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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dieselgate: Ein typisch deutsches Problem


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Morale
2016-05-21, 19:20:44
Das hoffe ich auch! Allerdings ist hier ganz klar die Politik und die Industrie gefragt.
Es müssen zwingend entsprechende Anreize und Vorgaben geschaffen werden, bevor die große Umdenke beim Diesel beginnt.

Ich bin da selbst ein gutes Beispiel für: ich mag Diesel persönlich überhaupt nicht.
Es stinkt, klingt scheiße, der Tankvorgang ist widerlich, etc., aber solche Aggregate sind eben sparsamer als vergleichbare Benziner. Gepaart mit den Steuervergünstigungen beim Kraftstoff wird der Diesel dann plötzlich doch auf seine Art und Weite interessant.
Daher ist mein Daily-Driver auch ein Diesel geworden. Im Vergleich zum vorherigen Benziner habe ich meine Spritkosten mal so eben halbiert. Also war der Diesel, so paradox das auch irgendwie klingt, eine Vernunftsentscheidung.

Dabei stehe ich alternativen Antriebsarten offen gegenüber. Gäbe es nen vernünftigen und attraktiven Mittelklassewagen mit Erdgas/LPG/Hybrid/Elektro/Younameit wäre es auch durchaus solch einer geworden.

Gibt/gab es aber nicht -> somit Diesel.
Also Erdgas gibt es doch so einige Modelle zur Auswahl, auch im mittelklasse Bereich

Anadur
2016-05-21, 19:47:08
@Anadur

Die deutsche Regierung wird kaum etwas unternehmen, dass ist klar. Dafür polarisiert das Auto die Massen in Deutschland zu stark und jeder 7. Arbeitsplatz hängt an diesem Industriezweig.
Ich würde die EU in diesem Zusammenhang aber nicht unterschätzen. Aus dieser Richtung kann eine Menge kommen und im Moment sind die entsprechenden Stellen schon angesäuert, weil Dobrindt mit VW nicht in die Gänge kommt.


Auch in Brüssel mahlen die Mühlen langsam. Und gerade dort können die Hersteller sehr gut nachhelfen um entsprechende Verordnungen und Regulierungen zu verhindern oder abzuschwächen.

Klar, irgendwann wird da in Berlin oder Brüssel mal was kommen, aber eben irgendwann. Deswegen jetzt Panik zu schieben oder zu schüren, bringt einfach nix. Es werden noch gaaaaanz lange Diesel in PKW durch die Gegend fahren. Solange auch weiterhin die Diesel auf Schiffen, LKWs und Co. mehr oder weniger ungefiltert alles rausrotzen, solange auch weiterhin die netten 20 Jahre alten Kisten mit BG und Ro Nummernschildern, die nur noch mit Spucke und Kaugummi zusammengehalten werden, durch die Innenstädte fahren und diese zusammen mit den LKWs verstopfen, solange ist das auch eine reine Scheindiskussion für den geneigten Bildleser.

big_lebowski
2016-05-21, 20:02:00
Deswegen jetzt Panik zu schieben oder zu schüren, bringt einfach nix. Es werden noch gaaaaanz lange Diesel in PKW durch die Gegend fahren. Solange auch weiterhin die Diesel auf Schiffen, LKWs und Co. mehr oder weniger ungefiltert alles rausrotzen, solange auch weiterhin die netten 20 Jahre alten Kisten mit BG und Ro Nummernschildern, die nur noch mit Spucke und Kaugummi zusammengehalten werden, durch die Innenstädte fahren und diese zusammen mit den LKWs verstopfen, solange ist das auch eine reine Scheindiskussion für den geneigten Bildleser.

Naja was heißt Panik schieben. Du hast doch den Link von BUG (http://www.bild.de/auto/auto-news/abgase/stickstoffdioxid-diesel-auto-motor-abgas-schadstoff-belastung-studie-messung-45877328.bild.html) gelesen. Wenn man (als Fahrer eines aktuellen TD) täglich, das 10-fache der erlaubten Menge an NOX zu sich nimmt, kann das ja auf lange Sicht nicht gesund sein.
Würde man in eine solche Kiste seine Kids reinstecken?

FlashBFE
2016-05-21, 20:03:06
Auris Hybrid. Praktisch ein Prius mit hübscherem Blechkleid. Von außen sieht der gut aus, aber als ich im letzten Auris (Mietwagen) drin saß, wusste ich, dass Toyota für mich nichts ist. Den Innenraum fand ich hässlich und ungemütlich. Geschmäcker sind natürlich verschieden.

#44
2016-05-21, 20:04:24
Naja was heißt Panik schieben. Du hast doch den Link von BUG (http://www.bild.de/auto/auto-news/abgase/stickstoffdioxid-diesel-auto-motor-abgas-schadstoff-belastung-studie-messung-45877328.bild.html) gelesen. Wenn man (als Fahrer eines aktuellen TD) täglich, das 10-fache der erlaubten Menge an NOX zu sich nimmt, kann das ja auf lange Sicht nicht gesund sein.
Würde man in eine solche Kiste seine Kids reinstecken?
Da steht nicht, dass nur Fahrer von Dieselfahrzeugen betroffen wären...

Hamster
2016-05-21, 20:12:42
Also Erdgas gibt es doch so einige Modelle zur Auswahl, auch im mittelklasse Bereich

Welche denn? Meine Anforderungen sind: Kombi, 200PS+, Automatik und Allrad.

Das einzige Modell was in die Richtung geht ist meines Wissens nach ein Volvo V70, den es jedoch nicht mit Allrad gibt.
(Zumal ich den Volvo Innenraum jetzt nicht sooo ansprechend finde....)

big_lebowski
2016-05-21, 20:19:14
Da steht nicht, dass nur Fahrer von Dieselfahrzeugen betroffen wären...

Das nicht, stimmt. Aber zusammen mit den Stickoxiden von außen, ergibt das eigene NOX ein nettes "Süppchen" (stop&go, Stau, Rückenwind). Klar wenn Du ständig mit geschlossenen Fenstern und Umluft fährst, kriegst Du vielleicht fast garnix ab (auch nicht von außen).

Morale
2016-05-21, 20:23:53
Welche denn? Meine Anforderungen sind: Kombi, 200PS+, Automatik und Allrad.

Das einzige Modell was in die Richtung geht ist meines Wissens nach ein Volvo V70, den es jedoch nicht mit Allrad gibt.
(Zumal ich den Volvo Innenraum jetzt nicht sooo ansprechend finde....)
Wenn vernünftig erst bei min 200 PS losgeht, dann natürlich nicht...:freak:
Dieses Jahr kommt der A4 mit Erdgas, aber der wird auch keine 200+ PS haben

der_roadrunner
2016-05-21, 20:28:46
Welche denn? Meine Anforderungen sind: Kombi, 200PS+, Automatik und Allrad.

Das einzige Modell was in die Richtung geht ist meines Wissens nach ein Volvo V70, den es jedoch nicht mit Allrad gibt.
(Zumal ich den Volvo Innenraum jetzt nicht sooo ansprechend finde....)

Vielleicht solltest du deine Ansprüche mal etwas runterschrauben, dann sollte sich auch was passendes finden. ;)

der roadrunner

Hamster
2016-05-21, 20:30:02
Wenn vernünftig erst bei min 200 PS losgeht, dann natürlich nicht...:freak:
Dieses Jahr kommt der A4 mit Erdgas, aber der wird auch keine 200+ PS haben

Absolute Leistungsangaben machen natürlich keinen Sinn. Aber ich erwarte schon ein Leistungsgewicht von ca. 8.5Kg/PS.
Alles darüber empfinde ich als träge.

Morale
2016-05-21, 20:30:42
Mir reichen die 156 Pferde im Erdgas Benz leicht aus (max 200), aber ich wechsel auch vom Yaris mit 100 PS weniger :D

Hamster
2016-05-21, 20:37:43
Vielleicht solltest du deine Ansprüche mal etwas runterschrauben, dann sollte sich auch was passendes finden. ;)

der roadrunner

Das ist der falsche Ansatz und dann ist mein Postimg falsch verstanden worden.

Ich will konkurrenzfähige und vergleichbare Automodelle, nur eben mit alternativen Antrieben.
Mit meinen obig genannten Anforderungen kann ich zu fast jedem Hersteller gehen, der hat was dieselndes dazu im Angebot. (Auch als Benziner).

Aber mit den gleichen Anforderungen wird es eben schwer bis unmöglich was geeignetes im aktuellen Portfolio der alternativen Antriebe.

Und genau da sind die Hersteller gefragt ihr Portfolio entsprechend zu erweitern und auf Kundenbedürfnisse hin zu entwickeln ;)

Am einfachsten wäre es für alle Hersteller zB kurzfristig auf LPG zu setzen. Macht aber fast keiner. Und das ist schade :(

Auch die Landschaft der aktuellen Hybride ist super mager. Dabei ließe sich damit zB sehr einfach ein von mir favorisierte Allrad umsetzen.

Keine Frage, das wird alles kommen. Für meinen Geschmack jedoch zu langsam.

Morale
2016-05-21, 20:42:24
Da sollte man realistisch bleiben, kein Hersteller bietet für jedes Modell dann 4-5 alternative Antriebe an + alle verfügbaren Sonderausstattungen, wenn er dann pro Modell kein Gewinn mehr macht.
Erdgas will ja auch keiner, da könnte es ja mal sein, dass von vor der Urlaubsreise kurz googlen muss wo denn eine Tanke ist...
Und mit dem billigen Diesel derzeit ist ein Erdgasauto auch nicht deutlich billiger.
Ergo noch weniger Nachfrage. Und dann sollen die Hersteller noch mehrere verschiedene Motoren raushauen?

LPG ist doch btw was Verschmutzungen angeht nicht sauberer als Diesel oder Benzin(?)

der_roadrunner
2016-05-21, 20:42:45
Das ist der falsche Ansatz und dann ist mein Postimg falsch verstanden worden.

Ich will konkurrenzfähige und vergleichbare Automodelle, nur eben mit alternativen Antrieben.
Mit meinen obig genannten Anforderungen kann ich zu fast jedem Hersteller gehen, der hat was dieselndes dazu im Angebot. (Auch als Benziner).

Aber mit den gleichen Anforderungen wird es eben schwer bis unmöglich was geeignetes im aktuellen Portfolio der alternativen Antriebe.

Und genau da sind die Hersteller gefragt ihr Portfolio entsprechend zu erweitern und auf Kundenbedürfnisse hin zu entwickeln ;)

Am einfachsten wäre es für alle Hersteller zB kurzfristig auf LPG zu setzen. Macht aber fast keiner. Und das ist schade :(

Auch die Landschaft der aktuellen Hybride ist super mager. Dabei ließe sich damit zB sehr einfach ein von mir favorisierte Allrad umsetzen.

Keine Frage, das wird alles kommen. Für meinen Geschmack jedoch zu langsam.

Zwar kann ich deinen Standpunkt durchaus verstehen, aber ein wenig mehr Bescheidenheit würde der Gesellschaft insgesamt nicht schaden.

der roadrunner

big_lebowski
2016-05-21, 20:46:04
Mir reichen die 156 Pferde im Erdgas Benz leicht aus (max 200), aber ich wechsel auch vom Yaris mit 100 PS weniger
156 Pesen sind auch nicht wenig. Leider wurden die Karren mit der Zeit immer schwerer.
Kann mich vor Urzeiten noch an den 2.6 190er Benz von meinem Onkel erinnern. Das Ding hatte nur unwesentlich mehr Leistung (so um die 165-170 PS) aber ging richtig ab. Kein wunder bei ca. 1200kg Leergewicht.
Besonders die Endgeschwindigkeit war richtig amtlich.

Morale
2016-05-21, 20:50:39
Joa die 156PS reichen mir dicke.
Fahre idR eh Landstraße, dafür ist der perfekt um schnell mal den LKW zu überholen.
Verbrauch zur Arbeit (20% Stadt, 60% Landstraße, 20% Autobahn) ca. 4,4kg/100km, Tanke Erdgas mit 20% Bioanteil für 1,00 Euro oder 100% Bioethanol gibt es hier für 1,10.

Hamster
2016-05-21, 20:51:47
Da sollte man realistisch bleiben, kein Hersteller bietet für jedes Modell dann 4-5 alternative Antriebe an + alle verfügbaren Sonderausstattungen, wenn er dann pro Modell kein Gewinn mehr macht.


Soll er ja auch nicht, sondern lediglich eine brauchbare Alternative zum Diesel bieten.

Plug-In Hybride sind vermutlich der konsequente Weg.
Allerdings ist mir das Angebot derzeit noch zu dünn. Der BMW 225xe geht da schon in richtige Richtung... Nur bitte nicht als Van sondern bitte als Kombi.
Und den 3er Hybrid gibts nicht als Kombi. Und der neue A4 soll erstmal nicht als Hybrid kommen... Zum Mäusemelken...argh. :frown:

big_lebowski
2016-05-21, 21:02:58
http://www.stern.de/tv/erstes-urteil-im-vw-abgasskandal--ehepaar-aus-muenchen-bekommt-auto-kaufpreis-erstattet-6860054.html

Erstmals seit Bekanntwerden des VW-Abgas-Skandals hat ein deutsches Gericht entschieden, dass ein Autohändler einen manipulierten Wagen zurücknehmen und den Kaufpreis erstatten muss

No.3
2016-05-21, 21:08:39
aber ein wenig mehr Bescheidenheit würde der Gesellschaft insgesamt nicht schaden.

THIS ! (y)

Morale
2016-05-21, 21:10:45
Soll er ja auch nicht, sondern lediglich eine brauchbare Alternative zum Diesel bieten.

Gibt es ja, nur nicht für dich (bzw jeden).

Wenn es jetzt ein Modell mit 231 PS gibt, dann fallen wieder andere Käufer weg. Ich würde mir so ein Teil beispielsweise nicht kaufen, da die deutlich mehr an PS doch den Preis und die Nebenkosten treiben.

PS:
Der neue A4 mit Erdgas hat 170 PS, das sollte doch reichen. Bist du im Außendienst und/oder pendelst jeden Tag mehrere 100km Autobahn?

medi
2016-05-21, 22:45:12
Von außen sieht der gut aus, aber als ich im letzten Auris (Mietwagen) drin saß, wusste ich, dass Toyota für mich nichts ist. Den Innenraum fand ich hässlich und ungemütlich. Geschmäcker sind natürlich verschieden.

Man gewöhnt sich an alles. Mein Geschmack wars auch nicht aber mittlerweile kann ich gut damit leben :freak:

Hamster
2016-05-21, 23:03:00
Gibt es ja, nur nicht für dich (bzw jeden).

Wenn es jetzt ein Modell mit 231 PS gibt, dann fallen wieder andere Käufer weg. Ich würde mir so ein Teil beispielsweise nicht kaufen, da die deutlich mehr an PS doch den Preis und die Nebenkosten treiben.

Deswegen gibt es ja üblicherweise die diversen Leistungsabstufungen ;)


Der neue A4 mit Erdgas hat 170 PS, das sollte doch reichen. Bist du im Außendienst und/oder pendelst jeden Tag mehrere 100km Autobahn?

Weder noch, verbringe aber dennoch täglich 1-2h auf der Autobahn.

Aber ja, der A4 mit Erdgas ist ein richtiger Schritt.
Je nachdem wie der Erfolg ist, erhöht Audi ja ggf. auch nochmal die Leistung und spendiert nen Allrad.

Morale
2016-05-21, 23:07:39
Deswegen gibt es ja üblicherweise die diversen Leistungsabstufungen
Dann sind wir aber wieder bei den verschiedenen Modellen (von Motoren)
Weder noch, verbringe aber dennoch täglich 1-2h auf der Autobahn.
Kann man da dauerhaft dann mit 250+ langkacheln oder reichen nicht 180 im Schnitt auch und man kommt dann reale 5 Minuten später an ;)

Nächstes Jahr kommt dann btw noch der A5 mit Erdgas

Hamster
2016-05-21, 23:55:08
Autofahren ist für mich nicht nur stumpfes von A nach B kommen - es ist auch durchaus ein Hobby.

Zumal 200PS bei den heutigen Gewichten der Autos ja wohl keine völlig weltfremde Vorstellungen sind. Damit hat man ganz sicher keinen Rennwagen.

Aber wir driften vom Thema ab.

Anadur
2016-05-22, 00:38:00
Naja was heißt Panik schieben. Du hast doch den Link von BUG (http://www.bild.de/auto/auto-news/abgase/stickstoffdioxid-diesel-auto-motor-abgas-schadstoff-belastung-studie-messung-45877328.bild.html) gelesen. Wenn man (als Fahrer eines aktuellen TD) täglich, das 10-fache der erlaubten Menge an NOX zu sich nimmt, kann das ja auf lange Sicht nicht gesund sein.
Würde man in eine solche Kiste seine Kids reinstecken?

Mal abgesehen davon, dass ich der Bild nicht soweit traue, wie sie hoch ist.
da steht doch genau das drin, was ich sage:

Folgte der Mess-Golf einem Diesel-Kleinlaster, stiegen die NO2-Werte sogar nochmals deutlich an: Der Höchstwert lag bei 534 Mikrogramm.

Ja die Luft ist sch... in Städten. Ist jetzt auch keine neue Erkenntnis. Aber selbst wenn wir morgen PKW Diesel abschaffen und verbieten, wird sich daran nix ändern, weil die größten Dreckschleudern weiterhin in den Städten herumkurven würden. Mal ganz davon abgesehen, als wenn aus Benzinern hinten rosa Duftwölckchen heraus kommen würden. Und solch ein Verbot würde doch auch wieder nur den kleinen Mann und Pendler treffen, der sich den Diesel gekauft hat um ein paar Euro sparen zu können und nicht, weil er heimlich kleine Kinder frisst, wenn niemand hinsieht.

Haarmann
2016-05-22, 12:25:16
Tja... und Fiat beschiss immerhin einfacher und genauso effizient ;).

Und ja - es ist ein Problem der Deutschen Normen...

Normtests laden nunmal zum Beschiss ein.

Eco
2016-05-22, 12:41:29
Naja was heißt Panik schieben. Du hast doch den Link von BUG (http://www.bild.de/auto/auto-news/abgase/stickstoffdioxid-diesel-auto-motor-abgas-schadstoff-belastung-studie-messung-45877328.bild.html) gelesen. Wenn man (als Fahrer eines aktuellen TD) täglich, das 10-fache der erlaubten Menge an NOX zu sich nimmt, kann das ja auf lange Sicht nicht gesund sein.
Würde man in eine solche Kiste seine Kids reinstecken?
Der Diesel-Fahrer nimmt nicht mehr Stickoxide auf, die Abgase werden ja schließlich nicht in den Innenraum geleitet. :freak:
Bei der "Studie" geht es allgemein um die Belastung im Innenraum von Autos im Straßenverkehr. Dass z.B. im Stau oder in der Rushhour potenziell deutlich mehr Schadstoffe in den Innenraum gelangen, sollte auch ohne Bild-Recherche einleuchten.
Und die 10-fache Menge ist der angebliche Spitzenwert. Vermutlich hinter 10 LKWs im Tunnel auf der rechten Spur im offenen Cabrio.
Im Stau vielleicht einfach mal Fenster zu und auf Umluft stellen. Keine Lösung für längere Zeit, aber hilft.

bleipumpe
2016-05-22, 12:47:15
Es ist ja nicht so, dass Diesel und Benziner über Nacht abgeschafft werden sollen. Aber soweit ich das bisher in diversen Berichten gelesen haben würde ein ordentliches Abgassreinigungssystem beim Benziner um die 100€ Aufpreis (Feinstaub) und beim Diesel um die 2000€ kosten. Damit wäre zwar der Diesel bis zur Mittelklasse tot. Man kann aber die Antriebstechnologie weiter im sinnvollen Eiinsatz halten. Es kann doch nicht sein, dass der Mercedes Actros sauberer ist als die aktuelle C-Klasse.

big_lebowski
2016-05-22, 13:09:03
@Anadur
@Eco:

Ich schrieb bereits:
Das nicht, stimmt. Aber zusammen mit den Stickoxiden von außen, ergibt das eigene NOX ein nettes "Süppchen" (stop&go, Stau, Rückenwind). Klar wenn Du ständig mit geschlossenen Fenstern und Umluft fährst, kriegst Du vielleicht fast garnix ab (auch nicht von außen gemeint: von anderen).

Natürlich werden die Abgase nicht in den Innenraum geleitet hehe.:biggrin: Aber es würde mich wie gesagt bei stop&go, Stau, Rückenwind o.ä. Szenarien nicht wundern, wenn ein Teil der eigenen Abgase von außen reinkommen. (bei geöffnetem Fenster). Wenn man ständig den Dreckverursacher "unterm Arsch" hat, ist das dann eine zusätzliche nicht unerhebliche Emissionsquelle.

Außerdem habe ich zufällig auch das entdeckt:
http://gesundheit.ccm.net/faq/4841-gesundheitsrisiken-durch-autoabgase

Schadstoffe aus Abgasen reichern sich besonders im Inneren des Autos an.
Besonders Stoffe, die aus dem Tank oder Motorraum durch Verdunstung freigesetzt werden (z.B. Benzol) sind im Innenraum des Fahrzeigs in hoher Konzentration nachzuweisen.
Zudem wird durch die Lüftung die Abgase des voranfahrenden Fahrzeugs eingesogen (z.B. an der Ampel).

Eco
2016-05-22, 13:20:35
Ich bezweifel trotzdem, dass der Dieselfahrer generell signifikant mehr belastet ist. Vielleicht wenn man alltäglich längere Zeit im Stau steht und tatsächlich quasi die eigenen Abgase das Auto einhüllen können. Aber auch da wird wohl jeder im Stau stehende eine recht ähnliche Belastung erleiden.

big_lebowski
2016-05-22, 13:25:18
@Eco:
habe oben noch mal editiert
(siehe insbesondere verlinkten Artikel)

Eco
2016-05-22, 16:48:05
Ich sehe keinen Hinweis auf die höhere Belastung von Dieselfahrern? Eher im Gegenteil, z.B. Verdunstung von karzinogenem Benzol in den Innenraum.
Wobei auch nicht klar wird, ob die Schadstoffe aus dem eigenen Fahrzeug stammen oder aus anderen Fahrzeugen. Kann mir eher nicht vorstellen, dass Dämpfe aus dem Motorraum direkt in die Fahrgastzelle gelangen.

big_lebowski
2016-05-22, 17:29:44
Wir hatten es doch von Nox. Gehört wohl auch zu den Schadstoffen. Ich sehe auch nicht, dass der Artikel die eigenen Schadstoffe exkludiert.
Mal 'ne Zwischenfrage. Du hälst es also für unwahrscheinlich, dass das "eigene" Nox, egal unter welcher Bedingung für die Passagiere signifikant problematisch werden kann?
Denn letztlich geht es ja genau darum.
Der Anteil mag für sich genommen nicht ausreichen aber kumuliert mit den externen Schadstoffen, kann imo schon ein kritischer Level überschritten werden. Zumal sich das Zeug auch zusätzlich im Innenraum anreichert. Rußpartikel u.ä. Dieselsauereien mal ausgenommen.

Eco
2016-05-22, 21:13:45
Ja, halte ich für unwahrscheinlich. Reichert sich vlt. an, aber eher von Abgasen anderer Autos. Machts nicht besser, aber eine höhere Belastung seh ich nicht.

Btw., Rußpartikel sind keine spezifische "Sauerei" des Diesels, die kriegt ein Benziner auch problemlos hin, aktuell ohne PF-Pflicht sogar noch erheblich besser. Von Benzolausdampfungen o.ä. Benzinsauereien mal ganz zu schweigen. ;)

big_lebowski
2016-05-22, 21:25:03
Ja, halte ich für unwahrscheinlich. Reichert sich vlt. an, aber eher von Abgasen anderer Autos. Machts nicht besser, aber eine höhere Belastung seh ich nicht.


Gut, dann sind wir halt unterschiedlicher Meinung.

BUG
2016-05-27, 20:04:49
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/abgas-affaere-alexander-dobrindt-setzt-opel-unter-druck-a-1094483.html

Das Bundesverkehrsministerium hat seine Zweifel an der Abgasreinigung des Opel Zafira nach einem Termin des Herstellers beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in dieser Woche bekräftigt. Die Behörde von Alexander Dobrindt fordert Nachbesserungen für die auf dem Markt befindlichen Fahrzeuge sowie für das neue Zafira-Modell, das in Kürze in die Serienproduktion gehen soll. Sollten diese nicht erfolgen, heißt es in Ministeriumskreisen, sei die Abgasgenehmigung und damit auch die Zulassung allgemein für das neue Modell in Deutschland in Gefahr.


Gruß
BUG

derpinguin
2016-05-27, 20:18:27
Ich frag mich, wann der Gesetzgeber einsieht, dass die geforderten Grenzwerte nicht einhaltbar sind. Die Tatsache, dass quasi alle schummeln zeigt doch eindrucksvoll, dass nicht einzelne Hersteller zu doof sind, sondern, dass es offensichtlich nicht machbar ist.

dargo
2016-05-27, 20:29:10
Ich frag mich, wann der Gesetzgeber einsieht, dass die geforderten Grenzwerte nicht einhaltbar sind. Die Tatsache, dass quasi alle schummeln zeigt doch eindrucksvoll, dass nicht einzelne Hersteller zu doof sind, sondern, dass es offensichtlich nicht machbar ist.
Falsche Fragestellung... wenn es nicht machbar ist sollte man sich eher fragen warum diese Fahrzeuge überhaupt eine Zulassung bekamen? Es haben so einige gepennt. Übrigens ist es sehr wohl machbar, siehe neue Euro 6 LKWs. Was man dem Kunden in den PKWs zumuten will ist wieder eine andere Geschichte.

AngelDust 32
2016-05-27, 20:30:39
sondern, dass es offensichtlich nicht machbar ist.

Natürlich ist das machbar.

Nur ist es dann eben nicht möglich in jeden Kleinstwagen einen Diesel einzubauen (da unwirtschaftlich).

Verbrennungsmotoren und ganz besonders Diesel sind einfach nicht für Kurzstreckenfahrten gedacht.

derpinguin
2016-05-27, 20:54:47
Es bertrifft ja nicht nur Kleinstwagen.

#44
2016-05-27, 20:58:59
Es bertrifft ja nicht nur Kleinstwagen.
Aber bei denen würde es sich am stärksten im Verkaufspreis niederschlagen.

BlacKi
2016-05-27, 21:02:51
Ich frag mich, wann der Gesetzgeber einsieht, dass die geforderten Grenzwerte nicht einhaltbar sind. Die Tatsache, dass quasi alle schummeln zeigt doch eindrucksvoll, dass nicht einzelne Hersteller zu doof sind, sondern, dass es offensichtlich nicht machbar ist.
die tests auf dem prüfstand "bescheinigen" doch das es geht. nur müsste der adblue tank einen aussenliegenden einlassstutzen haben damit der pkw fahrer das selbst nachtanken kann alle 5tkm. deswegen schaltet man das adblue ab.

oder hab ich was verpasst?

derpinguin
2016-05-27, 21:04:04
Darum ging es mir ja gar nicht. Es scheint ja in keinem PKW möglich zu sein, die geforderten Werte ohne Tricks einzuhalten, sonst wäre nicht jeder Hersteller irgendwie involviert. Da ich wie gesagt nicht davon ausgehe, dass die Ingenieure zu blöd sind ihren Job zu machen, muss ich davon ausgehen, dass die Grenzwerte mit den derzeit verfügbaren Mitteln nicht erreichbar sind.
Es ist ja auch eine seltsame Sache, dass die Fahrzeuge von Generation zu Generation mehr Leristung und weniger Verbrauch haben sollen. Kraft kommt immer noch von Kraftstoff. Der Wirkungsgrad der Verbrennungsmotoren ist ausgereizt, wie soll da alle 5 Jahre 30 PS mehr bei 3l weniger drin sein?

die tests auf dem prüfstand "bescheinigen" doch das es geht. nur müsste der adblue tank einen aussenliegenden einlassstutzen haben damit der pkw fahrer das selbst nachtanken kann alle 5tkm. deswegen schaltet man das adblue ab.

oder hab ich was verpasst?
Die Tests auf dem Prüfstand bescheinigen, dass mit einem Motorprogramm, das im Alltag nicht sinnvoll nutzbar ist die Werte eingehalten werden. Die Motoren haben völlig andere Leistungswerte im Testprogramm.

der_roadrunner
2016-05-27, 21:13:31
die tests auf dem prüfstand "bescheinigen" doch das es geht. nur müsste der adblue tank einen aussenliegenden einlassstutzen haben damit der pkw fahrer das selbst nachtanken kann alle 5tkm. deswegen schaltet man das adblue ab.

oder hab ich was verpasst?

Also bei VW/Audi kann der Fahrer das schon ewig selbst nachtanken. Die neuen Fahrzeuge haben den Füllstutzen dann auch im Tankdeckel.

der roadrunner

AngelDust 32
2016-05-27, 21:16:44
Es ist ja auch eine seltsame Sache, dass die Fahrzeuge von Generation zu Generation mehr Leristung und weniger Verbrauch haben sollen.



Das sind doch die Hersteller selbst Schuld.

Sie möchten immer neue Autos verkaufen.

Wenn das neue Modell dann die gleiche Leistung beim gleichen Verbrauch hat ist keiner bereit dafür Unsummen auszugeben.

Und bei den immer schneller werdenden Facelift's glaubt doch keiner ernsthaft
das dafür jedes mal ein ganz neuer Motor entwickelt wird.

Die einzige differnzierung ist somit die Optik.

Haarmann
2016-05-27, 21:33:11
Ich frag mich, wann der Gesetzgeber einsieht, dass die geforderten Grenzwerte nicht einhaltbar sind. Die Tatsache, dass quasi alle schummeln zeigt doch eindrucksvoll, dass nicht einzelne Hersteller zu doof sind, sondern, dass es offensichtlich nicht machbar ist.

Punkt 1 - Du hast das Problem begriffen

Punkt 2 - Du bist nicht Politiker

Punkt 3 - Wärst Du Politiker, dann müsstest als Parteisoldat eben Punkt 1 ignorieren...

Es war seit Dekaden bekannt, wo der Schuh drückt. Aber es drückten halt alle ein Auge zu - wie Früher, als der $-schein im Reisepass Usus war.

dargo
2016-05-27, 21:49:54
die tests auf dem prüfstand "bescheinigen" doch das es geht. nur müsste der adblue tank einen aussenliegenden einlassstutzen haben damit der pkw fahrer das selbst nachtanken kann alle 5tkm. deswegen schaltet man das adblue ab.

So ist es.

@derpinguin
Schau dir bitte nochmal die beiden Videos an.
http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showpost.php?p=10996067&postcount=122
http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showpost.php?p=11006638&postcount=150

Also bei VW/Audi kann der Fahrer das schon ewig selbst nachtanken. Die neuen Fahrzeuge haben den Füllstutzen dann auch im Tankdeckel.

Das bringt dem Fahrer aber nichts wenn das Steuergerät falsch, sprich... es wird viel zu wenig eingespritzt, programmiert ist.

BlacKi
2016-05-27, 22:28:46
Also bei VW/Audi kann der Fahrer das schon ewig selbst nachtanken. Die neuen Fahrzeuge haben den Füllstutzen dann auch im Tankdeckel.

der roadrunner
dann muss vw einfach nur die software so umprogrammieren das der prüfungsmodus auf der straße aktiv ist. das ist definitiv möglich! nur muss dann der fahrer selbst adblue nachtanken wie die lkw fahrer es derzeit tun, dann halten die diesel die abgasnormen auch auf der straße ein.

das würde ich als gesetzgeber vorschreiben, zusätzlich noch in die klausel das der käufer vw wegen des häufigeren nachfüllens nicht verklagen darf, dafür aber eine kleine entschädigung erhalten. so gäbs niemanden der komplett baden geht, nur alle ein bisschen^^

aber nee, politik und konzerne müssen so einen hickhack machen...

dargo
2016-05-27, 22:34:06
Es geht schon lange nicht nur um VW. Manche Dieselfahrzeuge haben keinen Einfüllstutzen für adblue neben dem Dieseltank.

der_roadrunner
2016-05-27, 22:45:30
dann muss vw einfach nur die software so umprogrammieren das der prüfungsmodus auf der straße aktiv ist. das ist definitiv möglich! nur muss dann der fahrer selbst adblue nachtanken wie die lkw fahrer es derzeit tun, dann halten die diesel die abgasnormen auch auf der straße ein.

das würde ich als gesetzgeber vorschreiben, zusätzlich noch in die klausel das der käufer vw wegen des häufigeren nachfüllens nicht verklagen darf, dafür aber eine kleine entschädigung erhalten. so gäbs niemanden der komplett baden geht, nur alle ein bisschen^^

aber nee, politik und konzerne müssen so einen hickhack machen...

Die Frage ist ja, wie lange die Tankfüllung reicht, wenn so eingespritzt wird, wie es für die gesetzlichen Bestimmungen erforderlich ist. Im Grunde ist es kein Problem mehr für VW und Audi Fahrer ihre Fahrzeuge selbst mit Adblue zu betanken. Wird ja auch schon teilweise gemacht.


Es geht schon lange nicht nur um VW. Manche Dieselfahrzeuge haben keinen Einfüllstutzen für adblue neben dem Dieseltank.

Was fährst du für ein Fahrzeug?

der roadrunner

dargo
2016-05-27, 22:52:57
Die Frage ist ja, wie lange die Tankfüllung reicht, wenn so eingespritzt wird, wie es für die gesetzlichen Bestimmungen erforderlich ist.

Im Prinzip ist es ganz einfach. Der adblue Tank müsste mindestens so groß sein, dass er für die ganze Tankfüllung vom Diesel ausreicht. Bei 50 Litern Diesel also im schlimmsten Fall 3,5 Liter (7%). Bei so einer kleinen Menge könnte man natürlich auch einen 5 Liter Tank (kleine Reserve kann ja nicht schaden) nehmen. Ist der Dieseltank leer wird nachgetankt und gleichzeitig kann der Fahrer dann auch adblue auffüllen.


Was fährst du für ein Fahrzeug?

Seit November 2015 keinen Diesel mehr.

Edit:
Mir fällt gerade ein, dass die Sache doch etwas komplizierter wird. Jedes Dieselfahrzeug müsste eigentlich eine Anzeige für den adblue Tank haben. Bzw. müsste der Bordcomputer anzeigen für wieviele Kilometer der Inhalt noch ausreicht. Oder wie ist das beim LKW gelöst?

der_roadrunner
2016-05-27, 22:58:32
Im Prinzip ist es ganz einfach. Der adblue Tank müsste mindestens so groß sein, dass er für die ganze Tankfüllung vom Diesel ausreicht. Bei 50 Litern Diesel also im schlimmsten Fall 3,5 Liter (7%). Bei so einer kleinen Menge könnte man natürlich auch einen 5 Liter Tank (kleine Reserve kann ja nicht schaden) nehmen. Ist der Dieseltank leer wird nachgetankt und gleichzeitig kann der Fahrer dann auch adblue auffüllen.

Nun, dann kann ich dir sagen, dass beim Sharan bzw. beim aktuellen Passat sich der Adblue-Tank im Bereich von etwa 13-16l bewegt. Zu anderen Fahrzeugen kann ich leider nichts sagen, denke aber, dass es zb. beim A6 ähnlich sein wird.

Seit November 2015 keinen Diesel mehr.

Spricht ja auch nichts dagegen.

der roadrunner

der_roadrunner
2016-05-27, 23:00:24
Edit:
Mir fällt gerade ein, dass die Sache doch etwas komplizierter wird. Jedes Dieselfahrzeug müsste eigentlich eine Anzeige für den adblue Tank haben. Bzw. müsste der Bordcomputer anzeigen für wieviele Kilometer der Inhalt noch ausreicht. Oder wie ist das beim LKW gelöst?

Zum LKW kann ich nichts sagen aber bei den von mir genannten Fahrzeugen wird ab etwa 2000km Restreichweite eine Warnung im Kombinstrument ausgegeben.

der roadrunner[/QUOTE]

dargo
2016-05-27, 23:07:52
Nun, dann kann ich dir sagen, dass beim Sharan bzw. beim aktuellen Passat sich der Adblue-Tank im Bereich von etwa 13-16l bewegt.
Das würde dann dem Bericht zum LKW nach (der auf PKW 1:1 übertragbar ist) bedeuten, dass dies für ca. 200-300 Liter Diesel reichen würde. Damit kommt man schon recht weit. Allerdings müsste auch die ganze Infrastruktur an der Tankstelle für PKWs passen. Ich habe noch keine adblue Zapfsäule neben der Dieselzapfsäule für PKWs gesehen. Und was ist mit den PKWs wo der adblue Tank im Kofferraum versteckt ist?

Zum LKW kann ich nichts sagen aber bei den von mir genannten Fahrzeugen wird ab etwa 2000km Restreichweite eine Warnung im Kombinstrument ausgegeben.

Ok, das würde dann passen. Man müsste nur den BC anpassen. Wenn ich mit dem Wert von dem Opel mit 0,57% pro Liter Diesel rechne würde die Restreichweite anstatt 2000km nur noch ~163km betragen (wieder mit 7%/L gerechnet). :D Das dürfte allerdings das kleinste Problem sein.

derpinguin
2016-05-27, 23:10:51
Es ist derzeit auch nicht einfach AdBlue nachzufüllen. Die Zapfsäulen, wenn es sie gibt, sind nur für Laster, Kanister haben die wenigsten Tankstellen im Angebot und wenn, dann sind sie deutlich teurer als der Preis an der Säule.

der_roadrunner
2016-05-27, 23:11:51
Das würde dann dem Bericht zum LKW nach (der auf PKW 1:1 übertragbar ist) bedeuten, dass dies für ca. 200-300 Liter Diesel reichen würde. Damit kommt man schon recht weit. Allerdings müsste auch die ganze Infrastruktur an der Tankstelle für PKWs passen. Ich habe noch keine adblue Zapfsäule neben der Dieselzapfsäule für PKWs gesehen.

Die Adblue-Pistole sollte aber auch beim PKW passen. Zumindest ist das bei unsere Tanke hier wohl so.

Und was ist mit den PKWs wo der adblue Tank im Kofferraum versteckt ist?

Na was heißt versteckt? Die müssen ja schon so angeordnet sein, dass man da auch ran kommt. Die Werkstatt muss ja schließlich auch ran, ohne das halbe Auto zerlegen zu müssen. Wenn der Kofferraum natürlich zugemüllt ist, dann hat man eben Pech.

der roadrunner

bleipumpe
2016-05-27, 23:13:01
Zum LKW kann ich nichts sagen aber bei den von mir genannten Fahrzeugen wird ab etwa 2000km Restreichweite eine Warnung im Kombinstrument ausgegeben.

der roadrunner
So ist das bei den Euro 5 Modellen von VW. Dort sind mehrere Messpunkte im Tank: Voll bzw. über 10 Liter, Reichweite um die 2000km, kurz vor alle. Beim neuen Motor, gesehen im Alhambra (jetzt Euro 6) gibt es eine Anzeige, welche die genauen Restkilometer anzeigt. Beim fabrikneuen Fahrzeug wird hier 12.000 km Restreichweite angezeigt. Die gibt es mit Sicherheit auch im Passat & Co.


Mal was Praktisches zum Thema:
Nachfüllen beim Sharan in der Garage dauert übrigens effektiv 10min. Der AdBlue Stutzen ist gleich links im Kofferraum hinter einer Wartungsklappe. Wenn man den 10l Kanister auf einen Hocker legt, kann man in der Zwischenzeit auch eine Kaffee trinken gehen und muss den nicht hochhalten. Jedenfalls alles ganz einfach und für jeden leicht umsetzbar. Am 10l Kanister von Hoyer ist auch gleich die passende Einfüllhilfe dran und ich habe was um die 12,50€ inkl. Versand bezahlt. Vorsorglich war alles mit Lappen ausgelegt - nicht ein Tropfen ging daneben. Aus Interesse habe ich noch ein paar ml auf einen alten Teller und Lappen gefüllt und mal trocknen lassen. Ist am Ende eine kristalline Substanz, die sich leicht ausbürsten lässt.

derpinguin
2016-05-27, 23:13:42
Die Adblue-Pistole sollte aber auch beim PKW passen. Zumindest ist das bei unsere Tanke hier wohl so.



Na was heißt versteckt? Die müssen ja schon so angeordnet sein, dass man da auch ran kommt. Die Werkstatt muss ja schließlich auch ran, ohne das halbe Auto zerlegen zu müssen. Wenn der Kofferraum natürlich zugemüllt ist, dann hat man eben Pech.

der roadrunner
Muss ja nicht zugemüllt sein. Reicht ja, wenn man in Urlaub fährt und erstmal das Gepäck auspacken muss.

der_roadrunner
2016-05-27, 23:16:16
Muss ja nicht zugemüllt sein. Reicht ja, wenn man in Urlaub fährt und erstmal das Gepäck auspacken muss.

Ja, ok, aber das ist jetzt schon ein Sonderfall. Wenn man weiß, dass man in den Urlaub fährt, kann man den Tank ja auch noch vor Fahrtantritt auffüllen. Das sollte dann schon reichen. ;)

Aber die meisten Menschen fahren einfach nur und setzen sich dann eine Wundertüte auf, wenn mal eine Warnung wegen Luft, Wasser, Öl, Kraftstoff oder eben Adblue ausgegeben wird.

der roadrunner

derpinguin
2016-05-27, 23:17:43
Ja, ok, aber das ist jetzt schon ein Sonderfall. Wenn man weiß, dass man in den Urlaub fährt, kann man den Tank ja auch noch vor Fahrtantritt auffüllen. Das sollte dann schon reichen. ;)

der roadrunner
Ist aber auch im Alltag nervig. Im Kofferraum tanken zu müssen in inconvenient. Tanken kleckert auch oft genug. Will man wirklich AdBlue Tropfen und Mief(?) im Auto haben?

dargo
2016-05-27, 23:19:58
Die Adblue-Pistole sollte aber auch beim PKW passen. Zumindest ist das bei unsere Tanke hier wohl so.

Darum gehts nicht. Stell dir vor du tankst erstmal Diesel, gehst zum Bezahlen. Dann stellst du dein Fahrzeug um um an adblue zu kommen, wieder bezahlen. Das ist einfach zu umständlich. Zuerst Diesel tanken und direkt das Auto umstellen ist auch nicht so pralle, man könnte denken du willst ohne zu Bezahlen abhauen. :D Wenn schon dann müsste neben jeder Dieselzapfsäule auch eine für adblue vorhanden sein.

Morale
2016-05-27, 23:35:29
Ist aber auch im Alltag nervig. Im Kofferraum tanken zu müssen in inconvenient. Tanken kleckert auch oft genug. Will man wirklich AdBlue Tropfen und Mief(?) im Auto haben?
Man könnte auch alle betroffenen Autos ab morgen verbieten, da sie nicht die Gesetze einhalten. Dann bleibt noch der schrottwert.
Dagegen ist wohl einmal im Monat? Oder auch Woche das auffüllen ein Klacks :)

derpinguin
2016-05-27, 23:36:55
Man könnte auch alle betroffenen Autos ab morgen verbieten, da sie nicht die Gesetze einhalten. Dann bleibt noch der schrottwert.
Dagegen ist wohl einmal im Monat? Oder auch Woche das auffüllen ein Klacks :)
Es geht doch nicht um die Häufigkeit, es geht mir um die dämliche Platzierung des Stutzens.

bleipumpe
2016-05-27, 23:37:26
Ist aber auch im Alltag nervig. Im Kofferraum tanken zu müssen in inconvenient. Tanken kleckert auch oft genug. Will man wirklich AdBlue Tropfen und Mief(?) im Auto haben?
Lies mal meinen Bericht ein paar Beiträge darüber. Da kleckert nichts und das Zeug riecht nach nichts. Man muss das nur wie alles im Leben in Ruhe angehen.
Und wie gesagt, bei 2000km kommt die Warnung. Beim Sharan ist die Wartungsklappe gleich am Holm links. Da kommt man wirklich gut ran. Im letzten Urlaub hätte ich notfalls meinen Rucksack auspacken müssen.
Es geht doch nicht um die Häufigkeit, es geht mir um die dämliche Platzierung des Stutzens.
Das kommt ja noch aus der Zeit vor dem großen Beschiss - das Auffüllen war beim Service vorgesehen. Es gibt ja bereits Modelle, wo der beide Einfüllstutzen hinter dem Tankdeckel sind. In weiser Voraussicht, könnte man denken :biggrin:
Die Adblue-Pistole sollte aber auch beim PKW passen. Zumindest ist das bei unsere Tanke hier wohl so.

Man braucht aber in der Regel einen Magnetadapter. Gibt es an der Tanke am Thresen oder im gut sortierten Internethandel. Notfalls kann man den auch "Vollkleckern". Dauert aber eine Zeit, da man die Pistole nur mit viel Gefühl öffnen darf. Vielleicht gibt es auch irgendwann mehr Säulen mit AdBlue für PKW. Vielleicht wird der Diesel bei PKW seltener werden. Wir werden es sehen.

derpinguin
2016-05-27, 23:49:21
Lies mal meinen Bericht ein paar Beiträge darüber. Da kleckert nichts und das Zeug riecht nach nichts. Man muss das nur wie alles im Leben in Ruhe angehen.
Und wie gesagt, bei 2000km kommt die Warnung. Beim Sharan ist die Wartungsklappe gleich am Holm links. Da kommt man wirklich gut ran. Im letzten Urlaub hätte ich notfalls meinen Rucksack auspacken müssen.

Dann ist ja gut. Ich bin davon ausgegangen, dass die Zapfpistole genau so kleckergefährdet ist wie die von Benzin/Diesel.

Geächteter
2016-05-27, 23:51:00
Man braucht aber in der Regel einen Magnetadapter. Gibt es an der Tanke am Thresen oder im gut sortierten Internethandel. Notfalls kann man den auch "Vollkleckern". Dauert aber eine Zeit, da man die Pistole nur mit viel Gefühl öffnen darf. Vielleicht gibt es auch irgendwann mehr Säulen mit AdBlue für PKW. Vielleicht wird der Diesel bei PKW seltener werden. Wir werden es sehen.
Glaube ich nicht, denn wenn die ganzen Pendler jetzt das völlig übersteuerte Benzin tanken müssten und sich Tankrechnung im Monat verdoppelt, sprich ein Viertel und mehr des Nettos alleine für Sprit rausgeht, dann ist die CDU in akuter Gefahr. SPD ist ja eh schon Land unter.
Bin gespannt wie die Politik reagiert, auch in Hinblick, dass Autofahrer durch neue Abgasnachbehandlungen immer mehr Kosten pro km haben, der Staat aber von Jahr zu Jahr die Bürger mehr zur Kasse bittet und Lohndumping seit mehr als einem Jahrzehnt staatlich forciert wird (scheiß Bezahlung im Öffentlichen, kaum Steigerungen, Hartz und Grundsicherung absichtlich jenseits des wirklichen Existenzminimums runtergerechnet).

bleipumpe
2016-05-27, 23:56:09
@derpinguin

Wahrscheinlich wird man das auch irgendwie hinbekommen. Ich persönlich war beim ersten Mal auch erstaunt, wie gut und einfach das geht. Allerdings habe ich mir vorher Beiträge zum Thema durchgelesen und viel Zeit eingeplant. Lieber wäre mir aber auch ein Verzicht auf AdBlue. Aber das ist so oder so unser letzter Diesel. Im übrigen auch unser letzter VW.

Geächteter
2016-05-27, 23:59:13
Im übrigen auch unser letzter VW.
Warum? Kosten?
Wenns Problem im Antriebsstrang und drumherum sind, dann fallen schon mal Seat, Skoda und Audi auch raus. Opel taugt eher noch weniger als VW, Ford hat sich hingegen ordentlich gemacht und sonst bleiben dann eigentlich nur noch die Asiaten über. Oder unsere "Premium"marken, wobei da BMW noch das meiste fürs Geld bietet. Daimler ist ja nur noch peinliche, sauteure Lachnummer dagegen.

der_roadrunner
2016-05-27, 23:59:30
Es geht doch nicht um die Häufigkeit, es geht mir um die dämliche Platzierung des Stutzens.

Wie gesagt ist das jetzt bei den neuen Fahrzeugen mit in der Tankklappe. Allerdings muss der Stutzen mit einem 17er (kann auch 19er sein weiß jetzt nicht mehr so genau) Schlüssel aus dem Bordwerkzeug aufgeschraubt werden. Wahrscheinlich um eine Fehlbetankung zu vermeiden. Soll ja schließlich auch Leute geben die in den Kühlflüssigkeitsausgleichsbehälter Öl reingekippt haben, weil ja der Ölzettel dran hing. :freak:

der roadrunner

Morale
2016-05-28, 00:05:53
Benzinkosten ein Viertel vom Gehalt?
Da hat man dann wohl eins von mehreren Sachen falsch gemacht.

Geächteter
2016-05-28, 00:08:11
Soll ja schließlich auch Leute geben die in den Kühlflüssigkeitsausgleichsbehälter Öl reingekippt haben, weil ja der Ölzettel dran hing. :freak:

Ich kenne auch Leute, die Diesel fahren, und schon geglaubt hatten, sie müssten bei den zukünftigen Diesel nur noch Adblue tanken, um fahren zu können. :freak:
Ca. die Hälfte oder gar mehr der Bevölkerung ist technisch völlig unbewandert, kennt kaum Naturgesetze, hat kein Gefühl für Energie etc. So kommt es ja auch, dass seelenruhig SUVs gekauft werden und dann über 12 Liter Diesel pro 100 km aus mindestens 2 Rohren rausgefeuert werden mit Bälgern im Gepäck.
Wenn sie einmal solange Zementsäcke auf nen Berg schleppen müssten, bis sie alleine ne poblige kWh zusammenhaben, würde dem einen oder die anderen die Augen übergehen.

Argo Zero
2016-05-28, 00:41:24
Diesel SUV fährst mit 7-8l. Deswegen wird das als nicht viel erachtet. Die magische Zahl ist in DE irgendwie die 10l Grenze. Ab dann ist es plötzlich viel.

derpinguin
2016-05-28, 00:44:55
Diesel SUV fährst mit 7-8l. Deswegen wird das als nicht viel erachtet. Die magische Zahl ist in DE irgendwie die 10l Grenze. Ab dann ist es plötzlich viel.
Die Schrankwände brauchen nur 7-8l?

Argo Zero
2016-05-28, 00:53:36
In der Firma haben wir eine Kilometerhure von VW, den Turok, oder Torueg... was auch immer. Ist der recht neue mit AdBlue und irgendwas um die 200 PS. Der fährt fast nur Autobahn und der brauch etwa 8l bei Fahrweise zwischen 130-140 km/h. Gerast wird mit dem Ding nicht aus Angst vor weiteren Punkten :D

BUG
2016-05-28, 00:56:02
@derpinguin

Der Audi Q7 e-Tron lässt sich auch problemlos mit ~12 Litern Diesel + 25kw/h Strom auf 100km fahren. :freak:
Edit: Darf aber mit E- Kennzeichen rumfahren weil er ja bei uns als "Elektro Auto" gilt. :up:

Gruß
BUG

BlacKi
2016-05-28, 00:57:08
wobei 8l diesel heutzutage nichtmehr wenig sind. eher passend für einen suv. die meisten kombis fahren ja nochmals mit 2 l weniger herum.

Morale
2016-05-28, 07:41:54
Die Schrankwände brauchen nur 7-8l?

Auf dem Papier oder bei max 130 vermutlich.
Gut die meisten SUV Fahrer sind über 55 oder Hausfrauen. Die fahren dann eh nicht so schnell.

bleipumpe
2016-05-28, 08:08:20
Warum? Kosten?
Wenns Problem im Antriebsstrang und drumherum sind, dann fallen schon mal Seat, Skoda und Audi auch raus. Opel taugt eher noch weniger als VW, Ford hat sich hingegen ordentlich gemacht und sonst bleiben dann eigentlich nur noch die Asiaten über. Oder unsere "Premium"marken, wobei da BMW noch das meiste fürs Geld bietet. Daimler ist ja nur noch peinliche, sauteure Lachnummer dagegen.
Die Kommunikation und die unterschiedliche Behandlung von Kunden (Stichwort Entschädigung in den USA) ist eine einzige Katastrophe. Das Autohaus hat sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Sachmängelrüge angeblich nicht angekommmen, generell keine Auskunft zum Thema und Herunterspielen der ganzen Situation. Wenn man uns durch das Verhalten ganz klar kommuniziert, in Zukunft auf uns als Kunden zu verzichten, dann machen wir das. Allerdings gebe ich mich auch nicht der Illusion hin, dass andere Hersteller deutlich besser sind. Aber einen Versuch ist es immer wert.
Ich persönlich mag Ford und Volvo. Wobei unser Dicker schon ein tolles Familienfahrzeug ist.

Korfox
2016-05-28, 08:58:06
Ich frag mich, wann der Gesetzgeber einsieht, dass die geforderten Grenzwerte nicht einhaltbar sind. Die Tatsache, dass quasi alle schummeln zeigt doch eindrucksvoll, dass nicht einzelne Hersteller zu doof sind, sondern, dass es offensichtlich nicht machbar ist.
Ich bin inzwischen völlig raus aus dem Thema (außer, dass ich weiß, dass die Italiener es am geschicktesten/preiswertesten gelöst zu haben scheinen), aber ist BMW bisher nicht komplett 'schadfrei'?
Wenn dem so ist, dann ist es wohl eher eine Frage der Kosten - umso verwunderlicher, dass (fast?) alle anderen Premiummarken auch drin hängen...

dargo
2016-05-28, 09:38:25
Ich bin inzwischen völlig raus aus dem Thema (außer, dass ich weiß, dass die Italiener es am geschicktesten/preiswertesten gelöst zu haben scheinen), aber ist BMW bisher nicht komplett 'schadfrei'?

Nö, ab 24:00.
https://www.youtube.com/watch?v=rtClF0ztwxE

Der Renault Laguna setzt dem Ganzen natürlich die Krone auf.

Argo Zero
2016-05-28, 10:46:29
wobei 8l diesel heutzutage nichtmehr wenig sind. eher passend für einen suv. die meisten kombis fahren ja nochmals mit 2 l weniger herum.

Joa, mit nem kleineren SUV, wie Tugian brauchst sogar nur 6-7l. Normale Golfs bewegst zwischen 5-6l.

Korfox
2016-05-28, 11:10:16
Danke, dargo... ist irgendwie an mir vorbei gegangen.

8l Diesel waren noch nie wenig, wage ich zu behaupten.
Ich bewege meinen 25 Jahre alten Benziner zur Zeit zwischen 6,5 und 7,5 Litern (Meh, ist das schwer, das Langzeitmittel runter zu kriegen). Und Benziner verbrauchen ja bauartbedingt mehr.

BUG
2016-05-28, 11:14:27
Das geht im SUV problemlos auch mit Benzin (und ohne zusätzlichen Stecker).

http://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/49-Toyota/440-RAV_4.html?exactmodel=Hybrid&powerunit=2

*warum auch immer manche das Fahrzeug als Plug-In Hybrid im Sprintmonitor einstellen. :confused: Der neue RAV4 hat keinen Stecker bzw. extern aufladbare Batterie!

Gruß
BUG

derpinguin
2016-05-28, 11:36:07
Joa, mit nem kleineren SUV, wie Tugian brauchst sogar nur 6-7l. Normale Golfs bewegst zwischen 5-6l.
Das sind dann aber nur die, mit diesen Joghurtbechern als Zylinder.

der_roadrunner
2016-05-28, 12:01:03
Das sind dann aber nur die, mit diesen Joghurtbechern als Zylinder.

Und wie schon jemand schrieb bei moderaten Geschwindigkeiten. Tritt man aber mal richtig drauf, dann geht da auch deutlich mehr durch.

der roadrunner

BlacKi
2016-05-28, 12:40:10
Das geht im SUV problemlos auch mit Benzin (und ohne zusätzlichen Stecker).
trotzdem, es ist keine benziner, es sind hybridautos mit batterien.

BUG
2016-05-28, 13:13:38
trotzdem, es ist keine benziner, es sind hybridautos mit batterien.Der primäre Energieträger ist und bleibt aber Benzin / Kraftstoff, der Gesamtwirkungsgrad ist nur etwas höher daher der geringere Verbrauch.

Gruß
BUG

BlacKi
2016-05-28, 13:22:25
Der primäre Energieträger ist und bleibt aber Benzin / Kraftstoff, der Gesamtwirkungsgrad ist nur etwas höher daher der geringere Verbrauch.

Gruß
BUG
ist aber etwas unfair batterie benziner gegen stinknormale diesel ohne batterie zu vergleichen...

BUG
2016-05-28, 13:39:55
Hat doch eine (12 Volt) Batterie ;)

..einige Hersteller verkaufen einem das sogar als "Hybrid" da die Lichtmaschine nur beim bremsen die 12 Volt Batterie läd. Leider hat die Lobby ganze arbeit geleistet und den Fortschritt in Europa behindert (u.A. durch die begünstigte Diesel Steuer). Es steht jedem frei ein "anständigen" Hybrid Antrieb zu entwickeln (wäre vermutlich billiger gewesen als jedes Jahr paar Millionen in einen neuen Dieselantrieb), einige Hersteller haben es leider verschlafen und über Stickoxyde Grenzwerte müssten wir uns jetzt vermutlich auch nicht unterhalten. :redface:

Gruß
BUG

Commander Keen
2016-05-28, 15:51:14
Ich bin vorgestern ca. 5-6 km Überland und Stadt mit einem Auto Abstand hinter einem fetten Amischlitten hergefahren. Ich und mein Beifahrer hätten beinahe gekotzt, so hat das gestunken. Und das wie gesagt obwohl sogar ein Auto Abstand zwischen uns war.

Und da will dieses degenerierte Volk sich über die Stinkediesel mokieren? Lächerlich.

Morale
2016-05-28, 15:56:54
Ich bin vorgestern ca. 5-6 km Überland und Stadt mit einem Auto Abstand hinter einem fetten Amischlitten hergefahren. Ich und mein Beifahrer hätten beinahe gekotzt, so hat das gestunken. Und das wie gesagt obwohl sogar ein Auto Abstand zwischen uns war.

Und da will dieses degenerierte Volk sich über die Stinkediesel mokieren? Lächerlich.
Legst du 150kg weiber flach, weil die sind ja ned so schlimm wie 250kg? :D

Commander Keen
2016-05-28, 16:07:09
Legst du 150kg weiber flach, weil die sind ja ned so schlimm wie 250kg? :D

Ich wollte nur sagen wie heuchlerisch das Getue von den Amerikanern ist. Da geht es nur darum ein bischen Kohle abzugreifen und einen ausländischen Konkurrenten klein zu halten. Weder um die Umwelt noch um die Gesundheit.

Das sind jetzt natürlich keine echten Neuigkeiten, aber das Erlebnis von Vorgestern mit dem Amistinker hat diese Meinung zementiert. Das muß man wirklich mal erlebt haben.

derpinguin
2016-05-28, 16:12:24
Ich kann als Motorradfahrer auch nicht nachvollziehen, warum Diesel als so schlimm stinkend gehandelt werden. Für mich macht es keinen Unterschied hinter wem ich festhänge, für mich riecht da keiner schlimmer als der andere.

Morale
2016-05-28, 16:18:30
Ich wollte nur sagen wie heuchlerisch das Getue von den Amerikanern ist. Da geht es nur darum ein bischen Kohle abzugreifen und einen ausländischen Konkurrenten klein zu halten. Weder um die Umwelt noch um die Gesundheit.

Das sind jetzt natürlich keine echten Neuigkeiten, aber das Erlebnis von Vorgestern mit dem Amistinker hat diese Meinung zementiert. Das muß man wirklich mal erlebt haben.

Ach jetzt verstehe ich dich.
Nun ja, ich denke da geht es eher um falsche Versprechungen. Die Umwelt usw kümmert da drüben eh kaum einen.

Geächteter
2016-05-28, 16:18:40
Ich kann als Motorradfahrer auch nicht nachvollziehen, warum Diesel als so schlimm stinkend gehandelt werden. Für mich macht es keinen Unterschied hinter wem ich festhänge, für mich riecht da keiner schlimmer als der andere.
Naja, neue Diesel riechen schon richtig "stechend", gerade wenn man als Radfahrer hinten dranhängt. Meistens können Dieselfahrer auch kein Auto fahren, da bleibt der hohe Gang ständig drin und es wird voll draufgelatscht, selbst an Steigungen.
Da rußt es erstmal ne ganze Zeit, bis der Turbo genug Luft schaufelt. Bei den Benzinern riechen eigentlich nur alten Kisten mit ungeregelten Kats, die die unverbrannten Kohlenwasserstoffe nur so hinten raushauen.

derpinguin
2016-05-28, 16:23:13
Ich behaupte mal, dass man auf dem Motorrad mehr hinter Autos hängt als Fahrradfahrer. Für mein Empfinden geben sich aktuelle Fahrzeuge nichts, was die Abgase angeht. Nervig sind nur die Rußwolken bei den gechippten.

der_roadrunner
2016-05-28, 16:30:04
Ich bin vorgestern ca. 5-6 km Überland und Stadt mit einem Auto Abstand hinter einem fetten Amischlitten hergefahren. Ich und mein Beifahrer hätten beinahe gekotzt, so hat das gestunken. Und das wie gesagt obwohl sogar ein Auto Abstand zwischen uns war.

Und da will dieses degenerierte Volk sich über die Stinkediesel mokieren? Lächerlich.

Lass mich raten: Es war ein Oldtimer? :rolleyes:

Aktuelle amerikanische Autos riechen auch nicht anders als deutsche.

der roadrunner

derpinguin
2016-05-28, 16:31:21
Und alte US Fahrzeuge riechen nicht anders als alte deutsche.

der_roadrunner
2016-05-28, 16:33:52
Und alte US Fahrzeuge riechen nicht anders als alte deutsche.

So sieht's aus. ;)

der roadrunner

dargo
2016-05-28, 19:58:05
Öhm... euch ist schon klar, dass es hier um moderne Fahrzeuge, speziell Diesel geht? Nur weil man am Arsch des Vordermans nichts riecht heißt es noch lange nicht, dass dieses Fahrzeug sauber ist. Es gibt auch geruchsneutrale Gase.

derpinguin
2016-05-28, 19:59:28
Das bestreitet doch gar keiner.

BlacKi
2016-05-28, 20:16:48
Lass mich raten: Es war ein Oldtimer? :rolleyes:

Aktuelle amerikanische Autos riechen auch nicht anders als deutsche.

der roadrunner
ich finde schon das die abgase von autos unterschiedlich riechen. ein alter bmw riecht wirklich anders als ein alter opel. kann mir aber nicht wirklich erklären warum.

big_lebowski
2016-05-29, 11:40:12
Nervig sind nur die Rußwolken bei den gechippten.
Und ich habe mich schon gewundert, wieso ich so viele neuere Wagen mit massiver Rußentwicklung sehe.
______________________

Dobrindt's Lösung des Dieselproblems:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2747100/Dieselautos-Der-Trick-mit-dem-Grenzwert

Argo Zero
2016-05-29, 11:46:25
Das nennt sich Reinigung. Wenn das Auto selten getreten wird kommt der Dreck irgendwann gesammelt raus.

big_lebowski
2016-05-29, 11:54:13
Ah ok thx.
Ich dachte schon, die Dinger hätten alle einen Motorschaden. So schlimm sah das teilweise aus.

Nach Grenzwerten braucht man in dieser Reinigungsphase dann aber nicht fragen oder?:freak:

Argo Zero
2016-05-29, 11:58:24
Zwar bisschen Älter aber das Prinzip ist ja noch das Selbe:
http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/auto-verkehr/kurzstrecken-der-todfeind-des-diesel-partikelfilters-1838013.html

medi
2016-05-29, 11:59:47
Das ist doch dann sauberer Ruß!!!! :freak:

Btw.: Ich rieche auch ob das Auto ein Diesel oder Benziner ist und gerade kalte Diesel sind richtig übel. Ich bin allerdings auch irgendwie empfindlich was chemische Gerüche angeht ... in ner Parfümerie wird mir prinzipiell übel :freak:

der_roadrunner
2016-05-29, 12:16:54
ich finde schon das die abgase von autos unterschiedlich riechen. ein alter bmw riecht wirklich anders als ein alter opel. kann mir aber nicht wirklich erklären warum.

Kommt halt drauf an, wie gut die in Schuß und ob sie sauber eingestellt sind (Stichwort: Vergaser).

der roadrunner

Eco
2016-05-29, 12:41:00
Und ich habe mich schon gewundert, wieso ich so viele neuere Wagen mit massiver Rußentwicklung sehe.

Vielleicht waren es auch Benziner (Direkteinspritzer). Moderne Diesel mit (intaktem) DPF rußen i.d.R. so gut wie nicht, auch beim Reinigen nicht. Dabei werden die Partikel verbrannt und nicht einfach ausgestoßen. Zwar nicht restlos, aber der Rest ist eigentlich kaum sichtbar.

BlacKi
2016-05-29, 12:45:06
Vielleicht waren es auch Benziner (Direkteinspritzer). Moderne Diesel mit (intaktem) DPF rußen i.d.R. so gut wie nicht, auch beim Reinigen nicht. Dabei werden die Partikel verbrannt und nicht einfach ausgestoßen. Zwar nicht restlos, aber der Rest ist eigentlich kaum sichtbar.
nicht wie die alten, aber es kommt ruß raus und zwar sichtbar.

liegt aber nicht an der deaktivierten adblue reinigung, dagegen kann adblue nichts machen.

Kommt halt drauf an, wie gut die in Schuß und ob sie sauber eingestellt sind (Stichwort: Vergaser).

der roadrunner
ich meinte eher 80er 90er bmw 325 riecht komplett anders als ein opel oder vw. und zwar nicht nur anders sondern wiedererkennbar und zuordenbar. vl andere verbrennungstemperaturen oder mager vs fett eingestellt.

Eco
2016-05-29, 12:54:58
nicht wie die alten, aber es kommt ruß raus und zwar sichtbar.

Höchstens minimal. Meine bisherigen Dieselfahrzeuge waren am Auspuff bzw. Heckschürze auch nach diversen 10k km sauber. Ansonsten ist mir das bisher im Straßenverkehr auch nicht bei anderen Fahrzeugen aufgefallen.

Mein Astra hat allerdings bei der Reinigung gestunken wie doof und er fuhr wie mit Känguru-Benzin (beim BMW merk ich überhaupt nix von der Reinigung). Gerußt hat er aber auch bei der Reinigung nicht.

derpinguin
2016-05-29, 13:07:07
Ich kann auch keine Verrußung am Heck feststellen. Auch keine sichtbare Wolke.
Irgendwie überdramatisiert man das hier etwas.

Geächteter
2016-05-29, 14:49:46
Das nennt sich Reinigung. Wenn das Auto selten getreten wird kommt der Dreck irgendwann gesammelt raus.
Das hat mit Treten oder nicht, nix zu tun. Wer tritt, sammelt sogar noch schneller pro km mehr Ruß im Filter an und da nicht nach Füllzustand, sondern nach festen Zyklen gereinigt wird, kommt mehr raus. Da aber die Treter meist Autobahn fahren, fällt der Zyklus oft dort rein, bei Nichttretern dann oft lecker im Stadtverkehr.

Auch keine sichtbare Wolke.
Irgendwie überdramatisiert man das hier etwas.
Rußen tut jeder Diesel sichtbar kurzzeitig, wenn man von niedriger Last sofort auf volle Last wechselt. Sieht man immer, wenn die Leute zum Überholen ansetzen, da sieht man dann den Gasstoß.

derpinguin
2016-05-29, 15:10:09
Nö. Dann müsste man viel mehr Wolken auf der Autobahn sehen, bei der Menge an Dieselfahrzeugen.

Eco
2016-05-29, 15:30:23
Rußen tut jeder Diesel sichtbar kurzzeitig, wenn man von niedriger Last sofort auf volle Last wechselt. Sieht man immer, wenn die Leute zum Überholen ansetzen, da sieht man dann den Gasstoß.
Ohne Partikelfilter: ja. Sonst eher nicht. Wie gesagt, vielleicht hast Du ja einen Benziner gesehen. Oder keinen Ruß. Oder was defektes.

big_lebowski
2016-05-29, 15:34:30
Vielleicht waren es auch Benziner (Direkteinspritzer). Moderne Diesel mit (intaktem) DPF rußen i.d.R. so gut wie nicht, auch beim Reinigen nicht. Dabei werden die Partikel verbrannt und nicht einfach ausgestoßen. Zwar nicht restlos, aber der Rest ist eigentlich kaum sichtbar.

Nope, das waren schon Diesel. Aber wie gesagt: keine Ahnung woran es lag. Ich verlass mich da ganz auf Eure Meinung/Erfahrung. Könnten auch gechipte Karren gewesen sein, wie derpinguin schrieb.

n00b
2016-05-29, 15:44:23
Das hat mit Treten oder nicht, nix zu tun. Wer tritt, sammelt sogar noch schneller pro km mehr Ruß im Filter an und da nicht nach Füllzustand, sondern nach festen Zyklen gereinigt wird, kommt mehr raus. Da aber die Treter meist Autobahn fahren, fällt der Zyklus oft dort rein, bei Nichttretern dann oft lecker im Stadtverkehr.

Hmmm... Das mag früher vielleicht mal so gewesen sein aber alle einigermassen modernen Kisten überwachen den Füllgrad des DPF mittels des Abgas Differenzdrucks vor und nach dem Filter. Ist die Differenz zu hoch ist der Filter dicht und es muss regeneriert werden. Je nach System und Betriebszustand kann das dann ordentlich rauchen, selbst schon oft gesehen. OK, vielleicht nicht ganz so schlimm wie bei dem Peugeot da unten... ;D



9oulaV4sGxo

big_lebowski
2016-05-29, 15:49:18
Ach du Sch...;D
Das Ding könnte man ja auch als Nebelmaschine einsetzen.

medi
2016-05-29, 15:51:05
Nö. Dann müsste man viel mehr Wolken auf der Autobahn sehen, bei der Menge an Dieselfahrzeugen.

Mir ist das auch schon öfters aufgefallen. Letztens erst bei nem aktuellen Passat, der auf die Autobahn aufgefahren ist. Das ging paar hundert Meter schön schwarz und dann sah man nichts mehr. Mind. einmal im Monat fällt mir so einer immer auf.
Außnahme sind die Polen Teile, die rußen immer wie Sau.

Eco
2016-05-29, 15:52:24
Doppelpost.

Eco
2016-05-29, 15:53:01
http://youtu.be/9oulaV4sGxo
Sieht mir nach einem kerngesunden, modernen Diesel mit intakter Abgasreinigung aus. :freak:

BlacKi
2016-05-29, 16:37:52
Do you smoke? (https://www.youtube.com/watch?v=1yqY1fR5Z70)

n00b
2016-05-29, 16:39:26
Clean Diesel Technology :tongue:


Wird wohl der letzte Versuch sein den total zugesifften DPF mittels Peugeot Wartungssoftware nochmal zu retten, bevor man nen neuen reinmacht.

stav0815
2016-05-29, 16:50:21
Die Kennzeichen sagen ja schon viel aus. Ausserdem sind das ja Gen.1-A Filter. Die ersten, die es überhaupt gab.

Geächteter
2016-05-29, 18:25:27
Hmmm... Das mag früher vielleicht mal so gewesen sein aber alle einigermassen modernen Kisten überwachen den Füllgrad des DPF mittels des Abgas Differenzdrucks vor und nach dem Filter. Ist die Differenz zu hoch ist der Filter dicht und es muss regeneriert werden. Je nach System und Betriebszustand kann das dann ordentlich rauchen, selbst schon oft gesehen.
Okay, dann hat sich das doch wider aller Centfuchserei der Einkommensmillionärsmanagernieten in Nadelstreifen durchsetzen können.

FlashBFE
2016-05-29, 21:47:51
Hmmm... Das mag früher vielleicht mal so gewesen sein aber alle einigermassen modernen Kisten überwachen den Füllgrad des DPF mittels des Abgas Differenzdrucks vor und nach dem Filter. [...] OK, vielleicht nicht ganz so schlimm wie bei dem Peugeot da unten... ;D



http://youtu.be/9oulaV4sGxo
Die Kiste ist nicht mal einigermaßen modern, sondern schon die vorletzte Generation. Das war das erste Modell dieser Baureihe, was einen DPF hatte.

Sieht mir nach einem kerngesunden, modernen Diesel mit intakter Abgasreinigung aus. :freak:
Selbst bei dem alten Modell frage ich mich, was die da überhaupt mit dem armen Auto machen.

Wird wohl der letzte Versuch sein den total zugesifften DPF mittels Peugeot Wartungssoftware nochmal zu retten, bevor man nen neuen reinmacht. Das könnte zwar sein, aber in der Werkstatt können die sowas doch höchstens nur mit einer guten Absaugeinrichtung machen, die auch mit Kohlebriketts umgehen kann. :D Und dann frage ich mich, warum im Leerlauf? Da kommt die Kiste doch ewig nicht auf Temperatur.

BUG
2016-05-31, 22:18:46
http://www.merkur.de/politik/bayern-befuerchtet-diesel-fahrverbote-staedten-6446290.html

Die bayerische Staatsregierung befürchtet, dass Gerichte bald Fahrverbote gegen Diesel-Pkw in Städten erlassen könnten. Das geht aus dem Abschlussbericht einer Arbeitsgruppe „Dieseltechnologie und Schadstoffemissionen“ hervor, über den am Dienstag das bayerische Kabinett beraten wird...

In München werden die Stickstoff-Grenzwerte laut Umweltbundesamt seit Jahren überschritten. An der Messstation am Mittleren Ring wurden 2015 im Jahresschnitt 84 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen, erlaubt sind mit 40 Mikrogramm weniger als die Hälfte. Nach Erkenntnissen der Minister-Arbeitsgruppe ist der Individualverkehr mit 68 Prozent Hauptverursacher der NO2-Verschmutzung, 75 Prozent davon entstehen durch Diesel-Pkw. Wegen der Überschreitungen läuft ein EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland.


Gruß
BUG

derpinguin
2016-05-31, 22:27:20
Ich bin gespannt, was passiert, wenn man die Diesel ausgesperrt hat und die Grenzwerte trotzdem nicht eingehalten werden. Das gleiche haben wir ja schonmal mit den Feinstaub Grenzwerten durchexerziert.

F5.Nuh
2016-05-31, 23:17:11
Hoffe es kommt bald mal wieder eine 0% Finanzierung für junge gebrauchte... :freak:

Gab es wohl anscheinend für die 2 TDI Motoren... nur die habe ich verpasst... :freak::freak:

Commander Keen
2016-05-31, 23:29:05
Ich bin gespannt, was passiert, wenn man die Diesel ausgesperrt hat und die Grenzwerte trotzdem nicht eingehalten werden. Das gleiche haben wir ja schonmal mit den Feinstaub Grenzwerten durchexerziert.

Fuck it. Ich fahre seit Jahren ohne Umweltplakettenscheißdings - nie was gewesen. Ich handhabe das wie die GEZ: Solange ich nicht muß und ich mich drücken kann, mach ich den Schwachsinn auch nicht mit.

derpinguin
2016-05-31, 23:37:22
Am besten man sperrt die Menschen aus den Städten, dann gibts auch kein grenzwertproblem mehr.

Hamster
2016-06-01, 06:23:09
Am besten man sperrt die Menschen aus den Städten, dann gibts auch kein grenzwertproblem mehr.

Das wiederrum liese sich durch integrieren lösen.

Badum tss. :ugly:

Timbaloo
2016-06-01, 09:36:47
Um mal einen anderen Blick auf das Thema zu werfen...

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vw-abgasskandal/deutsche-umwelthilfe-bekommt-geld-von-toyota-14256098.html

BUG
2016-06-02, 18:10:20
Um mal einen anderen Blick auf das Thema zu werfen...

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vw-abgasskandal/deutsche-umwelthilfe-bekommt-geld-von-toyota-14256098.htmlJa kann man kann/könnte da auch eine Verschwörungstheorie hinein interpretieren, aber der genannte Hersteller stellt sich dabei ja selbst mit an den Pranger da er bis vor kurzem noch "eigene" Diesel Motoren in seinen Fahrzeugen verbaut hat und erst ab den Euro6 Motoren wird z.B. bei BMW eingekauft.

Das eigentliche Problem ist wohl eher hier zu suchen:

ARD PlusMinus Reportage (ca ~6 Minuten) http://www.ardmediathek.de/tv/Plusminus/Lasche-Abgasregeln-Wie-Autohersteller-/Das-Erste/Video?bcastId=432744&documentId=35722922

Abschalteinrichtungen sind beim Motor nur in Ausnahmen erlaubt. Nun stehen die Verfasser der EG-Verordnung vor einem Desaster. Die Ausnahme wurde zur Regel. "Plusminus" zeigt, wie es dazu kam und wie es weiter geht.


Gruß
BUG

Timbaloo
2016-06-02, 18:48:31
Ja kann man kann/könnte da auch eine Verschwörungstheorie hinein interpretieren
Dass die DUH eine interessante Spenderliste pflegt ist keine Verschwörungstheorie das ist belegte Realität.

Aber ich verstehe schon dass es schmerzt wenn einem dämmert, dass der Heiland gar kein Heiliger ist...

Du musst im übrigen ganz stark sein wenn demnächst rauskommt, dass deine geliebten Hybriden besonders von Zyklusoptimierungen profitiert haben.

Oder glaubst du ernsthaft, dass nur der böse Diesel "Dreck am Stecken" hat? ;D

big_lebowski
2016-06-02, 19:03:37
Ob gemauschelt wurde oder nicht, spielt für das Abgasproblem beim Diesel keine Rolle. Klar verursachen auch andere Techniken Dreck. Nur eben nicht so (exorbitant) hoch wie der Dieselmotor. Insbesondere beim Stadtverkehr wird es sehr deutlich.
Bei optimalen Betriebsbedingungen (Temperatur usw) kann sich so manch ein moderner Selbstzünder, ja einigermaßen den Grenzwerten annähern.
Das Problem ist jedoch, dass diese optimalen Bedingungen so gut wie nie gegeben sind.

mfg

BlacKi
2016-06-02, 19:36:50
.
Bei optimalen Betriebsbedingungen (Temperatur usw) kann sich so manch ein moderner Selbstzünder, ja einigermaßen den Grenzwerten annähern.
Das Problem ist jedoch, dass diese optimalen Bedingungen so gut wie nie gegeben sind.

mfg

nein, siehe LKW. diese gesetzeslücke, welche besagt das die abgasreinigung ausserkraft gesetzt werden darf um den motor zu schützen ist eine maßnahme um so wenig wie möglich adblue einspritzen zu müssen.

machbar ist es vermutlich zu 99% im kompletten jahr rund um die uhr. siehe LKW.

big_lebowski
2016-06-02, 19:59:29
nein, siehe LKW. diese gesetzeslücke, welche besagt das die abgasreinigung ausserkraft gesetzt werden darf um den motor zu schützen ist eine maßnahme um so wenig wie möglich adblue einspritzen zu müssen.

machbar ist es vermutlich zu 99% im kompletten jahr rund um die uhr. siehe LKW.

Ich bezog mich auf den status quo. Im Moment ist es eben so, wie ich schrieb.
Die Hersteller haben diese reduzierte Einspritzung ja nicht ohne Grund implementiert.
QCPHlncWhXA
Etwa 7% Harnstoff im Vergleich zum Dieselsprit müsste eingespritzt werden. Tatsächlich wird teilweise nur ein halbes Prozent eingespritzt. Die Gründe dürften klar sein:
- Die Karren wären nicht mehr so attraktiv für die Kunden (Mehrkosten).
- Größere Harnstofftanks wären nötig. Beim LKW kein Problem. Beim PKW vielleicht problematisch.
- Der Kunde müsste evtl. häufig mit dieser Plörre rumhantieren.:biggrin:

EDIT: Hier mal ein Artikel zum "ach so problemlosen" Nachfüllen von Adblue:

http://www.auto-motor-und-sport.de/news/adblue-nachfuellen-scr-kat-diesel-abgas-10946132.html

Dieselfahrer, die für ihr Auto mit SCR-Kat unterwegs AdBlue nachtanken wollen, müssen sich auf ein Geduldsspiel einstellen.
...An AdBlue-Zapfsäulen dürfen Pkw allerdings meist nicht betankt werden, da fast alle den Lkw vorbehalten sind. Aber auch in Kanistern und Flaschen verkaufen nicht alle Tankstellen das Harnstoff-Wasser-Gemisch.
...Als die Redaktion endlich das Mittel erstehen konnte, entpuppte sich das Nachtanken jedoch als ausgesprochen schwierig. Bei einem Testwagen, einem Peugeot 308 SW, liegt der Nachfüllstutzen versteckt im Kofferraum. Zunächst muss das Gepäck ausgeräumt, die Abdeckplatte mit Ersatzrad und Werkzeug entfernt und der Stutzen gefunden werden.

BUG
2016-06-02, 20:37:36
Dass die DUH eine interessante Spenderliste pflegt ist keine Verschwörungstheorie das ist belegte Realität.

Aber ich verstehe schon dass es schmerzt wenn einem dämmert, dass der Heiland gar kein Heiliger ist...Bin mir nicht sicher ob ich darauf eingehen soll, aber ein Heiliger ist der Hersteller sicherlich nicht.

Du musst im übrigen ganz stark sein wenn demnächst rauskommt, dass deine geliebten Hybriden besonders von Zyklusoptimierungen profitiert haben.Da kann ich dich beruhigen, dem ist nicht so. Das trifft vielleicht auf viele Plug-In Hybride zu, der Hybrid Antrieb (HSD/LSD) aus dem Toyota Konzern ist aber sehr "ehrlich" was Verbrauch und Emissionen angeht. Ich kann dich jetzt mit vielen Details langweilen, aber ich glaube, dass ist vergebene Mühe da es viele einfach nicht interessiert.

Oder glaubst du ernsthaft, dass nur der böse Diesel "Dreck am Stecken" hat?Überwiegend ja, die Direkt-einspritz Benziner wird möglicherweise die nächste Sau sein, die durch das Dorf getrieben wird und hier hat Toyota auch einige im Programm.

Edit: Und ich finde Toyota setz mit Wasserstoff Antrieb auf das falsche Pferd solang es keine effiziente Möglichkeit gibt diesen ohne (immense) Wandlungsverluste herzustellen.

Gruß
BUG

Frank
2016-06-02, 23:09:15
Dass die DUH eine interessante Spenderliste pflegt ist keine Verschwörungstheorie das ist belegte Realität. Sicherlich nicht unbedingt ein Verein mit der weißesten Weste aber ich frage mich, was das am eigentlichen Inhalt ändert? Nichts. Die Probleme bleiben die selben. Dass die Kritik nun auch zu der Seite übergeht, die diese Probleme benennen, spricht wohl für sich.
Du musst im übrigen ganz stark sein wenn demnächst rauskommt, dass deine geliebten Hybriden besonders von Zyklusoptimierungen profitiert haben.Möchte ich nicht ausschließen aber meine letzten Testfahrten sprechen da auch eher dagegen. Die letzte Stadtrunde zeigte dann 3.6l auf 100km. Das ist schon recht überzeugend für einen Kombi.

AlfredENeumann
2016-06-03, 01:46:44
Soll er ja auch nicht, sondern lediglich eine brauchbare Alternative zum Diesel bieten.

Plug-In Hybride sind vermutlich der konsequente Weg.


Ein Plug-In vereint das schlechteste aus beiden Welten.
Mir fällt kein Szenario ein wo ein Plug-In insgesamt einen Sinn ergibt ausser die CO2 Bilanz beim Hersteller schönzurechnen.

big_lebowski
2016-06-03, 15:23:24
Am besten man sperrt die Menschen aus den Städten, dann gibts auch kein grenzwertproblem mehr.

Dann übernehmen aber die Pinguine die Herrschaft über die Welt.:eek: NPO (New Penguin Order) incoming:D
https://s14-eu5.ixquick.com/cgi-bin/serveimage?url=https%3A%2F%2Fthebluedawg.files.wordpress.com%2F2013%2F04%2Ftinfo il.jpg&sp=824afa50dc42ad93bce81325435d9848

BUG
2016-06-04, 13:51:00
Ein Plug-In vereint das schlechteste aus beiden Welten. Mir fällt kein Szenario ein wo ein Plug-In insgesamt einen Sinn ergibt ausser die CO2 Bilanz beim Hersteller schönzurechnen.Soweit würde ich jetzt nicht gehen, auch die Plug-In Fahrzeuge haben wenn das Strecken Profil passt und in weiten Teilen die Ladeinfrastrucktur noch fehlt einen kleinen Vorteil. Auch hilft es die Akku Technologie Massenmark tauglich zu machen und um Erfahrungen zu sammeln (für einen kurzen Übergang zum BEV). Aber das kommt auch auf das Hybrid Konzept an, eine Q7 E-Tron oder Panamera e-Hybrid zählt meiner Meinung nach nicht dazu.

Der Plug-In Prius zeigt, dass es auch funktionieren kann (ohne nennenswerten Mehrverbrauch wenn der Akku mal leer ist). Der BMW 225xe und Mitsubishi Outlander PHEV sind imho auch sehr interessante Plug-In Fahrzeuge in ihrer jeweiligen Fahrzeugklasse.

Wenn man diese Sinnlose CO2 Regel beim Prüfzyklus noch abschaffen würde, bzw. die Fahrzeuge in einem zweiten Lauf ungeladen testen würde wäre auch eine gewisse Transparenz vorhanden. Dennoch werden diese Fahrzeuge gerade im Stadt verkehr einen sehr hohen Elektro Anteil erreichen also genau da, wo die Grenzwerte dauernd überschritten und zum Problem werden.

Ein weiteres Problem der Plug-In Fahrzeuge könnte das hier werden: http://www.welt.de/motor/news/article155785271/Technik-erklaert-E-Auto-und-Plug-in-Hybrid.html

Umweltschützer kritisieren die Förderung der Plug-in-Hybriden vor diesem Hintergrund, weil sie die Bequemlichkeit der Besitzer fürchten. Sparen diese sich nämlich das regelmäßige Anschließen an die Steckdose, verpufft der gewünschte Klimaeffekt. Kein unwahrscheinliches Szenario, bedenkt man, dass viele Dienstwagennutzer ihren Sprit nicht selbst zahlen müssen.


Im Prinzip sehe ich das ähnlich wie hier erwähnt: Interview mit Matthias Rabe, Entwicklungsvorstand bei Seat, zur Zukunft der Marke www.nzz.ch/mobilitaet/auto-mobil/zukunft...berbewertet-ld.86340

Back to Topic: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/opel-diesel-aehnliche-software-strategie-wie-volkswagen-a-1095710.html

Opel: ...in den meisten anderen Fahrsituationen, die so beim Abgastest nicht vorkommen, ist die Abgasreinigung drastisch reduziert. "Der Wagen stößt deutlich mehr giftige Stickoxide aus", sagt Domke...

Mechatronik-Professor Markus Ledermann von der Hochschule Esslingen kommt ebenfalls zu dem Schluss, dass die Opel-Ingenieure mehr daran interessiert waren, den Abgastest zu bestehen als saubere Autos für den Straßenverkehr zu entwickeln. Die vollständige Abgasnachbehandlung werde von Opel "möglichst oft abgeschaltet und möglichst selten wieder angeschaltet", sagte Ledermann dem SPIEGEL...

Das einzig erkennbare Kriterium für das Herunterfahren der Abgasreinigung sei, ob dieser Betriebszustand im NEFZ vorkommen kann, sagte Ledermann dem SPIEGEL. Die Abschaltkriterien seien "nur dadurch zu verstehen, dass es darum geht, bei allen nicht NEFZ-relevanten Zuständen abzuschalten".



Gruß
BUG

BUG
2016-06-27, 18:08:27
http://www.zeit.de/mobilitaet/2016-06/diesel-abgase-umweltbundesamt-messprogramm-schafstoffausstoss

Ein eigenes Messsystem und Tests unter realen Bedingungen, damit will das Amt Druck auf Umweltsünder machen. Dieselfahrzeugen droht zudem das Aus in Innenstädten... Das Umweltbundesamt (UBA) bringt sein eigenes Messprogramm für den Schadstoffausstoß von Dieselfahrzeugen voran.

Für die Zulassung eines Autos entscheidend ist das Ergebnis von Tests unter Laborbedingungen. Zuständig in Deutschland ist das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Ab September 2017 sind nach Vorgaben der EU Tests unter realen Fahrbedingungen vorgeschrieben.

UBA-Präsidentin Maria Krautzberger sagte dem Rechercheverbund, in den hoch belasteten Innenstädten würden Diesel-Fahrzeuge "sicher keine Zukunft" haben. "Ich bin erleichtert, dass diese Botschaft zumindest in Teilen der Autoindustrie endlich anzukommen scheint." Vor wenigen Tagen hatte Volkswagenchef Matthias Müller die Dieseltechnologie offen in Frage gestellt. Er zweifle daran, dass sein Unternehmen "noch viel Geld für die Weiterentwicklung des Diesels in die Hand nehmen" werde, sagte Müller.



Edit: Partikel Filter für Direkteinspritzer-Benziner: http://www.motor-talk.de/news/vw-gewoehnt-dem-tsi-das-rauchen-ab-t5736265.html

Auf der Hauptversammlung in der vergangenen Woche hat Volkswagen angekündigt, ab Mitte 2017 Direkteinspritzer-Benziner mit einem Partikelfilter auszurüsten. Damit will der Konzern künftigen Abgas-Gesetzgebungen gerecht werden.


Gruß
BUG

darkcrawler
2016-06-27, 21:35:32
Bitte aktuelle Daten, keine 10 Jahre alten. Das alte Benziner diesbezüglich schlechter abschneiden ist klar. Ich rede von heutigen Benzinern, also alles ab ungefähr Bj. 2013. Und da sieht man, das Benziner vs. Diesels wirkungsgradtechnisch kein Unterschied da ist.

Der Diesel hat im Bestpunkt einen höheren Wirkungsgrad, ja. Nur offenbar (nimmt man Real-World-Daten von Spritmonitor) kann er diesen Vorteil nicht ausspielen.

Richtig ist, das Diesel- und Ottokraftstoff einen sehr ähnlichen spezifischen Brennwert (der wird auf die Masse bezogen) haben, aber eine unterschiedliche Dichte (hiervon kommen die 12%).

Ich habe kein Problem damit, das ein Diesel günstiger zu bewegen ist, aber man soll bitte die Fakten akzeptieren und nicht einen Wirkungsgradvorteil konstruieren wo keiner mehr ist.

Grüße,
Zeph
Mein 1000€ 99er Octavia Kombi ist mit 4.3 l zu bewegen, vorher 98er Octavia mit 7.3l Benzin :cool:
Rekordtankung 40,6l für 986 km (nur Landstraße ) -> 4.1l

Für sone alte karre find ich das mehr als beachlich was vw da für motoren gezaubert hat, zumal die in einem motorleben auch mal doppelt so weit rennen, als ein benziner

Haarmann
2016-06-28, 07:02:15
darkcrawler

Dreckige Motoren?
Was da hinten eben rauskommt, will man eben eigentlich nicht mehr sehen - und das nicht nur zwischen opelschen 20-30 Grad.

Der alte Corolla Magermix war auch toll - ohne Kat. Nur für die Norm zu dreckig.

Zudem macht ein Prius das Überland auch mit 4l und weniger (wenn, man ihn fahren kann) - und damit meine ich den ersten Prius fürs "Ausland". Ein Tank reichte einmal auch für 1400km... das ist bei 50l ganz nett - das Ganze in Benzin und ohne Dreck.

Der ist auch praktisch so alt...

VW will offenbar weg vom Diesel - endlich.

darkcrawler
2016-06-28, 11:41:48
das Ganze in Benzin und ohne Dreck.

Der ist auch praktisch so alt...

VW will offenbar weg vom Diesel - endlich.

Wie kommen so viele darauf, dass ein Benziner "hinten" kein "Dreck" produziert

Afaik funktioniert Suizid in der geschlossenen Garage mit einem Benziner sogar bessee

derpinguin
2016-06-28, 11:44:33
Weil die öffentliche Meinung eben den Diesel als Dreckproduzent gelabelt hat und Benziner sauber sind.

darkcrawler
2016-06-28, 11:57:13
Weil die öffentliche Meinung eben den Diesel als Dreckproduzent gelabelt hat und Benziner sauber sind.

Japp dieselfahrer sind Mörder :P

BlacKi
2016-06-28, 12:04:20
Mein 1000€ 99er Octavia Kombi ist mit 4.3 l zu bewegen, vorher 98er Octavia mit 7.3l Benzin :cool:
Rekordtankung 40,6l für 986 km (nur Landstraße ) -> 4.1l

Für sone alte karre find ich das mehr als beachlich was vw da für motoren gezaubert hat, zumal die in einem motorleben auch mal doppelt so weit rennen, als ein benziner
was den geldbeutel angeht, bleibt ein diesel selbst mit adblue immernoch immens billiger. aber die ausstoßbilanz liegt gleichauf mit dem benziner, und manch einzelne werte liegen weit darüber.

Haarmann
2016-06-28, 13:58:12
Wie kommen so viele darauf, dass ein Benziner "hinten" kein "Dreck" produziert

Afaik funktioniert Suizid in der geschlossenen Garage mit einem Benziner sogar bessee

Natürlich funktionierte das sehr gut - der Mensch vergiftet sich dabei mit Kohlenmonoxid. Kohlenmonoxid entsteht zB zwingend und beabsichtigt, wenn man zu fett fährt - etwas, was ein Diesel nicht macht - der fährt gerne mager bis sehr mager. Für den geregelten KAT wurde aber genau das gemacht - man fährt zu fett - sonst funktionierte der KAT nicht.

Mit einem Carina Magermix wirst Du aber echte Probleme kriegen Dich so umzubringen - auch ohne KAT. Gerüchteweise halten einige Benziner auch ohne KAT ältere Euro Normen noch ein, für Benziner, für Diesel ohnehin, auf dem Prüfstand - ich betone - auf dem Prüfstand.

Das Konzept 3-wege KAT ist nicht optimal für den Verbrauch, aber es hielt die Abgaswerte recht günstig ein. Ein Magermix mit NOX Reinigung, wie beim Diesel nötig, krankt an den gleichen Problemen... nur den Russ kennt der dann nicht.

Ich mag die kleinen Turbodownsizedreckeimer auch nicht... aber unterm Strich sind das eben auch nur fremdgeschmierte Diesel mit ner Kerze im Brennraum... dazu laufens noch überfettet - das kann nie gut gehen.

derpinguin

Könnte an den schwarzen Schwaden liegen, die von Fahrzeugen ohne DPF entweichen... und am Gestank. Oder einfach an den unterschiedlichen Normen und dem Beschiss mit der Abgasreinigung ... auch einige Benziner schalten bei hoher Last die KATs aus. Eisheilige sind die dann auch nimmer...

Man kann gut und gerne nen soliden Benziner, Sauger versteht sich also, von 1995 nehmen und der erfüllt mit etwas Software und entsprechend nem neuwetigen KAT bereits Euro6.
Und jetzt versuch das mal mit nem Diesel aus der Zeit...

Man kann aber auch nen Benziner zur Drecksau machen... haben einige Konzerne ja hinbekommen.

Geächteter
2016-06-28, 13:59:24
Weil die öffentliche Meinung eben den Diesel als Dreckproduzent gelabelt hat und Benziner sauber sind.
Können labeln wie sie wollen, wenn die Leute die astronomischen Preise von Super und speziell Super+ sehen, dann wirds Diesel. Nur da lässt sich für die meisten noch unbeschwert auf der AB reintreten, ohne dass man am Ende des Monat knapsen muss. Da müsste die Murkseltante erst mal die Besteuerung ändern, Diesel höher, Benzin niederiger als jetzt. Sprit ist in Deutschland einfach sauteuer und Mobilität zwingend notwenig für Jobs. Gleichzeitig Nettolöhne eher mau, Mieten auf Abzockrekordniveau, da bleibt nicht viel über.

medi
2016-06-28, 14:13:28
Solange Sonntags Morgen zum Brötchen holen zum 1km weit entfernten Bäcker das Auto gestartet wird kann der Sprit in Deutschland gar nicht zu teuer sein - wenn man bedenkt was so ein kalter Motor an Sprit durch die Leitung saugt.

derpinguin
2016-06-28, 14:29:42
Ich weiß ja nicht bei welchem Bäcker du so abhängst, hier siehst du sonntags morgens nur muddis mit Fahrrad beim Bäcker.

][immy
2016-06-28, 14:52:22
Mein 1000€ 99er Octavia Kombi ist mit 4.3 l zu bewegen, vorher 98er Octavia mit 7.3l Benzin :cool:
Rekordtankung 40,6l für 986 km (nur Landstraße ) -> 4.1l

Für sone alte karre find ich das mehr als beachlich was vw da für motoren gezaubert hat, zumal die in einem motorleben auch mal doppelt so weit rennen, als ein benziner
Also bei nur 80 km/h oder 100km/h könnte mein neuer Corsa (Diesel) das unterbieten. Da ich meist (Autobahn) zwischen 110-150 fahre, liege ich in etwa bei 3,8-4,3 Liter. Ginge noch niedriger wenn auf meiner Arbeitsstrecke nicht ständig neue Baustellen entstehen würden (sind mindestens immer 3 mit entsprechenden Staus).

Ich bin schon recht erstaunt wie wenig der neue jetzt verbraucht. Mein vorheriger (ebenfalls Diesel) lag auf der gleichen strecke zwischen 6-7L. Wenn ich konstant 80-100 gefahren bin konnte ich den Verbrauch auch auf 5L drücken, dank der ganzen Baustellen war das aber nicht mehr möglich.

Aber ja, man wundert sich doch in den letzten Jahren was da denn so passiert ist mit dem Verbrauch. Erst gab es die magische "3" auf die man hingearbeitet hat (bei konstanten 50km/h würde ich die laut bordcomputer unterbieten können) und dann plötzlich ging der Verbrauch wieder in nach oben.
Ein vergleich zwischen einem alten Golf und dem aktuellen hat gezeigt, das bei gleicher Fahrweise der alte immer noch weniger verbraucht. Der hatte allerdings auch nicht all diese Comfort-Funktionen.

@derpinguin
Das mit dem Bäcker kenne ich auch. Ich laufe dahin und werde von den Nachbarn überholt die mit dem Auto die 300m hinter sich bringen.

Das wirklich große Problem bei Diesel-Fahrzeugen ist aber nach wie vor, das die Fahrzeuge, die ständig fahren (Busse, LKW, ...) die laschesten Vorschriften haben. Was hat sich nicht alles getan bei PKW-Diesel in den letzten Jahren, bei den größeren Motoren gab es aber kaum initiativen der Hersteller die Probleme mal anzugehen und den Ausstoß zu reduzieren.
Was ein Bus am Tag für ein Dreck in die Luft schleudert, schaffen die normalen PKWs nicht, die einmal kurz irgendwo hin fahren und dann dort über Stunden stehen.
Klar, im Öko vergleich gewinnt der Bus gegen x PKWs die ansonsten verwendet worden wären, aber der Bus ist leider nicht so viel besser, nicht so viel besser wie er mit besserer Technik sein könnte.
Elektro- oder Hybrid-Busse könnten schon eine ganze Menge ausmachen.

Sven77
2016-06-28, 15:00:55
[immy;11082406']Das wirklich große Problem bei Diesel-Fahrzeugen ist aber nach wie vor, das die Fahrzeuge, die ständig fahren (Busse, LKW, ...) die laschesten Vorschriften haben. Was hat sich nicht alles getan bei PKW-Diesel in den letzten Jahren, bei den größeren Motoren gab es aber kaum initiativen der Hersteller die Probleme mal anzugehen und den Ausstoß zu reduzieren.
Was ein Bus am Tag für ein Dreck in die Luft schleudert, schaffen die normalen PKWs nicht, die einmal kurz irgendwo hin fahren und dann dort über Stunden stehen.

Äh wat :ugly: wenn die PKWs den selben strengen Auflagen unterliegen würden wie Busse und LKWs dann gäbe es keinerlei Probleme

[dzp]Viper
2016-06-28, 15:09:09
[immy;11082406']Das wirklich große Problem bei Diesel-Fahrzeugen ist aber nach wie vor, das die Fahrzeuge, die ständig fahren (Busse, LKW, ...) die laschesten Vorschriften haben. Was hat sich nicht alles getan bei PKW-Diesel in den letzten Jahren, bei den größeren Motoren gab es aber kaum initiativen der Hersteller die Probleme mal anzugehen und den Ausstoß zu reduzieren.
Was ein Bus am Tag für ein Dreck in die Luft schleudert, schaffen die normalen PKWs nicht, die einmal kurz irgendwo hin fahren und dann dort über Stunden stehen.
w00t? :ulol:
http://www.taz.de/!5244618/

][immy
2016-06-28, 16:17:08
Äh wat :ugly: wenn die PKWs den selben strengen Auflagen unterliegen würden wie Busse und LKWs dann gäbe es keinerlei Probleme
ich sage nicht keinerlei Probleme. Aber diese Fahrzeuge schleudern den ganzen Tag etwas in die Luft. Hier lohnt sich die Einsparung am ehesten als bei den PKWs die so oder so nur 2 mal am Tag bewegt werden. Ist erst mal der effizienteste und einfachste Weg viel einzusparen.
seit wann haben busse und LWS strenge vorgaben? Allein bei den leerfahrten, die sie zwangsweise haben sind sie unter aller sau.
Ein 15 Liter verbrauchender dicker SUV oder etwas in dieser Richtung ist natürlich auch eine drecksschleuder, wird aber nicht ansatzweise so häufig bewegt.

Sven77
2016-06-28, 16:24:52
Also hier in der Stadt sind viele Busse inzwischen Hybride, LKWs dürfen nur für Anlieferungen durchfahren und ein moderner LKW säubert die Luft an schlimmen Tagen eher als das er sie verpestet (in Hinsicht auf Stickoxide).

medi
2016-06-28, 16:50:20
Ich weiß ja nicht bei welchem Bäcker du so abhängst, hier siehst du sonntags morgens nur muddis mit Fahrrad beim Bäcker.

Dann freu dich. Hier wird mit dem X3, Passat & Co vorgefahren .... natürlich alles Diesel. Da lacht die Lunge!

bleipumpe
2016-06-28, 17:02:35
Was bei uns morgens am WoEnde aus dem angrenzenden Wohngebiet bei Fleischer, Bäcker & Co steht - Wahnsinn. Teilweise sind das keine 500m. Da komme ich mir mit meinem Fahrrad schon fast als Exot vor. Meiner Meinung nach ist das aber auch der "Kostenloskultur" durch Dienstwagen und Tankkarte geschuldet.

][immy
2016-06-28, 17:34:55
Also hier in der Stadt sind viele Busse inzwischen Hybride, LKWs dürfen nur für Anlieferungen durchfahren und ein moderner LKW säubert die Luft an schlimmen Tagen eher als das er sie verpestet (in Hinsicht auf Stickoxide).
wo wohnst du?
Also hier im Ruhrgebiet hab ich noch keinen Hybrid-Bus gesehen, und auch keinen LKW der irgendwie neu wäre. Und hier gibt es ne ganze Menge davon.

Eisenoxid
2016-06-28, 17:42:40
[immy;11082485']
Ein 15 Liter verbrauchender dicker SUV oder etwas in dieser Richtung ist natürlich auch eine drecksschleuder, wird aber nicht ansatzweise so häufig bewegt.

Leute, bringt bitte mal nicht alles durcheinander was hinten aus dem Auspuff rauskommt :freak:

CO2 --> Endprodukt der Verbrennung von KWs (neben Wasser); korreliert mit dem Verbauch; lokal recht unproblematisch
CO --> entsteht bei etwas zu fetter Verbrennung; lokal problematisch ---> wird durch einen (warmen) Kat zu CO2 hochoxidiert
NOX --> entsteht bei hohen Brennraumtemperaturen (mageres Gemisch); lokal problematisch --> Kat, Harnstoffeinspritzung
Feinstaub --> entsteht bei unvollständiger/unsauberer Verbrennung; lokal problematisch --> Partikelfilter

Wenn ein Auto/Bus/LKW viel Sprit verbraucht, kommt zwar viel CO2 hinten raus, aber das heist nicht notwendigerweise, dass auch viele gesundheitsschädliche Nebenprodukte entstehen. Ein dicker Benzin-SUV kann durchaus "sauberer" sein, als ein Diesel-Kleinwagen.

Bei Bussen/LKWs ist die Abgasreinigung unproblematischer, da diese 1. quasi nie auf Kurzstrecken (also v.A. kalt) bewegt werden und 2. Gewicht/Platz/Preis für die Reinigungssysteme eine kleinere Rolle spielt.

Sven77
2016-06-28, 18:19:24
[immy;11082571']wo wohnst du?


In der Stadt in Deutschland mit der schlechtesten Luft

darkcrawler
2016-06-28, 19:28:34
In der Stadt in Deutschland mit der schlechtesten Luft

Sag bloß die tollen bunten klebchen haben nix gebracht :eek:

big_lebowski
2016-06-28, 21:16:07
Jetzt kommt's ganz dick:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/abgasaffaere-volkswagen-erwarten-mehr-als-20-milliarden-dollar-kosten-a-1100174.html

Philipus II
2016-06-28, 21:30:05
Ach eigentlich nicht. Dass es in den USA teuer wird war ja klar. Die europäischen Kunden bekommen exakt nichts außer Verschlimmbesserungen am Fahrzeug. Nur weil Politiker und Verbraucherschützer kulante Entschädigungen fordern heißt das ja nichts. Vor Gericht hatte VW in Europa bisher überwiegend Erfolge zu vermelden. Man wird die europäischen Kunden daher als Kunden zweiter oder dritter Klasse behandeln (können). In Deutschland hat VW zudem weiterhin enorme politische Unterstützung. Man wird wohl eher bei 20 als bei 25 Milliarden Gesamtkosten landen. Das ist ein Rückschlag von 1-2 Jahren, mehr nicht.

Man sollte jetzt eventuell die Fertigung in den USA überdenken. Möglicherweise lässt sich in Mexiko günstiger fertigen und man erhält mehr politische Unterstützung.

bleipumpe
2016-06-28, 21:31:46
Als Nicht-US Kunden kann man sich jetzt nur noch als völlig deklassiert vorkommen. Mir ist klar, dass diese Situation den unterschiedlichen Gesetzen und Grenzwerten geschuldet ist aber der psychologische Effekt ist nicht zu unterschätzen.
Abgesehen davon muss das jetzt verlorene Geld irgendwie wieder hereingeholt werde. Das läßt für das eh schon nicht gerade berühmte Kulanzverhalten von VW gegenüber Privatkunden nichts Gutes erahnen.

Philipus II
2016-06-28, 21:43:29
Die öffentliche Debatte in Deutschland dreht sich aber jetzt weniger um VW als um den Diesel. Wer ein sauberes Auto möchte sollte daher wohl keinen Diesel kaufen. Faktisch überzeugt die Kunden aber schlicht der niedrigere Spritpreis. Die Umwelt ist da schlussendlich gar nicht so wichtig. Wäre der Partikelfilter nicht Pflicht würde ihn die Mehrheit der Käufer nicht auf die Ausstattungsliste packen. Regulatorische Eingriffe betreffen hingegen auch die Diesel-Konkurrenz. Stadt-Fahrverbote für alte "Stinker" sind dann sogar eine Absatzchance...

Geächteter
2016-06-29, 12:08:46
Das läßt für das eh schon nicht gerade berühmte Kulanzverhalten von VW gegenüber Privatkunden nichts Gutes erahnen.
Das lässt vor allem nichts Gutes für die Langzeitqualität der Bauteile erahnen, denn eins ist klar, die Kohle muss wieder reingeholt werden, die Preise kann man nicht beliebig erhöhen und an den Lohnkosten bei der kompletten VW-Besatzung hat sich auch nix getan, da wird wie in der Vergangenheit mit der Kohle um sich geschmissen. Wird interessant.

Zergra
2016-06-29, 12:24:22
Sag bloß die tollen bunten klebchen haben nix gebracht :eek:

xD ist doch nichts neues, die werden auch nie was bringen :freak:

Knobina
2016-06-29, 12:37:22
Das lässt vor allem nichts Gutes für die Langzeitqualität der Bauteile erahnen, denn eins ist klar, die Kohle muss wieder reingeholt werden, die Preise kann man nicht beliebig erhöhen und an den Lohnkosten bei der kompletten VW-Besatzung hat sich auch nix getan, da wird wie in der Vergangenheit mit der Kohle um sich geschmissen. Wird interessant.
Trotzdem werden die "Isch bin Deutscher und will ein deutsches Auto" Autokäufer nicht aussterben und sich von VW weiter abzocken lassen.

Geächteter
2016-06-29, 12:52:21
Trotzdem werden die "Isch bin Deutscher und will ein deutsches Auto" Autokäufer nicht aussterben und sich von VW weiter abzocken lassen.
Ist wohl auch besser so, denn wenn VW nahe dem Bankrott ist, wäre das sehr schlecht für die deutsche Wirtschaft.

Backbone
2016-06-29, 12:56:01
In Deutschland ist das irgendwie was schlimmes, in Frankreich aber völlig normal. 😜

Knobina
2016-06-29, 13:23:17
Ist wohl auch besser so, denn wenn VW nahe dem Bankrott ist, wäre das sehr schlecht für die deutsche Wirtschaft.
Gesprochen wie ein Pressesprecher!:biggrin::wink:
In Deutschland ist das irgendwie was schlimmes, in Frankreich aber völlig normal. 😜
Die Franzosen machen in ihrem Land einige Dinge, die in Deutschland angeblich die öffentliche Ordnung und Wirtschaft zusammenberechen lassen würden. Seltsamerweise gibt es das Land immer noch... Wie machen die das nur?:confused:;D

derpinguin
2016-06-29, 13:38:57
Trotzdem werden die "Isch bin Deutscher und will ein deutsches Auto" Autokäufer nicht aussterben und sich von VW weiter abzocken lassen.
Und es ist besser, wenn sie sich von einer nicht deutschen Firma abzocken lassen? Du glaubst doch nicht, dass die anderen Hersteller weniger Gewinnspanne auf ihren Produkten haben. Überleben müssen die auch.

Knobina
2016-06-29, 14:40:32
Und es ist besser, wenn sie sich von einer nicht deutschen Firma abzocken lassen? Du glaubst doch nicht, dass die anderen Hersteller weniger Gewinnspanne auf ihren Produkten haben. Überleben müssen die auch.
Ich bezog mich auf die Strafen die VW zahlen muss, die dann (zwangsweise) auf die Kunden abgewälzt werden. Man kann sich in diesem Fall Hersteller aussuchen, die weniger mit solchen Praktiken auffallen. Ist natürlich immer ein Risikospiel, kann ja immer wieder was hoch kommen.

bleipumpe
2016-06-29, 15:07:21
Das lässt vor allem nichts Gutes für die Langzeitqualität der Bauteile erahnen, denn eins ist klar, die Kohle muss wieder reingeholt werden, die Preise kann man nicht beliebig erhöhen und an den Lohnkosten bei der kompletten VW-Besatzung hat sich auch nix getan, da wird wie in der Vergangenheit mit der Kohle um sich geschmissen. Wird interessant.
Stimmt, die Zulieferer werden das Ausbaden müssen. Kenne Leute, die müssen immer mit den VW Einkäufern verhandeln. Bis zum ersten Mal waren die auch immer Pro-VW eingestellt.
Eines steht aber in jedem Fall fest: beim nächsten Familienauto setze ich mich durch.... :conf:


Die Franzosen machen in ihrem Land einige Dinge, die in Deutschland angeblich die öffentliche Ordnung und Wirtschaft zusammenberechen lassen würden. Seltsamerweise gibt es das Land immer noch... Wie machen die das nur?:confused:;D
Naja, wenn man mal hinter die Fassade schaut, sieht der Wirtschaftstandort und Sozialstaat FRankreich auch nicht mehr ganz so schön aus. Auf Dauer geht das bei denen auch nicht so weiter wie gehabt. Da können die Gewerkschaften noch so rumlamentieren.

darkcrawler
2016-06-30, 12:34:34
Trotzdem werden die "Isch bin Deutscher und will ein deutsches Auto" Autokäufer nicht aussterben und sich von VW weiter abzocken lassen.

Wieso, kauft man eben Skoda :cool: :rolleyes:

Oder ist Peugeot Samariter (klingt eigentlich einleuchtend so hässlich wie viele Franzosen sind, kann man die nur verschenken)

big_lebowski
2016-07-06, 19:05:51
Hat mich doch etwas überrascht:
http://www.stern.de/wirtschaft/news/vw-skandal--dobrindt-fordert-kein-bussgeld-vom-volkswagen-konzern-6934716.html

Dank einer Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums kommt die VW AG um Bußgelder herum, obwohl der Konzern in über zwei Millionen in Deutschland verkauften Autos verbotene Schummelsoftware eingebaut hat.
...
Bußgelder seien aus Sicht des Ministeriums "entbehrlich“, teilte die von Alexander Dobrindt (CSU) geführte Behörde auf eine Anfrage des stern mit.


Die Welt schreibt außerdem:
Autobauer dürfen weiter tricksen

Nach Informationen der "Welt" darf die Automobilindustrie in Europa weiter mit umstrittenen Methoden die Abgasreinigungssysteme ihrer Fahrzeuge so ausrüsten, dass eine Überschreitung der Schadstoffgrenzwerte in vielen Fällen gerechtfertigt ist. Die Bundesregierung ist auf EU-Ebene im ersten Anlauf mit ihrem Vorstoß gescheitert, den Artikel der EU-Verordnung, die den sogenannten Bauteilschutz festschreibt, neu zu formulieren.

http://www.welt.de/wirtschaft/article156844249/VW-muss-kein-Bussgeld-wegen-Schummel-Software-zahlen.html

Haarmann
2016-07-09, 05:51:31
Die machen nun Tests auf der Strasse und lassen die Ergebnisse auch Hinz und Kunz wissen...

Und es kam wie es kommen musste - Diesel sind die grösseren Mehrschlucker, denn Benziner... da hilft auch Tricksen nix.

Das wahre Debakel ist daher der NEFZ ...

VW könnte ja da nachziehen...

Heelix01
2016-07-09, 06:53:42
Was hier immer geredet wird.
Kunden interessiert am Ende nur, was ist am Ende günstiger.
Würde ich nen Diesel fahren wenn es nicht einfach deutlichst billiger wäre ihn zu bewegen? Kommt drauf an, es wäre mir egal ob Benzin oder Diesel bei gleichen Kosten.

20cent pro Liter bei weniger Verbrauch ist aber für jemanden wie mich der viel fahren muss ein nicht zu schlagendes Argument! Da darf er gerne auch NOx Grenzwerte pulverisieren. ( zumal das lokale Probleme sind)

Argo Zero
2016-07-09, 08:03:51
Seit Mai habe ich 11.200km abgespult mit einem Diesel. Bei etwa 5,6l Dieselverbrauch (GolF 1.6 TDI). Ein Benziner würde in der Leistungsklasse (110PS) eher 8l verbrauchen bei selber Fahrweise und hinzu kommen die Mehrkosten für Super Benzin. Überschlagen wären das knapp 60% höhere Kosten.
Glaube da muss man nicht lange überlegen.

Hamster
2016-07-09, 09:25:23
Bin vor rund 1,5 Jahren von einem Benziner auf einen Diesel umgestiegen.
Obwohl ähnliche LeistungsklSse, haben sich meine Kraftstoffkodten halbiert.
Dabei fahre ich noch nichtmla das verbrauchsgünstigste Fahrzeug.

Da mein Geld endlichist, entscheidet nunmal der Geldbeutel mit.
Dabei mag ich Diesel nicht besonders.

Gäbe es Alternativen, hätte ich auch zu diesen gegriffen.

Argo Zero
2016-07-09, 09:59:39
Frage mich was besser ist für die Umwelt. 200l mehr Benzin in die Unwelt zu verbrennen (an meinem Beispiel für 2 Monate) oder eben weniger Diesel.
Auf der Autobahn sollte es auch nicht unbedingt super schädlich für den Menschen sein.

Korfox
2016-07-09, 10:56:58
Seit Mai habe ich 11.200km abgespult mit einem Diesel. Bei etwa 5,6l Dieselverbrauch (GolF 1.6 TDI). Ein Benziner würde in der Leistungsklasse (110PS) eher 8l verbrauchen bei selber Fahrweise und hinzu kommen die Mehrkosten für Super Benzin. Überschlagen wären das knapp 60% höhere Kosten.
Glaube da muss man nicht lange überlegen.
Ich fahre 50tkm/Jahr in einem 25 Jahre alten Benziner, der 122PS im Schein stehen hat... bei 6,5-6,8 Liter...

Argo Zero
2016-07-09, 11:19:44
Wenn der das bei 170 km/h auf der Bahn braucht, Respekt :)

big_lebowski
2016-07-09, 11:52:22
Die machen nun Tests auf der Strasse und lassen die Ergebnisse auch Hinz und Kunz wissen...

Und es kam wie es kommen musste - Diesel sind die grösseren Mehrschlucker, denn Benziner... da hilft auch Tricksen nix.

Das wahre Debakel ist daher der NEFZ ...

VW könnte ja da nachziehen...

Die eigentliche Nachricht ist doch, dass VW kein Bußgeld zahlen muss wegen des Abgasskandals.
Ich hatte zwar erwartet, dass es wesentlich geringer ausfällt als allgemein gedacht aber dass es keins gibt, hat selbst mich überrascht.
Komischerweise hört man in den Medien nicht viel zu dem Thema.

Morale
2016-07-09, 12:22:57
Frage mich was besser ist für die Umwelt. 200l mehr Benzin in die Unwelt zu verbrennen (an meinem Beispiel für 2 Monate) oder eben weniger Diesel.
Auf der Autobahn sollte es auch nicht unbedingt super schädlich für den Menschen sein.
Erdgas. Bioerdgas ist ca vom Preis gleichauf. Das Fahrzeug wird etwas weniger verbrauchen. Weniger Steuer. Dafür etwas mehr Anschaffung.
Man braucht halt nur ne tanke. Reichweite 450km plus reserve.

Aber bei deinen km hast du ja hoffentlich einen firmenwagen ;)

Argo Zero
2016-07-09, 12:37:47
Erdgas wäre eine Möglichkeit. Aber die Kisten stehen nicht gerade herum beim Autohaus. Sind da an bestimmte Bezugskriterien gebunden unserer Kunden (eine Hand wäscht die andere und so).
So viele Kilometer fährt kein Mensch freiwillig privat bzw. ich bin auch mal froh, wenn das in ein paar Jahren nachlässt mit der Fahrer, weil es nicht mehr sein muss. Aber bis dahin muss noch bissel gearbeitet werden.

Morale
2016-07-09, 12:54:48
Mir langen schon meine 2x40km am Tag ;)
War früher Monteur und hatte da auch so Tage wo man 250km gefahren ist. Ne danke :wink:

Hab hier einen Haufen Erdgastanken und fahre so ökologisch wie ein E-Auto mit Ökostrom!
Spritkosten unter dem von Diesel.
Meinen "Pampersbomber" B200 bewege ich im Schnitt mit 4,50 kg.

Frank
2016-07-09, 13:16:18
20cent pro Liter bei weniger Verbrauch ist aber für jemanden wie mich der viel fahren muss ein nicht zu schlagendes Argument! Da darf er gerne auch NOx Grenzwerte pulverisieren. ( zumal das lokale Probleme sind)

Überschlagen wären das knapp 60% höhere Kosten.
Glaube da muss man nicht lange überlegen.

Da mein Geld endlichist, entscheidet nunmal der Geldbeutel mit.
Dabei mag ich Diesel nicht besonders.

... Es geht halt wie immer nur ums Geld. Sehr kurzsichtig.

Philipus II
2016-07-09, 13:25:08
Natürlich. benzin BEsteuerung halbieren und der Diesel ist tot. Unabhängig von irgendwelchen Abgasproblemen.

Argo Zero
2016-07-09, 13:28:19
Könnte unseren Mitarbeitern ja erzählen, dass wir ab jetzt das Gehalt halbieren, damit wir uns alle Elektroautos leisten können :D
Glaube die stecken mich in den Bau.

Haarmann
2016-07-09, 13:33:53
Argo Zero

6l Benzin und 160 PS...

big_lebowski

http://www.blick.ch/auto/news_n_trends/auto-umweltliste-mit-sommer-update-die-neue-e-klasse-ueberzeugt-id5236859.html

Ich denke die Grafik spricht Bände...

Neue Norm - mehr Dreck für Diesel?

Wie das?

big_lebowski
2016-07-09, 13:35:39
... Es geht halt wie immer nur ums Geld. Sehr kurzsichtig.

So sieht es aus. Wobei ich in diesem Fall sagen würde, dass uns dies noch teuer zu stehen kommen wird. Und das meine ich durchaus auch monetär. Stichwort: Arbeitsplätze, erhöhte Gesundheitsausgaben, Erdöl als Rohstoff immer teurer usw. Und das steht uns nicht erst in ferner Zukunft bevor, sondern mittelfristig.
Die viel wichtigeren Nachteile wurden bereits zur Genüge genannt.

Argo Zero
2016-07-09, 13:37:23
Warun muss jetzt jeder seinen Benzinverbrauch kund tun ;)
Bei meiner Fahrweise gehen knapp 6l Diesel durch bei freier Bahn. Das wird kein Benziner schaffen...
In der 200PS Turbo-Benziner Klasse schaffe ich es nie unter 9l zu kommen im Langzeitschnitt.

big_lebowski
2016-07-09, 13:51:45
.

big_lebowski

http://www.blick.ch/auto/news_n_trends/auto-umweltliste-mit-sommer-update-die-neue-e-klasse-ueberzeugt-id5236859.html

Ich denke die Grafik spricht Bände...

Neue Norm - mehr Dreck für Diesel?

Wie das?

Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich das jetzt verstanden habe. Ich sehe aber anhand deines Links, dass es durchaus positive Entwicklungen gegeben hat. Und das ist löblich.
Ich frage mich aber trotzdem, ob in diesen Realwerten, auch die Fälle berücksichtigt werden, wo eine Abschaltung der Abgasreinigung wegen des Schutzes des Motors erfolgt.
Ich denke mal darauf bezieht sich auch der "Die Welt"-Artikel. Kann natürlich sein, dass die auch daneben liegen.

Philipus II
2016-07-09, 14:27:04
So sieht es aus. Wobei ich in diesem Fall sagen würde, dass uns dies noch teuer zu stehen kommen wird. Und das meine ich durchaus auch monetär. Stichwort: Arbeitsplätze, erhöhte Gesundheitsausgaben, Erdöl als Rohstoff immer teurer usw. Und das steht uns nicht erst in ferner Zukunft bevor, sondern mittelfristig.

- Erdöl wird teurer? Dann kann man ja immernoch umsteigen. Solange das Öl so billig ist kann ma nauch mit Öl fahren. Ich denke so ab 200 USD pro Barrel Rohöl rechnen sich Elektroautos. Alternativ kann man auch einfach heute über einen Ölfonds Öl kaufen und sich damit den Ölpreis weitgehend sichern - so wie ich das gemacht habe. Ob der Ölpreis bei 30 oder bei 150 USD pro Barrel liegt ist aufgrund meines Investments und Konsumprofils eher egal.
- Arbeitsplätze? Ich sehe nicht inwiefern der Diesel Arbeitsplätze vernichtet. Die Wartung und Herstellung des Fahrzeugs ist aufwändiger, sollte also eher Arbeitsplätze sichern.
- Gesundheitsausgaben? Könnten leicht höher liegen, aber das ist schwer zu quantifizeiren. Zudem zahlt man ja nicht 1:1 für die Schäden des eigenen Diesel-Fahrzeugs, sondern pauschal über die Krankenversicherungsbeiträge und die Steuer auf Dieselkraftstoff. Der Krankenversicherungsbeitrag hängt weder heute noch in Zukunft nennenswert von der eigenen Fahrzeugwahl ab.
- Ein Liter Diesel entspricht rund 10 KWh und kostet im Zwei-Jahres-Mittel unter 1,20. Die gleiche Energie in Form von Strom kostet rund 2,90 Euro. Selbst bei doppelter Effizienz des Antriebs durch Strom (was nach Batterie und Wandlungsverlusten nicht mal so schlecht ist) gewinnt der Diesel. Mit Strompreisen im Bereich 14 Cent, wie sie in anderne europäischen Ländern üblich sind, wären Elektrofahrzeuge mittelfristig deutlich attraktiver. Unser Strompreis kennt aber nur eine Richtung.
- Der Gesetzgeber ist bisher der Meinung, dass es besser ist, Diesel zu verbrennen als Benzin. Sogar Strom wird mit Stromsteuer und EEG-Umlage pro KWh fast doppelt so hoch (8,2 Cent aber ohne Konzessionsabgabe) besteuert wie Diesel (4,7 Cent). Wie komt man dann nur auf die Idee, bei den deutschen Strompreisen Elektro-Fahrzeuge zu kaufen? Einen Besteuerungsunterschied von 50 Prozent Verbrauchssteuer muss man erst mal durch das mehr an Effizienz ausgleichen. Es lohnt sich nicht einmal für Schiffe im Hafen, Strom vom Land zu beziehen. Wir heizen mit Öl und Gas, nicht mit Strom. Und dann wollen manche den teuren Strom ausgerechnet für Batterie-betriebene Mobilität nutzen?

Mit den aktuellen Rahmenbedingungen ist der Diesel für Fahrer mit mittlerem und teilweise hohem Kilometerpensum die wirtschaftlich beste Lösung. Daran ändert auch der Abgasskandal bisher nichts. Elektrofahrzeuge sind nur in kleinen Nischen eine wirtschaftliche Lösung und ansonsten nur für überzeugte Ökos. Ohne massive Änderung der Besteuerung oder anderer Rahmenbedingungen kann sich das auch nicht ändern.

Unsere Auto-Konzerne betrieben jetzt das gewünschte Green-Washing und zeigen etwas Engagement für das E-Auto. Der Marktanteil wird in den nächsten 10 Jahren symbolisch bleiben und man sollte alle Investments eigentlich direkt als Marketingaufwand buchen.

big_lebowski
2016-07-09, 15:12:52
@Philipus:
Grundsätzlich:
Es ging hier um das Verhalten der Autokäufer im Allgemeinen. Sprich: ich kauf mir das Auto, das für mich momentan am günstigsten ist. Das was Frank eben imo zu Recht auch moniert. Da ist der Diesel nicht zwangsweise günstiger.;)
Gelegenheitsfahrer kommen mit nem Benziner immernoch günstiger weg.

- Thema Erdöl: Ich schrieb "mittelfristig". Erdöl wird btw nicht nur als Sprit verfeuert. Verdammt viele Produkte werden mit Erdöl hergestellt. Wird der Rohstoff in Zukunft rarer, werden diese Produkte (und das Öl auch) teurer. Und das wird sich verschärfen, wenn ein großer Teil des Öls weiterhin in Sprit umgewandelt wird.
Und: Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass die Fördermengen auf diesem hohen Niveau bleiben.;)

-Arbeitsplätze: ja. Wenn manche Länder den Umstieg auf alternative Antriebe - wegen des falschen Konsumentenverhaltens - verpennen.

-Gesundheitsausgaben: ja. Schonmal in einer Großstadt wie Stuggi, in der Innenstadt/Hauptverkehrsstraße das Fenster aufgemacht? :biggrin:
Bei immer höherem Verkehrsaufkommen und einem Beharren auf die Verbrenner, könnten die Gesundheitskosten schon zunehmen.
(das jetzt weiter auszuführen würde den Rahmen sprengen). Das tuen sie ja jetzt schon.

Abschließend: Du sprichst dauernd von der Momentanlage (Strom, Gesetzeslage, EEG). In ein paar Jahren kann und wird sich so viel ändern, dass man zwangsweise umdenken muss.
Das war es übrigens, was ich anfangs auch deutlich geschrieben habe. Momentan "hot" und in Zukunft höchstwahrscheinlich "not".

Korfox
2016-07-09, 15:17:21
Wenn der das bei 170 km/h auf der Bahn braucht, Respekt :)
Hattest ja keine Geschwindigkeit genannt :).
Bei 170 bin ich dann bei deinen kolportierten 8-9 Litern.
Ich fahre durchaus bewusst sparsam (6,0-6,2 dürfte absolute Untergrenze sein bei dem Motor) und kümmere mich nicht um die 5 Minuten, die ich pro Strecke auf dem Weg von/zur Arbeit verliere. Dafür fahre ich dann hohe Kurvengeschwindigkeiten (wer bremst verbraucht :)).

Haarmann
2016-07-09, 16:46:41
Argo Zero

Meine Frau fährt nen Mini Cooper S mit etwas Tuning und tiefer etc... aber uralt. Handelsübliche Schaltung mit 6 Gängen.

Damit erreicht Sie immer unter 6.5l...

Dann musste Sie noch in den "sparsam fahren" Kurs als Neulenkerin und kriegte auch so ne "200PS" Turboscheisskarre dafür.
Fährt se wie im Mini, dann bist auch etwa bei 9l ... totale Dreckskarre - die PS sind irgendwo auf ner Weide liegengeblieben, die Kiste musst stetig in nen lärmend tiefen Gang schalten, ... und säuft wien Loch. Ausser beim NEFZ...

Das Diesel und Turbobenziner beim NEFZ bevorzugt werden ist im Prinzip ursächlich fürs Dieselgate - man hat den vorgegebenen Flottenverbrauch nur so reduzieren können - nur verbraucht die Flotte nicht weniger, denn zuvor - aber lässt jede Menge Dreck raus.

big_lebowski

Ich sehe wenig Fortschritte... der Benziner seit 20 Jahren um die 11mg/km ... der Diesel darf in Zukunft nur noch das 15-fache rausblasen - störend imo - das nur.
Es ist unterm Strich nach wie vor ne Dreckschleuder.

Und dann werden Diesel ja auch noch subventioniert... das ergibt wirklich keinen Sinn.

Unterm Strich ist das Eingeständnis, dass Diesel ab 2017 mehr Stickoxide rauslassen dürfen, denn man jeweils ab 2014 bewarb, eifach ne riesige Verarschung der Bürger durch die Hohlköpfe der Politik.

big_lebowski
2016-07-09, 18:01:10
@Haarmann:
Jepp, sehe ich ähnlich. Ich wollte nur der Fairness halber auch die wenigen "Lichtblicke" nicht verschweigen.
Das mit dem Diesel leuchtet mir übrigens auch nicht ein.
Sprich: das Ding wird um so rentabler, je mehr man damit fährt (und um so mehr Abgase man in die Atmosphäre bläst).

Zone
2016-07-09, 19:42:26
Seit Mai habe ich 11.200km abgespult mit einem Diesel. Bei etwa 5,6l Dieselverbrauch (GolF 1.6 TDI). Ein Benziner würde in der Leistungsklasse (110PS) eher 8l verbrauchen bei selber Fahrweise und hinzu kommen die Mehrkosten für Super Benzin. Überschlagen wären das knapp 60% höhere Kosten.
Glaube da muss man nicht lange überlegen.
Meine Karre ist ein 2.0 Turbobenziner in der Golf- und 200PS-Klasse, km-Stand nach 2 Jahren bei 60.000. Habe 6,8l Super-Verbrauch im Durchschnitt bei etwa 120-140km/h, hauptsächlich AB, Fahrweise gleichmäßig mit Sprints z.B. beim Überholen oder wenn ich Bock drauf hab. Fahrstil ist vorausschauend und Einsatz Motorbremse dafür eher hohe Kurvengeschwindigkeiten - soweit einsehbar.

Mein Bestwert war mal 4,8l (~95km/h) nach gefahrenen 100km, selbe Strecke der beschissenste Wert 11,9l (>200km/h) - im Durchschnitt die erwähnten 6,8l. Hängt alles von der Fahrweise ab, ich fahre zügig aber mit ökonomischer Orientierung wie bereits oben erwähnt.

Wegen deinem Beispiel Golf: Hier sind der 2.0 TDI 150PS und 1.4 TSI 140 PS fast ebenbürtig was die Kosten angeht, bei anderen Herstellern "gewinnt" eher der Diesel:
http://www.autobild.de/bilder/benziner-gegen-diesel-teil-1-4540555.html#bild13
Kompletter Artikel ist nur gegen Bezahlung zu haben, deswegen die Verlinkung der Bilderstrecke.

BlacKi
2016-07-09, 20:08:15
Meine Karre ist ein 2.0 Turbobenziner in der Golf- und 200PS-Klasse, km-Stand nach 2 Jahren bei 60.000. Habe 6,8l Super-Verbrauch im Durchschnitt bei etwa 120-140km/h
schau dir die häufikeitsverteilung an. was du persönlich fährst interessiert leider nicht.

http://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/50-Volkswagen/452-Golf.html?fueltype=2&constyear_s=2010&power_s=170&power_e=230&powerunit=2 8-10l

http://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/50-Volkswagen/452-Golf.html?fueltype=1&constyear_s=2010&power_s=170&power_e=230&powerunit=2 6-7l

selbst bei gleich teurem sprit würde man noch ne menge sparen. das der diesel günstiger besteuert wird ändert nichts daran das ein diesel eben wirtschaftlicher ist.

Eisenoxid
2016-07-09, 22:23:25
Meine Frau fährt nen Mini Cooper S mit etwas Tuning und tiefer etc... aber uralt. Handelsübliche Schaltung mit 6 Gängen.
Damit erreicht Sie immer unter 6.5l...

Dann musste Sie noch in den "sparsam fahren" Kurs als Neulenkerin und kriegte auch so ne "200PS" Turboscheisskarre dafür.

Der Cooper S ist doch auch aufgeladen :confused:
Die älteren halt mit Kompressor --> braucht tendenziell noch mehr Sprit als Turbo.

schau dir die häufikeitsverteilung an. was du persönlich fährst interessiert leider nicht.

http://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/50-Volkswagen/452-Golf.html?fueltype=2&constyear_s=2010&power_s=170&power_e=230&powerunit=2 8-10l

http://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/50-Volkswagen/452-Golf.html?fueltype=1&constyear_s=2010&power_s=170&power_e=230&powerunit=2 6-7l

selbst bei gleich teurem sprit würde man noch ne menge sparen. das der diesel günstiger besteuert wird ändert nichts daran das ein diesel eben wirtschaftlicher ist.
Höhere Anschaffungs- und Wartungskosten, sowie Kfz-Steuer beim Diesel nicht vergessen.

Der geringere Verbrauch in Litern ist auch logisch. Diesel hat eine um ~13% höhere Energiedichte (auf das Volumen bezogen) und die Motoren haben einen leicht höheren Wirkungsgrad. Insb. bei Teillast, da keine Drosselverluste.
Bei der Kostenrechnung muss man aber schon alle Kosten berücksichtigen.

Hamster
2016-07-10, 12:03:52
... Es geht halt wie immer nur ums Geld. Sehr kurzsichtig.

Ich sehe da die Politik und die Industrie in der Pflicht für Alternativen zu sorgen. Ist ja nicht so, dass ich dafür nicht offen wäre.
Aber leider muss ich, wie wohl die meisten hier, das für mich wirtschaftlichste und zusagendste aus dem zur Verfügung stehenden Angebot heraussuchen.


Argo Zero

Meine Frau fährt nen Mini Cooper S mit etwas Tuning und tiefer etc... aber uralt. Handelsübliche Schaltung mit 6 Gängen.

Damit erreicht Sie immer unter 6.5l...


Wie geht das? Ist doch ein R53, oder?
Ich fahren den JCW bei 11-12 L Super+.
Selbst bei sparsamster Fahrweise (also quasis kaum über Leerlaufdrehzahl...) ist es schwer den Wagen mit ner 8 als erste Zahl zu bewegen.
Ist die schweizer Luft soviel besser?

Eco
2016-07-10, 12:10:55
Wenn er schreibt, uralt, ist womöglich der Original-Mini gemeint. :O

Edit: Wobei, 6 Gänge... Eher nicht.

darkcrawler
2016-07-10, 12:17:43
Ich fahre 50tkm/Jahr in einem 25 Jahre alten Benziner, der 122PS im Schein stehen hat... bei 6,5-6,8 Liter...


Nicht schlecht, aber überleg mal, das ein Diesel das mit 2L weniger kann:wink:, bei 50tkm bestimmt 1000€ unterschied von reinen spritkosten

Korfox
2016-07-10, 13:07:16
Einen Diesel kriege ich auf die Strecke ziemlich sicher nicht auf 4.5 Liter. Da muss ich mir nichts vormachen.
Aber ja: Seit ich so weite Wege fahre denke ich durchaus immer wieder über Diesel nach - zumal da keine Umweltzone dazwischen hängt. Ich denke aber eher, dass ich die aktuelle Kiste tot fahre, bevor ich uminvestiere. Ich gebe zwar eher weniger als 2k€ für ein Auto aus, aber bei den Kilometern halten die halt auch entsprechend nicht ewig.

Haarmann
2016-07-10, 13:35:33
Eisenoxid

http://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/30-Mini/615-Mini_Cooper_S.html?fueltype=2&constyear_s=2001&constyear_e=2005&power_s=160&power_e=230&gearing=1&powerunit=2

Verglichen mit diesen Leuten ist meine Frau ein Sparwunder...
Die Verdichtung der Kiste ist nebenher noch ganz normal mit 8.3:1.
Das ist Heute halt einfach anders und hat, wie so Vieles, auch Folgen.

Das Problem der neuen Kisten ist aber - Du kannst so gar nimmer fahren! Der 200PS "Testwagen" starb den Hügel rauf einfach ab, wenn man nicht runterschaltete... dagegen kannst nix tun.

Da stelle mindestens ich mir die Frage, weswegen dem so ist. Irgendwo fehlen da die angeblichen Pferde... wenn sowas passiert.

Ich gehe davon aus, dass heutige PKWs alleine fürs laufenlassen des Motors eben mehr Energie benötigen, denn ein trivialer, uralter, 8 Ventil Sauger. Und das säuft eben auch... aber wie wir wissen darf man beim NEFZ dabei schummeln ohne Ende und den Verbrauch quasi der geladenen Batterie aufhalsen... das geht Real dann nicht mehr. Wer mal versuchte nen Diesel mit nem Booster anzulassen wird mich verstehen. Verglichen mit meinem MX-5 steckt schon im Mini nen Monster von Batterie.

Hamster

Ist ein R53 - mit normalen 17 Zoll 205 irgendwelchezahlen Reifen drauf. Jetzt sogar wieder mit Servolenkung unter Strom... im Winter warens aber die 16er Felgen ... ist jetzt nicht ein Sparwunder, aber erstaunlich konstant mit den um die 6.5 - 1000nde km.

Gute Frage obs die Luft ist oder euer gepanschter Sprit dran schuld ist... oder noch nen Literchen bei den Reifen?
Luftdruck? Also er hat geänderte Parameter für paar Pferdchen mehr... aber viel sparen wird das nicht. Gefahren wird richtiges Benzin in 95 Oktan.
Zusätzlich wurde das Fahrwerk exakt eingestellt und die Reifen zeigen auch keine "Sägezähne" mehr.

Hier wird natürlich nicht mit 180 auf der Bahn gefahren - weils erstens nicht geht und zweitens nicht erlaubt ist.

zappenduster
2016-07-10, 16:14:20
Ich sehe da die Politik und die Industrie in der Pflicht für Alternativen zu sorgen. Ist ja nicht so, dass ich dafür nicht offen wäre.
Aber leider muss ich, wie wohl die meisten hier, das für mich wirtschaftlichste und zusagendste aus dem zur Verfügung stehenden Angebot heraussuchen.




Wie geht das? Ist doch ein R53, oder?
Ich fahren den JCW bei 11-12 L Super+.
Selbst bei sparsamster Fahrweise (also quasis kaum über Leerlaufdrehzahl...) ist es schwer den Wagen mit ner 8 als erste Zahl zu bewegen.
Ist die schweizer Luft soviel besser?
Sehe ich genauso normale Fahrweise 10 Liter sparsam 8 Liter Mini r53 bei mir

Argo Zero
2016-07-10, 17:32:28
@Hamster

Den R53 JCW bin ich nie unter 12l gefahren. Der Kompressor war sehr durstig :D

Meine Karre ist ein 2.0 Turbobenziner in der Golf- und 200PS-Klasse, km-Stand nach 2 Jahren bei 60.000. Habe 6,8l Super-Verbrauch im Durchschnitt bei etwa 120-140km/h, hauptsächlich AB, Fahrweise gleichmäßig mit Sprints z.B. beim Überholen oder wenn ich Bock drauf hab. Fahrstil ist vorausschauend und Einsatz Motorbremse dafür eher hohe Kurvengeschwindigkeiten - soweit einsehbar.

Mein Bestwert war mal 4,8l (~95km/h) nach gefahrenen 100km, selbe Strecke der beschissenste Wert 11,9l (>200km/h) - im Durchschnitt die erwähnten 6,8l. Hängt alles von der Fahrweise ab, ich fahre zügig aber mit ökonomischer Orientierung wie bereits oben erwähnt.

Wegen deinem Beispiel Golf: Hier sind der 2.0 TDI 150PS und 1.4 TSI 140 PS fast ebenbürtig was die Kosten angeht, bei anderen Herstellern "gewinnt" eher der Diesel:
http://www.autobild.de/bilder/benziner-gegen-diesel-teil-1-4540555.html#bild13
Kompletter Artikel ist nur gegen Bezahlung zu haben, deswegen die Verlinkung der Bilderstrecke.

Danke für den Link. Die Mehrkosten habe ich allerdings schon selbst ausgerchnet.
Im Jahr macht das pro Fahrzeug bei uns mindestens 2.500 Euro aus gegenüber dem Benziner. Das sind etwa vier Leasingraten.

Frank
2016-07-10, 17:42:34
- Gesundheitsausgaben? Könnten leicht höher liegen, aber das ist schwer zu quantifizeiren. Zudem zahlt man ja nicht 1:1 für die Schäden des eigenen Diesel-Fahrzeugs, sondern pauschal über die Krankenversicherungsbeiträge und die Steuer auf Dieselkraftstoff. Der Krankenversicherungsbeitrag hängt weder heute noch in Zukunft nennenswert von der eigenen Fahrzeugwahl ab.
So lange man dies mit der nötigen Distanz betrachten kann, ist dies sicherlich schnell hingeschrieben. Aber wenn es dann um konkrete Schicksale geht, wird es sicher weniger "lustig". Die typischen Zivilisationskrankheiten kommen schließlich nicht aus dem Nichts und Statistik war schon immer ein Arschloch. :(

Heelix01
2016-07-10, 18:02:47
Wobei die Beweiskette der Auswirkungen von Abgasen auf Krankheiten, vorrangig Krebs, nicht lückenlos ist.
Es gibt einfach zu viele Bedingungen, DNA, alle anderen Lebensbegleitenden Faktoren (vor allem Lebensmittelindustrie, Rauchen, feinstaub etc. ... )

Wie schon mehrfach gesagt wurde, NOx Belastungen vom PKW Diesel sind ein relativ lokales Problem. Global ist Diesel im PKW Bereich weit nicht so bedeutend.

Der Staat könnte Diesel in Tagen einfach durch Steuer Änderungen komplett unattraktiv machen, gibt aber keine Notwendigkeit. Im Gegenzug könnte man die Pendlerpauschale auf Hin und Rückweg ausdehnen, so würde jeder Profitieren und nicht nur die die schlauer weise einen Diesel fahren.
Mehr als eine Pendler Subvention ist Diesel ja quasi nicht.

big_lebowski
2016-07-10, 18:26:00
Mehr als eine Pendler Subvention ist Diesel ja quasi nicht.

Das kam erst später. Anfangs wollte man die Unternehmen/Berufskraftfahrer damit entlasten.

Bezüglich Krankheiten. Es muss ja nicht direkt immer die schlimmste Krankheit sein. Auch solche Sachen wie Allergien nehmen zu.

Klar ein einziges Auto (egal ob Diesel oder Benzin) wird kaum für sowas verantwortlich sein. Die Masse macht es aber.
inb4 "dann sollen die sich eben eine Wohnung außerhalb der Innenstadt suchen"

Frank
2016-07-10, 22:00:53
Zusammenhänge zwischen Feinstaub und Krebs? Wer meint es wäre streitbar ... naja.

Aber wie big_lebowski schreibt, müssen wir ja nicht gleich das schlimmste annehmen. Zitat Wikipedia zu Stickoxiden: "Nitrose Gase haben einen charakteristischen stechenden Geruch und können mit Verzögerung von mehr als 24 Stunden (Latenzzeit) nach dem Einatmen noch zu einem Lungenödem führen. Bei Männern kann zudem Impotenz bei häufigerem Einatmen als Spätfolge eintreten."
Ein Blick in eine typisch boomende (überlastete) IVF Klinik sollte reichen, um vielleicht da mal den Zusammenhang zu erkennen? Ja natürlich gibt es auch da weitere Faktoren aber irgendwann wird es halt lächerlich, solche Verbindungen zu bestreiten.

Argo Zero
2016-07-11, 07:39:00
Das ist auch ein gesellschaftliches Problem.
Alle Leute meinen in die Stadt ziehen zu müsssn, wodurch die Vororte aussterben.
Wenn viele Menschen sich auf einem Haufen stapeln ist klar, dass die Luft davon nicht besser wird.
Als Dorfler stinkt für mich fast jede Stadt nach allen möglichen Sachen, außer nach Natur.

Morale
2016-07-11, 07:52:22
Das ist auch ein gesellschaftliches Problem.
Alle Leute meinen in die Stadt ziehen zu müsssn, wodurch die Vororte aussterben.
Wenn viele Menschen sich auf einem Haufen stapeln ist klar, dass die Luft davon nicht besser wird.
Als Dorfler stinkt für mich fast jede Stadt nach allen möglichen Sachen, außer nach Natur.
Wobei man eben in der Stadt gar kein Auto brauch, bzw da reich auch ein kleines, was man 1x die Woche bewegt oder gleich ein Carsharing.
Außerhalb der Stadt brauch man dann wegen schlechtem oder nicht vorhandenen ÖPNV dann ein Auto.

medi
2016-07-11, 07:55:19
@Philipus:
...

Abschließend: Du sprichst dauernd von der Momentanlage (Strom, Gesetzeslage, EEG). In ein paar Jahren kann und wird sich so viel ändern, dass man zwangsweise umdenken muss.
Das war es übrigens, was ich anfangs auch deutlich geschrieben habe. Momentan "hot" und in Zukunft höchstwahrscheinlich "not".

Du kannst einem BWL'er nicht verübeln nur bis zum nächsten Quartalsende zu denken. So werden die nunmal gezüchtet. Langfristiges denken interessiert die nicht.

Argo Zero
2016-07-11, 08:31:59
Och Medi, jetzt schreibst du aber bullshit :D

@Morale
Die öffentlichen Verkehrsmittel, so kommt es mir vor, werden doch in erster Linie nur von den weniger betuchten genutzt, weil die Qualität so mies ist.

Heelix01
2016-07-11, 08:42:39
Auch in einer Stadt kommt man ggf. nicht um ein Auto herum.
Nicht jede Stadt hat eine U Bahn die alle 3-5 Minuten fährt, und selbst dann muss der Zielort noch lange nicht in der nähe einer Haltestelle sein.
Mehrfaches umsteigen in überfüllte Busse etc. ist auch nicht erstrebenswert.

Zusammenhänge zwischen Feinstaub und Krebs? Wer meint es wäre streitbar ... naja.


Wie etwa der größte Teil an Feinstaub in der Luft der nicht aus dem Diesel Verbrennungsprozess stammt ?

Morale
2016-07-11, 08:46:30
Natürlich bieten die öffentlichen nicht den Komfort eines eigenen Autos. Da wären wir aber wieder bei dem Problem, dass man alles haben will. Und am Ende will keiner Abstriche machen. Ähnlich wie beim ökostrom. Ja gerne, aber bloß nicht hier bei mir.

Frank
2016-07-11, 14:38:48
Wie etwa der größte Teil an Feinstaub in der Luft der nicht aus dem Diesel Verbrennungsprozess stammt ?Willst Du die Zusammenhänge nun bestreiten oder nicht?

Feinstaub ist nun nicht gleich Feinstaub. Es entscheidet Form und Inhalt über Toxizität. Wir reden jetzt auch nicht über Pollen oder sonst was für Feinstaub, sondern über jene Varianten (Feinststaub bei Verbrennung), die bestimmt niemand freiwillig einatmen möchte. Oder? Und wer das nicht einatmen will, sollte das bei der Kaufentscheidung für ein Fahrzeug halt bedenken.

BUG
2016-08-03, 21:35:52
Mal wieder was aktuelles: http://heise.de/-3223514

Das Ende des Diesels naht! Denn die Grenzwerte für Schadstoffe halten alle Hersteller nur mit Tricksereien ein...

Schon der Versuch zeigt, wie fernab der Realität die heutigen Prüfverfahren sind, die normalerweise nur auf dem Rollenprüfstand gefahren werden...

Jenseits dieses Schleichens im Fahrzyklus, etwa bei starker Beschleunigung oder über 120 Stundenkilometer, schalten sie die Abgasreinigung einfach aus. Mit den sauberen Abgasen ist es vorbei. In der Stadt sieht es nicht viel besser aus. Denn auch dort wird meistens mit höherer Drehzahl und Leistung gefahren als im NEFZ...

Eigentlich soll die Abgasnachbehandlung, etwa durch einen SCR-Katalysator, die Stickoxide unschädlich machen. Dabei wird üblicherweise eine wässrige Harnstofflösung in das Abgas eingespritzt, aus den Stickoxiden entsteht Wasserdampf und Stickstoff. Die Einspritzung aber ist meist nur innerhalb des NEFZ-Bereichs aktiv. Außerhalb davon schaltet das Motormanagement die Zufuhr ab oder reduziert sie auf ein Minimum...

Die Folge: Der Stickoxidausstoß von Dieselautos im Straßenverkehr kann locker das Zehnfache des Grenzwertes betragen. Deshalb dürfte auch die Stickoxidbelastung in deutschen Städten trotz immer niedrigerer Grenzwerte nicht zurückgehen. Hinzu kommt, dass gerade beim Dieselmotor die Katalysatoren im Stadtverkehr nur unzureichend oder überhaupt nicht arbeiten, weil sie ihre Betriebstemperatur nicht erreichen...

Beim Diesel wäre die Abgasreinigung zwar aufwendiger – aber ebenfalls möglich. Bei Nutzfahrzeugen zeigen die Firmen schließlich, wie es geht: Lkws werden im gesamten Motorbetriebsbereich geprüft. "Ein 40-Tonner hat Stickoxidemissionen von 90 Milligramm pro Kilometer. Die PKW auf der Straße emittieren zwischen 500 und 600 Milligramm.

Die Direkteinspritzung etwa macht den Benziner sparsamer, aber auch dem Diesel ähnlicher. Denn dadurch entstehen auch dort die gesundheitsgefährdenden Rußpartikel. Um das Problem zu bewältigen, setzen Audi und Lexus auf die sogenannte "Doppeleinspritzung": Sie verpassen ihren Motoren eine zusätzliche Einspritzdüse im Saugrohr...

Weitere Infos gibts im Heise Artikel: http://heise.de/-3223514

Das französische Umweltministerium hat eigene Tests bei insgesammt 86 Fahrzeugen durchgeführt --> Link (http://www.developpement-durable.gouv.fr/IMG/pdf/Rapport_Commission_independante.pdf) analog zum KBA test im April.

http://www.tagesschau.de/ausland/diesel-103.html
http://www.motor-talk.de/news/dreckige-diesel-bei-renault-fiat-und-ford-t5770030.html

Ergebnis: Viele Modelle weisen bereits bei diesen kleinen Eingriffen deutliche Abweichungen von ihrem Zulassungs-Emissionswert auf. Besonders krasse Ausreißer: Fiat 500X, Nissan Qashqai, Renault Captur, Renault Talisman, Alfa Romeo Giulietta und Ford Kuga.

Im zweiten Test erhöhten die Prüfer für den Stadt-Abschnitt des Normzyklus die Temperatur. 50 Prozent Abweichung vom Homologationswert waren erlaubt. Hier fallen erneut Fiat 500X und Renault Captur sowie Toyota Avensis und Mitsubishi ASX auf, ebenso eine Mercedes S-Klasse.

Zuletzt fuhren die Tester probeweise einen Zyklus auf der Straße. Der Straßentest zeigte in deutlich mehr Fällen Abweichungen als die Prüfstandsversuche...



Die Grafik im Anhang (zu finden im Prüfbericht (http://www.developpement-durable.gouv.fr/IMG/pdf/Rapport_Commission_independante.pdf)) zeigt die RDE Messung einiger Euro 6 Diesel. Der Senkrechte Markierungs-Strich wurde bei 400mg/km NOx gesetzt (eine 5 Fache Überschreitung des Grenzwertes von 80mg/km ggü. der Norm).


Gruß
BUG

MR2
2016-08-16, 21:57:00
Diesel oder Benziner

Vor der Frage stand ich vor 8 Jahren auch mal. Meine Celica T18 hatte 240.000 auf der Uhr und Familie war angesagt :-)
Es sollte ein Kombi sein, so um die 10-12000€ kosten. Irgendwann bin ich dann auf den Golf 4 Variant aufmerksam geworden. Gewöhnt war ich den 2.0l Turbo Benziner meines Toyotas und war leistungsmäßig sehr zufrieden, nur der Spritverbrauch war heftig. Bei straffer Fahrweise immer mindestens 10l - 12l SuperPlus. Von den Golf Benzinmotoren in Verbindung mit Allrad rieten mir alle KFZler ab, hoher Ölverbrauch und Verbräuche hatte ich schon beim Celica, also entschied ich mich für den Diesel. Eine weiße Entscheidung.
Der 130PS PD Diesel ist kräftig und ich verbrauche durchschnittlich 6,3l im Gebirge. Das Auto wird nächstes Jahr 14 Jahre alt, hat 167000 auf der Uhr und ich habe nur Verschleißteilreparaturen. OK, die Kotflügel werden grade getauscht, ein 4er Problem. Aber ansonsten, ein 1A Winter Auto, nur künstlich verteuert durch hohe Steuern und Versicherungen.

Den Allrad Benziner möchte ich sehen, der so günstig und zuverlässig ist.
Meiner Meinung nach passt Allrad und Benzin nicht zusammen. Als Zweitwagen habe ich einen Suzuki Ignis, der braucht locker 10Liter und geht wie ein Eimer Leim, aber als Zweitwagen OK, da günstiger Allrad und zuverlässig und ich damit nur wenig fahren muss.

So langsam bin ich wieder am Schauen, was ich mir als nächstes kaufen werde, aber irgendwie gibt es nur noch Scheiß Autos. Sorry.
Allrad ist Pflicht, (mit den E-Autos wird das mal lustig, - 20Grad im Winter haben wir ab und an und eine Menge Schnee und gesalzene Strassen) da ich aufm Berg wohne. Automatik wäre super und ein Kombi soll es sein. Dann dieses Diesel Dilemma...Es macht einfach keinen Spaß mehr. Im gesamten VW Konzern ist das DSG Getriebe wohl absoluter Müll, ich kenne viele Leute mit Problemen beim DSG, also scheiden Skoda (ich wollte den OctaviaRS :-( ), Seat, Audi und VW schon mal aus.

Aber vielleicht klappt es ja mit "Freude am Fahren". Wenn die nicht so extrem teuer wären. Ein F31 328i hat einen Mini Kofferaum und kostet so 3-4 Jahre alt auch 30.000€. Die 8gang ZF ist Spitze und dank Fahrerlebnisschalter kann ich zwischen 7l EcoPro und 15l sportPlus wählen, wenn da nicht der Preis wäre.:freak:

Wegen der Dieselhaterei wird es wohl anstatt 320d ein Benziner werden...

Argo Zero
2016-08-16, 22:40:17
Nicht alle Audi haben das Ruckel-DSG.
Schau am besten mal genauer hin :)

http://www.audi.de/de/brand/de/neuwagen/layer/technologien/tiptronic.html

BUG
2016-08-16, 23:09:38
@MR2 .. BMW 2er Active Tourer PlugIn-Hybrid (er wird durch den Hybrid- Antriebsstrang zum 4x4) oder den Toyota RAV4 Hybrid (4x4) oder ggf. der Mitsubishi Outlander PHEV wäre auch ein 4x4 mit Hybrid Technik. Beim Toyota bekommst du ein absolut ausgereiften und (sehr) Wartungs- und verschleißarmen Antriebsstrang mit Automatik den man auch nicht an der Steckdose laden kann oder muss. Der RAV4 ist sicherlich der sparsamste (und sauberste) unter den genannten Kandidaten wenn man keine Möglichkeit zum Aufladen hat (oder will). Wenns mehr "Premium" als beim Toyota RAV4 sein soll ggf. bei Lexus den Konzernbruder NX300h anschauen wenn man bereit ist den Aufpreis zu zahlen.

Edit: Toyota RAV4 Hybrid Spritverbrauch liegt trotz SUV locker auf Diesel Niveau: Spritmonitor (http://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/49-Toyota/440-RAV_4.html?fueltype=2&constyear_s=2014&power_s=170&gearing=3&exactmodel=Hybrid&powerunit=2)

*habe mal als Vergleich den 180PS Diesel im Audi Q3 genommen: Spritmonitor (http://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/3-Audi/1235-Q3.html?fueltype=1&constyear_s=2014&power_s=170&minkm=15000&powerunit=2)

Toyota hat theoretisch auch weitere Hybrid-Fahrzeuge mit 4x4 im Programm (den 4x4 gibt es sogar im Prius mit Elektrischer Hinterachse), leider aber nicht in Europa.

Gruß
BUG

BUG
2016-09-15, 21:40:07
So es gab die letzten Tage mal wieder ein paar Neuigkeiten, die DHU hat einen "Sommertest" mit einem Mobilen Messgerät (PEMS) bei Euro6 Fahrzeugen (Diesel & Benziner) durchgeführt. Fast alle Diesel (mit 2 Ausnahmen) sind durchgefallen und man sieht mal wieder deutlich, der Toyota Hybrid Strang spielt Verbrauchs- & Schadstoff-mäßig in einer komplett anderern Liga!

Um mal in der ähnlichen / gleichen Fahrzeug Klasse und Hersteller zu bleiben:

Toyota Auris Diesel 1.4D | CO2: 122g/km | NOx: 407mg/km
Toyota Prius 1.8 Benzin | CO2: 77g/km | NOx: 15mg/km
Toyota Prius 1.8 Benzin² | CO2: 84g/km | NOx: 5mg/km

Nissan Qashqai 1.6 dCi | CO2: 164g/km | NOx: 677mg/km
Opel Astra Sports Tourer 1.6 CDTi | CO2: 134g/km | NOx: 554mg/km
Ford Focus 1.5 TDCi | CO2: 109g/km | NOx: 554mg/km
Mercedes A-Klasse A 200 CDI | CO2: 132g/km | NOx: 487mg/km
Opel Zafira 1.6 CDTi (neue Motorsteuerung) | CO2: 138g/km | NOx: 94mg/km


*Grenzwert für Euro6 Diesel: 80mg/km
**Grenzwert für Euro6 Benziner: 60mg/km

Detailierter wird es hier: Link zum PDF (http://www.duh.de/uploads/media/EKI-Bericht_NOx_und_CO2-PEMS-Messungen_20160913.pdf)

Hier wurde ja schon angemerkt (Verschwörungs-Theorie), die DHU wird von Toyota bezahlt. Der Euro6 Diesel im Toyota Auris hatte im DHU Test auch eine 5-fache Überschreitung ggü. der Norm und das bei "optimalen" Thermo Fenster aufgrund der sommerlichen Außentemperaturen. In wie weit die 2 Diesel (ein Audi Q3 2.0 TDI quattro & Mercedes E 220d) bei abweichendem Thermofenster die Werte auf der Straße einhalten wird sich im Herbst / Winter Test noch zeigen, aber man sieht es scheint doch irgendwie zu funktionieren wenn man nur will! :)

Mich würden jetzt mal noch Messergebnisse mit RDE/NEFZ +10% & RDE/NEFZ +20% interessieren, dann sollten wir auf etwa dem EPA Messzyklus der USA liegen, der Prius erzielt auch hier (sehr niedrige) Bestwerte.

Weitere Interessante Artikel:

http://www.zeit.de/mobilitaet/2016-09/automobilindustrie-iaa-bundesregierung-abgasskandal-5vor8Trotz Abgasskandal lässt die Regierung Autohersteller gewähren – weil sie so wichtig für Deutschland seien. Diese Bedeutung wird allerdings maßlos überschätzt.


http://www.spiegel.de/auto/aktuell/duesseldorf-gericht-regt-fahrverbote-fuer-dieselautos-an-a-1112159.html
http://www.focus.de/auto/news/abgas-skandal/umwelthilfe-siegt-vor-gericht-urteil-diese-stadt-bekommt-das-erste-diesel-fahrverbot_id_5931893.htmlDüsseldorf: Das Verwaltungsgericht Düsseldorf zwingt die Rhein-Metropole zur Luftreinhaltung. Dazu regten die Richter auch Diesel-Fahrverbote an. Weitere Städte könnten folgen. Das Verkehrszeichen für die Fahrverbote existiert bereits - es benötigt nur ein Zusatzschild.



Gruß
BUG

Heelix01
2016-09-15, 22:15:07
Da ich keine Plakette besitze, mal die Frage. Auf der umweltplakette ist ja nicht vermerkt ob Diesel oder Benzin, wie will man also ein Diesel Fahrverbot durchsetzen ?
Die Politessen können schlecht jedes Fahrzeug abfragen, dann müsste man x neue einstellen weil diese nur einen Bruchteil der "alten" Strecke schaffen oO

Philipus II
2016-09-15, 22:22:56
Natürlich bieten die öffentlichen nicht den Komfort eines eigenen Autos. Da wären wir aber wieder bei dem Problem, dass man alles haben will. Und am Ende will keiner Abstriche machen.
Und genau deswegen wähle ich die wirtschaftlichste Lösung ohne nennenswerte Berücksichtigung der Umweltbelange. Ich rechne damit, dass meine Mitmenschen das auch tun und deswegen meine Lebenserwartung etwas verkürzt sein wird. Daher lieber Zeit sparen im Auto als auf langsame, weniger komfortable Verkehrsmittel zu setzen:D

BUG
2016-09-15, 22:34:08
Da ich keine Plakette besitze, mal die Frage. Auf der umweltplakette ist ja nicht vermerkt ob Diesel oder Benzin, wie will man also ein Diesel Fahrverbot durchsetzen ? Es wird Anhand der Farbe unterschieden. Die Plakette soll diesmal blau statt grün sein, die blaue Umwelt-Plakette sollen nur Benziner ab Euro3 und Dieselfahrzeuge ab Euro6 erhalten.

Grün = Feinstaub Plakette
Blau = NOx Schadstoff Plakette

*Wobei es (im Moment) keinen Sinn macht, solang die Euro6 Diesel Fahrzeuge nur auf dem Papier/Prüfstand sauber und auf der Straße so dreckig wie Euro4 & Euro5 Diesel sind oder Benziner mit Direkteinspritzung (ohne Partikel Filter) einen Grüne Feinstaub Plakette bekommen...

Gruß
BUG

Eisenoxid
2016-09-15, 22:35:13
Da ich keine Plakette besitze, mal die Frage. Auf der umweltplakette ist ja nicht vermerkt ob Diesel oder Benzin, wie will man also ein Diesel Fahrverbot durchsetzen ?
Die Politessen können schlecht jedes Fahrzeug abfragen, dann müsste man x neue einstellen weil diese nur einen Bruchteil der "alten" Strecke schaffen oO
Man schafft einfach noch eine blaue Plakette an, welche nur noch Benziner bekommen und sperrt alle Fahrzeuge mit lediglich grüner Plakette aus.

edit: zu langsam

Kallenpeter
2016-09-15, 22:37:24
Die Blaue Plakette ist vom Tisch und wird vorerst nicht kommen.

Wie man entsprechende Fahrzeuge erkennt? Von Außen garnicht. Es gibt Verbotsschilder und man kontrolliert Stichprobenartig (Fahrzeug anhalten, Papiere anschauen), wer sich nicht daran hält bekommt nen Bußgeld.

Frank
2016-09-15, 22:56:02
Und genau deswegen wähle ich die wirtschaftlichste Lösung ohne nennenswerte Berücksichtigung der Umweltbelange. Ich rechne damit, dass meine Mitmenschen das auch tun und deswegen meine Lebenserwartung etwas verkürzt sein wird. Daher lieber Zeit sparen im Auto als auf langsame, weniger komfortable Verkehrsmittel zu setzen:DEntschuldigung aber das ist genau das, was mich einfach nur ankotzt. Mit so einer Einstellung ... :mad:

Lernt man noch etwas in der Schule / Normen unserer Gesellschaft / Glaubensgrundsätze in Religionen? Kategorischer Imperativ kein Begriff?

Anadur
2016-09-15, 23:49:46
Die Blaue Plakette ist vom Tisch und wird vorerst nicht kommen.





Hat jemand was anderes erwartet? Erstmal ist 2017 Bundestagswahl. Bis dahin wird das die aktuelle Regierung niemals anfassen. So blöd dieses heiße Eisen vor der Wahl anzufassen sind höchstens die Grünen. Frühestens 2018 wird da die zukünftige Regierung etwas machen. Entsprechende Übergangsfristen noch eingerechnet ist die blaue Plakette vermutlich dann im Jahr 2025 verbindlich.

Geächteter
2016-09-16, 00:19:07
Entschuldigung aber das ist genau das, was mich einfach nur ankotzt. Mit so einer Einstellung ... :mad:

Lernt man noch etwas in der Schule / Normen unserer Gesellschaft / Glaubensgrundsätze in Religionen? Kategorischer Imperativ kein Begriff?
Liegt wohl in den Genen der Menschheit. 99,9 % des Erbguts sind ja gleich, der Mensch ist also ein klassischer Fall von purer Inzucht, das erklärt die durchschnittliche Geisteshaltung/Einstellung und die doch vielen Erbkrankheiten seit jeher.
Je krasser das System wird, desto mehr kommen die Tugenden zum Vorschein.
Blick auf den Straßenverkehr reicht, Spiegelbild der Gesellschaft. :biggrin:
Man kann es so verstehen, dass der Mensch eigentlich nur die Aufgabe hatte/hat, das Öl/Gas/Kohle größtenteils aus der Erde zu buddeln und in die Atmosphäre zu blasen und alte Urzustände wiederherzustellen.
Dann kann er abtreten bzw. wird es auch, denn sein Temperaturfenster ist ja sehr schmal, ebenso Speicherfähigkeit von Wasser und Fett, wenn die Nahrung mal knapp wird.
Und mit Fähigkeiten abseits Zivilisation ist es ja nicht mehr weit her.
Kann alles also schon in ca. 300 Jahren vorbei sein. :tongue:
Wenn man diese Weltanschauung hat, lebt sichs eigentlich ganz gelassen, auch wenn die Idioten mitsamt selbst mit Vollgas auf die Klippe zusteuern. :wink:
Alles hat ein Anfang, ein Ende und (fast) alles in der Natur ist ein Kreislauf.

drdope
2016-09-16, 07:41:20
Lernt man noch etwas in der Schule / Normen unserer Gesellschaft / Glaubensgrundsätze in Religionen? Kategorischer Imperativ kein Begriff?

In der Schule lernt man imho (dank Abi nach 12 Schuljahren kaum noch); im Studium sieht es imho dank Bachelor und Master ähnlich aus.
Das ganze System ist darauf ausgerichtet, möglichst schnell & effizient junge Menschen für das Arbeitsleben "auszubilden".

Mit klassischer Bildung im Sinne Descartes hat das mMn nur noch wenig zu tun.
Selbstreflexion, Kritikfähigkeit und eigene Transferleistungen (selbstständiges Denken) haben keinen sonderlich hohen Stellenwert mehr.
Und der gesunde Menschenverstand erst recht nicht.

Sorry für OT!

BUG
2016-09-19, 20:37:31
http://www.heise.de/autos/artikel/29-Millionen-Diesel-in-Europa-reissen-Abgaswerte-3327209.html29 Millionen Diesel in Europa reißen Abgaswerte

Auf Europas Straßen fahren einer Studie zufolge 29 Millionen moderne Diesel-Pkw mit viel zu hohem Schadstoffausstoß. Allein in Deutschland seien es 5,3 Millionen Fahrzeuge, berichtete die Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) in Brüssel.

Gemeint sind seit 2010 zugelassene Autos und Vans, die in Labortests zwar die Abgasnormen Euro 5 oder 6 schafften, im Alltag aber mindestens dreimal so viel Stickoxid ausstoßen sollen wie erlaubt. Bei Euro-5-Modellen treffe das auf vier von fünf Wagen zu, bei den seit 2015 verkauften Euro-6-Modellen auf zwei von drei, hieß es bei T&E am Montag zum ersten Jahrestag des Volkswagen-Abgasbetrugs.



Gruß
BUG

big_lebowski
2016-12-18, 18:24:55
http://www.duh.de/presse/pressemitteilung/?cHash=247eecca6e1d34fb94080e3e04405b68&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=4002


Zu Beginn des Winterhalbjahres zeigen inzwischen drei vom Emissions-Kontroll-Institut (EKI) untersuchte Diesel-Pkw Stickoxid-Emissionen auf der Straße von über 1.000 mg NOx/km, und das bereits bei Außentemperaturen von circa +5 Grad Celsius.

y84BTfOSE0o

Also wenn sich das bestätigt, ist das wieder ein richtig dicker Hund.:facepalm:

grobi
2016-12-18, 18:42:43
http://www.duh.de/presse/pressemitte...t_news%5D=4002




http://youtu.be/y84BTfOSE0o

Also wenn sich das bestätigt, ist das wieder ein richtig dicker Hund.:facepalm:

Ich habe einen 11 Jahre alten Diesel mit DPF und der arbeitet auch bei niedrigen Temperaturen. Bei dem merkt man noch wenn er anspringt. Keine Ahnung warum das die neuen DPF's nicht tun.

Da ist noch lange nicht alles auf dem Tisch. Man hält so lange die Klappe bis es nicht mehr geht. Ich denke das wird noch eine weile so weiter gehen. Die Lobby ist sehr stark.

gruß grobi

BUG
2016-12-18, 19:08:50
Das NOx ist kein Problem vom DPF, sondern von der AGR (Abgasrückführung zur NOx Minderung bzw. Ruß-NOx-Schere). Feinstaub ist nur ein weiters Problem aufgrund der hohen Einspritzdrücke (betrift Diesel & Benzin mit Direkteinspritzung), deswegen bekommen die Benzin-Direkteinspritzer ab Mitte 2017 auch einen OPF (Otto Partikel Filter) oder auch 4-Wege-Kat.

Gruß
BUG

Xilavius
2016-12-18, 19:13:00
http://www.duh.de/presse/pressemitteilung/?cHash=247eecca6e1d34fb94080e3e04405b68&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=4002




http://youtu.be/y84BTfOSE0o

Also wenn sich das bestätigt, ist das wieder ein richtig dicker Hund.:facepalm:

DUH ist das unseriöseste Verein in Deutschland.

Finanziert seit mittlerweile über 18 Jahren von Toyota ist der Auftrag von DUH Schaden an deutschen Autofirmen wie VW, Opel, Mercedes usw zu verursachen.

Kallenpeter
2016-12-18, 19:18:07
DUH ist das unseriöseste Verein in Deutschland.

Finanziert seit mittlerweile über 18 Jahren von Toyota ist der Auftrag von DUH Schaden an deutschen Autofirmen wie VW, Opel, Mercedes usw zu verursachen.


Jupp, ist auch auch so das Stickoxide kaum Gesundheitsgefährdend sind. US-Autokonzerne haben dieses Gerücht in die Welt gesetzt um sich vor dem Diesel zu schützen.

Haarmann
2016-12-18, 19:36:24
Jupp, ist auch auch so das Stickoxide kaum Gesundheitsgefährdend sind. US-Autokonzerne haben dieses Gerücht in die Welt gesetzt um sich vor dem Diesel zu schützen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Smog

Ich zitiere...

Entstehung

Die andere, heute häufigere Smog-Art, ist der Photosmog (auch Sommersmog, Ozon-Smog oder LA-Smog genannt). Es handelt sich um oxidierenden Smog.

Er tritt in den wärmeren Monaten des Jahres auf, wenn die einfallende UV-Strahlung in Verbindung mit

Stickoxiden (NOx) aus beispielsweise Autoabgasen oder Kraftwerken,
Wasserstoffperoxid,
Kohlenmonoxid,
Flüchtige organische Verbindungen (VOC)

zu erhöhten Konzentrationen an Photooxidantien (Ozon, Peroxyacetylnitrat, Aldehyden, HNO3) führt.

Zur Bildung hoher Ozonkonzentrationen müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Das Vorhandensein der beiden Vorläuferstoffe NOx und (NM)VOC, intensive Sonnenstrahlung und eine mehrere Tage andauernde stabile Schönwetterperiode, die zu einer Speicherung von Ozon innerhalb der atmosphärischen Mischungsschichten führt.

qed

Xilavius
2016-12-18, 19:55:55
Jupp, ist auch auch so das Stickoxide kaum Gesundheitsgefährdend sind. US-Autokonzerne haben dieses Gerücht in die Welt gesetzt um sich vor dem Diesel zu schützen.

Falls das Ironie sein sollte, die Worte Umweltschutz und USA gehörten noch nie zusammen.

Ein paar Beispiele:
Atommüll - nicht einmal einen Meter unter der Erde vergraben in Wüsten und Reservaten
Ölpipelines - mitten durch "Nationalparks"
Fracking - verschmutztes Grundwasser, offene Zugwaggons, Feinstaub? Was ist das?
....

big_lebowski
2016-12-18, 20:11:22
@Xilavius:
Das mag ja alles stimmen. Das hat aber mit dem Problem Nox nichts zu tun.
Stickoxide sind seit Langem dafür bekannt gesundheitsschädlich zu sein. Das ist Common Sense.

http://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/stickstoffoxide
http://www.merkur.de/leben/gesundheit/stickstoffoxide-nox-herkommen-warum-gefaehrlich-sind-zr-5552777.html

Was die DUH angeht. Keine Ahnung ob das stimmt, was Du sagst. Jedenfalls wäre das ein starkes Stück, wenn die solche Tests faken würden und dann die Sache auch noch der Staatsanwaltschaft melden. Letzteres wäre nämlich ganz klar strafbar. Irgendwie kann ich mir das nicht so recht vorstellen. Die haben im Artikel sogar die detailierten Messwerte angegeben. Wäre ja eigentlich kein Prob sowas zu widerlegen, wenn das Fake wäre.

grobi
2016-12-18, 20:30:39
DUH ist das unseriöseste Verein in Deutschland.

Finanziert seit mittlerweile über 18 Jahren von Toyota ist der Auftrag von DUH Schaden an deutschen Autofirmen wie VW, Opel, Mercedes usw zu verursachen.


Das ist noch nur Nachgeplapper. Diese Konzerne haben Dreck am Stecken und verdienen dafür eine Strafe. Das unser Staat das aber auch noch irgendwie vertuscht oder besser tot schweigt was da genau passiert ist. Hast du noch nicht mitbekommen?

schokofan
2017-01-13, 16:06:43
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vw-abgasskandal/ex-volkswagen-manager-schmidt-drohen-169-jahre-haft-14633905.html

Ist sicher unangenehm, so direkt aus der Business Class in ein amerikanisches Bundesgefängnis.

Karümel
2017-01-13, 16:33:40
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vw-abgasskandal/ex-volkswagen-manager-schmidt-drohen-169-jahre-haft-14633905.html

Ist sicher unangenehm, so direkt aus der Business Class in ein amerikanisches Bundesgefängnis.
Ich frage mich eher.
Warum hat der Kerl in den USA noch Urlaub gemacht? Ihm war doch bestimmt schon vorher klar das er evtl. dort verhaftet werden kann, warum fährt man dann dorthin in den Urlaub?