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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der 3DC Häuslebauer-Thread


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ux-3
2014-11-21, 18:26:29
1400€ kalt für 160qm... Da würd ich sofort einziehen. :)

Ich zahle momentan noch 900€ für die Fläche. :redface:

Thor1987
2014-11-21, 19:34:33
49qm auf 326€ (190€ KM 136€ NK) im Neubau leider kein Balkon...zentrale Lage Ruhrgebiet
ist ganz passabel für den Preis...

Sylver_Paladin
2014-11-22, 09:17:55
Die niedrigen Zinsen zur Zeit sind zwar einerseits schön, aber die Baufirmen habens dadurch zur Zeit auch nicht wirklich nötig. Wir sind jetzt eigtl seit fast einem Jahr auf der Suche nach der richtigen Firma. OK jetzt siehts so aus wie wenn wir in den nächsten Wochen unterschreiben könnten, aber es waren ca 15 Firmen bei denen wir angefragt haben. Die letzte scheint jetzt es jetzt zu werden.

Von der Hälfte der Firmen kam keine Antwort, oder wenns zum Ersttermin kam, dann eben kein konkretes Angebot mehr (Grundstück haben wir ja schon auch Baugrundgutachten dazu).
Die restlichen sind dann letztendlich ausgestiegen, als wir schon vor Vertragsabschluss (da waren manche Vertriebler ganz erstaunt) schon so "unwichtige" Details wie elektrische Rollos, Steckdosen, Schalterserien, Hersteller und Typen für gewerke wie Fenster, FBH, Rohrsysteme etc festlegen wollten. (Zitat: "Das ist ja eher ungewöhnlich, das machen wir erst bei der Bemusterung, da kommen dann nochmal meistens 20000€ dazu").
Aber derzeit hofft man vermutlich eher die dummen Tauben zu finden, als "komplizierte" Kunden - und kann es wohl derzeit auch.

Ghost666Ghost
2014-11-22, 14:44:27
Die niedrigen Zinsen zur Zeit sind zwar einerseits schön, aber die Baufirmen habens dadurch zur Zeit auch nicht wirklich nötig. Wir sind jetzt eigtl seit fast einem Jahr auf der Suche nach der richtigen Firma. OK jetzt siehts so aus wie wenn wir in den nächsten Wochen unterschreiben könnten, aber es waren ca 15 Firmen bei denen wir angefragt haben. Die letzte scheint jetzt es jetzt zu werden.

Von der Hälfte der Firmen kam keine Antwort, oder wenns zum Ersttermin kam, dann eben kein konkretes Angebot mehr (Grundstück haben wir ja schon auch Baugrundgutachten dazu).
Die restlichen sind dann letztendlich ausgestiegen, als wir schon vor Vertragsabschluss (da waren manche Vertriebler ganz erstaunt) schon so "unwichtige" Details wie elektrische Rollos, Steckdosen, Schalterserien, Hersteller und Typen für gewerke wie Fenster, FBH, Rohrsysteme etc festlegen wollten. (Zitat: "Das ist ja eher ungewöhnlich, das machen wir erst bei der Bemusterung, da kommen dann nochmal meistens 20000€ dazu").
Aber derzeit hofft man vermutlich eher die dummen Tauben zu finden, als "komplizierte" Kunden - und kann es wohl derzeit auch.

Dass man die Extras und Ausstattung des Hauses in der Bemusterung festlegt ist aber normal. Klar kann ich verstehen, dass man vor der Unterschrift wissen möchte welche Möglichkeiten die Hausfirma einem anbietet. Aber da für gibt es im Normalfall die Vorbemusterung/Werksbesichtigung. Die haben wir bei Fingerhaus mitgemacht, und das hat uns am Ende überzeugt. Das ganze Bemusterungszentrum und die komplette Produktionshalle wurde uns gezeigt. Auch kleine Details wie Schalterprogramm, Fliesen usw. wurde einem gezeigt und erklärt. Wir fandens super und transparent :wink: Die 20.000€ KÖNNEN dazu kommen. Je nachdem was für Ansprüche man eben hat. Uns haben die Sachen gereicht die im Standard waren und wir kamen sogar mit knapp 1000€ Gutschrift aus der Bemusterung raus.

Lethargica
2014-11-23, 12:43:33
Einer der Gründe, der für mich ganz klar gegen ein Fertighaus/Bauträger gepsrochen hat.

Wir haben wirklich noch etliche Dinge während der Bauphase geändert, weil es in Natura einfach anders rünerkam als in den Plänen/3d Ansichten. Anfangs schon jedes Detail festlegen zu müssen wär für mich persönlich nichts gewesen. Aber gut, dafür haben wir schlussendlich auch fast 2 Jahre gebaut :uup:

Zum Thema Geld muss man noch sagen, dass die Preise für diverse Baustoffe (Ziegel, Putz, Zement usw.) seit der Niedrigzinsphase extrem angezogen haben. Dazu noch Handwerker, die sich ihre Kunden "heraussuchen" können und deshalb garnicht daran denken, mit sich verhandeln zu lassen. Wer also viel EK hat, baut heute unterm Stich sogar oft teurer.

ux-3
2014-11-23, 18:23:44
Zum Thema Geld muss man noch sagen, dass die Preise für diverse Baustoffe (Ziegel, Putz, Zement usw.) seit der Niedrigzinsphase extrem angezogen haben. Dazu noch Handwerker, die sich ihre Kunden "heraussuchen" können und deshalb garnicht daran denken, mit sich verhandeln zu lassen. Wer also viel EK hat, baut heute unterm Stich sogar oft teurer.

Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber durch die Zinsentwicklung kann ich mir ein gebrauchtes Haus heute leisten von dem ich vor 5 Jahren nur träumen konnte. Damals wären es 5% Zinsen und 1% Tilgung geworden. Jetzt wären es 2% Zinsen und 4% Tilgung.

Sven77
2014-11-23, 18:37:30
Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber durch die Zinsentwicklung kann ich mir ein gebrauchtes Haus heute leisten von dem ich vor 5 Jahren nur träumen konnte. Damals wären es 5% Zinsen und 1% Tilgung geworden. Jetzt wären es 2% Zinsen und 4% Tilgung.

Sicher? Ich hab das Gefühl das die Immobilienpreise entsprechend gestiegen sind, so das der Vorteil bei 0 liegt.. kommt natürlich auch auf die Gegend an

Lethargica
2014-11-23, 18:44:38
Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber durch die Zinsentwicklung kann ich mir ein gebrauchtes Haus heute leisten von dem ich vor 5 Jahren nur träumen konnte. Damals wären es 5% Zinsen und 1% Tilgung geworden. Jetzt wären es 2% Zinsen und 4% Tilgung.

Ja, aber wer statt 100.000€ zu 5,5% heute 150.000€ zu 1,5% finanzieren muss, zahlt schlussendlich trotzdem deutlich mehr.

ux-3
2014-11-23, 18:52:10
Ja, aber wer statt 100.000€ zu 5,5% heute 150.000€ zu 1,5% finanzieren muss, zahlt schlussendlich trotzdem deutlich mehr.

Bei 1% Tilgung bist Du im ersten Fall mit einer Rate von 542 Euro dabei. Nach 10 Jahren hast Du 13.300 Euro getilgt. In 409 Monaten bist Du fertig.

Für die gleiche Rate von 542 Euro dauert es im zweiten Fall nur 339 Monate.

Natürlich ist wichtig, dass Du die Zinsbindung für eine Zeitspanne wählst, wo Du das Teil in trockene Tücher bekommst.


Für mich persönlich kommt hinzu, dass ich altersbedingt nicht mehr ewig Zeit habe.

Lethargica
2014-11-23, 19:03:16
Wer mit 1% Tilgung starten muss, kann sich die Finanzierung imho eh nicht leisten. Bei den derzeitigen Zinsen halte ich schon 2-3% als unterste Grenze. Ich bin bei meinem Bsp. vom einer fixen Rate von 1000€ ausgegangen.

ux-3
2014-11-23, 19:14:21
Wer mit 1% Tilgung starten muss, kann sich die Finanzierung imho eh nicht leisten.

Mein Reden. Aber da wäre ich vor 5 Jahren gewesen. Daher konnte ich mir die Hütte damals nicht leisten.

Bei den derzeitigen Zinsen halte ich schon 2-3% als unterste Grenze. Ich bin bei meinem Bsp. vom einer fixen Rate von 1000€ ausgegangen.

Ich bin auch von einer fixen Rate (6%) ausgegangen. Nach dem Zinseinbruch kann ich das gleiche Objekt jetzt bei gleicher Rate mit 4% Tilgung erwerben. Obwohl es ein ganzes Stück teurer geworden ist.

HajottV
2014-11-23, 19:50:28
Wer mit 1% Tilgung starten muss, kann sich die Finanzierung imho eh nicht leisten.

Absolut. Wer man 1% gerade so stemmen kann, ist der Knall beim Anschlusskredit vorprogrammiert. Aber zur persönlichen Freiheit gehört halt auch, sich sein eigenes Grab schaufeln zu dürfen... :rolleyes:

alice.dj
2014-11-23, 20:57:10
Eben, dass ist selbt hier bei uns auf dem Land recht günstig.

Ich denke, in einem Ballungsgebiet im Südwesten sollte man schon min. 500k€ einplanen. Und dann hat man noch nix besonderes.
...

ux-3
2014-11-23, 23:25:43
Absolut. Wer man 1% gerade so stemmen kann, ist der Knall beim Anschlusskredit vorprogrammiert. Aber zur persönlichen Freiheit gehört halt auch, sich sein eigenes Grab schaufeln zu dürfen... :rolleyes:

Man kann bei 5% Sollzinsen schnell bei 1% Tilgung landen. Bei 2% Sollzinsen ist man -schwupps- bei 4 % Tilgung. Auf den Punkt wollte ich hinaus. Vor ein paar Jahren nicht finanzierbar, jetzt bei 4 % Tilgung.

jxt666
2014-11-24, 13:00:32
das ist ja auch Sinn der Sache...wenn ich jetzt 100.000 auf der hohen Kante hätte würde ich ja trotzdem das Haus immer komplett finanzieren..bei Autos geht das doch auch also wieso nicht bei einem Haus?

Aber es gibt auch brauchbare Häuser für um die 120.000€ da zahlt man dann nur 30Jahre ca 500€ und das ist auch für Geringverdiener machbar die um die 1700brutto haben und die Frau für 450€ putzen geht..und so was wie Wohngeld wird's da doch auch geben


by the way..wenn ma das Geld nicht reicht muss die ganze Familie halt zum Blutspenden oder Blutplasma..da kommt auch ne ganze menge zusammen und ist bei uns nicht anders abgelaufen

Einmal sag ich jetzt noch was zu Dir Spezialist ;)

Wenn Du bei Deinen ganzen Annahmen von Dir selbst sprichst, wovon ich ausgehe, dann mal folgendes: Wenn Du 1700 brutto hast, und Deine Putze 450 netto, dann kriegst Du erstmal garkeinen Kredit von auch nur irgendeiner Hinterhofbank. Obendrein hast Du sicherlich mit dem Verdienst keine 100k auf der hohen Kante - und selbst WENN, dann verlangt die Bank bei einem Hauskauf das als EK, DAMIT Du überhaupt einen Kredit kriegst.

Soviel dazu. Und wieso das bei einem Auto anders ist, das erklärt Dir jetzt jemand der Zeit für sowas hat - für den Rest gehst Du jetzt mal zu einem Kurs der VHS, die erklären Dir das Rechnen nochmal ausführlich.

Und ganz im Ernst: Denk nichtmal ansdatzweise drüber nach ein Haus zu erwerben ;) Du kriegst kein Wohngeld dafür.

HajottV
2014-11-24, 16:12:32
Man kann bei 5% Sollzinsen schnell bei 1% Tilgung landen. Bei 2% Sollzinsen ist man -schwupps- bei 4 % Tilgung. Auf den Punkt wollte ich hinaus. Vor ein paar Jahren nicht finanzierbar, jetzt bei 4 % Tilgung.

Ja, alles richtig. Ich präzisiere daher: Wer zu den jetzigen Konditionen nur 1% tilgen kann und dennoch einen Kredit aufnimmt, geht ein hohes Risiko ein. (Es sei denn, genau überlegt und so...)

Knuddelbearli
2014-11-24, 21:24:53
Ich libeäugle mom auch schon eine weile mit einem kauf ( eine Wohnugn klinge mich hier aber trotzdem mal ein ) bei mir wären es aber ca 8% tilgung ^^

Bin aber mom am grübeln da vor kurzen mein Vater überraschend verstorben ist hätte ich auch was in Südtirol geerbt was zu renovieren wäre.
Eventuell mach ich ja auch das und vermiete es dann hier als Ferienwohnung XD

Ausland ist halt nur extrem doof wie ich feststellen musste. Fehlende Beiträge, Absetzbarkeit usw haut ganz schön rein :-/

ux-3
2014-11-24, 21:38:22
Ja, alles richtig. Ich präzisiere daher: Wer zu den jetzigen Konditionen nur 1% tilgen kann und dennoch einen Kredit aufnimmt, geht ein hohes Risiko ein. (Es sei denn, genau überlegt und so...)

Unstrittig. Es ging aber doch darum, ob die Niedrigzinsen in Kombination mit den gestiegenen Preisen ein Vor- oder ein Nachteil für den Käufer sind. Und da habe ich darauf hingewiesen, das in meinem Fall überhaupt erst eine realistische Finanzierbarkeit entstanden ist, bei der ich nicht bis zum St. Nimmerleinstag abzahle.

myMind
2014-11-25, 01:04:41
Unstrittig. Es ging aber doch darum, ob die Niedrigzinsen in Kombination mit den gestiegenen Preisen ein Vor- oder ein Nachteil für den Käufer sind. Und da habe ich darauf hingewiesen, das in meinem Fall überhaupt erst eine realistische Finanzierbarkeit entstanden ist, bei der ich nicht bis zum St. Nimmerleinstag abzahle.Da hast du Glück, dass du offenbar in einer Gegend mit eher geringer Nachfrage wohnst oder wohnen möchtest. In dem Falle kannst Du von dem günstigen Geld profitieren.

Viele würden gerne nahe bei ihrer Arbeit wohnen, also häufig in oder in der Nähe einer größeren Stadt. Und an der Stelle hat das günstige Geld den Markt einfach komplett leer gefegt. Man steht mit vollen Taschen in einem ausverkauften Laden.

ux-3
2014-11-25, 07:02:28
Da hast du Glück, dass du offenbar in einer Gegend mit eher geringer Nachfrage wohnst oder wohnen möchtest. In dem Falle kannst Du von dem günstigen Geld profitieren.

Viele würden gerne nahe bei ihrer Arbeit wohnen, also häufig in oder in der Nähe einer größeren Stadt. Und an der Stelle hat das günstige Geld den Markt einfach komplett leer gefegt. Man steht mit vollen Taschen in einem ausverkauften Laden.

Auch hier (Kleinstadt) ist der Markt leergefegt und die Preise sind deutlich gestiegen. Ob ich wirklich Glück hatte, wird die Zukunft zeigen.

cartman5214
2014-11-25, 09:27:46
Wir haben uns mit Warten klar verspekuliert. Vor ca. 3 Jahren stand die Überlegung im Raum für 180.000€ ein liebebedürftiges Haus mit echt geilem Grundstück kaufen, das aber mit 130% Finanzierung. Vernünftige Angebote von verschiedenen Banken gabs ab 3% wenn man hart verhandelte. Alternative Objekte waren bis 250.000€ genug am Markt zu haben. Hätten wir es mal gemacht...

Heute ist Eigenkapital angespart, dafür sind aus 3 neuen Angeboten pro Tag im Newsletter von Immoscout 1 alle 4 Tage geworden. Der Markt ist leer, das was an Bestandsbauten zu haben ist ist unverschämt in Zustand und Preis. Neubau ist mit vernünftig geschnittenen Grundstücken nicht zu bekommen.

jxt666
2014-11-25, 11:30:04
Ich libeäugle mom auch schon eine weile mit einem kauf ( eine Wohnugn klinge mich hier aber trotzdem mal ein ) bei mir wären es aber ca 8% tilgung ^^

Bin aber mom am grübeln da vor kurzen mein Vater überraschend verstorben ist hätte ich auch was in Südtirol geerbt was zu renovieren wäre.
Eventuell mach ich ja auch das und vermiete es dann hier als Ferienwohnung XD

Ausland ist halt nur extrem doof wie ich feststellen musste. Fehlende Beiträge, Absetzbarkeit usw haut ganz schön rein :-/

Wenn Du 8 % tilgst, dann bist Du doch unter 10 Jahren fertig - da stellt sich doch garkeine Frage mehr!?

ux-3
2014-11-25, 17:33:04
Heute ist Eigenkapital angespart, dafür sind aus 3 neuen Angeboten pro Tag im Newsletter von Immoscout 1 alle 4 Tage geworden. Der Markt ist leer, das was an Bestandsbauten zu haben ist ist unverschämt in Zustand und Preis. Neubau ist mit vernünftig geschnittenen Grundstücken nicht zu bekommen.

Das Immoscoutproblem kenne ich auch. Nach meiner Beobachtung sind die Immobilien immer noch im Umlauf, die Verkäufer haben es aber nicht mehr nötig, einen Dienstleister zu beauftragen. Die Häuser gehen oft einfach so unter der Hand weg. Es gibt genug Interessenten.

myMind
2014-11-25, 19:37:29
Wir haben uns mit Warten klar verspekuliert. Vor ca. 3 Jahren stand die Überlegung im Raum für 180.000€ ein liebebedürftiges Haus mit echt geilem Grundstück kaufen, das aber mit 130% Finanzierung. Vernünftige Angebote von verschiedenen Banken gabs ab 3% wenn man hart verhandelte. Alternative Objekte waren bis 250.000€ genug am Markt zu haben. Hätten wir es mal gemacht...
Naja, wenn es nicht solide zu finanzieren war, dann war es nicht solide zu finanzieren. Da gibt es nicht viel zu rütteln. Ein Haus kann auch schnell zum Albtraum werden, wenn das Kapital fehlt. Von daher würde ich mich jetzt nicht ärgern.
Heute ist Eigenkapital angespart, dafür sind aus 3 neuen Angeboten pro Tag im Newsletter von Immoscout 1 alle 4 Tage geworden. Der Markt ist leer, das was an Bestandsbauten zu haben ist ist unverschämt in Zustand und Preis. Neubau ist mit vernünftig geschnittenen Grundstücken nicht zu bekommen.
Nutze die Zeit zum Sparen und mach dir bloß keinen Druck.

DarkFox
2015-02-22, 20:28:41
Habt ihr Häuslebauer einen Tipp, was man neuen Hausbesitzern kleines schenken könnte?
Nach einigem Suchen ist es ein Einfamilienhaus aus den 60ern geworden. Außer Kleinigkeiten soll es direkt bezogen werden.
Was habt ihr für Kleinigkeiten vermisst beim Umzug von Mietwohnung ins eigene Haus?

ux-3
2015-02-22, 20:43:30
Habt ihr Häuslebauer einen Tipp, was man neuen Hausbesitzern kleines schenken könnte?
Nach einigem Suchen ist es ein Einfamilienhaus aus den 60ern geworden. Außer Kleinigkeiten soll es direkt bezogen werden.
Was habt ihr für Kleinigkeiten vermisst beim Umzug von Mietwohnung ins eigene Haus?

Gartensachen! Rasenmäher, Vertikutierer, Schlauchsystem, Unkrautspritze und und und...
Heckenschere uvm.
Wer aus einer Mietwohnung kommt, startet bei Null. Da kannst Du dich von unter einem Euro bis über 1000 Euro austoben!

Sylver_Paladin
2015-04-28, 07:03:11
Juhu, Vorhaben wurde genehmigt, in 2 Wochen kanns losgehen.

Das Ganze wird in 2 Bauabschnitten gehen.
Wir wohnen aktuell in so einem Nachkriegssiedlungshäuschen auf dem Grundstück, dort wo sich die Garagen befinden.
Bis Ende des Jahres wird das neue Haus gebaut, dann Umzug und 2016 wird das alte Haus bis auf den Keller abgerissen und das EG wird zur Garage.

Das neue Haus an sich hat ca 150qm 2 geschossig reine Wohnfläche mit HWR, Keller/Hobbyräume sind dann später im Altbau vorhanden. Grundfläche Altkeller und Garage sind dann jeweils 55qm.

Der Pool der Gartenansicht ist Spielerei ;-), und wird evtl auch nur ein Teich.
Die Betonmauer auf der die Terrasse steht ist schon so vorhanden.

Die Garage bekommt ggf auch alternativ Putz und Walmdach wie das Haupthaus auch, das müssen wir uns noch durch den Kopf gehen lassen...

Zur Zeit plane ich Leerrohre und LAN bzw Busvorbereitung, da kommt ganz schön was zusammen :eek:, na ja letztendlich fehlt eh wieder da das Leerrohr wo man es später bräuchte...

Paran
2015-04-28, 07:05:53
Steht der Kühlschrank außerhalb der Küche?

Sylver_Paladin
2015-04-28, 07:10:46
Steht der Kühlschrank außerhalb der Küche?
Ne, das ist nur ne Vitrine von hinten. Vorne rechts der Raum ist derzeit als Bar eingerichtet kann aber mal abgetrennt und als Büro genutzt werden, sollte sich die Familenplanung entsprechen ausweiten ;-) Küche befindet sich links der Treppe. (Wir wollten keine offene Küche)

Xilavius
2015-04-28, 07:48:59
Also ich muß ehrlich gestehen, ich finde das Haus von aussen hässlich.
Das sieht von der Straßenseite aus als würde sich das kleine Haus hinter den zwei unterschiedlichen Garagen verstecken.
But only my 2 cents, zum Glück gibt es unterschiedliche Geschmäcker.

Aber ich hätte auf jedenfall größer als 150m² gebaut, mit ein paar Kindern in der Planung stösst man dann schon an Grenzen.

Was mir allerdings gefällt ist die Gartenkochecke, wenn es eine solche sein soll, links im linken Bild. Sowas schwebt mir hier auch vor zu bauen, habe mich aber noch nicht durchgerungen.

Sylver_Paladin
2015-04-28, 08:07:38
Richtig Geschmäcker sind Gott sei Dank verschieden sonst wärs langweilig :).
150qm wollen im Alter auch bewirtschaftet werden...

Straßenansicht wäre noch so Alternativ, hängt dann später auch mit davon ab wie man das Garagendach dann für PV am besten mit nutzen kann...

Lethargica
2015-04-28, 09:51:43
Also Variante 2 schaut auf alle Fälle einiges besser aus, die 2 Garagen mit Flachdach finde ich auch nicht wirklich schön.

Und 150m² finde ich bei effektiver Nutzung und 2 Kinderzimmern auch i.O., was soll daran bitte knapp sein?

ux-3
2015-04-28, 10:15:54
Auf alle Fälle reichlich Abstellplatz einplanen. Daran fehlt es leider in meiner Hütte.

