PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aktien, Börse, Trading...


Seiten : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 [15] 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28

Semmel
2019-10-28, 07:28:40
zum Thema Einzelposten: nimm eher große Firmen. Und ein paar kleinere Firmen aus Geschäftsfeldern, mit denen du warm bist.

Wenn man das große Geld machen will, dann geht das nur mit kleinen Firmen. Große Firmen sind schon groß. Kleine können noch groß werden. ;)

Ich habe überwiegend Juniors im Depot.

Wichtig wäre vor allem wie viel Prozent deines Portfolios die größte(n) Position(en) ausmacht. Wenn die größte Position 50% des Gesamtwertes ausmacht, wäre das zu viel. 20% würde ich für das maximum halten, und auch nur, wenn man durch Wertsteigerungen dahin kommt.


So ungefähr sehe ich das auch.
Meine größte Position hat 16% bei derzeit insg. 23 Positionen. (also durchschnittlich 4,3%)


Ich kaufe immer für 1000 - 2000€ eine Position. Manche laufen schlecht und sind irgendwann deutlich unter 1000€ Wert. Manche laufen gut und/oder ich kaufe nach und sind deutlich über 2000€ wert. Ist dann so.


Ich mache es mittlerweile so:
Bei meinem DKB-Depot mache ich nur noch Orders mit um die 5000€. (10€ Ordergebühr)
Für alles darunter nutze ich Trade Republic. Bei nur 1€ Ordergebühr kann man auch mal für nur 500€ was kaufen.

Wie oben gesagt: Zu viel Traden senkt an sich die Rendite. Viele Kleinanleger neigen auch dazu ihr Investmentverhalten schon fast täglich zu ändern, je nach dem was gerade auf Spiegel Online steht oder in der Tagesschau läuft. Ist jetzt vielleicht etwas übertrieben ausgedrückt, aber in diese Richtung geht es oft.

Grundsätzlich richtig, umgekehrt muss man aber auch aufpassen, dass man eine Schrottaktie nicht nur deswegen behält, weil einem die Gebühren zu schade sind. ;)

phizz
2019-10-28, 09:09:54
Ich selber nutze Trade Republic als Zweit-Depot und bin bislang sehr zufrieden.


Kannst du mir noch 1-2 Infos geben.
Ist Trade republic rein auf mobilen Geräten (irgendwie wirkt die homepage so), oder man es ganz normal über Browser nutzen (wovon ich mal ausgehe)?

Wie funktioniert der übertrag der Aktien auf andere Depots?
Dauer, Kosten ?
Muss man das beantragen, umständlich per Mail oder wie geht das?

Edit:
Wird an den üblichen Börsen (Xetra, TRG usw.) gehandelt oder wie funktioniert das (Groberklärung reicht)?
Orderbuch / Limitorder möglich ?

Semmel
2019-10-28, 09:15:12
Kannst du mir noch 1-2 Infos geben.
Ist Trade republic rein auf mobilen Geräten (irgendwie wirkt die homepage so), oder man es ganz normal über Browser nutzen (wovon ich mal ausgehe)?

Zugang ist ausschließlich über die App!
Das ist durchaus ein Makel, aber bei 1€ Orderprovision kann ich drüber hinwegsehen.

Das demnächst kommende justtrade.de soll auch per Browser funktionieren.



Wie funktioniert der übertrag der Aktien auf andere Depots?
Dauer, Kosten ?
Muss man das beantragen, umständlich per Mail oder wie geht das?

Hab ich noch nicht gemacht.
Kosten sind jedenfalls keine dabei. Ein Depot-Übertrag muss immer kostenlos sein, das ist gesetzlich vorgegeben.
Allerdings ist ein Übertrag ZU Trade Republic derzeit noch garnicht möglich. Ein Übertrag VON Trade Republic ist möglich, da gesetzlich vorgeschrieben.

Semmel
2019-10-28, 09:18:02
Edit:
Wird an den üblichen Börsen (Xetra, TRG usw.) gehandelt oder wie funktioniert das (Groberklärung reicht)?


Aktielhandel ist nur über LS-X möglich. Dort sind die Kurse allerdings an XETRA gekoppelt, sodass man keine schlechteren Kurse hat.


Orderbuch / Limitorder möglich ?

Limit- und Stop-Orders sind ganz normal möglich.

Everdying
2019-10-28, 13:24:23
Hab heute mal den erneuten Kurssprung (~+4%) bei Siltronic für eine Gewinnmitnahme genutzt und einen Teil meiner Aktien verkauft. Hab meine Anteile an Siltronic & Wacker in den Tiefs der vergangenen Monaten deutlich aufgestockt... durch die Kursrallye der letzten Wochen werden mir diese zwei Positionen im Portfolio langsam zu groß ^^ Werde hier jetzt nach und nach Gewinne durch Teilverkäufe mitnehmen.

Die Frage ist nur wieder: Reinvest in andere Aktien oder erstmal die Füße stillhalten?
Welche Aktien habt ihr derzeit auf dem Schirm?

Semmel
2019-10-28, 13:28:59
Die Frage ist nur wieder: Reinvest in andere Aktien oder erstmal die Füße stillhalten?
Welche Aktien habt ihr derzeit auf dem Schirm?

Ich habe aktuell überwiegend Goldminen auf dem Schirm.
Andere Rohstoffe sollten auch bald anziehen, aber da bin ich noch vorsichtig wegen der konjunkturellen Risiken.

Bei Standardaktien würde ich derzeit lieber die Füße still halten.

taddy
2019-10-28, 13:39:02
Im Moment sind alle meine Aktien,obwohl ich hauptsächlich ETFs besitze, auf dem Jahreshoch.. ich warte mit dem weiteren Zukauf bis Donald wieder einen Tweet raushaut

Joe
2019-10-28, 17:18:45
Bin grad am Überlegen signifikant in Qualcomm zu investieren.
Alle reden über Intel vs AMD aber ich glaub das Qualcomm das Feld von hinten aufrollen wird. ARM64 wird den Ultrabook Markt platt walzen, dann den Desktop / Spielekonsolen Markt und letztlich auch den Server Markt.

Und ich bin der Meinung, dass Sie das innerhalb von fünf Jahren machen werden.

Kallenpeter
2019-10-28, 18:22:57
Aktielhandel ist nur über LS-X möglich. Dort sind die Kurse allerdings an XETRA gekoppelt, sodass man keine schlechteren Kurse hat.

Aufpassen! Selbst wenn die Kurse an Xetra gekoppelt sind, geht das logischerweise nur innerhalb der Xetra Handelszeiten.

Xetra dürfte nach Handelsvolumen der größte Handelsplatz Deutschlands sein, dort Handeln die meisten Fonds, Großanleger u.ä. Der Xetra Preis ist deshalb eine Art Referenzpreis an dem sich andere Broker (LS, Tradegate) zwangsweise orientieren müssen.

Sobald der Xetra Handel dicht ist (nach 17:30 Uhr) sieht das anders aus. Dann beginnt bei Tradegeht, LS und anderen die Erntezeit und unwissende Privatanleger werden abgezockt. Denn jetzt fehlt der Referenzpreis der Xetra als Vergleich.

DESHALB: Niemals außerhalb der Xetra Handelszeiten handeln.

Nightspider
2019-10-29, 00:35:17
Bin grad am Überlegen signifikant in Qualcomm zu investieren.
Alle reden über Intel vs AMD aber ich glaub das Qualcomm das Feld von hinten aufrollen wird. ARM64 wird den Ultrabook Markt platt walzen, dann den Desktop / Spielekonsolen Markt und letztlich auch den Server Markt.

Und ich bin der Meinung, dass Sie das innerhalb von fünf Jahren machen werden.

Generell sehe ich bei QualComm und TSMC noch Wachstumspotential.

Was die ARM on Windows Sache betrifft....weiß nicht. Zum einen hängt QualComm komplett an ARM. Wenn die weiter liefern können, vielleicht aber Intel und ARM machen gerade auch große Schritte nach vorne und da sehe ich gerade nicht ARM/QC im Kommen, außer in manchen mobilen Bereichen.

Im Server Markt puscht AMD gerade ganz groß nach vorne, dank Zen 3 und 4 auch in den nächsten Jahren mit großen Schritten, wenn es so weiter geht.
Das kann QC gar nicht einholen im Server Markt meiner Meinung nach, nicht in 5 Jahren.

Trap
2019-10-29, 08:31:38
Alle reden über Intel vs AMD aber ich glaub das Qualcomm das Feld von hinten aufrollen wird. ARM64 wird den Ultrabook Markt platt walzen, dann den Desktop / Spielekonsolen Markt und letztlich auch den Server Markt.
x86 Software Kompatibilität ist seit Jahrzehnten erfolgreich bei der Abwehr von neuen Architekturen.

Ohne länger drüber nachzudenken, würde ich nicht davon ausgehen, dass das heute bei ARM64 anders sein wird. Spielkonsolen gehen natürlich, bei denen hat das auch in Vergangenheit funktioniert.

medi
2019-10-29, 14:57:55
Mal ne Frage bzgl. der Ordergebühren. Ich plane für meinen Jungen einen ETF Sparplan einzurichten. Wenn die Ordergebühr jetzt bei fiktiven 1€ pro Order liegen, drück ich dann monatlich 1€ ab oder nur 1x 1€ beim Einrichtigen des Sparplans? So rein logisch wirds wohl 1€ pro Monat sein, richtig?

SGT.Hawk
2019-10-29, 16:45:43
Ja.

Joe
2019-10-29, 17:47:49
x86 Software Kompatibilität ist seit Jahrzehnten erfolgreich bei der Abwehr von neuen Architekturen.

Dieses mal ist es aber Anders.
Microsoft Pushed HART und Apple Pushed HART in Richtung ARM64.
Apple wird voraussichtlich ab 2020 nur noch ARM64 betriebene Geräte neu vorstellen. Alle iPads, alle iPhones, alle iMacs und alle MacBooks laufen dann darauf.

Warum machen die Beiden das? Weil die "Experience" zwischen Desktop und Mobilgerät verschmelzen soll. Du siehst ein Problem weil ein ARM Chip x86 unter großen Verlusten emulieren muss.

Das ist aber genau falsch rum: MS und Apple sehen ein Problem, weil der x86 Prozessor nicht nativ mit den Mobilgeräten kommunizieren kann.
Du wirst Niemals eine richtig geile nahtlose Integration von einem Android / iOS Gerät auf einem Desktop sehen, so lange die nicht auf der gleichen Architektur laufen. Das ist der Treibende Faktor zur Zeit.

PacmanX100
2019-10-30, 02:53:59
Aus IT Sicht sehe ich das anders, mit steigender Rechenleistung ist Emulation oder Virtualisierung immer weniger ein problem. Was meinst du mit "verschmelzen"? Durch einheitliche Standards ist das Problem ohnehin kaum vorhanden.

Apple kann man nicht ernst nehmen weil sie immer auf das setzen was gerade angesagt ist bzw. bessere Option bietet (ändert sich). Microsoft will immer sehr vieles und irrt sich oft, das als Strategie für eine Anlage zu verwenden halte ich für sehr gewagt, das ist nicht mehr als Casinospielerei. ;)

herb
2019-10-30, 07:40:51
Das ist aber genau falsch rum: MS und Apple sehen ein Problem, weil der x86 Prozessor nicht nativ mit den Mobilgeräten kommunizieren kann.
Es ist schlicht egal, welche Hardware/Prozessorarchitektur im Gerät steckt. Die Kommunikaktionsprotokolle sind auf Anwendungsschicht hardwareunabhängig.
Wenn jemand wie Apple oder Microsoft eigene Hardware durchsetzen wollen, dann nur, weil sie Gewinne maximieren wollen und im Idealfall ein eigenes Monopol aufbauen oder stärken wollen.
Vermarktet wird das ganze dann genau so, wie Du das gerade machst...

Semmel
2019-10-31, 08:51:03
Dänemark genehmigt Nord Stream 2 (https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-10/nord-stream-2-daenemark-ostsee-gaspipeline-bau-genehmigung)

Damit ist die letzte Hürde geschafft und Nord Stream 2 wird noch dieses Jahr fertig gebaut.
GAZPROM mit rund 14% Plus seit einer Woche. :up:

Plutos
2019-10-31, 09:52:36
Hab mal kleinere Positionen in 543900 (100 Stk.) sowie PSM777 (1.000 Stk.) eröffnet, erstere mehr wegen der Dividende, letztere eher wegen dem Kurspotential.

Semmel
2019-10-31, 10:05:56
Die Automobilbranche sehe ich erst am Anfang des Abschwungs. Da bin ich derzeit vorsichtig. So toll ist die Dividende bei Conti auch nicht, nur rund 3%. Da gibt es bei Prosieben deutlich mehr mit rund 7%. Ich sehe da auch mehr Kurspotenzial. Mal schaun. ;)

Plutos
2019-11-01, 22:04:15
Hat jemand Erfahrungen mit REITs (https://de.wikipedia.org/wiki/Real-Estate-Investment-Trust)? "Immobilienaktie" klingt interessant und scheint ja einige Vorzüge gegenüber Immobilienfonds (und gegenüber dem Erwerb physischer Immobilien sowieso) zu haben. :uponder:

Oid
2019-11-01, 23:18:13
REITs bzw. Immobilien-ETFs sind eigentlich eine ganz andere Asset-Klasse als physische Immobilien. Bei physischen Immobilien hat man viele steuerliche Vorteile und kann besser mit Krediten hebeln. Dafür hat man damit in der Regel mehr Arbeit. Andererseits muss man bei Fonds/REITs indirekt den ganzen Verwaltungsoverhead mitbezahlen.

Aber grundsätzlich können REITs eine sinnvolle Sache sein, wenn man zum Beispiel monatlichen Cash-Flow haben will.

Unyu
2019-11-01, 23:55:27
Eine reale Immobile hat immer noch das grosse Klumpenrisiko. Wer kann sich schon verteilt auf ganz verschiedene Lagen mehrere Immobilien leisten.

Plutos
2019-11-02, 00:08:18
2000 Stk. 601300 geordert. :uup:

Oid
2019-11-02, 16:31:47
Eine reale Immobile hat immer noch das grosse Klumpenrisiko. Wer kann sich schon verteilt auf ganz verschiedene Lagen mehrere Immobilien leisten.
Das ist richtig. Aber bei der eigenen Immobilie hat man von der Lage über das Objekt bis zum Mieter alles in der eigenen Hand. Damit das so bleibt sollte man es aber vermeiden in rot-rot-grün regierten Bundesländern zu investieren.

Unyu
2019-11-02, 17:19:10
Abgesehen eigenen Immobilie, gibt auch arme Menschen. Wie will man sonst in Immobilien investieren wenn nicht über entsprechende Fonds oder Reits?

Plutos
2019-11-03, 23:19:02
Ich denke, arme Menschen haben andere Sorgen als ob sie jetzt in eine Immobilie, einen Fonds oder einen REIT investieren. :confused:

Semmel
2019-11-04, 06:04:48
Ich denke, arme Menschen haben andere Sorgen als ob sie jetzt in eine Immobilie, einen Fonds oder einen REIT investieren. :confused:

Naja, du bist ja anscheinend auch zu arm für eine ganze eigene Immobilie. :wink: :tongue:

In Deutschland könnte jede Einkommensschicht Geld wegsparen, (die meisten entscheiden sich nur lieber für Konsum) von daher sind solche Anlageformen schon sinnvoll.

GSXR-1000
2019-11-04, 16:55:47
Naja, du bist ja anscheinend auch zu arm für eine ganze eigene Immobilie. :wink: :tongue:

In Deutschland könnte jede Einkommensschicht Geld wegsparen, (die meisten entscheiden sich nur lieber für Konsum) von daher sind solche Anlageformen schon sinnvoll.
Nein. Ganz sicher nicht. Würdest du auch selbst erkennen wenn du mal aus deinem Aroganz Elfenbeinturm herauskämst und aus deine blase rausschauen würdest.

Ganz offensichtlich ist dir die reale Situation der einkommensschwächsten Klasse nicht im Ansatz bewusst. Ich möchte auch sehen, wie mit Staatlichen Transferleistungen als massgebliches Einkommen noch relevant Geld wegsparen möchtest. Zumal in einer Form die dir auf spätere Rentenbezüge nicht angerechnet wird und die am Ende auch relevant in der Wirkung sind (bei Kleinstsparsummen wird nahezu alles durch Provisionen gefressen).

Plutos
2019-11-04, 17:28:44
Der Threadstarter hatte damals im Sinn:
Joa, wer Lust hat kann ja hier mal austauschen, warum man in welche Aktien jetzt investieren sollte.

Also lass(t) doch endlich diese Grundsatzdiskussion über Ungerechtigkeit und alles Übel in der Welt. :rolleyes:

Naja, du bist ja anscheinend auch zu arm für eine ganze eigene Immobilie. :wink: :tongue:

Stimmt leider. :frown: Aber wer möchte sich auch freiwillig in diesen Zeiten die Illiquidität einer nicht selbst genutzten Immobilie ans Bein binden? :freak:

Unyu
2019-11-04, 18:26:25
Ich denke, arme Menschen haben andere Sorgen als ob sie jetzt in eine Immobilie, einen Fonds oder einen REIT investieren. :confused:
Vielleicht ungut ausgedrückt.

Eine Immobilie ist ein riesen Klotz am Bein. Und eh erst mit Anlauf (Eigenkapital) möglich. Meist endet das Eigenheim in Luxus, sprich die Bude ist grösser oder teurer als die Mietwohnung.

Mehrere Immobilien, um zu diversifizieren ist praktisch nicht möglich. Schon gar nicht in einem überschaubaren Zeitrahmen.

Da war die Frage, wie sonst will man den Markt Immobilien betreten, wenn nicht über REITs? Vielleicht will man mitmachen ohne gleich mehrere 100k zu investieren zu müssen.

phizz
2019-11-04, 19:59:08
Also wenn AMD noch auf 40€ raufklettern würde, könnte ich mir endlich neue AMD Hardware gönnen. Es wäre nur fair es wieder in AMD zu investieren :freak:

Philipus II
2019-11-04, 22:13:58
Saudi Aramco soll ja in Kürze an die Börse gehen. Der Ölkonzern zählt zu den profitabelsten Unternehmen der Welt. Wie schätzt ihr die Risiken ein? Bezüglich der Öl-Nachfrage bin ich entspannt - Entwicklungs- und Schwellenländer werden die Nachfrage noch lange tragen. Die Klimawandeldebatte ist eher ein (möglicherweise temporäres) westeuropäisches Luxusproblem. Ich rechne nicht mit massiv steigenden Ölpreisen, aber auch nicht mit deutlich einbrechender Nachfrage. Kritischer sehe ich die politische Situation Saudi-Arabiens - trotz massiver Gewaltanwendung ist das Regime immer mehr herausgefordert, die Ordnung halbwegs zu bewahren. Eine Revolution würde die Anteilsscheine wertlos machen. Auch Krieg und Bürgerkrieg könnten die Profitabilität mindern. Ich möchte meine Positionen in fossilen Energien in nächster Zeit eher ausbauen, aber halte Aramco für zu gefährlich/mit dem Schicksal der Monarchie in Saudi-Arabien verknüpft. Zudem habe sogar ich ein Problem damit, Geschäfte mit einem Regime zu machen, das Abweichler routinemäßig ermordet. Ich werd' wohl weich...

Troyan
2019-11-04, 23:03:15
REITs bzw. Immobilien-ETFs sind eigentlich eine ganz andere Asset-Klasse als physische Immobilien. Bei physischen Immobilien hat man viele steuerliche Vorteile und kann besser mit Krediten hebeln. Dafür hat man damit in der Regel mehr Arbeit. Andererseits muss man bei Fonds/REITs indirekt den ganzen Verwaltungsoverhead mitbezahlen.


Warum? REITs mit echten Immobilien haben einen realen Gegenwert. Genauso wie eine (eigene) Immobilie.

Außerdem ist das ist es viel einfacher in REITs zu investieren als heute noch eine vernünftige Immobilien zu finden.

Semmel
2019-11-05, 06:16:16
Saudi Aramco soll ja in Kürze an die Börse gehen. Der Ölkonzern zählt zu den profitabelsten Unternehmen der Welt. Wie schätzt ihr die Risiken ein? Bezüglich der Öl-Nachfrage bin ich entspannt - Entwicklungs- und Schwellenländer werden die Nachfrage noch lange tragen. Die Klimawandeldebatte ist eher ein (möglicherweise temporäres) westeuropäisches Luxusproblem. Ich rechne nicht mit massiv steigenden Ölpreisen, aber auch nicht mit deutlich einbrechender Nachfrage. Kritischer sehe ich die politische Situation Saudi-Arabiens - trotz massiver Gewaltanwendung ist das Regime immer mehr herausgefordert, die Ordnung halbwegs zu bewahren. Eine Revolution würde die Anteilsscheine wertlos machen. Auch Krieg und Bürgerkrieg könnten die Profitabilität mindern. Ich möchte meine Positionen in fossilen Energien in nächster Zeit eher ausbauen, aber halte Aramco für zu gefährlich/mit dem Schicksal der Monarchie in Saudi-Arabien verknüpft. Zudem habe sogar ich ein Problem damit, Geschäfte mit einem Regime zu machen, das Abweichler routinemäßig ermordet. Ich werd' wohl weich...

Saudi Aramco ist jedenfalls interessant. Ich bin vielleicht auch mit dabei. Am Ende hängt es natürlich von der Bewertung ab.

Es spricht vieles dafür:
- Saudi Aramco liefert seit Jahrzehnten zuverlässig Öl und war immer ein zuverlässiger Handelspartner.
- Die Förderkosten sind extrem niedrig, die machen praktisch bei jedem Ölpreis Gewinn.
- Saudi Aramco macht mehr Gewinn als alle 30 DAX-Unternehmen zusammen.
- Ein Großteil des Gewinns wird direkt als Dividende ausgeschüttet.
- Die Ölreserven sind gigantisch und reichen noch für mindestens 70 Jahre.
- Die Klimadebatte ist tatsächlich nur ein westeuropäisches Luxusproblem. Ich bin mir sicher, das Öl wird bis auf den letzten Tropfen verbrannt werden. Daran wird die dekadente deutsche Politik nichts ändern.
- Das Saudi Aramco teilweise entgegengebrachte Misstrauen und der Klima-Wahn sorgt für eine günstigere Bewertung.

Tidus
2019-11-05, 08:27:27
Back 2 Topic!

Unyu
2019-11-05, 09:50:46
Saudi Aramco soll ja in Kürze an die Börse gehen. Der Ölkonzern zählt zu den profitabelsten Unternehmen der Welt. Wie schätzt ihr die Risiken ein?
Ganz klar zu hoch.
https://timschaefermedia.com/saudischer-oelgigant-aramco-kommt-an-die-boerse-mein-rat-finger-weg/

Kann man dem System trauen, evtl. wird es verstaatlicht und man verliert alles. Das Problem ist nicht ob das Geschäft läuft oder nicht.

Philipus II
2019-11-05, 18:19:14
Ich denke, Saudi-Aramco wird etwas weniger riskant, wenn es dereinst an einer US-Börse gehandelt wird und auch ein relevanter Anteil im internationalen Besitz ist (20% wären beruhigend). Anteilsscheine an der Börse in Riad sind mir auf jeden Fall zu gefährlich, vor allem wenn nur 5% verkauft werden sollen...

Plutos
2019-11-05, 18:34:26
Hab mal kleinere Positionen in 543900 (100 Stk.) […]
Die Automobilbranche sehe ich erst am Anfang des Abschwungs. Da bin ich derzeit vorsichtig. So toll ist die Dividende bei Conti auch nicht, nur rund 3%.
Gute +8% innerhalb von 3 Handelstagen. Das schreit ja fast nach Gewinnmitnahme. Aber ich wollte die Sachen doch zukünftig länger halten… :usad:

Kallenpeter
2019-11-05, 19:06:54
In den USA senken die großen Broker Reihenweise ihre Gebühren auf null

Mal gucken wann es in Deutschland soweit kommt

https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/fonds-etf/wertpapierhandel-gebuehren-fuer-aktienhandel-brechen-ein-preiskampf-bei-den-us-brokern/25103194.html

Semmel
2019-11-05, 19:38:42
In den USA senken die großen Broker Reihenweise ihre Gebühren auf null

Mal gucken wann es in Deutschland soweit kommt

https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/fonds-etf/wertpapierhandel-gebuehren-fuer-aktienhandel-brechen-ein-preiskampf-bei-den-us-brokern/25103194.html

Eine gute Entwicklung!

Ich weiß nicht genau, wie das in den USA ist, aber in Deutschland werden ja vor allem Girokonten mit den Depots querfinanziert.
Den europäischen Banken geht es da schlechter dank Negativzins.

Aber trotzdem sollten die Billig-Broker entsprechenden Druck ausüben.
Trade Republic mit 1€ auf alles war ja nur der Anfang.
Es folgt justTrade mit 0€.
Bei Trade Republic kann man zudem seit kurzen 280 ETFs dauerhaft kostenlos besparen.

Das wird Druck auf die alteingesessenen Banken ausüben.
Nächstes Jahr werden immer mehr Banken Negativzinsen verlangen müssen. Die Depotgebühren sollten dafür aufgrund der Konkurrenzsituation sinken.

Auch mit überteuerten Fonds lässt sich nicht mehr so gut Geld verdienen, da die ETFs mittlerweile überwiegen und auch dort sinken die Gebühren aufgrund der Konkurrenzsituation.

Oid
2019-11-05, 19:43:11
Saudi-Aramco:
Alleine dass das die aktuelle Hype-Aktie der ganzen Foren-Daddler ist, reicht mir schon als Auschlusskriterium ^^. Jetzt mal von der mangelnden Rechtssicherheit und Rechtsstaatlichkeit in Saudi-Arabien abgesehen.

Semmel
2019-11-05, 21:56:28
Saudi-Aramco:
Alleine dass das die aktuelle Hype-Aktie der ganzen Foren-Daddler ist, reicht mir schon als Auschlusskriterium ^^. Jetzt mal von der mangelenden Rechtssicherheit und Rechtsstaatlichkeit in Saudi-Arabien abgesehen.

Wo siehst du einen Hype?
Ich sehe mehrheitlich negative Stimmen. Die Presse ist auch eher negativ.

Allerdings halte ich die bisher ausgerufene Bewertung auch für etwas überzogen. Aber das kann sich ja noch ändern.
Die Preisspanne soll am 17.11.2019 bekannt gegeben werden.

JonSnow
2019-11-06, 08:18:23
Mega Zahlen von Wirecard, jetzt sell the news, mal schauen wie tief die die Aktie drücken.

pest
2019-11-06, 09:42:33
Mit Matchgroup mal 400€ im Plus gewesen...nun -200€ :mad:, genauso mit den ollen Wirecard-Gedöns

Da ich nebenbei noch ein ETF-Depot habe, ist es wohl schlauer einfach den Nasdaq etwas überzugewichten

Plutos
2019-11-06, 09:49:10
Mit Matchgroup mal 400€ im Plus gewesen...nun -200€ :mad:
Was ist denn da gestern passiert? :eek: -18,6% von heut auf morgen ist ja schon 'ne Hausnummer, wird ja wohl kaum eine Ausschüttung gewesen sein?

pest
2019-11-06, 10:08:24
Zahlen sind gut, Ausblick wegen Konkurrenz weniger

Semmel
2019-11-07, 13:38:41
Die Commerzbank führt Negativzinsen ein:
https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2019-11/negativzins-strafzins-commerzbank-privatkunden-kredite

Ich denke es ist nur eine Zeitfrage, bis weitere Banken nachziehen und auch irgendwann der Kleinanleger betroffen sein wird.

Die schleichende Entwertung durch negative Realzinsen (0% Zins bei 2% Inflation) hat der Durchschnittssparer bisher noch weitgehend hingenommen. Ob das bei einem nominalen Negativzins immer noch so bleiben wird?
Die Commerzbank wird ihren Kunden als Alternative sicherlich Aktien bzw. Fonds nahelegen.

Für die Börsen bedeutet das einen weiteren Aufschub.

und
2019-11-07, 13:47:43
Glaubst Du, dass die Börsen um den Jahreswechsel hin, ähnlich letztem Jahr, nochmals abstürzen oder sie sich längerfristig hochschrauben?

Everdying
2019-11-07, 14:28:46
Glaubst Du, dass die Börsen um den Jahreswechsel hin, ähnlich letztem Jahr, nochmals abstürzen oder sie sich längerfristig hochschrauben?

Bin aktuell auch hin- und hergerissen zwischen Verkaufen und Holden. Einerseits sehen die Konjunkturdaten wirklich nicht so toll aus, andererseits ist kein Ende der Niedrigzinspolitik in Sicht. Zudem wird Trump ganz gezielt zur US-Wahl 2020 die Wirtschaft und Aktienmärkte beeinflussen...

Plutos
2019-11-07, 15:20:43
Wenn ich heute ein paar Jahre in die Zukunft raten müsste, würde ich die aktuelle Hausse im DAX im Bereich von 16.000-17.000 Punkten enden sehen, vorher erwarte ich eigentlich (singuläre Weltgeschehnisse ausgeklammert) keine fundamentalen Rücksetzer. IMHO herrscht durchaus noch berechtigte Kauflaune.

Dunkeltier
2019-11-07, 16:54:54
Ich hab längere Zeit pausiert und bin seit September 2019 wieder breit investiert. Schaut momentan so aus:

https://abload.de/img/223gkd5.png


Bilfinger und K+S sind Altlasten von früher (wo ich auch immer mit guten Gewinnen rausging), die lass ich bis zum Sankt Nimmerleinstag drin. Hab ja keinen Druck, die zu verkaufen. Wenn ich mir Aktien ins Depot lege, schaue ich auf die Dividende oder das KGV. Im Frühjar 2020 will ich alles (bis auf die Altlasten) mit 12-15k Gewinn verkaufen. Von Banken und Energie-Unternehmen lasse ich grundsätzlich die Finger.

Plutos
2019-11-07, 17:26:14
Interessant, dass sich hier mal jemand so komplett nackig macht, aber uff…das ist ein Depot, das ich nicht mit der Kneifzange anfassen würde. :freak:

Von Banken und Energie-Unternehmen lasse ich grundsätzlich die Finger.
Deshalb sind auch 30% des Depots alleine die Deutsche Pfandbriefbank? :freak:

Dunkeltier
2019-11-07, 17:41:30
Interessant, dass sich hier mal jemand so komplett nackig macht, aber uff…das ist ein Depot, das ich nicht mit der Kneifzange anfassen würde. :freak:


Deshalb sind auch 30% des Depots alleine die Deutsche Pfandbriefbank? :freak:


Ist ja keine herkömmliche Geschäftsbank wie die Deutsche- oder Commerzbank. :rolleyes: Was stört dich denn an dem Depot? Ist doch breit gestreut? Wegen der Steuergeschichte bin ich nur in Deutschland unterwegs.

Everdying
2019-11-07, 17:43:31
So, mal paar Gewinne bei Infineon realisiert. Vor allem meine "Altlasten" (Kaufkurs 18,59) wegbekommen. Wenn alles gut läuft gibts nochmal einen Rücksetzer und ich kann günstig nachkaufen...

Kallenpeter
2019-11-07, 18:04:33
Was stört dich denn an dem Depot? Ist doch breit gestreut? Wegen der Steuergeschichte bin ich nur in Deutschland unterwegs.

Wegen welcher Steuergeschichte bist du nur in Deutschland investiert?

Weil diese Deutschland-lastigkeit sehe ich als äußerst problematisch an.

Deine Rente, dein Job (deine Immobilie?) hängt alles von der deutschen Konjunktur ab. Warum dann auch noch das Depot zu 100% in Deutschland investieren?

Dunkeltier
2019-11-07, 18:11:11
Wegen welcher Steuergeschichte bist du nur in Deutschland investiert?

Weil diese Deutschland-lastigkeit sehe ich als äußerst problematisch an.

Deine Rente, dein Job (deine Immobilie?) hängt alles von der deutschen Konjunktur ab. Warum dann auch noch das Depot zu 100% in Deutschland investieren?


Wegen der (30%) 15% Quellensteuer an die USA. Hab da keinen Nerv, mir sowas über die Steuererklärung zurück zu holen. Klar ist da ein Klumpenrisiko, aber wenn die weltweite Konjunktur abrutscht, bist du mit ausländischen Aktien genau so mit drin bzw. dabei. Meine Immobilie und alles ist bereits abgezahlt, die Aktien und nicht aufgeführte Barmittel sind halt meine Altersvorsorge.

Gandharva
2019-11-07, 18:12:35
Ich hab längere Zeit pausiert und bin seit September 2019 wieder breit investiert. Schaut momentan so aus:

https://abload.de/img/223gkd5.png

Sind das nur deine "Europa" Aktien, oder all deine Aktien? Falls letzteres, imho extrem krasses Home bias mit entsprechend großen Risiken. Von breit gestreut kann hier keine Rede sein.

Plutos
2019-11-07, 18:30:51
Ich bin der Meinung, man kann auch "überdiversifiziert" sein. Ich habe ja schon genug Probleme, 30-40 gute Papiere zu finden, die meinen Kriterien genügen. Bringt ja nix, wenn ich stattdessen in irgendwelche Ramschpapiere investiere, nur um noch stärker diversifiziert zu sein.

Kallenpeter
2019-11-07, 18:33:24
Sind das nur deine "Europa" Aktien, oder all deine Aktien? Falls letzteres, imho extrem krasses Home bias mit entsprechend großen Risiken. Von breit gestreut kann hier keine Rede sein.

Sehe ich ähnlich. Von 30 Aktien in meinem Depot sind ca. 10 aus Europa und Deutschland.

Dunkeltier
2019-11-07, 19:00:39
Bin gerade aus dem Wikifolio-Zertifikat raus (das L+S-Ding) und bin noch in Bayer, Continental und Aurubis rein. Letzteres als größte Position mit 5k.

Schaut nun so aus:

https://abload.de/img/barrnejzk0m.png

und
2019-11-07, 19:01:44
@Everdying
Ich bin neu bei dem Spiel. Ich lag ein paar mal daneben bzw. schon richtig, hatte aber nicht die Nerven es auszusitzen, und hab dann überhastet agiert; insgesamt bin ich aber im Plus. Was ich bisher gelernt habe, ist, dass es ein großer Unterschied ist, ob man denkt eine Aktie zu haben oder sie wirklich hat. Geht's hoch, ist man euphorisch. Geht's runter, kann einem im Kopf heiß werden. Kurzfristig ist man extrem von Tagespolitik und Informationen abhängig, die man nicht aus erster Hand hat bzw. sie selbst macht. Manche Papiere sind dabei wesentlich anfälliger als andere. Kurzfristiges Handeln kann profitabel sein, langfristiges ist erholsamer.

Kribbelig ist's, wenn der Wert einer Aktie so gar nicht mit den Zahlen eines Unternehmens übereinstimmen will - trotzdem gedeihen solche Papiere zum Teil prächtig. Der hiesige Immobilienmark ist ziemlich leer gefegt; Gold mag nicht jeder horten; die von Semmel genannten Negativzinsen - zumindest für ein paar Jahre - werden sicherlich manche Menschen in den Aktienmarkt treiben - ein Teil derer, die für sowas überhaupt ausreichend Mittel haben.

Nach meinem Verständnis steht eine pervertierte entfesselte Wirtschaft - die Gründe warum es überhaupt zu Negativzinsen kommt - einer Blasenbildung gegenüber. Frage ist, was wiegt, wie lange, stärker. Ich stell mir das wie zwei sich umkreisende Neutronensterne vor. Was Trump 2020 anbelangt: Im Hintergrund arbeiten viele daran, dass er's nicht mehr wird. Totgesagte leben aber bekanntlich länger. Sollte er wiedergewählt werden, dann denke ich, dass seine zweite Amtsperiode ruhiger und angepaßter wird, da sich die eigentlichen Märkte unabhängig von seinem Tun entwickeln - es sei denn jemand packt Schweres Gerät aus, und es geht in die letzte Phase des Kapitalismus.

So, jetzt bin ich aber immer noch unschlüssig was 2019/2020 anbelangt.

Plutos
2019-11-07, 19:26:24
in Bayer, Continental
:up: Das ist eher nach meinem Geschmack (auch weil ich letzte Woche noch knapp 10% günstiger bei Conti einsteigen konnte :udevil:).

Aber trenn dich doch endlich von Bilfinger und K+S, das kann ich mir wirklich nicht anschauen. :freak: Wenn du die verliebenen knapp 6k eh abgeschrieben hast, nimm sie doch und steck sie in das nächste Bitcoin oder irgendwas anderes hochspekulatives. Schlechter als Totalverlust kann es eh nicht laufen. ;)

Dunkeltier
2019-11-07, 19:28:54
:up: Das ist eher nach meinem Geschmack (auch weil ich letzte Woche noch knapp 10% günstiger bei Conti einsteigen konnte :udevil:).


Den besten Einstiegskurs/Zeitpunkt erwischt man eh nie 100%ig. :freak: Ist halt besser, als mit dem 8k schweren Wikifolio-Zertifikat auf der Stelle zu treten.

Kallenpeter
2019-11-07, 19:34:56
Ja, ein bekannter ist dieses Jahr zum perfekten Zeitpunkt bei Tesla eingestiegen und ist um die 100% im Plus. :freak:


Ich bin bei Tesla und Bayer eingestiegen dieses Jahr und 50% bzw. 20% im plus.

Meine neusten Zukäufe im "Blood on the Street" Segment sind Imperial Brands (Zigaretten Hersteller) und Tele Columbus. Mal gucken ob die Taktik auch mit denen gut geht.

Dunkeltier
2019-11-07, 19:41:31
Mal eine kleine Preisfrage: Soll ich, wenn ich im Frühjahr meine Aktien verkaufe, auch die Leichen (K+S & Bilfinger) aus meinem Keller entsorgen? Um die Kohle für neue Aktien im Herbst 2020 locker zu machen? Oder den Verlust weiter aussitzen? Bin auf's Kapital nicht angewiesen.

Plutos
2019-11-07, 19:46:39
Meine neusten Zukäufe im "Blood on the Street" Segment sind Imperial Brands (Zigaretten Hersteller) und Tele Columbus. Mal gucken ob die Taktik auch mit denen gut geht.
Erzähl mehr! :smile:

Mal eine kleine Preisfrage: Soll ich, wenn ich im Frühjahr meine Aktien verkaufe, auch die Leichen (K+S & Bilfinger) aus meinem Keller entsorgen?
Du sollst sie am besten gestern entsorgen! :freak: Im Frühjahr machst du's sonst auch nicht – geht es bis dahin rauf, denkst du, juhu, Turnaround, halten! Geht es noch weiter runter, denkst du weiterhin, eh schon wurscht, halten, vielleicht kommt ja bald der Turnaround.

Ggf. wäre es aus steuerlicher Sicht sogar sinnvoll, sie noch dieses Jahr zu veräußern, um ein paar Verluste zum Verrechnen zu haben.

pest
2019-11-07, 19:53:37
@dunkeltier
hättest vor einem Monat auch einfach den DAX kaufen können und auch 10% gemacht :rolleyes:

just luck

Kallenpeter
2019-11-07, 20:05:48
Erzähl mehr! :smile:

Hab auch noch iRobot
https://www.finanzen.net/aktien/irobot-aktie

und central Puerto
https://www.finanzen.net/aktien/central_puerto-aktie

(schon ein paar Monate länger) im Depot. Von central puerto hab ich schonmal berichtet direkt nach dem crash vor ein paar Monaten

Mortalvision
2019-11-07, 21:05:20
bin heute aus allem raus, was +10% hatte. Schaeffler waren +24%, unbegründeter Anstieg!

Semmel
2019-11-07, 21:59:17
Wegen der (30%) 15% Quellensteuer an die USA. Hab da keinen Nerv, mir sowas über die Steuererklärung zurück zu holen. Klar ist da ein Klumpenrisiko, aber wenn die weltweite Konjunktur abrutscht, bist du mit ausländischen Aktien genau so mit drin bzw. dabei. Meine Immobilie und alles ist bereits abgezahlt, die Aktien und nicht aufgeführte Barmittel sind halt meine Altersvorsorge.


Also ich weiß ja nicht, wie das bei flatex läuft, aber die DKB reduziert bei US-Aktien automatisch die Quellensteuer von 30% auf 15% und diese verbleibenden 15% werden voll auf die deutsche Abgeltungssteuer angerechnet, d.h. du hast effektiv keinerlei zusätzliche Besteuerung! Das geschieht alles vollautomatisch.

Einfach ist es auch bei britischen Aktien, weil es in Großbritannien garkeine Quellensteuer gibt.

Ich hab keine einzige deutsche Aktie mehr und das bleibt auch so. Die EU ist am absteigenden Ast, da investiere ich grundsätzlich nichts mehr.
Die meisten US-Werte halte ich aber auch für überteuert.
Ich konzentriere mich auf Russland, Kanada und Südamerika. Da bekommt man als Value-Investor noch was geboten.

Dunkeltier
2019-11-07, 22:09:51
@dunkeltier
hättest vor einem Monat auch einfach den DAX kaufen können und auch 10% gemacht :rolleyes:

just luck


Nein, meine Leichen bzw. alten Verluste verzerren die Zahlen. Der Neu-Einstieg dürfte ohne die eher bei 15-17% im Plus liegen.

taddy
2019-11-07, 22:41:12
Auch wenn ich neben einem Haufen langweiliger ETFs nur AMD als einzige wirkliche Aktie halte, so habe ich innerhalb von 4 Monaten respektable 7% rausgeholt..

Klar, mit wirecard wäre es mehr, aber ich bin keine Zockernatur und meine teuer verdiente Kohle mir da zu schade für.

Ich warte nun auf einen weiteren Trump Tweet Schluckauf, damit ich nachkaufen kann..
Aber wenn du drauf wartest, kommt er nicht.

Dieser engstirnige Tunnelblick auf den DAX nervt mich auch in den Medien, mir persönlich ist es völlig wurscht, ob der DAX einbricht oder auf der Stelle bleibt. Mein Job ist nicht vom DAX abhängig und Deutschland ist gerade Mal mit ca 6% in meinem Portfolio enthalten. Mehr als genug wie ich finde

Semmel
2019-11-08, 05:59:41
Mal eine kleine Preisfrage: Soll ich, wenn ich im Frühjahr meine Aktien verkaufe, auch die Leichen (K+S & Bilfinger) aus meinem Keller entsorgen? Um die Kohle für neue Aktien im Herbst 2020 locker zu machen? Oder den Verlust weiter aussitzen? Bin auf's Kapital nicht angewiesen.

Ich habe K+S längst entsorgt. Das ist auch so eine richtige Müll-Aktie und war auch ein Griff ins Klo bei mir. Fundamental ist der Laden eigentlich unterbewertet, aber das Management ist eine totale Katastrophle, sodass ich die Finger davon lasse.

Semmel
2019-11-08, 06:09:35
Glaubst Du, dass die Börsen um den Jahreswechsel hin, ähnlich letztem Jahr, nochmals abstürzen oder sie sich längerfristig hochschrauben?

Zum Jahresende hin gibt es zumindest eine Welle mit Tax-Loss-Selling.


Bin aktuell auch hin- und hergerissen zwischen Verkaufen und Holden. Einerseits sehen die Konjunkturdaten wirklich nicht so toll aus, andererseits ist kein Ende der Niedrigzinspolitik in Sicht. Zudem wird Trump ganz gezielt zur US-Wahl 2020 die Wirtschaft und Aktienmärkte beeinflussen...

Ja, Trump wird wieder eine größere Rolle spielen.
Er möchte 2020 wiedergewählt werden, also wird er sich bis dahin versöhnlicher verhalten. Eine Krise kann er jetzt nicht brauchen.
Die Gespräche mit China werden ewig vertagt, die Brexit-Entscheidung ebenfalls. Von daher haben wir noch etwas Zeit.
Die FED haut außerdem noch Spielraum für weitere Zinssenkungen, was die Börsen stützen wird.
Mittel- bis langfristig wird die schwächelnde Konjunktur sicherlich ihre Auswirkungen zeigen.
Kurzfristig anscheinend noch nicht....

Zum Traden kann man sich also noch auf tolle Gewinne freuen.
Als langfristiger Investor sollte man langsam mal anfangen, sein Depot krisenfest zu gestalten und Depot-Leichen zu entsorgen.

Semmel
2019-11-08, 06:13:11
Kribbelig ist's, wenn der Wert einer Aktie so gar nicht mit den Zahlen eines Unternehmens übereinstimmen will - trotzdem gedeihen solche Papiere zum Teil prächtig.

Genau das sind doch die interessanten Aktien für den Value-Investor. (vorausgesetzt die Zahlen sind besser als der Aktienwert ;) )
Sowas kauft man und lässt es liegen, bis sich ein angemessener Wert entwickelt hat. Die Rahmenbedingungen müssen natürlich auch passen und das Management muss was taugen (nicht so wie bei K+S).

Andersrum würde ich die Finger davon lassen.

Mortalvision
2019-11-08, 06:16:08
Kali und Salz? da hätte ich dir gleich sagen können, dass das nix wird. Bin da quasi nebenan aufgewachsen...

pest
2019-11-08, 09:58:56
Nein, meine Leichen bzw. alten Verluste verzerren die Zahlen. Der Neu-Einstieg dürfte ohne die eher bei 15-17% im Plus liegen.

Da verzerrt garnix, schließlich hast du da Geld investiert :?

War bei der Allianz auch nach 1 Woche halten 8% im Plus...jetzt, nach 2 Jahren sind es 20%

hättest du das selbe letztes Jahr gemacht, wärest du jetzt schön im Minus

Hier tun alle immer so als hätten sie irgendeine Strategie, schauen aber auf eine Investitionshistorie von 2-3 Jahren zurück...das sagt doch nix aus

Dunkeltier
2019-11-08, 10:29:35
@dunkeltier
hättest vor einem Monat auch einfach den DAX kaufen können und auch 10% gemacht :rolleyes:

just luck



Da verzerrt garnix, schließlich hast du da Geld investiert :?

War bei der Allianz auch nach 1 Woche halten 8% im Plus...jetzt, nach 2 Jahren sind es 20%

hättest du das selbe letztes Jahr gemacht, wärest du jetzt schön im Minus

Hier tun alle immer so als hätten sie irgendeine Strategie, schauen aber auf eine Investitionshistorie von 2-3 Jahren zurück...das sagt doch nix aus


Ja, aber da habe ich vor Jahren investiert. Bezogen auf meinen Neu-Einstieg (also die neuen Positionen) hab ich den DAX klar geschlagen.

Semmel
2019-11-08, 11:14:07
Am besten ist es, wenn man alle Transaktionen in einer Excelliste erfasst, dann kann man ganz leicht den internen Zinsfuß berechnen.

und
2019-11-08, 15:35:25
Was verwendet ihr eigentlich für Trading-Software?

@Semmel
Okay

taddy
2019-11-08, 15:38:59
Was verwendet ihr eigentlich für Trading-Software?

@Semmel
Okay

Ich habe mir per Google Sheet eine Übersicht gebastelt, man kann halt weder Kaufen noch gibt es eine Sekundengenaue Auswertung, aber da ich ein langfristiger Anleger bin, reicht mir diese Lösung. Vorteil ist, dass man vom Desktop sowie auch Mobil mal kurz drüberschauen kann

Kallenpeter
2019-11-08, 17:20:47
Was verwendet ihr eigentlich für Trading-Software?

@Semmel
Okay
Keine. Über die Websites/Apps meiner Broker (comdirect, ING, trade republic)

Ansonsten bilde ich mein gesamtes Portfolio in finanzen100 nach (website und app).

Semmel
2019-11-08, 20:24:23
Keine. Über die Websites/Apps meiner Broker (comdirect, ING, trade republic)

Ansonsten bilde ich mein gesamtes Portfolio in finanzen100 nach (website und app).

Mache ich auch so + zusätzlich eine Excelliste zur Berechnung des internen Zinsfußes und auch dort habe ich eine automatische Kursabfrage integriert.

D3fault
2019-11-10, 17:54:22
Mache ich auch so + zusätzlich eine Excelliste zur Berechnung des internen Zinsfußes und auch dort habe ich eine automatische Kursabfrage integriert.


welche api verwendest du?

da yahoo nicht mehr läuft

pest
2019-11-10, 19:12:57
welche api verwendest du?

da yahoo nicht mehr läuft

Yahoo funktioniert doch, hab hier Code gepostet

D3fault
2019-11-10, 19:42:33
kannst du mir sagen auf welcher page? mein letzter versuch in 2018 hat leider nicht mehr geklappt

Karümel
2019-11-10, 19:52:59
Jetzt kommt die Finanztransaktionssteuer?
https://www.tagesschau.de/inland/grundrente-133.html
Als wichtiger Beitrag zur Finanzierung der Maßnahmen (Grundrente) soll auch die im Koalitionsvertrag vereinbarte Finanztransaktionssteuer eingeführt werden.

pest
2019-11-10, 20:10:28
kannst du mir sagen auf welcher page? mein letzter versuch in 2018 hat leider nicht mehr geklappt

Python-Code (https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?p=11714503#post11714503)

Semmel
2019-11-11, 06:00:19
welche api verwendest du?


Garkeine, ich greife per Makro die Daten von tradegate.de ab.


Jetzt kommt die Finanztransaktionssteuer?
https://www.tagesschau.de/inland/grundrente-133.html
Als wichtiger Beitrag zur Finanzierung der Maßnahmen (Grundrente) soll auch die im Koalitionsvertrag vereinbarte Finanztransaktionssteuer eingeführt werden.

:mad:

Kallenpeter
2019-11-11, 17:45:28
Jetzt kommt die Finanztransaktionssteuer?
https://www.tagesschau.de/inland/grundrente-133.html
Als wichtiger Beitrag zur Finanzierung der Maßnahmen (Grundrente) soll auch die im Koalitionsvertrag vereinbarte Finanztransaktionssteuer eingeführt werden.

Ist die nicht schon beschlossen? 0,2% bei alle deutschen (oder europäischen?) Aktien über 1 Milliarde Kapitalisierung.

DFn2BikTDfE

Oid
2019-11-11, 18:21:44
Siehe Signatur :D

GSXR-1000
2019-11-11, 19:23:23
Was habt ihr eigentlich alle fuer ein seltsames problem mit der transaktionssteuer?
Den strategischen, langfristigen anleger, der aktien als das sieht und verwendet, was sie sein sollten, naemlich langfristige firmenbeteiligungen, betrifft das doch so gut wie garnicht.
Betreffen tuts zocker, spekulanten, kursmanipulatoren und highspeedtrader.
Und hier ists dann auch gerechtfertigt. Denn diese klientel sorgt fuer uebervolantile maerkte, die keiner wirtschaft guttun und die erhoehte risiken fuer volkswirtschaften bergen.
Das staaten diese risiken (leider in viel zu geringem Umfang) an die verursacher zurueckgeben ist mehr als nur legitim und eigentlich zwingendes staatliches handeln.

Kallenpeter
2019-11-11, 19:49:47
Was habt ihr eigentlich alle fuer ein seltsames problem mit der transaktionssteuer?
Den strategischen, langfristigen anleger, der aktien als das sieht und verwendet, was sie sein sollten, naemlich langfristige firmenbeteiligungen, betrifft das doch so gut wie garnicht.
Betreffen tuts zocker, spekulanten, kursmanipulatoren und highspeedtrader.
Und hier ists dann auch gerechtfertigt. Denn diese klientel sorgt fuer uebervolantile maerkte, die keiner wirtschaft guttun und die erhoehte risiken fuer volkswirtschaften bergen.
Das staaten diese risiken (leider in viel zu geringem Umfang) an die verursacher zurueckgeben ist mehr als nur legitim und eigentlich zwingendes staatliches handeln.

Ne, die Spekulanten haben viele Wege das ganze zu umgehen.

Schlimmer: Was hat die Finanzkrise 2008 ausgelöst? Undurchsichtige Finanzprodukte in denen Schulden gebündelt, "versichert" und verkauft wurden.

Was wird durch die Finanztransaktionssteuer besteuert? Reine Aktienkäufe. Doppelt verbriefte und fünffach gehebelte swap Geschäfte sind nicht betroffen.

DAX ETF der Aktien direkt kauft --> Finanztransaktionssteuer
DAX ETF der die Aktien nicht kauft und sich über Geschäfte mit einem dritten Partner nur die Wertentwicklung nachbilden lässt --> Keine Steuer

pest
2019-11-11, 20:06:59
Doppelt verbriefte und fünffach gehebelte swap Geschäfte sind nicht betroffen.


This, mit einer Besteuerung auf Derivatehandel würde der Scholz keinen Blumentopf gewinnen

Zocker dürfen weitermachen - der langfristig denkende Anleger wird bestraft

Warum führt man nicht wieder eine Spekulationsfrist bei Aktien ein?

GSXR-1000
2019-11-11, 21:04:51
This, mit einer Besteuerung auf Derivatehandel würde der Scholz keinen Blumentopf gewinnen

Sicher ein Fehler, nur man muss irgendwo anfangen und Aktien sind die deutlich einfachere Variante. Wuerde mich freuen, wenn es ausgeweitet wuerde. Allerdings werden genau die toxischen Papiere selten a) in Deutschland oder der EU gehandelt b)auf dem kontrollierten Finanzmarkt gehandelt.


Zocker dürfen weitermachen - der langfristig denkende Anleger wird bestraft

Achja? Wird er das? Bei einem langfristig angelegten und wachsenden Aktiendepot? Ich hab mir das mal für mich ausgerechnet. Die tatsächlichen Kosten sind absolut vernachlaessigbar. Ich glaube kaum das die meisten jahrelang darueber lamentieren bei langfristiger Investition das sie diesen Kaufaufschlag haben. Das ist weniger als das intradaymovement der meisten Aktien. Ich denke nicht das der normale Aktionaer nach 15 Jahren tatsächlich noch darüber lamentiert, das er die aktie 5 Stunden vorher für diesen Aufschlag günstiger haette kaufen koennen. Das ist wieder die typische Stammtisch Wutbürger Empörung.


Warum führt man nicht wieder eine Spekulationsfrist bei Aktien ein?

Wuerd ich sofort bejahen. Nur wäre eine sinnvolle Frist fuer die Leute hier sicher auch schon wieder zu lang.
Eine globale transaktionssteuer waere der Weg auch alle Derivate zu bekommen. Nur verhindert ihr ja auch das, indem ihr auf genau diese aussereuropäischen Maerkte ausweicht, und somit einen kostenlosen Wettbewerbsvorteil realisiert, denn natürlich allen voran unsere amerikanischen Freunde niemals aufgeben werden.
Krachts dann das naechste mal, zahlt wieder der steuerzahler und ihr lamentiert wieder... etwas verlogen ist das schon.

24p
2019-11-11, 21:18:38
Krachen tut es garantiert nicht wegen ein paar Kleinanlegern, die Aktien kaufen.

GSXR-1000
2019-11-11, 21:47:37
Krachen tut es garantiert nicht wegen ein paar Kleinanlegern, die Aktien kaufen.
Krachen tut es selten wegen einigen wenigen. Nur die Masse der Kleinanleger ist dann auch eben wieder eine Masse. Und die hat schon relevant.
Selbst hier haben wir doch schon einige die (wie sie selbst behaupten) am Aktienmarkt als "Profis" taetig sind...

Oid
2019-11-11, 21:55:59
Achja? Wird er das? Bei einem langfristig angelegten und wachsenden Aktiendepot? Ich hab mir das mal für mich ausgerechnet. Die tatsächlichen Kosten sind absolut vernachlaessigbar.
Zeigt ja die Erfahrung, dass einmal eingeführte Steuern nie erhöht werden. Und bei einer Steuer, die unser üppiges - und in Zukunft noch viel üppigeres - (Respekt-)Rentensystem querfinanzieren soll, erscheint mir das gleich doppelt unwahrscheinlich.

Die Steuer ist von vorne bis hinten Murks. Und das hat nichts mit der (aktuell geplanten) Höhe der Steuer zun tun. Der Plan war es die Zockerein zu besteuern, die die Finanzkrise befeuert haben. Nicht nur, dass die Wirksamkeit dieser Idee schon mal diskussionswürdig ist, sind kurioserweise ausgerechnet Derivate (CDS, MBS und was es da alles für Schund gab) von der Steuer ausgenommen. Zahlen darf auf jeden Fall dergenige, der mit einem Aktien- oder Fondssparplan versucht fürs Alter vorzusorgen. Und das hat nunmal rein gar nichts mit Auslösern der Finanzkrise zu tun.

Das absurde ist, dass die Zahl der "bösen" Derivate im Markt zunehmen wird, weil beispielsweise Swap-ETFs geringer besteuert werden als ETFs mit Direktanlage in Aktien. Und die ganzen "Zocker und Trader" werden natürlich erst recht auf Derivate ausweichen.

Wenn der Finanzminister glaubt, dass man zur Reduzierung des Verbrauchs von Plastiktüten ja nur die Stoffbeutel höher besteuern müsse, dann ist es schlicht kein Argument zu sagen "Ja, aber so teuer ist die Steuer für Stoffbeutel ja nicht. Habt euch mal nicht so!".

GSXR-1000
2019-11-11, 22:08:14
Zeigt ja die Erfahrung, dass einmal eingeführte Steuern nie erhöht werden. Und bei einer Steuer, die unser üppiges - und in Zukunft noch viel üppigeres - (Respekt-)Rentensystem querfinanzieren soll, erscheint mir das gleich doppelt unwahrscheinlich.



Das jemandem wie dir komplett die Empathie abgeht, um das Problem von langjaehrigen Beitragszahlern (denn um die geht es) zu verstehen deren Rente eben nichtmal Grundsicherungsniveau ueberschreitet und dies als gesellschaftlich lösbares Problem (also steuerlich) anzuerkennen, haette mir klar sein muessen.

Und der Grund für diesen Zustand ist mitunter die Profitgier der Aktionaere, denn primär der Shareholder Value Gedanke verhindert eine (frueher bestehende) paritaetische Aufteilung von Produktionsgewinnen zwischen Kapital (Shareholder) und Produktionskapital (Arbeitnehmer). Diese Verschiebung zugunsten der Shareholder wird durch eine solche Steuer nicht mal im Ansatz behoben, belastet aber zumindest den, der mittlerweile ohnehin schon massivst bevorteilt ist.

Aber selbst bei minimalen Eingriffen dieser Art wird rumgewinselt. Bitter zu sehen, das jeder Gedanke einer solidarischen Gesellschaft den Wortfuehrern hier dermassen abgeht.

Da vorhersehbar ist, das auch darauf nur Stammtisch gesummse kommt, bin ich raus. Einsicht ist von Leuten wie dir in solchen Punkten eh nicht zu erwarten. Egomanie bis zum letzten.

Oid
2019-11-11, 22:21:27
Da vorhersehbar ist, das auch darauf nur Stammtisch gesummse kommt, bin ich raus. Einsicht ist von Leuten wie dir in solchen Punkten eh nicht zu erwarten. Egomanie bis zum letzten.
Joa, bis zum nächsten mal, wenn du mal wieder glaubst deine moralisierenden Anmaßungen über den Charakter von Menschen, die du nicht mal ansatzweise kennst, unter die Leute bringen zu müssen :wave:

GSXR-1000
2019-11-11, 22:58:59
Del

Oid
2019-11-11, 23:14:03
Der Twist deinerseits waere dann legitim, wenn deine vorige Aussage bzgl der Mittelverwendung dieser steuer in irgendeiner weise anders deutbar waere. Ist sie aber nicht. Wenn eine aussage eindeutig und nicht interpretierbar ist, kannst du dich kaum darauf berufen missverstanden worden zu sein.
Wenn du meinst... Ich habe die Mittelverwendung in keinster Weise bewertet, sondern nur dargelegt warum ich glaube, dass ausgerechnet bei dieser Verwendung Erhöhungen vorprogrammiert sind.
Aber selbst wenn ich die Verwendung bewertet hätte, hättest du noch lange keinen Grund für deine Anmaßungen meinen Charakter betreffend.

Lawmachine79
2019-11-11, 23:47:01
Das jemandem wie dir komplett die Empathie abgeht, um das Problem von langjaehrigen Beitragszahlern (denn um die geht es) zu verstehen deren Rente eben nichtmal Grundsicherungsniveau ueberschreitet und dies als gesellschaftlich lösbares Problem (also steuerlich) anzuerkennen, haette mir klar sein muessen.

Und der Grund für diesen Zustand ist mitunter die Profitgier der Aktionaere, denn primär der Shareholder Value Gedanke verhindert eine (frueher bestehende) paritaetische Aufteilung von Produktionsgewinnen zwischen Kapital (Shareholder) und Produktionskapital (Arbeitnehmer). Diese Verschiebung zugunsten der Shareholder wird durch eine solche Steuer nicht mal im Ansatz behoben, belastet aber zumindest den, der mittlerweile ohnehin schon massivst bevorteilt ist.

Aber selbst bei minimalen Eingriffen dieser Art wird rumgewinselt. Bitter zu sehen, das jeder Gedanke einer solidarischen Gesellschaft den Wortfuehrern hier dermassen abgeht.

Da vorhersehbar ist, das auch darauf nur Stammtisch gesummse kommt, bin ich raus. Einsicht ist von Leuten wie dir in solchen Punkten eh nicht zu erwarten. Egomanie bis zum letzten.
Wenn ich wetten müsste, würde ich auf "Beamter" tippen. Von Leuten, die alle Rollen kennen (Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Investor, Unternehmer), kommt sowas nicht.

Arbeitnehmer "erzeugen" in der Regel übrigens keinen Produktionsgewinn. Sie realisieren nur das, was der Arbeitgeber erzeugt. Arbeitnehmer ist das Komfortabelste, was man überhaupt sein kann.

Und wenn etwas für den Stammtisch ist, ist es dieses Gewerkschafter/Betriebsrat/Personalratsgeseier.

Du bist genau der Typ, der sich über jeden aufregt, der erfolgreich ist, weil Du meinst, in einer gerechten Welt wärst Du erfolgreich und die anderen nicht, weil Du alles so machst, wie es objektiv recht und billig sein muss und die anderen sind alle Heuschrecken/Ausbeuter und was nicht noch alles. Der erste Schritt, erfolgreich zu sein, ist zu reflektieren, warum man es nicht ist und in Erwägung zu ziehen, dass man selbst dazu beiträgt.

Screemer
2019-11-12, 00:21:56
Spricht da deine Erfahrung aus der Bundeswehr oder deine Zeit im Referendariat?

GSXR-1000
2019-11-12, 01:21:56
Del

taddy
2019-11-12, 07:38:11
Mal wieder ein sinnloses Glanzstück abgeliefert..
Dies passt zu GSXR sowie zur Transaktionssteuer

Das die Steuer hinten und vorne nicht passt ist ja bei dieser unfähigen Regierung, die nur aus reiner Panik vor dem Wählerwillen vom Sterbebett aus re(a)giert, nicht verwunderlich.

Ich würde gerne nachkaufen, aber nicht auf Jahreshöchst Kurs..

https://www.welt.de/wirtschaft/article203388040/Grundrente-So-spekulativ-ist-Scholz-Finanzierungsplan.html

GSXR-1000
2019-11-12, 07:53:37
Mal wieder ein sinnloses Glanzstück abgeliefert..
Dies passt zu GSXR sowie zur Transaktionssteuer

Das die Steuer hinten und vorne nicht passt ist ja bei dieser unfähigen Regierung, die nur aus reiner Panik vor dem Wählerwillen vom Sterbebett aus re(a)giert, nicht verwunderlich.

Ich würde gerne nachkaufen, aber nicht auf Jahreshöchst Kurs..

https://www.welt.de/wirtschaft/article203388040/Grundrente-So-spekulativ-ist-Scholz-Finanzierungsplan.html

Wuerdest du diese stammtischreden bitte dort fuehren wo sie hingehoeren, im Powi? Danke.

w0mbat
2019-11-12, 09:23:22
Von Leuten, die alle Rollen kennen (Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Investor, Unternehmer), kommt sowas nicht.
Doch, genau von solchen Leuten kommt sowas. Es stimmt ja auch.

Nur die, die denken sie sind verhinderte Millionäre, kommt sowas nicht. Nennt sich Ironie des Schicksals :tongue:

Lawmachine79
2019-11-12, 11:11:33
Spricht da deine Erfahrung aus der Bundeswehr oder deine Zeit im Referendariat?
Nein, da hatte ich es zum Glück schon gelernt. Aber in der Tat: eigene Erfahrung. Ich kann mich ja noch daran erinnern, selbst so einen Scheiß gelabert zu haben. Da war ich aber 16. Leider rennen hier erwachsene Männer rum, die es immer noch nicht gepeilt haben und auf dem Stand sind, den andere in der Pubertät vertreten.

Rancor
2019-11-12, 11:47:21
Weshalb "Gewinn" aus Arbeit zu nahezu 50% belastet wird, aber Gewinn aus Spekulationsgeschäften so gut wie gar nicht, konnte hier noch keiner so richtig erklären.

Das das massivst unfair ist erkennt man, wenn nicht nur seinen eigenen Gewinn vor Augen hat, eigentlich sofort.

Lawmachine79
2019-11-12, 12:29:20
Weshalb "Gewinn" aus Arbeit zu nahezu 50% belastet wird, aber Gewinn aus Spekulationsgeschäften so gut wie gar nicht, konnte hier noch keiner so richtig erklären.

Das das massivst unfair ist erkennt man, wenn nicht nur seinen eigenen Gewinn vor Augen hat, eigentlich sofort.
Ich bin zum Teil bei Dir, Dein Gedanke ist aber auch unvollständig und deshalb nicht richtig (der Teil, mit dem ich nicht mehr bei Dir bin).

Ich wäre damit einverstanden, wenn meine Aktiengewinne mit 42% besteuert werden und meine mit 25%. Würde sofort tauschen. Gewinn aus Arbeit lässt sich ja viel leichter und viel berechenbarer erzeugen. Sich anstrengen ist viel steuerbarer als "den Markt zu lesen" (falls das überhaupt umfassend möglich ist).

Das Problem: wenn Politiker erzählen, dass Aktiengewinne höher besteuert werden sollen, meinen sie nicht, dass deshalb Erträge aus Arbeit geringer besteuert werden. Das ist der erste Fehler in Deinem Gedankengang.

Ferner verkennst Du: Arbeit wird zu einem Teil deutlich geringer versteuert als Aktiengewinne. Geringverdiener zahlen kaum Steuern. Das ist ok, haut aber ein Loch in Deinen Satz "Aktiengewinne werden geringer besteuert als Arbeit". Sie werden mindestens (indes auch höchstens) mit 25% besteuert und der Freibetrag ist DEUTLICH geringer.

Dann noch eine Frage. Was sind denn Spekulationsgewinne? Ich habe viele Allianzaktien gekauft um sie zu halten und jährlich Dividende zu bekommen. Sind das Spekulationsgewinne?

Und zu guter Letzt: ich bin wie gesagt auch dafür, die Steuern auf Arbeit massiv zu senken und kann dann damit leben, dass Steuern auf Aktiengewinne erhöht werden. Allerdings gibt es auch für den umgekehrten Fall gute Gründe. Arbeitsgewinn lässt sich deutlich leichter, risikofreier und gesteuerter erzielen als Aktiengewinne. Seit meinem 19. Lebensjahr habe ich ununterbrochen Gewinn aus Arbeit erzielt. Es ging kein einziges Mal schief. Diese Gewissheit hast Du bei Aktiengewinnen nicht, da hast Du keine Gewissheiten, sondern nur Erwartungen und auf ihre Realisierung hast Du nur sehr begrenzt Einfluss.

Und sei doch froh, dass die Leute hauptsächlich ihren Gewinn vor Augen haben. Beinahe die gesamte Wertschöpfung ist ein Nebeneffekt davon. Wenn ich keinen Gewinn vor Augen hätte, würde ich meine Arbeitszeit auf 40% reduzieren; die 60% investiere ich dann nicht etwa in gemeinnützige Arbeit sondern in mein soziales Umfeld, Sport, Zocken, in der Reihenfolge. Von den Steuern, die ich zahle, ist dann nicht mehr viel übrig. Mein Gewinnstreben spült ordentlich Kohle in die Staatskasse.

GSXR-1000
2019-11-12, 12:56:22
Ich wäre damit einverstanden, wenn meine Aktiengewinne mit 42% besteuert werden und meine mit 25%. Würde sofort tauschen. Gewinn aus Arbeit lässt sich ja viel leichter und viel berechenbarer erzeugen. Sich anstrengen ist viel steuerbarer als "den Markt zu lesen" (falls das überhaupt umfassend möglich ist). .

Son bla. "leichter" ist Arbeiten also. Ich weiss nicht in welcher Welt du lebst, aber für die allermeisten sind 40 Wochenstunden fremdbestimmter Tätigkeit deutlich aufwendiger als sich mal am Wochenende einen Kopf zu machen und sich zu informieren, was denn ein geeignetes Investment sein könnte. rechne beim Durchschnittsarbeitnehmer auch gerne ma 5-10 Stunden Wegezeit für die Arbeit hinzu.
Du tauscht die kostbarsten Güter die ein Mensch besitzt im Tausch gegen dein Arbeitsentgelt ein: Nämlich Lebenszeit. Und ggf. auch Gesundheit. Diese Güter sind sicherlich deutlich höher zu bewerten und deutlich mehr aufwand als ein bisschen Hirnschmalz zur Überlegung einer Anlagestrategie.


Das Problem: wenn Politiker erzählen, dass Aktiengewinne höher besteuert werden sollen, meinen sie nicht, dass deshalb Erträge aus Arbeit geringer besteuert werden. Das ist der erste Fehler in Deinem Gedankengang..

Die Lösung wäre eine ganz andere, viel einfachere: Gleiche Besteuerung ALLER Einkommensarten. Egal ob Kapitalertrag, Arbeitsentgelt oder Mieteinnahmen, was auch immer.
Dazu noch Pflichtmitgliedschaft in den Gesetzlichen Solzialsystemen bis zur Beitragsbemessungsgrenze ebenfalls unabhängig von Einkommenserzielungsart. Schon sind ganz viele Probleme gelöst und ein echtes faires Solidarprinzip entsteht.



Ferner verkennst Du: Arbeit wird zu einem Teil deutlich geringer versteuert als Aktiengewinne. Geringverdiener zahlen kaum Steuern. Das ist ok, haut aber ein Loch in Deinen Satz "Aktiengewinne werden geringer besteuert als Arbeit". Sie werden mindestens (indes auch höchstens) mit 25% besteuert und der Freibetrag ist DEUTLICH geringer. ..

Falsch. Schon wenn du (beispielsweise als kleine Familie) über dem Grundbedarf liegst, ist dein Grenzsteuersatz in vergleichbarer Höhe wie die KESt. zudem: Sinnvoller Bezugspunkt wäre das Meridianeinkommen. Bei dem liegst du mit dem Grenzssteuersatz bereits weit jenseits des KESt Satzes..


Dann noch eine Frage. Was sind denn Spekulationsgewinne? Ich habe viele Allianzaktien gekauft um sie zu halten und jährlich Dividende zu bekommen. Sind das Spekulationsgewinne? ..

Einfach mein obiges Verfahren andwenden: Es sind Einnahmen. Erträge. Fertig.Alles gleicher besteuerungsgrundlage egal welcher Quelle und gut ist.



Und zu guter Letzt: ich bin wie gesagt auch dafür, die Steuern auf Arbeit massiv zu senken und kann dann damit leben, dass Steuern auf Aktiengewinne erhöht werden. Allerdings gibt es auch für den umgekehrten Fall gute Gründe. Arbeitsgewinn lässt sich deutlich leichter, risikofreier und gesteuerter erzielen als Aktiengewinne. Seit meinem 19. Lebensjahr habe ich ununterbrochen Gewinn aus Arbeit erzielt. Es ging kein einziges Mal schief.

.

Ach je. Drück diese Argumentation und diese Sprüche doch mal den Schlecker Frauen rein. Oder den Holzmann Verlierern... Dein Ross muss verdammt hoch sein, das du offensichtlich den Grund nichtmal mehr siehst...

Rancor
2019-11-12, 12:58:30
Gewinne aus Zertifikathandel zB. also CFD Trading etc... Und das geringe Einkommen niedrig besteuert werden ist ja wohl auch logisch.

Aber wenn ich 10k Brutto im Monat verdiene, bekomme ich vllt ~5400€ netto ausgezahlt. Verdiene ich die selbe Summe an der Börse, behalte ich viel mehr Geld davon.

zerwi
2019-11-12, 13:30:26
imo wäre eine Versteuerung der Gewinne nach pers. Steuersatz nur dann fair, wenn ich direkt aus meinem Brutto Aktien etc. kaufen könnte.
Seine Verluste müsste man dann natürlich ebenfalls voll geltend machen können.

edit: das ganze Thema ist aber arg off topic und wird leider immer wieder von einem bestimmten User hier befeuert. Es nervt.

ontopic: Wann erholt sich der Cannabis Sector wieder ? ;D

Gandharva
2019-11-12, 14:28:37
imo wäre eine Versteuerung der Gewinne nach pers. Steuersatz nur dann fair, wenn ich direkt aus meinem Brutto Aktien etc. kaufen könnte.
So und nicht anders. Die 25% sind bereits jetzt eine Doppelbesteuerung für all jene die ihren Lohn, welcher ja schon einmal versteuert wurde, für die Altersvorsorge in Aktien anlegen wollen.

Lawmachine79
2019-11-12, 15:08:53
So und nicht anders. Die 25% sind bereits jetzt eine Doppelbesteuerung für all jene die ihren Lohn, welcher ja schon einmal versteuert wurde, für die Altersvorsorge in Aktien anlegen wollen.
Ich bin zwar Deiner Meinung, was die Höhe der Besteuerung angeht, aber "Doppelbesteuerung" kann man dem nicht entgegenhalten - steht ja nirgends, dass es verboten ist. Und es ist eigentlich auch keine Doppelbesteuerung - das wäre es nur, wenn beim Aktienkauf 25% Steuern anfallen würden (wie z.B. wenn Du etwas mit Mehrwertsteuer kaufst). Tatsächlich werden ja nur die Gewinne besteuert - und die dann entsprechend auch erstmalig und nicht doppelt.

Das Problem ist, dass es der Altersovorsorge dient, deshalb sollte es da einen großzügigen Freibetrag von ca. 20000€ pro Jahr oder auch mehr geben. Wenn man so hohe Erträge erwirtschaftet, dass man alleine davon gut leben kann, dann kann man es auch besteuern.

Son bla. "leichter" ist Arbeiten also. Ich weiss nicht in welcher Welt du lebst, aber für die allermeisten sind 40 Wochenstunden fremdbestimmter Tätigkeit deutlich aufwendiger als sich mal am Wochenende einen Kopf zu machen und sich zu informieren, was denn ein geeignetes Investment sein könnte. rechne beim Durchschnittsarbeitnehmer auch gerne ma 5-10 Stunden Wegezeit für die Arbeit hinzu.
Du tauscht die kostbarsten Güter die ein Mensch besitzt im Tausch gegen dein Arbeitsentgelt ein: Nämlich Lebenszeit. Und ggf. auch Gesundheit. Diese Güter sind sicherlich deutlich höher zu bewerten und deutlich mehr aufwand als ein bisschen Hirnschmalz zur Überlegung einer Anlagestrategie.

Ich lebe in einer Welt, in der ich 50-60 Stunden fremdbestimmt arbeite. Aber ich habe mir das ausgesucht, wieso soll ich dann rumbitchen? Mein Chef verdient das Zehnfache, ich würde aber nicht mit ihm tauschen wollen. Ich muss mich lediglich anstrengen um Geld zu verdienen; sich anstrengen ist leicht. Bei meinem Chef reicht das nicht, der muss auch gute unternehmerische Entscheidungen treffen. Und ähnlich ist es beim Anlegen. Ich habe noch nie Geld dadurch verloren, dass ich arbeite. An der Börse habe ich aber auch schon Geld verloren.

Und wenn Deine Position zutreffen würde, wären wir alle Millionäre und müssten nix dafür tun. Nur halt ein wenig Hirnschmalz am Wochenende investieren. Aber nur weil etwas wenig Zeit kostet, ist es eben noch lange nicht leicht. Erfolg durch Arbeit ist deutlich planbarer und reproduzierbarer als durch Geld anlegen.

Und hör' auf den Leuten, die anderer Meinung sind als Du zu erzählen, sie sollen von irgendeinem hohen Roß kommen. Jede Kommentierung eines Posts fängt bei Dir mit einer Abwertung an. Es gibt hier auch Leute, die sich sachlich mit Dir unterhalten, Deine Antworten strotzen dann aber trotzdem vor Herablassung; und das teilweise auch in Gebieten, in denen Du Dir diese Herablassung gar nicht leisten kannst. Kannste bei mir machen, ich bin ja auch nicht sonderlich höflich zu Dir, aber das hören sich von Dir auch Leute an, die Dich gar nicht angegriffen haben. Gute Kinderstube und Amtsstube passt wohl nicht zusammen.

GSXR-1000
2019-11-12, 15:10:29
So und nicht anders. Die 25% sind bereits jetzt eine Doppelbesteuerung für all jene die ihren Lohn, welcher ja schon einmal versteuert wurde, für die Altersvorsorge in Aktien anlegen wollen.
So ein Käse. die KESt ist keine Substanzbesteuerung sondern eine Ertragsversteuerung. Somit wird absolut garnix doppelt versteuert.
Sonst dürfte kein Unternehmen dieser Welt jemals Steuern zahlen, weil ja aus den Erträgen (die versteuert wurden) investiert wird und zukünftiges Betriebskapital generiert wird, was widerum (hoffentlich) zu neuen Erträgen führt. Nach deiner Logik wäre auch das eine Doppelbesteuerung.
Auch eine Immobilie erwirbst du in aller regel aus bereits versteuerten Mitteln. Also müssten demzufolge alle Mieterträge steuerfrei sein, weil nach deiner Definition ansonsten Doppelbesteuerung.

Merkste selbst wie absurd und schlicht vollkommen falsch dein Wutbürgerpost war, gell?

@Lawmachine: Dein Ernst? 20.000 Euro freibetrag? Welcher nicht-professionelle Anleger erzielt denn bitte solche Kapitalrenditen und auf welcher Basis?
Sinnvoll wäre es vielleicht das die steuerliche Absetzbarkeit von "Vorsorgeleistungen" erhöht wird und auf alle Vorsorgearten erweitert würde. Das würde dem von dir genannten Ziel dienen. Kein Mensch der Welt braucht 20 KEUR Freibetrag für Vorsorgeleistung aus Kapitalerträgen. Das ist eher die absolute Ausnahme, das diese Regionen von normalsterblichen erreicht werden-

Lawmachine79
2019-11-12, 16:31:26
@Lawmachine: Dein Ernst? 20.000 Euro freibetrag? Welcher nicht-professionelle Anleger erzielt denn bitte solche Kapitalrenditen und auf welcher Basis?
Sinnvoll wäre es vielleicht das die steuerliche Absetzbarkeit von "Vorsorgeleistungen" erhöht wird und auf alle Vorsorgearten erweitert würde. Das würde dem von dir genannten Ziel dienen. Kein Mensch der Welt braucht 20 KEUR Freibetrag für Vorsorgeleistung aus Kapitalerträgen. Das ist eher die absolute Ausnahme, das diese Regionen von normalsterblichen erreicht werden-
Aaaaalso - wenn man nicht mit einer Immobilie Altersvorsorge betreibt kommt man auch als Privatanleger in diese Bereiche. Mit dividendenstarken Aktien oder Staatsanleihen würde ich mal - Wertwachsum der Aktien eingerechnet - tippen, dass man schon Richtung 7-8% pro Jahr kommt. Da kommt man bei einer Anlagesumme von 300.000 € - den Wert eines schlichten Einfamilienhauses in bescheidener Lage - auf diese Werte. Wer mit 30-40 kein Haus kauft sondern stattdessen anlegt, sollte mit 50-55 in diesem Bereich landen. Und das ist ja durchaus noch der Zeitraum, in dem er Altersvorsorge betreibt.

GSXR-1000
2019-11-12, 16:47:05
Aaaaalso - wenn man nicht mit einer Immobilie Altersvorsorge betreibt kommt man auch als Privatanleger in diese Bereiche. Mit dividendenstarken Aktien oder Staatsanleihen würde ich mal - Wertwachsum der Aktien eingerechnet - tippen, dass man schon Richtung 7-8% pro Jahr kommt. Da kommt man bei einer Anlagesumme von 300.000 € - den Wert eines schlichten Einfamilienhauses in bescheidener Lage - auf diese Werte. Wer mit 30-40 kein Haus kauft sondern stattdessen anlegt, sollte mit 50-55 in diesem Bereich landen. Und das ist ja durchaus noch der Zeitraum, in dem er Altersvorsorge betreibt.
Ich beneide dich wirklich um die Blase in der du lebst. Muss eine schöne Welt sein.
Nur leider nicht die für 99%,9% der Menschen reale.

pest
2019-11-12, 17:06:05
In Deutschland besaßen 2014 45,5% der Deutschen Wohneigentum :rolleyes:

Nen Haus kaufen und bis du umfällst nen Kredit abstottern ist in D ganz normal und wird steuerlich maximal begünstigt

Deine Kreditrate in Aktien stecken: HiPo der 99.9% der Menschen verachtet

sulak
2019-11-12, 17:12:56
Arbeitnehmer "erzeugen" in der Regel übrigens keinen Produktionsgewinn. Sie realisieren nur das, was der Arbeitgeber erzeugt. Arbeitnehmer ist das Komfortabelste, was man überhaupt sein kann.


Genau deswegen würde ich dich als Beamten abstempeln, denn du hast wohl noch nie als derjenige gearbeitet, welcher etwas erzeugt/kreiert oder die Dienstleistung erbringt. Sowas elitäres....

Und sprich bitte mit den Scheinheilig Selbstständigen, die z.B. in der Immobilienbranche gang und gäbe sind, ob die sich als "komfortable Arbeitnehmer" sehen, wenn sie morgen schon auf dem Schleudersitz laden können, einfach weil dem "Geber" ein Furz quer steckt.

Lawmachine79
2019-11-12, 17:20:23
Genau deswegen würde ich dich als Beamten abstempeln, denn du hast wohl noch nie als derjenige gearbeitet, welcher etwas erzeugt/kreiert oder die Dienstleistung erbringt. Sowas elitäres....

Und sprich bitte mit den Scheinheilig Selbstständigen, die z.B. in der Immobilienbranche gang und gäbe sind, ob die sich als "komfortable Arbeitnehmer" sehen, wenn sie morgen schon auf dem Schleudersitz laden können, einfach weil dem "Geber" ein Furz quer steckt.
Ich bin Dienstleister und der, der die Dienstleistung (Schriftsätze in streitigen Verfahren entwerfen, das Verfahren führen sowie Vertretung des Mandanten in der mündlichen Verhandlung) selbst "kreiert". Ich bin aber nicht der, der den Auftrag an Land zieht (also die Dienstleistung zu einem bestmöglichen Preis verkauft). Und das ist der entscheidende Unterschied. Meine wesentliche Leistung ist planbarer reproduzierbar als die wesentliche Leistung meines Chefs. Klar, mein Part dauert länger und ist aufwändiger, aber ich muss mich einfach nur anstrengen. In dem Moment, in dem die Arbeit auf dem Tisch ist, muss ich sie lediglich abarbeiten. Mein Chef muss aber um die Arbeit kämpfen und entweder er kriegt das Mandat oder jemand anders bekommt es - egal wie sehr er sich anstrengt. Wenn ich gehe, macht es morgen jemand anders. Wenn mein Chef geht, ist der Mandantenstamm futsch. Und eben das ist der Unterschied zwischen einem Angestellten und einem Unternehmer und der Grund, warum der Unternehmer völlig zurecht mehr Kohle verdient.

Ich sage lediglich - ich bin Arbeitnehmer, das fällt mir leicht und das ist die angenehme Seite davon. Als angesteller Arbeitnehmer gehöre ich zur Wohl größten Personengruppe Deutschlands; wusste nicht, dass man damit auch schon "Angeber" und "elitär" ist.

GSXR-1000
2019-11-12, 17:21:36
In Deutschland besaßen 2014 45,5% der Deutschen Wohneigentum :rolleyes:

Nen Haus kaufen und bis du umfällst nen Kredit abstottern ist in D ganz normal und wird steuerlich maximal begünstigt

Deine Kreditrate in Aktien stecken: HiPo der 99.9% der Menschen verachtet

Wieviel % der wohneigentümer haben dieses wohl geerbt und nicht selbst erworben? Genau diese Erbengeneration der Aufbau- und wirtschaftswunderzeiten haben wir naemlich jetzt. Ein grund fuer den momentan fuer deutsche verhaeltnisse hohen eigentumanteil momentan. Der wird sich im zuge der energetischen vorschriften bald wieder reduzieren, weil viele die investitionen nicht stemmen koennen werden.
Davon ab: dauerhafte 7-8 prozent kapitalrendite? Das haelst du fuer realistisch?
Offensichtlich haben wir hier nur kleine Ackermanns, kostolanys und Boersengurus. In meiner welt sind solche kapitalrenditen dauerhaft in heutigen zeiten eher die absolute ausnahme. Aber fuer echte pros wie euch wohl kein problem.

Lawmachine79
2019-11-12, 17:27:48
Wieviel % der wohneigentümer haben dieses wohl geerbt und nicht selbst erworben? Genau diese Erbengeneration der Aufbau- und wirtschaftswunderzeiten haben wir naemlich jetzt. Ein grund fuer den momentan fuer deutsche verhaeltnisse hohen eigentumanteil momentan. Der wird sich im zuge der energetischen vorschriften bald wieder reduzieren, weil viele die investitionen nicht stemmen koennen werden.
Davon ab: dauerhafte 7-8 prozent kapitalrendite? Das haelst du fuer realistisch?
Offensichtlich haben wir hier nur kleine Ackermanns, kostolanys und Boersengurus. In meiner welt sind solche kapitalrenditen dauerhaft in heutigen zeiten eher die absolute ausnahme. Aber fuer echte pros wie euch wohl kein problem.
Also dass das Vererben die Regel und der Erwerb die Ausnahme ist, ist eine Behauptung, da musst Du schon etwas Begründungsaufwand oder Belege liefern.

Wo kommt denn die Verschuldung her:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/immobilien-boom-buerger-machen-immer-mehr-schulden-a-1285511.html
Vom Erben?

pest
2019-11-12, 17:43:56
Wieviel % der wohneigentümer haben dieses wohl geerbt und nicht selbst erworben?

Ein guter Anteil schätze ich. Ist immer wieder schön zu sehen: Freunde haben Haus...alles ok - guter Mittelstand...für ne Waschmachine muss gespart werden,
du erzählst wie schwer dein Depot ist: du bist aber reich :eek:
Kapieren die Leute nicht


Davon ab: dauerhafte 7-8 prozent kapitalrendite? Das haelst du fuer realistisch?
Offensichtlich haben wir hier nur kleine Ackermanns, kostolanys und Boersengurus. In meiner welt sind solche kapitalrenditen dauerhaft in heutigen zeiten eher die absolute ausnahme. Aber fuer echte pros wie euch wohl kein problem.

Für Dauerhafte 20% bist du in Gurunähe. 7-8% schafft ein MSCI World-IMI über die letzten 30 Jahre ganz gut (brutto).

Nur weil hier ein paar Leute mal 2-3 Jahre gute Renditen haben, heißt das nicht, dass es mal wieder Durststrecken gibt. Die können auch 10 Jahre dauern.

GSXR-1000
2019-11-12, 17:55:49
Also dass das Vererben die Regel und der Erwerb die Ausnahme ist, ist eine Behauptung, da musst Du schon etwas Begründungsaufwand oder Belege liefern.

Wo kommt denn die Verschuldung her:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/immobilien-boom-buerger-machen-immer-mehr-schulden-a-1285511.html
Vom Erben?
Andersrum wird ein schuh draus. Pests aussage war die, das die wohneigentumsquote der nachweis dafuer sei, das ja soviele leute kapital in immobilien anlegen wuerde. Dieser schluss ist aber nicht zulaessig, da wir uns eben in der erbengeneration befinden ubd wohneigentum nicht zwingend auf selbst erbrachten kapital beruht.
Siehe als beispiel auch hier:
https://www.google.com/amp/s/amp.tagesspiegel.de/wissen/die-deutschen-erben-immer-mehr-generation-goldener-loeffel/13942288.html

Uebrigens, dein verweis darauf, das sich viele fuer immobilien verschulden ist eher ein nachweis dafuer, das fuer die meisten eben gerade nicht die kapitaldecke gegeben ist, die auch nur im ansatz kapitalertraege jenseits der 20K eur moeglich machen.
Insofern bestaetigst du nur meine zweifel an deiner darstellung das 20 k eur freibetrag eine adaquate freigrenze fuer die gemeine altersvorsorge sei.
Fuer 95% der bevoelkerung sind solche groessenordnungen schlicht illusion. Offensichtlich ist diese schnoede erkenntnis diskutanten in einem IT elitenforum nicht zu vermitteln.

Lawmachine79
2019-11-12, 18:05:14
Andersrum wird ein schuh draus. Pests aussage war die, das die wohneigentumsquote der nachweis dafuer sei, das ja soviele leute kapital in immobilien anlegen wuerde. Dieser schluss ist aber nicht zulaessig, da wir uns eben in der erbengeneration befinden ubd wohneigentum nicht zwingend auf selbst erbrachten kapital beruht.
Siehe als beispiel auch hier:
https://www.google.com/amp/s/amp.tagesspiegel.de/wissen/die-deutschen-erben-immer-mehr-generation-goldener-loeffel/13942288.html

Uebrigens, dein verweis darauf, das sich viele fuer immobilien verschulden ist eher ein nachweis dafuer, das fuer die meisten eben gerade nicht die kapitaldecke gegeben ist, die auch nur im ansatz kapitalertraege jenseits der 20K eur moeglich machen.
Insofern bestaetigst du nur meine zweifel an deiner darstellung das 20 k eur freibetrag eine adaquate freigrenze fuer die gemeine altersvorsorge sei.
Fuer 95% der bevoelkerung sind solche groessenordnungen schlicht illusion. Offensichtlich ist diese schnoede erkenntnis diskutanten in einem IT elitenforum nicht zu vermitteln.
Da hat Dich Dein Taschenrechner wohl im Stich gelassen. Wer mit Mitte dreißig das Eigenkapital hat, Kaufnebenkosten und bis zu 20% des Kaufpreises aufzubringen und die nächsten 20-30 Jahre jeden Monat einen soliden vierstelligen Betrag als Rate zu zahlen, der kann solche Beträge als Kapitalrendite durchaus stemmen. Der Sinn ist ja gerade, einen großen Teil des Geldbeitrags, den man als Schuldendienst aufbringen müsste, anzulegen.

Über welche Differenz in der Deiner Ansicht nach "realen Welt" streiten wir hier denn? Was wäre ein angemessener Freibetrag an Kapitalerträgen, denn ein solider Mittelstandstyp so mit 50 erwirtschaften kann? Wieviel Kohle hat der dann auf der hohen Kante und wieviel Kapitalrendite?

Wenn wir die Beträge aus dem Spiegelartikel und dem Erben mal gegenüberstellen, landen wir bei 995 Mill. Euro Krediten und bei 250 Mill. Euro Vererbung. Klingt schon nach einem deutlich Vorteil beim Erwerb gegenüber dem Erben.

Danke für die Adelung zur IT-Elite :smile:. Ich bin schon recht gut in Echtzeitstrategie und ganz ordentliche PCs baue ich obendrein.

GSXR-1000
2019-11-12, 18:16:50
Da hat Dich Dein Taschenrechner wohl im Stich gelassen. Wer mit Mitte dreißig das Eigenkapital hat, Kaufnebenkosten und bis zu 20% des Kaufpreises aufzubringen und die nächsten 20-30 Jahre jeden Monat einen soliden vierstelligen Betrag als Rate zu zahlen, der kann solche Beträge als Kapitalrendite durchaus stemmen. Der Sinn ist ja gerade, einen großen Teil des Geldbeitrags, den man als Schuldendienst aufbringen müsste, anzulegen.

Über welche Differenz in der Deiner Ansicht nach "realen Welt" streiten wir hier denn? Was wäre ein angemessener Freibetrag an Kapitalerträgen, denn ein solider Mittelstandstyp so mit 50 erwirtschaften kann? Wieviel Kohle hat der dann auf der hohen Kante und wieviel Kapitalrendite?

Wenn wir die Beträge aus dem Spiegelartikel und dem Erben mal gegenüberstellen, landen wir bei 995 Mill. Euro Krediten und bei 250 Mill. Euro Vererbung. Klingt schon nach einem deutlich Vorteil beim Erwerb gegenüber dem Erben.

Danke für die Adelung zur IT-Elite :smile:. Ich bin schon recht gut in Echtzeitstrategie und ganz ordentliche PCs baue ich obendrein.
Ich weiss nicht warum du die frage staendig wiederholst. Ich habe dir meine antwort darauf bereits gegeben.
Mein Ansatz waere eine generelle erhoehung des abzugsfaehigen vorsorgebeitrags, unabhaengig der einkommensart und anlageform solange kriterien des vorsorgecharakters (langfristigkeit zum Beispiel) gegeben sind.
Damit wuerden vorsorgeleistungen gefoerdert ubd steuerlich beguenstigt, zocken, highspeedtrading und kurzfristige spekulation hingegen nicht. Damit waere genau deiner postolierten forderung genuege getan, welche aber nicht deine wirkliche vorstellung ist. Du moechtest eine generelle freistellung bis zu einer absurd hohen grenze auch von deinen zockerertraegen, sprich cash.
Deine sorge um die altersanlage ist also eher als feigenblatt zu sehen.

Lawmachine79
2019-11-12, 18:20:01
Ich weiss nicht warum du die frage staendig wiederholst. Ich habe dir meine antwort darauf bereits gegeben.
Mein Ansatz waere eine generelle erhoehung des abzugsfaehigen vorsorgebeitrags, unabhaengig der einkommensart und anlageform solange kriterien des vorsorgecharakters (langfristigkeit zum Beispiel) gegeben sind.
Damit wuerden vorsorgeleistungen gefoerdert ubd steuerlich beguenstigt, zocken, highspeedtrading und kurzfristige spekulation hingegen nicht. Damit waere genau deiner postolierten forderung genuege getan, welche aber nicht deine wirkliche vorstellung ist. Du moechtest eine generelle freistellung bis zu einer absurd hohen grenze auch von deinen zockerertraegen, sprich cash.
Deine sorge um die altersanlage ist also eher als feigenblatt zu sehen.
Definiere bitte "Vorsorgeleistung" - oder gibt es eine Legaldefinition oder zumindest eine allgemein anerkannte? Mir ist der Begriff nur aus dem Krankenkassenbereich bekannt. Sind meine Dividenden jetzt Vorsorgeleistungen oder Zocken/Highspeedtrading/kurzfristige Spekulation?

GSXR-1000
2019-11-12, 18:37:55
Definiere bitte "Vorsorgeleistung" - oder gibt es eine Legaldefinition oder zumindest eine allgemein anerkannte? Mir ist der Begriff nur aus dem Krankenkassenbereich bekannt. Sind meine Dividenden jetzt Vorsorgeleistungen oder Zocken/Highspeedtrading/kurzfristige Spekulation?
Ich sollte nicht mehr mobil tippen. Der richtige Begriff wäre "Vorsorgeaufwendungen".

Dividenden wären nach meiner Auffassung durchaus den Vorsorgeaufwendungen zuzurechnen, wenn sie nicht entnommen werden, sprich nicht laufendem Einkommen entsprechen.

Ums klar zu machen: ich wuerde die steuerliche Absetzbarkeit von allen Anlageformen die klar langfristig und als Altersvorsorge konzipiert sind deutlich erhoehen und gleichzeitig die laufende wie nachgelagerte Besteuerung von Kapitalerträgen die als Altersvorsorge zu sehen sind mit deutlich höheren Freigrenzen versehen. Gleichzeitig wuerde ich verbesserte Fortschreibungsmoeglichkeiten bei zwischenzeitlichen verlusten gegen spätere Kapitalertraege bei Vorsorgeanlagen implementieren.

pest
2019-11-12, 18:52:32
Um mal beim Topic zu bleiben...

Warum hüpfen wir eigentlich gerade von ATH zu ATH?

Nicht, dass es mich stören würde, aber die Aussichten sind eher trüb

Visa, Microsoft, AMD, Nvidia :)

pest
2019-11-12, 19:43:14
noch zum OT

https://www.welt.de/img/finanzen/immobilien/mobile203244216/6807936337-coriginal-w780/DWO-FI-Eigentum-js-Einkommen-jpg.jpg

https://www.welt.de/img/finanzen/immobilien/mobile203244218/5917936337-coriginal-w780/DWO-FI-Eigentum-js-Mieter-jpg.jpg

sind nicht alle so arm und wer etwas vererbt bekommt steht im Glück

die Chancen Wohneigentum zu erwerben sind gesunken
die Chancen durch Eigenantrieb einen größeren Kapitalstock anzusparen noch viel mehr - der Staat unterstützt massiv Betongold

Semmel
2019-11-12, 22:55:45
Um mal beim Topic zu bleiben...

Warum hüpfen wir eigentlich gerade von ATH zu ATH?

Nicht, dass es mich stören würde, aber die Aussichten sind eher trüb

Visa, Microsoft, AMD, Nvidia :)

Freu dich doch und nimm auch mal den einen oder anderen Gewinn mit. ;)

Mein "Krisen-Depot" stinkt dementsprechend gerade etwas ab, aber nicht viel....
Hab zum Glück auch ein paar starke Felsen in der Brandung. GAZPROM zum Beispiel. :D

Lawmachine79
2019-11-12, 23:58:09
Freu dich doch und nimm auch mal den einen oder anderen Gewinn mit. ;)

Mein "Krisen-Depot" stinkt dementsprechend gerade etwas ab, aber nicht viel....
Hab zum Glück auch ein paar starke Felsen in der Brandung. GAZPROM zum Beispiel. :D
Erklär' mir mal wie so ein Krisendepot funktioniert. Ich habe sowas nie verstanden.

Mortalvision
2019-11-13, 00:08:16
"Rainy Day Fund": Gold, diverse Währungen, Bluechip Aktien, kleinere Beträge auf kostenlosen Sparbüchern bei versch. Banken. Wichtig: muss jederzeit und von jedem Land der Welt aus verfügbar sein, keinerlei wesentliche jährliche Gebühren, soll dich Zweifelsfall drei Jahre (oder selbst gewählter Zeitraum) über Wasser halten.

pest
2019-11-13, 07:41:44
Erklär' mir mal wie so ein Krisendepot funktioniert. Ich habe sowas nie verstanden.

Ganz einfach...du steckst dein Geld in alles, was keine Rendite bringt :D

Freu dich doch und nimm auch mal den einen oder anderen Gewinn mit. ;)


Nö, ich verkaufe höchstens die Loser - meine Gesamtrendite ändert sich seit Monaten kaum...geht das eine hoch, geht das andere runter :>

GSXR-1000
2019-11-13, 08:33:25
Ganz einfach...du steckst dein Geld in alles, was keine Rendite bringt :D



Nö, ich verkaufe höchstens die Loser - meine Gesamtrendite ändert sich seit Monaten kaum...geht das eine hoch, geht das andere runter :>

Dir fehlts einfach an Börsenskill. Bei den Meistern hier kennt das portfolio nur eine richtung- to the skies.
Eigentlich sind hier 8+ rendite standart.
Bist halt einfach zu schlecht;)
Eigentich muessten wir einen 3dcenter fond auflegen. Bei den Meistern hier haetten wir einen mega gemanagten fond mit mörderrendite. Passende steuervermeidungstipps gibts gratis on top;)

Lawmachine79
2019-11-13, 10:40:42
Dir fehlts einfach an Börsenskill. Bei den Meistern hier kennt das portfolio nur eine richtung- to the skies.
Eigentlich sind hier 8+ rendite standart.
Bist halt einfach zu schlecht;)
Eigentich muessten wir einen 3dcenter fond auflegen. Bei den Meistern hier haetten wir einen mega gemanagten fond mit mörderrendite. Passende steuervermeidungstipps gibts gratis on top;)
Keine Sorge, ich hole keine 8%. Aber über die letzten 3 Jahre 6% im Schnitt kann sich glaube ich für einen Anfänger sehen lassen.

Ganz einfach...du steckst dein Geld in alles, was keine Rendite bringt :D

Ahh, dann habe ich das Krisendepot wohl zuerst eröffnet :D.

Nein, mal ernsthaft: wie sollten die Depots denn zueinander gewichtet sein? Und was ist das genaue Ziel des Krisendepots? Verluste des Hauptdepots genau ausgleichen oder sie lediglich mildern?

Und wie identifizere ich Titel für ein Krisendepot, das müssen dann ja Titel sein, die raufgehen, wenn z.B. der Dax jetzt wieder fällt.

pest
2019-11-13, 10:50:20
Deine Idee wäre dann einfach "anti-zyklisch"

Krisenfest wäre einerseits stärker in Festgelder/Anleihen/Tagesgeld zu gehen
Auf der anderen Seite "krisenfeste" Unternehmen im Depot haben, also zB Konsumartikelproduzenten (Nestle, J&J, CocalCola, McD etc) oder Versicherungen

Also nur eine Frage der Gewichtung

Lawmachine79
2019-11-13, 10:58:25
Deine Idee wäre dann einfach "anti-zyklisch"

Krisenfest wäre einerseits stärker in Festgelder/Anleihen/Tagesgeld zu gehen
Auf der anderen Seite "krisenfeste" Unternehmen im Depot haben, also zB Konsumartikelproduzenten (Nestle, J&J, CocalCola, McD etc) oder Versicherungen

Also nur eine Frage der Gewichtung
Versicherungen habe ich schon drin, sind 1/4 meines Depots.

Anleihen - was für Anleihen? Unternehmen? Staat? Staatsanleihen (Türkisch ($), Russisch) habe ich zu ca. 1/5 drin.

Ok, also soll einfach ein Teil des Depots unter Krisen weniger bis gar nicht leiden - nicht ausgleichen (was "antizyklisch") wäre.

Rancor
2019-11-13, 11:06:22
lol @ türkische Staatsanleihen :D

und
2019-11-13, 11:10:03
Habt ihr keine Gewissensbisse in Unternehmen wie Nestle, Google, Rheinmetall etc. zu investieren?

Semmel
2019-11-13, 11:31:56
Nö, ich verkaufe höchstens die Loser - meine Gesamtrendite ändert sich seit Monaten kaum...geht das eine hoch, geht das andere runter :>

Die Gurken rauszuschmeißen halte ich für richtig. Viele machen es umgekehrt, steigen viel zu früh aus den Gewinnern aus und ziehen die Gurken ewig mit, in der Hoffnung, dass sie wieder steigen.

Trotzdem muss man auch bei Gewinner-Aktien den Exit im Auge behalten.
Würderst du denn deine aktuellen Gewinner zum jetzigen Kurs immer noch kaufen, wenn du erst jetzt dein Depot aufbauen würdest? Das ist die entscheidende Frage. Wenn du diese mit ja beantworten kannst, dann kannst du sie tatsächlich noch behalten. ;)

Semmel
2019-11-13, 12:04:45
Erklär' mir mal wie so ein Krisendepot funktioniert. Ich habe sowas nie verstanden.

In einer Krise stürzen die Standardaktien ab, Gold und Anleihen steigen.
Mit steigendem Goldpreis steigen auch die Goldproduzenten und das überproportional. Hier hat man also einen Hebel auf den Goldpreis.
Daher kann man sein Depot mit Goldproduzenten ziemlich gut absichern.
Ich hab mein Depot nicht nur abgesichert, sondern die Goldproduzenten stark übergewichtet.
Damit mache ich im Krisenfall fette Gewinne. Wenn die Wirtschaft brummt, mache ich dafür eher Verluste.


Krisenfest wäre einerseits stärker in Festgelder/Anleihen/Tagesgeld zu gehen
Auf der anderen Seite "krisenfeste" Unternehmen im Depot haben, also zB Konsumartikelproduzenten (Nestle, J&J, CocalCola, McD etc) oder Versicherungen

Grundsätzlich nicht falsch, kommt aber auch immer auf die Art und Schwere der Krise an.
Wenn es zu eine Liquiditätskrise kommt, dann zieht das nahezu alles mit runter. (siehe "Finanzkrise")
Versicherungen waren zu der Zeit sogar hoch gefährlich.
Mehr Sicherheit bringt auch eine hohe Eigenkapitalquote der Unternehmen. Je weniger Kredithebel, umso sicherer.

Habt ihr keine Gewissensbisse in Unternehmen wie Nestle, Google, Rheinmetall etc. zu investieren?

Nein.

und
2019-11-13, 12:10:51
Darf ich fragen wie Du das machst? Ich sehe manche Papier und denke mir, dass die bestimmt gut gehen, aber dann weiß man gleichzeitig dies und jenes, und dann fühlt ma sich schlecht.

GSXR-1000
2019-11-13, 12:33:57
Keine Sorge, ich hole keine 8%. Aber über die letzten 3 Jahre 6% im Schnitt kann sich glaube ich für einen Anfänger sehen lassen.


Ahh, dann habe ich das Krisendepot wohl zuerst eröffnet :D.

Nein, mal ernsthaft: wie sollten die Depots denn zueinander gewichtet sein? Und was ist das genaue Ziel des Krisendepots? Verluste des Hauptdepots genau ausgleichen oder sie lediglich mildern?

Und wie identifizere ich Titel für ein Krisendepot, das müssen dann ja Titel sein, die raufgehen, wenn z.B. der Dax jetzt wieder fällt.


Ich sags ja. Nur highperformer hier.
Wäre echt mal interssant ein Börsenspiel fürs 3DC einzurichten. Da würde man dann gut mal vergleichen können, wie realistisch denn die ein oder anderen Aussagen oder auch Selbstbilder sind...

GBP
2019-11-13, 12:34:46
Darf ich fragen wie Du das machst? Ich sehe manche Papier und denke mir, dass die bestimmt gut gehen, aber dann weiß man gleichzeitig dies und jenes, und dann fühlt ma sich schlecht.
Einfach kaufen und freuen. Ganz simpel.
Warum sollte ich mich schlecht fühlen? Es ist eine Aktie. Ich bin dadurch nicht im Vorstand und an allem beteiligt.

GSXR-1000
2019-11-13, 12:45:12
Einfach kaufen und freuen. Ganz simpel.
Warum sollte ich mich schlecht fühlen? Es ist eine Aktie. Ich bin dadurch nicht im Vorstand und an allem beteiligt.
Schön süss wie sich manche Leute investments schön reden, im positiven jede Verantwortung einfordern, im negativen jegliche Verantwortung ablehnen.
Wäre übrigens mal ne schöne Idee, wenn aktive Förderer (Aktionäre) gesellschaftsschädlicher Unternehmungen (zum Beispiel Klimaschweine) im Fall der Fälle auch mit in Haftung für verursachte Schäden genommen würden. Wie eben es bei förderung kriminellen Handelns auch strafrechtlich der Fall wäre.

Fänd ich persönlich einen schönen Ansatz und würde zum Urgedanken von Investments in einer sozialen nachhaltigen Marktwirtschaft zurückführen.

Lawmachine79
2019-11-13, 14:37:28
Schön süss wie sich manche Leute investments schön reden, im positiven jede Verantwortung einfordern, im negativen jegliche Verantwortung ablehnen.
Wäre übrigens mal ne schöne Idee, wenn aktive Förderer (Aktionäre) gesellschaftsschädlicher Unternehmungen (zum Beispiel Klimaschweine) im Fall der Fälle auch mit in Haftung für verursachte Schäden genommen würden. Wie eben es bei förderung kriminellen Handelns auch strafrechtlich der Fall wäre.

Fänd ich persönlich einen schönen Ansatz und würde zum Urgedanken von Investments in einer sozialen nachhaltigen Marktwirtschaft zurückführen.
Wieso sollten "Klimaschweine" zahlen? Carola Rackete füttert ja auch nicht durch, wen sie nach Europa schleppt.

Habt ihr keine Gewissensbisse in Unternehmen wie Nestle, Google, Rheinmetall etc. zu investieren?
Rheinmetall kann ich empfehlen, bin vor 3 Jahren bei 65€ eingestiegen - steht jetzt über 100 €. Muss man also kein schlechtes Gewissen haben.

lol @ türkische Staatsanleihen :D
Wo ist das Problem? Die werfen mir gut Kohle ab und wenn ich sie jetzt abstoße, habe ich 12% Gewinn gemacht - in einem Jahr. Gezeichnet ist sie in Dollar, so dass ich das türkische Währungsrisiko nicht trage. Bleibt als Risiko ein Zinsmoratorium oder die Insolvenz. Und das sehe ich nicht.

Ich sags ja. Nur highperformer hier.
Wäre echt mal interssant ein Börsenspiel fürs 3DC einzurichten. Da würde man dann gut mal vergleichen können, wie realistisch denn die ein oder anderen Aussagen oder auch Selbstbilder sind...
Nein, ich bin eher schlecht:
https://www.boerse.de/grundlagen/aktie/Renditedreieck-Dax-Jaehrliche-Durchschnittsrenditen-seit-1980-8
Börsenhandel ist nicht meins. Ich mache es, weil es notwendig ist.

pest
2019-11-13, 14:59:12
Rheinmetall kann ich empfehlen, bin vor 3 Jahren bei 65€ eingestiegen - steht jetzt über 100 €. Muss man also kein schlechtes Gewissen haben.


Hatte ich auch für 65€ gekauft, zugeschaut wie sie auf 115€ gingen, dann bei 63€ verkauft und bei 100€ wieder gekauft

https://i.kym-cdn.com/photos/images/newsfeed/001/395/859/f7e.png

Lawmachine79
2019-11-13, 15:06:26
Hatte ich auch für 65€ gekauft, zugeschaut wie sie auf 115€ gingen, dann bei 63€ verkauft und bei 100€ wieder gekauft

https://i.kym-cdn.com/photos/images/newsfeed/001/395/859/f7e.png
Ich kaufe eigentlich nur :D - ich treffe eh nicht den richtigen Zeitpunkt; versuche daher von der langfristigen Steigerung zu profitieren.

Letztens habe ich aber tatsächlich mal was verkauft. Habe in meiner Anfängerzeit ein paar Sachen unnötig "doppelt" gekauft (z.B. zwei Emerging Markets ETFs und Branchen-ETFs). Habe alles verscherbelt, was sich 3 Jahre lang nur seitwärts bewegte und es in Allianz/Munich RE umgeschichtet. Ich will Dividende oder Zins.

w0mbat
2019-11-13, 15:15:11
Ich hab am Anfang für die Restbeträge immer eine günstige Aktie gekauft. Bsp: ich hab 2k€ an mein Flatex Depot überwiesen um mehr ETF Anteile zu kaufen. Nach dem Kauf sind noch 37,18€ übrig. Davon hab ich dann ein paar sehr günstige Aktien gekauft (so um die 1-2€ pro Stück), aber natürlich jedes mal wieder Ordergebühr usw. gezahlt. Also quasi rausgeworfenes Geld.

Jetzt bin ich das erste Mal im Plus, aber wenn ich die Ordergebühren raus rechne und dann die Gebühren beim Verkauf, bin ich immer noch in der Miese :D

derF
2019-11-13, 15:20:32
Mit mir hat meine Depot-Bank auch gut Lehrgeld verdient, bis ich langsam gecheckt hab, wie man die Ordergebühren halbwegs gering hält.
Da bin ich, wie so oft, sehr optimistisch rangegangen. :freak:

phizz
2019-11-13, 16:09:30
Apropo Tradinggebühren...
Ich habe mir am Samstag ein Traderepublic Depot eingerichtet. Das dauerte vielleicht 7minuten.
Am Montag Geld eingezahlt.
Welches Dienstag abend eingebucht wurde (etwas langsam).
Dann habe ich aus Spaß eine Aktie gekauft, von der ich ausging dass sie sowieso steigt. (Testkauf)
Limit-order gesetzt, fast noch komfortabler als bei Comdirect.
10min später war die Aktie gekauft... für 1€ Gebühren... ich dachte ok, da kommen jetzt noch Clearstream Gebühren dazu, aber nein... 1 f*cking € sind die Gesamtkosten

Daraufhin hab ich direkt eine Verkaufsorder in meinem Orderbuch platziert und die Aktien für 25Cent teurer verkauft. Limitorder, Jahresgültig.
Diese wurde eben ausgeführt.... für f*cking 1€ Gebühren, machte über 18€ Gewinn bei kaum vorhandener Kursschwankung, wie geil ist dass den? :freak:

Die App ist absolut clean, keine Werbung, keine nerverei, nur das nötigste und das super simpel. Stand heute kann ich es nur empfehlen.... Ciao comdirect mit euren überteuerten Gebühren :biggrin::freak:

ps ich habe das Serviceteam angeschrieben und gefragt wieso der Geldeingang so lange dauert. Daraufhin bekam ich ein paar Stunden später eine Antwort. Also die "ja aber Servicewüste blabla..." Argumente kann man auch nicht bringen.

und
2019-11-13, 16:19:04
Danke für den Input; ich muss da drüber nachdenken.

w0mbat
2019-11-13, 16:44:49
Kann man da auch Vanguard ETFs kaufen?

Lawmachine79
2019-11-13, 17:45:20
Kann man da auch Vanguard ETFs kaufen?
Kann man bestimmte ETFs nicht bei bestimmten Brokern kaufen? Die Idee, für 30€ irgendeinen Müll zu kaufen, der dann mal kurz explodiert und mich dann volllaufen zu lassen gefällt mir. Dann zahle ich sogar Mehrwertsteuer auf den Booze. Alle gewinnen.

phizz
2019-11-13, 17:56:11
Die Idee, für 30€ irgendeinen Müll zu kaufen, der dann mal kurz explodiert und mich dann volllaufen zu lassen gefällt mir.
War auch mein Hauptgrund. Aber warum gleich 30€... macht doch mal langsam am Anfang....Prost :freak:

Semmel
2019-11-13, 21:28:13
ps ich habe das Serviceteam angeschrieben und gefragt wieso der Geldeingang so lange dauert. Daraufhin bekam ich ein paar Stunden später eine Antwort. Also die "ja aber Servicewüste blabla..." Argumente kann man auch nicht bringen.

Schön, dass ich nicht mehr der Einzige mit Trade Republic bin! :D
Dass das einen ganzen Tag dauert ist tatsächlich etwas ärgerlich. Aber das ist normal. Jede normale Überweisung von einer Bank zur anderen dauert solange.
Aber man zahlt immerhin keinen Strafzins, von daher kann man auf dem Verrechnungskonto zur Sicherheit einfach ein bisschen Geld liegen lassen.

Kann man da auch Vanguard ETFs kaufen?

Nein. ETFs glaube ich nur von BlackRock. Ist mir aber egal, ich kaufe nur Aktien. ;)
Aber für 1€ Ordergebühr kann man schon den einen oder anderen Kompromiss eingehen.

Philipus II
2019-11-13, 21:33:40
Ich werde mir dann die Tage mal auch ein Trade Republic Depot eröffnen. Ich habe noch einige Tital im ING-Depot und hatte zuletzt immer über DKB gehandelt, weil dort die Gebühren immerhin etwas niedriger liegen. Trade Republic ist aber nochmal massiv günstiger - das lohnt sich auch bei 10 Trades pro Jahr. Ausländische Broker nutze ich wegen des extra-Aufwands bei der Versteuerung nicht.

Semmel
2019-11-13, 21:41:35
Ich hab am Anfang für die Restbeträge immer eine günstige Aktie gekauft. Bsp: ich hab 2k€ an mein Flatex Depot überwiesen um mehr ETF Anteile zu kaufen. Nach dem Kauf sind noch 37,18€ übrig. Davon hab ich dann ein paar sehr günstige Aktien gekauft (so um die 1-2€ pro Stück), aber natürlich jedes mal wieder Ordergebühr usw. gezahlt. Also quasi rausgeworfenes Geld.

Jetzt bin ich das erste Mal im Plus, aber wenn ich die Ordergebühren raus rechne und dann die Gebühren beim Verkauf, bin ich immer noch in der Miese :D


Und ich dachte es wäre schon ein großer Fehler, dass ich in meiner Anfangsphase Orders mit um die 500€ getätigt habe. :freak:

Mein Ziel-Volumen beträgt bei der DKB (10€ Gebühr) ca. 5000€.
Ich hab mal in meine Excel-Datei geschaut, davon bin ich garnicht so weit entfernt.
2019 hatte ich bisher 82 Transaktionen mit einem durchschnittlichen Ordervolumen von nahezu glatten 3500€. Da hat die DKB von mir in diesem Jahr also schon 820€ an Gebühren kassiert. :freak:
Die Gebühr beträgt damit 0,29% vom Umsatz.

Mein Trade Republic Depot habe ich erst seit ca. 2 Monaten. Dort hatte ich seitdem 16 Transaktionen mit einem durchschnittlichen Order-Volumen von nur 797€.
Damit beträgt die Gebühr nur 0,13% vom Umsatz und das obwohl ich flexibler bin, da ich in kleineren Tranchen handeln kann.

Man muss aber auch immer den Spread im Auge behalten. Heute erst habe ich wieder bewusst bei der DKB gehandelt, weil der Spread soviel geringer war, dass es die höheren Gebühren mehr als ausgeglichen hat. Kommt aber nur selten vor. Meistens sind die Kurse von Trade Republic (LS-X) in Ordnung.

Unyu
2019-11-13, 21:58:00
Würderst du denn deine aktuellen Gewinner zum jetzigen Kurs immer noch kaufen, wenn du erst jetzt dein Depot aufbauen würdest? Das ist die entscheidende Frage. Wenn du diese mit ja beantworten kannst, dann kannst du sie tatsächlich noch behalten. ;)
Natürlich würde ich die Gewinner kaufen und nicht die Verlierer.

Würde man jetzt einsteigen, dann doch weil man zuvor kein Geld hätte. Ganz normal zu Beginn, das man einsteigt und sieht das es früher günstiger gewesen wäre. Wer am Anfang steht und dann aus deinem Gedanken Gang nicht investiert, der wartet noch lange. Bis er das Thema gänzlich vergisst.

Semmel
2019-11-14, 08:16:26
Natürlich würde ich die Gewinner kaufen und nicht die Verlierer.

Würde man jetzt einsteigen, dann doch weil man zuvor kein Geld hätte. Ganz normal zu Beginn, das man einsteigt und sieht das es früher günstiger gewesen wäre. Wer am Anfang steht und dann aus deinem Gedanken Gang nicht investiert, der wartet noch lange. Bis er das Thema gänzlich vergisst.


So wars auch nicht gemeint. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass jeder Gewinner auch irgendwann mal seinen Zenit überschreiten kann. ;)

Am Ende ist alles eine Frage der Bewertung. Wenn das beste Unternehmen der Welt zu teuer ist, dann ist es trotzdem nicht interessant.

Oid
2019-11-14, 09:16:48
Habt ihr keine Gewissensbisse in Unternehmen wie Nestle, Google, Rheinmetall etc. zu investieren?
Rüstungsunternehmen kaufe ich nicht. Aber das muss einfach jeder mit sich selber ausmachen. Und bei Firmen wie Nestle, Apple und Co. ist ja auch nicht der Aktionär der größte Förderer, sondern der Konsument.

Plutos
2019-11-14, 09:19:00
Mein einziges moralisches No-Invest ist die Cannabis-Industrie.

Oid
2019-11-14, 13:25:43
Weshalb "Gewinn" aus Arbeit zu nahezu 50% belastet wird, aber Gewinn aus Spekulationsgeschäften so gut wie gar nicht, konnte hier noch keiner so richtig erklären.

Das das massivst unfair ist erkennt man, wenn nicht nur seinen eigenen Gewinn vor Augen hat, eigentlich sofort.

Man kann ja gerne darüber diskutieren wie Kapitalerträge versteuert werden sollten, aber ganz so einfach ist es nun mal nicht.

Erstens wird Arbeit nicht mit "nahezu 50%" besteuert, sondern in den meisten Fällen um 40% oder weniger.

Und zweitens macht es keinen Sinn Kapitalerträge und Einkommen aus Erwerbstätigkeit gegeneinander aufzuwiegen, indem man das eine oder das andere als "unfair" bezeichnet. Denn jeder Erwerbstätige hat auch die Möglichkeit auch Kapitalanleger zu sein. Das ist nichts was irgendeiner Minderheit vorbehalten ist.

Und dann ist es beispielsweise bei Dividenden so, dass das ausschüttende Unternehmen (und damit indirekt auch der Aktionär) bereits Steuern auf den Gewinn bezahlt. Jetzt mal ganz davon abgesehen, dass bei Ausschüttung einer Dividende X der Wert der Aktien direkt um den Wert X sinkt und man so unterm Strich erstmal gar nichts gewonnen hat.

Von mir aus kann man Kapitalerträge auch wie Einkommen aus Erwerbstätigkeit besteuern (mit allen Konsquenzen). Dann sollten aber langfristige Investoren belohnt werden indem z. B. Kursgewinne steuerfrei sind, wenn man eine Aktie X Jahre lang gehalten hat (als Altersvorsorge zum Beispiel).

Aber da friert eher die Hölle zu bevor Olaf "Girokonto" Scholz irgendwas für die bösen Aktionäre tut :D

w0mbat
2019-11-14, 13:44:19
Mein einziges moralisches No-Invest ist die Cannabis-Industrie.
Moralisch? Wut? Wieso denn das? Das ist doch der einzige Bereich in dem man mit gutem Gewissen (aber auch ohne Gewinne) investieren kann.

GSXR-1000
2019-11-14, 13:46:44
Man kann ja gerne darüber diskutieren wie Kapitalerträge versteuert werden sollten, aber ganz so einfach ist es nun mal nicht.

Erstens wird Arbeit nicht mit "nahezu 50%" besteuert, sondern in den meisten Fällen um 40% oder weniger.


Bedingt richtig. Erwerbstätigkeit bedingt zumindest bis zur BMG auch Sozialabgaben. Diese Sozialabgaben werden auf KESt ebenfalls nicht erhoben. Die Abgabenquote (Sozialabgaben+Steuern) kann bei Durchschnittseinkommen sehr wohl 50%+ betragen

Und zweitens macht es keinen Sinn Kapitalerträge und Einkommen aus Erwerbstätigkeit gegeneinander aufzuwiegen, indem man das eine oder das andere als "unfair" bezeichnet. Denn jeder Erwerbstätige hat auch die Möglichkeit auch Kapitalanleger zu sein. Das ist nichts was irgendeiner Minderheit vorbehalten ist..

Doch. zumindest in dem Sinne, das du erstmal über Kapital verfügen musst um es Anlegen zu können. Für sehr breite Schichten der Bevölkerung ist das schlicht nicht möglich, selbst bei Vollbeschäftigung.
Aber du hast recht, der Ansatz wäre es nicht gegeneinander Aufzuwiegen: Alle Einkünfte, ganz egal welcher Art werden zum jeweiligen individuellen Steuersatz versteuert, und alles ist gut. Keine Bevorteilung irgendeiner Einkommensart. Genau das ist doch das was ihr so vehement und arg verlogen ablehnt.


Und dann ist es beispielsweise bei Dividenden so, dass das ausschüttende Unternehmen (und damit indirekt auch der Aktionär) bereits Steuern auf den Gewinn bezahlt. Jetzt mal ganz davon abgesehen, dass bei Ausschüttung einer Dividende X der Wert der Aktien direkt um den Wert X sinkt und man so unterm Strich erstmal gar nichts gewonnen hat...

Nein. der Aktionär hat an keiner Stelle (auch nicht indirekt) Steuern bezahlt auf die Gewinne des Unternehmens. Diese Argumentation ist absurd und lächerlich.


Von mir aus kann man Kapitalerträge auch wie Einkommen aus Erwerbstätigkeit besteuern (mit allen Konsquenzen)...
Mein Reden.


.

Dann sollten aber langfristige Investoren belohnt werden indem z. B. Kursgewinne steuerfrei sind, wenn man eine Aktie X Jahre lang gehalten hat (als Altersvorsorge zum Beispiel).)...

Warum das nun wieder? Woher leitet ihr immer wieder den Sonderbehandlungsanspruch von Kapitalerträgen ab?
Mein Steuersatz sinkt auch nicht mit der Zahl der Erwerbsjahre. Ebenso wird der Steueranteil der Rentenbezüge nicht geringer, je länger ich sie anspare. Nicht mal Mieterträge werden anders behandelt, wenn ich ein Haus besonders lange besitze. Selbst dann wenn ich es als Altersvorsorge kategorisieren kann. Alles könnte man genauso argumentieren wie für Kapitalerträge. Einfach alle Einkommensarten gleich behandeln und gut ist.


Aber da friert eher die Hölle zu bevor Olaf "Girokonto" Scholz irgendwas für die bösen Aktionäre tut :D

Ohne Stammtisch Wutbürgerspruch gegen den "pöhsen" Staat geht's wohl bei keinem Post deinerseits. Wirklich traurig.

Lawmachine79
2019-11-14, 14:14:23
Ohne Stammtisch Wutbürgerspruch gegen den "pöhsen" Staat geht's wohl bei keinem Post deinerseits. Wirklich traurig.
Dürfen sich nur Wutbürger darüber mokieren, dass ein Politiker, dessen Alimentierung durch den Steuerzahler auch über sein Karriereende hinaus gesichert ist, Leuten, die eine Versorgungslücke haben und daher auf Kapitalerträge für Altersvorsorge angewiesen sind, erzählt, sie sollen ihr Geld auf einem Nullzinssparbuch anlegen?

Oid
2019-11-14, 14:18:28
Ohne Stammtisch Wutbürgerspruch gegen den "pöhsen" Staat geht's wohl bei keinem Post deinerseits. Wirklich traurig.
Ohne Stammtischvorwurfspruch und persönlichem Angriff geht's wohl bei keinem Post deinerseits. Wirklich traurig.

GSXR-1000
2019-11-14, 15:14:00
Beeindruckend, wie sehr sich die beiden Vorredner an dem Schlusssatz aufhängen, und die vorige sachliche Argumentation geflissentlich ignorieren.

Zeigt wenigstens das der polemische Schlusssatz wohlbegründet war.

Bedankt und Ende.

Oid
2019-11-14, 16:01:01
Bis zum nächsten mal :wave2:

taddy
2019-11-14, 16:31:48
Nicht lange :)

Ich wollte (wenn die BoomPhase kurz Mal einknickt) etwas in Richtung Dividende ETF gehen. Welchen würdet ihr mir prinzipiell empfehlen?

A1JX52 oder A1T8FV

Der letzte ist etwas günstiger und schüttet mehr Dividenden aus, der 1 ist breiter diversifiziert?

Ich will Mal endlich den Pauschalbetrag vollmachen..

Letzte Woche ist übrigens meine Speyer Dom Münze gekommen.. zwar nur eine, aber immerhin

Gandharva
2019-11-14, 16:43:42
Nicht lange :)

Ich wollte (wenn die BoomPhase kurz Mal einknickt) etwas in Richtung Dividende ETF gehen. Welchen würdet ihr mir prinzipiell empfehlen?

A1JX52 oder A1T8FV

Der letzte ist etwas günstiger und schüttet mehr Dividenden aus, der 1 ist breiter diversifiziert?

Ganz klar der A1JX52. Ich bespare den schon seit Jahren mit mehreren hundert Euro pro Monat. Vor allem wenn du noch gar keinen ETF hast ist der optimal. Du bekommst 4000 Aktien incl. EM Anteil mit einem ETF. Günstiger, höheres Volumen, breiter Diversifiziert, bessere historische Performance. Dividendenaktien sind historisch zudem klare Underperformer.

Ich habe noch zusätzlich einige Branchen (Cannabis, Technologie) und Länder ETF (China und Russland) im Portfolio, mit denen ich "Portfoliogewichtung" in für mich interessante Segmente betreibe. So bin ich mittlerweile von Einzelaktien komplett weg.

Semmel
2019-11-14, 16:46:16
Der erste ETF ist doch Müll, wenn es um Dividenden geht.

Der zweite ist "okay", mehr aber auch nicht. Die Dividendenrendite beträgt gerade mal 2,8%. Das deckt nach Abgeltungssteuer gerade mal die Inflation.

Da würde ich wohl eher direkt in Dividendentitel investieren. Sowas wie z.B. Shell geht immer. Da bekommt man zur Zeit ~6,3%. Gibt aber auch noch genug andere Unternehmen mit Dividenden um die 7%.

Semmel
2019-11-14, 16:51:11
So bin ich mittlerweile von Einzelaktien komplett weg.

Wieso die Abneigung gegen Einzelaktien?

Gandharva
2019-11-14, 16:55:40
So wie ich das lese will er nur den Pauschbetrag voll machen bzw. ausnutzen. Dafür ist der A1JX52 dank hoher Diversifizierung wesentlich besser geeignet für jemanden der noch keine ETF besitzt.

Gandharva
2019-11-14, 16:59:23
Wieso die Abneigung gegen Einzelaktien?
Ich investiere seit etwa 25 Jahren in Aktien und habe quasi alle Produkte durch. Im Mittel bin ich mit Einzelaktien praktisch fast so oft auf die Schnauze gefallen wie es funktioniert hat. Seit ich auf ETF umgestellt habe ist der Zeitaufwand den ich in meine Geldanlage investieren musste gesunken, meine Portfolioperformance gestiegen und ich schlafe besser.

pest
2019-11-14, 17:06:26
die meisten (und da gibt es Untersuchungen) Einzelaktien sind auf lange Sicht Loser

Am Lustigsten fand ich einen Papa, der selber Einzelwerte hatte und für seine Kinder ETFs auf AllWorld
um dann nach ein paar Jahren festzustellen, dass seine Kids bessere Investoren sind ;)

Manche brauchen die Akti(e|o)n

oder haben wie ich eine total krasse Winnerstrategie :eek::cool:

Oid
2019-11-14, 17:07:37
Jo, einfach stupide in ETFs reinsparen ftw :up:

Einzelaktien machen bei mir auch nur einen Bruchteil der Portfolios aus.

Gandharva
2019-11-14, 17:10:18
oder haben wie ich eine total krasse Winnerstrategie :eek::cool:
Please share! kthx!

@taddy
Fang JETZT an und warte nicht auf irgendwelche eventuell kommenden Absacker.

pest
2019-11-14, 17:10:22
aber wenn du bei einem deiner Einzelwerte nach einem Jahr +100% hast wird der Schlüppi feucht

da brauchste bei nem ETF schon ein paar Jahre

Gandharva
2019-11-14, 17:13:21
aber wenn du bei einem deiner Einzelwerte nach einem Jahr +100% hast wird der Schlüppi feucht

da brauchste bei nem ETF schon ein paar Jahre
Jupp, und wenn die andren Aktien in der Miese stehen, wirds doch wieder nur ne Bremsspur...

Everdying
2019-11-14, 18:36:58
Der erste ETF ist doch Müll, wenn es um Dividenden geht.

Der zweite ist "okay", mehr aber auch nicht. Die Dividendenrendite beträgt gerade mal 2,8%. Das deckt nach Abgeltungssteuer gerade mal die Inflation.

Da würde ich wohl eher direkt in Dividendentitel investieren. Sowas wie z.B. Shell geht immer. Da bekommt man zur Zeit ~6,3%. Gibt aber auch noch genug andere Unternehmen mit Dividenden um die 7%.

Bin schwer am überlegen bei ProSiebenSat.1 Media einzusteigen. Auf den ersten Blick ist die Dividendenrendite sehr verlockend, die Frage ist ob sie die halten können im Hinblick auf den Gewinn/Aktie. Aber selbst bei 0,80 € Dividende pro Aktie (immerhin -33%) wären das noch >6 % Dividendenrendite.

Was meinst du?

Unyu
2019-11-14, 19:29:43
Was bringt die 6% Dividende wenn der Wert im Sturzflug ist.

Th3o
2019-11-14, 20:33:12
Bei Bank- und Medienaktien wäre ich extrem vorsichtig.

Semmel
2019-11-14, 20:42:02
Bin schwer am überlegen bei ProSiebenSat.1 Media einzusteigen. Auf den ersten Blick ist die Dividendenrendite sehr verlockend, die Frage ist ob sie die halten können im Hinblick auf den Gewinn/Aktie. Aber selbst bei 0,80 € Dividende pro Aktie (immerhin -33%) wären das noch >6 % Dividendenrendite.

Was meinst du?

Grundsätzlich ist lineares Fernsehen ein schrumpfender Markt und ProSiebenSat.1 hat den Sprung zum Streaming irgendwie verpasst. Jetzt wollen sie ein Audio-Streaming starten, aber ob das was wird?
Allerdings hat der Markt den Laden schon ordentlich abgestraft.
Die Kennzahlen sind echt verlockend mit 7-8% Dividendenrendite.
Ich halte allerdings den Konkurrent RTL noch für etwas besser. Die sind mit ihrer TVnow-Streamingplattform schon etwas weiter und sind sogar bei ~9% Dividende.
RTL hat auch die höhere Eigenkapitalquote (36% vs. 12 %).
Ich würde also RTL bevorzugen.
Allgemein sind Medienunternehmen allerdings sehr konjunktursensibel, ich bleibe daher vorerst im Rohstoffsektor.
Bei Shell hat man derzeit vielleicht "nur" 6,x%, allerdings hat Shell noch nie in der Unternehmensgeschichte die Dividende gesenkt. Man kann sich also ziemlich sicher sein, dass es immer mindestens 6% sein werden und langfristig natürlich mehr. Das ist schon eine Ansage. Den Kurs kann man dann auch einfach mal ausblenden, wenn man das Ding langfristig behält und mit seinen jährlichen 6% zufrieden ist.
Auch immer noch interessant ist GAZPROM.
Oder mein letzter Neuerwerb: Trans-Siberian Gold. Das ist eine kleine, aber hoch profitable Goldmine. Die Dividendenrendite liegt bei aktuellem Kurs über 8%. Dazu hat man noch einen schönen Hebeleffekt, sollte der Goldpreis weiter steigen.

w0mbat
2019-11-15, 00:12:39
CGC und ACB reißen gerade den ganzen Markt runter, total schlechte Zahlen. ACB geht bald das Geld aus, sie stoppen Projekte und haben nur noch 150M in Cash. CGC verkauft nix. Alles nur Schall und Rauch :D

Semmel
2019-11-15, 06:06:21
Cannabis war dieses Jahr bisher ein richtiger Griff ins Klo.
Ich kenn mich in dem Sektor nicht so aus. Aber wenn diese beiden Unernehmen den ganzen Markt runterziehen, dann sind andere Unternehmen, die besser sind, vielleicht auch günstiger zu haben? Welche Cannabis-Unternehmen sind denn die besten?

Gandharva
2019-11-15, 09:25:25
Bin mit dem ETF noch ein wenig im Plus. Ist aber mit Abstand der schlechteste Wert den ich habe. Langfristig glaube ich aber an die Branche. Ich denke das wurde Anfangs sehr überhypt und die Kurse kommen jetzt in der Realität an.

w0mbat
2019-11-15, 09:38:44
Cannabis war dieses Jahr bisher ein richtiger Griff ins Klo.
Ich kenn mich in dem Sektor nicht so aus. Aber wenn diese beiden Unernehmen den ganzen Markt runterziehen, dann sind andere Unternehmen, die besser sind, vielleicht auch günstiger zu haben? Welche Cannabis-Unternehmen sind denn die besten?
Aphria steht ganz gut da, die machen sogar schon Gewinn, werden aber auch im Sog runter gerissen.

Cronos hat ca. 2 Mrd. von Altria bekommen (früher Phillip Morris) und wartet jetzt auf den großen Einstieg. Hier wird man bestimmt auch noch gut Geld machen könne.

iAnthus ist ein US-Player, wenn es in den US zur kompletten Legalisierung kommen sollte sind sie super aufgestellt.

Alle Angaben ohne Schießgewehr! :tongue:

pest
2019-11-15, 10:56:12
In den HotStocks ist mir meist zu viel “Hopeium“ dabei und der Fall entsprechend tief.

Bei AMD überlege ich auch die Reißleine zu ziehen...hab da aber nur 800€ drin, so what

Semmel
2019-11-15, 12:02:41
Ich denke das wurde Anfangs sehr überhypt und die Kurse kommen jetzt in der Realität an.

Üblicherweise gibt es die Übertreibungen in beide Richtungen.
Wenn jetzt der faire Wert erreicht ist, dann sollte man noch weiter warten bis zur Übertreibung ins Negative. Ich beobachte erstmal weiter, bis eine Bodenbildung zu erkennen ist. Und wenn die da ist, dann kaufe ich nur das qualitativ beste Unternehmen und keine solchen Krücken, die nahe der Insolvenz sind.

Es zeigt sich auch immer wieder, dass es sinnvoll ist, mitten in einem Hype ein paar Gewinne mitzunehmen. Ein kompletter Ausstieg fällt mir auch schwer. Aber man kann ja zumindest seinen Einsatz rausnehmen. Dann kann man schonmal keinen Verlust mehr machen und mit den restlichen Anteilen profitiert man immer noch von eventuellen weiteren Steigerungen und nach einem Absturz kann man wieder Anteile zurückkaufen.

Semmel
2019-11-15, 12:07:37
In den HotStocks ist mir meist zu viel “Hopeium“ dabei und der Fall entsprechend tief.

Bei AMD überlege ich auch die Reißleine zu ziehen...hab da aber nur 800€ drin, so what

Die ganze Tech-Branche finde ich überhypt.
Es gibt Leute, die geben tatsächlich einen vierstelligen Betrag aus, nur um dann eine einzige Aktie zu besitzen. :D (z.B. Amazon)

Da kauf ich lieber Pennystocks. :wink:

pest
2019-11-15, 12:22:53
Es gibt Leute, die geben tatsächlich einen vierstelligen Betrag aus, nur um dann eine einzige Aktie zu besitzen. :D (z.B. Amazon)

Da kauf ich lieber Pennystocks. :wink:

Ich hoffe das ist Ironisch gemeint :?

Semmel
2019-11-15, 12:26:36
Ich hoffe das ist Ironisch gemeint :?

Ich hab mal schnell nachgeschaut:
Ich habe aktuell 21 Werte in meinen beiden Depots.
Davon sind 9 Pennystocks, 9 Werte mit Kursen im einstelligen Bereich und 2 Werte mit Kursen im niedrigen zweistelligen Bereich.
Meine teuerste Aktie hat einen Kurs von rund 16€ und die billigste liegt bei 0,8 Cent. :D

Also nein, ist wohl keine Ironie. :D

Gandharva
2019-11-15, 17:35:14
Üblicherweise gibt es die Übertreibungen in beide Richtungen.
Wenn jetzt der faire Wert erreicht ist, dann sollte man noch weiter warten bis zur Übertreibung ins Negative. Ich beobachte erstmal weiter, bis eine Bodenbildung zu erkennen ist. Und wenn die da ist, dann kaufe ich nur das qualitativ beste Unternehmen und keine solchen Krücken, die nahe der Insolvenz sind.

Es zeigt sich auch immer wieder, dass es sinnvoll ist, mitten in einem Hype ein paar Gewinne mitzunehmen. Ein kompletter Ausstieg fällt mir auch schwer. Aber man kann ja zumindest seinen Einsatz rausnehmen. Dann kann man schonmal keinen Verlust mehr machen und mit den restlichen Anteilen profitiert man immer noch von eventuellen weiteren Steigerungen und nach einem Absturz kann man wieder Anteile zurückkaufen.
Das juckt mich als ETF Anleger hald Alles einen Scheiss. Ob da 5 Firmen pleite gehen oder nicht ist mir Mittelfristig Wumpe. Ich muss mir auch nicht raussuchen welche der Firmen die nach einer Marktkonsolidierung übrig bleiben eventuell danach am besten Laufen. Ich kaufe das ganze Segment und fertig.

Die ganze Tech-Branche finde ich überhypt.
Sagt rückblickend meist auch nur derjenige der die letzten Jahre die Tech-Branche nicht übergewichtet hat. Ich habe in den letzten Jahren damit gutes Geld gemacht. Woran machst du fest das diese Sparte in Zukunft ein Underperformer sein könnte?

Oid
2019-11-15, 19:02:21
Also nein, ist wohl keine Ironie. :D

Versteh ich auch nicht so ganz. Bist du tatsächlich der Ansicht, dass Penny-Stocks bzw. Aktien mit niedrigem Nennwert tendenziell ein höheres Kurststeigerungspotenzial hätten? Oder hat das einen anderen Grund?

Semmel
2019-11-15, 19:36:51
Das juckt mich als ETF Anleger hald Alles einen Scheiss. Ob da 5 Firmen pleite gehen oder nicht ist mir Mittelfristig Wumpe. Ich muss mir auch nicht raussuchen welche der Firmen die nach einer Marktkonsolidierung übrig bleiben eventuell danach am besten Laufen. Ich kaufe das ganze Segment und fertig.


Ist auf jeden Fall auch eine sinnvolle Strategie.
Ich versuche mein Glück lieber mit Stock Picking, auch wenns riskanter ist.



Sagt rückblickend meist auch nur derjenige der die letzten Jahre die Tech-Branche nicht übergewichtet hat. Ich habe in den letzten Jahren damit gutes Geld gemacht. Woran machst du fest das diese Sparte in Zukunft ein Underperformer sein könnte?

Einfach deswegen, weil der Sektor schon so extrem aufgeblasen ist.
Das KGV entsprechender Unternehmen hat teils sehr ungesunde Höhen erreicht. In den Kursen sind bereits immense Wachstumsphantasien eingepreist. Ich sehe da einfach nicht mehr soviel Potenzial.

Kann mich natürlich auch irren.

Semmel
2019-11-15, 19:55:02
Versteh ich auch nicht so ganz. Bist du tatsächlich der Ansicht, dass Penny-Stocks bzw. Aktien mit niedrigem Nennwert tendenziell ein höheres Kurststeigerungspotenzial hätten? Oder hat das einen anderen Grund?

Es ist andersrum: Aktien, denen ich (unabhängig vom Kurs) entsprechendes Kurspotenzial zutraue, haben oft einen niedrigen Kurs.

Ich bin mittlerweile zu 100% im Rohstoffsektor unterwegs, also "All-In".
Es ist die Branche mit der günstigsten Bewertung. Da liegt einfach fast alles am Boden, von daher sind die Kurse auch so niedrig. Wenn sich die Branche erholt, dann wird sich das ändern. Dann kann ich hoffentlich in Rente gehen. ;)

Dem Risiko bin ich mir natürlich bewusst. Die letzten Jahre waren zugegeben auch eher durchwachsen. Aber es hat sich zumindest alles stabil gehalten und ich wurde teilweise auch mit Dividenden entschädigt. 2019 habe ich allerdings schon ordentliche Gewinne eingefahren. GAZPROM, erst letztes Jahr zu ~3,50€ gekauft, hat sich mittlerweile verdoppelt. Mal schaun, wie es weitergeht.

Oid
2019-11-15, 20:14:13
Es ist andersrum: Aktien, denen ich (unabhängig vom Kurs) entsprechendes Kurspotenzial zutraue, haben oft einen niedrigen Kurs.

Und warum wunderst du dich dann über Leute, die einen vierstelligen Betrag ausgeben "um dann eine einzige Aktie zu besitzen", wenn es doch nicht auf den Kurs sondern auf das Potenzial, das man in der Aktie sieht, ankommt :confused:

Semmel
2019-11-15, 20:19:41
Und warum wunderst du dich dann über Leute, die einen vierstelligen Betrag ausgeben "um dann eine einzige Aktie zu besitzen", wenn es doch nicht auf den Kurs sondern auf das Potenzial, das man in der Aktie sieht, ankommt :confused:

Das war eher eine Anspielung auf Amazon. Ich halte den Laden einfach für maßlos überteuert.

Unyu
2019-11-16, 17:36:16
Das war eher eine Anspielung auf Amazon. Ich halte den Laden einfach für maßlos überteuert.
Darum hat Berkshire Hathaway gerade erst kräftig Amazon nachgekauft?

Übrigens das Unternehmen dessen Aktie in ihrer A Variante fluffige 329.000 $ kostet. - 1980 waren es gerade mal 270$. Macht 20% im Jahr, über diesen 40 Jahreszeitraum. Offensichtlich sieht Buffett und sein Team noch reichlich Potential in dem marktbeherrschenden Unternehmen Amazon.

Semmel
2019-11-16, 21:48:35
Darum hat Berkshire Hathaway gerade erst kräftig Amazon nachgekauft?

Kräftig?
Amazon macht gerade mal 0,5% vom Berkshire-Portfolio aus.

Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass sie nicht mehr wissen, wohin mit all dem Geld. Die Cash-Reserven haben gigantische 128 Mrd. USD erreicht.

Franklin
2019-11-17, 17:54:58
Was haltet ihr von Evotec?
Der Kurs scheint günstig für einen Einstieg, der Vorstand selbst kauft auch gerade Aktien.
Die Zahlen sind gut.
Ich überlege, ob ich da mittelfristig einsteige und auf einen steigenden Kurs setze.

Th3o
2019-11-18, 18:17:42
Cannabis Aktien werden pulverisiert. Wann ist der Boden erreicht?

w0mbat
2019-11-18, 20:05:10
Bei 0 :ugly:

Kallenpeter
2019-11-19, 11:03:01
Cannabis Aktien werden pulverisiert. Wann ist der Boden erreicht?
Ein weiterer Hype vor dem mich mein Bauchgefühl gerettet hat :)

Th3o
2019-11-19, 13:02:58
Wer rechtzeitig rein und raus ist hat schon seinen Schnitt gemacht.

Semmel
2019-11-19, 13:59:41
Und der Cannabis-Sektor ist ja auch nicht tot. Da herrscht gerade richtig Panik, daher wird hirnlos alles abverkauft. So ist das an den Börsen, es wird immer übertrieben.

Bei Cannabis kann man sich jetzt langsam überlegen einzusteigen. ;)

Plutos
2019-11-19, 14:12:10
Was haltet ihr von Evotec?
Der Kurs scheint günstig für einen Einstieg, der Vorstand selbst kauft auch gerade Aktien.
Die Zahlen sind gut.
Ich überlege, ob ich da mittelfristig einsteige und auf einen steigenden Kurs setze.
Bei unter 10€ könnte ich es mir vorstellen, aber aktuell erscheint es mir nicht so attraktiv.

Kallenpeter
2019-11-19, 21:11:42
Wenn ich nichts übersehen habe ist Tesla inzwischen mehr Wert als fast alle anderen Autohersteller. Nur Toyota und VW sind noch mehr Wert.

Ist der Zeitpunkt zum verkaufen gekommen?

Semmel
2019-11-19, 21:36:42
Börsen neigen zu Übertreibungen, von daher kann ich mir schon vorstellen, dass es da trotzdem noch höher geht. Zumindest ein Teil-Verkauf wäre wohl sinnvoll. Mir ist Tesla sowieso zu heiß, viel zu unberechenbar und viel zuviel Phantasie in der Bewertung.

Kallenpeter
2019-11-19, 21:45:35
Ich bin halt eingestiegen als der Kurs am Boden geprügelt war dieses Jahr. Jetzt hab ich einen gigantischen Kurszuwachs und wenn ich verkaufen würde, müsste ich erstmal deftig Steuern zahlen. Luxusproblem :D

Naja, ich hab jetzt eine Stop Loss Order bei 315 drinne. War jetzt mein Kompromiss zwischen verkaufen und halten.

phizz
2019-11-19, 21:50:46
Ui heut ist wohl high-day.
Alles Cannabisartige wächst wie chemisch gedüngt. :wink::freak:

AMD hat wohl auch an der Tüte gezogen und feiert ordentlich
Allerdings sind eine Gewinne derzeit so hoch das ich fast schon bissl nervös werde... wie hoch soll es denn noch gehen?
Ich glaube zwar an die <40€ aber bin eigentlich schon fast bereit jetzt zu verkaufen und mir davon einen neuen Intel/Nvidia Laptop zu kaufen ;D

Th3o
2019-11-19, 22:26:37
Mit AMD Aktiengewinn Intel/Nvidia kaufen? Jeez!

Semmel
2019-11-22, 09:51:50
Die erste Bank hat Negativzinsen ab dem ersten Euro eingeführt (für Neukunden).
Und es werden noch schlimmere Negativzinsen erwartet.
Laut dem hier -4%:
https://www.geolitico.de/2019/11/21/negativzinsen-von-mindestens-minus-4-prozent-kommen/

Für Aktien ist das gut, die werden dadurch einen weiteren Schub bekommen.

w0mbat
2019-11-22, 11:23:00
Woltel mit meinem Novemberbonus Acreage kaufen, die sind in den letzen zwei Tagen jetzt 60% gestiegen :(

SGT.Hawk
2019-11-22, 11:31:51
Hm, wenn die EZB immer mehr Zinsen ins minus schiebt, riskiert sie nicht eine Währungsflucht? Ich meine, ich könnte ja auf die Idee kommen, ein Fremdwährungskonto oder ein Konto im Ausland zu eröffnen und dort mein mein Geld zu parken (bsp. Pfund).
Damit riskiert doch die EZB erst Recht den Kollaps, wenn alle ihr Geld abziehen würden, oder?

24p
2019-11-22, 11:46:25
Du hast noch das Wechselkursrisiko. Das abzusichern kostet Geld, erst wenn die Differenz höher wird als die Kosten der Absicherung wird es imo kritisch.

SGT.Hawk
2019-11-22, 11:59:06
Ich glaube die Zielwährung würde ja aufwerten gegenüber dem €, das ist ja der Plan, wenn der Kollaps droht. Pfund würde sich geographisch am besten eignen.

Daredevil
2019-11-22, 12:44:08
Das ist halt richtig viel Futter für digitale Währungen.
Da schieb ich meine Kohle halt nach Paypal, Amazon, Libra, Cryptowährung X, bevor sie mir die Bank wegnimmt.
Selbst ne Penny Guthaben Karte ist da sinnvoller als ne Bank.

Unyu
2019-11-22, 13:14:41
Hm, wenn die EZB immer mehr Zinsen ins minus schiebt, riskiert sie nicht eine Währungsflucht?
Als erstes riskiert sie das mehr Geld in Börse und Immobilien fliessen.

Allenfalls ist die Attraktivität für ausländische Investoren geringer. Ich investiere doch lieber in Dollar und Franken. Die beiden waren die letzten Jahre relativ stabil zu einander. Erst sehr langfristig hatte der Dollar stark verloren, aber das fangen steigende Kurse auf.

Semmel
2019-11-22, 14:04:52
Das ist halt richtig viel Futter für digitale Währungen.
Da schieb ich meine Kohle halt nach Paypal, Amazon, Libra, Cryptowährung X, bevor sie mir die Bank wegnimmt.
Selbst ne Penny Guthaben Karte ist da sinnvoller als ne Bank.

So hohe Negativzinsen werden auch Einfluss auf alle Arten von Euro-Guthaben haben. Da könnte es genauso Negativzinsen geben oder andere Einschränkungen wie gewisse Obergrenzen oder zeitliche Befristungen.

Kryptowährungen könnten allerdings ebenfalls profitieren. Da nehme ich allerdings lieber was, wo ein realer Wert dahintersteckt, also Aktien.

Semmel
2019-11-22, 14:08:20
Hm, wenn die EZB immer mehr Zinsen ins minus schiebt, riskiert sie nicht eine Währungsflucht? Ich meine, ich könnte ja auf die Idee kommen, ein Fremdwährungskonto oder ein Konto im Ausland zu eröffnen und dort mein mein Geld zu parken (bsp. Pfund).
Damit riskiert doch die EZB erst Recht den Kollaps, wenn alle ihr Geld abziehen würden, oder?

Die Währungsflucht ist gewollt, weil das zur Abwertung des Euros führt.
Damit wird zwar auch unsere Kaufkraft, unser Einkommen und Vermögen zerstört, aber auch das ist gewollt. Der Nutzen ist eine steigende Wettbewerbsfähigkeit durch die Abwertung. D.h. auch europäische Aktien werden davon profitieren. Der Anstieg dürfte größer sein als der Wechselkursverlust.

Für langfristige Investitionen meide ich den Euroraum trotzdem, denn das ist kein nachhaltiges Geschäftsmodell. Es führt zur Zombiefizierung der europäischen Wirtschaft.

SGT.Hawk
2019-11-22, 14:23:48
Ja, die Abwertung kann doch für uns Lebenden in Deutschland nicht gewollt sein, damit haben wir noch mehr Kaufkraftverlust und der Urlaub im Ausland wird ja dann auch immer teuerer.;)
Ist eben die Frage, Wettbewerb wird immer weiter verzerrt, der Euro ist ja nicht wettbewerbsfähig. Die Frage ist doch, überleben das dann die Banken?
Wenn die in die Krise stürzen, wer rettet sie dann? Nochmal EZB,noch mal Druckerpresse? Das Problem ist doch, wenn Bank pleite geht, kommt der Staat in Bedrängnis, wenn Staaten in Bedrängnis kommen, wer soll die Anleihen bezahlen, da die Banken ja auch die Anleihen massiv gekauft haben, kommen die Banken ebenfalls in Bedrängnis.

Karümel
2019-11-22, 14:46:08
https://boerse.ard.de/aktien/artgo-98-prozent-minus-an-einem-tag100.html

An der Börse in Hongkong sind die Schwankungen in jüngster Zeit ziemlich extrem. Doch die Kursentwicklung der Aktie des chinesischen Unternehmens Artgo spottet jeder Beschreibung.

https://boerse.ard.de/bilder/chart/ArtGo-holdings100~_pd-1574417584030_v-z-a-par-a-small-xl.jpg

taddy
2019-11-22, 14:48:00
https://boerse.ard.de/aktien/artgo-98-prozent-minus-an-einem-tag100.html

An der Börse in Hongkong sind die Schwankungen in jüngster Zeit ziemlich extrem. Doch die Kursentwicklung der Aktie des chinesischen Unternehmens Artgo spottet jeder Beschreibung.

https://boerse.ard.de/bilder/chart/ArtGo-holdings100~_pd-1574417584030_v-z-a-par-a-small-xl.jpg

Sollte jetzt ein guter Zeitpunkt sein einzusteigen :)

GSXR-1000
2019-11-22, 16:09:27
Die Währungsflucht ist gewollt, weil das zur Abwertung des Euros führt.
Damit wird zwar auch unsere Kaufkraft, unser Einkommen und Vermögen zerstört, aber auch das ist gewollt. Der Nutzen ist eine steigende Wettbewerbsfähigkeit durch die Abwertung. D.h. auch europäische Aktien werden davon profitieren. Der Anstieg dürfte größer sein als der Wechselkursverlust.

Für langfristige Investitionen meide ich den Euroraum trotzdem, denn das ist kein nachhaltiges Geschäftsmodell. Es führt zur Zombiefizierung der europäischen Wirtschaft.

Wie schön wenn hochkomplexe, multikausale globale systeme durch ausgewiesene experten simplifiziert, monokausal und lokal erklaert werden. Das ist für mich echte Referenz.

Swissr
2019-11-22, 16:40:20
Wie schön wenn hochkomplexe, multikausale globale systeme durch ausgewiesene experten simplifiziert, monokausal und lokal erklaert werden. Das ist für mich echte Referenz.

Könntest du es dann kurz richtig stellen?

Acid-Beatz
2019-11-22, 16:58:22
Könntest du es dann kurz richtig stellen?
+1

GSXR-1000
2019-11-22, 17:43:23
Könntest du es dann kurz richtig stellen?

Nö. Kann ich nicht. Das relevante steckt in der aussage. Globale wirtschaft und gerade der bereich finanzen ist derartig multikausal und vielschichtig das es schlicht Banane ist, aus einem Faktor eine generelle Entwicklung zu prognostizieren.
Ausser natuerlich man ist 3dcenter experte.
Ganz ernsthaft, wieviele von euch beschaeftigen sich wirklich mit der Kernthematik wirtschaft? Und zwar nicht nur mit Zeitungswissen sondern fundiert, moeglichst studiert und im idealfall noch jobweise?
Jedem fuer das gilt rollen sich bei Semmels aussage die Fussnaegel hoch. Weil wirtschaft leider nicht so einfach funktioniert wie einige es hier darzustellen versuchen.
Und ich finde das sehr gefaehrlich, allerdings auch in der heutigen zeit inflationaer, komplexe, multikausale sachverhalte dermassen eindimensional darzustellen. Die Phänomene Trump oder auch AFD sind direkte konsequenzen dieser vereinfachten weltsicht.
Nichtmal ganze wirtschaftsinstitute sind in der lage auch nur lokale und kurzfristige entwicklungen sicher zu prognostizieren. Der gemeine 3dcenter experte hingegen kann das natuerlich mit links.

phizz
2019-11-22, 21:23:45
gggrrrrrr jetzt bin ich bei AMD raus.
bei 37€ hatte ich mein anlageziel/hoffnung erreicht und mir vorher vorgenommen dann auch raus zu gehen.
bei 37,5€ dachte ich "junge junge, weit es wohl noch geht"... und heute bei knap unter 36€ dann rausgeflüchtet.

jetzt ärgere ich mich fast mehr über die 4-5% die ich hab liegen lassen, als über die knapp 40% gewinn. gehts euch da auch so?

taddy
2019-11-22, 22:24:07
gggrrrrrr jetzt bin ich bei AMD raus.
bei 37€ hatte ich mein anlageziel/hoffnung erreicht und mir vorher vorgenommen dann auch raus zu gehen.
bei 37,5€ dachte ich "junge junge, weit es wohl noch geht"... und heute bei knap unter 36€ dann rausgeflüchtet.

jetzt ärgere ich mich fast mehr über die 4-5% die ich hab liegen lassen, als über die knapp 40% gewinn. gehts euch da auch so?

Ich bin weiter drin geblieben. Die+20% in meinem Falle waren verlockend, aber ich denke, der Einbruch wird bald wieder eingeholt werden

DarkSoldier
2019-11-22, 22:47:48
Ich bin weiter drin geblieben. Die+20% in meinem Falle waren verlockend, aber ich denke, der Einbruch wird bald wieder eingeholt werden

Ich bin auch drin geblieben - bin bei 10,30€ eingestiegen - leider zu dem Zeitpunkt nur 300€ Spielgeld parat gehabt ;(:freak:

Swissr
2019-11-22, 23:33:36
Nö. Kann ich nicht. Das relevante steckt in der aussage. Globale wirtschaft und gerade der bereich finanzen ist derartig multikausal und vielschichtig das es schlicht Banane ist, aus einem Faktor eine generelle Entwicklung zu prognostizieren.
Ausser natuerlich man ist 3dcenter experte.
Ganz ernsthaft, wieviele von euch beschaeftigen sich wirklich mit der Kernthematik wirtschaft? Und zwar nicht nur mit Zeitungswissen sondern fundiert, moeglichst studiert und im idealfall noch jobweise?
Jedem fuer das gilt rollen sich bei Semmels aussage die Fussnaegel hoch. Weil wirtschaft leider nicht so einfach funktioniert wie einige es hier darzustellen versuchen.
Und ich finde das sehr gefaehrlich, allerdings auch in der heutigen zeit inflationaer, komplexe, multikausale sachverhalte dermassen eindimensional darzustellen. Die Phänomene Trump oder auch AFD sind direkte konsequenzen dieser vereinfachten weltsicht.
Nichtmal ganze wirtschaftsinstitute sind in der lage auch nur lokale und kurzfristige entwicklungen sicher zu prognostizieren. Der gemeine 3dcenter experte hingegen kann das natuerlich mit links.

OK. Bist du dann 3Dcenter Experte?
Warum bringst du jetzt die AFD rein?

24p
2019-11-22, 23:49:16
Ganz einfach, wer auf die verrückte Idee kommt, dass bei sinkenden Zinsen die Währung abwertet, muss die AfD wählen bzw ein Nazi sein. Klingt doch logisch, oder? Ich bin studierter Ökonom, aber komischerweise stellt sich das Rollen der Fussnägel eher bei den Beiträgen unseres cholerischen Motoradfahrers auf.

GSXR-1000
2019-11-23, 01:55:53
Ganz einfach, wer auf die verrückte Idee kommt, dass bei sinkenden Zinsen die Währung abwertet, muss die AfD wählen bzw ein Nazi sein. Klingt doch logisch, oder? Ich bin studierter Ökonom, aber komischerweise stellt sich das Rollen der Fussnägel eher bei den Beiträgen unseres cholerischen Motoradfahrers auf.
Sehr interessante Aussage für einen Ökonomen.
Für den Wert einer Währung sind also primär die Zinsen verantwortlich? Denn das impliziert deine Aussage wenn du als Folge von absoluter Abwertung sprichst. Das ist, auch im Lichte der tatsächlichen Entwicklungen eine steile These.
Auch ist der tiefere Aspekt von Währungsbewertungen eher kein zinsgetriebener sondern das Abbild und perspektive der dem Währungsraum zuzurechnenden Wirtschaftsleistung.

Wie wenig Relevanz die Zinspolitik in der modernen Wirtschaft noch auf volkswirtschaftliche Kernkennzahlen hat, zeigt sich doch bereits seit Jahren.

Monokausal betrachtet müsste die Inflation bei mindestens moderatem Wachstum und gleichzeitigem Nullzins bzw gar Negativzins durch die Decke gehen. Nach allen bekannten Wirtschaftsmodellen. Tut sie aber definitiv nicht, eher ist man am unteren Ende der Zielvorgabe fuer die Inflation.
Warum? Weil die moderne Weltwirtschaft viel viel mehr Einflussfaktoren unterliegt, als einfache, einschichtige klassische Wirtschaftsmodelle, die ihr hier propagiert berücksichtigen. Gerade im Finanz- und Währungssektor.

Das du als "Mann vom Fach" das negierst, ist doch sehr erstaunlich.
Auch wundert mich in dem zusammenhang deine sehr simplizierte Sichtweise in vielen Punkten sehr.

Und vor deinem nächsten Bash Liebchen, suchst du bitte noch die Stelle in diesem Thread wo ich auch nur im Ansatz was von "Nazis" oder dergleichen gesagt habe? Ich habe lediglich gesagt, das die "moderne Politik" vertreten zum Beispiel durch AFD oder auch Trump das Mittel der Simplifizierung und polemisch vertretener Monokausalitaet als Erfolgsrezept auserkoren hat. Das zu negieren heisst die Augen vor der Wirklichkeit verschliessen. Passt aber offensichtlich zu deiner Denkweise, was ich traurig finde.
Aber wenn dann noch Halluzinationen dazukommen und mir in diesem Thread "Naziaussagen" in den Mund legst, dann wirds doch sehr bedenklich und grenzwertig pathologisch.

@Swissr: Nein bin ich nicht. Ich masse mir aber auch nicht an, globale Wirtschafts- und Finanzentwicklung und Wechselwirkungen anhand eines einzelnen Faktors relevant vorhersagen zu können. Das halte ich persönlich, wie bereits ausgefuehrt fuer Kaffeesatzleserei und Scharlatanerie. Mit fundierter fachlicher Aussage hat sowas nix zu tun.

Lawmachine79
2019-11-23, 02:23:36
Ach, schön, dass es unseren Mofafahrer gibt...jedesmal wenn er hier im Aktienthread auftaucht, fühlt sich das an, wie der Veggie der mit einer Möhre in der Hand beim Grillfest auftaucht und allen erzählt, wie falsch das ist, was sie tun.



@Swissr: Nein bin ich nicht. Ich masse mir aber auch nicht an, globale Wirtschafts- und Finanzentwicklung und Wechselwirkungen anhand eines einzelnen Faktors relevant vorhersagen zu können. Das halte ich persönlich, wie bereits ausgefuehrt fuer Kaffeesatzleserei und Scharlatanerie. Mit fundierter fachlicher Aussage hat sowas nix zu tun.
Das bildet sich hier niemand ein; jeder hier weiss, dass man es nämlich ÜBERHAUPT NICHT vorhersagen kann; auch nicht mit 1000 anderen Faktoren. Denn wenn das ginge, wäre es reproduzierbar. Und wenn es reproduzierbar wäre, wären erst kurz alle reich, weil sie es machen und dann kurz danach alle arm, weil etwas, das jeder kann, nix wert ist (verstehen nur Kapitalisten). Hier hat jeder einen "Educated Guess". Nicht mehr, nicht weniger. Und Du bist der einzige in diesem Thread, der das nicht rafft.

taddy
2019-11-23, 02:23:59
GSXR, wenn du über die globale Finanzpolitik trollen willst, dann mach doch einen eigenen Thread im PoWi auf... Immer das gleiche..

phizz
2019-11-23, 08:58:10
Ich bin weiter drin geblieben. Die+20% in meinem Falle waren verlockend, aber ich denke, der Einbruch wird bald wieder eingeholt werden

Ich bin auch drin geblieben - bin bei 10,30€ eingestiegen - leider zu dem Zeitpunkt nur 300€ Spielgeld parat gehabt ;(:freak:

Ich habe natürlich auch mit dem Gedanken gespielt, aber ich sehe derzeit keinen Grund warum die Fahrt wieder aufgenommen werden sollte.
AMD hat ja erstmal sein Pulver verschossen im Sinne von "Tada, hier ist unser Ryzen 3rd gen, Tada hier ist Thread ripper 3rd gen, Tada hier sind die neuen ATI Karten und geile Prozessoren mit integrierter Grafik hamm wir och noch".
Die haben doch jetzt erstmal alles vorgestellt und der Hype kam auch auf.... aber was soll jetzt noch kommen um einen neuen Hype/Rally zu starten? Jetzt passiert doch erstmal ne Zeitlang eher wenig.

Wobei ich zugeben muss das ich es erstaunlich fand, dass am Freitag nicht mehr Federn gelassen wurden.

Ich drück euch mal die Daumen, aber für mein Seelenfrieden dürfte die Aktie auch gern abfallen :biggrin::freak:

SGT.Hawk
2019-11-23, 10:10:29
Die volkswirtschaftlichen Aussagen von GSXR und Ausführungen sind Käse.
Eben mal kurz den Zins als völlig unwichtigen Faktor aus der Wirtschaft gezogen und sagt, daß man ihn gar nicht braucht. Wundert mich bei ihm nicht, kann sich ja gleich bei der EZB bewerben. Dann kannst du mir ja auch erklären, warum man dann die EZB und Notenbanken als staatliche Institution überhaupt braucht, kann man ja abschaffen.
Der Zins, falls du das nicht weißt "der Preis des Geldes". Dadurch, daß er abgeschafft ist, ist die Wirtschaft völlig verzehrt. Der Indikator, ob sich Investition lohnt oder nicht, ist nicht da, wie kann man sowas negieren?
Durch die EZB Politik, der als Scheinargument die Inflation antreiben will, hat nur zu einer Preisinflation der Assets geführt, und wird eher wenn es zur Rezession kommt, zuerst in Deflation führen.
Ist schon erstaunlich, wie unser GSXR so obrigkeitshörig ist und am liebsten alles staatlich reguliert haben will.

Semmel
2019-11-23, 13:16:50
Der Zins ist einer der wichtigsten Einflussfaktoren für jede Währung. Aber gut, der Herr GSXR kann das gerne anders sehen und sein Geld auf dem Girokonto verrotten und bald für -4% "verzinsen" lassen.

Plutos
2019-11-23, 13:20:05
Vielleicht sollte man den Begriff "entzinsen" dafür einführen. X-D :usad:

GSXR-1000
2019-11-23, 18:31:15
Der Zins ist einer der wichtigsten Einflussfaktoren für jede Währung. Aber gut, der Herr GSXR kann das gerne anders sehen und sein Geld auf dem Girokonto verrotten und bald für -4% "verzinsen" lassen.
Stimmt... wie relevant und effektiv Zinspolitik momentan noch ist kann man ja an der galoppierenden Inflation bei Negativverzinsung sehen... NOT.

Welcome to reality

24p
2019-11-23, 19:00:34
Die Inflation zeigt sich eben nicht bei Salatgurken oder Brot, sondern bei der Geldanlage Immobilien, Aktien. Wir haben eben Assetpreisinflation.

Kallenpeter
2019-11-23, 19:07:07
Stimmt... wie relevant und effektiv Zinspolitik momentan noch ist kann man ja an der galoppierenden Inflation bei Negativverzinsung sehen... NOT.

Welcome to reality
Genau, und jeder Einbruch in ein Haus mit Alarmanlage beweist, das Alarmanlagen nicht gegen Einbrüche helfen.


Inflation wird weder ausschließlich von der Zinspolitik bestimmt noch ist der Einfluss von der Zinspolitik auf die Inflation Linear.

nagus
2019-11-23, 20:36:05
Bin grad am Überlegen signifikant in Qualcomm zu investieren.
Alle reden über Intel vs AMD aber ich glaub das Qualcomm das Feld von hinten aufrollen wird. ARM64 wird den Ultrabook Markt platt walzen, dann den Desktop / Spielekonsolen Markt und letztlich auch den Server Markt.

Und ich bin der Meinung, dass Sie das innerhalb von fünf Jahren machen werden.

nein, ganz bestimmt nicht. dafür ist AMD derzeit viel zu stark... die haben sich die letzten 3 Jahre den Desktop Markt zurück erkämpft, bei Servern sind sie gerade auch extrem super unterwegs weil Intel nix gebacken bekommt. Notebooks kommen dann 2020 richtig groß mit den ZEN 2 APUs und die Spielekonsolen sind in den nächsten 5 Jahren weiter bei AMD und ich glaube kaum, dass es bei der übernächste Generation anders aussehen wird.

GSXR-1000
2019-11-23, 21:37:11
Die Inflation zeigt sich eben nicht bei Salatgurken oder Brot, sondern bei der Geldanlage Immobilien, Aktien. Wir haben eben Assetpreisinflation.

Muhahaha. Auch wieder eine sehr interessante Definition von Inflation eines "Ökonomen" Mehr davon bitte. Diese defintion des Warenkorbes finde ich in keinem Lehrbuch.
Da schafft sich jemand eine eigene Realitaet

GSXR-1000
2019-11-23, 21:39:58
Genau, und jeder Einbruch in ein Haus mit Alarmanlage beweist, das Alarmanlagen nicht gegen Einbrüche helfen.


Inflation wird weder ausschließlich von der Zinspolitik bestimmt noch ist der Einfluss von der Zinspolitik auf die Inflation Linear.

Seltsam. In den mir bekannten Lehrbüchern ist die Hauptrichtlinie der Zinspolitik ubd damit Geldmengensteuerung die Inflationskontrolle. Aber in deiner Welt ist das dann wohl anders ..lol.