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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Städte mit Jobs u. bezahlbarem Wohnraum?


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Sir Winston
2015-05-26, 10:00:14
Siehe Titel. Habe derzeit das Problem, in München umziehen zu müssen. Da mir diese Stadt ohnehin zutiefst unsympathisch ist, wäre ich angesichts der horrenden Mieten, die für ein Normaleinkommen inzwischen praktisch unbezahlbar sind eigentlich geneigt, bei der Gelegenheit gleich auch den Wohnort zu wechseln. Stellt sich die Frage, wo hat man noch gute Chancen, einen auskömmlichen Job zu finden, ohne fast ausschließlich für die Miete zu arbeiten? Gibt es so etwas überhaupt noch?

GBWolf
2015-05-26, 10:03:02
im Osten....

dreas
2015-05-26, 10:04:39
oder ganz im westen. hängt stark davon ab was du für einen job hast.

sun-man
2015-05-26, 10:09:06
Jo. Ziemlich blöd gestellte Frage. Als Bäckereiputze kann es auch in Mecklenburg ein Problem sein ein 5000€ Haus zu finanzieren.

Sir Winston
2015-05-26, 10:18:55
Gott, das ist schon wieder ein Ton hier. Danke, verzichte.

sun-man
2015-05-26, 10:23:49
Naja, kommt. Kindergartenfrage, oder? Versuch es doch einfach mit Informationen. Woher sollen wir denn wissen was bezahlbar ist und was nicht? 1000€ für ne butze mit Garten halte ich für bezahlbar, andere finden das nicht. Im vergleich dazu zu FFM finde ich Kiel z.B. teuer - auch wenn es billiger ist.

Danke, verzichte.
Frag vernünftig mit passenden Informationen.

[dzp]Viper
2015-05-26, 10:50:45
Es bedarf schon mehr Informationen um dir etwas zu empfehlen. Es gibt Jobbereiche die sind in Teilen von Deutschland nicht wirklich verbreitet und andere dafür umso mehr.

Dir also hier irgendwas zu sagen bringt dir am Ende genauso wenig.

- wieviel willst du ausgeben (oder nicht ausgeben)?
- in welchem Bereich suchst du einen Job? Gibt es noch andere Bereiche die für dich Interessant sind?
- soll die Stadt groß, mittel oder klein sein?
- legst du auf irgendwelche Natur- / Umgebungsdinge Wert?

sun-man
2015-05-26, 10:54:02
Ich denke da kommt nix mehr weil WIR ja keine guten Infos und Antworten gegeben haben.

Knuddelbearli
2015-05-26, 11:13:50
glaub er war Elektroinstallateur oder Elektrotechniker wenn ich ihn jetzt nicht verwechsle

Mortalvision
2015-05-26, 11:42:11
Schweinfurt: wenn du etwas mit Elektronik und Mechanik verbinden kannst, hast evtl. gute Chancen bei ZF Sachs, SKF oder Schaeffler FAG. 100m2 gibts im Randbezirke von SW für 600 warm.

Shink
2015-05-26, 11:43:36
hängt stark davon ab was du für einen job hast.
Ja, eben. Einem ITler würde ich z.B. nicht unbedingt empfehlen, von München in den Osten zu ziehen, weil die Mieten dort billiger sind.

Innos
2015-05-26, 11:58:43
leipzig, osnabrück oder oldenburg

sun-man
2015-05-26, 11:59:57
Flensburg, Heide, Büsum, Rendsburg......

Commander Keen
2015-05-26, 12:11:32
Bezahlbaren Wohnraum gibts generell am Land oder auch vereinzelt noch in kleinen Kreisstädten mit weniger als 50k Einwohnern.

KakYo
2015-05-26, 12:26:36
Was heisst bezahlbar?
Ich bekomm in meinem Job in Frankfurt 55.000, in München vielleicht 70.000 und in Leipzig kann ich über 35 bis 40 glücklich sein. Entsprechend sind auch die Verhältnisse bei der Miete/Immobilienkauf.
Aufs Land ziehen relativiert sich mit den Fahrtkosten und Zeit ist ein teures Gut, da will ich keine 2-3h im Auto jeden Tag verbringen.

Mosher
2015-05-26, 12:30:12
Es macht recht wenig Sinn, hier Antworten zu geben, die irgendwelche konkreten Zahlen beinhalten, da der TS in seiner Fragestellung leider keine.einzige.konkrete. Angabe machen konnte.

"horrend" "Normaleinkommen" "auskömmlicher Job"

Meine Antwort dazu:
Ja, mit irgendeiner Qualifikation findest du in irgendeiner Stadt bestimmt irgendeinen Job, mit dem du irgendwie zufriedenstellend um die Runden kommst und nicht alles für irgendeine Wohnung ausgeben musst.

ux-3
2015-05-26, 13:17:03
Gerade mal gegoogelt: Alles über 10k Einwohner zählt problemlos als Stadt. Es gibt nur wenige Städte, wo Du die von Dir geschilderten Probleme hast. Das sind die großen Städte oder der Speckgürtel derselben. Vermeide die und Dein Problem ist gelöst.

Edit: Auch um Tourismushochburgen solltest Du einen Bogen machen.
@ Mosher: +1

Tomi
2015-05-26, 13:38:19
Bezahlbaren Wohnraum gibts generell am Land oder auch vereinzelt noch in kleinen Kreisstädten mit weniger als 50k Einwohnern.
Nur meist keine Jobs, deswegen isses ja da so günstig, weil die jungen Leute wegziehen, die Alten da nur noch hocken und neue nicht dazukommen. OK..wohnen kann man da, braucht dann aber meist nen Auto, um jeden Tag 100 km zu gondeln. Da erhöht die Lebenshaltungskosten auch wieder. Ausserdem sind die Löhne niedriger. Verdienen wie im Westen und leben wie im Osten ist eine immer begehrtere, aber schwer zu findende Kombi.

Mr.Miyagi
2015-05-26, 13:39:51
Hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_St%C3%A4dte_in_Deutschland) hast du eine Liste aller Städte mit Jobs und bezahlbarem Wohnraum, alphabetisch sortiert.
Hängt nur davon ab, welche Jobs du möchtest und welche Ansprüche du hast bzw. was für dich bezahlbar heißt.
Je mehr Infos du uns geben würdest, umso kleiner könnte auch die Liste werden. ;)

Knuddelbearli
2015-05-26, 13:49:25
Nur meist keine Jobs, deswegen isses ja da so günstig, weil die jungen Leute wegziehen, die Alten da nur noch hocken und neue nicht dazukommen. OK..wohnen kann man da, braucht dann aber meist nen Auto, um jeden Tag 100 km zu gondeln. Da erhöht die Lebenshaltungskosten auch wieder. Ausserdem sind die Löhne niedriger. Verdienen wie im Westen und leben wie im Osten ist eine immer begehrtere, aber schwer zu findende Kombi.

Wir brauchen einfach eine Highspeed Magnetschwebebahn.
in 50 Minuten von Dresden nach München :freak:

Exxtreme
2015-05-26, 13:56:19
Nur meist keine Jobs, deswegen isses ja da so günstig, weil die jungen Leute wegziehen, die Alten da nur noch hocken und neue nicht dazukommen. OK..wohnen kann man da, braucht dann aber meist nen Auto, um jeden Tag 100 km zu gondeln. Da erhöht die Lebenshaltungskosten auch wieder. Ausserdem sind die Löhne niedriger. Verdienen wie im Westen und leben wie im Osten ist eine immer begehrtere, aber schwer zu findende Kombi.
Kommt darauf an. In Ulm ist es bezahlbar und genug Jobs gibt es auch. Liegt auch daran, dass Bauflächen für neue Wohnungen fix freigegeben werden. Und nicht so wie in Berlin, dass es zu halben Volksaufständen kommt.

prinz_valium
2015-05-26, 19:59:01
ruhrgebiet.

gibt massig mittelständische unternehmen und auch großkonzerne.
die mieten sind absolut human.

und solange man nicht über die a 40 zwischen do und essen fahren muss, sollte auch der verkehr klein problem darstellen


Wir brauchen einfach eine Highspeed Magnetschwebebahn.
in 50 Minuten von Dresden nach München :freak:

das wäre auch ein traum

Tomislav
2015-05-26, 22:41:14
Hallo

ruhrgebiet.

gibt massig mittelständische unternehmen und auch großkonzerne

und eine sehr hohe Arbeitslosenquote.


die mieten sind absolut human.

Verständlich beim desolaten Zustand der meisten Ruhrgebietsstädte, in den meisten Städten im Ruhrgebiet (mit Ihren Problembezirken/Ghettos) möchte ich noch nicht einmal tot über dem Zaun hängen.

Grüße Tomi

Spasstiger
2015-05-26, 23:08:30
Ich bin in Stuttgart zufrieden und spare mir auch das Auto komplett. Klar sind die Mieten nicht günstig, aber Jobs und attraktive Bezahlung findet man hier in jedem Fall. Landschaftlich gefällts mir im Umland von Stuttgart auch. Die Kaltmieten liegen im Einzugsbereich des Stuttgarter Nahverkehrs zwischen durchschnittlich 7 €/m² (Randbezirke des Verkehrsnetzes, 30-60 Minuten Fahrzeit in die Stadt je nach Verkehr und Verkehrsmittel) und 15 €/m² (Innenstadt, 2-Zimmer-Wohnung).
Ich bin bei ca. 10 €/m² Kaltmiete und wohne noch direkt in Stuttgart am Stadtrand. Komme mit den Öffentlichen im 10-Minuten-Takt zur Arbeit und in die Innenstadt.

Fragman
2015-05-27, 02:03:46
Wir brauchen einfach eine Highspeed Magnetschwebebahn.
in 50 Minuten von Dresden nach München :freak:

das waer doch mal ein interessantes forschungsprojekt. wer will denn dann noch in staedten wie muenchen wohnen. 350 km strecke in einer stunde (inkl zwischenstops). ein netzausbau nur mit transrapid und gutem takt in 5 oder 6 verschiedenen richtungen von muenchen weg. aber das wird fuer immer ein traum bleiben denn von wo soll in bayern der strom fuer die zuege herkommen. ;D

5tyle
2015-05-27, 02:24:47
wo soll in bayern der strom fuer die zuege herkommen. ;Dnaja man könnte solaresel anschaffen in mazedonien und der türkei werden die von schafhirten eingesetzt um z.b. laptop und smartphone wieder aufzuladen. da bayern ja viel viehwirtschaft hat könnte man einen transrapid vielleicht betreiben indem man solche teile für kühe vorschreibt. die können dann abends wieder an die ladestation andocken und so die deutsche bahn speisen

http://abload.de/img/3apvk2b.jpg

sun-man
2015-05-27, 07:22:24
das waer doch mal ein interessantes forschungsprojekt. wer will denn dann noch in staedten wie muenchen wohnen. 350 km strecke in einer stunde (inkl zwischenstops). ein netzausbau nur mit transrapid und gutem takt in 5 oder 6 verschiedenen richtungen von muenchen weg. aber das wird fuer immer ein traum bleiben denn von wo soll in bayern der strom fuer die zuege herkommen. ;D
Bei den Bahnpreise kostet eine Fahrt dann 120€ - das wird als Daily Driver teuer ;).

Shink
2015-05-27, 08:03:12
Bei den Bahnpreise kostet eine Fahrt dann 120€
Sicher nicht mit einer Jahreskarte.:D

sun-man
2015-05-27, 08:16:47
Du glaubst doch nicht das die Bahn das in dem 5000€Ticket mit verwursten würde :freak: ;D :cool:

Shink
2015-05-27, 08:56:00
Du glaubst doch nicht das die Bahn das in dem 5000€Ticket mit verwursten würde :freak: ;D :cool:
Kenne die deutsche Bahn da nicht. Unsere würde das machen, aber die ist auch nicht rentabel.:D

Fragman
2015-05-27, 09:01:16
das mit dem strom war nicht ernst gemeint sondern eine anspielung auf die stromtrasse. ;)

Wurschtler
2015-05-27, 13:29:52
Bei den Bahnpreise kostet eine Fahrt dann 120€ - das wird als Daily Driver teuer ;).


Bahncard 100 ;)

sun-man
2015-05-27, 13:38:02
siehe oben ;). So ne explusive Technik wird damit vermutlich nicht abgedeckt werden. ABER - wir werden es nie erfahren :D

prinz_valium
2015-05-27, 13:41:46
Hallo

und eine sehr hohe Arbeitslosenquote.


Verständlich beim desolaten Zustand der meisten Ruhrgebietsstädte, in den meisten Städten im Ruhrgebiet (mit Ihren Problembezirken/Ghettos) möchte ich noch nicht einmal tot über dem Zaun hängen.

Grüße Tomi

man sollte schon eine gewisse fachliche und persönliche kompetzenz und qualifikation haben um nicht in diese gruppe zu rutschen. aber der te sucht ja ganz klar nach arbeit und nicht einem ort, wo man gut arbeitsloser sein kann


aber das geht ohnehin überall. auch in berlin und köln gibt es viertel, wo ich nicht tot übern zaun hängen möchte.

sollte doch klar sein, dass ich diese gebiete nicht ausdrücklich empfohlen habe. wer redet von bottrop oder duisburg? aber es gibt auch noch essen, dortmund und oberhausen

Sven77
2015-05-27, 14:55:00
Ich bin in Stuttgart zufrieden und spare mir auch das Auto komplett. Klar sind die Mieten nicht günstig, aber Jobs und attraktive Bezahlung findet man hier in jedem Fall. Landschaftlich gefällts mir im Umland von Stuttgart auch. Die Kaltmieten liegen im Einzugsbereich des Stuttgarter Nahverkehrs zwischen durchschnittlich 7 €/m² (Randbezirke des Verkehrsnetzes, 30-60 Minuten Fahrzeit in die Stadt je nach Verkehr und Verkehrsmittel) und 15 €/m² (Innenstadt, 2-Zimmer-Wohnung).
Ich bin bei ca. 10 €/m² Kaltmiete und wohne noch direkt in Stuttgart am Stadtrand. Komme mit den Öffentlichen im 10-Minuten-Takt zur Arbeit und in die Innenstadt.

Naja, ich fühle mich hier auch wohl, aber irgendwie stimmt trotzdem das Verhältnis von Einkommen zu Lebensqualität nicht. Das Haushaltseinkommen kratzt knapp am sechstelligen, und trotzdem bleiben viele einfach Wünsche liegen (4 köpfige Familie). So Dinge wie Eigentumswohnung/häuschen und neues Auto vor der Tür sind da nicht drin. Brauch ich nicht, aber das man nicht wenig verdient und trotzdem wenig übrig bleibt ist schon enttäuschend.
Geh ich aufs Land gibts dafür kaum Jobs und wenn dann mit schlechter Bezahlung.

Was viele auch unterschätzen ist vorhandene Infrastruktur. Gutes Beispiel ist Kaltental in Stuttgart. Vergleichsweise günstige Mieten das daher rührt das es dort ausser einer Eckkneipe einfach nix gibt. Um eine Tüte Milch zu kaufen muss man sich dann ins Auto setzen oder mit der Strassenbahn nach Heslach oder Vaihingen fahren.

hesTeR-
2015-05-27, 15:20:58
komm zu uns in den norden,

jobs gibts hier, und man lebt da wo andere urlaub machen :)

also die lebensqualität ist hier schon echt ziemlich gut :)

Fusion_Power
2015-05-27, 15:42:51
im Osten....
Nicht überall. ;)
Jena ist hier relativ teuer, zumindest im vergleich zum Rest Thüringens. Netterweise bin ich in 35 Minuten bequem mit dem Zug da und zwar direkt in der Innenstadt. Mitm Auto ist das kaum zu schaffen. Und da das ne Privatbahn ist, ist man auch pünktlich wenn die Deutsche Bahn mal streikt. :D

Mein Tipp also lautet, such dir ne Stadt die leicht vom (preiswerten) Umland aus zu erreichen ist. ^^

Finch
2015-05-27, 15:44:41
komm zu uns in den norden,

jobs gibts hier, und man lebt da wo andere urlaub machen :)

also die lebensqualität ist hier schon echt ziemlich gut :)


Ich finde den norden des Landes auch wesentlich schöner als den Süden. Wenn Ich das Geld hätte, würde ich mir sofort auf Borkum ein schönes Haus kaufen. Vll. wird da ja ein TGA-Planer benötigt :D

Ansonsten bin ich in Hamm ganz zufrieden. Perfekt Anbindung durch die A1 und A2, der Bahnhof führt überall hin. Die Mieten sind günstig (~5€/m²) und es gibt immer mehr gut bezahlte Jobs. Es will nur niemand herkommen. :D

hesTeR-
2015-05-27, 16:43:30
es ist halt wirklich schön wenn man einen job hat wo man 10 minuten vom Strand von der Ostsee weg wohnt.

http://www.strand.uni-kiel.de/typo3temp/pics/fc784ee2b5.jpg

vllt verdient man nicht soviel wie in einer großstadt, dafür muss ich auch nicht soviel Geld aufwenden um auf den selben glücks lvl zu kommen wie ein großsstätter. Was meine Freizeit Qualität angeht.

Abends zum Feierabend ab 17:30 am Strand liegen Baden gehen,grillen vllt noch ne runde surfen etc das nicht bezahlbar...

Das gute ist aus der Großregion Kiel sind es auch nur 45min bis Hamburg

Colleger
2015-05-27, 17:59:55
Naja, ich fühle mich hier auch wohl, aber irgendwie stimmt trotzdem das Verhältnis von Einkommen zu Lebensqualität nicht. Das Haushaltseinkommen kratzt knapp am sechstelligen, und trotzdem bleiben viele einfach Wünsche liegen (4 köpfige Familie). So Dinge wie Eigentumswohnung/häuschen und neues Auto vor der Tür sind da nicht drin. Brauch ich nicht, aber das man nicht wenig verdient und trotzdem wenig übrig bleibt ist schon enttäuschend.


Nur damit ich das richtig verstehe: Ihr habt fast 100 000 € Brutto-Haushaltseinkommen und könnt euch keine eigene Immobilie oder Mittelklasse-Neuwagen leisten? Schlechtes Trolling oder ernst gemeint? Vielleicht könnt ihr ja einfach nur nicht mit Geld umgehen!? Ihr dürftet monatlich um die 5000€ Nettohaushaltseinkommen haben und da willst Du uns erzählen, dass ihr gerade so über die Runden kommt und es für den kleinen Mittelstandsluxus (Haus, Neuwagen) nicht reicht? :freak:

Also ich vermute, dass ihr ein selbstverschuldetes Ausgabenproblem habt. Ich kenne genug Familien, die mit der Hälfte von eurem es problemlos hinbekommen eine Immobilie und Neuwagen zu finanzieren und trotzdem ganz passabel leben. Meine Empfehlung: http://www.adultswim.com/videos/family-guy/i-need-a-jew/

Colleger
2015-05-27, 18:07:09
Ich finde den norden des Landes auch wesentlich schöner als den Süden. Wenn Ich das Geld hätte, würde ich mir sofort auf Borkum ein schönes Haus kaufen. Vll. wird da ja ein TGA-Planer benötigt :D

Naja. Klar gibt es hier im Norden Nord- und Ostsee, außerdem eine super Seenplatte, aber dafür ist das Wetter hier so schlecht, dass man hier nur selten Urlaub machen kann. Der Süden ist landschaftlich deutlich abwechslungsreicher (Berge, Flachland, Seen, Wälder usw.) und das Wetter ist spürbar besser.

Mark3Dfx
2015-05-27, 18:10:30
Im Norden sind 350 Tage Kackawetter
München konnte ich nie was abgewinnen.
(abartig teuer, versifft und ohne 5er vor der Tür bist eh nix, gell Mausi :ulol:)

Ne ne, lieber in die Mitte.
Leipzig! :)
- Zentral
- boomt aktuell wie Sau
- "noch" gibts genug bezahlbaren Wohnraum.
- ÖPNV erübrigt das Auto
- man kann seine Amazon Pakete direkt bei ver.di "Einzelhändler" am Tor abholen ;D

Colleger
2015-05-27, 18:27:58
Im Norden sind 350 Tage Kackawetter
ich sekundiere das!

München konnte ich nie was abgewinnen.
Zuviel Solarium-Schickeria

Ne ne, lieber in die Mitte.
Leipzig! :)
- Zentral
- boomt aktuell wie Sau
- "noch" gibts genug bezahlbaren Wohnraum.
- ÖPNV erübrigt das Auto
- man kann seine Amazon Pakete direkt bei ver.di "Einzelhändler" am Tor abholen ;D

Ist Leipzig besser als Dresden und Erfurt? :confused:
Und wie sind eigentlich die anderen Ost-Großstädte? (Chemnitz, Halle, Magdeburg)

Der Osten scheint mir von den Verdienstmöglichkeiten immer etwas de-qualifizierend... :(

Argo Zero
2015-05-27, 18:54:17
In Aschaffenburg und Umgebung ist es bezahlbar und sympathisch :)

Mark3Dfx
2015-05-27, 19:06:46
Ist Leipzig besser als Dresden und Erfurt? :confused:
Und wie sind eigentlich die anderen Ost-Großstädte? (Chemnitz, Halle, Magdeburg)

Der Osten scheint mir von den Verdienstmöglichkeiten immer etwas de-qualifizierend... :(

Die anderen Städte sind kleiner.
Einzig Leipzig spielt eine Liga höher und Halle eh ist Nebenan (Großraum)

Finch
2015-05-27, 19:37:28
Naja. Klar gibt es hier im Norden Nord- und Ostsee, außerdem eine super Seenplatte, aber dafür ist das Wetter hier so schlecht, dass man hier nur selten Urlaub machen kann. Der Süden ist landschaftlich deutlich abwechslungsreicher (Berge, Flachland, Seen, Wälder usw.) und das Wetter ist spürbar besser.


Ich mag das Küstenklima.

ux-3
2015-05-27, 20:14:06
Nur damit ich das richtig verstehe: Ihr habt fast 100 000 € Brutto-Haushaltseinkommen und könnt euch keine eigene Immobilie oder Mittelklasse-Neuwagen leisten?

Ich bin auch unsicher, ob Sven Brutto oder Nettoeinkommen meint. Bei Bruttoeinkommen kann ich das allerdings problemlos nachvollziehen.

Schlechtes Trolling oder ernst gemeint? Vielleicht könnt ihr ja einfach nur nicht mit Geld umgehen!? Ihr dürftet monatlich um die 5000€ Nettohaushaltseinkommen haben und da willst Du uns erzählen, dass ihr gerade so über die Runden kommt und es für den kleinen Mittelstandsluxus (Haus, Neuwagen) nicht reicht? :freak:

Das kann durchaus ernst gemeint sein. Ich kann das Problem jedenfalls gut nachvollziehen und ich lebe in einer weitaus günstigeren Region als Stuttgart.

Also ich vermute, dass ihr ein selbstverschuldetes Ausgabenproblem habt. Ich kenne genug Familien, die mit der Hälfte von eurem es problemlos hinbekommen eine Immobilie und Neuwagen zu finanzieren und trotzdem ganz passabel leben.

Also eine 4-köpfige Familie mit 2500 Netto im Monat? Mal geschaut, was die als H4-Anspruch hätte, wenn die Kinder schon älter sind? Ich komme da alles zusammen über 2100 Euro.

prinz_valium
2015-05-27, 20:22:58
Ich bin auch unsicher, ob Sven Brutto oder Nettoeinkommen meint. Bei Bruttoeinkommen kann ich das allerdings problemlos nachvollziehen.



Das kann durchaus ernst gemeint sein. Ich kann das Problem jedenfalls gut nachvollziehen und ich lebe in einer weitaus günstigeren Region als Stuttgart.