(del)
2015-04-28, 14:56:32
Also ich muß ehrlich gestehen, ich finde das Haus von aussen hässlich.Sieht von der Straßenseite aus wie ein alter Wehrmachtsbunker am Ärmelkanal. Vorteil ist, dass man sich mit seinem Wohnmittelpunkt hinter den Garagen versteckt und sich straßenseitig etwas abkanzelt. Mir wärs nix.

Was mir allerdings gefällt ist die Gartenkochecke, wenn es eine solche sein soll, links im linken Bild. Sowas schwebt mir hier auch vor zu bauen, habe mich aber noch nicht durchgerungen.Glaube mir, das kommt nur gut in den Verkaufsprospekten. Wenn man solche Gimmicks nicht regelmäßig benutzt, reinigt, putzt, wienert und wie die Glucke auf dem Ei sitzend darauf aufpasst, sehen diese Dinger nach kürzester Zeit total scheiße aus. Witterung, Laub, Unkraut richten da fröhlich ihr Unheil an. Dazu kommt diverses Ungeziefer und Insekten, die sich dort liebend gern einnisten. Sowas sieht im Bauhaus-Katalog auf der Titelseite immer ganz schön aus. Bei Ottonormalverbraucher wirkt das nach spätestens 3 Jahren wie das Eingangsportal zur Hölle.

Xilavius
2015-04-28, 15:12:43
Glaube mir, das kommt nur gut in den Verkaufsprospekten. Wenn man solche Gimmicks nicht regelmäßig benutzt, reinigt, putzt, wienert und wie die Glucke auf dem Ei sitzend darauf aufpasst, sehen diese Dinger nach kürzester Zeit total scheiße aus. Witterung, Laub, Unkraut richten da fröhlich ihr Unheil an. Dazu kommt diverses Ungeziefer und Insekten, die sich dort liebend gern einnisten. Sowas sieht im Bauhaus-Katalog auf der Titelseite immer ganz schön aus. Bei Ottonormalverbraucher wirkt das nach spätestens 3 Jahren wie das Eingangsportal zur Hölle.

Ok da geb ich dir Recht, das kann ganz schln nach hinten losgehen mit dem "einladenen" Koch-/Grillbereich.
Dann doch lieber ein Kugelweber auf der Terasse. :biggrin:

Sylver_Paladin
2015-04-28, 18:49:33
Ein windgeschützter und überdachter Grillplatz ist zum Smoken und Grillen schon notwendig.
Sehe ehrlich gesagt das Dreck-Problem bei der Gartenküche überhaupt nicht, dass man saubermacht, wo gekocht wird ist ja wohl selbstverständlich - möchte nicht wissen wie dann bei manchen Leuten die Grills und Küchen aussehen...



Für die Garagen fehlt dann nur noch das richtige Poster an den Toren: http://www.amazon.de/style-your-garage-Foto-Plane-Garagentore/dp/B00J8GCOMO
Alternativ zwei U-Boote im Bunker ;-)

Wie gesagt, die Garage kommt erst nächstes Jahr dran, da gibt es noch viel Gestaltungsspielraum.

Plutos
2015-05-29, 14:06:12
Betreibt hier jemand eine Photovoltaikanlage mit Speichermöglichkeit? Durch die ganzen EEG-Änderungen ist Eigenverbrauch inzwischen ja interessanter als Einspeisung und das Verhältnis wird sich IMHO auch weiter in diese Richtung verschieben. Aber ein entsprechender Speicher (sagen wir mal, 10kWh bei einer 10kWp-Anlage) kostet ja gleich nochmal so viel wie die Anlage auf dem Dach ;(.
Wenn auch noch Gefahren wie im 787 Dreamliner bestehen und dir so ein 15.000€-Akku die Bude abfackelt, dann grübelt man schon.

bleipumpe
2015-05-29, 15:17:46
Baulich und technisch ist bei uns alles vorbereitet aber bislang ist da noch nicht viel Sinnvolles auf dem Markt. Tesla und SolarCity wollen jetzt einsteigen, das behalte ich mal im Auge. Aber ein wenig Zeit würde ich der Sache schon noch geben.
Dank programmierbarer Haushaltgeräte kann man heute schon eine Menge Strom am Tag nutzen.

preach
2015-06-24, 16:10:16
Hi,

wie steht Ihr zum Thema Erdwärme (Bohrung, kein Flächenkollektor) ? Gibt es Erfahrungswerte ? Rechnet sich das erst nach 40 Jahren ?

Es kommt nur Luft-Wasser-Wärme-Pumpe oder eben Erdwärme in Frage, kein Öl kein Gas.

lg
preach

Scream
2015-06-24, 17:19:42
Holz auch nicht? Wie siehts mit einem Grabenkollektor aus, oder fällt das für dich unter Flächenkollektor?

Joe
2015-06-24, 19:56:58
Hi,

wie steht Ihr zum Thema Erdwärme (Bohrung, kein Flächenkollektor) ? Gibt es Erfahrungswerte ? Rechnet sich das erst nach 40 Jahren ?

Es kommt nur Luft-Wasser-Wärme-Pumpe oder eben Erdwärme in Frage, kein Öl kein Gas.

lg
preach

Ich würd mal bei den Nachbarn fragen ob einer gebohrt hat.
Bohrung ist immer ein bisschen Glücksfall.

Faustregel war glaub ich: Beim 1. getroffen lohnt sicher beim 2. mal ist grad noch ok und ab dem 3. mal wären andere Lösungen besser gewesen.

Wir hams bei mir ausführlich durchgerechnet und bin dann bei der Luft Wärmepumpe hängen geblieben.
a) Ist der Wärmebedarf bei mir niedrig weil Neubau und Niedrigenergiehaus. Und b) Kann man Luftwärmepumpen auch Außen installieren und muss einen umbauten Raum damit nicht verschwenden.

rokko
2015-06-24, 20:54:13
Hi,

wie steht Ihr zum Thema Erdwärme (Bohrung, kein Flächenkollektor) ? Gibt es Erfahrungswerte ? Rechnet sich das erst nach 40 Jahren ?

Es kommt nur Luft-Wasser-Wärme-Pumpe oder eben Erdwärme in Frage, kein Öl kein Gas.

lg
preach

Also 40 Jahre hält keiner dieser Anlagen. Und auf diesem Markt gibt es leider sehr viel Pfusch.
Ist die Bohrfirma überhaupt gut? Kannst ja mal fragen ob die mit sowas Erfahrung haben. Eine gute Firma gibt da gerne Auskunft über gelungene Projekte.
Alle anderen die mauern kannste vergessen.

Ich würde nämlich sowas nicht aus einer Hand machen.
Dazu das Risiko gibt es dort überhaupt genug Wärme? Das ist nämlich entscheidend.

Und nach 20 Jahren sind die Leitungen garantiert korrodiert.
20 Jahre ist also wirklich schon lange gerechnet. Sowas kann dir bei Erdwärme keiner garantieren.

Kurzum ich würde es nicht machen. ;)

Joe
2015-06-24, 21:10:18
Betreibt hier jemand eine Photovoltaikanlage mit Speichermöglichkeit? Durch die ganzen EEG-Änderungen ist Eigenverbrauch inzwischen ja interessanter als Einspeisung und das Verhältnis wird sich IMHO auch weiter in diese Richtung verschieben. Aber ein entsprechender Speicher (sagen wir mal, 10kWh bei einer 10kWp-Anlage) kostet ja gleich nochmal so viel wie die Anlage auf dem Dach ;(.
Wenn auch noch Gefahren wie im 787 Dreamliner bestehen und dir so ein 15.000€-Akku die Bude abfackelt, dann grübelt man schon.

Ich hab mir mal ne wirklich komplexe Excel Simulation dazu gebaut. Find leider grad die Datei nicht wieder.
Unterm Strich kam dabei raus, das sich zur Zeit nur ein Szenario Rechnet:

Du hast eine Kleine PV Anlage 2KW oder weniger und brauchst sehr wenig Strom also keine Wärmepumpe, kein Elektroauto keine Boiler o.Ä.

Sylver_Paladin
2015-06-24, 21:15:05
Wenn es möglich, dann Erdwärme, kommt aber auch sehr auf die geografische Lage mit an.
Bei unseren Außentemepraturen(Mittelgebirge) lohnt sich die LWP im Winter nicht, da braucht man ne Zusatzheizung, oder man heizt eben mit Strom alleine. Ein paar Leute in der Gegend haben es probiert, da hört man die Luftpumpen im winter schon aus nem halben km Entfernung.

Wir haben Flächenkollketoren verlegt, so teuer ist das auch nicht, 2 Tage Baggern + Material.
Und dass die Plastikrohre nach 20 korrodiert sind, kommt vermutlich aus dem Reich der Märchen. Die ersten Erdkollktoren werden mittlerweile um die 30 Jahre alt und mir ist kein einziger Fall bekannt wo die Kollektoren gewechselt werden mussten (außer ein honk hat nen Baum drauf gepflanzt...)

rokko
2015-06-24, 21:29:24
Es ging ihm ja nicht um Flächenkollektoren sondern um Bohrung wenn ich das richtig verstanden habe.

skanti
2015-06-25, 09:06:26
welche Bepflanzung habt ihr als Sichtschutz gewählt. Wir stehen da vor der Qual der Wahl. Der Boden ist sehr Nährstoffreich was die Auswahl nicht kleiner macher, das einzige Kriterium ist die leichte Hanglage am Grundstück.

Quadral
2015-06-25, 09:26:37
welche Bepflanzung habt ihr als Sichtschutz gewählt. Wir stehen da vor der Qual der Wahl. Der Boden ist sehr Nährstoffreich was die Auswahl nicht kleiner macher, das einzige Kriterium ist die leichte Hanglage am Grundstück.
Thujen. Samragd oder Brabant je nach Geschmack (Smaragd immergrün, Brabant im Winter teilweise leicht braun) und "Zeit". Brabant wachsen schneller.

Joe
2015-06-25, 18:31:38
Bambus.
Ist zwar erst mal teurer aber wächst schnell und ist Pflegelos.

bleipumpe
2015-06-25, 19:58:59
Thuja und Glanzmispel.. Bambus und Schilf am Pool aber nur mit grundsolider Rhizomsperre bis 80cm Tiefe.

Kamikaze
2015-06-25, 20:18:12
Bambus.
Ist zwar erst mal teurer aber wächst schnell und ist Pflegelos.

und wuchert dir den ganzen garten zu und kriegst nie wieder los, wenn bei der bepflanzung irgendwas falsch machst :D

Anadur
2015-06-25, 20:22:59
welche Bepflanzung habt ihr als Sichtschutz gewählt. Wir stehen da vor der Qual der Wahl. Der Boden ist sehr Nährstoffreich was die Auswahl nicht kleiner macher, das einzige Kriterium ist die leichte Hanglage am Grundstück.

Auf keinen Fall irgendwas "Nadelartiges", also Thuja und Co. Die sehen alle nach ein paar Jahren einfach nur Sch... aus.

Im Prinzip würde ich immer was immergrünen nehmen. Also Liguster, Kirchlorbeer oder Glanzmispel.

skanti
2015-06-26, 07:55:48
Auf keinen Fall irgendwas "Nadelartiges", also Thuja und Co. Die sehen alle nach ein paar Jahren einfach nur Sch... aus.

Im Prinzip würde ich immer was immergrünen nehmen. Also Liguster, Kirchlorbeer oder Glanzmispel.

Glanzmispel ist ein guter Tipp :up:
wir haben ja noch ein wenig Zeit bis zur Pflanzphase, aber der Glanzmispel sagt mir schon sehr zu.

Vader
2015-06-26, 09:37:13
Glanzmispel sind aber auch frostempfindlich. Die sehen denn nicht nach Jahren shice aus, sondern nach dem nächsten (harten) Winter...

ilPatrino
2015-06-26, 10:11:27
liguster oder buchsbaum. irgendwas blättriges.

bambus ist eine tickende zeitbombe und koniferen gehören aufn friedhof. wenn man sie nicht wachsen läßt, wird die hecke im laufe der zeit ziemlich unansehlich...wenn man sie wachsen läßt auch, aber dann in groß :freak:

skanti
2015-06-26, 10:46:00
Das Thema bietet Zündstoff :)
In der Praxis werden wir vermutlich in eine Baumschule fahren und das kaufen was ihr am besten gefällt :freak:

Commander Keen
2015-06-26, 10:53:54
Bei Bambus muß man entweder wissen was man tut (Rhizomsperren einbauen) oder es lieber gleich bleiben lassen. Wuchert wie Sau, schwer zu entfernen.

Was noch nicht genannt wurde:

- Eibe (Taxus baccata): immergrün, unkompliziert, sieht nicht nach Friedhof aus (wie Thujen)
- Hainbuche (Carpinus betulus) oder Rotbuche (Fagus sylvatica): unkompliziert, wirft allerdings Laub ab. Bei dichtem, gewachsenem Bestand trotzdem noch Sichtschutz auch im Winter gegeben.
- "natürliche" Mischhecke z.b mit verschiedenen Hartriegeln (Cornus mas) und div. anderen Sorten: Sieht natürlich aus, pflegeleicht, mehr Platzbedarf zum Garten hin, nicht "formbar".

edit: Ach ja, Pflanzeit beachten! Im Sommer kann man nur Containerpflanzen pflanzen, die sind um einiges teurer als Wurzel- oder Ballenware. Also am besten auf den Herbst bzw. Frühjahr warten.

ilPatrino
2015-06-26, 11:58:59
eibe hat aber wie koniferen den nachteil, daß sie schwer kleinzuhalten sind bzw. dann schnell mistig aussehen

bei eibe sollte man nicht vergessen, daß die rote beeren fabrizieren, die hochgiftig sind > kinder und haustiere entsprechend erziehen

Commander Keen
2015-06-26, 12:18:40
Oder halt so:

http://www.rigonlittmann.de/uploads/pics/Gabionenwand001.jpg

BÄM! Dazu obendrauf noch ein wenig Stacheldraht und fertig ist der natürliche Sichtschutz in freundlichem Ambiente.

Knuddelbearli
2015-06-26, 12:40:50
efeu drüber und es sieht sogar ganz schick aus

Argo Zero
2015-06-26, 13:25:34
Diese "Mauern" sehen so scheußlich aus. :(
Als ob es ein Rohbau und nicht fertig wäre.

Anadur
2015-06-26, 14:45:12
Glanzmispel sind aber auch frostempfindlich. Die sehen denn nicht nach Jahren shice aus, sondern nach dem nächsten (harten) Winter...

Die meisten Sorten sind freigegeben bis -20. So oft hast du das dauerhaft nicht in Deutschland. Mag also in den Alpen durchaus eine Überlegung sein, aber in 95% der restlichen Regionen in Deutschland nicht.Und wenn es wirklich schlimm ist, schendeit man halt zweimal im Jahr.


@skanti: Fahrt lieber durch ein älteres (10-20 Jahre) Baugebiet als in die Baumschule und schaut euch da um. Dann sieht man ganz gut wie so Hecken nach ein paar Jahren aussehen und was einem selbst am besten gefällt.

Jego
2015-06-27, 12:02:15
Diese "Mauern" sehen so scheußlich aus. :(
Als ob es ein Rohbau und nicht fertig wäre.

Diese "Mauern" nennen sich Gabionen und ich geb Dir zu 100% recht, schaut einfach nur unfertig aus :biggrin:

Commander Keen
2015-06-27, 14:40:47
Es kommt wie immer drauf an. Man kann mit Gabionen schon tolle Sachen machen, die Dinger gibt es in unzähligen Variationen und sind auch dementsprechend flexibel einsetzbar.

Was auf dem obigen Bild halt abschreckend wirkt ist die schiere Höhe und Kaltheit der Mauer. Das hat schon was vom eisernen Vorhang und wirkt dementsprechend unfreundlich. Ich mag so eingemauerte Grundstücke allgemein nicht besonders, wenn man keinen Bock auf die Aussenwelt hat ist eine Hecke meistens harmonischer.

Natürlich haben Gabionen aber auch Vorteile: Billiger als Naturstein- oder Ziegelmauern, da man die fertigen Gabionen einfach auf ein Fundament klatscht und fertig bzw. den Korb hinklatscht und vor Ort einfach befüllt. Ist auf jeden Fall weniger Arbeitsaufwand als eine Mauer zu bauen. Zudem halten die Dinger ewig, brauchen keine Wartung (Anstrich o.ä. wie bei einem Holzsichtschutz, Schnitt wie bei Hecke).

Hier mal ein paar Beispiele einer sinnvoll bzw. hübscher eingesetzten Gabionenwand:

https://encrypted.google.com/url?sa=i&rct=j&q=&esrc=s&source=images&cd=&cad=rja&uact=8&ved=0CAcQjRw&url=https%3A%2F%2Fwww.pinterest.com%2Fsmebraun%2Fgartenmauer%2F&ei=eJeOVZi1KqyM7AaBzL_ADw&bvm=bv.96783405,d.bGg&psig=AFQjCNEHCbnmbN87Rnhdq2ybDe_dGBGaDA&ust=1435494176906438
http://www.wp-gabionen.at/images/startpic03.gif
http://www.gabionen24.de/images/categories/45_Flexi_Zaun_Gabione_23cm__ohne_BP_Kategorie.jpg
https://encrypted.google.com/url?sa=i&rct=j&q=&esrc=s&source=images&cd=&cad=rja&uact=8&ved=0CAcQjRw&url=http%3A%2F%2Fwww.ais-online.de%2Ffirma%2Fferrondo%2F5040662%2F&ei=PJiOVe-1CorU7AbikKqYDA&bvm=bv.96783405,d.bGg&psig=AFQjCNHm08o3U0k4_H4B7mAP_KT5iPrLPw&ust=1435494698859435
http://www.vip-gabionen.com/image/gPics/110_1069.jpg

Kurz gesagt: Gerade als Stützwände haben die Dinger schon ihre Daseinsberechtigung. Als reine Einfriedung siehts natürlich trostlos und scheiße aus:

https://encrypted.google.com/url?sa=i&rct=j&q=&esrc=s&source=images&cd=&cad=rja&uact=8&ved=0CAcQjRw&url=https%3A%2F%2Fbaushop24.com%2Fsichtschutz-zaungabione-zum-aufduebeln-systembreite-23cm_10460_24891_index.html&ei=kpmOVbGSGIqQ7Aaks5TgCg&bvm=bv.96783405,d.bGg&psig=AFQjCNHm08o3U0k4_H4B7mAP_KT5iPrLPw&ust=1435494698859435

Aber OK, wie gesagt, wers billig und pflegeleicht und seine Ruhe haben will ist vielleicht auch damit glücklich.

Jego
2015-06-27, 15:54:38
Du hast schöne Positiv-Bespiele ausgewählt und beim bautechnischen Nutzen bin ich auch völlig bei Dir, sofern es darum geht einen Hang abzustützen.

Wie du sagst, unschön wird es, wenn sie als Einfriedung dienen, weshalb mir Bild 2 in der Hinsicht auch wieder nicht gefällt :(

Heiner Bremer
2015-07-02, 09:38:09
Mahlzeit,

hier noch ein Bauherr mit Fragen in die Runde. Kurz zum Vorhaben, wird ein Bungalow der Marke Fibav mit 122qm Wohnfläche, ohne Keller. Dazu kommt eine LWP + eine Lüftungsanlage.

1. Morgen wird die Bodenplatte gegossen, bei den angekündigten Temperaturen fürs WE bat mich unser Bauleiter, die Bewässerung der Platte übers WE zu übernehmen, wenn das für uns ok wäre (sonst Terminverschiebung). Ist für uns okay, er meinte aller 12 Stunden müsste reichen (Planen liegen zum Schutz vor Sonneneinstrahlung drauf), was ist da Eure Meinung im Hinblick auf die 30°C, lieber in kürzeren Abständen wässern?

2. Kennt sich wer mit Luftbrunnen für Lüftungsanlagen aus? Orientiert sich vom Prinzip her an den Erdwärmekollekturen, sprich die Luft wird im Sommer durch das Erdreich abgekühlt, im Winter aufgewärmt.

Gruß, Heiner

captainsangria
2015-07-02, 09:44:56
Kauft euch keinen Buchsbaum.
Bei uns in der Gegend ist der Schädling so aktiv, dass alle paar Wochen die Hecke gespritzt
gehört.

Entweder so, oder die Stauden verrecken. :ufinger:

Eidolon
2015-07-02, 10:38:14
Würde Rhododendron vorschlagen, haben wir selbst zur Straße hin.

Butter
2015-07-02, 10:47:24
Maschen Drahtzaun?

Bloß keine Tannen ect. die wachsen wie blöde und in 5 Jahren hat mein ein Problem mit saurem Boden usw

Joe
2015-07-02, 11:04:00
Kann mir hier Jemand ein System empfehlen für folgendes Szenario:

Ich muss mein Grundstück einzäumen, wegen Hund.
Eine Seite ist ein Problem, sind ca 30m auf einem Steilhang (70% Gefälle) zwischen Büschen und Bäumen

http://i.imgur.com/7TPtC76.jpg

Das Teil muss natürlich min 2m Hoch sein sonst hüpft der Hund drüber, unten Abschließen sonst presst er sich da durch und sollte nicht mehr kosten wie das Haus ;)

byola
2016-01-13, 14:04:11
Kann mir hier Jemand ein System empfehlen für folgendes Szenario:

Ich muss mein Grundstück einzäumen, wegen Hund.
Eine Seite ist ein Problem, sind ca 30m auf einem Steilhang (70% Gefälle) zwischen Büschen und Bäumen

http://i.imgur.com/7TPtC76.jpg

Das Teil muss natürlich min 2m Hoch sein sonst hüpft der Hund drüber, unten Abschließen sonst presst er sich da durch und sollte nicht mehr kosten wie das Haus ;)

Kauf dir ein Weidegerät und entsprechenden Zaun.

Topic: Reinen Kalkputz zu verarbeiten ist die Hölle.

ux-3
2016-01-13, 15:07:00
Elektrischer Kragen ist viel billiger und wirkt ähnlich.

Wuzel
2016-01-13, 15:23:52
Elektrischer Kragen ist viel billiger und wirkt ähnlich.

Und wenn das Vieh den Hang abrutscht, wird es gegrillt :uup:

byola
2016-01-13, 16:52:24
Und wenn das Vieh den Hang abrutscht, wird es gegrillt :uup:

Genau so wird dein Bio-Rindfleisch "produziert". Man wartet einfach ab, bis mal ein Rindvieh an den Zaun kommt, fällt durch den höchst-tödlichen Stromschlag um und kann dann verspeist werden.

AtTheDriveIn
2016-07-31, 23:39:03
Ich belebe das Thema mal wieder, weil bei uns aktuell auch geplant wird.

Frage1) manchmal liest man, dass Banken Kfw Darlehen als Eigenkapital ansehen. Hat das einer hier so gemacht?

Frage2) Was hat euer Haus pro qm bezahlt (ohne Grundstück, nur Gebäude)?

Annator
2016-08-01, 09:01:00
Ich belebe das Thema mal wieder, weil bei uns aktuell auch geplant wird.

Frage1) manchmal liest man, dass Banken Kfw Darlehen als Eigenkapital ansehen. Hat das einer hier so gemacht?

