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UFOBASE
2017-04-04, 00:02:02
Ich habe ihn gerade "genossen". Gemessen am 10-jährigen aus eigenem Hause und erst recht an den meisten anderen Tropfen von der Insel Islay ist der Darkest von Bowmore wahrlich nur dezent rauchig. Ganz so wie scheinbar gewünscht. ;)

Da bin ich voll bei dir! (Gerade nochmal probiert....feines Stöffchen!)

Und direkt danach zum Vergleich den Bowmore White Sands (17j), definitiv noch mal weniger Rauch. Exotische Früchte sind auch drin...aber da fehlt mir für die (dunkle) Fruchtnote das Sherryfass.
Außerdem reden wir da, leider, von nochmal 20€ mehr.

Ich bleibe bei meiner Empfehlung des Thamdu.

Jetzt hab ichs, beim Flaschen zurückstellen entdeckt.... Glenmorangie Lasanta 12 Jahre ...auch Sherryfass.
So gut wir gar kein Rauch aber auch sehr komplex und mit einem tollen Abgang!
Preislich etwas unter 50€.

rmdd53
2017-04-04, 00:09:14
ich finde keinen Glenlivet Lasanta 12 Jahre?
Schreibfehler?
Google spuckt dafür "Glenmorangie Lasanta 12 Jahre" aus.

UFOBASE
2017-04-04, 00:11:26
Du hast vollkommen recht!
Werde ich direkt ändern!

Langlay
2017-04-04, 00:51:22
Naja wenn der Lasanta im Rennen ist, würde ich Glenmorangie Quinta Ruban (Portfass Finish) dazuwerfen. Der ist imo noch etwas besser als der Lasanta und kostet nur unwesendlich mehr. Hat mehr dunkle Frucht als der Lasanta und ist dank 46% (der Lasanta hat 43%) auch etwas intensiver.

Korfox
2017-04-04, 07:48:51
Versuch da mal den Bowmore Darkest 15Y.
Ich hatte mich jetzt erstmal (nach den ersten beiden Vorschlägen) mit mir selbst auf den Springbank 12 geeinigt, wenn ich ihn lokal finde.

Wenn nicht schaue ich mal nach dem. Die ganzen Glen***, die ich bisher probiert habe, haben mir eher weniger geschmeckt...

Grindcore
2017-04-04, 09:33:15
Für die volle Sherry-Dröhnung empfehle ich:

- Glendronach
- Glenfarclas
- Aberlour

Alle drei Destillen sind für ihre Sherryfass-Reifung bekannt. Glenfarclas hat das beste Preis-/Leistungsverhältnis, hier gibts zum Teil 20-jährige die in first-fill Sherrfässer reiften für unter 70 Euro. Aberlour ist auch zu guten Preisen erhältlich, der 18-jährige kostet um die 60 Euro und hat neben dem Sherry-Hammer eine fantastische Zitrusnote (Aber eher Orange als Zitrone), die ja angeblich typisch für Speyside-Destillen sein soll.

Glendronach wird leider seit Jahren ziemlich gehyped darum sind hier die Preise gut durch die Decke gegangen, es gab mal einen 15-jährigen (grüne Tube) für unter 50 Euro, der eine Offenbarung für Sherry-Liebhaber war. Mittlerweile vom Markt genommen und neu veröffentlicht für über 100 Euro, total irre. Der 12er ist aber günstig und gut, der 21er wie schwarzer Sherry-Sirup, für viele schon zu viel des Guten, gefällt auch nicht jedem.

24p
2017-04-04, 09:37:53
Zwei Anmerkungen hierzu. Der 15er wurde leider nicht neu veröffentlicht, er wurde vorerst eingestellt. Für 100€ bekommt man die Restbestände.

20 Jahre Glenfarclas First Fill für 70€ glaube ich nicht so ganz. Es gibt den 21J für ca 80€, aber First Fill ist der ganz sicher nicht. Ich persönlich halte von Glebnfarclas seit dem Reinfall mit dem 15J nicht mehr so viel. Der war blass, hatte kaum Sherryeinfluss und zudem war er recht muffig/Schweflig. Mag sein, dass er früher mal besser war.

Grindcore
2017-04-04, 10:34:10
Wir haben hier einen Getränkehandel um die Ecke, der über 1300 Flaschen Single Malt vorrätig hat unter anderem so ziemlich alles von Glenfarclas zu guten Preisen. Ein Freund hat dort einen 20-jährigen Glenfarclas mit Jahreszahl in der Metall Tube für 63 Euro gekauft und der war absolute Bombe, hinsichtlich der Intensität absolut vergleichbar mit Glendronach, die viel in first-fill Sherryfässer reifen. Aktuell gibts selbst bei Whisky.de eine 19-jährige reine Oloroso-Sherry Abfüllung für 62,90 Euro und der Laden ist nun wahrhaftig kein Billigheimer.

Klar kann man auch bei denen daneben greifen. Ich hatte auch mal eine Probe eines 10-jährigen Glenfarclas, die ich komplett nichtssagend fand. Die 18-jährige Standardabfüllung (knappe 60 Euro für die 1 Liter Flasche) war hingegen super.

Dass der 15-jährige Glendronach nicht neu aufgelegt wurde stimmt, sind nur Restposten. Den gibts dann nicht mehr, was echt schade ist.

Everdying
2017-04-04, 11:18:41
Ich bleibe bei meiner Empfehlung des Thamdu.

Jetzt hab ichs, beim Flaschen zurückstellen entdeckt.... Glenmorangie Lasanta 12 Jahre ...auch Sherryfass.
So gut wir gar kein Rauch aber auch sehr komplex und mit einem tollen Abgang!
Preislich etwas unter 50€.

Fast 50€ mittlerweile :eek:
Wenn ich so daran denke, dass man sämtliche Glenmorangie 12y Finishs (Lasanta, Quinta Ruban, Nectar d'Or) vor paar Jahren (~2014) noch für 30-40 Euro bekommen hat. Lasanta etwas über 30€, Nectar um die 40€.

Aber zeigt natürlich wie beliebt die Flaschen sind. Ich liebe Sie alle drei :love2:

Commander Keen
2017-04-04, 13:03:43
Die 18-jährige Standardabfüllung (knappe 60 Euro für die 1 Liter Flasche) war hingegen super.

Ich bin jetzt nicht so der Sherryfreak, aber ich denke auch, dass der eine gute Wahl ist, v.a. für "Einsteiger". So hin und wieder davon ein Gläschen ist OK, P/L ist auch sehr gut für einen 18y. Das ist so eine der Flaschen, die sich bei mir lange hält (OK, 1l ftw), weil der nicht ganz meiner Grundgeschmacksrichtung entspricht.

Der Aberlour 12y unchillfiltered war mir im Vergleich zum Glenfarclas schon etwas zu viel des Guten. Nicht, dass er schlecht wäre, aber nochmal würde ich ihn mir nicht kaufen, sondern lieber was anderes probieren.

Was übrigens gar nicht ging (jedenfalls für mich) war die Whisky.de Clubflasche (Glenrothes 19y). Das Zeug war so widerlich, dass ich die Flasche weitergegeben habe. Furchtbar ätzend und beißend das Zeug. Keine Ahnung, was der olle Lüning da fantasiert und gemischt hat, einfach nur Scheiße.

http://www.whisky.de/shop/The-Whisky-Club/Mitgliedschaft-The-Whisky-Club.html?listtype=search&searchparam=clubflasche&searchorigin=1&searchparam=clubflasche

Vielleicht muß man Sherry-Liebhaber sein um den zu mögen.

24p
2017-04-04, 20:20:57
Der glenrothes soll ja recht schwefelig sein. Ich mag das auch nicht so gerne.

Langlay
2017-04-04, 20:51:42
Fast 50€ mittlerweile :eek:
Wenn ich so daran denke, dass man sämtliche Glenmorangie 12y Finishs (Lasanta, Quinta Ruban, Nectar d'Or) vor paar Jahren (~2014) noch für 30-40 Euro bekommen hat. Lasanta etwas über 30€, Nectar um die 40€.

Aber zeigt natürlich wie beliebt die Flaschen sind. Ich liebe Sie alle drei :love2:

Der Quinta Ruban kostet bei meinem Laden sogar schon knapp über 50€. Ist allerdings mein Liebling aus den Dreien. Bei dem Nectar war ich recht enttäuscht.

Aber ich hab mir letzt noch 3 Flaschen Lagavulin 8 gekauft, die jetzt erstmal ne Weile im Keller lagern werden. Der Whisky ist einfach ein Traum auch wenn er recht teuer ist.

Plutos
2017-04-05, 14:49:58
Bei Amazon gibt's gerade den Laphroaig 10Y für 25,99€. Mal sehen was der so kann. :smile:

Lyka
2017-04-05, 14:50:35
den mag ich sehr sehr gerne =) (schmeckt halt nach Krankenhaus)

Korfox
2017-04-05, 15:22:15
Hmm lecker... Krankenhaus. Den HP12 haven sie heute auch in preiswert...

Plutos
2017-04-05, 16:01:39
Hab ich auch grad entdeckt und noch mit abgegriffen, vor allem weil mir der Laphroaig aller Voraussicht nach überhaupt nicht schmecken wird. :biggrin:

Langlay
2017-04-05, 16:30:32
Laphroaig 10Y habe ich auch, für mich wars aber auch ein Fehlkauf. Und meine Freunde/Bekannten haben es allgemein nicht so mit rauchigen Whiskys. So wird der hier wohl neben dem Glenfiddich 18 uralt werden.

Metalmaniac
2017-04-05, 18:05:41
Von Glenmorangie gibts doch diese Taster-Packs mit immerhin 4x0,1 L Flaschen der gängigsten Sorten. Habe ich selber zu Weihnachten bekommen und war von allen durchaus angetan.

https://abload.de/img/glenmorangietasterpac7wowq.jpg


Kostet auch unter 30€.

Baalzamon
2017-04-05, 18:12:21
Den Glenmorangie Original fand ich ja irgendwie ziemlich 'nichtssagend'... für den Preis gibt es mMn durchaus interessantere Whiskys. :)

Gestern im -,real aufgestockt, die haben diese Woche ziemlich gute Angebote.

Ardmore Legacy
Ardebg 10y

und als 'Mix-Whisky'

Glengannon 5Y

rmdd53
2017-04-05, 21:07:32
Bowmore 15 Jahre
https://www.mydealz.de/deals/amazon-bowmore-15-jahre-islay-single-malt-scotch-whisky-1-x-07-l-984509
Rund 12,-Euro billiger wie bei Horst

Metalmaniac
2017-04-05, 22:15:12
Den Glenmorangie Original fand ich ja irgendwie ziemlich 'nichtssagend'... für den Preis gibt es mMn durchaus interessantere Whiskys. :)

Das ist ja nur einer von den 4en in dieser Packung. Und übrigens einer der beliebtesten und meistverkauften Whiskys.:wink:

Gestern im -,real aufgestockt, die haben diese Woche ziemlich gute Angebote.

Ardmore Legacy
Ardebg 10y



Vor allem der äußerst günstige Ardmore hat mich letztes Jahr überrascht. Ist jetzt kein Spitzenwhisky, aber gemessen am Preis richtig gut. Auch etwas torfig. Kann man gut trinken.

Plutos
2017-04-05, 22:28:11
Ich habe jetzt mal den Connemara (den "billigen", ohne jegliche Namenszusätze) aufgemacht, weil das wohl der rauchigste Whisky ist, den ich momentan da habe, um eine Idee von "rauchig" im Hinblick auf den Laphroaig zu bekommen. Auf seine eigene Art und Weise schon lecker, die Krankenhaus-Assoziation kann ich auf jeden Fall nachvollziehen. Aber ich glaube, ich bin doch eher der Aberfeldy-Trinker (den, ich glaube, Mosher IIRC mal als ziemlich das Entgegengesetzte vom Laphroaig beschrieben hat). :redface:

Metalmaniac
2017-04-05, 23:11:30
Ich habe jetzt mal den Connemara (den "billigen", ohne jegliche Namenszusätze) aufgemacht, weil das wohl der rauchigste Whisky ist, den ich momentan da habe, um eine Idee von "rauchig" im Hinblick auf den Laphroaig zu bekommen. Auf seine eigene Art und Weise schon lecker, die Krankenhaus-Assoziation kann ich auf jeden Fall nachvollziehen. Aber ich glaube, ich bin doch eher der Aberfeldy-Trinker (den, ich glaube, Mosher IIRC mal als ziemlich das Entgegengesetzte vom Laphroaig beschrieben hat). :redface:

Ging mir damals auch so als ich zum ersten mal einen rauchigen probieren wollte, war es ebenfalls der Connemara. Und ich war zuerst entsetzt, zumal ich den Geschmack stundenlang nicht aus dem Mund bekam. Inzwischen kann es mir fast nicht rauchig genug sein. Und glaub mir, der Connemara ist gegenüber einem Laphroaig (wobei ich bisher nur den tollen aber sehr intensiven Quarter Cask kenne) wie ein Golf zu einem Ferrari.

Commander Keen
2017-04-05, 23:25:35
Hehe, wie gut, dass meine erste richtige Single Malt Erfahrung direkt ein Laphroaig 10y war. Das härtet ab :freak:

Im Dezember hab ich mir dann mal einen Octomore 7.2 gegönnt, weil der einfach unschlagbar "günstig" im Angebot + Gutschein war (letztlich gut 40 € billiger als beim Horst). Vor dem hab ich allerdings so viel Respekt, dass ich mich immer noch nicht getraut hab ihn aufzumachen. Wird wohl also noch bis zum nächsten Winter dauern, im Sommer mag ich die krass rauchigen nicht so, da dürfens eher die Speysider sein ;)

Sehr empfehlenswert für laue Sommerabende ist übrigens der Cragganmore 12y. Eine meiner Lieblingswhiskys für 30 €, wirklich einfach nur gut, imho.

UFOBASE
2017-04-06, 00:33:08
.....

Im Dezember hab ich mir dann mal einen Octomore 7.2 gegönnt, weil der einfach unschlagbar "günstig" im Angebot + Gutschein war (letztlich gut 40 € billiger als beim Horst). Vor dem hab ich allerdings so viel Respekt, dass ich mich immer noch nicht getraut hab ihn aufzumachen.....

Da wünsch ich dir viel Spaß beim aufmachen!
Kollege hatte den Octomore mal auf Sylvester bei.....2cl im Champus um 0Uhr kann auch echt lecker sein =)

Und nein.....sonst nur pur!

Baalzamon
2017-04-06, 09:58:23
Das ist ja nur einer von den 4en in dieser Packung. Und übrigens einer der beliebtesten und meistverkauften Whiskys.:wink:
Jo klar, vielleicht war ich damals auch deswegen leicht 'enttäuscht', aber gegen einen Bowmore 12y (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Bowmore-12-Jahre--.html) oder den genannten Ardmore Legacy (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Highlands/Ardmore-Legacy.html) stinkt der imho ziemlich ab. ;)

Everdying
2017-04-06, 12:40:29
Jo klar, vielleicht war ich damals auch deswegen leicht 'enttäuscht', aber gegen einen Bowmore 12y (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Bowmore-12-Jahre--.html) oder den genannten Ardmore Legacy (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Highlands/Ardmore-Legacy.html) stinkt der imho ziemlich ab. ;)

Naja die genannten Whiskys lassen sich mit nem Glenmorangie Original überhaupt nicht vergleichen, außer preislich natürlich. Dafür ist die Geschmacksrichtung viel zu verschieden.

Der Glenmorangie Original ist als Einsteigerwhisky sehr interessant, weil er so süffig/ölig weich ist und kein Rauch vorhanden ist. War damals auch mein erster Whisky, Gott sei Dank. Hätte ich mir damals einen Laphroaig oder ähnliches bestellt, wär das Thema Whisky für mich erledigt gewesen :freak:

Langlay
2017-04-06, 21:18:53
Der Glenmorangie Original ist als Einsteigerwhisky sehr interessant, weil er so süffig/ölig weich ist und kein Rauch vorhanden ist. War damals auch mein erster Whisky, Gott sei Dank. Hätte ich mir damals einen Laphroaig oder ähnliches bestellt, wär das Thema Whisky für mich erledigt gewesen :freak:

Seh ich auch so. Wenn dann konnte man ihn eher mit dem Cragganmore 12yo vergleichen. Und die beiden geben sich imo nichts. Sind auch die beiden Whiskys die ich einem Einsteiger empfehlen würde. Danach kann man ihn imo Richtung Talisker oder Bowmore weiterschicken. Wenn ihm das dann auch schmeckt, kann man ihn dann immernoch zu Lagavulin, Ardbeg oder Laphroaig weiterschicken.

Korfox
2017-04-11, 21:12:48
Ich habe mir jetzt den Tamdhu 10y geholt und gerade den ersten Schluck probiert.

Der Nase verspricht der Whisky erstmal nicht viel. Etwas Schärfe, recht viel Holz, kaum Rauch. Sehr wenig Komplexität, die man da erschnüffeln kann.

Der erste Schluck im Mund fängt auch sehr seicht an. Eigentlich erstmal nur ein erfrischendes, kühles Gefühl... man könnte sich genausogut kühle Luft in den Mund gepustet haben. Dann kommt eine leichte Schärfe. Ich bin disem Whisky wirklich dankbar, dass er nur 43 Umdrehungen hat, da die Schärfe so früh auftrifft. Wäre es eine Fassstärke hätte der kommende Geschmack gar keine Chance, sich durchzusetzen oder wahrgenommen zu werden und man hätte auch einfach einen xbeliebigen Brand nehmen und ein paar Geruchsaromen zusetzen können.
Nach der Schärfe kommen dann erst leichte Noten von hellen Früchten. Aroma von frischem Holz - leider auch eine Seifennote, die recht prägnant ist. Und schließlich schmeckt man das Sherryfass in voller Stärke, sobald man dem Tropfen im Mund Volumen genehmigt. Der Abgang dann wieder sehr weich und schnell. Fünf Minuten später ist der Whisky aus dem Mund und aus dem Sinn. In diesen fünf Minuten schwebt ein leichter Torf durch den Mundraum.

Insgesamt finde ich den Whisky unauffällig aber sehr angenehm. Besser, als den Highland Park 12. Danke für den Tipp. Ein super Feierabend-Runterkommer ohne große Erwartungen und ohne besonders viel Rauch. Nur die Seife stört mich etwas :).

aths
2017-04-13, 00:20:26
Ein super Feierabend-Runterkommer ohne große Erwartungen und ohne besonders viel Rauch. Nur die Seife stört mich etwas :).
Sherry (nicht mitzitiert) schmeckt meiner Empfindung nach eher nach dunklen Früchten. Zuvor beschreibst du helle Früchte. Ändert sich der Geschmack während des Genießens?

Die seifige Note, ist die wie im billigen Jim Beam, oder wie kann man sich das vorstellen?

aths
2017-04-13, 00:34:48
Double Black Label. Im Supermarkt hier kaum zu kriegen, daher online bestellt. In der Nase mehr Rauch als beim normalen Black Label. Recht würzige Aromen, nach etwas Gewöhnung cremiger werdend. Natürlich kein Vergleich mit einem teuren torfigem Single-Malt, für den Preis (ein gutes Stück unter 30 Euro) aber in der Nase nicht schlecht.

Laut Beschreibung soll der Double-Black "in the style" vom normalen Black Label sein. Dafür ist mir der Double aber zu eindimensional. Im Mund ein Antritt wie von Mittelklasse-Blends gewöhnt: Etwas dünn. Dann zeigt sich ein bitterer Nachgeschmack. Der harmoniert erst gut mit dem Scotch, wird im Abgang jedoch ein wenig zu dominant.

Die Rauchnote entwickelt sich in eine süße Richtung, wobei ich Whisky insgesamt jedoch als trocken beschreiben würde. Der zweite und dritte Schluck bringt dann, wie vom 12 Jahre alten Black Label bekannt, Teer- und Vanille-Noten. Den Caol Ila schmecke ich nicht direkt heraus, vermute ihn aber als Bestandteil.

Der Double Black ist ein schöner Marketing-Whisky. Beeindruckend für Nicht-Kenner oder Billo-Blend-Trinker. Das Preisleistungsverhältnis schätze ich als gut ein. Einige leichte (oder frische) Noten geben dem Drink einen schönen Dreh.

Weil ich es kann, kurz danach ein normaler Black Label, 12 Years. In der Nase zahmer, aber runder. Ganz entfernt kandierte Früchte oder Gelee. Rauch nur im Hintergrund. Dann im Mund: Vollmundig (für einen Blended). Fast ölig. Vielschichtig. Zugegebenermaßen etwas dünn wenn man gute Single-Malts kennt. Aber im Abgang kommt auch hier das Malz. Oh ja. Gaaanz weit weg dann eine Spur Salz. Ist da Talisker drin? Clynelish?

Blended hin oder her, es lohnt sich, dass man sich beim Black Label Zeit nimmt. Bei dem Preis müssen die Leute von Johnnie Walker auch Industrie-Schnaps reingegossen haben, aber irgendwoher kommen auch komplexe, tolle Aromen.

Da ich Urlaub habe, ist es ja Wurscht. Ein Green Label 15Y steht hier noch. Ein Blend ohne Grain-Whisky. Hier sind nur Malts drin. Der Green-Label war, das ist jetzt auch schon wieder rund zehn Jahre her, mein Einstieg für Single-Malts. Erst mal darf sich die Schleimhaut erholen. Puh!

Alle vier Lead-Malts des Green Label kenne ich inzwischen, auch den Linkwood. In der Nase ist der Scotch betörend. Besagter Linkwood ist erkennbar, fantastisch! Die Talisker-Rauchnote ebenfalls. Den Cragganmore hätte ich so nicht identifizieren können, aber da ich es dank der Verpackung weiß, erkenne ich auch ihn in seiner milden Balance. Nur der Caol Ila versteckt sich noch.

Ziemlich lange schnüffele ich am Glas. Anstatt jetzt einzelne Malts zu benennen, habe ich das Green-Label-Aroma in der Nase. Leicht grasig, erstaunlich frisch aber trotzdem gelassen. Eine Note Rauch, alt und ausgewogen. Die Geruchsnerven bestimmen den Scotch als eher süß. Im Mund – Ambrosia. Nach einem zarten Antritt dann zarte Schärfe. Oh ja. Die 43% Alkohol machen sich bemerkbar. Nun in der Nase Heu, Heidekraut, Lavendel.

Torf zeigt sich auch, aber nur als Ahnung, als Windhauch. Süße, Vanille. Was sagt die Nase noch? Dass ein zweiter Schluck angebracht ist! Mehr Cragganmore als Talisker, wobei letzterer eine maritime Schinkenrauch-Salzwasser-Note beisteuert. Dann auf einmal Zedernholz (Zigarren-Verpackung.) Dann wirkt der Alkohol. Darin gelöst, mehr Geschmack.

Eine Bitterkeit kommt durch, aber sehr feinwürzig. Dann kommt wieder Holz zum Vorschein. Fruchtige, süße Anklänge bleiben leichtverdaulich. Wie man den Scotch auch bewertet, er bietet viele Geschmacksnuancen.

Grindcore
2017-04-13, 08:56:40
Sherry (nicht mitzitiert) schmeckt meiner Empfindung nach eher nach dunklen Früchten. Zuvor beschreibst du helle Früchte. Ändert sich der Geschmack während des Genießens?

Die seifige Note, ist die wie im billigen Jim Beam, oder wie kann man sich das vorstellen?

Sherry-Reifung bei Whisky kann alle möglichen Geschmacks-Assoziationen auslösen. Es gibt ja nicht nur süßen Sherry sondern auch eher trockenen oder den kaum oxidierten, hellen Fino. Also ich finde bei starkem Sherry-Einfluss (Bspw. komplette Reifung in First Fill Sherry Fässern) Noten wie Gummi, Schwefel, Kaffee, Bitterschokolade. Bei dezenteren Reifungen in mehrfach verwendeten Fässern oder bei Sherry/ex-Bourbonfass Kombinationen geht es tatsächlich häufig in Richtung Beerenfrüchte oder florale Noten.

Darum ist die Kombination Whisky und Sherry auch teh shit. Find ich.

DrumDub
2017-04-13, 11:31:39
Darum ist die Kombination Whisky und Sherry auch teh shit. Find ich. ganz klar geschmacksache. habs ein paar mal mit den sherrylastigen whiskys versucht und bin jedes mal enttäucht worden. is einfach nix für mich.

hat eigentlich schon mal jemand den hier probiert?

As we get it, Islay Single Malt, cask strength, 0,7 l (https://www.whiskyandmore.com/Scotch-Single-Malt-Grain-Whisky/Islay/As-we-get-it-Islay-Single-Malt-cask-strength-0-7-l::2766.html)

Grindcore
2017-04-13, 12:21:52
Schon mal ne Portwein-Reifung probiert? Da empfehle ich ganz dringend den Ardmore Port Wood Finish 12 Jahre. Leicht rauchig mit der vollen Portwein Breitseite, hat dem Lüning beinahe Pipi in die Augen getrieben, so gut fand er ihn.

Korfox
2017-04-13, 14:11:04
Sherry (nicht mitzitiert) schmeckt meiner Empfindung nach eher nach dunklen Früchten. Zuvor beschreibst du helle Früchte. Ändert sich der Geschmack während des Genießens?

Die seifige Note, ist die wie im billigen Jim Beam, oder wie kann man sich das vorstellen?
Zum ersten: Ja, ich finde: Ja.
Am Anfang hat es einen leicht säuerlich-scharfen Geschmack, der dann ersetzt wird durch den Sherry, wenn man das Volumen erhöht. Also den Mundraum vergrößert und dem Aroma mehr Luft gibt.
Ich bin aber zugegeben auch nicht der Held im Früchte-Finden. Ich bin froh, wenn ich Rauch, Torf, Moor und Zitrone auseinander halten kann.

@Jimmy: Das letzte (und bisher einzige) Mal, dass ich Jim getrunken habe war aus der Flasche. Und wenn ich stark alkoholische Getränke aus Flaschen trinke, dann bin ich schon so weit, dass ich nichts mehr schmecke.

Lyka
2017-04-13, 16:40:15
in der Werbung von Whiskey.de wird beworben

Longrow Peated

Die Springbank Brennerei stellt diesen sehr rauchigen Single Malt her. Sehr kräftig rauchig und intensiv ähnelt der Longrow den Whiskys von der nahe gelegenen Insel Islay.
Das Malz wird für 48 Stunden über Torffeuer gedarrt. Der Whisky wird zweifach destilliert.

im Vergleich zum L10Y: mehr Power oder weniger?

24p
2017-04-13, 17:05:27
Eher mehr, da 46%. Der Rauch vom Longrow ist aber etwas anders als der vom Laphroiag, wenn ich mich recht erinnere eher aschig und holzig, weniger medizinisch bzw maritim.

Plutos
2017-04-13, 17:11:10
Also nachdem mir der Connemara Peated schon geläufig war, kann ich nun sagen: so ein umwerfendes Wow!-Erlebnis war der Laphroaig 10 jetzt nicht gerade. Ja, nochmal rauchiger (sowohl von Stärke als auch Verweildauer her), aber ich glaube, selbst als Einsteiger hätte der nicht unbedingt mein Weltbild geprägt oder aus den Angeln gehoben. :uponder:

Fazit: kann man schon trinken, interessant vor allem als "Vergleichs-Whisky" zu den wenig bis gar nicht rauchigen, nochmal bestellen werde ich ihn aber eher nicht. Geschmacklich kann ich ihn bisher nur schwer einordnen, der Rauch überdeckt einfach vieles.

Commander Keen
2017-04-13, 21:40:12
Dann spar dir auf jeden Fall auch den Laphroaig Quarter Cask, der ist dem 10y sehr, sehr ähnlich (imho).

Es wäre wünschenswert, wenn man bei Laphroaig auch die älteren Abfüllungen zu einem angemessenen Preis kaufen könnte - aber anscheinend werden die dermaßen gehypt bzw. ist die Nachfrage so groß, dass die zu den Preisen kaufen soll wer will - ich jedenfalls nicht. Es gibt schließlich genug Alternativen.

Wie auch immer, mit dem Alter werden die Dinger jedenfalls interessanter, dann ist der Rauch zwar noch ordentlich da aber bei weitem nicht mehr so dominant und die Fruchtnuancen kommen wunderbar zum Vorschein.

Langlay
2017-04-13, 23:06:37
Aber im Abgang kommt auch hier das Malz. Oh ja. Gaaanz weit weg dann eine Spur Salz. Ist da Talisker drin? Clynelish?


Es sollte Clynelish sein, aber ohne Nagel mich nicht fest.


Fazit: kann man schon trinken, interessant vor allem als "Vergleichs-Whisky" zu den wenig bis gar nicht rauchigen, nochmal bestellen werde ich ihn aber eher nicht. Geschmacklich kann ich ihn bisher nur schwer einordnen, der Rauch überdeckt einfach vieles.

Wenns etwas weniger rauchig sein soll, schau dir doch mal einen Talisker ( 10yo oder wenns etwas teurer sein darf die Distillers Edition) o. einen Bowmore (12yo o. Darkest 15yo) an.

Commander Keen
2017-04-14, 21:57:40
Da es hier die letzten Tage einen kleinen Temperatursturz gab, hab ich zum endgültigen Ausklang des Winters die Geschenkbox des Ardbeg 10y aufgemacht. Die gab es vor Weihnachten mal in der Metro mit einigen anderen Whiskyspecials, macht sich gut im Schrank.

Zum Ardbeg 10y selber gibt es nicht viel zu sagen, was nicht schon gesagt wurde. Ich kannte ihn schon von der Sammlung eines Freundes und bin froh ihn auch zu haben. Ich finde ihn definitiv besser als den Laphroaig 10y, da der Rauch trotz gleichen Alters bei weitem nicht so dominant ist und man auch etwas von den restlichen Geschmacksnuancen wahrnimmt. Erinnert mich tatsächlich ziemlich an den Signatory Vintage Laphroaig 18y, der absolut super war. Im Vergleich zum Lagavulin 16y mehr Zitrusfrüchte. Auf jeden Fall sehr, sehr lecker und den Aufpreis zum olle L10y mehr als wert.

Das eigentlich Highlight aber ist das beigefügte Probierfläschle des Ardbeg Uigeadail. Der hat wesentlich mehr dunkle Frucht und ist daher dem Lagavulin 16y relativ ähnlich. Kann mich gar nicht sattriechen an dem Gesöff. Hammer. Ich befürchte davon muß ich mir mal eine ausgewachsene Flasche holen...

Wo wir gerade beim Thema sind: Hat jemand mal den Ardbeg Corryvreckan probiert? Wie ordnet der sich zwischen dem 10y und Uigeadail ein...?

aths
2017-04-15, 02:15:26
Wahrscheinlich wiederhole ich dieses Tasting noch mal, heute mache ich einen ersten Test. Gold Label Reserve versus Green Label 15Y. Beide Whiskys kosten ungefähr gleich viel. Je nach Angebot bekommt man den Green manchmal sogar günstiger, dabei ist er anscheinend nicht im Supermarkt erhältlich. Den Gold Label Reserve hingegen gibt es zumindest gelegentlich in besseren Supermärkten.

Der Gold Label Reserve zeigt in der Nase typischen Johnnie-Walker-Charakter: Eine helle Note, unaufdringlicher Rauch. Der Green Label zeigt sich kühler. Man muss sich beim Green mehr Zeit nehmen um die Schichten der Aromen zu erfassen. Der Gold wirkt konzentrierter. Entfernt vielleicht kandierte Früchte oder Gelee. Ganz leicht möglicherweise dünnes helles Leder.

Im Mund etwas Kraft, deutliche Würzigkeit und fast eine Idee Honig, wobei der Blended-Charakter (zumindest wenn man weiß, dass es ein Blended ist) noch erkennbar ist. Tannine sind vorhanden, aber nicht unangenehm.

Im Vergleich ist der Green süßer, schärfer, malziger. Die Würze im Green fällt nicht sofort auf, zeigt sich dann aber als lecker und ich schmecke noch eine Weile dem Scotch hinterher.

Möglicherweise bin ich voreingenommen: Beim Green Label gibt Johnnie Walker immerhin vier der enthaltenden Whiskys an und druckt eine Altersangabe rauf. Der Gold Label Reserve nennt lediglich einen der enthaltenen Whiskys und der Inhalt muss ohne Altersangabe auskommen. Den Gold Reserve finde ich ziemlich lecker. Es scheint mir aber in erster Linie ein Whisky, um Nicht-Kenner einzuladen: Die Marke Johnnie Walker ist irgendwie bekannt und neben Red und Black gibt es auch noch den Gold Reserve.

Schneller Nach-Test auf Eis: Die Verdünnung und Kühlung betonte helle Noten, während eine Würzigkeit und Öligkeit (fast Kerzenwachs-mäßiger Eindruck) erhalten bleiben. Der Scotch-Kenner wird freundlich nicken und das kleine Glas leeren, der Nicht-Kenner fühlt sich umschmeichelt und lobt den Schnaps. In zunehmender Verdünnung, wenn das Eis schmilzt, nimmt leider auch die Wässrigkeit zu aber im Geschmack erschließen sich nun fast schon Röstaromen oder Seetang.

Den Green Label auf Eis zu trinken ist ein Sakrileg, aber es müssen gleiche Testbedingungen hergestellt werden. In der Verdünnung schlüsseln sich die Aromen besser auf. Auf der Zunge zeigt der Linkwood seine Kraft und seine Würze. Der Cragganmore sorgt für seidige Struktur. Der Pfeffer müsste vom Talisker stammen. Der Rauch und Kohlenruß vom Caol Ila wird gerade in der Verdünnung präsent. Während das Eis schmilzt, wird der Green doch ziemlich wässrig. Im Mund bleibt aber rauchig-würziger Malz.

Wie gesagt bin ich wohl voreingenommen. Den Green würde ich als besseren Drink einstufen.

Langlay
2017-04-15, 02:37:41
Wo wir gerade beim Thema sind: Hat jemand mal den Ardbeg Corryvreckan probiert? Wie ordnet der sich zwischen dem 10y und Uigeadail ein...?

Wie er sich einordnet kann ich dir nicht sagen. Er hat mehr Rauch als der Uegeadail. Er nicht deutlich weniger süss als der U. geht mehr in die Richtung nasse Kräuserwiese. Der U. ist halt Lagerfeuer + Pflaumenkompott.

Ich favorisiere den Uigeadail über die anderen beiden, allerdings hatte ich auch schon Mittrinker die den Corryreckan vorziehen.

PHuV
2017-04-15, 02:39:15
Krass, was Ihr da alles so rausschmeckt. :eek: Ich hab vor 10 Jahren zum ersten mal Whiskey probiert (Jim Bean???), und für mich schmecke alles nur nach scharf..... :freak:

Lyka
2017-04-15, 02:58:36
das Zeug ist ein ganz übler Einstieg, das war auch mein erster, danach habe ich für min. 15-20 Jahre keinen Whisky mehr versucht :| das Zeug schmeckt einfach wie verleimte Sperrholzwand.

Für den reinen Anfang entweder nen Iren (Jamesons oder Bushmills Black Bush) oder ggf den Glenmorangie als schottischen Einstieg.

Commander Keen
2017-04-15, 10:29:46
Krass, was Ihr da alles so rausschmeckt. :eek: Ich hab vor 10 Jahren zum ersten mal Whiskey probiert (Jim Bean???), und für mich schmecke alles nur nach scharf..... :freak:

Nichts für ungut, aber von einem Whiskey der übleren Sorte auf alle zu schliessen wäre etwas voreingenommen und tut dem Wasser des Lebens unrecht. Das tolle an Whisky ist ja gerade der enorme Reichtum an Facetten, der durch die verschiedenen Mälze-, Brenn- und Lagerprozesse (usw., usf.) erzielt wird.

Zum Einstieg ist ein Bourbon auch nicht unbedingt so das wahre (wobei es auch da natürlich gute gibt) sondern stattdessen ein ordentlicher Single Malt. Zu den von Lyka genannten würde ich noch den Cragganmore 12y hinzufügen, der hat bislang jedem geschmeckt (inkl. meiner Wenigkeit) und ist auch nicht teuer.

Wo wir dabei sind: Auch wenn der Preis natürlich nicht alles ist, als grober Indikator taugt er durchaus. Die billigsten brauchbaren Whiskys gehen so bei ca. 25 € los (Bushmills 10y z.B.), ab 30 € hat man dann schon wirklich viel Auswahl an guten Whiskys, mehr als 40 € braucht man zum Einstieg nicht ausgeben. Das kann man dann später, wenn man auf den Geschmack gekommen ist, immer noch machen :ulol:
Von irgendwelchen totalen Billigheimern würde ich jedoch die Finger lassen, da fehlt meistens einfach etwas.

Einen guten Überblick gibt es wie immer beim Horst auf www.whisky.de

Commander Keen
2017-04-15, 10:42:02
Ach ja, wichtig ist außerdem ein passendes Glas, damit sich die Aromen entfalten können. Ich persönlich bevorzuge dafür einen Cognac-Schwenker, "Nosing Glasses" kann man sich imho sparen. Ein Schnapps-Pinchen sollte man jedenfalls nicht verwenden :freak:

Asaraki
2017-04-15, 12:04:31
Ein nosing glass macht aber einen guten Whisky auch für einen Anfänger nicht schlecht, der ist auch im Wasserglas noch gut. Und Jim Beam ist zu Whisky was ein Kochwein zu einem guten Barolo ist :D

aths
2017-04-15, 12:19:25
Sherry-Reifung bei Whisky kann alle möglichen Geschmacks-Assoziationen auslösen. Es gibt ja nicht nur süßen Sherry sondern auch eher trockenen oder den kaum oxidierten, hellen Fino. Also ich finde bei starkem Sherry-Einfluss (Bspw. komplette Reifung in First Fill Sherry Fässern) Noten wie Gummi, Schwefel, Kaffee, Bitterschokolade. Bei dezenteren Reifungen in mehrfach verwendeten Fässern oder bei Sherry/ex-Bourbonfass Kombinationen geht es tatsächlich häufig in Richtung Beerenfrüchte oder florale Noten.Ah, hellen Sherry habe ich entweder gar nicht, oder nur vor sehr langer Zeit probiert.

Darum ist die Kombination Whisky und Sherry auch teh shit. Find ich.
Je nach dem. Der Talisker Distiller's Edition gewinnt dazu, man erhält einen für meine Begriffe kompletten Whisky. Oft bevorzuge ich allerdings die Whiskys die wenig oder gar kein Sherry zeigen, wirkt auf mich (wahrscheinlich reine Frage der Prägung) originaler, echter. Reine persönliche Meinung, ich kenne Kenner (:D) die voll auf Sherryaromen im Whisky stehen.

Zum ersten: Ja, ich finde: Ja.
Am Anfang hat es einen leicht säuerlich-scharfen Geschmack, der dann ersetzt wird durch den Sherry, wenn man das Volumen erhöht. Also den Mundraum vergrößert und dem Aroma mehr Luft gibt.
Ich bin aber zugegeben auch nicht der Held im Früchte-Finden. Ich bin froh, wenn ich Rauch, Torf, Moor und Zitrone auseinander halten kann.Die Assoziationen die ich in meinen Verkostungen raushaue, sind oft auch nur andeutungsweise da. Wenn ich mehrere Verkostungen mache und mich mit der Zeit genauer hinschmecken kann, frage ich mich aber, ob mein Tasting dann noch den Eindruck wiedergibt den man beim normalen Genießen hat.

Commander Keen
2017-04-15, 12:41:58
Ein nosing glass macht aber einen guten Whisky auch für einen Anfänger nicht schlecht, der ist auch im Wasserglas noch gut.

Natürlich, aber das Glas hat schon einen heftigen Einfluss darauf, wie sich die Aromen beim "schnüffeln" entfalten. Wie gesagt, ich finde ein Cognac-Schwenker kommt da am besten, gefolgt von einem runden Tumbler (ok, das ist mehr oder weniger ein Schwenker ohne Stiel) und erst dann kommen die vielgerühmten Nosing Glasses. Man kann aber natürlich auch ein Grappa-Glas verwenden oder whatever verwenden, wichtig ist im wesentlichen ein ausladender Korpus, in dem sich die Aromen sammeln und vermischen bei einer sich verengenden Öffnung, damit sich das ganze nicht verflüchtigt.

Und Jim Beam ist zu Whisky was ein Kochwein zu einem guten Barolo ist :D

Der Jim ist schon übel. Hab ich aus früheren Zeiten als Grundlage für eine gute Cola auch nicht die besten Erinnerungen dran...

Lyka
2017-04-15, 12:52:55
für mich ist beim Bourbon die Weizennote ganz wichtig. Das klingt völlig blödsinnig, aber ich beginne dann schon immer innerlich zu lächeln. Ich habe ja mit dem Makers Mark angefangen. Der war wirklich... sonnendurchflutetes Weizenfeld mit Spuren von Vanille. Der billige Pennypackers ist da robuster, da stehe ich direkt in einem Lager voller Weizen. Das ist für mich ungemein wundervoll.

Und dann halt den L10Y mit seinem Krankenhausduft. Das ist ebenso grandios, aber völlig anders.

Die normalen Iren kann ich seitdem nicht mehr wirklich trinken. Sie sind nicht schlechter geworden, nur halt flacher im Charakter. Der Nikka war auch toll. Blumig am Anfang und am Ende direkt das Eichenbrett direkt aufs Maul. Ebenso der Glenlivet 15 Year Old French Oak Reserve, das war der erste Eichenbrettwhisky, den ich mochte... obwohl ich Eichenfass normalerweise gar nicht abkann (deshalb trink ich auch keinen spanischen Temparillo)

Langlay
2017-04-15, 13:42:52
Reine persönliche Meinung, ich kenne Kenner (:D) die voll auf Sherryaromen im Whisky stehen.

Ich (kein Kenner eher Liebhaber) liebe Sherryaromen. Ich hab auch die eine oder andere Sherrybombe im Regal.

z.b.

https://abload.de/img/20170415_133003ebouu.jpg


Zur Gläserfrage ich benutzte Glencairn Glässer. Die finde ich recht angenehm. Ich habe vorher allerdings auch Cognacglässer benutzt.

Rooter
2017-04-16, 22:49:29
Ein nosing glass macht aber einen guten Whisky auch für einen Anfänger nicht schlecht, der ist auch im Wasserglas noch gut. Und Jim Beam ist zu Whisky was ein Kochwein zu einem guten Barolo ist :DJa, Jim Beam ist schon übles Zeug, nie wieder! :down:
Aber ich habe kürzlich den Jim Beam red STAG probiert -- was für ein Unterschied! :eek: Das Zeug ist echt lecker.

MfG
Rooter

Metalmaniac
2017-04-17, 08:26:48
Habe mir vor längerer Zeit mal 2 Glencairn Gläser von Amazon gekauft als Einstieg. Inzwischen kommt das ein oder andere mit Aufdruck dazu, weil es ja häufiger Sondereditionen bekannter Whiskys gibt, wo mind. 1 Glas mit in der Packung ist. Z.B. ein kleines Nosing Gläschen bei einem Laphro Quarter Cask mit in der Packung (die wohlgemerkt sogar mit Glas wegen Angebot günstiger war als normalerweise der Normalpreis ist) und zuletzt gabs (und gibt es wieder) den Connemara mit einem sehr hübschen Nosing Glas mit Stil im Angebot im Marktkauf. KLasse.

aths
2017-04-17, 19:21:23
Dann spar dir auf jeden Fall auch den Laphroaig Quarter Cask, der ist dem 10y sehr, sehr ähnlich (imho).

Es wäre wünschenswert, wenn man bei Laphroaig auch die älteren Abfüllungen zu einem angemessenen Preis kaufen könnte - aber anscheinend werden die dermaßen gehypt bzw. ist die Nachfrage so groß, dass die zu den Preisen kaufen soll wer will - ich jedenfalls nicht. Es gibt schließlich genug Alternativen.

Wie auch immer, mit dem Alter werden die Dinger jedenfalls interessanter, dann ist der Rauch zwar noch ordentlich da aber bei weitem nicht mehr so dominant und die Fruchtnuancen kommen wunderbar zum Vorschein.
Hrr hrr. Ich hab noch etwas Laphroaig 18 Years Old im Haus, aber bei dem Preis traue ich mich nicht, den rest anzurühren. Das Zeug ist gut, den hohen Preis von rund 140 Euro aber nicht unbedingt wert.

Vom Quarter Cask müsste ich aber auch mal wieder eine Flasche kaufen. Der hämmert nicht so brutal wie die 10Y-Variante, aber ist ... nett.


Ich (kein Kenner eher Liebhaber) liebe Sherryaromen. Ich hab auch die eine oder andere Sherrybombe im Regal.

z.b. Kürzlich kaufte ich mir für rund 30 Euro einen PX-Sherry.

Schmeckt wie flüssige Rosinen. So süß, dass es fast schon kratzt.

Korfox
2017-04-18, 15:17:48
für mich ist beim Bourbon die Weizennote ganz wichtig. Das klingt völlig blödsinnig, aber ich beginne dann schon immer innerlich zu lächeln.
Gibs zu: Das war das erste Aroma, das du zuverlässig rausschmecken konntest und daher erinnert es dich an deinen Stolz...

Mosher
2017-04-19, 19:46:48
Ich stelle fest: Mit verstopfter Nase schmeckt ein Oban 14 wie ein klassischer Birnenschnaps. Wie ein guter zwar, aber dennoch: Birnenschnaps :ugly:

Langlay
2017-04-20, 16:47:39
Kürzlich kaufte ich mir für rund 30 Euro einen PX-Sherry.
Schmeckt wie flüssige Rosinen. So süß, dass es fast schon kratzt.

Hast du dir jetzt einen Sherry oder einen Whisky gekauft?

Der Glencadam 36yo ist flüssige Sachertorte. Starke Schokoladennote mit dunklen Früchten ( Rosinen, Pflaume). Den kann man auch gut unverdünnt trinken und er ist auch kaum bitter. Und er hat ungefähr die gleiche Farbe wie ein Dalmore nur das er nicht gefärbt ist. Das Zeug ist schon übel lecker.

Ich bin leider etwas zu spät auf den Gedanken gekommen mir ne 2. Flasche zu kaufen. Aber jetzt statt 370€ 550€ bezahlen da ist dann auch meine Schmerzgrenze überschritten.

aths
2017-04-22, 01:41:25
Hast du dir jetzt einen Sherry oder einen Whisky gekauft? Das da ist ein Sherry.

aths
2017-04-22, 01:56:03
Alter. Klebstoff? Holzleim? Dann etwas Frische, und natürlich phenolischer Rauch. Der Laphroaig 18Y macht Bock.

In der Nase wird er beim weiteren Schnüffeln etwas cremiger, behält insgesamt aber seine ungestüme Note. Leichte vanillige Eiche-Aromen, dichter Klebstoff, Torf, Würzigkeit.

Die Nase erfasst nach etwas Erholung weitere Noten, nicht alle sind direkt angenehm. Im Mund dann Teer, alkoholische Schärfe, Holzkohle und scharfer Rauch, Beize und Lack. Dann möglicherweise kurz Tannenzapfen. Es bleibt ölig, wird aber süßer, auf der Zunge bleibt gefühlt etwas feingemahlener Holzstaub. Ein neuer Schluck zeigt noch mehr Geschmack, den ich nicht genau bestimmen kann.

Ein kräftiger, vollmundiger Whisky der mit seiner betonten Rauchnote nicht jedem gefallen dürfte. Im Nachgeschmack ganz entfernt Minze oder etwas anderes frisches, während der Haupteindruck eher schwer und würdevoll ist.

Der Abgang zeigt sich kaum in der Speiseröhre, ist aber im Rachenraum präsent. Noch Minuten später ein Geschmack im Mund, der sich beim Speichelfluss ständig wandelt.

aths
2017-05-04, 23:18:03
Rosinen. Kratzig-süß. Im Hintergrund Fruchtgelee, gerösteter Kaffee. Die Nase ergötzt sich am Cruz Conde Pedro Ximénez Solera Fundación 1902. Um die 30 Euro, Flasche 0,7 Liter. Kein Whisky, sondern ein Sherry.

Auch andere Trockenfrüchte meint man zu erschnüffeln. Datteln?

Im Rachen dann vollmundig und süß. Fast zähflüssig. Einige Zeit später, wenn der Speichel die Schleimhäute langsam freibekommt, neue Geschmäcker. Ein Hauch Schokolade sogar.

Beim zweiten und dritten Schluck mehr Würzigkeit, eine Idee Salz (nicht vordergründig, sondern kraftgebend wie bei Backsüßwaren.) Kein langer Abgang in der Speiseröhre, aber langanhaltende Präsenz im Mund. Auch etwas Säure, fruchtig.

Nach dem vierten Schlückchen bin ich aber auch froh, dass nichts mehr drin ist (in der Flasche schon, nur nichts mehr eingegossen.) Das ist nicht zum saufen, das ist etwas, um in kleinen Mengen zu genießen. Flüssige Rosinen.

aths
2017-05-20, 01:01:50
Es ist spät, fast schon ein Uhr nachts und ich sollte wirklich langsam pennen. Zeit für einen Ardbeg Ten.

Die Nase würzig, rauchig. Angenehm torfig (Erde, Gras) aber insgesamt noch eher hell. Ich schnüffle noch weiter am Glencairn-Glas, wo gerade mal 0,02 Liter eingefüllt sind. Im Mund anfangs nicht sehr stark, wird dann kräftiger, sehr lecker.

Im Nachgeschmack ausgelaugtes Holz. Grobe Torfigkeit. Dann fast schon mineralisch. Insgesamt ausgewogener als in Erinnerung. Vielleicht eine Idee schwarzgeräucherte Kruste. Für einen Torfwhisky eher mild.

Meine insgesamt dritte Flasche von dem Zeug, gerade erst aufgemacht. Wird der Drink mit jeder Flasche schwächer, oder gewöhne ich mich nur daran? Im Nachgang noch etwas Öligkeit. Schöne unaufdringliche Süße.

Commander Keen
2017-05-20, 10:16:08
Meine insgesamt dritte Flasche von dem Zeug, gerade erst aufgemacht. Wird der Drink mit jeder Flasche schwächer, oder gewöhne ich mich nur daran? Im Nachgang noch etwas Öligkeit. Schöne unaufdringliche Süße.

Du gewöhnst dich dran würde ich sagen. Ich kann man mich noch gut an meinen ersten Laphroaig 10y erinnern. Der hat mich schon beim einschenken fast umgehauen vor Torf und speckigen Rauch, das war ein richtiges wtf?!-Erlebnis.
Nun, fast 3 Jahre und etliche weitere torfige (und nicht-torfige) Vertreter später, nehme ich den Torfrauch nur noch als Nuance war, nicht mehr so krass dominant wie früher.
Um wieder auf dieses Erlebnis zu kommen, muß wohl der Octomore 7.2 irgendwann mal dran glauben... hab mich immer noch nicht getraut den aufzumachen :freak: Naja, über den Sommer bleibt der auch zu, da passen Speysider, Highlander oder Iren einfach besser.

Rooter
2017-05-21, 15:08:44
Gestern beim Kumpel den Scapa 16 probiert, ein guter Tip für alle die auf ganz viel Karamell stehen! Ist dennoch imo kein "Frauenwhisky".

MfG
Rooter

Mosher
2017-05-21, 15:32:01
Danke für den Tipp :)

Lyka
2017-05-21, 15:59:24
Gibs zu: Das war das erste Aroma, das du zuverlässig rausschmecken konntest und daher erinnert es dich an deinen Stolz...

nee, ich habe Bourbon erst spät angefangen zu trinken, da ich schlimme Erinnerungen an Jim Beam hatte und viele Jahre lang gar keinen Whisk(e)y getrunken hatte. Habe erst mit Bushmills Black richtig angefangen, so ab Ende 20 :freak:

aths
2017-05-22, 02:04:54
Du gewöhnst dich dran würde ich sagen. Ich kann man mich noch gut an meinen ersten Laphroaig 10y erinnern. Der hat mich schon beim einschenken fast umgehauen vor Torf und speckigen Rauch, das war ein richtiges wtf?!-Erlebnis.
Nun, fast 3 Jahre und etliche weitere torfige (und nicht-torfige) Vertreter später, nehme ich den Torfrauch nur noch als Nuance war, nicht mehr so krass dominant wie früher.
Um wieder auf dieses Erlebnis zu kommen, muß wohl der Octomore 7.2 irgendwann mal dran glauben... hab mich immer noch nicht getraut den aufzumachen :freak: Naja, über den Sommer bleibt der auch zu, da passen Speysider, Highlander oder Iren einfach besser.
Ich trinke rauchige Whiskys auch im Sommer :D Aber ja, man gewöhnt sich an den Rauch.

aths
2017-05-22, 02:05:57
Nach Mitternacht. Ich brauche noch einen Drink, der mich so richtig natzt.

Im Glas in ein Doppelter. Kein Billozeug, sondern ein Lagavulin 16Y. In der Nase leicht metallisch, wie ein angerosteter Beschlag eines Holzrades – oder eines Fassrings. Rauchig, speckig, kräftig. Ist da auch Sherry drin? Keine Ahnung. Im Mund Holz, noch mal Holz. Teer. Holzkohle. Süße. Einfach geil. Mehlig, fast Holzspäne.

Der Lagavulin beginnt, mich zu natzen, obwohl nur 43% Alkohol. Hier zeigt sich Alkohol als schöner Geschmacksträger, der Whisky braucht genau dieses Aroma. Die Nase kann kaum genug bekommen. Kraut, Metall, Feuer und Rauch. Nasser Ton. Wirklich harmonisch ausbalanciert, die Minerale und der Torf.

Ich lasse das Zeug wirken. Die Geschmackstoffe werden komplexer. Zweige, Rosenblütenblätter, nochmals heißer Rauch. Schön ölig. Irgendwie noch mineralisch, bis die Eiche kommt. Oder geschrotetes Gewürz, schwer zu sagen. Die Alkoholwirkung setzt ein.

Im Lagavulin findet sich eine schöne Rauchnote, kraftvoll aber harmonisch. Ich schwenke das Glas hin und her. Auch Fruchtzucker ist nun riechbar. Etwas Creme, aber nicht parfümiert. Dann Vanille? Eine Flasche von dem Zeug ist nicht billig, aber jeden Euro wert. Einige Minuten atme ich am Glas durch die Nase ein ohne zu trinken. Verwelkter Bambus, etwas Kerzenwachs. Die Vielseitigkeit und Tiefe ist fantastisch. Der Genuss dauert viel länger als gedacht.

Metalmaniac
2017-05-22, 10:58:24
Habe inzwischen mal einen richtig schlechten Whisky gekauft und angefangen zu trinken. Nachdem ich im letzten Jahr auf der Mannschaftsfahrt meiner Altherrentruppe den "Ardmore" mithatte und trotz seines günstigen Preises recht angetan davon war, habe ich es dieses Jahr mit einem ebenfalls günstigen "Finlaggan" probiert. Dazu muß ich sagen, im Grunde trinke fast nur ich Hochprozentiges auf diesen Fahrten, nur ab und zu trinkt mal jemand einen mit, ansonsten konsumieren alle vor allem reichlich Bier. Da wäre mir ein teurerer Whisky dann doch zu überdimensioniert für reines "Saufen" meinerseits. Aber so kann ich wenigstens mal den ein oder anderen probieren den ich nicht kenne und auch normalerweise nicht so kaufen würde für meine Sammlung.

Jedenfalls sollen die "Finlaggan" ja ebenso wie die "Ileach" Whiskys von Fässern einer bedeutenden Brennerei der Insel Islay abstammen und sollten demnach recht gut sein. Was aber nur auf z.B. den hervorragenden "The Ileach Cask strength" zutrifft. Der normale "Finlaggan" schmeckt mir einfach überhaupt nicht. Für mich ist er total wässrig mit einem größeren Anteil von Raucharomen, aber ansonsten nix mehr dahinter. Wie sagte mal jemand frevelig, Whisky schmecke ihm wie brackiges Wasser (Frechheit eigentlich :freak:). Hier muß ich zugeben, diese Assoziation hatte ich beim "Finlaggan" irgendwie auch. Nun gut, nun bin ich eine Erfahrung reicher geworden.

ilPatrino
2017-05-22, 12:11:03
wenn du was billiges zum "besaufen" suchst, empfehle ich dir irischen. jameson, kilbeggan, sowas in der art. die sind zwar verhältnismäßig billig, schmecken aber ehrlich. der kilbeggan ist einer meiner standard-kochwhiskeys

Dr.Dirt
2017-05-22, 19:00:20
z.B. den hervorragenden "The Ileach Cask strength" zutrifft. Der normale "Finlaggan" schmeckt mir einfach überhaupt nicht. Für mich ist er total wässrig mit einem größeren Anteil von Raucharomen, aber ansonsten nix mehr dahinter.
Den normalen Finlaggan kenne ich jetzt nicht, aber der cask strenght schmeckt sehr ähnlich dem Ileach cask strength.
Die profitieren wohl beide von dem recht hohen Alkoholgehalt. :biggrin:

Ein Islay Whisky der in die gleiche Kerbe schlägt:
Ian Macleod´s - As We Get It - Cask Strength Islay 61.7% vol
Hat mir auch sehr gut gefallen und ist im Vergeleich zu den anderen beiden nicht gefärbt.

Commander Keen
2017-05-22, 20:25:16
Den Finlaggan Original Peaty hatte ich mir zu meiner Anfangszeit auch mal geholt. So hieß der vor knapp 3 Jahren glaube ich, mittlerweile wohl nur noch "Original". Damals war der lustigerweise auch noch "teurer" beim Horst (meine 25 oder 26 €) als jetzt (20 €) - ein Whisky der im Preis sinkt, Respekt. Das spricht für Qualität.

Naja, wie auch immer, der Hit war der jedenfalls nicht. Ja, er war einigermaßen rauchig. Aber das war's dann auch. Dahinter kam einfach wenig bis nichts. Wo bei einem Laphroaig 18y oder dem Lagavulin 16y oder auch dem Ardbeg 10y diverse andere Aromen hinterm Rauch darauf warten entdeckt zu werden ist beim Finlaggan einfach gar nichts. OK, Alkohol ist da, das ist ja immerhin auch was :ulol:

btw. hab ich bei meiner letzten Bestellung mir mal den Ardbeg Uigeadail gegönnt, auf den freue ich mich schon ganz besonders. Der war dem Laga 16y prinzipiell nicht unähnlich, aber irgendwie doch besser. Hatte schon mal ein Probierfläschle und sobald ich die große Pulle mal anbreche wird die wahrscheinlich nicht alt werden, so gut war der. Daher lasse ich ihn auch erstmal zu :freak:

aths
2017-05-24, 00:00:15
Ich habe mir einige rauchige Whiskys gegönnt, die ich bereits kenne. Ardbeg und Lagavulin hatte ich kürzlich schon verkostet nun geht es zum nächsten.

Kaum Frische, dafür Holzleim oder -Beize, phenolischer Rauch, eher kühl. Dunkle Holzaromen. Der Caol Ila 12Y bekommt eine zweite Chance bei mir.

Ein Klebstoff-Eindruck bleibt in der Nase präsent, mit der Zeit entfalten sich auch feinere Aromen. Ganz entfernt Orangenfrucht oder so. Wenn sich die Nase etwas gewöhnen darf und der erste wuchtige Eindruck verfliegt, wird es angenehmer. Der Holzkohle-Eindruck ist aber insgesamt noch da.

Im Mund kurz schnell süß. Dann bitter, schärfer werdend. Aber bei weitem nicht so scharf wie andere Rauchbomben. Beim Schlucken noch mal Holz und Rauch. Im Rachenraum aber ein angenehmes Gefühl. Auch schön ölig.

Insgesamt ist der Caol Ila allerdings etwas eintönig. Das ist nicht unbedingt schlecht, der Scotch entfaltet sein Aroma auch in Cola. Ich könnte mir auch vorstellen, den Whisky beim Grillen zu servieren, weil das Rauch-Aroma gut passen müsste. Ich verdünne jetzt, von 43% auf rund 38%. In der Nase durchaus schwächer, aber auch feiner. Aufgeschnittener Speck. Schöne Würze. Im Mund ebenfalls sanfter, die Holzkohle setzt sich trotzdem durch. Der Torfrauch schlüsselt sich feiner auf. Ich denke, dass ich in Zukunft diesen Malt öfter mal leicht verdünnen werde.

PHuV
2017-05-28, 23:25:40
Ha, so, nun kann ich mitreden, nachdem meine bisher einzige Whiskey-Erfahrung Jim-Bean hier so niedergemacht wurde. Ich war im Rahmen meines Belfast-Besuches als passionierter Nichttrinker in der Old Bushmills Distillery Co Ltd. Dort habe ich mir dann die Whiskey-Probe nicht entgehen lassen. Probiert wurden 3 verschiedene Alterstufen mit ca. 30 ml im Glas 10 Jahre, 12 Jahre und dann eben den Abschluß Black Bush (?? oder doch ein anderer?) und sogar mein Jüngster konnte den Unterschied rausschmecken.

Ich hab mir zwar 3 kleine Fläschen mitgenommen als Andenken, jedoch werde ich wohl kein Whiskeytrinker werden.

Rooter
2017-05-28, 23:32:27
und sogar mein Jüngster konnte den Unterschied rausschmecken.:eek: Wie alt ist er denn?

MfG
Rooter

PHuV
2017-05-28, 23:38:09
13, wird bald 14. Aber er wollte unbedingt auch mal probieren, und bevor er es heimlich macht... Er hat ja nur mal genippt, mein Ältester hat dann alle geleert, mir war das am Ende doch auch etwas zuviel.

Gut, Du hast Recht, jetzt habe ich Alkohol zu Hause stehen, was ich sonst nicht habe... :uponder: Da werde ich die Flaschen mal genauer beobachten. Aber er findet Wein eh besser. :lol: Frag mich jetzt bitte nicht, woher, bei uns steht keiner.

Rooter
2017-05-28, 23:44:04
13, wird bald 14. Aber er wollte unbedingt auch mal probieren, und bevor er es heimlich macht... Er hat ja nur mal genipptAch, schon bald 14... In dem Alter hat er wahrscheinlich eh schon woanders gesoffen... :D

EDIT: Heute einigen Teenagern (~16) zugehört, wie sie ihren Ausflug nach Holland nächste Woche geplant haben... Da sie sich außer Bier nicht auf den Alkohol der Wahl einigen konnten wurde beschlossen, dass die Mädchen ihren Hugo und die Jungs ihren Asbach-Cola und Gin-Tonic getrennt besorgen... :D

MfG
Rooter

DrumDub
2017-06-07, 17:48:23
so, grad mal einen neuen bestellt:

As we get it, Islay Single Malt, cask strength, 0,7 l (https://www.whiskyandmore.com/Scotch-Single-Malt-Grain-Whisky/Islay/As-we-get-it-Islay-Single-Malt-cask-strength-0-7-l::2766.html)

ich werde berichten ...

dazu die beiden klassiker, die man(n) immer im haus haben sollte:

Caol Ila 12 Jahre, 0,7 l (https://www.whiskyandmore.com/Scotch-Single-Malt-Grain-Whisky/Islay/Caol-Ila-12-Jahre-0-7-l::1221.html)
Laphroaig Quarter Cask, 0,7 l (https://www.whiskyandmore.com/Scotch-Single-Malt-Grain-Whisky/Islay/Laphroaig-10-Jahre-0-7-l::1477.html)

Metalmaniac
2017-06-09, 12:57:17
So, habe letzte Woche zufällig gesehen, im Aldi gibts seit gestern einen richtig günstigen Highland Speyside Single Malt, den Speyburn Bradan Orach, für lediglich 19,99€ im Angebot. Gut, wenn man in Preisvergleichen nachschaut ist der immer in ähnlichen Preisregionen, zumeist nur 2-3€ teurer.

Jedenfalls dachte ich, für den Preis kann man ihn ja mal ausprobieren. Nachdem mir der normale Finlaggan (ebenfalls ein Niedrigpreiser) ja bekanntlich vor kurzem gar nicht mundete, bin ich von diesem nun sehr angenehm überrascht. Ein schöner leichter Sommerwhisky, den man gut mal zwischendurch trinken kann ohne das man Gewissensbisse bekommt, dass die gute Flasche immer mehr mit Luft befüllt wird wie es bei anderen, wesentlich teureren immerzu bei mir der Fall ist.:wink:

Man schmeckt Malz, Vanille und Zitrusfruchtnoten, dazu ist er erstaunlich süßlich, ganz so wie ich es auch mag (entweder so, oder gleich richtig heavy rauchig). Damit hat er natürlich das nahezu perfekte Preis- Leistungsverhältnis. Habe schon wesentlich schlechtere Whiskys "genießen" müssen, die aber reichlich mehr gekostet haben. Probiert es mal aus. Wer nur rauchig mag, für den ist er natürlich nichts, denn es ist nichtmal eine Spur davon vorhanden. Dafür auch so gut wie keine Holznote. Ist ja schließlich ein NAS und dürfte den Beschreibungen im Netz nach auch nur ca. 5-7 Jahre gereift sein. Dennoch, schönes leichtes Aroma, ausreichend guter Angang ohne Bitterkeit. Klasse und durchaus empfehlenswert.

aths
2017-06-17, 01:26:31
dazu die beiden klassiker, die man(n) immer im haus haben sollte:

Caol Ila 12 Jahre, 0,7 l (https://www.whiskyandmore.com/Scotch-Single-Malt-Grain-Whisky/Islay/Caol-Ila-12-Jahre-0-7-l::1221.html)
Laphroaig Quarter Cask, 0,7 l (https://www.whiskyandmore.com/Scotch-Single-Malt-Grain-Whisky/Islay/Laphroaig-10-Jahre-0-7-l::1477.html)
Vom Caol Ila bin ich nicht ganz so begeistert. Trotzdem kaufte ich vor einigen Wochen noch mal eine Flasche. Den Laphroaig hatte ich heute gerade erst wieder probiert, ebenfalls kürzlich eine Flasche gekauft.

Wie ist der Islay Single Malt?

DrumDub
2017-06-20, 15:34:44
Vom Caol Ila bin ich nicht ganz so begeistert. Trotzdem kaufte ich vor einigen Wochen noch mal eine Flasche. Den Laphroaig hatte ich heute gerade erst wieder probiert, ebenfalls kürzlich eine Flasche gekauft.

Wie ist der Islay Single Malt? also mir gefällt er gut. muss halt etwas auf trinkstärke verdünnt werden, da mit 61,7 % vol dann doch zu scharf zum einfach so trinken. hat eine angenehme rauchigkeit, die aber nicht mit den dem ardbeg ten oder lagavuly 16y mithalten kann. beim trinken auch leichte vanille und karamell aromen. im abgang sehr rund, aber nicht bedonders langanhaltend. für mich auf jeden fall ne gute wahl.

Vom Caol Ila bin ich nicht ganz so begeistert.
komischerweise wirkt die neue flasche auf mich auch nicht mehr so rauchig wir die von vor einem jahr. jetzt stellt sich nur die frage, ob das an meinen geschmacksnerven liegt oder an der abfüllung.

Metalmaniac
2017-07-07, 00:03:26
Hab mir nun 3 Flaschen bestellt. Mein "Ileach Cask Strength" war alle, bei meinem lokalen Dealer gabs ihn nicht mehr, also im Netz den günstigsten Preis rausgesucht und dort für Versandkostenfreiheit (ab 75€) noch 2 weitere Flaschen anderer Marken geordert. Im Angebot bei denen war ein "Glendronach 12Y", der also dabei im Paket. Und da mein geliebter "Laphroaig Quarter Cask" ebenfalls kurz vor "alle" ist, mußte ich mich entscheiden, den nur wieder (bestandshalber) "aufzufüllen", oder meiner Neugier gerecht zu werden und mal einen anderen von denen auszuprobieren. Letzteres war mir dann doch lieber und ich kaufte den "Laphroaig Triple Wood" dazu. Bei dem Shop ungefähr preislich so wie der reguläre Preis des QC in den Supermärkten in meiner Nähe.

Und diesen habe ich soeben probiert nachdem ich meinen QC in den letzten Tagen geleert habe. Was soll ich sagen, Laphroaig-typischer Rauch, aber, nicht ganz so intensiv, dafür viel Sherry, etwas andere Süße und eine andere Schärfe, fast schon etwas milder als wie der QC. Ein anderes Erlebnis halt. Kann ich empfehlen. Ist Anfänger-freundlicher als der 10-jährige (ohne ihn selber probiert zu haben aber den Beschreibungen nach) und eben dem Quarter Cask.

IVI
2017-07-07, 19:47:36
Hab mir nun 3 Flaschen bestellt. Mein "Ileach Cask Strength" war alle, bei meinem lokalen Dealer gabs ihn nicht mehr, also im Netz den günstigsten Preis rausgesucht und dort für Versandkostenfreiheit (ab 75€) noch 2 weitere Flaschen anderer Marken geordert.

Bei Whiskyzone.de? :-D
Der neue Ileach ist leider nicht so gut wie der alte, da wurde definitiv was massiv geändert (vll. andere Brennerei), auf jeden Fall aber andere Fässer benutzt. Der neue ist würziger und jünger als der alte, hat nicht dieses geiles BBQ-Aroma und ist auch etwas weniger rauchig. Der alte Ileach (in der dünnen, dunkelblauen Pappülle) war so viiiiel geschmeidiger, der ging runter wie Öl trotz seiner fast 60 Volumenprozente.
Schade, nach Finlaggan (auch massive Umstellung) hat nun auch der Ileach in der Quali nachgelassen... :-(

Metalmaniac
2017-07-08, 11:41:28
Der neue Ileach ist leider nicht so gut wie der alte, da wurde definitiv was massiv geändert (vll. andere Brennerei), auf jeden Fall aber andere Fässer benutzt. Der neue ist würziger und jünger als der alte, hat nicht dieses geiles BBQ-Aroma und ist auch etwas weniger rauchig. Der alte Ileach (in der dünnen, dunkelblauen Pappülle) war so viiiiel geschmeidiger, der ging runter wie Öl trotz seiner fast 60 Volumenprozente.


Dann kenne ich wohl nur den neuen. In einer vorwiegend weißen Papphülle mit dem kleinen Bild einer Brennerei mit Schiff davor drauf, woraufhin Horstl von Whisky.de gleich philosophierte, dass es sich demnach also um Fässer von Laphroaig handeln müßte, da die abgebildete Brennerei der von denen so ähneln würde.:wink:

Na jedenfalls schmeckt mir der halt ziemlich gut. Aber wenn der alte noch besser ist...schade, den kenne ich dann halt nicht.

aths
2017-07-14, 01:15:41
Mal wieder ein Johnnie-Walker-Vergleich von mir.

Gold Label Reserve (rund 35 Euro) gegen Platinum Label 18 Jahre (rund 55 Euro.) Beides sind eher neue Produkte. Der Reserve ersetzt den alten Gold Label 18 Jahre, den ich nicht kenne und der Platium schließt nun die Lücke zum Blue Label. Mit anderen Worten sind beides Whiskys die rein fürs Marketing eingeführt wurden.

In der Nase ist der Gold Label Reserve durchaus würzig. Clynelish ist auf jeden Fall drin, das Aroma ist sogar breiter als beim Single-Malt. Direkt Rauch ist nicht zu erschnüffeln. Der Platinum erscheint in der Nase schwächer, dafür feiner und fruchtiger. Dann kommt eine, wenn auch eher schwache, Würze. Möglicherweise ist es ein Linkwood, der da mit reinspielt. Sonst überlege ich, ist das Cardhu, Cragganmore?

Anstatt zu versuchen die Whiskys rauszuschnüffeln achte ich jetzt nur auf die Aromen selbst. Der Gold Label Reserve hat eine Würze die Richtung Salz geht, insgesamt aber eher helle Noten mit einer Idee Vanille. Der Platinum 18 ist im erneuten Vergleich schwächer, wirkt dann aber angenehm reif.

Auf der Zunge macht der Gold Reserve eine mittelmäßige Figur. Nach dem Schlucken bleibt noch etwas Würze auf der Zunge zurück, wiederum mit einer Idee Salz. Der Abgang ist kurz. Beim zweiten Schluck einige Bitterstoffe, die gerade noch so angenehm sind.

Nach Wartezeit nun der Platinum. Im Mund erst dünn, dann kommt der Geschmack. Holz und Fasswand sind da, Würzigkeit nimmt zu. Mittlerer Abgang. Neuer Schluck. Der Scotch macht schon Spaß, weil die Aromen schön ausbalanciert sind. Man merkt auch im Vergleich ganz deutlich den Altersunterschied. Dann am Ende doch eine leichte Bitterkeit und Trockenheit, die ich jedoch als angenehm wahrnehme.

Fazit: Der Gold Label Reserve ist für den Preis nicht schlecht, aber eher was für eine Situation wo man Besuch hat der sich nicht groß bei Malts auskennt und einen dem man einen Whisky anbieten will. Wenn der sonst nur Red Label oder Dimple kennt, wird er begeistert sein. Der Platinum 18Y ist ein Scotch dem man meiner Meinung nach jedem anbieten kann. Zwar fehlen Kanten, dafür gibt es ein Erlebnis das einen Scotch-Genießer wohl nicht vom Hocker haut, aber auch nicht verschreckt.

Langlay
2017-07-14, 01:56:24
Fazit: Der Gold Label Reserve ist für den Preis nicht schlecht, aber eher was für eine Situation wo man Besuch hat der sich nicht groß bei Malts auskennt und einen dem man einen Whisky anbieten will. Wenn der sonst nur Red Label oder Dimple kennt, wird er begeistert sein. Der Platinum 18Y ist ein Scotch dem man meiner Meinung nach jedem anbieten kann. Zwar fehlen Kanten, dafür gibt es ein Erlebnis das einen Scotch-Genießer wohl nicht vom Hocker haut, aber auch nicht verschreckt.

Ich finde die beste Alternative ist, keinen der beiden zu kaufen. Sondern sich den Green Label zu kaufen. Für 35€ kriegt man da schon einen sehr feinen Tropfen. Und dadurch das er recht Preiswert ist kann man ihn für beides nutzen Besuch und Geniesser. Ist imo der Preis/Leistungssieger bein Johnnie.

aths
2017-07-28, 00:29:40
Diesen Test wollte ich schon lange machen. Jetzt wo die Erkältung offenbar vorbei ist, gieße ich mir in das eine Glas einen Black Label 12 Jahre. Ins andere einen Green Label 15 Jahre.

Den Black bekommt man mit etwas Glück für 20 Euro, ansonsten um die 25 Euro. Der Green ist ab etwa 35 Euro erhältlich.

Der Johnnie Walker Black Label 12Y zeigt in der Nase für einen Blended dieser Preisklasse schönes Aroma. Jedenfalls findet sich sogar ein wenig Rauch in der Nase. Nur ein bisschen, aber immerhin. Der Green Label 15Y ist beim ersten Schnuppern milder, zeigt dann aber eine Tiefe, die ich so im Black nicht habe. Rauch gibt es fast gar nicht, aber grasige Noten.

Im Mund zeigt der Black einen mäßiger Antritt, Süße, dann Würzigkeit und Schärfe. Vanille. Anklänge von Teer, im Abgang ein wenig Rauch. Etwas malzig ist es, aber wer Single-Malts kennt, merkt dass der Black mit Grain-Whisky gestreckt ist. Zweiter Schluck. Nun sogar etwas Holz. Tannine. Für den Preis aus meiner Sicht wirklich gut. Kein High-End-Drink, einfach ein anständiger Scotch. Im Nachgeschmack eine Idee zu bitter. Noch geschmackvoll, aber zugegebenermaßen nicht unbedingt vollmundig.

Der Green ist im Mund erst sanfter als der Black, es kommt etwas Süße, dann Schärfe. Im Abgang angenehm. Der zweite Schluck zeigt endlich vollen Malt-Geschmack, allerdings ohne besondere Kanten. In Anklängen auch Frucht, dann eine angenehme Alkoholnote. Ganz leicht nun doch Torf, man kann mit etwas Fantasie auch den Talisker-Anteil erahnen. Der Abgang ist nicht so lang wie erhofft. Die wenigen bitteren Noten sind voller Geschmack und Komplexität. Dann ganz am Ende fast schon Honigsüße. Schön! Der Green besteht nur aus Malts und hat keinen Grain drinnen. Macht ihn das jetzt besser, oder lediglich teurer?

Da in beiden Gläsern noch etwas drin ist, halte ich noch mal die Nase rein. Hier wirkt der Black Label, obwohl preiswerter, als der vollständigere Whisky. Dafür hat der Green Label, auch wenn er sozusagen weniger Frequenzen anspricht, mehr Volumen.

Der Green Label ist für 15 Jahre recht preiswert. Man bekommt keinen wuchtigen Geschmack, aber eine schöne Balance. Der Black Label ist im Vergleich dünner und wird jeden Vergleich gegen einen hochwertigen Scotch verlieren. Er setzt in seiner Preisklasse aber einen Meilenstein an dem sich andere preiswerte Whiskys messen lassen müssen. Da nun die Alkoholwirkung einsetzt, beende ich die Geruchs- und Geschmacksnotizen.

phizz
2017-07-31, 19:37:12
Ich habe zuletzt ein Whyskie Tasting gemacht.
Dort gab es 6-7 Whysky zum verkosten.

Glenrothes Select Reserve, The Macallan Sienna, The Tyrconnell, Glen Garioch, Highland Park Dark Origins, Laphroig

Was ich dabei sehr interessant fand ist die Flavour Map, ich wusste garnicht das es sowas gibt.
https://www2.pic-upload.de/thumb/33649451/1111.jpg (https://www.pic-upload.de/view-33649451/1111.jpg.html)

Jedenfalls habe ich bei dem Tasting einiges gelernt. Der Redner selbst hat mehrere Jahre vor Ort gearbeitet und ist nun Grand Ambassador Wisk(e)y.

Nach allen Proben war für mich der McCallan der schmackhafteste. Ich mag einfach dieses übertrieben rauchige und torfige nicht, das schmeckt für mich wie gewollt und nicht gekonnt.
Daher würde ich wohl derzeit immernoch eher zum Cuba Libre greifen als zum Whysky wenn ich die Wahl hab. Meine Slyrs werde ich daher weiterhin als Geldanlage sehen oder zur Rente öffnen (in +30 Jahren :freak:)

Lyka
2017-08-02, 11:12:26
nachdem ich gestern mit meinem Whisky-affinen Cousin meine letzten Reste Laphroaig 10 niedergemacht habe, hat er mir (auch durch seinen Whisky-Händler) den Big Strand empfohlen.
Hat den schonmal jemand gehabt?

http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Big-Strand.html?listtype=search&searchparam=Strand&searchorigin=1&searchparam=Strand

aths
2017-08-04, 01:10:55
Nach allen Proben war für mich der McCallan der schmackhafteste. Ich mag einfach dieses übertrieben rauchige und torfige nicht, das schmeckt für mich wie gewollt und nicht gekonnt.
Macallan ist nicht umsonst eine beliebte Marke. Ich bin jetzt nicht Fan Nummer Eins von denen, kann aber verstehen dass die Preise von dieser Destille in den letzten Jahren deutlich angezogen haben. Ein Whisky mit vollem Körper und viel Geschmack.

aths
2017-08-04, 01:14:50
nachdem ich gestern mit meinem Whisky-affinen Cousin meine letzten Reste Laphroaig 10 niedergemacht habe, hat er mir (auch durch seinen Whisky-Händler) den Big Strand empfohlen.
Hat den schonmal jemand gehabt?

http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Big-Strand.html?listtype=search&searchparam=Strand&searchorigin=1&searchparam=Strand
Ich nicht. Habe aber mit dem bisher einzigen Versuch von mir, eine unabhängige Abfüllung zu kaufen, gute Erfahrungen gemacht. Zum Linkwood 15 Jahre, abgefüllt von Gordon&MacPhail im Anschluss gleich noch ein Tasting :)

aths
2017-08-04, 01:41:19
Okay wie angekündigt. Die Flasche ist bald leer, im Glas ist nun eine einfache Portion Linkwood 15Y, abgefüllt von Gordon&MacPhail. In der Nase ist das Zeug schon mal herrlich. Dunkler Sherry, noch mal Sherry, Korinthen, Lakritze, grünes Trockengewürz. Dann etwas gemähtes Heu oder Gras. Alte Zweige.

15-Jahre-Abfüllungen sind normalerweise ein seltsames Zwischending zwischen 12 und 18 Jahren. Die Nase sagt aber, dass der Whisky hier das genau richtige Alter hat und nicht nur eine Marketing-Abfüllung ist. Eigentlich möchte ich sofort was trinken, aber zunächst darf sich die Nase erholen und dann noch mal schnüffeln. Wiederum Gewürz, gemahlen oder geschrotet. Dazu dann erneut dunkle Sherry-Noten.

Endlich fließt der Scotch über die Zunge. Sekundenlang bleibt er im Mund, bis das alkoholische Beißen zum Schlucken zwingt. Mit seinen 43% Volumenprozent gibt es schöne Kraft. Der Speichel verdünnte den Whisky, womit die Frage aufkommt, wie der Linkwood mit Wasser verdünnt schmeckt. Zunächst dürfen sich Schleimhäute und das Riechorgan erholen. In der Nase wirkt der Whisky dann etwas cremiger. Weiterhin absolut kein Rauch.

Auf der Zunge trotz Verdünnung vollmundig, wenn auch mit weniger Kraft. Nach dem Schlucken bleibt Pfeffrigkeit um die Zunge zurück. Neue Geschmacksnoten zeigen sich auch, zum Beispiel weit entfernt etwas gebackene Banane. Insgesamt aber ein Whisky zum Purtrinken, der Linkwood verliert bei Verdünnung zu viel Power. Der Abgang reicht nicht besonders tief, ist aber unerwartet lang.



Okay, man lebt nur ein mal. Noch ein kleiner unverdünnt. Insgesamt konsumiere ich also einen Doppelten. Das braucht Zeit!

Die Nase labt sich am Aroma. Dunkel, geschlossen, würzig, auch fruchtig. Reif. Im Mund dann Tannine. Da der Alkohol langsam zu wirken beginnt, steigert sich der Genuss.

Metalmaniac
2017-08-15, 17:12:32
Bin gerade in der Ukraine zu Besuch bei meiner Schwiegermutter. Hatte eigentlich vor, mir vor dem Rückflug einen Whisky im Duty-Free Shop des Flughafens Kiew-Borispol zuzulegen, möglichst günstiger als wie ich ihn bei uns regulär bekäme. Aber hier vor Ort gibts natürlich auch Whiskys in div. Läden. Was Single Malt aus Schottland anbelangt gar teurer als bei uns. Also ist mein Kaufanreiz gegen Null. ;) Aber, Bourbons und Irish Whiskeys sind preislich mindestens auf unserem Niveau. Bin da in einem Shop auf einen Iren gestossen, der mich nun grübeln lässt. Es handelt sich um einen "Writers Tears Red Head". Davon gibts weltweit nur 12000 Flaschen. Ich kenne den normalen "Writers Tears" und fand ihn als Mischung aus Pot still und Single Malt recht lecker daherkommend, dazu äusserst günstig. Der "Red Head" ist nun wohl ein reiner Single Malt mit 46% Alkohol. Die wenigen Bescheibungen sind so lala.

Nun bin ich in der Zwickmühle, 2 Flaschen sind keine Option, da ich auch noch einen hiesigen Wodka für meinen Schwager mitbringen muss. Whisky.de hat auch noch eine geringe Restmenge des besagten irischen Whiskeys lieferbar für einen ähnlichen Kurs wie ich ihn hier zahlen müsste. Was meint Ihr? Lieber nächste Woche im Flughafen zuschlagen (bei was auch immer), oder schon bei diesem limitierten Whiskey zuschlagen bevor er überall ausverkauft ist? Wobei ich hinzufügen möchte, ich muss ihn jetzt nicht unbedingt haben, bin halt nur neugierig. Vielleicht kennt jemand ja diesen limitierten und meint, der wäre es wert gekauft zu werden. :)

24p
2017-08-15, 17:56:48
Nix kaufen und zu Hause was vernünftiges bestellen. ;)

Ganz ehrlich, 12000 Flaschen Limitierung sind nichts, das ist so gut wie jedes Batch von irgendwelchen Whiskies (zB Springbank CS oder irgendwelche Gelnfarclas). Es bedeutet auch nicht, dass die besonders gut sein müssen und ist idr ein Marketingtrick. Ich reise dienstlich oft und stehe immer mal wieder am Flughafen bein Duty Free herum, seit einigen Jahren gibt es da nur nich überteuerte Mittelklassewhiskies für unbedarfte Kundschaft, die mal schnell noch was mitnehmen will.

Kurgan
2017-08-15, 18:52:08
ich war noch auf keinem flughafen, wo whiskey preislich interessant genug zum mitnehmen war.

Mosher
2017-08-15, 18:59:16
Ich sehe schon immer wieder gute Angebote, meistens eine Kombination aus Literflaschen und "Zahl x, bekomme x+1" .

Allerdings habe ich weder Bock auf Schmuggeln, noch auf eine offizielle Zollprozedur.

Metalmaniac
2017-08-19, 11:32:16
Eine Flasche in einer offiziellen Tüte des Duty-Free Shops des Flughafens sollte ja nun kein Problem darstellen beim Zoll, oder? Man kann auch online einsehen, was die da so haben. Habe mir jetzt 2 rausgesucht, die preislich zumindest nicht teurer als bei uns sind. Und zwar einen "Johhny Walker Island Green" (wäre mein erster Blended Scotch, ist aber ein rauchiger Nachfolger des Green Labels), oder den "Talisker Dark Storm". Beide in etwa preislich auf dem Niveau wie der günstigste Idealo Preis in Deutschland (wobei da noch im ungünstigsten Fall Versandkosten dazu kämen).

Sven77
2017-08-19, 11:35:12
Wer mal günstigen Whisky kaufen will muss in die Schweiz in Zollfreie Einkaufsstädte wie Samnaun. Da kostet der 1l Lagavulin DE (dort gibts ausnahmslos nur 1l Flaschen wegen der Zollbestimmungen 1l/Kopf) für 39Eur..

aths
2017-10-14, 22:07:09
Warum kaufe ich immer mal wieder einen Billo-Scotch? Keine Ahnung. Heute ein Glen Broch Single-Malt ohne Altersangabe. Speyside, Bourbon-Cask-Finish.

In der Nase leichter Bourbon, recht rund. Dann schön würziges Aroma. Beim weiteren Schnuppern eine fast schon blumige Note. Im Mund recht mild, viel Vanille. Dankenswerterweise kein metallisch-frischer Eindruck wie bei einigen anderen Whiskys ohne Altersangabe.

Etwas Malz im Abgang. Ich lasse mir Zeit, bevor ich noch mal die Nase reinhalte. Gelbe Früchte, samtige Süße, wieder Vanille. Geschmacklich nicht besonders breit, aber ohne schiefe Noten. Mit 16 Euro deutlich teurer als Supermarkt-Eigenmarken-Einsteiger-Whiskys zu 7 Euro, aber den Aufpreis wert.

Das Etikett nutzt vier unterschiedliche Schriftarten, ist also nicht gerade von einem Profi entworfen. Man sieht einige runde Logos die von Weitem aussehen wie Preisauszeichnungen oder Medaillen, es sind aber keine. Dazu kommt eine gedruckte Unterschrift, leider ohne Namensangabe. Wo der Whisky gebrannt wurde ist nicht klar, Glen Broch scheint eine Fantasiemarke zu sein.

Commander Keen
2017-10-15, 21:13:41
Was sind denn allgemein so die besten billig-Whiskys eurer Meinung nach? Ich komme immer wieder in die Verlegenheit einen Whisky zum Saufen opfern zu müssen, will da aber an die guten Sachen verständlicherweise nicht unbedingt rangehen, wenn es eh kaum jemand zu schätzen weiß. Totalen Scheiß will ich aber auch nicht kredenzen.

Also Butter bei die Fische, ich sag jetzt mal Markenbrennerei sollte es sein (also zumindest sollte man die Brennerei laut Label auch tatsächlich ausfindig machen können), Single Malt (kein Grain, Bourbon o.ä.) und maximal 25 €. Alles andere erstmal egal (also Herkunft, rauchig, fruchtig, usw.). Es zählt alleine der Eindruck "ja, gar net schlecht für den Preis".

Sven77
2017-10-15, 21:22:49
https://www.whisky.de/shop/Irland/Single-Malt/Connemara--.html

Gibts auch im Supermarkt

Langlay
2017-10-15, 21:49:34
Finlaggan Original für 20€ kann man sich auch antun aber ich würde die paar Taler drauflegen und mir den Caskstrength (35€) kaufen. Der Orginal ist halt doch sehr eindimensional und wässig. Sind allerdings rauchig.

Sven77
2017-10-15, 21:55:03
Wenn wir über die 25Eur gehen dann den Bowmore 12

https://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Bowmore-12-Jahre--.html

Ist für mich in der Preisregion um 30Eur der Beste

Commander Keen
2017-10-15, 22:13:30
Nope, bleiben wir in der Region bis max 25 €. Meinetwegen auch 26 € oder 27 €. Es soll ja nicht zu einfach werden. Ab 30 € könnte ich auch aus dem Stegreif ein Dutzend guter Single Malts nennen, die ihr Geld wert sind. Mir geht es aber diesmal echt um "Sparflaschen", die aber trotzdem auch für Fortgeschrittene trinkbar sind.

Den schon mal jemand probiert?

https://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/The-Deveron-10-Jahre.html

Baalzamon
2017-10-15, 22:40:02
Ich würde da für einen Bowmore 12y oder Ardmore Legacy gehen... welche beide ganz knapp über deiner Preisgrenze sind. :(

Wenns wirklich unter 25€ sein sollen, dann ist meine Empfehlung ein Connemara (Irish Single Malt).

Wenn du auf den Single Malt verzichten kannst würde ich zum Teachers greifen. Günstig und charakteristisch im Geschmack. Ist mein 'Daily'. ;)

Tante Edith meint, dass ich zu lange gebraucht habe um meinen Post zu verfassen. ;(

aths
2017-10-16, 11:08:45
Bisher kenne ich keinen Single-Malt für 25 (oder knapp 30) Euro, den ich empfehlen kann.

Dino-Fossil
2017-10-16, 11:19:19
Ich hatte mal den Speyburn Bradan Orach, den gibts bei 0,7L für 20-25 Euro, je nachdem.
Ist sicherlich nicht der beste Single Malt - kann man bei dem Preis nicht erwarten - aber doch trinkbar.
Vielleicht wäre der einen Blick (oder Schluck) wert.

Baalzamon
2017-10-16, 11:27:52
Bisher kenne ich keinen Single-Malt für 25 (oder knapp 30) Euro, den ich empfehlen kann.

Das finde ich tatsächlich überraschend, gerade im Segment bis 30€ hat man imho mit dem Bowmore 12y oder Ardmore Legacy ein ziemlich gutes P/L.

evil_overlord
2017-10-16, 12:28:46
Ich betätige mich mal als Mitläufer und würde auch den Ardmore Legacy oder den Connemara empfehlen.

DrumDub
2017-10-16, 12:54:35
Wenn wir über die 25Eur gehen dann den Bowmore 12

https://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Bowmore-12-Jahre--.html

Ist für mich in der Preisregion um 30Eur der Beste
Finlaggan Original für 20€ kann man sich auch antun aber ich würde die paar Taler drauflegen und mir den Caskstrength (35€) kaufen. Der Orginal ist halt doch sehr eindimensional und wässig. Sind allerdings rauchig. kann ich ebenfalls bestätigen. wobei die qualität dann zwischen 30-40 eur i.d.r. schon höher ist.

Commander Keen
2017-10-16, 13:03:59
kann ich ebenfalls bestätigen. wobei die qualität dann zwischen 30-40 eur i.d.r. schon höher ist.

Das ist sicherlich richtig, da kriegt man dann schon richtig feine Tröpfchen für nur wenig Geld mehr. Ich persönlich hab auch keine Schmerzen über 50 € oder (in Ausnahmefällen) 100 € auszugeben, wenn ich der Meinung bin, dass ich den probieren will.

Aber darum geht's im Moment nicht, denn sowas will ich halt nicht hinstellen, wenn ich weiß die Flasche ist später am Abend bereits leer :freak:

Um selber mal was beizusteuern: der Bushmills 10y für 25 € war bislang mein Maß der Dinge im Billigsegment. Ist halt vom Geschmack/Eindruck relativ langweilig für Fortschrittene, aber dafür macht er auch nix verkehrt, sprich man kann ihn ganz gut trinken.

Kurgan
2017-10-18, 21:40:25
ich werd jetzt vermutlich gesteinigt, aber der aldi hat zwischendurch single malt für (wenn ich mich recht erinner) ~20 neugeld, der für den preis völlig in ordnung ist.

der immer verfügbare standard-blend ist natürlich totaler schrott, geht gar nicht. der ist selbst für selbstgemachten bailey oder um cola zu verbessern völlig ungeeignet :ukotz:

BUG
2017-10-18, 21:49:51
Meiner Meinung nach zu empfehlen: Elijah Craig 12 Years Kentucky Bourbon Whiskey

https://www.amazon.de/dp/B001TOAZA6

8ML6iO4fkEg

Gruß
BUG

Kurgan
2017-10-18, 22:02:35
Meiner Meinung nach zu empfehlen: Elijah Craig 12 Years Kentucky Bourbon Whiskey

Gruß
BUG
BLASPHEMIE!!!!! ER HAT JEHOVA GESAGT!!!!!

BUG
2017-10-18, 22:26:51
:D oder einfach nur copy & paste aus dem Link.

Gruß
BUG

Michalito
2017-10-18, 22:35:49
Um die 30? Gerne Talisker 10y
https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/888642_-10-jahre-0-7l-45-8-talisker.html

Mosher
2017-10-19, 06:14:15
BLASPHEMIE!!!!! ER HAT JEHOVA GESAGT!!!!!
Meinst du hoffentlich nicht ernst


Ja, Bourbon vs. Schotte polarisiert oft, muss doch aber nicht sein.

Erstens kann man die meisten Schotten geschmacklich sowieso nicht mit Bourbon vergleichen, zweitens steht doch - sein wir mal ehrlich - schottischer Single Malt hauptsächlich wegen seines guten Marketings so hoch in der Gunst.

Ein Kentucky Straight Bourbon darf zB keinen Farbstoff enthalten, ein schottischer "Single" Malt hingegen... :uponder:


Also @30€, ich reihe mich mal in den Kanon ein

Bourbon:
Elijah Craig 12 yo
Wild Turkey 101 proof
Four Roses Small Batch


Single Malt:
Bowmore 12

Jego
2017-10-19, 16:49:33
Meiner Meinung nach zu empfehlen: Elijah Craig 12 Years Kentucky Bourbon Whiskey

https://www.amazon.de/dp/B001TOAZA6

http://youtu.be/8ML6iO4fkEg

Gruß
BUG


Den Elijah Craig 12 Years mag ich ebenfalls sehr gerne, war mein Standard für den Sour. Allerdings sind die Preise da in den letzten Jahren ganz schön gestiegen, vor gut 5 Jahren hat der noch 10€ weniger gekostet.

Mosher
2017-10-19, 17:15:47
Den Elijah Craig 12 Years mag ich ebenfalls sehr gerne, war mein Standard für den Sour. Allerdings sind die Preise da in den letzten Jahren ganz schön gestiegen, vor gut 5 Jahren hat der noch 10€ weniger gekostet.

Ich wollte eigentlich noch den Nikka from the Barrel empfehlen (auch wenn's mit 0.5 Litern natürlich ein B'scheißerle gewesen wäre), aber der kostet mittlerweile auch nen guten 10er mehr, als noch vor 2 Jahren.

Dr.Dirt
2017-10-20, 17:27:08
Viel Whisky für's Geld bekommt man auch beim Glenfarclas 105, 1 Literflasche in Faßstärke abgefüllt:

https://www.whiskyzone.de/glenfarclas-105-cask-strength-1-liter

Ist bisher mein persönlicher Preis-/Leisungssieger. :smile:

Commander Keen
2017-10-20, 17:58:01
Den gabs neulich beim Horst im Sonderangebot. Ich hab ihn zwar nicht gekauft, aber der besoffene Mitarbeiter vom Versand hat ihn mir trotzdem zugeschickt (statt des Benromach 15y). Am Ende hab ich die Flasche dann zum absoluten Schnäppchenpreis von 25 € behalten, da waren sie dann schon sehr kulant.

Lirumlarum, auf jeden Fall ist das schon ein ziemlich heftiger Vertreter. Nicht schlecht, aber heftig. Ich kann den nur gut verdünnt trinken. Dadurch verbessert sich das P/L-Verhältnis natürlich nochmals :freak:

Langlay
2017-10-20, 18:22:56
Ein Kentucky Straight Bourbon darf zB keinen Farbstoff enthalten, ein schottischer "Single" Malt hingegen... :uponder:

Naja das Schwert ist zweischeidig. Bourbon z.b dürfen auch keine gebrauchten Fässer benutzt werden, die Fässer müssen unbenutzt sein. Und das ist der Punkt den ich am Scotch liebe. Dadurch das die alle möglichen Fässer benutzen haste ein breiteres Spektrum an Aromen, je nach dem ob der Whisky nun im Bourbon-, Sherry-, Port-,Rum-, Bie-r, Weinfass gelagert/gefinished wurde.

Ich habe grundsätzlich auch nichts gegens das Färben wenns benutzt wird um die Chargen anzugleichen okay. Wenn man so macht wie z.b. bei Dalmore wo jeder Whisky Rehbrau ist find ich dann auch nicht mehr lustig.

Mosher
2017-10-20, 18:37:23
Naja das Schwert ist zweischeidig. Bourbon z.b dürfen auch keine gebrauchten Fässer benutzt werden, die Fässer müssen unbenutzt sein. Und das ist der Punkt den ich am Scotch liebe. Dadurch das die alle möglichen Fässer benutzen haste ein breiteres Spektrum an Aromen, je nach dem ob der Whisky nun im Bourbon-, Sherry-, Port-,Rum-, Bie-r, Weinfass gelagert/gefinished wurde.

Ich habe grundsätzlich auch nichts gegens das Färben wenns benutzt wird um die Chargen anzugleichen okay. Wenn man so macht wie z.b. bei Dalmore wo jeder Whisky Rehbrau ist find ich dann auch nicht mehr lustig.
Genau, da stimme ich dir ja zu, aber schon allein deshalb gibt es ja nicht "den" Scotch, den man mit Bourbon vergleichen könnte.
Deshalb funktioniert für mich auch der Vergleich Bourbon - Scotch nicht.

Bourbons sind alle mehr oder weniger gleich, mit Nuancen in eben diese oder jene Richtung.
Beim Scotch kann ich alles von Honig+Marmelade bis abgelaufenes Blutplasma+Jod haben.

Wenn mir jetzt nun Bourbon schmeckt, aber kein einziger Schotte, auch wenn die Vielfalt noch so groß ist?

Ich finde nicht, dass Vielfalt per se ein Qualitätsmerkmal ist.
Ich könnte meine Spirituose auch 10 Jahre lang in getragenen Socken von Menschen aus aller Welt reifen lassen, doch würde dann niemand mein Gesöff haben wollen (oder doch :uponder:)

Ist beim Wein ähnlich. Da ist mir ein solider, schwerer, eindimensionaler roter tausendmal lieber, als ein Wein, der nach frisch ausgebuddeltem Beeren-Allerlei schmeckt. Mein Vater hingegen liebt solche Weine.

--> Subjektive Kriterien taugen nicht als Qualitätsmerkmal. Vielfalt auch nicht (Oder ist Ritter Sport "besser" als Moser-Roth, weil's mehr Sorten davon gibt?) . Herstellungsaufwand auch nur, wenn dadurch ein objektives Kriterium besser wird.

Objektive Kriterien wären für mich:
Anteil an i.A. (unabhängig vom individuellen Geschmack) schlecht schmeckenden Stoffen
Anteil an gesundheitsschädigenden/unbekömmlichen Stoffen (außer der Droge selbst, versteht sich ^^)
Jedes Merkmal, das die allgemeine Erwartung an das betrachtete Produkt erfüllt (Rennauto = schnell, Familienvan = geräumig)

Das ist zumindest meine bescheidene Meinung zu dem Thema. :)

24p
2017-10-20, 19:00:49
Wenn du auf Bourbon stehst, hast du Glück gehabt. Imo gibt es da die wirklich guten für recht wenig Geld. Beim Schotten sind die Preise in den letzten 5 Jahren stark angezogen und die tollen Sherrygereiften kosten inzwischen alle viel, so dass man da für die Vielfalt auch viel zahlen oder junge aufgesetzte Nachreifungen akzeptieren muss.
Imo ist es aber eben einfach ein anderes Ding. Man muss sich beim Bouron so ein wenig durch die heftigen Noten des frischen Holzes (Klebstoff) kämpfen.

Mosher
2017-10-20, 19:09:15
Ich mag einige Scotch UND Bourbon, so ist es nicht. :)

Alexander
2017-10-20, 22:29:28
Moin die Herrschaften.

Ich habe nie "teuren" Whisky getrunken. Bis ich den Talisker Sky probiert habe. Ich war vom Geschmackt begeistert. Wir haben die Flasche über Wochen nach und nach geleert und jeden Tropfen genossen. Nun würde ich gerne etwas noch besseres trinken. Schmeckt z.B. ein Talisker Single Malt Scotch Whisky 10 Jahre (https://www.amazon.de/dp/B002EPBL1Q?ref=emc_b_5_i) ähnlich -nur noch besser- da er älter ist? Oder kann es sein dass ich diesen gar nicht mag?

Ich kenne mich gar nicht aus. Möchte zu einer Verkostung, aber vor Dezember wird das hier nix. Und solange will ich nicht warten. Am liebsten würde ich verschiedene in 0.2L Flaschen kaufen und vergleichen. Aber so kleine Flaschen sind arschteuer.

Commander Keen
2017-10-20, 22:38:46
Probiers einfach aus. Generell werden Whiskys mit zunehmenden Alter seidiger und komplexer. Der Whisky hat dann einfach mehr Zeit die Aromen des Fasses aufzunehmen und zu reifen. Wobei 10 Jahre auch noch "jung" sind. Der Sky hat aber afair gar keine Altersangabe, da kann man davon ausgehen, dass er vllt. halb so alt ist. Und wenn der dir geschmeckt hat, wird dir der 10y vmtl. auch schmecken. Ohne den 10y zu kennen, würde ich schon vermuten, dass der typische Brennereicharakter ("pfeffrig") auch da zu finden ist.

Dr.Dirt
2017-10-21, 13:20:24
Nun würde ich gerne etwas noch besseres trinken. Schmeckt z.B. ein Talisker Single Malt Scotch Whisky 10 Jahre (https://www.amazon.de/dp/B002EPBL1Q?ref=emc_b_5_i) ähnlich -nur noch besser- da er älter ist?
Wenn dir der Sky geschmeckt hat, kannst du den 10-jährigen gleich auslassen (schmeckt sehr ähnlich) und direkt zum Port Ruighe und dann zur Destillers Edition greifen.
Aber Achtung: Danach schmeckt dir der Sky nicht mehr. :freak:

Rooter
2017-10-21, 13:45:54
Moin die Herrschaften.

Ich habe nie "teuren" Whisky getrunken. Bis ich den Talisker Sky probiert habe. Ich war vom Geschmackt begeistert. Wir haben die Flasche über Wochen nach und nach geleert und jeden Tropfen genossen. Nun würde ich gerne etwas noch besseres trinken. Schmeckt z.B. ein Talisker Single Malt Scotch Whisky 10 Jahre (https://www.amazon.de/dp/B002EPBL1Q?ref=emc_b_5_i) ähnlich -nur noch besser- da er älter ist? Oder kann es sein dass ich diesen gar nicht mag?

Ich kenne mich gar nicht aus. Möchte zu einer Verkostung, aber vor Dezember wird das hier nix. Und solange will ich nicht warten. Am liebsten würde ich verschiedene in 0.2L Flaschen kaufen und vergleichen. Aber so kleine Flaschen sind arschteuer.Lagavulin schon probiert?

MfG
Rooter

24p
2017-10-21, 14:10:42
Wenn dir der Sky geschmeckt hat, kannst du den 10-jährigen gleich auslassen (schmeckt sehr ähnlich) und direkt zum Port Ruighe und dann zur Destillers Edition greifen.
Aber Achtung: Danach schmeckt dir der Sky nicht mehr. :freak:

Das sehe ich ein wenig anders. Der 10er schmeckt intensiver, ist etwas rauchiger und etwas derber vom Geschmack her. Der Skye ist eher glattgebügelter und gefälliger.

Metalmaniac
2017-10-21, 15:11:53
Viel Whisky für's Geld bekommt man auch beim Glenfarclas 105, 1 Literflasche in Faßstärke abgefüllt:

https://www.whiskyzone.de/glenfarclas-105-cask-strength-1-liter

Ist bisher mein persönlicher Preis-/Leisungssieger. :smile:

Und läge auch ausnahmsweise mal innerhalb des Preisrahmens des Fragestellers (weil die meisten Vorschläge inzwischen bereits um die 30€ liegen). Warum liegt dann dieser mit 32,80€ im Preisrahmen bis 25€?:confused: Weil der runtergerechnet auf die normale Flaschengröße von 0,7l dementsprechend ~23€ kostet.:wink:

Übrigens ist der erwähnte 20€ Single Malt von Aldi der an anderer Stelle ebenfalls erwähnte aber woanders teurere Speyburn. Und der ist tatsächlich erstaunlich trinkbar.:biggrin: Gibts aber eben auch nur ab und zu mal im Aldi.

Metalmaniac
2017-10-21, 15:17:30
Am liebsten würde ich verschiedene in 0.2L Flaschen kaufen und vergleichen. Aber so kleine Flaschen sind arschteuer.

Meld Dich im Forum von Whisky.de an. Da gibts haufenweise welche, die gewünschte Whiskys in verschiedenen Gebinden (zumeist in 0,2l Gläschen) zum Verkosten zum Kauf anbieten. Da kann man fast alles probieren.

Kurgan
2017-10-21, 15:30:16
Übrigens ist der erwähnte 20€ Single Malt von Aldi der an anderer Stelle ebenfalls erwähnte aber woanders teurere Speyburn. Und der ist tatsächlich erstaunlich trinkbar.:biggrin: Gibts aber eben auch nur ab und zu mal im Aldi.

das klärt dann warum ich die beiden ähnlich gut finde :freak:

Akkarin
2017-10-21, 17:27:29
Da ja auch über Bourbon geredet wurde möchte ich auch mal Rye in den raum werfen. Mag ich deutlich lieber als den eher süßen Bourbon. Ist auch ziemlich günstig. Super zum mischen (Manhatten, Old Fashioned & Co).

Mosher
2017-10-21, 17:58:57
Habe mich mal zusammen mit unserem Geschäftsführer mit Rye besoffen.
Besser gesagt https://de.wikipedia.org/wiki/Sazerac

Danach bin ich neugierig auf Rye geworden, habe mir den Geroge Dickel besorgt und war eher enttäuscht. Pur finde ich ihn also nicht so toll.

Akkarin
2017-10-21, 18:15:26
Hab den George Dickrl noch nie getrunken, laut google ist das such eher ein Bourbon ?

Ich hätte jetzt als Rye einstieg drn Rittenhouse und Bulleit Rye (achtung: nicht den bourbon) empfohlen.

Mosher
2017-10-21, 18:19:14
Hab den George Dickrl noch nie getrunken, laut google ist das such eher ein Bourbon ?

Ich hätte jetzt als Rye einstieg drn Rittenhouse und Bulleit Rye (achtung: nicht den bourbon) empfohlen.

Ne, den gibt es auch als Rye:

https://www.whisky.de/shop/USA/Rye-Corn-Andere/George-Dickel-Rye.html

Alexander
2017-10-21, 18:43:18
Lagavulin schon probiert?

MfG
Rooter
Nein. Der Talisker Sky war mein erster.
Vor vielen Jahren hatte ich Jim Beam, Jack Daniels und bestimmt 10-20 andere aus dieser Preisklasse probiert und fand alle katastrophal. Danach gab es nur noch Bier, Vodka und Cocktails. Habe viel nachzuholen.

Akkarin
2017-10-21, 19:06:45
Anscheinend ist der Dickel sogar von MGL, mit dem einzigen unterschied zum Bulleit dass der Dickel noch gefiltert ist. Und doppelt so teuer.

Schade dass dir der Dickel nicht gefallen hat. Der Bulleit ist bei dem Scotch Trinkern denen ich es gegeben habe gut angekommen.

Edit: siehe auch: http://professorcocktail.com/all-reviews/bulleit-rye-whiskey-vs-george-dickel-rye-whisky/

Commander Keen
2017-10-21, 21:37:05
Nachdem ich heute den Samstag mit Fortbildung und den Rest des Tages mit ein wenig Sport verbracht habe, gönne ich mir gerade zum Ausklang des Tages den schon erwähnten Benromach 15y.

https://www.whiskyzone.de/media/image/41/ae/b6/Benromach15_600x600.jpg

Ersteindruck: Wow. Kann ich mich gar nicht dran sattriechen, immer wieder neue Aromen zu entdecken. Nach zweimaligen Nippen überwiegt insgesamt eher der Sherryfasseinfluss (ist in Sherry und Bourbonfässern gereift), aber auch hier: Wahnsinn, was da alles drinsteckt, unglaublich facettenreich.

Wer einen komplexen Whisky zum entdecken und geniessen sucht, macht mit dem bestimmt nix verkehrt behaupte ich mal. Kann mir nicht vorstellen, dass der so schnell langweilig wird.

Klare Empfehlung :up:

Kurgan
2017-10-22, 13:27:00
keller aufräumen hat sich gelohnt:
2015 geschenkt bekommen als dankeschön für "immer-bereit-wenn-computer-streikt" und erstmal in den keller verfrachtet weil wohnzimmer gerade renoviert wurde. und dann offenbar vergessen xD
probe dann heute abend!

https://www.whisky-fox.de/images/Whisky/talisker-distillers-edition-2003-2014-vl.jpg

aths
2017-11-05, 01:10:23
Ardbeg 10 Years versus Ardbeg An Oa. In der Nase bei beiden etwas Rauch, wobei der An Oa mehr Holz und Torf zeigt, etwas mehr Würze.

Im Mund ist der Ardbeg mit zehn Jahren recht kräftig, es wirkt so als habe der Scotch ein Fass richtiggehend ausgelaugt. Danach nochmal grasiger Torf, gar nicht mal so viel Rauch. Die Zehn-Jahre-Version kenne ich schon länger. Obwohl ich rauchigere Whiskys mag, ist mir der Ardbeg 10Y geschmacklich zu konzentriert.

Der An Oa, ohne Altersangabe, ist etwas gefälliger, süßer. Noch mal Nase ran. Mir scheint dieser Whisky komplexer. Man findet sogar etwas Blumigkeit, mir kommen aber auch nasse Baumzweige in den Sinn. Weiterhin kräftig im Mund.

Insgesamt interessant und lecker. So ganz warm werde ich mit dem Ardbeg An Oa trotzdem noch nicht.

IVI
2017-12-15, 19:34:35
XMas-Bestellung bei Horst gemacht, um mein Islay-Regal wieder aufzufüllen, und gleich mal den Bunnahabhain Stiùireadair (https://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Bunnahabhain-Sti-ireadair.html) verkostet... hat sich gelohnt!

Nach dem 12er, dem 18er und dem Darach Ur nun mein 4. Bunna und er hält, was er verspricht. Nein, eine Sherry-Bombe ist er nicht, aber wunderbar egelant und ausgewogen, zudem komplex, weich und süß. Es sticht nichts heraus, weder in der Nase noch im Mund, alles ist "rund", Sprittigkeit (ist ja ein NAS) ist absolut keine vorhanden. Alles schwimmt so ein wenig auf einer Ebene, Zitrus und Beeren (gen Blutorange und Brombeere), leichte Holzigkeit (nicht bitter!), etwas Apfel und Birne... sehr lecker!
Ein Dram für Einsteiger, die sich überraschen lassen wollen, wonach Whisky alles schmecken kann, aber auch ein Dram für Fortgeschrittene, die einfach die Komplexität mögen.

Metalmaniac
2017-12-21, 10:56:41
Inzwischen habe ich auch mal wieder was neues in meinem Sortiment. Als da wären der Talisker Storm und der Talisker Port Ruighe. Beide von Amazon in den letzten Angebotswochen (neben einer weiteren Flasche von einem meiner Lieblinge, dem Laphroaig Quarter Cask). Die Talisker sind beide recht lecker, der Storm recht rauchig und im Abgang Talisker-typisch pfeffrig. Der Port Ruighe ist da schon komplexer. Man schmeckt durchaus den Portwein der Lagerung in den namensgebenden Fässern heraus, der Rauchanteil ist irgendwie geringer als beim Storm und dem normalen 10-jährigen.

Zuletzt habe ich zum Geburtstag einen besonderen bekommen, der das Zeug zu einem neuen Lieblings Whisky für mich hat. Es handelt sich um den Ardbeg Uideagail. Grandioses Tröpfchen. Viel Rauch, Süße, Sherry und auch Eiche sind zu schmecken. Einzig der Ardbeg-untypische hohe Alkoholanteil von 54,2% stört hier sogar ein wenig, da er doch damit etwas zu scharf ist. Mal schauen, ob ich hier mal wieder mit der Beigabe von etwas stillem neutralen Wasser experimentiere. Ansonsten aber absolut toll und empfehlenswert.

Für mich stellt sich eine Alkoholstärke von 43-max.48% als optimal heraus. 40% sind mir inzwischen zu laff, mehr als 50% sind oftmals eben zu viel des guten und der Alkohol übertüncht die Aromenvielfalt. Wie seht Ihr das?

P.S.: Schade, dass man nicht für jede gekaufte Flasche von Laphroaig ein Fussbreit Land bekommt. Dann hätte ich jetzt schon ein winziges Grundstück auf Islay.:wink:;D

Dr.Dirt
2017-12-21, 15:30:20
Für mich stellt sich eine Alkoholstärke von 43-max.48% als optimal heraus. 40% sind mir inzwischen zu laff, mehr als 50% sind oftmals eben zu viel des guten und der Alkohol übertüncht die Aromenvielfalt. Wie seht Ihr das?
Sehe ich ähnlich, die 40%-igen sind mir meist auch zu lasch, es sei denn, sie haben eine ordentliche Portion Würze von der Eiche mitbekommen.

Ich lege inzwischen auch großen Wert auf Sherry- oder besser Portweinfaßlagerung, z.B. der Glendronach 18, ein Gedicht.

aths
2017-12-22, 14:57:59
Für mich stellt sich eine Alkoholstärke von 43-max.48% als optimal heraus. 40% sind mir inzwischen zu laff, mehr als 50% sind oftmals eben zu viel des guten und der Alkohol übertüncht die Aromenvielfalt. Wie seht Ihr das?
Es hängt stark vom Whisky ab. Insgesamt finde ich das Optimum im Sinne von unterschiedlichen Aromen oft bei knapp unter 40%. Die Power wird gezähmt, die Geschmacknoten können meine Nase und Zunge aber feiner aufschlüsseln.

Talisker mit knapp 46% braucht aber die Alkoholstärke, finde ich, um das Talisker-Erlebnis zu bieten. Den verdünne ich indirekt durch Speichelfluss.

Beim Whisky gehört das Riechen für mich inzwischen zum Programm. Es können Minuten vergehen mit Nasenloch-links, Nasenloch-rechts, und Nase-darf-sich-erholen, bevor ich zum Trinken ansetze. Dabei nippe ich aber nicht nur ein bisschen, der Scotch muss schon die Zunge benetzen, auch seitlich.

Alexander
2017-12-22, 16:44:46
Ich habe 3 Talisker getestet. Die beiden normal starken gefallen mir. Der teuerste und stärkste mit 57% geht gar nicht. Ich merke nur den hohen Alkoholgehalt. Schade ums Geld.

Kurgan
2017-12-22, 17:09:09
wenn es brennbar ist, brennt es halt auch zumeist ;)

über 50 muss ich nicht haben, unter 40 ist mir zu mau.

Sven77
2017-12-22, 17:13:52
Der teuerste und stärkste mit 57% geht gar nicht. Ich merke nur den hohen Alkoholgehalt. Schade ums Geld.

Fassstärke verdünnt man auch mit Wasser :rolleyes:

Alexander
2017-12-22, 20:27:43
Fassstärke verdünnt man auch mit Wasser :rolleyes:

Du bist ein echter Held. Wie immer.

Dr.Dirt
2017-12-23, 15:56:55
Du bist ein echter Held. Wie immer.
Wo er recht hat, hat er recht. :cool:

Rooter
2017-12-23, 19:57:45
Wo er recht hat, hat er recht. :cool:+1 ;)

MfG
Rooter

Mosher
2017-12-23, 20:44:16
Wo er recht hat, hat er recht. :cool:
+2 ^^

57% sind mir auch meistens zu viel, ich verdünne dann halt pi mal Daumen auf eine für mich angenehme Trinkstärke.

Spontan fällt mir glaube ich keine Abfüllung in Fassstärke ein, die ich lieber pur als verdünnt trinke.

Alexander
2017-12-23, 20:56:45
Wo er recht hat, hat er recht. :cool:
Ändert nichts daran dass er offensichtliches gesagt hat. Auf solche Binsenweissheiten kann ich verzichten. Genauso wie darauf selbst herum zu pantschen. :wink:

Kampf-Sushi
2017-12-23, 22:06:05
Manche Leute behaupten aber dass das selber "frisch" verdünnen die Aromen "öffnet".
Ist vielleicht auch nur Einbildung

denjudge
2017-12-23, 22:22:50
Häh? Natürlich verdünnt man seinen Whiskey selbst, wer soll das denn sonst machen? Darüber hinaus hat das mit panschen absolut nix zu tun.

Korfox
2017-12-25, 13:47:38
+2 ^^

57% sind mir auch meistens zu viel, ich verdünne dann halt pi mal Daumen auf eine für mich angenehme Trinkstärke.

Spontan fällt mir glaube ich keine Abfüllung in Fassstärke ein, die ich lieber pur als verdünnt trinke.
Die einzige Fassstärke, die ich habe (Classic of Islay) mag ich unverdünnt lieber, als verdünnt. Verdünnt wird er doch arg "unruhig" und rumpelig...

aths
2017-12-26, 23:52:11
Ich habe 3 Talisker getestet. Die beiden normal starken gefallen mir. Der teuerste und stärkste mit 57% geht gar nicht. Ich merke nur den hohen Alkoholgehalt. Schade ums Geld.
Der 57° North?

Der ist speziell. Den kann man auch so trinken, aber der Alkohol ist natürlich krass. In Verdünnung weniger komplex als einige andere Talisker, nichts was ich ständig vorrätig haben muss. Aber an die bisherigen Drinks erinnere ich mich durchaus gerne - man muss dafür aber in Stimmung sein.

Alexander
2017-12-27, 00:01:49
Der 57° North?

Der ist speziell. Den kann man auch so trinken, aber der Alkohol ist natürlich krass. In Verdünnung weniger komplex als einige andere Talisker, nichts was ich ständig vorrätig haben muss. Aber an die bisherigen Drinks erinnere ich mich durchaus gerne - man muss dafür aber in Stimmung sein.
Genau der. Habe den am Ende auch verdünnt. Hat auch dann nicht gefallen.

Ich muss endlich mal zu einer Verkostung.

aths
2018-04-11, 00:32:14
Okay. SELTEN habe ich mich so auf einen Whisky gefreut.

Das reicht weeeiiit zurück. Mein Einstieg war vor rund zehn Jahren, da war der Green Label für mich absolutes High-End. Dessen mir damals unbekannten Lead Malts sind heute natürlich fester Begriff: Talisker, Cragganmore, Caol Ila. Weniger bekannt ist der andere, Linkwood.

Von dem kaufte ich letztes Jahr eine Flasche, vom Abfüller Gordon&MacPhail. Und war ... betört, bezaubert, hingerissen.

Rosenblüten, dunkle Süße. Würze. Kein Rauch, trotzdem Kraft. Im Aroma Frucht, Kräuter, fast Lakritze, im Abgang komplex und würzig. Mehr noch, der Linkwood gehört zu den wenigen Whiskys die es schaffen, mich auf eine Reise zu nehmen. Er führt ins mittelalterliche Schottland. In den Hof und die Gemächer einer Burg.

Nun mein verspätetes Geburtstagsgeschenk an mich selbst. Das Glas ist gespült, es wird eingegossen. Linkwood 25 Years. In der Nase mild. Entspannt. Fruchtige oder blumige Aromen. Dann kommt eine etwas schwerere Schicht, möglicherweise Wachs. Probieren.

Im Antritt wieder mild, nach dem Schlucken bleibt auf der hinteren Zunge und am Gaumen eine Würze zurück. Der Scotch reicht nicht besonders tief in die Speiseröhre, es gibt auch keinen Rauch, aber im Rachen weiterhin Geschmack. Noch mal. Nun feinere Details, Honig, Sherry. Karamell und dunkles Holz.

Auch Assoziationen kommen: Fanfaren, ein bunter Menschenauflauf. Ob Ritter zum Turnier antreten? Ganz so exakt sind die Bildvorstellungen nicht, gefühlt bin ich aber weit weg. Nase noch mal rein ins Glas. Als ob eine zähe Masse süßlich wäre. Leder. Ja, altes, abgenutztes Leder. Bibliothek, alt-würdiger Lese-Sessel. Weiter schnüffel ich am Glas. Ein wenig Torf. Dieser braune, sonnengetrocknete.

Weiter am Glas riechen. Oh ja. Kolvoord Starburst. Die vierte Wand reißt auf, ich gehe hindurch auf eine sommerliche Wiese mit Butterblumen. Insekten schwirren in der noch warmen Nachmittagsluft, noch wärmt die bereits tief stehende Sonne. Der nahe Wald wirft bereits Schatten. Die Nase gewöhnt sich langsam an das Aroma, also noch ein Schluck.

Der 25 Jahre gelagerte Linkwood gleitet über die Zunge. Seine ausgewogene Kraft wird ergänzt durch Süße und Vanille. Die Zunge ergötzt sich noch minutenlang am Stoff. Ganz minimal nun doch Rauchigkeit. Am Ende wieder Holz und Vanille. Die Alkoholwirkung macht sich nun auch bemerkbar.

Nach so einem Whisky kann man an dem Abend keinen anderen Schnaps mehr trinken. Das Riechen am leeren Glas ist angenehm, allerdings schmerzt der Preis für die Flasche: Fast 150 Euro.

Lyka
2019-01-30, 17:36:13
nachdem ich ca. 16 Monate nicht mehr getrunken hatte und mir sage: Whiskey ist aber besser als gar nix - und angefixt vom aktuellen Whic-Newsletter über Nikkas: Hat jemand schon den

Nikka Days Blended Whisky https://whic.de/nikka-days-blended-whisky-japan.html

bzw.

Nikka Super Rare Old Whisky https://whic.de/nikka-super-rare-old-whisky.html

getestet?

Der Sandmann
2019-01-30, 18:22:00
Der Nikka Days Blended Whisky klingt verlockend. Wenn du den kaufst und mal probiert hast wäre ich über eine Bewertung dankbar. Aber evtl. bestelle ich mir den auch oder rufe Morgen mal bei unserem Store hier an ob die den haben :)

Lyka
2019-01-30, 18:27:31
sagen wir so: Ich könnte den zeitigstens Samstag bzw. nächste Woche testen, da ich nur, wenns den nicht im Laden gibt, bestellen könnte ... allerdings war ich noch nie in einem Whisky-Only-Laden hier, sondern nur im Getränkemarkt... und die hatten bisher max. den Nikka From the Barrel

DrumDub
2019-01-31, 09:04:48
https://www.whisky.de/shop/out/pictures/generated/product/1/200_247_75/image_ISLAM0PE0_1.jpg

Islay Mist Peated Reserve (https://www.whisky.de/shop/Schottland/Islay-Mist-Peated-Reserve.html?force_sid=820e54f10c339ef0a9fdbc78bbafc719&&searchorigin=2#)

kann den echt empfehlen, besonders bei dem preis von 21,90 EUR.

Lyka
2019-02-04, 14:29:46
Danke (y) Peated >>>>>

ich habe allerdings festgestellt, dass mir durch die lange Abstinenz" Alkohol jetzt nicht mehr soooo toll schmeckt. Hatte den Laphroaig 10Y geholt und Samstag dann testweise den Bulleit (die hatten zwar für dasselbe Geld den Maker's Mark, den ich sehr schätz(t)e, aber ich wollte was anderes testen)... auch hier: Der Whiskey schmeckt ... nett.

Metalmaniac
2019-02-11, 20:59:03
Ist ja viel Zeit vergangen seit meinem letzten Post hier (liegt wohl auch daran, dass in selbigem nix los war zuletzt). Deshalb mal ein Update, was ich seitdem gekauft und gekostet habe (in alphabetischer Reihenfolge):

Ardbeg An Oa: sehr guter äußerst rauchiger Islay Whisky, allerdings ist der Uideagail besser.

Arran 10Y: mild ohne jeglichen Rauch, etwas Zitrus

BenRiach Curiositas 10Y: Einzige torfige Abfüllung dieser Speyside Brauerei. Die Islays sind da aber besser. Dennoch nicht schlecht.

Caol Ila Moch: Ein nas, aber nicht schlechter als der 12 jährige aus gleichem Haus (den ich auch schon hatte). Typisch Islay erst süßlich, dann kommt salziger Rauch.

Cask Islay: Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem "Ileach Cask strength" der nächste Islay Whisky ohne Angabe der Brennerei. Allerdings nur gut und nicht überragend.

Evan Williams Extra Sour Match: Sehr guter Boubon. Recht süß und typisch mild. Aber äußerst süffig ohne die Klebstoff Attitüde anderer Bourbons.

Finlaggan Sherry Finish: Nach den schlechten Erfahrungen mit dem "Finlaggan Original" gab ich dem Abfüller noch eine Chance, und bin einigermaßen zufrieden. Hat sogar sowas wie etwas Aroma mit guter Torfigkeit, leichtem Sherry und Eiche.

Johnnie Walker Green Label: Die Überraschung. Hatte es ja schonmal angekündigt und jetzt endlich wahrgemacht, einen rauchigen "Blended" wollte ich dann doch mal probieren und wurde nicht enttäuscht. Schmeckt wie ein guter rauchiger Islay.

Kilchoman Machir Bay: Hat neben dem schon genannten "Ileach Cask Strength" und dem "Ardbeg Uideagail" das Zeug einer meiner Lieblinge zu werden. Geiler Rauch gepaart mit Süße und Fruchtigkeit.

Kilchoman Sanaig: Nachdem ich von dem anderen so begeistert bin wollte ich auch mal einen anderen aus gleichem Hause probieren. Ist auch sehr gut, aber erreicht nicht dessen Güte. Dennoch empfehlenswert.

Ledaig 10Y: Ein Insel Whisky mit typischen Rauchnoten und etwas Zitrus. Gut zu Trinken.

Locke's 8: Schöner Irischer Single Malt. Sehr mild und malzig.

Longrow Peated: Ein schöner Raucher aus Campbeltown. Nix überraschendes, aber gut trinkbar.

Tyrconell: Ein schöner runder Single Malt aus Irland mit ausnahmsweise 43% statt deren üblichen 40%. Süffig und malzig-süßlich. Ein toller Allrounder auch für Einsteiger.

Man sieht, ich war "fleißig". Und am 4.05. habe ich mein erstes Whisky Tasting mit 6 "guten" Whiskys im örtlichen Whisky Store und einem schottischen Moderator für neue Inspirationen. Ich freue mich...:wink:

Triniter
2019-02-11, 21:15:32
Ich hab mir zwei Flaschen aus der Game of Thrones Serie bestellt... mal sehen ob es das Geld wert ist

Langlay
2019-02-11, 23:00:48
Ich hab mir zwei Flaschen aus der Game of Thrones Serie bestellt... mal sehen ob es das Geld wert ist

Der White Walker von Johnnie Walker? Oder hab ich was anderes verpasst?

Lyka
2019-02-11, 23:10:34
die hier https://whic.de/blog/game-of-thrones-in-fluessiger-form-labels-interessanter-abfuellungen-rund-um-die-saga-von-feuer-und-eis-aufgetaucht/

Langlay
2019-02-12, 00:05:47
Oha. Das hättest du mir jetzt nich zeigen sollen ^^. Ich glaub ich brauch davon auch 2-3-4 Flaschen ^^

Triniter
2019-02-12, 11:22:36
Ich hab die beiden bestellt:
Dalwhinnie Winter's Frost GoT House Stark
und
Talisker Select Reserve GoT House Greyjoy

Talisker kann man insgesamt nicht viel falsch machen und Dalwhinnie mag ich auch ganz gerne.

Langlay
2019-02-12, 22:22:42
Ich hab die beiden bestellt:
Dalwhinnie Winter's Frost GoT House Stark
und
Talisker Select Reserve GoT House Greyjoy

Talisker kann man insgesamt nicht viel falsch machen und Dalwhinnie mag ich auch ganz gerne.

Ich liebäugel mit dem Lagavulin, dem Talisker und dem Caol ila.

Raspo
2019-02-12, 23:14:05
Ich liebäugel mit dem Lagavulin, dem Talisker und dem Caol ila.
Nimm den Lagavulin. Hab hier den 16jährigen und die Destillers Edition. Lecker.

Langlay
2019-02-12, 23:24:11
Nimm den Lagavulin. Hab hier den 16jährigen und die Destillers Edition. Lecker.

Aktueller Bestand im Keller. 3x Lagavulin 8yo, 1x Lagavulin 16yo und 2x Lagavulin Distillers Edition ^^

Triniter
2019-02-13, 13:50:25
Deshalb hab ich auf den Laga verzichtet. Denke die sind sich alle sehr ähnlich. Er wird sicher eine gute Wahl für jemanden sein der noch keinen daheim hat aber wenn man den 8er schon hat wird kaum ein unterschied da sein.

Kartenlehrling
2019-02-13, 14:01:31
Ist der US-Whiskey eigentlich wirklich durch die Einfuhrsteuer teuer geworden?
Laut Presse ist der Absatz um 9% zurück gegangen seit der Besteuerung.

SamLombardo
2019-02-13, 14:47:44
Schaut mal, das Schnäppchen des Jahrhundert, lol.

https://www.amazon.de/Linkwood-2008-Signatory-Chillfiltered-Collection/dp/B07C15QX6P/ref=mp_s_a_1_5?__mk_de_DE=ÅMÅZÕÑ&qid=1550065346&sr=8-5&pi=AC_SX236_SY340_FMwebp_QL65&keywords=linkwood+whisky&dpPl=1&dpID=51m%2BQ81AN5L&ref=plSrch

Mosher
2019-04-29, 06:23:36
Wundert mich ehrlich gesagt nicht, dass hier gerade etwas Flaute herrscht.

Bei mir hat die Whisky-Begeisterung etwas nachgelassen, seitdem immer mehr "No-Ager" mit fragwürdigem Konzept auf den Markt geworden werden, um dem Produktionsengpass Herr zu werden.

Ich nehme mir hin und wieder eine Flasche für 40€-100€ vom Flughafen (Wo ich glaube ich schon länger keinen mehr von den Standard-10jährigen gesehen habe) von meinen sonst geschätzten Brennereien wie Laphroaig oder Ardbeg mit.

Gestern wurde es der Laphroaig 4 Oaks, 1 Liter für 462 HKD oder 53€, also Einsteigersegment.

Trotzdem um Welten schlechter als der normale 10-jährige, den es imho auch noch für 30€ / 700ml geben müsste.

Ich weiß jetzt nicht mehr genau, was die anderen Flaschen waren, mit denen ich in letzter Zeit ähnliche Erfahrungen gemacht habe, aber ist auch egal, weil die eh alle gleich schmecken.

Ich kann da einfach keine Empfehlungen mehr aussprechen und muss immer zu teureren Flaschen raten, die sich dann keiner als Einstieg kaufen will. Verständlich.

Aber ich sehe es auch nicht ein, einen Laphroaig zu kaufen, der nicht nach Laphroaig schmeckt.
Schade, dass die sich so verramschen müssen :(

Langlay
2019-04-29, 07:03:38
Naja ich hab mit der Regierung die Abmachung neuen Whisky gibts erst wenn eine alte Flasche leer ist. Und in Keller kommen nur Whiskys die ich in Zukunft (noch)mal geniessen will und die es dann wohl nimmer zu kaufen gibt.

Ich hab jetzt ~25 Flaschen Whisky in der Bar davon sind 7 offen und die meisten noch ziemlich voll :frown: Und die letzten 2 Flaschen die leer waren, waren auch beides Keeper. Glenmorangie Quinta Ruban & Caol Ila 18.

rmdd53
2019-06-04, 23:59:40
Angebot:

https://www.tag24.de/nachrichten/lidl-verkauft-diese-woche-ganze-whisky-faesser-fuer-1000-euro-1087212

Keller wohl erforderlich ;)

Korfox
2019-06-05, 08:12:29
Naja ich hab mit der Regierung die Abmachung neuen Whisky gibts erst wenn eine alte Flasche leer ist. Und in Keller kommen nur Whiskys die ich in Zukunft (noch)mal geniessen will und die es dann wohl nimmer zu kaufen gibt.

Ich hab jetzt ~25 Flaschen Whisky in der Bar davon sind 7 offen und die meisten noch ziemlich voll :frown: Und die letzten 2 Flaschen die leer waren, waren auch beides Keeper. Glenmorangie Quinta Ruban & Caol Ila 18.

Ich habe die ähnliche Abmachung mit mir selbst. Maximal 3 offene Flaschen (mehr Verschlüsse habe ich auch nicht) und maximal 3 neue dahinter.
Meinen Irishman habe ich mit meiner Frau jetzt innert drei Monaten jetzt halb leer genossen. Der ist echt lecker, finde ich.

aths
2019-06-09, 20:00:55
Wundert mich ehrlich gesagt nicht, dass hier gerade etwas Flaute herrscht.

Bei mir hat die Whisky-Begeisterung etwas nachgelassen, seitdem immer mehr "No-Ager" mit fragwürdigem Konzept auf den Markt geworden werden, um dem Produktionsengpass Herr zu werden.

Ich nehme mir hin und wieder eine Flasche für 40€-100€ vom Flughafen (Wo ich glaube ich schon länger keinen mehr von den Standard-10jährigen gesehen habe) von meinen sonst geschätzten Brennereien wie Laphroaig oder Ardbeg mit.Hm ich hatte das bei Glenlivet gesehen, "Founder's Reserve" und Talisker, "Storm" und "Skye".

Den Founder's Reserve hatte ich nicht gerade genossen, dem Storm und Skye aber mehrfach Chancen gegeben. Ist ja Talisker. Die können aber nicht mit dem 10 Jahre alten mithalten. Der Storm setzt auf taliskertypische Schärfe, aber hat nicht das Runde. Der Skye ist erst mal nicht schlecht, er ist erdig und riecht gut, aber schmeckt kalt und nass. Der 10 Jahre alte Talisker hat hingegen das Feuer, die Schinkenwürze, aber auch einen Hauch Zitrus.

Man merkt schon, wie die sich bei den Abfüllungen ohne Altersangabe Mühe geben, aber die müssen offenbar auch Zeug reinschneiden das nicht so gut ist.

Aber nicht alles mit Altersangabe ist automatisch gut. Es folgt ein Tasting-Post :D

aths
2019-06-09, 20:09:12
Singleton Dufftown 12 Years.

Da hat das Marketing viel Arbeit geleistet, die Packung mit Prägedruck (Holzfasern), eine 2017-er Goldmedaille rechts oben, leider zu viele unterschiedliche Fonts in der Packungsgestaltung. Auf der Rückseite wird der Master-Blender namentlich genannt. Zum Glück gibt es keine aufgedruckte Unterschrift.

Der Rückseitentext schwärmt von "secret", "maturation" und "perfect", sowie "rich". Naja gut, die Flasche kostet um die 20 Euro. 0,7 Liter, aber die Flasche ist abgeflacht, so dass man aufgrund der Breite ordentlich was in der Hand hat.

Im Glas kaum ölig. Die Nase mild, ausgewogen, leichte Gartenkräuter, etwas Fruchtgelee. Der Antritt im Mund sanft. Nach dem Schlucken ein feines Prickeln. Wenig Abgang.

Der zweite Schluck ist etwas würziger. Wieder das leichte Prickeln. Dann auf der Zunge etwas Belag, immerhin, man hat kein Wasser getrunken. Das leere Glas riecht blumig, jetzt doch ein wenig Holz, dann wieder blumig. Mit langsamer Trocknung im Glas geht der Geruch eher Richtung von milden Küchenkräutern.

Für den Preis nicht schlecht. Allerdings habe ich die Flasche schon länger, und es ist noch viel drin, weil bisher nie der Gedanke kam "Oh, jetzt einen Singleton Dufftown!"

aths
2019-06-29, 21:34:56
Interessante Strategie von Lagavulin. Im Supermarkt (Real) sieht man schön die Auswirkungen der Nachfrage an Scotch. Von Glenlivet gabs neben der meiner Meinung nach nicht empfehlenswerten Version "Founder's Reserve" wieder den 12-Jährigen den ich gut finde. Bei Glenfiddich gibts neben Sonderversionen den 12- und 15-jährigen aber nicht 18-jährigen und von Talisker dort im Moment nur Storm und Skye, beide bekanntermaßen ohne Altersangabe.

Von Lagavulin gab es eine 8-Jahre-Version, die ich neugierig gekauft habe. Die bekannte Version hat 16 Jahre. Ich finde es gut wenn sich die Leute trauen, bei weniger als 10 Jahren das Mindestalter anzugeben.

Im Glas eine helle Farbe, die Nase sagt zunächst Talisker-Rauchnote. So würzig, fast salzig, Schinkenkruste. Aber frischer als Talisker, gleichzeitig etwas mehlig oder holzkohleartig Richtung Coal Ila. Leider auch leicht metallisch.

Im Mund zunächst ein dünner Antritt. Dann Schlucken und nach dem Schlucken wird es dann doch ziemlich scharf. Ist das Zeug scharf! Ich schaue irritiert auf die Flasche. Aha, 48% (die 16-Jahre-Version hat 43%).

Nach dem Schlucken bleibt nicht der Rauch beziehungsweise die Holzkohle nicht so lange auf der Zunge liegen wie ich es von der 16-Jahre-Version gewohnt bin. Dafür beißender Alkohol.

Ich Trottel fülle das Glas mit dem 16-Jährigem auf im 1:1-Mischverhältnis. Hier überlagern sich leider nicht die Vorteile, das Resultat finde ich sogar schlechter als den 8-jährigen solo. Genug Alkohol für heute.

Popeljoe
2019-06-29, 21:52:02
Ich bin nach wie vor einfach nur Trinker. Tullamore Dew, Jameson, Paddy und wenns mal juckt, gibts mal nen 10 Jahre alten Bushmills oder nen Wild Turkey.

Lyka
2019-06-29, 21:55:52
den einzigen Whisky neben dem Bushmills Black Bush und der ewigen Flasche Laphroaig 10Y ist ein J.P. Wisers 10Y aus Kanada. Schmeckt sehr gut - für einen Blend hat er tatsächlich einen guten Abgang, der nicht nach Eichenbrett-in-Fresse schmeckt.

Popeljoe
2019-06-29, 22:07:46
den einzigen Whisky neben dem Bushmills Black Bush und der ewigen Flasche Laphroaig 10Y ist ein J.P. Wisers 10Y aus Kanada. Schmeckt sehr gut - für einen Blend hat er tatsächlich einen guten Abgang, der nicht nach Eichenbrett-in-Fresse schmeckt.
:biggrin: Geil! Geht mir leider bei der Masse der Schotten so.
Ich kann auch den wild turkey empfehlen. Aber dann den 50% 101. Der zeckt richtig geil! Müßte ich mir eigentlich extra für die letzte Staffel "Justified" kaufen. :up:

Iscaran
2019-06-29, 22:39:16
Ich Trottel fülle das Glas mit dem 16-Jährigem auf im 1:1-Mischverhältnis.

Ohne Worte...dabei müsstest du der Beschreibung nach Erfahren genug sein so ein Experiment gar nicht erst zu machen.

Ich trinke eigentlich niemals mehr als 1 (Sorte) Whiskey am Abend. Das ist einfach zu krass wie "verfälscht" das Aroma hier sein kann.
Paradebeispiel:
A = Bowmore "Mariner"
B = Auchentoshan 10y (? weiss nicht mehr genau - schon etwas her)

Tag 1;
Trinke erst B (hmm, grasig, leicht und dann doch so scharf), dann kommt A...man glaubt es kaum wie "mild" einem der Mariner vorkommt und wie fruchtig, salzig, süß...man denkt "woah geil"

Tag 2;
Trinke erst A dann B. Unglaublich - der Bowmore ist ja gar nicht süß und mild und eigentlich, naja "gut" aber das "woah geil" ist weg....und der Auchentoshan schmeckt irgendwie nur wie eine holziges Eichendestillat mit herber Note.

Darum habe ich eine interne Regel aufgestellt niemals mehr als 1 Sorte am selben Abend (und ggf. direkt hintereinander) zu verkosten.

Ich meine ab und zu kommt es vor - aber meist versuche ich dann ggf. mehrere Verschiedene nur mittels "Nosing" zu beproben. Aber nie auf den Gaumen und wenn dann mit ordentlicher Zeitpause und evtl. einem neutralisierenden Mahl dazwischen.

EDIT: Und btw. der 8er Lagavulin kann dem 16er wirklich bei weitem nicht das Wasser reichen... Frage mich was die geritten hat den rauszuhauen ?

Lyka
2019-06-29, 22:45:19
naja, für die Leute, die cool sein wollen und Nick Offerman mögen (glaub ich)

Kartenlehrling
2019-07-04, 11:47:09
Whisky-Katastrophe

In einer Lagerhalle des Whiskey-Herstellers Jim Beam mit 45.000 Fässern des Alkohols ist ein Feuer ausgebrochen. Aufnahmen zeigen ein großes Trümmerfeld, aus dem noch immer Flammen schlagen.
Die Zeitung "Louisville Courier Journal" berichtet, der Brand sei am späten Dienstagabend ausgebrochen und dann auf eine zweite Lagerhalle übergeschlagen.
Der Feuerwehr sei es gelungen, diesen zweiten Brand zu löschen, berichtet das Blatt unter Berufung auf die Rettungskräfte.

Das Whiskey-Unternehmen Beam Suntory, zu dem Jim Beam gehört, erklärt, 45.000 Fässer eines "relativ jungen" Whiskeys seien den Flammen zum Opfer gefallen.
Ersten Erkenntnissen zufolge sei das Feuer Folge eines Blitzeinschlags gewesen, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens weiter, aus der der Sender NBC News zitiert.
Die Zeitung "Louisville Courier Journal" berichtet, am Brandort habe ein starker Geruch von Bourbon in der Luft gelegen.

https://pbs.twimg.com/media/D-nds_hXUAAIUol.jpg

greeny
2019-07-04, 12:54:56
https://pbs.twimg.com/media/D-nds_hXUAAIUol.jpg
Bild dazu:
https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/feuer-jim-beam-101~_v-videowebl.jpg

Kartenlehrling
2019-07-04, 13:52:18
Ist das nicht das gleiche, man hat nur copyrights weggeschnitten?! :confused:

Lyka
2019-07-04, 13:54:40
ja, ist dasselbe :ulol:

(Und naja, ob JB wirklich Whiskey ist ... öh)

Popeljoe
2019-07-04, 21:28:10
ja, ist dasselbe :ulol:

(Und naja, ob JB wirklich Whiskey ist ... öh)
Zumindest besser, als four roses! Das ist echt übles Feuerwasser!!!
Aber wild turkey 101 ist für nen Bourbon echt ok.

Iscaran
2019-07-04, 23:37:18
Naja - schlimmer wäre es gewesen wenn Lagavulin abgebrannt wäre oder sowas - aber JB...75.000 fässer sind bei denen doch die Tagesproduktion oder so.

Triniter
2019-07-05, 07:09:08
Das schlimme ist nicht der Sprit sondern die Bourbonfässer in die man dann echten Whisky hätte füllen können.

DrumDub
2019-07-05, 09:25:38
Das schlimme ist nicht der Sprit sondern die Bourbonfässer in die man dann echten Whisky hätte füllen können. so isses. :D

aktuell immer noch mein absoluter liebling:
https://www.whisky.de/shop/out/pictures/generated/product/1/2200_2200_75/image_ASWEG0IS2_1.jpg
As We Get It! Islay - 0,7 Liter - 60,5 % vol - 42,90 EUR (https://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/As-We-Get-It-Islay.html#)

nemesiz
2019-07-07, 14:51:26
so, der vaddi sorgt jetzt mal für Aufregung,

da ich mir Bartöl und Seife mit Whiskeyaromen gegönnt habe dachte ich mir, hey wieso nicht...

hasst mich jetzt jemand wenn ich ganz offen sage ich liebe die Aromen (Duft ok Geschmack auch) und hab mir nun JB DoubleOak mit 2-3 Spritzern Pflegeöl und Aloe als Rasierwasser angemischt?

:-)

evil_overlord
2019-07-08, 12:36:52
hasst mich jetzt jemand wenn ich ganz offen sage ich liebe die Aromen (Duft ok Geschmack auch) und hab mir nun JB DoubleOak mit 2-3 Spritzern Pflegeöl und Aloe als Rasierwasser angemischt?
Wo liegt das Problem? Zur äußerlichen Anwendung ist Bourbon ja bekanntlich durchaus geeignet...

Langlay
2019-07-08, 12:40:49
Wo liegt das Problem? Zur äußerlichen Anwendung ist Bourbon ja bekanntlich durchaus geeignet...


:biggrin::biggrin::biggrin: Der war gut.

Popeljoe
2019-07-08, 13:42:02
Hm, ich müsste einem schwedischen Scotch Liebhaber einen trinkbaren Whisky mitbringen, den man auch in einem "normalen" Laden bekommt. Preislage sollte so bei 30€ liegen. Glenfiddich wäre jetzt meine Wahl gewesen, aber evtl. fällt einem von euch noch was Besseres ein. :)

Langlay
2019-07-08, 13:52:22
Ohne die Auswahl zu kennen ist schwer. Weil "normaler" Laden ist ein dehnbarer Begriff.

Wenn irgendeinen hiervon wenns die gibt :

Glenfarclas 12 Jahre
Talisker 10 Jahre
Highland Park 12 Jahre

Zusätzlich empfehlen muss ich noch mein Standardverschenkwhisky -> Bunnahabhain 12 Jahre ist etwas teurer (~40€) begeistert aber eigentlich alle Whiskyeinsteiger wie Fortgeschrittene.
Ist ein richtig echtler Tropfen mit Alterangabe, angenehmer Trinkstärke (46%), ist nicht gefärbt und nicht kühlfiltiert. Imo einer der besten Whisky unter 50€ die man kaufen kann.

Also wenns ein guter Freund ist und es den Bunnahabhain gibt. Leg die 10€ drauf.

Popeljoe
2019-07-08, 15:04:22
Danke!!! :up:
Standardladen wäre jetzt REWE, Edeka usw.
Bunnahabhain klingt gut! Mal sehen, was von Scotch so erhältlich ist.
Letztes Geschenk an ihn war ein 10 Jahre alter Bushmills, aber der hatte Zuckercoleur drin, was natürlich nicht gut ankam. Auch, wenn der echt gut trinkbar ist. ;)

Iscaran
2019-07-08, 15:23:26
Bushmills ist außerdem Irisch und nicht jeder mag deren Honig/Vanille Noten ^^

Für 40€ gäbs auch den Glenfiddich 15y "Solera" bei Edeka z.B.
https://www.edeka24.de/Getraenke-Whisky/Glenfiddich-15-Jahre-Unique-Solera-Reserve-Single-Malt.html

Aber Bunnabhuin 12y ist auch sehr empfehlenswert.

Langlay
2019-07-08, 15:30:48
Bei mir im Edeka gibts den Bunnahabhain 12 Jahre. Allerdings ist das auch der einzige Edeka den ich von innen kenne.

Rooter
2019-07-13, 16:34:39
Talisker 10 JahreFür einen Scotch-Liebhaber finde ich so eine Rauchbombe aber gewagt! :|

MfG
Rooter

Langlay
2019-07-13, 17:13:14
Für einen Scotch-Liebhaber finde ich so eine Rauchbombe aber gewagt! :|

MfG
Rooter


1. der Talisker 10 ist rauchig, aber keine Rauchbombe.

2. Der Satz ergibt in meinem Kopf keinen Sinn. Gerade für einen Scotch Liebhaber darf es mehr Aromen sein. Wenn man auf Vanille und Eiche steht kann man beim Bourbon bleiben. Ich würde den Talisker sicherlich keinem in die Hand drücken der noch nie Scotch getrunken hat. Aber jemand der damit schon Erfahrung hat da kann man das machen. Man muss ja auch Sachen ausprobieren um sie zu beurteilen.

aths
2019-07-15, 10:21:21
Ohne Worte...dabei müsstest du der Beschreibung nach Erfahren genug sein so ein Experiment gar nicht erst zu machen.

Ich trinke eigentlich niemals mehr als 1 (Sorte) Whiskey am Abend. Das ist einfach zu krass wie "verfälscht" das Aroma hier sein kann.
Paradebeispiel:
A = Bowmore "Mariner"
B = Auchentoshan 10y (? weiss nicht mehr genau - schon etwas her)

Tag 1;
Trinke erst B (hmm, grasig, leicht und dann doch so scharf), dann kommt A...man glaubt es kaum wie "mild" einem der Mariner vorkommt und wie fruchtig, salzig, süß...man denkt "woah geil"

Tag 2;
Trinke erst A dann B. Unglaublich - der Bowmore ist ja gar nicht süß und mild und eigentlich, naja "gut" aber das "woah geil" ist weg....und der Auchentoshan schmeckt irgendwie nur wie eine holziges Eichendestillat mit herber Note.

Darum habe ich eine interne Regel aufgestellt niemals mehr als 1 Sorte am selben Abend (und ggf. direkt hintereinander) zu verkosten.

Ich meine ab und zu kommt es vor - aber meist versuche ich dann ggf. mehrere Verschiedene nur mittels "Nosing" zu beproben. Aber nie auf den Gaumen und wenn dann mit ordentlicher Zeitpause und evtl. einem neutralisierenden Mahl dazwischen.

EDIT: Und btw. der 8er Lagavulin kann dem 16er wirklich bei weitem nicht das Wasser reichen... Frage mich was die geritten hat den rauszuhauen ?Ich mache bei Whisky schon einige Experimente und genieße nicht immer nach der reinen Lehre.

Der Vergleich von zwei Whiskys macht mir Spaß, auch wenn die sich gegenseitig beeinflussen. Ein mal trank ich einen Supermarkt-Bourbon (Fehlkauf) und rund eine halbe Stunde später gönnte ich mir den JW Black Label 12 Jahre. Wie ausgewogen, lecker und malzig :D Die Malzigkeit fiel mir nie so auf. Nach einem guten Malt ist der Blacky natürlich eher dünn und bitter.

Wenn du bei deinen beiden Whiskys je nach Reihenfolge andere Sachen bemerkst, kann das doch das Erlebnis erweitern?

Bei Whiskys hatte ich mal angefangen meine Verkostungsnotizen zu sammeln und die mit Absicht weniger ausschweifend gehalten als hier meine Tasting-Erlebnisse im Forum. Wenn ich mich nach längerem wieder mal an einen guten Whisky ranwage und vergleiche was ich damals geschmeckt hatte, was meistens einzelne Tastings waren (also ohne anderen Whisky davor oder danach) wundere ich mich aber, weil ich nur rund die Hälfte bestätigen kann.


Warum Lagavulin den 8-er rausgehauen hat? Naja, Geldverdienen ohne alte Fässer anzugreifen, wobei, ja, viel von dem was für mich Lagavulin ausmacht im 8-er nicht zu finden ist. Bin gespannt ob ich doch noch auf den Geschmack komme oder es letztlich als Fehlkauf abbuche.

anddill
2019-07-15, 11:30:51
Kleiner halb oT-Tipp:
Amazon haut heute und morgen zum Prime-Day Whiskey Sonderangebote raus.

SamLombardo
2019-07-15, 12:48:45
Kleiner halb oT-Tipp:
Amazon haut heute und morgen zum Prime-Day Whiskey Sonderangebote raus.
Danke. Hab mir aus diesem Anlass mal wieder den Green Label gegönnt (für 27,..€)

aths
2019-07-17, 03:49:11
Danke. Hab mir aus diesem Anlass mal wieder den Green Label gegönnt (für 27,..€)
Hrr hrr.

Gerade jetzt einen Green Label im Glas. Ein Johnny Walker wo man nicht sofort Cardhu schmeckt.

aths
2019-09-06, 01:10:27
Hmm ... ja. Wie bei der Praline "Dominostein" die Gelee-Schicht, so ist der Cragganmore 12Y in der Nase. Süß und mit etwas Würze.

Im Mund dann sogar ein Hauch von Rauch. Fasswand und leichte Tannine, Vanille. Ziemlich komplex für 12 Jahre. Der Abgang ziemlich kurz in der Speiseröhre, Zunge und Rachen schmecken aber noch dem Whisky hinterher.

Die zweite Verkostung zeigt mehr Getreide, erst in der Nase, dann im Mund. Mit etwas Vorstellungskraft auch Orange und Honig, man muss den Scotch lange im Rachen behalten bis der Alkohol beißt. Dann auch Malz, und Körper den man so nur im Whisky findet. Herrlich ist die Abrundung durch Sherry-Noten: Nicht aufdringlich, nicht im Vordergrund. Alles ist ausbalanciert. Etwas Blumigkeit bleibt auf der Zunge zurück.

Seit über zehn Jahren genieße ich diverse Whiskys. Der preiswerte Cragganmore ist einfach ein guter Standard-Single-Malt. Man findet nicht unbedingt das Außergewöhnliche, aber bekommt für wenig Geld einen ausgewogenen, komplexen Scotch.