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Lyka
2016-12-15, 14:58:48
danke sehr, die beiden waren mir auch schon zugesprungen :uponder: hmhmhmhmhmhmmmm

Mosher
2016-12-15, 15:37:27
Bowmore ist zu lasch, um die Rauchigkeit eines Islay-Whiskys zu erleben.

Ich persönlich finde den Laphroaig schöner als den Ardbeg.

Die medizinisch-salzige "rauer Tag an der Uferbrandung"-Note des Laphroaig macht für mich den Unterschied.

ilPatrino
2016-12-15, 17:36:03
Bowmore ist zu lasch, um die Rauchigkeit eines Islay-Whiskys zu erleben.

Ich persönlich finde den Laphroaig schöner als den Ardbeg.

Die medizinisch-salzige "rauer Tag an der Uferbrandung"-Note des Laphroaig macht für mich den Unterschied.
laphroaig (10) würde ich in etwa mit talisker storm gleichsetzen. oder smokehead. die jungen wilden. nicht wirklich zum genießen, dazu sind beide nicht ?voll? genug, aber trotzdem irgendwie gut. mit bitterer schokolade 1a.

ältere laphroaig (auch der quarter cask) sind zwar runder, aber gegen einen ardbeg ziehen sie imho immer klar den kürzeren. deutlich voller und länger anhaltend.

alternativ mal nach jura prophecy oder halt lagavulin ausschau halten.

Mosher
2016-12-15, 17:43:37
Hm..

Ich mag zB keinen einzigen Whisky von Talisker, auch wenn die teilweise ähnlich wie Laphroaig schmecken. Aber es fehlt das gewisse etwas. Ein paar ppm "Salz" zu Lasten von "Jod" und schon passt es einfach nicht mehr.


Smokehead habe ich noch nie versucht.

Jura hm..

Lagavulin (16) ist finde ich einfach extrem gut und solide in Gesamtheit, aber in Punkto Rauch natürlich nicht mit den oben genannten Tropfen zu vergleichen.

Korfox
2016-12-15, 18:00:08
Da nebenan schon geschehen werfe ich hier auch mal den Classic Of Islay in die Runde.
Preislich im angenehmen Rahmen, man munkelt, es könnte ein 12+ Jahre alter Lagavulin sein und ich liebe ihn. Rumpelt als Fassstärke im Mund, wie kein anderer.

24p
2016-12-15, 18:11:26
Naja, bei den Gerüchten ist eher der Wunsch Vater des Gedankens. Lagavulin verkaufen seit langem keine Fässer mehr und die wenugen werden sicher nicht ohne Altetsangabe für 40€ verkauft. Es ist eher ein caol ila, von denen sund nämlich mit Abstand die meisten Fässer bei den unabhängigen Abfüllern unterwegs.
Ich persönlich würde hier neben dem classic of islay den 12 y caol ila empfehlen.

Dr.Dirt
2016-12-17, 03:38:32
Talisker Destillers Edition ist schon was feines.

Wenn es etwas nicht rauchiges sein soll, kann ich einen Tullibardine Burgundy Finish empfehlen, der hat mir sehr gut gefallen.

aths
2016-12-17, 11:06:57
Bowmore ist zu lasch, um die Rauchigkeit eines Islay-Whiskys zu erleben.

Ich persönlich finde den Laphroaig schöner als den Ardbeg.

Die medizinisch-salzige "rauer Tag an der Uferbrandung"-Note des Laphroaig macht für mich den Unterschied.Den Bowmore kenne ich nicht.

Ardbeg würde ich eher als torfig, Laphroig eher als rauchig beschreiben. Man kann beide probieren finde ich, für mich setzt der Ardbeg etwas zu sehr auf vordergründigen Eindruck. Der Laphroig in beiden Versionen die ich kenne (Quarter Cask und 10Y) war für mich jeweils schon beim ersten Schluck eine Entdeckung. Könnte mir aber vorstellen, dass viele schon nach dem Schnuppern am Glas sich weigern würden, das zu trinken.

Hm..
Ich mag zB keinen einzigen Whisky von Talisker, auch wenn die teilweise ähnlich wie Laphroaig schmecken. Aber es fehlt das gewisse etwas. Ein paar ppm "Salz" zu Lasten von "Jod" und schon passt es einfach nicht mehr.
Im Talisker ist mehr Schärfe, finde ich, vielleicht auch mehr Salzgeschmack, das macht ihn aus.

Lagavulin (16) ist finde ich einfach extrem gut und solide in Gesamtheit, aber in Punkto Rauch natürlich nicht mit den oben genannten Tropfen zu vergleichen.
Der Lagavulin ist auch ein gutes Stück teurer :) Für mich trifft er hervorragend die Balance aus Torf und Süße. Der Lagavulin zeigt im Mund immer wieder neue Nuancen.

Lyka
2016-12-18, 21:42:48
werde morgen einkaufen, wünscht mir Glück, ich bin latent panisch ;D

Lyka
2016-12-19, 10:32:09
gekauft, gesippt

:uponder:

also er schmeckt wie ein Krankenhaus, das in die Ostsee gefallen ist, dabei sehr sanft, brennt (bei mir) nur wenig, ein wenig brennender Reifen ist auch dabei, aber sehr melodisch, rund, ausgeglichen, geile scheiße :O :O :O

Sven77
2016-12-19, 10:48:47
Welcher denn jetzt? Der Lafrack? Wer den mag säuft auch Motoröl ;D

ein wenig brennender Reifen ist auch dabei,

:lol:

Lyka
2016-12-19, 10:51:42
ja^^

Laphroaig 10 Jahre ;D

So fühlt sich Ertrinken in Schottland an :ulove: oder eine Folge von "Ausgesetzt in der Wildnis - Schottland" mit Bear Grylls

Sven77
2016-12-19, 10:53:35
Vielleicht ist meine Zunge nicht fein genug, aber der schmeckt einfach nur medizinisch. Sollte eigentlich Phenolalkohol 45% heissen und nur in der Apotheke verkauft werden..

Lyka
2016-12-19, 10:55:14
es erinnert mich sehr an meine letzten Vollnarkosen, bes. vom Nachgeschmack her. Für Rauch habe ich aber noch keine Geschmacksknospen.

Franconian
2016-12-19, 10:58:10
Der Laphi 10 ist lecker, der Quarter Cast ist noch einen Hauch besser.

Dino-Fossil
2016-12-19, 11:01:00
Laphroaig - no half measures eben :biggrin:

Ich finde den Quarter Cask sehr gut, gefällt mir aktuell etwas besser als der 10jährige.
Triple Wood ist für Liebhaber des Laphroaig auch interessant, wenn zu bekommen, kommt aber nicht an den QC heran.

DrumDub
2016-12-19, 13:22:18
Bei dem Beuteschema würde ich mal den "Classic of Islay" des unabhängigen Abfüllers Jack Wiebers empfehlen. Hat ein super Preis/Leistungsverhältnis, die Charge die ich hatte hat in punkto Intensität/Rauchigkeit jeden Lagavulin an die Wand gedrückt. War die erste Fassstärke, die ich freiwillig verdünnt habe. cool. danke für den tipp.

Korfox
2016-12-19, 13:38:51
Bei dem Beuteschema würde ich mal den "Classic of Islay" des unabhängigen Abfüllers Jack Wiebers empfehlen. Hat ein super Preis/Leistungsverhältnis, die Charge die ich hatte hat in punkto Intensität/Rauchigkeit jeden Lagavulin an die Wand gedrückt. War die erste Fassstärke, die ich freiwillig verdünnt habe.

Da nebenan schon geschehen werfe ich hier auch mal den Classic Of Islay in die Runde.
Preislich im angenehmen Rahmen, man munkelt, es könnte ein 12+ Jahre alter Lagavulin sein und ich liebe ihn. Rumpelt als Fassstärke im Mund, wie kein anderer.
Garnicht mitbekommen gehabt. Der wird so selten genannt, dass man ihn garnicht von selbst sucht :).
Ich trinke den unverdünnt (wobei das aktuelle 20xx-Fass deutlich weniger torfig ist, als das 6666er und das 723er, die ich vorher hatte). Dafür leicht schärfer.

@24p: Gerüchte und Wunsch als Vater des Gedankens. Die Tatsache, dass das Gerücht existiert, spricht für das Zeugs.

Effe
2016-12-19, 13:41:15
der Quarter Cast ist noch einen Hauch besser.
Den habe ich mir letzte Woche auch mal angeschafft (via Blitzangebot Amazon) und finden den sehr lecker. Eine schöne Geschmackskomposition. Die Flasche ist auch schon zu einem Drittel weniger mit Inhalt gefüllt.^^

Ich hatte vorher den Connemara, der mir auch sehr gut gefiel. Als Nächsten habe ich mir mal den Lagavulin vorgenommen, wenn der Laphi alle ist. Wie kann man im Vergleich diesen beschreiben? Edler, noch rauchiger oder was macht den aus?

UFOBASE
2016-12-19, 14:00:19
Vielleicht ist meine Zunge nicht fein genug, aber der schmeckt einfach nur medizinisch. Sollte eigentlich Phenolalkohol 45% heissen und nur in der Apotheke verkauft werden..

Wenn es den dann auf Rezept gibt ist mir der Name auch recht =)

aths
2016-12-19, 15:33:51
Den habe ich mir letzte Woche auch mal angeschafft (via Blitzangebot Amazon) und finden den sehr lecker. Eine schöne Geschmackskomposition. Die Flasche ist auch schon zu einem Drittel weniger mit Inhalt gefüllt.^^

Ich hatte vorher den Connemara, der mir auch sehr gut gefiel. Als Nächsten habe ich mir mal den Lagavulin vorgenommen, wenn der Laphi alle ist. Wie kann man im Vergleich diesen beschreiben? Edler, noch rauchiger oder was macht den aus?
Der Lagavulin 16Y ist meiner Meinung nach geschmacklich breiter. Man hat nicht diesen stark phenolischen Rauch, insgesamt zählt er aber zu den rauchigeren. Beim Lagavulin habe ich auch Assoziationen von Metall (Fassringe, leicht rostig?)

Langlay
2016-12-19, 15:57:28
Ich hab letzt auch ne Flasche Laphroig 10Y (gabs für 27€ im Angebot bei Edeka) gekauft. Und ich finde ich ihn nicht besonders toll. Ja man hat alle Arten von Rauch von Lagerfeuer bis brennende Gummireifen + nen bischen Süsse und das wars. Hinter dem Rauch ist halt nich viel, dass ist wo ich denke da könnte mehr gehen.

Da gefällt mir Ardbeg/Talisker/Lagavulin persönlich deutlich besser.

Effe
2016-12-19, 23:30:24
Der Lagavulin 16Y ist meiner Meinung nach geschmacklich breiter. Man hat nicht diesen stark phenolischen Rauch, insgesamt zählt er aber zu den rauchigeren. Beim Lagavulin habe ich auch Assoziationen von Metall (Fassringe, leicht rostig?)
Ok, danke. Dann schlage ich im kommenden Jahr mal zu.

Lyka
2016-12-19, 23:31:56
nach dem 3. Gläschen L riecht er auch anders und schmeckt deutlich "unkrankenhaus"-iger :uponder:

aths
2016-12-28, 18:21:49
Nase rein. Oha, das zieht fast bis zum Gaumen. Milder Rauch, Rundheit, Alkohol. Nasse Erde oder feuchter Ton. Dann Würzigkeit. Grob geschnittene Kräuterblätter. Der Drink im Glas war ein Geschenk. Leider wird es nur das eine Glas sein.

Ich schnüffle weiter. Fruchtmus. Ich will alles erfahren, fülle ein wenig in ein Extra-Glas und verdünne mit einigen Wassertropfen. Riechkolben rein. Nun kommt mehr Rauch. Honig, der bereits kristallisiert. Ein gemütlicher, alter Ledersessel. Ab in den Mund. Säure, das Leder, Holz und Rauch natürlich. Klares Phenol. Schluck. Aus der Speiseröhre Wärme. Auf der Zunge bleibt im Anklang eine Kräuterkruste und Karamell. Die Zunge leicht klebrig. Speichelfluss. Jetzt ein Anklang von Vanillepudding.

Noch ist was im Glas, unverdünnt. In der Nase ist der Whisky nun cremiger, mit leichter Rosenblütennote, jedoch schnell abgelöst von milder Torfigkeit. Der Rauch ist präsent, aber angenehm. Im Mund Prickeln, Zitrus, der Alkohol ist stark. Trotzdem ein schön ausbalancierter, reichhaltiger Whisky.

Während ich den verblassenden Aromen hinterherschmecke, habe ich ein Grinsen im Gesicht. Das ist nicht der erste komplexe Scotch den ich je probiert habe. Aber was da drin ist! Es sind bereits Minuten vergangen. Noch immer wirkt der Scotch im Rachenraum. Edle Buttrigkeit. Weitere Minuten vergehen. Die Schleimhäute sind noch immer mit Inhaltsstoffen beklebt. Über dem Gaumen verklingt langsam das Alkoholbrennen. Doch ich werde mir den Laphroaig 25Y bei dem Preis wohl aber nicht leisten.

Mosher
2016-12-28, 19:46:15
Oh je, jetzt bringst du mich auf dumme Gedanken. :D

Der Tropfen würde bei mir vermutlich nicht lange überleben, vor allem, da ich ein paar Bekannte angefixt habe, die aber noch etwas unentschlossen sind und deshalb lieber noch bei mir "schnorren".

Die würden sicher auch zu dem 25er nicht nein sagen :)
Kommt auf die Liste.

@Lyka:

Mir geht es auch immer so mit den Laphroaigs. Ich brauche nach 3-5 Gläsern verteilt auf 2 Wochen erstmal wieder eine längere Pause, um den L wieder in voller Wucht wahrnehmen zu können. Andere "Evergreens" wie zB der Ardbeg TEN können beständiger konsumiert werden.

Aber auch das macht für mich den Reiz - den "Mythos" - Laphroaig aus.
Man kann sein erstes Mal immer und immer wieder erleben. Ein sexueller Akt ;D;D

(Bitte lasst mich niemals in's Whisky-Marketing wechseln)

Mosher
2016-12-28, 21:54:41
Ich hab letzt auch ne Flasche Laphroig 10Y (gabs für 27€ im Angebot bei Edeka) gekauft. Und ich finde ich ihn nicht besonders toll. Ja man hat alle Arten von Rauch von Lagerfeuer bis brennende Gummireifen + nen bischen Süsse und das wars. Hinter dem Rauch ist halt nich viel, dass ist wo ich denke da könnte mehr gehen.

Da gefällt mir Ardbeg/Talisker/Lagavulin persönlich deutlich besser.

Hm, aber Ardbeg kann man imho weder mit Talisker, noch mit Lagavulin verglichen, deswegen verstehe ich die Aussage jetzt nicht so ganz.

Alle vier Brennereien haben mit ihren gängigsten Whiskys jeweils eine völlig andere Rauch/Torfnote vertreten.

Ich mag zB Talisker überhaupt nicht. Finde aber den Lagavulin 16yo überragend.

Gleichzeitig ist dieser aber auch am meisten ausgewogen, ganz im Gegenteil zum penetranten Laphroaig. Den mag ich aber auch.

aths
2016-12-29, 01:42:32
Mildheit. Grüne Kräuter ganz leicht Richtung Liebstöckel, dann eine Ahnung von Sellerie. Und schöner Rauch. Rauch, Schinkenkruste. Phenole, dann süßes Kompott. In der Nase ist der Laphroaig Lore mit leichter Verdünnung wirklich angenehm. Eine Grünheit kommt durch, wie gemähtes Gras.

Im Mund dann frischer Torf. Alkoholisches Brennen. Rauch, Holzkohle. Oh ja. Sehr intensiver Stoff. Im Nachklang Farbverdünner und kalter Tabak. Dann Süße, während der Drink weiterhin in die Schleimhäute beißt. Auch dieser Drink ist ein Geschenk gewesen, ich habe nur noch einen Schluck im Glas, den ich jedoch nicht verdünnt habe.

Im Mund das Holz. Schärfe, Brennen, Beißen. Nach dem Schlucken wieder die Süße. Die Eiche kommt durch. Lecker. Ich bin in Schottland, auf einer Wiese, im Spätsommer oder Frühherbst. In der Ferne die Küste, kaum zu sehen, irgendwo hinter der Wiese ein Torfmoor. Beseelt vom Spirit schreite ich in einen Wald.

Ein sehr schöner Scotch. Deutlich mehr Komplexität als beim Quarter Cask oder 10 Years.

aths
2016-12-29, 01:53:17
Gleichzeitig ist dieser aber auch am meisten ausgewogen, ganz im Gegenteil zum penetranten Laphroaig. Den mag ich aber auch.Den Laphroaig kenne ich erst seit einigen Wochen. Durch einen freundlichen Kollegen kam ich in den Genuss von zwei Drinks, die ich mir nie geleistet hätte. Das ist schon ... das ist schon was.

Die Preise sind auf einem Niveau, die mich mit den Ohren schlackern lassen. Allerdings kommen mir im Vergleich normalpreisige Whiskys jetzt wie ein Obstbrand vor.

pest
2016-12-29, 19:18:39
Ich habe zu Weihnachten auf Wunsch einen Lagavulin 16Yr geschenkt bekommen aber durchaus meine Probleme damit.

Beim Riechen lasse ich mir Zeit und nehme die unterschiedlichsten Aromen war.
Beim Runterschlucken spüre ich eigentlich nur ein brennen und "entdecke" da gar nix.

Rauchgeruch nehme ich kaum war, da besitzt imo ein Highlandpark eine angenehm frische Rauchnote

habe schon versucht während ich einen Schluck im Mund habe Sauerstoff einzuatmen...sah bestimmt gut aus :freak: - hat nix gebracht

bezweifle auch,dass es einen Unterschied zwiwschen "torfig" und "rauchig" gibt

Torf wird verbrannt, es entstehen Phenole, die lagern sich über den Rauch ans Malz an (deswegen wird Torfigkeit oft in ppm Phenolgehalt angegeben), diese verschiedenen Phenole sind für diverse Aromen zuständig wie medizinisch, Desinfektionsmittel, Jod, frisch geteerte Straße, Achenbecher, Lagerfeuer, Räucherschinken, moosig, erdig, Seetang, Fischernetze...

Also könnte man all diese Aromen unter "torfig" zusammenfassen

Langlay
2016-12-29, 21:30:34
Hm, aber Ardbeg kann man imho weder mit Talisker, noch mit Lagavulin verglichen, deswegen verstehe ich die Aussage jetzt nicht so ganz.

Alle vier Brennereien haben mit ihren gängigsten Whiskys jeweils eine völlig andere Rauch/Torfnote vertreten.

Genau darum gehts ja beim Single Malt. Ich unterscheide grob in peated und unpeated.


Ich mag zB Talisker überhaupt nicht. Finde aber den Lagavulin 16yo überragend.

Gleichzeitig ist dieser aber auch am meisten ausgewogen, ganz im Gegenteil zum penetranten Laphroaig. Den mag ich aber auch.


Siehste verstehst es ja doch. Ich wollte ausdrücken das ich Talisker und Lagavulin liebe und nen Ardbeg auch gerne trinke. Und das mir der penetrante Laphroaig eigentlich gestohlen bleiben kann.

aths
2016-12-29, 22:22:36
Ich habe zu Weihnachten auf Wunsch einen Lagavulin 16Yr geschenkt bekommen aber durchaus meine Probleme damit.

Beim Riechen lasse ich mir Zeit und nehme die unterschiedlichsten Aromen war.
Beim Runterschlucken spüre ich eigentlich nur ein brennen und "entdecke" da gar nix.

Rauchgeruch nehme ich kaum war, da besitzt imo ein Highlandpark eine angenehm frische Rauchnote

habe schon versucht während ich einen Schluck im Mund habe Sauerstoff einzuatmen...sah bestimmt gut aus :freak: - hat nix gebracht
Meinen Gästen (Familie) hatte ich kürzlich einige Whiskys angeboten, darunter auch einen Lagavulin 16Y. Der hat, ich sag mal, Eindruck gemacht. Nicht jeder applaudierte dem Geschmack, aber alle waren überrascht wie lange der Rauch im Mund bleibt. Minuten noch.

Ich finde den Lagavulin bei seiner Rauchigkeit nicht einseitig, im Gegenteil ziemlich reichhaltig. Mein Tasting: https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showpost.php?p=11079789&postcount=1153

bezweifle auch,dass es einen Unterschied zwiwschen "torfig" und "rauchig" gibt
Der Rauch kann mehr oder weniger stark rüberkommen, er kann auch unterschiedlich schmecken.

DrumDub
2016-12-30, 09:02:51
Der Rauch kann mehr oder weniger stark rüberkommen, er kann auch unterschiedlich schmecken. exakt. deshalb war für mich der smokey joe (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Blend-Grain/Smokey-Joe.html) auch ne enttäuschung. dessen raucharoma mag ich irgendwie nicht.

aths
2016-12-30, 15:35:00
Seit einigen Jahren interessiere ich mich für Scotch Whisky und bin noch immer ein Anfänger. Das zeigt sich unter anderem daran, dass ich schon immer einen Cardhu probieren wollte, aber bisher nicht dazu kam. Heute ist es so weit. Cardhu 12Y.

In der Nase sofort geil. Malzigkeit, Sherry-Noten. Entfernt Lilienblüten. Dann kommt Erde, Humus. Süße. Im Mund dann ebenfalls Malz. Ein Anklang von Nussschale, schnell kommt Vanille, noch mal Malzigkeit. Seit einiger Zeit beziehe ich das Schnüffeln am Glas mit in den Whisky-Genuss ein. Also halte ich noch mal die Nase rein und drehe das Glas. Rosinen. Karamell. Süße die fast schon kratzt. Würzigkeit, ganz entfernt Kakao. Oder öliger Wrasen. Vanillige Weißeiche auf jeden Fall. Aber das Riechorgan erschnüffelt noch mehr. Zuckerkruste, Karamell, Sherry? Während ich überlege, wieder Malz.

So auch auf der Zunge. Und Rosinen. Erinnerungen an Obstlikör. Alkohol ist klar erkennbar, obwohl mit nur 40% abgefüllt.

Dann, endlich, leichte Salzigkeit. Der Stoff ist gar nicht mal so teuer. In einer Zeit in der Altersangaben langsam aus der Mode kommen, zahle ich gerne für 30 Euro für 12 Jahre. Es handelt sich hierbei um einen locker trinkbaren Whisky, der sich schnell erschließt.

Haarmann
2016-12-30, 17:55:26
exakt. deshalb war für mich der smokey joe (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Blend-Grain/Smokey-Joe.html) auch ne enttäuschung. dessen raucharoma mag ich irgendwie nicht.

Sorry für die unrauchige Frage...

Warum ist Scapa in dem Laden so teuer... also nicht das neue Zeug... der Normale. Hab ich nen Trend verpasst oder zuviel Vorrat?

Plutos
2016-12-30, 18:22:16
Ich habe mal eine Frage für Kenner...wen man sich mal die Extrema des Spektrums erschließe möchte, um einen Eindruck von der existierenden Bandbreite zu bekommen: welche Whisk(e)ys (ich beschränke mich jetzt mal auf schottische) sind denn möglichst "unterschiedlich"? Welche stellen sozusagen die geschmacklichen Extrempunkte dar?

Edit: was ist von denen zu halten (Anhang)? So als Basis-Alltags-Whisk(e)y? :smile:

aths
2016-12-30, 20:06:49
Die ersten beiden kenne ich. Beide empfehlenswert.

Beim Glenlivet nicht die "Founder's Reserve" kaufen. Du hast die 12-jährige Version im Screenshot, das ist ein guter Drink.

Sven77
2016-12-30, 20:34:49
Ich mag den Connemara sehr.. allerdings ist das kein Feuerwerk der Sinne, eher etwas das man auch mal einfach so am Abend trinken kann.. also täglich.. :ugly: ich traue mich inzwischen nur noch mit herutergezogener Kapuze zum Altglascontainer :usad:

(ich beschränke mich jetzt mal auf schottische)
ist allerdings ein irischer Whisky ;)

Langlay
2016-12-30, 21:12:09
Ich habe mal eine Frage für Kenner...wen man sich mal die Extrema des Spektrums erschließe möchte, um einen Eindruck von der existierenden Bandbreite zu bekommen: welche Whisk(e)ys (ich beschränke mich jetzt mal auf schottische) sind denn möglichst "unterschiedlich"? Welche stellen sozusagen die geschmacklichen Extrempunkte dar?

Da reichen 3 Whiskys nicht. Ein junger rauchiger vs was altem ausm Sherryfass vs irgendwas mittleres bis altes aus dem Bourbonfass. Darauf würde es ja dann irgendwie hinauslaufen. Hat man damit die Geschmacksbandbreite abgedeckt? Imo nichtmal ansatzweise.

Das ist ungefähr so als würde man einen besonders trockenen und einen besonders lieblichen Wein trinken. Hat man dann ein Eindruck über die Geschmacksbandbreite beim Wein? Wohl auch eher nicht.

Plutos
2016-12-30, 22:11:08
Ich bezog mich eigentlich auf die Extrema. Sicher gibt es mehr als drei gute Whiskeys, die ganze Bandbreite deckt man bestimmt nicht ab. Es scheint ja relativ einhellige Meinung zu sein, dass z.B. der Laphroaig der rauchigste ist...dann müsste es ja auch einen am wenigsten rauchigen geben, wären schonmal zwei Geschmacksextrema, usw. :smile:

Das ist ungefähr so als würde man einen besonders trockenen und einen besonders lieblichen Wein trinken. Hat man dann ein Eindruck über die Geschmacksbandbreite beim Wein? Wohl auch eher nicht.
Der Meinung bin ich eigentlich schon. :confused: Jeder andere Wein ist dann eben lieblicher als der besonders trockene und trockener als der besonders liebliche.

Lyka
2016-12-30, 22:16:09
einfach nen sehr rauchigen und nen sehr fruchtigen und dann noch einen sehr sanften/einfachen :uponder:

Plutos
2016-12-30, 22:21:09
Fällt ein Glenmorangie evtl. in eine der beiden letztgenannten Kategorien?

Lyka
2016-12-30, 22:25:18
ein einfacher Whisky ist das, leicht, etwas fruchtig.

den hat ja auch der Highlander getrunken :)

http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Highlands/Glenmorangie-Original-10-Jahre.html?listtype=search&searchparam=Glenmorangie%20&searchorigin=1&searchparam=Glenmorangie%20

der hier wäre sehr fruchtig, hab ich gehört, aber noch nicht getrunken

http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Highlands/Glenmorangie-Nectar-d-Or-12-Jahre.html?listtype=search&searchparam=Glenmorangie%20&searchorigin=1&searchparam=Glenmorangie%20

Mosher
2016-12-30, 22:38:44
Glenmorangie 10yo hätte ich auch empfohlen als Extrembeispiel.
Vielleicht auch den Glenlivet 12yo, der ist ebenfalls sehr fruchtig.

Aber erstmal:
Willkommen :) ;)

Plutos
2016-12-30, 23:04:09
Willkommen! :uwave:

Ich habe eure beiden Empfehlungen jetzt mal ignoriert :redface: (bzw. den Glenlivet habe ich ja schon bestellt, als First Fill) und noch eine Flasche The Deveron (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/The-Deveron-12-Jahre.html) zur Bestellung hinzugefügt...mal schauen. :ucatch:

Lyka
2016-12-30, 23:04:40
Viel Spaß im Whiskyland :D (y)

aths
2016-12-30, 23:06:36
Ich bezog mich eigentlich auf die Extrema. Sicher gibt es mehr als drei gute Whiskeys, die ganze Bandbreite deckt man bestimmt nicht ab. Es scheint ja relativ einhellige Meinung zu sein, dass z.B. der Laphroaig der rauchigste ist...dann müsste es ja auch einen am wenigsten rauchigen geben, wären schonmal zwei Geschmacksextrema, usw. :smile:
Komplett nichtrauchige Whiskys gibt es viele, die sich stark unterscheiden. Auch bei rauchigen Whiskys sehe ich Unterschiede.

Um die Bandbreite von Scotch einzuschätzen, brauchst du Referenzpunkte. Also erst mal ein, zwei eher typische Whiskys. Wenns geht, kauf erst mal 0,2-Liter-Flaschen.

Plutos
2016-12-30, 23:07:34
0,2l? Das ist doch ein Glas...neee, dürfen schon die 0,7er sein. Wird ja nicht schlecht und schlimmstenfalls nimmt man ihn zum Kochen oder für unbeliebte Gäste. :biggrin:

aths
2016-12-31, 03:36:26
Ein Glas sind 0,02, oder wenn es ein Doppelter ist, 0,04. Im 0,2-Liter-Glas sind fünf Doppelte drin.

Hab kürzlich einen Chivas Regal Extra auf Verdacht gekauft. 35 Öcken für die 0,7 Liter, für einen Whisky der mir nicht besonders schmeckt wie sich herausgestellt hat. Der schmeckt mir nicht mal in Cola so wirklich.

Dafür genieße ich den Glenlivet 18Y (60 Euro die 0,7-Liter-Flasche.) Da reichen mir 0,02 Liter für einen Abend, weil der Geschmack es hergibt.

aths
2016-12-31, 04:47:28
nach dem 3. Gläschen L riecht er auch anders und schmeckt deutlich "unkrankenhaus"-iger :uponder:
Das medizinische Feeling werde ich nicht los, wenn ich am Glas schnüffele. Aber je besser ich den Laphroaig kenne, desto mehr erlebe ich.

Im Vergleich mit anderen (allerdings auch teureren) Whiskys etwas eindimensional. Auf der anderen Seite mag ich diese Einstellung vom Laphroaig: "No apologies."

Metalmaniac
2017-01-01, 12:31:59
Wenn ich jemanden (der sich bisher noch gar nicht damit beschäftigt und auch nicht probiert hat) aus meinem Sortiment 2 richtig verschieden schmeckende Single Malt Whiskys zum probieren geben möchte, dann als erstes einen Dram vom "The Ileach Cask Strength" als rauchigen Islay Vertreter. Angesichts seiner 58% Alkohol ruhig mit etwas Wasser verdünnt, was die Aromenvielfalt noch erweitert. Der kommt von einem unabhängigen Abfüller, welcher gute Fässer einer bestimmten Brennerei abkauft (man weiß nicht von wem genau, aber Kenner gehen von entweder Laphroaig oder Lagavulin aus), und die Flaschen dann in Fassstärke unter diesem o.g. Namen verkauft. Ist für mich im Geschmack eigentlich repräsentativ für rauchige Whiskys. Bin deshalb begeistert davon, auch angesichts des eigentlich relativ günstigen Preises dafür.

Der 2., den ich anbieten würde, ist dann ganz gegensätzlich ohne jeglichen Rauch und eher fruchtig zu nennen, das wäre der "Aberfeldy 12Y". Mild, fruchtig und gar ein bißchen süßlich. Habe ausserdem zu Weihnachten von meinen Kindern (:biggrin:) eine Probierpackung der gängigsten Glenmorangie Whiskys bekommen, bin aber noch nicht dazu gekommen, auch nur einen der vier darin enthaltenen verschiedenen Whiskys zu probieren. Vielleicht könnte der Aberfeldy mit einem davon dann ersetzt werden als Beispiel für nichtrauchig/-torfig, dafür aber fruchtig.

Und wenn es drei sein sollten, hätte ich auch noch 1-2, die sich meiner Ansicht nach repräsentativ in der Mitte beider Extreme befinden. Einmal der "Dalwhinnie 15Y". Und auch der "Balvenie Double Wood 12Y" hat nur eine Spur von Rauch aufzuweisen, dafür viel Holz und Malz.

Natürlich gibt es hunderte (wenn nicht noch mehr) verschiedener Single Malt Whiskys aus Schottland, und ich habe erst einen Bruchteil dessen probiert. Deshalb ist mein o.g. Tipp auch sehr subjektiv anzusehen auch wenn ich überzeugt bin, dass meine Vorschläge schon relativ charakteristisch anzusehen sein dürften für einen Neuling. :wink:

P.S.: Ausserdem geht es mir natürlich auch darum, dass die Beispiele erschwinglich sein sollten.

Plutos
2017-01-01, 12:49:12
Danke für die Tipps! :uup:
Erschwinglich ist auch ok, "Aficionado" im Sinne von richtig teuren Whiskys werde ich wahrscheinlich nie. Zwischen 30 und 60 Euro pro 0,7l reichen mir eigentlich völlig...wobei, sag niemals nie. :biggrin:

Lyka
2017-01-01, 12:56:37
danke für den Cardhu-Eindruck, ich setz den 12Y mal auf meine Liste. Aber auch den Tomaten, äh... Tomatin 12Y muss ich mal auf die Liste setzen.

Ich bin leider etwas weg von den irischen. Die geben mir nichts mehr irgendwie :/ dafür trink ich jetzt mehr Bourbon als früher. Die bieten eine eigene rohe Erfahrung. Fürs Mixen müsste ich auch mal wieder den Canadian Club holen, aber der war mir die letzten Male immer zu metallisch-sprittig

nemesiz
2017-01-01, 12:59:49
So, ich bin auch nun dabei, hab das Zeugs ja früher schon gerne gesüffelt.

Ich weiß ich mache mir da bei manchen keine Freunde aber ich bleibe erstmal bei Jim Beam.

- Double Oak
- Rye Yellow Label
- Maple (darf auch mal sein)


Mal jemand *duck* an den Dram gekommen?

Könnte da vllt. dran kommen durch einen Bekannten.

Aktuell muß ich aber zugeben, nen Tropfen Quellwasser brauche ich noch, schmeckt mir damit irgendwie besser vor allem der Rye.

Mosher
2017-01-01, 13:24:13
danke für den Cardhu-Eindruck, ich setz den 12Y mal auf meine Liste. Aber auch den Tomaten, äh... Tomatin 12Y muss ich mal auf die Liste setzen.

Ich bin leider etwas weg von den irischen. Die geben mir nichts mehr irgendwie :/ dafür trink ich jetzt mehr Bourbon als früher. Die bieten eine eigene rohe Erfahrung. Fürs Mixen müsste ich auch mal wieder den Canadian Club holen, aber der war mir die letzten Male immer zu metallisch-sprittig
CC finde ich widerlich irgendwie. Wegen der sprittigen Note.
Habe mal versucht, ein paar Cocktails damit zu mischen, ist mir aber nicht so recht gelungen :D

Cardhu 12yo könnte ich auch als Repräsentanten für fruchtige Whiskys stehen lassen, allerdings könnte bei manchen Testern die Zitrusnote die Fruchtigkeit all zu sehr überdecken. Deshalb riete ich an der Stelle dann doch lieber zu etwas "reinrassigeren" Fruchtlern.

Aberfeldy hingegen: Sehr gute Wahl. Verdammt gute Wahl.

So, ich bin auch nun dabei, hab das Zeugs ja früher schon gerne gesüffelt.

Ich weiß ich mache mir da bei manchen keine Freunde aber ich bleibe erstmal bei Jim Beam.

- Double Oak
- Rye Yellow Label
- Maple (darf auch mal sein)


Mal jemand *duck* an den Dram gekommen?

Könnte da vllt. dran kommen durch einen Bekannten.

Aktuell muß ich aber zugeben, nen Tropfen Quellwasser brauche ich noch, schmeckt mir damit irgendwie besser vor allem der Rye.

Ich finde, es schadet nicht, sich hin und wieder zu fragen, ob man nicht all zu sehr auf das Whisky-Marketing angesprungen ist, wenn man meint, anderen Leuten sagen zu müssen, dieser und jener Supermarkttropfen wäre scheiße.

Klar wird subjektiv und objektiv der Jim Beam (Ich persönlich mag ihn wegen seiner bitteren Holzigkeit überhaupt nicht) gegen gute Bourbons abstinken, aber ihm jegliche Qualität abzusprechen, halte ich jetzt für übertrieben.

Ich trinke zB auch den stinknormalen Jack Daniel's Old No. 7 gerne und stehe dazu.

Von daher: Ich glaube, "ducken" musst du dich hier trotzdem nicht :D

Metalmaniac
2017-01-01, 13:46:47
Ich finde, es schadet nicht, sich hin und wieder zu fragen, ob man nicht all zu sehr auf das Whisky-Marketing angesprungen ist, wenn man meint, anderen Leuten sagen zu müssen, dieser und jener Supermarkttropfen wäre scheiße.

Klar wird subjektiv und objektiv der Jim Beam (Ich persönlich mag ihn wegen seiner bitteren Holzigkeit überhaupt nicht) gegen gute Bourbons abstinken, aber ihm jegliche Qualität abzusprechen, halte ich jetzt für übertrieben.

Ich trinke zB auch den stinknormalen Jack Daniel's Old No. 7 gerne und stehe dazu.

Von daher: Ich glaube, "ducken" musst du dich hier trotzdem nicht :D

Sehe ich ähnlich. Richtig schlecht sind die günstigeren (trotzdem namhaften, die Aldi- und Lidl-eigenen Marken sinds dann eher doch:wink:) Bourbons aus den Supermärkten unseres Landes natürlich nicht und für zwischendurch sicherlich gut trinkbar. Aber gerade hier finde ich dann doch, merkt man höhere Preise geschmacklich dann doch. Finde z.B. den "Jack Daniels Single Barrel" den normalen und teilweise deutlich günstigeren Varianten dieser Brennerei deutlich überlegen.

Selber habe ich in meinem persönlichen Whisky Sortiment neben den 8-10 reinen Single Malts aus Schottland und mind. einer Flasche aus Irland auch immer 1-2 Bourbons. Allerdings möchte ich da auch lieber exotischeres als wie die o.g. gängigen. Z.Zt. habe ich da einen "Four Roses Single Barrel" und einen "Elijah Craig 12Y", welche sich geschmacklich gar nicht mal so viel unterscheiden, sich aber beide schon mehr oder minder deutlich von den Standard-Tropfen absetzen können. Ist wie alles natürlich auch rein subjektiv.

Lyka
2017-01-01, 13:49:26
ich war 2016 durchaus überrascht, dass man die Penny und Lidl-Billigbourbons durchaus gut mixen kann (nicht den Netto-Bourben Seven Oaks) und dann gibts ja den Pennypackers für 10 Euro, den ich hervorragend zum Mixen und sogar manchmal zum puren Trinken finde :redface:

Mosher
2017-01-01, 14:05:24
Sehe ich ähnlich. Richtig schlecht sind die günstigeren (trotzdem namhaften, die Aldi- und Lidl-eigenen Marken sinds dann eher doch:wink:) Bourbons aus den Supermärkten unseres Landes natürlich nicht und für zwischendurch sicherlich gut trinkbar. Aber gerade hier finde ich dann doch, merkt man höhere Preise geschmacklich dann doch. Finde z.B. den "Jack Daniels Single Barrel" den normalen und teilweise deutlich günstigeren Varianten dieser Brennerei deutlich überlegen.

Selber habe ich in meinem persönlichen Whisky Sortiment neben den 8-10 reinen Single Malts aus Schottland und mind. einer Flasche aus Irland auch immer 1-2 Bourbons. Allerdings möchte ich da auch lieber exotischeres als wie die o.g. gängigen. Z.Zt. habe ich da einen "Four Roses Single Barrel" und einen "Elijah Craig 12Y", welche sich geschmacklich gar nicht mal so viel unterscheiden, sich aber beide schon mehr oder minder deutlich von den Standard-Tropfen absetzen können. Ist wie alles natürlich auch rein subjektiv.

Klar, ich finde, man kann schon guten Gewissens sagen, dass man den Unterschied zwischen einer Flasche für 10€ und einer für 30€ immer schmeckt und damit der höhere Preis gerechtfertigt ist.

Der Four Roses Single Barrel (gehört zu meinem Standardsortiment :) ) ist imho deutlichst besser, als der Yellow Label. D

Der Elijah Craig 12y ist bei mir auch immer gern gesehen. Meiner Meinung nach einzigartig und mit keinem anderen Bourbon zu vergleichen.

Danke für die Tipps! :uup:
Erschwinglich ist auch ok, "Aficionado" im Sinne von richtig teuren Whiskys werde ich wahrscheinlich nie. Zwischen 30 und 60 Euro pro 0,7l reichen mir eigentlich völlig...wobei, sag niemals nie. :biggrin:
Halte ich für eine gesunde Einstellung.

In meinem "Standardsortiment" (mehr oder weniger durch das Bild repräsentiert, es fehlen aber noch die "Fruchtler" und der Elijah Craig 12yo) kostet glaube ich keine Flasche mehr als 50€. Kommt bei mir auch selten vor, dass ich mal eine für 100€ oder 200€ habe.

Mit deinem 30-60€ - Rahmen kommst du wirklich gut hin.

https://abload.de/thumb/wp_20170101_13_58_47_eouu5.jpg (http://abload.de/image.php?img=wp_20170101_13_58_47_eouu5.jpg)

Man beachte: Wohnzimmer ist noch in der Mache. Deshalb stehen die Flaschen jetzt einfach so auf einem Putzschrank.

Metalmaniac
2017-01-01, 14:15:43
Mit deinem 30-60€ - Rahmen kommst du wirklich gut hin.

Sehe ich exakt genauso. Bisher war einer für knapp 60€ der teuerste. Hatte zwar kurz vor Weihnachten die wahnwitzige Idee, mir irgendeinen Octomore zu "gönnen", dieses aber außnahmsweise vernunftbedingt wieder verworfen.;D

In meinem "Standardsortiment" (mehr oder weniger durch das Bild repräsentiert, es fehlen aber noch die "Fruchtler" und der Elijah Craig 12yo) kostet glaube ich keine Flasche mehr als 50€. Kommt bei mir auch selten vor, dass ich mal eine für 100€ oder 200€ habe.

Mit deinem 30-60€ - Rahmen kommst du wirklich gut hin.

https://abload.de/thumb/wp_20170101_13_58_47_eouu5.jpg (http://abload.de/image.php?img=wp_20170101_13_58_47_eouu5.jpg)


Ich sehe, Du hast auch den "Bunnahabhain 12Y". Wie findest Du den? Ich bin maßlos enttäuscht von ihm und er schmeckt mir so gar nicht. Auch wenn ich wußte, dass er der einzig unrauchige Islay-Malt ist.

Mosher
2017-01-01, 14:18:52
Ich sehe, Du hast auch den "Bunnahabhain 12Y". Wie findest Du den? Ich bin maßlos enttäuscht von ihm und er schmeckt mir so gar nicht. Auch wenn ich wußte, dass er der einzig unrauchige Islay-Malt ist.
Ich finde ihn im Grunde unspektakulär und deshalb zu teuer.

Er schmeckt mir nicht schlecht, aber er hinterlässt eben keinen bleibenden Eindruck. Deshalb werde ich den wohl auch nicht mehr kaufen.

aths
2017-01-01, 20:24:35
danke für den Cardhu-Eindruck, ich setz den 12Y mal auf meine Liste. Aber auch den Tomaten, äh... Tomatin 12Y muss ich mal auf die Liste setzen.Ich versuche neuerdings, wenn ich mir unsicher bin, erst mal eine 0,2-L-Flasche zu kaufen. Beim Tomatin hatte ich überlegt, ob ich auch einen kaufe, aber es gab nur die große 0,7-L-Flasche. Beim Cardhu war die 0,7-Liter-Flasche allerdings kein Fehlkauf für mich.

Was man kritisieren könnte, wäre dass der Scotch jedes mal gleich schmeckt. In anderen Whiskys finde ich je nach Tagesform noch neue Nuancen. Der Cardhu 12Y ist nicht die große Offenbarung, aber mir schmeckt dieser Malt.

aths
2017-01-01, 20:32:01
Habe das Probierpaket gekauft mit drei 0,2-Liter-Flaschen von Glenfiddich. Alle drei Sorten kenne ich schon, möchte sie aber neu bewerten.

Der Glenfiddich 12Y ist in der Nase mild. Leicht cremig, eher süß. Etwas blumig. Im Mund angenehm. Etwas Malzigkeit kommt. Dann Birnenschale. In leichter Verdünnung wird das Bouquet noch zarter. Im Mund nicht mehr beißend, eher leicht prickelnd. Diese Unaufdringlichkeit muss man mögen, ich bin eher Fan von raueren, kantigeren Sachen. Beim zweiten Tasting zeigt sich eine Frische, die ich so bei einem 12-jährigen nicht erwartet hätte. Durchaus angenehm ist die leichte Bitterkeit.

Beim Glenfiddich 15Y muss ich lange am Glas schnüffeln. Der Scotch ist nochmals milder. Vielleicht ein Anklang von Kräutern. Hintergründige Süße. Im Mund dann schön komplex, Malz und Honig. Nachdem die Honig-Assoziation da ist, verfestigt sie sich beim erneuten Schnüffeln am Glas. Im Mund behalte ich den Whisky sekundenlang, ohne dass es zu beißen beginnt. Nach dem Schlucken eine schöne Wärme im Rachenraum. Speichelfluss. Ein Scotch muss es nicht unbedingt krachen lassen. Ich gieße noch mal nach. Langsam werde ich warm mit dem Glenfiddich. In der Nase kandiertes Gelee. Im Mund zunächst recht schwach. Im Nachgeschmack dann die Fruchtigkeit, mehr Kraft, Tannine.

Bevor ich den Glenfiddich 18Y aufmache, gönne ich mir ein Glas Wasser und eine Pause. Dabei klingt auch die Alkoholwirkung ab. In der Nase ein wenig Sherry, angenehmerweise nicht wuchtig oder aufdringlich. Im Mund dann Trockenfrucht und die Frage, ob das schon ein Anklang Rauch ist, oder eher etwas Holz. Ich entscheide mich für Holz, genauer gesagt Ex-Bourbon-Fass. Beim zweiten Probieren schnüffle ich erst mal schön lange am Glas. Balance mit Orange. Gemütlichkeit – man riecht das Alter des Whiskys. Auch im Mund ist das Alter zu spüren. Ganz leicht Teer, Tannine, dann aber etwas Enttäuschung wegen der Wässrigkeit.

Trotzdem schmeckt der Whisky auch mit leichter Verdünnung. Honigkaramell, noch mal eine Idee Sherry, dann zeigt sich die Fasswand.

Bei Glenfiddich achtet man offenbar darauf, für jeden trinkbar zu bleiben. Die Whiskys sind nett. Die 15-Jahres-Version ist aus Preisleistungssicht mein Favorit. Was mir in der gesamten Palette etwas fehlt, sind ein paar Kanten.

Effe
2017-01-01, 20:37:10
Den 15Y Glenfiddich habe ich zu Weihnachten geschenkt bekommen. Ist eine schöne Ergänzung zu den rauchigen. Sehr lecker.

pest
2017-01-02, 07:39:03
Beim Glenlivet nicht die "Founder's Reserve" kaufen.

Mein Lieblings "to-go"-Whisky. Wie ein Besuch im Obstladen und angenehm mild

Plutos
2017-01-03, 21:56:54
Ist das eigentlich normal, dass selbst in den mittelguten Whiskys ab 30€, z.B. dem Oban 14Y, Farbstoff/Zuckercouleur beigesetzt ist? Ich dachte immer, das würden nur die ganz billigen abbekommen, um eben die "im-Fass-gereift"-Farbe zu erhalten...bin ein wenig enttäuscht.

Mosher
2017-01-03, 22:22:05
Viel Fassfarbe heißt i.d.R. auch viel Fasscharakter. Nicht in jedem Whisky will man das haben.

Studien und Blindverkostungen haben wohl ergeben, dass dunklere Farbe mit höherer Qualität assoziiert wird und entsprechend höhere Preise erzielt werden können.
Offiziell dient der Farbstoff ja nur einer einheitlichen Farbgebung, was das Konzept des "single" Malts wieder ad absurdum führt.

Aber mei.. So isses halt. Gibt auch genug junge Single Malts ohne Farbstoff.

Beispiel:
Ardbeg TEN enthält keinen Farbstoff und ist entsprechend blass.
Laphroaig 10 reift gleich lang in vergleichbaren Fässern, schmeckt auch ähnlich (Wass Fassaromen angeht), ist jedoch deutlich dunkler


Bei den ach-so-minderwertigen Straight Bourbons darf übrigens kein Farbstoff zugegeben werden.

Langlay
2017-01-03, 22:44:59
Naja kommt immer drauf an imo. Ich habe einige junge rauchige Malts die mit Zuckercouleur sind, die trotzdem nur die Farbe vom Weisswein haben.

Wenns genutzt wird um die Batches anzugleichen find ich ist noch okay. Wenn darüber hinausgeht hört meine Sympathie dann allerdings auch auf.

Korfox
2017-01-04, 06:19:12
Die Frage finde ich auch interessant, hat ja auch ein Lagavulin 16y zu knapp 60€ Farbstoff.

Bei den ach-so-minderwertigen Straight Bourbons darf übrigens kein Farbstoff zugegeben werden.
Werden die als minderwertig bezeichnet?
Ich selbst sage immer in recht abfälligem Ton, dass ich Bourbon (ganz allgemein) wirklich nicht brauche, das hat aber eher damit zu tun, dass ich den Geschmack nicht mag. Mir sind die meist zu seicht.

Aber wie ist das bei Whisk(e)y? Muss das gekennzeichnet sein, wenn Farbstoff (in dem Fall wohl Zuckercooler) beigegeben ist? Und wie ist das bei künstlich zugesetzten Geschmackstoffen?
Bei Wein ist es ja z.B. so, dass (z.B.) die Amis hier 'Bordeaux' verkaufen dürfen, da er dank bestimmter Aromazusätze den 'typischen Bordeaux-Geschmack' hat. Auch ist ein Barrique-Wein inzwischen häufiger aus dem Stahlfass (unter Zugabe von Holzpellets) zu finden, als aus dem Holzfass.

Ich bin jetzt obendrein unsicher. Meines Wissens hat der von mir präferierte Classic of Islay keinen Farbstoff, schwankt aber in der Farbe je nach Fassnummer zwischen dunklem Goldgelb bis fast schon Kastanienhonig. Liegt das an der Fassstärke? Rein vom Preis her ist es ja nicht unbedingt ein Whisky, der 25+ Jahr in einem Fass gelegen hat...

Mosher
2017-01-04, 07:21:49
Single Malts müssen imho gekennzeichnet werden. Ob das nur für "Single Malt Scotch Whiskies" zutrifft, weiß ich gerade leider nicht, werde ich später ergänzen.

"Bourbons" dürfen Farbstoff enthalten, "Straight Bourbons" nicht.

Der Fasstyp, aber auch die Fassgröße(mehr Oberfläche pro Volumen = mehr Kontaktfläche des Rohwhiskys), das Alter, die Qualität, die Lagerung... spielen eine Rolle für die Aufnahme von Aromen und Farbe.

Das bedeutet zum einen, dass die gleiche Menge Whisky in einem kleinen, aber ansonsten identischen Fass schneller reift, als in einem großen. Es bedeutet aber wiederum nicht, dass dies für alle Aromen und farbgebende Stoffe gleichmäßig zutrifft.

Kurz: Es gibt mit Sicherheit irgendeine Kombination an Einflussfaktoren, nach denen zwei Abfüllungen mit recht unterschiedlicher Farbe doch recht ähnlich schmecken.

Ich hätte jetzt aber frech behauptet, dass das nicht die Regel ist.

Für einen single barrel ist es nur natürlich und sogar erwünscht, dass er in Farbe und Geschmack variiert. Im gewissen Rahmen.

Bin gerade nur am Smartphone, deswegen habe ich jetzt keine Lust, die Sache mit der Kennzeichnung von Farb- und Aromastoffen bei den verschiedenen Whisky-Familien zusammenzuschreiben. Mach' ich später, falls mir kein anderer zuvorkommt.

Wegen der Bourbons:
Als minderwertig hat ihn hier niemand bezeichnet, jedoch herrscht in der Whiskywelt ein gewisser Grundtenor, dass Bourbons (Tenessees) den Single Malt Scotchs prinzipiell unterlegen wären und in gewissen Kreisen wird man als bekennender Bourbon-Liebhaber auch gerne mal belächelt.

Korfox
2017-01-04, 07:48:47
Danke soweit. Sehr interessant, die Ausführungen.
Das mit der Kennzeichnung interessiert mich halt, wie gesagt, im Besonderen, weil unser streng kontrollierter Wein (insofern er in Deutschland produziert und abgefüllt wird) ja schon so verwässert wird (die einzige Lockerung für 'uns' gab es eigentlich mit den Holzpellets in Stahltanks - und, wenn man es als Lockerung bezeichnen mag - mit der Bezeichnung "Classic" für ehemals trockene Weine, die bestimmte Vorgaben erfüllen), indem der importierte Wein quasi keiner Qualitätsbestimmung unterliegt.
(Ein Link täte es auch - mir fehlt grad auch etwas die Muße zum googlen, zumal man sich dann irgendwo festliest und das der Arbeit ungut tut)

Und mit den Bourbon halt: Du hast halt "ach-so-minderwertig" geschrieben :). Ich selbst habe noch keinen Bourbon getrunken, der mir bezüglich der Rauch- und Torfaromen genügt hätte. Aber ich finde, jeder darf seinen Geschmack haben. Wenn man z.B. auch Blended Whiskys hinzunimmt, dann ist ja irgendwie auch noch die Kunst vorhanden, dafür zu sorgen, dass jede Abfüllung gleich schmeckt und aussieht.
Einen Bourbon-Liebhaber zu belächeln empfind eich, wie einen Cognac-Trinker zu belächeln. Sie schmecken halt anders aber oft nicht weniger komplex.

Mosher
2017-01-04, 14:28:31
Cardhu, 15yo

https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/51CJ7ivhXXL._SY445_QL70_.jpg

Nase: Orangenschale, Marillen, Frühlingswiese, Lakritze, Honig

Mund: Alkohol, Zitrusfrüchte, Getreide, Nüsse, Mandeln, noch mehr Alkohol

Abgang: Scharf, sauer, brennend. Nach einer Ewigkeit kommt dann plötzlich sehr angenehme Schokolade.


Also entweder hätte ich nicht um 14:00 auf komplett nüchternen Magen verkosten sollen, oder ich bin nicht empfänglich für diesen Whisky.

Bevor ich jetzt ein Gesamturteil abgebe, gebe ich ihm lieber noch eine zweite, faire Chance.

An der Nase fand ich schön und verheißungsvoll, im Mund überwog dann der Alkohol, der Abgang war generell unangenehm.

Zum Thema Farbstoffkennzeichnung gibt es hier bisschen was:
http://www.whisky.de/whisky/wissen/informatives/rundherum0/7feinheitenberschottischenw.html
Ist aber auch mit Vorsicht zu genießen, Horst Lüning hat sich auch schon mal geirrt :)

Auch ist die Kennzeichnungspflicht von Land zu Land verschieden und teilweise geschehen auch Deklarierungsfehler bei den Abfüllern.

aths
2017-01-04, 23:27:53
Interessant, den 15-jährigen müsste ich auch irgendwann mal probieren.

In dem Whisky.de-Artikel steht "Verdünnt man den 43% Malt im Glas auf 40% herunter, so werden Aromen freigesetzt, die der 40% nicht mehr bieten kann." Das hätte ich gerne erklärt bekommen, wieso es eine Rolle spielen soll, wann man verdünnt.

aths
2017-01-04, 23:43:54
So, heute endlich. Das Tasting werde ich bestimmt wiederholen, doch ich konnte nicht mehr warten und habe mir den Talisker The Distillers Edition eingegossen. Ausgabe 2003-2014.

Wie in letzter Zeit üblich, erst mal nur eine 0,2-Liter-Flasche gekauft. Einen Drink eingegesossen und Riechkolben rangehalten. In der Nase Talisker-Aromen. Doch süßer, dichter, schwerer als gewohnt. Ich verdünne leicht. Der Geruch wird nochmals süßer, es gibt starke Vanille. Eine Würze im Hintergrund macht Bock. Nun, endlich, in den Mund.

Ja, das ist Talisker. Scharf, mit etwas Rauch, mit etwas Fasswand. Dunkle Aromen, ganz leicht Teer, dann wieder eine Süße. Nun unverdünnt. Jetzt kommt der Sherry durch, aber schön harmonisch eingefügt. Im Nachgeschmack ist mir der Sherry dann doch eine Idee zu stark. Letzter Schluck dieses Scotches für heute. Im Mund jetzt milder, doch der Pfeffer kommt. Etwas Holz, noch mal Teer, schöner aber nicht übertriebener Rauch.

Wirklich lecker muss ich sagen. Dieser Talisker hat praktisch alles.

Bonus-Tasting: Talisker 57° North. Der Whisky ist nicht neu für mich, vor einigen Jahren gönnte ich mir eine 0,7-Liter-Flasche. Habe jetzt aber nur 0,2 Liter gekauft und gieße mir einen Drink ein (Tastings mache ich mit 0,2 cl.) In der Nase gleich die Power, die ich beim Talisker so mag. Das Riechorgan wird vom Alkohol strapaziert, entfernt nehme ich eine leichte Note von Banane wahr.

Im Mund die ersten Sekunden weniger scharf als erwartet, nach dem Schlucken aber verschlägt es mir erst mal den Atem. Die Assoziation von Banane verfestigt sich. Ich verdünne auf Normalmaß um die 40%. Das Bouquet bleibt intensiv und ist dabei weniger komplex als ich den 10-Jahre-Talisker in Erinnerung habe. Im Mund nun sanfter, dann aber kommt erstaunlich viel Würze, bis hin zum Salz. Relativ viel ausgelaugtes Holz auf der Zunge. Trockene Kräuter, ein wenig Rauch aus der Speiseröhre im Abgang.

Grindcore
2017-01-05, 15:23:23
Ich finde den Talisker Destiller's Edition deutlich besser als die Lagavulin Dest. Ed. die für mich im Vergleich zum 16-jährigen einfach keinen wirklich Mehrwert bietet. Viel zu wenig Sherry-Einfluss (Kann natürlich auch an meinem Batch liegen), weniger intensiv und mundfüllend, geradezu kastriert. Immer noch ein guter Whisky, aber für mein Dafürhalten keinesfalls so sensationell, wie oft suggeriert wird. Da ist ein Glendronach 21 Parliament eine um Größenordnungen intensivere Erfahrung, auch ganz ohne Rauch.

Sven77
2017-01-05, 16:04:31
Immer noch ein guter Whisky, aber für mein Dafürhalten keinesfalls so sensationell, wie oft suggeriert wird.

Die gute Ruf der Lagavulin DE kommt von den Abfüllungen vor 2013, die haben wohl 1997 die Fässer geändert. Die Preise für die DEs die davor gebrannt wurden sind extrem, ich hab ne Literflasche der DE von 1995, letzer Preis als ich nachgeschaut habe war 280eur für die 0,7l Flasche.. meine ist leider leer :freak:

Mosher
2017-01-05, 16:33:22
Cardhu, 15yo



Nase: Orangenschale, Marillen, Frühlingswiese, Lakritze, Honig

Mund: Alkohol, Zitrusfrüchte, Getreide, Nüsse, Mandeln, noch mehr Alkohol

Abgang: Scharf, sauer, brennend. Nach einer Ewigkeit kommt dann plötzlich sehr angenehme Schokolade.


Also entweder hätte ich nicht um 14:00 auf komplett nüchternen Magen verkosten sollen, oder ich bin nicht empfänglich für diesen Whisky.

Bevor ich jetzt ein Gesamturteil abgebe, gebe ich ihm lieber noch eine zweite, faire Chance.

An der Nase fand ich schön und verheißungsvoll, im Mund überwog dann der Alkohol, der Abgang war generell unangenehm.


Zweite Verkostung, nun nicht mehr auf nüchternem Magen ;D



Nase: Orangenschale, Marillen, Frühlingswiese, Lakritze, Honig, + ein Hauch von Minze

Mund: Zitrusfrüchte, Getreide, Vanille, Alkohol, Nüsse, Mandeln, Rauch (Lagerfeuer), Pflaumen

Abgang: Scharf, sauer, brennend alkoholisch, eine leichte Sahnigkeit bleibt am Gaumen hängen. Nach einer Ewigkeit Weile kommt dann plötzlich sehr angenehme Schokolade + Karamell.

Gesamtwertung nach 2 Verkostungen: 4 / 5

Der Abgang könnte noch etwas runder sein, ohne das alkoholische Brennen.
Ansonsten interessante Aromen und durchaus komplex.

Preis ist noch ok.

Grindcore
2017-01-05, 22:30:41
Die gute Ruf der Lagavulin DE kommt von den Abfüllungen vor 2013, die haben wohl 1997 die Fässer geändert. Die Preise für die DEs die davor gebrannt wurden sind extrem, ich hab ne Literflasche der DE von 1995, letzer Preis als ich nachgeschaut habe war 280eur für die 0,7l Flasche.. meine ist leider leer :freak:

Kann sein, meiner ist '99 destilliert und 2015 abgefüllt.

Sven77
2017-01-05, 22:46:50
Sieht man auch an der Flasche

https://abload.de/img/img_20170105_224305d1kmn.jpg

links alt, rechts neu..

Wobei ich auch die neue DE besser finde als den 16er.. auf jedenfall anders..

aths
2017-01-05, 22:57:12
Gesamtwertung nach 2 Verkostungen: 4 / 5

Der Abgang könnte noch etwas runder sein, ohne das alkoholische Brennen.
Ansonsten interessante Aromen und durchaus komplex.

Preis ist noch ok.Ich hab bei den Lünings dick bestellt, vor allem 0,2-L-Flaschen, um endlich mal noch einige neue Sachen zu probieren. Werde also nicht dazu kommen, so bald den Cardhu 15Y ebenfalls mal zu testen, der 12-Jährige den ich habe, lässt aber hoffen :D


Wobei ich auch die neue DE besser finde als den 16er.. auf jedenfall anders..
Die Distillers Edition ist mir zu sherrylastig. Beim 16-Jahre-Lagavulin gefällt mir die Ich-bin-so-wie-ich-bin-Einstellung.

Mosher
2017-01-05, 23:18:35
Ich hab bei den Lünings dick bestellt, vor allem 0,2-L-Flaschen, um endlich mal noch einige neue Sachen zu probieren. Werde also nicht dazu kommen, so bald den Cardhu 15Y ebenfalls mal zu testen, der 12-Jährige den ich habe, lässt aber hoffen :D



Die Distillers Edition ist mir zu sherrylastig. Beim 16-Jahre-Lagavulin gefällt mir die Ich-bin-so-wie-ich-bin-Einstellung.
Ich kenne die DE von Lagavulin noch nicht, aber bin auch kein großer Sherry-Fan.

Ich würde übrigens den 16er auch exakt so beschreiben: Charakterstark, unverwechselbar.

Trotzdem bin ich jetzt neugierig auf andere Kreationen aus dem Hause Lagavulin.
Lohnt sich die DE, wenn man eigentlich nicht der größte Sherry-Fan ist?

Sven77
2017-01-06, 00:02:02
Ich finde schon.. dir tuts ja nicht weh ;) (finanziell)

Mosher
2017-01-06, 08:56:36
Stimmt. Gleich mal 5 Flaschen geordert. (y)

DrumDub
2017-01-06, 17:20:06
Warum ist Scapa in dem Laden so teuer... also nicht das neue Zeug... der Normale. Hab ich nen Trend verpasst oder zuviel Vorrat? keine ahnung.

soo .. jetzt je eine flasche des classic of islay bestellt:

https://abload.de/img/testxuor8.jpg

derpinguin
2017-01-06, 17:20:57
Kann mir jemand eine Alternative zum Glengoyne Burnfoot empfehlen? Leider gibts den ja nicht mehr...

Langlay
2017-01-06, 20:53:58
Kann mir jemand eine Alternative zum Glengoyne Burnfoot empfehlen? Leider gibts den ja nicht mehr...

Glengoyne Cask Strength sollte was für dich sein. Allerdings kenn ich den Burnfoot nicht.

derpinguin
2017-01-07, 10:29:59
Ohne deine Empfehlung in den Wind schießen zu wollen: wenn du den burnfoot nicht kennst, woher weißt du dann, dass der cask strenght was für mich ist?

Langlay
2017-01-07, 16:52:22
Der Brennereicharakter sollte ungefähr gleich sein logischer Weise. Und beide sind in Bourbon und Sherryfasser gelagert. Sie werden sich sicherlich weniger Unterscheiden als es ein Whisky aus einer anderen Brennerei zu dem Burnfoot tun würde. Und je nach Verdünnungsgrad hat man beim Cask Strength unterschiedlich dominierne Aromen. Und hinzukommt halt der Preis da sind beide halt auch recht ähnlich. Also wenn du wirklich eine Alternativ haben willst und nicht nur irgendwas was in die Richtung geht musst du quasi bei der Brennerei bleiben und die Auswahl ist dann wenn man im Preisbereich bleibt überschaubar.

Mosher
2017-01-07, 19:49:59
Boah!
War geradr zu gierig und habe deshalb aus Versehen einen Lagavulin 16 in ein Glas mit noch einem Schluck Nikka from the Barrel.

Äh, geil?
Das reinste Lagaveuer!

Plutos
2017-01-08, 15:59:43
Ich glaube, ich muss meinen Geschmack noch viel und lange trainieren. ;D Momentan habe ich (noch?) fast überall den Eindruck "alkoholisch-beißend", der jegliche anderen Nuancen, so denn vorhanden, spielend übertüncht. Es ist zwar nicht so ein schlimmer Alkohol"geschmack" wie bei Billigwodka z.B., aber ich nehme halt anders als bei z.B. Tequila auch keinen "Eigengeschmack" abseits des alkoholischen wahr. :frown:

Triniter
2017-01-08, 16:09:11
Ich glaube, ich muss meinen Geschmack noch viel und lange trainieren. ;D Momentan habe ich (noch?) fast überall den Eindruck "alkoholisch-beißend", der jegliche anderen Nuancen, so denn vorhanden, spielend übertüncht. Es ist zwar nicht so ein schlimmer Alkohol"geschmack" wie bei Billigwodka z.B., aber ich nehme halt anders als bei z.B. Tequila auch keinen "Eigengeschmack" abseits des alkoholischen wahr. :frown:
Kann theoretisch auch an einer Erkältung liegen auch wenn diese schon ein paar Tage weg ist. Gerade nach schweren Erkältungen hält das teilweise echt lange an bis man wieder richtig gut riechen und schmecken kann.

Lyka
2017-01-08, 16:10:18
es gibt die "Empfehlung", jeden Tag einen winzigen Schluck bewusst trinken (10 ml?), dann gewöhnt sich die Zunge daran und man erschmeckt die einzelnen Nuancen. Hat mir geholfen.

aths
2017-01-09, 02:04:41
Ich fühle mich wie in einer alten Burg, während ich die Bibliothek besuche. Verstaubte Bücher in den leicht schiefen Holzschränken. In der Ecke ein Cembalo, das wohl nicht mehr funktioniert. Vor mir eine Bronze-Schale mit verwelkten Blüten und Gewürznelken. Eine erloschen Kerze. Unten jedoch arbeiten Handwerker, ein Wassermühle dreht sich, ein Schmied schürt das Feuer, ein Kürschner spannt Fell auf.

Schokolade. Ein alter, gemütlicher Ledersessel mit teilweise schon recht dünner Oberfläche. Gerbstoffe. Tiefe, dunkle Trockenfrüchte. Dann gelbe Geleefrüchte. Ganz entfernt eine Note Rauch. Das Bouqet vom Glenlivet 18Y ist sehr schön. Anstatt nun zu trinken, schnüffele ich noch am Glas. Flüssiger Honig. Eine Würze. Dann noch mal geraspelte Schokolade. In der Nase wird viel nur angedeutet. Ganz leicht Kokos? Aber auch ganz leicht Farbverdünnung?

Im Rachen zunächst ein milder Antritt, dann kommt Würzigkeit und Schärfe. Terpentin, Süße, Säure, etwas Frucht, Bitterkeit Richtung Ingwer. Ein wenig Lagerfeuerrauch. Dann beim zweiten Schluck das Holz. Der Abgang ist ziemlich lang. Noch ist ein wenig im Glas. Die Nase kann das Aroma nur schwer definieren, Assoziationen wie Zwetschgen und Schusterleim kommen kurz, ohne sich festmachen zu lassen. Im Mund dann wieder das Erlebnis, dass einige Noten schief, erst fast unangenehm schmecken, bevor sie sich dann sinfonisch in einen leckeren Whisky verwandeln.

Im leeren Glas verbleibt ein Aroma von Trockenkräutern, entfernt Heu. Langsam verblasst der Frühherbst-Abend am Waldhügel.

aths
2017-01-11, 20:51:14
Der Bauch ist voll, der Whisky kann verkostet werden. Heute nichts spektakuläres. Erst mal der Cragganmore 12Y. In der Nase ziemlich fruchtig, Zitrus, Orangenschale. Kaum Rauch. In leichter Verdünnung wird auch das Aroma milder. Die Frucht bleibt präsent.

Im Mund mit leichter Verzögerung dann ein schöner Antritt, wieder die Zitrone, dann eine leichte Idee Holz. Unverdünnt bietet der Whisky mehr Schärfe, bleibt aber angenehm. Angenehm rund ohne in die Belanglosigkeit abzugleiten, Süße kommt nach. Im Abgang länger als erwartet. Ein schöner Scotch. Dann nach einigen Minuten noch immer florale Aromen im Mund.

Für den Preis (30 Euro pro 0,7 Liter) nicht schlecht, bin aber froh, nur die 0,2-Liter-Flasche gekauft zu haben. Vor Jahren hatte ich schon mal eine 0,7-Liter-Flasche die mir aber nicht groß im Gedächtnis geblieben ist. Nicht negativ, aber auch nicht überragend positiv.


Vor dem zweiten Tasting lasse ich mir Zeit. Es ist ja modern, dass Whisky-Destillerien ihren Stoff in verschieden gelagerten Varianten anbieten. Ich bin eher Purist. Daher habe ich den Glenmorangie Original 10Y gekauft. In der Nase starkes Fruchtgelee. Gelbe, orange Früchte. Möglicherweise ein sehr süßer Pfirsich, aber diese Assoziation verfestigt sich nicht. Ein Anklang Ananas, was sich aber ebenfalls nicht dauerhaft manifestiert. Stattdessen kommt Mandarine. Sehr milde Zitrone, und Gelee. Absolut kein Rauch, im Hintergrund ein paar Tannine. In Verdünnung wird das Aroma blasser.

Im Mund wieder fruchtig, etwas Sahne oder Butter. Nun unverdünnt. Vanillin. Etwas Schlagsahne, aber die alkoholische Schärfe kommt nun, ich freue ich, die 0,35-Liter-Flasche gekauft zu haben. Wenn ich Kritik anbringen sollte, wäre zu sagen dass der Glenmorangie auf Dauer etwas flach bleibt. Ein Bourbon-Charakter kommt durch und ist er mal präsent, bleibt er auch.

Lyka
2017-01-11, 20:57:41
Glenmorangie 10Y halte ich für den typischen ungefährlichen Einsteiger-Scotch*, der vermutlich vielen Leuten den ersten Schritt ins Whisky-Paradies gezeigt hat. Ich müsste auch mal wieder einen kaufen :uponder:

*spätestens nach Highlander (aber ohne Eis :unono:)

Mosher
2017-01-11, 21:01:10
Ich bin sehr froh, dass ich nicht der einzige mit dieser Gelee/Marmelade- und Sahne-Assoziation beim Glenmorangie 10 bin.

Anfangs mochte ich das gar nicht, mittlerweile freue ich mich hin und wieder auf einen schönen weichen Whisky. :)

DrumDub
2017-01-13, 00:18:41
keine ahnung.

soo .. jetzt je eine flasche des classic of islay bestellt:

https://abload.de/img/testxuor8.jpg heute getestet und ich kann nur sagen: WOW! weniger rauchig als gedacht, aber dafür sehr individuell.

aths
2017-01-13, 22:11:29
Die Nosinggläser sind frisch gespült (extra noch darauf gewartet.) Zunächst der Glenkinchie 12Y. In der Nase sehr fruchtig. Apfel, erst frisch aufgeschnitten, dann Apfelkompott. Dann wieder eine frischere Note, fast Zitrone. Dann kommt wieder das Alter durch. Absolut keine Spur Rauch.

Im Mund angenehm. Sofern Zitrone erkennbar ist, wirkt es wie der Nachgeschmack von in Lebensmitteln verarbeiteter Zitrone. Im Rachen verbleibt etwas Malz. So gut wie kein Holz. Im Abgang eher kurz. Für einen Whisky der 30-Euro-Klasse (habe allerdings nur eine kleine Flasche gekauft, in einem Set) annehmbar. Untypischerweise für einen Scotch könnte man den hier vor einer Kaffee-und-Kuchen-Zeit kredenzen.

Noch ein Whisky, ebenfalls eine Neuheit für mich. Auf dieses Tasting freue ich mich schon lange. Natürlich nehme ich ein neues Glas. Schon der erste Zug durch die Nase gefällt mir. Das Aroma des Clynelish 14Y ist aber schwer zu beschreiben. Etwas Frucht, aber mehr würzige Süße. Im Ansatz Sherry. Weichheit. Zähheit. Gewürze, getrocknete Rosenblütenblätter. Komplex-süß. Assoziationen von Früchten kommen und gehen, ohne sich genau festmachen zu können. Entfernt etwas Terpentin. Ob ich Rauch erfasse oder mir nur einbilde, kann ich nicht entscheiden.

Im Mund würzig. Dann salzig. Dann pfeffrig. Ich will jetzt alle Aromen bekommen und verdünne leicht. Die Nase sagt jetzt "Bienenwachs". Lange schnüffle ich am Glas. Das Spektrum ist nicht allzu breit, aber in dem vorhandenen Bereich fein abgestuft. Im Mund jetzt zart. Dann Schokolade, dann verwelktes Gras oder Schilfrohr. Sehr schön, wie der Geschmack sich wandelt, jedoch ist der Abgang kurz. Noch ein Schluck. Teer, Frische, Kräuter. Trockener Abgang. Lecker.

aths
2017-01-14, 21:22:26
Ich brauche was exklusiveres! Will aber kein Heidengeld für superalte Whiskys ausgeben. Also habe ich einen Linkwood 15Y vom Abfüller Gordon & MacPhail gekauft. Eine halbe Flasche nur. Weder kenne ich Linkwood, noch Gordon & MacPhail.

In der Nase wirkt der Scotch aber schon mal schön exklusiv. Dunkel, würzig, eine Idee Rauch oder ist es nur Würzigkeit? Dunkle Sherry-Noten, tief, vergorene Trauben, noch mehr Trauben und Früchte. Alter. Ich verdünne einen Teil.

Neue Aromen in der Nase, etwas Kraut, eine entspannte Milde. Im Mund erst erstaunlich harmlos. Dann kommt der Geschmack, leichter Malz, etwas Bitterkeit, allerdings bleibt auf der Zunge nicht viel zurück.

Noch mal ins Glas mit dem unverdünnten Stoff von 43% die Nase reingehalten. Sherry, Lakritze. Im Mund ebenfalls Lakritze, Alkohol. Jetzt bleibt auch auf der Zunge ein Geschmack zurück. Noch ein Schluck. Süße, entfernte Anklänge von Schokolade? Ohne es genau festlegen zu können, dann auch Holz. Tyrkisk Peber, nur nicht so konzentriert.

Mir ist nicht klar, wie unabhängige Abfüller heute arbeiten, also ob die eigene Fässer und Lagerhäuser haben oder Fässer einer Brennerei kaufen und lediglich die Abfüllung übernehmen. Es ist mir auch komplett egal, solange etwas dabei rumkommt wie dieser Scotch. Nix für den Alltag, aber für einen besonderen Moment.

Lyka
2017-01-14, 21:27:52
Kleine Anekdote

Gestern bei einer Nacharbeits"party" und dem Blick auf die Getränkekarte fand ich den L10Y und erwähnte ihn, er wurde mir danach aufgenötigt (also ich musste nix zahlen^^) und dann wollten ein paar Kolleginnen und Kollegen mal dran riechen

die Augen :ulol: die verstopften Gesichter ;D

"Wer trinkt denn sowas? Naja, von dir haben wir auch nix anderes erwartet!!!"

Also nach 2 Wochen Alkoholabstinenz war so ein doppelter L10Y doch mal wieder ein kleines Iodwunder :ulove:

Korfox
2017-01-14, 21:46:27
Jaja. Die Snobs trinken wohl lieber Cognac...

Lyka
2017-01-14, 21:48:10
die blieben bei den Cocktails -.-

am schlimmsten fanden sie, als die Wolke aus torfigem Seewassergeruch über den Tisch wanderte ;D

ich habe ihnen war ein paar Einsteigersachen empfohlen, aber... sie blieben dann lieber beim Wodka und Bier :/

Triniter
2017-01-14, 22:25:16
Nachdem aths hier so tolle Berichte schreibt versuche ich es auch mal.

Es ist ein warmer Sommerabend am Meer. Der Wind war am Tag schwach und es liegt kein Salz in der Luft. Irgendwo wird ein Feuer entfacht. Ich laufe dort hin. Die wärme des Feuers steigt mir ins Gesicht. Das Feuer brennt sauber mit ganz wenig Rauch. Die Aromen sind fruchtig, ein Mix aus leichten Zitrusfrüchten.

Im Mund kommt dann das Lagerfeuer richtig stark durch. Es wird von einer Süße und Fülle an Früchten überlagert. Getrocknete Trauben, dunkle Früchte, fast schon ein Früchtebrot liegt auf der Zunge. In der Nase bleibt vor dem zweiten Schluck immer noch etwas leichtes.

Dann der zweite Schluck, zuerst wieder das Lagerfeuer, es brennt nochmal auf. Dann wird es langsam Nacht, das Feuer hört auf zu brennen und glimmt noch ewig nach. Ein rolles Fest mit Freunden geht langsam zu Ende.

Es handelt sich um den Laphroiag Cairdeas von 2015, leider nicht mehr erhältlich aber meine Flasche ist zum Glück noch recht gut gefüllt. Es ist einer meiner besten Flaschen im Schrank was den Charakter anbelangt, perfekt hat Laphroiag hier einen Whisky für das Islay Whiskyfestival geschaffen.

Rooter
2017-01-14, 22:27:50
die Augen :ulol: die verstopften Gesichter ;D:biggrin: Habe ich auch schon erlebt.

Jaja. Die Snobs trinken wohl lieber Cognac...Bei Cognac kriege ich dann die Augen und das verstopfte Gesicht... :frown:

MfG
Rooter

Korfox
2017-01-15, 09:00:47
Cognac-Liebhabern kann man Redbreast 12y nahelegen, finde ich...
Ich finde Cognac auch ganz ok. Ich meine... ist halt recht seicht, kann man aber trinken. Kommt auch immer ein Wenig auf die Laune an.

Lyka
2017-01-15, 10:48:18
ich mag auch Brandy (Osborne Veterano)... ist für mich aber nichts, was ich jetzt unbedingt kaufen müsste :)

Mosher
2017-01-15, 19:59:36
Habe mir den Laphroaig 18 und den Ardbeg Uigeadail bestellt.

Bin sehr gespannt, beide Whiskies sind für mich Premiere.

@Cognac:
Ich mag Cognac. :) Zwar*i.A. nicht so komplex wie Whisk(e)y, aber durchaus angenehm in seiner Beschränktheit.
Den Baron Otard V.S.O.P.*finde ich zB gut :)

Edit:Rofl,*die Sterne...

KakYo
2017-01-15, 21:21:03
ich mag auch Brandy (Osborne Veterano)... ist für mich aber nichts, was ich jetzt unbedingt kaufen müsste :)

Osborne ist ja auch der Penny Packer unter den Brandy ;0

https://www.rumundco.de/Cardenal-Mendoza-Gran-Reserva-Brandy-07l

https://www.rumundco.de/Cardenal-Mendoza-Carta-Real-Brandy-40-07l

Die habe ich eigentlich immer daheim. Beide für sich empfehlenswert. Der Reserva ist süßer und weniger komplex. Sehr fruchtig (Pflaume, dunkle Beeren). Der Carta Real legt dann noch ne Schippe Reife oben drauf. Der hat mich als bekennenden Whisky Trinker dazu gebracht auch Brandy und Rum zu probieren :)

aths
2017-01-16, 00:21:55
Von der letzten Lieferung habe ich schon fast alles verkostet, was für mich neu war. Der Rest sind überwiegend Whiskys die ich schon kenne, ebenfalls aber als 0,2-Liter-Flasche bestellt. Ich werde einige Whiskys noch mal neu verkosten, aber nicht unbedingt jede einzelne Verkostung posten.

Heute erst mal das Kontrast-Programm: Billo-Whiskys.

Ich tu so, als handele es sich jeweils um verkostungswürdige Schnäpse. Den Beginn macht Queen Margot, ein Blended aus dem Lidl zu 7 Euro. In der Nase etwas Fruchtigkeit, eine Art Maracuja. Entfernt etwas Klebestift. Im Mund erst gar nichts, dann Bitterkeit. Frucht (Orange, Limette). Geschmacklich wirkt der Whisky recht dünn. Ich versuche, meine Vorurteile auszuschalten. Discounter-Pralinen zum Beispiel schmecken mir auch nicht, die sind klebrig-süß und wirken künstlich und billig. Solche Assoziationen kann ich aber kaum verdrängen. Der Whisky ist nicht direkt schlecht, ich würde allerdings lieber sparen und etwas teureres kaufen.

Vor einziger Zeit habe ich, über Monate, tapfer den Ballentine's Finest geleert, aber ich habe noch etwas Red Label von Johnnie Walker im Haus. In der Nase mehr Frucht, aber auch eine unangenehme metallische Note. Mit etwas Konzentration nehme ich ein wenig Rauch wahr, dann kommt Süße. Im Mund wieder die Metallfolie, dann eine Süße, ein klein wenig Rauch. Vanille. Sogar eine Idee Holz. Etwas Tannine, noch mal Vanille. Der Red Label erinnert mich an Scotch-Füllungen in Pralinen. Eine schwer definierbare Schiefheit bleibt im Geschmack und Nachgeschmack.

Was ist das hier? Ein Blender's Batch Red Rye Finish, ebenfalls von Johnnie Walker. Rund zehn Euro teurer als der Red Label. Die Nase ist erstaunt. Richtiges Bouquet. Getreide. Leichte Kräutergewürze. Im Mund ungewohnt, irgendwie rau, aber lecker. Rauch suche ich vergebens. Eine feine Süße kommt. Ein deutlicher Bourbon-Charakter, aber mit mehr Tiefe und Milde. Klar ist, den muss ich irgendwann noch mal alleine verkosten.

Weiter gehts. Langsam merke ich den Alkohol. Aber den Dimple Golden Selection gieße ich mir trotzdem ins Glas. Die dreieckige Flasche mit der Netzbespannung macht einen vordergründig exklusiven Eindruck. In der Nase ein Obstsmoothie, Süße, aber auch eine Würzigkeit. Mir ist klar, dass dieser Whisky dazu gedacht ist, Einsteigern die sonst nur Billig-Brand trinken, das Gefühl von einer hochwertigen Spirituose zu geben und versuche, meine Vorurteile abzuschalten. Die Nase erfasst eine metallische Note, die aber akzeptabel ist. Im Mund erst mild, dann überraschend würzig, leider auch metallisch und mit bitterem Nachgeschmack. Der zweite Schluck offenbart dann doch etwas mehr Tiefe und Alter, dann schmecke ich Gerbstoffe. Wirklich schlecht ist der Stoff nicht, aber nicht so ganz mein Stil.

Die Alkoholwirkung wird deutlicher, ich entspanne mich. Doch ich will jetzt noch wissen, wie sich der Black Label 12Y schlägt. In der Nase erst mal Frucht. Etwas Sherry, aber recht dünn. Ganz schwach vielleicht Korinthen. Ich suche den Rauch, weiß aber nicht ob es in der Nase nicht eher alkoholische Schärfe ist. Im Mund dann kräftiger als gedacht. Vollmundiger als gedacht. Rauch zeigt sich, auch Holz. Vanille. Der Abgang ist nicht besonders intensiv, aber immerhin. Beim erneuten Schnuppern am Glas wirkt das Bouquet stärker, jetzt lässt sich auch etwas würziger Rauch erkennen. Dazu eine schöne Süße Richtung Sherry. Dafür ist jetzt beim neuen Schluck der Antritt etwas enttäuschend, dann kommt aber Malz. Leichte Bitterkeit schließt sich an.


Für heute habe ich genug getrunken. Auf der Queen-Margot-Flasche ist hinten irgendeine Adresse aus Schottland abgedruckt, wahrscheinlich um dem Ganzen mehr Authentizität zu geben. Für 7 Euro gar nicht so schlecht, vor allem wenn man für den doppelten Preis auch nur einen Red Label bekommt. Noch mal kaufe ich mir den natürlich nicht. Der Dimple versucht, sich als exklusiver Scotch darzustellen. Vorne auf der Flasche ist die Unterschrift irgendeines Master-Blenders in Goldfarbe abgedruckt, ein goldfarbenes Netz umspannt die ungewöhnliche dreieckige Flasche. Auf dem Kunststoff-Verschluss sieht man ein Siegel im Prägedruck. Eigentlich hätte ich Bock, noch einen hochwertigen Whisky zu trinken. Aber ich will das volle Erlebnis wie es ist, sich nur einen nur günstigen Scotch leisten zu können. Da spielt glaube ich der Alkohol im Verhältnis zum Geschmack eine ziemlich große Rolle.

Mosher
2017-01-17, 16:58:36
Habe mir den Laphroaig 18 und den Ardbeg Uigeadail bestellt.

Bin sehr gespannt, beide Whiskies sind für mich Premiere.

@Cognac:
Ich mag Cognac. :) Zwar*i.A. nicht so komplex wie Whisk(e)y, aber durchaus angenehm in seiner Beschränktheit.
Den Baron Otard V.S.O.P.*finde ich zB gut :)

Edit:Rofl,*die Sterne...

Als erstes ist der Laphroaig, 18yo dran.
Flasche ist etwas kalt, da von der Packstation abgeholt und zu Hause sofort geöffnet ;D

Farbe im Glas:
Erstaunlich "blass". Heller als der Quarter Cask. Goldgelb, ölig.

Nase:
Viel Zitrus, Eiche, dunkle Beeren, feuchtes Holz, feuchte Asche


Mund:
Laphroaig-Rauch, Glenmorangie-Marmelade, Tomintoul-Seegras, Auchentoshan-Eiche, Cardhu-Ananas, Highland Park-Malz.
Kaum Torf. Leichtes alkoholisches Brennen.

Abgang:
Extrem!
Lippen, Gaumen und Rachen nach 2 Minuten immer noch betäubt. Die Vielfalt an Aromen kann ich nicht beschreiben.
Schokolade. Helle Früchte. Reiswaffeln. Tropenfrucht (Kiwi, Drachenfrucht)
Nach weiteren 5 Minuten bleibt dann tatsächlich noch phenolischer Laphroaig-Rauch hängen und überdeckt nun alles andere.


Gesamt:

Die eigentliche Stärke liegt eindeutig im Abgang. Die Aromen tanzen im gesamten Mundraum herum und lassen einem kaum genug Zeit, sie einzeln zu erfassen. Ich spüre (bilde mir ein) ein entsprechendes Pulsieren einzelner Gehirnareale.

Toller Whisky! Definitiv zu schade zum "Saufen".
Überraschend ist der zurückhaltende phenolische Rauch, der erst sehr spät zum Vorschein kommt.

Werde ihn morgen nochmal verkosten.

Metalmaniac
2017-01-17, 22:40:51
Mal was anderes, habe mir Samstag so eine Schatzkiste von der Störtebeker Brauerei gekauft. Darin enthalten sind 10 Sorten verschiedene Biere, jeweils 2 Flaschen a 0,5l pro Sorte. Und da ist auch deren s.g. "Scotch-Ale" dabei. Da wurde ich erstmal ob des Namens schon neugierig. Im beiligenden Heftchen mit Beschreibungen der einzelnen Sorten steht dann auch u.a. bei den Rohstoffen dieses Bieres: "Britisches Whiskymalz gedarrt über schottischem Torf sorgt für torfig-rauchige Aromen".

Leute, das ist ein leckeres Bierchen. Immerhin 9% Alkohol, sehr süffig-süss, aber im Hintergrund ein mehr als dezentes Raucharoma wie man es von den meisten Islay-Whiskys kennt. Einfach geil. Müßt Ihr mal probieren. Normalerweise mag ich kein Bier zusammen mit Whisky, passt für mich irgendwie nicht. Aber dieses müßte gehen durch die Süße und der Ähnlichkeit in den Aromen.

P.S.: Die meisten anderen Sorten sind übrigens ebenfalls sehr lecker von Störtebeker. Hatte ich so gar nicht auf dem Schirm da auch recht hochpreisig. Kannte nur deren normales Pilsener, welches zwar gut, aber eben nichts wirklich besonderes darstellt.

Effe
2017-01-17, 22:51:04
Ja, Störtebecker hat ganz gute Sorten. Ich trinke gerne das Bernstein-Weizen. Was das Scotch Ale angeht, sowas Ähnliches habe ich mal von Landskron getrunken "Edition №1 Whisky-Malz"
https://www.landskron.de/shop/produkte/gourmet/edition-n01-whisky-malz

Ist schon Jahre her, kann mich aber an einen guten Geschmack erinnern.

aths
2017-01-17, 22:59:35
Ja, die Stralsunder Brauerei macht einige leckere Störtebecker-Biere. Ausgerechnet das Scotch Ale kenne ich noch nicht.

Als erstes ist der Laphroaig, 18yo dran.
Da macht ja schon der Name Lust drauf :)

Triniter
2017-01-18, 08:21:16
Als erstes ist der Laphroaig, 18yo dran.
Flasche ist etwas kalt, da von der Packstation abgeholt und zu Hause sofort geöffnet ;D

Farbe im Glas:
Erstaunlich "blass". Heller als der Quarter Cask. Goldgelb, ölig.

Nase:
Viel Zitrus, Eiche, dunkle Beeren, feuchtes Holz, feuchte Asche


Mund:
Laphroaig-Rauch, Glenmorangie-Marmelade, Tomintoul-Seegras, Auchentoshan-Eiche, Cardhu-Ananas, Highland Park-Malz.
Kaum Torf. Leichtes alkoholisches Brennen.

Abgang:
Extrem!
Lippen, Gaumen und Rachen nach 2 Minuten immer noch betäubt. Die Vielfalt an Aromen kann ich nicht beschreiben.
Schokolade. Helle Früchte. Reiswaffeln. Tropenfrucht (Kiwi, Drachenfrucht)
Nach weiteren 5 Minuten bleibt dann tatsächlich noch phenolischer Laphroaig-Rauch hängen und überdeckt nun alles andere.


Gesamt:

Die eigentliche Stärke liegt eindeutig im Abgang. Die Aromen tanzen im gesamten Mundraum herum und lassen einem kaum genug Zeit, sie einzeln zu erfassen. Ich spüre (bilde mir ein) ein entsprechendes Pulsieren einzelner Gehirnareale.

Toller Whisky! Definitiv zu schade zum "Saufen".
Überraschend ist der zurückhaltende phenolische Rauch, der erst sehr spät zum Vorschein kommt.

Werde ihn morgen nochmal verkosten.
Du beschreibst das sehr gut. In der Nase sind die älteren Laphroig erst mal gar nicht mehr so extrem wie die jungen. Der Rauch ist in der Nase viel weniger warnehmbar. Auch im Mund dauert es länger bis das Aroma durch kommt. Dafür ist die Fülle an anderen Aromen einfach gewaltig.
Der 18er ist hier schon ein großer Schritt aber ich hab auch noch den 21er zuhause und der legt in der hinsicht nochmal eine Schippe drauf.
Wenn sie nicht so Sackteuer wären hätte ich mir auch mal was noch älteres gegönnt aber 300 € für 25 Jahr, 30 Jahre für 1050€ und 32 Jahre für 1500€ sind einfach jenseits von Gut und Böse. Wobei gerade der 32er aus 2015 natürlich mein Geburtsjahrgang wäre aber nein, das geht einfach nicht.

Mosher
2017-01-18, 15:36:26
Ich sag's mal so: Ein oder zwei Flaschen um die 1000€ werde ich mir sicher irgendwann mal kaufen, aber nicht "einfach mal so".

Die 128€ für den 18-jährigen gingen noch in Ordnung und man wird meiner Meinung nach nicht enttäuscht, aber bei 300€ für den 25-jährigen muss schon ordentlich was geboten sein.
Bei Laphroaig traue ich mich aber mittlerweile, auch in dieser Preisklasse blind zuzugreifen.

aths
2017-01-18, 21:34:12
Ich kam kurz ins Grübeln ob ich mir zum 40. einen 40 Jahre alten Whisky leisten soll. Da gibt es (natürlich nicht von Laphroaig) auch Angebote deutlich unter 1000 Euro. Doch ich könnte es wohl trotzdem nicht genießen.

120 Euro auf 0,7 Liter bei 40% Alkohol gerechnet sind für mich im Moment eine Grenze, eher emotional als rational. Da der Laphroaig 18Y 48% hat, gingen das noch in Ordnung. Werde ich mal sehen :D

Kampf-Sushi
2017-01-19, 11:48:30
IMHO ist Whisky objektiv betrachtet eh überteuert, ein nicht zu vernachlässigender Teil des Genusses kommt von den Emotionen und leider von der Exklusivität. Klar schmeckt es durchaus, und kann auch bei einer gemütliche Atomsphäre behilflich sein.
Aber ein halbwegs anständiger Wein oÄ schafft das auch zu einen Teil des Preises.

Aber naja gibt auch teurere Hobbys :biggrin:

Habe mir zum 30. einen Mortlach 1984/2014 für ~270€ gegönnt. (Mein Jahrgang).
Ich suche allerdings noch einen geeigneten Anlass den auch mal zu öffnen.
Hab noch keinen Plan wie der schmeckt, wo wir wieder bei Exklusivität und Emotionen wären.
Würde eigentlich mal ne Probe irgendwo ziehen wollen bevor ich die Flasche anbreche. Gab im Whisky.de Forum auch mal ne Flasche die verteilt wurde, aber die Gelegenheit habe ich leider verpasst :-/

Ich lurke hier ja größenteils rum. Darum mal mein aktueller Schrankbestand:
Yamazaki 12 (Kaum noch zu bekommen, aber als der noch ~60€ gekostet hat, ein PL Schlager)
Suntory Hibiki Harmony (Als Ersatz für den Yamazaki)
Macallan Sienna
Lagavulin (Seit der Empfehlung hier auch die Destillers Edition)
Elijah Craig 12 (Bourbon für die Abwechslung)
Potentiell eher nicht so die Rauchbomben. Trink ich schon ab und zu mal, aktuell aber eher nicht zuhause.

Dazu noch ein paar eher besondere Flaschen:
-Mortlach 30 Jahre (oben genannt)
-Ein 22 Jahre Single Cast Release (Merchant's Mahogany Chest 1991)

Versuche das immer auf ca 6 Flaschen gleichzeitig zu beschränken damit das nicht ausartet. Bevor ich jetzt was neues kaufe muss erst mal wieder ne Flasche weg.

Metalmaniac
2017-01-19, 13:06:49
Um mir einen Whisky meines Jahrgangs zu gönnen, müßte ich ob meines Alters wohl einen größeren Kredit aufnehmen.:wink: Die Chance habe ich dann wohl verpasst.

Mein Schrank ist inzwischen leider proppevoll und ich bekomme die Türklappe kaum noch zu (und habe sogar noch einen in Reserve ungeöffnet in einem anderen Schrank ;D). Hatte auch mal vor eine bestimmte Anzahl von Flaschen zu besitzen und erst einen neuen zu kaufen, wenn eine andere Flasche leer ist. Meine Ungeduld was neues zu probieren und div. Preisaktionen, wo man schnell zuschlagen mußte, ließen dies aber nicht zu. Zudem bestand immer die Gefahr dass, wenn in einer Flasche nur noch wenig drin war/ist, dass ich dieses dann ohne Not einfach nur aussoff um Platz zu schaffen. Whisky sollte man aber bekanntlich genießen. Bin da halt nicht so diszipliniert...:rolleyes:

Kampf-Sushi
2017-01-19, 13:30:31
Ab einen gewissen Alter geht das nicht mehr :D
Mit 18 geht das ja noch ganz gut, aber 30 war dann auch eher so "jetzt oder nie". Viel ältere Whiskys gibts auch kaum noch. Da ich im Januar geboren bin musste ich auch fast ein Jahr warten, zum 30ten Geburtstag im Januar gabs natürlich noch keine 30 Jahre alte Abfüllung mit meinen Jahrgang ;)
Da die Flasche auch noch immer verfügbar ist, überlege ich sogar die vorhandene zu öffnen und wenn sie mir gefällt, einen gewissen Vorrat zuzulegen ;D
Ich mein: hätte schon was. Aktuell kann ich es mir leisten (keine Kinder) und wenn man es nur bei besonderen Anlässen trinkt können 2-3 Flaschen ne ganze Weile halten. In 5-10 Jahren werde ich die Flasche sicherlich nicht mehr so einfach bekommen wie jetzt.
Hätte nur irgendwie Schiss dass die irgendwann bei einen Umzug, Brand, Einbruch, Wütende Ex etc mal verloren gehen.

Mosher
2017-01-19, 16:15:34
Klar ist Whisky teuer und spätestens ab einem bestimmten Alter zahlt man überproprtional viel für die Exklusivität, da brauchen wir uns nichts vormachen.

Deswegen hatte ich ja wo anders geschrieben, dass man durchaus gut damit fährt, sich einfach im Rahmen 25-50€ zu bewegen und macht eigentlich selten was verkehrt.

Meine "Sauf"-Whiskies sind auch nie teurer. Hat aber dann den schönen Effekt, dass die nicht-"Sauf"-Whiskies länger im Regal halten und man sich so nach und nach eine schöne Sammlung aufbaut, wenn man nicht unbedingt zu denen gehört, die Flaschen monatelang ungeöffnet stehen lassen.

Bei mir wird grundsätzlich jede Flasche sofort geöffnet, aber nicht zwangsläufig sofort daraus getrunken.

Mit der Zeit hat sich bei mir ein gewisses Grundsortiment, bestehend aus 10-15 Flaschen á 25-50€ eingebürgert.

Dazu ein relativ konstant wachsender Bestand an edleren Flaschen, was sich letztlich dann bei einem Gesamtbestand von ca. 30 Flaschen unterschiedlichster Preisstufen einpendelt.

@Wein:

Wein trinke ich am liebsten zum Essen und in der Badewanne, oder beim Kuscheln mit der Trulla auf dem Sofa.

Whisky ohne Begleitung, aber auch nicht "einfach so".

Metalmaniac
2017-01-19, 19:20:07
Hier mal passend zum Thema teure Whiskys (kann die Seite eh jedem empfehlen, gibt ständig Neuigkeiten, zumeist aus der Welt der Whiskys aber auch darüber hinaus):
http://www.alkoblog.de/teuerste-whiskys-der-welt/

Da wäre übrigens einer meines Jahrgangs dabei am Ende der Tabelle...:wink:

24p
2017-01-19, 19:55:00
Um mir einen Whisky meines Jahrgangs zu gönnen, müßte ich ob meines Alters wohl einen größeren Kredit aufnehmen.:wink: Die Chance habe ich dann wohl verpasst.

Mein Schrank ist inzwischen leider proppevoll und ich bekomme die Türklappe kaum noch zu (und habe sogar noch einen in Reserve ungeöffnet in einem anderen Schrank ;D). Hatte auch mal vor eine bestimmte Anzahl von Flaschen zu besitzen und erst einen neuen zu kaufen, wenn eine andere Flasche leer ist. Meine Ungeduld was neues zu probieren und div. Preisaktionen, wo man schnell zuschlagen mußte, ließen dies aber nicht zu. Zudem bestand immer die Gefahr dass, wenn in einer Flasche nur noch wenig drin war/ist, dass ich dieses dann ohne Not einfach nur aussoff um Platz zu schaffen. Whisky sollte man aber bekanntlich genießen. Bin da halt nicht so diszipliniert...:rolleyes:

So geht es mir leider auch. Ich bin zu neugierig und da man wenig trinkt, wird eine Flasche ewig nicht leer. Ich fände es super, wenn zu jeder Großflasche ein kleines Sample dabei wäre, dann könnte man probieren, aber die Flasche auch erstmal geschlossen lassen.

aths
2017-01-19, 21:25:10
Um mir einen Whisky meines Jahrgangs zu gönnen, müßte ich ob meines Alters wohl einen größeren Kredit aufnehmen.:wink: Die Chance habe ich dann wohl verpasst.

Mein Schrank ist inzwischen leider proppevoll und ich bekomme die Türklappe kaum noch zu (und habe sogar noch einen in Reserve ungeöffnet in einem anderen Schrank ;D). Hatte auch mal vor eine bestimmte Anzahl von Flaschen zu besitzen und erst einen neuen zu kaufen, wenn eine andere Flasche leer ist. Meine Ungeduld was neues zu probieren und div. Preisaktionen, wo man schnell zuschlagen mußte, ließen dies aber nicht zu. Zudem bestand immer die Gefahr dass, wenn in einer Flasche nur noch wenig drin war/ist, dass ich dieses dann ohne Not einfach nur aussoff um Platz zu schaffen. Whisky sollte man aber bekanntlich genießen. Bin da halt nicht so diszipliniert...:rolleyes:
Ich hab auch schon einige Whiskys der 30-35-Euro-Klasse tapfer weggetrunken, über mehrere Wochen. Bin jetzt aber auf dem Standpunkt, dass ich einen Scotch genießen möchte. Daher erst mal vor allem 0,2-Liter-Flaschen gekauft die ich durchprobiere. Es zeichnet sich aber schon ab, dass ich auch einige große Flaschen bestellen werde :) die dann entsprechend lange halten.

aths
2017-01-19, 21:32:13
Caol Ila 12Y. Ein bekannter Whisky. Ich verkoste noch mal, erst mal etwas verdünnt. In der Nase recht sanft, fast cremig. Rauch ist präsent, aber nicht übermächtig. Im Mund dann Holzkohle. Rauch. Süße. Ziemlich viel Süße sogar, aber auf leckere Art komplex-würzig. Im Nachgeschmack etwas Räucherschinkenkruste mit Karamell-Oberfläche.

Unverdünnt etwas kräftiger, fast kratziger, man hat jetzt richtig die Holzkohle im Mund. Im Rachen brennt der Alkohol. Dann wieder vanillige Süße und angenehme, helle Würze.

Nachdem man sich an den Rauch des Caol Ila gewöhnt hat, recht lecker, aber mir fehlt das Besondere. Bin ich schon zu verwöhnt? Vielleicht muss ich mal andere Abfüllungen probieren.

Metalmaniac
2017-01-19, 21:48:39
Daher erst mal vor allem 0,2-Liter-Flaschen gekauft die ich durchprobiere.

Wo gibts denn regulär solche zu kaufen? Habe von meiner Tochter zwar zu Weihnachten dieses Glenmorangie-Set mit 4 verschiedenen Flaschen a 0,2l geschenkt bekommen (und bisher ganz diszipliniert auch erst 2 davon "genossen" ;)), aber ansonsten kenne ich kein Ladengeschäft, was solche auch einzeln und regulär anbieten würde. Andererseits stehe ich schon auf die normal-großen Flaschen und deren Verpackungen. Die schönsten davon habe ich hier auch aufgehoben und hinpostiert (sehr zum Leidwesen meiner Frau :biggrin:). Aber zum Probieren sind die kleinen ja tatsächlich nicht schlecht, einfach um sich Inspiration für den nächsten Kauf zu holen.

aths
2017-01-19, 22:12:15
Okay, ich tu es also doch noch. Warum ewig warten? Der Bruichladdich Port Charlotte Scottisch Barley ist in der Nase schön feintorfig. Es kitzelt fast in der Nase (gemahlener Pfeffer) aber der kalte Rauch selbst ist gar nicht mal so dominant. Im Mund anfangs mild, plötzlich die Pfeffer-Explosion. Wuha. Grüne Torfnoten, leckerer Rauch, dann altes Holz, dann verkohltes Holz. Vanille, wieder Holzigkeit. Sehr feine Tannine.

Das Gesöff ist lecker. Ich will noch einen weiteren Whisky probieren, aber lasse mir erst mal mit diesem hier Zeit. Abgang länger als gedacht. Vielleicht ist der Scotch etwas einseitig, aber sehr schön abgestimmt. Keine groben oder unangenehmen Bestandteile.

Nun eine weitere, auf die absehbare Zeit wohl vorläufig letzte Neuheit für mich. Ballechin 10Y. In der Nase dunkel. Schwerer Rauch. Nochmals kälter. Tief-würzig und süß. Rauchschwaden. Im Mund ein starker Antritt, Schärfe, Kraft, Süße. Geschrotete Gewürze, leichte Chili-Schärfe. Im Abgang, der sehr lang ist, Bourbon-Fässer. Die Schleimhäute erholen sich langsam.

Noch ein Schluck!! Fast schon Schwefelrauch, Torf, Teer. Vanille, Holz.


Interessant, wie sich die beiden Torfwhiskys unterscheiden. Der Port Charlotte sehr geschmeidig, der Ballechin hingegen mit gröberem Raster. Auch Whiskys die keinen sehr großen Namen tragen, können ihr Geld wert sein.

Lyka
2017-01-19, 22:13:19
dann muss ich mal den Ballechin testen :uponder:

EL_Mariachi
2017-01-19, 22:19:20
Hat mal jemand nen Tipp für mich...

Ich finde Jameson gut trinkbar.
Torf ist bäh... :-)

.

aths
2017-01-20, 01:53:22
Oh nein. Heute ist der Tag.

Ich brauche einen Scotch. Einen, der mich ablenkt. Der mich so richtig natzt. Ich öffne die Flasche. Rieche nicht am Korken sondern gieße gleich ein. Frisches Glas, natürlich.

Tasting? Nix. Ich gieße mir einen Doppelten ein. 43%? Okay ein paar Tropfen Wasser dazu.

Das Aroma. Ja. Frucht. So kenne, so mag ich den Oban 14Y. Himbeere. Ich will eigentlich gleich trinken, muss aber noch am Glas schnüffeln. Würze, eine frisch aufgeschnittene Orange, Frucht, ein nasses Schiffstau. Feinster Rauch. Ich bin im Land des Aromas. Gelb-Rot, Orange, Grün. Kühles Blaugrau in der Nase. Holz?

Im Rachen Holz. Trockenheit. Biss, Schärfe. Noch spüre ich keinen Alkohol. Nächster Schluck. Zitrus, wieder Trockenheit und Eichenholz. Vanille. Eine Idee Rauch. Ganz entfernt süßes Salz. Im nächsten Schluck mehr Würze. Auf der Zunge bleibt feines geschrotetes Gewürz zurück. Und ein Beißen.

Tannine. Schiefe. Entfernt Gerbstoffe? Ein Anklang Milchsäure?

Gluck, gluck. Mehr Holz. Langsam kommt der Alkohol. Ich brauche mehr! Nachschenken. Unverdünnt, ich halte die Nase rein. Kühle. Kribbeln. Fässer. Weißer Rauch. Irgendwas erinnert mich an früher. Den ersten Alkoholschub lasse ich wirken.

Ich schaue aufs Nosingglas. Warum habe ich nicht den Tumbler genommen? Die Würze! Sellerie, Liebstöckel. Noch mal schmecken. Jetzt wirkt der Alkohol, man muss nur etwas warten. Man ist das Zeug krass. E-Moll. G-Dur. Jetzt kommt der Fenchel. Abgelöst von Orange und versalzenem Himbeermus. Mehr Schärfe. Der Oban natzt mich. Geil.

Grindcore
2017-01-20, 08:53:05
Der Oban ist schon ein verdammt guter Whisky. Wenn er Dir so zusagt, dann empfehle ich unbedingt die Distiller's Edition zu probieren. Nachgereift in Fino Sherry Fässern, einem eher trockenen, hellen Sherry. Das Zeug ist eine absolute Offenbarung für Leute, die elegante Whiskys mit außergewöhnlichen Aromen schätzen und dazu absolut bezahlbar. Ich hatte die Flasche seinerzeit trotz selbstauferlegter Zurückhaltung in Rekordzeit ausgesoffen.

Lyka
2017-01-20, 08:59:35
Hat mal jemand nen Tipp für mich...

Ich finde Jameson gut trinkbar.
Torf ist bäh... :-)

.

Das ist auch mein Haus-Whisky gewesen. Jetzt bin ich mehr auf Haus-Bourbon :redface:

kannst gerne den Bushmills (normal oder Black Bush) testen. Auch der http://www.whisky.de/shop/Brennerei/Glenmorangie/Glenmorangie-Original-10-Jahre.html ist ein sehr angenehmer Starter für Scotch.

aths
2017-01-21, 01:52:33
Der Oban ist schon ein verdammt guter Whisky. Wenn er Dir so zusagt, dann empfehle ich unbedingt die Distiller's Edition zu probieren. Nachgereift in Fino Sherry Fässern, einem eher trockenen, hellen Sherry. Das Zeug ist eine absolute Offenbarung für Leute, die elegante Whiskys mit außergewöhnlichen Aromen schätzen und dazu absolut bezahlbar. Ich hatte die Flasche seinerzeit trotz selbstauferlegter Zurückhaltung in Rekordzeit ausgesoffen.
Das geht mir beim Lagavulin so – ich will sparsam sein doch die Flasche neigt sich recht schnell dem Ende entgegen.

Beim Oban werde ich auf jeden Fall tiefer einsteigen. Gestern hatte ich versucht, mir mal stilvoll einen anzutrinken. Dazu ist der Oban zu schade, aber genau deswegen hatte es Spaß gemacht. Vorläufig werde ich viele meiner offenen Flaschen (davon die meisten aktuell nur 0,2 Liter) leeren bevor ich mich in neues Terrain wage. Die Brennerei Oban habe ich aber auf dem Schirm, wenn es darum geht, sich weiter ins Aroma vorzutasten.

aths
2017-01-21, 02:12:48
Im Glas ist ein Glenlivet 18 Y.

Die Nase erschnüffelt Leder. Blumigkeit. Das Bouquet ist angenehm. Alter, Würde. Jetzt kommt die Frucht, grüne Trauben, dann Honig. Rote Trauben, Tannine.

Ganz wenig Wasser rein. Sanftheit. Milde. Stachelbeere. Eigentlich will ich endlich trinken, doch die Nase lässt mich noch nicht los. Ist da etwas Rauch drin? Dann wieder im Anklang Schusterleim in der Nase. Süße. Eiche. Nacht, ein entferntes Lagerfeuer.

Im Mund Süße. Bitterkeit. Ausgewogenheit. Bourbon-Fass. Süße, Vanille. Der Rachen brennt leicht, die Schleimhäute ziehen sich zusammen. Der Whisky ist längst runtergeschluckt, im Rachen deuten sich schiefe Geschmacksnoten an, die dann aber eine harmonische Wandlung durchleben.

Der Whisky ist komplex. Und dabei sehr trinkbar. Gluck. Jetzt eine Idee mehr Feuer, Rauch. Etwas Holz. Kratziger auskristallisierter Honig. Die Eiche grüßt, und geht auch wieder. Entfernt Wurzelgemüse. Noch mal die Nase ins Glas gehalten. Ist das Sherry? Im Mund kurz Sherry, dann Holz. Der Whisky überfordert nicht, aber bietet was. Das Glas ist jetzt leer, aber ich schnüffel noch mal dran. Gemütlichkeit, ein Ledersessel. Inzwischen wirkt auch der Alkohol, der meine Verkostungsnotizen verfälschen könnte.

Mosher
2017-01-21, 19:14:10
Bei mir leeren sich Bourbons normalerweise recht schnell, aber aktuell überlebt meine Sammlung erstaunlich lange.

Heute werde ich meinen Gästen mal direkt den 18 Jahre alten Laphroaig einflößen und sehen, was sie dazu sagen.

Als Gegenpol hätte ich dann noch den ultraweichen Aberfeldy 12yo in Petto und für jeden, der dann angesprungen ist, würde ich dann irgendwas zwischen Ardbeg 10, Ardbeg Uigeadail und Lagavulin 16 anbieten.

Für die, die wissen, dass sie Whisky, aber keinen Rauch mögen, hätte ich dann den neulich erneut verkosteten, für erstaunlich gut und trinkbar befundenen Bushmills 10yo vorgesehen.

D.h. heute wird's eher extrem. Und nachdem die Snob-Verkostungsphase vorbei ist, schütten sich eh alle mit .. was weiß ich... zu.

Aber man kann ja mal gesittet starten. Zumindest das.

aths
2017-01-22, 00:07:19
Hrr hrr. Zuschütten kann ich mich nicht, habe keine Lust auf Kopfschmerzen.

Heute tu ich so, als würde ich Whisky verkosten. Dabei handelt es sich um Chantré. Ein Weinbrand aus Deutschland, soll besonders weich sein. Findet sich an der Supermarktkasse.

In der Nase mild-fruchtig, fast Jogurt. Ziemlich süß, möglicherweise Trauben – was zum Herstellungsprozess passen würde. Im Mund wieder sehr süß, dann würziger, Tannine kommen kurz. Einigen Whisky-Sorten gar nicht mal so unähnlich. Im zweiten Schluck mehr Holz, Vanille, Süße. Auf der Zunge bleibt nicht viel zurück.

Ich verdünne auf Weinstärke. Jetzt ist das Zeug leider klebrig-mehlig im Mund, geschmacklich schwach. Jetzt schmeckt mir der letzte Schluck auch unverdünnt nicht mehr. Dann im Nachgang doch etwas Geschmack, allerdings assoziiere ich keinen Wein.

Deshalb jetzt noch ein Jim Beam. Immerhin Whiskey, leider nur ein Straight Bourbon aus Kentucky. In der Nase eine leichte Frische. Getreide- ode Maisnoten. Im Mund seifig, alkoholisch, wie Reinigungsmittel. Wer trinkt das? Der zweite Schluck schon milder, jetzt kommt Vanille, Eiche und – Überraschung! – Bourbonfass.

Leider ist noch ein Schluck im Glas. Würde ich gerne in den Ausguss kippen. Lasse aber den Drink über die Zunge rollen. Mehr Vanille, aber auch chemisches Brennen. Wieder Seifigkeit.

Eigentlich wollte ich damit Schluss machen, doch der Geschmack muss raus aus dem Mund. Ich beschließe, meine Flasche Glenfiddich 12Y zu leeren. Da war noch genau eine schöne Verkoster-Portion drin.

In der Nase Birne. Birnenschale. Allgemein in Alkohol eingelegte Früchte. Im Mund neben der Frucht eine noch wahrnehmbare metallische Schärfe, die ich bei einem 12 Jahre alten Whisky eigentlich nicht erwarte. Etwas Fasswand.

Deutlich besser als der Kentucky Straight und der Chantré. Werde ich trotzdem ebenfalls nicht mehr kaufen. Ich suche was besseres. Sehe den Lagavulin 16Y. Es ist Wochenende, da kann ich mir auch einen vierten Schnaps eingießen. Das sind ja nur Probierportionen, das sollte ich vertragen.

Ich Gierschlund gieße mir natürlich "aus Versehen" beim Lagavulin direkt einen Doppelten ein. Ich ungeschicktes Dummerchen! In der Nase schwerer Rauch und Würzigkeit. Komplexität und Süße. Gewürze. Dann kommt der Torf durch. Einfach nur dunkelbrauner Torf. Im Mund Pfefferkörner, der Torf, Holz, Rauch, Kruste und das alles gleichzeitig. Süße kommt nach.

Ich mag den Lagavulin. Der Malz lässt es krachen. Rauchschlieren wabern durch den Rachen. Ein Teufelszeug. Noch mal die Nase reingehängt. Das riecht alt und ehrwürdig, dabei kraftvoll und dicht.

Lyka
2017-01-22, 00:12:15
an den JB komm ich gar nicht ran. bwah. Da trink ich sogar lieber den Billigstburbon (Penny Ranchwood) oder den Fastbilligstbourbon (Pennypackers) oder Johnny Walker

Korfox
2017-01-23, 06:56:49
Der Vorteil von JB. man wird definitv nicht dabei überfordert, die einzelnen Geschmacksnoten zu erkennen...

aths
2017-01-25, 01:11:22
Auf Eis ist der Jim Beam okay, habe ich vorhin gemerkt. Eine helle und etwas süße Geschmacksnote. Für meine Zunge allerdings noch kein Genuss.

Der Cragganmore 12 zeigt sich im Vergleich richtiggehend würzig. So hatte ich den gar nicht in Erinnerung, da sieht man mal, wie relativ eine Verkostung ist. Den kleinen habe ich mir ohne Eis eingegossen. In der Nase vielleicht sogar ein ganz klein wenig Rauch. Sonst eine angenehme Note mit ein wenig Fruchtigkeit. Im Mund neben der Frucht (könnte Zitrone sein) sogar Holznoten. Der Alkohol brennt prickelnd, aber nicht lange. Im Abgang nett.

Kein Whisky der mich umhaut, mir fehlt ein Erlebnis wie "Aha, das-und-das ist drin". Dafür sticht auch nichts unangenehm hervor.

Ich überlege mir noch, ob ich mir zum Geburtstag in einem Monat einen Laphroaig 18Y kaufe.

aths
2017-01-26, 00:44:33
Mir ist nicht klar, ob vergleichende Verkostungen sinnvoll sind. Ich schmecke jeden Scotch jedes mal etwas anders und ein guter Whisky kann für sich stehen, ohne verglichen zu werden. Doch heute mache ich es einfach. Glenfiddich 15Y Solera Reserve versus Glenlivet 15Y French Oak.

Beide Whiskys hinterlassen Schlieren beim Schwenken. Der Glenlivet ist in der Nase süß und dicht. Der Glenlivet wirkt deutlich dünner, ist jedoch angenehm. Leichte Fruchtigkeit. Vielleicht Vanille, auf jeden Fall ein wenig Holz. Im Vergleich ist der Glenlivet intensiver, voller. Ich suche nach einer Beschreibung für das Aroma. Exotische Frucht? Das trifft es nicht ganz. Da ist etwas in der Nase, das ich kenne, mir jetzt aber nicht einfällt. Durch die Nase ziehe ich die Süße bis zum Gaumen.

Ich probiere zuerst den Glenfiddich. Im Antritt schon nach kurzer Zeit recht kräftig, jedoch komplett ohne Torf, dann zeigt sich Schärfe, die aber wieder schnell verklingt. Ziemlich süffig. Nachdem sich die Zunge erholt hat, der Glenlivet. Etwas würziger. Geschmacklich ist der Unterschied nicht so groß wie ich mit der Nase vermutet hätte. Der Glenlivet zeigt sich dann aber doch kratziger und vor allem bitterer.

Die Bitterkeit beim 15 Jahre alten Glenlivet ist so deutlich, dass sich der Glenfiddich als angenehmer erweist. Die 0,2-Liter-Flasche ist nun auch leer. Insgesamt wirkt er mir schon fast eine Idee zu wässrig.

Der Glenlivet hat durch seine Bitterkeit ein besonderes Merkmal. Keiner meiner Lieblingsscotches, aber wenigstens eine interessante Seite. Doch, ganz ehrlich? Diese 0,7-Liter-Flasche wird noch lange im Schrank stehen. Wenn ich Bock auf einen Scotch habe, dürfte ich mir eher was anderes eingießen.

Lyka
2017-01-26, 05:12:30
den Glenlivet habe ich mir als "Eichenhasser" geholt, um mal was anderes zu haben als das übliche Eichenbrett, das mir in Blends ins Gesicht gehauen wird, sprich: Eiche-mit-Absicht.

Bin ein Fan geworden. Ich gestehe aber, dass ich seit nem Jahr noch immer eine halbe Flasche im Schrank stehen habe ^^

Everdying
2017-01-26, 16:21:31
Hatte vorgestern mal wieder einen Highland Park 12y. Bin echt immer wieder begeistert wie gut und ausgewogen der für ~30 Euro ist. Bin kein Fan von Rauch, aber das bisschen Rauch vom HP find ich echt sehr gut eingebunden und ergänzt die süße Malznote und das Heidekraut sehr gut.

aths
2017-01-28, 00:40:04
Jetzt der zweite Teil der Verkostung. Glenfiddich 18Y gegen Glenlivet 18Y. Der Glenfiddich ist in der Nase für sein Alter fast schon frisch. Dann aber kommen milde Kräuter, Gewürze (weihnachtlich?) und man hat auch etwas Sherry. Hingegen der Glenlivet weniger stark in der Nase. Eine Blumigkeit.

Wieder kurz am Glenfiddich gerochen, dann einen Schluck genommen. Ein fast schon milder Whisky, dann aber doch eine alkoholische Schärfe auf der Zunge. Fasswand Richtung Bourbon. Der Bourbon wird deutlicher. Dann im Abgang entsprechend Vanille und Tannine, sowie noch ein wenig Kraut.

Der Mund darf sich erholen, dann kommt der Glenlivet ran. Für einen kurzen Moment finde ich den Geschmack eher unschön, dann aber biegt er sich von selbst wieder gerade. Etwas Vanille, dunkles Holz. Beim zweiten Schluck eine merkwürdige Bitterkeit, zum Glück nimmt sie nicht überhand. Der Abgang ist eher lang.

Alles in allem bevorzuge ich in dieser Altersklasse den Glenlivet. Aber ich will es wissen und hänge einfach noch ein Bonus-Tasting ran. Talisker 18Y. Der war früher in der gleichen Preisklasse wie die 18-Jährigen der beiden vorherigen, kostet im Moment aber deutlich mehr.

In der Nase Würzigkeit und Süße. Rauch. Im Mund kommt nach kurzer Zeit eine pfeffrige Schärfe, die aber nicht übertrieben scharf ist. Rauch und Holz ist ebenfalls zu schmecken. Und eine leichte Idee Salzigkeit. Sherry finde ich erst nicht. Aber dann, im Hintergrund, das könnte er sein. Der zweite Schluck bringt noch etwas mehr geschrotete Gewürze. Der Abgang ist wiederum lang.

Okay es ist Wochenende, da ist es Wurscht. Der Glenfiddich hatte 40%, der Glenlivet 43%, der Talisker 46%. Aber hier steht noch ein Talisker North mit 57%. Preislich nicht in der Liga vom 18-jährigen Talisker, aber ungefähr beim 18-jährigen Glenfiddich oder Glenlivet. Der North hat leider keine Altersangabe. In der Nase am Anfang wie Wodka mit einer Alkoholsüße, dann kommen aber mehr Aromen. Rauch, weitere Süße. Darüber liegt alkoholische Schärfe, auch eine Fasswand ist im Bouquet zu erfassen. Feine Tannine. Es ist mir bewusst, dass 57% der Flüssigkeit im Glas ein gefährliches Nervengift ist. Alkohol schädigt meine Körperzellen und das Molekül kann sich nicht nur ungehindert im Körper verbreiten, es überwindet auch die Blut-Hirn-Schranke.

Noch ein mal schaue ich aufs Glas. Mehr als die Hälfte ist Gift. Ich trinke.

Krass. KRASS. Tannine, Brennen, Holz, Pfeffer beißt. Der Alkohol dringt in die Zunge ein. Dann ins Hirn. Noch ein Schluck. Oh ja.

Nach dem Abklingen noch ein Schluck. Holzkohle, Pfeffer und dann endlich der Chilli von dem Horst Lüning immer redet. Aber auch alkoholische Wirkung.

Plutos
2017-01-29, 16:09:26
Der Oban 14Y ist wirklich lecker. :biggrin: "Leicht rauchig" kann ich zustimmen, die restlichen Geschmacksnuancen bleiben mir weiterhin verborgen bzw. gehen im Brennen unter, obwohl ich vorsichtshalber gleich einen Doppelten verkostet habe. Es schmeckt zwar schon nach "mehr" oder "was anderem" als nur Rauch, aber ich käme jetzt nicht auf die Idee, das als "Seearomen und eine leichte Salzigkeit" [whisky.de] zu identifizieren. :freak:

Mosher
2017-01-29, 16:25:04
Ich habe immer Probleme damit, die Vanille, die der Horst quasi überall zu erkennen scheint, herauszuschmecken.

Gut, bei einem Vollblutbourbon schaff' ich das auch, nicht aber bei einem Highland-Malt oder sowas :/

aths
2017-01-29, 17:21:12
Der Oban 14Y ist wirklich lecker. :biggrin: "Leicht rauchig" kann ich zustimmen, die restlichen Geschmacksnuancen bleiben mir weiterhin verborgen bzw. gehen im Brennen unter, obwohl ich vorsichtshalber gleich einen Doppelten verkostet habe. Es schmeckt zwar schon nach "mehr" oder "was anderem" als nur Rauch, aber ich käme jetzt nicht auf die Idee, das als "Seearomen und eine leichte Salzigkeit" [whisky.de] zu identifizieren. :freak:
Ich finde den Oban recht würzig, ob nun Richtung See kann ich schwer beurteilen. Gerade in minimaler Verdünnung schmecke ich eine Art Orangenschalten-Note, oder auch Aprikosenschale.

aths
2017-01-30, 01:17:16
Ich hab das jetzt mal ausgemessen, ein Portion die ich mir üblicherweise eingieße, sind 0,02 Liter.

So viel ist auch jetzt im Glas. Den Chivas Regal 12Y kenne ich seit 2014. In der Nase zeigt er sich eher dünn. Dann kommen leichte Aromen und eine Cremigkeit. Im Mund alkoholisches Brennen und etwas Sahne. Geschmacklich vielleicht ein klein wenig Richtung Birne.

Den Chivas hatte ich leckerer in Erinnerung. Der Drink im Glas schmeckt schon, dann beim zweiten Schluck zeigt sich auch der Malt-Anteil. Leider habe ich keinen Strathisla zum Vergleich da. Im Abgang etwas fruchtig oder blumig. Mir fehlt das Aha-Erlebnis.

Bin ich aus dem Genuss der Blends rausgewachsen? Ich teste ihn jetzt – Sakrileg! – mit Eis. So, der Tumbler ist bereit. Das Bouquet ist praktisch weg. Im Mund wirkt der Whisky jetzt durch das geschmolzene Eis wässrig. Der Drink ist als solcher nicht schlecht, nur bietet er natürlich nicht, was ich von einem Scotch erwarte. Dann melden sich auf der Zunge doch noch vereinzelte Geschmacksstoffe.

Eigentlich wollte ich mir noch einen anderen eingießen, aber will mich jetzt nicht natzen. Morgen ist ja wieder Arbeit.

Mosher
2017-01-31, 19:04:22
Wow!
Heute*nochmal den Laphroaig 18yo nach einem*üppigen Mahl verkostet.

Wahnsinn! Die Wucht an Aromen beim Trinken.

Ganz anders als bei der ersten Verkostung auf nüchternen Magen.

JETZT gebe ich meine uneingeschränkte Kaufempfehlung.*

aths
2017-01-31, 23:22:45
Wow!
Heute*nochmal den Laphroaig 18yo nach einem*üppigen Mahl verkostet.

Wahnsinn! Die Wucht an Aromen beim Trinken.

Ganz anders als bei der ersten Verkostung auf nüchternen Magen.

JETZT gebe ich meine uneingeschränkte Kaufempfehlung.*
Werde den wohl in ein paar Wochen auch mal bestellen. 18-jährige Whiskys sind insgesamt gesehen für mich ein guter Schnittpunkt aus Geschmack und Bezahlbarkeit. Und von Laphroaig habe ich bisher noch nichts getrunken was mir nicht geschmeckt hätte.

aths
2017-01-31, 23:46:07
Heutzutage nehme ich sogut wie immer ein Nosingglas und zelebriere den Drink. Viele Blends scheinen eher dafür gemacht, im Tumbler weggesüffelt zu werden. Auch der Gold Label Reserve begeistert nicht mehr richtig. Dabei bietet er in der Nase durchaus Würzigkeit, fast schon phenolische Noten und eine angenehme milde Süße. Auf der Zunge zeigt sich der Malt-Anteil mit weiterer Würzigkeit. Dabei bleibt er abgerundet.

Anders der Clynelish 14Y. In der Nase mehr Kühle, mehr Alkohol, mehr Inhalt. Im Rachen dann vollmundig, irgendwie ölig. Es bleibt auf der Zunge viel Geschmack zurück. Der Abgang ist lang. Er fordert mehr und bietet mehr.

Dabei ist der Gold Label Reserve, für den auch Clynelish ohne Altersangabe genutzt wird, der komplettere Whisky. Der Johnny-Walker-Blend ist auf seine Art ein Stück weit rauchig in der Nase. Allerdings leider auch etwas sprittig. Im Gegensatz dazu bietet der Clynelish Single Malt eine leichte, helle Leder-Note. Da ist noch mehr drin, aber ich komme nicht auf den Namen.

Den Gold Label Reserve habe ich letztes Jahr diversen Kollegen angeboten. Sowohl bei Whisky-Neulingen, als auch bei Scotch-Trinkern kam der recht gut an. Ich weiß nicht ob der Clynelish die gleichen Reaktionen bekommen hätte. Für mich ist der allerdings eine Entdeckung. Nach einem Glas von diesem Scotch trinke ich an dem Abend nichts mehr und genieße den Abgang.

anddill
2017-01-31, 23:49:06
Heute war Talisker-Wetter. Und jetzt brauch ich ne neue Flasche. ;)

Langlay
2017-02-01, 00:16:21
18-jährige Whiskys sind insgesamt gesehen für mich ein guter Schnittpunkt aus Geschmack und Bezahlbarkeit.

Seh ich grundsätzlich auch so, aber manche 18er kosten auch schon richtig Geld. Zum Beispiel Caol Ila 18 & Talisker 18 liegen bei >100€. Da überlegt man sich schon ob man sich ne 0.7er Flasche gönnt oder nicht.

aths
2017-02-01, 20:58:46
Seh ich grundsätzlich auch so, aber manche 18er kosten auch schon richtig Geld. Zum Beispiel Caol Ila 18 & Talisker 18 liegen bei >100€. Da überlegt man sich schon ob man sich ne 0.7er Flasche gönnt oder nicht.
Beim Talisker ist es mir das Geld wert, der Preis geht auch im Moment wieder minimal runter. Den Caol Ila müsste ich auch mal testen mit 18 Jahren. Kenne bisher nur den 12-er.

aths
2017-02-01, 21:10:25
Okay. Heute wieder ein Geschenk, das ich probiere, wiederum nur ein Glas. Leider. Der Laphroaig PX Cask erfüllt schon nach dem Eingießen den Raum. Holz, Rauch, Laphroaig-Geruch. Ich freue mich wie ein Schneekönig.

In der Nase weniger rau als gedacht. Erst kommt der Laphroaig, aber weniger der zehn Jahre alte, eher der Quarter Cask. Nur nicht so hell. Dann kommt der Sherry. Dann der Alkohol. Schon jetzt setzt der Speichelfluss ein. Dabei hae ich noch gar nicht gekostet. Nun aber! In Mund sehr schnell ein scharfer Antritt. OMG.

Dann Fasswand, ausgelaugtes Holz, Rauch. Wie geil ist das denn? Die Schleimhäute ziehen sich zusammen. Zweiter Schluck. Jetzt schon fast seifig durchs Holz, dann wieder krasses alkoholisches Brennen und angenehme Schärfe.

Ein klein wenig ist noch im Glas. Die Nase erschnüffelt etwas Frucht (rote Trauben?) und eine angenehme Speckkruste, beides aber nur sehr leicht. Und schon ist der letzte Schluck im Mund. Holz ohne Ende. Dann Brennen. Oh ja.

Mosher
2017-02-02, 18:54:36
Blanton's Gold, Oban 14, Aberlour A'bunadh heute angekommen.

Den A'bunadh kannte ich schon.

Blanton's Gold: Fuck!! Geiler Bourbom.
Oban 14: Ich schließe mich der allg.*Meinung an: Super Tropfen, ordentlich Zitrus und Birne, aber auch die Wärme reifer dunklen Früchte. Und endlich:Vanille :D

Morgen evtl. etwas ausführlicher, aber am Handy mit Sterntourette habe ich keine Lust :/

Plutos
2017-02-03, 15:36:40
"Vanille" war auch mein erster Eindruck des Glenlivet 12Y "First Fill" (leicht verdünnt), und Kirschen. :biggrin: Ich muss nachher mal vergleichen, was gemäß Profi-Meinung drin sein sollte. Vielleicht liegt es wirklich an den paar Tropfen Wasser, aber ich bilde mir ein, dadurch tatsächlich mehr rauszuschmecken.

Langlay
2017-02-03, 19:27:21
Beim Talisker ist es mir das Geld wert, der Preis geht auch im Moment wieder minimal runter. Den Caol Ila müsste ich auch mal testen mit 18 Jahren. Kenne bisher nur den 12-er.

Den Caol Ila hab ich da, ist allerdings noch zu. Ich warte da noch auf den passenden Anlass die Flasche aufzumachen. Und den Talisker 18 hatte ich schonmal vor Jahren. Werde ich mir auch wiedermal holen. Aber ich muss jetzt erstmal nen paar Flaschen leer machen bevor ich neue kaufe.

aths
2017-02-06, 00:34:01
Dass ich mir gleich einen Doppelten eingieße, ist eher selten. Heute aber ist er dran. Der Talisker 10Y ist mein Lieblingsdrink. In der Nase wie immer etwas Rauch, schöne Würze, ein klar maritimes Flair wie mit salzwassergetränkten Tauen. Anstatt gleich am Glas zu nippen, genieße ich noch das Bouquet.

Etwas Frucht kommt, aber es dominiert die Talisker-Würzigkeit. Ganz minimal verdünne ich. Mehr Rauch in der Nase, warme Kräuterkruste, krosser Speck, See-Tang. Im Mund dann schon nach kurzer Zeit Pfefferschärfe. Holz kommt. Im Hintergrund vanillige Teerigkeit. Zweiter Schluck. Obwohl nur minimal verdünnt, büßt der Talisker etwas Kraft ein. Die Holzbeize ist dafür umso deutlicher. Dann endlich der rauchige Abgang.

Öligkeit! Räucherfisch-Haut, entfernt Salz-Pastete. Grüner Pfeffer, brauner Rauch. Dann wiederum ein Moment Fruchtikgeit, wie eingelegtes Mus.

In der Nase ist der Talisker jetzt cremig. Eine Idee von Bananenlikör kommt kurz, die Banane in der Nase wird reifer, dann wieder Katenschinken. Der verschwindet und macht hellen grünen Fruchtnoten Platz, bis endlich die Rauchschwaden eintreffen.

Im Mund jetzt grob geschrotete Gewürze, Rauch, etwas Säure, aber harmonisch-süß abgerundet. Im Abgang auf den Zungenseiten etwas Honig. Allerdings sind alle Geschmacksbeschreibungen nur als Assoziation zu werten. Was überwiegt, ist ein schwerer Whisky mit Kraft und Öligkeit. Beim nächsten Schluck mehr Teer, mehr Holz, mehr Schärfe.

Im Glas ist noch was drin. In der Nase jetzt der Torf. Die Süße. Die Sonne. Angenehme Schärfe. Im Mund dauert es etwas, bis der Scotch seine Kraft entfaltet. Dann aber! Krasse Schärfe, der Speichelfluss setzt ein. Die Schleimhäute ziehen sich zusammen, ich schaue auf das leere Glas. Im Rachen ein Naturschauspiel. Im Brustkorb die Energie, aus der Speiseröhre steigt die Wärme empor. Noch Minuten später ist das Mungefühl gleichzeitig trocken und ölig. Ein Teufelszeug.

aths
2017-02-08, 00:41:35
Die 0,2-Liter-Flasche vom Cragganmore 12Y ist jetzt leer, ich habe mir den Rest, noch eine schöne Portion, ins Glas gegossen. Überzeugt mich dieser Scotch jetzt?

In der Nase Trockenfrucht oder Aprikose. Vielleicht noch minimal Zitrusfrüchte. Wenn ich mich ganz lange konzentriere, könnte ich einen Hauch Rauch erschnüffeln. Das dürfte aber letztlich Einbildung sein. Der Fruchtkuchen in der Nase ist ebenfalls nur mild.

Im Mund ein langsamer Antritt. Der Scotch entwickelt dann doch etwas Kraft und lässt neben einer schönen Rundheit auch etwas Holz erahnen. Im Abgang, der zwar nicht allzu lang aber länger als erwartet ist, kommt Malz.

Der Abgang zeigt sich nach dem nächsten Schluck noch mal interessanter. Der Geschmack wird nicht sofort mit dem Speichelfluss schwächer, sondern wandelt sich.

Was der Whisky hinbekommt, ist dass er keinen verschrecken dürfte, nicht mal einen Einsteiger, aber ein Qualitätsniveau zeigt das für 12 Jahre voll in Ordnung ist. Kein krasses Geschmackserlebnis von dem man anderen noch lange später vorschwärmt, aber ein einfach guter Single-Malt.

Langlay
2017-02-08, 03:20:06
Was der Whisky hinbekommt, ist dass er keinen verschrecken dürfte, nicht mal einen Einsteiger, aber ein Qualitätsniveau zeigt das für 12 Jahre voll in Ordnung ist. Kein krasses Geschmackserlebnis von dem man anderen noch lange später vorschwärmt, aber ein einfach guter Single-Malt.

Bin im Grunde bei dir, aber imo sollte man auch was zum Preis sagen. Die 0.7 Liter Flasche kostet 30€. Preis/Leistung ist bei dem Whisky das Stichwort. Man bekommt für kleines Geld einen soliden Whisky.

aths
2017-02-12, 00:11:11
Oh nein! Da ist ja kaum noch eine Verkostungsportion drin. Der Ballechin 10Y wird daher noch ein wenig verdünnt. Bei 46% Originalalkoholgehalt sollte das auch möglich sein.

In der Nase Torf, schöner brauner Torf. Im Mund süß. Dann kommt milde Rauchigkeit. Etwas Erde, altes Gras. Möglicherweise Kräuter. Keine Rauchbombe, stattdessen eine fast schon mehlige Milde.

edit: Um den Thread nicht zuzuspammen, ein Sonntags-Tasting heute hier reineditiert. Der Port Charlotte ist nun ebenfalls leer, das letzte Verkosten aus der 0,2-Liter-Flasche. In der Nase nicht allzu stark. Vielleicht Leder, etwas kühler Rauch. Im Mund ein recht schneller Antritt, warm-würzig, ölig. Torf, Süße. Etwas Holz, dann ein wenig mehr Holz. Runde Tannine. Im Angang schön warm. Rauch steigt aus der Speiseröhre auf.

Mosher
2017-02-15, 23:53:37
Bin gerade in Edinburgh und habe mir jetzt einfach mal einen famous grouse gekauft, da man hier überall damit in Berührung kommt.

Bin echt sehr positiv überrascht!
Sehr weich, langer Abgang, leichter Torfrauch.

Kann man gut wegzechen :D Aber durch den langen Abgang finde ich, kann man damit auch ein deftiges Abendessen begleiten.

Für den Preis kann man sich schon mal einen in's Regal stellen.

Kurgan
2017-02-17, 16:13:22
alter verwalter .... da muss ich aber ein paar tage drauf sparen ....

https://www.amazon.de/Rarit%C3%A4t-Macallan-Anniversary-Holzkiste-Lederriemen/dp/B00DQDJBGM/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1487344089&sr=8-3&keywords=lagavulin

Mosher
2017-02-17, 16:14:39
7.90€ Versand? Die spinnen doch!

Michalito
2017-02-17, 16:35:47
Die Rezensionen.. :-)

Kurz vor der Scheidung gekauft..

aths
2017-02-18, 21:39:29
Natürlich gebe ich für Whisky keine grotesken Summen aus wie für superalte Einzelflaschen. Ich bin eher so im noch bezahlbaren Bereich von 15-18 Jahre alten Lagerungen unterwegs. Trotzdem dürften viele Nichtkenner sich fragen, warum ich gerne 40 oder 60 Euro für eine gute Flasche Schnaps ausgebe.

Ein Grund ist sicherlich der Linkwood 15Y in einer Abfüllung von Gordon & MacPhail. Schon in der Nase diese Würzigkeit, fast Lakritze. Alkohol, gelbe Früchte, Sahneschaum und Gewürze. Liebstöckel, Schachtelhalm, dann wieder Lakritz.

In Mund ist der Scotch erst mal mild, wird dann aber prickelnd-scharf. Lecker. In der Nase nun komplexe Noten, Sherry, Süße, leicht angebrannt aber angenehm. Assoziationen einer Bronzeschale mit halb verwelkten Blättern und Nelken. Ganz entfernt Sojasauce. Im Mund wiederum cremig, angenehm. Auf der Zunge kurz Gummi, länger dann Würzigkeit und etwas Holz.

Etwas Teer, etwas Vanille, aber man kann die Komplexität nicht einfach in ein paar Worten beschreiben. Für eine Portion Scotch Whisky nehme ich mir viel Zeit. Und es lohnt sich.

Kurgan
2017-02-18, 23:38:48
Natürlich gebe ich für Whisky keine grotesken Summen aus wie für superalte Einzelflaschen. Ich bin eher so im noch bezahlbaren Bereich von 15-18 Jahre alten Lagerungen unterwegs. Trotzdem dürften viele Nichtkenner sich fragen, warum ich gerne 40 oder 60 Euro für eine gute Flasche Schnaps ausgebe.

so ab 40 aufwärts ist auch mein preisbereich .. also 40 euro, nicht 40k euro :biggrin:

hab mir heute den ardbeg ten bestellt, den kenn ich noch nicht und den finden einige ja hier recht nett.

Langlay
2017-02-19, 04:26:28
Natürlich gebe ich für Whisky keine grotesken Summen aus wie für superalte Einzelflaschen. Ich bin eher so im noch bezahlbaren Bereich von 15-18 Jahre alten Lagerungen unterwegs. Trotzdem dürften viele Nichtkenner sich fragen, warum ich gerne 40 oder 60 Euro für eine gute Flasche Schnaps ausgebe.

Naja viele meiner Lieblinge liegen auch in der Range 15-18 Jahre. Allerdings sind die meisten davon schon ewig nimmer für 60€ zu bekommen. Der Highland Park 18, Talisker 18 und der Dalmore 18 bewegen sich schon hart auf die 100€ zu.

Raspo
2017-02-19, 08:35:34
Glenfarclas 18 Jahre. Gut und noch günstig.

Man muss aber die Sherryrichtung lieben.

Schiller
2017-02-19, 13:15:58
Ich habe erst vor Kurzem Whiskey für mich entdeckt, daher kann ich noch nicht so viel Erfahrung aufweisen und auch die Begrifflichkeiten der Szene sind für mich noch wirr. :biggrin: Auch die Auswahl ist für richtige Kenner eher langweilig, aber ich fang klein an. :D

Angefangen mit Tomatin 12 (nicht so meins. Recht scharf, dünn und gewöhnlich.)
http://scotchnoob.com/images/scotches/tomatin_12.jpg

Weiter zu Cu Bocan (Sonderedition von Tomatin)
http://whic.de/media/catalog/product/cache/1/thumbnail/265x/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/t/o/tomatin-cu-bocan_1.jpg
Gefällt mir deutlich besser. Viel ausgewogener und aromatischer.

Dewars 12 (wie der Tomatin 12 auch ein relativ durchschnittlicher Whisky ohne besondere Noten, aber ein Blend und kein Single Malt)
http://www.spirituosenworld.de/out/pictures/master/product/1/dewars-12-jahre-blended-whisky-2016.jpg

Aus dem gleichen Hause: Aberfeldy 12. Schon deutlich runder. Die Verpackung und das Flaschendesign gefallen mir auch sehr gut!
https://cdn3.masterofmalt.com/whiskies/p-2813/aberfeldy-12-year-old-whisky.jpg?ss=2.0

Glenmorangie Original. Hier weiß ehrlich gesagt nicht, warum diese Whiskey so verbreitet und beliebt ist. Für mich ist das der schlechteste Whiskey, den ich bislang getrunken habe. Schmeckt sehr alkoholisch und einfach nur scharf, trotz "nur" 40%. Jeder billigere Single Malt aus dem Discounter schmeckt besser. Aber das ist natürlich Geschmackssache.
https://www.glenmorangie.com/de/image/2/275/334/5/uploads/images/sidebar/product-promo-the-original-2x.jpg

Mein Liebling bis jetzt, den ich absolut zufällig entdeckt habe:

Laphroaig Quarter Cask
http://www.mannheimer-fass.de/images/product_images/popup_images/143_0.jpg

Wow! Was für ein Aroma und welch weicher Abgang! Man schmeckt den Rauch so, als ob man am Lagerfeuer inhaliert. :freak: Trotz 48% schmeckt man den Alkohol kaum. Durch die sehr torfige Note nicht jedermanns Ding, aber für mich genau richtig. Ein Feuerwerk an Eindrücken!

Welche weiteren torfigen Whiskey könnt ihr empfehlen?

Rooter
2017-02-19, 13:25:17
- Lagavulin :up:
- Talisker

MfG
Rooter

Mosher
2017-02-19, 13:28:22
Ich habe erst vor Kurzem Whiskey für mich entdeckt, daher kann ich noch nicht so viel Erfahrung aufweisen und auch die Begrifflichkeiten der Szene sind für mich noch wirr. :biggrin: Auch die Auswahl ist für richtige Kenner eher langweilig, aber ich fang klein an. :D

Angefangen mit Tomatin 12 (nicht so meins. Recht scharf, dünn und gewöhnlich.)
http://scotchnoob.com/images/scotches/tomatin_12.jpg

Weiter zu Cu Bocan (Sonderedition von Tomatin)
http://whic.de/media/catalog/product/cache/1/thumbnail/265x/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/t/o/tomatin-cu-bocan_1.jpg
Gefällt mir deutlich besser. Viel ausgewogener und aromatischer.

Dewars 12 (wie der Tomatin 12 auch ein relativ durchschnittlicher Whisky ohne besondere Noten, aber ein Blend und kein Single Malt)
http://www.spirituosenworld.de/out/pictures/master/product/1/dewars-12-jahre-blended-whisky-2016.jpg

Aus dem gleichen Hause: Aberfeldy 12. Schon deutlich runder. Die Verpackung und das Flaschendesign gefallen mir auch sehr gut!
https://cdn3.masterofmalt.com/whiskies/p-2813/aberfeldy-12-year-old-whisky.jpg?ss=2.0

Glenmorangie Original. Hier weiß ehrlich gesagt nicht, warum diese Whiskey so verbreitet und beliebt ist. Für mich ist das der schlechteste Whiskey, den ich bislang getrunken habe. Schmeckt sehr alkoholisch und einfach nur scharf, trotz "nur" 40%. Jeder billigere Single Malt aus dem Discounter schmeckt besser. Aber das ist natürlich Geschmackssache.
https://www.glenmorangie.com/de/image/2/275/334/5/uploads/images/sidebar/product-promo-the-original-2x.jpg

Mein Liebling bis jetzt, den ich absolut zufällig entdeckt habe:

Laphroaig Quarter Cask
http://www.mannheimer-fass.de/images/product_images/popup_images/143_0.jpg

Wow! Was für ein Aroma und welch weicher Abgang! Man schmeckt den Rauch so, als ob man am Lagerfeuer inhaliert. :freak: Trotz 48% schmeckt man den Alkohol kaum. Durch die sehr torfige Note nicht jedermanns Ding, aber für mich genau richtig. Ein Feuerwerk an Eindrücken!

Welche weiteren torfigen Whiskey könnt ihr empfehlen?

Gute Mischung für den Einstieg.

Der Aberfeldy ist imho die Referenz der Weichheit, während der Laphroaig Islay eben recht gut repräsentiert. Allerdings würde ich zu diesem Zwecke eher den normalen 10yo empfehlen, aber mit dem CK hast du keinen schlechten erwischt :)

Schiller
2017-02-19, 13:30:56
- Lagavulin :up:
- Talisker

MfG
Rooter
Danke! Der Talisker stand ohnehin auf meiner Probierliste. Muss nur noch entscheiden, welchen.

aths
2017-02-20, 00:01:58
Danke! Der Talisker stand ohnehin auf meiner Probierliste. Muss nur noch entscheiden, welchen.
10 Years.

Langlay
2017-02-20, 00:24:51
10 Years.

Oder wenns etwas teurer sein darf die Talisker Distillers Edition ist auch kein Fehlkauf.

Commander Keen
2017-02-21, 21:11:11
Welche weiteren torfigen Whiskey könnt ihr empfehlen?

- Bunnahabain 12y: Nicht arg torfig, aber sehr facettenreich und sehr lecker

- alternativ der Bunnahabain 8y Heavily Peated von Gordon & McPhail: Fand ich persönlich auch sehr gut, ist aber eintöniger

- Caol Ila 12y: Auch einer der bekannteren Stinker. Lecker

- Lagavulin 16y: Wurde ja schon genannt, ebenfalls sehr empfehlenswert

- Ardbeg 10y: Hab ich noch nicht aufgemacht, soll aber auch sehr gut sein

Wenn es etwas exklusiver werden darf:

Hab ihr hier noch einen Laphroaig 18y von Signatory Vintage. Extrem geil, durch das Alter zwar nicht mehr penetrant rauchig, aber dafür sehr vielfältig und lecker. Leider mittlerweile nicht mehr bezahlbar, hab den noch für deutlich unter 100 € gekauft.

Also Oberhammer für absolute Peatheads wäre natürlich noch der Octomore zu nennen, den hab ich in der Version 7.2 hier stehen - allerdings hab ich mich noch nicht getraut den aufzumachen. Das Tastingvideo von Lüning dazu ist jedenfalls witzig (*BÄÄH!*). Hätte ich mir wohl nicht gekauft, wenn es den vor Weihnachten nicht im Angebot + Gutscheinaktion bei Amazon zum "Schnäppchenpreis" gegeben hätte. Bin jedenfalls gespannt, ob ich den auch nur *BÄÄH!* finden werde, oder doch eher *OUJAAH, man gewöhnt sich dran* ;D

Lyka
2017-02-21, 21:17:59
kann man den Smokehead trinken?

http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Smokehead--.html?force_sid=33cc017984e502c933a6a548411be979&listtype=search&searchparam=Smokehead%20&searchorigin=1&searchparam=Smokehead%20

Ich mag den L10Y sehr sehr gerne, daher frage ich.

Es gab doch vor einiger Zeit nen tschechischen Whisky (Hammerhead?), der ist aber nicht mehr bei Whisky.de sichtbar

IVI
2017-02-21, 21:35:23
kann man den Smokehead trinken?

http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Islay/Smokehead--.html?force_sid=33cc017984e502c933a6a548411be979&listtype=search&searchparam=Smokehead%20&searchorigin=1&searchparam=Smokehead%20

Ich mag den L10Y sehr sehr gerne, daher frage ich.


Wenn Dir der Laph zusagt, wirste den Smokehead ebenfalls sehr mögen. Sehr rauchig, weicher Charackter, minimaler Fasseinfluss, nicht säuerlich, nicht trocken werdend, natürlich auch nicht komplex.


Es gab doch vor einiger Zeit nen tschechischen Whisky (Hammerhead?), der ist aber nicht mehr bei Whisky.de sichtbarHorst hat seinen Bestand verkauft und ist sicherlich happy drüber. Die Fässer waren ausgelutscht, der Brennereicharakter bringt nicht die exotischen Früchte wie bei den alten Schotten, sondern eher eine Schärfe und Sprittigkeit.


@ Schiller: Bitte nicht von "torfig" reden, Torf riecht nach nix und ist allenfalls 'n bisschen sauer (niedriger pH-Wert), das war es dann aber schon. Besser ist die Differenzierung von "Lagerfeuer" (z.B. Ardbeg) und "Krankenhaus" (Laph und Laga).
Wenn Du eine süße Rauchbombe im besten BBQ-Stil suchst, gönn Dir unbedingt Ileach in der Fasstärke: Da steht der Rauch in der Luft wie bei Laphroiag, ist aber deutlich weniger medizinisch (auf Coal Ila-Niveau), der Alk ist weich, das Volumen extream (Ardbeg ist ein laues Lüftchen dagegen), einfach ein Supertropfen für einen sehr ansprechenden Preis.

Commander Keen
2017-02-21, 21:40:56
kann man den Smokehead trinken?

Den hab ich mir zu Beginn meiner "Karriere" als einen der ersten Stinker nach dem Klassiker Laphroaig 10y geholt (wenn man damit anfängt, gibt es eh nicht mehr viel, das einen schocken kann). Einen bleibenden Eindruck hat er bei mir nicht hinterlassen, nochmal würde ich ihn daher nicht kaufen. Das klingt jetzt negativer als es ist, aber es gibt einfach bessere. Die lackierte Blechdose mit dem Totenkopf ist aber sehr geil und macht sich gut im Regal ;D

Fragman
2017-02-21, 22:24:23
Auchentoshan 21 Jahre

geruch: viel frucht (sehr intensiv in richtung kirsche wuerd ich sagen), etwas fass, aber sehr wenig
geschmack: fruchtig, nach beeren und auch honig, leichter rauch und auch das fass, aber beides eher im hintergrund. beim runterschlucken tritt er nochmal kraeftig an mit viel frucht
abgang: nach kurzer pause baut er sich langsam auf, sehr weich, jetzt kommt auch langsam etwas rauch staerker raus, aber immernoch eher angenehm als aufdringlich.
geruch im glas nach einigen stunden: hier kommt der leichte rauch jetzt staerker durch, aber immernoch vieeeel frucht

insgesamt ist der sehr gut ausbalanciert, die fruecht/suesse ueberwiegt und nach einigen minuten hat man immernoch einen leichten suesslichen geschmack im mund. er ist sehr intensiv, aber auch weich.

hab ihn jetzt 3 mal an 3 tagen probiert, das naechste mal werd ich etwas wasser dazugeben, mal schauen was bei raus kommt.

fuer smokeheads ist der nichts, aber fans von oban (1 mal verkostet bisher) oder dalwhinnie (ganze flasche gelehrt bisher) sollte er ansprechen, da legt er noch ne schippe drauf beim geschmack.

Commander Keen
2017-02-21, 22:41:17
Auchentoshan 21 Jahre

etwas fass, aber sehr wenig

Ich kenn nur den Auchentoshan American Oak, der war imho sehr fassig :freak:
Aber OK, das ist das "Feature" dieser Abfüllung und vmtl. nicht mit diesem edlen Tröpfchen vergleichbar.

Wo wir gerade beim Thema ausbalanciert sind: Ich bin ein großer Fan des Cragganmore 12y. Das ist quasi mein Standardwhisky für jede Gelegenheit, den ich immer da habe nicht nur aber auch um "Nicht-Whisky" Trinker auf den Geschmack zu bringen ;) Ein echter P/L-Hammer imho.

Fragman
2017-02-21, 23:06:11
Ich kenn nur den Auchentoshan American Oak, der war imho sehr fassig :freak:


ist bei dem nicht so. eher das man das fass noch schmeckt, aber keine bitterkeit oder so. man merkt das er in einem drin gesteckt hat, das wars aber auch. so eine fassgrundnote gefaellt mir, macht es komplexer am ende.

aths
2017-02-22, 23:41:49
Eine Sache habe ich mich schon lange gefragt. Es gibt ja diese Billo-Whiskys mit hohem Grain-Anteil. Könnte man nicht auch einen preiswerten Blended rein aus Malt-Whiskys mischen?

Der Glengannon 5Y bietet genau das, und hat sogar noch eine Altersangabe. 12 Euro. In der Nase leicht sprittig, auch etwas würzig. Ob das schon Rauch ist? Schwer zu sagen. Im Mund metallisch, süß, Würzigkeit kommt, aber nicht viel Kraft. Im Abgang mehr Süße, ein paar Tannine, minimal Vanille, Eiche und sogar etwas Malz. Der Abgang ist länger als erwartet. Natürlich hält er nicht mit einem guten 30-Euro-Malt mit, aber das erwartet man ja auch nicht.

So richtig wirklich schlecht ist der Drink nicht, vor allem für den Preis. Ich versuche es trotzdem noch mal mit einem Eiswürfel. In der Nase kommt jetzt mehr Frucht, irgendwas in Zitrusrichtung, möglicherweise Mandarine oder Orange. Gekühlt und verdünnt erinnert der Scotch an Likör. Am Ende dann eine überwiegend alkoholische Note im Mund.

Das bringt mich auf eine Idee. Der Glengannon wird nachgefüllt, jetzt ohne Eis, dafür mit Cola. Das harmoniert erstaunlich gut, die Cola bleibt süß, gewinnt leider aber kaum Würzigkeit.

Der Name "Glengannon" dürfte ein PR-Stunt sein, man findet fast nichts darüber. Zu dem Preis habe ich aber schon schlechtere Whiskys probiert.

aths
2017-02-23, 01:06:55
Der Tag ist schon wieder viel zu lang geworden und ich brauche noch einen guten Scotch. Also mache ich die Flasche auf. Clynelish 14Y. Die Umverpackung erinnert an den Oban 14Y.

Ich gieße ein, voller Vorfreude. Die 0,2-Liter-Flasche Clynelish ist leer, doch nun habe ich die richtige Flasche, 0,7 Liter. Im Glas ist nun ein Doppelter. Bei den 46% Alkohol verdünne ich leicht. Einige Tropfen Wasser rein. So.

In der Nase Würze. Alter. Etwas Rauch, aber nicht viel. Laut Verpackung riecht der Stoff nach Kerzenwachs und das war genau das Wort, das ich schon vorher immer suchte. Weißer Wachs. Mehr Würze, wie alte Zweige, Wald im Herbst, aber auch Seetang (?) und Salzwasser. Dann wieder der Wachs. Herrlich. Längst lechze ich nach einem Schluck, aber ich drehe das Glas und schnüffle weiter.

Dann ein Schluck. OHA. Kraft, Würze, Schärfe. Auf der Zunge bleibt geschrotetes Gewürz zurück.

Es gelingt mir, für eine Zeit die Welt mit der EU-Sparpolitik und dem US-Präsidenten zu vergessen. Die Nase erschnüffelt nun doch zarten Rauch, erst weiß, dann würzig. Dann wirkt der Scotch wiederum mild. Dann kommen Kräuter durch. Ich nehme wieder einen Schluck und erfahre eine Süße. Dann Säure. Noch mehr Säure, Schärfe. Runterschlucken. Vanille, Tannine, Eiche, Trockenheit.

Wiederum vergehen mehrere Minuten in denen ich den Scotch wirken lasse. Der Clynelish ist kein Whisky für Anfänger. Der Alkohol wirkt bereits. Der Clynelish gefällt mir, aber er wird nicht jedem gefallen. Etwas Süße, etwas Säure. Die Wachsigkeit oder Öligkeit ist präsent, aber überdeckt nicht die Nuancen.

Lyka
2017-02-23, 05:20:50
Woher hast du den Glengannon 5Y? Ich bin zwar öfter in Getränkemärkten unterwegs, aber diese Sorte ist mir noch nicht unter die Augen getreten, sondern eher die üblichen Glen Grant etc.

aths
2017-02-23, 11:06:31
Aus dem Real. Ist wahrscheinlich eine Neuheit, finde auch im Internet so gut wie nichts über den.

Triniter
2017-02-24, 07:48:41
Gestern hab ich mir auch mal wieder ein wenig was im Glas gegönnt:
Angefangen hab ich mit dem Glenfarclas Sherry Cask von 1996. Die Mischung aus Sherry und Süße und dann wieder Gewürze. Klasse. Ganz hab ich ihn noch nicht verstanden, dazu ist er einfach zu komplex aber sehr toll zu trinken.
Dann musste ich nen Kontrast schaffen und hab mir einen Laphroig Quarter Cask eingeschenkt. Die Flasche ist schon lange offen und ich hatte schon befürchtet das er an Qualität verloren hat aber da ist noch alles da was man erwartet. Starker Antritt mit Rauch und dann geht das Aromaspiel los. Klasse, mehr davon.
Naja unvernünftig wie man ist hab ich mir dann noch nen Säntis Malt eingeschenkt. Bisher kam ich mit der Bierfassgeschichte nicht so richtig zurecht. Ob es gestern an den beiden oben genannten lag oder weil er doch mehr zu bieten hat weiß ich nicht aber ja, auch der hat mir gestern geschmeckt. Werd ich die Tage sicher mal noch für sich alleine in Ruhe testen.

Lyka
2017-02-24, 10:15:37
ich bin gestern wiedermal auf Low Level gegangen, sprich: nach langen Jahren mal wieder eine billige Flasche Johnny Walker gekauft ^^ Ich muss sagen: Schmeckt noch immer. Hat keinerlei spezifische Geschmacksrichtungen, sondern ich sage einfach: Schmeckt nach "Whisky" (tm). Kann man ohne Kopfschmerzen trinken, auch pur keinerlei Auffälligkeiten, die nach Mischen-mit-Cola rufen. Reines Wegtrink-Zeug. :uponder:

Metalmaniac
2017-02-24, 14:59:55
Wenn Du eine süße Rauchbombe im besten BBQ-Stil suchst, gönn Dir unbedingt Ileach in der Fasstärke: Da steht der Rauch in der Luft wie bei Laphroiag, ist aber deutlich weniger medizinisch (auf Coal Ila-Niveau), der Alk ist weich, das Volumen extream (Ardbeg ist ein laues Lüftchen dagegen), einfach ein Supertropfen für einen sehr ansprechenden Preis.

Genau. Den hatte ich auch für mich schon entdeckt. Geiles Gesöff für Rauch-Liebhaber. Und das Gute ist zudem, die 58% merkt man kaum (geschmacklich :wink:, bei zuviel Genuß am Ende dann doch ;D ). Trinke ich immer wieder gerne und ist deshalb einer von meinen, der sich am schnellsten leert.

aths
2017-02-24, 16:30:59
ich bin gestern wiedermal auf Low Level gegangen, sprich: nach langen Jahren mal wieder eine billige Flasche Johnny Walker gekauft ^^ Ich muss sagen: Schmeckt noch immer. Hat keinerlei spezifische Geschmacksrichtungen, sondern ich sage einfach: Schmeckt nach "Whisky" (tm). Kann man ohne Kopfschmerzen trinken, auch pur keinerlei Auffälligkeiten, die nach Mischen-mit-Cola rufen. Reines Wegtrink-Zeug. :uponder:
Red, oder Black Label?

Lyka
2017-02-24, 16:31:28
Red Label, der billige halt. den Black Label hatte ich noch nicht.

aths
2017-02-24, 16:48:51
Probier mal Black Label.

Baalzamon
2017-02-24, 16:58:23
[...] Reines Wegtrink-Zeug. :uponder:
Für sowas kann ich auch Teachers (http://www.whisky.de/shop/Schottland/Blend-Grain/Teachers.html) empfehlen. Liegt in derselben Preiskategorie, hat aber imho ein bisschen mehr Charakter. Mein Standardwhisky zum mixen und wegtrinken.

Tante €dith meint, dass der bei whisky.de ganz schön teuer ist. Im Laden kostet der auch nur 12-13€... :uponder:

Lyka
2017-02-24, 16:58:57
an den hatte ich mich noch nicht getraut :uponder: danke, den teste ich mal :D (y)

Commander Keen
2017-02-24, 21:14:44
Von Bourbon hab ich bislang immer die Finger gelassen, nachdem diverse Jack/Jim-Cola Exzesse aus der Jugend nie so wirklich gut endeten...

Bei meiner letzten Bestellung hab ich mich dann aber doch mal (u.a.) an einen Bourbon getraut, nämlich den Wild Turkey Rare Breed. Und ja, gar nicht übel. Natürlich ganz anders als ein Single Malt, aber nichtsdestotrotz lecker und irgendwie gar nicht so, wie ich den typischen Jack oder Jim in Erinnerung hatte (ich hab den Turkey allerdings auch nicht mit Cola gemischt, sondern nur mit einen Schuss Wasser verpasst :D). Werde definitiv bei der nächsten Bestellung wieder einen (oder zwei :D) Bourbon mitnehmen.

Was ist denn da noch empfehlenswert im einigermaßen günstigen Rahmen (ca. 30-40 €)?

rmdd53
2017-02-24, 21:18:12
sehr lecker, aber kein Rauch - falls gewollt.

http://www.whisky.de/shop/out/pictures/generated/product/1/200_247_75/image_ABERL121L_1.jpg

http://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Highlands/Aberlour-Sherry-Cask-12-Jahre.html?listtype=search&searchmanufacturer=imp_m_1329&searchorigin=3&searchmanufacturer=imp_m_1329

Lyka
2017-02-24, 21:26:46
Von Bourbon hab ich bislang immer die Finger gelassen, nachdem diverse Jack/Jim-Cola Exzesse aus der Jugend nie so wirklich gut endeten...

Bei meiner letzten Bestellung hab ich mich dann aber doch mal (u.a.) an einen Bourbon getraut, nämlich den Wild Turkey Rare Breed. Und ja, gar nicht übel. Natürlich ganz anders als ein Single Malt, aber nichtsdestotrotz lecker und irgendwie gar nicht so, wie ich den typischen Jack oder Jim in Erinnerung hatte (ich hab den Turkey allerdings auch nicht mit Cola gemischt, sondern nur mit einen Schuss Wasser verpasst :D). Werde definitiv bei der nächsten Bestellung wieder einen (oder zwei :D) Bourbon mitnehmen.

Was ist denn da noch empfehlenswert im einigermaßen günstigen Rahmen (ca. 30-40 €)?

30-40 Euro kenn ich nicht wirklich, ich hatte mal den Single Barrel vom Jack Daniels... aber ich LIEBE den Makers Mark =)

ich habe aber auch bemerkt, dass mir Bourbon in den letzten Jahren deutlich mehr ans Herz gewachsen ist als jeder andere Whisky :D

Mosher
2017-02-24, 21:36:23
Von Bourbon hab ich bislang immer die Finger gelassen, nachdem diverse Jack/Jim-Cola Exzesse aus der Jugend nie so wirklich gut endeten...

Bei meiner letzten Bestellung hab ich mich dann aber doch mal (u.a.) an einen Bourbon getraut, nämlich den Wild Turkey Rare Breed. Und ja, gar nicht übel. Natürlich ganz anders als ein Single Malt, aber nichtsdestotrotz lecker und irgendwie gar nicht so, wie ich den typischen Jack oder Jim in Erinnerung hatte (ich hab den Turkey allerdings auch nicht mit Cola gemischt, sondern nur mit einen Schuss Wasser verpasst :D). Werde definitiv bei der nächsten Bestellung wieder einen (oder zwei :D) Bourbon mitnehmen.

Was ist denn da noch empfehlenswert im einigermaßen günstigen Rahmen (ca. 30-40 €)?

Kann den Eagle Rare sehr empfehlen.

Aber auch:

Elijah Craig 12yo
Blanton's
Four Roses Single Barrel

cartman5214
2017-02-24, 22:10:26
Kilchoman MachirBay, Empfehlung gewesen beim letzten Abend im Pub. Getestet und direkt ne Flasche organisiert. Eine junge Islay-Brennerei (2005) die schrittweise die ersten Abfüllungen auf den Markt bringt. Ich werd definitiven ein Auge auf die kommenden älteren Abfüllungen werfen.

Der aktuelle Machir ist ein überwiegend 6 jähriger mit einigen 4ern und 3ern dabei. Rauch und Torf springen direkt in die Nase. Geschmack? Scharf! Heilige 46%, ich hätt noch 10 raufgesetzt wenn ich es blind hätte tippen sollen. Auf der Zunge kommt eine Reminiszenz an meine letzte eigene Habanero-Sauce durch. Aroma mit Zitrone und Vanille, Süße, Rauch und es brennt. Aber auf eine sehr wohlige Art.

Jung. Wild. Potential. Ich bin gespannt auf die nächsten Jahre!

planet1
2017-02-24, 22:21:34
Ich muss dem Schotten Brian Cox (https://www.youtube.com/watch?v=t5YeM55l2_0&list=PL1ABF6820EA98D487) wirklich zustimmen,


https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/236x/3a/e3/84/3ae384a63526412ce826144bbd780b26.jpg (https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/originals/3a/e3/84/3ae384a63526412ce826144bbd780b26.jpg)


LAGAVULIN wirkt wirklich wie eine (Salz-)Wasserbombe (https://www.youtube.com/watch?v=5HgTPs2_ut8)!

aths
2017-02-28, 19:29:54
Zum Geburtstag hatte ich mir einen Laphroaig 18Y gegönnt und in Ruhe genossen. Jetzt, etwas später, mache ich mal eine Verkostung.

In der Nase Rauch, aber milder als von den jüngeren Laphroaigs gewohnt. Dahinter eine mögliche Salzigkeit, oder eher etwas Richtung Talsiker. Noch weiter entfernt vermeine ich Früchte zu erschnüffeln. In Alkohol eingelegte Bananen oder so.

Die Rauch-Richtung zu bestimmen ist nicht so leicht, weder übertriebenes Phenol noch deutlicher Schinken. Im Mund trotz 48% Alkohol kein besonders scharfer Antritt, gut! Holzkohle, dunkler Ruß, Rauch, dann Säure, Tannine, Holz. Auf der Zunge bleibt eine ölige Rußschicht zurück. Zweiter Schluck, jetzt wird die Würzigkeit deutlicher. Nachdem sich der Mund erholen durfte, noch ein paar Tropfen Wasser ins Glas.

In der Nase ist das Aroma insgesamt zwar schwächer, aber wirkt feiner aufgeschlüsselt. Etwas blumig. Vielleicht fester Honig oder Wachs. Im Mund nun vom Mundgefühl her sehr angenehm. Den Laphroaig mit 18 Jahren kann man etwas verdünnen, ohne dass er wässrig wirkt. Der Holzruß ist für ein oder zwei Momente unangenehm, verdünnt sich im Speichel aber, um einer Süße Platz zu machen. Dann endlich kommt der typische Laphroaig-Rauch durch, aber eingebunden in komplexe Aromen.

Das Gesöff ist lecker und ich mag es, auch mal einen Scotch zu haben der im Rachen ordentlich was zurücklässt. Trotzdem finde ich 140 Euro für den Whisky deutlich übertrieben.

24p
2017-02-28, 19:38:51
Ich habe mir vor 1,5 Jahren noch eine Flasche für 67 Euro gesichert. :D
Der ist eben leider eingestellt worden und wird wohl irgendwann nirgendwo mehr wirklich zu bekommen sein.

Mosher
2017-02-28, 19:58:11
Ich finde den 18er einfach unbeschreiblich gut, aber er ist mMn etwas launisch und besonders stark davon abhängig, was man vorher gegessen hat.

Commander Keen
2017-02-28, 20:08:12
Ich hab hier ja nur den "alten" Signatory Vintage Laphroaig 18y (in der silbernen Blechdose) aus Hogsheads, aber das ist einer meiner besten und absoluten Favoriten. Leider wie schon gesagt mittlerweile viel zu teuer, evtl. ist der 16y eine Alternative (70€)?

Diese "Launigkeit" hab ich aber generell bei allen Rauchern, speziell bei den torfigen. Gibt so Tage da erschlägt mich ein und diesselbe Flasche erstmal, an anderen kommt sofort die darunter liegende Frucht durch und der Rauch ist nur eine Nuance.

Triniter
2017-03-01, 14:51:07
Heilige Sch.... 148€
Wann ist der so im Preis gestiegen? Ich bin mir jetzt nicht sicher ob ich ihn letztes oder vorletztes Jahr gekauf hab aber er war deutlich unter 100€ Ich glaub der soll durch den 16er ersetzt werden, der liegt ja bei 70€. Die Preise spielen halt echt alle verrückt...

Mosher
2017-03-01, 15:03:13
Naja, ich hab den 18er für "nur" 128€ neulich bei Whisky.de erworben.

Lyka
2017-03-01, 15:03:25
deshalb kauf ich keine japanischen Whiskeys mehr, das nervt mich SEHR! :/

Grindcore
2017-03-01, 16:13:36
Hahaha, der 18er Laphroaig kostete vor etwas mehr als nem Jahr noch 69,90. Das ist echt ein Witz. Den 12er Suntory Yamazaki (Absolutes Wahnsinnszeug meiner Meinung nach) habe ich das erste Mal für 59,90 gekauft, jetzt ist er beim Händler meines Vertrauens (Getränke-Welt Weiser in Heppenheim, kann ich nur jedem empfehlen für den es erreichbar ist, ein elysischer Tempel für jeden Malt-Freak) wieder zu haben: für 110 Euro. Sick.

Aber andere Destillen haben auch verdammt schicke Flaschen, mein neuester Erwerb ist ein Ardmore 12 Jahre Portwein-Finish. Hier bekommt man für 47,90 ein absolutes Brett, 46%, ungefärbt, ohne Kühlfilterung, leicht rauchig. Wunderbar intensive Nase ohne Fehlnoten, super-kräftiger Antritt auf der Zunge, Kaffee, rote Früchte, Crème brûlée, Würzigkeit, alles dabei. Hinterlässt im Glas eine extrem klare, reine Vanille-Note. Wirklich gut.

24p
2017-03-01, 17:49:40
Heilige Sch.... 148€
Wann ist der so im Preis gestiegen? Ich bin mir jetzt nicht sicher ob ich ihn letztes oder vorletztes Jahr gekauf hab aber er war deutlich unter 100€ Ich glaub der soll durch den 16er ersetzt werden, der liegt ja bei 70€. Die Preise spielen halt echt alle verrückt...

Ja, der 16er kostet 79€. Das ist dann aber eine 0,35L Flasche. :ugly:

Langlay
2017-03-01, 19:41:39
Ich glaub der soll durch den 16er ersetzt werden, der liegt ja bei 70€.

Ich glaub nich das der ersetzt wird und wenn dann wird auf dem neuen kein Alter mehr stehen. Es ist wohl einfach so das die Nachfrage > Angebot ist. Ist doch schon seit längerem so das alte Whiskys immer rarer und damit teurer werden, speziell bei den Islay Whiskies ist das sehr ausgeprägt. Der Caol Ila 18yo z.b. ist auch von 60€ auf 100+ €. Aber auch bei anderen Whiskies ist das zu sehen, Glenlivet hat sehr guten 12yo ja auch vom Markt genommen und dafür gibt die Founders Edition die nicht wirklich toll ist.

Aber sollen sie ruhig weiter NAS Whiskys verkaufen, geb ich mein Geld hat für was anderes aus. Ich habe 25 0.7 l Whiskyflaschen zuhause, da ist genau ein NAS Whisky (Ardbeg Uigeadail)drunter und den würde ich allerdings sogar wieder kaufen solange er nicht deutlich im Preis steigt.

aths
2017-03-01, 20:24:59
Ich glaub nich das der ersetzt wird und wenn dann wird auf dem neuen kein Alter mehr stehen. Es ist wohl einfach so das die Nachfrage > Angebot ist. Ist doch schon seit längerem so das alte Whiskys immer rarer und damit teurer werden, speziell bei den Islay Whiskies ist das sehr ausgeprägt. Der Caol Ila 18yo z.b. ist auch von 60€ auf 100+ €. Aber auch bei anderen Whiskies ist das zu sehen, Glenlivet hat sehr guten 12yo ja auch vom Markt genommen und dafür gibt die Founders Edition die nicht wirklich toll ist.

Aber sollen sie ruhig weiter NAS Whiskys verkaufen, geb ich mein Geld hat für was anderes aus. Ich habe 25 0.7 l Whiskyflaschen zuhause, da ist genau ein NAS Whisky (Ardbeg Uigeadail)drunter und den würde ich allerdings sogar wieder kaufen solange er nicht deutlich im Preis steigt.
Was die NAS-Whiskys angeht (für Nicht-Whisky-Kenner im Forum: No Age Statement) würde ich nicht prinzipiell auf die schimpfen. Der Talisker Storm oder die Talisker Distiller's Edition haben keine Altersangabe und sind aus meiner Sicht zu Recht im Markt. Die Glenfiddich-Serie mit 12, 15 und 18 Jahren finde ich trotz Altersangabe jeweils ein wenig zu teuer für das Gebotene.

Ja, wenn man den NAS-Whisky anbietet um seine Bestände zu schonen und dann viel noch nicht genug gereiften Whisky reinmischen muss, erhält man offenkundig was wie die Glenlivet Founder's Reserve.

Langlay
2017-03-01, 20:36:11
Was die NAS-Whiskys angeht (für Nicht-Whisky-Kenner im Forum: No Age Statement) würde ich nicht prinzipiell auf die schimpfen. Der Talisker Storm oder die Talisker Distiller's Edition haben keine Altersangabe und sind aus meiner Sicht zu Recht im Markt.

Die Distillers Edition hat ein Alter 10yo. Aber ja stimmt schon gibt auch gute NAS. Bei Taliker z.b. gefällt mir auch der Port Ruighe sehr gut. Allerdings ist denen allen gemein das sie im Preisbereich <60€ liegen. Und allgemein finde ich, das bei rauchigen Whisky die Kombination aus jung und alt eine sehr schöne Komplexität gibt. Ich bin selber nicht grundsätzlich gegen NAS Whiskys. Allerdings finde ich den Trend der letzten Zeit nicht sehr gut. Gute Whiskys mit Altersangebe vom Markt zu nehmen und dafür einen NAS zum gleichen Preis zu bringen der dann von der Qualität schlechter ist.

Triniter
2017-03-02, 12:22:20
Ein paar NAS hab ich auch gekauft (Laphroaig Quarter Cask, Tripple Wood und Select, MacAllan Sienna) andere hab ich geschenkt bekommen (Adrmore Traditional Cask, Bowmore Surf, Finlaggan Sherry). Grob zusammengefasst: Quarter Cask und Tripple Wood werden nachgekauft, der Rest nicht weil es für jeweils vergleichbare Preise mindestens ähnlich guten Whisky mit Altersangabe gibt, wenn auch nicht immer in der gleichen Brennerei. MacAllan stellt so ein wenig eine Ausnahme dar. Der ist schon leider geil aber ich nehm es der Brennerei einfach übel das man in Deutschland die Whisky mit Altersangabe vom Markt genommen hat und durch die NAS Serie ersetzt hat und jetzt wieder zurück zur Altersangabe geht aber die Preise exorbitant angehoben hat. Deshalb hol ich mir die sherrylastigen Whiskys bei Glenfarclas und Co. Was mich dazu bringt endlich mal ne ganze Flasche Balvenie und Benriach zu kaufen (und Aberlour, Glendronach, ach es gibt zu vieles was ich noch nicht im Glas bzw. Schrank hatte)

Lyka
2017-03-03, 16:09:40
der neue Slyrs ist jetzt auch nimmer 3 Jahre alt sondern "kann auch 6 jährigen enthalten teilweise"



Slyrs Classic (Deutschland)

Classic ist der Nachfolger und die Weiterentwicklung des bekannten 3-jährigen Single Malts von Slyrs. Nun geht die Brennerei einen Schritt weiter und verzichtet auf die Angabe des Jahrgangs. Somit können im Classic 3- bis 6-jährige Malts miteinander vermählt werden. Die Abfüllung wird damit älter, auch wenn es nicht auf dem Etikett steht. Sie erhielt zusätzlich ein neues Flaschen-Design.

aths
2017-03-09, 21:47:07
Jeder Scotch tut so, als handele es sich um ein Traditionsgetränk das gerade wegen dieser Marke seine Berühmtheit erlangte. Beim Blended ist es immer ein Masterblender, der skillfully den matured Whisky auf dem Höhepunkt seiner Reife ausgewählt hat.

Für die Liqueur and Wine Trade GmbH in Düsseldorf füllt ein leider nicht näher benannter Betrieb in Schottland den Glengannon 5Y ab. Dabei handelt es sich um einen Malt Scotch Whisky, für den Preis von 12 Euro im Real bekommt man sonst eher Ballantine's Finest.

In der Nase zeigt sich der als Glengannon, was ein reiner Fantasiename zu sein scheint, als eher frisch und mild. Etwas Frucht, möglicherweise Blutorange, insgesamt wenig Ausdruck. Im Mund erst harmlos, dann aber nach etwas Zeit etwas Bitterkeit. Der Abgang dann fast schon trocken. Im Nachgeschmack Heu oder eine Grasigkeit.

Dem Stoff fehlt es an Charakter, ist aber aus meiner Sicht aber einem Ballantine's vorzuziehen. In der Preisliga spielt auch der Red Label von Johnny Walker, letzterer zeigt manchmal sogar Anflüge von Rauch, hat aber auch oft einen schiefen Beigeschmack. Ich wäre dafür, auf jeden Fall mehr Geld auszugeben für einen Scotch.

Dafür dass die Marke bisher unbekannt ist und man die Flasche für wie gesagt 12 Euro bekommt, ist der Glengannon ein typisches Supermarkt-Angebot: Für den günstigen Preis ziemlich gut. Für einen Kenner natürlich grenzwertig.

Lyka
2017-03-09, 21:57:12
den hast du am 22.02.17 schonmal vorgestellt :)

Joe
2017-03-09, 22:02:01
Heute neue Lieferung bekommen
Der Stoff is so rauchig, als würde man ein Lagerfeuer trinken. Außerdem extrem pfeffrig.
http://i.imgur.com/e3moPJE.jpg?1

http://i.imgur.com/ir8s47f.gif

aths
2017-03-09, 22:11:03
den hast du am 22.02.17 schonmal vorgestellt :)
Ups. Stimmt :D

Heute neue Lieferung bekommen
Der Stoff is so rauchig, als würde man ein Lagerfeuer trinken. Außerdem extrem pfeffrig.
http://i.imgur.com/e3moPJE.jpg?1

http://i.imgur.com/ir8s47f.gif
Hehehe.

Der 57° North ist schon speziell.

Commander Keen
2017-03-09, 23:38:33
Ich hab gestern eine frische Flasche Lagavulin 16y aufgemacht. Ich bin jetzt nicht der Typ der jede Geschmacksnuance bis ins kleinste Detail genau definieren kann, daher laß ich es und gebe meinem Gaumen auch gar nicht erst den Anschein der Objektivität sondern sage rein subjektiv:

ICH.LIEBE.DIESEN.WHISKY

Diese Verbindung aus Rauch und Frucht ist einfach nur göttlich. Für mich nachwievor einer der besten Whiskys überhaupt. Könnte ich drin baden.

IVI
2017-03-10, 19:10:51
ICH.LIEBE.DIESEN.WHISKY

Diese Verbindung aus Rauch und Frucht ist einfach nur göttlich. Für mich nachwievor einer der besten Whiskys überhaupt. Könnte ich drin baden.

Willkommen im Laga-Fanclub! :up:

Wenn Du etwas mehr Geld in der Tasche hast, solltest Du Dir bei Gelegenheit auch mal 'ne Distiller's Edition gönnen -> noch fruchtiger, noch süßer, etwas mehr Fasswucht ist auch dabei. :wink:

aths
2017-03-13, 02:05:58
Ich hab gestern eine frische Flasche Lagavulin 16y aufgemacht. Ich bin jetzt nicht der Typ der jede Geschmacksnuance bis ins kleinste Detail genau definieren kann, daher laß ich es und gebe meinem Gaumen auch gar nicht erst den Anschein der Objektivität sondern sage rein subjektiv:

ICH.LIEBE.DIESEN.WHISKY

Diese Verbindung aus Rauch und Frucht ist einfach nur göttlich. Für mich nachwievor einer der besten Whiskys überhaupt. Könnte ich drin baden.
Mein Lagavulin ist schon wieder alle :(

edit: Ganz so schnell kaufe ich aber keinen nach. Das Zeug ist echt teuflisch lecker.

Korfox
2017-03-16, 10:25:08
Wurd hier schon über Whisk(e)y on the rocks diskutiert?
Trinkt ihr euren Whisk(e)y gekühlt? Wenn ja: Eis? Edewlstahl? Granit? Speckstein?
Und was sind die Vor-/Nachteile der jeweiligen Möglichkeiten für euch?

[Bin gerade am überlegen, mir Steine zu holen ;)]

Fragman
2017-03-16, 11:23:13
Wurd hier schon über Whisk(e)y on the rocks diskutiert?
Trinkt ihr euren Whisk(e)y gekühlt? Wenn ja: Eis? Edewlstahl? Granit? Speckstein?
Und was sind die Vor-/Nachteile der jeweiligen Möglichkeiten für euch?

[Bin gerade am überlegen, mir Steine zu holen ;)]

nein zu allem und besonders zu eiswuerfel. da ich langsam trinke, wuerde das den whisky zu sehr verduennen.

was ich ab und an mache, etwas wasser mit zugeben, aber wirklich nur sehr wenig, vielleicht 20 prozent. habs schonmal uebertrieben, ausversehen, das war dann eher unlustig. :D

Effe
2017-03-16, 11:28:22
Whisky nur pur bei Zimmertemperatur. Eventuell auch mal ein paar Spritzer Wasser.
Ich trinke auch gerne meinen Aquavit (Linie) bei Zimmertemperatur. In der Gastro kommt der immer eingekühlt, aber da kann ich auch Wodka bestellen.
Bei komplexen Geschmäcken diese durch Eis oder Verdünnung zu schhädigen, ist nichts für mich. Höchstens mal einen Whisky oder andere Spirituose, welcher Pur nicht schmeckt.

Everdying
2017-03-16, 21:18:16
Eiswürfel meist nur beim Ausgehen, wenns in der Bar nur die standardmäßigen Jameson, Jacky und Co. gibt :tongue:

Edelstahl-Würfel finde ich ganz cool. Verwässern nicht und man kann die Temperatur besser steuern.

Langlay
2017-03-16, 23:58:04
Jameson Jacky & Co nur mit Cola und Eis.

Meinen Single Malt ohne Eis,Steine,Stahlwürfel. Allerdings verdünne ich normalerweise auf <50% Alkohol falls notwendig.

Korfox
2017-03-17, 07:44:21
Eiswürfel kommen mir auch nicht ins Glas... soweit weiß ich es. Wobei ich selbst die Fassstärke pur trinke und nicht verdünne.
Nur manchmal im Sommer kann ich mir vorstellen, dass es schön wäre, das Gläschen auf der Terasse gekühlt zu genießen...

Mosher
2017-03-17, 07:46:19
Wurd hier schon über Whisk(e)y on the rocks diskutiert?
Trinkt ihr euren Whisk(e)y gekühlt? Wenn ja: Eis? Edewlstahl? Granit? Speckstein?
Und was sind die Vor-/Nachteile der jeweiligen Möglichkeiten für euch?

[Bin gerade am überlegen, mir Steine zu holen ;)]

Bourbons trinke ich gerne mit Granitsteinen, Single Malts immer bei Zimmertemperatur, manchmal mit einem Tropfen Wasser.


"Mischwhisky" darf ruhig mit Cola+Eis in Berührung kommen.

denjudge
2017-03-17, 13:33:36
Ich kühle meinen Whisky nicht, ich wärme den immer mühsam mit meinen Händen an. Fusel mit Cola darf aber gerne kalt sein. Allerdings trinke ich schon seit Jahren keine Mixies mehr und wenn bevorzuge ich Rum dafür.

DrumDub
2017-03-17, 14:30:58
Meinen Single Malt ohne Eis,Steine,Stahlwürfel. Allerdings verdünne ich normalerweise auf <50% Alkohol falls notwendig. dito.

Korfox
2017-03-17, 16:50:19
Fusel mit Cola trinke ich nicht. Fusel trinke ich nicht und Cola auch nicht. Von daher steht sowas außen vor :).

@Granitsteine: Vorteile/Nachteile ggü. Edelstahl mit Gelfüllung? (Der edle Tropfen wird weniger kalt... sonst noch was? Geschmacklich? Edelstahl zerstört ja diverse chemische Strukturen... aber schmeckt man Stein nicht auch?)

Mosher
2017-03-17, 19:54:27
So intensiv habe ich mich damit nicht beschäftigt.
Granit sah cool aus, also habe ich mir 9 überteuerte Steine im Set gekauft ;D

Triniter
2017-03-17, 22:01:32
Keine Steine, kein Eis maximal etwas Wasser in Whiskys über 55%.

Lyka
2017-03-17, 22:03:31
Ich trinke immer straight, ich habe Angst, das echte zu verschlechtern

KakYo
2017-03-17, 22:27:31
Es wird aber nicht schlechter, eher das Gegenteil. Ich finde es meist komplexer und es kommen Geschmacksnoten raus die sonst im Alkohol untergehen.

Mineralstoffarme, leichte Wasser nehmen oder destilliertes Wasser

Langlay
2017-03-19, 20:11:33
Ich trinke immer straight, ich habe Angst, das echte zu verschlechtern

Naja solange man nicht zuviel Wasser nimmt passt das schon, z.B wenn du 2 cl Whisky von 55% auf 45% verdünnen willst musste 5ml Wasser dazugeben, also ein Teelöffel voll, falls mans idiotensicher machen will.

Yeah 1000. Posts.

Korfox
2017-03-19, 20:21:59
Hab' gestern Mal den Classic mit etwas Wasser versucht. Ich mag es nicht sehr gerne. Immernoch ein toller Whisky, aber ich mag den blumigen Geschmack nicht, den er dann u.a. kriegt.

Langlay
2017-03-19, 20:31:48
Hab' gestern Mal den Classic mit etwas Wasser versucht. Ich mag es nicht sehr gerne. Immernoch ein toller Whisky, aber ich mag den blumigen Geschmack nicht, den er dann u.a. kriegt.

Vielleicht steh ich gerade aufm Schlauch aber von welchem Whisky sprechen wir?

Korfox
2017-03-19, 20:56:48
Classic Of Islay.

aths
2017-03-21, 23:23:36
Whisky verdünne ich manchmal auf 38%, (so dass ich auch 40%-Abfüllungen gelegentlich minimal verdünne.) Ob es dem Whisky gut tut, hängt davon ab. Einige brauchen die Power, andere offenbaren interessante, andere Geschmacksnoten. Den Oban 14Y genieße ich gerne in leichter Verdünnung. Talisker verdünne ich nur selten.

Korfox
2017-04-01, 21:44:17
So... der Highland Park 12 ist leer... Ersatz ist gesucht... (ich würde gerne nicht erneut HP 12 haben, aber etwas ähnlich sanftes mit vielleicht etwas mehr Frucht, vielleicht etwas dunklerer Frucht und wenig Rauch...). Vorschläge? :D

[Wobei ich auch am überlegen bin, mal wieder was irisches zu holen... Redbreast habe ich als durchaus nicht übel im Kopf, was die wenig scharfen und wenig rauchigen angeht]

Asaraki
2017-04-01, 22:50:07
Eiswürfel meist nur beim Ausgehen, wenns in der Bar nur die standardmäßigen Jameson, Jacky und Co. gibt :tongue:

Edelstahl-Würfel finde ich ganz cool. Verwässern nicht und man kann die Temperatur besser steuern.

Wenn's ein "proper" irish Pub ist, dann freund dich mit dem Besitzer an und eines Tages kannst du die guten Jamesons trinken ^^

UFOBASE
2017-04-02, 00:29:42
Nabend,

Die Tage das erste mal eine Flasche zum "hinlegen" gekauft.

Sild Crannog (Slyrs Ableger) 3 Jahre auf der "Angels Share", einem restaurierten Kutter, gereift.
Limitiert auf 2700 Flaschen.
http://www.sild-whisky.de/de/html/sild-home.html

Super Ansatz mMn.
Wer da das Meer nicht schmeckt......1!??

Hab eine Flasche im Anbruch und war direkt überzeugt!
Bezahlt hab ich 79€.
Die Preise im Netz gehen einiges höher....mal sehn wie sich das entwickelt.

Bin gespannt wie viele Jahresabfüllungen die noch Lagern haben!

UFOBASE
2017-04-02, 00:46:31
So... der Highland Park 12 ist leer... Ersatz ist gesucht... (ich würde gerne nicht erneut HP 12 haben, aber etwas ähnlich sanftes mit vielleicht etwas mehr Frucht, vielleicht etwas dunklerer Frucht und wenig Rauch...). Vorschläge? :D

[Wobei ich auch am überlegen bin, mal wieder was irisches zu holen... Redbreast habe ich als durchaus nicht übel im Kopf, was die wenig scharfen und wenig rauchigen angeht]

Dunkle Frucht...Sherry Fass!
Wenig Rauch......
Tamdhu Sherry Cask 10 Jahre!!

Kann ich nur empfehlen für etwas über 40€.

24p
2017-04-02, 10:22:16
Der Springbank 12 Cask Strength wäre da auch noch was. Leicht rauchig und ordentlich Sherryfass-Einfluss.

Korfox
2017-04-02, 10:47:12
Der Springbank 12 Cask Strength wäre da auch noch was. Leicht rauchig und ordentlich Sherryfass-Einfluss.
Ist der 15er hier ähnlich? Der Zulieferer meines Vertrauens hat nur den (und vom Tamdhu nur den 23er... und 130€ sind mir ehrlich gesagt gerade etwas viel für einen 'Wochenend-Whiskey'...).
Oder ich muss mal wieder den Shop wechseln...

24p
2017-04-02, 10:53:34
Ich hatte den 15 noch nie, aber lt. einigen Reviews ist der 12 CS schon anders in wird von vielen als der bessere Whisky gesehen.

Korfox
2017-04-02, 11:01:48
Hmm, dann schaue ich mal. Vielleicht kriege ich den auch lokal. Fassstärke muss eigentlich jetzt auch nicht sein, aber das kann ich verschmerzen. Wichtig ist hauptsächlich, dass ich ihn nicht noch zwei Tage schmecke.

24p
2017-04-02, 11:09:04
Ich verdünne den auch immer runter auf ca 45%.

Metalmaniac
2017-04-03, 19:25:41
So... der Highland Park 12 ist leer... Ersatz ist gesucht... (ich würde gerne nicht erneut HP 12 haben, aber etwas ähnlich sanftes mit vielleicht etwas mehr Frucht, vielleicht etwas dunklerer Frucht und wenig Rauch...). Vorschläge? :D


Versuch da mal den Bowmore Darkest 15Y. Ist mit ~50€ zwar auch nicht unter den günstigen, ist meines Erachtens aber durchaus exquisit und entspräche Deinen Vorgaben.

UFOBASE
2017-04-03, 20:12:52
Versuch da mal den Bowmore Darkest 15Y. Ist mit ~50€ zwar auch nicht unter den günstigen, ist meines Erachtens aber durchaus exquisit und entspräche Deinen Vorgaben.

Wahrlich ein feiner Tropfen....Aber ich finde das er schon eher rauchig ist.

Metalmaniac
2017-04-03, 21:05:07
Wahrlich ein feiner Tropfen....Aber ich finde das er schon eher rauchig ist.

Ich habe ihn gerade "genossen". Gemessen am 10-jährigen aus eigenem Hause und erst recht an den meisten anderen Tropfen von der Insel Islay ist der Darkest von Bowmore wahrlich nur dezent rauchig. Ganz so wie scheinbar gewünscht. ;)