Da ist es auf dem Dorf in der Tat ruhiger.

Vader
2013-11-09, 23:42:59
Das ist sie bei gleichem Wohnstandard nie und der Gedankengang das man ja immer noch den Wert des Hauses hat kann ganz schnell in die Hose gehen wenn man mal finanzielle Schwierigkeiten hat... bei ner Zwangsversteigerung kriegen die wenigsten ihre Schulden getilgt... dann steht man ohne Haus vor der Privatinsolvenz

Ein eigenes Haus ist immer ein höherer Standard.
Aber irgendwie bringt das hier nix. Lebt weiter in Miete, ich bezahl mein Haus ab und alle sind froh ;D

Stormtrooper
2013-11-10, 07:27:10
Ein eigenes Haus ist immer ein höherer Standard.
Aber irgendwie bringt das hier nix. Lebt weiter in Miete, ich bezahl mein Haus ab und alle sind froh ;D

Naja, lach nur.
Das Problem, für viele ist Haus bauen/kaufen eine 50/50 Chance.
Fakt ist aber.
Vertreibt die Bank Kredite die zum Rentenbeginn abgezahlt sind, geht das Projekt Hauskauf zu 99% in die Hose.
Gerade wenn mit diesen Niedrigzinsen kalkuliert wird.

Hat man in einer guten Gegend gekauft, kommt man oft noch mit einem blauen Auge davon, hat man in einer schlechten Gegend oder aufm Land ein Haus gekauft, ist das Einzigste was vom Projekt Hauskauf übrig bleibt, ein Berg voller Schulden.

Lethargica
2013-11-10, 10:39:03
Und vor allem: Was ist wenn das Haus dann weniger wert ist als die gezahlten Zinsen plus der Finanzierung?

Dazu müsste man schon völlig überteuert gebaut/gekauft haben, viel zu wenig EK besitzen, oder beschissen finanzieren. Am Besten alles zusammen.

Selbst wenn mein Haus morgen nur noch 50% seines heutigen Wertes hätte, würde ich ohne Schulden aus der Sache rauskommen. Und da wir in einer der stabilsten Regionen leben, rechne ich mal eher mit dem Gegenteil ;)

Plutos
2013-11-10, 11:01:22
Ich weiß ja nicht, was manche Anti-Bauer hier erwarten...ist doch klar, dass bei gängiger EK-Quote und stemmbarer Finanzierung ein verdammtes Haus nicht in 10 Jahren bezahlt ist :confused:. Sicher kann man da 20-30 Jahre lang abstottern, ist doch ganz normal...gut, wenn man Kinder plant, braucht man sich die nächsten 20 Jahre eh wenig anderes vornehmen ;D aber wem dieser Planungshorizont zu lang ist, der baut halt nicht.
Gegen Altersarmut würde es aber schon helfen - ich bin der Meinung, je früher bauen, desto besser. Selbst wenn man bis zur Rente zahlt, hat man dann gut und gerne noch 20 Jahre, wo man sich dann über die Lebenslang-Mieter lustig machen kann. Die werden nämlich von ihren Renten ihren Lebensstandard - und damit auch ihre bisherige Wohnung - nicht halten können, wenn sie nicht ordentlich was zurückgelegt haben.

Paul1
2013-11-10, 11:06:08
Nein, muss man nicht. Dazu reicht es schon, dass das Objekt heruntergewohnt wurde nach 30 Jahren. Und da du offenbar Baugrund geschenkt bekommen hattest, bist du wohl auch kein Maßstab.
Und hier reicht dann auch schon das von mir beschriebene Szenario. Die Kinder brauchen das Haus in der Pampa nicht und dann bekommst du es in den seltensten Fällen zu dem Preis der Baukosten verkauft. Denn die sind nämlich beim Verkauf ziemlich egal - was zählt ist die Lage. Ich kann mir zB für 1 Mio € ein Penthouse in die Pampa bauen. Ich werde nie und nimmer das Geld auch nur annähernd beim verkauf wieder sehen. Ja, das Beispiel ist übertrieben, aber es soll ja auch nur zeigen, wie naiv oft vorgegangen wird. Und wenn ich hier und auch in meinem Bekanntenkreis sehe, wie die Häuser so personalisiert werden ("baue ich ein Haus, kann ich es so machen wie ICH will" ;)) liege ich damit auch nicht ganz so falsch. Abgerechnet wird am Ende und da wirst du dann schauen müssen bzw deine Kinder, was für die Bude noch bekommen werden kann, wenn die das Haus verkaufen. Und da stellt sich dann jeder die Farge, ob es nicht sinnvoller für die Kinder gewesen wäre das Geld zu sparen und denen das Studium etc zu finanzieren. Das hilft denen nämlich mehr als ein Haus in der Pampa mit 40 Jahren zu erben. Das Argument, den Kindern damit was gutes zu tun kann man also eher vergessen.
Im Endeffekt habe ich den Eindruck, dass das Finanzielle beim Hausbau eher die Nebenrolle spielt und Dinge wie "mein Haus", "keine Miete", "so wie ICH es will" die große Geige spielen. Und das finde ich schon ein wenig erschreckend, spiegelt aber genau die Herangehensweise vieler an Anlageformen wider. Für dich mag das ein No-Brainer sein, weil du Baugrund hattest. Aber üblicherweise ist ein Hausbau kein No-Brainer, auch wenn das die Hausbauer immer wieder betonen. Um es mit anderen Worten zu sagen: Dass Grundstücke bzw Häuser in der Pampa so billig sind hat üblicherweise seinen Grund und den Markt ausmanövrieren, um den riesen Schnapper zu machen ("zahlt ihr doch weiter Miete, ihr Trottel" ;)) ist einfach eine naive Vorstellung.

Wirklich ausmanövrieren kann man den Markt nur, bei sich von der Grundgesamtheit positiv abhebenden Begebenheiten. Wie bei meinem Bekannten, der in Berlin wohnt. Da sind Wohnung v.a. in den angesagten Regionen teuer, ansonsten ist es auch deshalb günstig, weil da sehr wenig verdient wird. Bist du nun einer, der a) etwas weiter an den Rand zieht, aber trotzdem noch zentrumsnah und b) sehr viel mehr verdient als selbst der durchschnittliche Akademiker in Berlin kannst du, wenn du willst, natürliche dies ausnutzen. Von solchen Leuen gibt es aber eher wenig, denn sonst würden Wohnungen in Berlin so viel kosten wie in HH, Köln oder München. Und in jeglichen Forendiskussionen glaube ich einfach nicht, dass sich ausgerechnet in Internetforen, genau immer die herumtrieben, die genau diese Ausnahmen sind. Aber da sind ja immer alle die 5% Ausnahmeerscheinungen. ;)

Ich weiß ja nicht, was manche Anti-Bauer hier erwarten...ist doch klar, dass bei gängiger EK-Quote und stemmbarer Finanzierung ein verdammtes Haus nicht in 10 Jahren bezahlt ist :confused:. Sicher kann man da 20-30 Jahre lang abstottern, ist doch ganz normal...gut, wenn man Kinder plant, braucht man sich die nächsten 20 Jahre eh wenig anderes vornehmen ;D aber wem dieser Planungshorizont zu lang ist, der baut halt nicht.
Gegen Altersarmut würde es aber schon helfen - ich bin der Meinung, je früher bauen, desto besser. Selbst wenn man bis zur Rente zahlt, hat man dann gut und gerne noch 20 Jahre, wo man sich dann über die Lebenslang-Mieter lustig machen kann. Die werden nämlich von ihren Renten ihren Lebensstandard - und damit auch ihre bisherige Wohnung - nicht halten können, wenn sie nicht ordentlich was zurückgelegt haben.

Nun, sofern das Haus in der Pampa steht hast du damit als Rentner eben keinen Spass. Aber wer um jeden Preis Miete vermeiden will... ;)

Lethargica
2013-11-10, 11:22:14
Das mit dem Grundstück lasse ich so auch nicht gelten. Ich hätte auch ohne Grundstück bauen können, das Haus wäre dann halt etwas kleiner und weniger luxuriös ausgefallen. Der Grund macht bei mir von der Gesamtsumme weniger als 1/4 aus.