KFW Kredite bekommt man nicht direkt von der KFW Bank sondern die werden durch eine normale Bank durchgeleitet. Diese Bank haftet dann bei Zahlungsausfall und trägt das Risiko gegenüber der KFW Bank. Ohne andere Sicherheiten als die Grundschuld wird das keine Bank als Eigenkapital ansehen.

littlejam
2016-08-01, 20:05:01
Ich belebe das Thema mal wieder, weil bei uns aktuell auch geplant wird.

Frage1) manchmal liest man, dass Banken Kfw Darlehen als Eigenkapital ansehen. Hat das einer hier so gemacht?
KFW Kredite bekommt man nicht direkt von der KFW Bank sondern die werden durch eine normale Bank durchgeleitet. Diese Bank haftet dann bei Zahlungsausfall und trägt das Risiko gegenüber der KFW Bank. Ohne andere Sicherheiten als die Grundschuld wird das keine Bank als Eigenkapital ansehen.
Soweit ich weiß, ist der KfW-Kredit ein Kredit der KfW, für den die KfW auch haftet. Ja die Bank leitet durch, wird aber als EK akzeptiert. Zumindestens war das bei mir 2x so.
Irgendwie ist das auch klar, die Zinsen werden von der KfW bestimmt, somit muss die auch das Ausfallrisiko tragen.

Frage2) Was hat euer Haus pro qm bezahlt (ohne Grundstück, nur Gebäude)?

1000€/m² anno 2008

Grüße

Sylver_Paladin
2016-08-01, 20:46:32
Frage2) Was hat euer Haus pro qm bezahlt (ohne Grundstück, nur Gebäude)?
Wohnhaus an sich, Kfw 70 Massiv(KWL, Sole WP), 1850€/qm
Garage 52qm auf unbeheizten Keller ebenfalls 52qm zusammen ca 60k€

Annator
2016-08-01, 21:45:33
Soweit ich weiß, ist der KfW-Kredit ein Kredit der KfW, für den die KfW auch haftet. Ja die Bank leitet durch, wird aber als EK akzeptiert. Zumindestens war das bei mir 2x so.
Irgendwie ist das auch klar, die Zinsen werden von der KfW bestimmt, somit muss die auch das Ausfallrisiko tragen.



1000€/m² anno 2008

Grüße

Das war vielleicht vor der Bankenkriese so. :)

Hier mal gut erklärt von Test.de

Die KfW vergibt ihre Kredite nicht direkt, sondern nur über andere Banken. Erster Ansprech*partner dafür ist meist die Haus*bank. Der Haus*eigentümer kann aber jede beliebige Bank wählen, die KfW-Kredite anbietet. Die Bank prüft die Finanzierung, schließt den Kredit*vertrag mit dem Kunden ab und haftet gegen*über der KfW für die Rück*zahlung. Als Gegen*leistung muss sie weniger Zinsen an die KfW weiterleiten, als der Kunde für den Kredit zahlt.

Lethargica
2016-08-01, 22:33:01
Ich belebe das Thema mal wieder, weil bei uns aktuell auch geplant wird.

Frage1) manchmal liest man, dass Banken Kfw Darlehen als Eigenkapital ansehen. Hat das einer hier so gemacht?

Frage2) Was hat euer Haus pro qm bezahlt (ohne Grundstück, nur Gebäude)?

Etwas schwer zu sagen, da ich den Keller nicht sauber rausrechnen kann.

So ganz grob werden es aber um die 1500€ /m² gewesen sein. (Neubau, Massiv, 190m² + WU Keller, BJ2013)

Scream
2016-10-27, 15:27:38
Baut sonst niemand bei den super günstigen Zinsen derzeit?
Ich stecke aktuell in der ersten Planung. Das Grundstück muss erst noch erschlossen werden, was hoffentlich bald passiert. Ziel ist es, dass zumindest der Rohbau mit Dach und Fenstern bis Winter 2017 steht.

Silentbob
2016-10-27, 15:35:39
-- gelöscht, hab mich verlesen --

Annator
2016-10-27, 16:03:33
Baut sonst niemand bei den super günstigen Zinsen derzeit?
Ich stecke aktuell in der ersten Planung. Das Grundstück muss erst noch erschlossen werden, was hoffentlich bald passiert. Ziel ist es, dass zumindest der Rohbau mit Dach und Fenstern bis Winter 2017 steht.

Haben gekauft. Urkunde liegt seit einer Woche hier. Umzug ist aber erst im März. Die vorherigen Eigentümer bauen kleiner neu. :)
Hätten auch gebaut aber die Grundstücke die in den letzten 3 Jahren angeboten wurden waren von der Lage her alle nicht so schön oder viel zu teuer. 150.000€ für 500qm ist irgendwie ziemlich abgefuckt.

sun-man
2016-10-27, 16:07:03
Nö. Zinsen mögen niedrig sein. Dafür kostet aber so ne Kackhütte als reihenhaus mit 40qm "Garten" bereits 320.000. Da behalte ich mein Geld lieber.

Morale
2016-10-27, 16:58:28
Nö. Zinsen mögen niedrig sein. Dafür kostet aber so ne Kackhütte als reihenhaus mit 40qm "Garten" bereits 320.000. Da behalte ich mein Geld lieber.
So billig, da würde ich hier ja gleich zuschlagen und 2 kaufen ;)

Sven77
2016-10-27, 17:10:58
So billig, da würde ich hier ja gleich zuschlagen und 2 kaufen ;)

Vielleicht als Wertanlage.. aber den Rest seines Lebens abzahlen um in nem Hasenstall zu wohnen ist es auch nicht in München wert

Morale
2016-10-27, 17:19:02
Der Hasenstall geht hier (außerhalb Münchens, innerhalb will ich gar ned von reden) bei ~750.000 los, leider.
Gut 2 kaufen wäre übertrieben, aber ein kleines Reihenhaus mit kleinem Garten für 320.000, wäre ich gleich dabei. Wäre ja auch mit etwas EK in <10 Jahren abbezahlt.
Für das Geld gibt es hier 3 Zimmer 75qm ohne Garten :(

Lethargica
2016-10-27, 17:26:29
Baut sonst niemand bei den super günstigen Zinsen derzeit?
Ich stecke aktuell in der ersten Planung. Das Grundstück muss erst noch erschlossen werden, was hoffentlich bald passiert. Ziel ist es, dass zumindest der Rohbau mit Dach und Fenstern bis Winter 2017 steht.

Meine Schwester baut gerade neu. Was sie sich gerade zur mir (Finanzierung von 2012) an Zinsen spart, muss Sie mehr für das Grundstück + Baukosten draufzahlen.

Bei 0% EK mag der Zins vieleicht etwas schwerer wiegen, aber wer “normal“ baut (also mit 30 - 50% EK) spart imho nicht wirklich was.

sun-man
2016-10-27, 17:59:20
Der Hasenstall geht hier (außerhalb Münchens, innerhalb will ich gar ned von reden) bei ~750.000 los, leider.
Gut 2 kaufen wäre übertrieben, aber ein kleines Reihenhaus mit kleinem Garten für 320.000, wäre ich gleich dabei. Wäre ja auch mit etwas EK in <10 Jahren abbezahlt.
Für das Geld gibt es hier 3 Zimmer 75qm ohne Garten :(
Naja, dafür brauchst auch die Kohle. Selbst mit 1500€/M zahlst 20 Jahre oder so, mit 50% EK.....weniger.

Der Punkt ist aber das ich bereits 44 bin und das nicht mehr hin bekomme. Und bis 67 Arbeiten und meiner Tochter dann ein Haus mit 1000€ Abzahlung und 150.000 Rest zu übergeben? Neeeee. Und von der "Rente" werde ich die Raten niemals abbezahlt bekommen. Da haben wir halt was verpasst.....

Auf der anderen Seite wohnen wir vergleichweise günstig (für hier), haben 300qm Garten, 5x4m Terrasse, 2 Keller bzw Abstellräume, 2 Parkplätze. 1080€ - billig hier.

Freund ehaben gerade ein gebrauchtes Reihenhaus gekauft. 140qm - 410.000€ + 100.000 um alles neu zu machen.

Dumme Sache, ich bräuchte nicht zwingend ein Haus - bissel leiser wäre schön und nicht so nervige Mitmieter :D. Meine Tochter soll, wenn sie groß ist, die Welt erleben und nicht hier hocken weil Mama und Papa hier sind. Wir wollen hier auch nicht Alt werden, zur Rente gehts spätestens in den Norden zurück. Ach ja - Ferienwohunng kaufen und vermieten wäre ein schönes Thema. Das fänd ich spannend

deepmac
2016-10-27, 19:48:14
siehste sind auf 20 Jahre Abzahlung dann 192000 Euro Kaufpreis bei angenommenen 800 kalt, alles was drüber finanziell liegt , zu teuer.

Ich frage mich aber auch, wer später nach dem Immobilienboom die dann nötigen Mieten zahlen soll, die Rente wird wohl trotz Privatvorsorge nicht reichen, da werden viele Immokäufer Verluste machen.

sun-man
2016-10-27, 20:06:49
Naja, wir gehen hier eh weg. Das kann man sich mit ner normalen Rente dann nicht mehr leisten. 300qm Garten müssen dann ja auch nicht mehr sein. Mit Kind gibts einfach nicht besseres - außer noch mehr Platz mit weniger Arbeit :D

Morale
2016-10-27, 20:51:59
Naja, dafür brauchst auch die Kohle. Selbst mit 1500€/M zahlst 20 Jahre oder so, mit 50% EK.....weniger.
Dachte eher an 2000+
Schnell abzahlen, Zinsen gibt es ja eh nicht wirklich.
Der Punkt ist aber das ich bereits 44 bin und das nicht mehr hin bekomme.
Ja, 44 ist schon ein gewisses Alter. Bin selber 30 und habe eine Tochter(2). Da ist noch Zeit.
Aber mal eben ne halbe Mio für eine gescheite 4 Zi + kleiner Garten ETW oder 750000 für ein Reihenhaus. Dicker Batzen, selbst bei unserem recht gutem Einkommen.

Auf der anderen Seite wohnen wir vergleichweise günstig (für hier), haben 300qm Garten, 5x4m Terrasse, 2 Keller bzw Abstellräume, 2 Parkplätze. 1080€ - billig hier.
Das ist schon günstig, wenn warm. Wir wohnen auch billig, 850 warm für 3 Zi 80wm mit Balkon. Zentrale Lage hier. Gleichwertiges kostet ca. 500 kalt mehr. Ne 4 Zi, 100qm Neubau zur Miete wäre so 800 kalt mehr.

siehste sind auf 20 Jahre Abzahlung dann 192000 Euro Kaufpreis bei angenommenen 800 kalt, alles was drüber finanziell liegt , zu teuer.
Ne Immobilie ist ja auch Altersvorsorge. Außerdem geht es an die Kind(er) über, bleibt also erhalten. Stumpf die KM nehmen und damit rechnen ist ja auch nix.

sun-man
2016-10-27, 20:59:50
2000 kann ja nicht jeder leisten. Freund von uns hat seit Jahren nen job der 5 stellig netto ist. Das Haus war nach 2 Jahren abbezahlt.... Und die beiden nachbargrunsstucke mit gekauft :D.

Aktuell kenne ich genügend Leute die eben mit Auszug der Kinder verkaufen. Lohnt aber auch erst wenn es dann abbezahlt ist.

Wenn es geht einfach machen. Hier lohnt es sich mit einem normalen Einkommen imho nicht mehr wirklich. Das Geld zu bekommen wäre ein Kinderspiel

Annator
2016-10-27, 21:21:39
Ein Haus ist keine Altersvorsorge es ist ein Luxus.

https://www.youtube.com/watch?v=2Jaf4twJxM4

Plutos
2016-10-27, 21:24:23
Und die beiden nachbargrunsstucke mit gekauft :D.


Gutes Stichwort! Hat jemand irgendwelche Erfahrungen damit, wie man einen - im Grunde fremden - Nachbarn darauf am besten anspricht? Ich kann ja nicht mit der Tür ins Haus fallen und erklären, dass ich ihn weg und sein Grundstück haben will. :uponder:

Gibt's da eine bestimmte Strategie, wie man das einfädeln könnte? Allein mit Scheinchen zu wedeln wird ja wahrscheinlich nicht reichen, abgesehen davon dass man dann sicher zu viel zahlt.

Lethargica
2016-10-27, 21:47:28
Nachbarin war alt, hab ihr gesagt, wenn Sie verkauft, muss Sie sich nimmer um den Rasen & Garten kümmern. Fand Sie ne dufte Idee, dafür han ich es auch günstig bekommen.

Und nein, das ist nicht ironisch gemeint ;)

Morale
2016-10-27, 21:48:28
Ein Haus ist keine Altersvorsorge es ist ein Luxus.

https://www.youtube.com/watch?v=2Jaf4twJxM4

Kommt drauf an, wie man es plant und angeht. Gut Haus ist halt irgendwann wirklich "too much" aber eine gescheite ETW kann auch eine Altersvorsorge sein.

Wenn man natürlich immer geschickt umzieht, also als Paar 2 Zimmer 50qm, mit 1 Kind dann 3 Zimmer 70 qm mit 2 Kindern dann 4 Zi 90qm, und dann wenn die Kids raus sind wieder in die 2 Zimmer 50qm kann natürlich auch was sparen.

Wenn ich jetzt dauerhaft 1500 kalt für die nächsten 50 Jahre rechne komme ich auf 900.000 Euro. Eine entsprechende Neubauwhg kostet 500.000. Selbst mit Reparaturen kommt man noch gut weg + Kann es an die Kinder vererben. Bei heutigen Standards ist so eine Whg. dann auch nicht mehr so "weit weg" wie eine Whg von 1950.

Es kann natürlich keiner sagen wie der Markt sich entwickelt.
Da liegt eher das Risiko derzeit.

bleipumpe
2016-10-27, 22:32:49
Gutes Stichwort! Hat jemand irgendwelche Erfahrungen damit, wie man einen - im Grunde fremden - Nachbarn darauf am besten anspricht? Ich kann ja nicht mit der Tür ins Haus fallen und erklären, dass ich ihn weg und sein Grundstück haben will. :uponder:

Gibt's da eine bestimmte Strategie, wie man das einfädeln könnte? Allein mit Scheinchen zu wedeln wird ja wahrscheinlich nicht reichen, abgesehen davon dass man dann sicher zu viel zahlt.
Ich habe beide Nachbarn einfach ehrlich und direkt angesprochen: Frei nach dem Motto, wenn ihnen das hier alles zu viel ist oder sie nicht mehr möchten - einfach mal an uns denken. Wir werden uns bestimmt einig.
Wurde von beiden positiv aufgenommen - und der Floh ist im Ohr :biggrin:

Paran
2016-10-27, 22:58:59
Wieso wollt ihr noch des Nachbars Anwesen? Mit 6000qm hat man schon genug zu tun. Die Nachbargrundstücke sind auch so groß. Dann müsste man ja schon eine polnische Großfamilie einstellen um allein den Rasen zu pflegen.

bleipumpe
2016-10-28, 06:31:09
Hat ja nicht jeder 6000m2. Jeder hat andere Vorstellungen. Unserer Haus ist z.B. nicht gerade altersgerecht, d.h. ein Bungalow ist für uns im Alter eine Option. Außerdem könnte man unser Grundstück durch den Zukauf viel besser nutzen und bebauen.

sun-man
2016-10-28, 06:52:16
Ach ja, ne weitere Rechnung wurde uns so aufgemacht.
Kaufen für 350.000 - bis zur Rente zahlen - also von mir aus 200.000 abbezahlen. Dann verkaufen für 380.000 (oder was auch immer). 150.000 + Strafe (wie hoch ??) geht an die Bank, Rest ist unseres. Hab nicht drüber nachgedacht ob das so funktioniert :D

Man sagt ja gerne das man bis Mitte 50 fertig sein sollte mit der Finanzierung. Alleine ein neues Dach kostet ja in aller Regel richtig Schotter wenn man das nicht selbst kann.

Hier sind Häuser irgendwie unbezahlbar. Bei nem Kollegen, 60km weiter, kosten 780qm 77.000€. Dann sind aber 2 Autos und täglich 60km Fahrt fällig.

Kundschafter
2016-10-28, 07:23:17
Letztes Jahr fertig gewesen mit der Abzahlung.

Allerdings möchte ich mit "euch" nicht tauschen, sprich euren Wohnorten.
Egal, wie schön es dort sein mag, ich als Otto-Normalverdiener war froh, dass ich meine Hütte allein bezahlen konnte (Hochzinsphase, 9%) :

Bj. 1995, 105 qm WFL, Bungalow (nur Erdgeschoß, schon damals ans Alter gedacht), 500 qm Grundstück. Hat mich komplett mit allen Kosten (Notar, Erschließung...usw.) schlappe 280.000 DM (~145.000 Euro) gekostet.

War allerdings auch nur für 2 Personen, keine Kinder. Nur Katzen :D

sun-man
2016-10-28, 07:34:45
Solche Orte kenne ich auch. Bei Freunde im Norden ums Eck. 245qm Wohnung mit Pferdekoppel - 1000€ WARM. Die Nachbargrundstücke waren leer, 30.000€ für etliche Quadratmeter. *wtf* :D

Lethargica
2016-10-28, 09:38:24
Ach ja, ne weitere Rechnung wurde uns so aufgemacht.
Kaufen für 350.000 - bis zur Rente zahlen - also von mir aus 200.000 abbezahlen. Dann verkaufen für 380.000 (oder was auch immer). 150.000 + Strafe (wie hoch ??) geht an die Bank, Rest ist unseres. Hab nicht drüber nachgedacht ob das so funktioniert :D

Man sagt ja gerne das man bis Mitte 50 fertig sein sollte mit der Finanzierung. Alleine ein neues Dach kostet ja in aller Regel richtig Schotter wenn man das nicht selbst kann.

Hier sind Häuser irgendwie unbezahlbar. Bei nem Kollegen, 60km weiter, kosten 780qm 77.000€. Dann sind aber 2 Autos und täglich 60km Fahrt fällig.

Ach, das Dachgespennt mal wieder.
Man bekommt manchmal fast den Eindruck, man müsste alle 20 Jahre das komplette Dach sanieren.

Ich hab das vor ca. 7 Jahren bei unserem Mietshaus gemacht (nach 45 Jahren).
30 grad Satteldach, ca. 90m² komplett neu ab Sparren, waren um die 12.000€

Beim Vater, nach 30 Jahren für ca. 140m², 30 grad Satteldach, neue Aufdachdämmung + neu Eindecken ca. 8000€ (und hier wär es noch nicht nötig gewesen, das Geld war halt über)

Da geben die meisten auf das Jahr gerechnet wohl mehr für den Service an ihrem Auto aus.

sun-man
2016-10-28, 09:40:50
OK, der direkte Nachbar hat gerade ein neues Dach für 27.000 bekommen (EFH) und mein Bürokollege hat 23.000 bezahlt. Andere Freunde planen gerade da si eein altes Haus gekauft haben, sind bei 27.000. Ich kenne nur solche Zahlen und weiß es nicht besser, sry.

Ist aber auch egal, meine Rechnung von oben geht nicht auf :D

Morale
2016-10-28, 09:44:15
Also bauen werden wir zu90% nicht. Beim Schwiegervater aufm Grund könnte man ggf. ein Haus hinsetzen, müsste man aber erstmal ältere Gebäude abreißen (haben quasi einen Bauernhof, aber viel verkommen). Meine Frau ist das aber zu nah dran. Auch wenn ich die ganz ok finde, manchmal sind sie schon nervig und auch recht fordernd was Hilfe angeht, aber gerade die Schwiegermama ist selber eher faul.

Mir gefällt diese NeubauWhg (2018 fertig) ganz gut:
http://www.zima.at/images/16.07.21-haus-B0-161.pdf
4 Zimmer, guter Platz, kleiner Garten (zu groß brauch ich auch nicht, einfach um sich mal rauszusetzen, Grill an usw, dafür langt das).
Preis halt: 450.000 inkl Stellplatz + Notar usw.
Könnte man zwar auch in 20 Jahren abzahlen, aber das ist so ein langer Zeitraum :redface:

sun-man
2016-10-28, 09:46:44
94qm für 450.000€???? Nicht ernsthaft? Krass. Dachte die 380.000 im Nachbarort für Erdgeschoss mit Garten und 40 Familien die dir auf den Grill gucken wäre schon viel.
5qm "Terrasse"? Wow, da geht ja ein ganzes Pizzablech drauf. Ich glaub dazu wäre ich zu verwöhnt vom Platz - und das wäre so ein Ding wo mir das Geld, auch wenn ich es hätte, zu Schade wäre. 20 Jahre geht ja sogar für den Preis.

Morale
2016-10-28, 10:01:48
Die Terrasse hat schon 10qm :wink:
5qm sind die 50% die angerechnet werden ;)

Der Preis gilt hier als "eher günstig", weil hat auch weiter draußen, wobei Freising auch stark anzieht.
Direkt im Münchner Umland kann man nochmal min. 100.000-150.000 drauflegen.

Gibt im gleichen Gebäude auch 5 Zimmer 120qm mit "größerem" Garten (so 120qm Garten).
Kostet dann aber schon fast 700.000 :freak:

Gandharva
2016-10-28, 10:20:10
Neubauten in und um Ballungszentren sind imho völlig uninteressant. Es wird nur noch mit Mindestabständen gebaut. Quasi kein Garten und man kommt sich vor wie in einer Legebatterie.

Morale
2016-10-28, 10:34:09
Ja, das stimmt schon. Wenn dann mit Dachterrasse, die sind öfters gleich teuer, da hat man aber deutlich mehr Platz und Privatsphäre. Sind aber oft schnell weg

minos5000
2016-10-28, 10:35:17
Ich hab das vor ca. 7 Jahren bei unserem Mietshaus gemacht (nach 45 Jahren).
30 grad Satteldach, ca. 90m² komplett neu ab Sparren, waren um die 12.000€


War das nach 45 Jahren wirklich nötig? Das Haus meiner Eltern ist 70 Jahre alt und das Dach in einwandfreiem Zustand. Und bei mir in der Gegend gibts etlich Jugendstilhäuser bei denen auch noch nie was am Dach gemacht werden musste.

NiCoSt
2016-10-28, 10:44:21
Das kommt stark darauf an, wie gedeckt wurde (Material, Qualität, Ausführung) und der ausgesetzten Witterung. Das lässt sich nicht pauschalisieren.

Lethargica
2016-10-28, 12:02:50
War das nach 45 Jahren wirklich nötig? Das Haus meiner Eltern ist 70 Jahre alt und das Dach in einwandfreiem Zustand. Und bei mir in der Gegend gibts etlich Jugendstilhäuser bei denen auch noch nie was am Dach gemacht werden musste.

Naja, was nötig ist, ist wie so oft Ansichtssache.

Das Dach war schon noch dicht, aber energetisch natürlich eine Katastrophe (Lattung direkt auf den Sparren, keine Dämmung). Zumal man ja auch mal wieder was zum Abschreiben braucht.