Also eine 4-köpfige Familie mit 2500 Netto im Monat? Mal geschaut, was die als H4-Anspruch hätte, wenn die Kinder schon älter sind? Ich komme da alles zusammen über 2100 Euro.

ich glaub ich werde harz4ler

Gandharva
2015-05-27, 20:24:05
Nur damit ich das richtig verstehe: Ihr habt fast 100 000 € Brutto-Haushaltseinkommen und könnt euch keine eigene Immobilie oder Mittelklasse-Neuwagen leisten? Schlechtes Trolling oder ernst gemeint? Vielleicht könnt ihr ja einfach nur nicht mit Geld umgehen!? Ihr dürftet monatlich um die 5000€ Nettohaushaltseinkommen haben und da willst Du uns erzählen, dass ihr gerade so über die Runden kommt und es für den kleinen Mittelstandsluxus (Haus, Neuwagen) nicht reicht? :freak:
Tja, willkommen in der Realität. Ist hier in München ebenfalls nicht drin. Ein Haus in Stadnähe kommt auf mindestens eine Dreiviertel Million. Wenn du da nicht in 45 Jahren bei 1% Tilgung noch dran zahlen willst, dann reichen deine 2,5k Netto im Traum nicht. Alternative Mieten: Für ein Haus in der Stadt 130-150 qm ist man atm 1600-2000€ Kaltmiete los. Von den restlichen Kröten willst du dann deinen Neuwagen finanzieren, etwas Essen, Urlaub machen und deinen Kindern ein paar Wünsche erfüllen? :rolleyes:

ux-3
2015-05-27, 20:26:25
und deinen Kindern ein paar Wünsche erfüllen? :rolleyes:

Plan mal 42000 Euro pro Kind dafür fest ein. :freak:

Finch
2015-05-27, 20:30:46
Tja, willkommen in der Realität. Ist hier in München ebenfalls nicht drin. Ein Haus in Stadnähe kommt auf mindestens eine Dreiviertel Million. Wenn du da nicht in 45 Jahren bei 1% Tilgung noch dran zahlen willst, dann reichen deine 2,5k Netto im Traum nicht. Alternative Mieten: Für ein Haus in der Stadt 130-150 qm ist man atm 1600-2000€ Kaltmiete los. Von den restlichen Kröten willst du dann deinen Neuwagen finanzieren, etwas Essen, Urlaub machen und deinen Kindern ein paar Wünsche erfüllen? :rolleyes:

München ist aber kein Maßstab...

ux-3
2015-05-27, 20:31:50
München ist aber kein Maßstab...

Aber Sven wohnt nun mal in Stuttgart, iirc... :rolleyes:

Gandharva
2015-05-27, 20:40:45
Plan mal 42000 Euro pro Kind dafür fest ein. :freak:
Hehe. Führst du Buch bei deinen?

Fusion_Power
2015-05-27, 20:44:27
Im Norden sind 350 Tage Kackawetter

Gutes Argument. Wenn es bei uns hier in Thüringen mal etwas windig ist kann man fast sicher sein dass ab Hamburg schwere Orkane und Sturmfluten den Tag versauen. Das Klima wird nicht besser und wer nicht gerade nen soliden Stahlbetonbunker sein Eigen nennt der ist wohl in Mitteldeutschland statistisch besser aufgehoben als hoch im Norden. Auch wenn ich die Gegend da oben ebenfalls wirklich schön finde, außerdem fährt sichs da mitm Fahrrad besser mangels bergiger Landschaft. :D


Zuviel Solarium-Schickeria

Bis sichs mal auch in Deutschland rumgesprochen hat dass nur das niedere Bauernvolk aufm Feld braungebrannt ist und der "Adel" an der nahtlosen Blässe erkannt wird (wie in Asien) scheints echt noch zu dauern. :freak: Ich bin was das angeht übrigens extrem adlig. :rolleyes:


Der Osten scheint mir von den Verdienstmöglichkeiten immer etwas de-qualifizierend... :(
Vieles kostet aber auch deutlich weniger. Gibts in München überhaupt Aldi & Co.? :confused:

ux-3
2015-05-27, 20:44:57
Hehe. Führst du Buch bei deinen?

5x12x700 Euro. Du kommst schon drauf, wofür. :tongue:

Colleger
2015-05-27, 20:56:24
Ich bin auch unsicher, ob Sven Brutto oder Nettoeinkommen meint. Bei Bruttoeinkommen kann ich das allerdings problemlos nachvollziehen.
Ich vermute mal Bruttoeinkommen, denn Netto wäre noch dekadenter :freak:
Und NEIN, ich kann es nicht nachvollziehen. Das ist Jammern auf hohem Niveau.

Also eine 4-köpfige Familie mit 2500 Netto im Monat? Mal geschaut, was die als H4-Anspruch hätte, wenn die Kinder schon älter sind? Ich komme da alles zusammen über 2100 Euro.
Das ist die Realität in Deutschland. Das Median-Nettohaushaltseinkommen dürfte leicht drüber liegen...
btw: kannst Du mir deine Hartz4 Rechnung mal aufschreiben, damit ich das nachvollziehen kann ;)

Nach Ergebnissen der Laufenden Wirtschaftsrechnungen lag das durchschnittliche Nettoeinkommen der privaten Haushalte im Jahr 2011 bei 2.988 Euro im Monat. Dabei lag es in Westdeutschland bei 3.144 Euro und in Ostdeutschland bei 2.424 Euro.

http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61754/einkommen-privater-haushalte

Das ist allerdings Durchschnitt und nicht Median, also sind da die ganzen Millionäre und Bonzen (=große Ausschläge) noch nicht rausgerechnet, ausgleichend kommen die Singlehaushalte natürlich dazu, insofern dürften ca. 3000 €uro netto/Monat für Vater-Mutti-Kind-Kind-Familien durchaus realistisch sein. Andere schaffen's ja auch.

Gandharva
2015-05-27, 20:59:43
Und NEIN, ich kann es nicht nachvollziehen. Das ist Jammern auf hohem Niveau.
Ja, weil du entweder noch zur Schule gehst oder irgendwo in einer Kleinstadt oder auf dem Land hockst und die dortigen Preise gewohnt bist. Deine Statistiken sind absolut irrelevant ohne regionale Unterschiede zu berücksichtigen.

Gandharva
2015-05-27, 21:05:27
Gibts in München überhaupt Aldi & Co.? :confused:
Klar. An jeder Ecke. Auch mit 6-stelligem Einkommen kauft der Michel bei Aldi. Sonst bleibt ja nix für die Karre übrig. ;(

GBWolf
2015-05-27, 21:08:40
Reich ist wer mit wenig auskommt.

Aber Kiel, direkt am Strand klingt echt toll. Gratz!

ux-3
2015-05-27, 21:11:11
btw: kannst Du mir deine Hartz4 Rechnung mal aufschreiben, damit ich das nachvollziehen kann ;)

http://biallo.sueddeutsche.de/tz/sueddeutsche2/Soziales/ALG2rechner.php

Zwei Kinder über 16, dazu dann eine Wohnung, die noch angemesen ist (~90 m²).

Das ist allerdings Durchschnitt und nicht Median, also sind da die ganzen Millionäre und Bonzen (=große Ausschläge) noch nicht rausgerechnet, ausgleichend kommen die Singlehaushalte natürlich dazu, insofern dürften ca. 3000 €uro netto/Monat für Vater-Mutti-Kind-Kind-Familien durchaus realistisch sein. Andere schaffen's ja auch.

Aua! Durchschnittliche Haushaltsgröße in D ist 2 Personen. Von daher... :rolleyes:

(oder einfach mal deinen Artikel zu Ende lesen...)


Ja, weil du entweder noch zur Schule gehst oder irgendwo in einer Kleinstadt oder auf dem Land hockst und die dortigen Preise gewohnt bist.

Evtl. reicht schon ein Blick auf das Lebensalter bzw. die noch verbleibende erwerbstätige Zeit. Für die Forenjugend als Aspekt noch nicht auf dem Schirm.

Colleger
2015-05-27, 21:19:02
Ja, weil du entweder noch zur Schule gehst oder irgendwo in einer Kleinstadt oder auf dem Land hockst und die dortigen Preise gewohnt bist. Deine Statistiken sind absolut irrelevant ohne regionale Unterschiede zu berücksichtigen.

;D ;D :ulol: :rolleyes:

Ich bin die letzten 15 Jahre in HH aufgewachsen, Mutter war alleinerziehend mit ca. 1300€ Nettoeinkommen exkl. Kindergeld, zwei Kinder, keinerlei Hilfe (auch keine Alimente) von Vati, hab kein Bafög bekommen, trotzdem 'ne ING-Wissenschaft erfolgreich mit M.Sc. abgeschlossen und mir geht es halbwegs gut. Zugegeben, war nicht immer einfach, aber gehungert habe ich nicht. Insofern kannst Du sicherlich nachvollziehen, dass aus meiner Perspektive 5000€ Nettohaushaltseinkommen sich geradezu utopisch anhören. Damit würde ich wie ein LORD leben :redface::massa:

ux-3
2015-05-27, 21:23:15
Insofern kannst Du sicherlich nachvollziehen, dass aus meiner Perspektive 5000€ Nettohaushaltseinkommen sich geradezu utopisch anhören. Damit würde ich wie ein LORD leben :freak::redface:

Wir reden jetzt aber von vier (4) Personen, nicht von einer. Diese Summe relativiert sich sehr schnell. Zugegeben, so wie Du hab ich in Deinem Alter auch gedacht.

Und warum hast Du bei der von Dir geschilderten Situation kein Bafög bekommen?

Gandharva
2015-05-27, 21:29:12
;D ;D :ulol: :rolleyes:

Ich bin die letzten 15 Jahre in HH aufgewachsen, Mutter war alleinerziehend mit ca. 1300€ Nettoeinkommen exkl. Kindergeld, zwei Kinder, keinerlei Hilfe (auch keine Alimente) von Vati, hab kein Bafög bekommen, trotzdem 'ne ING-Wissenschaft erfolgreich mit M.Sc. abgeschlossen und mir geht es halbwegs gut. Zugegeben, war nicht immer einfach, aber gehungert habe ich nicht. Insofern kannst Du sicherlich nachvollziehen, dass aus meiner Perspektive 5000€ Nettohaushaltseinkommen sich geradezu utopisch anhören. Damit würde ich wie ein LORD leben :redface::massa:
http://i.ytimg.com/vi/qHAAmdskBqU/hqdefault.jpg
<°)))o><

ux-3
2015-05-27, 21:29:16
;D ;D :ulol: :rolleyes:


Willst Du hier ernsthaft diskutieren oder sollen wir dich gleich ignorieren?

Colleger
2015-05-27, 21:35:03
Wir reden jetzt aber von vier (4) Personen, nicht von einer. Diese Summe relativiert sich sehr schnell.
Ich sprach von 3 Personen. Lass es uns auf 3 Personen beziehen, denn ich hab lange Zeit in diesem 3-Personen-Haushalt gelebt ;)

Und warum hast Du bei der von Dir geschilderten Situation kein Bafög bekommen?
Da müsste ich hier jetzt weiter ausholen als ich eigentlich möchte. Sagen wir so: Hatte mit meinem leiblichen Vater zu tun und seinen finanziellen Lebens-Umständen, die den Staat aber letztendlich nicht interessieren. Es ging jedenfalls nicht. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Willst Du hier ernsthaft diskutieren oder sollen wir dich gleich ignorieren?
Ich diskutiere ernsthaft, bin aber erstaunt, wieviele bettelarme Menschen es doch hier im Forum gibt ;D:smile:

http://i.ytimg.com/vi/qHAAmdskBqU/hqdefault.jpg
<°)))o><
True Story, bro!

http://biallo.sueddeutsche.de/tz/sueddeutsche2/Soziales/ALG2rechner.php

Zwei Kinder über 16, dazu dann eine Wohnung, die noch angemesen ist (~90 m²).
Ich bin auf folgendes gekommen:
Arbeitslosengeld-II und Sozialgeld (gerundet): 1.856,00€

Hängt sicherlich stark davon ab, was man für die Wohnung angibt.
Ich hab 700€ kalt + 150€ Nebenkosten + 50€ Heizkosten angegeben.

http://666kb.com/i/cyzwi4t8mq8btscm5.png


Aua! Durchschnittliche Haushaltsgröße in D ist 2 Personen. Von daher... :rolleyes:
Das hab ich in meiner Kopf-Überschlagsrechnung bereits berücksichtigt.
Millionäre und Singlehaushalte dürften sich ganz gut ausgleichen.

Sven77
2015-05-27, 21:40:54
Wat is denn hier los? :ugly:

Nur damit ich das richtig verstehe:

Hallo Troll, nein du verstehst nicht richtig

Ihr habt fast 100 000 € Brutto-Haushaltseinkommen und könnt euch keine eigene Immobilie oder Mittelklasse-Neuwagen leisten?

und!

Ihr dürftet monatlich um die 5000€ Nettohaushaltseinkommen haben

inkl. Kindergeld etwas mehr

und da willst Du uns erzählen, dass ihr gerade so über die Runden kommt

Hab ich nicht gesagt, uns geht es gut und fehlt es an nichts.

und es für den kleinen Mittelstandsluxus (Haus, Neuwagen) nicht reicht? :freak:

Hier unmöglich, eine Doppelhaushälfte die nicht vergammelt ist geht bei 450.000Eur los.

Also ich vermute, dass ihr ein selbstverschuldetes Ausgabenproblem habt.

Wüsste jetzt nicht wo.. haben nichtmal teure Hobbys wie so einige hier im Forum. Unser Auto dürfte momenten weniger Wert sein als die meisten PCs hier ;D

Ich kenne genug Familien, die mit der Hälfte von eurem es problemlos hinbekommen eine Immobilie und Neuwagen zu finanzieren und trotzdem ganz passabel leben.
Irgendwo im nirgendwo vielleicht. Wenn man hier als Familie nicht im Wohnbunker versauern will muss man gut hinlegen bei der Miete, ich zahle momentan 1400 kalt.

Insofern kannst Du sicherlich nachvollziehen, dass aus meiner Perspektive 5000€ Nettohaushaltseinkommen sich geradezu utopisch anhören.
Kann ich nicht, du hast kein Bafög bekommen weil? Ich habe volles Bafög über 4 Jahre bekommen, offensichtlich war meine Situation ungleich schwerer.

Damit würde ich wie ein LORD leben
Würde ich als DINK auch..

Urteile nicht über Dinge von denen du keinen Plan hast..


Gleich kommt auch die Frage "Warum zieht ihr nicht dahin wo es günstiger ist"

Ganz einfach weil ich da weniger Geld verdiene (bzw. meine Branche nicht existent ist) und sich das Ganze relativiert.

Mr.Y
2015-05-27, 21:56:04
Ich bin die Tage einfach mal heftig erschrocken, als ich alle meine festen Ausgaben zusammengeschrieben habe. Und damit meine ich wirklich fest, also kein hier mal T-Shirt, da mal Essen gehen sowieso generell: Keine Nahrung. Nur Miete, Versicherungen, Nebenkosten, Gebühren, ... nicht mal einen Abschlag fürs Auto oder dessen Wartung. Da hats mir die Fußnägel hochgerollt, weil das pro einfach schon so viel ist, wie andere im Monat haben...
Daher 5000 Euro Netto sind nicht schlecht, man kann davon sicher gut leben, aber "reich" ist man damit ganz bestimmt nicht.
Generell werden wir uns glaube ich immer mehr vom Wohlstand verabschieden müssen, aber ich glaube das Thema führt wo anders hin.

Colleger
2015-05-27, 21:57:53
Daher 5000 Euro Netto sind nicht schlecht, man kann davon sicher gut leben, aber "reich" ist man damit ganz bestimmt nicht.

Bezogen aufs Haushaltsnettoeinkommen gehörst Du damit in Deutschland zu den oberen 25% und weltweit geschätzt zu den oberen 3%... reich ist relativ ;)


Kann ich nicht, du hast kein Bafög bekommen weil? Ich habe volles Bafög über 4 Jahre bekommen, offensichtlich war meine Situation ungleich schwerer.
Du meinst so wie die Situation der ganzen Arztkinder, die mehr BAFÖG bekommen als Arbeiterkinder, weil sich deren Eltern mittels guter Steueranwälte finanziell arm rechnen? Jo, wahrscheinlich ;)


Urteile nicht über Dinge von denen du keinen Plan hast..
Anscheinend ist dem wohl so ;D

Spasstiger
2015-05-27, 22:00:46
100.000€ Haushaltsbruttoeinkommen sind hier in Stuttgart auch nix Besonderes, das sind zwei Akademiker-Berufseinsteiger-Gehälter.
Ein Kumpel und seine Freundin dürfte inkl. Boni auf an die 160.000€ kommen. Die wohnen auch zur Miete trotz keiner Kinder. ;)

ux-3
2015-05-27, 22:07:39
Ich sprach von 3 Personen. Lass es uns auf 3 Personen beziehen, denn ich hab lange Zeit in diesem 3-Personen-Haushalt gelebt ;)

Und Deine Mutter hat sich in Hamburg in der Zeit eine Wohnung gekauft und hatte einen Neuwagen vor der Tür? Oder verstehe ich Deinen Vergleich falsch?

Da müsste ich hier jetzt weiter ausholen als ich eigentlich möchte. Sagen wir so: Hatte mit meinem leiblichen Vater zu tun und seinen finanziellen Lebens-Umständen, die den Staat aber letztendlich nicht interessieren. Es ging jedenfalls nicht. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Das Amt würde zahlen, auch wenn Papi Bonze ist. Nur verklagen die ihn dann. Das wolltest Du vermutlich nicht. Ist auch eine Entscheidung, wäre aber dann DEINE gewesen. Kenn ich.


Ich diskutiere ernsthaft, bin aber erstaunt, wieviele bettelarme Menschen es doch hier im Forum gibt ;D:smile:

Wir reden hier über Eigenheim und Neuwagen in Stuttgart. Das hat nix mit bettelarm zu tun.


Ich bin auf folgendes gekommen:
Arbeitslosengeld-II und Sozialgeld (gerundet): 1.856,00€

Hängt sicherlich stark davon ab, was man für die Wohnung angibt.
Ich hab 700€ kalt + 150€ Nebenkosten + 50€ Heizkosten angegeben.

Kindergeld weist der Rechner als Einkommen aus (368 Euro), das kommt noch dazu. Dann passt es. 2224 Euro. Wenn die beiden Alten zusammen noch 276 Euro rankarren, dann steht dem Eigenheim und Neuwagen wohl nix mehr im Weg? ;)

http://666kb.com/i/cyzwi4t8mq8btscm5.png


Das hab ich in meiner Kopf-Überschlagsrechnung bereits berücksichtigt.
Millionäre und Singlehaushalte dürften sich ganz gut ausgleichen.

Spekulatius deinerseits. Einfach mal unten in der Tabelle schauen! Eine Tabelle gibt die Haushaltsgröße mit an.


I'm outta here :redface:

Du übertriffst meine Erwartung!

Sven77
2015-05-27, 22:08:50
I'm outta here :redface:

Wie jetzt, dann ist die ganze Mühe für den Fake-Account umsonst gewesen;(


100.000€ Haushaltsbruttoeinkommen sind hier in Stuttgart auch nix Besonderes, das sind zwei Akademiker-Berufseinsteiger-Gehälter.

Eben.. in München ist das Lohnniveau noch höher, wird aber entsprechend wieder von Miete etc. aufgefressen. Falls jemand ne Ecke findet in der die Mieten niedrig und die Löhne hoch sind bitte Bescheid sagen ;D
Wobei ich meinen besten Freund, den Metzger ums Eck, nie verlassen werde.. Lage ist halt doch wichtig ;)

edit: Man muss das auch relativieren. Hätte ich noch ein paar Jahre mit Kindern gewartet hätte ich bestimmt genug ansparen können um dann etwas zu kaufen. Ich wollte aber nicht mit Anfang/Mitte 40 Vater werden. Und vor 5 Jahren war das Haushaltseinkommen knapp mehr als die Hälfte jetzt, da mussten wir schon richtig kleine Brötchen backen..

Spasstiger
2015-05-27, 22:16:24
Falls jemand ne Ecke findet in der die Mieten niedrig und die Löhne hoch sind bitte Bescheid sagen ;D
Am Besten bis zum Ruhestand was zurücklegen und dann auswandern.
Meine Frau kommt aus Madagaskar, wir haben dieses Jahr dort geheiratet. Wir werden dort mit ziemlicher Sicherheit innerhalb der nächsten zwei oder drei Jahre ein Haus bauen, weil man für 10.000€ schon eine Villa nach lokalen Standards bauen lassen kann. Im Ruhestand kann man dort mit deutscher Rente sehr luxuriös leben mit Hausangestellten, Chauffeur, etc. Bei unseren zwei Urlauben in Madagaskar haben wir immer die Familie meiner Frau mit unterstützt und in den Urlaube vor Ort mit genommen (14-16 Leute). Es kommt einem zwar vor Ort teuer und großzügig vor, aber mit Perspektive aus Deutschland fällt es finanziell eigentlich gar nicht ins Gewicht und man bekommt menschlich unbezahlbar viel zurück.

Sven77
2015-05-27, 22:18:10
Aber ich müsste meinen Metzger mitnehmen ;)

ux-3
2015-05-27, 22:19:15
edit: Man muss das auch relativieren. Hätte ich noch ein paar Jahre mit Kindern gewartet hätte ich bestimmt genug ansparen können um dann etwas zu kaufen. Ich wollte aber nicht mit Anfang/Mitte 40 Vater werden. Und vor 5 Jahren war das Haushaltseinkommen knapp mehr als die Hälfte jetzt, da mussten wir schon richtig kleine Brötchen backen..

Genau den Punkt hatte ich weiter oben erwähnt. Das Ganze erfordert einen zeitlichen Horizont, den unsere jungen Unsterblichen noch nicht beachten.

Falls jemand ne Ecke findet in der die Mieten niedrig und die Löhne hoch sind bitte Bescheid sagen ;D

Sobald Du nach festem Tarif bezahlt wirst, ist tiefste Provinz eine Option.

Am Besten bis zum Ruhestand was zurücklegen und dann auswandern.

Ich lebe doch nicht für meinen Ruhestand. Was für eine Verschwendung ist das denn? Abgesehen davon, meine Kinder leben ja vermutlich hier.

Spasstiger
2015-05-27, 22:32:04
Aber ich müsste meinen Metzger mitnehmen ;)
Ich war insgesamt 8 Wochen dort und lebe noch. :freak:
Aber tatsächlich ist das Schlachten zuhause nicht so ungewöhnlich, zumindest bei Hühnern. Und gegen kleines Geld findet man dort immer Jemanden, der einem unliebsame Arbeit abnimmt. ;)
Meine in der Ausbildung befindliche Frau und ich haben zwar nur ein durchschnittliches Einkommen für Deutschland, aber mit Blick auf Madagaskar fühlen wir uns doch irgendwo reich.
Und ehrlichgesagt empfinde ich die Lebensqualität in Stuttgart als sehr hoch und in meiner Situation jederzeit bezahlbar. Wir sparen halt am Wohnraum und am Auto. Wenn mir die Decke auf den Kopf fällt, habe ich hier genügend Unterhaltungs- und Freizeitmöglichkeiten auswärts. Und für die Mobilität wird bei Bedarf wird ein Mietwagen genommen.

Ich lebe doch nicht für meinen Ruhestand. Was für eine Verschwendung ist das denn? Abgesehen davon, meine Kinder leben ja vermutlich hier.
Ich habe ja jetzt Familie hier und dort - wenn auch noch keine eigenen Kindern -, meine Situation ist also eine andere. Und mit Zurücklegen meine ich auch eher, sich für den Ruhestand finanziell absichern.

P.S.: Meine Frau hat schon Bauland in Madagaskar mit Zugang zu Strom, Wasser und dem Straßennetz. Der Quadratmeter umgerechnet 1€ ...
Geld verdienen in DE und ausgeben im Ausland gewinnt für mich zunehmend an Charme.

Colleger
2015-05-27, 22:38:30
100.000€ Haushaltsbruttoeinkommen sind hier in Stuttgart auch nix Besonderes, das sind zwei Akademiker-Berufseinsteiger-Gehälter.

Ein Kumpel und seine Freundin dürfte inkl. Boni auf an die 160.000€ kommen. Die wohnen auch zur Miete trotz keiner Kinder. ;)
Die Regel ist es in Deutschland trotzdem nicht. Mit 70 000€ Bruttoeinkommen gehörst Du in Deutschland bereits zu den oberen 15% der Verdiener...

Und Deine Mutter hat sich in Hamburg in der Zeit eine Wohnung gekauft und hatte einen Neuwagen vor der Tür?
Sicherlich nicht, aber mit 3500€ Nettohaushaltseinkommen hätte sie sicherlich eine Wohnung gekauft und einen Neuwagen gefahren... und HH ist ja nun nicht großartig günstiger als Stuttgart oder Frankfurt ;)


Das Amt würde zahlen, auch wenn Papi Bonze ist. Nur verklagen die ihn dann. Das wolltest Du vermutlich nicht. Ist auch eine Entscheidung, wäre aber dann DEINE gewesen. Kenn ich.
Unter den gegebenen Umständen wäre es amoralisch gewesen ihn zu verklagen und/oder auszupressen. Und Bonze ist er nie gewesen :biggrin: Aber egal, Vergangenheit ist Vergangenheit und ich hab mich durchgebissen.


