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MSABK
2019-08-30, 16:58:31
Ich suche ein CAD Programm, bzw. ein Tool um mein Haus mal zu erfassen. Die Baupläne sind leider total falsch...

Gibt es ein kostenloses programm dafür, dass auch etwas taugt ?

edit: im ersten Schritt geht es ausschließlich darum einen Grundriss zu erstellen. In diesem sollten aber Fenstern und Türen, Schornstein und co schon eingezeichnt sein.

Zwar kein CAD-Programm, aber ich kenne noch Sweet Home 3D.

Mancko
2019-09-01, 12:22:22
Auch mit höheren Zinsen kann Hinz und Kunz finanzieren, einfach weil die Banken das zulassen "denn dauert das tilgen halt etwas länger....".

Nein nicht wenn die Tilgungsdauer zu lange dauert. Da gibt es strengere Regeln seitens der EU als noch vor vielen Jahren. Wenn der Zins rauf ginge gäbe es unweigerlich eine Dämpfung der Nachfrage am Immobilienmarkt und damit der Preise. Nicht vergessen bitte das ein Großteil nicht nur Eigenbedarf sondern auch Kapitalanlage ist. Durch den künstlich niedrigen Zins ist diese nochmal extra aufgebläht. Bei einem höheren Zins geht ein Großteil des Geldes in andere Anlageformen.

Mancko
2019-09-01, 12:26:30
Momentan ist es so, dass bei einer Zinssteigerung mehrere EU-Länder sofort pleite wären, außerdem auch so einige Zombie-Unternehmen.
Damit die Zinsen wieder nennenswert steigen können, müsste die EU-Wirtschaft stark und nachhaltig wachsen. So stark, dass die Steuereinnahmen sprudeln und selbst Griechenland wieder zurechtkomt. Für wie wahrscheinlich hältst du das?
Ich bin mir sicher, dass das die nächsten 20-30 Jahre nicht der Fall ist.


Und genau so setzt man ein essentielles Element des Kapitalismus außer Kraft das extrem benötigt wird zur Selbstreinigung, nämlich das der Pleite. Rezessionen und Pleiten sind im Kapitalismus einfach notwendig, da alles andere verantwortungsloses Handeln das es hier und da ohnehin schon gibt nochmal extrem befördert. Das ist echt Wahnsinn, dass die Politik nicht bereit ist einen Abschwung in Kauf zu nehmen. Das war früher normal und du schreibst ja bereits richtigerweise Zombiunternehmen. Die müssen weg vom Markt und nicht sinnlos am Leben erhalten werden. Das bremst einfach Innovation und Dynamik.

Anadur
2019-09-01, 13:22:35
Und genau so setzt man ein essentielles Element des Kapitalismus außer Kraft das extrem benötigt wird zur Selbstreinigung, nämlich das der Pleite. Rezessionen und Pleiten sind im Kapitalismus einfach notwendig, da alles andere verantwortungsloses Handeln das es hier und da ohnehin schon gibt nochmal extrem befördert. Das ist echt Wahnsinn, dass die Politik nicht bereit ist einen Abschwung in Kauf zu nehmen. Das war früher normal und du schreibst ja bereits richtigerweise Zombiunternehmen. Die müssen weg vom Markt und nicht sinnlos am Leben erhalten werden. Das bremst einfach Innovation und Dynamik.

Das Problem des gemeinsamen Wirtschaftsmarktes sitzt aber halt in Deutschland. Durch die Hartzreformen entstand ein riesiger Lohndruck auf deutsche Löhne und letztendlich auch auf die europäischen Löhne des gemeinsamen Marktes. Durch dieses Lohndumping wurden gerade in Deutschland notwendige Innovationen und Investitionen verhindert. Arbeitskraft war und wurde billig. Nach der Finanzkrise wurde das nochmal verschärft als Fachkräfte aus den südlichen Ländern nach Deutschland strebten. Hier gab es ja noch Arbeit. Diese wiederum drückten weiter die Löhne in Deutschland. Die deutschen Löhne müssten sicherlich um 50% und mehr aufwerten um die Schieflage zu beheben. Bevor das nicht passiert, können die Zinsen nicht anziehen. Die EZB kämpft verzweifelt gegen eine Deflation in Europa und sie ist dabei den Kampf zu verlieren, weil Deutschland einfach nicht begreifen will, dass es investieren muss und lieber weiter seinen Schwarze Null Fetisch auslebt.

Die Zinsen werden entsprechend nicht steigen, mit all den Auswirkungen auf den Immobilienmarkt, den wir hier alle sehen. In Berlin werden 40-50 Jahre alte abgewohnte Buden in wirklich nicht bester Lage bereits für 650k aufwärts angeboten. Tendenz weiter steigend und ein Ende nicht in Sicht.

Mancko
2019-09-01, 14:46:21
Das Problem des gemeinsamen Wirtschaftsmarktes sitzt aber halt in Deutschland. Durch die Hartzreformen entstand ein riesiger Lohndruck auf deutsche Löhne und letztendlich auch auf die europäischen Löhne des gemeinsamen Marktes. Durch dieses Lohndumping wurden gerade in Deutschland notwendige Innovationen und Investitionen verhindert. Arbeitskraft war und wurde billig. Nach der Finanzkrise wurde das nochmal verschärft als Fachkräfte aus den südlichen Ländern nach Deutschland strebten. Hier gab es ja noch Arbeit. Diese wiederum drückten weiter die Löhne in Deutschland. Die deutschen Löhne müssten sicherlich um 50% und mehr aufwerten um die Schieflage zu beheben. Bevor das nicht passiert, können die Zinsen nicht anziehen. Die EZB kämpft verzweifelt gegen eine Deflation in Europa und sie ist dabei den Kampf zu verlieren, weil Deutschland einfach nicht begreifen will, dass es investieren muss und lieber weiter seinen Schwarze Null Fetisch auslebt.

Die Zinsen werden entsprechend nicht steigen, mit all den Auswirkungen auf den Immobilienmarkt, den wir hier alle sehen. In Berlin werden 40-50 Jahre alte abgewohnte Buden in wirklich nicht bester Lage bereits für 650k aufwärts angeboten. Tendenz weiter steigend und ein Ende nicht in Sicht.

Es gibt auch eine andere Lösung die dem Süden wieder Luft zum atmen gibt und die lautet den Euro zu beerdigen bzw. Währungsverbünde ähnlich leistungsfähiger Volkswirtschaften zu schaffen, sagen wir 2 bis 3 in Europa. Dann können die weniger erfolgreichen Volkswirtschaften wie gehabt abwerten und wir werden automatisch aufwerten. Daran zerbricht weder Europa noch der Frieden. Das sind normale Mechanismen und Ausgleichsventile wie es sie überall auf der Welt seit Ewigkeiten gibt und die funktionieren. Ich halte auch nichts von dem Hinweis auf die Hartz Reformen, denn dort wo es bei uns Lohndumping gibt ist doch wenn überhaupt im Niedriglohnsektor, also Frisösen, Kassiererinnen etc. Das kann man mit adäquatem Mindestlohn lösen und den einfach raufsetzen. Wenn wir aber vom Rückrat der Wirtschaft reden, dann reden wir doch eher von ganz gut bezahlten bis hin zu sehr gut bezahlten Jobs. Glaube nicht das die Löhne dort zu niedrig sind. Beste Lösung ist die Währung. Wenn bspw. die Franzosen an ihrer nicht wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstruktur mit Dauerstreiks und 35 Stunden Woche oder weniger sowie riesigem Beamtenapparat bzw. öffentlicher Beschäftigung mit Rund um Versorgung und extrem früher Pensionierung festhalten wollen brauchen sie halt eine andere Währung mit der sie entsprechend international abwerten können, ohne das dabei unsere Produkte dann nochmal extra verbilligt werden wie es aktuell durch die gemeinsame Währung der Fall ist.

Anadur
2019-09-01, 16:33:30
Es gibt auch eine andere Lösung die dem Süden wieder Luft zum atmen gibt und die lautet den Euro zu beerdigen bzw. Währungsverbünde ähnlich leistungsfähiger Volkswirtschaften zu schaffen, sagen wir 2 bis 3 in Europa. Dann können die weniger erfolgreichen Volkswirtschaften wie gehabt abwerten und wir werden automatisch aufwerten. Daran zerbricht weder Europa noch der Frieden. Das sind normale Mechanismen und Ausgleichsventile wie es sie überall auf der Welt seit Ewigkeiten gibt und die funktionieren. Ich halte auch nichts von dem Hinweis auf die Hartz Reformen, denn dort wo es bei uns Lohndumping gibt ist doch wenn überhaupt im Niedriglohnsektor, also Frisösen, Kassiererinnen etc. Das kann man mit adäquatem Mindestlohn lösen und den einfach raufsetzen. Wenn wir aber vom Rückrat der Wirtschaft reden, dann reden wir doch eher von ganz gut bezahlten bis hin zu sehr gut bezahlten Jobs. Glaube nicht das die Löhne dort zu niedrig sind. Beste Lösung ist die Währung. Wenn bspw. die Franzosen an ihrer nicht wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstruktur mit Dauerstreiks und 35 Stunden Woche oder weniger sowie riesigem Beamtenapparat bzw. öffentlicher Beschäftigung mit Rund um Versorgung und extrem früher Pensionierung festhalten wollen brauchen sie halt eine andere Währung mit der sie entsprechend international abwerten können, ohne das dabei unsere Produkte dann nochmal extra verbilligt werden wie es aktuell durch die gemeinsame Währung der Fall ist.


Ich möchte das jetzt nicht unbedingt zu einem Wirtschaftstopic machen. Gerade die Franzosen stehen deutlich besser da als wir in allen wichtigen Faktoren. Die einzigen, die in Deutschland besser da stehen als in Frankreich sind die obere 2%. Auslöser für die wirtschaftlich schlechte Entwicklung in Deutschland waren eben die Hartzreformen, die eben noch weitere Auswirkungen abseits des größten Niedriglohnsektors in Europa hatte. Das ist auch längst wirtschaftswissenschaftlicher Konsens.


Für das Topic hier ist nur wichtig, damit die Zinsen langfristig steigen, Deutschland bzw. der deutsche Staat den Stock aus dem Arsch bekommen muss und wieder anfangen muss zu investieren. Eine große Chance hat er ja z.B. Anfang des Jahres vertan. Da hätte der öffentliche Dienst als größter Arbeitgeber in Deutschland seinen Angestellten eine Gehaltserhöhung verpassen können. Anstatt dessen gab es auf Jahre hin einen Inflationsausgleich. Das ganze wurde dann von allen Seiten gefeiert, obwohl längst klar war das ein Handelskrieg unterwegs ist und eine handfeste Rezession bevorsteht und man die Binnennachfrage steigern muss.

So lange aber in Deutschland die Mentalität (Gürtel enger schnallen, die Löhne sind zu hoch, Schwarze Null) aber genau das Gegenteil bestimmt, werden sich die Zinsen nicht maßgeblich nach oben entwickeln. Insofern auf keinen Fall zur Zeit längere Zinsen als 10 Jahre unterschreiben.

Knuddelbearli
2019-09-01, 17:04:12
Es gibt auch eine andere Lösung die dem Süden wieder Luft zum atmen gibt und die lautet den Euro zu beerdigen bzw. Währungsverbünde ähnlich leistungsfähiger Volkswirtschaften zu schaffen, sagen wir 2 bis 3 in Europa. Dann können die weniger erfolgreichen Volkswirtschaften wie gehabt abwerten und wir werden automatisch aufwerten. Daran zerbricht weder Europa noch der Frieden. Das sind normale Mechanismen und Ausgleichsventile wie es sie überall auf der Welt seit Ewigkeiten gibt und die funktionieren. Ich halte auch nichts von dem Hinweis auf die Hartz Reformen, denn dort wo es bei uns Lohndumping gibt ist doch wenn überhaupt im Niedriglohnsektor, also Frisösen, Kassiererinnen etc. Das kann man mit adäquatem Mindestlohn lösen und den einfach raufsetzen. Wenn wir aber vom Rückrat der Wirtschaft reden, dann reden wir doch eher von ganz gut bezahlten bis hin zu sehr gut bezahlten Jobs. Glaube nicht das die Löhne dort zu niedrig sind. Beste Lösung ist die Währung. Wenn bspw. die Franzosen an ihrer nicht wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstruktur mit Dauerstreiks und 35 Stunden Woche oder weniger sowie riesigem Beamtenapparat bzw. öffentlicher Beschäftigung mit Rund um Versorgung und extrem früher Pensionierung festhalten wollen brauchen sie halt eine andere Währung mit der sie entsprechend international abwerten können, ohne das dabei unsere Produkte dann nochmal extra verbilligt werden wie es aktuell durch die gemeinsame Währung der Fall ist.


So ganz stimmt das nicht, ja die Stammarbeiter in den Exportjobs werden ordentlich bezahlt, für die ganzen Leiharbeiter die auch immer mehr werden gilt das aber nicht.

Florida Man
2019-09-01, 18:22:09
Wie nennt man diese kleinen Messing- oder Kupferhülsen, die man über Litzen stülpt, damit man die in Lüsterklemmen einschrauben kann?

Lethargica
2019-09-01, 18:41:04
Wie nennt man diese kleinen Messing- oder Kupferhülsen, die man über Litzen stülpt, damit man die in Lüsterklemmen einschrauben kann?

Du meinst Aderendhülsen?

Florida Man
2019-09-01, 18:49:45
Thx, genau!

Noch eine Frage:

Habe eine Garage aus Holz auf einem Betonfundament. Das Fundament steht ca. 10 cm über. Die Holzbalken sind mit H-Trägern im Fundament eingelassen. Bei Regen wurde das Wasser jetzt außen auf den Fundament-Überstand prasseln und unter der Hilzverkleidung in die Garage laufen. Der Vorbesitzer hat daher einen Streifen Folie Z-förmig eingebaut, so dass das Wasser nach außen abläuft. Siehe Schemadarstellung:

https://abload.de/img/garagef3j75.png

Jetzt sind die Folienstreifen (blau) porös und brüchig, nicht mehr ganz dicht. Womit ersetze ich die am besten, hat jemand eine Idee? Z-förmige Bleche? und wenn ja, wie verbinde ich die Bleche am besten (wasserdicht)?

Timolol
2019-09-01, 19:44:52
Edelstahl bleche Kanten lassen und dann vernieten. Dazwischen dichtmasse. Oder Kupfer und verlöten würde auch gehen.

Flyinglosi
2019-09-01, 20:22:53
@Florida Man: Welche Länge musst du denn abdichten. Ein ordentlicher Spengler bzw. Blechverarbeiter kann dir so ein Teil auch mehrere Meter lang anfertigen. Dann sparst du dir das Verbinden/Dichten.

Florida Man
2019-09-01, 20:34:27
@Florida Man: Welche Länge musst du denn abdichten. Ein ordentlicher Spengler bzw. Blechverarbeiter kann dir so ein Teil auch mehrere Meter lang anfertigen. Dann sparst du dir das Verbinden/Dichten.
Meine Garage misst 8,5 x 5,5 Meter

bleipumpe
2019-09-01, 20:35:34
Am Schuppen habe ich einfach eine kleinere Bitumenbahn genommen und weit genug überlappen lassen. Das ist dicht. Allerdings ist die Optik nicht die Beste.
Bleche sehen natürlich besser aus. Evtl kann man die ähnlich einer Dachrinne verlöten. Das sollte wasserdicht sein.

Florida Man
2019-09-01, 20:37:39
Ach Optik... das ist eine runzelige Holzgarage, sieht aus wie ne Scheune von 1940 ... :) Gut und günstig reicht.

Flyinglosi
2019-09-01, 20:40:35
Meine Garage misst 8,5 x 5,5 Meter

Mein Schwager hat ähnliche Teile fürs Dach meiner Eltern anfertigen lassen. Die wurden bei ihm in der Firma (Blechfertiger) in einem kontinuierlichen Verfahren gekantet und nur für den Transport auf 5m geschnitten. Wenn du die Dinger ordentlich überlappen lässt und nietest würde ich mir aber auch über die Abdichtung keine Gedanken machen.

Wenns günstig und simpel sein soll: „Schräges Opferablaufbrett“ aus Lärche und nach 10-20 Jahren erneuern. Oder irgendein andres Holz mit Dachpappe drauf.

ilPatrino
2019-09-01, 20:42:19
für sowas ist titanzink erfunden worden. metallbaubetrieb mit schlagschere und kantbank suchen, z-kantung und unter die holzverkleidung schieben und fertig. zinkbleche (die tafeln sind üblicherweise 1x2m) miteinander verkleben - da gibts dauerelastische klebepampe für...außerdem ist das zeug schön weich und läßt sich perfekt bearbeiten. vorm bearbeiten von edelstahlblech gruselts mir immer - gibt kaum was ekligeres als billigen 1.4301 v2a

mußt nur mal zusehen, wie du die bleche an (bzw. in) der wand fixierst...

€dit: das zeug kostet ungefähr 40€/m²

Florida Man
2019-09-01, 20:45:58
für sowas ist titanzink erfunden worden. metallbaubetrieb mit schlagschere und kantbank suchen, z-kantung und unter die holzverkleidung schieben und fertig. zinkbleche (die tafeln sind üblicherweise 1x2m) miteinander verkleben - da gibts dauerelastische klebepampe für...außerdem ist das zeug schön weich und läßt sich perfekt bearbeiten. vorm bearbeiten von edelstahlblech gruselts mir immer - gibt kaum was ekligeres als billigen 1.4301 v2a

mußt nur mal zusehen, wie du die bleche an (bzw. in) der wand fixierst...
Das klingt ganz gut! Kannst Du schätzen, welche Kosten das ca. wären?

ilPatrino
2019-09-01, 20:53:07
einkauf ungefähr 35..40€/m². zuschnitt und kantung sollten (je nach betriebsgröße) für eine großzügige barspende in die kaffeekasse machbar sein - vielleicht 20 bis 25% aufschlag aufs material sollte realistisch sein.

Florida Man
2019-09-01, 20:56:14
Ah cool, habe auch gerade gegoogelt: Titanzinkprofile kann man leicht konfigurieren und bestellen. Aber wie geht man am besten bei den Ecken vor?

ilPatrino
2019-09-01, 22:05:26
wie origami. einschneiden, laschen umbiegen (blechschere, zwei bretter, zwei schraubzwingen. an der biegekante einklemmen und rumbiegen). vorlage am besten erstmal mit pappe ausprobieren.

stabile handschuhe nicht vergessen - ich schneide mich an dem zeug jedesmal wieder...

das zeug ist (für blech) butterweich und nur 0.8mm "dick".

versand von den 2m-stücken könnte teurer sein als der aufpreis in der lokalen metallbude. ausprobieren...

Timolol
2019-09-01, 22:35:44
Stimmt, Titanzink reicht für sowas aus. Nieten würd ich trotzdem immer. Nur kleben ist irgendwie "bäh". Man kann es auch löten, ist aber recht eklig als Anfänger.

Florida Man
2019-09-04, 18:30:49
Der "gelernte Maler" aus der Familie der Frau hat das Haus (innen) leider quasi versaut. Belastungsprobe gerade :freak: Nie wieder Hilfe aus der Familie, check.

cartman5214
2019-09-04, 19:40:15
Was hat er denn angestellt?

Florida Man
2019-09-04, 19:54:17
Unsauber gearbeitet. Lichtschalter, Steckdosen etc angemalt (die ich zwei Wochen zuvor in stundenlanger Arbeit von Farbe befreit habe) und viele Stellen einfach schlecht gestrichen, teilweise zu dick, teilwiese zu dünn... und leider hat auch der Vorbesitzer schon 2, 3 Mal gestrichen. Irgendwann ist halt Schluss und ich denke, dass das der letzte Versuch war bevor der Putz neu muss. Ärgerlich, aber aufgrund der Familienharmonie muss ich mir auf die Zunge beissen.

Ich hätte es nicht nur wesentlich besser gemacht, sondern auch schneller. Und ich bin kein gelernter Maler. Ist mir rätselhaft.

Flyinglosi
2019-09-04, 19:58:59
Keine Ahnung was du genau verbaut hast, aber Steckdosenblenden montiert man vor der Malerei ab.

Florida Man
2019-09-04, 20:25:14
Das ist MIR schon klar. Dem gelernten Maler wohl nicht .... und ich war nicht im Haus zur Beaufsichtigung.

Flyinglosi
2019-09-04, 20:42:03
Das ist MIR schon klar. Dem gelernten Maler wohl nicht .... und ich war nicht im Haus zur Beaufsichtigung.

Ok, bei der Familie erwartet man da wohl mehr Selbstständigkeit. Beim Maler muss man das in der Regel selbst vorab erledigen.

Meine Frau und ich haben auch viel Mühe darin investiert die Farbsünden der Vorbesitzer möglichst rückgängig zu machen. Ich kapier nicht, warum es soviele Leite gibt die meinen nicht sauber abkleben zu müssen.

Florida Man
2019-09-04, 21:20:05
Noch verrückter ist nur, dass einige Menschen ihren Kopf ins Zimmer strecken: Oh hat er aber toll gemacht! sagen. Und es sieht aus wie Müll.

Khaane
2019-09-05, 08:35:57
Thx, genau!

Noch eine Frage:

Habe eine Garage aus Holz auf einem Betonfundament. Das Fundament steht ca. 10 cm über. Die Holzbalken sind mit H-Trägern im Fundament eingelassen. Bei Regen wurde das Wasser jetzt außen auf den Fundament-Überstand prasseln und unter der Hilzverkleidung in die Garage laufen. Der Vorbesitzer hat daher einen Streifen Folie Z-förmig eingebaut, so dass das Wasser nach außen abläuft. Siehe Schemadarstellung:

https://abload.de/img/garagef3j75.png

Jetzt sind die Folienstreifen (blau) porös und brüchig, nicht mehr ganz dicht. Womit ersetze ich die am besten, hat jemand eine Idee? Z-förmige Bleche? und wenn ja, wie verbinde ich die Bleche am besten (wasserdicht)?


Warum so kompliziert und teuer mit Blechen?
Entweder EPDM Folie verkleben oder noch besser, langlebiger und viiiiel billiger den Sockel
mit einer Hohlkehle aus Bitumendickschicht abdichten.

Jupiter
2019-09-05, 12:41:05
Wie viel Öl verbraucht ihr im Jahr zirka? Ich lese oft von 800 Litern für ein Einfamilienhaus. Das kann ich mir kaum erklären. Da muss die Dämmung in den letzten Jahren deutliche Sprünge im Vergleich zu Anfang der 1990er gemacht haben. Ein Nachdämmen der Außenwand mit 10 Zentimetern und neue Fenster mit 3-fach Glas würde auch nur 30 Prozent einsparen. Eine moderne Ölheizung maximal 10 Prozent.

NiCoSt
2019-09-05, 12:53:11
Hm, kann nur von meinem Erdgas berichten. Seit Anfang des Jahres 99 Kubikmeter. DHH, 20cm Dämmung, 7qm Solarthermie, 3 Fach Verglasung.
Hab im April die Heizung abgeschalten. Hier drin wird es aber auch an kühlen Tagen nicht kalt. Mal schauen, wann ich wieder anstellen muss...

Lethargica
2019-09-05, 20:36:14
Wir haben ca. 660m² Gas im Jahr, was vom Energiegehalt her etwa 600l Öl entsprechen würde. (Allerdings mit 10m2 Solarthermie als Unterstützung)

Wird für ein modernes Haus mit Öl-Brennwertgerät also schon in etwa hinkommen.

Jupiter
2019-09-06, 16:03:18
Interessant. 600 Liter wären ein Fünftel des Verbrauches. Mehr als 10 Zentimeter Dämmung kann man bei 30 Zentimeter Backstein kaum machen.

Stimmt es, das die Gaspreise nur geringe Schwankungen haben? Wird da noch mehr Geld abgezogen oder seid ihr damit sehr zufrieden?

Filp
2019-09-06, 16:09:47
Altes Haus voll unterkellert und alte Heizung, wir brauchen, obwohl wir wenig und "smart" heizen, etwa 3500l für 150m² auf zwei Etagen + ungeheizter ausgebauter Dachwohnung, in der der Vermieter Möbel lagert.

sun-man
2019-09-06, 17:07:53
Wir, Mietwohnung gedämmt, haben in den letzten Jahren ~11l/qm gehabt. Altes Haus aus ~1964 mit den üblichen Rippenheizungen usw..

Schreib doch mal wieviel qm - eine EFH kann 65 haben oder auch 800qm oder mehr (sollte es doch ein Schloss sein). Freunde der Nachbarn haben ein EFH neu gebaut, 3 Kinderzimmer mit jeweils direkten Einzelbad, Innenpool im Keller usw.. It depends also

Rolsch
2019-09-06, 17:16:16
Einfamilienhaus Baujahr 1973 ohne Dämmung. 180qm davon aber meist nur 3 Räume ca 80qm beheizt. Mit Warmwasser so 1500-2000 Liter Öl pro Jahr.

Khaane
2019-09-08, 00:41:24
Einfamilienhaus Baujahr 1973 ohne Dämmung. 180qm davon aber meist nur 3 Räume ca 80qm beheizt. Mit Warmwasser so 1500-2000 Liter Öl pro Jahr.

Sehr sparsam, hatte das bei 130m2 mit Kaminunterstützung, 3fach Fenstern und aktueller Dämmung mit Schwierigkeiten geschafft.

Lethargica
2019-09-08, 10:06:23
Interessant. 600 Liter wären ein Fünftel des Verbrauches. Mehr als 10 Zentimeter Dämmung kann man bei 30 Zentimeter Backstein kaum machen.

Stimmt es, das die Gaspreise nur geringe Schwankungen haben? Wird da noch mehr Geld abgezogen oder seid ihr damit sehr zufrieden?

Ja, Preise sind recht stabil, hast halt wie beim Strom eine Grundgebühr und dann noch den Verbrauchspreis. Bei uns sind es derzeit um die 35€ im Monat, ähnlich wie beim Strom lohnt es sich öfters zu wechseln (Neukunden-/Wechselbonus usw.)