@NiCost
Klar, wie gesagt, ein 30 grad Sattteldach, innen nicht ausgebaut (kein Wohnbereich) ohne Gauben, das einfachste (und imho auch beste) was es gibt.

Bei mir (2 elektrische Dachfenster, große Schleppgaube, voll ausgebaut) hat da Dach auch um die 30.000€ gekostet, obwohl wir zu 2. mitgearbeitet haben.

myMind
2016-10-28, 20:18:11
Ach ja, ne weitere Rechnung wurde uns so aufgemacht.
Kaufen für 350.000 - bis zur Rente zahlen - also von mir aus 200.000 abbezahlen. Dann verkaufen für 380.000 (oder was auch immer). 150.000 + Strafe (wie hoch ??) geht an die Bank, Rest ist unseres. Hab nicht drüber nachgedacht ob das so funktioniert :D

Mit der "Strafe" ist wohl die Vorfälligkeitsentschädigung gemeint. Das würde ich mir dreimal überlegen, denn es gibt keine rechtsverbindliche Regelung bei Baufinanzierungen nur einige Urteile, die den Rahmen grob abstecken.

Davon abgesehen würde ich keinem Finanzierungsmodell vertrauen, dessen Grundlage Wertsteigerungen sind. Treffen diese nicht ein, kann es übel enden.

Man sagt ja gerne das man bis Mitte 50 fertig sein sollte mit der Finanzierung. Alleine ein neues Dach kostet ja in aller Regel richtig Schotter wenn man das nicht selbst kann.
Solche pauschalen Aussagen bringen einen eigentlich nicht weiter. Es hängt alles davon ab, ob man unter dem Strich ein gutes Geschäft machen kann oder eben nicht.
Für mich hat der Kauf vor vier Jahren super hingehauen, obwohl ich auch schon älter bin. Günstig gekauft in zentraler Lage und die Werte explodieren hier förmlich. Aber heute gibt es auf dem Häusermarkt praktisch keine günstigen Angebote mehr, dass ist das eigentlich Problem. Ich sehe auch nicht wie auf Basis des aktuellen Preisniveaus noch große Wertsteigerungen kommen sollen.

Hier sind Häuser irgendwie unbezahlbar. Bei nem Kollegen, 60km weiter, kosten 780qm 77.000€. Dann sind aber 2 Autos und täglich 60km Fahrt fällig.
Wenn die Lage zu unattraktiv ist, dann wird es ggf. mit dem Verkauf später auch schwieriger.
Also ich würde schon einfach mal weiter schauen und mich informieren. Vielleicht im 10km, 20km oder 30km Umfeld. Und wenn es nichts gibt, dann eben nicht. Mit Gewalt hat es keinen Sinn.

sun-man
2016-10-29, 12:14:42
Neubauten in und um Ballungszentren sind imho völlig uninteressant. Es wird nur noch mit Mindestabständen gebaut. Quasi kein Garten und man kommt sich vor wie in einer Legebatterie.

Genau, das wollte ich auch gerade fragen. 94qm in so nem Bau mit 10 Parteien macht doch nicht glücklich. Einer beschwert sich doch immer übers grillen oder was auch immer.

PS: Ich glaube nicht das ein Dach nach 70 Jahren in "einwandfreien" Zustand ist. Das ist doch technisch kaum möglich. Hitze, Kälte, Sturm, Sonne....
Ich kenne halt nur die Zahlen aus meinem direkten Umfeld. Vielleicht sind die Unterschiede regional ja wirklich so hoch, keine Ahnung. Sry, wenn ich da einfach völlig daneben liege.

bleipumpe
2016-10-29, 12:39:55
Bei uns werden im näheren Umfeld auch gerade diverse Bauflächen erschlossen bzw. der Bau hat begonnen. Zwischen den Häuser sind wirklich nur noch 6 Meter, geschuldet durch die relativ kleinen Grundstücke von ~500m2. Darauf hätte ich definitiv keinen Bock.

Xilavius
2016-10-29, 13:28:44
Bei uns werden im näheren Umfeld auch gerade diverse Bauflächen erschlossen bzw. der Bau hat begonnen. Zwischen den Häuser sind wirklich nur noch 6 Meter, geschuldet durch die relativ kleinen Grundstücke von ~500m2. Darauf hätte ich definitiv keinen Bock.

Habe selber ein Grundstück von 680 qm, reicht mir vollkommen, aber das ist meine persöhnliche Meinung.
Was viele Häuslebauer abschreckt sind bei großen Grundstücken auch die Folgekosten, wie Anliegerkosten beim Straßenbau. Da ist man mal eben schnell bei 10 - 25k € dabei und nicht nur wenn man ein Eckgrundstück hat.

Beispiel:
Straßenumbau mit Fußweg, verkehrsberuhigte Zone mit bepflanzten Inseln, er selber hat 1200 qm Grundstück, Breite ca 25m. Kosten für ihn als Anlieger, trotz Fördermaßnahmen von Kommune, Land und Bund noch sogar 22000 Euro. Ich habe derbe schlucken müssen als ich das hörte, habe selber zum Glück nur 30er Zone hier und relativ neue Straßen und Wege.
Eine Gärtnerei im Nachbarort hat ein Eckgrundstück, Standardstraße mit Fußweg und muß 47k Euro zahlen, das hätte ihn fast in den Ruin getrieben.

AtTheDriveIn
2016-10-29, 14:31:17
Stehe gerade vor der Entscheidung: Keller ja oder nein?

Für den Keller spricht klar der Wohnraum und Mehrwert, dagegen die Kosten und der hohe Grundwasserstand im Baugebiet. Architekt rät von Keller aufgrund der Mehrkosten ab und schlägt vor Haustechnik oberirdisch zu planen. Habt ihr Erfahrungen mit Kellern in Gebieten mit hohem Grundwasserstand?

Tigershark
2016-10-29, 16:00:20
@ xilavius: 680m² sind aber eben auch nicht 500m² :) Wir haben auch nur 672, aber 500 wären mir doch deutlich zu wenig. Hängt aber natürlich auch immer davon ab, wie es geschnitten ist und an welcher Stelle man das Haus setzt (oder setzen muss).

@ AtTheDriveIn: Wir haben trotz "Wasserlage" mit Keller gebaut (Hanglage, der größte Teil Keller ist Garage). Wir haben Betonfertigteilekeller gebaut mit extra Drainage und zusätzlicher Schotterschicht um sicher zu gehen. Mehr war laut Bodengutachten und auch nach Erfahrung vom Erdbauer bei anderen Vorhaben in der Gegen nicht nötig. Wenn Du auf absolute Nummer sicher gehen willst, musst Du dann eben weiße (oder schwarze) Wanne bauen. Ist dann natürlich auch eine Preisfrage.

sun-man
2016-11-07, 09:52:07
Da ich am Wochenende bei Freunde beim ausbau geholfen habe...die haben ihre alte Wohnung verkauft fürs haus. 110qm, purer Stahlbeton, Plattenbau. Heizung, Wasser, alles per Strom. Modernisierung nicht möglich. Pro Haus so 10-12 Stockwerke. Da kriegst Du über 180.000 wenn Du die verkaufst, nackig (also die Wohnung ;) :D )

NiCoSt
2016-11-10, 22:35:24
@ xilavius: 680m² sind aber eben auch nicht 500m² :) Wir haben auch nur 672, aber 500 wären mir doch deutlich zu wenig. Hängt aber natürlich auch immer davon ab, wie es geschnitten ist und an welcher Stelle man das Haus setzt (oder setzen muss).

@ AtTheDriveIn: Wir haben trotz "Wasserlage" mit Keller gebaut (Hanglage, der größte Teil Keller ist Garage). Wir haben Betonfertigteilekeller gebaut mit extra Drainage und zusätzlicher Schotterschicht um sicher zu gehen. Mehr war laut Bodengutachten und auch nach Erfahrung vom Erdbauer bei anderen Vorhaben in der Gegen nicht nötig. Wenn Du auf absolute Nummer sicher gehen willst, musst Du dann eben weiße (oder schwarze) Wanne bauen. Ist dann natürlich auch eine Preisfrage.

Hier in DD sah ich neulich ein inserat für doppelhaushälften mit Grundstücken von 320-400qm. Wohnfläche ist rund 110qm, ohne Keller versteht sich für 285000€.

AtTheDriveIn
2017-02-16, 20:36:15
Wie habt ihr euer Darlehen bei Tod abgesichert?

Dachte an eine Partner-Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme. Aber leider finde ich nur welche, mit einer versicherten Person (Hauptverdiener). Meine Frau und ich sind allerdings beide Hauptverdiener (;)), und da möchte ich natürlich gegenseitig absichern. Bleiben wohl nur zwei Verträge, oder habe ich da was übersehen?

Lethargica
2017-02-16, 21:03:05
Haben wir so gemacht, also 2 Verträge, allerdings nicht über die komplette Summe.

Die Beiträge sind recht überschaubar.

Annator
2017-02-17, 09:16:37
Wie habt ihr euer Darlehen bei Tod abgesichert?

Dachte an eine Partner-Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme. Aber leider finde ich nur welche, mit einer versicherten Person (Hauptverdiener). Meine Frau und ich sind allerdings beide Hauptverdiener (;)), und da möchte ich natürlich gegenseitig absichern. Bleiben wohl nur zwei Verträge, oder habe ich da was übersehen?

Haben jeder einen Vertrag als Kreuzversicherung (Zwecks Erbschaftssteuer, weil nicht verheiratet) über 150.000€ fest bei der Cosmos Direct. Finanzierung ist 370.000€. Also auch nicht die komplette Summe.


http://risikolebensversicherung.de/risikolebensversicherung-ueber-kreuz-erbschaftssteuer/

AtTheDriveIn
2017-02-17, 15:52:40
Ok danke, also werde ich auch zwei abschließen. Die finanzierende Bank (eine Sparkasse) möchte übrigens die Versicherungsscheine im Original haben. Ich finde das etwas übertrieben. Ist sowas üblich?

NiCoSt
2017-02-17, 17:23:16
Grundsätzlich gilt, Originale Dokumente niemals aus der Hand geben. Erstrecht keine Verträge.
Einzige Ausnahme ist bei Rückzahlungen, wo ein doppeltes Einreichen als Betrug gewertet werden könnte. Hier sichert sich der Vertragspartner ab.
Selbst bei sowas mach ich immer eine Kopie für mich.

Aber um beim Thema zu bleiben: Tod ist ja eher ein geringes Risiko. Arbeitslosigkeit, Krankheit, Scheidung sind da schon wahrscheinlicher. Welche Absicherungen des Kredits habt ihr dagegen?

AtTheDriveIn
2017-02-17, 18:39:25
Grundsätzlich gilt, Originale Dokumente niemals aus der Hand geben. Erstrecht keine Verträge.
Einzige Ausnahme ist bei Rückzahlungen, wo ein doppeltes Einreichen als Betrug gewertet werden könnte. Hier sichert sich der Vertragspartner ab.
Selbst bei sowas mach ich immer eine Kopie für mich.

Aber um beim Thema zu bleiben: Tod ist ja eher ein geringes Risiko. Arbeitslosigkeit, Krankheit, Scheidung sind da schon wahrscheinlicher. Welche Absicherungen des Kredits habt ihr dagegen?

Verbeamtung, Berufsunfähigkeit und die Rate nicht zu hoch gewählt. Da ist alles so safe wie nötig. ;)

Nochmal zu den Versicherungsscheinen. Wenn ich die Originale abgebe, und sie von der Bank verwahrt werden, was bedeutet das? Von einer Abtretung war (bisher) nicht die Rede.

Begünstigter ist ja weiterhin der Partner, nur das die Bank muss involviert werden muss, falls man sie geltend machen will. Verständnis richtig?

myMind
2017-02-18, 08:20:43
Ok danke, also werde ich auch zwei abschließen. Die finanzierende Bank (eine Sparkasse) möchte übrigens die Versicherungsscheine im Original haben. Ich finde das etwas übertrieben. Ist sowas üblich?
Kommt drauf an, was im Finanzierungsvertrag steht. Bei riskanten Finanzierungen kann man über Versicherungen das Ausfallrisiko für die Bank verringern. So kann eine Finanzierung zustande kommen, die aufgrund zu hoher Risiken eigentlich abgelehnt werden müsste. Dann sollte die Verpflichtung zur Versicherung aber auch im Vertrag festgehalten sein.

Ich vermute mal die Originale wollen sie als Absicherung, dass Du den Versicherungsvertrag nicht einfach kündigst. Es gibt aber meiner Meinung nach keinen Grund der Bank etwas zu schenken (Absicherung des Ausfallrisikos), für dass du keinen Gegenwert erhältst.

Lethargica
2017-02-18, 12:11:35
Haben jeder einen Vertrag als Kreuzversicherung (Zwecks Erbschaftssteuer, weil nicht verheiratet) über 150.000€ fest bei der Cosmos Direct. Finanzierung ist 370.000€. Also auch nicht die komplette Summe.


http://risikolebensversicherung.de/risikolebensversicherung-ueber-kreuz-erbschaftssteuer/

370.000€ finanziert?

Das nenne ich (zumindest bei meiner Konstellation) mal sportlich.

Annator
2017-02-18, 17:50:25
370.000€ finanziert?

Das nenne ich (zumindest bei meiner Konstellation) mal sportlich.

Geht gut bei uns. Ist auch mit Einliegerwohnung für die Schwiegermutter. 500€ Kaltmiete. Und nein ich versteh mich mit der sehr gut. :)

Metzler
2017-03-14, 22:02:07
370.000€ finanziert?

Das nenne ich (zumindest bei meiner Konstellation) mal sportlich.

Ist heute aber eher normal, zumindest im Münchner Speckgürtel: Kollege hat kürzlich ein Reihenhaus gekauft mit 90m² Wohnfläche (+ Keller) sowie ca. 120m² Grund für ca. 650.000,-€. Keine Ahnung, wieviel EK er mitbringt, aber für die Rate alleine zahlt er > 1500€.

Fusion_Power
2017-03-14, 23:50:17
Also ich hab mein Traumhaus schon fertig...am PC... :D
Brauch also nur noch bissl Geld und eine Idee wie man sowas legal in Deutschland bauen kann. :ugly:

Joe
2017-03-15, 12:47:54
Wiso solltest Du das nicht bauen dürfen?!
Musst nur die Vorschriften einhalten z.B. zur Dämmung und dir eine Gemeinde/Stadt suchen, die keine Gestaltungssatzung mit z.B. festgelegter Dachform hat.

suikoden007
2017-03-15, 16:03:00
Stehe gerade vor der Entscheidung: Keller ja oder nein?

Für den Keller spricht klar der Wohnraum und Mehrwert, dagegen die Kosten und der hohe Grundwasserstand im Baugebiet. Architekt rät von Keller aufgrund der Mehrkosten ab und schlägt vor Haustechnik oberirdisch zu planen. Habt ihr Erfahrungen mit Kellern in Gebieten mit hohem Grundwasserstand?


Ich fand den Keller am Anfang auch eine tolle Idee. Unser Architekt hat dann aber die Idee mit dem Dachausbau ins Spiel gebracht und wir haben keinen Keller unter das Haus gemacht. Im Dach haben wir massig Platz. Abstellraum, Haustechnik und Fitnessbereich sind da aktuell und es ist immer noch Platz.

Argument war, dass der Platz unter dem Dach "automatisch" entsteht, Keller (mit allen nötigen Arbeiten, Aushub usw.) treibt die Kosten schon noch mal ordentlich. Fazit ist, wir vermissen nichts bzw. es funktioniert so, also ohne Keller, auch prima. Und weil man alles nach oben schleppen muss, haut man das Dach nicht automatisch voll mit allen Sachen. So ein "komm brings schnell mal runter in den Keller" gibt es bei uns nicht. Merkt man im Vergleich zur Wohnung vorher enorm. Da war im Keller defacto nur Schrott...

sun-man
2017-03-15, 17:16:49
Naja, wenn die Haustechnik oben ausläuft, läufts halt durchs ganze Haus. Waschmaschine auf dem Dach defekt? Glückwunsch. Wenn Du auch kühle Sachen zum einkochen oder lagern stehst wirds unterm Dach sicherlich der falsche Ort sein.

suikoden007
2017-03-15, 17:43:35
Naja, wenn die Haustechnik oben ausläuft, läufts halt durchs ganze Haus. Waschmaschine auf dem Dach defekt? Glückwunsch. Wenn Du auch kühle Sachen zum einkochen oder lagern stehst wirds unterm Dach sicherlich der falsche Ort sein.

Pauschal schön zusammengefasst, well done Sir.
Aber:

Man(n) kann das schon auch gescheit machen lassen, gell!?

sun-man
2017-03-15, 17:57:09
Klar, kann man.

Scream
2018-03-12, 12:27:16
Baut sonst niemand bei den super günstigen Zinsen derzeit?
Ich stecke aktuell in der ersten Planung. Das Grundstück muss erst noch erschlossen werden, was hoffentlich bald passiert. Ziel ist es, dass zumindest der Rohbau mit Dach und Fenstern bis Winter 2017 steht.

Nach weiteren Verzögerungen hat mein Bau letzte Woche begonnen.

Lethargica
2018-03-12, 18:49:21
Fitnessbereich im Sommer unterm Dach stell ich mir jetzt auch nicht so prickelnd vor. Gerade im Sommer hab ich meinen Keller lieb :)

Aber klar, ist halt schon recht teuer.

Gimmick
2018-12-10, 11:07:53
So als ganz Ahnungsloser einen Hausbau planen ist ja furchtbar.
Haben ein schönes Grundstück ausgespäht, was man da so alles überlegen, prüfen und beantragen muss...
Grundstück direkt kaufen + nur Haus finanzieren oder beides zusammen als Paket finanzieren? Und vor dem Kauf erstmal eine Baugrundprüfung (Hanglage) machen lassen... da liest man ja Sachen von "500 bis 1500 €" bis "unter 2000€ taugen die Ergebnisse eh nix" X-D

Außerdem schwanke ich mehrmals die Minute zwischen "finanziell kein Problem" und "zomg wer soll das bezahlen ich hab doch nix" :|

/dev/NULL
2018-12-10, 12:54:20
Außerdem schwanke ich mehrmals die Minute zwischen "finanziell kein Problem" und "zomg wer soll das bezahlen ich hab doch nix" :|

- Immer fragen: Kann ich mir das (auch allein - Elternzeit, Trennung, whatever) leisten?

- Will ich da immer wohnen/kann ich es im Notfall (Arbeit zieht in anderes Stadt) auch vermieten oder verkaufen? (Speckgürtel um ne beliebte Stadt ist kein Problem. Großes Haus in MeckPomm oder Niederbayern im Nix.. schwierig.

- Habe ich Reserven einkalkuliert (wie beim BER - wird nie schneller fertig kostet immer Geld)

Ich hab Arbeitskollegen, die haben erstmal nen Grundstück gekauft (und zahlen das jetzt ab) und wollen dann irgendwann nen Haus drauf setzen.. wäre nicht meine bevorzugte Lösung - Du zahlst (Zinsen/Grundsteuer/Kehrdienst) für etwas, was Du nicht nutzen kannst und lebst trotzdem noch weitere X Jahre zur Miete (Geld das Du ja eigentlich ins Haus stecken könntest).

Colin MacLaren
2018-12-10, 13:14:50
Wir sind gerade hart am Überlegen. Gemitteltes Monatshaushaltsnettoeinkommen sind 4.400 EUR inkl. aller Zulagen. Die momentane Sparrate beträgt 1.000 EUR bei 800 EUR Warmmiete. Da uns das Haus in den letzten zwei Jahren von oben bis unten mit deutschen Assis und Flüchtlingen mit umgekehrtem Wachrhtytmus vollgeknallt wurde, wird es langsam blöd. Ich schlafe nur noch mit Oropax.

Wir haben einen Komplettdienstleister, der uns ein kleines Haus in innerstädtischer Lage mit kurzen Arbeitswegen hinstellen würde inkl. aller Förderungsanträge ect.

Mal grob überschlagen komme ich inkl. aller Nebenkosten auf eine monatliche Belastung von 1.250 EUR warm heraus, wenn wir das bauen und bis zur Rente finanzieren. Leider haben wir nur so ca. 25.000 EUR Eigenkapital, also mit Rücklagen einbehalten max. 15.000 fürs Haus, da ich erst seit einem Jahr richtig verdiene und meine Freundin nur langsam im Lohn anstieg.

Wir haben keine Kinder und kein Auto, wollen aber ein Kind + evt. ein kleines gebrauchtes Auto.

Gefühlt wäre das jetzt noch alles machbar, aber wenn wir länger warten eilten uns die Immobilienpriese davon. Also entweder jetzt ein Haus bauen oder nie.

Soll man das machen oder ist das Wahnsinn, lieber weiter zur Miete wohnen und mehr Geld in ETFs?

Kundschafter
2018-12-10, 13:20:23
1250 warm müsstest du jetzt erstmal "aufdröseln". Wichtiger wäre:

1. Aufnahmesumme der Hypothek. Was benötigt ihr.
2. Wie "teuer" soll das Haus werden, Extras (Solar, Wärmepumpe etc. pp.) ?
3. Zwei Verdiener ? Gewährleistet bzw. rechnet aus, ob/dass es auch einer allein schafft.
4. Euer Alter (zur Not per PN), Dauer der Zinsbindungen, wann wollt ihr fertig sein.


Edit..Ups..überlesen...zwei Verdiener. Aber "nur" liiert, nicht verheiratet ?

Die kapitalen Fehler einer Baufinanzierung...kann ich dir sicher sagen. Ich habe sie damals nämlich gemacht. :D
Hütte war dann endlich nach exakt 20 Jahren komplett abbezahlt.

P.S.: Bevor ich noch einmal in eine Mietwohnung mit irgend welchen Hirntoten als Nachbarn ziehen würde, schlafe ich lieber im Auto. :biggrin:

Colin MacLaren
2018-12-10, 13:35:10
1. ca. 310K bei 322k all-in (also alle Nebenkosten wie Makler, Grundbucheintrag, Grunderwerbssteuer, Architekt ect. dabei)
2. 190.000K allein das Haus. 110m² mit Wärmepumpe und Fußbodenheizung, sonst keine extras
3. Ja, zwei Verdiener. Ich schaffe es vielleicht gerade so bei Kündigung des ETF-Sparplans, bie ihr wird es schon knapp. So richtig Bock hätte ich darauf allein aber nicht.
4. Erstmal mit 10 Jahre Zinsbindung gerechnet, Alter 35+34, bis zur Rente (also 32 Jahre)

Genaue Zahlen liegen noch nicht vor, hab es mal grob über den Daumen gepeilt mit Zinsrechner im Internet. Bei 1% Tilgung lag die Rate bei 900 EUR, bei 2,5% Tilgung komme ich eben bei dem Genannten raus.

Konkretere Zahlen ergeben sich in den nächsten zwei Monaten. Ist eher die grundsätzliche Frage ja/nein.

Kehaar
2018-12-10, 13:43:42
- Immer fragen: Kann ich mir das (auch allein - Elternzeit, Trennung, whatever) leisten?

- Will ich da immer wohnen/kann ich es im Notfall (Arbeit zieht in anderes Stadt) auch vermieten oder verkaufen? (Speckgürtel um ne beliebte Stadt ist kein Problem. Großes Haus in MeckPomm oder Niederbayern im Nix.. schwierig.

- Habe ich Reserven einkalkuliert (wie beim BER - wird nie schneller fertig kostet immer Geld)
Diese Punkte sind wichtig. Muss jeder für sich genau überlegen und abwägen.

Ich hab Arbeitskollegen, die haben erstmal nen Grundstück gekauft (und zahlen das jetzt ab) und wollen dann irgendwann nen Haus drauf setzen.. wäre nicht meine bevorzugte Lösung - Du zahlst (Zinsen/Grundsteuer/Kehrdienst) für etwas, was Du nicht nutzen kannst und lebst trotzdem noch weitere X Jahre zur Miete (Geld das Du ja eigentlich ins Haus stecken könntest).
Halte ich zwar auch nicht für optimal. Insbesondere weil die Kreditzinsen noch sehr niedrig sind. Das könnte dann zum Bauzeitpunkt "böse" werden. Nur ist bei manchen die Situation eben so, dass die eben jetzt nicht bauen können bzw. wollen. Gibt ja oft nicht nur finanzielle Gründe. Trotzdem kann aber aktuell ein "nur" Grundstückskauf auch ratsam sein. Ordentliche Baugrundstücke (mit Baurecht, ohne Bauzwang, vernünftiger Lage und Erschließung usw.) dürften absehbar noch rarer werden. Bei einem späteren Kauf müsste man vielleicht höhere Preise zahlen oder auf eine "schlechtere" Wohngegend ausweichen. Und vielleicht ist es ja eine Art "Geldanlage", andere spekulieren wegen der niedrigen Zinsen mit Aktien oder Gold.

sun-man
2018-12-10, 13:48:04
Naja, beim Haus kann es auch anders laufen. Hier ist es gerade "en vogue" das irgendwelche Baufirmen Häuser und Wohnungen aufkaufen und dort die Mitarbeiter zusammenpferchen. 3 Häuser weiter "leben" wohl so 20-30 Serben, Polen, Rumänen....das Haus ist ein "Lager" und wird morgens ab 6 angefahren. Alles erlaubt.

Warum ist umziehen denn keine Option? 1250 sind hier zwar schon kleine Brötchen, aber woanders kriegt man dafür doch auch ne richtige Wohnung. Man muss sich an sich um wenig kümmern wenn was kaputt ist.

Hier sind Häuser halt illusorisch. Ist aber nicht tragisch im Moment.

- nicht verheiratet (OK, kein Thema)
- gerade ins Berufsleben eingestiegen...kann ja nur besser werden, man bindet sich aber durchaus an einen Standort
- man lebt zusammen....und ist Mitte 20? Kann gut gehen, muss es aber nicht. Gerade wenn die Kids kommen

Ob man ein finanziertes Haus jetzt so einfach z.B. nach 10 Jahren inkl Kredit verkaufen kann weiß ich nicht. Gewinn dürfte keiner hängen bleiben.

Kundschafter
2018-12-10, 13:51:14
Danke.

Ich bin ja alt :D und rechne immer noch um. 322k, also grob ~630.000 DM.

Nur kurz überschlagen, wenn du es mit diesen Konditionen bekommst:
https://s15.directupload.net/images/181210/lhnhig3x.jpg (https://www.directupload.net)

Schneller abzahlen setzt höhere Tilgung voraus. Und führt euch immer vor Augen: es ist eine LANGE Zeit.

Zudem bin ich auch immer direkt: wäre (selbst) mir ´ne Hausnummer zu groß.

Meine Hütte, 115 qm (ebenerdig ohne Keller) + 486 qm Grundstück haben mich...in heutige Währung umgerechnet :tongue: 150.000 Euro gekostet.

Gimmick
2018-12-10, 13:55:01
- Immer fragen: Kann ich mir das (auch allein - Elternzeit, Trennung, whatever) leisten?


Das ist eine gute Frage. Müssen wir nachrechnen natürlich, tendenziell aber schon.


- Will ich da immer wohnen/kann ich es im Notfall (Arbeit zieht in anderes Stadt) auch vermieten oder verkaufen? (Speckgürtel um ne beliebte Stadt ist kein Problem. Großes Haus in MeckPomm oder Niederbayern im Nix.. schwierig.

- Habe ich Reserven einkalkuliert (wie beim BER - wird nie schneller fertig kostet immer Geld)


- Ist keine Top-Lage. Frankfurt a.M. ist zwar nicht soweit weg, aber nicht so günstig erreichbar. Ich würde da gerne wohnen.
- Einen nicht mit eingerechneten Bausparvertrag über 16 000 € (eingezahlt) und ca. 500 €/Monat Puffer bei maximal geplanten 1500 €/Monat Rate. Keine Ahnung, ob das schon als Reserve durchgeht.


Ich hab Arbeitskollegen, die haben erstmal nen Grundstück gekauft (und zahlen das jetzt ab) und wollen dann irgendwann nen Haus drauf setzen.. wäre nicht meine bevorzugte Lösung - Du zahlst (Zinsen/Grundsteuer/Kehrdienst) für etwas, was Du nicht nutzen kannst und lebst trotzdem noch weitere X Jahre zur Miete (Geld das Du ja eigentlich ins Haus stecken könntest).

Ist halt die Frage was günstiger ist: Haus+Grundstück mit Eigenkapital oder Grundstück kaufen aber dann kein Kapital mehr für die Hausfinanzierung haben ;D.

Wir sind gerade hart am Überlegen. Gemitteltes Monatshaushaltsnettoeinkommen sind 4.400 EUR inkl. aller Zulagen. Die momentane Sparrate beträgt 1.000 EUR bei 800 EUR Warmmiete.

Da würde ich erstmal schauen wo das ganze Geld hingeht und ein Haushaltsbuch führen. Mein ungeschultes Auge erahnt da Sparpotential.

sun-man
2018-12-10, 13:55:37
Meine Hütte, 115 qm (ebenerdig ohne Keller) + 486 qm Grundstück haben mich...in heutige Währung umgerechnet 150.000 Euro gekostet.

Tjoar. Solche Gegenden kenne ich heute auch noch. Aber da ist halt nix.
Ex-Nachbarn haben in Groß Gerau ein Reihenhaus. 125qm, 40qm Garten, Garage....320.000€. DAS wäre es mir eben nicht wert, auch wenn ich das Geld hätte. In 40qm Garten kannst ja nichtmal grillen :D und Du sitzt permanent im Wohnzimmer des Nachbarn.

Colin MacLaren
2018-12-10, 13:58:42
Danke.

Ich bin ja alt :D und rechne immer noch um. 322k, also grob ~630.000 DM.

Nur kurz überschlagen, wenn du es mit diesen Konditionen bekommst:
https://s15.directupload.net/images/181210/lhnhig3x.jpg (https://www.directupload.net)

Schneller abzahlen setzt höhere Tilgung voraus. Und führt euch immer vor Augen: es ist eine LANGE Zeit.

Zudem bin ich auch immer direkt: wäre (selbst) mir ´ne Hausnummer zu groß.

Meine Hütte, 115 qm (ebenerdig ohne Keller) + 486 qm Grundstück haben mich...in heutige Währung umgerechnet :tongue: 150.000 Euro gekostet.

Wären halt noch ca.

12k Baukindergeld
50K KfW Wohneigentumsprogramm zu 1%
100k KfW energieeffizient bauen zu 1.11%
evt. 50k Wohnraumförderung zu 0,75% wenn das Kind rechtzeitig kommt.

die man mitnehmen kann.

Gimmick
2018-12-10, 14:01:11
1. ca. 310K bei 322k all-in (also alle Nebenkosten wie Makler, Grundbucheintrag, Grunderwerbssteuer, Architekt ect. dabei)
2. 190.000K allein das Haus. 110m² mit Wärmepumpe und Fußbodenheizung, sonst keine extras
3. Ja, zwei Verdiener. Ich schaffe es vielleicht gerade so bei Kündigung des ETF-Sparplans, bie ihr wird es schon knapp. So richtig Bock hätte ich darauf allein aber nicht.
4. Erstmal mit 10 Jahre Zinsbindung gerechnet, Alter 35+34, bis zur Rente (also 32 Jahre)

Genaue Zahlen liegen noch nicht vor, hab es mal grob über den Daumen gepeilt mit Zinsrechner im Internet. Bei 1% Tilgung lag die Rate bei 900 EUR, bei 2,5% Tilgung komme ich eben bei dem Genannten raus.

Konkretere Zahlen ergeben sich in den nächsten zwei Monaten. Ist eher die grundsätzliche Frage ja/nein.

Bwahahah, alle Zahlen kommen mir so bekannt vor ;D

Der in Zukunft verantwortliche Architekt hat auch mit ca. 1800 € /m² gerechnet und meinte, dass das ein vernünftiger Schätzwert ist.

Wären halt noch ca.

12k Baukindergeld
50K KfW Wohneigentumsprogramm zu 1%
100k KfW energieeffizient bauen zu 1.11%
evt. 50k Wohnraumförderung zu 0,75% wenn das Kind rechtzeitig kommt.

die man mitnehmen kann.

Wobei man bei der KfW vorsichtig sein muss. Bei den sonst auch niedrigen Zinsen und der wohl relativ kurzen Zinsbindung kann man ohne KfW sicherer dran sein.

Kundschafter
2018-12-10, 14:10:34
Ok. Bei 200k zu den Konditionen könnte man nochmal "nachrechnen".

Bin jetzt aber erstmal offline, Tips haben sicher noch viele parat, ich kann dann morgen wieder "klugscheissen" :D

Aber das mit den 1 % Tilgung ganz schnell aus dem Kopf streichen (Achtung...Übertreibung):
Da biste auch in "100 Jahren" noch nicht fertig.

Colin MacLaren
2018-12-10, 14:13:29
Wobei man bei der KfW vorsichtig sein muss. Bei den sonst auch niedrigen Zinsen und der wohl relativ kurzen Zinsbindung kann man ohne KfW sicherer dran sein.

das bezog sich auf die 1.8% von Kundschafter



Da würde ich erstmal schauen wo das ganze Geld hingeht und ein Haushaltsbuch führen. Mein ungeschultes Auge erahnt da Sparpotential.

Wo das hingeht steht in der Sig ;D

Mal ohne Spaß. Natürlich könnte man auch sagen wir gehen mit 2k+ Rate rein, sparen sonst nix und zahlen asap ab. Nur wenn die einzigen Optionen sind "zur Miete wohnen und jedes Jahr Karibik + 500 EUR Altersvorsorge" vs. "20 Jahre auf Hartz 4 Niveau herumdümpeln und leben nur fürs Haus" dann gewinnt Option a)


Es geht eher darum, "eh ich für 1k was in der Größe miete, kann ich es auch für 1,2k bauen".

Ok. Bei 200k zu den Konditionen könnte man nochmal "nachrechnen".

Bin jetzt aber erstmal offline, Tips haben sicher noch viele parat, ich kann dann morgen wieder "klugscheissen" :D

Aber das mit den 1 % Tilgung ganz schnell aus dem Kopf streichen (Achtung...Übertreibung):
Da biste auch in "100 Jahren" noch nicht fertig.

Nein, Ziel war so um die 2.5% oder generell halt bis zur Rente mit 67.

Scream
2018-12-10, 14:41:54
Ich persönlich würde nur Bauen, wenn ich das Grundstück aus Eigenmitteln bezahlen kann. Klar kann Grundstück finanzieren ggf. auch interessant sein, aber bei uns in der Gegend ist hier überall 3-5 Jahre Bauzwang drauf. Wenn ich also nichtmal das Grundstück selber zahlen kann, dann könnte ich nicht guten Gewissens ein Haus bauen.

Joe
2018-12-10, 15:33:52
Ich persönlich würde nur Bauen, wenn ich das Grundstück aus Eigenmitteln bezahlen kann.

Kommt wahrscheinlich drauf an, wo Du wohnst.
Irgendwo im Großraum Rostock sind 500m² Baugrund vielleicht 50.000€ - 60.000€ wert und für die Bausumme eher unerheblich und vermutlich nicht ausreichend um für 400.000€ Kredit ein Haus drauf zu bauen. Da würde Die Bank sicher lieber 100.000€ Bar sehen.

Mein Grundstück auf dem ich vielleicht nächstes Jahr bauen will ist 420m² groß und wird mit ca. 420.000€ geschätzt. Baukredit quasi no Limit.

Letztlich ist es halt egal in welcher Form du Eigenkapital mitbringst, so lange Du ausreichend Eigenkapital mitbringst.

Scream
2018-12-10, 16:34:03
Ja stimmt, habe mich zu sehr auf die Preise bei uns versteift. Also grob gesagt 20% Eigenkapital sollten es schon sein, sonst könnte ich nachts nicht schlafen ;-)

Lethargica
2018-12-10, 16:58:33
Finanzierung bis zur Rente würde ich persönlich nie machen. Und wenn, dann sicher nicht mit nur 10 Jahren Zinsbindung. Nach den 10 Jahren ist ja quasi noch "nichts" zurückgezahlt, da wäre mit das Risiko einer Anschlussfinanzierung mit eventuell stark steigenden Zinsen zu groß.

Zielkorridor wären für mich 10 - max. 20 Jahre.

cartman5214
2018-12-10, 17:16:33
Aber solche „Experten“ mit minimaler Zinsbindung und Tilgung kenn ich auch im Bekanntenkreis. Dazu noch ne 100%(und mehr)-Finanzierung und schon kann man auf die Zwangsversteigerung warten.

Auch wir hatten mal das Angebot bei fehlendem Eigenkapital zu 130% zu finanzieren mit 10 Jahren und 1% Anfangstilgumg. Habe dankend abgelehnt...

ilPatrino
2018-12-10, 18:35:02
Wobei man bei der KfW vorsichtig sein muss. Bei den sonst auch niedrigen Zinsen und der wohl relativ kurzen Zinsbindung kann man ohne KfW sicherer dran sein.
wobei wohl die meisten banken kfw-kredite auf die eigenkapitalquote anrechnen und man damit unter umständen bessere konditionen für den restkredit bekommt.

letztendlich ist eine deutliche erhöhung der zinsen imho unwahrscheinlich, solange sich am system nichts grundlegend ändert.

Joe
2018-12-10, 19:17:48
Von der kfw willst normal auch nicht primär die niedrigen Zinsen, sondern das geschenkte Geld für die Erfüllung diverser Energiestandards.
Mein Problem mit der kfw ist, dass das halt super pingelige Bürokraten sind. Da brauchst Du für jeden Furz ne Quittung.
Darum bin ich schon am überlegen, wie ich die Kreditsumme am Sinnvollsten aufspalten kann.

Für den Rohbau will ich auf jeden Fall einen kfw Kredit mit den ganzen Förderungen.
Für die PV Anlage will ich einen und für den Speicher etvl. einen dritten.

Den ganzen Ausbau und die Baunebenkosten würde ich aber am liebsten direkt mit der Hausbank abwickeln. Dann muss nicht immer von allem ne Rechnung da sein und man tut sich sehr viel leichter mit Eigenleistungen, Freundschaftsdiensten und Naturalien. Mein Fliesenleger kostet z.B. 100€ pro Tag + ein Kasten Tegernseer Helles. Versuch das mal einen von der kfw zu erklären...

Jego
2018-12-11, 00:04:35
Mal ohne Spaß. Natürlich könnte man auch sagen wir gehen mit 2k+ Rate rein, sparen sonst nix und zahlen asap ab. Nur wenn die einzigen Optionen sind "zur Miete wohnen und jedes Jahr Karibik + 500 EUR Altersvorsorge" vs. "20 Jahre auf Hartz 4 Niveau herumdümpeln und leben nur fürs Haus" dann gewinnt Option a)


Es geht eher darum, "eh ich für 1k was in der Größe miete, kann ich es auch für 1,2k bauen".



Unterm Strich wird sich ein Investment in ein Eigenheim für die wenigsten finanziell lohnen. Das Eigenheim ist ein Luxus, den man sich aus diversen Gründen leisten möchte, wie in deinem Fall, um in Ruhe schlafen zu können.
Gerade bei Eurem Eigenkapital werdet Ihr mit Option a besser fahren.
Herr Kommer hat Miete + Investment mal verglichen mit Eigenheim (30% Eigenkapital). In den längerfristigen Betrachtungszeiträumen gewinnt immer der Mieter.

Ich will damit nicht gegen ein Eigenheim argumentieren, ich ziehe es auch selbst in Betracht zu bauen. Man muss sich nur bewusst sein, dass es rein finanziell bessere Optionen gibt.

sun-man
2018-12-11, 06:34:54
Der Vorteil vom Eigenheim, zumindest in gegenden wie FFM/München und Co dürften wohl die nicht statt findende Mieterhöhung sein.
Dennoch sollte man das Wohngeld nicht unterschätzen. Meine Eltern haben gerade 18k für die defekte Heizung gelatzt. haus ist älter, Heizung auch....sowas kommt immer irgendwann. Keine Frage.

Colin MacLaren
2018-12-11, 07:32:01
Von der kfw willst normal auch nicht primär die niedrigen Zinsen, sondern das geschenkte Geld für die Erfüllung diverser Energiestandards.
Mein Problem mit der kfw ist, dass das halt super pingelige Bürokraten sind. Da brauchst Du für jeden Furz ne Quittung.
Darum bin ich schon am überlegen, wie ich die Kreditsumme am Sinnvollsten aufspalten kann.


Da wir es wenn über einen Komplettdienstleister machen, der im Jahr 40 KfW-geförderte Häuser baut, sehe ich am Bürokratiegedöhns jetzt nicht so das Problem.

Es ist halt die frage, ob es sich lohnt zu bauen. Es ist zwar Chemnitz, wo man super leicht eine billige Wohnung bekommt, aber große Wohnungen mit 4-5 Zimmern sind rar und jenseits der Plattenbauten mit finster Klientel in der Nachbarschaft in guter Gegend dann doch wieder recht teuer inkl. Parkplatzsituation gemäß französischer Großstadt. Außerdem gibt es jetzt nicht sooo viele Grundstücke.

Die zur Disposition stehenden Grundstücke sind entweder super zentral mit 10min Fußweg ins Zentrum oder etwas ruhiger, aber nur 10 Autominuten von der Innenstadt entfernt am Rande der großen Nahverkehrslinien. Beide haben Kindergarten, Grundschule und Oberschule, ersteres auch Gymnasien in fußläufiger Nähe. Das spricht alles dafür, dass man das im Fall der Fälle solide los wird.

Kundschafter
2018-12-11, 07:52:06
Moinsen.

Ist eigentlich der Kauf einer "fertigen" Immobilie keine Option ? Wenn du jemanden im Verwandtschafts/Bekanntenkreis hast, der sich auskennt, wäre das auch eine Alternative.
Ansonsten könnte man gegen kleines Geld einen Sachverständigen mal "drübergucken" lassen.

Wenn ich mir die Ergebisse (ganz grob mal schnell gefiltert), wäre schon was interessantes dabei.
https://www.immobilienscout24.de/Suche/S-4/P-2/Haus-Kauf/Sachsen/Chemnitz/-/-/-/EURO-150000,00-300000,00?viewMode=MAP#/?boundingBox=50.737556%2C12.700324%2C50.908839%2C13.084846

Und bei deinem Vorhaben: mit kleinem (Außen)-Grundstück oder nur das Haus und nichts zum "mal draussen sitzen" ?

/dev/NULL
2018-12-11, 09:08:31
Ne 1 oder 2% Tilgung würde ich auch nicht anpeilen.
Ich würde 3% Minimum und Zinsen lange sichern, auf Sondertilgung achten und machen.
Grade in der Anfangszeit wirkt sich ne Sondertilgung stark aus (Zins/Zinseszins)

Der Chance, dass der Zins in 10 Jahren noch so niedrig ist wie heute glaube ICH persönlich nicht.

Rücklagen für Dach/Heizung/neues Auto konsequent sparen/weglegen.

@Kundschafter: und nen Brot kostete mal 20 Pfennig (sagt meine Schwiegermutter immer).

@ColinMcRae: Baukindergeld würde ich jetzt mal nicht einrechnen, wenn noch kein Kind unterwegs ist. In meinem Bekanntenkreis gibt es genug, die trotz hartem Training (*hoho*) keine Kinder bekommen haben. Ausserdem fällt in dem Fall das zweite Einkommen weg und die Ausgaben werden potentiell nicht niedriger - geht dass dann auch noch?
2 Monate Haushaltsbuch führen und schauen wo das Geld hingeht und überlegen ob man das nicht optimieren kann/will.
Jeden Tag nen Coffee2Go und nen Belegtes Brötchen beim Bäcker? macht 150€/Monat.
Immer neuen PC -> brauchst Du eh nicht mehr in der Bauzeit hast Du genug andere Sorgen und keine Zeit zum Spielen ;-) .. ..

Ich würde nicht mit eine Rate kalkulieren die ich grade so stemmen kann, sondern eher schauen eine "machbare" Rate zu vereinbaren und Sonderzutilgen, wenn Geld da ist. Nimmt Druck jeden Monat 2000€ zu MÜSSEN, aber ermöglicht es in guten Jahren vielleicht mal nach dem Weihnachtsgeld 5-8k extra zu tilgen

Kundschafter
2018-12-11, 09:14:11
@Kundschafter: und nen Brot kostete mal 20 Pfennig (sagt meine Schwiegermutter immer).

Könnte stimmen. Der Sprit für meinen Ford Capri kostete damals ja auch nur ~70 Pfennig..aka...35 Cent. :tongue:

Colin MacLaren
2018-12-11, 10:39:53
Ne 1 oder 2% Tilgung würde ich auch nicht anpeilen.
Ich würde 3% Minimum und Zinsen lange sichern, auf Sondertilgung achten und machen.
Grade in der Anfangszeit wirkt sich ne Sondertilgung stark aus (Zins/Zinseszins)

Der Chance, dass der Zins in 10 Jahren noch so niedrig ist wie heute glaube ICH persönlich nicht.

Rücklagen für Dach/Heizung/neues Auto konsequent sparen/weglegen.

@Kundschafter: und nen Brot kostete mal 20 Pfennig (sagt meine Schwiegermutter immer).

@ColinMcRae: Baukindergeld würde ich jetzt mal nicht einrechnen, wenn noch kein Kind unterwegs ist. In meinem Bekanntenkreis gibt es genug, die trotz hartem Training (*hoho*) keine Kinder bekommen haben. Ausserdem fällt in dem Fall das zweite Einkommen weg und die Ausgaben werden potentiell nicht niedriger - geht dass dann auch noch?
2 Monate Haushaltsbuch führen und schauen wo das Geld hingeht und überlegen ob man das nicht optimieren kann/will.
Jeden Tag nen Coffee2Go und nen Belegtes Brötchen beim Bäcker? macht 150€/Monat.
Immer neuen PC -> brauchst Du eh nicht mehr in der Bauzeit hast Du genug andere Sorgen und keine Zeit zum Spielen ;-) .. ..

Ich würde nicht mit eine Rate kalkulieren die ich grade so stemmen kann, sondern eher schauen eine "machbare" Rate zu vereinbaren und Sonderzutilgen, wenn Geld da ist. Nimmt Druck jeden Monat 2000€ zu MÜSSEN, aber ermöglicht es in guten Jahren vielleicht mal nach dem Weihnachtsgeld 5-8k extra zu tilgen

Genau so hatten wir es ja vor. So um die 1.100 EUR Rate können wir spielend aufbringen und am Jahresende Sondertilgung was übrig ist.

Fixkosten haben wir:
Netflix, Prime, Google Music Familienaboanteile (zusammen 19 EUR im Monat)
Haftpflicht und Hausrat 10 EUR
Strom: 54 EUR
Internet: 30 EUR
Handyvertrag: 20 EUR
betriebl. Altersvorsorge: 16 EUR
GEZ: 19 EUR
ETF-Sparpläne: 500 + 400 EUR
Katzenfutter und Streu 120 EUR
Mittag auf Arbeit: 220 EUR

übrig: 2772 EUR ohne Sonderzahlungen (~2.500-3.000 im Jahr)
Sehe ich jetzt wenig Einsparpotential außer paar EUR wenn der Handyvertrag ausläuft.

Frühtstück und Abendbrot machen wir daheim.
Könnte man theoretisch 1.900-2.000 EUR Rate zahlen wenn man exakt wie ein Hartzie liebt.

Genau DAS wollen wir aber nicht. Sondern ~2.5% Tilgung und am Jahresende mit Weihnachtsgeld und dem was im Jahr übrig war Sondertilgung. Wenn es halt nur mit "Leben auf Hartz 4 Niveau" geht dann gibt es eben kein Haus.

Eine gute Aktiensparrate möchte ich aber beibehalten, um das nicht unwahrscheinliche Szenario in 33 Jahren "Rentensystem zusammengebrochen, 300 EUR Einheitsrente, Immobilie wegen demographischen Übergang nichts mehr wert" abzufangen.

Cyphermaster
2018-12-11, 10:45:05
Es geht eher darum, "eh ich für 1k was in der Größe miete, kann ich es auch für 1,2k bauen".Dabei sollte man beachten, daß die 1,2k dann aber auch das beinhalten müssen, was man bei Miete nicht hat, sprich die Erhaltungskosten des Objektes bis zur finalen Abzahlung. Wenn du jetzt ein Haus baust, mußt du damit rechnen, daß du bis zu deiner Rente noch mindestens 1-2x renovierst, 1x die Heizung tauschst, 1-2x die Fassade neu streichen läßt, usw. usf.. Dabei verkalkuliert man sich leicht. Und wenn man dann noch keinerlei Reserven wie das Weihnachtsgeld (Achtung: Das ist keine tarifliche Leistung, kann ggf. bei schlechter Wirtschaftslage auch wegfallen!) einkalkuliert für die hundert kleinen Dinge, die man auf dem Weg vom Hausbesitzer zum Hauseigentümer noch braucht bzw. haben will (Komposter, Werkzeug und Pflanzen für den Garten, große Leiter bis zur Dachrinne, Hochdruckreiniger für den Gehweg vor dem Haus,...), dann wird das schnell ziemlich schief in der Rechnung.
Finanzierung bis zur Rente würde ich persönlich nie machen. Und wenn, dann sicher nicht mit nur 10 Jahren Zinsbindung.Aktuell würde ich wenn bis zur Rente, dann auch mit Zinsbindung bis zur Rente versuchen zu finanzieren. Die Zinsen sind noch gut niedrig, und man kann stabil kalkulieren.

Colin MacLaren
2018-12-11, 11:10:07
Dabei sollte man beachten, daß die 1,2k dann aber auch das beinhalten müssen, was man bei Miete nicht hat, sprich die Erhaltungskosten des Objektes bis zur finalen Abzahlung. Wenn du jetzt ein Haus baust, mußt du damit rechnen, daß du bis zu deiner Rente noch mindestens 1-2x renovierst, 1x die Heizung tauschst, 1-2x die Fassade neu streichen läßt, usw. usf.. Dabei verkalkuliert man sich leicht. Und wenn man dann noch keinerlei Reserven wie das Weihnachtsgeld (Achtung: Das ist keine tarifliche Leistung, kann ggf. bei schlechter Wirtschaftslage auch wegfallen!) einkalkuliert für die hundert kleinen Dinge, die man auf dem Weg vom Hausbesitzer zum Hauseigentümer noch braucht bzw. haben will (Komposter, Werkzeug und Pflanzen für den Garten, große Leiter bis zur Dachrinne, Hochdruckreiniger für den Gehweg vor dem Haus,...), dann wird das schnell ziemlich schief in der Rechnung.
Aktuell würde ich wenn bis zur Rente, dann auch mit Zinsbindung bis zur Rente versuchen zu finanzieren. Die Zinsen sind noch gut niedrig, und man kann stabil kalkulieren.

Die Kosten habe ich bei Miete auch. Da muss ich auch irgendwann renovieren und man erlebt so Späße wie "Verdopplung der kalten Nebenkosten in einem Jahr", weil z.B. der Müll des gesamten Blocks nur noch als Restmüll abgerechnet wird + regelmäßige Beräumung von widerrechtlich abgestelltem Sperrmüll usw. Das war so bisschen der ausschlaggebende Punkte da weg zu wollen.

Das Genannte sind alles Dinge, die man ja nicht zwangsläufig kaufen muss (oder der Schwiegervater aus beruflichen Gründen regelmäßig über hat).

Bei der Zinsbindung bin ich mir nicht sicher. Wenn ich z.B. das Geld, was ich durch die niedrigere Rate spare in die Sondertilgung stecke, ist da eine Weile Zinserhöhung hin, bis sich das rechnet.

Cyphermaster
2018-12-11, 11:20:45
Die Kosten habe ich bei Miete auch.Hast du nicht zwangsläufig, zumindest nicht in dem Umfang. Und es ist auch nicht so, als hätte jeder Eltern/Schwiegereltern, die einen zweiten Hausstand für einen übrig hätten, so wie anscheinend bei dir gegeben - daher wollte ich es erwähnen.

Colin MacLaren
2018-12-11, 11:30:59
Das ist gut und richtig.

Es stehen nach Abzug der Fixkosten und Supermarkteinkäufe zurzeit gemittelte um die 3.600 EUR im Monat zur Verfügung für Sparen/Wohnen/Freizeit/Anschaffungen. Die grundsätzliche Frage bleibt, ob mit unseren Gegebenheiten sowas mit überschaubarem Risiko finanzierbar ist und wenn ja wie aufteilen.

sun-man
2018-12-11, 11:32:47
@Colin,

Ihr wart nicht verheiratet? Korrekt? Wenn ja musst Du erstmal ne Bank finden die das macht. Ein Freund von uns bekommt nichts obwohl 2.5 Verdiener in der Wohnung leben. NUR sein bzw das Antragstellergehalt zählt.

2. Nette Rechnung
Wenn Ihr keine Kinder wollte sollte das easy zu schaffen sein.
Wenn ihr aber Kinder wollt? Ihr wärt nicht die ersten die nach dem ersten Kind feststellen wie toll die sind....und es kommt Nummer 2. Also ist,meistens, Frauchen locker 4 Jahre in Elternzeit. Danach voll arbeiten zu gehen ist eine heftige Herausforderung und mit dem Schulzeit wird es nicht einfacher. Das/Die Kids brauchen Zeit und keine Eltern die 9-5 arbeiten und dann nur noch tot ins Bett fallen.
Kitagebühren? Was macht Ihr wenn Ihr, da Ihr mitten im Chemnitz baut, genau dort keinen Kitaplatz bekommt? Öffis? Doch noch ein zweites Auto?

Von Deiner Rate muss, imho zwingend, das Wohngeld abgezogen/aufgeschlagen werden. Das Geld also für Reparaturen in 5,10 oder 20 Jahren. Wie gesagt, 18tsd Euro waren es bei meier Mum. Neues Dach der Nachbarn über 20.000. Mit dem Rentenalter wirst Du solche Kredite kaum noch bekommen. Die Kohle muss da sein.

Auch wenn es vermutlich da nicht so sein wird. In vielen Gebieten sind Straßenbausatzungen an der Tagesordnung. Strasse wird saniert? Gut, dann bekommst Du ne Rechnung nach laufendem Meter.

VG

Colin MacLaren
2018-12-11, 12:02:49
Auf GAR KEINEN FALL kommt mir ein zweites Kind ins Haus.

ALLE meine Kumpels waren nach dem ersten Kind begeistert und maximal abgefuckt nach dem zweiten.
Kitas gibt es in fußläufiger Nähe fünf, die Großeltern wohnen um die Ecke und sind beide Rentner.
Zeit haben wir. Ich mach 15 Uhr Feierabend :cool:

sun-man
2018-12-11, 12:05:33
OK. sowas muss man auf 20 Jahre planen und nicht auf die letzten Jahre der Schwiegis ;).
Zudem entscheidest Du das zweite ja nicht alleine ;). Die Kids sind schon ne colle Nummer, nur Bei nem Haus ist auch immer noch Platz für ein zweites.

Colin MacLaren
2018-12-11, 12:08:49
Das sind meine Eltern. Die Schwiegis sind deutlich jünger. Mit dem Kredit undHeirat ist natürlich ein Argument. Auf eine Hochzeit habe ich gerade aber keinen Bock. Das sind nochmal 10k die lieber ins Haus gehen sollten.

sun-man
2018-12-11, 12:11:56
Mir wäre Leben wichtiger als das Haus. Dazu gehört auch eine Hochzeit mit ner tollen Reise. Haben wir damals leider nicht geschafft.

Mit guten Connections gehts mit dem Kind auch. Aber: Auto, Kinderwagen, Kinderzimmer, Austattung, Arbeitsplatz"verlust" mit anschließendem dauerkranken Kind sind eine Herausforderung. Finanziell eh. Wenn es was zu erben gibt würde ich mal reden.....ne Vorgezogene Schenkung/Erbe macht da sicherlich mehr Sinn. Freunde haben so 200.000 bar bekommen und konnten vernünftig bauen.

Joe
2018-12-11, 13:21:58
Da wir es wenn über einen Komplettdienstleister machen, der im Jahr 40 KfW-geförderte Häuser baut, sehe ich am Bürokratiegedöhns jetzt nicht so das Problem.

Dann ist es natürlich was anderes. Ich kann mir halt durch meine ganzen Beziehungen bestimmt 30.000€ - 40.000€ der Bausumme sparen.
Im engeren Freundeskreis und in der Familie halt Bauingenieur, Vermessungsingenieur, Elektriker, Küchenbauer, Fliesenleger usw.

Das ist dann halt super schwer über die kfw.

Gimmick
2018-12-11, 13:33:32
Das sind meine Eltern. Die Schwiegis sind deutlich jünger. Mit dem Kredit undHeirat ist natürlich ein Argument. Auf eine Hochzeit habe ich gerade aber keinen Bock. Das sind nochmal 10k die lieber ins Haus gehen sollten.

Je nach Hochzeit, kann man da auch mit Gewinn rausgehen, also die Ehe ist antürlich auch ein Gewinn, aber ich meine Geld ;D.

Ich habe in den letzten Wochen vorallem die Erfahrung gemacht, dass selber nicht alle Kosten im Blick hat, insbesondere bei Sachen, die man nicht kennt: Haus & Kind.

Ich habe daher jetzt Bebauungspläne (ja, es gibt zwei und sie sind verschieden...) organisiert, mehrmals mit der Stadt telefoniert und mich maximal doof gestellt und nochmal mit dem Grundstücksiegentümer und den Nachbarn gesprochen wegen etwaiger Probleme.

Jetzt mache ich gar nichts mehr, bis Bank und Finanzberater die beiden Optionen (Gesamtfinanzierung inkl. Eigenkapital und Grundstück kaufen + Bauen ohne Eigenkapital) durchgerechnet haben und mir eine Empfehlung geben können.
Gerade in der Verwandtschaft (no offense) scheinen die Fakten irgendwie über Nacht in das Gehirn zu diffundieren und die Meinung festigt oder ändert sich auf mystische Weise ständig.
Ich sehe das eher pragmatisch, ich weiß in wenigen Wochen welchen Kredit ich mir in welcher Konstellation leisten kann und dann wird entschieden.

Erstberatung beim Finanzberater inkl. ersten groben Rechnungen (immernoch besser, als die eigenen ;D) und Tips war bei uns btw. kostenlos.

Mir wäre Leben wichtiger als das Haus. Dazu gehört auch eine Hochzeit mit ner tollen Reise. Haben wir damals leider nicht geschafft.

Mit guten Connections gehts mit dem Kind auch. Aber: Auto, Kinderwagen, Kinderzimmer, Austattung, Arbeitsplatz"verlust" mit anschließendem dauerkranken Kind sind eine Herausforderung. Finanziell eh. Wenn es was zu erben gibt würde ich mal reden.....ne Vorgezogene Schenkung/Erbe macht da sicherlich mehr Sinn. Freunde haben so 200.000 bar bekommen und konnten vernünftig bauen.

Jo, so ein Glück hatte mein Schwager auch -> ~750 000 für ne Doppelhaushälfte. Frankfurt Main, yay...

sun-man
2018-12-11, 13:42:19
Bei uns kostet die Ehe jedes Jahr Steuern. Wir zahlen 4 stellig drauf. Beide Angestellte, keine Nebengeschäfte oder dergleichen. Aber das ist ein anderes Thema.
Die die wir da kennen haben so >7500netto/Monat....dennoch zählt es eben nicht zusammen. Nicht verheiratet? Keine Kekse. Sie verdienen nur 3000€, das reicht nicht.

/dev/NULL
2018-12-11, 14:53:48
Dann ist es natürlich was anderes. Ich kann mir halt durch meine ganzen Beziehungen bestimmt 30.000€ - 40.000€ der Bausumme sparen.
Im engeren Freundeskreis und in der Familie halt Bauingenieur, Vermessungsingenieur, Elektriker, Küchenbauer, Fliesenleger usw.

Das ist dann halt super schwer über die kfw.

Und die arbeiten alle zuverläßig auf Zuruf dann, wenn Du es brauchst?
Ich kenn im näheren Bekanntenkreis ein paar Leute die mit Handwerkern die liebe Not haben.. die sind alle mit Arbeit zugeschmissen.
Mein Elektriker kam mal abends um 21:00 um (nach 3 Wochen Wartezeit) was zu erledigen und hatte danach noch nen Anschlusstermin gehabt.

Sicher kann man "mal" auf Freundeskreis zugreifen, die meisten haben aber nur begrenzt Lust sich länger zu betätigen...
So ist es zumindest bei mir - mal Umzug helfen, mal nen Tag Abbruch oder spachteln. Aber über längere Zeit parallel zum normalen Leben? Das müßte schon ein verdammt gute Freund sein und der steht dann immer noch hinter Familie an.

Tigershark
2018-12-11, 15:00:47
@Colin,

Ihr wart nicht verheiratet? Korrekt? Wenn ja musst Du erstmal ne Bank finden die das macht. Ein Freund von uns bekommt nichts obwohl 2.5 Verdiener in der Wohnung leben. NUR sein bzw das Antragsteller gehalt zählt.

VG

Also als wir 2015 gebaut und dafür 2014 die Finanzierung gestellt haben, waren wir auch noch nicht verheiratet. Das war gar kein Problem, wird der Kreditvertrag einfach 50/50 auf beide geschrieben. Also wenn einem das SELBST nicht zu unsicher ist, die Bank interessiert das nach meiner Erfahrung wenig.

Lethargica
2018-12-11, 16:21:47
@Colin,

Ihr wart nicht verheiratet? Korrekt? Wenn ja musst Du erstmal ne Bank finden die das macht. Ein Freund von uns bekommt nichts obwohl 2.5 Verdiener in der Wohnung leben. NUR sein bzw das Antragstellergehalt zählt.

2. Nette Rechnung
Wenn Ihr keine Kinder wollte sollte das easy zu schaffen sein.
Wenn ihr aber Kinder wollt? Ihr wärt nicht die ersten die nach dem ersten Kind feststellen wie toll die sind....und es kommt Nummer 2. Also ist,meistens, Frauchen locker 4 Jahre in Elternzeit. Danach voll arbeiten zu gehen ist eine heftige Herausforderung und mit dem Schulzeit wird es nicht einfacher. Das/Die Kids brauchen Zeit und keine Eltern die 9-5 arbeiten und dann nur noch tot ins Bett fallen.
Kitagebühren? Was macht Ihr wenn Ihr, da Ihr mitten im Chemnitz baut, genau dort keinen Kitaplatz bekommt? Öffis? Doch noch ein zweites Auto?

Von Deiner Rate muss, imho zwingend, das Wohngeld abgezogen/aufgeschlagen werden. Das Geld also für Reparaturen in 5,10 oder 20 Jahren. Wie gesagt, 18tsd Euro waren es bei meier Mum. Neues Dach der Nachbarn über 20.000. Mit dem Rentenalter wirst Du solche Kredite kaum noch bekommen. Die Kohle muss da sein.

Auch wenn es vermutlich da nicht so sein wird. In vielen Gebieten sind Straßenbausatzungen an der Tagesordnung. Strasse wird saniert? Gut, dann bekommst Du ne Rechnung nach laufendem Meter.

VG

Ich finde ja generell gut, dass hier nicht jeder versucht sich alles schönzurechnen, aber man sollte es auch nicht übertreiben.
Er baut neu. Wenn die Qualität der Materialien sowie die der Handwerker stimmt, sollte da die nächsten Jahre doch keine größere Reparatur anstehen.
Ein Dach ist nicht nach 20 Jahren kaputt.
Zudem auch mal daran denken - die Rate bleicht je nach Zinsbindung die nächsten 10-20 Jahre fest. Wer kann das von seiner Miete behaupten?

Und he, als Familie mit gesichertem Einkommen sollten doch sowieso min 10-20k€ irgendwo auf der Seite haben, ob man ein Haus hat oder nicht.

Joe
2018-12-11, 16:30:48
Und die arbeiten alle zuverläßig auf Zuruf dann, wenn Du es brauchst?

Jo, klar.
Elektriker z.B. nimmt sich halt Urlaub, wenn er mein Haus macht.
Ist ja nicht so, als ob die das umsonst machen.

Und natürlich wird sich dadurch der ganze Bau paar Wochen länger ziehen, aber halt kein Verhältnis zu den gesparten Kosten.

ilPatrino
2018-12-11, 16:57:55
@Colin,

Ihr wart nicht verheiratet? Korrekt? Wenn ja musst Du erstmal ne Bank finden die das macht. Ein Freund von uns bekommt nichts obwohl 2.5 Verdiener in der Wohnung leben. NUR sein bzw das Antragstellergehalt zählt.

war bei uns auch kein problem. beide stehen im grundbuch, beide stehen im kreditvertrag - die bank hats wenig interessiert.

@colin: ich bin grade ziemlich geflasht, wie teuer häuser in chemnitz geworden sind. vor ein paar jahren wäre es kein thema gewesen, mit einem überschaubaren budget ein altes haus zu kaufen und von handwerkern auf den gewünschten stand bringen zu lassen. wenn aber jetzt schon die lächerlichsten bruchbuden sündhaft teuer über den tisch gehen und man handwerker nichtmal für horrende summen dazu bringen kann, einem was zu bauen, ist neubau wohl die einzige option.

wie weit draußen darfs eigentlich sein? rabenstein, reichenhain oder sowas?

Plutos
2018-12-11, 17:53:49
Jo, klar.
Elektriker z.B. nimmt sich halt Urlaub, wenn er mein Haus macht.
Ist ja nicht so, als ob die das umsonst machen.

Warum sollte er sich Urlaub nehmen, um dann doch zu arbeiten? Oder läuft das einfach alles "ohne Rechnung"? :rolleyes:

Filp
2018-12-11, 18:08:13
Den Elektriker brauchst du doch erst wenn du Kabel etc. selbst verlegt hast, um alles abzuschließen. Bei meiner Schwester im Haus haben wir fast alles nebenher selbst gemacht und hier zahlt man nen Bruchteil für nen Haus. Der Hauskauf mit Umbau, Heizung einbau etc lag bei ihrem alten Fachwerkhaus bei 200k. Dafür hat sie 1500m² Grundstück und 350m² Wohnfläche plus "Schweinestall" aus dem ich mit meinem Schwager ne 1A Werkstatt und "Schuppen für alles" gebastelt habe.
Bei den oben genannten 420m² Grundstücksgröße kann man auch in ner Wohnung bleiben, Garten sollte man schon ausreichend groß haben, gerade wenn man auch mal Kinder haben will. Wer sitzt denn auch schon gerne beim Grillen unterm Fenster des Nachbarn...

Joe
2018-12-11, 18:36:31
Kommt aufs Grundstück an.
Ich hab 50m in drei Richtungen zu den Nachbarn und das Grundstück in der vierten gehört auch mir und bleibt unbebaut ;)

Jeder will was anderes vom Eigenheim. Vielen wollen einfach viel Wohnraum. Ich persönlich will meine Ruhe. Keine Nachbarn die Nerven, kein getrampel im Stockwerk über mir. Niemanden fragen müssen, wenn man was verändern will. Und wenn ich bock hab, renn ich jeden morgen nackig durch den Garten und scheiß unter einen Busch.

Filp
2018-12-11, 18:41:25
Na ein Grundstück, dass in drei Richtungen jeweils 50m geht aber insgesamt nur 420m² hat, musst du mir mal aufmalen ;)

Joe
2018-12-11, 18:48:10
Na ein Grundstück, dass in drei Richtungen jeweils 50m geht aber insgesamt nur 420m² hat, musst du mir mal aufmalen ;)

Die Anderen Häuser stehen ja schon, die Grundstücke da sind sehr alt und sehr groß. Außerdem Hanglage, Straßen dazwischen etc.
Der Nachbar im Süden hat seinen Garten sowieso weg von mir und weil Südhang, liegt er auch 8m tiefer.
Der im Norden hat seinen Garten nach Westen und zu mir hin nur einen "hof" Wo sein Brennholz liegt und seine Autos parken.
Der Im Westen liegt 30m weiter südlich und außerdem auch 5m tiefer.

f10
2018-12-11, 22:48:47
Kommt aufs Grundstück an.
Ich hab 50m in drei Richtungen zu den Nachbarn und das Grundstück in der vierten gehört auch mir und bleibt unbebaut ;)

Jeder will was anderes vom Eigenheim. Vielen wollen einfach viel Wohnraum. Ich persönlich will meine Ruhe. Keine Nachbarn die Nerven, kein getrampel im Stockwerk über mir. Niemanden fragen müssen, wenn man was verändern will. Und wenn ich bock hab, renn ich jeden morgen nackig durch den Garten und scheiß unter einen Busch.
Und manche wollen auch einfach keine Gartenarbeit. Wäre auch nicht mein Fall aber grob 550qm scheint ja sicher nicht ohne Grund eine gängige und häufige Einheiten-Größe zu sein.

littlejam
2018-12-11, 22:57:08
Ein Haus ist toll. Viele negative Punkte/Risiken stimmen zwar aber...
- Meine monatliche Rate ist derzeit nicht mehr weit von einer theoretischen Miete in meiner letzten Wohnung entfernt
Warum? Weil meine Rate konstant bleibt und die Miete in der Region massiv gestiegen ist. Die Rechnung kehrt sich sogar um, wenn man nur den Zins heranzieht, der fällt monatlich um ein paar Euro.
- Mein Haus hat ~40m² mehr Wohnfläche
- Ich kann selbst bestimmen was ich mit Haus und Grund mache (Anbauten, Umbauten etc.)
- Ich muss mich selbst um meinen Kram kümmern und muss keinen Vermieter anbetteln die Heizung zu reparieren
- Aktuell hab ich seit Kauf quasi Kostenlos durch die Wertsteigerung gewohnt da die Preise stark gestiegen sind (Milchmädchen, aber im Moment ists so)
- Ich hab immer genügend Platz für die Autos
- Ich hab einen Carport und muss im Winter nicht kratzen
- Ich bin ca. 12 Jahre vor der Rente fertig
- Ich kann am WE Staubsaugen, Bohren, laut Musik hören


Die die wir da kennen haben so >7500netto/Monat....dennoch zählt es eben nicht zusammen. Nicht verheiratet? Keine Kekse. Sie verdienen nur 3000€, das reicht nicht.
Quark, dann stehen beide im Grundbuch. Bei Angestellten ist das so garkein Problem.
Ein Problem ists nur bei Selbstständigen, da kann es sein - je nach Job und Länge der Selbstständigkeit - dass das Einkommen nicht angerechnet wird.
Das kann man aber auch regeln, jede Bank sieht das anders, ING z.B. rechnet das nicht an, Schwäbisch Hall sehr wohl.

Grüße

Colin MacLaren
2018-12-12, 11:10:27
war bei uns auch kein problem. beide stehen im grundbuch, beide stehen im kreditvertrag - die bank hats wenig interessiert.

@colin: ich bin grade ziemlich geflasht, wie teuer häuser in chemnitz geworden sind. vor ein paar jahren wäre es kein thema gewesen, mit einem überschaubaren budget ein altes haus zu kaufen und von handwerkern auf den gewünschten stand bringen zu lassen. wenn aber jetzt schon die lächerlichsten bruchbuden sündhaft teuer über den tisch gehen und man handwerker nichtmal für horrende summen dazu bringen kann, einem was zu bauen, ist neubau wohl die einzige option.

wie weit draußen darfs eigentlich sein? rabenstein, reichenhain oder sowas?

In Rabenstein oder Grüna kostet ein Grundstück auch gerne mal 180EUR/m². Gott sei dank nur dort (da will ich gerade nicht hin, nichtmal geschenkt). Es soll eben nicht weit draußen sein.
Einen Faktor haben wir noch nicht besprochen: Sollte irgendwas sein (Trennung, Umzug ect.) kann man das Haus auch vermieten. Wenn eine große Wohnung auf dem Kaßberg 1.000 EUR kalt kostet kann man auch ein halbwegs innenstadtnahes Haus mit Grundstück für das Geld vermieten.

Grundsätzlich kann ich mir zwar Szenarien ausmalen wo das schief geht, dann muss aber echt ALLES zusammenkommen, dass einen das in de Privatinsolvenz treibt (Trennung von berufsunfähgier Freundin nach Zusammenbruch des Immobilienmarktes, die partout nicht mit den Zwillingen ausziehen will während ich beim Gehalt komplett stagniert habe). Andererseits gibt es auch Szenarien, wo ich mir dann maximal einen abfeiern würde (Zusammenbruch des Euro) oder wahrscheinlicher: Die halbe Rechnung zahlt Herr Draghi.

sun-man
2018-12-12, 11:17:54
Naja, bei z.B. 1500€ Raten musst Du aber 2000€ dran schreiben. Raten, Versicherung, Abfall, Strom, Geld beiseite legen. Zudem hast Du bei ner Trennung ggfs noch die Auszahlung des Partners zu stemmen. UND Du musst Glück haben und keine Nomaden bekommen. Ich meine hier sind eine Besitzer die vermieten und damit reichlich Erfahrung haben.

Kundschafter
2018-12-12, 11:23:47
Grundsätzlich kann ich mir zwar Szenarien ausmalen wo das schief geht, dann muss aber echt ALLES zusammenkommen...

Davon solltest du aber erst einmal nicht ausgehen (da würde ja gar kein "normaler" Mensch mehr bauen).

Fazit: traut euch :D
Aus meiner Sicht kann ich nur sagen, wenn du eingezogen bist, wirst du es genießen.

Vader
2018-12-12, 16:01:07
Fakt ist, das man sich alles schön oder auch kaputt rechnen kann.

Ich habe diesen thread ~2012 gestartet und bin im Frühling 2013 in mein neues Haus gezogen.
Wir hatte da schon zwei Kinder, meine Frau arbeitet halbtags und mein Gehalt hat sich seitdem um einiges verbessert. Wir fühlen uns dort sehr wohl und haben es noch keinen Tag bereut.
Kaputt war bis jetzt: zwei Rollobandaufroller und eine Türschließe.

@Colin: Finde Deinen Rechenaufstellungen sehr nüchtern und Du solltest daran denken, das mit einem Kind einfach weniger Geld zur Verfügung steht. Es kostet sicherlich mehr als man an Kindergeld bekommt und die Frau arbeitet danach ggf. nur halbtags. Falls Vollzeit, kostet der Kita Platz einiges. Die Lebenshaltungskosten steigen, die Frau wird mit Kind und Auto oft unterwegs sein usw.
Wir haben immer so gerechnet, das wir das Haus auch nur mit einem Gehalt problemlos bezahlen können....

f10
2018-12-12, 16:39:38
Grundsätzlich kann ich mir zwar Szenarien ausmalen wo das schief geht, ...Diese Szenarien malen dir schon andere zur Genüge aus. Irgendwann muss man dann auch einfach mal machen statt nur darüber zu reden, sonst wird es nie was.

Natürlich helfen die vielen Gespräche mit Erfahrungsträgern aber wenn man ganz am Anfang steht, kann man da aufgrund der Informationsüberflutung statt Inhalt nur noch Verunsicherung mitnehmen.

sun-man
2018-12-12, 17:51:27
Wir haben immer so gerechnet, das wir das Haus auch nur mit einem Gehalt problemlos bezahlen können....
Nur so funktioniert es. Gerade bei Euch eben noch eher als hier. Mit 20 wäre das für mich auch noch drin, jetzt nicht mehr. 400.000 und mehr :freak:

Semmel
2018-12-13, 07:23:22
Mit dem Kredit undHeirat ist natürlich ein Argument. Auf eine Hochzeit habe ich gerade aber keinen Bock. Das sind nochmal 10k die lieber ins Haus gehen sollten.

Man muss keine 10k€ für eine Hochzeit verballern. Es reichen 50€ (Standesamtsgebühr), mehr brauchts nicht.

Ich würde es eher aus ganz anderen Gründen sein lassen, siehe: https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=591654
:D

Colin MacLaren
2018-12-13, 07:32:45
Man muss keine 10k€ für eine Hochzeit verballern. Es reichen 50€ (Standesamtsgebühr), mehr brauchts nicht.

Ich würde es eher aus ganz anderen Gründen sein lassen, siehe: https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=591654
:D

Das würde meine Eltern massiv enttäuschen und meine Freundin möchte da ihre ganze Familie einladen. Ich will mich damit gerade einfach nicht befassen. Das kann man auch in fünf Jahren noch angehen. Dann sind bei den Freunden die Kinder auch bisschen größer. In den letzten Jahren hatten alle ihre sehr kleinen Kids mitgeschleppt, was dann zu ziemlichen Gammelveranstaltungen führte. Sowas will ich nicht ausrichten :cool:

sun-man
2018-12-13, 07:58:14
Scheiß auf die Verwandten, sorry. Hochzeit sollte so sein das man selbst was davon hat. Fette Karibikreise anstatt Hotels und Unterkünfte zu zahlen und mit der buckligen Verwandschaft dumm rum zu sitzen ;). Ich habs bereut damals und würde auch heute noch einfach zu zwei heiraten und dann einen drauf machen. Dummerweise will ich meine Holde gar nicht los lassen, also wird keine neue Hochzeit geben :D

Semmel
2018-12-13, 08:01:31
Das würde meine Eltern massiv enttäuschen und meine Freundin möchte da ihre ganze Familie einladen. Ich will mich damit gerade einfach nicht befassen. Das kann man auch in fünf Jahren noch angehen. Dann sind bei den Freunden die Kinder auch bisschen größer. In den letzten Jahren hatten alle ihre sehr kleinen Kids mitgeschleppt, was dann zu ziemlichen Gammelveranstaltungen führte. Sowas will ich nicht ausrichten :cool:


Die Frage ist, ob du selbst überhaupt was ausrichten willst?
Ich wollte es nie wirklich und habs trotzdem mitgemacht, sogar für ~15k€.
Meine Ex wollte das so und beide Familien hatten große Erwartungen. Das war eine einzige große Selbstdarstellung, die ich nie wollte, aber andere von mir erwartet hatten.
Nach der Scheidung hab ich beschlossen, dass ich das nie wieder machen werde, wobei das nicht heißt, dass ich nicht nochmal heiraten werde. Meine Freundin weiß, wenn wir mal heiraten, dass diese Hochzeit eine 50€-Hochzeit wird, zu zweit auf dem Standesamt und komplett ohne Gäste. Was andere davon halten (inkl. Eltern) ist mir heute total egal.

Aber gut, abwarten ist eh besser. :up:
Da ist dann noch genug Zeit, dass du dir diesbezüglich über deine eigenen Vorstellungen im Klaren wirst. ;)

Zurück zum eigentlichen Thema:
Ein eigenes Haus stand bei mir schon vor Jahren auf dem Plan, aber hat aufgrund sehr unterschiedlicher Vorstellungen zwischen mir und meiner Ex nie geklappt.
Mittlerweile sehe ich den Zug für mich als "abgefahren". Die Scheidung hat viel von meinem Eigenkapital aufgefressen und die Preise im Großraum München sind mittlerweile sowas von abgehoben, da würde ich derzeit nicht mehr bauen/kaufen. Ich versuch mein Glück daher auf dem Aktienmarkt.

Chemnitz ist da noch wesentlich bezahlbarer, da würde ich es an deiner Stelle versuchen.
Ich denke auch, dass Herr Draghi ordentlich bei der Finanzierung mithelfen wird. ;)
Ich schätze der Euro wird nur weiter überleben und dahinsiechen, wenn die Zinsen weiter am Boden bleiben. Folge: Weiter negative Realizinsen = gut für die Immobilienfinanzierung.
Eine echte Zinswende würde der Euro meiner Meinung nach nicht überleben. So ein Währungscrash wäre auch wiederrum gut für Schuldner.
Als Risiko sehe ich allerdings eine mögliche Währungsreform in Kombination mit einem Lastenausgleich.

Palpatin
2018-12-13, 08:27:28
Hochzeit sollte so sein das man Frau selbst was davon hat
Hab es mal gefixt. Ich denke das 90% der Männer kein Bock auf die Hochzeitsfeier haben aber ist halt irgendwo ihr großer Tag und gut.
Hatte die standensamtliche im kleinen Kreis vor gut einem Jahr und war schöner als erwartet, sind dann auch noch mit ca 1500€ Plus rausgegangen.
Die große krichliche steht mir noch bevor, dann hoffentlich auch erträglich und am ende mit einem kleinen Gewinn. :rolleyes:

Semmel
2018-12-13, 09:22:54
Hab es mal gefixt. Ich denke das 90% der Männer kein Bock auf die Hochzeitsfeier haben aber ist halt irgendwo ihr großer Tag und gut.
Hatte die standensamtliche im kleinen Kreis vor gut einem Jahr und war schöner als erwartet, sind dann auch noch mit ca 1500€ Plus rausgegangen.
Die große krichliche steht mir noch bevor, dann hoffentlich auch erträglich und am ende mit einem kleinen Gewinn. :rolleyes:

Nie wieder würde ich das mitmachen.
Keine Feier und schon garkeine kirchliche Hochzeit.
Ich denke auch die Frauen wollen das teilweise garnicht wirklich aus eigener Motivation, sondern rein durch Einflüsse von außen. Weil es die Eltern wollen, weil es die Freundinnen auch hatten usw.
Das ist eine reine Protz-Veranstaltung und da scheiß ich drauf. Wenn eine Frau sowas zwingend haben will, dann bin ich eben der falsche Mann dafür. ;)
Hab das auch schon frühzeitig bei meiner Freundin klargestellt, dass ich für sowas nicht (mehr) zu haben bin.

deepmac
2018-12-15, 21:27:39
Ich finde ja generell gut, dass hier nicht jeder versucht sich alles schönzurechnen, aber man sollte es auch nicht übertreiben.
Er baut neu. Wenn die Qualität der Materialien sowie die der Handwerker stimmt, sollte da die nächsten Jahre doch keine größere Reparatur anstehen.
Ein Dach ist nicht nach 20 Jahren kaputt.
Zudem auch mal daran denken - die Rate bleicht je nach Zinsbindung die nächsten 10-20 Jahre fest. Wer kann das von seiner Miete behaupten?

Und he, als Familie mit gesichertem Einkommen sollten doch sowieso min 10-20k€ irgendwo auf der Seite haben, ob man ein Haus hat oder nicht.

Ich seh das auch so, wenn er mit seinem hohen Haushaltsnettoeinkommen nicht bauen kann , wer dann, in diesen Regionen wird es ähnlich sein, wie in Flensburg, dh. Der normale Nettoverdienst liegt pro Person eher bei um die 1350,00 Euro, ergäbe ca 3k Netto, kaltmiete für ein Haus sollte dann um die 700 Euro monatlich ,8400 im Jahr , Hauspreis sollte dann eher um die 170.000 Euro betragen ( 20 mal Jahresnettokaltmiete).

NiCoSt
2018-12-16, 08:46:42
Ein neues Haus für 170k€ dürfte selbst in Chemnitz schwierig sein. Hier in DD haben wir seit ein paar Tagen unsere DHH übergeben bekommen und da steht über alles gerechnet auch eine 4 vorn dran... Für ein freistehendes Haus zahlt man 500k€ und mehr derzeit...
Unser Kredit hat 1,4% bei 15 Jahren zinsbindung, also weniger als die Inflationsrate. Zusammen mit dem Baukindergeld zahlen wir trotz zinsen weniger zurück als wir aufgenommen haben. Ist also eher ein Sparplan mit kleinem Zinssatz...

Lethargica
2018-12-16, 11:59:09
Ja, die Zinsen sind derzeit schon extrem niedrig, trotzdem glaube ich, dass das Eigenheim unterm Strich die letzten Jahre deutlich teurer geworden ist.
Viele lassen sich vom Zins blenden, und realisieren nicht, dass man heute mehr zahlt, als wenn man vor 10 Jahren ein Haus mit 5% (dafür dafür noch zu realistischen Preisen) finanziert hätte.

Ich habe mein Haus (Neu gebaut vor 6 Jahren) neulich mal spaßeshalber schätzen lassen, bin bei ca. 650.000€ gelandet. Gekostet hat es damals 350.000€ + ca. 120.000€ Grundstück (war bereits vorhanden) - das ist absolut verrückt.

Joe
2018-12-16, 12:05:15
Ich betreue Beruflich u.A. auch paar Architekturbüros.
In Bayern sind die Baukosten seit 2010 um ca. 60%-70% gestiegen.
Eine Goldene Nase verdienen sich aber idr nicht die Handwerker sondern die großen Zulieferer. Erdbewegung, Beton, Fester, Türen, Dacheindeckung etc.

NiCoSt
2018-12-16, 12:48:31
Das stimmt, liegt zum Teil aber auch schlicht an den höheren Auflagen und teils damit erhöhtem planungsaufwand. Materialien sind besser und oft teurer geworden. Arbeitsleistung wurde ebenfalls teurer... Unser Haus wurde nach eevg 2016 gebaut und um den Standard zu erreichen muss 3 Fach Verglasung verbaut werden, was schonmal deutlich teurer ist. Zudem Solarthermie Anlage... Brandschutzbestimmungen sind auch schärfer geworden was durchbrandzeiten und Freiflächen für Rettungswege angeht.

sun-man
2018-12-16, 13:47:36
Und der andere Teil ist der das die Leute es einfach zahlen.
Aber auch im Norden dürften das reine Haus kaum 10% über dem liegen was es halt im Bayern kosten würde. Klos und Waschbecken oder Laminat kosten ja nun überall gleich viel.

Mr.Fency Pants
2018-12-17, 17:17:06
Ja, die Zinsen sind derzeit schon extrem niedrig, trotzdem glaube ich, dass das Eigenheim unterm Strich die letzten Jahre deutlich teurer geworden ist.
Viele lassen sich vom Zins blenden, und realisieren nicht, dass man heute mehr zahlt, als wenn man vor 10 Jahren ein Haus mit 5% (dafür dafür noch zu realistischen Preisen) finanziert hätte.

Ich habe mein Haus (Neu gebaut vor 6 Jahren) neulich mal spaßeshalber schätzen lassen, bin bei ca. 650.000€ gelandet. Gekostet hat es damals 350.000€ + ca. 120.000€ Grundstück (war bereits vorhanden) - das ist absolut verrückt.

Das ist wirklich so. Auch wenn die Zinsen niedrig sind, steht dieser Zinsdrop in keinem Verhältnis dazu wie die Preise in den letzten Jahren gestiegen sind. Ein Kumpel von mir hat 2012 ein Reihenhaus für 280.000€ hier in Köln gekauft. Neulich sind zwei Häuser bei ihm in der Reihe mit vergleichbarer Ausstattung für ca. 520.000€ weggegangen, völlig Banane so etwas. Bei solchen Preisen wohne ich gerne erstmal noch zur Miete. Leider wollen meine Eltern noch nicht aus ihrem 160qm Domizil in Köln ausziehen und die jüngere Generation ranlassen. :D

Joe
2018-12-17, 18:33:26
Und dann mal im Hinterkopf behalten, dass Baukosten Baukosten sind. Der Zug ist nach dem Bau abgefahren. Zinsen können ganz schnell wieder steigen und wenn man sich mal etwas mit Exponentialfunktionen beschäftigt wird man ganz schnell feststellen, wenn man z.B. auf 25 Jahre tilgt und 15 Jahre Zinsbindung hat, nach 15 Jahren nur ein kleiner Teil der Schulden getilgt sind.

Und dann Alle so

https://i.kym-cdn.com/entries/icons/original/000/027/475/Screen_Shot_2018-10-25_at_11.02.15_AM.png

deepmac
2018-12-17, 20:38:58
Ein neues Haus für 170k€ dürfte selbst in Chemnitz schwierig sein. Hier in DD haben wir seit ein paar Tagen unsere DHH übergeben bekommen und da steht über alles gerechnet auch eine 4 vorn dran... Für ein freistehendes Haus zahlt man 500k€ und mehr derzeit...
Unser Kredit hat 1,4% bei 15 Jahren zinsbindung, also weniger als die Inflationsrate. Zusammen mit dem Baukindergeld zahlen wir trotz zinsen weniger zurück als wir aufgenommen haben. Ist also eher ein Sparplan mit kleinem Zinssatz...
Ihr kauft euch ne Doppelhaushälfte für 800.000 DM?
Soviel hat glaub ich die Villa von Beate Uhse in Glücksburg gekostet...

Forlorn
2018-12-17, 21:20:37
Interessant wird es wenn wir in Deutschland in 20 Jahren knapp 15 Mio weniger Deutsche haben. Da bin ich mal auf die Hauspreise gespannt, wenn die ganzen Erben die Häuser verkaufen (müssen). Wenn das heute geschätzte 700k € Haus dann für 350k € übern Tisch geht. Schlimmer ist es dann aber wenn man für Kredit 30-50% mehr abbezahlt, als das Haus als Marktwert hat. Das kann man sich dann nicht mehr "schönrechnen".

Joe
2018-12-17, 21:38:25
Jain.

Der Trend zur Zeit ist, dass die vollen Räume immer voller werden und die leeren immer leerer und entsprechend steigen die Preise in 50% der Republik und in 50% sinken Sie. Du kannst heute schon in diversen kleinen Ostdörfern ein Haus nicht mehr verschenken.

Entsprechend kannst Du davon ausgehen, dass ein Haus im Großraum München oder Hamburg in 20 Jahren das doppelte der Baukosten wert ist.
Dazu kommt ja noch, dass der Trend zum Single Dasein geht und oft wollen die Leute trotzdem ein Haus, halt ein kleines ;)
Ein weiterer Faktor ist, dass wir durch den Klimawandel einiges an Wohnraum verlieren werden in den nächsten 20-30 Jahren und ganz viel innereuropäische Migration aus Holland und Dänemark haben werden, wegen dem steigenden Meeresspiegel. Städte wie Rostock, Kiel oder Wilhemlshafen wird es bald nicht mehr geben.

Anadur
2018-12-17, 21:52:01
Und dann mal im Hinterkopf behalten, dass Baukosten Baukosten sind. Der Zug ist nach dem Bau abgefahren. Zinsen können ganz schnell wieder steigen und wenn man sich mal etwas mit Exponentialfunktionen beschäftigt wird man ganz schnell feststellen, wenn man z.B. auf 25 Jahre tilgt und 15 Jahre Zinsbindung hat, nach 15 Jahren nur ein kleiner Teil der Schulden getilgt sind.

Und dann Alle so



Wer einen Tilgungsplan für 25 Jahre hat, der hat nach 15 Jahren schon einen großen Haufen seiner Schulden getilgt. Geht ja gar nicht anders. Anders sieht es aus, wenn man auf 30 oder gar 35 Jahre plant, aber das ist einem dann hoffentlich vorher klar.


Ihr kauft euch ne Doppelhaushälfte für 800.000 DM?
Soviel hat glaub ich die Villa von Beate Uhse in Glücksburg gekostet...

nennt sich Inflation. Bei den von der EZB angestrebten 2% verlierst dein Geld halt innerhalb von 10 Jahren schon rund 25% an Wert. Kannst ja mal versuchen die Villa heute für 400 000€ zu kaufen. Da kannst du wahrscheinlich ne 0 hinten dran hängen, wenn das reicht. Da die EZB im Keller auch weiter fleißig Geld druckt, wird sich das auch in den nächsten Jahren nicht ändern.


Interessant wird es wenn wir in Deutschland in 20 Jahren knapp 15 Mio weniger Deutsche haben. Da bin ich mal auf die Hauspreise gespannt, wenn die ganzen Erben die Häuser verkaufen (müssen). Wenn das heute geschätzte 700k € Haus dann für 350k € übern Tisch geht. Schlimmer ist es dann aber wenn man für Kredit 30-50% mehr abbezahlt, als das Haus als Marktwert hat. Das kann man sich dann nicht mehr "schönrechnen".


Selbst pessimistische Studien gehen nur von einem Rückgang zwischen 5 und 10 Millionen bis 2050 aus. Sicherlich gibt es eine Altersverschiebung aber den großen Schwund seh ich da nirgends. Wichtig ist es natürlich diesen Effekt im Auge zu behalten. Die Landflucht wird noch stärker zunehmen. Der sich aus der öffentlichen Daseinsvorsorge zurückziehende Staat (Schulen/Krankenhäuser/Bahn/usw./Internet) wird diesen Effekt natürlich verstärken. Bleibt also die alte Wahrheit beim Hauskauf auch weiter bestehen: Lage, Lage und Lage.

In Ballungsräumen werden die Preise weiter anziehen, auf dem Land überlässt man den Rest Fuchs, Hase und dem Wolf.

Forlorn
2018-12-17, 22:22:21
Selbst pessimistische Studien gehen nur von einem Rückgang zwischen 5 und 10 Millionen bis 2050 aus.

Die zahlen bis 2050 sind eigentlich immer nur durch Zuwanderung von mehr als 500k pro Jahr berechnet. Wir erreichen dieses Jahr nicht einmal die 200k, sind gerade unter 170k. Hier kann man eigentlich nur die Daten vom Statistischen Bundesamt annehmen und selbst die sind utopisch schön.

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/01/PD16_021_12421.html;jsessionid=2FF49319F9CDF06B9D0947D41C90764E.InternetLive1

Wenn die alleinstehende das Haus dann nicht mehr halten können und lieber in die AltersWG ziehen um nicht zu vereinsamen... https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/zdw/2018/PD18_49_p002.html

Ab einem bestimmten Preis wird dann auch das Land wieder attraktiv.

Joe
2018-12-17, 22:32:34
Wer einen Tilgungsplan für 25 Jahre hat, der hat nach 15 Jahren schon einen großen Haufen seiner Schulden getilgt. Geht ja gar nicht anders.

https://thumbs.gfycat.com/IdenticalClumsyAmericanwarmblood-small.gif

NiCoSt
2018-12-17, 22:39:05
Ihr kauft euch ne Doppelhaushälfte für 800.000 DM?
Soviel hat glaub ich die Villa von Beate Uhse in Glücksburg gekostet...

Haha, wo lebst du? Das Musterhaus wurde in dem Baugebiete mit nahezu identischer Ausstattung für 450k verkauft. Mit Nebenkosten landet man dann auch bei einer halben Million...

Im Laufe der langen Suche haben wir 20-25 Jahre alte unsanierte Häuser gesehen für den gleichen Preis...

Morale
2018-12-17, 22:43:04
Und dann mal im Hinterkopf behalten, dass Baukosten Baukosten sind. Der Zug ist nach dem Bau abgefahren. Zinsen können ganz schnell wieder steigen und wenn man sich mal etwas mit Exponentialfunktionen beschäftigt wird man ganz schnell feststellen, wenn man z.B. auf 25 Jahre tilgt und 15 Jahre Zinsbindung hat, nach 15 Jahren nur ein kleiner Teil der Schulden getilgt sind.

Und dann Alle so

https://i.kym-cdn.com/entries/icons/original/000/027/475/Screen_Shot_2018-10-25_at_11.02.15_AM.png


Alle die doof sind und vorher nicht nachdenken.
Was nicht wenige sind.
Unsere 300.000- 350.000 plane ich deswegen in 10-12 Jahren zu tilgen. Was weg ist ist weg.

Semmel
2018-12-18, 07:10:59
Innerhalb der nächsten 20 Jahre gehen die geburtenstarken Jahrgänge in Rente und sterben dann weg wie die Fliegen.
In der Rente haben die dann deutlich weniger Einkommen und der eine oder andere wird daher schon früher aus dem großen Haus ausziehen und eine kleinere Wohnung nehmen müssen.
Beschleunigt wird diese Entwicklung durch die mögliche Grundseuerreform, welche gerade Immobilien in hochpreisigen Lagen besonders hart treffen könnte. (nach dem Vorschlag von Olaf Scholz) Nach dieser Reform kann die Oma mit ihrer 700€-Rente ihr Haus in Starnberg nicht mehr tragen. Da muss sie eben raus, weil sie ja "reich" ist. Auch das ist nicht gut für die langfristigen Preisaussichten.

Auch das Zinsniveau darf man nicht vergessen. Das Immobilienpreisniveau korreliert negativ mit dem Zinsniveau. Je niedriger die Zinsen, umso höher die Immoilienpreise und umgekehrt. Einen Kredit zu bekommen war noch nie so leicht wie heute. Zinsen nahe 0% und dazu noch extrem lasche Auflagen. Noch weiter können die Zinsen nicht gesenkt werden, d.h. durch den Zins sind keine weiteren Preissteigerungen möglich. Umgekehrt ist aber ein Preisverfall möglich durch steigende Zinsen.

Sinkende Immobilienpreise kann sich heute kaum einer vorstellen. Aber hier darf man nicht linear denken. Die Immobilienpreise unterliegen dem Schweinezyklus, von daher sind die Aussichten heute eher schlecht. Zumindest in den westdeutschen Metropolen würde ich zum heutigen Zeitpunkt nichts mehr kaufen.

Plutos
2018-12-18, 08:15:45
Entsprechend kannst Du davon ausgehen, dass ein Haus im Großraum München oder Hamburg in 20 Jahren das doppelte der Baukosten wert ist.
Dazu kommt ja noch, dass der Trend zum Single Dasein geht und oft wollen die Leute trotzdem ein Haus, halt ein kleines ;)
Ein weiterer Faktor ist, dass wir durch den Klimawandel einiges an Wohnraum verlieren werden in den nächsten 20-30 Jahren und ganz viel innereuropäische Migration aus Holland und Dänemark haben werden, wegen dem steigenden Meeresspiegel. Städte wie Rostock, Kiel oder Wilhemlshafen wird es bald nicht mehr geben.
Manchmal frage ich mich, ob wir auf demselben Planeten leben… :confused:

2B-Maverick
2018-12-18, 09:41:06
Alle die doof sind und vorher nicht nachdenken.
Was nicht wenige sind.
Unsere 300.000- 350.000 plane ich deswegen in 10-12 Jahren zu tilgen. Was weg ist ist weg.

Exakt so.
Ich hab mein Haus auf 18 Jahre finanziert. Zwar minimal höhere Zinsen - 1,7%, aber die dafür über die gesamte Laufzeit fix.....

sun-man
2018-12-18, 09:51:23
Die wenigsten dürften 3000€/Monat abzahlen können ;)

Sven77
2018-12-18, 09:57:16
:confused: also bei manchen würde ich gerne mal die Finanzierungsaufstellung sehen, das passt ja hinten und vorne nicht

Colin MacLaren
2018-12-18, 10:04:45
Und dann mal im Hinterkopf behalten, dass Baukosten Baukosten sind. Der Zug ist nach dem Bau abgefahren. Zinsen können ganz schnell wieder steigen und wenn man sich mal etwas mit Exponentialfunktionen beschäftigt wird man ganz schnell feststellen, wenn man z.B. auf 25 Jahre tilgt und 15 Jahre Zinsbindung hat, nach 15 Jahren nur ein kleiner Teil der Schulden getilgt sind.

Und dann Alle so

https://i.kym-cdn.com/entries/icons/original/000/027/475/Screen_Shot_2018-10-25_at_11.02.15_AM.png

Man kann auch ausrechnen was eine Zinsbindung kostet, das Gesparte in eine Sondertilgung stecken und dann ausrechnen um wie viel die Zinsen dann steigen müssten, damit die Zinsbindung sich gelohnt hat. Dann muss man sich ferner fragen, in welchen Szenarien es dazu kommt, das die Zinsen so massiv steigen (Hint: hohe Inflation), wodurch die schulden dann wieder effektiv geringer sind.

sun-man
2018-12-18, 10:06:00
Jeder wie er kann. Freunde der Nachbarn haben das Haus (7 stellig) quasi bar bezahlt. Danach gabs noch ein Meerwasseraquarium und zwei neue Autos :freak:

Plutos
2018-12-18, 10:10:26
Dann muss man sich ferner fragen, in welchen Szenarien es dazu kommt, das die Zinsen so massiv steigen (Hint: hohe Inflation)
:ulol:
In einer nahenden Post-Draghi-Ära, in der die Zinsen nicht mehr von der Schuldentragfähigkeit Südeuropas bestimmt werden, werden wir schnell wieder 3, 4 oder sogar 5% sehen – die Fed macht's ja vor.

Semmel
2018-12-18, 10:54:36
:ulol:
In einer nahenden Post-Draghi-Ära, in der die Zinsen nicht mehr von der Schuldentragfähigkeit Südeuropas bestimmt werden, werden wir schnell wieder 3, 4 oder sogar 5% sehen – die Fed macht's ja vor.

Bei der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Lage ist das eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlich haben wir weiter negative Realzinsen.
Wenn die Zinsen steigen, dann nur, wenn auch die Inflation entsprechend steigt. Wenn die Inflation niedrig bleibt (was bei schwacher Wirtschaft wahrscheinlicher ist), dann werden auch die Zinsen eher unten bleiben.

Von daher bietet eine sehr kurze Zinsbindung bzw. ein variabler Zins garnicht so schlechte Chancen, dass man damit besser fährt.

NiCoSt
2018-12-18, 11:06:50
Wobei man grundsätzlich überlegen sollte, ob ein riesen Kredit wirklich das richtige ist, wenn man nach 15 oder 20 Jahren noch vor einem Großteil der Schulden steht. Dann erübrigt sich ach die Diskussion, wie sich die Zinsen entwickeln werden. Ich könnte so jedenfalls nicht ruhig schlafen.

Joe
2018-12-18, 11:14:46
Man kann auch ausrechnen was eine Zinsbindung kostet, das Gesparte in eine Sondertilgung stecken und dann ausrechnen um wie viel die Zinsen dann steigen müssten, damit die Zinsbindung sich gelohnt hat. Dann muss man sich ferner fragen, in welchen Szenarien es dazu kommt, das die Zinsen so massiv steigen (Hint: hohe Inflation), wodurch die schulden dann wieder effektiv geringer sind.

Ich glaub Du siehst das falsch rum. Die Zinsen mit 2% und weniger zur Zeit sind die Ausnahme nicht die Regel. Das passiert doch nur weil die EZB jeden Tag Milliarden druckt. Zinsen sind der "Wert des Geldes" und auch hier regiert Angebot und Nachfrage. Das Angebot ist unendlich also ist der Wert "Null".
Hört die EZB mit dieser furchtbaren Praxis mal auf kannst Du schnell wieder bei 5% - 7% sein. Und ich möchte nicht die Arme Sau sein, die nach Ablauf der Zinsbindung noch 200.000€ Schulden hat und dann mit 7% nach finanzieren muss.

Kundschafter
2018-12-18, 11:46:46
1995 - 8 % ohne Tilgung. Wer bietet mehr ? :tongue:

Knappe 700 Euro Zinsen jeden Monat, 10 Jahre hat sich die Bank ´n zweites Loch in den Arsch Popo gefreut. :eek:

Semmel
2018-12-18, 11:56:09
1995 - 8 % ohne Tilgung. Wer bietet mehr ? :tongue:

Knappe 700 Euro Zinsen jeden Monat, 10 Jahre hat sich die Bank ´n zweites Loch in den Arsch Popo gefreut. :eek:


Dafür war die Bude 1995 auch wesentlich billiger.
Ich denke da bist du trotz "Wucherzinsen" selbst inflationsbereinigt im Vergleich zu heute billiger dran gewesen.

ilPatrino
2018-12-18, 11:57:10
Man kann auch ausrechnen was eine Zinsbindung kostet, das Gesparte in eine Sondertilgung stecken und dann ausrechnen um wie viel die Zinsen dann steigen müssten, damit die Zinsbindung sich gelohnt hat. Dann muss man sich ferner fragen, in welchen Szenarien es dazu kommt, das die Zinsen so massiv steigen (Hint: hohe Inflation), wodurch die schulden dann wieder effektiv geringer sind.
aber drauf achten, daß die sondertilgungen nicht zu mehrkosten führen. bei uns sind sondertilgungen ausgeschlossen (zinsbindung = gesamtlaufzeit 10 jahre), zwei meiner kumpel (beide mit längerer gesamtlaufzeit) können zwar sondertilgungen machen, aber nur in begrenztem umfang

Joe
2018-12-18, 12:03:39
Dafür war die Bude 1995 auch wesentlich billiger.
Ich denke da bist du trotz "Wucherzinsen" selbst inflationsbereinigt im Vergleich zu heute billiger dran gewesen.


Ja, aber das ist genau das, was ich vorher geschrieben habe.
Hohe Baukosten schützen Dich nicht vor der Gier der Bank in 15 Jahren.
Im System heute ist wesentlich mehr Risiko. Sowohl für den Debitor (Zinsen könnten steigen) als auch für den Kreditor (Immobilienblase).

Flyinglosi
2018-12-18, 12:54:14
Ich frag mich immer, ob der normale Häuslbauer eigentlich noch darüber nachdenkt, ob ihm sein Eigenheim eigentlich derartig astronomische Summe wert ist, oder ob es sich eben einfach gehört in haus zu kaufen, und man daher hirnlos mitspielt.

Wir haben für unser Haus (Holzblockhütte mit knapp 100m2, Grundmauern sind ca. 1930 errichtet worden, vom Vorbesitzer modernisiert und für uns dank speziellen Flair das Traumhaus schlechthin) und insgesamt 8000m2 Grund am Ortsrand mit allen Nebenkosten vor 2 Jahrenknapp 250k€ bezahlt.

Parallel werden Häuser gebaut bzw. gerade frisch bezogen, welche inkl. 800m2 (sprich 1/10 von unserem Grund) 400k€ aufwärts kosten. Meine Meinung zur Optik dieser sterilen, bzw. seelenlosen Flachdachhäuser mit perfekt planiertem Garten inkl. englischem Rasen will ich mich gar nicht speziell äussern.

Kundschafter
2018-12-18, 13:01:11
Dafür war die Bude 1995 auch wesentlich billiger.
Ich denke da bist du trotz "Wucherzinsen" selbst inflationsbereinigt im Vergleich zu heute billiger dran gewesen.

Stimme ich mal (grob) zu. Immerhin habe ich es dann anschließend (Ablauf Zinsbindung) geschafft, die Hütte komplett in 10 Jahren ab zu bezahlen. 4,5 % Tilgung, Lebensversicherung rein, Rest "bar".

Hm..ich sollte wohl verkaufen. Hütte meiner Ollen :biggrin: reicht eigentlich. Die verkaufe ich gleich mit. ;D.
Paar Ziegen oder Kamele reichen.

Joe
2018-12-18, 13:03:11
Bei mir in der Nachbarschaft ist grad ne 280m² Parzelle für ne Doppelhaushäfte für 400.000€ übern Tisch gegangen.
Der Raum hier ist so "überfischt", dass sich gar kein richtiger Markt bilden kann. Im meiner Stadt sind keine fünf Grundstücke zu verkaufen. Entsprechend werden einfach irgendwelchen astronomischen Fantasiepreise gemacht und die Leute kaufen es trotzdem :eek:

Semmel
2018-12-18, 13:04:13
Im System heute ist wesentlich mehr Risiko. Sowohl für den Debitor (Zinsen könnten steigen) als auch für den Kreditor (Immobilienblase).

Beide Risiken trägt in erster Linie der Kreditnehmer.
Für die langfristige Zinsbindung zahlt er ja mit einem höheren Zins.
Mit diesen Mehreinnahmen kann die Bank das Zinsänderungsrisiko absichern.
Entweder durch eine Refinanzierung mit gleicher Laufzeit oder durch einen entsprechenden Zins-Swap.

Lange Zinsbindungen sind übrigens eine deutsche Eigenheit. In anderen Ländern ist das weniger üblich. Wenn man dort eine Absicherung gegen das Zinsänderungsrisiko will, dann wird das oftmals direkt durch einen Zins-Swap gemacht.

Das Wertschwankungsrisiko trägt auch der Kreditnehmer, ist ja sein Eigentum.
Sollte der Wert der Immobilie mal unter dem Restkreditbetrag fallen, dann muss er der Bank neue Sicherheiten liefern oder die Bank kann die Immobilie zwangsverwerten. Die Bank gewinnt immer.

Joe
2018-12-18, 13:51:10
Beide Risiken trägt in erster Linie der Kreditnehmer.

Die Bank gewinnt immer.

Ganz so einfach ist das nicht. Wenn Du auf 300.000€ Schulden pleite gehst und die Immobilie nach dem platzen der Blase für 50.000€ versteigert wird, bleibt die Bank auf der Differenz sitzen. So passiert 2008 ;)

Das große Risiko zur Zeit ist halt - wie 2008 auch - das Niemand den eigentlichen Wert eines Objektes kennt, weil der Markt künstlich durch die billigen Kredite aufgebläht wurde.

Morale
2018-12-18, 14:16:25
Die wenigsten dürften 3000€/Monat abzahlen können ;)
Eher um die 2500, Zinsen hat man ja kaum noch mit Baukindergeld und 0,x%.

Bei 300.000 und 10 Jahre hab ich ein Angebot von 312.718,50 Gesamtbetrag.
Minus 12.000 Baukindergeld :wink:

Morale
2018-12-18, 14:18:34
Ich frag mich immer, ob der normale Häuslbauer eigentlich noch darüber nachdenkt, ob ihm sein Eigenheim eigentlich derartig astronomische Summe wert ist, oder ob es sich eben einfach gehört in haus zu kaufen, und man daher hirnlos mitspielt.

Wir haben für unser Haus (Holzblockhütte mit knapp 100m2, Grundmauern sind ca. 1930 errichtet worden, vom Vorbesitzer modernisiert und für uns dank speziellen Flair das Traumhaus schlechthin) und insgesamt 8000m2 Grund am Ortsrand mit allen Nebenkosten vor 2 Jahrenknapp 250k€ bezahlt.

Parallel werden Häuser gebaut bzw. gerade frisch bezogen, welche inkl. 800m2 (sprich 1/10 von unserem Grund) 400k€ aufwärts kosten. Meine Meinung zur Optik dieser sterilen, bzw. seelenlosen Flachdachhäuser mit perfekt planiertem Garten inkl. englischem Rasen will ich mich gar nicht speziell äussern.

Ortsrand München? Nicht schlecht ;)

Was ich sagen will:
LAGE LAGE LAGE

Dazu, wer brauch 8000qm Grund.

Flyinglosi
2018-12-18, 17:14:54
Ortsrand München? Nicht schlecht ;)

Was ich sagen will:
LAGE LAGE LAGE

Dazu, wer brauch 8000qm Grund.

Bei meinem Vergleich sind doch beide Varianten im selben 200 Einwohner Dorf (nähe oberösterreichischer Landeshauptstadt). Ich meinte mit "parallel" unsere Nachbarschaft.

Und brauchen tut man 8000m2 nicht, aber ich möchte den grossen Grund mit eigenem Wald auch nicht mehr missen. Viel Platz für alle erdenklichen Spielereien und man wird von niemanden gestört.

Forlorn
2018-12-18, 19:47:42
Und ich möchte nicht die Arme Sau sein, die nach Ablauf der Zinsbindung noch 200.000€ Schulden hat und dann mit 7% nach finanzieren muss.

Und dann feststellen, dass sie pleite sind.

sun-man
2018-12-18, 19:59:01
8000m² und dann kommt die Stadt auf die Idee Stra0ßengebühren für die Sanierung zu erheben. Bild ist aus einer extrem Strukturschwachen Gegend. Quasi ein Jahresgehalt. Hier bei uns war das 1-2 Jahre auch entschieden, wurde jetzt aber zurückgenommen.

Aber, neben der Arbeit, ist das schon ne gute Möglichkeit. Man kann sicher ein paar tolle Dinge machen wenn man eben den Platz hat. Der Preis ist klingt da wirklich verdammt gut.

Morale
2018-12-18, 22:44:06
Bei meinem Vergleich sind doch beide Varianten im selben 200 Einwohner Dorf (nähe oberösterreichischer Landeshauptstadt). Ich meinte mit "parallel" unsere Nachbarschaft.

Und brauchen tut man 8000m2 nicht, aber ich möchte den grossen Grund mit eigenem Wald auch nicht mehr missen. Viel Platz für alle erdenklichen Spielereien und man wird von niemanden gestört.
Naja, aber den Unterschied zwischen alte "Holzhütte von 1930" und neues Haus BJ 2018 merkt man doch selber?
Da fällt der Grund wohl kaum ins Gewicht. Wenn euer Vorbesitzer alles selber gemacht hat und dann seine Arbeitsleistung im Endeffekt für 2 Mark 50 die Stunde weiterverkauft hat man halt Glück gehabt

Wir bauen derzeit auch und allein der Bau kostet halt.
Mehrfamilienhaus, Keller, 3 Whg a 120qm. Biste mi 1.000.000 dabei.
Grund vorhanden.

Joe
2018-12-18, 23:23:27
8000m² und dann kommt die Stadt auf die Idee Stra0ßengebühren für die Sanierung zu erheben.

Das ist afaik inzwischen illegal, zumindest in Bayern.

Plutos
2018-12-18, 23:49:50
Wir bauen derzeit auch und allein der Bau kostet halt.
Mehrfamilienhaus, Keller, 3 Whg a 120qm. Biste mi 1.000.000 dabei.
Grund vorhanden.
Also ich hab (relativ in deiner Nähe ;)) vor ein paar Jahren die halbe Wohnfläche für gerade einmal ein Fünftel dieser Summe gebaut. :O

Morale
2018-12-19, 00:12:39
Was ist relativ und was ist vor ein paar Jahren?
Du hast ein Haus inkl Keller mit ca 200qm(Plus Keller) für 200.000 bauen lassen?
Wenn ja kein schlechter preis.
Dazu muss man freilich sagen bei drei Wohnungen hat man auch drei mal Bad plus GästeWC. Was ja auch nicht so billig ist.
Dazu zwei Riesen Balkone. Hat man beim kleinen Haus idR such nur einen.
Ist btw auch ein Holzhaus (etwas teurer als Stein)

Lethargica
2018-12-19, 07:18:55
Dafür hat man nur einmal die Heizung, einmal den Keller, einmal die Baunebenkosten usw.
Bei mehr qm müsste der qm Preis eher günstiger denn teurer werden.

Für das Geld hätte ich mein Haus tatsächlich auch fast 3x bauen können (190m² mit 2 Bädern + Balkon + WU Keller + Außenanlagen)
Da bin ich echt froh, jetzt nicht bauen zu wollen/müssen.

Morale
2018-12-19, 07:22:23
Bei mehr qm bei Haus ja wird es billiger. Bei einzelne Wohnung eher nicht so. Heizung braucht man ja auch ne stärkere idR da man ja mehrere Parteien versorgt. Keller ist auch wieder etwas größer.
350.000? Ist ja jetzt auch wieder ne ganz normale Summe.

NiCoSt
2018-12-19, 08:06:48
Das ist afaik inzwischen illegal, zumindest in Bayern.

Soweit ich weiß nicht illegal, aber viele Gemeinden verzichten mittlerweile darauf, den Beitrag zu erheben, weil es unterm Strich nicht viel bringt, außer Verzögerungen des Vorhabens und eine Klagewelle.