Kindergeld weist der Rechner als Einkommen aus (368 Euro), das kommt noch dazu. Dann passt es. 2224 Euro. Wenn die beiden Alten zusammen noch 276 Euro rankarren, dann steht dem Eigenheim und Neuwagen wohl nix mehr im Weg? ;)
Ich hatte in Erinnerung, dass Hartzer kein Kindergeld bekommen? :confused:

Wie jetzt, dann ist die ganze Mühe für den Fake-Account umsonst gewesen;(
Naja gut, dann noch mal ein paar Minuten länger ;D

Sven77
2015-05-27, 22:41:01
Sicherlich nicht, aber mit 3500€ Nettohaushaltseinkommen hätte sie sicherlich eine Wohnung gekauft und einen Neuwagen gefahren... und HH ist ja nun nicht großartig günstiger als Stuttgart oder Frankfurt ;)

Wann war das? Vor 10-15 Jahren waren das noch ganz andere Summen

Spasstiger
2015-05-27, 22:42:22
Sicherlich nicht, aber mit 3500€ Nettohaushaltseinkommen hätte sie sicherlich eine Wohnung gekauft und einen Neuwagen gefahren... und HH ist ja nun nicht großartig günstiger als Stuttgart oder Frankfurt ;)
Meine Frau und ich kommen steuerbereinigt schon fast an die 3500€ Haushaltsnettoeinkommen ran und ich sehe weder eine Immobilie in DE noch einen Neuwagen am Horizont. ;)

GBWolf
2015-05-27, 22:46:20
Am Besten bis zum Ruhestand was zurücklegen und dann auswandern.
Meine Frau kommt aus Madagaskar, wir haben dieses Jahr dort geheiratet. Wir werden dort mit ziemlicher Sicherheit innerhalb der nächsten zwei oder drei Jahre ein Haus bauen, weil man für 10.000€ schon eine Villa nach lokalen Standards bauen lassen kann. Im Ruhestand kann man dort mit deutscher Rente sehr luxuriös leben mit Hausangestellten, Chauffeur, etc. Bei unseren zwei Urlauben in Madagaskar haben wir immer die Familie meiner Frau mit unterstützt und in den Urlaube vor Ort mit genommen (14-16 Leute). Es kommt einem zwar vor Ort teuer und großzügig vor, aber mit Perspektive aus Deutschland fällt es finanziell eigentlich gar nicht ins Gewicht und man bekommt menschlich unbezahlbar viel zurück.


Und im Krankheitsfall geht's schnell zurück gell.

Morale
2015-05-27, 22:48:35
Beamter in günstiger Gegend wäre jackpot
Mein Vater ist zwar nur im mittleren Dienst hat aber ein sehr hübsches Haus in Brandenburg. Dazu neuer Mercedes, Urlaub usw.
Seine neue Frau ist auch im öd.

Ansonsten da wo es wirklich billig ist ist eben der verdienst auch eher schlecht. Gut München ist noch ne krasse Ausnahme. Aber NRW oder Norddeutschland geht doch derzeit auch nicht viel? Ich bin jedenfalls öfters in studentenforen unterwegs und viele klagen darüber.

Ps
Meine Frau und ich haben zusammen derzeit knapp 3000 Euro für 3 Personen und meine Frau arbeitet derzeit nicht da Elternzeit. Für ein Haus (neuwagen wir ich gar ned) langt das hier aber sicher nicht. Wir können leicht 800 Euro sparen bzw tun das auch aber da zahlst du ja auch Jahre lang ab. Der Schwiegervater hat zum Glück Bauland wo wir in ein paar Jahren bauen können aber ohne kann man es vergessen.

Colleger
2015-05-27, 22:49:54
Wann war das? Vor 10-15 Jahren waren das noch ganz andere Summen
in den Nuller-Jahren...

Klar, in Blankenese, Eimsbüttel und Eppendorf wäre man damit nicht weit gekommen, aber in Bezirken wie Harburg und Bergedorf bekam man zu dem Zeitpunkt schon Brauchbares relativ günstig. Die Situation atm kann man sowieso nicht mit der in der Vergangenheit vergleichen, weil wir in den Großstädten aktuell eine stetig wachsende Immobilienblase haben, ausgelöst durch die ganzen €uro-, Finanz- und Wirtschaftskrisen der letzten 7 Jahre: Betongold als letzte Rettung des eigenen Vermögens. Ich hoffe, dass das irgendwann ein Ende hat. Immobilien sind unbezahlbar geworden.

Und im Krankheitsfall geht's schnell zurück gell.
;D im Bekanntenkreis gerade erlebt. Südostasien garantiert bis ans Ende des Lebens, und jetzt doch wieder in Deutschland weil die medizinische Versorgung ein "klitzekleines" bisschen besser ist :freak: Vor allem in einem Alter, wo man auf gute medizinische Versorgung definitiv angewiesen ist :redface:

Beamter in günstiger Gegend wäre jackpot
Mein Vater ist zwar nur im mittleren Dienst hat aber ein sehr hübsches Haus in Brandenburg. Dazu neuer Mercedes, Urlaub usw.
Seine neue Frau ist auch im öd.
Ich sekundiere das!
Verbeamteter A13-Gymnasial-Lehrer irgendwo in einer günstigen ostdeutschen Mittelstadt = WinWin Galore :cool:
Sahnehäubchen: kein EyDigga Publikum in den Schulen.

Meine Frau und ich kommen steuerbereinigt schon fast an die 3500€ Haushaltsnettoeinkommen ran und ich sehe weder eine Immobilie in DE noch einen Neuwagen am Horizont. ;)
Du warst doch Ing? Welchen Anteil an diesen 3500€ machst Du?
Für einen kleinen Neuwagen muss es da doch reichen, oder nicht? z.B. ein Mazda 2 oder Kia cee'd?

Spasstiger
2015-05-27, 23:00:57
Und im Krankheitsfall geht's schnell zurück gell.
Wenn man sich es leisten kann, spricht zumindest bei schweren, aber planbaren Eingriffen nichts dagegen.
Ansonsten war ich dort schon bei mehreren Ärzten, sei es mit Familienangehörigen oder wegen mir selbst (hatte mal Fieber), und konnte dort nichts für mich Beunruhigendes feststellen. Die Behandlung ist nach europäischen Standards, wenn auch vermutlich nicht ganz auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.
Ich hatte aber dieses Jahr einen operativen Eingriff in DE und war froh, dass dieser nicht in Madagaskar erfolgen musste. Hatte allerdings auch in DE Glück, dass ich per Zufall von einem ausgewiesenen Spezialisten operiert wurde.

Du warst Doch Ing? Welchen Anteil an diesen 3500€ machst Du?
Aktuell knapp über 2400€, wobei ich noch Steuerrückzahlungen erwarte. Meine Frau profitiert von Schichtzuschlägen, so dass ihr Nettogehalt auch in der Ausbildung passabel ist.
P.S.: Wir sind steuerlich noch getrennt veranlagt, da die Ehe hierzulande noch nicht anerkannt ist. Die Legalisation sollte heute in DE eingetroffen sein. :)

ux-3
2015-05-27, 23:07:02
mit 3500€ Nettohaushaltseinkommen hätte sie sicherlich eine Wohnung gekauft und einen Neuwagen gefahren...

Hätte, hätte, Fahrradkette... Spekulatius.


Ich hatte in Erinnerung, dass Hartzer kein Kindergeld bekommen? :confused:
Wird als Einkommen verrechnet, lies dein PNG!

Ps
Meine Frau und ich haben zusammen derzeit knapp 3000 Euro für 3 Personen und meine Frau arbeitet derzeit nicht da Elternzeit. Für ein Haus (neuwagen wir ich gar ned) langt das hier aber sicher nicht. Wir können leicht 800 Euro sparen bzw tun das auch aber da zahlst du ja auch Jahre lang ab. Der Schwiegervater hat zum Glück Bauland wo wir in ein paar Jahren bauen können aber ohne kann man es vergessen.

Das Problem ist nicht allein das Einkommen, sondern die Zeit. Kinder werden mit den Jahren immer teurer, das Studium kostet nach heutigen Maßstäben schon über 40k€. Bauland ist ja nett, aber wo genau liegt es? Ex-Acker? -> Schade um das Haus.

Colleger
2015-05-27, 23:27:27
Wird als Einkommen verrechnet, lies dein PNG!
d.h. man bekommt zu den Tausendachthundert-irgendwas auch noch 368€ Kindergeld ausbezahlt? Ist das wirklich so? Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, vor allem weil ich in Erinnerung habe, dass Hartzer kein Kindergeld bekommen, OBWOHL es bei der Berechnung des Satzes berücksichtigt wird... gibt es hier Hartz4 Experten? :confused:

Falls die 2224 Euro stimmen, dann geht es Hartz4-Familien ja gar nicht so schlecht wie ich immer annahm! ggf. noch ein bisschen Schwarzarbeit und man lebt gut damit.

ux-3
2015-05-27, 23:42:59
Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen,

Das ist Dein Problem. Dabei sollte es ein Akademiker doch schaffen, in eine Suchmaschine Hartz4 und Kindergeld einzugeben.

Mistersecret
2015-05-27, 23:48:42
Hmmm... Mal wieder zurück zum Thema ?

Optimal wäre es, an einem Ort mit möglichst hohen Lebenshaltungskosten zu arbeiten aber gleichzeitig an einem Ort mit möglichst niedrigen Lebenshaltungskosten zu wohnen.

Gutes Beispiel: Leben in Deutschland, arbeiten in der Schweiz. Sensationell, wenn´s klappt.

Bestimmt gibt es da auch günstige Kombis innerhalb Deutschlands oder zu anderen Ländergrenzen hin. Wobei die Strecke auch erträglich sein sollte.

Vielleicht: Leben in Polen, arbeiten in Deutschland ? Pendeln zwischen Berlin und Polen ? Ginge das ? Mit 1,5h Fahrtzeit / Richtung für harte Naturen ev. noch machbar... Zum Beispiel eine schöne Villa in Lubin ? Oder noch günstiger auf dem Lande ... Rzepin ... Cedynia ... ??

Andere Variante: Leben im Osten, arbeiten im Westen ... und täglich über die alte, innerdeutsche Grenze...

Konkrete Vorschläge ?

Colleger
2015-05-27, 23:54:10
Das ist Dein Problem. Dabei sollte es ein Akademiker doch schaffen, in eine Suchmaschine Hartz4 und Kindergeld einzugeben.
schaffe ich nicht :(
Aber wenn schon. Bleibt dabei, dass 5000€ netto Haushaltseinkommen locker für alles reichen.

EDIT: So, jetzt bin ich aber raus hier :)

maximum
2015-05-28, 00:06:38
Hmmm... Mal wieder zurück zum Thema ?

Optimal wäre es, an einem Ort mit möglichst hohen Lebenshaltungskosten zu arbeiten aber gleichzeitig an einem Ort mit möglichst niedrigen Lebenshaltungskosten zu wohnen.


Andere Variante: Leben im Osten, arbeiten im Westen ... und täglich über die alte, innerdeutsche Grenze...

Konkrete Vorschläge ?

Damit hat Sachsen-Anhalt sogar lange Zeit geworben: Sie stehen früher auf. Leider liegt das daran, dass es dort kaum Jobs gibt und sie in den Westen pendeln müssen. (http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/kein-geld-mehr-fuer-imagekampagne-sachsen-anhalt-laesst-seine-buerger-wieder-laenger-schlafen/9128878.html)

Colleger
2015-05-28, 00:17:05
Vielleicht: Leben in Polen, arbeiten in Deutschland ? Pendeln zwischen Berlin und Polen ? Ginge das ? Mit 1,5h Fahrtzeit / Richtung für harte Naturen ev. noch machbar... Zum Beispiel eine schöne Villa in Lubin ? Oder noch günstiger auf dem Lande ... Rzepin ... Cedynia ... ??

In Lubin bei KGHM verdienst Du preisbereinigt genauso viel oder gar mehr als in Ostdeutschland ;D Lohnt definitiv nicht. Vor allem nervt dIe Pendlerei.

Ideal ist wohl das drei-Ländereck: Deutschland - Frankreich - Schweiz... Arbeiten in der Schweiz, wohnen in Frankreich, einkaufen in Deutschland.

Ansonsten Braunschweig. Man wohnt relativ günstig, ist in einer schnuckeligen nicht-so-groß Großstadt, Hannover & Magdeburg in direkter Nähe und arbeitet idealerweise bei VW ;) Besser geht es nicht.

EPIC_FAIL
2015-05-28, 00:49:34
Bestimmt gibt es da auch günstige Kombis innerhalb Deutschlands oder zu anderen Ländergrenzen hin. Wobei die Strecke auch erträglich sein sollte.



Eifel/TR nach Lux ist eine gute Kombination. Günstige Lebenshaltungkosten aber Gehälter eher wie in München/Frankfurt/Stuttgart. Dazu weitere Boni wie günstigerer Sprit und Kippen, höhere Renten. Ggfls aber weniger Urlaubs/Freitage, bin mir da aber nicht sicher.

Wurschtler
2015-05-28, 10:00:13
Man könnte hier den Eindruck bekommen, als würden in München oder Stuttgart fast jeder 50.000€+ verdienen. Das ist bei weitem nicht so.
Auch hier gibts unzählige Niedriglöhner oder einfach nur Normalverdiener (nach bundesweiter Gehaltsstatistik) und DAS sind die richtig Gearschten, weil sie effektiv keinen Cent mehr zur Verfügung haben als Hartz4-Empfänger, obwohl sie in Vollzeit buckeln gehn.

Dann gibts da sicher auch noch eine halbwegs breite Schicht, die mit 50k und mehr nach Hause geht.
Hiermit kann man sich aber auch nur einen bescheidenen Wohlstand leisten, da das Meiste wiegesagt von den Wohnkosten aufgefressen wird, nachdem der Staat bereits insg. 70% vom realen Einkommen an Steuern und Abgaben aufgefressen hat.

Wir haben seit Jahren massive Wohlstandsverluste hinzunehmen. Die Hauptschuld daran trägt der Schrott-Euro und der staatliche Abgabenwahnsinn mit seinen pervers hohen Belastungen für Arbeitseinkommen.

Das Dasein als Hamster im Hamsterrad gefällt den Leuten offenbar. Dabei bekommen wir nicht mal mehr ein ordentlich geöltes Hamsterrad. Die Infrastruktur lässt man verrotten. Lieber lässt man Hunderttausende an unbrauchbaren Wirtschaftsflüchtlingen ins Land.

Aber: Ich komme auch zu dem Entschluss, dass das nicht unverdient ist. Die Leute haben diese Scheiße gewählt, also müssen sie es auch ausbaden.

Morale
2015-05-28, 11:36:15
Arbeitest du nicht selbst in München und pendelst ewig rein?

Wurschtler
2015-05-28, 11:48:38
Was meinst, wieso ich mich so aufrege?

Morale
2015-05-28, 12:06:19
Dann bist du ja auch so ein konsumgeiler im hamsterrad gefangenen ;)

DonVitoCorleone
2015-05-28, 12:13:22
Der wahrscheinlich sogar selbst CSU/SPD/AfD/FDP gewählt hat ;-)

Wurschtler
2015-05-28, 12:21:37
Um sich aus dem Hamsterrad verabschieden zu können ist ein Millionenvermögen nötig - das habe ich noch nicht. Also bleibt mir keine andere Wahl als zu schuften. Genauso wie den meisten anderen auch.

Zumindest habe ich keine dieser widerwärtigen Euro- und Asylantenrettungsparteien gewählt, die diese Situation zu verantworten haben.

Vader
2015-05-28, 12:53:17
3DC 4 life!!!

Hier fragt einer nach einer Job/Wohnalternative und raus kommt wieder sowas

https://youtu.be/jh3gXucKVhc

Freakazoid
2015-05-28, 13:15:32
Ich zahle in der Schweiz nur 5% Einkommensteuern. Muss ja nicht die Schweiz sein, aber ich kann nur jedem empfehlen mal auch ausserhalb zu schauen, wenn man nicht gerade familär gebunden ist.

Sven77
2015-05-28, 13:23:18
3DC 4 life!!!

Hier fragt einer nach einer Job/Wohnalternative und raus kommt wieder sowas

https://youtu.be/jh3gXucKVhc

War klar das der Herr mit der Stadtvilla das Leiden des Pöbels nicht nachvollziehen kann ;D

prinz_valium
2015-05-28, 13:29:01
dieser topic zeigt doch ganz gut, warum deutschland ausstirbt, oder sich höchstens noch die "asis" vermehren

mit 2500 euro netto (auch inflationsbereinigt mit damals wegen mir 3500-4000dm) ne 4 mann familie druchzubringen und trotzdem noch vermögen, zum vererben, anhäufen war früher irgendwie scheinbar möglich
ka, was sich da alles so drastisch geändert hat.

maximum
2015-05-28, 13:46:26
dieser topic zeigt doch ganz gut, warum deutschland ausstirbt, oder sich höchstens noch die "asis" vermehren

mit 2500 euro netto (auch inflationsbereinigt mit damals wegen mir 3500-4000dm) ne 4 mann familie druchzubringen und trotzdem noch vermögen, zum vererben, anhäufen war früher irgendwie scheinbar möglich
ka, was sich da alles so drastisch geändert hat.

Früher war es auch nicht "Standard" neben dem Kabelanschluss noch zig Handyverträge zu haben, Internet, Smartphones, zusätzlich teures elektronisches Spielzeug für die Kinder, Filmstreamingflat,... das könnte man noch endlos fortführen. Das sind jetzt alles Beispiele, die "dazugekommen sind". (okay zieh halt Videothek meinetwegen ab)

Cubitus
2015-05-28, 13:53:12
Man könnte hier den Eindruck bekommen, als würden in München oder Stuttgart fast jeder 50.000€+ verdienen. Das ist bei weitem nicht so.
Auch hier gibts unzählige Niedriglöhner oder einfach nur Normalverdiener (nach bundesweiter Gehaltsstatistik) und DAS sind die richtig Gearschten, weil sie effektiv keinen Cent mehr zur Verfügung haben als Hartz4-Empfänger, obwohl sie in Vollzeit buckeln gehn.

Dann gibts da sicher auch noch eine halbwegs breite Schicht, die mit 50k und mehr nach Hause geht.
Hiermit kann man sich aber auch nur einen bescheidenen Wohlstand leisten, da das Meiste wiegesagt von den Wohnkosten aufgefressen wird, nachdem der Staat bereits insg. 70% vom realen Einkommen an Steuern und Abgaben aufgefressen hat.

Wir haben seit Jahren massive Wohlstandsverluste hinzunehmen. Die Hauptschuld daran trägt der Schrott-Euro und der staatliche Abgabenwahnsinn mit seinen pervers hohen Belastungen für Arbeitseinkommen.

Das Dasein als Hamster im Hamsterrad gefällt den Leuten offenbar. Dabei bekommen wir nicht mal mehr ein ordentlich geöltes Hamsterrad. Die Infrastruktur lässt man verrotten. Lieber lässt man Hunderttausende an unbrauchbaren Wirtschaftsflüchtlingen ins Land.

Aber: Ich komme auch zu dem Entschluss, dass das nicht unverdient ist. Die Leute haben diese Scheiße gewählt, also müssen sie es auch ausbaden.

Toller Post :up:....
Bis zu der Passage mit den Wirtschaftsflüchtlingen, das sehe ich um Einiges differenzierter. ;(

ux-3
2015-05-28, 14:34:22
mit 2500 euro netto (auch inflationsbereinigt mit damals wegen mir 3500-4000dm) ne 4 mann familie druchzubringen und trotzdem noch vermögen, zum vererben, anhäufen war früher irgendwie scheinbar möglich
ka, was sich da alles so drastisch geändert hat.

War es dass denn? Ich glaube diese Geschichtsbeschönigung nicht so ganz. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das früher auch nicht möglich war. Wer früher(TM) (1960-1979) das alles geschafft hat, der hatte mehr als das Äquivalent von 2,5k€ und/oder hatte solvente Familie im Hintergrund. Oder hat Überstunden ohne Ende gekloppt. Oder gleich schwarz hinzuverdient. Und diese Familie war dann idR ortsfest. Das fällt heute alles weg.

Gandharva
2015-05-28, 19:25:21
Meine Eltern habens unter diesen Bedingungen hinbekommen. Das Haus ist BJ 54. 1976 dann ein Anbau von/für meine Eltern. Kurzzeitig haben dort 4 Generationen gelebt! Mein Vater hat jetzt noch ein paar Jahre zur Rente (IG Metall Tarif - ehem. Schlosser). Ohne Familiensupport allerdings eine Unmöglichkeit und ich kann mich noch gut daran erinnern als mein Bruder meine Sachen auftragen musste in den 80ern weil mein Vater seinen Bruder auszahlen musste.

ux-3
2015-05-28, 20:10:26
Ohne Familiensupport allerdings eine Unmöglichkeit

Sag ich doch!? :confused:

Lethargica
2015-05-28, 20:29:38
Hier im Süd-BaWü/Bayern sind die Preise zwar recht hoch, dennoch würde ich sagen, dass das Verhältnis Lebenskosten/Verdienstmöglichkeit recht gut ist.

Finde es auch schön, dass es hier keine Großstädte gibt, aber dennoch alles in nächster Nähe vorhanden ist.

Wir sind eine 4-köpfige Familie und ich kann als Alleinverdiener ohne akademischen Hintergrund die Familie + Haus (Neubau) gut verhalten, ohne am Hungertuch nagen zu müssen.

Morale
2015-05-28, 20:51:43
Du verdienst ja auch besser als viele Akademiker :)
Trotzdem gibt halt mehr oder weniger geheime Ecken wo halt hidden Champions sind und man sehr gut verdienen kann die Preise aber human sind. Die muss man aber auch finden und dann dahin wollen, oft halt eher ländlich.

Sven77
2015-05-28, 20:55:40
Geheimtip ist Herzogenaurach, sofern man einen Job bei Adidas, Puma oder Schaeffler bekommt. Ehemaliger Kollege ist bei Adidas Media Consultant und verdient um die 80K und hat ne dicke Hütte im Grünen für 200K..

Lethargica
2015-05-28, 20:57:11
Klar, die nächst größeren Städte sind hier fast 200km entfernt (Stuttgart, München, Freiburg)

Jego
2015-05-28, 21:16:06
Geheimtip ist Herzogenaurach, sofern man einen Job bei Adidas, Puma oder Schaeffler bekommt. Ehemaliger Kollege ist bei Adidas Media Consultant und verdient um die 80K und hat ne dicke Hütte im Grünen für 200K..

Da ich aus der Gegend komme, kann ich Dir sagen, dass du heutzutage keine dicke Hütte mehr in Herzogenaurach bekommst für 200k. Auch größere Dörfer haben mittlerweile in der Gegend ein hohes Preisniveau erreicht, weil du direkten Zugang zur A3, nach Erlangen, Fürth und Nürnberg hast.

Da sind nicht nur viele MAs von Adidas, Puma, und Schaeffler, sondern auch Heerscharen von Siemens.

Sven77
2015-05-28, 21:18:56
Okay, war wohl ein Schnäppchen. Ist auch ein alleinstehendes Haus aufm Dorf, ist auch nicht jedermanns Sache. Gegend ist aber schön ;)

Colleger
2015-05-28, 21:20:05
Hier im Süd-BaWü/Bayern sind die Preise zwar recht hoch, dennoch würde ich sagen, dass das Verhältnis Lebenskosten/Verdienstmöglichkeit recht gut ist.

Finde es auch schön, dass es hier keine Großstädte gibt, aber dennoch alles in nächster Nähe vorhanden ist.

Wir sind eine 4-köpfige Familie und ich kann als Alleinverdiener ohne akademischen Hintergrund die Familie + Haus (Neubau) gut verhalten, ohne am Hungertuch nagen zu müssen.

Was machst Du monatlich? 8000€ netto?

GBWolf
2015-05-28, 21:23:38
Was machst Du monatlich? 8000€ netto?


Vizekanzler? :)

Jego
2015-05-28, 21:25:10
Okay, war wohl ein Schnäppchen. Ist auch ein alleinstehendes Haus aufm Dorf, ist auch nicht jedermanns Sache. Gegend ist aber schön

Auf jeden Fall! Die Lebensqualität ist meinem Empfinden nach auch sehr hoch hier.

@topic: ich habe 1/4 Jahr in Leipzig gearbeitet und war sehr angetan. Wenn ich mich mal komplett verändern möchte, wäre Leipzig definitiv meine erste Wahl.

Colleger
2015-05-28, 21:26:33
Vizekanzler? :)
;);D

Sven77
2015-05-28, 21:33:58
Was machst Du monatlich? 8000€ netto?

Der ist ein Spezialfall.. der buckelt und spart schon seit er 12 ist fürs Häuschen ;)

Lethargica
2015-05-28, 21:47:24
Was machst Du monatlich? 8000€ netto?

KA was du für Lebenskosten hast, aber uns reicht etwa die Hälfte davon :wink:

ux-3
2015-05-28, 22:04:07
KA was du für Lebenskosten hast, aber uns reicht etwa die Hälfte davon :wink:

Respekt. Was machst Du, wenn die Kinder studieren wollen?

Mich würde auch interessieren, wie viel ihr monatlich für das Haus abzahlt.

Lethargica
2015-05-28, 22:13:25
Was sollte sie daran hindern?
Bis dahin sollte das Haus wenn nichts größeres passiert eh schon längst abgezahlt sein.

@ Haus, 900€ + x (Sondertilgungen)

Morale
2015-05-28, 22:15:27
Seine Frau geht nicht arbeiten da finde ich 4000 netto sehr gut. Wenn die Kinder später studieren ist die Hütte bestimmt abbezahlt plus die Dame des Hauses wenigstens teilzeit unterwegs.

Colleger
2015-05-28, 22:20:43
Respekt. Was machst Du, wenn die Kinder studieren wollen?
Gibt Nebenjobs für Studenten, ggf. können die Kinder während des Studiums im Haus wohnen bleiben, falls passende Hochschule in der Nähe...

Vader
2015-05-28, 22:21:29
Lethargica Kinder sind ja noch lütt, heißt ja nicht das seine Dame ihr Leben lang nur Zuhause hocken will. D.h. wenn die Kinder groß genug sind, wird sie auch wieder arbeiten wollen.

ux-3
2015-05-28, 22:31:58
Gibt Nebenjobs für Studenten, ggf. können die Kinder während des Studiums im Haus wohnen bleiben, falls passende Hochschule in der Nähe...

Können, falls...

Dir ist schon klar, dass Du das nicht verlangen kannst? Die haben roundabout 700 Euro Unterhaltsanspruch im Monat. Den musst Du mit einplanen.

Wenn die Kinder noch klein sind, mag das ja gehen.

Mich würden die Zahlen von Lethargica tatsächlich interessieren. Er muss ja mit 900 Euro plus X das Ganze dann flott getilgt bekommen. Wie lange würde es denn bei x=0 dauern? Wenn er noch viel Zeit hat, dann könnte er ja später immer noch refinanzieren und mit deutlich kleineren Rate die Studienzeit überbrücken.

Wenn ich mich aber recht entsinne war Sven77 älter und sein Zeitfenster wäre dann auch deutlich kürzer. Ich sehe es ja bei mir selbst auch, wie eng das dann werden wird.

Gandharva
2015-05-28, 22:33:25
Mit einem geschenkten Grundstück hat mans immer leichter ;)
Je nach Lage 2-20 Jahre Arbeitszeit.

maximAL
2015-05-28, 22:35:27
Ist Leipzig besser als Dresden und Erfurt? :confused:
Besser in welcher Beziehung? Leipzig ist wahrscheinlich noch billiger als Dresden (zumindest bei der Miete), aber hochqualifizierte Jobs könnten etwas dünner gesäht sein.
Erfurt ist ja eine ganze Ecke kleiner, das ist kein wirklich fairer Vergleich mehr.

Und wie sind eigentlich die anderen Ost-Großstädte? (Chemnitz, Halle, Magdeburg)
Billig und Arbeit mag man mit den richtigen Qualifikationen auch finden. Ob man in Chemnitz oder Halle wohnen will ist eine andere Frage. Das sind nicht gerade die schönsten Städte und los ist auch nicht so wahnsinnig viel.

Die Löhne sind im Osten immer noch ziemlich niedrig. Inwieweit das von den niedrigeren Lebenshaltungskosten ausgeglichen wird muss sich wohl jeder selbst durchrechnen.

Zumindest die großen wie Dresden und Leipzig sind bei www.numbeo.com gut vertreten. Da kann man schön mit anderen Städten auch international vergleichen. Ist gar nicht so einfach eine Stadt mit höherer lokaler Kaufkraft als Dresden zu finden ;)

ux-3
2015-05-28, 22:36:22
Mit einem geschenkten Grundstück hat mans immer leichter ;)
Je nach Lage 2-20 Jahre Arbeitszeit.

Da geht noch deutlich weniger, je nach Lage.

Morale
2015-05-28, 22:40:33
Bar auf die Hand, Villa in Osteuropa?

Ps
@ux
Bauland ist Bauernhof derzeit stehen da Scheunen.
Strom Wasser also schon da.
Ist halt nur etwas außerhalb von Freising, brauch man schon ein Auto. Bus ca. 5 mal am Tag am Wochenende gar nicht.

ux-3
2015-05-28, 22:45:50
Bar auf die Hand, Villa in Osteuropa?

Meinst Du das Grundstück? Hier im Umkreis (ländlich) hab ich schon erschlossenes Bauland ab 20Euro/m² gesehen. Für ein Grundstück bist Du dann je nach Lage zwischen 18000 (jwd) und 55000 Euro (Kleinstadt) los. Ersteres wäre weniger als ein halber Jahresnettolohn bei 4k/m. Letzteres wäre knapp über ein Jahr.

Edit: Über wessen geschenktes Bauland reden wir gerade? Ich kenne niemanden von Euch und kann daher nicht so ganz folgen. Sorry.

Lethargica
2015-05-28, 22:49:46
Können, falls...

Dir ist schon klar, dass Du das nicht verlangen kannst? Die haben roundabout 700 Euro Unterhaltsanspruch im Monat. Den musst Du mit einplanen.

Wenn die Kinder noch klein sind, mag das ja gehen.

Mich würden die Zahlen von Lethargica tatsächlich interessieren. Er muss ja mit 900 Euro plus X das Ganze dann flott getilgt bekommen. Wie lange würde es denn bei x=0 dauern? Wenn er noch viel Zeit hat, dann könnte er ja später immer noch refinanzieren und mit deutlich kleineren Rate die Studienzeit überbrücken.

Wenn ich mich aber recht entsinne war Sven77 älter und sein Zeitfenster wäre dann auch deutlich kürzer. Ich sehe es ja bei mir selbst auch, wie eng das dann werden wird.

Wir driften jetzt zwar vom Thema ab, aber ich gehe kurz darauf ein...

Unsere Finanzierung ist bei den 900€ auf 20 Jahre gerechnet (Zins auf die Laufzeit fest), wenn es normal läuft gehe ich von 15-16 Jahren aus.

Kinder sind 3 und 0, studieren hat also noch etwas Zeit ;)

Gandharva
2015-05-28, 22:51:14
Edit: Über wessen geschenktes Bauland reden wir gerade? Ich kenne niemanden von Euch und kann daher nicht so ganz folgen. Sorry.
Du hattest nach den Zahlen von Lethargica gefragt. Afaik haben die den Baugrund geschenkt bekommen. Zumindest habe ich das lt. Forum so in Erinnerung. 250-300k in 20 Jahren... da müsstest mich nicht 2x fragen. Das kann man derzeit bei ~6% Tilgung locker runter rocken. ;)

Morale
2015-05-28, 22:52:02
Meinst Du das Grundstück? Hier im Umkreis (ländlich) hab ich schon erschlossenes Bauland ab 20Euro/m² gesehen. Für ein Grundstück bist Du dann je nach Lage zwischen 18000 (jwd) und 55000 Euro (Kleinstadt) los. Ersteres wäre weniger als ein halber Jahresnettolohn bei 4k/m. Letzteres wäre knapp über ein Jahr.

Edit: Über wessen geschenktes Bauland reden wir gerade? Ich kenne niemanden von Euch und kann daher nicht so ganz folgen. Sorry.
Hattest vor paar Seiten mich gefragt, wegen Bauland von Schwiegereltern. Ob das Acker sei ;)
Das war meine späte Antwort.

Lethargica
2015-05-28, 22:55:00
Passt schon. Die 100.000€ für das Grundstück hätte ich allerdings beim Haus auch sparen können. Unser Haus würde ich jetzt nicht unbedingt als Standardhaus bezeichnen ;)

ux-3
2015-05-28, 22:56:07
Unsere Finanzierung ist bei den 900€ auf 20 Jahre gerechnet (Zins auf die Laufzeit fest), wenn es normal läuft gehe ich von 15-16 Jahren aus.

Kinder sind 3 und 0, studieren hat also noch etwas Zeit ;)

Ja, so hätte ich das auch gerne geplant. :redface:

Bei mir werden leider vermutlich beide recht bald aufschlagen und das parallel für einige Jahre. Von daher kann ich gut verstehen wenn Sven sagt, dass es nicht geht.

ux-3
2015-05-28, 23:01:12
250-300k in 20 Jahren... da müsstest mich nicht 2x fragen. Das kann man derzeit bei ~6% Tilgung locker runter rocken. ;)

Hmmm... Also bei 250000 sind 6% Tilgung schon 15000 Euro im Jahr. Hinzu kommen dann noch etwa 5000 Euro Zinsen. Wir reden von fast 1700 Euro im Monat.

Gandharva
2015-05-28, 23:02:49
Ja. Es gibt etwas bessere Konditionen derzeit, aber das kommt in etwa hin. Bei einem solchen Angebot hier in der Gegend (gerne auch etwas ausserhalb) würde ich sofort zuschlagen.

Colleger
2015-05-28, 23:11:46
Alternativ 'ne schöne ETW?
Ich bin nicht so der FAN von Häusern... viel zu viel Arbeit :biggrin:
Aber wer's mag ;)

Gandharva
2015-05-28, 23:13:58
ETW?

Kein/kaum Garten, abhängig vom Mehrheitseigentümer (meist Wohnbaugesellschaften). Viel Spass!

Hint: Spätestens wenn sie dich einbuddeln hat die Wohnung fast so viel gekostet wie das Haus und du durftest als Bonus nichts selbst entscheiden.

ux-3
2015-05-28, 23:18:09
Ja. Es gibt etwas bessere Konditionen derzeit, aber das kommt in etwa hin. Bei einem solchen Angebot hier in der Gegend (gerne auch etwas ausserhalb) würde ich sofort zuschlagen.

Ja stimmt, bei 6% Tilgung bist Du in 15 Jahren fertig, bei etwa 1,5% Zins. Den kannst Du sogar für die ganze Laufzeit bekommen. Mit 1560 Euro bist Du dann dabei.

Allerdings wohnst Du ja nicht länger zur Miete. Du musst also noch deutlich mehr einplanen, denn in 15 Jahren dürfte einiges an Reparaturen auf Dich zukommen. Also rechne mal eher 1800+ Euro. Und dann bleibt immer noch ein Restrisiko...

ZapSchlitzer
2015-05-28, 23:23:23
ETW verbindet doch so ziemlich alle Nachteile.
Direkte Nachbarschaft und damit verbundene Einschränkungen.
Gesamtzustand des Hauses abhängig vom Rest der Eigentümer.
Mögliche Ansprüche seitens der Wohnungseigentumsgemeinschaft ggü. den einzelnen Mitgliedern.

Gandharva
2015-05-28, 23:24:04
Ja stimmt, bei 6% Tilgung bist Du in 15 Jahren fertig, bei etwa 1,5% Zins. Den kannst Du sogar für die ganze Laufzeit bekommen. Mit 1560 Euro bist Du dann dabei.

Allerdings wohnst Du ja nicht länger zur Miete. Du musst also noch deutlich mehr einplanen, denn in 15 Jahren dürfte einiges an Reparaturen auf Dich zukommen. Also rechne mal eher 1800+ Euro. Und dann bleibt immer noch ein Restrisiko...
Das kommt in erster Linie auf das Objekt an.

Die Hypothese war doch eben ein Neubau mit geschenktem Grund für 250k auf 20 Jahre. Da gehe ich dann doch davon aus etwa 15 Jahre (Fenster, Heizung etc...) meine Ruhe zu haben was grössere Anschaffungen/Reparaturen angeht. Grob 1600€ und wie gesagt, ich wäre sofort dabei.

Das Restrisiko wären die steigenden Preise hier in München. ;)

Es wäre einfach zu schön...

ux-3
2015-05-28, 23:43:05
Ich muss gestehen, nachdem ich ein paar Jahre in einem schönen Haus gewohnt habe, wäre die Rückkehr in eine Etagenwohnung für mich doch irgendwie ein Rückschritt. Sowohl wegen der nötigen Rücksichtnahme wie der evtl. fehlenden Rücksicht der anderen.

Colin MacLaren
2015-05-28, 23:54:54
Besser in welcher Beziehung? Leipzig ist wahrscheinlich noch billiger als Dresden (zumindest bei der Miete), aber hochqualifizierte Jobs könnten etwas dünner gesäht sein.
Erfurt ist ja eine ganze Ecke kleiner, das ist kein wirklich fairer Vergleich mehr.

Billig und Arbeit mag man mit den richtigen Qualifikationen auch finden. Ob man in Chemnitz oder Halle wohnen will ist eine andere Frage. Das sind nicht gerade die schönsten Städte und los ist auch nicht so wahnsinnig viel.

Die Löhne sind im Osten immer noch ziemlich niedrig. Inwieweit das von den niedrigeren Lebenshaltungskosten ausgeglichen wird muss sich wohl jeder selbst durchrechnen.


Im Osten hat man eine relativ kleine Schicht an Leuten, die in einem Tarifvertrag gelandet sind, der (fast) Westniveau entspricht, weil sie in den Niederlassungen der DAX-Konzernen oder einer tarifgebundenen Tochter schaffen bzw. im öffentlich Dienst oder beim Energieversorger arbeiten.

Diese leben, erst recht in Städten wie Chemnitz oder Halle, wie Gott in Frankreich und haben viel Nettokaufkraft über.

Andererseits sind für die große Masse die Verdienstmöglichkeiten deutlich geringer. Ich kenne selbst einige Personalverantwortliche und habe es tlw. auch in Vorstellungsgesprächen so erlebt, dass dort lauthals "Unverschämtheit" geschrien wird, wenn ein Berufseinsteiger, nach dem sagen wir mal durchschnittlichen BWL-Master, es wagt auch nur 30.000 im Jahr zu fordern. Ebenso so kenne ich die immer wieder postulierten ~45k für Ingenieure nur aus dem öffentlichen Dienst. Eher wird man dann nach Praktikum und Abschlussarbeit für 32k übernommen und das Ende der Fahnenstange im Berufsleben liegt dann gehaltsmäßig dort, wo man im Westen einsteigt. Meine Freundin freut sich wie Schnitzel dass sie jetzt nach Ausbildung, Diplom und 3 Jahren Berufserfahrung mal auf 12x3000 hochgesetzt wird. Die 2 Raumwohnung bekommt man dann zwar für 350-400 warm, dennoch bleibt da im Verhältnis dann doch weniger übrig als auf der gleichen Position im Altbundesgebiet, denn das Bier in der Innenstadt kostet hier genauso 3,50 EUR. Supermarkt, Energie, Konsumgüter ect. sind sowieso überall preislich weitgehend gleich.

Mich persönlich stört das nicht, ich nutze die Vorteile und ziehe dann halt aufgrund der freien Auswahl auf dem Wohnungsmarkt einfach in fußläufige Nähe zur Arbeitsstelle, so spare ich das Auto.

Gefühlt geht es ~15% der Leute hier sehr gut, 30% leben im soliden Mittelstand, da der gute Immobilienmarkt bei Doppelverdienern trotz niedrigerer Löhne noch etwas Spielraum lässt, 35% kommen gerade so über die Runden und leben von Gehaltszahlung zu Gehaltszahlung, 20% sind so finster von der Welt und vom Leben abgehängt dass es gruselig ist. Zumindest letztere Gruppe ist in wirtschaftlich stärkeren Regionen wahrscheinlich kleiner.

maximAL
2015-05-29, 01:12:23
denn das Bier in der Innenstadt kostet hier genauso 3,50 EUR.

Meiner Erfahrung nach ist gerade ausgehen im Osten doch noch eine Ecke billiger. Und da gibts auch nochmal deutliche Unterschiede - ich war z.B. überrascht, dass Berlin (hauptsächlich Friedrichshain) noch mal spürbar billiger ist als Dresden. Aber man muss wahrscheinlich schon viel versaufen und verfressen, damit das im Geldbeutel einen deutlichen Unterschied macht.

Ansonsten kann ich dir voll zustimmen. Kommilitonen von mir haben sich auch lieber für eine Forschergruppe an der Hochschule entschieden, nachdem ihnen die Firmen durch die Bank weg weniger geboten haben.

Und jeweils 5 Radminuten zur Arbeit und in die Dresdner Neustadt will ich mir auch nicht nehmen lassen :D

MadManniMan
2015-05-29, 01:18:05
Nicht überall. ;)
Jena ist hier relativ teuer, zumindest im vergleich zum Rest Thüringens. Netterweise bin ich in 35 Minuten bequem mit dem Zug da und zwar direkt in der Innenstadt. Mitm Auto ist das kaum zu schaffen. Und da das ne Privatbahn ist, ist man auch pünktlich wenn die Deutsche Bahn mal streikt. :D

... wenn man kein Problem mit Neubaublöcken hat, kann man auch hier in Jena ganz OK wohnen. ;)

Milton
2015-05-29, 02:29:06
Ich muss sagen, wenn man mal ein paar Jahre in ausländischen Metropolen gelebt hat, kommt einem jede deutsche Stadt, selbst München, extrem günstig vor.

ux-3
2015-05-29, 07:37:52
@Colin&maximAL:

Hier im Westen abseits der Ballungsräume erlebe ich es nicht anders. Für ein Bier zahle ich aber keine 3,50. Oder rechnet ihr pro Liter?

Miete ist hier eigentlich auch kein Problem. 2-Raum Wohnungen sind in der gennnten Preisklasse durchaus verfügbar, evtl. musst du noch 50 drauflegen.

Die Bezahlung ist Westniveau, und mit festgelegten Tarifen bekomme ich hier genau so viel wie der Kollege in München.

Hätte ich keine Kinder, könnten wir das Haus vermutlich in 10 Jahren locker durchziehen und uns einen Neuwagen in die Garage stellen. (Brauchen täten wir ihn nicht, weil Radweg zur Arbeit unter 5 Minuten.) Hätte... Wir haben Kinder, von daher.

GBWolf
2015-05-29, 08:27:55
@Colin&maximAL:

Hier im Westen abseits der Ballungsräume erlebe ich es nicht anders. Für ein Bier zahle ich aber keine 3,50. Oder rechnet ihr pro Liter?




In Köln kostet ein 02er Kölsch 1,8 Euro. Sind also 9 Euro der Liter.

maximum
2015-05-29, 08:47:27
Ich hab letztens in Halle im Biergarten direkt an der Saale 4,50€ für den halben Liter Bier gezahlt. :freak: Ja ich war etwas schockiert.

Mark3Dfx
2015-05-29, 08:47:38
Kölsch ist ja auch kein Bier :ulol:

ux-3
2015-05-29, 08:55:19
Verdammt, ich wollte jetzt keine Bierpreisdiskussion starten.

Sven77
2015-05-29, 09:25:38
Alternativ 'ne schöne ETW?
Ich bin nicht so der FAN von Häusern... viel zu viel Arbeit :biggrin:
Aber wer's mag ;)

ETW ist nichts anderes als bessere Miete. Als Geldanlage schön und gut..

Paran
2015-05-29, 09:46:57
ETW? Damit hast du nur Stress wenn mal größere Investitionen am Haus anstehen. Stets muss man sich mit allen Beteiligten im Haus einigen und keiner will wichtige Entscheidungen.

Gerade erst wieder in der Familie gesehen, als es darum ging die marode Fußbodenheizung im Haus zu sanieren bzw. zu ersetzen. Jahrelanger Streit mit dem Ergebnis, dass Heizkörper angebracht werden und die Fußbodenheizung abgeschaltet bleibt.
Als es darum ging dann eine Firma für die Montage der neuen Heizung zu beauftragen, fingen einige Eigentümer dann an in Eigenregie die notwendigen Löcher mit Hammer und Meissel manuell zu erzeugen. Samstags. Sonntags. Stundenlanges Pickern eines Rentners um ein paar hundert oder tausend Euro bei einer Firma zu sparen. :ukopfschuss:

ETW? Nein danke.

Eco
2015-05-29, 10:03:14
Dafür gibts regelmäßige Eigentümerversammlungen, um solche Entscheidungen zu fällen, zudem optimalerweise einen erfahrenen Verwalter, der einem dabei unter die Arme greift.
Wir wohnen seit einigen Jahren in einer ETW. Auch größere Investitionen werden vernünftig besprochen und verabschiedet.
Klar kann man mit den Gemeinschaften Pech haben. Wir haben uns das im Vorfeld allerdings genau angeschaut (z.B. Protokolle) und auch mit Nachbarn intensiv gesprochen.
Für uns war es klar die richtige Entscheidung, und die Vorteile ggü. einem vergleichbaren Haus überwiegen (zumindest bei uns deutlich geringere Kosten, Aufteilung der Verantwortung/finanzielle Last, etc.).
Bereuen bisher nichts und sind sehr zufrieden. Wir haben allerdings auch (gewollt) keine Kinder. Mit Kindern würd ich glaub ich auch eher zum Haus + Garten tendieren.

Wurschtler
2015-05-29, 10:31:09
Wenn man sich mal ansieht, welche Idealbedingungen herrschen müssen, dass man sich heute noch einen Wohlstand mit Eigenheim, Kinder und Auto leisten kann, dann sind das nur noch Nischen, was für die Mehrheit heute nicht (mehr) erreichbar ist. (gutes Tarifeinkommen in einer günstigen Gegend; alternativ ein sehr hohes Einkommen oder hohe elterliche Unterstützung)

Wer nichts davon hat, hat Pech gehabt.

Wenn ich mir die Generation meiner Eltern ansehe:
Die haben die fetten 70er und 80er erlebt und das waren wirklich fette Jahre. Die 90er auch noch, auch wenn da der Abstieg schon langsam begonnen hat.
Da war als Normalo-Alleinverdiener finanzierbar:
- Einfamilienhaus im Münchner Speckgürtel
- zwei Autos
- jedes Jahr Urlaub, teilweise mehrfach
- neueste Markenklamotten, Unterhaltungselektronik & Co.

Heute arbeiten sie beide, der Lebensstandard ist trotzdem zurückgegangen.
Ersparnisse sind keine vorhanden, also keine Aussicht auf Unterstützung für mich.

Und ich.... ich spare seit Jahren.
Aber die Immobilienpreise steigen sogar schneller als meine Ersparnisse.
Ich beobachte den Immobilienmarkt hier schon seit Jahren. Es war vor Jahren schon sehr knapp für mich und heute ist komplett unbezahlbar. Da nutzen auch die gesunkenen Zinsen nichts.
Der Sparanteil von meinem Gehalt wird jedes Jahr geringer, da alles stetig schneller teurer wird, als mein Nettogehalt zunimmmt.
Wie soll ich mir da jemals ein Eigenheim leisten können?
Oder eine Familie finanzieren können?

Eine "billige Gegend" mit gutem Job ist heute die einzige Chance, das auf ehrliche Art und Weise zu erreichen.

Aber es stellt sich immer mehr als unrealistisch heraus und so traurig es auch ist, mittlerweile scheint es die beste Alternative zu sein, meine bescheidenen Ersparnisse zu verprassen, den Job aufzugeben, einen Hartz4-Antrag zu stellen und sich eine großzügige Wohnung + Kinder vom Staat zahlen zu lassen.

Oder man verzichtet auf Nachwuchs, dann kann man auch von ehrlicher Arbeit noch halbwegs angenehm leben. Eine kleine ETW für max. 2 Personen könnte ich gerade noch finanzieren, mehr nicht.

HajottV
2015-05-29, 11:25:23
Und dann erzählt einem der Staat noch: "Bitte privat für das Alter vorsorgen [denn das verkacken wir bestimmt auch noch]!".

Wenn ich an die Zukunft denke, habe ich ein sehr mulmiges Gefühl. Der jetzigen Rentergeneration geht es richtig gut (und es sei ihr gegönnt). Meine Rente wird vermutlich nur die staatliche Einheitsrente sein. Und die Generation nach uns wird dann so richtig richtig geschissen sein. Ich hoffe halt darauf, dass die ganz große Kacke erst nach mir kommt.

Die Folgerung meiner Partnerin und mir war es, keine Kinder zu bekommen und auf eine vergleichsweise günstige ETW zu setzen. Ich verdiene sehr gut, aber ein Haus könnte ich nicht stemmen.

Wurschtler
2015-05-29, 12:14:03
Die Folgerung meiner Partnerin und mir war es, keine Kinder zu bekommen und auf eine vergleichsweise günstige ETW zu setzen. Ich verdiene sehr gut, aber ein Haus könnte ich nicht stemmen.


Willkommen im Club.
Und deswegen stirbt Deutschland auch aus, weil es als Normalo immer schwieriger wird, eine Familie zu ernähren.

Das Kindergeld gehört eigentlich verdoppelt.
Wobei... das muss nicht mal sein. Es würde auch reichen, wenn wir weniger stark vom Staat ausgeplündert werden würden. Dann braucht man überhaupt kein Kindergeld, man wird nicht zum Bittsteller degradiert und hat gleichzeitig noch staatliche Bürokratie weggespart.
Das Problem ist nicht das Einkommen, sondern einerseits die pervers hohen Abgaben darauf und andererseits die schwindende Kaufkraft durch den Schrott-Euro.
Die hohen Abgaben auf unser Einkommen sind auch zu einem nicht unerheblichen Teil auf die Euro-Rettungen & Co. zurückzuführen.

Was uns der Euro schon an Wohlstand gekostet hat ist gigantisch.

Lethargica
2015-05-29, 12:19:43
Naja, die derzeitigen Generationen sind aber im Idealfall die große Erbengenerationen.

Ich will ja hoffen, dass meine Eltern und Großeltern noch lange leben mögen, aber wenn ich nur daran denke, was hier irgendwann mal ansteht, hat sich das mit dem Alter Vorsorgen ganz schnell erledigt...

Wurschtler
2015-05-29, 12:28:27
Naja, die derzeitigen Generationen sind aber im Idealfall die große Erbengenerationen.

Ich will ja hoffen, dass meine Eltern und Großeltern noch lange leben mögen, aber wenn ich nur daran denke, was hier irgendwann mal ansteht, hat sich das mit dem Alter Vorsorgen ganz schnell erledigt...

Dann Gratulation zum Idealfall.
Ich hab den nicht und dein Idealfall ist wohl eher kein Normalfall.
Von Altersvorsorge red ich eh noch lange nicht.... ich will ja überhaupt erstmal im Hier und jetzt etwas aufbauen, aber selbst das ist nicht finanzierbar. Von Altersvorsorge brauch ich da noch lange nicht reden.


Ich hab nur noch meine Eltern und die haben keine Ersparnisse.
Außer das besagte Einfamilienhaus, das selbst bewohnt wird.
Davon kann ich dann ein Viertel erwarten und ändert an meiner Situation genau garnichts. Für eine Familiengründung wäre das Erbe eh viel zu spät dran.

Colleger
2015-05-29, 12:34:24
Willkommen im Club.
Und deswegen stirbt Deutschland auch aus, weil es als Normalo immer schwieriger wird, eine Familie zu ernähren.
Wie ist das eigentlich im Ausland? Geht es denen besser oder schlechter? Weil die bekommen ja mehr Kinder...


Wobei... das muss nicht mal sein. Es würde auch reichen, wenn wir weniger stark vom Staat ausgeplündert werden würden. Dann braucht man überhaupt kein Kindergeld, man wird nicht zum Bittsteller degradiert und hat gleichzeitig noch staatliche Bürokratie weggespart.
Flattax mit hohem Freibetrag?

Lethargica
2015-05-29, 12:36:22
Sicher kein Normalfall, aber halt auch deutlich häufiger anzutreffen als in der Vergangenheit.

Die künftigen Erblasser, die heute über 70-jährigen rund 12.7 Millionen Menschen in Deutschland werden noch in diesem Jahrzehnt in voraussichtlich 5.7 Millionen Erbfällen insgesamt 2.6 Billionen Euro übertragen. Ein Zehntel der Erbschaften machen Sachwerte aus, jeweils die Hälfte etwa Immobilien – 47 Prozent – und Geldvermögen – 43 Prozent. "Es ist die einkommensstärkste und vermögendste Erbengeneration, die Deutschland je gesehen hat" – konstatiert Dr. Reiner Braun, Autor der "empirica" Studie.

Meine Erfahrung sagt: Kann man mit familiären Hilfen starten (im Falle meine Eltern und uns waren das Bauland), ist das ein Vorteil der von anderen (auch wenn sie deutlich besser verdienen) kaum aufzuholen ist.
Das werde ich btw, wenn möglich bei meinen Kindern genau so machen.

ux-3
2015-05-29, 12:42:40
Wenn ich mir die Generation meiner Eltern ansehe:
Die haben die fetten 70er und 80er erlebt und das waren wirklich fette Jahre. Die 90er auch noch, auch wenn da der Abstieg schon langsam begonnen hat.
Da war als Normalo-Alleinverdiener finanzierbar:
- Einfamilienhaus im Münchner Speckgürtel
- zwei Autos
- jedes Jahr Urlaub, teilweise mehrfach
- neueste Markenklamotten, Unterhaltungselektronik & Co.


Ich halte das nach wie vor für ein Gerücht.

München war damals noch nicht eine solche Boom-Metropole, sondern lag in der 3. Welt der Republik. Der "Speckgürtel" war tiefste Provinz.

Zwei Autos sind auch heute finanzierbar, das hab ich auch eine Weile gemacht. Damals war der zweite ein älter Fiat, bei mir dann ein älterer Corsa. Kaum jemand hatte in meiner Kindheit zwei neue Autos.

Klar haben wir da jedes Jahr mehrfach Urlaub gemacht. Die Kinder bei Oma und Opa und die Eltern alleine. Mit dem Auto. Das geht heute auch noch. Mag nur keiner mehr. Es muss bequemer und gehobener sein.

Unterhaltugselektronik wurde aber nicht im 2-Jahrestakt ausgetauscht. Markenklamotten waren von C&A.

Dafür hat man gekocht, also Nahrung aus Grundzutaten selbst zubereitet. Das ist erheblich günstiger als die gestückelte Currywurst für die Mikrowelle.

Ach ja, und weder bauen wir heute die gleichen Autos noch die gleichen Häuser.

Commander Keen
2015-05-29, 12:50:35
Ich sehe das wie Wurschtler. Familiengründung + Eigenheim geht nur noch für Akademiker- oder Beamtenehepaare. Für Familie ohne Eigenheim tuts dann Hartz4 genauso gut wie Normalverdienst auf Durchschnittsniveau.

Ich für meinen Teil habe mangels Aufstiegschancen aufgrund Qualifikation und Willen mich dem Hamsterrad noch mehr zu unterwerfen das ganze sowieso ad acta gelegt. Als Single komme ich mit meinem Gehalt ganz gut klar (auch wenns nicht viel ist), eine Immobilie oder Familie ist aber völlig utopisch. Sollte ich tatsächlich mal eine Frau schwängern laß ich mich kündigen.

ux-3
2015-05-29, 12:58:08
Familiengründung + Eigenheim geht nur noch für Akademiker- oder Beamtenehepaare.

War früher durchaus ähnlich. In meiner Familie hatten damals Immobilien:
Die Beamten, die Akademiker und die Selbständigen. Und die ersten beiden nur, wenn familiäre Hilfe zur Verfügung stand (z.B. Bauland).

Abgesehen davon kann ich eure Begeisterung für Hausbesitz nicht nachvollziehen. Ich würde lieber mieten.

Lethargica
2015-05-29, 13:01:14
Wenn es denn Häuser zum mieten gäbe...

Sven77
2015-05-29, 13:23:23
Wenn es denn Häuser zum mieten gäbe...

In der Stadt kein Problem.. aber auf dem Land tatsächlich kaum möglich, mein Bruder hat ein Haus gekauft weil er gar keine andere Möglichkeit hatte an genug Wohnraum für eine Familie zu kommen.

Tomislav
2015-05-29, 13:27:10
Hallo

Abgesehen davon kann ich eure Begeisterung für Hausbesitz nicht nachvollziehen. Ich würde lieber mieten.

Miete ist raus geschmissenes Geld und im abbezahlten Eigentum kann man als Rentner mietfrei wohnen was viel ausmacht, bei sagen wir mal 2500€ Netto bekommt man max. 1250€ Rente und davon soll man mit Miete vernünftig leben ?
Wenn man 2 Kinder hat braucht man eine 4 Zimmer Wohnung und da ist man je nach Lage ganz schnell bei 800-1000€ Miete, was bei 20 Jahren knapp 200.000-250.000€ ausmacht und da kann man doch mal über Eigentum nachdenken.
Ich habe z.B. meine Wohnung vor 14 Jahren gekauft und ich bin in 10 Jahren mit meiner Finanzierung durch (Lange Laufzeit aber kleine Rate), ich habe damals den gleichen Betrag für die Finanzierung genommen den ich für die Miete gezahlt habe und mittlerweile zahlen Nachbarn von mir ca. 40-50% mehr Miete als ich Bankrate.

Grüße Tomi

Sven77
2015-05-29, 13:33:57
Wenn man 2 Kinder hat dann braucht man eine 4 Zimmer Wohnung und da ist man je nach Lage ganz schnell bei 800-1000€ Miete, was bei 20 Jahren knapp 200.000-250.000€ ausmacht und da kann man doch mal über Eigentum nachdenken

Dafür ist man nicht verschuldet.. es gibt einfach Lebensumstände die es einem nicht zulassen sich für die nächsten 20 Jahre in die Fänge einer Bank zu begeben. Also sind solche Pauschalurteile doch Blödsinn. Müsste ich jeden Monat den Betrag den ich momentan als Miete abdrücke als Rate bedienen könnte ich nachts nicht schlafen..

ux-3
2015-05-29, 13:39:21
Wenn es denn Häuser zum mieten gäbe...

Das musst Du mir nicht sagen. :frown:

Wurschtler
2015-05-29, 13:41:22
Wie ist das eigentlich im Ausland? Geht es denen besser oder schlechter? Weil die bekommen ja mehr Kinder...


Teilweise besser, überwiegend eher schlechter, je nachdem, welches Ausland man betrachtet.
Aber das ist auch nur eine rein materialistische Betrachtung.
In Ländern wie z.B. Bhutan ist der materielle Wohlstand niedrig, aber der gefühlte und damit reale Wohlstand sehr hoch.

Man könnte auch hierzulande auf 50 qm eine Familie mit drei Kindern großziehen. Aber das bedeutet auch einen massiven Wohlstandsverlust auf so engem Raum zu leben. Ob es das wert ist?
Davon abgesehen wäre das irrational, da man mit Hartz4 besser dran wäre und sich mehr Wohnraum leisten könnte.
Also was tun?
Entweder man findet sich mit einem Leben auf Hartz4-Niveau ab und hat Kinder, oder man bleibt kinderlos und kann noch ein bisschen materiellen Wohlstand genießen. Das sind die einzigen Möglichkeiten, die ein Normalverdiener ohne reiche Eltern zur Auswahl hat. Dass sich ein paar wenige in irgendwelche Nischen retten können ändert nichts an dem grundsätzlichen Problem.




Flattax mit hohem Freibetrag?


Das wäre ein guter Anfang, aber noch nicht weitgehend genug.
Als erstes müsste man außerdem auf der Ausgabenseite anpacken. Aber es ist unrealistisch, dass sich da etwas spürbar bessert.
Wenn wir realistisch bleiben, wird sich an der jetzigen Situation nichts verbessern, sondern im Gegenteil langsam weiter verschlechtern.
Unsere Zukunft heißt Siechtum.

Dabei müste das nicht sein. Deutschland ist im internationalen Vergleich extrem produktiv und innovativ und erarbeitet damit einen stark überdurchschnittlichen Wohlstand.
Das Problem ist, dass unsere Poltitik seit Jahrzehnten daran arbeitet, diesen Wohlstand ins Ausland zu transferieren.
Und wer dagegen aufmuckt, wird sofort als Nazi, Europa-Hasser oder sonstwas abgestempelt.

Tomislav
2015-05-29, 13:43:04
Hallo

Dafür ist man nicht verschuldet..

Mietschulden sind auch Schulden.


es gibt einfach Lebensumstände die es einem nicht zulassen sich für die nächsten 20 Jahre in die Fänge einer Bank zu begeben.

Wo ist der Unterschied ob man sich in die Fänge einer Bank oder in die Fänge eines Vermieters begibt ? Für das Dach über dem Kopf muss man so oder so zahlen.
Man sollte natürlich in einer wirtschaftlich guten/gesunden Gegend leben und einen halbwegs sicheren Job inkl. brauchbarer Ausbildung haben.


Also sind solche Pauschalurteile doch Blödsinn.

Ich habe keinerlei Pauschalurteil abgegeben außer das man darüber nachdenken sollte.


Müsste ich jeden Monat den Betrag den ich momentan als Miete abdrücke als Rate bedienen könnte ich nachts nicht schlafen..

Wenn ich mein Geld verlieren würde weil ich es einem Vermieter in den Rachen schmeiße dann könnte ich nachts nicht schlafen, mit meinem Eigentum habe ich etwas von meinem Geld und nicht irgend ein Vermieter.

Grüße Tomi

KakYo
2015-05-29, 13:43:25
Man darf Häuser oder Wohnungen für die man eine monatliche Rate zahlt durchaus auch verkaufen oder vermieten wenn es die Lebens Umstände erfordern. Ich sehe da jetzt nicht wirklich einen Nachteil in Sachen Flexibilität. Hab 2 Wohnungen, eine davon vermietet, eine selbst bewohnt. Wenn es mich in eine andere Stadt zieht wird halt die zweite auch vermietet. Monatliche Rate liegt auf dem Niveau der zu erwartenden mieteinnahmen.
Ich sehe da jetzt eigentlich keinen Grund für einen unruhigen Schlaf.

sun-man
2015-05-29, 13:43:28
Dafür ist man nicht verschuldet.. es gibt einfach Lebensumstände die es einem nicht zulassen sich für die nächsten 20 Jahre in die Fänge einer Bank zu begeben. Also sind solche Pauschalurteile doch Blödsinn. Müsste ich jeden Monat den Betrag den ich momentan als Miete abdrücke als Rate bedienen könnte ich nachts nicht schlafen..
Oder man ist zu alt. Mal abgesehen davon das es hier nichts wohnbares für 250.000 gibt bin ich 43 und kriege das niemals abgezahlt.

Freunde siche. Haus wurde verkauft. 280.000 und ein bissle runtergekommen. Der Mann hatte es geerbt. Zwei Tage später war eine Familie da, 340.000 geboten wenn sie es sofort bekommen. Ist sehr typisch hier.

Eco
2015-05-29, 13:57:02
Also sind solche Pauschalurteile doch Blödsinn.
So, wie das Pauschalurteil, dass eine ETW nur bessere Miete wäre?

ux-3
2015-05-29, 13:57:04
Wenn man 2 Kinder hat braucht man eine 4 Zimmer Wohnung und da ist man je nach Lage ganz schnell bei 800-1000€ Miete, was bei 20 Jahren knapp 200.000-250.000€ ausmacht und da kann man doch mal über Eigentum nachdenken.
Ich habe z.B. meine Wohnung vor 14 Jahren gekauft und ich bin in 10 Jahren mit meiner Finanzierung durch (Lange Laufzeit aber kleine Rate), ich habe damals den gleichen Betrag für die Finanzierung genommen den ich für die Miete gezahlt habe und mittlerweile zahlen Nachbarn von mir ca. 40-50% mehr Miete als ich Bankrate.

Was für ein Kuddelmuddel: Du begründest die Anschaffung für eine Familie mit der Situation als kinderloser Eigentümer?

Lass mal überlegen: Als Familie kann ich mir ein Haus etwa dann leisten, wenn die Frau wieder Arbeit hat. Evtl. muss auch erst noch Kapital gebildet werden. Ein Haus wird also für 10-15 Jahre benötigt. Hast Du eine Standortgarantie für die ganze Zeit, dann ist die Entscheidung etwas leichter. Wir reden also von einer Immobilie mit 800-1000 Euro Miete. Die wird etwa 250.000 Euro kosten. Mind. 17000 Euro verdampfen beim Kauf. Die sind einen Tag später für immer und unwiederbringlich weg. Wenn Du Pech hast, können es auch leicht 25000 Euro sein. Im günstigsten Fall (15 Jahre Nutzung) hast du monatlich 100 Euro dafür gezahlt, Käufer zu sein. Wenn Du den Ort wechseln musst, z.B. nach 7-8 Jahren, waren es schon 200 Euro.

Bankannuität ist nicht Mietschuld. Bei der Miete habe ich bis auf Kleinkram ein "all inklusive" Paket. Da muss ich mir über neue Fenster oder ein neues Dach keine Sorgen machen. Und wenn die Hütte einstürzt, dann suche ich mir was neues.

Als Mieter bin ich wesentlich flexibler und trage ein viel geringeres Risiko. Natürlich hab ich auch keinen unmittelbaren Gewinn an der Sache. Und ob sich das Ganze als Besitzer rechnet, weiß ich erst, wenn ich die Hütte tatsächlich wieder verkauft habe.


Oder man ist zu alt. Mal abgesehen davon das es hier nichts wohnbares für 250.000 gibt bin ich 43 und kriege das niemals abgezahlt.

Freunde siche. Haus wurde verkauft. 280.000 und ein bissle runtergekommen. Der Mann hatte es geerbt. Zwei Tage später war eine Familie da, 340.000 geboten wenn sie es sofort bekommen. Ist sehr typisch hier.

Zum ersten Absatz: Kann ich verstehen. Ohne Doppeleinkommen wird das sehr knapp, wenn Du noch kein nennenswertes Eigenkapital hast.

Den zweiten Absatz verstehe ich nicht. :confused:

Sven77
2015-05-29, 14:00:34
So, wie das Pauschalurteil, dass eine ETW nur bessere Miete wäre?

Ja gut, dann stell doch mal den Subwoofer auf und mach Party.. dein Eigentum ist an das der anderen gebunden. Also nicht wirklich deins wenn man es realistisch sieht

ux-3
2015-05-29, 14:01:40
Ja gut, dann stell doch mal den Subwoofer auf und mach Party..

Wenn ich das mache bekomme ich Ärger mit meinen Kindern! :tongue:

Eco
2015-05-29, 14:09:03
Ja gut, dann stell doch mal den Subwoofer auf und mach Party.. dein Eigentum ist an das der anderen gebunden. Also nicht wirklich deins wenn man es realistisch sieht
Mach das doch mal im Reihenhaus. Nachbarn hat man auch bei einem Haus, wenns nicht grad total freisteht.

Ich will die Vorteile eines Hauses nicht kleinreden, aber allein die Tatsache, dass einem eine ETW früher oder später gehört (und nicht alles dem Vermieter schenkt), widerspricht schon der "besseren Miete".
Ansonsten ist das gekaufte/gebaute Haus auch "bessere Miete" (ggü. einem Mietshaus), oder wie?

Tomislav
2015-05-29, 14:09:22
Hallo

Was für ein Kuddelmuddel: Du begründest die Anschaffung für eine Familie mit der Situation als kinderloser Eigentümer?

Nein aber eine Wohnung bzw. ein Haus braucht der kinderlose genau so wie die Familie, ein kinderloser braucht auch ein/e kleinere/s Wohnung/Haus als eine Familie und da ist die Miete genau so geringer wie die Bankrate, das kommt auf das gleiche raus.


Bei der Miete habe ich bis auf Kleinkram ein "all inklusive" Paket. Da muss ich mir über neue Fenster oder ein neues Dach keine Sorgen machen.

Das Problem ist nur das dieses "all inklusive" Paket ständig teurer wird, der Eigentümer schlägt doch jeden Mist auf die Miete/Nebenkosten drauf, eine Bankrate (mit festem Zins) bleibt konstant gleich.


Und wenn die Hütte einstürzt, dann suche ich mir was neues.

Stimmt ich habe die ständig vorkommenden Extremsituationen wie Weltuntergang, Meteoriteneinschlag und Krieg vergessen, du hast natürlich Recht.


Als Mieter bin ich wesentlich flexibler und trage ein viel geringeres Risiko. Natürlich hab ich auch keinen unmittelbaren Gewinn an der Sache.

Das ist natürlich der Punkt den jeder für sich selber entscheiden muss, was ist wichtiger das letzte Quentchen Flexibilität oder der Gewinn.


Und ob sich das Ganze als Besitzer rechnet, weiß ich erst, wenn ich die Hütte tatsächlich wieder verkauft habe.

Wer sagt das man die Hütte verkaufen muss/will ? Evtl. will man da mietfrei als Rentner drin bleiben ?
Wenn ich meine Wohnung abbezahlt habe und 20-30 Jahre keine Miete bezahlt habe dann mache ich immer Gewinn auch wenn ich unter Wert verkaufe.

Grüße Tomi

Wurschtler
2015-05-29, 14:10:58
Abgesehen davon kann ich eure Begeisterung für Hausbesitz nicht nachvollziehen. Ich würde lieber mieten.


Ich bin schon lange von dem Anspruch weggekommen, unbedingt Eingetümer sein zu müssen.
Aber selbst zur Miete ist es unbezahlbar und ändert nichts.



Ich halte das nach wie vor für ein Gerücht.


Das ist kein Gerücht, ich weiß ganz genau, was meine Eltern alles hatten.
Einiges davon hab ich ja als Kind selbst miterlebt.


München war damals noch nicht eine solche Boom-Metropole, sondern lag in der 3. Welt der Republik. Der "Speckgürtel" war tiefste Provinz.

Das ist Unsinn, auch damals (Hausbau vor 30 Jahren) war der Großraum München realtiv zu Restdeutschland teuer.
Aber es war mit einem Normaleinkommen dennoch absolut bezahlbar.

Aber heute.... wenn ich nach meiner Besteuerung gehe, dann bin ich sogar "Gutverdiener". Trotzdem ist es utopisch, von dem Geld jemals eine Familie ernähren zu können. Man wäre nicht besser dran als mit Hartz4 und das ist einfach nur noch KRANK.
Derart pervertierte Verhältnisse hatten wir vor 30 Jahren ganz sicher noch nicht.
Und wir hatten definitiv die letzten 30 Jahre massive Wohlstandsverluste, auch wenn du das versuchst schönzureden.

Du bist anscheinend schon ein paar Jahre älter. Sei doch einfach froh drum, dass du es leichter hattest.

Sven77
2015-05-29, 14:11:22
Mach das doch mal im Reihenhaus. Nachbarn hat man auch bei einem Haus, wenns nicht grad total freisteht.

Ich will die Vorteile eines Hauses nicht kleinreden, aber allein die Tatsache, dass einem eine ETW früher oder später gehört, widerspricht schon der "besseren Miete".
Ansonsten ist das gekaufte/gebaute Haus auch "bessere Miete" (ggü. einem Mietshaus), oder wie?

Dir gehört aber nicht das Dach, das Treppenhaus, die Heizung.. Reihen- und Doppelhäuser haben diese Einschränkung nicht.

Colin MacLaren
2015-05-29, 14:14:02
Ich verstehe trotzdem die Begeisterung fürs Eigenheim nicht. Im Gegensatz zur Miete habe ich

- Zinskosten
- Opportunitätskosten durch entgangene Rendite. Wenn ich 600 EUR Rate statt 1.000 EUR Miete zahle kann ich die 400 EUR Differenz nicht anlegen
- niedrige Flexibilität. Wenn in 10 Jahren der neue Chef doof ist und unbezahlte Überstunden in Größenordnungen fordert kann ich nicht einfach in eine andere Stadt ziehen
- Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Entwicklung. Gerade in wirtschaftlich schwächeren Regionen, also dort wo die Preise noch tragbar sind, weiß niemand, wie es in 15 Jahren aussieht. Dann kriegt man die Bude vielleicht gar nicht mehr los, aber auch keinen neuen Job.
- Opportunitätskosten durch Ortsgebundenheit. Kein strategischer Wechsel des Arbeitgebers zur Gehaltsmehrung möglich.
- Längerer Anfahrtsweg, dadurch höhere Mobilitätskosten und Freizeitverlust. Für keine Villa der Welt würde ich mich jeden Tag eine Stunde One-Way in den Stau oder den überfüllten Regionalexpress stellen.
- höhere Neben- und Energiekosten - mehr Wohnraum und mehr Fläche nach außen
- Renovierungskosten, die zwangsläufig anfallen wenn man schon 20 JAhre drin lebt und die Bude endlich abbezahlt hat.

Wenn ich nächstes Jahr Vollzeit einsteige sieht mein Plan eigentlich so aus, dass ich lieber eine Bude miete (4-Raum und 93m² reicht ja für Home Gym und Kinderzimmer) und lieber so viel wie möglich diversifiziert anlege.

Am liebsten würde ich mir dann erst zum Renteneinstieg was schönes billiges in der Lausitz im Grünen oder in Griechenland am Meer holen.

Eco
2015-05-29, 14:16:29
Dir gehört aber nicht das Dach, das Treppenhaus, die Heizung.. Reihen- und Doppelhäuser haben diese Einschränkung nicht.
Ja, und? Dafür muss ich das Dach auch nicht komplett bezahlen, wenn es neu muss. Oder die Heizung. Darum ging es aber auch nicht, wie gesagt, ein Haus hat Vorteile. Aber ETW = "bessere Miete" ist sehr übertrieben IMHO. Wenn uns in 10 Jahren die ETW gehört, zahl ich gar keine Miete mehr, das empfinde ich schon etwas anders als "bessere Miete". ;)

Sven77
2015-05-29, 14:18:51
Ja, und? Dafür muss ich das Dach auch nicht komplett bezahlen, wenn es neu muss. Oder die Heizung. Darum ging es aber auch nicht, wie gesagt, ein Haus hat Vorteile. Aber ETW = "bessere Miete" ist sehr übertrieben IMHO.

Kenne es eben umgangssprachlich so..

Shink
2015-05-29, 14:23:14
Müsste ich jeden Monat den Betrag den ich momentan als Miete abdrücke als Rate bedienen könnte ich nachts nicht schlafen..
Ich sehe das ja so:
1000€ Miete: 1000€ Miete, Tendenz im Laufe der Jahre steigend.
1000€ Kreditrate ist 1000€-X€ Tilgung, X€ Zinsen, wobei X von sagen wir mal 600€ auf 0€ fällt.
Ob man jetzt gut oder schlecht schläft, kommt darauf an, wieviel die Wohnung am Ende des Kredits noch wert und ob man versichert ist.

Ich persönlich konnte bei Miete (jeden Monat ist das ganze Geld für immer WEG...) schlechter schlafen.

Colleger
2015-05-29, 14:27:55
Hab 2 Wohnungen, eine davon vermietet, eine selbst bewohnt. Wenn es mich in eine andere Stadt zieht wird halt die zweite auch vermietet. Monatliche Rate liegt auf dem Niveau der zu erwartenden mieteinnahmen.


Geerbt oder ist dein Papa Arzt in Blankenese? :biggrin:

Tomislav
2015-05-29, 14:30:21
Hallo

- Opportunitätskosten durch entgangene Rendite. Wenn ich 600 EUR Rate statt 1.000 EUR Miete zahle kann ich die 400 EUR Differenz nicht anlegen

Wenn wir mal jetzt davon ausgehen das jemand mit 30 Jahren anfängt sein Eigentum abzubezahlen dann ist derjenige mit ca. 50-55 Jahren fertig und kann dann den Rest seines Lebens mietfrei drin wohnen, der Mieter muss bis an sein Lebensende Miete bezahlen, diese Differenz für den Rest seines Lebens muss der Mieter erst einmal ansparen.


- Längerer Anfahrtsweg, dadurch höhere Mobilitätskosten und Freizeitverlust. Für keine Villa der Welt würde ich mich jeden Tag eine Stunde One-Way in den Stau oder den überfüllten Regionalexpress stellen.

Es hängt natürlich von der Region ab aber bis zu 30 Minuten für den einfachen Arbeitsweg finde ich normal und es gibt sehr viele (vor allem ohne Auto) die eine Stunde für den einfachen Arbeitsweg unterwegs sind.


- höhere Neben- und Energiekosten - mehr Wohnraum und mehr Fläche nach außen

Die Energie- und Nebenkosten sind identisch wenn wir die gleiche Größe vergleichen, mein Eigentümer Hausgeld ist sogar geringer als die Mieter Nebenkosten meiner Nachbarn.


- Renovierungskosten, die zwangsläufig anfallen wenn man schon 20 JAhre drin lebt und die Bude endlich abbezahlt hat.

Die ein Eigentümer seinem Mieter ebenfalls auf die Miete/Nebenkosten umlegt, wie schon erwähnt meine Mieter Nachbarn zahlen dank Mieterhöhungen mittlerweile ca. 40-50% mehr Miete als ich Bankrate.


Wenn ich nächstes Jahr Vollzeit einsteige sieht mein Plan eigentlich so aus, dass ich lieber eine Bude miete (4-Raum und 93m² reicht ja für Home Gym und Kinderzimmer) und lieber so viel wie möglich diversifiziert anlege.

Knapp 100m² kosten hier in NRW in einer brauchbaren Lage wie schon erwähnt schnell 800-1000€ (und mehr) und ich würde mir in den Hintern beißen 200.000-250.000€ in 20 Jahren einem Vermieter hinterher geschmissen zu haben womit der seine Hütte abgezahlt hat. Immer dran denken der Mieter finanziert in den meisten Fällen dem Eigentümer die Hütte, da ist es doch besser wenn man das für sich macht.

Grüße Tomi

KakYo
2015-05-29, 14:31:02
Nix von Papa ausser einer Bürgschaft, da ich den Kredit direkt nach dem Studium aufgenommen habe. Bei der ersten Wohnung handelt es sich übrigens um eine zwei Zimmer Wohnung, hat also nicht die Welt gekostet.

Colleger
2015-05-29, 14:40:34
Nix von Papa ausser einer Bürgschaft, da ich den Kredit direkt nach dem Studium aufgenommen habe. Bei der ersten Wohnung handelt es sich übrigens um eine zwei Zimmer Wohnung, hat also nicht die Welt gekostet.

:up:
Aber bist schon etwas älter, oder?
Sag mir jetzt nicht, dass Du 35 bist und schon zwei Wohnungen hast, sonst fühle ich mich schlecht und nichtsnutzig ;D

Colleger
2015-05-29, 14:44:38
Ich verstehe trotzdem die Begeisterung fürs Eigenheim nicht. Im Gegensatz zur Miete habe ich

- Zinskosten
- Opportunitätskosten durch entgangene Rendite. Wenn ich 600 EUR Rate statt 1.000 EUR Miete zahle kann ich die 400 EUR Differenz nicht anlegen
- niedrige Flexibilität. Wenn in 10 Jahren der neue Chef doof ist und unbezahlte Überstunden in Größenordnungen fordert kann ich nicht einfach in eine andere Stadt ziehen
- Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Entwicklung. Gerade in wirtschaftlich schwächeren Regionen, also dort wo die Preise noch tragbar sind, weiß niemand, wie es in 15 Jahren aussieht. Dann kriegt man die Bude vielleicht gar nicht mehr los, aber auch keinen neuen Job.
- Opportunitätskosten durch Ortsgebundenheit. Kein strategischer Wechsel des Arbeitgebers zur Gehaltsmehrung möglich.
- Längerer Anfahrtsweg, dadurch höhere Mobilitätskosten und Freizeitverlust. Für keine Villa der Welt würde ich mich jeden Tag eine Stunde One-Way in den Stau oder den überfüllten Regionalexpress stellen.
- höhere Neben- und Energiekosten - mehr Wohnraum und mehr Fläche nach außen
- Renovierungskosten, die zwangsläufig anfallen wenn man schon 20 JAhre drin lebt und die Bude endlich abbezahlt hat.

Am liebsten würde ich mir dann erst zum Renteneinstieg was schönes billiges in der Lausitz im Grünen oder in Griechenland am Meer holen.

Definitive Zustimmung zu allen deinen Punkten!
Deswegen, falls überhaupt Eigentum, dann 'ne kleine günstige ETW für die Rentenzeit! :biggrin:

(Alternativ für alle Chemiker: Wissen bringt viel Geld :freak: )

ux-3
2015-05-29, 14:46:22
Nein aber eine Wohnung bzw. ein Haus braucht der kinderlose genau so wie die Familie, ein kinderloser braucht auch ein/e kleinere/s Wohnung/Haus als eine Familie und da ist die Miete genau so geringer wie die Bankrate, das kommt auf das gleiche raus.

Kinder (und viele Ehen) halten nicht ewig. Irgendwann brauchst Du das große Haus nicht mehr. Im Alter ändern sich die Bedürfnisse.


Das Problem ist nur das dieses "all inklusive" Paket ständig teurer wird, der Eigentümer schlägt doch jeden Mist auf die Miete/Nebenkosten drauf, eine Bankrate (mit festem Zins) bleibt konstant gleich.

Auch für den Eigentümer wird es ständig teurer. Die Kosten für Handwerker steigen ständig. Auf die Nebenkosten kann er nur schlagen, was auch real existiert. Das hättest Du als Eigentümer auch am Hals. Zugegeben, Du könntest häufig die Anbieter wechseln. Spart ein paar Euro.


Stimmt ich habe die ständig vorkommenden Extremsituationen wie Weltuntergang, Meteoriteneinschlag und Krieg vergessen, du hast natürlich Recht.


Asbest, Lindan bzw. noch nicht benannte Nachfolger erledigen das auch.


Das ist natürlich der Punkt den jeder für sich selber entscheiden muss, was ist wichtiger das letzte Quentchen Flexibilität oder der Gewinn.

Du hast die Ruin-Option vergessen. Die hast Du als Mieter nicht.


Wer sagt das man die Hütte verkaufen muss/will ? Evtl. will man da mietfrei als Rentner drin bleiben ?

Wie schon gesagt, nicht jeder Rentner braucht 6 Zimmer.

Wenn ich meine Wohnung abbezahlt habe und 20-30 Jahre keine Miete bezahlt habe dann mache ich immer Gewinn auch wenn ich unter Wert verkaufe.

Verglichen mit was als Plan B? Der Punkt ist doch auch, dass man als Familie ein Haus nicht so lange wirklich braucht. Und dann spielen Kaufkosten, Wertentwicklung etc. eine gewichtige Rolle bzw. stellen ein deutliches Risiko dar.

Colleger
2015-05-29, 14:48:39
Hallo

Wenn wir mal jetzt davon ausgehen das jemand mit 30 Jahren anfängt sein Eigentum abzubezahlen dann ist derjenige mit ca. 50-55 Jahren fertig und kann dann den Rest seines Lebens mietfrei drin wohnen, der Mieter muss bis an sein Lebensende Miete bezahlen, diese Differenz für den Rest seines Lebens muss der Mieter erst einmal ansparen.

Das ist eine Milchmädchenrechnung.
Ich brauche nur zu den ganzen Hauseigentümern rüberzuschielen, was für Neben- und Bestandskosten die teilweise haben... da kommen schnell einige hundert € im Monat zusammen (400 - 800€/Monat sind durchaus realistisch). Zusätzlich dann noch der Kredit. Gibt genug Leute, die bis 60 abbezahlen. Davon kann ich auch mieten.

Mal davon abgesehen, dass der Staat ja auch auf blöde Ideen kommen kann ;)
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/euro-rettung-sondersteuer-auf-immobilien/8013194-5.html

Shink
2015-05-29, 14:50:30
- Opportunitätskosten durch entgangene Rendite. Wenn ich 600 EUR Rate statt 1.000 EUR Miete zahle kann ich die 400 EUR Differenz nicht anlegen
Doch, ich kann mir nur nicht aussuchen wie.:freak: Die 400€ sind "Anlage als Immobilie".

- niedrige Flexibilität. Wenn in 10 Jahren der neue Chef doof ist und unbezahlte Überstunden in Größenordnungen fordert kann ich nicht einfach in eine andere Stadt ziehen
Die Wohnung ist immobil, ich nicht. Man könnte sie ja auch vermieten und mit dem Geld eine Miete bezahlen.

- Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Entwicklung. Gerade in wirtschaftlich schwächeren Regionen, also dort wo die Preise noch tragbar sind, weiß niemand, wie es in 15 Jahren aussieht. Dann kriegt man die Bude vielleicht gar nicht mehr los, aber auch keinen neuen Job.
Da eine Immobilie zu kaufen wäre ja auch eine ziemlich bescheuerte Geldanlage-Strategie.

ux-3
2015-05-29, 14:57:12
Das ist Unsinn, auch damals (Hausbau vor 30 Jahren) war der Großraum München realtiv zu Restdeutschland teuer.

Vor 30 Jahren liegt nicht in den 60iger und 70iger Jahren, als Bayern noch am Tropf der Republik hing und Nehmerland war.

Und wir hatten definitiv die letzten 30 Jahre massive Wohlstandsverluste, auch wenn du das versuchst schönzureden.

Also wenn ich mein Leben und das meiner Kinder auf der Zeitachse vergleiche, dann ging es ihnen bislang stets besser als mir damals(TM). Und es geht wiederum mir besser als meinen Eltern zum gleichen Lebenszeitpunkt. Die Frage ist halt, was genau man jeweils als "besser" bezeichnet.

Du bist anscheinend schon ein paar Jahre älter. Sei doch einfach froh drum, dass du es leichter hattest.

Wie ich schon sagte, bis zum jetzigen Zeitpunkt haben meine Kinder es deutlich besser als ich. Darüber bin ich tatsächlich froh - hoffentlich bleibt es so.

Tomislav
2015-05-29, 15:03:58
Hallo


Kinder (und viele Ehen) halten nicht ewig.

Was willst du uns damit sagen ? Am besten nicht heiraten und keine Kinder in die Welt setzen ? Wenn eine Frau einen Mann verlässt und die Kinder mitnimmt dann ist der Mann sowieso zu 95% am Arsch, egal ob Miete oder Eigentum.


Auch für den Eigentümer wird es ständig teurer.

Das kann ich nicht bestätigen, ich habe meine Wohnung seit 14 Jahren und da ist nichts teurer geworden, außer Strom und Heizung und das gleichermaßen für Eigentümer und Mieter.
Ich zahle ansonsten immer noch genau so viel wie vor 14 Jahren im Gegensatz zu meinen Mieter Nachbarn die mittlerweile ca. 40-50% mehr Miete bezahlen.
Wenn du kein Eigentum und keine Ahnung davon hast dann solltest du nicht so einen Unsinn mutmaßen.


Wie schon gesagt, nicht jeder Rentner braucht 6 Zimmer.

Wie kommst du auf 6 Zimmer ? Gerade so ausgedacht ? Ich habe nie etwas von 6 Zimmern geschrieben.
Für eine 4 köpfige Familie ist eine 4 Zimmer Wohnung oder ein 4 Zimmer Haus ausreichend und wenn die Kinder ausgezogen sind dann macht man halt ein Billardzimmer und ein Spielzimmer für die Enkel draus.


Gibt genug Leute, die bis 60 abbezahlen.

Wer sein Eigentum bis 60 oder länger abbezahlen muss hat etwas falsch gemacht und/oder zu spät angefangen, man sollte natürlich vor dem 45 Lebensjahr anfangen, ich fange eine Rentenzusatzversicherung auch nicht mit 55 Jahren an.

Grüße Tomi

ux-3
2015-05-29, 15:10:10
Ich verstehe trotzdem die Begeisterung fürs Eigenheim nicht. Im Gegensatz zur Miete habe ich

- Zinskosten
- Opportunitätskosten durch entgangene Rendite. Wenn ich 600 EUR Rate statt 1.000 EUR Miete zahle kann ich die 400 EUR Differenz nicht anlegen
- niedrige Flexibilität. Wenn in 10 Jahren der neue Chef doof ist und unbezahlte Überstunden in Größenordnungen fordert kann ich nicht einfach in eine andere Stadt ziehen
- Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Entwicklung. Gerade in wirtschaftlich schwächeren Regionen, also dort wo die Preise noch tragbar sind, weiß niemand, wie es in 15 Jahren aussieht. Dann kriegt man die Bude vielleicht gar nicht mehr los, aber auch keinen neuen Job.
- Opportunitätskosten durch Ortsgebundenheit. Kein strategischer Wechsel des Arbeitgebers zur Gehaltsmehrung möglich.
- Längerer Anfahrtsweg, dadurch höhere Mobilitätskosten und Freizeitverlust. Für keine Villa der Welt würde ich mich jeden Tag eine Stunde One-Way in den Stau oder den überfüllten Regionalexpress stellen.
- höhere Neben- und Energiekosten - mehr Wohnraum und mehr Fläche nach außen
- Renovierungskosten, die zwangsläufig anfallen wenn man schon 20 JAhre drin lebt und die Bude endlich abbezahlt hat.

Wenn ich nächstes Jahr Vollzeit einsteige sieht mein Plan eigentlich so aus, dass ich lieber eine Bude miete (4-Raum und 93m² reicht ja für Home Gym und Kinderzimmer) und lieber so viel wie möglich diversifiziert anlege.

Am liebsten würde ich mir dann erst zum Renteneinstieg was schönes billiges in der Lausitz im Grünen oder in Griechenland am Meer holen.

In den meisten Punkten stimme ich Dir zu. Bei den Opportunitätskosten vermute ich einen Dreher.

Die längeren Wege sind kein zwingendes Argument. Man kann auch 5 Minuten vom Arbeitsplatz entfernt ein Eigenheim erwerben.

Auch die höheren Energie- und Nebenkosten würde ich so nicht unterschreiben. Größere Wohnungen zur Miete liegen nämlich häufig unterm Dach. Und da ist die Dämmung nicht so optimal. Und viele Nebenkosten werden aufgeteilt. Da nützt Dir Deine Sparsamkeit nichts, wenn andere nicht mitdenken. Beim Wechsel von einer 5 Zimmer Wohnung in ein freistehendes Haus mit 50% mehr Wohnfläche haben sich meine vergleichbaren Nebenkosten tatsächlich reduziert.

Man könnte sie ja auch vermieten und mit dem Geld eine Miete bezahlen.

Ich darf hier mal daran erinnern, dass knapp 1/3 der Mieteinnahmen im Staatssäckel landen werden. Wenn nicht, dann kassiert die Bank um so mehr. Dann muss die Wohnung gewartet und gelegentlich modernisiert werden.

Backbone
2015-05-29, 15:14:26
Bei mir in der Ecke fangen kleine Eigentumswohnungen aktuell bei 250.000€ an, 100qm in einer Seitenstraße und nicht direkt im Lärm, liegen so bei 325.000 und darüber.
Da kann ich rechnen wie ich will, aber mit 600€ Kaltmiete die ich aktuell zahle für eine vergleichbare Wohnung ist das auch bei niedrigen Zinsen einfach nicht attraktiv. Da kommt der break even frühestens nach 30 bis 35 Jahren und dann muss ich mein Eigentum auch schon wieder kräftig investieren (neue Heizung, neues Dach, neue Dämmvorschriften etc.).

Meine Erfahrung: Eigentum oder Miete ist lokal höchst unterschiedlich zu bewerten. Aktuell schlägt das Pendel hier in der Großstadt eher in Richtung Miete wenn man mit dem spitzen Bleistift rechnet. 30km aus dem Umland pendeln mag ich persönlich auch nicht, die Kosten dafür werden tendentiell ja auch eher steigen.

Wurschtler
2015-05-29, 15:14:30
Vor 30 Jahren liegt nicht in den 60iger und 70iger Jahren, als Bayern noch am Tropf der Republik hing und Nehmerland war.

Ich sprach von den 70er-90er Jahren und in den 70er waren meine Eltern erwachsen und hatten eine große Mietwohnung, später kamen Kinder und erst danach das Eigenheim. Das Sparen auf die Immobilie ging trotz Mietwohnung, trotz Kinder und mit nur einem Einkommen, das ist heute auch utopisch.




Wie ich schon sagte, bis zum jetzigen Zeitpunkt haben meine Kinder es deutlich besser als ich. Darüber bin ich tatsächlich froh - hoffentlich bleibt es so.


Das ist deine rein subjektive Wahrnehmung. Es kann auch tatsächlich so sein, wenn du deinen Kindern gute Startvoraussetzungen ermöglicht hast.
Wenn deine Kinder mal mit deiner Unterstützung ein Haus baun können, dann sind sie in einer glücklichen Lage.

Aber Tatsache ist: Heute sind die Steuern und Abgaben und einiges höher als damals. Jahrzehnte an kalter Progression hinterlassen hier ihre Spuren. Alles andere ist auch kräftig gestiegen wie vor allem die Sozialgaben.

Die Immobilienpreise sind auch stärker gewachen als die Nettoeinkommen und die Kaufkraft sinkt immer weiter durch den schwachen Euro.

Das sind alles Fakten, die beweisen, dass wir bereits einen massiven Wohlstandsverlust erlitten haben.

ux-3
2015-05-29, 15:34:46
Was willst du uns damit sagen ? Am besten nicht heiraten und keine Kinder in die Welt setzen ?

Ich will Dir damit sagen, dass Kinder (die Du scheinbar nicht hast) irgendwann ausziehen und ihren Raum nicht mitnehmen. Du kannst auch nicht aufhören, dafür Grundsteuer & Heizungskosten zu bezahlen. Auch Staub wird den Raum nicht meiden, die Fenster altern etc.

Das kann ich nicht bestätigen, ich habe meine Wohnung seit 14 Jahren und da ist nichts teurer geworden, außer Strom und Heizung und das gleichermaßen für Eigentümer und Mieter.

Du lebst also in einer Region, in der die Stundensätze der Handwerker nicht gestiegen sind? In der Ersatzteile, Fenster etc. den gleichen Preis wie vor 14 Jahren haben? Ich glaub nicht.

Wenn du kein Eigentum und keine Ahnung davon hast dann solltest du nicht so einen Unsinn mutmaßen.

Oh, gut, dann bin ich beruhigt! Gilt das auch für Kinder?

Wie kommst du auf 6 Zimmer ? Gerade so ausgedacht ? Ich habe nie etwas von 6 Zimmern geschrieben.

Nimm halt 5 oder 7, wie du magst. Aber bei zwei Kindern werden 2 Zimmer überflüssig.


Für eine 4 köpfige Familie ist eine 4 Zimmer Wohnung oder ein 4 Zimmer Haus ausreichend und wenn die Kinder ausgezogen sind dann macht man halt ein Billardzimmer und ein Spielzimmer für die Enkel draus.

Gut, dass Du das entscheidest und dass alle vorher wissen, wie viele Kinder es werden. Hast Du ein Zimmer für Enkel und ein Billardzimmer? Ich bräuchte derzeit nämlich keins von beiden.

Wer sein Eigentum bis 60 oder länger abbezahlen muss hat etwas falsch gemacht und/oder zu spät angefangen, man sollte natürlich vor dem 45 Lebensjahr anfangen

Klar. Von einem Einkommen mal eben ein Haus für 4-6 Personen anschaffen. Easy.


ich fange eine Rentenzusatzversicherung auch nicht mit 55 Jahren an.

Die kann man jederzeit problemlos auf Eis legen. Eine Hypothek nicht.

KakYo
2015-05-29, 15:43:34
:up:
Aber bist schon etwas älter, oder?
Sag mir jetzt nicht, dass Du 35 bist und schon zwei Wohnungen hast, sonst fühle ich mich schlecht und nichtsnutzig ;D

33 ;D
Und ich habe keine zwei :p die erste gehört mir zu 90 Prozent, die zweite zu etwa 20 Prozent.

Nach dem Studium Unternehmensberatung für 3 Jahre, nur gearbeitet, kein Luxus, kein Urlaub.
Dann Automobil Zulieferer mit IG Metal Tarif Vertrag (Eier schaukeln bei 35h).
Freundin macht ein duales Studium und gibt etwas zu den Nebenkosten dazu.

ux-3
2015-05-29, 16:04:26
Das Sparen auf die Immobilie ging trotz Mietwohnung, trotz Kinder und mit nur einem Einkommen, das ist heute auch utopisch.

Auch das würde ich so nicht bestätigen. Es haben auch damals Leute keinen Pfennig angespart, obwohl es möglich gewesen wäre und es sparen auch heute Leute in der Situation Geld an. Nur hinkt der Vergleich gewaltig. Er hinkt auf Grund der Zinssituation, die sich massiv von der Situation damals unterscheidet. Die von dir zitierte "goldene Zeit" war eine Hochzinsphase mit 10x höheren Zinsen als jetzt. Sparen lohnte sich damals. Wenn heute nicht so gespart wird wie damals, dann weil es keine sinnvolle Strategie mehr ist. Die Möglichkeit wäre vorhanden. Aber Eigenkapital ist bei so geringen Zinsen nicht mehr so wichtig wie bei 10%.


Das ist deine rein subjektive Wahrnehmung.

Glückwunsch. Das ist etwas, dass all unsere Postings hier gemeinsam haben! :tongue:

Aber Tatsache ist: Heute sind die Steuern und Abgaben und einiges höher als damals. Jahrzehnte an kalter Progression hinterlassen hier ihre Spuren. Alles andere ist auch kräftig gestiegen wie vor allem die Sozialgaben.

Die Immobilienpreise sind auch stärker gewachen als die Nettoeinkommen und die Kaufkraft sinkt immer weiter durch den schwachen Euro.

Das sind alles Fakten, die beweisen, dass wir bereits einen massiven Wohlstandsverlust erlitten haben.