Das Haus steht wie gesagt auch nicht in der Pampa, sondern in einer der stärksten Ferien- und Wirtschaftsregionen Deutschlands.

Paul1
2013-11-10, 11:36:37
Du hast ein Haus für ca 800k+ gebaut? Sorry, aber deine Geschichte hat mir zu viele Ungereimtheiten.
Unf erzähle mir bitte nicht, dass ich für n Appel und ein Ei in einer Wirtschaftsstarken Region ein Grundstück bekomme, dass nicht in der Pampa liegt. Beim Euphemismus Ferienregion läuten bei mir eh alle Glocken. Maklersprech ftw.


Ein Haus als Absicherung gg Altersarmut macht auch nur auf den ersten Blick viel Sinn. Wer hingegen über sein ganzes Berufsleben eine Finanzierung stellen kann wird wohl eher weniger im Alter arm sein. Das Risiko Arbeitslos zu werden trifft denjenigen, der ein Haus finanziert viel härter (erst recht, wenn ich mal den Ball von Plutos aufnehme und ich schön früh anfange bis zur Rente zu zahlen). Wer von sich behaupten kann, das dank gutem Gehaltund Jobsicherheit durchziehen zu können braucht oft kein Haus zur Absicherung. Und wohnt so nebenbei oft in Gegenden, wo ein Hauskauf/Bau sowieso außer Frage steht, es sei denn man verdient richtig gut.

Vader
2013-11-10, 12:44:27
@Lethargica

Lass es einfach, es hat schlicht kein Sinn hier zu diskutieren. Wir werden verarmt und verschuldet sterben, unsere Kinder werden dumm bleiben und uns hassen und das nur, weil wir gewagt haben zu bauen ;D

Sven77
2013-11-10, 13:15:11
Nene, andersrum wird ein Schuh draus.. denn wenn man mit z.B. 4,5K Netto NICHT baut ist man vielen nach in diesem Thread ein Idiot weil man das Geld lieber raffgierigen Mietern in den Hals schiebt.
Heutzutage wird ja jedem erzählt das jeder der nur ein bisschen Geld heimbringt bauen oder Wohneigentum kaufen kann, aber dem ist eben nicht so. Es gilt Risiken und Vor/Nachteile abzuwägen. Wenn man genug Eigenkapital hat mag das Risiko überschaubar sein, und wenn das bei euch klappt ist das ja okay. Wer schonmal aufgrund fehlender Konjunktur nicht wusste wie er am 1. seine Miete bezahlt überlegt sich das eben zweimal. Im Moment haben wir relativ viel Geld, früher war das nicht so entsprechend haben wir keine Rücklagen und die bilden sich auch nur langsam weil das Leben in der Stadt unfassbar teuer ist.

Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen (16K Einwohner) in einem typischen Neubaugebiet, meine Eltern hatten richtig Asche zu der Zeit. Oben wohnte die Grosseltern drin im Erdgeschoss wir. Die Riesenhütte mit dem Garten wird meinen Eltern langsam zur Last (beide Mitte 60) und oben haben sie vermietet. Mein Bruder hat jetzt selbst gekauft und ich will nie wieder zurück.. leider ist die Bude nicht mehr das wert was sie mal war, Inflationsbereinigt wären das wohl fast 800.000Eur.. nur will da niemand mehr wohnen, es dürfte maximal die Hälfte sein, eher weniger.

Als Wertanlage, Altersabsicherung und Erbe für die Kinder taugt ein Eigenheim also nur bedingt. Das einzige das man zählen lassen lassen kann ist das einem gehört.. aber prinzipiell gehört es ja der Bank bis mal alt und grau ist..

Stormtrooper
2013-11-10, 13:19:44
Nene, andersrum wird ein Schuh draus.. denn wenn man mit z.B. 4,5K Netto NICHT baut ist man vielen nach in diesem Thread ein Idiot weil man das Geld lieber raffgierigen Mietern in den Hals schiebt.

Ist man auch.
Denn wer 4.500 Netto hat ohne nennenswertes Eigenkapital wird sich nie ein Haus leisten können.
Denn wer es bis zum Kauf nicht geschafft hat zum sparen wird nachher niemals ein Kredit bedienen können.

Sven77
2013-11-10, 13:32:07
Ist man auch.
Denn wer 4.500 Netto hat ohne nennenswertes Eigenkapital wird sich nie ein Haus leisten können.
Denn wer es bis zum Kauf nicht geschafft hat zum sparen wird nachher niemals ein Kredit bedienen können.

Das ist eine allgemeingültige Aussage? Und wenns vor 5 Jahren noch knapp über dem Existenzminimum war?

ux-3
2013-11-10, 13:55:33
Sonderbare Emotionalisierung hier, wo Rationalität angesagt wäre.

Statistisch gesehen müssten etwa 50% aller Hauskäufe scheitern, weil sich die Käufer scheiden lassen - den Aspekt habe ich in der Diskussion bislang vermisst. Möglicherweise wirkt ein Hauskredit stabilisierend auf die Ehe, möglicherweise fördert er das Gefühl der Eingesperrtheit. Eine Scheidung dürfte einen Hausbau in eine tiefe Krise stürzen und vermutlich zu Verlusten führen. So etwas trifft bekanntlich nur die anderen.

Ich persönlich bin ja fast froh, dass andere gebaut haben und genau in die hier genannten Fallen getappt sind. Sonst könnte ich dieses Haus nicht zu den Finanzierungskosten mieten. Mit etwa 5 Euro pro Quadratmeter bin ich dabei. Dafür ist es halt nicht meins und nicht genau so, wie ich will. Was sich z.T. schon als Segen erwiesen hat, denn einiges, was ich nicht mehr missen möchte, hätte ich nicht gewollt.

arcanum
2013-11-10, 14:06:46
ich bewerte den immobilienkauf als anlageform - ist ein haus/eine wohnung langfristig lukrativer als mit dem eigenkapital zu wirtschaften und keine zinsen für den kredit abzuzahlen?

dazu kommen sachen wie: in welche richtung werden sich langfristig die zinsen für kredite entwickeln? die zinsgarantie ist bei den krediten die ich mir angesehen habe meist auf 10 oder 15 jahre beschränkt. wenn sich die wirtschaft bis dahin erholt hat und die zeiten der niedrigzinspolitik vorbei sind, werden die zinsen für bestehende kredite explodieren.

wie werden sich die immobilienpreis entwickeln? wir sind (in großstädten) bestimmt noch lange noch beim peak angekommen, aber wieviel ist das objekt in 10 oder 20 jahren wert? was ist, wenn ich morgen in eine andere stadt oder ein anderes land will? kann ich das objekt zu einer angemessenen miete vermieten? wie hoch sind die folgekosten? gerade bei häusern muss man erhebliche rücklagen für renovierungen/sanierungen bilden.

ich persönlich würde ohne ausreichendes EK (>= 50%) nicht finanzieren, da ich finanziell schlicht zu unbeweglich bin mit so einem klotz am bein.

viele leute bewerten die sache ziemlich emotional. dabei ist das nichts anderes als ein zahlenspiel.

Knuddelbearli
2013-11-10, 14:16:16
solls in diesem Thread eigentlich nur um Häuser gehen oder darf es auch um Wohnungen gehen?

Die meisten pro Argumente ( ausgenommen Garten und so natürlich ) treffen auch auf Wohnungen zu. Die meisten negativen Sachen aber nicht.

Ich überlege schon länger einen Wohnungskauf mit 1/3 EK, in der Größe schön so das man notfalls einige Jahre auch mit Kind dort bleiben kann ( 2 Schlafzimmer ) und als rate versuche ich es dann so hinzubekommen das ich ca das doppelte zahle was ich sonst an Kaltmiete zahlen würde. Das würde dann ca 10 Jahre dauern, und ich bin ja noch jung, aber auch nimmer der jüngste, auf Dauer spart man sich da einiges.

Bei Häuser ist halt das Problem das sich mieten einfach nicht lohnt. Wenn man wirklich ein Haus will muss man fast kaufen/bauen.

Paul1
2013-11-10, 14:31:52
Vor allem muss bedacht werden, dass wenn die Zinsen steigen mit all den Effekten auf die Tilgung auch der Wert der Immobilie sinkt.

Eco
2013-11-10, 15:21:44
Die meisten pro Argumente ( ausgenommen Garten und so natürlich ) treffen auch auf Wohnungen zu. Die meisten negativen Sachen aber nicht.

Einen Garten kann man bei einer ETW genauso haben.
Das Haupt-Pro-Argument (IMHO) für ein Haus trifft für eine ETW nur bedingt zu: Man ist weitestgehend sein eigener Herr. Gewünschte (externe) bauliche Veränderungen sind im Grunde nur an gesetzliche bzw. städtische Vorgaben gebunden, während ein Wohnungseigentümer hier das Einverständis der Gemeinschaft einholen muss (und bauliche Änderungen hinnehmen muss, wenn sie die Gemeinschaft mehrheitlich beschließt).
Umgekehrt kann das auch ein Nachteil sein, da man als Hausherr die komplette Verantwortung (und Kosten) trägt, während das bei der Eigentümergemeinschaft aufgeteilt wird.
Ein Vorteil einer ETW sind die i.d.R. geringeren Kosten, sowohl bei Anschaffung als auch laufende Kosten/Instandhaltung.

Stormtrooper
2013-11-10, 15:30:43
Ein Vorteil einer ETW sind die i.d.R. geringeren Kosten, sowohl bei Anschaffung als auch laufende Kosten/Instandhaltung.

Bedingt hast du Recht.
Wenn aber die Heizung etc kaputt ist, kostet die Heizung in einem Mehrparteienhaus um einiges mehr, als für ein EFH.
Zusätzlich kommen Verwalterkosten, eventuell Hausmeister, Nebenkostenabrechnungsservice etc.
Und eingezahlte nicht benötigte Rücklagen sind futsch, wenn man verkauft.

Vader
2013-11-10, 15:57:58
Nachbarn die einen auf den Sack gehen können...

Knuddelbearli
2013-11-10, 15:58:03
naja pro Wohnung ist die Heizung aber wieder weit günstiger

Eigenheim kann man je nachdem mit 5k rechnen ( inkl Förderungen und alles )

Mehrparteienhaus mit 10 Mieter sagen wir mal 20k also 2k je Wohnung ;-)

und Rücklagen sehe ich eher als Vorteil sofern man nicht nur mit Eigenmitteln kauft.
Und Nebenkosten hat man doch beim Haus ebenso nur muss man sich da eben selber um alles kümmern und übersieht dann leichter etwas.

Und ja es gibt auch Wohnungen mit Garten die sind aber deutlich seltener und meist massiv teurer.

Hauptnachteil ist halt Nachbarn, wobei man da mit einem Haus auch Pech haben kann ^^

Rancor
2013-11-10, 16:14:57
Ist man auch.
Denn wer 4.500 Netto hat ohne nennenswertes Eigenkapital wird sich nie ein Haus leisten können.
Denn wer es bis zum Kauf nicht geschafft hat zum sparen wird nachher niemals ein Kredit bedienen können.

Mit 4500 netto kannst du dir locker ein Haus leisten ( 300k Häuschen ca ), sogar alleine.... rofl

ux-3
2013-11-10, 16:17:26
Mit 4500 netto kannst du dir locker ein Haus leisten ( 300k Häuschen ca ), sogar alleine.... rofl
Lies Dir seine Aussage noch mal durch. Du hast die eigentliche Anschuldigung zwischen den Zeilen nicht gefunden. ;)


@all: Da ist noch ein Punkt, den man bedenken sollte. Wenn man ein Haus finanziert und Kinder hat, werden die evtl. später mal in eine Universitätsstadt ziehen, um dort zu studieren. Die Unterhaltsansprüche haben Vorrang vor der Tilgung. Wenn man 2-3 studierende Kinder hat, kosten die soviel wie die komplette Hausrate - wenn nicht mehr. Das wird oft bei der Planung verdrängt.

Eco
2013-11-10, 16:34:35
Wenn aber die Heizung etc kaputt ist, kostet die Heizung in einem Mehrparteienhaus um einiges mehr, als für ein EFH.

Wird aber durch die Eigentümer geteilt, bzw. durch die Rücklage getragen, sofern ausreichend.

Und eingezahlte nicht benötigte Rücklagen sind futsch, wenn man verkauft.
Stimmt, aber man kauft Rücklagen auch, wenn man eine ETW erwirbt (natürlich i.d.R. nicht, wenn das Haus neu gebaut wurde).

Nachbarn die einen auf den Sack gehen können...
Kann bei einem Haus auch passieren, wobei das Risiko bei einer ETW sicher höher ist.

Lethargica
2013-11-10, 16:59:26
Du hast ein Haus für ca 800k+ gebaut? Sorry, aber deine Geschichte hat mir zu viele Ungereimtheiten.
Unf erzähle mir bitte nicht, dass ich für n Appel und ein Ei in einer Wirtschaftsstarken Region ein Grundstück bekomme, dass nicht in der Pampa liegt. Beim Euphemismus Ferienregion läuten bei mir eh alle Glocken. Maklersprech ftw.


Ein Haus als Absicherung gg Altersarmut macht auch nur auf den ersten Blick viel Sinn. Wer hingegen über sein ganzes Berufsleben eine Finanzierung stellen kann wird wohl eher weniger im Alter arm sein. Das Risiko Arbeitslos zu werden trifft denjenigen, der ein Haus finanziert viel härter (erst recht, wenn ich mal den Ball von Plutos aufnehme und ich schön früh anfange bis zur Rente zu zahlen). Wer von sich behaupten kann, das dank gutem Gehaltund Jobsicherheit durchziehen zu können braucht oft kein Haus zur Absicherung. Und wohnt so nebenbei oft in Gegenden, wo ein Hauskauf/Bau sowieso außer Frage steht, es sei denn man verdient richtig gut.

Grundstücke kosten hier (wenn man nicht gerade direkt am See wohnt) zwischen 250 und 350€ m². Die durchschnittliche Grundstücksgröße für ein neu gebautes EFH liegt bei ca. 400m² (Ich hab ca. 700m², was aber natürlich nicht sein müsste) -> ergo 100k-140k für das Grundstück.

Wie du Pampa definierst, sei mal dahin gestellt. Ne Großstadt in dem Sinne gibt es hier die nächsten 100km nicht. Ich hab allerdings den Kindergarten, Schule, Einkaufsmöglichkeiten, 2 Baumärkte usw. alles im Umkreis von 2km.
Zur Arbeit sind es 10km (Friedrichshafen).

Zum Thema Wirtschaft:

Bodenseekreis 2877 Arbeitslose (1461 Frauen, 1416 Männer), plus 56 zum Vormonat; Arbeitslosenquote im Juli: 2,5 Prozent, davon SGB II: 1241 Menschen, minus 35 zum Vormonat.

PS:
Ich habe mich im Übrigen nie wertend zu dem Thema Hauskauf/Hausbaubau geäußert. Jeder soll manchen, womit er glücklich wird.

Paul1
2013-11-10, 17:25:10
Ein Kindergarten eine Schule und sog. Einkaufsmöglichkeiten. Hast du nicht vergessen zu erwähnen, dass ihr auch Strom habt? ;)
Sorry, aber diese Beschreibung hätte besser nicht von einem Makler kommen können.
Es gibt dort sicher auch attraktive Gegenden, aber sicher nicht für den Preis.

ux-3
2013-11-10, 17:30:11
Schule

Wie weit wäre denn das nächste Gymnasium?

Vader
2013-11-10, 17:31:51
Paul1 Du bist ein Troll. Lese doch erstmal was er schon geschrieben hat, bevor Du ihn angreifst.
Seine Familie und sein Freundeskreis wohnt in der Nähe, für ihn der wichtigste Punkt dort zu wohnen.

ux-3
2013-11-10, 17:39:10
Paul1 Du bist ein Troll. Lese doch erstmal was er schon geschrieben hat, bevor Du ihn angreifst.
Seine Familie und sein Freundeskreis wohnt in der Nähe, für ihn der wichtigste Punkt dort zu wohnen.


Du wirst schon wieder grundlos persönlich. :(

In Bayern gibt's gerade einen Hungerstreik, WEIL man in einer schönen touristischen Gegend untergebracht ist. ;) Von daher ist eine gewisse Skepsis bei einigen Daten schon angebracht.

Logistisch wichtig sind auch so Dinge wie weiterführende Schule, Fachärzte, Krankenhaus, Autowerkstatt etc.

Paul1
2013-11-10, 17:41:24
Nein, ich bin kein Troll, ich sehe das eben anders. Man muss nicht immer dort wohnen, wo auch die Eltern wohnen. Und ein Freundeskreis ist auch immer da, wo man wohnt. Ganz ehrlich? Zuerst wird hier erzählt wie toll das finanziell ist. Dann wie toll es ist ein riesen Haus zu haben, dass den Kindern hinterlassen werden kan. Und jetzt, wo der Zahn gezo gen wurde ist es urplötzlich die Familie. Verdächtig, wie sich die Gründe hier im Laufe der Diskussion ändern. ;)

Eisenoxid
2013-11-10, 17:48:03
Wichtig bei solchen Kleinen Städten um 10-50k EW ist, dass diese eine gewisse Zentralität haben und nicht nur Satellietenstädte um eine größere Stadt sind.
Im ersten Fall sind auch diese kleinen Städte mit allem nötigen ausgestattet.

Hier bspw.: ~20k EW, nächsten Städe mit >100k EK sind ~45min mit dem Auto entfernt (gute AB und Bahnanbindung). Die ganzen umliegenden Dörfler kommen zum Einkaufen, Arbeiten, in die Schulen hergependelt. Es gibt alles nötige vor Ort, das Meiste zu Fuß in <10min erreichbar. 2 Gymnasien, 2 Realschulen, Krankenhaus, 3 Baumärkte, modernes Kino, viele kleine Kleindungs- und Faschgeschäfte, sowie Cafes, Restaurants und Kneipen in der Innenstadt.
Die ganze wesentliche Infrastuktur ist innerhalb von ~5km vorhanden.
Man muss nur die 45min Fahrt in größere Städte machen, wenn man mal unbedingt zum MM, oder zum IKEA möchte, oder Abends mal etwas anderes als die 4-5 Bars/Kneipen, oder den einen Club hier besuchen will.
Die Grundstückspreise sind im Zentrum zwar nicht wirklich billig, aber bezahlbar (250€/m²).

Nein, ich bin kein Troll, ich sehe das eben anders. Man muss nicht immer dort wohnen, wo auch die Eltern wohnen. Und ein Freundeskreis ist auch immer da, wo man wohnt. Ganz ehrlich? Zuerst wird hier erzählt wie toll das finanziell ist. Dann wie toll es ist ein riesen Haus zu haben, dass den Kindern hinterlassen werden kan. Und jetzt, wo der Zahn gezo gen wurde ist es urplötzlich die Familie. Verdächtig, wie sich die Gründe hier im Laufe der Diskussion ändern. ;)
Natürlich ist das etwas sehr individuelles. Der eine möchte sich weder um Garten und Haus kümmern und der andere tut das eben sehr gerne. Finanziell ist ein Haus va. zu Beginn natürlich ein Risiko. Das ist klar. Deswegen ist das auch eher nichts für jemand der sich nicht binden möchte und kann finanziell natürlich auch derbe in die Hose gehen - das bestreitet niemand.

ux-3
2013-11-10, 17:51:26
Nein, ich bin kein Troll, ich sehe das eben anders. Man muss nicht immer dort wohnen, wo auch die Eltern wohnen. Und ein Freundeskreis ist auch immer da, wo man wohnt. Ganz ehrlich? Zuerst wird hier erzählt wie toll das finanziell ist. Dann wie toll es ist ein riesen Haus zu haben, dass den Kindern hinterlassen werden kan. Und jetzt, wo der Zahn gezo gen wurde ist es urplötzlich die Familie. Verdächtig, wie sich die Gründe hier im Laufe der Diskussion ändern. ;)


Versetze Dich doch mal bitte in die Lage der Leute. Die Entscheidung ist nicht einfach, weil es eben Argumente für und wieder gibt, Regionen verschieden sind usw. Aber wenn man sich dafür entschieden hat, möchte man sich die Risiken und Nachteile der Entscheidung nicht mehr ständig vor Augen führen sondern orientiert sich an den Vorteilen. Das macht auch Sinn, denn es ist für eine andere Entscheidung eh zu spät. Von daher hört man von dort eine eingefärbte Meinung "pro bauen". Wer nicht bauen kann, der redet sich seine alternativlose Lage auch angenehmer, in dem er die negativen Aspekte besonders hervorhebt.

Ich stehe dem ganzen ziemlich neutral gegenüber: Ich habe ein Haus und könnte es auch bequem finanzieren. Ich betrachte die Argumente und versuche zu entscheiden, was für mich tatsächlich zutreffender ist. Dabei habe ich aber erkannt, dass ich einen Aspekt nicht wirklich gut beurteilen kann - Alter. Ich merke ständig, wie sich die Bedürfnisse verschieben, und wie wenig aktuell mein Lebensbild aus meinen 30igern noch ist. Mittlerweile glaube ich nicht mehr an pauschale Ja/Nein Antworten, dazu gehen zu viele Faktoren auf komplexe Weise ein.

Wir wären daher gut beraten, ohne Streit oder Anfeindung eine Sammlung von Argumenten Pro/Contra zusammenzutragen, die dann jeder für seine Situation prüfen kann.

@Eisenoxid: So was nennt man ein Mittelzentrum. Wenn man da Arbeit findet, ist es wohntechnisch optimal. Und im Zentrum muss man nicht zwingend wohnen, da man zu Fuß in max. 10 Minuten den Stadtrand erreicht.

Lethargica
2013-11-10, 18:26:33
Wie weit wäre denn das nächste Gymnasium?

2,3km ... bin ich jahrelang mit dem Fahrrad gefahren ;)

Was soll ich dir noch alles aufzählen, welche Läden es genau gibt? Kaufland, aldi, lidel... Firmen: ZF, MTU, Ifm, EADS... so langsam wird es lächerlich :uup:

Eisenoxid
2013-11-10, 18:27:36
@Eisenoxid: So was nennt man ein Mittelzentrum. Wenn man da Arbeit findet, ist es wohntechnisch optimal. Und im Zentrum muss man nicht zwingend wohnen, da man zu Fuß in max. 10 Minuten den Stadtrand erreicht.
Genau. Der Arbeitsmarkt ist hier im Grunde auch gar nicht übel. Es gibt zwar wenig richtig große Arbeitgeber, aber sehr viele Mittelständische Unternehmen.

Genauso gibt es auch kleinere Oberzentren, die praktisch alles bieten, was auch Großstädte haben, aber die Distanzen, und somit auch die Fahrzeiten sind wesentlich geringer. Wobei man hier in der Kernstadt teilw. schon wieder sehr hohe Preise zahlt. Wenn man dann am Stadtrand sitzt ist nicht mehr alles easy zu Fuß errichbar.

ux-3
2013-11-10, 18:33:54
Genau. Der Arbeitsmarkt ist hier im Grunde auch gar nicht übel. Es gibt zwar wenig richtig große Arbeitgeber, aber sehr viele Mittelständische Unternehmen.

Mittelzentren brauchen strukturbedingt insbesondere Akademiker. Und da die dort nicht so gerne hin wollen, gibt es freie Jobs und gutes Geld. In Kombination mit den günstigen Lebenskosten eigentlich ein guter Plan, wenn man sich denn traut.


Was soll ich dir noch alles aufzählen, welche Läden es genau gibt?
Auch schon wieder sehr emotional. Gym ist wichtig, weil das Auto als Transportmittel idR ausfällt. Die anderen Sachen kann man zur Not auch anfahren.

Lethargica
2013-11-10, 18:45:00
Mittelzentren brauchen strukturbedingt insbesondere Akademiker. Und da die dort nicht so gerne hin wollen, gibt es freie Jobs und gutes Geld. In Kombination mit den günstigen Lebenskosten eigentlich ein guter Plan, wenn man sich denn traut.



Auch schon wieder sehr emotional. Gym ist wichtig, weil das Auto als Transportmittel idR ausfällt. Die anderen Sachen kann man zur Not auch anfahren.

War auch auf die Makler Aussage von Paul1 bezogen... sorry, sehe jetzt erst, dass ich dich zitiert habe ;(

pest
2013-11-10, 19:18:40
die zinsgarantie ist bei den krediten die ich mir angesehen habe meist auf 10 oder 15 jahre beschränkt.

Nicht ohne Grund - die wenigsten Banken wollen, dass man einen Kredit schnell abbezahlt. Such' dir mal einen Kredit mit 8% Tilgung p.a., den wirst du kaum finden.

M.M. ist immernoch, auch nach den schludrigen Studien diverser Beispielrechnungen, dass sich vom finanziellen Standpunkt zur Zeit keine Immobilie lohnt. Die Blase sollte man erst einmal aussitzen.

Ich verstehe auch das Argument nicht, dass ich dann ja in der Rente keine Miete mehr zahle. Aber das was ich an Zinsen nicht zahlen muss, kann ich ja anlegen/sparen wie auch immer.

Vader
2013-11-10, 19:36:28
Mmh, wenn ich mir ein Haus mieten würden auf dem Standard meines Hauses, wäre die Miete teurer als meine Finanzierungsrate - auch wenn dort die Zinsen drin enthalten sind.

Wenn ich mit Miete was sparen will, müßte ich mein Wohnstandard runterschrauben.

Desti
2013-11-10, 19:40:46
Mmh, wenn ich mir ein Haus mieten würden auf dem Standard meines Hauses, wäre die Miete teurer als meine Finanzierungsrate - auch wenn dort die Zinsen drin enthalten sind.

Wenn ich mit Miete was sparen will, müßte ich mein Wohnstandard runterschrauben.


Wenn man nicht alle gerade alle paar Monate umzieht, ist mieten immer teurer, schließlich hat der Vermieter genau die gleichen Kosten, als wenn man das Haus selber besitzen würde, nur der Vermieter will noch zusätzlich seinen Gewinn haben.

pest
2013-11-10, 19:42:42
also wieviel du für ein Haus mietest weiß ich nicht. Die Frage ist wieviel dein Haus zur Miete kosten würde. Zusätzlich zur Finanzierungsrate kommen ja z.B. Grundsteuer und etwaige Reparaturen usw. - bei mir war z.B. gerade die Heizung defekt - ich zahle dafür nix. Weiterhin kenne ich deinen Finanzierungsplan nicht - Welche Tilgung/Welche Laufzeit/welche Restschuld?

Wenn man nicht alle gerade alle paar Monate umzieht, ist mieten immer teurer, schließlich hat der Vermieter genau die gleichen Kosten, als wenn man das Haus selber besitzen würde, nur der Vermieter will noch zusätzlich seinen Gewinn haben.

diese Aussage ist immer Quatsch wenn du das Eigenheim nicht zum großen Teil aus EK finanizieren kannst.

noid
2013-11-10, 19:55:34
also wieviel du für ein Haus mietest weiß ich nicht. Die Frage ist wieviel dein Haus zur Miete kosten würde. Zusätzlich zur Finanzierungsrate kommen ja z.B. Grundsteuer und etwaige Reparaturen usw. - bei mir war z.B. gerade die Heizung defekt - ich zahle dafür nix. Weiterhin kenne ich deinen Finanzierungsplan nicht - Welche Tilgung/Welche Laufzeit/welche Restschuld?



diese Aussage ist immer Quatsch wenn du das Eigenheim nicht zum großen Teil aus EK finanizieren kannst.

Die Reparaturen und Sanierungen sind in den Mietpreisen einkalkuliert - wenn nicht, dann ist dein Vermieter ein Depp. Meine Eltern haben vor 20 Jahren gebaut, alles dokumentiert. Mieten ist teuer. Meine Eltern haben für das "große" Haus Unterhaltungskosten von ziemlich weniger als 500€. Dh. Restschuld gleich null. Dh bis zur Rente kann man jetzt noch einiges an Rücklagen bilden.
Wie sieht das bei der Miete aus? Geht ja nicht.

Paul1
2013-11-10, 19:57:10
Und beum Hausbau und Kauf will auch jemand seinen Gewinn. Die Bank ebenso.
Und wer sich ein Haus finanziert, dass er sich per Miete nicht leisten kann lebt über seine Verhältnisse, er merkt es nur nicht sofort. Dad haben Kredite so ansich.

pest
2013-11-10, 20:03:10
Die Reparaturen und Sanierungen sind in den Mietpreisen einkalkuliert - wenn nicht, dann ist dein Vermieter ein Depp.

Das läuft aber hier wie bei einer Versicherung - ich bezahle als Einzelner einen Betrag um im Fall der Fälle einen Großteil ersetzt zu bekommen - win/win sozusagen. Wenn ich nicht krankenversichert bin und gesund bleibe, alles i.O. und ich spare Geld - aber wehe dem, ich bekomme eine ernsthafte Krankheit


Meine Eltern haben vor 20 Jahren gebaut, alles dokumentiert. Mieten ist teuer.


Das lässt sich so pauschal nicht beantworten und wollte ich auch nicht. Das hängt von vielen Faktoren ab und man muss da vorsichtig sein an welchen Stellen man wie (gedanklich) dreht. Klar komm' ich als Hausbesitzer darauf, dass mieten teurer ist - und klar ergeben die Beispielrechner auf Baufinanzierungsseiten, dass man am Ende +100K€ hat... :wink:


Meine Eltern haben für das "große" Haus Unterhaltungskosten von ziemlich weniger als 500€. Dh. Restschuld gleich null. Dh bis zur Rente kann man jetzt noch einiges an Rücklagen bilden.


Unterhaltungskosten sind keine Kosten die aus der Vergangenheit zu Rate gezogen werden können um zukünftige Ereignisse zu prognostizieren,
sondern sie müssen aus einem prozentualem Abschlag berechnet werden, eben weil großangelegte Reparaturen nach 20-30 Jahren (neues Dach, neue Heizung) schlecht kalkulierbar sind.
Das mit der Restschuld verstehe ich nicht


Wie sieht das bei der Miete aus? Geht ja nicht.

verstehe ich nicht

ilPatrino
2013-11-10, 20:06:36
Ein Kindergarten eine Schule und sog. Einkaufsmöglichkeiten. Hast du nicht vergessen zu erwähnen, dass ihr auch Strom habt? ;)
hm, frag mal ne junge mutti in münchen (zentrum), wie weit sie es bis zu ihrem kindergarten hat. sie wird dir dann in 90% aller fälle in die eier treten :freak:

p.s. wenn jemand sein haus vermietet, verlangt er idr mehr, als der neubau an zinsen+tilgung kosten würde. er muß nähmlich von der miete den kredit tilgen, reserven für reparaturen und sanierungen bilden und will nebenbei gewinn machen

anyway, ich betrachte die diskussion für mich als abgeschlossen. bezahlt ihr lieber eure miete, werdet mit den glorreichen anlagemöglichkeiten glücklich und freut euch zum rentenbeginn, daß ich euch nicht um einen garten kümmern müßt.

und ja, paul1 ist ein troll. macht er schon die autothreads unsicher?

Mr.Fency Pants
2013-11-10, 20:13:18
Nicht ohne Grund - die wenigsten Banken wollen, dass man einen Kredit schnell abbezahlt. Such' dir mal einen Kredit mit 8% Tilgung p.a., den wirst du kaum finden.

M.M. ist immernoch, auch nach den schludrigen Studien diverser Beispielrechnungen, dass sich vom finanziellen Standpunkt zur Zeit keine Immobilie lohnt. Die Blase sollte man erst einmal aussitzen.

Ich verstehe auch das Argument nicht, dass ich dann ja in der Rente keine Miete mehr zahle. Aber das was ich an Zinsen nicht zahlen muss, kann ich ja anlegen/sparen wie auch immer.

Und genau deshalb lässt sich die Aussage Haus gut/schlecht nicht pauschalisieren. Es kommt halt drauf an, wie hoch der Kredit ist, den man aufnehmen muss, bzw. was man an Eigenkapital mitbringt.

Für den einen kann sich ein Hauskauf lohnen, für den anderen eben nicht. Alles eine Frage der Lebensumstände, Eigenkapital, Verdienst, Vorlieben, etc. Nicht immer nur vond er eigenen Situation ausgehen. Und ja, das Argument, dass man keine Miete zahlen muss, wenn der Kasten abbezahlt ist, ist ein sehr starkes Argument. Gerade wenn aktuell die Zinsen zum Aufnehmen eines Kredits sehr niedrig sind und die Zinsen, die man für sein Erspartes bekommen würde, ebenfalls.

pest
2013-11-10, 20:25:05
Und ja, das Argument, dass man keine Miete zahlen muss, wenn der Kasten abbezahlt ist, ist ein sehr starkes Argument. Gerade wenn aktuell die Zinsen zum Aufnehmen eines Kredits sehr niedrig sind und die Zinsen, die man für sein Erspartes bekommen würde, ebenfalls.

Kommt drauf an. In den letzten 5 Jahren hat sich eine stetige Immobilienblase gebildet. Die Banken bekommen ihr Geld mittlerweile praktisch geschenkt.
Dadurch steigen die Immobilienpreise und es sinken die Zinsen für einen Kredit - quid pro quo :wink:

Ändert sich innerhalb der nächsten 15 Jahre die Wirtschaftsituation - darfst du dich nach Ablauf des Zinsversprechens über eine Immobilie freuen - die du weit über ihrem Wert erworben hast.

Sven77
2013-11-10, 20:29:42
Eben.. hier haben sich die Immobilienpreise proportional zu den Zinsen entwickelt. Es ist kein deut billiger jetzt zu finanzieren als früher.

bleipumpe
2013-11-10, 20:35:00
Warum betrachten so viele hier ein Haus als Anlage, mit welcher man nach X Jahren mit einem Plus rausgehen muss? Faktoren wie Lebensqualität oder eigener Raum werden völlig ausgeblendet. Das kann man nicht mit 25.000 oder 50.000€/Lebenszeit aufwiegen.
Ohne Frage verschulden bzw. verkalkulieren sich viele aber für den Großteil der Häuslebauer trifft das doch nicht zu.

pest
2013-11-10, 20:36:01
Weil man auch Häuser mieten kann ?

ux-3
2013-11-10, 20:38:56
Mmh, wenn ich mir ein Haus mieten würden auf dem Standard meines Hauses, wäre die Miete teurer als meine Finanzierungsrate - auch wenn dort die Zinsen drin enthalten sind.


Und hier bekomme ich das Haus etwa für die Zinsen gemietet, muss aber nix reparieren (bis auf den Kleinkram).



Die Reparaturen und Sanierungen sind in den Mietpreisen einkalkuliert - wenn nicht, dann ist dein Vermieter ein Depp.
Er muss kein Depp sein. Er könnte einfach ein Opfer der hier beschriebenen Probleme geworden sein. In einer Region mit mehr Angebot als Nachfrage kann man die Miete nur etwa so hoch legen, wie es für den Mieter Sinn macht zu mieten. Sonst wird ja Kauf die Option. Das kann auch für beide Parteien sinnvoll sein. Der Vermieter bekommt sein schon investiertes Geld zu etwa 4-5% verzinst und der Mieter zahlt auch nicht mehr an Fremde, als wenn er Käufer wäre. Der Vermieter kann seinen Besitz wahren, der Mieter seine Flexibilität.

Und ja, das Argument, dass man keine Miete zahlen muss, wenn der Kasten abbezahlt ist, ist ein sehr starkes Argument. Gerade wenn aktuell die Zinsen zum Aufnehmen eines Kredits sehr niedrig sind und die Zinsen, die man für sein Erspartes bekommen würde, ebenfalls.

Es läuft aber doch darauf hinaus, das die Käufer nur eine gewisse Summe im Monat investieren können und mit dieser "Rate" mit anderen Käufern am Markt konkurrieren. Wenn also die Zinsen klein werden, kann jeder mehr für das Haus bieten. Am Ende bleibt es beim gleichen Leistungsranking: Der mit der größten Rate bekommt den Zuschlag.


In meiner Verwandtschaft hatte ich die beiden Prototypen der propagierten Denkweisen (isch schwöre!):
A: Akademiker ohne Erbaussichten, ein Kind. Mietet eine relativ kleine 3-Zimmer Wohnung in 3 Minuten Fußweg vom Arbeitsplatz in einer gepflegten Gegend am Rand der Innenstadt und lebt dort über 50 Jahre zur Miete. Frei von finanziellen Bürden durch Wohneigentum wird die Welt bereist bis etwa 80 Jahre erreicht sind, ein finanzielles Polster wird aufgebaut, Kind und Enkel werden finanziell unterstützt. Nach dem Tod des Partners wird in wenigen Wochen der Wohnort in unmittelbare Kindesnähe verlegt. Nach einigen Jahren dort verstirbt der verbliebene Partner und vererbt dem Kind ca. 80k€.

B: Akademiker mit Erbe, zwei Kinder. Baut ein großes Haus mit mehreren Einliegerwohnungen auf dem Lande. Pendelt mit dem Auto zur Arbeit (20 Min pro Richtung). Urlaub findet auf der großen Terrasse im (riesigen) Garten statt. Auch dieses Haus wird fast 50 Jahre bewohnt. Die Kinder verlassen das Haus, bauen z.T. selber in der Nähe. Der verbliebene Partner wohnt jetzt auf 200+ m² und braucht massive Hilfe der Kinder. Die Einliegerwohnungen lassen sich nicht vermieten. Enkel gibt es keine. Das Haus lässt sich im Wesentlichen zum Grundstückspreis +X verkaufen.

p.s. wenn jemand sein haus vermietet, verlangt er idr mehr, als der neubau an zinsen+tilgung kosten würde. er muß nähmlich von der miete den kredit tilgen, reserven für reparaturen und sanierungen bilden und will nebenbei gewinn machen


Warum würde jemand sein Haus vermieten? Es gibt tatsächlich die Sorte Leute, die durch Trennung, Arbeitsplatzwechsel, finanzielle Probleme das Haus nicht mehr nutzen können und es nur mit Verlust verkaufen könnten. Findet dieser Vermieter jetzt einen Mieter, der den Verlust verkleinert bzw. aufhebt, so macht das bereits Sinn. In deinem Beispiel kann der Kredit ja schon ein ganzes Stück weit getilgt sein. Verkaufe ich, verliere ich einen Teil davon. Vermiete ich so, dass der Mieter den Rest abzahlt, gehört mir irgendwann das Objekt und danach bin ich im Plus. Wie schon gesagt, das kann Win-Win für beide sein.

@Lethargica: Das Angebot ist aber doch regional und temporal unterschiedlich.

Lethargica
2013-11-10, 20:49:49
Weil man auch Häuser mieten kann ?

Na dann mal viel Spaß beim Suchen.Wenn ich mal das Internet befrage: Umkreis 10km = 7 Treffer. Davon sind 2 Häuser von Familien bezahlbar (>1500€/M).

Paul1
2013-11-10, 21:48:08
p.s. wenn jemand sein haus vermietet, verlangt er idr mehr, als der neubau an zinsen+tilgung kosten würde. er muß nähmlich von der miete den kredit tilgen, reserven für reparaturen und sanierungen bilden und will nebenbei gewinn machen


Die Logik gilt nur für Ballungsgebiete aber eben nur selten da, wo sich der übliche Forumer sich ein Haus leisten kann.

Vader
2013-11-10, 22:17:33
Kommt drauf an. In den letzten 5 Jahren hat sich eine stetige Immobilienblase gebildet. Die Banken bekommen ihr Geld mittlerweile praktisch geschenkt.
Dadurch steigen die Immobilienpreise und es sinken die Zinsen für einen Kredit - quid pro quo :wink:

Ändert sich innerhalb der nächsten 15 Jahre die Wirtschaftsituation - darfst du dich nach Ablauf des Zinsversprechens über eine Immobilie freuen - die du weit über ihrem Wert erworben hast.

Und mit Miete hast Du was erworben - nix?
Und wir reden hier über ein Neubau, so wie ich ihn will, dort wo ich ihn will. Durch die Energieeffizient spare ich im Vergleich zu meinem alten 70er Jahre Bungalow schon alleine 100€ Heizkosten im Monat.

Mietshäuser gibt es hier auch nicht sehr viele, es sind fast immer DHH oder Reihenhäuser, falls mal ein freistehendes Einfamilienhaus ist, dann ist es weder neu noch modern....

pest
2013-11-10, 22:38:08
Und mit Miete hast Du was erworben - nix?


Wohnrecht :confused: - ist das noch so ein Neandertaler-Gen - meine Erde/meine Steine/mein Haus? Was für mich zählt ist eine Kostenrechnung die irgendwo (EK/Immobilienpreise/Zinsniveau) ihren SweetSpot hat.


Und wir reden hier über ein Neubau, so wie ich ihn will, dort wo ich ihn will.


Also ich könnte das nicht, bin ich ehrlich. Ich kenne auch einen Bauleiter der erst mit dem 3. Haus zufrieden war :wink: Ich kenne auch welche wo das Einflugsgebiet eines Flughafens plötzlich über ihr Waldgebiet lief - muss man alles nicht haben


Durch die Energieeffizient spare ich im Vergleich zu meinem alten 70er Jahre Bungalow schon alleine 100€ Heizkosten im Monat.


Vieles was im Neubau gesetzlich vorgeschrieben ist, bringt nix und kostet nur


Bei Gelegenheit kann ich ja mal ne Rechnung erstellen, bin auch neugierig

Vader
2013-11-10, 22:43:47
Natürlich ist man stolz auf sein Haus - ich trage aber keine entwickelten Bilder mit mir rum die ich jeden auf den Tisch klatsche :D
Eine Kostenrechnung habe ich auch aufgestellt. Darüber und über meine Finanzierung werde ich hier aber sicherlich nicht reden ^^
Es wird aber so sein, das die Hütte bezahlt ist, wenn die Kinder ausziehen.

ux-3
2013-11-10, 23:17:02
Es wird aber so sein, das die Hütte bezahlt ist, wenn die Kinder ausziehen.

Ich drück Dir die Daumen. Gute Partnerschaft ist dafür das Wichtigste!

Stormtrooper
2013-11-11, 07:22:25
Durch die Energieeffizient spare ich im Vergleich zu meinem alten 70er Jahre Bungalow schon alleine 100€ Heizkosten im Monat.


Das heißt zahlst keine Heizkosten?
Ich brauch ca 12-1300l Heizöl für meine DHH Baujahr 74.
Das bedeutet ich brauch Heizöl für 1000-1100€.
Wenn du nun 100€ gegenüber mir sparst bekommst du also am Ende noch 100€ raus?

Knuddelbearli
2013-11-11, 07:35:10
genauer lesen er sagte seinem alten Bungalow und nicht deinem

und da ist alles möglich ^^ eventuell
200m²
oder extrem billig gebaut
mieser kessel
inkl instanthaltung gerechnet?
immer fenster gekippt
Heizkörper nie entlüftet? usw usf ^^

Lethargica
2013-11-11, 09:17:30
Das heißt zahlst keine Heizkosten?
Ich brauch ca 12-1300l Heizöl für meine DHH Baujahr 74.
Das bedeutet ich brauch Heizöl für 1000-1100€.
Wenn du nun 100€ gegenüber mir sparst bekommst du also am Ende noch 100€ raus?

Für wieviel m²? Innenraumtemperatur?

Meine Eltern brauchen im Winter auch an die 300€ für die Heizung (BJ.85, damals guter Standart), sind aber halt auch 260m² beheizte Fäche, in den Wohnräumen gern auch mal 24°C.

Ich werde (laut Berechnung), selbst im neuen Haus, welches vom den Transmissionswärmeverlusten gute 30% unterhalb der EnEV2012 Vorgaben liegt an die 100€ für die Heizung benötigen.

Vader
2013-11-11, 10:08:44
Ich drück Dir die Daumen. Gute Partnerschaft ist dafür das Wichtigste!

Wenn ich mir da Gedanken drum machen würde, hätte ich keine Kinder gezeugt.

genauer lesen er sagte seinem alten Bungalow und nicht deinem

und da ist alles möglich ^^ eventuell
200m²
oder extrem billig gebaut
mieser kessel
inkl instanthaltung gerechnet?
immer fenster gekippt
Heizkörper nie entlüftet? usw usf ^^

Nicht wirklich. 140m² mit Keller, Flachdachbungalow, als Energiesparhaus 1970 gebaut. Aber immer noch die ersten Fenster, eine einschichtige Haustür usw.. Halt alter Standard und nie was geändert. Der Kessel ist aber erst 5 Jahre alt. Heizkosten 2012 waren ~ 250€ Heizöl im Monat.

Der Witz an der Sache: Würde ich das Haus jetzt vermieten, würde nichts dran geändert werden, warum auch? Die Fenster sind dicht, es zieht nicht im Haus. Sollte der Mieter damit nicht einverstanden sein, braucht er nicht einziehen.
Das ist auch so eine Sache als Mieter, friss oder stirb.

jxt666
2013-11-11, 13:36:53
Also diese Heizkostenrechnung/Ersparnisrechnung kann ich auch nicht nachvollziehen. Wir haben auch 145 m² beheizte Fläche, wobei davon 30 nicht stark beheizt werden (nur sporadisch) und zahlen im Monat 90 Euro Gas. Klar ist Heizöl teurer, aber soviel!? Zudem haben wir keine Dämmung, 30er Ziegelmauerwerk mit (noch) alten Holzfenstern und alter Einfangstür - ohne Dämmputz ect. Baujahr ist hier 1983.

Vader
2013-11-11, 14:16:13
Das waren meine Heizkosten, kann ja nur wiedergeben was ich da im Jahr an Öl durchgefeuert habe.
Wir standen ja auch vor der Entscheidung, das alte Haus zu sanieren oder komplett neu zu bauen.
Beim alten Haus hätten Fenster, Außentüren, Kellertür, Heizungsanlage, Dachverkleidung neu gemußt. Dann wären wir schon ~80.000€ los, hätten aber immer noch die alten Bäder, Fliesen, Innentüren im Haus.

jxt666
2013-11-11, 15:00:29
Ich will Dich ja nicht als Lügner bezeichnen oder sowas ;) nix läge mir ferner. Allerdings kommt MIR sowas halt astronomisch hoch vor. Wir haben auch durchgehend so 21 Grad im Wohnbereich und Bad - 19 im Schlafzimmer/Kinderzimmer nachts. Allerdings hat eine türkische Familie das Haus meiner Großeltern gekauft vor zwei Jahren (Bj. 51, Kunststoffenster in den 80ern gemacht) und die haben mich vollgeheult sie hätten 4.500 Euro Heizöl gebraucht - KEINE Ahnung was die damit beheizt haben, aber sicher eher das Haus mit offenen Fenstern im Winter :D

iDiot
2013-11-11, 15:17:01
Ich brauche aktuell bei meinem 70er Jahre Bungalow mit Holzfenstern (so ominöse wo beide Flügel aufgehen, glaube Kastenfenster) so 20-25m³ holz im Winter.

Im Sommer (Warmwasser) und Übergangszeit heize ich mit gas, zahle 60€ gas /Monat.

soLofox
2013-11-11, 15:49:41
ganz passend: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/kaufen-oder-mieten-warum-immobilienbesitzer-vermoegender-sind-a-932524.html

pest
2013-11-11, 16:09:30
guter Artikel - aber die Rechnungen sind Schmarrn

wenn Immobilieneigentümer im Schnitt 22% ihres durchschnittlichen Nettoeinkommens von 28K € im Jahr sparen und davon 8% auf die Finanzierung fallen ...
dann frage ich mich welche Immobilie man mit 2240,-€ im Jahr finanzieren kann :D

Gipsel
2013-11-11, 16:21:46
Dem Artikel fehlt die Gegenüberstellung des Durchschnittseinkommens von Immobilienkäufern und Mietern. Vermutlich würde sich zeigen, daß Immobilienkäufer schlicht über ein höheres Jahreseinkommen verfügen, was dann auch alles andere widerspruchsfrei erklärt. So steigt die Sparquote mit dem Einkommen und natürlich auch das Vermögen. Mal wieder ein typisches Beispiel, wenn Leute Korrelation und Kausalität nicht auseinanderhalten können.

schoppi
2013-11-11, 16:23:08
guter Artikel - aber die Rechnungen sind Schmarrn

wenn Immobilieneigentümer im Schnitt 22% ihres durchschnittlichen Nettoeinkommens von 28K € im Jahr sparen und davon 8% auf die Finanzierung fallen ...
dann frage ich mich welche Immobilie man mit 2240,-€ im Jahr finanzieren kann :D
Darin sind dann ja auch die Immobilienbesitzer enthalten, die eine geringe oder gar keine Restschuld aufs Haus haben.
Wenn man jetzt finanziert und 150k aufnimmt bei 2% sind die reinen Finanzierungskosten ja auch nur bei 3000€. Der Rest geht in die Tilgung.

Allgemein: Ich habe auch letztes Jahr gebaut und wenn man überlegt, dass die Miete für ein Haus gleicher Größe in etwa der monatlichen Rate Tilgung (2/3) und Zins (1/3) entspricht, fühlt man sich ganz gut dabei. Zumal ich erstmals seit dem Auszug aus dem Elternhaus endlich wieder die Mucke richtig aufdrehen kann, der 400m² S/SW Garten doch was anderes als die 12m² Loggia ist und das Kaminfeuer nach stressigem Arbeitstag einfach total entspannt. Die Lebensqualität möchte ich nicht mehr missen. Gas Wasser Strom ist im Übrigen auch nicht teuer als in unserer Sandwich-Mietwohnung und liegt bei 120€ für 170m².
Grundsätzlich müssen die Rahmenbedingungen natürlich passen und es kann immer was schief gehen...aber no risk no fun.

#44
2013-11-11, 16:28:09
guter Artikel - aber die Rechnungen sind Schmarrn

wenn Immobilieneigentümer im Schnitt 22% ihres durchschnittlichen Nettoeinkommens von 28K € im Jahr sparen und davon 8% auf die Finanzierung fallen ...
dann frage ich mich welche Immobilie man mit 2240,-€ im Jahr finanzieren kann :D
Auf's Lebenseinkommen gerechnet (49 Jahre Erwerb) wären es knapp 110k€. Eine Eigentumswohnung wäre also drin. Wenn auch Rentenbezüge berücksichtigt wurden, dann wird es etwas mehr...

Aber so ganz traue ich den Zahlen auch nicht.

€: Zumal auch nicht so ganz ausgeräumt wurde, dass Mieter ggf. niedrigeres Durchschnittseinkommen haben...

Lethargica
2013-11-11, 16:28:16
Wobei an dem Zwangssparen schon was dran ist. Wenn ich daran denke, ich würde zur Miete wohnen und hätte mein angespartes EK zur freien Verfügung - puh, da würden schon viele sinnlose Verlockungen lauern. Zumal ich auch glaube, dass ich ohne den (bei mir schon immer vorhandenen) Bauwunsch auch gar nie so diszipliniert gespart hätte.

pest
2013-11-11, 16:49:54
Ja ist schon schwerer, als wenn man gezwungen ist sein Geld zwangsweise wegzugeben.
Ich mache es zumindest so, dass ich mir im Jahr ein Ziel setze wieviel ich spare und das auf ein Tagesgeldkonto transferiere. Der Rest ist für Spiel und Spaß.

Der zweite Plan sieht dann vor, dieses Sparziel jedes Jahr zu verdoppeln :D

Btw. ein Aktienmusterdepot von mir ist in 3 Monaten um ~12% gewachsen, vielleicht ist das auch eine Alternative :wink:

schoppi
2013-11-11, 16:52:11
Auf's Lebenseinkommen gerechnet (49 Jahre Erwerb) wären es knapp 110k€. Eine Eigentumswohnung wäre also drin. Wenn auch Rentenbezüge berücksichtigt wurden, dann wird es etwas mehr...

Aber so ganz traue ich den Zahlen auch nicht.

€: Zumal auch nicht so ganz ausgeräumt wurde, dass Mieter ggf. niedrigeres Durchschnittseinkommen haben...Ich hab den Artikel nicht ganz gelesen. Aber Finanzierungskosten sind doch vermutlich nur die Zinsen auf dem Darlehen.

#44
2013-11-11, 16:54:26
Ich hab den Artikel nicht ganz gelesen. Aber Finanzierungskosten sind doch vermutlich nur die Zinsen auf dem Darlehen.
Nein. Es wurde explizit Zins und Tilgung geschrieben.

In Zahlen: Immobilieneigentümer mit Hypotheken sparen im Schnitt 22 Prozent ihres Einkommens, Mieter nur acht Prozent, wie aus Bundesbank-Daten hervorgeht. Bei den unter Vierzigjährigen - in dieser Lebensphase vollzieht sich in der Regel der Immobilienerwerb - beträgt die mittlere Sparquote von Mietern zehn Prozent, die von Eigentümern mit Restschulden aber 20 Prozent. Nur acht Prozentpunkte davon entfallen aber auf Zins- und Tilgungsleistungen, zwölf Prozentpunkte auf andere Sparformen.

schoppi
2013-11-11, 16:55:30
Nein. Es wurde explizit Zins und Tilgung geschrieben.OK, lesen bildet.:redface:

Grundsätzlich liegen die niedrigen Prozente der Finanzierungskosten (Z+T) aber wohl auch daran, dass viele Baudarlehen halt eine geringe Restschuld aufweisen bzw. die Hypothek fast abbezahlt ist.

deepmac
2013-11-11, 18:50:18
solls in diesem Thread eigentlich nur um Häuser gehen oder darf es auch um Wohnungen gehen?

Die meisten pro Argumente ( ausgenommen Garten und so natürlich ) treffen auch auf Wohnungen zu. Die meisten negativen Sachen aber nicht.

Ich überlege schon länger einen Wohnungskauf mit 1/3 EK, in der Größe schön so das man notfalls einige Jahre auch mit Kind dort bleiben kann ( 2 Schlafzimmer ) und als rate versuche ich es dann so hinzubekommen das ich ca das doppelte zahle was ich sonst an Kaltmiete zahlen würde. Das würde dann ca 10 Jahre dauern, und ich bin ja noch jung, aber auch nimmer der jüngste, auf Dauer spart man sich da einiges.

Bei Häuser ist halt das Problem das sich mieten einfach nicht lohnt. Wenn man wirklich ein Haus will muss man fast kaufen/bauen.


Naja, wenn ich dann sowas wieder habe:

HAUSORDNUNG der Eigentümergemeinschaften, halte ich gerade in der Hand:mad:

deepmac
2013-11-11, 19:30:33
Also diese Heizkostenrechnung/Ersparnisrechnung kann ich auch nicht nachvollziehen. Wir haben auch 145 m² beheizte Fläche, wobei davon 30 nicht stark beheizt werden (nur sporadisch) und zahlen im Monat 90 Euro Gas. Klar ist Heizöl teurer, aber soviel!? Zudem haben wir keine Dämmung, 30er Ziegelmauerwerk mit (noch) alten Holzfenstern und alter Einfangstür - ohne Dämmputz ect. Baujahr ist hier 1983.


DU darfst nicht vergessen, das es hier im Norden extremst kälter und windiger ist, als bei euch in schon fast Italien!:smile: