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Paran
2015-06-26, 15:28:38
Vom Uigeadail war ich auch nicht sehr angetan.

Da mir der Nikka from the Barrel so gefallen hat, habe ich zwei anderer Sorten zum testen geordert:
Nikka Pure Malt Red
Nikka Pure Malt White

Mosher
2015-06-26, 15:38:06
Berichte bitte!

Im Nachhinein ist der Nikka from the Barrel einer meiner Topfavoriten bisher und ich verspüre gesteigertes Interesse an einem weiteren Nikka. Allerdings platzt mein "Regal" schon aus allen Nähten :(

Paran
2015-06-26, 15:41:24
Ich muss auch schon anbauen :ulol:

Bei Bedarf kann ich dir auch ne Probe schicken von beiden.

IVI
2015-06-26, 22:13:59
Allerdings platzt mein "Regal" schon aus allen Nähten :(

Kenne ich nur zu gut... erst war es ein 80er Regal, dann ein 180er, dann kam ein Insel-Regal dazu, dann ein Highland-Regal... tjo, mittlerweile lagere ich in die Vitrine aus und muss mich ranhalten, wenigstens eine Flasche mal zu leeren, damit für Nachschub Platz ist. *gg*

Gandharva
2015-06-27, 12:14:58
Bin wohl einer der wenigen die Whisky auch trinken und nicht nur zum ansehen kaufen. Bei mir ist der Vorrat immer schneller leer als mir lieb ist.

aths
2015-10-15, 21:35:37
Cragganmore 12 Y

Erstaunlich gut für einen im Supermarkt erhältlichen Whisky. Weder zu scharf noch zu süß. Etwas Vanille, Honig. Kann man auch einem Gast anbieten. Beim zweiten Versuch fällt die Süße auf, im Hintergrund eine leicht medizinisch wirkende Säure. Trotzdem sehe ich den Whisky als kleine Entdeckung für mich: Keine Torfbombe, trotzdem angenehm.

Drittes Tasting: Zunächst erstaunlich zahm. Leicht beißend, aber nicht störend. Bekommt nach einem Essen den Geschmack im Rachen nicht weggeputzt. Trotz der Gefälligkeit doch tiefer als Glenfiddich-Whiskys.

Double Black von Johnny Walkers

Seltsamer Whisky. Mehr Rauch als der gängige Black Label. Allerdings kein Vergleich mit höheren Whiskys. Relativ spritzig und mir fehlt etwas die Würde vom Black Label 12 Y. Sicherlich ist das eine Frage der Gewöhnung, mir gefällt der Standard-Black-Label als Allwetterwhisky. Beim zweiten Versuch dann zeigt sich der Double Black als durchaus brauchbarer Whisky, der die Erwartungshaltung an einen Scotch bedient.

Das dritte Tasting zeigt, dass der Double-Black seine eigene Balance hat. Weniger ölig als der normale Black, aber auch weniger bitter. Insgesamt wirkt der Double-Black wie ein
Whisky, der keinen blutigen Anfänger, aber einen Noch-Einsteiger überzeugen soll. Eiche und Holz, jedoch praktisch gar kein Torf.

Talisker Skye

"Explodiert am Gaumen" hieß es beim Talisker 10 Y, und genau das passiert hier nicht. Der Gaumen wird komplett in Ruhe gelassen. Es fehlt das salzige Algen-Aroma, der Pfeffer, das Explosive. Mit der Zeit kommt im Rachen schon ein Talisker-Gefühl, die Schleimhäute ziehen sich angenehm zusammen. Dazu gibt es schöne Aromen wie Vanille. Trotzdem wohl kein Ersatz für den Talisker 10 Y.

Zweites Tasting: Der Talisker-Charakter wird durch eine angenehme Süße überdeckt. Ein noch immer maritimer Whisky. Leider nichts, um gegen Räucherfisch anzukommen. Im Geruch angenehm, im Geschmack ein Hauch Pfeffer. Wenn man ganz lange hinschmeckt, auch wieder eine Idee von Salz. Rauch und Wärme ab dem zweiten Schluck. Das Problem: Der Talisker Skye ist ein gefälliger Whisky. Damit nicht das, was ich von der Brennerei eigentlich erwarte.

Metalmaniac
2015-10-26, 01:25:54
Habe mir inzwischen einen

Bowmore 10Y

gekauft. Kennen wahrscheinlich viele weil es ihn relativ günstig in den div. Supermärkten der Republik käuflich zu erwerben gibt. Ich mag ihn, für einen Islay relativ dezent rauchig und sehr süffig.

Danach kaufte ich mir den einzigen rauchigen Iren, den

Connemara Single Malt

Auch den kann man trotz des geringen Preises recht gut trinken. Nicht zu scharf und das medizinische fehlt ihm völlig, was aber nicht wirklich schlimm ist.

Zuletzt mußte ich dann wieder mal einen Bourbon haben, da mein Wild Turkey alle war. Diemal entschied ich mich für den

Four Roses Single Barrel

Entgegen den recht guten Beschreibungen bzw. den daraus resultierenden guten Bewertungen empfinde ich ihn als ziemlich scharf und sprittig. Klar hat auch er 50% Alkohol (wie der deutlich mildere Wild Turkey), dennoch wird er eigentlich als recht mild beschrieben mit Aromen von süßen Früchten und Honig. Doch der Alkohol tötet ziemlich viel von dem ab was da wohl sein dürfte. Mal schauen, ob ich es mal mit einem Spritzer Wasser versuche. Hab ich jedenfalls zuletzt beim über 60%igen Aberlour A'Bunadh so erlebt, und selbst der kommt mir milder vor.

rmdd53
2015-10-26, 02:15:20
Da du gerade den Bowmore erwähnst:
Kannst du eventuell was zu dem Bowmore Black Rock sagen?
Ist bei Horst gerade im Angebot ;)

Metalmaniac
2015-10-26, 12:12:57
Da du gerade den Bowmore erwähnst:
Kannst du eventuell was zu dem Bowmore Black Rock sagen?
Ist bei Horst gerade im Angebot ;)

Leider nicht. Kenne nur den 10-jährigen bisher. Wenn man aber nach bestimmten Sorten googelt, bekommt man schon die ein oder andere Einschätzung zum jeweiligen Tröpfchen. Damit fahre ich bisher ganz gut wenn ich mal einen mir unbekannten Whisky ausprobieren möchte. Und Horst selber ist ja auch noch da mit seinen Verkostungen. ;) Zudem kann man sich im Forum von Whisky.de gut nach den Sorten erkundigen sofern die dortige Suche nicht schon brauchbares ausspuckt.

Mosher
2015-11-01, 15:59:13
https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?p=10832752#post10832752

Mal ein paar "Barrels" bestellt, wobei der Nikka natürlich aus der Reihe tanzt, aber der kam mir bei der Bestellung einfach in den Sinn.

Freue mich!

Lyka
2015-11-01, 15:59:49
weil der auch sehr geil ist (y)

Mosher
2015-11-01, 16:02:35
Ja, ist er. Wirklich hervorragend. :)

Mosher
2015-11-08, 18:44:26
Interessant:

- Der Nikka schmeckt ganz anders, als ich ihn in Erinnerung habe. Viel weniger Bourbonnoten (Was ich damsls wahrgenommen hatte), aber viel mehr nach Bowmore. Anders, aber immer noch interessant. Interessant aber auch deshalb, weil ein Blend ja eigentlich nicht anders schmecken sollte. Jedenfalls habe ich damals wohl geraucht, jetzt aber bin ich mal wieder seit ein paar Wochen komplett rauchfrei.


- Der JD Single Barrel schmeckt wie aus meiner Erinnerung. Vor allem eine leicht erfrischende metallische Note hob ihn für mich hervor

- Der Four Roses war beim ersten Glas sehr schwer und für mich überfordernd (Hatte auch schon länger keinen Bourbon vorher). Das zweite Glas war dann einfach nur atemberaubend.
Dunkle Früchte, Karamell, VanilleBOMBE!, Leder. Herrlich

- Den Blanton's habe ich pur gar nicht erst pur probiert, sondern direkt mit ordinärem Leitungswasser 1:2 verdünnt, also von 65% auf 43%. Extrem komplex, viiieeeel Karamell und dunkle Früchte. Passt gut zu Schokoladenkuchen.

Lyka
2015-12-04, 11:54:58
LS-ErOKpO4E

:ulol: :umassa:

Kampf-Sushi
2015-12-04, 13:13:46
http://youtu.be/LS-ErOKpO4E

:ulol: :umassa:
;D

Im Moment steh ich aber echt auch total auf den Lagavulin 16.
Den gabs neulich im Cyber Monday für 40€, jetzt hab ich eine Flasche auf Reserve :freak:

Rooter
2015-12-04, 13:53:14
;D

Im Moment steh ich aber echt auch total auf den Lagavulin 16.
Den gabs neulich im Cyber Monday für 40€, jetzt hab ich eine Flasche auf Reserve :freak:Ich auch und habe da vor einigen Monaten auch zugeschlagen. Ist aber schon fast leer. :(

MfG
Rooter

Lyka
2015-12-04, 14:04:54
Ich würde mir gerne den Writer's Tears holen (Irish), leider kenn ich keinen Laden, der das hat -.- Ich kenne zwar ein paar Getränkemärkte mit "vernünftigen" Whiskey-Angeboten, aber die sind bei den Iren recht eingeschränkt -.-

und derzeit habe ich nur noch eine halbe Flasche Nikka daheim :'(

Grindcore
2015-12-04, 15:25:26
Warum bestellst Du Dir den nicht einfach?

Lyka
2015-12-04, 15:31:18
ja, ich weiß -.-' ich mags halt, lieber im Laden vor Ort zu kaufen

DrumDub
2015-12-04, 15:41:30
war ein guter kauf:

Benriach Curiositas 10 Jahre (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Highland-A-F/Benriach-Curiositas-10-Jahre--.html?listtype=search&searchparam=ben%20riach)

Langlay
2015-12-04, 18:39:08
Was rätst du mir da? Zu den ganzen Rauchern würd ich mir gern auch mal wieder einen Gegensatz raussuchen. Irgendwas schönes Interessantes, "süffiges" und muss auch keine Sherrybombe sein, vom Glenfarclas 15 war ich extrem enttäuscht, der hat mir so gar nicht zugesagt.



Glencadam Single Malt 12 Jahre Portwood Finish
Glencadam Single Malt 14 Jahre Oloroso Sherry Cask

Die sind für den Preis 50-60€ richtig gut. Und war auch der Grund wieso ich mir den 36 Jahre alten von Glencadam gekauft hab.

Ich persönlich finde den Portwood etwas besser als den Sherry. Der Sherry ist im Abgang etwas bitter.

Lyka
2015-12-05, 23:46:09
nur zur Info für uns "Normalo lowbudget"-Whiskey-Fans^^

bei Lidl haben sie ab Montag den normalen Bushmills für 14,xx Euro, aber der ist mir zu sprittig -.-; der Black Bush ist da deutlich interessanter

Rooter
2015-12-06, 04:40:03
Was meinst du mit "sprittig"?

MfG
Rooter

Rente
2015-12-06, 10:21:00
Was meinst du mit "sprittig"?

MfG
Rooter
Die Geschmacksnote des Standard-Bushmills beginnt bei "brennt" und endet mit "verdammt, brennt ja immer noch".
Ich mag den auch absolut nicht, aus meiner Sicht nur zum Mischen geeignet und damit nebenbei auch noch ein richtig schlechter Einstiegswhiskey (wenn man vorher noch nie welchen getrunken hat).

Horst sieht es ja so:
Aroma: Lebendig, dennoch leicht, etwas süßlich. Honig und reife Früchte.
Geschmack: Angenehme malzige Süße mit einem Hauch Vanille. Feine Sherrynoten, mit einem Hauch Milchschokolade.
Abgang: Angenehm lang, frisch und trocken.

InsaneDruid
2015-12-06, 10:41:27
Für den gehobeneren Anlass: Dalmore King Alexander III

Letzte Woche geöffnet, und ich bin begeistert. Den normalen 15er Dalmore finde ich etwas uninteressant, aber der King Alexander III hat eine hervorragende Komplexität, eine tiefe Süße und Fruchtigkeit. Sehr nice!

Daneben wartet als Gegenpol noch der Batch 4 der Laphroaig Cask Strength Edition. Batch 2 war hervorragend, ich bin gespannt auf die 4.

aths
2015-12-10, 00:41:03
Heute: Supermarkt-Whiskys einer bekannten Marke

Black Label 12Y vs. Double Black

Der Double-Black ist aggressiver (frischer), dabei rauchiger und holziger. Im Nachgeschmack eine Note Parfüm.

Der Black 12Y ist bitterer, vor allem aber öliger. Im Geschmack runder. Wirkt eher im hinteren Rachenraum, während der Double-Black mehr vorne und auf der Zunge wirkt.

Bonus: Red Label. Schmeckt eher wie Alkoholfüllung einer Praline. Jede Menge Vanille. Wirkt noch weiter vorne im Rachenraum, aber nicht lange. Fruchtige Noten, Zucker (wie gesagt, wie die Füllung von Pralinen.) Etwas Holz oder Holzkohle im Nachgeschmack.

Lyka
2015-12-15, 17:06:29
Junior vs. Senior? Bourbon vs. Scotch? Amerika gegen UK?

http://www.whisky.de/tfg/blog/the-whisky-blog/blog-post/2015/11/14/whisky-diskussion-bourbon-vs-scotch.html

:ulol:

Godmode
2015-12-15, 17:40:12
Junior vs. Senior? Bourbon vs. Scotch? Amerika gegen UK?

http://www.whisky.de/tfg/blog/the-whisky-blog/blog-post/2015/11/14/whisky-diskussion-bourbon-vs-scotch.html

:ulol:

Fands lustig ;)

IVI
2015-12-15, 19:43:03
Nach der Verkostung im Whisky Dungeon @ Münster musste ich mir den kaufen... und habe es auch. :-)

http://marokratie.de/pics2015/Octomore061.JPG

"Octomore 06.1_167"
Odeur: alle erdenklichen Sorten von Rauch, dazu eine schwere Süße, sonst nix
Gaumen: ebenso alle Sorten von Rauch, dazu eine schwere Süße
Abgang: ewig lang und sehr intensiv

Charakter: Trotz des Alkoholgehalts sehr weich, sogar leicht cremig, eine zuckersüße Rauchbombe, die sogar den Ileach Cask Strength locker in den Schatten stellt. Ja, ist ein "Mode-Scotch" einer total bekloppten Brennerei, aber ein echt tolles Erlebnis. Der ist so rauchig, dass er direkt wieder Knitter in den Tischläufer brachte. *g*

Grindcore
2015-12-16, 11:33:50
Den Octomore hatte ich mal als 100ml Probefläschchen. Ist wirklich zuckersüß und den Rauch finde ich jetzt auch nicht überwältigend, trotz 167ppm. Vor allem ist der nicht ganz so überteuert wie die neueren Abfüllungen.

Meine letzter Neuerwerb war der Old Pulteney 17 Jahre, der kleine Bruder des von Murray gekürten "Besten Whiskys der Welt 2012", dem 21-jährigen Old Pulteney. Sehr schicker und super ausgewogener Mix aus ex-Bourbon/Sherryfässern.

Mein Nächster wird aber wieder mal was rauchiges, ich schwanke zwischen dem Bowmore Laimrig und Lagavulin Distiller's Edition.

IVI
2015-12-17, 00:38:57
ich schwanke zwischen dem Bowmore Laimrig und Lagavulin Distiller's Edition.

Da gibt's nix zu schwanken, die Laga D.E. ist einfach ein Göttertropfen. :)
Der Laimrig ist hingegen ein typischer Bowmore: riecht klasse, aber: ausgelutschte Fässer, massiv Eiche, wenig Frucht, wenig Süße, scharfer Grundcharakter (Brennereicharakter eben) in Kombi mit einem wenig gehaltvollen Körper. Der 16er Darkest z.B. ist dem Abelour 12 yrs sehr ähnlich, aber halt doppelt so teuer, der Enigma war der letzte, der in Sachen Preis/Leistung & Quali wirklich gut war und selbst dem fehlte schon die Sherrytönigkeit auf der Zunge. Also: NO! @ Bowmore, YES!YES!YES! @ Lagavulin... ich habe die '97er Abfüllung... ein Traum!

Grindcore
2015-12-17, 10:15:39
Da der 16-jährige Lagavulin für mich der bis dato beste und charaktervollste Islay-Raucher ist, ist die Entscheidung eigentlich auch schon gefallen. Mir gefällt Bowmore nichtsdestotrotz auch gut, der Laimrig ist mit seiner Fassstärke schon ein Pfund. Es stimmt aber durchaus, dass die Bowmores geschmacklich selten halten, was die Nase verspricht. Sláinte und so.

pest
2015-12-18, 10:46:38
Gerade in Schottland und habe mir mal einen 12y Highland Park gekauft
schön süß und mild rauchig im Abgang, empfinde den Rauch schon als deutlich
was mich wundert - nen Caol Ila oder Lagavulin würde ich nach dem Highland Park nicht unbedingt als rauchig bezeichnen, ist eher eine starke Schärfe im Abgang...aber was weiß ich schon

auch den bekanntesten schottischen Blend "Famous Grouse" probiert...geht gar nicht...Geruch noch angenehm nach Karamel, im Abgang sprittig und völlig leer...

Mosher
2015-12-18, 10:59:01
Den 12yo Highland Park mag ich auch sehr gerne. Hat auch eine gewisse Schärfe, meine ich.

Paran
2015-12-18, 19:48:36
Nur wird dieser immer nur teurer bei schlechter werdender Qualität.

Lyka
2015-12-18, 19:49:40
auch den bekanntesten schottischen Blend "Famous Grouse" probiert...geht gar nicht...Geruch noch angenehm nach Karamel, im Abgang sprittig und völlig leer...

1 Flasche gekauft, nie wieder -.- da gibts es günstigere-bessere Sachen imho.


da hat mir sogar der billige Grants Family Reserve 40% 0,7l oder sogar der Johnny Walker Red Label besser geschmeckt^^

Gandharva
2015-12-18, 19:56:50
Nur wird dieser immer nur teurer bei schlechter werdender Qualität.
Leider! Die letzte Pulle 18y konnte ich kaum trinken. Traurig wo der Laden qualitativ gelandet ist.

Paran
2015-12-18, 19:58:44
Jap. Ich hab noch einige offene Flaschen von Highland Park. 12er, 18er, Sigurd und Einar. Aber qualitativ sind die alle grottig.
Den Drakkar und den Origin hab ich zum gurgeln benutzt.

IVI
2015-12-18, 20:49:17
was mich wundert - nen Caol Ila oder Lagavulin würde ich nach dem Highland Park nicht unbedingt als rauchig bezeichnen, ist eher eine starke Schärfe im Abgang...aber was weiß ich schon

Das Empfinden von Rauch ist sehr subjektiv, für mich ist ein HP 12yrs nur minmalst rauchig, eher aromatisch mit leichtem Rauch-Anklang, ein Laga oder auch ein CI ist hingegen eine Rauchbombe.
Die Wahrnehmung geht aber nicht linear: Die 167 ppm des Octomore wirken z.B. nicht einfach etwa 4 mal so stark wie die 45 ppm eines Laga.
Dazu kommt immer noch der Aspekt, wie der Rauch eingebunden ist: Für mich sind da die besten Beispiele der Ardmore Port Finish 12yrs und der Benriach Soltice 17yrs -> die haben neben dem Rauch noch schööööön Fass zu bieten, dazu viel Frucht, das macht die Sache richtig komplex.
Nun bin ich ja selbst Raucher (und manchmal fühle ich mich sogar hölzern *gg*), was natürlich auch die Wahrnehmung stark beeinflusst. Guter Kumpel von mit hat vor ein paar Monaten aufgehört mit Rauchen... tjo, und nun? Er nahm den Rauch im Ardmore bei der Verkostung am Weekend gar nicht wirklich wahr, auch nicht den im Soltice... Menschen sind halt Menschen und somit bekloppt! *gg*

Commander Keen
2015-12-18, 22:47:36
Also bei mir wars eher umgekehrt. Während einer Nichtraucherphase bin ich alleine beim Riechen des Klassikers Laphroaig 10 yrs Standard beinahe umgekippt. Als Raucher* dagegen ist der gerade richtig und nicht zu rauchig / torfig. Trinke btw. gerade einen (bzw. den zweiten^^), der geht irgendwie immer.

*nicht in der Wohnung

Mosher
2015-12-19, 09:37:48
Jepp, seit ich nicht mehr rauche, haben sich meine Whiskypräferenzen total verschoben.
Ich mag zwar immer noch das Medizinische am Laphroaig 10yo oder Quarter Cask, aber der Ardbeg-Rauch sagt mir gar nicht mehr zu.

Dafür kann ich jetzt tatsächlich "Quittenmarmelade" aka Glenmorangie trinken. :D

Und Karamell-Bourbons stehen bei mir zZ hoch im Kurs. Wenn da jemand eine Empfehlung hätte...

Metalmaniac
2015-12-22, 11:07:46
Habe nun meine Sammlung (http://www.whisky.de/flaschen-db/flaschensammlungen/fdb/Sammlung/list///metalhead.html) ebenfalls wieder erweitert und mir zuerst den

Ardbeg 10Y

gekauft vor allem auch wegen seiner beschriebenen Rauchigkeit. Die ist aber deutlich weniger stark als in meinem bisherigen Lieblings-Whisky, dem Laphroaig Quarter Cask, von dem ich mir übrigens inzwischen die 2.Pulle gegönnt habe weil dier erste leer war.:wink:

Danach habe ich mir, inzwischen bin ich ja als ursprünglicher Torf-Gegner (;D) Islay Fan, den

Bunnahabhain 12Y

zugelegt. Der ist laut den Beschreibungen zwar nur minimal rauchig, soll aber geschmacklich erste Sahne sein. Um ehrlich zu sein, er enttäuscht mich bisher. Die ersten beiden Verkostungen waren sehr ernüchternd. Nun gut, Geschmäcker sind nunmal verschieden. Dafür bekam ich zu meinem kürzlichen Geburtstag dann aber endlich den berühmten

Lagavulin 16Y

und bin begeistert wie die meisten. Der hat nun das Zeug zu meinem absoluten Liebling. Nicht gar so rauchig wie erwähnter Laphro, aber noch genug und reichlich komplex im Geschmack, dazu kaum sprittig sondern sehr mild. Einfach ein richtig rundes Tröpfchen und deshalb werde ich auch den mit Sicherheit immer zuhause haben zukünftig.

uha
2015-12-22, 12:49:09
Hast du den bunnahabhain eventuell nach einem rauchigem Whisky probiert? Danach wirken viele Nichtraucher eher verhalten. Ich persönlich finde, dass der Bunnahabhain ein schöner Whisky mit nettem Sherry Einfluss ist. 😀

Kurgan
2015-12-22, 15:57:29
mein weihnachtstropfen ist da :D

http://www.whisky.de/shop/out/pictures/generated/product/1/2200_2200_75/image_EDRAD1000_1.jpg

IVI
2015-12-23, 10:10:13
Hehe, den 10er Edradour hab ich gestern abend auch genossen... ist das perfekte Beispiel für den unverfälschten Brennereireicharakter ohne Spezialfässer, sondern hat schön old-school. Ist ein mittelstrarker Dram, viel Vanille und Karamell und Honig, leichte Fruchtigkeit (ein Touch Zitrus) dahinter... bis zum Abgang (Milchschoki) passt der schon.


@ Metal: Den Bunna muss man mehrfach verkosten, der ist nämlich extrem komplex, aber keine Note ist dominant oder vordergründig. Bei mir hat es locker 5 Versuhe gebraucht, bis ich mal die leichte Rauchnote erschnüffeln konnte, erst nach einer Weile war dann auch die Sherrynote zu schmecken... gib ihm 'ne 2. Chance... dann ist das Baby einfach extrem lecker, für mich der beste 12-Jährige.

Metalmaniac
2015-12-25, 08:05:06
Darum sag ichs ja und jeder weiß es auch, "Geschmäcker sind verschieden". Gerade beim Whisky verkosten kommts auch auf die eigene Tagesform sprich, auf den eigenen Gaumen an bezüglich dessen, was man vorher gegessen/getrunken hat etc.! Und es gibt auch Whiskys in meiner Sammlung, die tatsächlich erst im Laufe der Zeit "gewachsen" sind und mir nach anfänglichen Schwierigkeiten später dann doch gefielen. Aber den Bunnahabhain habe ich jetzt bereits mehrfach probiert/verkostet (und dies nicht direkt nach einem rauchigen), ich kann dem tatsächlich einfach nichts abgewinnen. Im Gegenteil, ist bis jetzt geschmacklich mein schlechtester. Irgendwie als wenn das Parfüm wäre, ich kanns nur so beschreiben. Und dazu habe ich noch andere Assoziationen, die ich hier jetzt aber gar nicht beschreiben möchte, weil es den ein oder anderen empören mag. Nein, das ist leider nicht meiner und wird es wohl auch nicht.

Da mag ich lieber meinen Dalwhinnie und den Balvenie Double Wood sowie als Krönung des guten Geschmacks, meinen Aberlour A'Bunadh. Letzteren ruhig mit etwas Wasser von seinen 61% "runtergestreckt" auf moderateren Alkoholgehalt. Hat man dann ja auch mehr von so einer Flasche.:wink:

Lyka
2015-12-30, 11:00:43
eigentlich wollte ich nur ne Flasche Johnny W. kaufen...

http://www.stuffthatilike.com/wp-content/uploads/2012/03/glenlivet15.jpg

:facepalm:



ja, der Abgang ist sehr lang =)

Kurgan
2015-12-30, 11:10:25
whisky mit vornamen taugt nix, war die richtige entscheidung ;)

Lyka
2015-12-30, 11:11:14
ja, wieder ne Flasche, an die ich mich nicht rantraue -.- ;D

Mosher
2015-12-30, 11:18:26
Sorry, will den Whisky-Thread nicht entweihen, aber jetzt auch nicht unbedingt einen neuen Thread wegen Cognac aufmachen:

Gestern kam mein alter Herr plötzlich mit dem hier:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/91ngtz0x72L._SL1500_.jpg

um die Ecke. Wirklich ein sehr feiner Tropfen, obwohl ich natürlich noch keine Fülle an Vergleichen habe.

Kurgan
2015-12-30, 11:48:13
bäh, cognac taugt nur für herstellung von reifefässern für whisky :P

Commander Keen
2015-12-30, 16:39:36
Quatsch, ein guter Cognac ist auch was feines. Lieber ein guter Cognac als ein schlechter Whisky. Noch lieber natürlich ein guter Whisky.

IVI
2015-12-30, 23:56:53
bäh, cognac taugt nur für herstellung von reifefässern für whisky :P

Es gibt auch leckere Sherrys und Portweine... kann man auch mal "pur" und ohne Whisky trinken. ;-)

Lyka
2015-12-31, 00:10:39
hach, ich liebe Portwein =) Sherry ist auch sehr nett :D

Kurgan
2015-12-31, 00:23:40
zurück zum topic bitte :rolleyes:

Turiz
2015-12-31, 13:02:06
Silvesterhorror: Glenkinchie 12 und Lagavulin 16 gekauft. Beim Rausgehen aus dem Laden öffnet sich der Karton unten und der Lagavulin knallt auf den Steinboden. 😱 Puh, die Flasche war noch ganz und ich bin glücklich heim gefahren. 😀

Sven77
2015-12-31, 13:20:01
Lagavulin DE von der Frau geschenkt bekommen.. dann kann ich endlich den Anstandsrest in der alten Flasche trinken :D

Metalmaniac
2016-01-07, 23:31:37
Bin geneigt, mir mal den 12-jährigen Caol Ila zuzulegen. Kann da einer was zu sagen? Mit wem ist er vergleichbar? Auf whisky.de ist man ja allgemeinhin recht angetan von ihm. Das ist man vom Bunnahabhain gleichen Alters allerdings auch, und den mag ich nicht besonders. Ersterer ist andererseits auch eher typisch für Islay Whiskys weil rauchig, während letzterer eher untypisch daherkommt und kaum Rauch innehat.

evil_overlord
2016-01-08, 00:17:32
Bin geneigt, mir mal den 12-jährigen Caol Ila zuzulegen. Kann da einer was zu sagen? Mit wem ist er vergleichbar? Auf whisky.de ist man ja allgemeinhin recht angetan von ihm. Das ist man vom Bunnahabhain gleichen Alters allerdings auch, und den mag ich nicht besonders. Ersterer ist andererseits auch eher typisch für Islay Whiskys weil rauchig, während letzterer eher untypisch daherkommt und kaum Rauch innehat.
Ist durchaus zu empfehlen. Von den Islay Whiskys, die ich gerade halbwegs präsent habe, würde ich ihn am ehesten in Richtung "Lagavulin Light" einordnen, aber kann sein dass die Erinnerung gerade täuscht.

Metalmaniac
2016-01-08, 01:10:02
Ist durchaus zu empfehlen. Von den Islay Whiskys, die ich gerade halbwegs präsent habe, würde ich ihn am ehesten in Richtung "Lagavulin Light" einordnen, aber kann sein dass die Erinnerung gerade täuscht.

Das wäre ja schonmal was. Der 16-jährige Lagavulin ist nämlich gerade mein Favorit. Wenn der Caol Ila dem nahe käme, dann wäre das super.:smile:

evil_overlord
2016-01-08, 01:53:53
Das wäre ja schonmal was. Der 16-jährige Lagavulin ist nämlich gerade mein Favorit. Wenn der Caol Ila dem nahe käme, dann wäre das super.:smile:
Ich würde nicht sagen, dass er dem Lagavulin nahe kommt (der ist für mich schon noch eine ganze Stufe drüber, deutlich intensiver und komplexer), ich wollte da jetzt keine unrealistischen Erwartungen wecken. Das war eher so als grobe Richtungsangabe zur Orientierung gedacht.

Metalmaniac
2016-01-08, 07:42:38
Ok, habe von Islay neben genannten ja auch noch den Bowmore 12Y, den Ardbeg 10Y und den Laphroaig QC. Der Bowmore ist ok, aber recht verhalten, vom Ardbeg bin ich nach den vielen positiven Vorschusslorbeeren auf ihn eher enttäuscht weil er mir auch verhältnismäßig "lasch" vorkommt entgegen seinen beschreibungen, einzig der Laphro überzeugt mich noch weil er trotz seines intensiven Rauches dahinter auch äußerst komplex daherkommt wenn man den ersten Schock überwunden hat. Dann bin ich mal gespannt auf den Caol Ila.

Grindcore
2016-01-08, 15:08:56
Der 18-jährige Caol Ila ist hervorragend, komplex, vollmundig und vom Geruch her geradezu "raumfüllend". Den 12-jährigen finde ich persönlich eher schwach und dünn, kein Vergleich zu Laphroaig 10, Ardbeg 10 und schon gar nicht zum 16-jährigen Lagavulin. Alles imo.

Mein Tip: Classic of Islay vom unabhängigen Abfüller Jack Wiebers. Ein fantastischer Raucher in Fassstärke zu einem vernünftigen Preis. Da wirkt selbst ein Laphroaig 10 im Vergleich wie schwächliche Babypuller.

Metalmaniac
2016-01-12, 17:45:47
Gut, heute stand ich also im örtlichen Real, habe mir da das umfangreiche Whisky Sortiment angeschaut. Zwischenzeitlich sogar 2 gleichzeitig angesichts ihres günstigen Preises (beide ~25€) ins Auge gefasst, zumal sie in Sondereditionen einmal mit Glas und der andere mit 4 Whiskysteinen im Angebot waren (der Ardmore Legacy und der Markers Mark Bourbon), am Ende den

Oban 14 Jahre

genommen. Und was soll ich sagen, gar nichtmal so schlecht. Dezent rauchig, durchaus fruchtig und leicht süßlich, der ist nicht umsonst in der Reihe der Classic Malts als Vertreter der Highlands aufgeführt. (Lagavulin 16 z.B. für Islay)
Hat sich jedenfalls gelohnt.

Grindcore
2016-01-13, 10:12:43
Gute Wahl. Oban ist ein wunderbarer Küstenmalt. Hier sehr empfehlenswert: Die Distillers Edition.

Grindcore
2016-01-13, 10:13:03
Gute Wahl. Oban ist ein wunderbarer Küstenmalt. Hier sehr empfehlenswert: Die Distillers Edition. :D

rmdd53
2016-01-15, 18:58:34
Theresa hat mir geschrieben... :wink:

Und nun exklusiv für Sie noch ein Hinweis zu einem eher unbeliebten Thema unter Whiskygenießern: Die Bushmills Preise werden steigen! Aktuell betrifft es bei Bushmills die Abfüllungen 1608 Anniversary und den 21-Jährigen. Die Preiserhöhung wird ab 01.02.2016 gültig sein. Nutzen Sie deshalb jetzt noch die Möglichkeit, zum günstigeren Altpreis zu bestellen.

Mosher
2016-01-17, 16:11:11
Du meinstest: TheresIa ? ^^

So, ich habe mich nun mittlerweile wohl durch den großteil der Whiskywelt geso.. ääh, verköstigt und bin aktuell am meisten von süßen Bourbons angetan. Anfangs lag meine Praferenz noch bei Islay-Whisky, im Speziellen Laphroaig, aber seit ich das Rauchen nun komplett aufgegeben habe, hat sich diese Präferenz nun verschoben. Wie auch immer:
Ich finde süße Bourbons geil. Deal with it.

Hat da jemand spezielle Empfehlungen an mich?

KakYo
2016-01-17, 16:23:16
Evan Williams single barrel
Wild turkey rare breed
Makers Mark

Fand die alle ziemlich süffig. Speziell den Evan Williams würde ich mal probieren, der normale 8 jährige ist auch ein prima Ersatz für jacky wenn man mixen möchte

UFOBASE
2016-01-17, 17:50:25
......

Mein Tip: Classic of Islay vom unabhängigen Abfüller Jack Wiebers. Ein fantastischer Raucher in Fassstärke zu einem vernünftigen Preis. Da wirkt selbst ein Laphroaig 10 im Vergleich wie schwächliche Babypuller.

Kann ich absolut Unterschreiben....hatte eine Flasche davon, auf Empfehlung des Verkäufers, im Laden meines Vertrauens mitgenommen.
(laut anderen Kunden soll es wohl ein Lagavulin sein)

Absolute P/L Empfehlung!

Lyka
2016-01-17, 18:02:59
Makers Mark ist gut. Wenns billig sein soll: Pennypackers. Kann man auch pur trinken.
Den Elijah Craig fand ich sprittig. Der Four Roses ist gut zu mischen.

wie siehts mit Kanadischen aus? Der Canadian Club ist gut zum mixen.

Mosher
2016-01-17, 18:37:47
Der rote Makers sagt mir wirklich zu, aber ich möchte gerne mal einen anderen in der Richtung versuchen. Imsgesamt ist mir der Makers Mark dann doch etwas einseitig.

Penny Packers finde ich für den Preis wirklich nicht schlecht. Aber zum pur Trinken eher bedingt geeignet. Außerdem kenne ich ihn ja schon :)

Elijah Craig mag ich sehr wegen seiner Pfeffernote und wegen des Lösungsmittelaromas :ugly: Allerdings fehlt dem diese Süße, nach der ich aktuell suche

Der Four Roses yellow label geht schon stark in die gewünschte Richtung, allerdings gilt auch hier: Zu wenig komplex und ich kenne ihn schon.
Neulich hatte ich den Four Roses Single Barrel. Der war eher etwas schärfer und eichenlastig. Weniger süß.

Vom Canadian Club hatte ich mal eine 1,0Liter-Flasche und musste sie irgendwann leerkippen. Viel zu sprittig für meinen Geschmack.

Ich werde mir mal die Vorschläge von Kakyo ansehen und trotzdem noch einen Makers Mark besorgen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Danke euch.

Lyka
2016-01-17, 18:45:09
Jack Daniels - Single Barrel? Fand ihn nicht schlecht :D

http://www.whisky.de/shop/USA/Tennessee/Jack-Daniel-s-Single-Barrel-mit-Nosingglas.html

blöd ist halt, dass er wieder sehr eichenhaltig ist -_-

den würde ich gerne testen

http://www.whisky.de/shop/USA/Bourbon/Woodford-Reserve-mit-Glas.html

mich selbst reizt der Nikka All Malt :uponder:

http://www.whisky.de/shop/International/Nikka-All-Malt-Japan--.html

Grindcore
2016-01-18, 09:21:45
Kann ich absolut Unterschreiben....hatte eine Flasche davon, auf Empfehlung des Verkäufers, im Laden meines Vertrauens mitgenommen.
(laut anderen Kunden soll es wohl ein Lagavulin sein)

Absolute P/L Empfehlung!

Der Laden liegt nicht zufällig in Heppenheim? :D

Mosher
2016-01-19, 17:09:57
Jack Daniels - Single Barrel? Fand ihn nicht schlecht :D

http://www.whisky.de/shop/USA/Tennessee/Jack-Daniel-s-Single-Barrel-mit-Nosingglas.html

blöd ist halt, dass er wieder sehr eichenhaltig ist -_-

den würde ich gerne testen

http://www.whisky.de/shop/USA/Bourbon/Woodford-Reserve-mit-Glas.html

mich selbst reizt der Nikka All Malt :uponder:

http://www.whisky.de/shop/International/Nikka-All-Malt-Japan--.html

Den JD Single Barrel hatte ich auch schon mal zu Hause und fand ihn auch gut. Der hatte so eine schöne metallische Note :)

Von Nikka reizt mich fast alles. Tolle Brennerei.


An Bourbons habe ich mir jetzt einen

Knob Creek, 100 proof
und einen

1776, 100 proof mitgenommen.

(Sowie einen Elijah Craig, 12 yo mit beschädigtem Label und deshalb für knapp 20€ :ufreak:)

Mosher
2016-01-23, 20:50:10
Fazit:
Knob Creek gefällt mir
1776 zu sprittig
Elijah Craig nach wie vor mein Favorit aus der Liste, obwohl weder besonders süß, noch karamellig.

Soll heißen: Ich bin immer noch auf der Suche nach einem, der diese Kriterien erfüllt :D

Mosher
2016-02-09, 21:48:18
Habe mir nun querbeet ein paar Bourbons gekauft und als erstes einen günstigen

Four Roses Small Batch aufgemacht.

Gefällt mir echt gut, bringt eine angenehme Süße mit und sowas wie Nelken.

Sehr schön, habe gefunden, wonach ich gesucht habe.

Triniter
2016-02-12, 13:07:19
Hmm also Single Malt was sonst :-) (OK ein Blended steht auch im Regal...)
Ich bin seit mehreren Jahren Friend of Laphroaig und hab entsprechend fast die komplette Sammlung daheim:
Select, 10 Jahre, Quarter Cask, Tripple Wood, 18 Jahre, 21 Jahre und noch die ein oder andere Abfüllung vom Feis Ile (wobei, ich glaube gerade nur noch die aus 2015).
Dazu noch bissle anderes Islay Zeugs, Ardbeg, Bowmore, Bunnahabhain. Das ist einfach meine Hauptgeschmacksrichtung.
Für den Sommer hab ich aber dann doch noch ein paar andere Sachen im Schrank:
Dalmore (18 Jahre, ein Traum, ich könnte drin baden)
Highland Park, immer gut
Macallen Sienna mag ich gerne, eigentlich wollte ich Ruby auch mal testen, ist aktuell aber beim Versender meines Vertrauens nicht lieferbar.
Springbank 18 hab ich auch noch ne Flasche rumstehen. Klasse aber leider ein Opfer der Preisspirale geworden.
Talisker 18 hab ich mal zum Spaß in nem Duty Free Shop gekauft, wow, die salzige Note, aber auch hier Preisspirale...

Bissle Glenmorangie steht auch noch im Schrank aber nur noch zum leer trinken, als Einstieg sind die alle klasse, hab noch nen alten 15er, der ist mittlerweile schon einige Jahre vom Markt und nen aktuellen 18er. Aber für den Preis gibt es einfach interessantere Whiskys die vielschichtiger sind. Aber wenn jemand mit dem Zeug anfangen will, Glenmorangie geht immer!
Hmm was hab ich noch? Paar Cask Strenght, teilweise Signatory, teilwese von der Alten Tabakstube in Stuttgart (ich mag den Laden, jedesmal wenn ich in Stuttgart bin geh ich da hin). Dann noch zum Testen nen Säntis Malt (muss man nicht haben, zu bierig) einen Senft (bisher der beste Deutsche den ich kenne, zwar nur 3 Jahre aber echt gut, und ich hab nur 20 Minuten zur Brennerei). Paar andere Sachen stehen auch noch im Regal aber das ist alles mehr so normales Trinkzeug wenn einem mal danach ist, die oben genannten sind für mich wirkliche Genusswhisky für die ich mir auch Zeit nehme.

hesTeR-
2016-02-12, 16:37:10
vllt für einige hier interessant.

http://www.welt.de/finanzen/article152153775/So-funktioniert-Whisky-als-Geldanlage.html

Triniter
2016-02-12, 18:47:40
vllt für einige hier interessant.

http://www.welt.de/finanzen/article152153775/So-funktioniert-Whisky-als-Geldanlage.html

Wenn ich 10000€ auf der hohen Kante hätte würd ich Whisky trotzdem nur zum trinken kaufen. Die ganze uhhhh das ist Hipp da investier ich mal hier und mal da regt mich echt ungemein auf. Zum investieren gibt's Aktien, Immobilien, Währung usw. Aber Lebensmittel (auch wenn Whisky sicher kein überlebenswichtiges Gut ist) sollte man davor schützen. Meine Meinung!

Lyka
2016-02-12, 19:01:06
sehe ich auch so (y). Künstliche Limits erzeugen ist verachtenswert.

rmdd53
2016-02-12, 21:13:37
OK, kann aber nie eine Fehlinvestition werden.
Trink deine Investition einfach aus :biggrin:
Das kannste mit Aktien nicht.

Und auch Vermögensverwalter Theuer hat einen lebensnahen Tipp: "Kaufen Sie sich von fünf verschiedenen Destillen je drei gleiche Flaschen. Eine zum Trinken und zwei zum Lagern. Überprüfen Sie nach drei Jahren das erste Mal, ob sich preislich etwas tut."

Wenn nicht, solle der Käufer die zweite Flasche trinken und weitere zwei Jahre abwarten. Sollte es dann wieder nicht geklappt haben mit dem Preisanstieg, rät er: "Vernichten Sie Ihr Investment restlos – und kaufen Sie wieder Aktien."

Lyka
2016-03-13, 22:46:45
Lavagulin bringt jetzt eine 8 Jahre alte Special Edition raus

die Frage lautet :uponder: oder :facepalm:

http://www.whisky.de/whisky/aktuelles/nachrichten-details/article/lagavulin-8-jahre-als-auftakt-fuer-200-jaehriges-jubilaeum.html

Topha
2016-03-13, 23:03:09
die Frage lautet :uponder: oder :facepalm:


Definitiv :uponder:

Beim Laphroaig finde ich den 10 Jahre alten zum Beispiel leckerer als den 18er.

Cool, dass es hier auch einen Whiskey Thread gibt, ist mir gar nicht aufgefallen bisher :smile:

Mosher
2016-03-14, 00:37:40
Ich mag tendenziell die jungen auch lieber, also definitiv :uponder:

Kurgan
2016-03-14, 08:13:21
OK, kann aber nie eine Fehlinvestition werden.
Trink deine Investition einfach aus :biggrin:
Das kannste mit Aktien nicht.

Und auch Vermögensverwalter Theuer hat einen lebensnahen Tipp: "Kaufen Sie sich von fünf verschiedenen Destillen je drei gleiche Flaschen. Eine zum Trinken und zwei zum Lagern. Überprüfen Sie nach drei Jahren das erste Mal, ob sich preislich etwas tut."

Wenn nicht, solle der Käufer die zweite Flasche trinken und weitere zwei Jahre abwarten. Sollte es dann wieder nicht geklappt haben mit dem Preisanstieg, rät er: "Vernichten Sie Ihr Investment restlos – und kaufen Sie wieder Aktien."

das ist nicht lebensnah, das ist bescheuert. wenn mir das lebenswasser schmeckt, ist nach 3 jahren nichts mehr da was ich verkaufen könnte :freak:

Sven77
2016-03-14, 09:15:10
Das wäre bei mir wie wenn Garfield sein Geld in Lasagne anlegen würde

Fragman
2016-03-14, 09:26:33
Lavagulin bringt jetzt eine 8 Jahre alte Special Edition raus

die Frage lautet :uponder: oder :facepalm:

http://www.whisky.de/whisky/aktuelles/nachrichten-details/article/lagavulin-8-jahre-als-auftakt-fuer-200-jaehriges-jubilaeum.html


den behalt ich mal im auge. koennte mir vorstellen das der ganz gut schmecken wird. ein lagavulin der noch weicher ist, vielleicht nicht so stark im aroma, koennte was sein. also so als everyday whisky mein ich.

Raspo
2016-03-14, 09:52:31
Kennt einer Glenfachlet?

Hatte eine interessante Unterhaltung beim Whiskytasting auf der Aida.
Einer meinte, ganz viele Destillen wurden von Investoren gekauft, die die Lager gut geräumt haben, sprich nicht mehr viel da. Da sieht der 8J. Lagavulin ganz anders aus finde ich.

Zumal der Lagavulin 16 mein Lieblingswhisky ist.

Langlay
2016-03-14, 19:55:58
Kennt einer Glenfachlet?

Hatte eine interessante Unterhaltung beim Whiskytasting auf der Aida.
Einer meinte, ganz viele Destillen wurden von Investoren gekauft, die die Lager gut geräumt haben, sprich nicht mehr viel da. Da sieht der 8J. Lagavulin ganz anders aus finde ich.


Naja viele Destillen wurden von Konzernen aufgekauft. Und ich hab auch schon einige Destillen besucht. Und zumindest bei Blair Athol hab ich selber fast 50 Jahre alte Fässer gesehen. (Blair Athol gehört zu Diageo also Johnny Walker und co )

rmdd53
2016-03-24, 19:57:45
Bushmills 21 Jahre:

http://www.mydealz.de/deals/amazon-bushmills-single-malt-21-jahre-0-7l-irischer-whiskey-70-34-euro-696635

billiger hab ich ihn noch nie gesehen

Langlay
2016-03-26, 16:12:05
Ich hab mir heute nen Glenmorangie Quinta Ruban 12 Jahre zugelegt. Ich hatte mir vor ein 2-3 Wochen schon den Glenmorangie Lasanta 12 Jahre gekauft und war sehr angetan.

Triniter
2016-03-29, 10:11:34
Ich hab mir heute nen Glenmorangie Quinta Ruban 12 Jahre zugelegt. Ich hatte mir vor ein 2-3 Wochen schon den Glenmorangie Lasanta 12 Jahre gekauft und war sehr angetan.
Sind feine Sachen aber irgendwie fehlt mir bei Glenmorangie mittlerweile so der kleine Tick das Besondere.
Wenn du so die prinzipielle Richtung magst versuch mal einen Dalmore, der 18er ist spitze aber auch 12 und 15 sind nicht zu verachten.

aths
2016-04-02, 00:42:04
Mit dem Gold Label Reserve von Johnny Walker werde ich nicht so richtig warm. Meine zweite Flasche. Der schmeckt schon, aber der Abgang ist für den Preis eher kurz. Aus meiner Sicht ein Scotch wenn man Gäste hat.

Der Green Label ist wieder erhältlich. Ebenfalls meine zweite Flasche. (Die Flaschen gerechnet aufs bisherige Leben.) Eindeutig Genießer-Klasse. Nichts für Anfänger. Im Green Label schmeckt der Talisker durch, der laut Aufdruck mindestens 15 Jahre alt sein muss. Zudem sind andere Malts drin, welche den Green Label zwar etwas mildern, aber die Komplexität keineswegs senken sondern eher steigern. Leichter Torf. Holz. Im Anklang fruchtig aber nicht sauer. Der Alkohol von immerhin 43% fügt sich harmonisch in den Gesamtgeschmack ein.

Platinum Label. Oha. Duftet nach Sultaninen und anderen Früchten. Im ersten Schluck enttäuschend mild. Dann unerwartet langer Abgang. Leicht rauchig, durchweg angenehm. Ausbalancierte Süße von Trockenfrüchten.

Grindcore
2016-04-12, 09:02:46
Bushmills 21 Jahre:

http://www.mydealz.de/deals/amazon-bushmills-single-malt-21-jahre-0-7l-irischer-whiskey-70-34-euro-696635

billiger hab ich ihn noch nie gesehen

Bei dem wäre ich aber echt vorsichtig. Hab mir den geholt, als er noch etwas teurer war und was da an Eiche drin steckt (Wenigstens bei meinem Batch), könnte für viele schon zu viel des Guten sein. Überhaupt nicht mild, wie man den Iren allgemein nachsagt (Und was ein absolut unhaltbares Vorurteil ist), sondern traubig-süß im Antritt und je nach Tagesform krachend bitter im Abgang. Die Reifung in Bourbon- Sherry- und Madeira Fässern ist natürlich super spannend, aber der Abgang kann verdammt gewöhnungsbedürftig sein.

Lyka
2016-04-12, 09:46:36
der 8 jährige Lavagulin ist da

https://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Lagavulin--.html

Grindcore
2016-04-13, 12:03:57
Teurer als der 16-jährige. Das nenne ich verwegen.

aths
2016-04-16, 16:03:38
Zwei Neuheiten für mich.

Oban 14 Jahre Frische Nase, riecht nach Orange, wirkt cremig. Der erste Schluck. Angenehmes Brennen breitet sich im Mund langsam aus. Wärme und noch mal Wärme. Im Ansatz etwas Torf. Viel Aroma. Der Scotch ist mild und ausgewogen. Leichtes Zusammenziehen der hinteren Zunge. Im Nachklang dann eine Salznote.

Ziemlich langer und angenehmer Abgang. Etwas Rauchigkeit steigt auf.


Caol Ila 12 Jahre Rauchige Nase, Holz, Schinken. Der erste Schluck. Holzkohle. Erinnerungen an den "Double Black" von Johnny Walker, der Caol Ila scheint dafür verwendet zu werden. Rauch, Torf, gefolgt von Süße.

Das Brennen eher auf der Mitte der Zunge, nicht so weit hinten im Rachen. Abgang unvermutet kurz.

Langlay
2016-04-16, 18:13:19
Sind feine Sachen aber irgendwie fehlt mir bei Glenmorangie mittlerweile so der kleine Tick das Besondere.
Wenn du so die prinzipielle Richtung magst versuch mal einen Dalmore, der 18er ist spitze aber auch 12 und 15 sind nicht zu verachten.

Also ich finde den Lasanta schon sehr gut bin sehr zufrieden damit und den werde ich wohl auch nochmal kaufen. Der Quinta Ruban der sagt mir nicht so zu. Da ist der Lasanta definitiv besser und kostet das gleiche.

Für die besonderen Momente hab ich nen 36y alten Glencadam (2014), Talisker 30 Years (2007),

Triniter
2016-04-18, 07:15:12
Also ich finde den Lasanta schon sehr gut bin sehr zufrieden damit und den werde ich wohl auch nochmal kaufen. Der Quinta Ruban der sagt mir nicht so zu. Da ist der Lasanta definitiv besser und kostet das gleiche.

Für die besonderen Momente hab ich nen 36y alten Glencadam (2014), Talisker 30 Years (2007),
Talisker 30 hört sich verdammt lecker an. Der 18er gehört hier definitiv zu meinen Lieblingen. Aber die Preise, irgendwie bin ich meistens nicht bereit so viel zu zahlen, lediglich der 21 jährige Laphroig letztes Jahr war mir so einen Preis wert. Deshalb muss ich leider auch hier (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Laphroaig-32J-2015.html?listtype=search&searchcnid=6b9ebb251d365abe73f461fa2feee4fd&searchmanufacturer=imp_m_1319&searchorigin=2&searchmanufacturer=imp_m_1319) passen. Der wurde zwar in meinem Geburtsjahr gebrannt aber das ist einfach jenseits von gut und böse...

drexsack
2016-04-18, 14:41:27
Der Green Label ist wieder erhältlich. Ebenfalls meine zweite Flasche. (Die Flaschen gerechnet aufs bisherige Leben.) Eindeutig Genießer-Klasse. Nichts für Anfänger. Im Green Label schmeckt der Talisker durch, der laut Aufdruck mindestens 15 Jahre alt sein muss. Zudem sind andere Malts drin, welche den Green Label zwar etwas mildern, aber die Komplexität keineswegs senken sondern eher steigern. Leichter Torf. Holz. Im Anklang fruchtig aber nicht sauer. Der Alkohol von immerhin 43% fügt sich harmonisch in den Gesamtgeschmack ein.


Ahh sehr geil, das hab ich ja komplett verpasst. Gibt es den jetzt wieder dauerhaft, weisst du da mehr?

Mosher
2016-04-18, 14:48:37
Habe mir mal den Highland Park EINAR gekauft.

Nix besonderes. Heidekraut. Bisschen Rauch.

SamLombardo
2016-04-18, 15:59:03
Johnnie Walker Green Label hab ich noch nie probiert. Dank eurer Tipps hier im Thread hab ich mir mal ne Flasche bestellt. Gibt's gerade für 34.99 bei Amazon. Bin gespannt.

aths
2016-04-18, 18:49:55
Ahh sehr geil, das hab ich ja komplett verpasst. Gibt es den jetzt wieder dauerhaft, weisst du da mehr?
Soll es wieder regulär geben. Ich weiß nicht ob der zwischendurch echt vom Markt genommen werden sollte (er war zwischenzeitlich ja rar) oder ob das eine Marketing-Volte war.

Langlay
2016-04-18, 21:10:24
Talisker 30 hört sich verdammt lecker an. Der 18er gehört hier definitiv zu meinen Lieblingen.


Die Flasche hab ich glaub ich 2008 oder 2009 gekauft. Und wenn ich mich richtig errinnere hat die Flasche damals so ~180€ gekostet.

Triniter
2016-04-19, 06:58:46
Die Flasche hab ich glaub ich 2008 oder 2009 gekauft. Und wenn ich mich richtig errinnere hat die Flasche damals so ~180€ gekostet.
Das bestätigt leider nur wieder das man bei den aktuell abgerufenen Preisen einfach nur weinen kann. Echt schlimm was da die letzten Jahre so passiert ist. Whiskyboom auf der einen und Euroverfall auf der anderen Seite. Dazu noch immer mehr Whisky ohne Altersangabe, kann einem die Laune manchmal schon verderben. Allein schon wenn ich dran denke das einer meiner Lieblingswhiskys (Springbank 18) in 2 Jahren über 30% zugelegt hat...

aths
2016-04-22, 18:51:09
Zweites Probieren vom Oban 14Y. Bouquet: Mandarine, Datteln. Weniger die Frucht ansich, eher die Schale. Beim Trinken spürt man etwas Säure, dann kommt Rauch. Der Rauch ist zart. Wärme breitet sich aus.

Der Oban 14Y zeigt sich für meine Zunge als ausgewogener, festlicher Scotch mit Würde. Es macht Spaß, erst mal lange am Glas zu schnüffeln. Im Geschmack drängt sich nichts in den Vordergrund, ich habe einen ingesamt malzigen Eindruck. Im Nachhall ein Hauch Salz.

Um mich professionell zu fühlen, verdünne ich neuerdings Whiskys auf ungefähr 38% Alkohol. Der Oban macht weiterhin einen guten Eindruck, vielleicht sogar einen noch besseren. Der Alkohol brennt nicht mehr so stark, es ist nun fast so als würde man den Geschmack aufschneiden und den Saft auf der Zunge haben.

Mosher
2016-04-26, 16:39:03
Letzte Bestellung:

Knockando 18yo
http://www.rumundco.de/bilder/produkte/gross/Knockando-18-Jahre-Speyside-Whisky-GB-43-07l.jpg

Konnte nicht warten, gleich mal aufgemacht:

Wow, der erste Sherrylastige, der mir richtig zusagt.
Rosinen, Cocktailkirschen, Kiwi, Birne schmecke ich dominant raus. Leicht bitter, geht beim Abgang in's Saure über, die Birne bleibt lange hängen.

Gefällt mir gut!

Aberlour A'Bunadh
https://www.spirituosen-superbillig.com/pic/5660a.jpg

Bisher nur gerochen. Die 60,7% erschlagen mich in der Nase. Generell typische Sherryaromen, aber nach einer Verkostung weiß ich mehr. Werde mich dem Tropfen morgen widmen.

George Dickel No. 12
http://www.georgedickel.com/images/img-home-bottle-dickel-no-12.png

Ich mag ja Bourbons und Tennessee Whiskeys sehr und bin gespannt auf diesen hier.
Auch hier: Nur Nase bisher. Überraschenderweise dominiert eine fast exotische Pfeffernote und eine Schärfe, die man bei Tennessee Whiskey eigentlich nicht erwartet. Bin sehr auf die Verkostung gespannt.

Und zu guter Letzt:
Four Roses Single Barrel 100 Proof
https://www.klwines.com/images/skus/1039898x.jpg

Den hatte ich schon mal. Mein absoluter Favorit unter den Bourbons. Schwere, kompromisslose Süße, starke Vanille mit ein klein wenig Klebstoff. Gerade richtig :)

Raspo
2016-04-28, 20:32:28
@Mosher

Der Aberlour ist Bombe.
Probiere ihn erst so und dann noch mal mit zwei Tropfen Wasser.
Das sind Welten.

aths
2016-05-02, 22:47:03
Um es auf die Spitze zu treiben, habe ich mir nun doch auch einen Johnny Walker Blue Label gegönnt. Sogar die Cask-Edition mit 55,8%.

Erst mal die Flasche. Die ist eindrucksvoll. Ein Liter Inhalt, da hat man was in der Hand. Das Glas ist leicht bläulich, in einem Neon-Farbton. Nun zum Glas. Den Inhalt habe ich verdünnt auf rund 40%. Die Nase: Würze. Würde. Dörrobst. Sultaninen.

Geschmack: Kräftig, trotz Verdünnung auf Normalmaß. Leichtes Brennen hinten auf der Zunge, wird von Wärme und angenehmer Rauchigkeit abgelöst. Holz. Vanille. Kandierte Früchte. Noch mal Holz. Langsam löst sich der Geschmack. Sanfte Bitternoten. Glücksgefühl.

Noch mal riechen. Säure, viel Frucht, aber auch Trockenheit. Man kann es kaum in Worte fassen. Aprikose, bittere Schale von Früchten.

Los, rein damit. Der bereits vorhin erlebte Geschmack breitet sich noch mal aus. Trotz Verdünnung deutliches Brennen auf der Zunge, aber noch angenehm. Ja, leckeres Holz, Karamell. Aber auch Anklänge von Pfeffer. Der Geschmack geht Richtung Bitterkeit und Trockenheit, bleibt aber mehrdimensional. Säure klingt nach, die Kraft des Whiskys zeigt sich aber auch in feinen Geschmacksnoten. Speichelfluss.

Gläschen ist leer. Also gut, jetzt noch mal unverdünnt. Die bereits strapazierte Nase erfasst trotzdem noch Duftnoten. Irgendwie indisches Gewürz. Gleichzeitig Blumigkeit. Trinken.

Krass.

Speichelfluss. Mein lieber Scholli!

Wieder die Holznoten, der Rauch jetzt stärker. Langsam steigt es die Speiseröhre runter, Wärme steigt wiederum auf. Würzige Vanille, Zimtkuchen, entfernte Anklänge von Tabak.

Die Alkoholwirkung setzt nun ein.

Langlay
2016-05-02, 23:26:27
@Mosher

Der Aberlour ist Bombe.
Probiere ihn erst so und dann noch mal mit zwei Tropfen Wasser.
Das sind Welten.

Ich mag ihn auch sehr gerne.

Ich hab am Wochenende dem Glenmorangie Quinta Ruban nochmal ne Chance gegeben. Von dem ich beim 1. Probieren etwas enttäuscht war.

Jedenfall ich war Positiv überrascht. Nussig-fruchtiger Geschmack und angenehm weich.

Alles in allem bleibt trotzdem der Lasanta mein Favorit auf dem Posten fruchtiger Alltagswhisky.

Triniter
2016-05-03, 08:58:10
Ich mag ihn auch sehr gerne.

Ich hab am Wochenende dem Glenmorangie Quinta Ruban nochmal ne Chance gegeben. Von dem ich beim 1. Probieren etwas enttäuscht war.

Jedenfall ich war Positiv überrascht. Nussig-fruchtiger Geschmack und angenehm weich.

Alles in allem bleibt trotzdem der Lasanta mein Favorit auf dem Posten fruchtiger Alltagswhisky.
Ich weiß auch nicht warum aber der erste Schluck aus einer neuen Flasche war bisher noch nie so richtig gut. Ich gebe deshalb immer erst nach derzeitig Glas meine Meinung bekannt. Und zwischen erstem und zweitem Glas liegen gern mal ein oder zwei Wochen

Langlay
2016-05-03, 17:45:19
Das bestätigt leider nur wieder das man bei den aktuell abgerufenen Preisen einfach nur weinen kann. Echt schlimm was da die letzten Jahre so passiert ist. Whiskyboom auf der einen und Euroverfall auf der anderen Seite.

Ich kaufe das Zeug in im Fachgeschäft. Da ich allerdings meine hollandischen Kollegen mitversorge, macht der mir immernoch ganz vernünftige Preise oder ich kriege mal ne Flasche gratis dazu. Ich lass ja auch ordentlich Geld in dem Laden im Laufe des Jahres.

aths
2016-05-04, 20:32:41
Okay, der Blue Label macht eine Ausnahme beim Mixen.

JA, ICH HABE WHISKY-COLA MIT BLUE LABEL GEMACHT.

Lohnt nicht. Die feinen Aromen werden vom Zucker überdeckt. Das Gesöff hat zwar eine angenehme Lakritznote, aber es ist echt Verschwendung. Die Kraft, die Finesse, die Würde des Blends ist einfach weg.

Lyka
2016-05-04, 20:49:19
ich würde nur <20 Euro Whisky mit Cola mischen... aber man macht auch Ausnahmen wie beim Knockando -.-

rmdd53
2016-05-04, 21:07:18
du mischst den mit Cola?

http://www.rumundco.de/bilder/produkte/gross/Knockando-18-Jahre-Speyside-Whisky-GB-43-07l.jpg

Warum?

Lyka
2016-05-04, 21:10:20
neiiiiin

http://www.whisky.de/tfg/forum/forum/mm_forum_pi1/beitraege//wie_schmeckt_eigentlich_knockando_12yo.html

http://www.whisky.de/flaschen-db/flaschen-suche/details/fdb/Flaschen/Details/knockando-13.html



der schmeckt wie verbrannte Erdnüsse. Riecht aber besser.

Kurgan
2016-05-04, 23:16:59
mal eine weniger flüssige frage: woraus trinkt ihr? flasche? nosing? tumbler?

Rooter
2016-05-05, 00:51:48
mal eine weniger flüssige frage: woraus trinkt ihr? flasche? nosing? tumbler?
Tumbler: Wenn ich alleine bin
Nosing: Mit Whisky-affinen Gästen
Flasche: :ucrazy:

MfG
Rooter

Lyka
2016-05-05, 00:53:13
Tumbler früher
dann habe ich Nosing-Gläser bekommen

Für Spass: Tumbler
für kontrollierten Spass: Nosing-Glas :)

Langlay
2016-05-05, 02:46:44
mal eine weniger flüssige frage: woraus trinkt ihr? flasche? nosing? tumbler?

Ich benutze Nosing und Tumbler.

bei den teuren Whisky (>>50€) : Nosing

Beim gepflegten Wochenendwhisky hol ich meist die alten Kristalltumbler von meinem Grossvater raus.

Mosher
2016-05-05, 04:42:43
Bourbon aus Tumbler mit Granitwürfeln,
Rest Nosing.

aths
2016-05-06, 01:47:17
ich würde nur <20 Euro Whisky mit Cola mischen... aber man macht auch Ausnahmen wie beim Knockando -.-
Whisky-Cola trinke ich gar nicht mal besonders gerne. Zu D-Mark-Zeiten kaufte ich einen 14-Mark-Whisky der aber nicht schmeckte. Also kaufte ich noch Cola, doch die wurde mit dem Zeug nicht besser.

Inzwischen gibt es zu 7 bis 10 Euro Whiskys, die nicht schlecht schmecken. Leider nach fast gar nichts. Sowas kippt man sich auch nicht in Cola. Ich habe einige Blends in Cola gegossen und finde Black und Gold Label dort vergleichsweise angenehm.

Green Label ist dann noch mal besser, eigentlich schon zu gut. Jedenfalls dachte ich, je besser der Whisky, desto besser in Cola. Den Platinum Label hab ich bisher nicht mit Cola gemixt. Beim Blue dachte ich, ach was soll. Dann die Enttäuschung. Es bringt nichts.

Meistens mixe ich Whisky mit Wasser und verdünne ihn auf 38% Alkohol.

aths
2016-05-06, 01:54:09
mal eine weniger flüssige frage: woraus trinkt ihr? flasche? nosing? tumbler?
Manchmal aus einem kleinem Weinglas :ugly: Sonst habe ich Tumbler, und eine Mischform (https://en.wikipedia.org/wiki/Glencairn_whisky_glass). Zum Tasting nehme ich ein Nosing-Glas.

Langlay
2016-05-06, 02:55:21
Ich wenn ich Whisky-Cola trinke dann mit Johnny Walker Red oder Jim Beam und Sinalco Cola.

Zu D-Markzeiten als ich so 18-20 war war bei uns Jim Beam + 1.5l Flasche Coca Cola in. Die Hälfte der Cola wegtrinken und mit Jim Beam auffüllen.

SamLombardo
2016-05-06, 16:52:16
Habe mir eine Flasche Cardhu 15 Jahre (http://www.amazon.de/Cardhu-Jahre-Single-Scotch-Whisky/dp/B00DGVAL2W) gegönnt. Ein ganz ausgezeichneter Single Malt. Schmeckt nach reifen Früchten, angenehme Süße, schön malzig. Genau mein Geschmack. Das wird sicherlich nicht die letzte Flasche gewesen sein;)

aths
2016-05-07, 17:54:29
Ich wenn ich Whisky-Cola trinke dann mit Johnny Walker Red oder Jim Beam und Sinalco Cola.

Zu D-Markzeiten als ich so 18-20 war war bei uns Jim Beam + 1.5l Flasche Coca Cola in. Die Hälfte der Cola wegtrinken und mit Jim Beam auffüllen.Whisky-Cola mische ich meisten 1:3 oder 1:4.

Mit dem Red-Label werde ich nach wie vor nicht warm. Hatte vor einiger Zeit noch mal eine Flasche gekauft, speziell für Cola. Der Red bringt schon erkennbar Geschmack rein, der gefällt mir allerdings nicht so. Wenn ich mir was in Cola gieße, was ich auch pur (oder mit ein wenig Wasser verdünnt) trinken würde, wertet es die Cola auf. Wie beschrieben bringt ein zu hochwertiger Whisky dann auch wieder nichts.

Green Label wird in Cola besonders fruchtig-blumig. Das grenz trotzdem an Verschwendung, weil man es dann einfach so wegsüffelt anstatt sich Zeit zu nehmen. Der Blue Label in Cola war ein echter Reinfall. Gestern gönnte ich mir noch ein Gläschen Blue mit Wasser auf 40% verdünnt – Glücksgefühl kann man kaufen :D

aths
2016-05-07, 17:59:37
The Balvenie 12Y, Doublewood. Nase: Typischer Whisky-Duft. Holz, Säure und Frische, vor allem Beeren. Im Mund ziemlich lecker, Honignoten, Holz. Kaum Brennen auf der Zunge. Im Ansatz etwas Rauch.

Insgesamt ein schöner Whisky mit ordentlich Geschmack. Leichte Erinnerungen an Black Label, was hier allerdings (auch wenn der Johnny Walker günstiger ist) ein Kompliment darstellt: Selbst einem Gast servierbar, trotzdem mit Charakter.

Ob ich noch eine Flasche kaufe, weiß ich nicht. Diese Flasche ist aber auf jeden Fall kein Fehlkauf gewesen.


Royal Brackla 12Y. Oha, ein Scotch der Fünfzig-Euro-Klasse. Der Verschluss ist ungewöhnlich schwer. Das weckt Erwartungen an einen seriösen Whisky. Nase: Süße. Gewürze. Etwas Nussigkeit. Ab in den Mund damit. Süße und Bitterkeit. Prickelndes Brennen auf der Zunge. Lecker.

Da ist Würde drin, das schmeckt älter als 12 Jahre. Beim Trinken dieses Whiskys gehen mir Gedanken durch den Kopf: Eigentlich ist ein Scotch einfach ein bestimmtes alkoholisches Getränk mit kräftigem Geschmack. Auch wenn es deutlich ältere Whiskys gibt, gemessen am Gesamtumsatz auf der Welt werden wohl nur wenige Fässer zwölf Jahre (oder länger) aufgehoben. Hier lohnt es auf jeden Fall.

Würze, Komplexität, Kraft. Die Süße erweist sich nun als sinnvoller Kontrapunkt. Insgesamt ist der Whisky gefällig, ohne seine Ecken und Kanten zu verlieren. Etwas zu wenig Rauch für den Preis. Fast schon zu cremig, wenn auch noch lange nicht in der Region eines Chivas Regal. Der Brackla ist ein Whisky den ich im Supermarkt gekauft habe und damit letztlich Massenware. Schmeckt aber nicht so. Letztlich stellt sich etwas Trockenheit im Rachen ein. Aber jede Note des Geschmacks ist lecker.

Leichtes Leder? Lauge, Holzbeize? Für die Flasche habe ich fünfzig Euro gelatzt und bisher keinen Cent bereut.


Oban 14Y, drittes Tasting. Der Whisky gefällt mir immer besser. Die Rauchigkeit und die Fruchtnoten sind exzellent. Und die Kraft! Auch lange nach dem Herunterschlucken zieht es einem noch die Schleimhaut zusammen. Auf angenehme Art.

Die Fruchtnoten sind nur schwer bestimmbar, außer "lecker". Grün oder hellgrün, sowie fester Honig. Das Holz ist da, ohne zu nerven. Erinnerungen an den fast doppelt so teuren Platinum Label von Johnny Walker, dabei ist der Oban klar kräftiger. Der Oban steht für sich. Gerade mit leichter Verdünnung, von 43 auf rund 38% kommt das Aroma zum Tragen. Orange, Bitterkeit. Prickelnd. Dann wieder Holz. Fantastisch.

Grindcore
2016-05-09, 10:43:35
I like your notes. :biggrin:

Was den Oban betrifft: Hier auch unbedingt mal die Distiller's Edition probieren. Ist in einem Fino-Montilla Sherry Fass nachgereift, das einen viel subtileren Sherry-Charakter hat als die häufiger verwendeten Pedro-Ximenez oder Amoroso Fässer. Da Du Kaliber wie den Blue Label rumstehen hast, wird Dich der Preis sicher auch nicht schrecken.

aths
2016-05-14, 01:35:50
Bevor ich neue Whiskys kaufe, muss ich erst mal ein paar angebrochene Flaschen leeren. Das wird dauern. Aus dem Hause Oban werde ich mir dann aber sichtlich noch weitere Versionen ansehen.

Der Blue Label setzt mich beim Genießen unter Stress, da er so unvernünftig teuer ist.

Langlay
2016-05-14, 02:52:58
Der Blue Label setzt mich beim Genießen unter Stress, da er so unvernünftig teuer ist.

Ich trinke meine besonders teuren Whiskys normalerweiler zu festen Anlässen. Also ich habe z.b. einen Geburtstagswhisky, einen Hochzeitstagwhisky usw. .

Den 36yrs Sherry Single Cast Glen Cadam z.b. hab ich mir zum Hochzeitstag gegönnt.


Einfach nur so weil ich Bock drauf hab trink ich diese Whiskys eigentlich nie. Es ist halt nichts besonderes mehr wenn mans ständig hat (persönliche Meinung).

Das führt halt auch dazu das so ne Flasche durchaus 10 Jahre halt. Und der Whisky dann teilweise schon absurd teuer ist.

Ich habe z.b. einen 30y Talisker von 2009 der liegt heute deutlich über 400€.

Und ich hab 2012 für 330€ nen 40yrs Masters of Malt gekauft der liegt heute irgendwo bei >1000€ die Flasche.

KakYo
2016-05-14, 09:37:14
Das ist doch schön-rechnerei. Die Flasche mag zwar teurer geworden sein, aber einen Abnehmer wirste geöffnet nicht finden :p
Und der Whisky wird in der Flasche tendenziell schlechter, auch bei guter Lagerung.
Hab nur immer 5 bis 10 Flaschen offen und seh zu das ich die in einem Jahr auch leer mache :) egal ob da 50 oder 500 auf dem Preisschild steht. Habe mir die doch zum Trinken gekauft und nicht zum anschauen :) und Gelegenheiten muss man sich halt selbst machen ;)

Langlay
2016-05-14, 14:37:07
Das ist doch schön-rechnerei. Die Flasche mag zwar teurer geworden sein, aber einen Abnehmer wirste geöffnet nicht finden :p
Und der Whisky wird in der Flasche tendenziell schlechter, auch bei guter Lagerung.


Naja der Whisky wird gut gelagert und auch umgefüllt in kleineren Flaschen wenn notwendig und wieder versiegelt nach dem trinken.

Und der Whisky wird auch nicht zwingend schlechter, er wird weicher und das ist imo auch ne Geschmacksfrage.

Commander Keen
2016-05-14, 20:21:10
Ich brauche für den Sommer noch ein paar fruchtig, frische Sommerwhiskys, die sich auch für wärmere Temperaturen abends auf der Terrasse eignen. Also nichts schweres, keine Raucher, keine Sherry- oder Portbomben, sondern was frisches von der Speyside oder evtl. einen guten Irish?

Hier mal ein paar Beispiele die ich schon kenne und die in etwa in die Richtung gehen:

Cragganmore 12y
Fand ich einfach lecker und ausgewogen, hat aber auch eine gewisse frische Note, die ihn als Sommerwhisky tauglich machen.

Benriach 16y
Vom Geruch her genau das was ich suche, geschmacklich enttäuschte er dann allerdings ein wenig (etwas fad, die süßen Geruchsaromen transferierten nicht auf meine Zunge). Wobei ich dazu sagen muß, das war nur eine kleine gratis Probierflasche und die habe ich auch noch mit meinem Vater geteilt, so dass es bei einem Gläschen blieb. Also hier wäre ich auf ein weiteres Tasting durchaus gespannt

Bushmills 10y
Mit Irish Whiskys kenn ich mich im Grunde gar nicht aus, ausser dem genannten Standard schlechthin. Der ist halt etwas fad und gibt sich Mühe nix verkehrt zu machen, was ihn als bekömmlichen Sommerwhisky eignet, daher wäre ein besserer, evtl. fruchtigerer Irish durchaus interessant.

Was könnt ihr so empfehlen? Und bitte sagt nicht "Bourbon mit Eis" :freak:

Triniter
2016-05-18, 10:52:26
Also wenn du wirklich was relativ Mildes suchst könntest du mal nen Aberlour versuchen. Der 12er double Cask reift zwar auch teilweise in Sherry Fässern aber wirklich nur sehr dezent. Mir ist der fast zu fad aber vielleicht passt das ja für dich.
Etwas kräftiger dürfte der Dalmore 12 sein.
Wenn es etwas kräftiger sein darf finde ich die Geschmacksnoten von den jungen Taliskern recht erfrischend, die leicht salzige Note, ein hauch von Zitrone (Zitrusfrucht). Klar da ist schon ein gewisser Anteil Rauch mit dabei aber kein Vergleich zu Islays.
Evtl. könnte auch ein Hazelburn interessant sein, der kommt aus der gleichen Brennerei wie der Springbank soll aber nicht rauchig sein, man hört aber das es nicht ganz gelingt. Ich hab ihn selber nicht im Schrank, wird aber noch nachgeholt.
Ebenso könnte der 12 Jahre alte Jura (trägt den Beinamen Elixir) ganz erfirschend wirken. Freunde von mir waren vergangenes Jahr dort und waren ziemlich angetan.

Triniter
2016-05-18, 22:39:33
Ach genau, Arran wäre auch noch ein Versuch wert.

Commander Keen
2016-05-19, 12:14:31
Also den Aberlour 12 non-chillfiltered (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Highlands/Aberlour-Non-Chill-Filtered-12-Jahre.html) hab ich zu Hause.

Das ist nach meinem Geschmack eine absolute Sherrybombe! Nicht dass er schlecht wäre, aber an dem was ich suche geht er dann doch recht deutlich vorbei. Ist der double cask dann so viel anders? Kann ich mir irgendwie nicht so recht vorstellen.

Lyka
2016-05-19, 12:35:01
oh :O den muss ich testen :uponder:

Commander Keen
2016-05-19, 12:44:02
Viel Spaß, der ist echt heftig. Aber guuut :freak:

Regt den Speichelfluß an wie kaum ein anderer aus meiner Sammlung. Auch sehr geil mit etwas Zartbitterschokolade.

Triniter
2016-05-19, 13:12:44
Also den Aberlour 12 non-chillfiltered (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Highlands/Aberlour-Non-Chill-Filtered-12-Jahre.html) hab ich zu Hause.

Das ist nach meinem Geschmack eine absolute Sherrybombe! Nicht dass er schlecht wäre, aber an dem was ich suche geht er dann doch recht deutlich vorbei. Ist der double cask dann so viel anders? Kann ich mir irgendwie nicht so recht vorstellen.
Hmm Sherrybombe, ich bin eigentlich viel mehr bei den rauchigen unterwegs, also Laphroig und Co. Der mit dem größten Sherryanteil ist der Macallen Sienna und gefühlt ist es hier weniger, aber wenn du den non chill filtered schon hast würd ich den anderen nicht auch noch kaufen.
Aber vielleicht ist bei den anderen Sachen was interessantes dabei. Arran werd ich selber mal den 18er noch kaufen, ich hab da nur ne Flasche in Fassstärke die exklusiv für die alte Tabakstube in Stuttgart abgefüllt wurde und der ist schon sehr lecker.

aths
2016-05-19, 18:06:34
Ich trinke meine besonders teuren Whiskys normalerweiler zu festen Anlässen. Also ich habe z.b. einen Geburtstagswhisky, einen Hochzeitstagwhisky usw. .

Den 36yrs Sherry Single Cast Glen Cadam z.b. hab ich mir zum Hochzeitstag gegönnt.


Einfach nur so weil ich Bock drauf hab trink ich diese Whiskys eigentlich nie. Es ist halt nichts besonderes mehr wenn mans ständig hat (persönliche Meinung).

Das führt halt auch dazu das so ne Flasche durchaus 10 Jahre halt. Und der Whisky dann teilweise schon absurd teuer ist.

Ich habe z.b. einen 30y Talisker von 2009 der liegt heute deutlich über 400€.

Und ich hab 2012 für 330€ nen 40yrs Masters of Malt gekauft der liegt heute irgendwo bei >1000€ die Flasche.
Talisker :ugly: Die 18-Jahre-Version bekam man früher für einen Fuffi, jetzt ist der knapp geworden und ich habe einen Hunni gelöhnt. Die Flasche ist noch zu, ich werde sie wohl mal öffnen. Aber im Moment ist es das Gefühl, etwas von diesem leckeren Gesöff im Hause zu haben. Ich könnte einen 18 Jahre gereiften Talisker trinken :) Das habe ich mir einfach mal gegönnt.

Der Blue rechtfertigt imo mit seinem Geschmack den Preis, trotzdem werde ich innerlich unruhig. Ich hätte ja auch eine 0,2-l-Flasche kaufen können :ugly: Beim Blended fehlt auch irgendwie der Bezug, finde ich, man weiß nicht was da nun drin ist.

Langlay
2016-05-29, 22:22:37
https://www.weinquelle.com/onTEAM/viewer/images/s13933.jpg

Von dem habe gerade ein Glas (mit Schuss Wasser auf ~45% verdünnt) vor mir stehen. Der Whisky ist einfach wunderbar.

Schon beim öffnen der Flasche riecht liegt einem der süsse Kirschgeruch in der Nase. Beim trinken ist er anfangs süss/fruchtig mit sehr starker Cherrynote dann wird er komplexer mit feinen Holz und Malznoten. Der Abgang ist auch angenehm lang mild und fruchtig.

Langlay
2016-06-18, 16:09:58
So ich hab heute auch mal wieder zugeschlagen.

Ein Ardbeg Uigeadail isset geworden, gehört hab ich bis jetzt recht viel gutes von ihm ich lass mich heut Abend mal überraschen.

Triniter
2016-06-19, 20:09:34
Bin zwar gerade im Urlaub aber zuhause müsste ein Paket mit dem Laphroaig Cairderas 2016 und dem 10 jährigen Caskstrength angekommen sein.

Mosher
2016-06-19, 20:16:03
@Mosher

Der Aberlour ist Bombe.
Probiere ihn erst so und dann noch mal mit zwei Tropfen Wasser.
Das sind Welten.

Trinke ihn gerade zum ersten Mal mit ein wenig Wasser verdünnt. Ca. 1:3, also

ca. 45,5%. Hast Recht, sind Welten!

Schöner Tropfen, kommt auf die "Kannste immer wieder mal kaufen"-Liste.

Metalmaniac
2016-06-22, 00:47:39
So, ich habe jetzt mal, weil ich ca.120€ PayPal Guthaben aufgrund des Verkaufs meines alten Smartphones habe, bei spirituosenplatz.de zugeschlagen. Und zwar hatte ich vor, 3-4 Flaschen...äh Spirituosen zu kaufen, je nach Preislage.:wink:
Da ich vor allem plante, den süßen Rum Pyrat Reserve XO unbedingt irgendwan probieren zu wollen (nach dem gewöhnungsbedürftigen "Botucal Reserva Exclusiva") und der unter 30€ kostet, nahm ich mir dann preislich insgesamt 4 Flaschen vor die entsprechend dann um die 30€ sein mußten. Da mein leckerer Highlander Dalwhinnie 15Y fast alle ist, sollte der schonmal dabei sein. Auch unter 30€, so kann es weitergehen (in den heimischen Supermärkten ist er kaum noch dafür zu bekommen).

Da ich auch immer mind. einen Bourbon daheim haben möchte, und als nächstes (nach meinem ebenfalls fast leeren "Four Roses Single Barrel") den Elijah Craig 12Y probieren wollte, bot der sich ja ebenfalls an. Preis passt.:smile: Für den letzten tat ich mich schwer. Mein Lieblings-Whisky "Laphroaig Quarter Cask" ist z.Zt. leider dort nicht verfügbar (gut, das dessen Flasche immerhin noch halb voll ist :wink:), welchen eher rauchigen Whisky sollte ich also mal nehmen? Mein 12 jähriger Bowmore ist auch fast leer (sauf ich wirklich so viel ?!:rolleyes:), aber einen Talisker hatte ich noch nie. Also erstmal den einfachen Talisker 10Y genommen zum Einstieg. Alles zusammen für rund 118€ incl. Versand. Meine Frau wird schimpfen...;D

Meine momentane Sammlung: http://www.whisky.de/flaschen-db/flaschensammlungen/details/fdb/Sammlung/list///metalhead.html

Metalmaniac
2016-06-22, 01:00:05
Ich brauche für den Sommer noch ein paar fruchtig, frische Sommerwhiskys, die sich auch für wärmere Temperaturen abends auf der Terrasse eignen. Also nichts schweres, keine Raucher, keine Sherry- oder Portbomben, sondern was frisches von der Speyside oder evtl. einen guten Irish?

Was könnt ihr so empfehlen? Und bitte sagt nicht "Bourbon mit Eis" :freak:

Hatte auch den Bushmills 10Y. Ist nicht übel, aber z.B. ein normaler Jameson ist in meinen Augen schon besser. Richtig gefallen hat mir aber der etwas seltenere Ire "Writers Tears". Zwar auch ein Blend, aber der ist geschmacklich total auf der Höhe und nicht umsonst ein Geheimtipp.

Lyka
2016-06-22, 01:05:31
Der Jamesons ist halt mein Haus-Whisky. Schmeckt immer wieder gut. Den Writers Tears wollte ich öfter schon holen... hmm...

Pennywise
2016-06-22, 10:41:52
Ich bin jetzt nicht unbedingt der Whiskey Fachmann :) mag aber ganz gerne mal einen Jack Daniels im Tumbler mit einem Eiswürfel (lasse den dann immer etwas stehen das der gekühlt und leicht verdünnt ist). Englische Single Malts wie Talisker usw. sind nicht so meins. Die schmecken für mich nach Verdünner.

Welche Whiskeys wären was für mich in diese Richtung?

Mosher
2016-06-22, 11:12:00
Ich bin jetzt nicht unbedingt der Whiskey Fachmann :) mag aber ganz gerne mal einen Jack Daniels im Tumbler mit einem Eiswürfel (lasse den dann immer etwas stehen das der gekühlt und leicht verdünnt ist). Englische Single Malts wie Talisker usw. sind nicht so meins. Die schmecken für mich nach Verdünner.

Welche Whiskeys wären was für mich in diese Richtung?

Öhm..
Du scheint Tennessee-Whiskey zu mögen, wenn dir Jack Daniel's schmeckt, also kannst du ruhig auch zu Bourbon greifen.

In der Preisklasse unter 30€ / 70cl@40% findest du einiges.
Was genau magst du besonders am JD? Die Süße? Das leichte Raucharoma?


Für die Süße:
Four Roses Small Batch (http://www.whisky.de/shop/USA/Bourbon/Four-Roses-Small-Batch---1.html?force_sid=a028fd88faff655c77ae6c84ae2e71ee&listtype=search&searchparam=four%20roses%20small%20batch&searchorigin=1&searchparam=four%20roses%20small%20batch)

Für etwas kerniges:
Wild Turkey 101 (http://www.whisky.de/shop/USA/Bourbon/Wild-Turkey-101.html?listtype=search&searchparam=wild%20turkey%20101&searchorigin=1&searchparam=wild%20turkey%20101)

Ebenfalls eher süß, aber sonst eher unaufregend:
Maker's Mark red label (http://www.whisky.de/shop/USA/Bourbon/Maker-s-Mark-Red-Seal.html?listtype=search&searchparam=makers%20mark%20red&searchorigin=1&searchparam=makers%20mark%20red)

Edit: Falls du mit "Verdünner" dieses Lösungsmittelaroma meinst: Das wirst du auch in manchen Bourbons finden. Deshalb empfehle ich dir ausnahmsweise NICHT den:

Elijah Craig 12J (http://www.whisky.de/shop/USA/Bourbon/Elijah-Craig-12-Jahre--.html?listtype=search&searchparam=elijah%20craig&searchorigin=1&searchparam=elijah%20craig),
obwohl ich diesen Whiskey sehr gern mag.


In der Welt der Single Malts ist die Vielfalt allerdings viel zu groß, um aus einem oder zwei Verkostungen bereits sagen zu können, dass SM nichts für dich sind. Der Talisker zB ist sehr eigen, sehr "salzig" und rauchig. Sowas polarisiert meistens schnell.

Gibt aber auch ganz andere Richtungen, die ein Single Malt einschlagen kann.

Ich würde dir empfehlen, dich einfach ein wenig einzulesen und ein paar Videos zu dem Thema anzusehen.

Pennywise
2016-06-22, 11:49:29
Öhm..
In der Preisklasse unter 30€ / 70cl@40% findest du einiges.
Was genau magst du besonders am JD? Die Süße? Das leichte Raucharoma?


Beides :) Zu süss ist auch nix. Direkt nach dem Eingiessen mag ich den auch nicht so, muss etwas verdünnt sein. Und ja dieses leichte Lösungsmittelaroma, das ist nicht so meins. Alles was Richtung britisch geht, hat mir bisher nicht so geschmeckt. War aber auch alles eher in einfachen Preislagen. Klar gibt es da sehr vielfältige Möglichkeiten. Whiskey ist ja wohl wie mit Frauen, der eine mag dies, der andere das :)

Werde die Vorschläge aber schon mal testen. Muss mich in das Thema erst mal reinarbeiten :D Weiss nicht ob mir Videos da weiterhelfen, da muss man wohl die Geschmacksknospen arbeiten lassen.

Metalmaniac
2016-06-22, 13:05:16
Hab es ganz vergessen, aber ich möchte mal eine Lanze für einen der günstigsten erhältlichen Single Malts brechen. Und zwar war es so, ich war vor kurzem auf Mannschaftsfahrt mit den "Jungs" meiner Ü40 (obwohl die meisten schon eher Ü50 sind). Da ich selber ein Schlucktrinker bin statt reichlich Bier wie die meisten anderen zu konsumieren, bringe ich als einer der wenigen auch immer eine Flasche Hochprozentigen mit. Und aus Neugierde gepaart mit dem Wissen, dass ein teurer Whisky zum reinen Saufen (was eben eh nur wenige mitmachen was Schnaps anbelangt :wink:) nicht so richtig passt, habe ich den Ardmore Legacy mitgenommen. Und was soll ich sagen, er hat mich äußerst positiv überrascht, der schmeckt mir ausgezeichnet. Durchaus angenehm rauchig, leicht süßlich im ersten Moment, guter weil nicht so extrem verbleibender Abgang. Nun gut, viele Aromen hat er nicht zu bieten, vielleicht etwas Heidekraut und Honig, aber für den Preis ist er allemal eine Empfehlung wert.

Einer meiner Kameraden, der sonst Whisky eher nicht mag eigenen Angaben zufolge, hat ihn probiert und war positiv überrascht und fand ihn recht süffig und damit gut. Also dürfte er durchaus auch für Einsteiger gut zu probieren sein, zumal er auch nur die erforderlichen 40% hat und deshalb nicht allzu scharf daherkommt.

aths
2016-06-26, 01:26:06
Lagavulin 16Y

Der Whisky hat ja einige Fans, nun habe ich mir eine Flasche gekauft. Nase: Intensiv, holzig, Leim, Rauch, Würze (erst Richtung Schinken (salzig? Kräuterkruste?) dann aber doch Richtung Süße, fast Honig.)

Schluck. OMG. Holzkohle, Holz, BEIZE. Erstaunlich schneller Abgang. Noch ein Schluck. Der Rauch breitet sich jetzt aus, bleibt auf der Zunge (vor allem hinten) und berührt kaum den Gaumen. Nur leichtes Brennen, angenehm. Im Nachgeschmack wieder die Fasswand.

Eine Weile ruhen lassen, ein paar Tropfen Wasser um die 43% auf 38% zu verdünnen. Noch mal das Bouquet. Die Verdünnung ist sofort zu merken, dafür lassen sich feinere Aromen erschnüffeln. Noch mal in den Mund damit. Anfänglich der Hammer, dann rachenfüllender aber zarter Rauch. Auch der Gaumen wird nun einbezogen. Der Abgang jetzt doch erstaunlich lang, aber vergleichsweise wenig hochziehender Rauch aus der Speiseröhre.

Minuten später noch der Nachgeschmack von Torf. Mir wird klar, dass das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist.

Triniter
2016-06-26, 17:36:17
Ich pflege meine Sammlung hier auch: Link (http://www.whisky.de/flaschen-db/flaschensammlungen/details/fdb/Sammlung/list///whiskymatthias.html)

Langlay
2016-06-26, 18:48:40
Welche Whiskeys wären was für mich in diese Richtung?

Ich würde dir für den Einstieg nen Glenmorangie Original 10 Yrs. empfehlen. Das ist für mich persönlich der Einsteigerwhisky schlecht hin in der günstigen Preisklasse. Der ist recht süffig und Geschmacklich ist er eher weniger Torf/Rauchig sondern mehr fruchtig.

Lyka
2016-06-26, 18:49:31
dem stimme ich 100%ig zu.

Triniter
2016-06-26, 21:17:48
Lagavulin 16Y

Der Whisky hat ja einige Fans, nun habe ich mir eine Flasche gekauft. Nase: Intensiv, holzig, Leim, Rauch, Würze (erst Richtung Schinken (salzig? Kräuterkruste?) dann aber doch Richtung Süße, fast Honig.)

Schluck. OMG. Holzkohle, Holz, BEIZE. Erstaunlich schneller Abgang. Noch ein Schluck. Der Rauch breitet sich jetzt aus, bleibt auf der Zunge (vor allem hinten) und berührt kaum den Gaumen. Nur leichtes Brennen, angenehm. Im Nachgeschmack wieder die Fasswand.

Eine Weile ruhen lassen, ein paar Tropfen um die 43% auf 38% zu verdünnen. Noch mal das Bouquet. Die Verdünnung ist sofort zu merken, dafür lassen sich feinere Aromen erschnüffeln. Noch mal in den Mund damit. Anfänglich der Hammer, dann rachenfüllender Rauch. Auch der Gaumen wird nun einbezogen. Der Abgang jetzt doch erstaunlich lang, aber vergleichsweise wenig hochziehender Rauch aus der Speiseröhre.

Minuten später noch der Nachgeschmack von Torf. Mir wird klar, dass das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist.

Den und die Destillers Edition stehen bei mir auch ganz oben auf der haben wollen Liste

rmdd53
2016-06-27, 15:28:30
Horst mal anders ... :D

rCylDnAvZbc

Triniter
2016-06-28, 10:53:28
Horst ist soweit schon ganz gut, er wird nur nie was wirklich schlechtes über nen Whisky sagen. Letztendlich sind die Videos halt eine Marketingsache für den Shop. Hochwertig produziert und sicher hat sich da schon der ein oder andere in den Shop verirrt und was gekauft. Ganz ehrlich, ich schau die mir auch ab und an mal an, allein schon wegen der Vorgeschichte vor dem Tasting, man erfährt doch ein bissle was über die Brennerei, gerade wenn man was unbekanntes kauft

Grindcore
2016-06-29, 12:27:28
Das stimmt nu auch nicht, der hat auch teure Abfüllungen schon zerrupft. Oft kommt das aber tatsächlich nicht vor. Die alten YouTube-Videos, in denen er immer noch so betont entspannt und dabei eindringlich herumschwadronierte, fand ich aber auch besser. Da hatte man noch das Gefühl, er müsse der Welt unbedingt etwas mitteilen, heute merkt man, dass er sich seiner Zuschauer (zu) sehr bewusst ist, was aber auch mit den zunehmend aggressiven Kommentaren im Vlog zu tun hat. Was da zum Teil abgesondert wird ist echt unter aller Kanone.

Lyka
2016-07-10, 12:45:16
:eek: Tomatin 1971: 44 Jahre alter Single Malt eröffnet neue Serie

http://www.whisky.de/whisky/aktuelles/nachrichten-details/article/tomatin-1971-44-jahre-alter-single-malt-eroeffnet-neue-serie.html

Everdying
2016-07-10, 15:30:33
Hab mir eben den Benriach 12 yrs Sherryfass bestellt. Freu mich schon auf ne schöne Sherry-Bombe :biggrin:

IVI
2016-07-11, 00:13:09
Hab mir eben den Benriach 12 yrs Sherryfass bestellt. Freu mich schon auf ne schöne Sherry-Bombe :biggrin:

Wirste bei Benriach leider nicht bekommen, die haben einfach nicht genügend wirklich gute Fässer. Abgesehen von Solstice war für mich bisher jeder jeder Benriach 'ne Enttäuschung und dies obwohl der Brennereicharakter ja kein schwerer ist und somit nicht schwer aufzuladen wäre.

UFOBASE
2016-07-12, 00:07:31
Aktuell beim Prime day sehr gute Angebote!

Edit
Bei mir ist es der Bowmore 15 geworden für 41€

Ufo

aths
2016-07-17, 22:14:44
Strathisla 12Y

Ein eher leichter Malt. Birne, gefällig. So wirkt der Strathisla zuerst, aber das wird ihm nicht gerecht.

Das Alkoholbrennen ist erstaunlich angenehm. Säure die an Aprikose oder Birne erinnert erfüllt den Rachen. Kaum Rauch. Eine Andeutung von Vanille. Ein Scotch muss nicht gleich eine Torfbombe sein! Dann nach etwas Schmecken kommt doch noch zarter Rauch. Ganz leichte Ahnung von Apfel-Zimt.

Die runde, fast fruchtige Note in diesem Whisky kommt ohne Effekthascherei aus. Wenn man einen Scotch braucht, den man sowohl einem Gast anbieten kann, an dem man aber auch selbst Freude haben möchte, wäre dieser Whisky eine Empfehlung. Für einen Whisky zwischen 40 und 50 Euro fehlt zwar am Anfang der starke Eindruck. Doch nach dem zweiten und dritten Schluck merkt man die Würde und das Alter.

aths
2016-07-28, 00:21:13
Platinum Label 18Y

Dieser Blended ist kräftiger als der Gold-Reserve, aber auch deutlich teurer. Dabei erreicht der Platinum von Johnny Walker jedoch bei weitem nicht das Niveau eines Blue Labels. Der ist nochmals spürbar teurer, bringt aber zusätzliche Geschmacksnoten, darunter leckere Holzaromen und eine sofort erkennbare Würde.

Der Platinum Label wirft die Frage auf, warum man noch einen Blended Whisky kauft. Singlemalts in der Preisklasse sind je nach Brennerei viel intensiver und bieten auch ein größeres geschmackliches Spektrum.

Das Aha-Erlebnis dann in moderater Verdünnung, von 40% auf wahrscheinlich um die 37%. Die Nase, die sonst vor allem Dörrobst, Sultaninen, leichte Orange und Alkohol andeutet, erschnüffelt nun auch zarte Rauchigkeit. Im Mund spürt man ein Brennen, vor allem an den Zungenseiten. Der Speichelfluss setzt ein. Eine sanfte, fast cremige Holzigkeit, eine gewisse Würze, dann leichte Kohle. Kanten hat der Whisky nicht. Im Nachgeschmack ein wenig Fasswand, etwas Rauch. Vanille.

Der Whisky ist kein Kracher, den man mit wenigen aussagekräftigen Geschmacksnoten beschreiben kann. Das Mundgefühl ist allerdings sehr gut.

DinosaurusRex
2016-07-28, 12:15:57
Welchen Whisky wuerdet ihr denn fuer "Einsteiger" empfehlen, also jemand der noch nie Whisky getrunken hat.


Old Pulteney 12 Single Malt Scotch. Günstig und gut. Wurde mir als Einsteiger-Whisky in einem Whisky-Laden in Edinburgh empfohlen. Hab ein paar Flaschen mitgenommen. Kriegst du zB bei Amazon. Heute würde ich zu wesentlich teureren Whiskys greifen, aber wenn man nicht weiß, ob man sowas mag, dann ist das genau die Preisklasse, in der man einsteigen sollte.

Langlay
2016-09-08, 20:58:13
Ich war heute auch mal wieder im Whiskyladen meines Vertrauens.

Zugeschlagen hab ich bei : Glenmorangie Milsean & Glenfarclas 25 Yrs.

Auf den Glenfarclas freu ich mich schon richtig. Vom dem was ich gehört habe sollte der recht genau meinen Geschmack treffen.

BlacKi
2016-09-08, 22:43:33
Vom Vater geschenkt bekommen :
Finlaggan, Islay Single Malt (Old Reserve)

schmeckt ziemlich rauchig, mehr schmecke ich da nicht raus.

und batscht halt^^

aths
2016-09-11, 00:39:22
Ardbeg 10Y

Nach langer Zeit wieder gekauft. Meine zweite Flasche. Mit kühlem Wasser von 46% auf rund 38% verdünnt.

Nase: Rauch, Holzrauch, Torf, Alkohol. Würzigkeit. Teer, Farbverdünner. Leim, Beize. Leder und Gerbmittel. Der chemische Geruch nimmt zu. Die anfängliche Schärfe macht einer angenehmeren Weichheit Platz.

Das soll ich trinken? Na gut. Der Scotch fließt über die Zunge. Sofort Holzlauge. Dann Torf und Rauch. Süße kommt hinterher. Nun wird es angenehm. Vanille kommt, widersprüchlicherweise einerseits als chemisches Vanillin und andererseits als komplexe gemahlene Vanillestange.

Zweiter Schluck. Angenehmes Beißen auf der Zungenspitze. Der Rachen füllt sich wieder mit Rauch.

Jetzt noch eine Dröhnung unverdünnt. Stechender Geruch in der Nase. Im Mund: Kräftige, im ersten Moment sogar unangenehme Aromen. Rauheit. Kraft. Selbst für 10 Jahre fast zu wenig Komplexität, dafür – das kriegen die irgendwie hin – innerhalb des gebotenen Spektrums erstaunliche Nuancen. Im Abgang später schöne Trockenheit.

Fazit: Nichts zum Verschenken. Wie schon die erste Flasche, wird auch dieser Ardbeg ziemlich lange halten.

Langlay
2016-09-11, 01:13:25
Ardbeg 10Y

Nach langer Zeit wieder gekauft. Meine zweite Flasche. Mit kühlem Wasser von 46% auf rund 38% verdünnt.

Probiere ihn mal unverdünnt. Ich habe den Ardbeg Uigeadail (54%) und der ist unverdünnt recht Rauchig mit zunehmender Verdünnung wird der immer fruchtiger und der Rauch tritt in den Hintergrund.

aths
2016-09-11, 13:49:20
Probiere ihn mal unverdünnt. Ich habe den Ardbeg Uigeadail (54%) und der ist unverdünnt recht Rauchig mit zunehmender Verdünnung wird der immer fruchtiger und der Rauch tritt in den Hintergrund.
Hatte ich doch :D

Ardbeg 10Y
Jetzt noch eine Dröhnung unverdünnt. Stechender Geruch in der Nase. Im Mund: Kräftige, im ersten Moment sogar unangenehme Aromen. Rauheit. Kraft. Selbst für 10 Jahre fast zu wenig Komplexität, dafür – das kriegen die irgendwie hin – innerhalb des gebotenen Spektrums erstaunliche Nuancen. Im Abgang später schöne Trockenheit.

edit: Vorhin noch mal unverdünnt probiert. Allerdings war der Scotch der Zimmertemperatur entsprechend recht warm. Brah, nix für mich.

Lyka
2016-09-11, 13:50:38
habe mir nach Ewigkeiten mal wieder den Bushmills Black Bush gekauft, der war mein erster Erwachsenen-Whisky. im Gegensatz zum normalen Bushmills kommt der nicht so harsch rüber, der hat echten Geschmack und die Eiche am Ende ist nicht so Kantholzig ^^

aths
2016-09-11, 20:50:41
Glenlivet Founder’s Reserve

Den Glenlivet hatte ich vor längerer Zeit in der 12Y-Version gehabt und dann auch in der 18Y-Version. Diese Ausgaben bekommt man offenkundig nicht mehr, daher habe ich mir Founder’s Reserve ohne Altersangabe gegönnt.

Nase: Süße Fruchtigkeit, wie von Glenlivet gewohnt.

Im Mund zunächst wie Birnenschnaps. Dann noch Süße, Vanille, etwas Holzigkeit. Dunkler Rauch, dann endlich der bekannte Glenlivet-Geschmack.

So wie ich den 12 Jahre alten Glenlivet in Erinnerung habe, ist dieser Scotch aber nicht. Die Reserve-Version scheint viele junge Whisky-Jahrgänge zu nutzen. Weil ich ein schlechter Mensch bin, habe ich den Drink mit Red Label von Johnny Walker verglichen. Da zeigt sich der Red dann doch deutlich dumpfer. Also gegen einen Billo-Blend beweist dieser Glenlivet dann doch mehr Ausgewogenheit und Geschmack.

Mir bietet die Founder’s Reserve trotzdem zu wenig.


Talisker Skye

In der Nase Erdigkeit. Salz, Seetang, Rauch, noch mal Salz. Torfnoten.

Im Mund zunächt enttäuschend mild. Dann kommt, mit etwas Verzögerung, die Talisker-Welle. Pfeffer. Schärfe. Was ausbleibt, ist das “Explodieren am Gaumen” mit dem beim Talisker 10Y zurecht geworben wurde.

Im Nachklang Algen und Torf. Milder Rauch, Anklänge von Schinkenspeck. Eine Süße mit dezenten, aber leckeren Vanille-Noten. Dunkles Holz. Beim zweiten Schluck wiederum Schärfe, (stark verdünnte) Tabasco-Sauce. Die rohe Power eines 10Y-Talisker gibt es trotz der 45,8 Prozent Alkohol leider nicht.

Talisker Storm

In der Nase sofort Rauch, Alkohol und Pfeffer, möglicherweise Frucht. Kann der Storm den Talisker 10Y ersetzen?

Im Mund endlich die Schärfe. Dann Salz, Kieselstein. Dann Bananenmus, ohne Ende Banane.

Inzwischen wirkt der Alkohol.

aths
2016-09-18, 16:25:02
Der Dalwhinnie gehört zu den namenhaften Whiskys, die ich bisher noch nicht probiert habe. Nun also, die 15Y-Version.

In der Nase ziemlich angenehm. Cremigkeit, unaufdringliche blumige Fruchtnoten. Ich verdünne den Drink von 43% auf rund 38%. Zarte rauchige Noten, mit der Betonung auf zart.

Im Mund anfänglich enttäuschend harmlos. Doch was ist das? Die Zungenseiten, der Rachenraum, jetzt spüre ich den Scotch. Süße, Karamel, Butter, Toffee. Vanille, nochmal Süße. Wie sieht es bei der unverdünnten Version mit 43% aus?

Der Antritt erheblich schneller. Schärfe, Pfeffer, Holzigkeit. Malzigkeit, oh ja, Malzigkeit. Im Abgang lang. Noch mal Nase reinhalten. Zitronencreme. Apfel-Birne, aber nur ganz leicht. Den Rest des Glases trinke ich nicht direkt weg, sondern lasse den Whisky sekundenlang im Mund. Danach ziehen sich mir die Schleimhäute zusammen. Hätte nicht gedacht, dass das so angenehm sein kann.

Ein angesichts der Rundheit insgesamt doch komplexer Malt.

Rooter
2016-09-18, 18:39:05
Ich verdünne den Drink von 43% auf rund 38%.Welchen Sinn soll das haben?

MfG
Rooter

Langlay
2016-09-18, 18:53:01
Welchen Sinn soll das haben?


Bei nem Dalwhinnie 15 wahrscheinlich keinen positiven. Bei sehr rauchigen Whiskys verdünne ich zum Teil auch auf unter 40% weil ich dann die sonstigen Aromen besser schmecke und der Rauch nicht alles so stark überdeckt.

Der Dalwhinnie 15 könnte von mir aus ruhig etwas intensiver sein, aber es ist ja "the Ladies Whisky".

aths
2016-09-19, 13:37:43
Welchen Sinn soll das haben?
Bei etwas schwächerem Alkoholgehalt kann man oft die Aromen besser wahrnehmen.

Der Dalwhinnie 15 könnte von mir aus ruhig etwas intensiver sein, aber es ist ja "the Ladies Whisky".
Es muss imo nicht immer gleich eine Rauchbombe sein. Der Ardbeg 10Y zum Beispiel ist mir zu krass und da ist für mich zu viel Nebengeschmack drin. Der Talisker Storm ist zwar kräftig, aber bietet mir wiederum nicht genug Nuancen.

Von den fünf zuletzt gekauften Single-Malts finde ich neben dem Talisker Skye (eher kräftig) den Dalwhinnie 15Y noch ganz gut (eher mild, aber ausreichend komplex.)

Rooter
2016-09-24, 23:37:05
Bei etwas schwächerem Alkoholgehalt kann man oft die Aromen besser wahrnehmen.Das ist mir schon klar, mich wundern blos die Zahlen! Den Unterschied zwischen 43 und 38 Prozent würde ich vermutlich gar nicht merken... X-D

MfG
Rooter

Lyka
2016-09-24, 23:40:09
ich gestehe, dass ich einen Unterschied zwischen 46 und 40% bemerke... -.-



ich muss mehr Bourbons testen. Sie haben die Iren als Fav-"Whiskey-Richtung" abgelöst... allerdings sind die Jim Beam und Jack Daniels Sachen (die Jacobs-Kaffee-Interpretation von Whisky) nichts für mich, zu metallisch, kratzig, wirken einfach billig -.-

Langlay
2016-09-25, 00:21:08
Es muss imo nicht immer gleich eine Rauchbombe sein. Der Ardbeg 10Y zum Beispiel ist mir zu krass und da ist für mich zu viel Nebengeschmack drin. Der Talisker Storm ist zwar kräftig, aber bietet mir wiederum nicht genug Nuancen.


Ich fahre zur Zeit voll auf rauchig ab. Und ich finde den Talisker Storm auch nicht besonders rauchig. Den Ardbeg Ten an den kann ich mich nur noch dunkel errinnern. Aber der Ardbeg Uigeadail ist zur Zeit einer meiner Lieblinge. Im Zulauf befindet sich bei mir allerdings noch ne Lagavulin Distillers Edition, auf die freue ich mich auch schon.

aths
2016-09-25, 01:38:40
Das ist mir schon klar, mich wundern blos die Zahlen! Den Unterschied zwischen 43 und 38 Prozent würde ich vermutlich gar nicht merken... X-D
Vielleicht ist da auch etwas Hokuspokus dabei, ich finde dass Geschmack bei leichter Verdünnung besser zur Geltung kommt. Hängt auch vom jeweiligen Whisky ab.

Ich fahre zur Zeit voll auf rauchig ab. Und ich finde den Talisker Storm auch nicht besonders rauchig. Den Ardbeg Ten an den kann ich mich nur noch dunkel errinnern. Aber der Ardbeg Uigeadail ist zur Zeit einer meiner Lieblinge. Im Zulauf befindet sich bei mir allerdings noch ne Lagavulin Distillers Edition, auf die freue ich mich auch schon.
Jeder empfiehlt mir den Lagavulin in der Destiller's Edition :D Vielleicht sollte ich mir doch mal einen gönnen. Den Lagavulin 16Y fand ich schon sehr gut, angeblich soll die Destiller's Edition noch mal besser sein – kann ich mir kaum vorstellen.

aths
2016-09-25, 01:42:04
Durch die ganze Johnny-Walker-Label-Palette habe ich mich gesoffen :ugly: Hier die Reviews.

Red Label – 13 €

Süße, Vanille und minimal Eiche auf der Zunge, fruchtige Aromen, aber irgendwas ist schief. Nicht mal zum Mixen in Cola zu gebrauchen.

Black Label 12Y – 26 €

Öligkeit und Vanille mit leichten Anklängen von Teer harmonieren mit dem Alkohol. Rauch, Torf und Holz sind vorhanden aber drängeln sich nicht auf. Ein solider Whisky: Zwar keine Höhenflüge, aber auch keine Enttäuschung.

Double Black Label – 32 €

Die Nase erschnüffelt Rauch, Fasswand und Holzkohle, im Rachen hält der Whisky weitgehend was er verspricht. Im Nachgeschmack kommt etwas Bitterkeit. Der Double Black wirkt ein wenig protzig und verschenkt Balance, dafür bietet er Kraft und mehrdimensionalen Rauch (Schinken, verbranntes Laub, Tannenzapfen-Harz.)

Green Label 15Y – 37 €

Blended, enthält aber nur mit Malts, keine Grain-Whiskys. Rauch und Torf in Maßen. Algen, Gras in zarten Anklängen. Gewisse Frische, aber nicht überbetont. Ein Whisky für Genießer, mit 43% Alkohol auch etwas stärker als die anderen Labels. Die Einsteiger-Liga haben wir auf jeden Fall verlassen.

Gold Label Reserve – 37 €

Noten von Dörrfrucht wie Aprikose. Zarte Rauchigkeit, angenehm beißender Alkohol. Sanfte Karamel-Süße, minimale Bitterkeit. Kein Komplexitätswunder.

Platinum Label 18Y – 60 €

Schöne Trockenfrucht, Sultaninen, eine Breite und Sanftheit die man für den Preis auch erwarten kann. Bei leichter Verdünnung erschließen sich noch mehr Aromen, darunter weißer Rauch. Ein tolles Mundgefühl. Zugunsten der Massentauglichkeit verzichtet man auch hier auf klare Ecken und Kanten.

Blue Label – 120 €

Holz, Rauch, Vanille, Würde und Tiefe. Sofort merkt man: Dieser Drink ist teuer. Kandierte Früchte, Holz, leckerer zarter Rauch. Alles in einem breitem Spektrum. Toll. Haselnuss, ganz leicht Tabak, Honig aber ohne klebrige Süße. Jedes Schnüffeln ins Glas ist ein Erlebnis. Fruchtigkeit, Rauch, Holznoten. Torf in all seinen Vorteilen. Blumigkeit. Jeder Schluck macht glücklich. Schön langer Abgang, dort im schwächer werdenden Alkohol eine Ahnung von Frische und Süße.


Bewertung

Single-Malt-Freunde mit speziellen Vorlieben werden hier nicht glücklich. Das Hauptaugenmerk bei Johnny Walker ist, möglichst niemanden zu verschrecken.

Der Double Black ist für den Preis ganz gut, mir fehlt aber etwas Raffinesse für die ich dann auch gerne mehr zahlen würde. Der Gold Label ist nicht so rau und deshalb was für Gäste, jedenfalls habe ich damit gute Erfahrungen gemacht. Green Label ist schon was zum Genießen, wobei er bekannte Marken als Lead-Malts nutzt. Damit gibt es keine Überraschungen, lecker ist das Gesöff trotzdem.

Red Label und Blue Label sind die beiden Endpunkte der nach Marketing-Gesichtspunkten kreierten Label-Palette. Der Blue beeindruckt mit seinem Geschmacksspektrum, allerdings auch durch den (wahrscheinlich zu) hohen Preis.

Der jeweils zweitgünstigste und zweitteurste Whisky bilden für mich die insgesamt besten Angebote. Der Platinum Label ist zwar im Vergleich zum Blue eher zahm, aber für sich genommen ein toller Scotch. Man muss in Feierlaune sein, um ihn wirklich zu genießen, so als I-Tüpfelchen. Den nächsten Platinum gönne ich mir, wenn es in der Firma eine Jahresend-Bonusauszahlung gibt. Um die herausragenden Drinks würdigen zu können, braucht es auch ein Standard-Angebot. Da setzt der Black Label an: Für seinen Preis schon ordentlich.

IVI
2016-09-25, 13:37:38
Jeder empfiehlt mir den Lagavulin in der Destiller's Edition :D Vielleicht sollte ich mir doch mal einen gönnen. Den Lagavulin 16Y fand ich schon sehr gut, angeblich soll die Destiller's Edition noch mal besser sein – kann ich mir kaum vorstellen.

"Besser" ist immer Ansichtssache, aber die PX-Fässer sorgen halt für eine Extraportion an Süße und Eiche, machen den Laga daher noch wuchtiger, noch voluminöser... und daher auch zu einem meiner absoluten Lieblingstropfen.
Und wo ich gerade darüber schreibe, weiß ich jetzt auch, was ich mir heut' Abend mal wieder gönnen werde.

Triniter
2016-09-25, 15:51:32
Den Laga muss ich mir zu Weihnachten auch endlich mal gönnen. Ansonsten wenn es um Rauch geht führt eigentlich kein Weg an Laphroaig vorbei. Gerade der 10er ist auch eine Bombe. Und die Fassstärkeabfüllung fast schon zu viel des guten.

Langlay
2016-09-25, 19:43:06
Ich hatte den normalen Lagavulin 16 das letzte mal vor 10 Jahren. Ich kann mich noch errinnern am Anfang fand ich das war Teufelszeug. Allerdings später bin ich dann auf den Geschmack gekommen. Und bis jetzt siehts bei meinen Vorräten auch eher düster aus was rauchige Whiskys angeht. Habe zur Zeit nur einen Taliker und ein Ardbeg die in die rauchige Richtung gehen.

Allerdings sollte das nächste Woche besser werden. Dann kommt nen Highland Park 18, der Lagavulin Distillers Edition und nen Caol Ila 18 an.

Pirx
2016-09-25, 21:22:25
Lagavulin ist doch vom Feinsten(y) Bis jetzt sogar der Beste, den ich trinken durfte.

Rooter
2016-09-25, 21:28:44
Lagavulin ist doch vom Feinsten(y) Bis jetzt sogar der Beste, den ich trinken durfte.Find ich auch.

MfG
Rooter

Mosher
2016-09-25, 21:33:04
Mich langweilt er mittlerweile irgendwie.
Ich muss zugeben: Ich stehe auf brennende, beißende Whiskys. :D

aths
2016-09-25, 23:31:25
Den Laga muss ich mir zu Weihnachten auch endlich mal gönnen. Ansonsten wenn es um Rauch geht führt eigentlich kein Weg an Laphroaig vorbei. Gerade der 10er ist auch eine Bombe. Und die Fassstärkeabfüllung fast schon zu viel des guten.
Ich will eben keine Bombe, sondern ein harmonisches Erlebnis.

So, wie ich das erste mal den Talisker 10Y probierte. Erst ... aber dann ...

Der Lagavulin 16Y den ich kürzlich probierte war nach Jahren ein Ereignis das ungefähr da rankommt. Erst ... aber dann ...

Es muss eben gut sein.

Hübie
2016-09-26, 01:34:15
Wie ich sehe gibt es hier einige Kenner. Momentan bin ich für ein halbes Jahr in Schottland und wollte mal fragen welchen Whiskey (Scotch?:D) ich unbedingt von hier mitnehmen sollte? Wir waren heute im hohen Nordwesten und da gab es so einige Destillen. Nun würde ich gerne eins, zwei Flaschen (je nachdem was zollfrei zugelassen ist) mitnehmen.
Habt ihr da Vorschläge? :smile:

Ps: Ich selber trinke keinen Whiskey...

Triniter
2016-09-26, 07:30:42
Ich will eben keine Bombe, sondern ein harmonisches Erlebnis.

So, wie ich das erste mal den Talisker 10Y probierte. Erst ... aber dann ...

Der Lagavulin 16Y den ich kürzlich probierte war nach Jahren ein Ereignis das ungefähr da rankommt. Erst ... aber dann ...

Es muss eben gut sein.
Dann musst bei Laphroiag auf die etwas älteren gehen. Gerade der 18er verliert viel von dem Holzhammer der einem bei den jungen Abfüllungen fast erschlägt. Preislich wäre aber der 15 jährige zum mal testen gar nicht verkehrt.
Richtig toll waren auch immer wieder die Feis Ile Sonderabfüllungen. Gerade die aus 2015 zum 200 jährigen Jubiläum. Dort haben sie einen dezenten Rauch hinbekommen der nicht nach Torfbombe roch sondern so richtig toll nach Lagerfeuer und darauf dann einen harmonischen Geschmack aufgebaut. Ein wirklich toller Whisky. Im Zweifelsfall müsste ich mal schauen ob ich dir mal nen Probiererle zukommen lassen kann von den älteren Abfüllungen.

Langlay
2016-09-29, 18:23:53
Wie ich sehe gibt es hier einige Kenner. Momentan bin ich für ein halbes Jahr in Schottland und wollte mal fragen welchen Whiskey (Scotch?:D) ich unbedingt von hier mitnehmen sollte? Wir waren heute im hohen Nordwesten und da gab es so einige Destillen. Nun würde ich gerne eins, zwei Flaschen (je nachdem was zollfrei zugelassen ist) mitnehmen.
Habt ihr da Vorschläge? :smile:


Wenn du ihn selber nicht trinkst würde ich in UK keinen Whisky im Laden kaufen. Dank 75% Alcoholsteuer ist der Whisky in Schottland teurer als in D. Die Standardabfüllungen gibts von fast allen Brennereien auch hier im Fachhandel für weniger Geld.

Metalmaniac
2016-09-29, 21:28:43
Habe auch mal wieder 2 neue. Zuerst den "Aberfeldy 12Y", ein recht milder, fruchtiger und damit süßer Einsteigerwhisky (aber nur, weil er Whisky-Neulinge nicht gleich verschreckt :wink:) ohne großartige Rauchspuren. Ich mag ihn sehr. Könnte einer meiner nichtrauchigen Lieblinge werden.

Und dann habe ich irgendwo vom "Ileach Cask Strength" gelesen. Ein äußerst rauchiger Whisky von der Insel Islay. Das ist aber auch das einzige was man über seine Herkunft weiß. Denn der Abfüller nimmt dafür bestimmte Fässer einer bestimmten Destillerie ab und bringt die Flaschen dann in Fassstärke (58%!!!) auf den Markt. Im Netz wird zumeist Lagavulin dahinter vermutet, das Horschtl von Whisky.de hat schlagende Argumente dafür, dass es Fässer von Laphroaig wären, weil die kleine Zeichnung auf der Umverpackung quasi sehr der Silhouette der Laphroaig Brennerei ähnelt. Jedenfalls könnte auch für mich beides möglich sein rein geschmacklich. Was zählt ist, er mundet mir ganz vorzüglich und ist selbst unverdünnt nicht so sprittig, wie man das von anderen hochprozentigeren Whikys kennt. Kann ich empfehlen, gibts aber nicht überall. Und der Preis von rund 40€ ist mal wirklich klasse. Gerade auch deshalb wird wohl auch so ein Geheimnis um die Herkunft gemacht, weil das für dessen Geschäft wohl nicht gerade förderlich wäre wenn man deren Erzeugnisse soviel günstiger bekommen kann.:wink:

aths
2016-09-29, 22:45:38
Eine Ergänzung zu meinem Ardbeg–10Y–Review. In richtiger Stimmung und bei richtiger Temperatur ist der Whisky super.

Ich hänge die Nase ins Glas und kann kaum genug bekommen. Rauch, und zwar anständig. Gerade in leichter Verdünnung zart, aber definiert. Mit einer feinherben Säure.

Im Rachen Holz, Eiche, Farbbeize und Farbe. Metallringe ums Fass, fast Rost. Aber eben nicht ganz. Metall (Aluminum, Eisen, Stahl) und torfiger Rauch, aber eben Holz und Holzverarbeitung. Säure. Herrlich!

Fassritzen, raues Holz, Farbverdünnung und Beize, das reine Fass. Alkohol, klar und deutlich, aber nicht übertrieben. Sägespäne und Holzmehl. Schärfe. JA!!!

Speichelfluss, OMG.

Noch mal Nase reinhängen. Alufolie, weiße Farbe, Vanille, am Ende Eiche. Im Mund dann Körper, flüssiger Honig. Mir ist klar, dass der Alkohol bereits wirkt.

Noch eine Nase. Nadelwald, Tannenzapfen, fast Harz, aber dann doch eher Süße. Rauch, zart und weiß. Sanfter Torf.

Der letzte Schluck aus dem Tumbler. Weißer Pfeffer. Gewürz. Holz und Vanille. Im Abgang Schleimbildung im Rachen. Im Nachgeschmack verklebte Spanplatte.

aths
2016-09-29, 23:56:51
Heute gehts aber rund! Noch mal den Oban 14Y.

Nase: Fruchtigkeit, aber angenehm trocken. OMG, diese Zartheit im Rauch. Sanfteste Verdünnung auf knapp 40%.

Im Mund herrlich. Zwar nur wenig Öligkeit, aber ungefähr so stelle ich mir Ambrosia vor. Balsam, Schärfe aber chremig, betörend.

Holz, auch Rauch, irgendwie Schiff oder See. Aber nicht aufdringlich. Stattdessen angenehme, sehr angenehme Säure und lecker beißender Alkohol. Frucht (Aprikose) und Fruchtschale, die Nase erschnüffelt nun sanfteste Anklänge von vanilligem Teer.

Im Abgang Zwetschgen-Schale, fast Zimt, dann beinahe Ingwer. Eine Idee Salz? Ich muss den Scotch unverdünnt probieren. Die Nase entführt mich in die Karibik und den Urwald.

Auf der Zunge wieder diese Einzigartigkeit. Fermentierte Gewürze, Brennen der sanft-angenehmen Art. Nichts wirkt übertrieben. Eine Fruchtsäure ohne Aufdringlichkeit.

Noch ist genug im Glss um die Nase reinzuhalten; wenn man ganz genau hinschnüffelt, Milchsäure.

Michalito
2016-09-30, 00:20:00
Der Oban ist ein solider Standard, da macht man eigentlich nie was falsch wenn man mel einen ausschenkt. Und heute bei Delinero zu einem wirklich gutem Kurs zu haben, wenn man 3 Flaschen bestellt..Für mich keine unüberschaubare Menge :-)


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Gleich 88€ für 3 STck.

Langlay
2016-09-30, 15:30:10
So bei mir kam heute auch etwas Nachschub für mein Barfach. Der Highland Park 18, der Lagavulin Destillers Edition und der Caol Ila 18 kamen heute an.

http://abload.de/img/img-20160930cyjok.jpg

Jetzt bin ich recht zufrieden. Da sollte eigentlich jeder Whiskytrinker was finden was ihm mundet.

aths
2016-10-04, 00:14:55
Jetzt bin ich recht zufrieden. Da sollte eigentlich jeder Whiskytrinker was finden was ihm mundet.
Ich nehme einen Green Label :D

Die Johnny-Walker-Reihe finde ich, nachdem ich mich durch die komplette Label-Reihe probiert habe, zweischneidig. Beim Black Label merkt man als Malt-verwöhnter Genießer eben doch das Bittere. Den Blended-Charakter hat selbst der Blue Label. Zwar auf hohem Niveau (vorhin hatte ich mir zum Ausklang einen kleinen Schluck gegönnt) und mit fantastischer Reichhaltigkei die mich zum Grinsen bringt. Wenn man es herausschmecken will, bleibt aber etwas Blended-Charakter auf der Zunge zurück.

Der Green Label macht als Vatted Malt die Ausnahme. Das schmeckt man auch :D

Grindcore
2016-10-04, 15:36:51
Das heißt der Green Label hat keinen Grain-Anteil? Coole Sache. Zum Thema Blended Whisky kann ich nur empfehlen, mal einen Blick auf die Japaner zu riskieren. Suntory Hibiki bspw. teuer (die NAS Variante kostet schon 55-60 Euro, der 12-jährige mittlerweile über 80 und der 17-jährige gar 180 Euro, vom 21-jährigen reden wir besser nicht) aber qualitativ einfach überragend wie ich finde. In punkto Intensität und Volumen würde man bei einer Blindverkostung nie annehmen, einen Blend zu trinken.

Lyka
2016-10-04, 17:26:09
ja, der Nikka (from the Barrell) ist aber neuerdings schon fast 30% teurer geworden :(

Grindcore
2016-10-06, 09:26:59
Ja, ist echt schlimm mit den Japanern. Erst gabs die Suntory Whiskys im Laden meines Vertrauens ewig gar nicht mehr und jetzt kostet ein Suntory Yamazaki 12 Jahre 112,50 Euro im Vergleich zu 59,90 beim letzten Kauf. Den 25jährigen haben sie auch da: 2175 Euro. Kein Scheiß. Nikka form the Barrel kostet hier übrigens 35,90 Euro der halbe Liter.

aths
2016-10-08, 00:43:23
Ardblack Label. Das nenne ich mal eine Schnapsidee: Auf einen Teil Ardbeg drei Teile Black Label. Ich mische mir einen Single-Malt mit einem Blended.

Das Holz des Ardbeg 10Y ist schon beim Antritt spürbar. Beim zweiten Schluck kommt der Blended-Charakter des Black Labels durch. Im Abgang wieder der Ardbeg.

Insgesamt interessant unter dem Gesichtspunkt, dass das Gemisch einen durchaus eindrucksvollen Charakter zeigt. Die Bitterstoffe nehmen beinahe überhand. Die Nase nimmt etwas dunklen Rauch wahr. Im Mund feingemahlene Sägespäne und Holzbeize. Ist das noch lecker? Insgesamt ein Gemisch, das wahrscheinlich Einsteiger beeindrucken würde.

aths
2016-10-10, 21:24:48
Was soll man machen, wenn der Talisker 18Y jetzt so teuer ist wie Blue Label? Ich Horst hab mir natürlich trotzdem eine Flasche bestellt.

Die Preisskala ist beim Scotch offenbar nach oben offen, mehr als 100 Euro sind je nach Whisky locker möglich, bei seltenen Editionen mehr als 1000 Euro. Ich würde einen Extrem-Whisky nicht mal geschenkt haben wollen, weil ich innerlich viel zu aufgeregt wäre, das dann noch zu genießen. Ich habe schon mal 220 Euro für eine Flasche ausgegeben, da war aber auch ein Liter drin. Die meisten Whiskys kaufe ich deutlich preiswerter. Zu billig darf es natürlich nicht sein.

Anfangs kaufte ich mir nur Billo-Whiskys zu 14 Mark. Das schmeckte scheußlich und ich kippte das Zeug mit Cola runter. Wobei die Cola nicht besser wurde dadurch. Ein Famous Grouse allerdings war beinahe brauchbar, den hatte ich mir als Student sogar mal pur eingegossen. Als ich vor rund zehn Jahren anfing, mir auch mal einen guten Whisky zu gönnen, war der "gute" anfangs ein Black Label 12Y. Der machte nicht nur Cola geschmackvoller, den konnte ich generell auch pur trinken. Später entdeckte ich Single Malts und damit neue Welten des Aromas.

Insbesondere der Talisker 10Y hat es mir angetan, wobei ich auch einige mildere Whiskys mag. Mit der bekannten Marke Glenfiddich wurde ich nicht warm, den 12Y und 18Y hatte ich mir gekauft, den 15Y geschenkt bekommen. Immer sehr trinkbar, aber ich suche beim Scotch das Besondere.

Meistens jedenfalls, manchmal darf es auch guter Standard sein. Wenn ich mir dann wieder einen Black Label kaufe, finde ich den für den Preis insgesamt gut. Das Bouquet ist zwar nicht gerade beeindruckend. Im Geschmack gibt es aber eine Bandbreite die mir gefällt, allerdings auch einen seltsamen Nebengeschmack. Das soll wohl am Grain-Whisky-Anteil liegen.

Bleibt man beim Blended ohne gleich zum High-End zu greifen, bietet sich der Platinum Label 18Y an. Preislich ist das leider schon eine Region dass ich einen Grund zum Feiern haben muss, um den Drink genießen zu können. Geht man herunter auf rund 50 Euro die Flasche, für mich im Moment Schmerzgrenze für einen Whisky den man nicht nur zu Anlässen serviert, bekommt man feine Single-Malts. Ich sag nur Lagavulin. Oder andere Whiskys die nicht so viel rauchigen Eindruck hinterlassen, ich hab in der Preisklasse noch nichts getrunken was nicht lecker wäre.

Ich will dieses Erlebnis aus Schnüffeln, Schlucken und Abgang. Ein guter Whisky wirkt einige Zeit nach.

Zu rund 40 Euro gibt es einige geniale Drinks, wie Oban 14Y. Mein lieber Scholli! So viel Aroma und in einer so schönen Kombination – dieser Scotch braucht Zeit, um ihn zu genießen. Auch Malts die nicht diese Tiefe bieten, wie der Strathila 12Y, stehen auf meiner Genussliste ziemlich weit oben. Was mich bei guten Single-Malts begeistert, ist diese Variation. Jedes mal entdecke ich Neues. Um mir überhaupt einen Scotch einzugießen, muss ich in Laune sein und jedes Kosten ist immer ein wenig anders. Da brauche ich auch mal einen halbwegs anständigen Blended als Gegengewicht. Hier bin ich momentan beim Gold Label Reserve (ohne Altersangabe.) Kostet auch um die 40 Euro, bietet aber leider keinen besonders eindrucksvollen oder reichhaltigen Geschmack. Es ist einfach ein ordentlicher Scotch ohne große Nachteile. Das muss auch mal sein.

Mein Lieblingsdrink bleibt der Talisker 10Y. Diese Kraft, dieser Geschmack! Anklänge von Algen, Salzigkeit, Holzwand, Torf, aber auch Orange und fast Honig. Neben der angenehmen, rauen Schärfe ist da aber auch was im Geschmack, was einfach nur glücklich macht. Normalerweise genieße ich Whiskys in leichter Verdünnung auf rund 38% Alkohol. Den Talisker bevorzuge ich mit seinen 45,8%.

Inzwischen leider nur noch zu Mondpreisen zu bekommen ist der Talisker 18Y. Das ist ein Tropfen, der dem urwüchsigen Standard-Talisker zwar etwas Kraft nimmt, aber den Geschmack noch mal um Nuancen erweitert. Vor Jahren hatte ich mal eine Flasche und später noch mal eine. Das neue Tasting hebe ich mir aber für ein andermal auf.

Langlay
2016-10-11, 22:27:53
Ja die Preise für Whisky haben zum Teil schon merkbar angezogen. Aber im Bereich 30-50€ gibts jede Menge guter Single Malts und im Bereich 70-100€ kriegt man auch schon exzellente Whiskys. In diesem Preisbereich sind auch meine aktuellen Whisky Top3 (Dalmore 18, Lagavulin Distillers Edition und der Highland Park 18).

Lawmachine79
2016-10-11, 23:06:02
Anfangs kaufte ich mir nur Billo-Whiskys zu 14 Mark. Das schmeckte scheußlich und ich kippte das Zeug mit Cola runter. Wobei die Cola nicht besser wurde dadurch.
In der Preisklasse macht die Cola den Whiskey besser, nicht umgekehrt ;). Was den Rest angeht: probier' mal den Talisker Distillers Edition. Der kostet 50€ und ich fand den geil. Nicht mit dem Talisker 10 verwechseln, auch wenn da 2006-2016 draufsteht. Das ist nicht der Gleiche.

ja, der Nikka (from the Barrell) ist aber neuerdings schon fast 30% teurer geworden :(
Ist ja auch geiles Zeug.

Wieso kenne ich diesen Thread noch nicht? Trinke so seit 4-5 Jahren auch öfter Whiskey.

aths
2016-10-13, 03:24:44
Also gut, jetzt ist er doch auf. Talisker 18Y. Ich gieße ein. In der Nase eine Meeresbrise. Gischt, Salzwasser. Ich versuche, die maritimen Vorstellungen zu verdrängen und mich rein auf das Bouquet zu konzentrieren. Holzwand, Schiffsplanke (da kommt wieder die Assoziation mit der See!) Fruchtsäure in allerdings sehr milder Form. Aha! In der Nase nun auch etwas Rauch und etwas Torf, aber nicht überbetont. Sondern harmonisch in einer Würzigkeit integriert.

Ich trinke. Fasswand, Holz, Fass. Das hatte ich beim Talisker 10Y noch vermisst. Dann kommt die Schärfe. Schwächer als bei der 10-Jahres-Version. Leichter Anklang von Salzigkeit, Orangenschale (leichte Bitterkeit), flüssiger Honig. Zweiter Schluck. Die angenehme Schärfe breitet sich aus, der Alkohol beißt in die Zunge, das Holz wirkt, Holzbeize oder Lack im Anklang. Aus der Speiseröhre steigt Wärme empor.

Noch ein Schluck! Neben der trockenen Pfeffrigkeit auch Süße. Wieder genieße ich, wie sich der Geschmack im Mund entwickelt. Noch ist ein wenig im Glas. Ich halte noch mal die Nase rein. Inzwischen habe ich mich an die Kraft gewöhnt, das Bouquet erscheint nun cremig. Der Alkohol ist erkennbar, aber fügt sich angenehm ein. Bedächtig lasse ich den letzten Schluck aus dem Glas über die Zunge rollen und behalte den Scotch eine Weile im Mund. Speichelfluss setzt ein.

Schöner langer Abgang. Eine gewisse Rauchnote, der Gaumen erholt sich vom Alkohol, die Zunge von der Schärfe.


Ist das Zeug die aktuell knapp 120 Euro wert? Nur für Fans. Gegenüber der normalpreisigen 10Y-Version fehlen die Kanten. Allerdings hat die 18Y-Version mehr Holz zu bieten und zeigt sich insgesamt als wunderbar ausgewogener Scotch. Geschmacklich wird dabei vielleicht nicht ganz die Bandbreite geboten wie von anderen Whiskys in dieser Altersklasse.

Für mich kein Fehlkauf. Zwar objektiv vom Preisleistungsverhältnis her zu teuer, aber es ist ein Talisker in Vollendung.

Triniter
2016-10-13, 13:19:09
Wieso kenne ich diesen Thread noch nicht? Trinke so seit 4-5 Jahren auch öfter Whiskey.
Der Thread ist wichtig, den muss man kennen :biggrin:

Also gut, jetzt ist er doch auf. Talisker 18Y. Ich gieße ein. In der Nase eine Meeresbrise. Gischt, Salzwasser. Ich versuche, die maritimen Vorstellungen zu verdrängen und mich rein auf das Bouquet zu konzentrieren. Holzwand, Schiffsplanke (da kommt wieder die Assoziation mit der See!) Fruchtsäure in allerdings sehr milder Form. Aha! In der Nase nun auch etwas Rauch und etwas Torf, aber nicht überbetont. Sondern harmonisch in einer Würzigkeit integriert.

Ich trinke. Fasswand, Holz, Fass. Das hatte ich beim Talisker 10Y noch vermisst. Dann kommt die Schärfe. Schwächer als bei der 10-Jahres-Version. Leichter Anklang von Salzigkeit, Orangenschale (leichte Bitterkeit), flüssiger Honig. Zweiter Schluck. Die angenehme Schärfe breitet sich aus, der Alkohol beißt in die Zunge, das Holz wirkt, Holzbeize oder Lack im Anklang. Aus der Speiseröhre steigt Wärme empor.

Noch ein Schluck! Neben der trockenen Pfeffrigkeit auch Süße. Wieder genieße ich, wie sich der Geschmack im Mund entwickelt. Noch ist ein wenig im Glas. Ich halte noch mal die Nase rein. Inzwischen habe ich mich an die Kraft gewöhnt, das Bouquet erscheint nun cremig. Der Alkohol ist erkennbar, aber fügt sich angenehm ein. Bedächtig lasse ich den letzten Schluck aus dem Glas über die Zunge rollen und behalte den Scotch eine Weile im Mund. Speichelfluss setzt ein.

Schöner langer Abgang. Eine gewisse Rauchnote, der Gaumen erholt sich vom Alkohol, die Zunge von der Schärfe.


Ist das Zeug die aktuell knapp 120 Euro wert? Nur für Fans. Gegenüber der normalpreisigen 10Y-Version fehlen die Kanten. Allerdings hat die 18Y-Version mehr Holz zu bieten und zeigt sich insgesamt als wunderbar ausgewogener Scotch. Geschmacklich wird dabei vielleicht nicht ganz die Bandbreite geboten wie von anderen Whiskys in dieser Altersklasse.

Für mich kein Fehlkauf. Zwar objektiv vom Preisleistungsverhältnis her zu teuer, aber es ist ein Talisker in Vollendung.

Beim Talisker hab ich den 10er nie probiert weil ich den 18er vor Jahren mal im Duty Free als Literflasche gekauft habe und mich der absolut überzeugt hat. Diese Mischung aus Zitrusfrüchten, Salz und allgemein der Eindruck man hat das Meer direkt im Glas ist einfach einzigartig (zumindest hab ich bisher noch keinen anderen Whisky in der Richtung im Glas gehabt).
Die Frage ob es den Preis wert ist oder nicht ist hier aber natürlich wieder sehr angebracht. Die Literflasche hat mich damals unter 100 Euro gekostet, glaub zwischen 85 und 90. Jetzt sinds halt ~110 Euro für 0,7...
Vergleicht man aber dann wieder mit den Whisky's die so richtig im Hype sind (Macallan Sherry Cask mit Altersangabe, Springbank, ...) geht es grad noch so.
Ich werd jetzt dann auch mal wieder eine Bestellung platzieren, dieses Jahr kam bisher nur der Laphroaig Cairderas und der aktuelle Caskstrength dazu, sonst war ich bisher sehr geizig aber jetzt will ich einfach mal wieder neue Brennereien testen, vermutlich wird es so kommen:
- Lagavulin Distillers Edition
- Was von Aberlour, ich weiß nur noch nicht was, verschenkt hab ich den schon oft und immer sehr positive Rückmeldungen bekommen aber nie wirklich selbst getestet
- Glenfarclas würd ich auch gern testen, weiß aber noch nicht ob ich soll oder nicht, aber da gäb es nen 15 jährigen rein aus Oloroso Sherry Fässern, ach verdammt...

aths
2016-10-13, 16:47:58
Hehe. Hört sich alles ziemlich hochpreisig an.

Wenn ich 50 Euro für eine Flasche ausgebe, ist das schon teuer. Bei 30 Euro wiederum bekommt man fast nur junge Whiskys, die mag ich nicht so. Alles was 60 Euro oder mehr kostet, nehme ich schon rein preislich als Scotch-Schwergewicht wahr. Ich weiß, dass die Spitzenwhiskys da bestenfalls erst anfangen.

Triniter
2016-10-13, 18:37:30
Hehe. Hört sich alles ziemlich hochpreisig an.

Wenn ich 50 Euro für eine Flasche ausgebe, ist das schon teuer. Bei 30 Euro wiederum bekommt man fast nur junge Whiskys, die mag ich nicht so. Alles was 60 Euro oder mehr kostet, nehme ich schon rein preislich als Scotch-Schwergewicht wahr. Ich weiß, dass die Spitzenwhiskys da bestenfalls erst anfangen.

Das geht alles noch recht gut. Ich hab auch teure Sachen im Schrank aber ich versuche schon auch unter 100€ zu bleiben. Und jeden Trend mach ich mittlerweile auch nicht mehr mit. Zum Beispiel kaufe ich nur noch mit Altersangabe. Ausnahmen ist der tripple Wood und der quarter Cask von Laphroaig.
Was das Alter anbelangt ist das halt so ne Sache. Bei den rauchigen Whiskys verliert man die wilde Stärke und Rauheit. Klar dafür entstehen andere Aromen und der Rauch rückt in den Hintergrund. Hat auch was aber braucht sehr viel Zeit und ist kein mal schnell trinken Whisky.

aths
2016-10-14, 03:11:17
Das geht alles noch recht gut. Ich hab auch teure Sachen im Schrank aber ich versuche schon auch unter 100€ zu bleiben. Und jeden Trend mach ich mittlerweile auch nicht mehr mit. Zum Beispiel kaufe ich nur noch mit Altersangabe. Ausnahmen ist der tripple Wood und der quarter Cask von Laphroaig.
Was das Alter anbelangt ist das halt so ne Sache. Bei den rauchigen Whiskys verliert man die wilde Stärke und Rauheit. Klar dafür entstehen andere Aromen und der Rauch rückt in den Hintergrund. Hat auch was aber braucht sehr viel Zeit und ist kein mal schnell trinken Whisky.
Mit Altersangabe – das ist das Problem, dass mir die Whiskys mit Altersangabe eigentlich immer besser schmecken als die ohne. Das kostet dann auch.

Bei Talisker hatte ich vor zwei oder drei Jahren den 57° North, noch recht gut aber wohl auch durch den starken Alkohol. Der günstigere Skye (knapp 46%) ist ein seltsamer Scotch. Talisker-Anklänge und für sich genommen okay, auch eine gewisse Erdigkeit und Tiefe, aber es zündet nicht so richtig. Der Talisker Storm ist zwar doch recht scharf, es gibt sogar etwas Holz im Mund, aber kommt eben auch ein leichter Anklang von Red Label durch. Talisker 10 Jahre: Nicht nur rauere Schärfe, auch mehr Süße, mehr Kraft, mehr WÜRZE.

Der Vollflop war der Glenlivet Founder's Reserve ohne Altersangabe. Die 12Y-Version war superlecker. Die 18Y-Version war der Hammer. DER HAMMER! Die Edition ohne Alter kann ich nur dann empfehlen, wenn jemand sonst nur Red Label trinkt.

Triniter
2016-10-14, 08:07:34
Von Glenlivet hab ich zwei Flaschen, einmal den 15 Jahre French Oak. Den mag ich gar nicht so wirklich. Warum? Schwere Frage, aber es kommt einfach nichts bei rum.
Die zweite Flasche ist eine Flasche in Fassstärke, extra für die alte Tabakstube in Stuttgart abgefüllt. Scheiße, der ist mal derbe geil. Dem merkt man die 56 oder 58% nicht an, dafür hat man ein Aroma das man einfach nur genießen muss. Leider ist Stuttgart für mich nicht ums Eck weil die haben viele solcher Abfüllungen dort die sie speziell für sich machen lassen. Alle preislich sehr OK, zumindest als ich das letzte mal dort eingekauft habe.

Michalito
2016-10-15, 12:53:21
Die zweite Flasche ist eine Flasche in Fassstärke, extra für die alte Tabakstube in Stuttgart abgefüllt. Scheiße, der ist mal derbe geil. Dem merkt man die 56 oder 58% nicht an, dafür hat man ein Aroma das man einfach nur genießen muss. Leider ist Stuttgart für mich nicht ums Eck weil die haben viele solcher Abfüllungen dort die sie speziell für sich machen lassen. Alle preislich sehr OK, zumindest als ich das letzte mal dort eingekauft habe.

Schneid dir die 56%+ trotzdem mal mit mildem Wasser wie Vittel oder so trotzdem mal runter. Alkohol in der Liga betäubt einen Teil der Geschmaksrezeptoren. Kann durchaus sein das er mit ca. 42 bis 46% noch wahrnehmbare Aromen gewinnt.

Lyka
2016-10-15, 23:05:43
Glenfiddich versucht jetzt Bierfasslagerung...

http://scontent.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/v/t1.0-9/14568240_1413593638948411_6574044276522691308_n.jpg?oh=e82f65397b7ad96603b59497d e9634cf&oe=58957E48

Triniter
2016-10-16, 01:02:49
Ich hab ne Flasche Säntis Malt mit Bierfasslagerung, naja muss man nicht unbedingt haben...

UFOBASE
2016-10-21, 22:37:43
Grad auf Amazon im Angebot:

Auchentoshan 12 Jahre für 23€ statt 40€ !

Mehr als fairer Preis würde ich sagen.


uFo

Blackland
2016-10-26, 12:56:18
Grad auf Amazon im Angebot:

Auchentoshan 12 Jahre für 23€ statt 40€ !

Mehr als fairer Preis würde ich sagen.


uFo

Bei whisky.de auch (länger) gesenkt: 27,90 € bis 31.10.16, sonst ca. 31 Euro.

http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Lowlands/Auchentoshan-12-Jahre--.html

Bei amazon lohnt es sich ab und an, insbesondere, wenn Versandkostenfrei.

aths
2016-11-01, 20:36:02
Orange. Süße, Honig, Creme. Die Nase ist schon mal gut. Dann rein damit!

Schärfe, fast ein Kratzen. Holzplanken, Schiffsfarbe, halbnasse Netze. Noch ein Schluck!

Jetzt die Würzigkeit, bishin zum Salz. Fast schon Salzkruste. Speichelfluss setzt ein, die Süße kommt.

Ein Schluck ist noch im Glas, doch ich schnüffele erst mal nur dran. Den teuren Talisker 18Y gieße ich mir nur selten ein, das genieße ich dann auch ausführlich.

Everdying
2016-11-02, 13:17:53
Empfehlungen gesucht ;) Suche einen süßen Scotch und einen Bourbon jeweils für max ~35 Euro. Bin kein Fan von Rauch. Ersterer sollte ein leichter, süßer Whiskey sein, der schön ölig runtergeht. Muss ne richtige Schweinerei sein, wo man direkt Bock auf mehr bekommt :biggrin:
Sherry darf mit ihm Spiel sein, muss aber nicht. Hab eh noch relativ viel Sherry-lastige Whiskeys rumstehen.

Beim Bourbon bin ich für alles offen, da nicht viel Erfahrung (Maker´s Mark Red, JB Single Barrel und paar andere Bekannte). Vllt nicht zu viel "Lösungsmittel" bzw. unsaubere Alkoholnote, die mich beim Maker´s Mark bisschen gestört hat. Dachte z. B. an einen Wild Turkey 101, der sehr gute Bewertungen für den Preis hat.

Kampf-Sushi
2016-11-02, 14:03:47
Mein Lieblingsbourbon wäre Elijah-Craig und im Budget:
https://www.amazon.de/Elijah-Craig-919070-Elijah-Craig-12-Kentucky-Bourbon-Whiskey/dp/B001TOAZA6

Beim Scotch wirds für mich aber schwierig, die meisten die ich mag liegen bei ~50-60€.
Vielleicht Glenfiddich.

Baalzamon
2016-11-02, 14:10:24
Ist zwar kein Scotch, aber für den 'süßen' Whisky-Genuss würde ich einen Connemara (http://www.whisky.de/shop/Irland/Single-Malt/Connemara--.html) nehmen. Da ist zwar von Torf und Rauch die Rede, aber so habe ich das nie wahrgenommen. Eher rund und süßlich.

Mosher
2016-11-02, 15:08:09
Aus aktuellem Anlass: Hat schon jemand den Maker's Mark Cask Strength probiert?

Ich bekäme den Liter für umgerechnet 29€.

aths
2016-11-02, 23:48:55
Ich überlege schon, welche Whiskys ich mir 2017 gönnen könnte, um eine kleine Auswahl im Haus zu haben.

Das ist schwerer als man denkt. Zum Beispiel ein schöner Cragganmore 12Y? Ein durchweg guter Scotch, allerdings auch eher Standard im Geschmacksprofil. Brauche ich da eine Flasche von? Nicht unbedingt. Lagavulin 16Y? Lecker, aber auch recht speziell. Muss ich da eine Flasche von im Haus haben? Irgendwie will ich nicht anlassfrei das Geld dafür ausgeben. Einige andere Malts, im preiswerteren Bereich um 30-35 Euro die ich mir zuletzt angeschafft hatte, kommen nicht in Frage weil sie mir nicht gut genug schmecken.

Wahrscheinlich werde ich vorläufig einfach noch weiter probieren, was es alles für schöne Malts gibt.

Langlay
2016-11-03, 02:47:50
@aths bei Whisky.de gibts gerade den Lagavulin Distillers Edition im Angebot. Sind zwar immernoch knapp 80€ aber die ist er imo schon wert, ist schon ein leckerer Scotch mit Rauch und Frucht.

aths
2016-11-03, 23:20:39
@aths bei Whisky.de gibts gerade den Lagavulin Distillers Edition im Angebot. Sind zwar immernoch knapp 80€ aber die ist er imo schon wert, ist schon ein leckerer Scotch mit Rauch und Frucht.
Alle schwärmen davon :) Ein Kollege will den mal mitbringen, dass ich kosten kann.

aths
2016-11-03, 23:20:52
Mein Lieblingsmalt ist ja Talisker. Eine neue Flasche vom Storm werde ich wohl trotzdem nicht kaufen.

Ich sehe ein, dass eine Brennerei auch Fässer hat bei denen sich eine lange Lagerung nicht lohnt, weshalb man einen jüngeren Whisky zusammenstellt. Am Storm habe ich für sich genommen nicht viel auszusetzen, im Gegenteil finde ich im Glas Würze, auch Rauchigkeit die sich in der Nase schön entfaltet. Dazu eine Fruchtnote. Man kann eine Weile am Glas schnüffeln ohne dass es langweilig wird, während sich im Hintergrund maritime Anklänge zeigen.

Im Mund überwiegt im Antritt die Schärfe und man hat eine gewisse Rauheit und dank der knapp 46% Alkohol auch Power. Im Abgang dann Trockenheit. Das Problem ist ein Vergleich mit dem Talisker 10Y. Der hat deutlich mehr Wucht, schön im hinteren Rachenraum, Komplexität, Süße, Würze, mehr Salzgeschmack. Im Abgang viel Wärme.

Das ist einfach eine andere Liga.

Nach dem zehn Jahre alten Talisker sich noch mal den Storm zu genehmigen, zeigt die Unterschiede auf. Der Storm hat seine eigene Note, mehr Frische, fast könnte man sagen mehr Metall. Aber das gewohnte Talisker-Naturschauspiel in Rachen und Speiseröhre bleibt aus. Für mich bleibt der Talisker mit zehn Jahren ein Höhepunkt des besonderen Single-Malts.

aths
2016-11-08, 01:11:58
Kürzlich habe ich mich über den Talisker Storm ausgelassen, nun in der Talisker Skye dran. Wie beim Storm hatte ich letztes Jahr (2015) schon eine Flasche, und dieses Jahr noch mal eine Flasche gekauft.

In der Nase eine Feinwürzigkeit, wenig Rauch aber was da ist, ist angenehm, dann kommt eine Idee Fruchtigkeit. Im Mund dann kein beeindruckender Antritt, aber ein für den Preis akzeptabel komplexer Geschmack. Nasse Erde. Trockene Kräutersamen, eine leichte Idee Salz. Man darf den Scotch nicht sofort schlucken, der Malt braucht etwas Zeit auf der Zunge. Das Beißen setzt ein. Weniger Holz als beim Storm, aber Anklänge.

Man wird dem Malt nicht gerecht, wenn man ihn als reibungslos abtut. Der Abgang in der Speiseröhre ist zwar fast unspürbar, aber die Zunge freut sich.

Schon in geringer Verdünnung wirkt der Skye fast wässrig, dafür sind einige Aromen leichter zugänglich. Der nun nochmals mildere Rauch dürfte selbst einem Einsteiger gefallen. Im Rachen erweist sich der Skye als schön fruchtig, mit einer Orangen-Zitrusschalen-Note.

Doch ich werde nicht warm mit diesem Scotch. Der Skye bietet zwar Nuancen, der eigentlich unangenehme Geruch von Harnstoff lässt sich in beinahe unendlicher Verdünnung erahnen und bietet zusammen mit dem Alkoholgeruch ein angenehmes Bouquet. Im Geschmack findet man auch etwas Fasswand, Röstzucker. Hervorzuheben ist die Ausgewogenheit und Balance im Geschmacksspektrum. Für den Preis ist das kein schlechter Drink – trotzdem habe ich keinen Antrieb, mir in absehbarer Zeit noch eine Flasche zu kaufen.

Triniter
2016-11-16, 13:28:39
Nachdem ich für einen Freund in Geburtstagsgeschenk benötigt habe und meine Wahl auf den Dalmore 12 Jahre gefallen ist hab ich die Situation gleich genutzt und mir eine Flasche Glenfarclas (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Highlands/Glenfarclas-Oloroso-Sherry-Cask-1996-2015.html) mitbestellt. Bin mal gespannt.

Grindcore
2016-11-17, 08:57:35
Ausgezeichnete Wahl. Bei Glenfarclas gibts hervorragende, Sherry-lastige Single Malts zu Preisen, die bei anderen Destillen vor 10 Jahren üblich waren. Ich bin immer wieder erstaunt, dass man von GF so wenig liest.

DrumDub
2016-11-17, 12:35:17
mit den sherrylastigen kann ich so garnix anfangen.

meine lieblinge:

Lagavulin 16 Jahre (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Lagavulin-16-Jahre---1.html)
Caol Ila 12 Jahre (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Caol-Ila-12-Jahre--.html)
Laphroaig Quarter Cask (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Laphroaig-Quarter-Cask--.html)
Finlaggan Cask Strength (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Finlaggan-Cask-Strength---1.html)
Benriach Curiositas 10 Jahre (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Highlands/Benriach-Curiositas-10-Jahre.html)
Ardbeg TEN 10 Jahre (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Ardbeg-TEN-10-Jahre--.html)

ganz ok, aber überzeugen mich nicht:

Smokey Joe (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Blend-Grain/Smokey-Joe.html)
Talisker 10 Jahre (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Inseln/Talisker-10-Jahre--.html)

muss jetzt demnächst mal die bowmores, smokeheads, port charlottes und bunnahabhain antesten.

Grindcore
2016-11-17, 13:07:18
Bei dem Beuteschema würde ich mal den "Classic of Islay" des unabhängigen Abfüllers Jack Wiebers empfehlen. Hat ein super Preis/Leistungsverhältnis, die Charge die ich hatte hat in punkto Intensität/Rauchigkeit jeden Lagavulin an die Wand gedrückt. War die erste Fassstärke, die ich freiwillig verdünnt habe.

Triniter
2016-11-17, 13:24:12
mit den sherrylastigen kann ich so garnix anfangen.

meine lieblinge:

Lagavulin 16 Jahre (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Lagavulin-16-Jahre---1.html)
Caol Ila 12 Jahre (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Caol-Ila-12-Jahre--.html)
Laphroaig Quarter Cask (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Laphroaig-Quarter-Cask--.html)
Finlaggan Cask Strength (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Finlaggan-Cask-Strength---1.html)
Benriach Curiositas 10 Jahre (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Highlands/Benriach-Curiositas-10-Jahre.html)
Ardbeg TEN 10 Jahre (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Ardbeg-TEN-10-Jahre--.html)

ganz ok, aber überzeugen mich nicht:

Smokey Joe (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Blend-Grain/Smokey-Joe.html)
Talisker 10 Jahre (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Inseln/Talisker-10-Jahre--.html)

muss jetzt demnächst mal die bowmores, smokeheads, port charlottes und bunnahabhain antesten.
Bowmore werd ich nicht so richtig warm mit. Das ist mir irgendwie zu wenig.
Bunnahabhain hab ich den 12er zuhause. Auch lecker aber keine Rauchbombe, schwer zu beschreiben eher schon recht komplex für nen 12 jährigen.

evil_overlord
2016-11-17, 18:21:40
Bowmore werd ich nicht so richtig warm mit. Das ist mir irgendwie zu wenig.
Dem würde ich mich mal uneingeschränkt anschließen.
Bunnahabhain hab ich den 12er zuhause. Auch lecker aber keine Rauchbombe, schwer zu beschreiben eher schon recht komplex für nen 12 jährigen.
Mich hat der 12er Bunnahabhain überrascht. Sehr... "malzig". Nicht unbedingt der typische Islay-Whisky.
Aber da sich DrumDub sein Beuteschema scheinbar mit mir teilt und ich mir von dem Bunnahabhain eine zweite Flasche gekauft habe, bevor die erste halb leer war, würde ich den definitiv empfehlen.

Sven77
2016-11-25, 14:07:32
Ist zwar kein Scotch, aber für den 'süßen' Whisky-Genuss würde ich einen Connemara (http://www.whisky.de/shop/Irland/Single-Malt/Connemara--.html) nehmen. Da ist zwar von Torf und Rauch die Rede, aber so habe ich das nie wahrgenommen. Eher rund und süßlich.

https://www.amazon.de/Connemara-Peated-Single-Irish-Whiskey/dp/B00BERLBG0/ref=gbph_img_s-4_6015_6652edf7?smid=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_p=379d2653-376e-495a-b5af-c755e2706015&pf_rd_s=slot-4&pf_rd_t=701&pf_rd_i=gb_main&pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_r=MBC460M3F3ZNBJBZE9A4

Gibts gerade für 17,99 bei Amazon.. und natürlich schmeckt der Torfig, schon fast wie ein Lagavulin. Kann ich nur empfehlen, ähnlich komplexe Single Malts kosten eigentlich das doppelte und die Flasche macht sich gut in der Bar :)

anddill
2016-11-28, 13:56:21
Ich mache jetzt auch mal schamlose Amazon-Werbung. Die haben heute zum "Cyber-Monday" diverse Scotchs im Angebot. Ich hoffe mal der Link funktioniert:
https://www.amazon.de/b/ref=lp_11969756031_gbph_tit_s-3_6688_d7b006d5?rh=i%3Agrocery%2Cn%3A11969756031&ie=UTF8&smid=A3JWKAKR8XB7XF&node=11969756031

Dr.Dirt
2016-11-28, 15:57:31
Wer sich über Whiskey deals informieren will:
http://www.whisky-deals.de/

Everdying
2016-11-28, 17:53:11
Ah ihr Schweine, jetzt muss ich mir fast wieder was bestellen :mad::biggrin:

Mosher
2016-11-28, 18:00:44
:D Dito

Triniter
2016-11-29, 12:22:53
Ich hab am Wochenende zwei neue Flaschen zur Sammlung hinzu gekauft:
1. Lagavulin Distillers Edition
2. Glenburgie 21 Jahre aus der Signatory Vintage Serie.
Den ersten hab ich noch nicht offen, den zweiten konnte ich im Geschäft testen weil das Faß speziell für die alte Tabakstube in Stuttgart zur Verfügung steht. In der Nase ist er ein typischer Speyside. Leicht, fruchtig, gleich angenehm, sehr harmonisch. Ein toller Whisky zu nem sehr fairen Preis für das Alter (69€ für 0,7l)

aths
2016-11-29, 23:26:48
Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich ihn probiere. Und ich habe nicht mal mit der zehnjährigen Version angefangen, sondern gleich den Laphroaig Quarter Cask gekauft.

48% Alkohol? Ich verdünne auf rund 40%.

In der Nase: Holz. Dazu Bindemittel, Lack, etwas Beize. Phenolischer Torfrauch macht sich bemerkbar. Nachdem sich das Riechorgan gewöhnt hat, Teer und Vanille, eine klebrige Süße. Ich schnüffle lange am Glas. Im Hintergrund ein Geruch, den ich nicht in Worte fassen kann, der aber auch in anderen Whiskys vorkommt, eine gewisse abgerundete Würde. Ich schwenke den Scotch, er riecht immer süßer, inzwischen schon zuckrig.

Im Mund dauert es zwei Sekunden, dann ein Brennen. Rauch. Holz. Säure. Asche. Und was für Asche. Im Abgang eher kurz. Noch ein Schluck. Süße.

Das Aroma wandelt sich ständig. Dieser Scotch ist wirklich mehrdimensional. Weil ich gerade gut drauf bin, noch mal pur eingegossen, ohne Verdünnung. In der Nase erst schön cremig, dann kommt doch die alkoholische Schärfe durch. Eine Ahnung von Getreide. Undefinierbares Fruchtmus. Riecht lecker.

Im Mund ein deutliches Brennen, bishin zum Prickeln. Der Stoff glüht lange nach. Jetzt zeigt sich ein doch machtvoller Abgang mit langanhaltender Wärme. Auf der Zunge wird es richtig trocken, die Schleimhäute produzieren aber Speichel. Im Aroma möglicherweise eine Note Tabak.

Letzter Schluck aus dem Glas. Holzkohle, Brennen, Schärfe. Krass. Röstaromen, Torfigkeit. Eichenholz. Lecker.

Triniter
2016-11-30, 12:55:13
Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich ihn probiere. Und ich habe nicht mal mit der zehnjährigen Version angefangen, sondern gleich den Laphroaig Quarter Cask gekauft.

48% Alkohol? Ich verdünne auf rund 40%.

In der Nase: Holz. Dazu Bindemittel, Lack, etwas Beize. Phenolischer Torfrauch macht sich bemerkbar. Nachdem sich das Riechorgan gewöhnt hat, Teer und Vanille, eine klebrige Süße. Ich schnüffle lange am Glas. Im Hintergrund ein Geruch, den ich nicht in Worte fassen kann, der aber auch in anderen Whiskys vorkommt, eine gewisse abgerundete Würde. Ich schwenke den Scotch, er riecht immer süßer, inzwischen schon zuckrig.

Im Mund dauert es zwei Sekunden, dann ein Brennen. Rauch. Holz. Säure. Asche. Und was für Asche. Im Abgang eher kurz. Noch ein Schluck. Süße.

Das Aroma wandelt sich ständig. Dieser Scotch ist wirklich mehrdimensional. Weil ich gerade gut drauf bin, noch mal pur eingegossen, ohne Verdünnung. In der Nase erst schön cremig, dann kommt doch die alkoholische Schärfe durch. Eine Ahnung von Getreide. Undefinierbares Fruchtmus. Riecht lecker.

Im Mund ein deutliches Brennen, bishin zum Prickeln. Der Stoff glüht lange nach. Jetzt zeigt sich ein doch machtvoller Abgang mit langanhaltender Wärme. Auf der Zunge wird es richtig trocken, die Schleimhäute produzieren aber Speichel. Im Aroma möglicherweise eine Note Tabak.

Letzter Schluck aus dem Glas. Holzkohle, Brennen, Schärfe. Krass. Röstaromen, Torfigkeit. Eichenholz. Lecker.

Laut Laphroig ist das ja quasi einer 3er Serie:
10 Jahre, Quarter Cask und Tripple Wood. Den 10 jährigen hab ich aktuell nicht zuhause aber die anderen beiden. Dein Bericht ist sehr autentisch, der Whisky ist eine Wucht, gewaltig und wild und faszinierend.
Wenn man bedenkt das man die Flasche immer noch zu einem relativ fairen Preis bekommt.
Man sollte nur 2 Dinge vermeiden:
1. Nach einem Dram davon einen anderen Whisky trinken.
2. einem Whisky- bzw. Islayneuling einen davon anbieten :-)

kmf
2016-12-01, 16:16:59
Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich ihn probiere. Und ich habe nicht mal mit der zehnjährigen Version angefangen, sondern gleich den Laphroaig Quarter Cask gekauft.

48% Alkohol? Ich verdünne auf rund 40%.

In der Nase: Holz. Dazu Bindemittel, Lack, etwas Beize. Phenolischer Torfrauch macht sich bemerkbar. Nachdem sich das Riechorgan gewöhnt hat, Teer und Vanille, eine klebrige Süße. Ich schnüffle lange am Glas. Im Hintergrund ein Geruch, den ich nicht in Worte fassen kann, der aber auch in anderen Whiskys vorkommt, eine gewisse abgerundete Würde. Ich schwenke den Scotch, er riecht immer süßer, inzwischen schon zuckrig.

Im Mund dauert es zwei Sekunden, dann ein Brennen. Rauch. Holz. Säure. Asche. Und was für Asche. Im Abgang eher kurz. Noch ein Schluck. Süße.

Das Aroma wandelt sich ständig. Dieser Scotch ist wirklich mehrdimensional. Weil ich gerade gut drauf bin, noch mal pur eingegossen, ohne Verdünnung. In der Nase erst schön cremig, dann kommt doch die alkoholische Schärfe durch. Eine Ahnung von Getreide. Undefinierbares Fruchtmus. Riecht lecker.

Im Mund ein deutliches Brennen, bishin zum Prickeln. Der Stoff glüht lange nach. Jetzt zeigt sich ein doch machtvoller Abgang mit langanhaltender Wärme. Auf der Zunge wird es richtig trocken, die Schleimhäute produzieren aber Speichel. Im Aroma möglicherweise eine Note Tabak.

Letzter Schluck aus dem Glas. Holzkohle, Brennen, Schärfe. Krass. Röstaromen, Torfigkeit. Eichenholz. Lecker.Da hast dir ja mal was Gutes gegönnt. :biggrin:

... ist seit Jahren mein Lieblingswhisky, trinke ihn aber komplett unverdünnt.

aths
2016-12-02, 03:53:36
Oh Gott. Dieser Geruch. JAAA! Der Talikser 18 Jahre verwöhnt sofort. Aroma. Rauch.

Das Aroma, das man in vielen gereiften Whiskys findet. Und Honig, Rosinen, Sultaninen, Rauch, Datteln. Die Würze mit dem Salz-Fokus (Schinken? Nein. Holz und Rauch? Ja.) kommt in die Nase.

Im Mund erst leicht. Dann Holz, Säure, Brennen, Schwere. Schärfe. Butter? Holz, Holzkohle, Rauch. Schwarzer Rauch. Holz (Eiche?) Süße. Würze und Pfeffer. Schärfe und Alkohol. Raues Holz. Dörrfrucht. Eine Ahnung von getrockneter Fischhaut inklusive dem Fett. Tang, Steine, Gischt.

Das Aroma! Trockenfrucht, Rauch, Holz und pfeffrige Kohle. Süße Würze. Gravitas und Vanille. Holz. Ein ziemlich guter Drink, allerdings derzeit völlig überteuert.

Rooter
2016-12-03, 12:50:25
War ja jetzte Woche auf einem Seminar in einem Bildungszentrum. Im Regal der Kneipe, die da unten im Keller ist, habe ich doch tatsächlich eine Flasche Lagavulin erspäht =) und mir gleich mal einen genehmigt. Der Wirt berichtete, dass er den Rauchgeruch ja ganz furchtbar findet und, dass sie vor einigen Monaten mal ein fast leeres Glas auf dem Tisch vergessen haben, am nächsten Morgen stank der ganze Raum danach... Kaum hatte ich mein Gläschen geleert wurde es auch sofort gespült. ;D

MfG
Rooter

Lyka
2016-12-03, 13:06:58
ich habe gestern bei Reddit^^ bei der Frage "Wie lernt man, Bourbon zu trinken, ohne Eis etc..." die Antwort gelesen, dass ein Whiskykenner empfohlen hat, jeden Tag 1 Glas zu trinken für 10 Tage und dann hat man sich daran "gewöhnt". Ob das auch beim Rauchigen funktioniert :uponder: (ich bin ja mehr der Non-Rauchige-Trinker -.-')

cartman5214
2016-12-04, 00:05:31
Heute gab es Nachschub. den Laphroaigh 18 in der weissen Pappröhre. Der DHL-Bote war quasi noch auf dem Grundstück da war die Flasche auf (aber zunächst nur für den olfaktorischen Test). Den Antrunk habe ich mir dann für den Abend aufgehoben.

Zum Einstieg jeweils 1cl 18er grüne Verpackung, dann 18er weiße Verpackung. Ja, durch die Rezensionen im Netz vorbelastet bin ich skeptisch gewesen und ja, ich tendiere weiterhin zu der alten, grünen Version. Im direkten Vergleich ist sie irgendwie runder, schwerer, tiefer. Der Unterschied ist schwer zu greifen, evtl. auch wirklich verfälscht durch die angelesenen Meinungen im Netz. Beiden gemein ist aber dieser unglaubliche Eindruck wilder See. Man steht direkt an der Küste und hat Seegras, Brandung und Salz im Mund.

Danach, er konnte nur verlieren, den Quarter Cask. Er will viel, er kann nicht alles. Die Noten von Eiche und Teer kommen dominanter durch als bei den großen Brüdern. Der Weg ist erkennbar aber deutlich noch nicht zu Ende. Sorry, aber dich bringe ich nach dem direkten Vergleich nochmal nach Schottland und kippe dich ins Fass zurück. Spritziger, schärfer, aber es fehlt das gewisse etwas. Ein guter Islay, aber hier mert man den Grund für die Preisdifferenz.

aths
2016-12-07, 20:35:37
Da hast dir ja mal was Gutes gegönnt. :biggrin:

... ist seit Jahren mein Lieblingswhisky, trinke ihn aber komplett unverdünnt.
Er schmeckt auch unverdünnt, ja :D

Zum Einstieg jeweils 1cl 18er grüne VerpackungWenn ich Scotch probiere, meistens auch in so kleinen Mengen. Es gibt schon mal längere Abende, wo ich mir auch einen richtigen Drink eingieße. Beim Tasting möchte ich aber die Alkoholwirkung eher zurückstellen und komme mit kleinen Mengen aus.

aths
2016-12-07, 20:49:26
Altersangabe gegen spezielle Nachreifung. Wer gewinnt? Zunächst der Laphroaig 10Y. In der Nase: Ölfarbe, Terpentin, Farbverdünner. Rauch, phenolisch. Ziemlich starker Geruch. Der Laphroaig Quarter Cask ist in der Nase deutlich weicher. Die Aromen kommen auch durch, aber sind sanfter und harmonischer. Noch mal am 10Y geschnuppert. Ja, der ist klar stärker. Im Hintergrund zeigt sich jetzt eine Frische.

Ab in den Mund. Oha. OHA! Mehr Holzkohle als erwartet. Dazu eine schöne Würze. Nach dem zweiten Schluck dann kommt auch Süße. Möglicherweise auch Vanille.

Im Abgang mittellang. Für einen Whisky dieser Preisklasse ziemlich gut. Nun kommt der Quarter Cask ran. Ich habe ihn leicht verdünnt, von ausgehend 48% auf möglicherweise 45% (der 10Y hat 40%.)

Im Mund ist die Süße viel stärker. Das Holz, das Fass liegt wunderbar auf der Zunge. Geschmacklich breiter aufgestellt als der 10Y, zudem gefälliger.

Fazit: Beide Versionen sind für meinen Geschmack tolle Whiskys. Der Quarter Cask ist zu Recht etwas teurer. Der Laphroaig 10Y begeistert mich auf seine Art trotzdem sofort. Man bekommt das was man beim Single-Malt sucht, nämlich das besondere Erlebnis – wenn auch etwas einseitig und eine Idee zu bitter. Im Vergleich zu einigen anderen Whiskys dieser Preisliga finde ich hier aber einen Charakter für den ich mir Malts kaufe.

Lyka
2016-12-15, 13:45:18
danke, wollte gerade fragen, welchen rauchigen ich kaufen soll (bis 40 Euro) nächste Woche, um mich dran zu gewöhnen und da möchte ich nicht halbherzig anfangen ;D

oder soll ich doch auf Bowmore gehen? :redface:

Triniter
2016-12-15, 14:48:43
danke, wollte gerade fragen, welchen rauchigen ich kaufen soll (bis 40 Euro) nächste Woche, um mich dran zu gewöhnen und da möchte ich nicht halbherzig anfangen ;D

oder soll ich doch auf Bowmore gehen? :redface:
Nein, kein Bowmore.
Wenn du wirklich Rauch willst kauf dir
den (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Ardbeg-TEN-10-Jahre--.html?force_sid=4b26a5e2be9abdb749164d9e4921b13d&listtype=search&searchcnid=6b9ebb251d365abe73f461fa2feee4fd&searchmanufacturer=imp_m_1340&searchorigin=2&searchmanufacturer=imp_m_1340)
oder
den (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Laphroaig-10-Jahre.html?force_sid=4b26a5e2be9abdb749164d9e4921b13d&listtype=search&searchcnid=6b9ebb251d365abe73f461fa2feee4fd&searchmanufacturer=imp_m_1319&searchorigin=2&searchmanufacturer=imp_m_1319)
Beide sind empfehlenswert und ihren Preis durchaus wert. Deshalb haben beide auch ein großen "Fanlager". Bowmore ist zwar auch Islay aber trotzdem anders.