In deinem Fazit kann ich Dir so nicht zustimmen - wobei mir der Begriff Wohlstandsverlust auch sehr schwammig erscheint. Was genau haben wir weniger als die Generation vor uns?

Du ignorierst m.E. weitere relevante Faktoren, die dafür sorgen, dass es in meinem Bekanntenkreis nicht nur mir subjektiv gefühlt besser geht.

Ja, der Euro hat derzeit ein Problem. Es gab damals ähnliche Probleme, Ölpreisschock etc. Jede Zeit hat ihre Last.

Wurschtler
2015-05-29, 16:17:50
Auch das würde ich so nicht bestätigen. Es haben auch damals Leute keinen Pfennig angespart, obwohl es möglich gewesen wäre und es sparen auch heute Leute in der Situation Geld an. Nur hinkt der Vergleich gewaltig. Er hinkt auf Grund der Zinssituation, die sich massiv von der Situation damals unterscheidet. Die von dir zitierte "goldene Zeit" war eine Hochzinsphase mit 5x höheren Zinsen als jetzt. Sparen lohnte sich damals. Wenn heute nicht so gespart wird wie damals, dann weil es keine sinnvolle Strategie mehr ist. Die Möglichkeit wäre vorhanden. Aber Eigenkapital ist bei so geringen Zinsen nicht mehr so wichtig wie bei 10%.


Nunja, ich spare, was geht. Trotz Niedrigzinsen.
Ich nutze ein 6 Jahre altes Laptop, die kostenintensive Zockerei und andere Späße hab ich schon länger aufgegeben. Auto ist auch weg.

Gebracht hat es mir nichts.
Ich schaffe es nicht mal, die Kaufkraft von meinem bisher Ersparten zu erhalten. Die Immobilienpreise rennen mir davon.




In deinem Fazit kann ich Dir so nicht zustimmen - wobei mir der Begriff Wohlstandsverlust auch sehr schwammig erscheint. Was genau haben wir weniger als die Generation vor uns?

Ganz einfach, so wie schon oft geschrieben:
Ich hab keine Chance darauf, eine Familie mit einem Wohlstandsniveau zu versorgen, das nennenswert über Hartz4 liegt.

Wenn du meinst, dass es heute alle besser haben, dann mache ich ja offenbar was falsch.
Also, was mach ich deiner Meinung nach falsch oder was kann ich besser machen?




Ja, der Euro hat derzeit ein Problem. Es gab damals ähnliche Probleme, Ölpreisschock etc. Jede Zeit hat ihre Last.


Der Euro war von Anfang an eine Missgeburt - ein Versailles 2.0 für Deutschland.

sun-man
2015-05-29, 16:24:12
Zum ersten Absatz: Kann ich verstehen. Ohne Doppeleinkommen wird das sehr knapp, wenn Du noch kein nennenswertes Eigenkapital hast.


Kann mich über das Einkommen an sich nicht beklagen. Aber mal eben 50 oder 70k Eigenkapital sind nicht drin. Meine Karre ist auch 15 Jahre alt :D. Wir denken nun eher drüber nach zur Rente hier weg zu gehen und für ein paar Groschen in Sl-Ho oder McPomm was zu kaufen - oder einfach nur ein Ferienhaus an der Nord/Ostsee und dann vermieten.

Der zweite war nur ein Beispiel wie es hier läuft wenn Du durchaus begrenzte finanzielle Mittel hast. Gerade hier in der Gegen sind sehr viele Leute die ganz einfach mehr Geld haben.

Lethargica
2015-05-29, 16:30:12
Kinder (und viele Ehen) halten nicht ewig. Irgendwann brauchst Du das große Haus nicht mehr. Im Alter ändern sich die Bedürfnisse.


Ohne mich auf die Grundsatzdiskussion mieten vs. kaufen einzulassen, aber der Punkt würde mich doch mal wirklich interessieren.

Die Kinderzimmer machen von unseren 190m² ca. 50m² aus. Ich wüsste jetzt wirklich nicht, auf welche der verbleibenden 140m² ich im Alter gerne verzichten würde.

Sehe das bei meinen Eltern und Großeltern auch so, da hat sich auch mit Ende 50 bzw. fast 80 noch keiner über zu viel Platz beschwert.

Und selbst sollten die Kinderzimmer später mal leer stehen, dann machen sie weder viel Arbeit, noch kosten sie Geld. Was soll daran dann also so schlimm sein?

Colleger
2015-05-29, 16:30:21
2Jaf4twJxM4

Kamikaze
2015-05-29, 17:26:40
Ich verstehe trotzdem die Begeisterung fürs Eigenheim nicht. Im Gegensatz zur Miete habe ich

- Zinskosten
- Opportunitätskosten durch entgangene Rendite. Wenn ich 600 EUR Rate statt 1.000 EUR Miete zahle kann ich die 400 EUR Differenz nicht anlegen
- niedrige Flexibilität. Wenn in 10 Jahren der neue Chef doof ist und unbezahlte Überstunden in Größenordnungen fordert kann ich nicht einfach in eine andere Stadt ziehen
- Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Entwicklung. Gerade in wirtschaftlich schwächeren Regionen, also dort wo die Preise noch tragbar sind, weiß niemand, wie es in 15 Jahren aussieht. Dann kriegt man die Bude vielleicht gar nicht mehr los, aber auch keinen neuen Job.
- Opportunitätskosten durch Ortsgebundenheit. Kein strategischer Wechsel des Arbeitgebers zur Gehaltsmehrung möglich.
- Längerer Anfahrtsweg, dadurch höhere Mobilitätskosten und Freizeitverlust. Für keine Villa der Welt würde ich mich jeden Tag eine Stunde One-Way in den Stau oder den überfüllten Regionalexpress stellen.
- höhere Neben- und Energiekosten - mehr Wohnraum und mehr Fläche nach außen
- Renovierungskosten, die zwangsläufig anfallen wenn man schon 20 JAhre drin lebt und die Bude endlich abbezahlt hat.


deine argumente wirken schlüssig und nachvollziehbar, keine frage, aber wenn ich mich in meiner familie und den familien im freundeskreis umschaue ergibt sich folgendes bild:

wir sind alle im speckgürtel von stuttgart aufgewachsen, nahezu alle haben gebaut und haben daher schon immer in freistehenden einfamilienhäusern oder mindestens doppelhaushälften gewohnt.
ein paar wenige familien im freundeskreis gabs auch die zur miete wohnten.

mittlerweile sind nahezu alle eltern in rente und es ergibt sich folgendes bild:

ausnahmslos allen, die nen haus gebaut/gekauft haben, geht es heute blendend. die fahren autos der deutschen premiumhersteller, sind andauernd im urlaub, haben sonst keine finanziellen sorgen.
im gegensatz dazu die familien die zur miete wohnten, haben offensichtlich und nach berichten der jeweiligen kinder deutlich weniger mittel zur verfügung, es geht ihnen rund herum nicht ganz so gut, wie der anderen gruppe.
obwohl auf der einkommensseite die "miet-familien" eigentich nie schlechter gestellt waren als die "bau/kauf-familien".

ich weiss, das ist natürlich ein sehr subjektives beispiel, ich weiss auch nicht woher das kommt, aber eine tendenz ist zumindest in meinem umfeld deutlich erkennbar.. ;)

Sven77
2015-05-29, 17:30:11
Früher wäre auch keiner auf die Idee gekommen ohne Eigenkapital zu bauen während man uns heute erzählen will das sowas ohne Probleme möglich ist.

sun-man
2015-05-29, 17:33:25
1000€ sind 1000€, egal ob zur Miete oder für Eigentum. Somit hat sich das Einkommen bei den Eigenheimlern anders entwickelt als bei denen zur Miete - es sei denn es ist abgezahlt. Das Auto des Premiumherstellers ist mit nem Haus natürlich einfacher finanziert also ohne ;) oder es sind wie so oft simple Firmenwagen. Kollege hat gerade 23.000 in ein neues Dach gesteckt - Nachbarn haben ordentlich Geld, also auch hier ist nach einigens Jahren ein neue Dach fällig. Man spart noch und fährt trotzdem in Urlaub ;)

ux-3
2015-05-29, 18:35:55
Nunja, ich spare, was geht. Trotz Niedrigzinsen.
Ich nutze ein 6 Jahre altes Laptop, die kostenintensive Zockerei und andere Späße hab ich schon länger aufgegeben. Auto ist auch weg.

Aber da geht es doch schon los. Wo ist das Problem mit einem 6 Jahre alten Laptop? Warum muss der neuer sein?
Kostenintensive Zockerei? Leben wir in verscheidenen Welten? Humble Bundle, Indie Gala, Steam Sales etc. hauen Premiumspiele zum Spotpreis raus. Die nötige Hardware kostet mittlerweile lächerlich geringe Summen. Wenn Du dir heute keinen gebrauchten i5 mit ner 660 GTX leisten kannst, dann würde ich nicht mehr auf ein Haus sparen. Du lebst nur einmal.


Ich schaffe es nicht mal, die Kaufkraft von meinem bisher Ersparten zu erhalten. Die Immobilienpreise rennen mir davon.

Vermutlich ist Sparen derzeit die falsche Strategie. Es dankt Dir ja keiner.


Ich hab keine Chance darauf, eine Familie mit einem Wohlstandsniveau zu versorgen, das nennenswert über Hartz4 liegt.

Das bedeutet aber nicht, dass es unseren Eltern besser ging. Nur dass es weiter bis zum Boden war. Und ob das für die Lebensqualität gut ist, musst Du evtl. mal einen wohlhabenden Menschen in einem armen Land fragen.

Dein zweiter "Denkfehler" ist das erste Wort. DU musst das ja auch nicht mehr allein. Die Zeiten der Asymmetrie sind eigentlich vorbei.

Wenn du meinst, dass es heute alle besser haben, dann mache ich ja offenbar was falsch.
Also, was mach ich deiner Meinung nach falsch oder was kann ich besser machen?

Vielleicht solltest Du die Füllmenge eines Wasserglases nicht nur vom Abstand zum oberen oder unteren Rand festlegen, wenn sich die Form des Glases verändert hat.




Der zweite war nur ein Beispiel wie es hier läuft wenn Du durchaus begrenzte finanzielle Mittel hast.

Ich versuche Dir zu sagen, dass der Text an sich keinen Sinn ergibt! Lies ihn doch noch mal.



der Punkt würde mich doch mal wirklich interessieren.
...
Und selbst sollten die Kinderzimmer später mal leer stehen, dann machen sie weder viel Arbeit, noch kosten sie Geld. Was soll daran dann also so schlimm sein?

Kosten sie kein Geld? Sie binden zumindest nicht wenig Kapital. Bei 1500€/m² ist das eine nicht unerhebliche Summe.
Wenn die Demografie es nicht gut mit uns meint, vernichten sie eine Menge Geld über die Jahre des Leerstandes. Und beheizt werden müssen sie auch.

Solltest Du dich durchringen, das Haus verkaufen und ein kleineres altersgerechtes Haus kaufen, so kassiert dich der Staat gleich wieder ab. Da fände ich eine Neuregelung dringend erforderlich.


ich weiss, das ist natürlich ein sehr subjektives beispiel, ich weiss auch nicht woher das kommt, aber eine tendenz ist zumindest in meinem umfeld deutlich erkennbar.. ;)

Ich würde denken, das liegt an der Einstellung zum und dem Umgang mit Geld und der unterschiedlichen Bereitschaft zum Verzicht.


Früher wäre auch keiner auf die Idee gekommen ohne Eigenkapital zu bauen während man uns heute erzählen will das sowas ohne Probleme möglich ist.


Früher musstest Du auch bis zu 5x soviel Zinsen hinlegen wie heute. Das ist doch völlig klar, dass es ohne Eigenkapital nicht ging.

Tomislav
2015-05-29, 18:59:31
Hallo

Du lebst also in einer Region, in der die Stundensätze der Handwerker nicht gestiegen sind? In der Ersatzteile, Fenster etc. den gleichen Preis wie vor 14 Jahren haben? Ich glaub nicht.

Stell dir mal vor ich habe in 14 Jahren erst einmal einen Handwerker gebraucht und das waren nur ca. 500€ für einen neuen Durchlauferhitzer inkl. Montage, den ich wegen der Versicherung nicht selber anschließen wollte.
Neue Fenster haben wir vor 5 Jahren bekommen und das hat mich keinen Cent gekostet (zum Zeitpunkt des Einbaus), das hatten wir in der Rücklage.
Kleinkram der nicht relevant für eine Versicherung ist mach ich selber, z.B. streichen/renovieren/Ventile von Wasserhähnen/etc.
Arbeitskosten von Handwerkern kann man auch absetzen.


Nimm halt 5 oder 7, wie du magst. Aber bei zwei Kindern werden 2 Zimmer überflüssig.

7 Zimmer für 2 Erwachsene und 2 Kinder ? Na gut dann kann ich verstehen wieso hier manche eine Immobilie nicht finanzieren können.


Klar. Von einem Einkommen mal eben ein Haus für 4-6 Personen anschaffen. Easy.

Es ist auch nicht so einfach ein Haus mit 5-7 Zimmern für 4-6 Personen von einem Einkommen zu mieten, da bist du in NRW in einer brauchbaren Lage schnell bei 1500€ Kaltmiete.


Die kann man jederzeit problemlos auf Eis legen. Eine Hypothek nicht.

Die Miete kann man auch nicht auf Eis legen, die muss man jeden Monat zahlen.

Es ist ja richtig das Eigentum deutlich teurer von der Anschaffung geworden ist aber die Mieten sind auch explodiert das es nicht mehr schön ist.

Grüße Tomi

ux-3
2015-05-29, 19:10:05
Stell dir mal vor ich habe in 14 Jahren erst einmal einen Handwerker gebraucht.

Da hast Du es gut! Schon den Wechsel des Gartenzählers darf hier nur ein zugelassener Handwerker durchführen. Und der Wechsel ist alle 6 Jahre fällig. Feiert ihr denn dann vom Hausgeld Grillfeste, wenn keine Handwerker nötig sind?

7 Zimmer für 2 Erwachsene und 2 Kinder ? Na gut dann kann ich verstehen wieso hier manche eine Immobilie nicht finanzieren können.

Wenn man mit jedem Kind ein neues Haus kauft, kommt da einiges an Erwerbsteuer zusammen. Und wenn man erst nach Erreichen der Menopause kauft, ist man ja schon zu alt. Manche Leute brauchen auch ein Arbeitszimmer.

Es ist auch nicht so einfach ein Haus mit 5-7 zimmern für 4-6 Personen von einem Einkommen zu mieten.

Aber deutlich einfacher als zu kaufen, weil man die Situation ja nur ein paar Jahre durchstehen muss und der Staat in der Zeit der Kinder das Einkommen aufstockt.


Die Miete kann man auch nicht so einfach auf Eis legen, die muss man auch jeden Monat zahlen.

Die Mietbelastung kann man binnen drei Monaten einfach so abwerfen, egal wie alt der Vertrag ist. Aus einer Hypothek kommst Du evtl. erst nach 10,5 Jahren raus oder zahlst Vorfälligkeitsentgelt.

@ Morale unten: Ohne genaue Daten kann man mit 120k in der Pampa nicht viel anfangen. Das ist auch der Grund warum ich sage, dass es an Geldverbrennung grenzt, auf einem (geschenkten) Baugrund im Nichts ein Haus zu bauen. Es sei denn, man ist sich sicher (wettet darauf), dort bis zum Lebensende zu bleiben. Denn für 120k baust Du dort kein entsprechendes Haus.

Morale
2015-05-29, 19:17:34
Der Nachbar von meinem Papa hat sein Haus verkauft.
Weiß jetzt keine genauen Daten aber für 4 langt es schon plus großer Garten mit Teich. Tippe top. Rand von Brandenburg, aber schöne Wohngegend. Wohnen auch paar Promis, Familie vom liefers (letztens beim joggen gesehen)
Jedenfalls Preis 120k.

Wer einen halbwegs sicheren Job hat kann sich da viel leisten.

Vader
2015-05-29, 19:37:02
Mmh, bei mir im Dorf hat aus meinem Bekanntenkreis bis auf Einer nun jeder gebaut/ gekauft, ich verstehe das ganze Geheule hier nicht...

Morale
2015-05-29, 19:55:03
Norddeutschland ist ja auch billig. Will ja keiner hin ;)
Ne wenn man da einen sicheren guten Job hat warum nicht. Nur a hat das nicht jeder und b kostet auch in nicht überteuerten Städten Immobilien schnell das 3-4 fache dessen was man im Norden aufm Land so zahlt.

Gandharva
2015-05-29, 19:55:16
1000€ sind 1000€, egal ob zur Miete oder für Eigentum.
Das ist zu vermutlich 90% Falsch! Vermutlich sogar mehr, aber ich kenne die genauen Statistiken nicht...

1000€ für Eigentum sind in der Regel zu X% auf Pump finanziert und gehen daher eben nicht zur Gänze ins Eigentum. Das würden sie nur wenn man die Immobile zu 100% ohne Fremdkapital finanzieren würde.

Trap
2015-05-29, 20:22:56
Das Thema "Mieten oder Kaufen" lässt sich durch nachrechnen ziemlich gut lösen, ein sehr schöner interaktiver Rechner ist von der NYTimes:
http://www.nytimes.com/interactive/2014/upshot/buy-rent-calculator.html

Beim Thema Steuern ist der zwar falsch, aber beim Rest kann man ein ganz gutes Gefühl dafür bekommen was in welchen Fällen rauskommt.

Commander Keen
2015-05-29, 20:29:00
Bei mir in der Ecke fangen kleine Eigentumswohnungen aktuell bei 250.000€ an, 100qm in einer Seitenstraße und nicht direkt im Lärm, liegen so bei 325.000 und darüber.

Hier ist es noch schlimmer, es wird zwar dank der Niedrigzinsen überall gebaut wie verrückt bis auch das letzte Eck der Stadt aufgefüllt ist, aber die Preise... halleluja... :eek:

Ich schau mir hin und wieder mal die Anzeigen der zu verkaufenden Wohnungen für Bauprojekte an, bei welchen mein Brötchengeber mitgearbeitet hat, und finde es mittlerweile einfach nur noch utopisch. Da werden für Objekte im fast schon Stadtrandbereich (Ok, Verbindung in die Innenstadt ist optimal, aber dennoch...), erbaut auf einem ehemaligen Industriegelände, umgeben von Industrie/Gewerbe sowie ehemaligen Kasernen die nun größtenteils Sozial- oder einfach nur Assiwohnungen sind, 500k für 100qm verlangt. Nun ist dies zwar alles neu und modern, aber wirklich alles andere als ein Luxusobjekt und die Gegend ist im Grunde auch scheiße. 500k! Für 100qm im Wohnsilo in einer 150k-Einwohner Stadt.

Da lachen die Investoren...

http://www.google.de/url?source=imglanding&ct=img&q=http://www.israelheute.com/Portals/0/news/150115_Jude.jpg&sa=X&ei=n69oVar0G8LxUJe4gNgG&ved=0CAkQ8wc&usg=AFQjCNHuLHW_qPZjIiycl6BN3nrmXZhRLw

prinz_valium
2015-05-29, 20:32:16
Ich verstehe trotzdem die Begeisterung fürs Eigenheim nicht. Im Gegensatz zur Miete habe ich

- Zinskosten
- Opportunitätskosten durch entgangene Rendite. Wenn ich 600 EUR Rate statt 1.000 EUR Miete zahle kann ich die 400 EUR Differenz nicht anlegen
- niedrige Flexibilität. Wenn in 10 Jahren der neue Chef doof ist und unbezahlte Überstunden in Größenordnungen fordert kann ich nicht einfach in eine andere Stadt ziehen
- Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Entwicklung. Gerade in wirtschaftlich schwächeren Regionen, also dort wo die Preise noch tragbar sind, weiß niemand, wie es in 15 Jahren aussieht. Dann kriegt man die Bude vielleicht gar nicht mehr los, aber auch keinen neuen Job.
- Opportunitätskosten durch Ortsgebundenheit. Kein strategischer Wechsel des Arbeitgebers zur Gehaltsmehrung möglich.
- Längerer Anfahrtsweg, dadurch höhere Mobilitätskosten und Freizeitverlust. Für keine Villa der Welt würde ich mich jeden Tag eine Stunde One-Way in den Stau oder den überfüllten Regionalexpress stellen.
- höhere Neben- und Energiekosten - mehr Wohnraum und mehr Fläche nach außen
- Renovierungskosten, die zwangsläufig anfallen wenn man schon 20 JAhre drin lebt und die Bude endlich abbezahlt hat.



hä?
und asonsten kann man aus jedem punkt auch ein pro argument für die andere seite machen

das was du aufschreibst ist nur für sehr spezielle fälle so.
man kann den arbeitgeber auch trotz eigenheim wechseln. klar es bleibt einem nicht so einfach die möglichkeit, 200km weiter, oder gleich im ausland bessere jobs zu suchen und anzunehmen. aber selbst das kann man. man kann das haus verkaufen. man kann es VERmieten. und dann in der anderen stadt mieten.


das eine schließt das andere ja nicht grundsätzlich aus.
und die gehaltsmehrung geht dann eben für die miete am neuen wohnort drauf.


aber wenn man keinerlei interesse hat vermögen anzuhäufen oder irgendwann mal zu vereben, dann kann man natürlich schön flexiebel einen netten lebensstandard pflegen und sich darüber freuen. ist dann auf jedenfall das richtige für einen.
aber denk daran, dass deine potentiellen kindern dann wieder genau das selbe "problem", wie du haben.
andere haben dafür schon von den eltern geerbt und werden es der nächsten generation weiter geben. irgendwann muss nunmal einer anfangen ;D


aber klar man sollte schon in einer gescheiten region bauen. zum glück gibt es aber auch in der provinz große und gute mittelständische unternehmen.
ich komme aus so einer und bei uns gibt es über 100 weltmarktfürher in ihren bereichen.



edit: wer natürlich ein 200.000 euro haus komplett für 350.000 finanzieren muss, der sollte das natürlich lassen.
aber wenn man mit 100k eigenkapital dran geht und den rest für 150k zusätzlich finanziert, kann man sich so ein ding schon mal leisten

Wurschtler
2015-05-29, 21:25:38
Aber da geht es doch schon los. Wo ist das Problem mit einem 6 Jahre alten Laptop? Warum muss der neuer sein?
Kostenintensive Zockerei? Leben wir in verscheidenen Welten? Humble Bundle, Indie Gala, Steam Sales etc. hauen Premiumspiele zum Spotpreis raus. Die nötige Hardware kostet mittlerweile lächerlich geringe Summen. Wenn Du dir heute keinen gebrauchten i5 mit ner 660 GTX leisten kannst, dann würde ich nicht mehr auf ein Haus sparen. Du lebst nur einmal.


Ein Laptop nutze ich nicht wegen der Mobilität, sondern rein aus Platzgründen.
Ich hab in meiner Wohnung keinen Platz für einen PC.





Vermutlich ist Sparen derzeit die falsche Strategie. Es dankt Dir ja keiner.


Dann sag mir doch bitte endlich, was die richtige Strategie ist!

Wie kann ich jemals ein Eigenheim finanzieren, das groß genug für eine Familie ist? Wenn Sparen nicht hilft, was dann?

ux-3
2015-05-29, 21:27:45
Beim Thema Steuern ist der zwar falsch, aber beim Rest kann man ein ganz gutes Gefühl dafür bekommen was in welchen Fällen rauskommt.

Das Problem ist aber, vorher zu wissen, welcher Fall eintritt! ;)

aber selbst das kann man. man kann das haus verkaufen. man kann es VERmieten. und dann in der anderen stadt mieten.

Nochmal zur Erinnerung: Wenn Du das Haus vermietest, zahlst Du deinen persönlichen Grenzsteuersatz auf den Ertrag. Der dürfte bei Hausbesitzern vermutlich über 33% liegen. Wenn Du es verkaufst, solltest Du es vorher eine ganze Weile besessen haben, sonst wird Vorfälligkeitsentgeld und gegebenenfalls Spekulationssteuer fällig.

Dann sag mir doch bitte endlich, was die richtige Strategie ist!
Wie kann ich jemals ein Eigenheim finanzieren, das groß genug für eine Familie ist? Wenn Sparen nicht hilft, was dann?

Ein cleveres, gut ausgebildetes Weibchen, dass auch einen richtigen Job ausübt und die Begeisterung für ein Eigenheim teilt.

Wurschtler
2015-05-29, 21:46:57
Ein cleveres, gut ausgebildetes Weibchen, dass auch einen richtigen Job ausübt und die Begeisterung für ein Eigenheim teilt.