Rush
2019-09-13, 11:49:43
Ich bin derzeit an einem ca. 190qm großen Zwei-Familienhaus dran, welches ich mit meinen Eltern beziehen würde.
Angenommen das ganze kostet 400.000€ inkl KNK (20% EK).

Wie baue ich Finanzierungstechnisch diese Konstellation am sinnvollsten auf?
Eltern als Bürgen/Mieter?
Eltern als zusätzliche Kreditnehmer?
Wohnungen splitten und jeder macht sein eigenes Ding? (Erbschaftstechnisch sinnvoll? Schätze nicht)

Kennt jemand die Konstellation und hat hierzu Erfahrung?

Khaane
2019-09-16, 09:03:14
Ich bin derzeit an einem ca. 190qm großen Zwei-Familienhaus dran, welches ich mit meinen Eltern beziehen würde.
Angenommen das ganze kostet 400.000€ inkl KNK (20% EK).

Wie baue ich Finanzierungstechnisch diese Konstellation am sinnvollsten auf?
Eltern als Bürgen/Mieter?
Eltern als zusätzliche Kreditnehmer?
Wohnungen splitten und jeder macht sein eigenes Ding? (Erbschaftstechnisch sinnvoll? Schätze nicht)

Kennt jemand die Konstellation und hat hierzu Erfahrung?

Erste und wichtigste Frage ist, hast du Geschwister?

jxt666
2019-09-16, 10:04:24
Interessant. 600 Liter wären ein Fünftel des Verbrauches. Mehr als 10 Zentimeter Dämmung kann man bei 30 Zentimeter Backstein kaum machen.



Gasverbrauch müsste ich nachsehen was das in m³/KWh ist, aktuell zahlen wir für ein ungedämmtes EFH mit ungedämmtem/unausgebautem Dach (lediglich Glaswolle die schon drin war als wir gekauft hatten), ca. 150 m² beheizte Fläche + Kellerräume, neue doppelverglaste Fenster 105,- Euro pro Monat, also 1260,- Euro pro Jahr - sind 36,5er Ziegelsteine mit normalem Außenputz draußen und drinnen - 4 Personen Haushalt.

Und bitte glaub diese Märchen von Dämmung und versprochener Ersparnis nicht! Gibts genug Berichte drüber, und ich arbeite in der Branche - das ist großteils Marketinggelaber! Wenn einem bei einer Styroporsondermülldämmung von 20 cm eine Energieersparnis von bis zu 70 % verspricht, und man am Ende bei 20 % landet (wenn überhaupt, und auch nur wenn sich das Heizverhalten auch anpasst!!!) rechnet diese sich nie und nimmer ;)

Annator
2019-09-16, 14:31:16
Ich bin derzeit an einem ca. 190qm großen Zwei-Familienhaus dran, welches ich mit meinen Eltern beziehen würde.
Angenommen das ganze kostet 400.000€ inkl KNK (20% EK).

Wie baue ich Finanzierungstechnisch diese Konstellation am sinnvollsten auf?
Eltern als Bürgen/Mieter?
Eltern als zusätzliche Kreditnehmer?
Wohnungen splitten und jeder macht sein eigenes Ding? (Erbschaftstechnisch sinnvoll? Schätze nicht)

Kennt jemand die Konstellation und hat hierzu Erfahrung?

Würde wohl auf Eltern als Bürgen/Mieter gehen. Wenn die sich denn darauf einlassen. Sonst geht natürlich auch nur Mieter. So machen wir das mit meiner Schwiegermutter die unsere Einliegerwohnung bewohnt. Bürgen hätte bei ihr aber auch keine Vorteile gebracht.
Bei 20% Eigenkapital wirst du eh schon Zinsen bekommen die irgendwo zwischen 0,5 und 1% sind. Viel weiter runter geht es eh nicht mehr.

Steuerrechtlich kannst du die Kredite nach qm (gibt dafür ein Berechnungsformular von den Finanzämtern) aufsplitten und so die Zinsen für den Kredit der vermieteten Wohnung steuerlich absetzen. Dazu ist etwas recherche von Nöten und eine Bank die da mithilft. Kann aber gut sein, dass es sich bei den niedrigen Zinsen garnicht mehr lohnt.
Zudem kann man die Jahessteuererklärung beim Finanzamt versuchen mit dem Satz:"Die Mieteinahmen von Person XXX decken die Ausgaben für die Wohnung" zu vereinfachen. Funktioniert bei uns zumindest.

Rush
2019-09-17, 08:45:48
Erste und wichtigste Frage ist, hast du Geschwister?

No :)

Würde wohl auf Eltern als Bürgen/Mieter gehen. Wenn die sich denn darauf einlassen. Sonst geht natürlich auch nur Mieter. So machen wir das mit meiner Schwiegermutter die unsere Einliegerwohnung bewohnt. Bürgen hätte bei ihr aber auch keine Vorteile gebracht.
Bei 20% Eigenkapital wirst du eh schon Zinsen bekommen die irgendwo zwischen 0,5 und 1% sind. Viel weiter runter geht es eh nicht mehr.

Steuerrechtlich kannst du die Kredite nach qm (gibt dafür ein Berechnungsformular von den Finanzämtern) aufsplitten und so die Zinsen für den Kredit der vermieteten Wohnung steuerlich absetzen. Dazu ist etwas recherche von Nöten und eine Bank die da mithilft. Kann aber gut sein, dass es sich bei den niedrigen Zinsen garnicht mehr lohnt.
Zudem kann man die Jahessteuererklärung beim Finanzamt versuchen mit dem Satz:"Die Mieteinahmen von Person XXX decken die Ausgaben für die Wohnung" zu vereinfachen. Funktioniert bei uns zumindest.

Denen ist das weitesgehend egal, hauptsache keinen Streß mit der Geschichte! :D
Ich weiß halt nicht, ob sich der ganze Vermietungsaufwand überhaupt irgendwie rechnet oder ob ich sie einfach wohnen lasse und das als "Gemeinschaftsprojekt" deklariere.

Khaane
2019-09-17, 09:19:08
Dann würde ich deine Eltern als "Bürgen" nehmen, die zahlen einfach ihre Raten, du deine.
Zusätzlich ein lebenslanges Wohnrecht als Sicherheit für deine Eltern und wichtig ist, dass ihr bei einem Zahlungsausfall einer der Parteien einen Plan B parat habt.

ilPatrino
2019-09-17, 13:18:35
No :)



Denen ist das weitesgehend egal, hauptsache keinen Streß mit der Geschichte! :D
Ich weiß halt nicht, ob sich der ganze Vermietungsaufwand überhaupt irgendwie rechnet oder ob ich sie einfach wohnen lasse und das als "Gemeinschaftsprojekt" deklariere.
vermieten ist nicht schlecht, weil du dann zwar einnahmen hast, einen teil der ausgaben aber in der steuererklärung gegenrechnen kannst. dringend mit nem steuerberater durchrechnen

Schimi1983
2019-09-17, 13:25:55
Du kannst auch verwandte mietfrei Wohnen lassen... ;-)

Kundschafter
2019-09-17, 13:41:27
Aber nur mit einem großen ABER...das Drama mit dem Finanzamt habe ich schon durch, da musst du echt stundenlang reden, bis sie dir das glauben. Oder auch nicht. :D

Schimi1983
2019-09-17, 16:58:57
Aber nur mit einem großen ABER...das Drama mit dem Finanzamt habe ich schon durch, da musst du echt stundenlang reden, bis sie dir das glauben. Oder auch nicht. :D

Bei uns war es kein Problem.... Gerade weil Familie... Aber hängt ja auch vom Amt B.... War nur ein denkanstoss.... 😉

Rush
2019-09-18, 08:20:26
Danke mal fürs Feedback, schätze der Gang zum Steuerberater is unausweichlich. :)

Irgendwelche Insidertipps zum Thema Immobiliendarlehen? (Stolperfallen, Must-Haves, etc.)

jxt666
2019-09-18, 10:12:39
Im Grunde musst Du schauen bei wieviel Laufzeit Ihr Zinsmässig am besten wegkommt, Tilgungsanteil möglichst weit hochschrauben (dass es aber noch leistbar ist) - dürfte bei den aktuellen Niedrigstzinsen aber ja klar sein. Sonderzahlungen bzw. die Option darauf mit reinnehmen - sollte auch klar sein. Ich würde ganz normale Annuitätendarlehen wählen, meinetwegen aufteilen auf zwei mit unterschiedlicher Laufzeit, muss aber nicht, war bei uns nur wegen höherer Zinsen damals relevant. Bloß nicht einen Bausparer als Anschlußfinanzierung andrehen lassen!!!!!!! Das machen sie gerne, weil sie damit Geld verdienen - Ihr aber müsst während eder aktuellen Tilgungsphase bereits den Bausparer auffüllen, damit er dann zum Ende der Darlehenslaufzeit zuteilungsfähig wird! Lasst das sein! Normalerweile dürftet Ihr bei den aktuellen Zinsen bis dahin weit genug unten sein mit dem Restbetrag, dass dieser auch bei einem eventuellen Anstieg auf vielleicht 3 oder 4 % Zinsen noch mit dem gleichen Betrag den Ihr jetzt wählt zurückzahlbar ist.

Jupiter
2019-09-18, 13:06:09
Ja, Preise sind recht stabil, hast halt wie beim Strom eine Grundgebühr und dann noch den Verbrauchspreis. Bei uns sind es derzeit um die 35€ im Monat, ähnlich wie beim Strom lohnt es sich öfters zu wechseln (Neukunden-/Wechselbonus usw.)

Verstanden.

Gasverbrauch müsste ich nachsehen was das in m³/KWh ist, aktuell zahlen wir für ein ungedämmtes EFH mit ungedämmtem/unausgebautem Dach (lediglich Glaswolle die schon drin war als wir gekauft hatten), ca. 150 m² beheizte Fläche + Kellerräume, neue doppelverglaste Fenster 105,- Euro pro Monat, also 1260,- Euro pro Jahr - sind 36,5er Ziegelsteine mit normalem Außenputz draußen und drinnen - 4 Personen Haushalt.

Und bitte glaub diese Märchen von Dämmung und versprochener Ersparnis nicht! Gibts genug Berichte drüber, und ich arbeite in der Branche - das ist großteils Marketinggelaber! Wenn einem bei einer Styroporsondermülldämmung von 20 cm eine Energieersparnis von bis zu 70 % verspricht, und man am Ende bei 20 % landet (wenn überhaupt, und auch nur wenn sich das Heizverhalten auch anpasst!!!) rechnet diese sich nie und nimmer ;)

Der Energieberater sprach von maximal 30 % mit Dämmung, neuen Türen, neuen dreischichtigen Fenstern etc. Aus meiner Sicht fallen die Materialkosten für die Dämmung höher als erwartet aus. Der Putz sieht nach der letzten Streichung von vor knapp zehn Jahren noch wie neu aus. Allerdings nutzen sich Holzverkleidung, Holzfenster, Fensterläden und Türen nach 25 Jahren trotz mehrmaliger Lasur spürbar ab und es muss irgendwann in den nächsten Jahren so oder so entfernt werden. Insgesamt kommt man da (Dämmung, Aluminiumtür, -fenster, -fensterläden) auf mittelhohe fünfstellige Beträge.

/dev/NULL
2019-09-18, 13:48:35
Würde auch ein "normales Annuitäten" Darlehen mit Sondertililgung empfehlen. Lange Laufzeit, mindestens 3-4% und bis zum Ende der Zinsbindung möglichst viel mittels Sondertilgung wegtilgen.
Geld für Notar und Co kannst Du nicht finanzieren auch für Renovierung solltest Du Eigenkapital haben. Schau ab welcher Eigenkapitalachwelle sich die Zinsen ändern, da machen 1000€ auch mal 0,2% mehr oder weniger über die Laufzeit aus. Dann schauen ob man über "Oma bestätigt auf dem Papier dass sie mir 5k € bereitstellt" die Quote erreichen kann.

Bausparer oder Konstrukte mit Lebensversicherung dienen alle nur darum mit Provisionen die Taschen der Banken zu füllen.

interhyp und co zum Zinsvergleich - mit dem besten Angebot zur Hausbank gehen und fragen ob die mitziehen wollen.
Ich bin bei der DiBa, sehr problemlos und schnell beim Abschluss (im Vergleich zur HVB)

jxt666
2019-09-18, 13:50:46
Jap so siehts aus. Zudem würde ICH keine dreifach verglasten Fenster nehmen, da Dir im Grunde zweifach verglaste ausreichen (sind ja per se IMMER schlechter als der Putz vom Wärmeleitwert her, zweifach meine ich 1,1 und bei dreifach noch 0,9) - man nimmt sich bei dreifach nämlich auch bis zu 30 % Helligkeit im Raum weg - das wars MIR nicht wert. Bei Fenstern liegt Alu natürlich nochmal ebenso locker 30 % über Kunststoff - gibt auch Kunststoff mit Aluverblendung die sehen schick aus, kosten dann nochmal ca. 15 % mehr als reine Kunststofffenster. Holz würde ich aufgrund der Mehrarbeit über die Jahre nimmer nehmen.

Da ich jetzt nicht mitgelesen habe... Ihr habt ein älteres Haus welches gedämmt werden soll? Macht Ihr das mit KfW Förderung? Es gibt auch Alternativen die zwar nicht gefördert werden, dafür aber eventuell sinnvoller sind, als sich entsorgungspflichtigen Giftmüll in Form von Styropor aufs Haus zu pappen, was zudem leicht entflammbar ist, auch mit den hochgelobten "Brandriegeln"...

Annator
2019-09-18, 13:57:26
Im Grunde musst Du schauen bei wieviel Laufzeit Ihr Zinsmässig am besten wegkommt, Tilgungsanteil möglichst weit hochschrauben (dass es aber noch leistbar ist) - dürfte bei den aktuellen Niedrigstzinsen aber ja klar sein. Sonderzahlungen bzw. die Option darauf mit reinnehmen - sollte auch klar sein. Ich würde ganz normale Annuitätendarlehen wählen, meinetwegen aufteilen auf zwei mit unterschiedlicher Laufzeit, muss aber nicht, war bei uns nur wegen höherer Zinsen damals relevant. Bloß nicht einen Bausparer als Anschlußfinanzierung andrehen lassen!!!!!!! Das machen sie gerne, weil sie damit Geld verdienen - Ihr aber müsst während eder aktuellen Tilgungsphase bereits den Bausparer auffüllen, damit er dann zum Ende der Darlehenslaufzeit zuteilungsfähig wird! Lasst das sein! Normalerweile dürftet Ihr bei den aktuellen Zinsen bis dahin weit genug unten sein mit dem Restbetrag, dass dieser auch bei einem eventuellen Anstieg auf vielleicht 3 oder 4 % Zinsen noch mit dem gleichen Betrag den Ihr jetzt wählt zurückzahlbar ist.

Unterschiedliche Laufzeiten sind ein Problem wenn die erste ausläuft und noch die Grundschuld von der anderen im Buch steht. Dann kannst du nur bei der gleichen Bank weiterfinanzieren und hast keine Auswahl, weil keine andere Bank sich an 2. Stelle der Grundschuld stellen wird. Wenn dann sollte es keine Restschuld auf den Anteil geben. Oder mindestens 10 Jahre laufen damit man alles kündigen kann (Sonderkündigung nach 10 Jahren). Das Problem haben nicht wenige.

josefYY
2019-09-18, 14:05:54
Danke mal fürs Feedback, schätze der Gang zum Steuerberater is unausweichlich. :)

Irgendwelche Insidertipps zum Thema Immobiliendarlehen? (Stolperfallen, Must-Haves, etc.)
Wie jxt666 es bereits gesagt hat.
Ein ganz normales Annuitätendarlehen!!! Kann man gar nicht oft genug betonen!
Aber nicht aufteilen lassen! Es gibt gute Gründe nur ein 'großes' Darlehen zu haben und nicht mehrere kleine mit unterschiedlichen Laufzeiten! Ausser du bekommst ein gutes Angebot von der KfW. Dann hättest du zwei Darlehen
Nichts kompliziertes mit LV, Riester oder irgend einen anderen Schnickschack.
Und auf gar keinen Fall ein Bauspardarlehen!!
Riester-Bauspardarlehen würde ich überhaupt nur in Erwägung ziehen, wenn du mindestens ein halbes dutzend Kinder hast und sehr wenig verdienst. Das einzige Szenario wo es sich vielleicht (!) rechnet!

Minimum Tilgung bei den jetztigen Zinsen, sollte m.E. 4% sein. Je höher desto besser!
Sollte das nicht finanzierbar sein, dann solltest du dich nach einem anderen Objekt umschauen.
Bei 3% Tilgung hätte ich bereits ziemliche Bauchschmerzen!
Wenn du weniger als 3% tilgen willst, dann plane schon mal mit ein, dass das Haus dereinst eventuell Zwangsversteigert werden wird!

Eltern würde ich offiziell zur Miete wohnen lassen. So solltest du die Zinszahlungen anteilig für die Wohnung die diese beziehen, steuerlich absetzen können.
Aber darüber solltest du wohl besser mit einem Steuerberater sprechen. Vielleicht gibt es da Stolperfallen von denen ich nichts weiß.

Letzter Tipp: EIN Annuitätendarlehen! Nichts anderes :wink:

jxt666
2019-09-18, 14:24:25
Stimmt, das macht wirklich Sinn - ein Darlehen, wegen der Anschlußfinanzierung. Auch wenn die Geschichte trotz allem auch von anderen Banken übernommen werden kann, wenn unterschiedliche Laufzeiten bestehen - das hat eine Bekannte dieses Jahr erst gemacht ;) WIE weiß ich nicht :D so genau kenne ich deren Verträge jetzt nicht

/dev/NULL
2019-09-18, 14:26:42
3% Tilgung sind schon ok, wenn man plant mittels Sondertilgung "aufzustocken" nimmt den Druck einen bestimmten (hohen) Tilgungssatz bedienen zu müssen - man kann so einfacher Rücklagen bilden - fordert aber das man selber drauf achtet die Sondertilgung auch zu machen.

Bei den jetzigen Zinssätzen würde ich lange (15-20 Jahre) Zinsbindung anpeilen - nach 10 Jahren kann man ja kündigen.

Mit 70% Restschuld will man nicht von höheren Zinssätzen überrascht werden.

Zur Konstellation Eltern als Mieter -> Umbaukosten und Schuldzinsen können Anteilsmäßig von der Steuer abgezogen werden. Aber Einnahmen müssen versteuert werden. Je nach Sanierung (ggf alle 3 Jahre) kann man das nutzen um die Steuerlast zu drücken. .
-> Steuerberater

WTC
2019-09-18, 14:27:14
Da stellt die eigene Bank irgendeine Abtretung aus für den Betrag, dann geht das ohne Probleme. Kostet halt paar Euros (mir wurde gesagt 50-100€). Das gleiche wird auch beim kompletten Wechsel der Bank bei einer Anschlussfinanzierung gemacht, da wird kein Grundbucheintrag umgeschrieben.

Morale
2019-09-18, 14:39:46
Lange Bindung heißt aber höhere Zinsen. Nicht so viel aber wer tilgen kann ohne sich deutlich einzuschränken sollte imo lieber mehr tilgen.

jxt666
2019-09-18, 15:07:02
Bei den heutigen Zinsen sollten doch 4 % kein Problem darstellen!? Bei mir wären es sogar 5 % wenn ich meinen Zinssatz mit aktuellen Vergleiche bei gleichem Tilgungsbetrag. 3% würde ich nicht machen, dauert viel zu lange für die Rückzahlung

cartman5214
2019-09-18, 15:59:08
Geld für Notar und Co kannst Du nicht finanzieren auch für Renovierung solltest Du Eigenkapital haben.


So zwischenzeitlich auch nicht mehr wahr. Freunde haben gerade mit 95% Gesamtfinanzierung, also auf Kaufpreis, Nebenkosten und Sanierung bezogen, gekauft. Zinssatz war in Summe auch in der Region 1,5% und somit tragbar. Ging über nen freien Finanzierungsberater und beide sind halt Beamte.

Es muss halt passen und ist auch ne Abwägung was günstiger ist: mit wenig EK jetzt so finanzieren oder EK ansparen und dem Preisanstieg folgen.

Rush
2019-09-18, 18:55:48
Danke für die Ratschläge!

Hatte heute Gespräch, aktuell 4,5% Tilgung bei 0,95%. Klingt ganz vernünftig. 20% EK. Mit Vermietung an die Eltern.

Darüber hinaus sind Privatreserven im zwei fünfstelligen Bereich vorhanden.

Schauen wir mal wie die Besichtigung am Wochenende verläuft! :)

josefYY
2019-09-18, 19:25:42
Danke für die Ratschläge!

Hatte heute Gespräch, aktuell 4,5% Tilgung bei 0,95%. Klingt ganz vernünftig. 20% EK. Mit Vermietung an die Eltern.

Darüber hinaus sind Privatreserven im zweistelligen Bereich vorhanden.

Schauen wir mal wie die Besichtigung am Wochenende verläuft! :)
Ich hoffe du meinst 5-stellig :smile:
Denn mit bis zu 99€ wirst du nicht weit kommen :biggrin:

Rush
2019-09-19, 08:25:57
Ich hoffe du meinst 5-stellig :smile:
Denn mit bis zu 99€ wirst du nicht weit kommen :biggrin:

Fünfstelling natürlich, klar. (Brain-Afkness) :D

jxt666
2019-09-19, 10:11:24
Danke für die Ratschläge!

Hatte heute Gespräch, aktuell 4,5% Tilgung bei 0,95%. Klingt ganz vernünftig. 20% EK. Mit Vermietung an die Eltern.

Darüber hinaus sind Privatreserven im zwei fünfstelligen Bereich vorhanden.

Schauen wir mal wie die Besichtigung am Wochenende verläuft! :)

Das klingt doch nach ner echt guten Grundlage per se! Wenn an der Hütte einiges zu machen ist am besten immer 20 % mehr einplanen als einem (EGAL WELCHE) Experten so sagen. Besser is das, und in der Regel gilt beim Hausumbau/bau immer Murphys Gesetz :D

rmdd53
2019-09-19, 17:15:34
Pfui - schämt euch - "Bauscham" ist angesagt.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bauen-schadet-Klima-wie-Autos-und-Fleisch-article21280049.html?fbclid=IwAR06SoyvWaGBH--Ej_IUZPJ2N8nMUkiMowTGX9HSpUf6c1dFVm3mSsojX-4

http://www.verbietet-das-bauen.de/wp-content/uploads/Buchfotos-1-Cover-BA.jpg

Rush
2019-09-20, 09:36:14
Das klingt doch nach ner echt guten Grundlage per se! Wenn an der Hütte einiges zu machen ist am besten immer 20 % mehr einplanen als einem (EGAL WELCHE) Experten so sagen. Besser is das, und in der Regel gilt beim Hausumbau/bau immer Murphys Gesetz :D

Zum Glück ist trotz des Alters "1950" in den letzten 10 Jahren vieles gemacht worden (Installationen, Fassade, etc.), wenn auch der Energieverbrauchstwert mit 195kWh/m² nicht so berauschend ist.

Ich mache gerade einen Betriebskostenausfstellung, damit man mal einen Richtwert hat.
Kann man bezüglich Heizölverbrauch eigentlich auf diese Weise einen Schätzwert berechnen?


195,00 kWh/m² Energieverbrauchswert
/11,4 kWh Energiewert Heizöl
=17,11 L/m²
*190,00m² Wohnfläche
= ~ 3250,00 l/Jahr

PS: Falls noch jemand Tipps zur Besichtigung hat ("Was sollte man unbedingt abchecken bzw. drauf achten"), gerne her damit :)

Morale
2019-09-20, 09:49:36
Pfui - schämt euch - "Bauscham" ist angesagt.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bauen-schadet-Klima-wie-Autos-und-Fleisch-article21280049.html?fbclid=IwAR06SoyvWaGBH--Ej_IUZPJ2N8nMUkiMowTGX9HSpUf6c1dFVm3mSsojX-4

http://www.verbietet-das-bauen.de/wp-content/uploads/Buchfotos-1-Cover-BA.jpg

Der feine Herr Beamte (?) wohnt vermutlich schon in seiner Eigentumswohnung oder halt vom Staat gestellt. So lässt es sich, mit dickem Sold und Pension später, gut schimpfen.

Flyinglosi
2019-09-20, 09:56:50
Der feine Herr Beamte (?) wohnt vermutlich schon in seiner Eigentumswohnung oder halt vom Staat gestellt. So lässt es sich, mit dickem Sold und Pension später, gut schimpfen.
Oder er vertritt einfach nur eine unpopuläre Meinung, weil er sie für richtig hält :confused:

ilPatrino
2019-09-20, 11:25:53
Zum Glück ist trotz des Alters "1950" in den letzten 10 Jahren vieles gemacht worden (Installationen, Fassade, etc.), wenn auch der Energieverbrauchstwert mit 195kWh/m² nicht so berauschend ist.

Ich mache gerade einen Betriebskostenausfstellung, damit man mal einen Richtwert hat.
Kann man bezüglich Heizölverbrauch eigentlich auf diese Weise einen Schätzwert berechnen?


195,00 kWh/m² Energieverbrauchswert
/11,4 kWh Energiewert Heizöl
=17,11 L/m²
*190,00m² Wohnfläche
= ~ 3250,00 l/Jahr

PS: Falls noch jemand Tipps zur Besichtigung hat ("Was sollte man unbedingt abchecken bzw. drauf achten"), gerne her damit :)
den verbrauch kriegst du am saubersten, wenn du dir die liefermengen der letzten paar jahre zeigen läßt. je nach heizung und heizgewohnheiten ist da viel spielraumzwischen theorie und praxis.

gerne genommen aus eigener erfahrung: alles sauber bezüglich sanierungskosten angrenzender wege? irgendwelche angedrohten zwangsmaßnahmen seitens stadt, staat oder irgendwelchen behörden? restlebensdauer der ölheizung? gebäudeschäden (nasser keller, kaputte terrasse, schimmel, holzwürmer, morsche dielen)?

nimm einen profi mit zur besichtigung...

Rush
2019-09-20, 11:45:03
den verbrauch kriegst du am saubersten, wenn du dir die liefermengen der letzten paar jahre zeigen läßt. je nach heizung und heizgewohnheiten ist da viel spielraumzwischen theorie und praxis.

gerne genommen aus eigener erfahrung: alles sauber bezüglich sanierungskosten angrenzender wege? irgendwelche angedrohten zwangsmaßnahmen seitens stadt, staat oder irgendwelchen behörden? restlebensdauer der ölheizung? gebäudeschäden (nasser keller, kaputte terrasse, schimmel, holzwürmer, morsche dielen)?

nimm einen profi mit zur besichtigung...

Danke, die entsprechenden Auskünfte hole ich ein bzw. zweite Besichtigung mit einem Sachverständigen, sofern die Immobilie "passt" und der Verkäufer mein Angebot in Betracht zieht (ist deutlich unter dem angesetzten Preis, das Inserat ist aber schon ewig drin).

Würde gerne vorab schon richtig "abklopfen" und den Makler ins Schwitzen bringen! :D

Das Haus steht leer, der Makler kann mir vermutlich keine Auskunft geben was den Verbrauch angeht. Ging auch nur um einen Schätzwert, weil ich da keine Ahnung habe was auf mich zukommt.

jxt666
2019-09-20, 11:56:52
Die Frage ist ja auch sind die 195 m² voll beheizt! Wir haben ALLE Flächen inbegriffen auch 270 m² Fläche :D davon ist allerdings der komplette Dachboden samt Kellerräumen/Waschraum unbeheizt, somit fällt die Hälfte der Fläche weg. DANN sind die Kosten natürlich ziemlich hoch... und wie schon gesagt wurde spielt es natürlich eine Rolle ob ich stets auf 23 Grad hochheize in allen Räumen, wieviele Leute wie oft zu Hause sind, ob ich nur auf 20 Grad heize und die Shclafräume bei 18 Grad halte..... Oktober bis April heize oder wie manche von September bis Ende Mai :D

Florida Man
2019-09-20, 12:00:26
Lange Bindung heißt aber höhere Zinsen. Nicht so viel aber wer tilgen kann ohne sich deutlich einzuschränken sollte imo lieber mehr tilgen.
Ich würde den Tilgungssatz abhängig vom Lebensalter setzen. Also so niedrig wie möglich um bis ca. 60 mit der Abzahlung fertig zu sein. Warum sollte man "lieber mehr tilgen" Deiner Meinung nach?

Radeonator
2019-09-20, 12:07:30
Ich würde den Tilgungssatz abhängig vom Lebensalter setzen. Also so niedrig wie möglich um bis ca. 60 mit der Abzahlung fertig zu sein. Warum sollte man "lieber mehr tilgen" Deiner Meinung nach?

Zudem ist der Zinssatz derart niedrig, das man sich die "längere" Zeit gut gönnen kann!

Florida Man
2019-09-20, 12:09:17
Zudem ist der Zinssatz derart niedrig, das man sich die "längere" Zeit gut gönnen kann!
Eben! Das sehe ich auch so. Es macht doch aktuell überhaupt keinen Sinn, möglichst viel zu tilgen. Das Geld kostet doch nichts!

rokko
2019-09-20, 12:12:11
Die Banken könnten ja auch mal ganz billige Kredite rausgeben.
Anstatt bei der EZB Geld zu verlieren könnten sie ja mal die Bauwirtschaft ankurbeln.

cartman5214
2019-09-20, 16:31:03
Eben! Das sehe ich auch so. Es macht doch aktuell überhaupt keinen Sinn, möglichst viel zu tilgen. Das Geld kostet doch nichts!

Ist halt klassische persönliche Präferenz:

Wie muss ich die Restschuld bei Auslaufen Zinsbindung finanzieren? Wie entwickeln sich Zinsen und Inflation? Wenn was passiert, sollen dann viel oder wenig Schulden da sein? Wie entwickelt sich der Markt?

Morale
2019-09-20, 17:42:32
Eben! Das sehe ich auch so. Es macht doch aktuell überhaupt keinen Sinn, möglichst viel zu tilgen. Das Geld kostet doch nichts!

Deine Bank hat dir also 35 Jahre Zinsbindung bei 0,0 % angeboten?
Sonst kostet es eben doch was, einerseits durch die längere Rückzahlung anderseits wenn man längere zinsbindung hat eben durch den höheren Zins.
Und wer 35 Jahre wie du sagst bis und die 60 zahlen soll hat hoffentlich nicht nur 10 Jahre gemacht. Ich Zahl ich 10-12 Jahren zurück, daher langen mit die 10 leicht und der Zinssatz ist besser als bei 20 Jahre zinsbindung

Flyinglosi
2019-09-20, 18:00:13
Es lebt sich auch weit relaxter, wenn man keine Schulden mehr hat!

Florida Man
2019-09-20, 18:18:19
Es lebt sich auch weit relaxter, wenn man keine Schulden mehr hat!Ob ich Jetzt 20 oder 30 Jahre abzahle ist mir doch fast egal. Aber monatlich 830 oder 1.250, das macht doch einen echten Unterschied während ich tilge. Und da der Zins unter der Inflattionsrate liegt, ist doch alles andere quasi "dumm" und bedient nur "Gefühle".
Deine Bank hat dir also 35 Jahre Zinsbindung bei 0,0 % angeboten?
Sonst kostet es eben doch was, einerseits durch die längere Rückzahlung anderseits wenn man längere zinsbindung hat eben durch den höheren Zins.
Und wer 35 Jahre wie du sagst bis und die 60 zahlen soll hat hoffentlich nicht nur 10 Jahre gemacht. Ich Zahl ich 10-12 Jahren zurück, daher langen mit die 10 leicht und der Zinssatz ist besser als bei 20 Jahre zinsbindung
Jeder Kredit kann nach 10 Jahren gekündigt werden, unabhängig von der Zinsbindung. Und ja, Geld kostet nichts, wenn es billiger ist als die Inflationsrate.

ilPatrino
2019-09-20, 18:21:44
Es lebt sich auch weit relaxter, wenn man keine Schulden mehr hat!
sehe ich ähnlich...

aber im endeffekt muß man halt entscheiden, was sinnvoller ist. monatlich weniger abstottern und das überschüssige geld arbeiten lassen oder möglichst schnell schuldenfrei sein und dann morgens deutlich beruhigter aufstehen. in zeiten von nullzinsen (und so schnell werden die nicht wieder steigen) nicht mehr so dramatisch wie früher...bei 8% überlegt man es sich zweimal, wie hoch man die tilgung legen kann...

nebenbei ist es immer sinnvoll, ein polster aufzubauen, um unvorhersehbares abzufangen...

Flyinglosi
2019-09-20, 18:51:31
@Florida Man: Sind dann wohl persönliche Präferenzen. Ich hätte niemals etwas mit mehr als 10 Jahren Laufzeit finanziert. Da wäre mir einfach nicht wohl dabei.

Am Ende hatten wir das ganze schon nach 3,5 Jahren vorzeitig getilgt und für mich macht es grad (im Kopf) nen riesen Unterschied, dass die Bude samt Grund nun wirklich uns gehört. Dann wird einem auch klar, dass man (wenn man keine Lust dazu hat) auch nicht mehr wie blöd Kohle scheffeln muss.

Weniger tilgen klingt zwar erstmal nach mehr finanzieller Freiheit, nimmt einem langfristig aber auch viele Optionen weg. Man schiebt ja die Verantwortung nur vor sich her. Zur Möglichkeit das Geld anderweitig arbeiten zu lassen, kann ich aber nix sagen, bzw. hatte ich die Option nicht. Ich kenn mich diesbezüglich null aus und hätte auch keine Lust mich damit zu beschäftigen.

Morale
2019-09-20, 19:26:09
Ob ich Jetzt 20 oder 30 Jahre abzahle ist mir doch fast egal. Aber monatlich 830 oder 1.250, das macht doch einen echten Unterschied während ich tilge. Und da der Zins unter der Inflattionsrate liegt, ist doch alles andere quasi "dumm" und bedient nur "Gefühle".

Wenn man knappst und/oder gerne Geld rausballert, ja macht, das einen Unterschied. Ob ich 1000 oder 2000 tilge macht bei uns nicht viel. Bei 1000 Tilgung hab ich am Monatsende halt 950 mehr auf dem Konto als bei 2000
:uparan:
Naja nicht wirklich :wink:
Aber wir können uns das leisten was wir brauchen.
Dann wird noch gespart, ETF und vom AG aus und der Rest, der kann halt in die Immo.

Jeder Kredit kann nach 10 Jahren gekündigt werden, unabhängig von der Zinsbindung. Ja, das war aber nicht mein Punkt.
Wenn du keine lange Zinsbindung nimmst, kann es passieren, dass du in 10-15 Jahren dann da stehst und plötzlich sind die Zinsen bei 4-8%. Wäre man ja nicht der erste, der dann eben nicht mehr den Kredit bedienen kann.
Oder das kostet dann eben. Oder du sicherst dich JETZT ab mit 30 Jahre Zinsbindung, das gibt es aber nicht zum NulltarifUnd ja, Geld kostet nichts, wenn es billiger ist als die Inflationsrate.

Nehmen wir doch mal unsere 350.000
1. Zinssatz bei 10 jahren Zinsbindung 0,75
2. Zinssatz bei 20 jahren Zinsbindung 1,36

Jetzt mal 12 Jahre vs 30 Jahre
Zinsen 12 Jahre mit 1: 16.095,51
2 Gibt es hier ja nicht

Zinsen 30 Jahre mit 1: 40.959
Zinsen 30 Jahre mit 2: 76.437

30 Jahre tilgen bei 10 Jahre Zinsbindung, würde wohl keiner mit klarem Kopf machen, außer er legt eh alles doppelt in Aktien und Co weg.
Also ist man idR bei Mehrkosten von 60.000 Euro.

Soll ich jetzt mal noch Beispiel 1 mit dann Zinsen in 10 Jahren, von vor 10 Jahren rechnen? Also so um die 4%?
Nur kurz, nach 10 Jahren wären es noch 250.000 Restschulden. Bei 4% und 20 Jahren Tilgung sind es dann nur für diese 20 Jahre:
113.036 Euro Zinsen!

Jetzt sag mir noch einer es kostet ja nix.
Ja wenn alles gut geht, man sich auf 10 Jahre festlegt und über die 30 Jahre NIX passiert, dann hat man nur 24.000 Euro mehr Zinsen gezahlt.

myMind
2019-09-20, 22:57:00
Soll ich jetzt mal noch Beispiel 1 mit dann Zinsen in 10 Jahren, von vor 10 Jahren rechnen? Also so um die 4%?
Nur kurz, nach 10 Jahren wären es noch 250.000 Restschulden. Bei 4% und 20 Jahren Tilgung sind es dann nur für diese 20 Jahre:
113.036 Euro Zinsen!

Die meisten dürften in so einem Szenario die Monatsraten dafür nicht einmal stemmen können (1600 - 1700€ / Monat) und landen dann ganz schnell bei 1% Tilgung (1000€ / Monat). Ergebnis: Restlaufzeit 40 Jahre. Zinsen > 250.000€. Das ist wie so eine Art Negativ-Lotto. Nicht sehr wahrscheinlich, aber wehe wenn man "gewinnt". Ich muss da nicht mitspielen. Meine Vorgehensweise ist auch, abzahlen, was immer geht. Die Sondertilgungen haben sich da sehr bewährt.

Jetzt sag mir noch einer es kostet ja nix.
Ja wenn alles gut geht, man sich auf 10 Jahre festlegt und über die 30 Jahre NIX passiert, dann hat man nur 24.000 Euro mehr Zinsen gezahlt.
Um das nochmal ganz klar zu sagen, das ist in dem Beispiel der Best-Case.

jxt666
2019-09-23, 11:05:14
Die Rechnung von Morale ist der Grund wieso man möglichst viel tilgen sollte, und nix anderes. Bei uns wäre eine Zinserhöhung von 3% bei der Anschlußfinanzierung satte 700 Euro mehr im Monat, wer das zahlen will... gönn Dir. NATÜRLICH sollte man immer nur so viel tilgen wie man sich auch bequem leisten kann! Es macht keinen Sinn im Monat 2.000 Euro zu tilgen, wenn man dann nur noch rumkrebst und sich nichts mehr leisten kann. Aber zu sagen ich tilge den Mindestbetrag um geil leben zu können, ist mir latte ob ich mit 67 mit der letzten Rate in die Rente hüpfe... das ist hochfragwürdig und kann einem Haus und (finanzielles) Genick brechen.

Und Sonderzahlungen.... ja die sind klasse, aber laut meine Bank sind es grade mal 5 % der Darlehenskunden im Bau/Eigenheimbereich, welche die Option überhaupt in Anspruch nehmen oder dies können.

/dev/NULL
2019-09-23, 11:19:30
Ein Kommentar:
Auch wenn ich es ähnlich wie Morale handhabe und meine Schulden gern weghaben will.
Die Rechnung stimmt auch, wenn man davon ausgeht das gesparte Geld (was nicht in die Tilgung geht) einfach unters Kopfkissen legt.

Spart man das Geld aber monatlich in ETFs hat man (jaja keine Garantie für die Zukunft) auf lange Zeit 6-8% Rendite/Anno.
Hier muss man kein Raketenwissenschaftler sein um zu sehen das 6% Rendite 1,35% Zinsen schlagen. Zins und Zinseszins kommt dort ja auch zum tragen.

Vermietet man/hat ne Zweitwohnung kann man die Kreditzinsen auch noch steuerlich als Werbungskosten absetzen.

-> Ich habe meinen Kredit auf 15 Jahre festgelegt und tilge 4%.. mit Sondertilgung insgesamt 9%/Jahr möglich. d.h. sind die Raten stemmbar und wenn ich mehr tilgen will kann ich das tun - aber ich muss nicht. Ich kann Geld zurücklegen für Reparaturen, Autokauf etc. kommt Weihnachtsgeld und ich hab was über wird das Januar dann sondergetilgt. Zusagen ich tilge nur den Mindestbetrag um den Rest zu verprassen halte ich für nicht zielführend.

Flyinglosi
2019-09-23, 11:23:27
Spart man das Geld aber monatlich in ETFs hat man (jaja keine Garantie für die Zukunft) auf lange Zeit 6-8% Rendite/Anno.
Hier muss man kein Raketenwissenschaftler sein um zu sehen das 6% Rendite 1,35% Zinsen schlagen. Zins und Zinseszins kommt dort ja auch zum tragen.
Klar, aber du trägst eben das Risiko, dass es vielleicht doch schief geht. Im Endeffekt spekulierst du dabei mit Geld, das du gar nicht hast :freak:

Rush
2019-09-23, 12:08:38
Update:

Am Wochenende war die Besichtigung, leider ist der Zustand sehr viel schlechter als angenommen, so dass mir fast die Tränen gekommen sind :D

Das Haus ist schon längere Zeit unbewohnt, dementsprechend sieht der Garten extrem verwildert aus (Bilder waren wohl von vor 1-2 Jahren). Substanz und Installationen sind in Ordnung, aber es müsste so viel mehr gemacht werden als ursprünglich angenommen. Heizungsanlage ist jetzt 28 Jahre alt, Tank so gut wie leer...

Wenn man den Preis von 465.000 bedenkt, ist das ein absoluter Witz (ich werde ein Angebot über 328.000 € abgeben).

/dev/NULL
2019-09-23, 12:39:35
Klar, aber du trägst eben das Risiko, dass es vielleicht doch schief geht. Im Endeffekt spekulierst du dabei mit Geld, das du gar nicht hast :freak:

Das ist richtig.. Du spekulierst darauf, das dass Geld/Aktienmarkt was Du nicht tilgst sich so entwickelt wie in der Vergangenheit.
Aber die einfache "ich vergleiche Zins/Zinseszins bei 10 Jahren und 30 Jahren und wundere mich dass letzteres viel mehr ist" ist halt auch nicht ganz korrekt. Wenn ich mein Geld sicher anlege (Festgeld aus Deutschland ~ bringt derzeit ~1% -1,3%) und das gegenrechne wird der Unterschied deutlich geringer.

Dazu eventuelle Steuervergünstigungen und die Tatsache nicht alles weg-tilgen zu müßen.

Also: nicht niedrige Tilgung und alles wegballern, aber auch nicht zwanghaft alles reinbuttern und mir ein enges Korsett anlegen. Wenn es, wie bei Morale, egal ist, ob 1k oder 2k getilgt werden ist der Druck da ja auch raus und es im endeffekt auch egal ob man am ende nen Tausender mehr pro Jahr gezahlt hat. (80€ im Monat .. pfftt.)

Flyinglosi
2019-09-23, 13:10:46
@/dev/NULL: Kann ich so alles unterschreiben. Allerdings gilt die Logik ja quasi unabhängig vom Hauskauf/bau. Hält mich ja niemand davon ab, einen Kredit aufzunehmen und damit zu spekulieren. Würden so aber wohl die wenigsten machen. Warum manchen dann bei bestehender Schuld diese Idee plötzlich reizvoll erscheint, ist mir nicht ganz klar.