Ein Weibchen hab ich schon.
Ist jünger als ich, dementsprechend weniger Verdienst & Angespartes.
Gemeinsam geht sichs genauso wenig aus.
Davon abgesehen hätte man mit Kindern später ohnehin Gehaltseinschränkungen.
Und die Möglichkeit, ein Kind so früh wie möglich in eine staatliche Betreuungsanstalt abzuschieben, halte ich nicht für eine angemessene Lösung.

ux-3
2015-05-29, 21:56:53
Davon abgesehen hätte man mit Kindern später ohnehin Gehaltseinschränkungen.

Doch nur für eine gewisse Zeit. Danach können beide voll arbeiten.

Und die Möglichkeit, ein Kind so früh wie möglich in eine staatliche Betreuungsanstalt abzuschieben, halte ich nicht für eine angemessene Lösung.

Ich auch nicht. Aber in deiner Situation würde ich mich von München verabschieden, wenn ich Wert auf Familie und Eigenheim lege. Aber wem sag ich das?

Wurschtler
2015-05-29, 22:08:42
Ich auch nicht. Aber in deiner Situation würde ich mich von München verabschieden, wenn ich Wert auf Familie und Eigenheim lege. Aber wem sag ich das?

Wir schaun uns schon länger weiter außerhalb um.
Aber selbst in der bayerischen Pampa ist es schon ziemlich teuer.
Und dann ist da noch die Arbeitsplatzfrage, die zu zweit doppelt kompliziert ist.

Colleger
2015-05-29, 22:24:00
Wir schaun uns schon länger weiter außerhalb um.
Aber selbst in der bayerischen Pampa ist es schon ziemlich teuer.
Und dann ist da noch die Arbeitsplatzfrage, die zu zweit doppelt kompliziert ist.
in welchem Berufszweig bist Du und deine Frau heimisch?

Anadur
2015-05-29, 23:15:02
Ich kann Wurschtler schon verstehen. Selbst wenn ich 1500€ im Monat abdrücken kann, komme man damit gerade einmal auf 360000€ in 20 Jahren. Da habe ich ggfs. noch keinen Cent an Zinsen bezahlt, egal wie niedrig die sind. 360000 in einen Neubau zu stecken ist wirklich keine Kunst und da bin ich noch weit von einer Luxusvilla entfernt.

Wenn ich tatsächlich bei 0 anfangen muss, ist es eigentlich unmöglich sich ein Haus zu leisten in gewissen Regionen. Da helfen auch alle Tipps und Tricks nicht. Nicht jeder lernt nunmal die Frau Doktor med. Dent. kennen, erbt früh, kann mal eben 100k Eigenleistung stemmen oder bekommt das Grundstück geschenkt.

Lethargica
2015-05-29, 23:41:39
Achja, ich hatte heute eine ganz interessante Diskussion mit meinen Eltern zum Thema Hausbau heute und in den 80er.

Unsere Häuser lassen sich ganz gut vergleichen, da beides DH-Hälften mit fast identischer Große und Ausstattung.

Wir haben dann mal die ganzen Unterlagen meiner Eltern rausgekramt (Neubau 1986) und siehe da, das Haus (ohne Grundstück und Außenanlagen) hat damals ~360.000 DM gekostet unser Haus heute ~350.000 €.

Also ein Preisanstieg von ca. 100% bei einer Inflation von gerade einmal ca. 55%. Schon irgendwie krass :uup:

maximum
2015-05-29, 23:46:03
Achja, ich hatte heute eine ganz interessante Diskussion mit meinen Eltern zum Thema Hausbau heute und in den 80er.

Unsere Häuser lassen sich ganz gut vergleichen, da beides DH-Hälften mit fast identischer Große und Ausstattung.

Wir haben dann mal die ganzen Unterlagen meiner Eltern rausgekramt (Neubau 1986) und siehe da, das Haus (ohne Grundstück und Außenanlagen) hat damals ~360.000 DM gekostet unser Haus heute ~350.000 €.

Also ein Preisanstieg von ca. 100% bei einer Inflation von gerade einmal ca. 55%. Schon irgendwie krass :uup:

Aber nur wenn man die schöngerechneten offiziellen Inflationsraten betrachtet.

ux-3
2015-05-29, 23:47:10
Unsere Häuser lassen sich ganz gut vergleichen, da beides DH-Hälften mit fast identischer Große und Ausstattung.

Du willst mir sagen, beide Häuser sind identisch gut gedämmt? ;)

Ich komme auf eine jährliche Inflation von 2,24%.

Geächteter
2015-05-29, 23:51:49
Achja, ich hatte heute eine ganz interessante Diskussion mit meinen Eltern zum Thema Hausbau heute und in den 80er.

Unsere Häuser lassen sich ganz gut vergleichen, da beides DH-Hälften mit fast identischer Große und Ausstattung.

Wir haben dann mal die ganzen Unterlagen meiner Eltern rausgekramt (Neubau 1986) und siehe da, das Haus (ohne Grundstück und Außenanlagen) hat damals ~360.000 DM gekostet unser Haus heute ~350.000 €.

Also ein Preisanstieg von ca. 100% bei einer Inflation von gerade einmal ca. 55%. Schon irgendwie krass :uup:
Bei den Grundstückpreisen siehts wohl noch krasser aus. Dann noch die Energiekosten vergleichen und gucken, wie die Gehälter in der Zeit skaliert sind. Kein Wunder, dass fast keiner mehr von den jungen Leuten ein Bein auf den Boden bekommt. Eigentlich kann man als Angestellter nur noch bezahlt nach IGM sich klassisch annähernd verwirklichen. Der andere Rest darf ewig im Plattenbau wohnen, fährt günstige Autos mit wenig Leistung und schrammt mit viel Glück an der Altersarmut und dem anonymen Sozialbegräbnis vorbei. Das alles verwundert aber nicht, wenn sich das Vermögen einer ganz kleinen Gruppe hier innerhalb kurzer Zeit vervielfacht hat. Das bleibt beim kleinen Mann, der dies per Erwerbsarbeit erwirtschaften muss, natürlich nicht spurlos in den Kleidern hängen. Zusätzlich noch das Sozialamt für die halbe Welt und auf Diplomatiekreisen wird auch ordentlich Geld reingepumpt, siehe Entwicklungshilfe für China, damit die unserer Industrie noch schneller das Wasser abgraben können. Alle Stellschrauben in der Deutschlandsim auf Deutschland schafft sich ab gedreht, Glückwunsch.

Colleger
2015-05-29, 23:52:07
Achja, ich hatte heute eine ganz interessante Diskussion mit meinen Eltern zum Thema Hausbau heute und in den 80er.

Unsere Häuser lassen sich ganz gut vergleichen, da beides DH-Hälften mit fast identischer Große und Ausstattung.

Wir haben dann mal die ganzen Unterlagen meiner Eltern rausgekramt (Neubau 1986) und siehe da, das Haus (ohne Grundstück und Außenanlagen) hat damals ~360.000 DM gekostet unser Haus heute ~350.000 €.

Also ein Preisanstieg von ca. 100% bei einer Inflation von gerade einmal ca. 55%. Schon irgendwie krass :uup:
nur 55% Inflation? Wo hast Du die Zahlen her? Das sind immerhin fast 30 Jahre! 25 Jahre je 2,5% jährliche Inflation macht absolut 85% Inflation... wenn man dann noch die neue Gesetzgebung bzgl. Dämmung und höhere Gebühren mit einberechnet, sind 100% vollkommen normal. Die Preissteigerungen sind nicht das Problem, sondern die Gehälter, die seit 20 Jahren nicht mehr mit der Inflation mithalten (Stichwort: Lohnzurückhaltung für Endsieg durch Export)

Lethargica
2015-05-29, 23:52:42
Du willst mir sagen, beide Häuser sind identisch gut gedämmt? ;)

Ich komme auf eine jährliche Inflation von 2,24%.

Im 1 zu 1 Vergleich sicher nicht, aber in Relation zum damaligen Stand der Technik sicher vergleichbar.

Trap
2015-05-29, 23:54:01
Ich kann Wurschtler schon verstehen. Selbst wenn ich 1500€ im Monat abdrücken kann, komme man damit gerade einmal auf 360000€ in 20 Jahren.
Wenn man irgendeinen Standardfond nimmt, kann das z.B. auch 820000€ minus evtl. Kapitalertragssteuer sein:
http://www.fondsweb.de/fondsrechner?ISIN=DE0008476524&TYPE=11&CALC=1&EA=0&ME=1500&SM=5&SJ=1995&EM=5&EJ=2015&AA=5%2C00 (Auswahlkriterien für das Beispiel: Aktien Welt, älter als 20 Jahre, mehr als 1 Mrd Fondvolumen)

Lethargica
2015-05-29, 23:57:30
nur 55% Inflation? Wo hast Du die Zahlen her? Das sind immerhin fast 30 Jahre... 25 Jahre je 2,5% jährliche Inflation macht absolut 85% Inflation...

ok, mit der historischen Inflationsrate (1986 bis 2013) wären es 67%, liest sich dann schon nimmer so schlimm ;)

ux-3
2015-05-29, 23:58:49
Im 1 zu 1 Vergleich sicher nicht, aber in Relation zum damaligen Stand der Technik sicher vergleichbar.

Und wo steht, dass der Stand der Technik immer gleich teuer ist? Ein neueres Haus enthält doch iirc schon viel mehr Material. Du vergleichst doch dann Äpfel und Birnen.

Bitte mal die Quelle für die 67%.

Anadur
2015-05-30, 00:20:32
Wenn man irgendeinen Standardfond nimmt, kann das z.B. auch 820000€ minus evtl. Kapitalertragssteuer sein:
http://www.fondsweb.de/fondsrechner?ISIN=DE0008476524&TYPE=11&CALC=1&EA=0&ME=1500&SM=5&SJ=1995&EM=5&EJ=2015&AA=5%2C00 (Auswahlkriterien für das Beispiel: Aktien Welt, älter als 20 Jahre, mehr als 1 Mrd Fondvolumen)


Es geht ja ums abzahlen eines Kredites bzw. Finanzierung, nicht ums ansparen einer Summe. Ganz davon abgesehen, dass wir in 20 Jahren sicherlich für ein Haus dann auch rund 700000 abdrücken werden dürfen.

Colleger
2015-05-30, 00:25:32
@Wurschtler

Schau dich mal in der Metropolregion Hannover-Wolfsburg-Braunschweig-Hildesheim um (Göttingen einfach ignorieren)! Die Löhne sind hier voll OK und außerdem (ganz wichtig) sind die Immobilienpreise bezahlbar, im Gegensatz zu z.B. Hamburg oder München. Die Städte sind abwechslungsreich, Hamburg und Berlin nicht weit weg und der Harz ist auch gleich vor der Haustür. Ich als Hamburger setze mich jetzt auch nach Braunschweig ab, werde in Wolfsburg arbeiten. Ich kann das nur empfehlen!

http://de.wikipedia.org/wiki/Metropolregion_Hannover-Braunschweig-G%C3%B6ttingen-Wolfsburg

http://666kb.com/i/cz1z0zd8urz6lztt9.jpg

Lethargica
2015-05-30, 00:27:15
Und wo steht, dass der Stand der Technik immer gleich teuer ist? Ein neueres Haus enthält doch iirc schon viel mehr Material. Du vergleichst doch dann Äpfel und Birnen.

Ich habe die Preise für Dämmwert-relevante Dinge wie Fenster, Türen, Ziegel, Dämmmaterial usw. vor mir, da hat sich nicht wirklich viel getan.

Es wurde auch einiges günstiger, Elektro und Heizung ist bei mir z.B. deutlich günstiger als damals.

Auch die Arbeitskosten wurden durch Fertigelemente, Planziegel, Presssysteme usw. erheblich reduziert.

@ Inflation
http://www.zinsen-berechnen.de/inflationsrechner.php

Colleger
2015-05-30, 00:34:06
Ich habe die Preise für Dämmwert-relevante Dinge wie Fenster, Türen, Ziegel, Dämmmaterial usw. vor mir, da hat sich nicht wirklich viel getan.

Es wurde auch einiges günstiger, Elektro und Heizung ist bei mir z.B. deutlich günstiger als damals.

Auch die Arbeitskosten wurden durch Fertigelemente, Planziegel, Presssysteme usw. erheblich reduziert.

@ Inflation
http://www.zinsen-berechnen.de/inflationsrechner.php


Außerdem werden wichtige Wirtschaftsbereiche wie die Finanzgüter- und Immobilienmärkte nicht berücksichtigt. So konnte man in den Jahren 2002–2007 im Dollarraum und im Euroraum ein deutliches Wachstum der Geldmenge feststellen, was nach der Quantitätsgleichung zu Preissteigerungen führen müsste. Diese Preissteigerungen fand man in Bereichen, die vom Index der Lebenshaltungskosten nicht erfasst werden, etwa den Finanzgütern wie Hedge-Fonds sowie in den Immobilienmärkten. So geht etwa eine Steigerung der Immobilienpreise nicht in den Index der Lebenshaltungskosten ein. Steht dieser Ausweitung der Geldmenge keine entsprechende Erhöhung des Realgüterangebots gegenüber, so steigt das Preisniveau, ohne dass diese Tatsache im Index der Lebenshaltungskosten deutlich wird.

Seit Juli 2002 wird die Inflation wie in den USA und Großbritannien nach der hedonischen Methode berechnet. Dieses qualitative Verfahren führt zu deutlich niedrigeren Inflationszahlen. ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Inflation#Bedeutung_des_Warenkorbes_f.C3.BCr_die_Inflationsmessung

:biggrin:

ux-3
2015-05-30, 00:41:42
Ich habe die Preise für Dämmwert-relevante Dinge wie Fenster, Türen, Ziegel, Dämmmaterial usw. vor mir, da hat sich nicht wirklich viel getan.

Es wurde auch einiges günstiger, Elektro und Heizung ist bei mir z.B. deutlich günstiger als damals.

Auch die Arbeitskosten wurden durch Fertigelemente, Planziegel, Presssysteme usw. erheblich reduziert.

@ Inflation
http://www.zinsen-berechnen.de/inflationsrechner.php

Danke für den Link. Wenn Du den Vergleich hast, wo sind die Kosten denn dann so stark angestiegen?

ux-3
2015-05-30, 00:43:58
Die Löhne sind hier voll OK und außerdem (ganz wichtig) sind die Immobilienpreise bezahlbar

Ja, auf der Karte bin ich auch. Und vermutlich stimmt die zitierte Aussage wirklich.

Vader
2015-05-30, 00:57:28
Danke für den Link. Wenn Du den Vergleich hast, wo sind die Kosten denn dann so stark angestiegen?

Baumaterial hat ordentlich angezogen, ist ja auch kein Wunder wenn jeder baut (außer 3DC)...

Colleger
2015-05-30, 01:02:14
Ja, auf der Karte bin ich auch. Und vermutlich stimmt die zitierte Aussage wirklich.
innerhalb des roten Kreises? :biggrin:

Ja, ich denke auch, dass die Aussage halbwegs passt. Ich habe viele Bekannte in Braunschweig und Hannover, bekomme also ganz gut mit, was die für ihre Immobilien latzen. Klar, auch da ist die "Blase" leider am wachsen, aber das geht noch voll durch im Vergleich zu z.B. Hamburg. In Hamburg kann man sich als Ingenieur keine brauchbare Immobilie leisten, außer man möchte in Assigegenden wie Billstedt oder Veddel wohnen, aber selbst da sind die Preise unmenschlich. Hier in HH kosten selbst 2m-breite Papp-Reihenhäuser 400k € mit einem "Garten", der 2x4m groß ist... :freak:

EDIT: Aber die Hamburger Wixxer wollen auch kein Bauland freigeben, obwohl sich viele Flächen dafür anbieten würden. Kein Wunder, sind doch gefühlte 50% der Hamburger Politiker & Beamten selbst in Immobilienspekulationen verstrickt. Da hat man kein Interesse an stagnierenden oder gar sinkenden Preisen :(

Lethargica
2015-05-30, 09:56:46
Baumaterial hat ordentlich angezogen, ist ja auch kein Wunder wenn jeder baut (außer 3DC)...

Sind in der Tat hauptsächlich 08/15 Materialien wie Zement, Putz, Sand, Stahl! und auch die Lohne speziell die letzten 2-3 Jahre seit dem Boom.

Die Dämmwerte werden hauptsächlich durch bessere (nicht mehr) Dämmmaterialien erreicht. Ich hab auch bei meine neuen Haus z.B. keine zusätzliche Dämmung auf den Ziegen, sondern nur besser gedämmt Ziegel.

Sven77
2015-05-30, 10:41:15
unser Haus heute ~350.000 €.

In dem Preisbereich haben wir gesucht das ist tatsächlich günstig, Schmerzgrenze war 400.000... dafür bekommt man hier sowas (http://www.immobilienscout24.de/expose/82100032?referrer=RESULT_LIST_LISTING&navigationServiceUrl=%2FSuche%2Fcontroller%2FexposeNavigation%2Fnavigate.go%3Fse archUrl%3D%2FSuche%2FS-4%2FHaus-Kauf%2FUmkreissuche%2FStuttgart_2dM_f6hringen%2F70567%2F-60974%2F2091393%2FAblacher_20Weg%2F-%2F5%26exposeId%3D82100032&navigationHasPrev=true&navigationHasNext=true&navigationBarType=RESULT_LIST&searchId=f08a5dd8-19e9-3eca-9cdd-91bf9cd1683d)
:ugly:

Neubau geht nicht da nichts mehr erschlossen wird

Commander Keen
2015-05-30, 10:52:03
In dem Preisbereich haben wir gesucht das ist tatsächlich günstig, Schmerzgrenze war 400.000... dafür bekommt man hier sowas (http://www.immobilienscout24.de/expose/82100032?referrer=RESULT_LIST_LISTING&navigationServiceUrl=%2FSuche%2Fcontroller%2FexposeNavigation%2Fnavigate.go%3Fse archUrl%3D%2FSuche%2FS-4%2FHaus-Kauf%2FUmkreissuche%2FStuttgart_2dM_f6hringen%2F70567%2F-60974%2F2091393%2FAblacher_20Weg%2F-%2F5%26exposeId%3D82100032&navigationHasPrev=true&navigationHasNext=true&navigationBarType=RESULT_LIST&searchId=f08a5dd8-19e9-3eca-9cdd-91bf9cd1683d)
:ugly:

Ist doch nice, steht bestimmt schon unter Denkmalschutz - "Exklusives Wohnen in historischen Gemäuern".

Da darfst du dann bestimmt auch mal nicht so eben was an- oder umbauen :uup:

Monkey
2015-05-30, 11:00:04
Wenn ich überlege dass das Haus in der mein "Schwager" wohnt letztens für 260000 weg ging ist das ja im Vergleich ein mega Schnapper gewesen. 3 Etagen, riesiger gepflegter Garten, Garage anbei und ziemlich zentral. Gut Dach und Dämmung wird gemacht und hinten hat der neue Besitzer alles rausgeschlagen und macht sich einen großen verlängerten Wintergarten als Anbau.

Wir hatten auch überlegt aber ich hab einfach kein Bock mich für die Ewigkeit an ein Haus zu binden und naja wenn man dann noch extrem investieren muss vergeht mir die Lust sehr schnell.

Davon ab hab ich das Gefühl das man hier im östlichen Ruhrgebiet wirklich billig kaufen wenn man will.

Kein Traum aber für den Preis doch recht nett. (http://www.immobilienscout24.de/expose/81824734?referrer=RESULT_LIST_LISTING&navigationServiceUrl=%2FSuche%2Fcontroller%2FexposeNavigation%2Fnavigate.go%3Fse archUrl%3D%2FSuche%2FS-T%2FHaus-Kauf%2FNordrhein-Westfalen%2FHamm%26exposeId%3D81824734&navigationHasPrev=true&navigationHasNext=true&navigationBarType=RESULT_LIST&searchId=57c97cc5-c595-30da-a2e9-c70fef9f0494) <- gut der Innenausbau/Umbau kommt halt noch dazu :D

ux-3
2015-05-30, 11:12:31
In dem Preisbereich haben wir gesucht das ist tatsächlich günstig, Schmerzgrenze war 400.000...

Du hast aber gesehen, dass es der Baupreis für das reine Haus war. Grund und Garten war nicht in den 350.000 enthalten iirc.

Sven77
2015-05-30, 11:20:46
Du hast aber gesehen, dass es der Baupreis für das reine Haus war. Grund und Garten war nicht in den 350.000 enthalten iirc.

Ja, weil er es nicht bezahlen musste. Bei dem Gedanken Wand an Wand mit meinen Schwiegereltern (oder Eltern) zu wohnen würde ich das Zelt im Wald bevorzugen ;D

Fragman
2015-05-30, 12:30:49
referrer=RESULT_LIST_LISTING&navigationServiceUrl=%2FSuche%2Fcontroller%2FexposeNavigation%2Fnavigate.go%3Fse archUrl%3D%2FSuche%2FS-4%2FHaus-Kauf%2FUmkreissuche%2FStuttgart_2dM_f6hringen%2F70567%2F-60974%2F2091393%2FAblacher_20Weg%2F-%2F5%26exposeId%3D82100032&navigationHasPrev=true&navigationHasNext=true&navigationBarType=RESULT_LIST&searchId=f08a5dd8-19e9-3eca-9cdd-91bf9cd1683d"]sowas[/URL]
:ugly:


sonne kiste wuerde in dem dorf wo ich aufwuchs fuer 40k weggehen, wenn ueberhaupt. die groesste frechheit ist ja der zusatz "mit garten", lool.

das total bekloppte aber ist das es kaeufer geben wird, anders kaeme der preis ja nicht zu stande. aus scheisse gold machen trifft es hier wiedermal sehr gut.

McDulcolax
2015-05-30, 13:50:27
In dem Preisbereich haben wir gesucht das ist tatsächlich günstig, Schmerzgrenze war 400.000... dafür bekommt man hier sowas (http://www.immobilienscout24.de/expose/82100032?referrer=RESULT_LIST_LISTING&navigationServiceUrl=%2FSuche%2Fcontroller%2FexposeNavigation%2Fnavigate.go%3Fse archUrl%3D%2FSuche%2FS-4%2FHaus-Kauf%2FUmkreissuche%2FStuttgart_2dM_f6hringen%2F70567%2F-60974%2F2091393%2FAblacher_20Weg%2F-%2F5%26exposeId%3D82100032&navigationHasPrev=true&navigationHasNext=true&navigationBarType=RESULT_LIST&searchId=f08a5dd8-19e9-3eca-9cdd-91bf9cd1683d)
:ugly:

Neubau geht nicht da nichts mehr erschlossen wird


kauf das teil, ich will die klopapier-barbie!

ux-3
2015-05-30, 14:48:57
sonne kiste wuerde in dem dorf wo ich aufwuchs fuer 40k weggehen, wenn ueberhaupt. die groesste frechheit ist ja der zusatz "mit garten", lool.

das total bekloppte aber ist das es kaeufer geben wird, anders kaeme der preis ja nicht zu stande. aus scheisse gold machen trifft es hier wiedermal sehr gut.

Z.T. ist der Preis Grundstückspreis minus Abrisskosten!

Wer hier nur so nebenbei mitliest, der hat ja auch viele weitere wichtige Details evtl. nicht auf dem Schirm. Egal welcher Kaufpreis, da müssen noch mal ~7% drauf für Staat und Notar. Evtl. ja auch noch weitere 4-7% für den Makler. (Das scheint seltener vorzukommen, da sich die potentiellen Käufer derzeit stapeln)

Was auch manchen nicht klar ist: Als Käufer eines älteren Gebäudes fällt man unter diverse EnEVs, die einen zwingen, als Neubesitzer z.T. sehr teure Maßnahmen durchzuführen. Bei so einem alten Haus würde das gegebenenfalls der Fall sein.




Kein Traum aber für den Preis doch recht nett. (http://www.immobilienscout24.de/expose/81824734?referrer=RESULT_LIST_LISTING&navigationServiceUrl=%2FSuche%2Fcontroller%2FexposeNavigation%2Fnavigate.go%3Fse archUrl%3D%2FSuche%2FS-T%2FHaus-Kauf%2FNordrhein-Westfalen%2FHamm%26exposeId%3D81824734&navigationHasPrev=true&navigationHasNext=true&navigationBarType=RESULT_LIST&searchId=57c97cc5-c595-30da-a2e9-c70fef9f0494) <- gut der Innenausbau/Umbau kommt halt noch dazu :D

Ich hab gerade mal einen Blick drauf geworfen. Ich bin dann runtergescrollt und habe gefunden:
Endenergiebedarf 292,2 kWh/(m²*a) :eek: :weg: