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Semmel
2019-08-08, 19:11:17
Da wären wir wieder beim Beitrag von Trap. Das Interesse schwindet halt, wenn am Ende des Monats nichts mehr auf dem Konto übrig ist.

Bei vielen Leuten ist das nur deswegen so, weil sie nicht mit Geld umgehen können.


Geschwitzt hingegen haben wir heuer alle. Der heißestete Juli seit Meßbeginn lässt grüßen. Dass sich damit der Fokus auf die Klimaproblematik richtig, finde ich wichtig und richtig!

Der Fokus wird sich ganz schnell ändern, wenn nächstes Jahr die Wirtschaftskrise voll durchschlägt. Dann interessieren sich die Leute nur noch für ihre Jobs und nicht mehr fürs Klima.

Mortalvision
2019-08-08, 19:20:29
Nicht mit Geld umgehen können => unabhängig vom Bildungsstand!

Mit den eigenen Ansprüchen und denen der Familie umgehen und mit der harten Realität abgleichen => Fehlanzeige!

Ich kann mir etwas kaufen, deshalb bin ich etwas wert! Fast immer ein Volltreffer...

Solange sich unser ganzes Wertesystem nur auf Geld und Konsum beschränkt (und das war schon zu Zeiten vor dem Ersten Weltkrieg so), wirst du nur wenige finden, die sich davon distanzieren und wie ein Eichhörnchen die Nüsse im Boden vergraben/ die Münzen in den Sparstrumpf werfen! Garniert mit Werbung, die offen oder versteckt auf Sex anspielt, passt.

Würden die allermeisten ihr Geld ansparen und monatlich 200-500€ zurücklegen, wäre unsere gesamte Wirtschaft im Grab!

Mortalvision
2019-08-08, 19:24:24
Der Fokus wird sich ganz schnell ändern, wenn nächstes Jahr die Wirtschaftskrise voll durchschlägt. Dann interessieren sich die Leute nur noch für ihre Jobs und nicht mehr fürs Klima.

Da unterschätzt du sowohl den Klimawandel als auch die Bereitschaft von Menschen bei Existenzbedrohung zusammen zu arbeiten.

Falls wir in Deutschland 45 Grad im Sommer sehen, und uns deswegen die Ernte verreckt, spielt Geld keine Rolle mehr.

Ähnlich wie bei den Briten ab 1940 im Kampf gegen Hitler. Die Deutschen stehen vor der Haustür => letzte Chance, und bei den Briten hatten Mann und Maus in wenigen Wochen gelernt wie Löwen zu kämpfen!

Semmel
2019-08-08, 19:43:40
Nicht mit Geld umgehen können => unabhängig vom Bildungsstand!

Stimmt absolut.
Die Konsumausgaben steigen oft überproportional zum Einkommen.
Hab ich oft genug gesehn, hab lange genug in einer Bank gearbeitet.



Solange sich unser ganzes Wertesystem nur auf Geld und Konsum beschränkt (und das war schon zu Zeiten vor dem Ersten Weltkrieg so), wirst du nur wenige finden, die sich davon distanzieren und wie ein Eichhörnchen die Nüsse im Boden vergraben/ die Münzen in den Sparstrumpf werfen!

Unser Wertesystem beschränkt sich auf KONSUM, nicht auf Geld. Geld ist nur Mittel zum Zweck.
Würde Geld wertgeschätzt werden, dann würde man es nicht so leichtfertig ausgeben. Geld auf dem Konto sieht man nicht.
Vielen Millionären oder Milliardären sieht man ihren Reichtum garnicht an. Der Konsumhamster hat eine ganz falsche Vorstellung von Reichtum. Für ihn bedeutet Reichtum nur besonders viel (Luxus-)Konsum.
Mit Konsum wird man allerdings nicht reich, sondern bleibt immer arm.
Irgendwann muss man was investieren und das geht nur, wenn man auf entsprechendem Konsum verzichtet.

Der Konsumwahn ist das große Übel.



Würden die allermeisten ihr Geld ansparen und monatlich 200-500€ zurücklegen, wäre unsere gesamte Wirtschaft im Grab!

Das gilt nur für unser kaputtes Wirtschafts- und Finanzsystem. In einem "gesunden" System wäre so eine Einstellung vorteilhaft. Übrigens gab es Zeiten, wo die Leute derart sparsam waren. Das waren vor allem die 50er und 60er Jahre. In dieser Zeit ist ein großer Teil des heutigen Wohlstands und der heutigen Wirtschaft in Deutschland entstanden. In der Zeit hat die Bundesbank z.B. auch die Goldreserven angehäuft. Das ging alles nur durch harte Arbeit und Sparsamkeit.
Danach ging es nur noch bergab, wobei es die Bevölkerung erst viel, viel später merkt, solange noch von der Substanz gezehrt werden kann.

Die wirtschaftliche Substanz wird jedoch gerade dem Klima-Wahn geopfert.

Mortalvision
2019-08-08, 19:46:32
@Semmel danke für die tollen Erläuterungen. Stimme dir in fast jedem Punkt zu! (außer, dass es auch nach den 50ern und 60ern noch ganz immense Wertschöpfung gab und gibt). Aber ja, nur weiter so :ulove2:

sulak
2019-08-08, 19:48:53
run amd run.....

War heut was? Dat Ding geht aber steiiiiiil. All Time High in Sicht :cool:

Semmel
2019-08-08, 19:56:27
Da unterschätzt du sowohl den Klimawandel als auch die Bereitschaft von Menschen bei Existenzbedrohung zusammen zu arbeiten.

Dafür müsste der Klimawandel erstmal existenzbedrohend sein und er müsste tatsächlich menschgemacht sein. Daran glaube ich nicht.
Bitte aber keine Diskussion hierzu anfangen, dafür ist das der falsche Thread. ;)

Und ich bin absolut überzeugt davon, dass eine Wirtschaftskrise die Leute umdenken lassen wird.
Die meisten denken doch nicht mal bis morgen, das ist ja mit dem Geld genauso. Es wird nur gerade die Klima-Sau durchs Dorf getrieben, daher sind jetzt alle "besorgt".
Leute, die Klimahysterie verbreiten, aber dann mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen oder mit dem Auto rumfahren, kann ich jedoch nicht ernst nehmen. Das sind aber die meisten. Ich kenne niemanden, der seine Einstellung auch wirklich selbst lebt und auf alle CO2-Verursacher verzichtet, wo es möglich ist.

Am Ende ist die Konsumlust eben doch größer. ;)
Konsum geht über alles und die Zentralbankpolitik mit Null- und Negativzins fördert diese Entwicklung auch noch.
Heute muss man für den Konsum nicht mal mehr sofort bezahlen. Alles nur noch mit 0%-Finanzierung. Ich kenne Leute, die rechnen nur noch in Monatsraten. :freak:

Solche Leute werden nie irgendwas ansparen können.

GSXR-1000
2019-08-08, 19:58:20
Die wirtschaftliche Substanz wird jedoch gerade dem Klima-Wahn geopfert.


Kannst du deinen wirklich in jedem Post untergebrachten Klimaschutz Bash einstellen? Der gehört hier nicht hin, und du brauchst hier niemanden zu triggern. Diese unselige Diskussion kannst du gerne im PoWi führen, wo es hingehört. Aber offensichtlich findest du dort nicht die richtigen Kombatanten die sich auf dein Getrolle einlassen.

Wie auch immer: Dein Klimaschutzgebashe gehört hier nicht hin. Diskutier es bitte da wo es hingehört. Danke.

Witzigerweise forderst du das Alibimässig selbst, fängst aber bei jedem Post aufs neue damit an... immer wieder.

Mortalvision
2019-08-08, 20:01:29
Tja, da hören die Gemeinsamkeiten mit den Semmels dieser Welt wieder auf :usex:

aber trotzdem hat Semmel schon was Wichtiges gesagt: Konsum um jeden Preis ist eine fürchterliche Einbahnstraße!

Semmel
2019-08-08, 20:04:32
@GSXR: Es gibt Leute, die wollen ihr Geld "klimaneutral" investieren. Ich wollte ursprünglich nur darauf hinweisen, dass Gold dafür das falsche Investment ist. ;)
Ich werde versuchen mich zurückzuhalten. :)

GSXR-1000
2019-08-08, 20:04:57
Konsum um jeden Preis ist eine fürchterliche Einbahnstraße!

Ich glaube dieser Aussage wird kaum ein denkender Mensch widersprechen. Diese Aussage hat aber eine ähnliche Relevanz wie die, das der Himmel blau ist. Weil das eigentlich jedem Menschen klar ist.
Wie bei nahezu allem im Leben ist es immer eine Frage der Dosis. Zuviel von egal was ist nahezu nie schadlos, ebenso schlecht ist meistens ein zuwenig von etwas.
Das ist nun eine Erkenntnis die der normale Mensch bereits als Kind macht, wenn man sich das erste mal den Magen an Süssigkeiten, Obst, Eis oder dergleichen verdirbt...

Mortalvision
2019-08-08, 20:20:12
Ja, nur müssen wir uns mal dranmachen, diese Erkenntnis auch umzusetzen. Und wenn man das will, gibt es ja auch mittlerweile ethische Finanzberatung,!

Unyu
2019-08-08, 20:32:39
Würden die allermeisten ihr Geld ansparen und monatlich 200-500€ zurücklegen, wäre unsere gesamte Wirtschaft im Grab!
Würde man soviel zur Seite legen, wäre die viel zu geringe Rente kein Problem. So jedoch läuft man offenen Auges auf die Katastrophe zu.
Die Babyboomer stehen kurz vor der Rente, schon heute reichen die Einzahlungen kaum. Die Junge Generation müsste davon dringend lernen, die hätten noch Zeit zu reagieren. Einem 60 Jährigen zu sagen er solle doch selbst vorsorgen, das ist nur lächerlich, nicht praktisch umsetzbar. Sobald man das erwähnt, kommt wieder die alte Ausrede man hätte nicht einen Cent übrig. Komisch, früher war das gang und gebe das man zum Sparkassenberater ging. Der hat einem irgendein Finanzprodukt verkauft, das negative Rendite erwirtschaftet und ein Haufen Gebühren kostet. Warum soll das heute nicht mehr gehen? Vielleicht weil man Angst hat nicht mehr so sehr beschissen zu werden.

So jedoch spart man nichts, gibt mehr aus als man hat und sobald der Job wegfällt oder die Zinsen steigen steht man im Schuldenturm. Der schicke Benz vor der Tür, die Nachbarn wollen beeindruckt werden.

Schaut man mal nach Santorini. Man glaubt es nicht wie viele Leute, vor allem unter 30 Jährige sich dort ohne mit der Wimper zu zucken Unterkünfte für mehre 100 Euro AM TAG leisten. Ich glaube nicht das es dort Reihenweise Töchter von Vorstandsvorsitzenden hin verschlägt.

GSXR-1000
2019-08-08, 21:07:53
Würde man soviel zur Seite legen, wäre die viel zu geringe Rente kein Problem. So jedoch läuft man offenen Auges auf die Katastrophe zu.
Die Babyboomer stehen kurz vor der Rente, schon heute reichen die Einzahlungen kaum. Die Junge Generation müsste davon dringend lernen, die hätten noch Zeit zu reagieren. Einem 60 Jährigen zu sagen er solle doch selbst vorsorgen, das ist nur lächerlich, nicht praktisch umsetzbar. Sobald man das erwähnt, kommt wieder die alte Ausrede man hätte nicht einen Cent übrig. Komisch, früher war das gang und gebe das man zum Sparkassenberater ging. Der hat einem irgendein Finanzprodukt verkauft, das negative Rendite erwirtschaftet und ein Haufen Gebühren kostet. Warum soll das heute nicht mehr gehen? Vielleicht weil man Angst hat nicht mehr so sehr beschissen zu werden.

So jedoch spart man nichts, gibt mehr aus als man hat und sobald der Job wegfällt oder die Zinsen steigen steht man im Schuldenturm. Der schicke Benz vor der Tür, die Nachbarn wollen beeindruckt werden.

Schaut man mal nach Santorini. Man glaubt es nicht wie viele Leute, vor allem unter 30 Jährige sich dort ohne mit der Wimper zu zucken Unterkünfte für mehre 100 Euro AM TAG leisten. Ich glaube nicht das es dort Reihenweise Töchter von Vorstandsvorsitzenden hin verschlägt.

Ihr seid so schreiend komisch.
Schon mal überlegt, wo das Wachstum herkommen sollte, wenn die Leute einfach den Konsum reduzieren? Euer goldenes Kalb Wachstum, an dem ihr auch über eure Anteilsbeteiligungen so aufgeilt existierte nicht, wenn die Leute nicht auch stetig mehr konsumierten.
Ihr redet von den glorreichen 50er und 60er jahren... ja bitte woher kam denn das wirtschaftswunder und der Aufschwung und das massive Wachstum? Nein, nicht daher das die Leute so bedeutend mehr sparten. Nein, primär dadurch das auch massiv mehr konsumiert wurde. Wer machte denn die Autoindustrie gross? Die Leute die sich die autos auch kauften. Damals machten "Firmenwagen" promille aus...
Es ist dermassen lächerlich das ihr euch hier über die Konsumenten erhöht, obwohl ihr genau dieses Konsumverhalten zwingend braucht um euer "passives Einkommen" generieren zu können.
Wirtschaftsverständnis null.
Der heutige Kapitalismus, den ihr so leidenschaftlich propagiert und anbetet braucht stetig steigenden Konsum um überhaupt noch wachstum zu generieren. Gesamtwirtschaftlich betrachtet brauchen die heutigen wirtschaften sogar überdurchschnittlich steigenden Konsumanteil am Einkommen um überhaupt noch wesentlichen Wachstum zu generieren.
Was ihr hier abzieht ist derartig verlogen...

Unyu
2019-08-08, 21:24:58
Schon komisch, mein U Bahn Fahrender Grossvater könnte sich solche dubiosen Finanzprodukte leisten.

Euer goldenes Kalb Wachstum, an dem ihr auch über eure Anteilsbeteiligungen so aufgeilt Dein ganz grosser Fehler:
Jemand der im Monat 500 spart, zu 5% anlegt, der hätte nach 30 Jahren 230k.

230k, die er im Fall die er dem Sozialsystem spart. Er zahlt die gleiche Summe wie sein Kollege ins Sozialsystem ein. Aber er kostet dem System 230k weniger als derjenige der alles ausgegeben hat und sofort zum Amt rennt.

Geile ich mir ich mich auf? Dein ominöses passives Einkommen sehe ich nicht, ich sehe nur hohe monatliche Kosten. Ich zahle sowohl ins staatliche System, als auch ins private System ein. Ich weiss das das staatliche System nicht genügen wird. Nichtmal ansatzweise. Das ist Jahrzehnte vorher absehbar. Ich muss einzahlen, verbuche aber das Geld als Totalverlust. Die Einzahlungen ins Private System können ein Verlust sein, müssen aber nicht. In jedem Fall bin ich dann wenigstens selbst Schuld und bis zur Rente kann ich, im Gegensatz zur Rente, wenigstens noch hoffen.

Wir haben ohnehin ganz verschiedene Philosophien. Schulden würden mich schlecht schlafen lassen. Zur Arbeit gehen mit der Angst der Kündigung im Nacken. Im Zweifel zu Vater Staat Rennen und gut ist. Das ist nicht mein Weg. Ich kann besser schlafen wenn ich weiss die Miete ist vom unverzinsten Girokonto gedeckt.

GSXR-1000
2019-08-08, 21:30:49
Schon komisch, mein U Bahn Fahrender Grossvater könnte sich solche dubiosen Finanzprodukte leisten.

Dein ganz grosser Fehler:
Jemand der im Monat 500 spart, zu 5% anlegt, der hätte nach 30 Jahren 230k.

230k, die er im Fall die er dem Sozialsystem spart. Er zahlt die gleiche Summe wie sein Kollege ins Sozialsystem ein. Aber er kostet dem System 230k weniger als derjenige der alles ausgegeben hat und sofort zum Amt rennt.
Alter: GANZ einfache Frage: WER soll die verdammten Produkte kaufen (von denen bei Wachstum jedes Jahr mehr produziert werden) wenn keiner (!!!! MEHR!!!!) Konsumiert? Und da vom produktivwachstum nur ein kleinerer Teil an das Produktivkapital (Arbeitnehmer) abgegeben wird muss der KonsumANTEIL am Einkommen steigen um weiter wachstum zu generieren.

Stellst du dich eigentlich mit Absicht so **** an?

Gesamtwirtschaftliche Rechnung ist auch nicht so dein Ding:

Du sparst der Gesamtvolkswirtschaft mitnichten 230 KEUR. Erstens ist an keiner Stelle gesagt, das jemand nach dem 67. Lebensjahr noch Sozialleistungen von 230KEUR bezieht noch das du die 230 KEUR zu Lebzeiten unters Volk bringst. Beides nicht unbedingt wahrscheinlich. Noch unwahrscheinlicher 5% Verzinsung.

Nebenbei entziehst du sowohl Wirtschaft als auch dem Staat in den 30 kontinuierlich Einnahmen (für wachstum zwingend notwendig) in Form von Konsumverzicht inklusive der darauf entfallenden direkten und indirekten steuern.
Wie Mortalvision schon korrekt sagte: Wenn alle so handeln wuerden, waere die Wirtschaft vor den 30 Jahren bereits kollabiert. Ebenso gäb es absolut nichts womit du eine Rendite von 5% erzielen könntest, bei dauerhaft sinkender Wirtschaftsleistung...
Echt.... was ihr euch da zurecht phantasiert

Unyu
2019-08-08, 21:40:49
Keiner? Wo stand das?

Was empfiehlst du denn, Lebensversicherung, Staatsanleihe und Dirk Müller Fonds? Ich hoffe nicht, das entzieht alles durch die Bank den Kreislauf Geld. Ich hoffe du gehst wenigstens auf diesen Abschnitt ein.

Nochmals, da überlesen: Dubiose Finanzprodukte mit satten Gebühren sind früher gut verkauft worden. Die Welt ist nicht untergegangen. Und noch komischer, die Leute könnten sich sowas leisten. Mein Opa gar nachdem er bereits tot war, so fett war die Rente damals. - Wittenrente. Gebracht hat es nichts, aber das ist dann das nächste Problem. Statt dubiosen Finanzprodukt könnte man heute einfach zum ETF greifen.

DU musst nicht mitmachen, wenn es dir nicht gefällt. Kapier das doch endlich. Wie festgestellt haben wir eben andere Bedürfnisse für guten Schlaf.

phizz
2019-08-08, 22:10:31
War heut was? Dat Ding geht aber steiiiiiil. All Time High in Sicht :cool:

Wie weit es wohl geht. Hhmmm
Bei 31 verkaufen, oder mutig bis >35 warten...

Boris
2019-08-08, 22:44:40
Nebenbei entziehst du sowohl Wirtschaft als auch dem Staat in den 30 kontinuierlich Einnahmen (für wachstum zwingend notwendig) in Form von Konsumverzicht inklusive der darauf entfallenden direkten und indirekten steuern.
Wenn er das Geld anlegt, wird es doch wieder der Wirtschaft zugeführt. Wo ist das Problem? Besser so, als dass es auf irgendeinem Konto/Sparbuch steht. Das ist dann wirklich nicht ideal.

Konsumiert wird ja weiterhin, nur halt nicht bis zum letzten €.

Anmerkung: Als ob die paar Hanseln die ihr Geld in ETFs oder sonstiges anlegen hier irgendwas am Konsum der Gesellschaft ändern (können). So wie ich das (in meinem Umfeld) sehe, wird wie eh und je konsumiert, ohne Rücksicht auf Verluste.

Kehaar
2019-08-08, 23:28:06
Wie weit es wohl geht. Hhmmm
Bei 31 verkaufen, oder mutig bis >35 warten...
Das kommt darauf an, mit wieviel Du von Deinem Vermögen eingestiegen bist? Ist es mehr ein kleinerer Anteil, dann würde ich definitiv noch warten. Intel hat bis wahrscheinlich Ende nächsten Jahres nichts zum Kontern. Sollte es also keinen massiven allgemeinen wirtschaftlichen Einbruch in der Welt geben, dürfte ein Kurs von 50 USD machbar sein. Vielleicht ist auch ein Teilverkauf angebracht, zumindest um Deinen Einsatz abzusichern.

GSXR-1000
2019-08-08, 23:54:36
Wenn er das Geld anlegt, wird es doch wieder der Wirtschaft zugeführt..

Wie das?
Inwiefern führt das zu Wirtschaftswachstum? Wozu legst du Geld an? Um am Wachstum zu partizipieren. Die Geldanlage selbst ist kein Beitrag zum Wirtschaftswachstum.

Jego
2019-08-09, 00:08:34
Wie das?
Inwiefern führt das zu Wirtschaftswachstum? Wozu legst du Geld an? Um am Wachstum zu partizipieren. Die Geldanlage selbst ist kein Beitrag zum Wirtschaftswachstum.

Weil Unternehmen, in die investiert wurde, selbst wieder Investitionen tätigen können und somit für Wachstum sorgen.:rolleyes:

Boris
2019-08-09, 00:35:43
Wie das?
Inwiefern führt das zu Wirtschaftswachstum? Wozu legst du Geld an? Um am Wachstum zu partizipieren. Die Geldanlage selbst ist kein Beitrag zum Wirtschaftswachstum.
Wieso gehen denn deiner Meinung nach Unternehmen an die Börse? Weil sie Bock auf Meinungen von Außen haben? Es geht um Wachstumskapital beim Börsengang und später darum die Attraktivität des Unternehmens für Anleger/Investoren/Kunden/Partner etc. zu steigern. Das wirkt sich natürlich direkt oder indirekt positiv das Unternehmen und somit auch auf die Wirtschaft aus. Zumindest mal direkter als totes Kapital auf irgendwelchen Tagesgeldkonten.

GSXR-1000
2019-08-09, 01:14:39
Wieso gehen denn deiner Meinung nach Unternehmen an die Börse? Weil sie Bock auf Meinungen von Außen haben? Es geht um Wachstumskapital beim Börsengang und später darum die Attraktivität des Unternehmens für Anleger/Investoren/Kunden/Partner etc. zu steigern. Das wirkt sich natürlich direkt oder indirekt positiv das Unternehmen und somit auch auf die Wirtschaft aus. Zumindest mal direkter als totes Kapital auf irgendwelchen Tagesgeldkonten.
Ja natürlich. Ihr habt total recht.
Es ist zwecklos.

Boris
2019-08-09, 01:43:57
Ja natürlich. Ihr habt total recht.
Es ist zwecklos.
Verstehe gerade echt nicht was dein Problem ist.:freak:
Natürlich haben wir in dem Fall recht.

Semmel
2019-08-09, 06:05:18
Ja natürlich. Ihr habt total recht.
Es ist zwecklos.

Du hast mal erzählt, dass du selber Aktien hältst von dem Unternehmen, in dem du arbeitest. Du böser, böser Konsumverzichtler, bereicherst dich hier an den armen Hamsterradstramplern, die all ihr Geld großzügigerweise zum Wohle der Allgemeinheit verprassen. ;)

Im Übrigen läuft es bei nahezu jedem Unternehmen am Ende direkt oder indirekt auf irgendwelche Konsumgüter hinaus. Meine Primärinvestition besteht jedoch aus Gold, was eine der wenigen Ausnahmen ist. Gold ist kein Konsumprodukt. Es liegt einfach nur rum und erhält seinen Wert. Nicht mehr und nicht weniger. Da kannst du also nicht mal sagen, dass ich mit meiner Geldanlage zwingend auf den Konsum anderer angewiesen bin. Genau genommen ist sogar das Gegenteil der Fall: Geht der Konsum zurück, dann geht auch die Wirtschaftsleistung zurück und das gibt dem Goldpreis Aufwind.

Semmel
2019-08-09, 07:06:22
Das kommt darauf an, mit wieviel Du von Deinem Vermögen eingestiegen bist? Ist es mehr ein kleinerer Anteil, dann würde ich definitiv noch warten. Intel hat bis wahrscheinlich Ende nächsten Jahres nichts zum Kontern. Sollte es also keinen massiven allgemeinen wirtschaftlichen Einbruch in der Welt geben, dürfte ein Kurs von 50 USD machbar sein. Vielleicht ist auch ein Teilverkauf angebracht, zumindest um Deinen Einsatz abzusichern.


AMD hat gerade mal wieder das Niveau von vor 2 Wochen erreicht.
Ohne den Trump-Effekt könnte AMD jetzt schon über 35€ stehen. ;)

Der Absacker war eine gute Trading-Gelegenheit, hab sie leider nicht genutzt.

GSXR-1000
2019-08-09, 07:40:38
Du hast mal erzählt, dass du selber Aktien hältst von dem Unternehmen, in dem du arbeitest. Du böser, böser Konsumverzichtler, bereicherst dich hier an den armen Hamsterradstramplern, die all ihr Geld großzügigerweise zum Wohle der Allgemeinheit verprassen. ;)

Im Übrigen läuft es bei nahezu jedem Unternehmen am Ende direkt oder indirekt auf irgendwelche Konsumgüter hinaus. Meine Primärinvestition besteht jedoch aus Gold, was eine der wenigen Ausnahmen ist. Gold ist kein Konsumprodukt. Es liegt einfach nur rum und erhält seinen Wert. Nicht mehr und nicht weniger. Da kannst du also nicht mal sagen, dass ich mit meiner Geldanlage zwingend auf den Konsum anderer angewiesen bin. Genau genommen ist sogar das Gegenteil der Fall: Geht der Konsum zurück, dann geht auch die Wirtschaftsleistung zurück und das gibt dem Goldpreis Aufwind.
Dann kannst du dich doch glücklich schätzen.
Im linksversifften Europa wird doch eh die Wirtschaft kollabieren, alle werden darben nur du wirst von Tag zu Tag reicher, versteh garnicht warum du ständig über das linksversiffte Europa meckerst? Die spielen dir doch in die Karten?
Da du mir die "Leistungsfrage" immer noch nicht beantwortest hast, dich aber sehr offensichtlich deutlich selbst als "Leistungsträger" definierst: Wo genau ist die "Leistung" deines handelns? Wer erbringt diese "Leistung" und wem dient sie? "Leistungsträger" sind nach allgemeiner Definition die, die eine Leistung gegenüber Staat und Gesellschaft erbringen, nicht ausschliesslich gegenüber sich selbst. Also bist du doch in einem "leistungsfeindlichen" Europa sehr gut aufgehoben? Denn dir geht es doch ausschliesslich darum dir selbst gegenüber "Leistung" zu erbringen und von der Leistung anderer zu profitieren?

@ Boris: natürlich. Unbedingt.
Ich würde zu gern mal das Wirtschaftsmodell in der Realität sehen, das eurer Phantasie entspricht, indem Konsumverzicht und Finanzanlage nachhaltiges gesamtwirtschaftliches Wachstum bewirkt. Stell ich mir spannend vor.

Ich versuchs nochmal ganz einfach und simpel:
In welchen wirtschaftsphasen erhöhen volkswirtschaften die Zinsen, und warum tun sie das? Welchen effekt moechte man beim Konsumverhalten erreichen?
Andersherum: zu welchem zeitpunkt eines wirtschaftskreislaufes verringert man die Zinsen (was nebenbei auch in aller regel zu sinkenden anlageertraegen fuehrt auf breiter front?) Was ist der gewuenschte volkswirtschaftliche effekt? Was ist mit der nebuloesen formulierung: Die Konjunktur ankuerbeln gemeint? Richtig, den konsum steigern. Wuerde man sparquote und anlagevolumen steigern wollen, wuerde man die zinsen hierzu steigern. Nicht senken.
Was ist also der entscheidende Punkt fuer wirtschaftswachstum?
Danke fuers gespraech.

Semmel
2019-08-09, 08:27:12
Die spielen dir doch in die Karten?


Es ist andersrum, ich habe mich angepasst an die linksversiffte Wirtschaftspolitik in Europa.
Ich ziehe meine Profit aus dem System, egal wie es ist.


Wo genau ist die "Leistung" deines handelns?

Leistungstäger ist ein schwammiger Begriff. Aus staatlicher Sicht sind die Netto-Steuerzahler Leistungsträger.

GSXR-1000
2019-08-09, 08:36:46
Es ist andersrum, ich habe mich angepasst an die linksversiffte Wirtschaftspolitik in Europa.
Ich ziehe meine Profit aus dem System, egal wie es ist.




Leistungstäger ist ein schwammiger Begriff. Aus staatlicher Sicht sind die Netto-Steuerzahler Leistungsträger.
Interessant. Noch interessanter waere fuer mich, wie du eindeutig ermitteln moechtest, ob du de fakto steuernettozahler bist?
Das ist naemlich eine hoechst komplexe frage, ob deine steuerzahlung saemtliche staatlicherseits dir gegenueber erbrachten leistungen uebersteigt. Inklusive infrastruktur, bildung etc etc etc. Vor allem auf die Lebenszeit gerechnet. Statistisch sind die chancen garnicht so hoch, das du nach dieser definition ein leistungstraeger waerst.
Vor allem nicht ueber dein passives einkommen, deine anlagen und dein trading. Das ist naemlich von allen einkommensarten zu unrecht die steuerlich priviligierteste. Insofern: nein, ich denke eher nicht das du nach deiner eigenen definition zu den leistungstraegern gehoerst.

Unyu
2019-08-09, 09:55:08
A) 100% Pensum, Geld bleibt übrig
B)100% Pensum, Geld wird rausgeworfen, im Zweifelsfall zahlt die Gesellschaft den Lohnausfall.
C) 50% Pensum. Es reicht zum Leben, nichts wird gespart. Dem Staat fehlen Steuern, Sozial Abgaben
D) 150% Pensum. Sehr viel Geld bleibt übrig. Es ist gar keine Zeit mehr zum Ausgeben
E) Gar keine oder fast keine Arbeit. Das Geld zum Überleben muss von der Gesellschaft kommen

Nun siehst du in Person A) das Schlimme. Selbst nachdem ich man vorrechnet das A) 230k weniger Sozialleistungen kosten wird als B).

D hat gar keine Zeit für Konsum.

C und E leisten weniger als sie könnten. Damit fehlen Steuern bzw. im Falle von E ist es gar ein Minus für die Gesellschaft.

Sehr einseitig hier A an zu prangern. Mache ich einen auf C, Leg mich auf die faule Haut und arbeite nur Vormittags, bin ich dann der Held nur weil nicht gespart wird?
Oder ist das Arbeitstier D besser. Arbeitet bis zum Grab, kann das Geld aber nie ausgeben.

Semmel
2019-08-09, 10:06:22
Interessant. Noch interessanter waere fuer mich, wie du eindeutig ermitteln moechtest, ob du de fakto steuernettozahler bist?

Niemand von uns kann das eindeutig ermitteln, dafür ist die Komplexität zu hoch.


Statistisch sind die chancen garnicht so hoch, das du nach dieser definition ein leistungstraeger waerst.


Rein statistisch bestimmt. Vermutlich sind weniger als 20% der Bevölkerung echte Netto-Steuerzahler.



Vor allem nicht ueber dein passives einkommen, deine anlagen und dein trading. Das ist naemlich von allen einkommensarten zu unrecht die steuerlich priviligierteste. Insofern: nein, ich denke eher nicht das du nach deiner eigenen definition zu den leistungstraegern gehoerst.

Weil ich passives Einkommen habe, gehst du davon aus, dass ich kein Leistungsträger bin? :freak:
Was für eine hirnrissige Logik.
Alleine mit meinem Arbeitseinkommen bin ich sehr wahrscheinlich schon Netto-Steuerzahler. Das passive Einkommen und die Steuern darauf kommen noch oben drauf.

pest
2019-08-09, 11:30:16
Ich habe mal versucht die wöchentlichen log-returns des S&P500 mit einem sequentiellen autoregressiven linearen Modell vorherzusagen

Das heißt zu jedem Zeitpunkt t, nimmt er sich die letzten n log-returns und versucht durch ein lineares Modell den log-return des aktuellen Zeitpunktes vorherzusagen.
Nachdem das Modell den tatsächlichen Wert "sieht" werden die Koeffizienten entsprechend angepasst. Also kein statisches Training sondern adaptiv.

Ergebniss: Es gibt praktisch keine Autokorrelation und die Vorhersageergebnisse sind alle gleich "schlecht". Nimmt man nicht-logarithmisierte returns beträgt der mittlere Fehler 1.6-1.8% Prozentpunkte.

für Interessenten: Quellcode in C++ (https://github.com/slmdev/ols)

Actionhank
2019-08-09, 11:52:21
Ich habe mal versucht die wöchentlichen log-returns des S&P500 mit einem sequentiellen autoregressiven linearen Modell vorherzusagen

Das heißt zu jedem Zeitpunkt t, nimmt er sich die letzten n log-returns und versucht durch ein lineares Modell den log-return des aktuellen Zeitpunktes vorherzusagen.
Nachdem das Modell den tatsächlichen Wert "sieht" werden die Koeffizienten entsprechend angepasst. Also kein statisches Training sondern adaptiv.

Ergebniss: Es gibt praktisch keine Autokorrelation und die Vorhersageergebnisse sind alle gleich "schlecht". Nimmt man nicht-logarithmisierte returns beträgt der mittlere Fehler 1.6-1.8% Prozentpunkte.

für Interessenten: Quellcode in C++ (https://github.com/slmdev/ols)
t ist ein Tag? Was war die Motivation für die Logarithmierung? Kenne mich in der Modellierung von solchen Sachen nicht aus. Sind exponentielle Verläufe zu erwarten?

Slipknot79
2019-08-10, 12:33:51
Weiß ned wo das Problem ist? Arbeiten ist Shice und Konsum ist Shice. Machts beides attraktiver, dann gehen wir Trader eben wieder arbeiten und Kohle rausballern.
Nicht die Konsumverzichter und Arbeitsverzichter sind an irgendwelchen möglichen Entwicklungen schuld, sondern jene die Konsum und Arbeit bereitstellen bzw. Rahmenbedingungen dafür schaffen und es nicht attraktiv genug zu Stande bringen. So einfach ist das.

Semmel
2019-08-10, 13:34:14
https://www.zerohedge.com/news/2019-08-08/Bunker%20Chaos%3A%20Global%20Shipping%20Fuel%20Prices%20Plunges%20Amid%20Slowdow n%20Fears

Die Preise für Schiffsdiesel sind abgeschmiert - ein Frühindikator.

Ich hoffe da kommt trotzdem noch ein Aufwärtsschub dieses Jahr, dann schichte ich noch ein paar konjunktursensible Werte in Goldminen um. :smile:

24p
2019-08-10, 14:41:46
t ist ein Tag? Was war die Motivation für die Logarithmierung? Kenne mich in der Modellierung von solchen Sachen nicht aus. Sind exponentielle Verläufe zu erwarten?

Afaik damit er Tagesrenditen in % nutzt.

pest
2019-08-11, 20:57:47
Ich nehme wöchentliche Kurse. Je nach Fragestellung haben log-returns interessante Eigenschaften (https://quantivity.wordpress.com/2011/02/21/why-log-returns/)

Hier nutze ich die Möglichkeit die Quelldomäne auf -unendlich/+unendlich zu erweitern

phizz
2019-08-12, 19:40:11
Kurze Frage zur Gewinn/Verlustrealisierung.

Angenommen ich habe dieses Jahr eine Aktie gekauft, für 1000€.
Diese Aktie hat jetzt einen Wert von 2000€.
Ich realisiere den Gewinn von 1000€. (Ordergebühr mal außen vor)
Da ich keinen Freistellungsauftrag habe, bekomme ich 25% Kapitalertragssteuer und darauf nochmal 5,5% Soli abgezogen.

Ich erhalte also nur 1000-250-13,75= 736,25€ Gewinn auf meinem Depot bzw. Konto.

Ich habe noch ein Pennistock im gleichen Depot, welcher aktuell auf -230€ steht und von dem ich glaube, dass das sowieso nicht mehr gibt.

Wenn ich diesen Pennistock jetzt verkaufe, den Verlust realisiere, dann kann ich das doch in der Steuererklärung geltend machen und erhalte von meinem 250€ gezahlten Kapitalertragsteuern 230€ euro unversteuert zurück.

Oder sehe ich das falsch.

Mortalvision
2019-08-12, 20:03:37
nana, Gewinne werden immer versteuert. Verluste sind Privatsache. Gründe eine GmbH und es sieht anders aus!

GSXR-1000
2019-08-12, 20:08:07
nana, Gewinne werden immer versteuert. Verluste sind Privatsache. Gründe eine GmbH und es sieht anders aus!
Das ist natürlich so nicht richtig. Natürlich kannst du Gewinne und Verluste !aus gleichen Einkommensarten! miteinander verrechnen. Auch als Privatperson.

Kallenpeter
2019-08-12, 20:37:21
Das ist natürlich so nicht richtig. Natürlich kannst du Gewinne und Verluste !aus gleichen Einkommensarten! miteinander verrechnen. Auch als Privatperson.
Amen!

Und eigentlich sollte dein Broker die Verluste schon für dich verrechnen. Dann kannste dir die Steuererklärung sparen.

Oid
2019-08-12, 21:25:40
Jo, das sollte alles in der Jahressteuerbescheinigung des Brokers verrechnet werden. Außer es ist ein nicht-deutscher Broker, wo man sich um seine Steuern selber kümmern muss.

phizz
2019-08-13, 05:12:49
Ok dann ist es vom Prinzip her mal korrekt.
Leider ist der Verlust auf meinem Comdirekt Depot und der Gewinn bei Flatex :rolleyes: , so dass ich nicht drum herum komme es "händisch" zu machen.

nana, Gewinne werden immer versteuert. Verluste sind Privatsache. Gründe eine GmbH und es sieht anders aus!
lesson learned ;-)

Semmel
2019-08-13, 05:57:15
Ich erhalte also nur 1000-250-13,75= 736,25€ Gewinn auf meinem Depot bzw. Konto.

Ich habe noch ein Pennistock im gleichen Depot, welcher aktuell auf -230€ steht und von dem ich glaube, dass das sowieso nicht mehr gibt.

Wenn ich diesen Pennistock jetzt verkaufe, den Verlust realisiere, dann kann ich das doch in der Steuererklärung geltend machen und erhalte von meinem 250€ gezahlten Kapitalertragsteuern 230€ euro unversteuert zurück.

Oder sehe ich das falsch.

Du bekommst den Verlust sicher nicht 1 zu 1 als Steuerrückerstattung. :D
Nein, der Verlust wird mit deinen Gewinnen verrechnet, was zu einer niedrigeren Steuerbelastung führt.
Für die 230€ Verlust bekommst du also 25%+Soli = 60,66€ zurück.

Wenn alles bei der gleichen Bank ist, dann geschieht das automatisch. Wenn es getrennt ist, dann musst du wohl eine Steuererklärung machen.

Alternative: Du überträgst die zu verkaufenden Aktien ins Depot der anderen Bank (ist kostenlos). Dann machst du noch einen Freistellungsauftrag und dann verkaufst du beide Aktien.
Dann kannst du dir die Steuererklärung auch sparen.

Semmel
2019-08-13, 10:00:29
Die Deutsche Bank kackt immer weiter ab.
Auch die Commerzbank ist abgekackt und hat ein ATL erreicht.

Das riecht stark nach einer neuen Finanzkrise.

GSXR-1000
2019-08-13, 10:51:26
Die Deutsche Bank kackt immer weiter ab.
Auch die Commerzbank ist abgekackt und hat ein ATL erreicht.

Das riecht stark nach einer neuen Finanzkrise.

Ich wuerd mal meine Nase richten lassen.
In diesen beiden faellen hat das ganze mal garnix mit finanzkrise zu tun.
Haett ich aber eigentlich von einem selbsternannten Finanzguru erwartet, zu wissen was hier die Gründe sind.
Aber halt, du hattest ja schon letztes mal nicht verstanden, was die ursachen fuer die letzte Finanzkrise war.
Übrigens: Mal ein kleiner Hint: Die Aktie von LB ist bis zum kollabieren massiv gestiegen. Nicht gesunken. Genau das war ein problemverschaerfendes Element...

Irgendwie bist du der typische Stammtischfinanzexperte.

fizzo
2019-08-13, 12:03:52
So, habe heute einiges an Burchgold in Euros eingetauscht. Würde das Geld weiterhin gerne in Gold anlegen. Nun stellt sich für mich die Frage: Lieber in Goldbarren (https://www.oegussa.at/de/privatkunden/goldbarren/) oder doch besser in Goldmünzen? Da der Goldkurs ja momentan durch die Decke geht/ging bin ich mir unsicher ob ich auf eine Korrektur warten soll....

Semmel
2019-08-13, 12:33:49
Übrigens: Mal ein kleiner Hint: Die Aktie von LB ist bis zum kollabieren massiv gestiegen. Nicht gesunken. Genau das war ein problemverschaerfendes Element...

Seit der Finanzkrise ist alles anders. Die Finanzwerte werden genau beobachtet und große Sprünge gab es nie wieder, da die Ursachen der Finanzkrise nie beseitigt wurden.
Von daher sind DeuBa und CoBa durchaus heute als Finankrisenfrühwarnindikatur zu gebrauchen.

Die Entwicklung korreliert übrigens auch stark negativ mit dem Goldpreis. ;)



Irgendwie bist du der typische Stammtischfinanzexperte.

Tja, der Stammtischfinanzexperte erwirtschaftet zumindest einen Zinsfuß von 20%. :tongue:

Semmel
2019-08-13, 12:35:16
Lieber in Goldbarren (https://www.oegussa.at/de/privatkunden/goldbarren/) oder doch besser in Goldmünzen?


Schau mal hier rein:
https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=595433

Da wurde eigentlich schon alles beantwortet.
Ich setze persönlich ausschließlich auf Münzen und dort primär auf 1 Oz Krügerrand.

Unyu
2019-08-13, 18:32:07
Die Deutsche Bank kackt immer weiter ab.
Auch die Commerzbank ist abgekackt und hat ein ATL erreicht.

Das riecht stark nach einer neuen Finanzkrise.
Die Commerzbank hat den DAX verlassen, dem wird die Deutsche Bank folgen. Man sollte sich eher überlegen was das für ein Wirtschaftsraum ist, der keine eigene grosse Bank mehr hat.

Eine globale Aussage hat der jahrelange Abstieg einer nun recht kleinen Deutschen Bank nicht, schon gar nicht kurzfristig.

Mortalvision
2019-08-14, 00:35:08
naja, sie werden sich schon wieder berappeln.

Die Verluste im Aktienpaket -außer das mit Gewinn abgestoßene Bayer- werden vom angezogenen Gold gut ausgeglichen.

CokeMan
2019-08-14, 00:47:26
02.08.2019

Ich habe ja den Eindruck Trump macht das absichtlich.

- Freitag: Short Position im S&P 500 auf machen :D
- Twitter: Strafzölle für China ankündigen :mad:
- Montag: Cash einsacken :cool:

- Dienstag: Long Position ... lol
- Twitter: BestFriends mit China :tongue:
- Dienstag wieder eincashen :cool:

Wie ich geschrieben habe... :rolleyes:

- Heute: Teil der Strafzölle auf China doch erst im Dezember...

Ich habe am 08.08 nachgekauft. Mal schauen

Unyu
2019-08-14, 07:22:15
naja, sie werden sich schon wieder berappeln.
Die Deutsche Bank stand 2017 noch bei über 100 Euro, inzwischen bei 6.

Wann soll denn da die Erholung noch kommen?

Mortalvision
2019-08-14, 07:35:35
Ich war bei 6,5 eingestiegen. Der Selbstreinigungsprozess ist ja im vollen Gange...

Unyu
2019-08-14, 09:48:28
Kannst du abschätzen das genau jetzt der Tiefpunkt ist und es nicht weiter auf 0.6 Euro fällt?

Ich schätze die Kehrtwende kann kommen. Vielleicht bald vielleicht auch erst in einigen Jahren. Aber das Risiko des Totalausfall ist hoch.

Andererseits haben die Medien jetzt nach Jahren des Fallens die Deutsche Bank "entdeckt". Wie schlimm das gelaufen ist. Meist ist das ja ein Signal, wenn alle abraten ist es ein guter Kauf. Ausser es ist trotzdem Müll.

Mortalvision
2019-08-14, 12:04:58
Totalausfall ist immer drin. Deswegen habe ich die DB Aktie auch nur mit 0,8% meines Vermögens gekauft. Mache ich mit jeder Aktie so, insgesamt 6-7% in Aktien.

Th3o
2019-08-14, 12:15:55
Kann mich an meinem Kauf von Citygroup in der Finanzkrise 2008 erinnern: damals dachte ich, dass die Aktie schon so tief gefallen ist und was soll da noch passieren. Nach dem Kauf ist die Aktie weitere 90% gefallen. Bei der DB weiß man halt nicht, wie viele weitere Leichen noch im Keller lagern.

Semmel
2019-08-14, 13:46:27
Bei der DB weiß man halt nicht, wie viele weitere Leichen noch im Keller lagern.

Das ist der springende Punkt.
Die DeuBa sitzt auf einer gewaltigen Derivatebombe. Die arbeiten sogar schon an einer internen Bad Bank, damit sie vorbereitet sind, wenn sie sich vom Steuerzahler retten lassen "müssen". :freak:
Gleichzeitig gönnen sich die Manager immer noch Millionen-Boni.
Dreister geht es nicht mehr.

Mein Kursziel: 0

Etwas besser steht die Commerzbank da. Dort sind auch die Manager nicht so gierig.

SGT.Hawk
2019-08-14, 18:25:09
Wie ich geschrieben habe... :rolleyes:

- Heute: Teil der Strafzölle auf China doch erst im Dezember...

Ich habe am 08.08 nachgekauft. Mal schauen

Nee,liegst falsch, geht schön runter. Vielleicht ist es ja so, daß inzwischen keiner mehr daran glaubt.

Kallenpeter
2019-08-14, 18:49:57
Der Argentinischie Aktienmarkt ist am Montag um 50% eingebrochen, hat noch jemand die Gelegenheit zum Einstieg genutzt? :D

sulak
2019-08-14, 19:38:31
Heute gehts erstmal richtig runter, AMD gleich bei 8% runter, andere große Tecs bei -2,5-3,5%.
Cannabis will auch neuen Boden fassen :freak:

Bei Gold scheint es schon eingepreist zu sein ^^

Semmel
2019-08-14, 19:41:53
Der Argentinischie Aktienmarkt ist am Montag um 50% eingebrochen, hat noch jemand die Gelegenheit zum Einstieg genutzt? :D

Was genau hast du denn gekauft?

GSXR-1000
2019-08-14, 19:47:01
Das ist der springende Punkt.
Die DeuBa sitzt auf einer gewaltigen Derivatebombe.

Magst du hierfür mal bitte die Quellen nennen, aus denen du ableitest, das die DeuBa auf einer "grösseren Derivatebombe" sitzen würde als andere Marktteilnehmer? Alle Kennzahlen besagen eher das Gegenteil. Zudem stutzt die Bank just ihr Geschäft auf das Bankenkerngeschäft zurück. Während andere weiter derlei Bomben aufbauen. Das Bankenkerngeschäft beinhaltet eher keine Derivatbomben. Du redest also mal wieder vollkommen in blauen Dunst. Wie so oft bei diesem Thema. Wie Unyu auch.

Die arbeiten sogar schon an einer internen Bad Bank, damit sie vorbereitet sind, wenn sie sich vom Steuerzahler retten lassen "müssen". :freak:

Wieder mal Stammtischsprech. Diese "internen bad Banks" haben nahezu alle relevanten Banken nach der Finanzkrise. Aber wirklich alle. Zudem ist eine interne Bad Bank bei Umstrukturierungen wie die DeuBa sie momentan durchführt faktisch zwingend notwendig. Sie sind vitaler Teil des Umstrukturierungsprozesses und minimieren eben genau die Wahrscheinlichkeit, das der Steuerzahler in die Bresche springen muss. Dauzu müsste man aber grundsätzliches BWL verständnis haben. Das Bad Bank Prinzip ist übrigens alltäglicher Bestandteil nahezu jeder Umstrukturierungsphase in Unternehmen, nicht bankenspezifisch.

Gleichzeitig gönnen sich die Manager immer noch Millionen-Boni.

Von welchen !aktiven! Managern der DeuBa redest du genau? Magst du mal differenziert darstellen?

Dreister geht es nicht mehr.

Stimmt. Dreisterer substanzloser Stammtischsprech ist kaum noch möglich.


Mein Kursziel: 0
Da halte ich gerne gegen. Betrag darfst du dir aussuchen (mal schauen wie dick die Eier wirklich sind?). Wo dürfen wir das treuhänderisch hinterlegen und welcher Zeithorizont schwebt dir vor?


Etwas besser steht die Commerzbank da. Dort sind auch die Manager nicht so gierig.

Für die Vergangenheit ist die Aussage vielleicht legit, wenn auch ziemlich überspitzt. Für die Zukunft würde ich das eher verneinen, auch aufgrund interner Kenntnisse.

Kallenpeter
2019-08-14, 20:10:39
Was genau hast du denn gekauft?


https://www.finanzen.net/aktien/central_puerto_2-aktie

Semmel
2019-08-14, 20:25:36
https://www.finanzen.net/aktien/central_puerto_2-aktie


Ist tatsächlich ein interessanter Fund. :)
Werde ich mir mal genauer anschaun...

Tyrann
2019-08-14, 20:36:46
https://www.finanzen.net/aktien/central_puerto_2-aktie

der sinkt immer noch leicht, ich schaue morgen danach und werde bei hoffentlich 3,3$ einsteigen

taddy
2019-08-14, 22:02:04
https://www.finanzen.net/aktien/central_puerto_2-aktie

:eek: Aber ich beobachte das nur, dass Ding ist mir dann doch zu heikle und der Index geht seit 5 Jahren unaufhaltsam in den Keller

Kallenpeter
2019-08-14, 22:18:45
:eek: Aber ich beobachte das nur, dass Ding ist mir dann doch zu heikle und der Index geht seit 5 Jahren unaufhaltsam in den Keller

Ich seh es so: 10% chance auf totalverlust, 20% chance auf 300% gewinn und alles dazwischen.

Semmel
2019-08-15, 11:00:06
Ich seh es so: 10% chance auf totalverlust, 20% chance auf 300% gewinn und alles dazwischen.

Ja, das Chance/Risiko-Verhältnis passt aufjedenfall bei der Aktie zu diesem Preis.
Hab mich dennoch dagegen entschieden, weil ich schon in genug anderen hoch riskanten Aktien drin bin. :D

Uranwerte sind auch ziemlich am Boden, genauso Kupfer.
Wobei niemand genau weiß, ob das wirklich der Boden ist. Tiefer gehts immer. ;)

Hab mit solchen Dingen schon ordentlich Geld verbrannt. Aber ich hab damit auch schon fette Gewinne eingefahren. Die Gewinner gleichen die Nieten normal aus, solange ist alles in Ordnung. :)

9999
2019-08-15, 14:50:44
Bei solchen Klitschen irrt man sich leicht. Ich habe vor einigen Monaten Voxeljet Aktien bei 2,64€ gekauft und dachte, 3D-Druck sei doch so ausgebombt, das gehe bald wieder in die andere Richtung. Heute dümpelt der Kurs bei 1,50€ und die Aktie reagiert generell nur auf negative Nachrichten.

Ich habe irgendwie das Gefühl, als bestehe der gesamte Aktienmarkt irgendwann nur noch aus Amazon, Google, Microsoft, Apple und Facebook. Schaut man sich derzeit um, geht alles den Bach runter, nur diese genannten Firmen bleiben felsenfest nahe ihrer Allzeithochs. Das ist wie mit Immobilien. Alle halten das für eine Blase, aber die Preise steigen bis in alle Ewigkeit.

Semmel
2019-08-16, 07:23:32
Bei solchen Klitschen irrt man sich leicht. Ich habe vor einigen Monaten Voxeljet Aktien bei 2,64€ gekauft und dachte, 3D-Druck sei doch so ausgebombt, das gehe bald wieder in die andere Richtung. Heute dümpelt der Kurs bei 1,50€ und die Aktie reagiert generell nur auf negative Nachrichten.


So ist das mit hochriskanten Aktien, die einen langen Abwärtstrend hinter sich haben. Man weiß nie, ob er wirklich am Ende ist.
Solche Dinger hab ich auch schon hinter mir.
Von daher ist eine gewisse Diversifizierung in diesem hochriskanten Bereich auch nicht schlecht. Zwei gute Aktien können dann die anderen 8 Krücken überkompensieren.



Ich habe irgendwie das Gefühl, als bestehe der gesamte Aktienmarkt irgendwann nur noch aus Amazon, Google, Microsoft, Apple und Facebook. Schaut man sich derzeit um, geht alles den Bach runter, nur diese genannten Firmen bleiben felsenfest nahe ihrer Allzeithochs. Das ist wie mit Immobilien. Alle halten das für eine Blase, aber die Preise steigen bis in alle Ewigkeit.

Die haben doch auch ihre Prügel abbekommen die letzten Wochen.
Und es ist auch nicht so, dass es nichts anderes mehr gibt, das steigt. ;)

Goldminen performen seit der Krisenstimmung alles aus.
Siehe z.B. Kirkland Lake. Noch deutlicher sind Silberminen, siehe z.B. First Majestic. Die habe ich (neben einigen anderen) im Depot. :)

Edit: Bitte nicht als Kaufempfehlung verstehen, ich erwarte kurzfristig einen Rücksetzer, mittelfristig allerdings weiter starke Zuwächse.

Unyu
2019-08-16, 09:56:43
Microsoft hat keine Prügel bekommen. Selbst wer zum Hoch Mitte/Sommer 2018 gekauft hat, ist heute deutlich im Plus.

/dev/NULL
2019-08-17, 15:45:02
Ich habe mal versucht die wöchentlichen log-returns des S&P500 mit einem sequentiellen autoregressiven linearen Modell vorherzusagen

Das heißt zu jedem Zeitpunkt t, nimmt er sich die letzten n log-returns und versucht durch ein lineares Modell den log-return des aktuellen Zeitpunktes vorherzusagen.
Nachdem das Modell den tatsächlichen Wert "sieht" werden die Koeffizienten entsprechend angepasst. Also kein statisches Training sondern adaptiv.

Ergebniss: Es gibt praktisch keine Autokorrelation und die Vorhersageergebnisse sind alle gleich "schlecht". Nimmt man nicht-logarithmisierte returns beträgt der mittlere Fehler 1.6-1.8% Prozentpunkte.

für Interessenten: Quellcode in C++ (https://github.com/slmdev/ols)

Bisschen passend dazu
https://www.reddit.com/r/algotrading/comments/cr7jey/ive_reproduced_130_research_papers_about/

130 Research paper über Kursvorhersage .. alle Mist

24p
2019-08-17, 16:00:34
Zeigt sehr gut wie verdammt wichtig Replikationsstudien sind. Peer Reviews allein reichen eben einfach nicht aus.

Mortalvision
2019-08-17, 16:05:51
das weiß doch eh schon jeder. Interessanter wäre es, die Algorythmen der ultraschnellen Handelscomputer zu kennen...

Semmel
2019-08-17, 16:22:06
130 Research paper über Kursvorhersage .. alle Mist


Am vielversprechensten zur Vorhersage finde ich immer noch die Elliott-Wellen (https://de.wikipedia.org/wiki/Elliott-Wellen).
Das ist in uralter Schinken, der allerdings durchaus einige Erfolge vorzuweisen hat. Großes Problem an der Methode: Es ist extrem schwierig, die Wellen richtig zu erkennen und auch die Perspektive macht einen Unterschied. Oft gibt es mehrere Interpretationsmöglichkeiten.

Kallenpeter
2019-08-17, 16:26:36
das weiß doch eh schon jeder. Interessanter wäre es, die Algorythmen der ultraschnellen Handelscomputer zu kennen...
Ich bezweifle das diese Handelscomputer nur den Kursverlauf als Input kriegen.

Die basieren doch oft (fast immer?) auf schnelleren Zugang zu Informationen und/oder Handelsplätzen. Man hat erst vor kurzem wieder Langwellensender zwischen UK und den USA in Betrieb genommen, die haben zwar nur einen minimalen Datendurchsatz, sind aber ein paar Millisekunden schneller als Glasfaser durch den Atlantik. Damit machen sich diese Handelscomputer geringste Kursschwankungen zwischen Europa und dem USA zu nutze.

Andere Händler zahlen Unsummen, um Ihre Server direkt in den Keller der Börsenplätze zu stellen. So ist man anderen Marktteilnehmern immer ein paar Millisekunden voraus.

24p
2019-08-17, 16:29:16
Am vielversprechensten zur Vorhersage finde ich immer noch die Elliott-Wellen (https://de.wikipedia.org/wiki/Elliott-Wellen).
Das ist in uralter Schinken, der allerdings durchaus einige Erfolge vorzuweisen hat. Großes Problem an der Methode: Es ist extrem schwierig, die Wellen richtig zu erkennen und auch die Perspektive macht einen Unterschied. Oft gibt es mehrere Interpretationsmöglichkeiten.

Also quasi genau das, was bei Horoskopen das Problem ist.

Oid
2019-08-17, 17:28:25
Ich finde es immer wieder erstaunlich wieviel Energie in das aussichtslose Unterfangen, aus vergangenen Kursen auf zukünftige zu schließen, investiert wird...

Semmel
2019-08-17, 18:19:34
Ich finde es immer wieder erstaunlich wieviel Energie in das aussichtslose Unterfangen, aus vergangenen Kursen auf zukünftige zu schließen, investiert wird...

Im Prinzip tut das fast jeder auf irgendeine Art und Weise.
Viele kaufen z.B. nach einem "Trend" und der basiert auch nur auf vergangene Kurse.

Semmel
2019-08-18, 11:36:25
https://www.welt.de/wirtschaft/article198683079/Banken-Experten-fuerchten-Kernschmelze-bei-Bankaktien.html

Der europäische Bankenindex steht mal wieder am Abgrund. Diesmal u.a. auch mit der Deutschen Bank als Speerspitze. :D

Da wird der Draghi wohl bald wieder die Geldscheusen weit öffnen.
Dann gibts Negativzinsen für alle. :biggrin:

Den Aktienkursen wird das gut tun und die Abwertung des Euros lässt Aktien außerhalb des Euroraums für uns zusätzlich aufwerten.

Kallenpeter
2019-08-18, 12:47:21
Zum Glück war und bin ich nie in Bankenaktien investiert gewesen.

Insgesamt bin ich sehr, sehr Skeptisch was die Zukunftsfähigkeit der Geschäftsmodelle der meisten Banken angeht. Sparkassen und Volksbanken setzen auf träge und internetabstinente Rentner, die man mit überhöhten Gebühren melken kann und auf Abzock-Produkte zur Geldanlagen, die nicht mal im Ansatz mit einem ETF Sparplan mithalten können. Und das Privatkundengeschäft der Commerzbank und Deutschen Bank (inkl. Postbank) ist ja noch abstruser. Mehr Abzock-Produkte, weniger Service und dafür noch höhere Gebühren.

Dazu kommen oft total überkommene Strukturen, innovationsfeindlichkeit und IT-Infrastrukturen die man gar nicht mehr anfasst, weil niemand mehr versteht wie sie funktionieren.

Eher würde ich Bankaktien shorten als da Geld reinzustecken.


Das einzige worin ich mir vorstellen könnte zu investieren wären Bankaktien mit einem klar strukturierten/ersichtlichen Geschäftsmodell (z.B. Direktbanken) oder Fintechs.

GSXR-1000
2019-08-18, 14:01:56
Zum Glück war und bin ich nie in Bankenaktien investiert gewesen.

Insgesamt bin ich sehr, sehr Skeptisch was die Zukunftsfähigkeit der Geschäftsmodelle der meisten Banken angeht. Sparkassen und Volksbanken setzen auf träge und internetabstinente Rentner, die man mit überhöhten Gebühren melken kann und auf Abzock-Produkte zur Geldanlagen, die nicht mal im Ansatz mit einem ETF Sparplan mithalten können. Und das Privatkundengeschäft der Commerzbank und Deutschen Bank (inkl. Postbank) ist ja noch abstruser. Mehr Abzock-Produkte, weniger Service und dafür noch höhere Gebühren.

Dazu kommen oft total überkommene Strukturen, innovationsfeindlichkeit und IT-Infrastrukturen die man gar nicht mehr anfasst, weil niemand mehr versteht wie sie funktionieren.

Eher würde ich Bankaktien shorten als da Geld reinzustecken.


Das einzige worin ich mir vorstellen könnte zu investieren wären Bankaktien mit einem klar strukturierten/ersichtlichen Geschäftsmodell (z.B. Direktbanken) oder Fintechs.


Mit dem Tellerrand hams hier einige nicht so. die letzten beiden Vorredner sind Paradebeispiele.
Die Relevanz von Volksbanken und Sparkassen als lokale Banken für Handwerk und Mittelstand ist nach wie vor enorm. Und da passt das Geschäftsmodell absolut. Zudem sind die Sparkassen (es gibt nicht DIE Sparkasse) teilweise IT technisch und was die Zahlungsmöglichkeiten ganz weit vorn und stecken teilweise internationale Grossbanken bei diesem Thema in die Tasche.
Auch haben Sparkassen und Volksbanken für lokale Wirtschaft und Gemeinden noch ganze andere Aufgaben.
Und die Deutschen Privatbanken? Für kein grösseres Unternehmen wäre eine Direktbank eine Option. Viel zu unflexibel, viel zu schmales Portfolio. Gerade als Unternehmen brauchen wir die Flexibilität die beispielsweise CoBa und DeuBa bieten. Das können und wollen Direktbanken garnicht anbieten. Das gibt deren Geschäftsmodell schlicht nicht her. Insofern: über den Tellerrand geschaut sind Preis-Leistungsverhältnistechnisch gesehen eher die Direktbanken die Abzocker, denn sie scheitern genau dann, wenn es kritisch und wichtig ist, wenn nämlich individualisierte Lösungen gefragt sind.
Und wenn es um Unternehmensfinanzierung geht, um Millardenschwere Cashpools, Multinational, um die Auflage von Bonds etc, dann brauchst du Banken wie die Deuba oder CoBa. Wir suchen uns die Banken, die sich an solchen Finanzierungen beteiligen sehr gut nach klaren Kriterien aus. Und das ist auch der Grund warum selten bis nie US-amerikanische Banken führend beteiligt sind, sehr wohl aber asiatische, europäische und auch Schweizerische.
Übrigens sind die Welt Artikel zu diesem Thema klassisch lächerlich und dort (wie auch im Focus) wird schon seit Jahren der Untergang der deutschen Banken, des Euros etc etc prognostiziert. In diesem Thema schreiben beide medien soviel Mumpf, das es jedem mit Treasury Kenntnissen bald die Schuhe auszieht.

Unyu
2019-08-18, 14:18:18
Ich war Mal der gleichen Ansicht. Banken
sind böse und wo kommt überhaupt das Geld her. Nun sollte man Banken nicht mit Sparkassen, Landesbanken oder DB gleich setzen. Sparkassen sind ohnehin ein Sonderfall, fest verankert in lokaler Wirtschaft UND Gemeinderäten. Ob Jemand anders als der Gemeinderat aka Sparkassen Vorstand davon profitiert mag ich nicht beurteilen, ist mir zu undurchsichtig. Landesbanken sind Spielwiese, Finger weg.

Banken stehen auf Sicht von 2008 noch günstig da. Im Sinne von Diversifikation gehört das eh ins Depot. Was soll sonst rein, nur Amazon? Hätte man eine fantastische Performance gehabt, aber zu welchem Risiko... Leute wie Buffet lieben gar Banken, uraltes bewährtes Geschäft. Frage ist wie immer welche Bank.

Oid
2019-08-18, 14:57:08
Alleine schon der Unterschied zwischen US- und deutschen Großbanken ist so immens, dass man die Branche nicht in einen Topf werfen kann.

Kallenpeter
2019-08-18, 15:34:21
Mit dem Tellerrand hams hier einige nicht so. die letzten beiden Vorredner sind Paradebeispiele.
Oha, da fühlt sich aber jemand persönlich angegriffen.

Die Relevanz von Volksbanken und Sparkassen als lokale Banken für Handwerk und Mittelstand ist nach wie vor enorm. Und da passt das Geschäftsmodell absolut.
Stimmt, deswegen hatte ich das Unternehmenskundengeschäft auch nicht angesprochen. Zwei Probleme. Erstens: Das reicht nicht, die Sparkassen und Volksbanken sind immer noch vor allem für den normalen Bürger da. Und zweitens: Auch hier ist das Bild durchwachsen. Die Unternehmenskundenabteilungen mancher Sparkassen sind nicht besser als Behörden. Unflexibel, langsam....

Zudem sind die Sparkassen (es gibt nicht DIE Sparkasse) teilweise IT technisch
Was die Infrastruktur angeht? Ich weiß nur das es das bei der Deutschen Bank katastrophal ist und bei der Commerzbank nicht viel besser. Gemeint ist die IT-Infrastruktur, also das, was du als Kunde NICHT siehst. Die Sparkassen haben bis heute noch kein gemeinsames Zentralinstitut (die Volksbanken immerhin inzwischen schon).

und was die Zahlungsmöglichkeiten ganz weit vorn und stecken teilweise internationale Grossbanken bei diesem Thema in die Tasche.
Was auch nicht schwer ist. Das Problem ist viel mehr: Es gibt Null Innovation. Man rennt vor allem US Firmen hinterher, lässt sich dabei aber 3x so viel Zeit und macht es 4x so schlecht. Paypal, Google, Apple, Wirecard, Klarna, Mintos, Visa, Mastercard, N26. Das sind alles keine internationalen Großbanken, aber die besetzten alle Zukunftstehmen. Die Deutschen Banken wollen jetzt mit Pay X ihre zwanzigste Zahlungsalternative auf den Markt bringen und diesmal "garantiert alles richtig machen". Unterdessen gibt es vielerorts aber weiter Wochenziele für Bank-"Berater" das sie Rentenvertäge und anderen Scheiß verkaufen müssen.

Sparkassen sind der natürliche Partner von kleinen Unternehmen vor Ort sagst du? Tja, warum kommen dann alle innovativen Lösungen für Zahlungsabwicklungen für Händler NICHT von den Sparkassen?

Auch haben Sparkassen und Volksbanken für lokale Wirtschaft und Gemeinden noch ganze andere Aufgaben.
Und die Deutschen Privatbanken? Für kein grösseres Unternehmen wäre eine Direktbank eine Option. Viel zu unflexibel, viel zu schmales Portfolio. Gerade als Unternehmen brauchen wir die Flexibilität die beispielsweise CoBa und DeuBa bieten. Das können und wollen Direktbanken garnicht anbieten. Das gibt deren Geschäftsmodell schlicht nicht her. Insofern: über den Tellerrand geschaut sind Preis-Leistungsverhältnistechnisch gesehen eher die Direktbanken die Abzocker, denn sie scheitern genau dann, wenn es kritisch und wichtig ist, wenn nämlich individualisierte Lösungen gefragt sind.

Wie gesagt. Das Unternehmenskundengeschäft habe ich mit Absicht nicht benannt. Aber scheinbar ist das alles, was dir zu den Deutschen Banken einfällt. Die Direktbanken bieten meist überhaupt keine Konten für Unternehmen, man kann sie also nicht Abzocker nennen.

Ausnahmen gibt es: Die comdirect bietet Unternehmen Aktiendepots an. Bei klassischen Banken zahlt man horrende Gebühren für sowas. Und die ING DiBa baut ein Filialnetz nur für Firmenkunden auf.

Unyu
2019-08-18, 15:54:33
Auch haben Sparkassen und Volksbanken für lokale Wirtschaft und Gemeinden noch ganze andere Aufgaben.

Habe ich mit erlebt. Bürgermeister war zeitgleich Vorstand der lokalen Volksbank. Der örtliche Bauunternehmer konnte sich vor städtischen Aufträgen kaum retten. Gleichzeitig war die Gemeinde auf besten Weg die landesweite Schuldenhitliste am zu führen. (Inzwischen ist sie einen Platz weiter oben, nach Bürgermeister Wechsel)

Mir ist bewusst, das ist sehr einseitig. Selbstverständlich. Aber man muss hier auch Mal kritisch sein. Meine Grossmutter war trotz Grossstadt lange bei der Volksbank. Hat auch ganz tolle Rentenpapiere mit immensen Gebühren gekauft. Ich selbst bin in die Sparkasse geboren. Man hatte sein Konto, es gab Zinsen und ein tolles Heft. Aber spätestens als die Filiale dicht gemacht hat war Schluss. An zur Online Direkt Bank. Heute bin ich wieder u.a. bei einer Bank mit Filialnetz.

GSXR-1000
2019-08-18, 16:10:45
Was die Infrastruktur angeht? Ich weiß nur das es das bei der Deutschen Bank katastrophal ist und bei der Commerzbank nicht viel besser. Gemeint ist die IT-Infrastruktur, also das, was du als Kunde NICHT siehst. Die Sparkassen haben bis heute noch kein gemeinsames Zentralinstitut (die Volksbanken immerhin inzwischen schon)..

Woher beziehst du diese Informationen? ich bin seit Jahren in Projekte involviert bei denen wir gemeinsam mit der DeuBa und Coba bank communication channels, cash management solutions etc entwickeln. U.a. sogar mit gemeinsamen APIs. Was genau ist für dich die mangelnde IT Infrastruktur? Da ich diese bei beiden Banken sehr genau kenne, bis hin zu den Rechenzentren und verwendeter interner und externer Software würde mich das doch sehr interessieren. Vor allem im Vergleich zu Mitbewerbern...



Was auch nicht schwer ist. Das Problem ist viel mehr: Es gibt Null Innovation. Man rennt vor allem US Firmen hinterher, lässt sich dabei aber 3x so viel Zeit und macht es 4x so schlecht. Paypal, Google, Apple, Wirecard, Klarna, Mintos, Visa, Mastercard, N26. Das sind alles keine internationalen Großbanken, aber die besetzten alle Zukunftstehmen. Die Deutschen Banken wollen jetzt mit Pay X ihre zwanzigste Zahlungsalternative auf den Markt bringen und diesmal "garantiert alles richtig machen". Unterdessen gibt es vielerorts aber weiter Wochenziele für Bank-"Berater" das sie Rentenvertäge und anderen Scheiß verkaufen müssen.

Aha... na dann warten wir doch mal ab, was in Europa in einigen Jahren noch von Paypal, Wirecard, Visa Mastercard etc noch übrig ist. Innerhalb der nächsten 2-3 Jahren sage ich dir schon eine massive Verschiebung der Marktanteile voraus. Gerade mit Produkten wie request to pay bietet man die bessere und sicherere Alternative Bankenebene. Wir ersetzen bereits 80% der Kreditkartenzahlungen in allen Niederlassungen und Mitarbeiter alleine durch diese Option. Auch für uns als Dienstleister ist es die bessere Alternative ggü. allem von dir genannten. Wird das in den nächsten 2 Jahrena auch auf swift ausgeweitet, bricht das Geschäftsmodell von paypal Visa und co schlicht zusammen.


Sparkassen sind der natürliche Partner von kleinen Unternehmen vor Ort sagst du? Tja, warum kommen dann alle innovativen Lösungen für Zahlungsabwicklungen für Händler NICHT von den Sparkassen?

KA mit WELCHEN Sparkassen du so zusammengearbeitet hast, meine Erfahrung diesbezüglich ist das absolute Gegenteil, gerade was innovative und neue Zahlungslösungen angeht.




Ausnahmen gibt es: Die comdirect bietet Unternehmen Aktiendepots an. Bei klassischen Banken zahlt man horrende Gebühren für sowas. Und die ING DiBa baut ein Filialnetz nur für Firmenkunden auf.


Lölchen.
Arbeite du als Unternehmen mal mit der ING zusammen, das überlegst du dir ganz schnell anders:) Servicewüste ist noch geschönt ausgedrückt:) Denen laufen selbst die Unternehmenskunden im Heimatmarkt weg, und das aus gutem Grund:)
Nebenbei: Für mich sowohl privat als auch als Unternehmen sind Bankgeschäfte Vertrauenssache. Und bedeutet für mich auch ein persönliches Verhältnis. Ich würde weder für das Unternehmen noch privat bedeutende Bankgeschäfte über Phone oder Email abwickeln. Oldschool, aber was glaubst du, meinst du im Ernst wir legen Milliardeschwere Bonds auf, ohne das sich das Konsortium persönlich trifft? Ne, is klar, das moderne Unternehmen macht das alles via Email oder am Telefon...schon klar, rofl.

GSXR-1000
2019-08-18, 16:23:25
Habe ich mit erlebt. Bürgermeister war zeitgleich Vorstand der lokalen Volksbank. Der örtliche Bauunternehmer konnte sich vor städtischen Aufträgen kaum retten. Gleichzeitig war die Gemeinde auf besten Weg die landesweite Schuldenhitliste am zu führen. (Inzwischen ist sie einen Platz weiter oben, nach Bürgermeister Wechsel)



Fehlverhalten oder mangelnder Servicelevel einzelner lokal handelnder Personen sind glaube ich nicht geeignet die Institution als ganzes in Frage zu stellen. Du kannst auch bei einer Direktbank ne Obergraupe am Rohr haben oder komplett lausig beraten werden.
Das sagt imho wenig über das Institut als ganzes aus.

Unyu
2019-08-18, 16:37:49
Fehlverhalten oder mangelnder Servicelevel einzelner lokal handelnder Personen sind glaube ich nicht geeignet die Institution als ganzes in Frage zu stellen. Du kannst auch bei einer Direktbank ne Obergraupe am Rohr haben oder komplett lausig beraten werden.
Das sagt imho wenig über das Institut als ganzes aus.
Lokale Erlebnisse prägen sich ein. War es es ein Einzelfall? Ganz sicher nicht. Reicht es um die ganze Volksbank über einen Kamm zu scheren? Genauso wenig.

Dorn
2019-08-18, 16:43:09
https://www.welt.de/wirtschaft/article198683079/Banken-Experten-fuerchten-Kernschmelze-bei-Bankaktien.html

Der europäische Bankenindex steht mal wieder am Abgrund. Diesmal u.a. auch mit der Deutschen Bank als Speerspitze. :D
Hoffentlich lebe ich noch lange genug bis meine DB Aktien wieder im Plus sind. ;D:freak:

Kallenpeter
2019-08-18, 16:57:25
Lölchen.
Arbeite du als Unternehmen mal mit der ING zusammen, das überlegst du dir ganz schnell anders:) Servicewüste ist noch geschönt ausgedrückt:) Denen laufen selbst die Unternehmenskunden im Heimatmarkt weg, und das aus gutem Grund:)

Die ING DiBa ist tatsächlich eine Vorzeigebank und auf die habe ich mich bezogen. Die Niederländische Konzernmutter ist eine andere Geschichte.

Und wenn Sparkassen und Volksbanken so toll sind, warum werden dann am laufenden Band Filialen geschlossen und Gebühren erhöht?

Und gleiches bei den großen Privatbaken: Filialschließungen, Gebührenerhöhungen, einbrechende Aktienkurse.

Und umgekehrt florieren die von mir genannten Wettbewerber.

Da kannst du noch so viel palabern, das Ergebnis liegt auf dem Tisch und es sieht nicht gut aus für die alte Bankenwelt.

Kallenpeter
2019-08-18, 17:01:43
Fehlverhalten oder mangelnder Servicelevel einzelner lokal handelnder Personen sind glaube ich nicht geeignet die Institution als ganzes in Frage zu stellen. Du kannst auch bei einer Direktbank ne Obergraupe am Rohr haben oder komplett lausig beraten werden.
Das sagt imho wenig über das Institut als ganzes aus.
Grundsätzlich hast du recht. Leider ist es gang und gebe das Posten bei Sparkassen nach Parteibuch besetzt werden und sich die Politik ständig einmischt.

Das sind ja genau die Gründe warum die Sparkassen bis heute kein schlagkräftiges Zentralinstitut haben und man sich z.B. nicht auf einen gemeinsamen N26 Konkurrenten einigen konnte.

Semmel
2019-08-18, 17:43:32
Die meisten Sparkassen sind bis ins Mark verfilzt.
Ich habs selbst erlebt, ich habe früher 4 Jahre in einer Sparkasse gearbeitet.

Der Bankensektor ist mir allgemein auch viel zu gefährlich. Ich investiere da garnichts.

GSXR-1000
2019-08-18, 21:39:42
Schön das die beiden Vorredner wieder mal beweisen, das es nicht um Sachfragen geht, sondern das es wie eigentlich bei jeder ihrer Äusserungen um Politikgebashe geht. Substanzlos, Hasserfüllt.

Da die Modschaft darauf hingewiesen hat, diesen Teil der Diskussion hier nicht zu fuehren, lass ich das so stehen.
Vielleicht sollte die Modschaft aber auch mal das ständige Triggern dieser Topics mal beobachten und sanktionieren? Es sind naemlich immer die gleichen.

Wie auch immer. Eure wahre Intention habt ihr enthüllt. Um Sachfragen gehts euch in keinster weise. Das laesst auch eure ueberzeugten Aktien- und Wirtschaftsprognosen in anderem Licht erscheinen.

Danke das ihr es einem so einfach macht.

Kallenpeter
2019-08-18, 22:47:55
Schön das die beiden Vorredner wieder mal beweisen, das es nicht um Sachfragen geht, sondern das es wie eigentlich bei jeder ihrer Äusserungen um Politikgebashe geht. Substanzlos, Hasserfüllt.
Lol;D:freak:

Semmel
2019-08-18, 23:20:49
@GSXR-1000: Hier geht es um Geldanlage in Aktien. Du hast hier allerdings im Gegensatz zu allen anderen noch keine einzige Empfehlung zu einer Aktie gegeben bzw. auch nicht nach einer gefragt. Stattdessen trollst du hier nur rum und beschimpfst uns.

Aktienkurse kommen durch die vielen unterschiedlichen Einschätzungen der Marktteilnehmer zustande. Von daher ist ein reger Austausch über Meinungen sinnvoll und wichtig.
Also lass mal die Hosen runter und sag uns, in welche Aktien du investiert hast und warum.

Wenn du an einer konkreten Beantwortung dieser Frage nicht interessiert bist, dann hast du in diesem Thread nichts verloren.

xcv
2019-08-19, 18:20:48
Was sagt ihr zu Evotec?
Spätestens bei 16 gehe ich rein, vielleicht auch vorher, wenn ich denke, dass der Boden gefunden wurde...

pest
2019-08-20, 21:53:31
Ich habe mal noch ein bisschen (aus Spaß) mit dem S&P500 rumgespielt.

In einem zweiten Versuch trainiere ich einen Klassifikator (mit unterschiedlicher Fensterbreite) auf Basis eines neuronalen Netzwerks und
versuche vorherzusagen, ob es nächste Woche mit dem S&P hoch oder runter geht. Zum Vergleich habe ich ein Null-Modell, welches einfach die Bewegung der letzten Woche nimmt.

Das neuronale Netzwerk hat 2 Dense Layer, 32 Hidden Units und verwendet den Adam Optimimierer mit Softmax Ausgabe.

Ergebniss:


Sequential Movement (Up/Down) prediction
----------------------------------------
Null model (last movement):
Estimated probability of guessing right: 0.5017

MLP-Classifier (o1): 0.5624
MLP-Classifier (o2): 0.5626
MLP-Classifier (o4): 0.5631
MLP-Classifier (o8): 0.5624


We're gonna be rich! :D

Wer wissen will wie man sowas in C++ schreibt https://github.com/slmdev/sp

Mortalvision
2019-08-20, 22:07:20
1,7 Tausendstel Abweichung von der Standardwahrscheinlichkeit. Das kommt vermutlich daher, dass du nicht berücksichtigt hast, dass die Kurse im Allgemeinen gestiegen sind?
Vermutlich nicht mal die Ordergebühr wert...

pest
2019-08-20, 22:17:00
die 50.017% sind für das Null-Modell (ein Trivial-Modell das einfach die Richtung der letzten Woche nimmt)

Der Klassifizierer hat ~56%, ab ~60% würde es imo interessant werden

Das Startdatum der Zeitreihe ist 01.01.1970

Das neuronale Netzwerk wird auch nicht klassisch per Batch (Train/Test) trainiert. Das Modell läuft genau einmal durch die Zeitreihe. Da hat es ein Neuronales Netzwerk nicht leicht.

Semmel
2019-08-23, 10:01:24
Kennt jemand Trade Republic als Broker?

Die sind unfassbar günstig mit nur 1€ Pauschalgebühr pro Trade.
https://traderepublic.com/assets/files/2019-02-12_Preis_und_Leistungsverzeichnis.pdf

Der Haken:
- Zugriff nur über App
- Handel nur an an einer einzigen Börse möglich (LS-X)

Aber sonst?
Solange man Allerweltsaktien handelt, die nur einen geringen Spread haben, kann man damit schon sehr günstig wegkommen.

BTB
2019-08-23, 10:22:55
Vielleicht sollte die Modschaft aber auch mal das ständige Triggern dieser Topics mal beobachten und sanktionieren? Es sind naemlich immer die gleichen.

Mhmm, das denke ich mir immer wenn ich GSXR-1000 lese. ;D Seitenlange threadfremde Diskussionen.

Zum Topic :D September ist ja eh eher schwierig an der Börse, daher denke ich geht es noch mal kräftig runter. Die FED spielt nicht so wie Trump will. Denke heute kommt gar nichts, dann abwärts.

Semmel
2019-08-23, 11:48:08
Zum Topic :D September ist ja eh eher schwierig an der Börse, daher denke ich geht es noch mal kräftig runter. Die FED spielt nicht so wie Trump will. Denke heute kommt gar nichts, dann abwärts.

Mit was solls runtergehn? ;)
Für Gold sehe ich die weiteren Aussichten immer noch ausgezeichnet.

Die Zentralbanken sind in der Zwickmühle und davon kann Gold nur profitieren.
Werden die Leitzinsen gesenkt und die Geldschwemme erhöht, dann steigt Gold.
Werden die Leitzinsen nicht gesenkt, dann schadet das der Wirtschaft, dann steigt Gold.

Die Aussichten für Gold sind so gut wie lange nicht mehr.
Mit Goldminen kann man durch den Hebel richtig gut verdienen.


Leagold, meine Empfehlung von vor ca. zweieinhalb Monaten, steht heute schon knapp 70% im Plus. (bei einem Goldpreisplus von rund 15%, d.h. der Hebel beträgt fast 5)

Dann mach ich mal weiter, meine neueste Aquisition ist mal wieder im Goldminensektor, da ich mittelfristig aufrund der abkühlenden Weltwirtschaft und dem neu entfachten Währungsabwertungskrieg steigende Goldpreise erwarte. Davon möchte ich mit einem kleinen Hebel profitieren. :)

Auf der Suche nach einer unterbewerteten Mine hab ich Leagold Mining mit ins Depot genommen. Für rund 1€ pro Aktie ein Schnäppchen.
https://www.finanzen.net/aktien/Leagold_Mining-Aktie

BTB
2019-08-23, 11:53:22
Mit was solls runtergehn? ;)
Für Gold sehe ich die weiteren Aussichten immer noch ausgezeichnet.

Index Werte vor allen Dingen. Werte die da konträr laufen, gehen dann wohl eher hoch. Gold hat nicht umsonst so einen Boom erfahren. Denke auch da ist noch Luft nach oben, der Anstieg war schon sehr dynamisch. Da liegt was in der Luft. Wie man liest investieren die Grossen wie Buffet ja aktuell auch eher weniger. Die sammeln erst wieder wenn es gekracht hat.

Semmel
2019-08-27, 12:46:55
Gold hatte gestern ein neues Allzeithoch in Euro. :eek:

Hab mal ein paar Gewinne realisiert und ein bisschen von den teuren kanadischen in die relativ billigeren australischen Goldminen umgeschichtet.

BTB
2019-08-27, 12:53:57
Gute Idee, kurzfristig könnte da auch noch mal die 1350 oder sogar 1300 zu sehen sein.

Semmel
2019-08-27, 19:29:26
Gold ist extrem überkauft und die die Commercials haben gewaltige Short-Positionen angehäuft. Gold steigt trotzdem ungebremst weiter. :eek:

Auch wenn ich langfristig weiter steigende Kurse sehe, eine Korrektur ist mittlerweile schon mehr als überfällig. Mittlerweile wäre aber auch ein Short Squeeze ein denkbares Szenario. Ich hoffe darauf, dann kann ich sofort in Rente gehen. :freak:

Lawmachine79
2019-08-28, 16:25:06
Bin auf diesen Hinweis gestoßen:
https://www.boerse-online.de/nachrichten/zertifikate/bmw-aktie-so-sichern-sich-anleger-einen-lukrativen-kurzfrist-bonus-1028475651

Okay, ich habe keine Ahnung, wie das Zertifikat funktioniert. Was ich weiß: wenn die BMW-Aktie bis 20. September nicht unter 56,00€ fällt bzw. den Kurs mindestens einmal in diesem Zeitraum erreicht, werden 100€ pro gekaufter Einheit ausgezahlt (hoffe, das habe ich richtig verstanden).

Aber was passiert, wenn die BMW-Aktie die 56,00€ berührt? Es ist ja kein Knock-Out-Zertifikat. Erhalte ich dann am Stichtag den Gegenwert des aktuellen Aktienkurses?

Davon abgehesen ist dort ein Trailing Stop Loss beschrieben. Habe bisher in SBroker nur "Stop Loss" gemacht. Wie richte ich im SBroker einen Trailing Stop Loss ein?

Ph0b0ss
2019-08-28, 18:06:20
Aber was passiert, wenn die BMW-Aktie die 56,00€ berührt? Es ist ja kein Knock-Out-Zertifikat. Erhalte ich dann am Stichtag den Gegenwert des aktuellen Aktienkurses?

Man bekommt wohl den Kurs des Basiswerts ausgezahlt, wenn dieser unter die Schwelle rutscht.

Hier ganz unten die Liste "Auszahlungsprofil bei Fälligkeit":
https://www.boerse-online.de/zertifikate/auf-bmw-bayerische-motoren-werke-ag/pp77yj

Semmel
2019-08-29, 06:44:36
Aber was passiert, wenn die BMW-Aktie die 56,00€ berührt? Es ist ja kein Knock-Out-Zertifikat. Erhalte ich dann am Stichtag den Gegenwert des aktuellen Aktienkurses?


So ist es.
Der Kurs muss über 56€ liegen, dann bekommst du 100€.
Bei exakt 56€ bekommst du auch nur 56€ bzw. den Börsenkurs darunter.

Das Zertifikat kostet derzeit 87,53€. Du kannst also maximal 14% gewinnen.
Bei einem Kurs von 56€ verlierst du allerdings schon 32%, bei niedrigerem Kurs entsprechend mehr.
Jetzt ist noch die Frage, für wie wahrscheinlich du die beiden Fälle hältst.

Für mich wäre es derzeit zu unsicher. Der Handelskrieg USA vs. China ist in vollem Gang. Es kann jederzeit ein neuer Trump-Tweet daherkommen, der alles runterzieht.

Mortalvision
2019-08-29, 07:09:31
Diese Aktienwettzertifikate wären ja garnix für mich...

/dev/NULL
2019-08-29, 09:06:58
Das habe ich mir auch gedacht.
Verstehe ich nicht -> da schaffe ich garantiert "nen pest" und verliere alles.

Hab für 3000€ Siemens balanced Fond A0KEXM gekauft

Semmel
2019-08-29, 09:57:13
Hab für 3000€ Siemens balanced Fond A0KEXM gekauft


Der besteht zu zwei Drittel aus Anleihen. *igitt* ;)

/dev/NULL
2019-08-29, 10:50:40
Ja.. hat aber gute Bewertungen bekommen und ist mal was anderes als "reine Aktien" - was ich derzeit fahre.
(habs ja nicht mit Gold)

Melbourne, FL
2019-08-29, 11:17:13
Davon abgehesen ist dort ein Trailing Stop Loss beschrieben. Habe bisher in SBroker nur "Stop Loss" gemacht. Wie richte ich im SBroker einen Trailing Stop Loss ein?

Muss Dein Broker anbieten...nicht jeder macht das.

Alexander

Semmel
2019-08-29, 12:20:55
(habs ja nicht mit Gold)

Hab ich schon oft gehört. Woher kommt diese "Angst" vor Gold?
Man muss ja nicht wie ich fast "all in" gehen, aber zumindest die allgemein empfohlenen ca. 5-15% vom Portfolio dürfen es schon sein.


PS: China bewegt sich etwas auf Trump zu:
https://finanzmarktwelt.de/aktuell-aktienmaerkte-mit-gewinnen-nach-china-aussagen-138423/
Aber ich tippe darauf, dass Trump nicht darauf eingeht und eher noch Öl ins Feuer gießt. :D

Semmel
2019-08-29, 12:26:24
Hat oder kennt hier jemand Yandex? (NL0009805522)
Yandex ist das "russische Google" (Marktführer in RU) und will auch noch zum "russischen Amazon" werden. Die Wachstumsraten sind nicht schlecht.

Oid
2019-08-29, 20:02:27
Hab ich schon oft gehört. Woher kommt diese "Angst" vor Gold?
Naja, was heißt Angst? Jeder hat halt seine Meinung zu verschiedenen Asset-Klassen. Ich sehe Gold als Absicherung für große Vermögen oder als Trading-Instrument. Jetzt bin ich (noch) nicht besonders vermögend und ein Trader bin ich erst recht nicht.
Zum langfristigen Vermögensaufbau fallen mir eben bessere Dinge ein als das Geld "tot" in Gold zu parken. Das muss halt jeder für sich selbst entscheiden.

Semmel
2019-08-30, 06:13:15
Ich sehe Gold als Absicherung für große Vermögen oder als Trading-Instrument.

Wieso sollte Gold kleine Vermögen nicht auch absichern können?
Und wieso sollte Gold ein Trading-Instrument sein? Eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall. Der Spread ist bei Gold zu hoch, als dass es für Trading interessant wäre. Traden kann man am besten mit hochliquiden Aktien, wo man effektiv keinen Spread hat.

Oid
2019-08-30, 07:06:43
Wieso sollte Gold kleine Vermögen nicht auch absichern können? Und wieso sollte Gold ein Trading-Instrument sein?
Wozu kleine Vermögen absichern? Das ist sinnfrei, meiner Meinung nach. Kleine Vermögen sollen wachsen und nicht abgesichert sein. Wenn ein 100k-"Vermögen" zwischenzeitlich abschmiert ist das zwar nicht schön, aber ändert das Leben auch nicht.

Und wieso sollte Gold kein Trading-Instrument sein? Du kennst den Kursverlauf in letzter Zeit doch am besten. In der Hinsicht ist Gold eben ein Rohstoff wie jeder andere. Natürlich sind da die Spreads höher als bei hochliquiden Wertpapieren. Aber das ist doch kein Argument, warum Gold kein Trading-Instrument sein sollte?

Ich sage es nochmal: Es gibt auch gute Gründe für Gold. Aber es gibt auch gute Gründe gegen Gold. Und wenn man sich gegen Gold als Asset-Klasse entscheidet, hat das eben nicht immer irrationale Gründe, was du mit deiner "Angst vor Gold" impliziert hattest.

Ein Problem ist halt, dass sich viele Gold-Fans immer gleich angegriffen fühlen. Vor allem jetzt, wo es durch die aktuelle Kursentwicklung ja viel emotionalen Rückenwind gibt.

Semmel
2019-08-30, 08:15:31
Wozu kleine Vermögen absichern? Das ist sinnfrei, meiner Meinung nach. Kleine Vermögen sollen wachsen und nicht abgesichert sein. Wenn ein 100k-"Vermögen" zwischenzeitlich abschmiert ist das zwar nicht schön, aber ändert das Leben auch nicht.


Sehe ich grundsätzlich auch so, wobei meine Motivation für Gold auch nicht "Absicherung", sondern Rendite ist. Zudem habe ich auch viele Goldminen-Aktien und nicht nur Gold.



Und wieso sollte Gold kein Trading-Instrument sein? Du kennst den Kursverlauf in letzter Zeit doch am besten. In der Hinsicht ist Gold eben ein Rohstoff wie jeder andere. Natürlich sind da die Spreads höher als bei hochliquiden Wertpapieren. Aber das ist doch kein Argument, warum Gold kein Trading-Instrument sein sollte?

Ein geringer Spread ist DAS wichtigste Kriterium fürs Trading. Auch hilfreich ist eine hohe Volatilität. Da gibts mehr als genug Aktien, die um Welten besser zum Traden geeignet sind als Gold.
Wirecard ist z.B. eine sehr gute Trading-Akie. Hab damit selber schon getradet. Mit Gold noch nie.



Ich sage es nochmal: Es gibt auch gute Gründe für Gold. Aber es gibt auch gute Gründe gegen Gold. Und wenn man sich gegen Gold als Asset-Klasse entscheidet, hat das eben nicht immer irrationale Gründe, was du mit deiner "Angst vor Gold" impliziert hattest.


Das kann ich so von dir akzeptieren, dennoch habe ich allgemein (!) den Eindruck, dass einige Leute eine gewisse "Angst" davor haben, genauso wie auch viele andere Leute eine irrationale Angst vor Aktien haben.

Semmel
2019-09-03, 19:22:25
Die FED kauft still und heimlich wieder US-Bonds:
https://www.zerohedge.com/news/2019-09-03/fed-back-bond-buying-business

Das könnte ein Anzeichen auf ein neues QE4-Programm sein.
Wenn sich das bewahreitet, dann wird wieder massiv Inflationspolitik betrieben, was die Kurse wieder hochziehen sollte.

Philipus II
2019-09-03, 22:34:06
Vom Anleihenmarkt halte ich mich fern. Für nennenswerte Rendite muss man nennenswerte Risiken eingehen, und dann kaufe ich lieber direkt Aktien/Aktienfonds/Immobilienfonds für Geld das ich langfristig anlegen möchte. Für eventuellen Kurzfristigen Geldbedarf parke ich genug auf dem Tagesgeldkonto. Für die ganz große Krise habe ich Edelmetalle.

Nightspider
2019-09-03, 22:57:47
Die FED kauft still und heimlich wieder US-Bonds:
https://www.zerohedge.com/news/2019-09-03/fed-back-bond-buying-business

Das könnte ein Anzeichen auf ein neues QE4-Programm sein.
Wenn sich das bewahreitet, dann wird wieder massiv Inflationspolitik betrieben, was die Kurse wieder hochziehen sollte.

Von solchem Zeug versteh ich leider immer nicht viel. Ich wünschte ich hätte da bei Einblick wer wo die Fäden zieht aber das ist glaube alles so heftig verschachtelt das man schon in dem Bereich Banken/Regierung arbeiten muss um da halbwegs drin zu stecken.

Lawmachine79
2019-09-04, 10:44:08
Vom Anleihenmarkt halte ich mich fern. Für nennenswerte Rendite muss man nennenswerte Risiken eingehen, und dann kaufe ich lieber direkt Aktien/Aktienfonds/Immobilienfonds für Geld das ich langfristig anlegen möchte. Für eventuellen Kurzfristigen Geldbedarf parke ich genug auf dem Tagesgeldkonto. Für die ganz große Krise habe ich Edelmetalle.
Türkische Staatsanleihen in Dollar werfen gut was ab. Das Währungsrisiko ist deutlich geringer als in türkischer Währung, dass die Türkei pleite geht oder es ein Zinsmoratorium gibt ist extrem unwahrscheinlich. Allerdings sind die Kurse mittlerweile recht hoch. Habe zum Glück gekauft, als die Türkei in der öffentlichen Wahrnehmung auf dem Tiefpunkt war. WKN 451038 habe ich bei 120% gekauft, A0ABV4 bei 95%. Im Moment würde ich A0TSA5 oder A19ZMP kaufen. Die haben auch einen guten Kupon, wobei erstere im Kurs auch schon bei 100% ist und die Laufzeit fies ist.

Nightspider
2019-09-04, 11:26:28
Mich nervt derzeit vor allem das die Politik die Kurse stärker beeinflusst, vor allem bei den Indizes, als die großen Firmen selbst und die Konjuktur.

Aber irgendwie scheine ich auf Schmerzen zu stehen. -.-

Also vor 2-3 Jahren war es deutlich angenehmer mit dem Daytrading bei den Indizes.

Werde mich mittel-und langfristig auch wieder auf andere Produkte, Tech-Aktien usw. stützen.

Mortalvision
2019-09-04, 11:32:02
dir letzten paar Tage haben meine Verluste etwas schmelzen lassen, ca. 350€ wieder gutgemacht! :D

Semmel
2019-09-04, 19:18:36
Da gibts mal wieder eine schöne Goldmine im Schäppchenausverkauf für nur rund 1,20€ das Stück:
K92 Mining CA4991131083

Falls jemand noch etwas Unterbewertetes im Goldminensektor sucht, das ist die Chance. :)

Semmel
2019-09-04, 19:29:00
Mich nervt derzeit vor allem das die Politik die Kurse stärker beeinflusst, vor allem bei den Indizes, als die großen Firmen selbst und die Konjuktur.


Wieso?
Ich finds toll.
Politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine. Ich finde, dass man gerade damit am einfachsten Trading-Gewinne machen kann.

Semmel
2019-09-04, 19:40:22
Vom Anleihenmarkt halte ich mich fern.

Ich auch, aber ich denke dennoch, dass man damit die nächsten Monate gutes Geld verdienen kann. Vor allem mit gut rentierenden USD-Anleihen, so wie LM79 es macht.

Davon abgesehen beeinflusst die Geldschwemme auch alles andere. Am Ende steigen dadurch auch die Aktien und Gold. :)

Nightspider
2019-09-05, 00:14:27
Wieso?
Ich finds toll.
Politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine. Ich finde, dass man gerade damit am einfachsten Trading-Gewinne machen kann.

Ja gut, liegt vielleicht auch daran das ich zu wenig Zeit habe.
Wenn ich immer nur paar Stunden habe und das Timing schlecht ist dann wirds erst Recht Brühe.

Das merk ich halt immer wieder. Ich muss mir die Zeit freischaufeln. Sonst handle ich zu überhastet.

Und durch Trumps Tweets ist alles unsicherer.

Oid
2019-09-05, 08:14:18
Vom Anleihenmarkt halte ich mich fern. Für nennenswerte Rendite muss man nennenswerte Risiken eingehen, und dann kaufe ich lieber direkt Aktien/Aktienfonds/Immobilienfonds für Geld das ich langfristig anlegen möchte. Für eventuellen Kurzfristigen Geldbedarf parke ich genug auf dem Tagesgeldkonto. Für die ganz große Krise habe ich Edelmetalle.

Ich finde (Junk-)Bonds kann man schon in ein gut diversifiziertes Wertpapierportfolio nehmen. Man muss halt, wie bei allem, wissen worauf man sich einlässt. Wenn ich da von manchen höre, dass sie sich schon wundern, wenn nach dem Kauf einer Anleihe Stückzinsen abgebucht werden, fasse ich mir echt an den Kopf.

Gerade in der aktuellen Marktsituation muss man vorsichtig sein. Denn wenn es aktuell irgendwo Blasentendenzen gibt, dann bei den Anleihen. Anleihen sind ja sogar schon in der Mainstream-Berichterstattung angekommen (die "berühmte" österreichische Anleihe).

Lawmachine79
2019-09-06, 17:20:50
Hey Leute, ich habe zwei Positionen, in die ich ordentlich was reingesteckt habe und die sehr gut laufen, Shopify und AMD.

Bei AMD bin ich bei einem Kurs von 10€ eingestiegen, bei Shopify bei 110€.

Ich glaube, beide Aktien haben ihr Potential ausgeschöpft, ich halte beide für überbewertet. Ich bin mir aber nicht sicher. Deshalb will ich nicht verkaufen, sondern ein Stop Loss setzen.

Bei welchem Preis sollte man bei diesen Aktien etwa ein Stop Loss setzen, bei dem man nicht Gefahr läuft, das Papier wegen Volatilität überhastet zu verkaufen? Ich habe jetzt erstmal 20€ bei AMD und 300€ bei Shopify gesetzt, kommt mir aber etwas zu konservativ vor.

Semmel
2019-09-06, 18:16:18
Grundsätzlich halte ich vom Stop Loss eher wenig, weil man damit anfällig für Manipulationen wird. Ich habs schon so oft gesehn, dass die Stop-Losses abgeräumt wurden und die Kurse kurz danach wieder stiegen.
Die K92 Aktie aus #3380 wer z.B. so ein Fall.

Ich würds eher so machen: Den Einsatz rausnehmen und den Rest als "Freiläufer" stehn lassen.

Trap
2019-09-06, 19:08:13
Grundsätzlich halte ich vom Stop Loss eher wenig, weil man damit anfällig für Manipulationen wird.
Beim unbedarf draufschauen sieht ein Stop loss attraktiv aus: verkaufe bei x €

In Wirklichkeit hat das aber eine völlig andere Wirkung: warte bis der Preis x € erreicht und verkaufe dann für einen beliebig niedrigen Marktpreis

Semmel
2019-09-06, 19:20:45
Beim unbedarf draufschauen sieht ein Stop loss attraktiv aus: verkaufe bei x €

In Wirklichkeit hat das aber eine völlig andere Wirkung: warte bis der Preis x € erreicht und verkaufe dann für einen beliebig niedrigen Marktpreis

Genau, das machts nochmal gefährlicher.
Gerade so Marken wie 20 € sind hoch gefährlich. Da haben vermutlich viele ihren Stop Loss gesetzt, dementsprechend stürzt der Kurs beim Erreichen dieser Grenze oft viel stärker ab und dann verkauft man zu einem wesentlich schlechteren Preis.

Wenn man mit einem Stop Loss arbeiten will, dann nur mit "krummen Werten", die ein gutes Stück über oder unter solcher gefährlichen Marken sind.

Lawmachine79
2019-09-06, 19:29:58
Danke Semmel und Trap, das sind sehr gute Hinweise. Ich kann meine ich im Sbroker einen Mindestverkaufspreis setzen und den mit Stop Loss kombinieren, sehe mir das mal an und mache 19,73 oder so aus der 20.

Philipus II
2019-09-06, 20:09:51
Wenn ich einen Stop Loss setze passe ich immer vorher schon die Größe der Position an. Eine Position, die ich zum Kurs X gekauft habe, kann mir bei 1,5X oder 2X schon zu groß sein. So vermeide ich Übergewicht einzelner Positionen durch enorme Kurssteigerungen.

kadder
2019-09-15, 17:10:26
Mal eine Frage in die Runde, hat schon mal jemand erfolgreich ein Index-Zertifikat auf CO2-Zertifikate gekauft? Direkt kann man die ja leider nicht kaufen, es gibt aber einige wenige Anbieter dafür (z.B. https://www.finanzen.net/zertifikate/auf-ice-europe-ecx-eua-future-co2/dr1wbm).

In der Theorie sollte das relativ spannend sein, da gerade in der aktuellen Politischen Lage die Firmen nicht so schnell die Emissionen senken können, wie die Grünen es fordern (und ggf. die Zertifikate verknappt werden) - dafür gibt es aber relativ wenige Anbieter, die sowas konstruiert haben.

Eure Meinung? Verlustrisiko bis zum eingesetzten Geld ist mir bewusst...

Plutos
2019-09-16, 20:16:52
Hab heute seit längerem mal wieder zu einem Faktor-Zertifikat gegriffen und Brent Öl mit 5.000 Stück VA1ZG4 geshortet. :popcorn:

Kallenpeter
2019-09-16, 20:54:23
Mal eine Frage in die Runde, hat schon mal jemand erfolgreich ein Index-Zertifikat auf CO2-Zertifikate gekauft? Direkt kann man die ja leider nicht kaufen, es gibt aber einige wenige Anbieter dafür (z.B. https://www.finanzen.net/zertifikate/auf-ice-europe-ecx-eua-future-co2/dr1wbm).

In der Theorie sollte das relativ spannend sein, da gerade in der aktuellen Politischen Lage die Firmen nicht so schnell die Emissionen senken können, wie die Grünen es fordern (und ggf. die Zertifikate verknappt werden) - dafür gibt es aber relativ wenige Anbieter, die sowas konstruiert haben.

Eure Meinung? Verlustrisiko bis zum eingesetzten Geld ist mir bewusst...

Habe vor ca. einen Jahr für 20€/Tonne gekauft und von 2 Monaten oder so für knapp 30€ verkauft.

xcv
2019-09-17, 21:11:16
Hab heute seit längerem mal wieder zu einem Faktor-Zertifikat gegriffen und Brent Öl mit 5.000 Stück VA1ZG4 geshortet. :popcorn:

Glückwunsch. War zu feige es dir gleich zu tun ;(

/dev/NULL
2019-09-17, 21:55:03
Glückwunsch. War zu schlau es dir gleich zu tun ;)

I fixed it for you..

Nachdem mein größter Verlust durch so ein scheiß Hebelzertifikat gekommen ist (selbst Sunline lief besser, das heißt was) werde ich den Teuefel tun das wieder zu machen.

Semmel
2019-09-23, 13:52:57
Nachdem mein größter Verlust durch so ein scheiß Hebelzertifikat gekommen ist (selbst Sunline lief besser, das heißt was) werde ich den Teuefel tun das wieder zu machen.

Was hast du erwartet?
Der Hebel geht in beide Richtungen.
Ich hab damit sowohl meine schnellsten Gewinne als auch meine schnellsten Verluste gemacht. ;)
Aber mittlerweile halte ich auch davon Abstand - es ist einfach zu gefährlich und hinter Zertifikaten steht ohnehin keine Substanz.

Ich setze lieber weiter auf fundamental unterbewertete Aktien, damit bin ich dieses Jahr bisher sehr gut gefahren.


Mal wieder was zur Zentralbankpolitik:
Die FED hat den Leitzins um weitere 0,25% gesenkt.
Die EZB ist ja schon bei Null, hat aber den Einlagezins für Banken auf -0,5% gesenkt. Gleichzeitig wurden weitere Anleihen-Käufe beschlossen.
Damit wurde wieder ein neuer Trend gestartet für weitere Zinssenkungen und neue Geldschwemmen.
Die Banken hatten gehofft, die Negativzinsen aussitzen zu können, aber diese Rechnung wird nicht aufgehen.
Die CoBa entläst gleich mal 2300 Mitarbeiter und sperrt 200 Filialen zu.
Nächstes Jahr werden die Banken vermutlich auch damit anfangen, die Negativzinsen verstärkt an die Privatkunden weiterzugeben. Negativzinsen auf Girokonten oder höhere Gebühren könnten die Folgen sein.
Außerdem wird der Trend zu weiter sinkenden Zinsen vor allem Dividendentitel antreiben. Die Dividendenrenditen werden sinken, d.h. die Kurse werden steigen.

Ich werde demnächst wieder mehr in Dividendentitel investieren.

Semmel
2019-09-25, 19:33:16
Ich hab jetzt übrigens mal Trade Republic (https://traderepublic.com/)als Broker ausprobiert und kann bisher nur von guten Erfahrungen berichten.

Der Broker ist 100% digitalisiert. Es gibt keinerlei Papierkram. Die Depot-Eröffnung per App geht in unter 10 Min. Nach dem Video-Ident ist das Depot inkl. Verrechnungskonto sofort eröffnet.

Der Vorteil: Nur 1€ Gebühr pro Trade! Dauerhaft, ohne weitere Bedingungen oder versteckte Kosten. Das ist unschlagbar günstig und ist gerade für mich, der im Jahr fast 1000€ an Orderprovisionen verballert, eine gute Möglichkeit zur Kostensenkung.

Der Haken: Einziger Zugang zum Depot ist über die App auf nur einem Gerät.
Zweiter Haken: Man kann nur an der L&S Exchange handeln, keine anderen Börsenplätze sind möglich. Allerdings sind die Spreads von L&S an die Frankfurter Börse gekoppelt, von daher ist das nicht so schlimm.

Ich werde es als Zweit-Depot gerne nutzen und vor allem kleinere Positionen, sowie Trading-Positionen zukünftig darüber laufen lassen. :)

Plutos
2019-09-25, 19:42:32
So unterschiedlich können die Anforderungen sein. Für mich bspw. sind eine gescheite PC-Handelssoftware und Unterstützung bestimmter Order-Typen ein Muss. Manche Broker bieten diesbzgl. ja nichtmal einen Trailing Stop an. :rolleyes:

Semmel
2019-09-25, 21:16:51
Für was braucht man PC-Handelssoftware?
Stop Loss nutze ich grundsätzlich nicht.

Als Zweit-Depot tuts Trade Republic vollkommen.
Vor allem kann man aufgrund der sehr niedrigen Ordergebühr auch schon mit kleinen Beträgen Aktien direkt kaufen.
Das dürfte vor allem für Leute interessant sein, die keine so hohen Sparraten haben daher ETF-Sparpläne bevorzugen.
Die können jetzt auch direkt die Aktien kaufen, einfach jeden Monat eine andere zur Streuung.

SGT.Hawk
2019-09-27, 13:37:50
Ja, aber man möchte schon geregelte Börsen haben. Diese ganzen Market Maker, da kannst du auch Pech haben, dass Limit Kurse nicht ausgeführt werden, einfach so, weil es dem Broker schädlich wäre. Also ich wäre vorsichtig. Allerdings für Nachbörse Geschichten ist das natürlich wiederum gut, da man handlungsfähig bleibt, wenn Unternehmen wichtige Zahlen nach Börsenschluss veröffentlichen.

Plutos
2019-09-27, 14:19:15
Eigentlich würde ich Lanxess gerne aus dem Depot werfen, weil es nur so eine lästige Mini-Position ist…andererseits gefällt mir die Anzeige "+300%" seit Einstand so gut. :freak:

AMDoderNvidia
2019-09-28, 17:57:15
Mal ein etwas anderes Thema: Hat hier jemand Edelmetalle im Depot? Ich denke dabei insbesondere an "etwas physisches", das man dann auch tatsächlich zu Hause lagert/Safe/Tresor. Soll nur ein kleiner Teil des Depotwerts sein, aber der Spread/Ausgabeaufschlag zum Marktpreis möglichst gering. Kann jemand was empfehlen?

Franklin
2019-09-28, 18:13:07
Was meinst du genau?

Münzen und Barren zum zu Hause lagern? Dann hat das nichts mit Depot zu tun.

Oder Gold im Depot, welches physikalisch hinterlegt wird. Wie XetraGold zum Beispiel, welches du dann auch online sehen kannst, und auch physisch ausliefern lassen kannst.

Oder meinst du mit "Depot" eher Portfolio?

AMDoderNvidia
2019-09-28, 20:17:04
Ich meine Edelmetalle zu Hause lagern. Insbesondere Gold- und Silbermünzen. Was gibts da? Wo kauft man das?

Semmel
2019-09-28, 20:44:00
Nimm am besten 1 Oz Krügerrand (geringer Spread, kratzfest, bekannt) vom seriösen Edelmetallfachhändler, z.B. Pro Aurum oder Degussa.

Mit dem Kauf würde ich auch nicht mehr zu lange warten.
Der Preis wird nicht ewig bei 13xx€ bleiben und ich denke wesentlich niedriger wird es lange nicht mehr. Der Aufwärtstrend bei Gold ist voll intakt, seit ein paar Wochen läuft eine Seitwärtskorrektur, demnächst dürfte die nächste Aufwärtswelle starten. :)

Kallenpeter
2019-09-29, 14:33:49
Mal ein etwas anderes Thema: Hat hier jemand Edelmetalle im Depot? Ich denke dabei insbesondere an "etwas physisches", das man dann auch tatsächlich zu Hause lagert/Safe/Tresor. Soll nur ein kleiner Teil des Depotwerts sein, aber der Spread/Ausgabeaufschlag zum Marktpreis möglichst gering. Kann jemand was empfehlen?

Ja, EUWAX Gold 2
- Börsengehandelt
- ab einem Jahr Haltefrist keine Steuer auf Kursgewinne
- man kann sich das Gold Kostenfrei nach Hause schicken lassen
- sie lagern für 90%+ der Zertifikate physisches Gold ein
- wird von der Börse Stuttgart rausgegeben

https://www.euwax-gold.de/ewg2ld/

FeuerHoden
2019-10-07, 14:32:24
Habe mir voriges Jahr 5 Aktien ins Musterdepot gelegt die zwischen Weihnachten und Neujahr eingebrochen sind.
Meine Vermutung war dass da jemand vor Jahresende noch die Gewinne mitnehmen will. Im ersten Quartal dieses Jahres war mein Musterdepot dann 20% im Plus.

Werde ich dieses Jahr zu Jahresende nochmal probieren, wieder im Musterdepot.

Wäre das ein gangbarer Weg um es mal mit Echtgeld zu probieren? :freak:

Oid
2019-10-07, 15:04:58
Musterdepots sind meist Zeitverschwendung.

Aber was hast du vor? Jetzt wieder Aktien kaufen, die dann Ende des Jahres wieder verlieren und dann im ersten Quartal kommenden Jahres wieder im Plus sind? Unwahrscheinlich. Und falls es doch wieder passiert, dann ein drittes mal mit echtem Geld versuchen? Noch unwahrscheinlicher.

Entwickel dir lieber eine ordentliche Strategie. Danach rein in den Markt und zwar mit echtem Geld! Aber für 99% aller Menschen ist gut diversisfiziertes Buy&Hold immer noch die beste Strategie.

FeuerHoden
2019-10-07, 15:23:41
Nicht jetzt Aktien kaufen, das habe ich nirgends geschrieben.
Wenn dann in der Woche zwischen Weihanchten und Neujahr nach Aktien suchen die zwischen Weihnachen und Neujahr deutlich einbrechen (und sonst sowieso eine Aufwärtstendenz oder gute Prognosen haben).
Wenn ich dann im ersten Quartal einen Gewinn mitnehmen kann, toll. Wenn nicht halte ich die Papier halt länger bis zum Stop Loss.

Voraussichtlich aber erst nächstes Jahr weil dieses Jahr noch nicht genug Kapital in der Spielbank.

Semmel
2019-10-07, 19:26:26
Musterdepots sind meist Zeitverschwendung.


Musterdepots sind eine gute Möglichkeit zum "Üben". Natürlich kommt da immer was anderes raus, aber irgendwie muss man es ja mal versuchen. ;)



Entwickel dir lieber eine ordentliche Strategie. Danach rein in den Markt und zwar mit echtem Geld! Aber für 99% aller Menschen ist gut diversisfiziertes Buy&Hold immer noch die beste Strategie.

Zustimmung soweit.
Wobei die Idee von FeuerHoden schon auch eine Strategie darstellt, wenn auch eine sehr einfache.

https://boerse.ard.de/boersenwissen/boersenwissen-fuer-fortgeschrittene/der-januar-ist-ein-guter-boersenindikator100.html

Saisonal betrachtet kann man zum Jahresende hin schon günstig einkaufen.

Semmel
2019-10-07, 19:28:15
Voraussichtlich aber erst nächstes Jahr weil dieses Jahr noch nicht genug Kapital in der Spielbank.

Was heißt da "nicht genug"?
Entweder du hast Geld übrig, dann ist das genug oder du hast kein Geld übrig.

Mit Anbietern wie Trade Republic kannst du für 1€ traden, da kann man auch mit Kleinbeträgen reingehn.
Kleinbeträge zu investieren wäre sowieso der nächste Schritt nach dem Musterdepot. ;)
Da ist dann auch nicht viel verloren falls es schief geht.

FeuerHoden
2019-10-08, 12:04:19
Weißt du ein österreichisches Pendant zu Trade Republic?

Semmel
2019-10-08, 12:59:46
Weißt du ein österreichisches Pendant zu Trade Republic?

Sowas gibts in nicht bei euch. :tongue:
Ich glaube Degiro ist noch der günstigste Anbieter in Ö.

FeuerHoden
2019-10-09, 14:28:43
Da bin ich dann bei Trades ab einer Größe von 200€ bei ~2€ Transaktionsgebühren, bei Verkauf dann eben nochmal ~2€, also 4-5€ Transaktionsgebühr für einmal kaufen+verkaufen.

Bei 200€ sind das 2,5% die ich mindestens im Plus sein muss damit ich nicht draufzahle.

Sehe ich das richtig?

Semmel
2019-10-09, 14:48:28
Sehe ich das richtig?

Ja!

Melbourne, FL
2019-10-09, 14:52:09
Sehe ich das richtig?

Ja...dazu kommt noch der Spread...also Unterschied zwischen Kaufkurs und Verkaufskurs (ja...die sind nicht gleich).

Alexander

Rush
2019-10-09, 15:18:14
Sowas gibts in nicht bei euch. :tongue:
Ich glaube Degiro ist noch der günstigste Anbieter in Ö.

Aber Vorsicht, Degiro führt keine Steuern ab. Das musst du selbst in die Hand nehmen (Steuererklärung).

FeuerHoden
2019-10-09, 16:14:02
Ja...dazu kommt noch der Spread...also Unterschied zwischen Kaufkurs und Verkaufskurs (ja...die sind nicht gleich).

Alexander
Das es einen Spread gibt ist mir klar. Ich wollte nur hinterfragen ob sich die Gebühren wirklich so verhalten wie veranschlagt. Auf der Seite werden die Kosten ja auch nur geschätzt.

Die Steuern kann ich ja dann auf den Gesamtjahres-Gewinn berechnen, in Ö 25% KESt auf den Gewinn.

Semmel
2019-10-10, 06:36:05
Noch etwas kann anfallen: Transaktionsgebühren von der Börse. Die gibt der Broker im Normalfall immer weiter.
Das kann man umgehen, indem man Börsen nutzt, die keine Gebühren erheben. (Tradegate oder Quotrix in DE)

fizzo
2019-10-10, 08:07:01
Die Steuern kann ich ja dann auf den Gesamtjahres-Gewinn berechnen, in Ö 27,5% KESt auf den Gewinn.

link (https://www.wienerborse.at/wissen/in-wertpapiere-investieren/wertpapierbesitz-und-steuer/)

Ich bin seit kurzem auf dadat (https://www.dad.at/Boerse-Depot/Depot-Trading/Wertpapierdepot?c=EAIaIQobChMIgaPt7YKR5QIVQ-aaCh1WQQQ-EAAYASABEgIVX_D_BwE&c=58935d4c81e891486052684&gclid=EAIaIQobChMIgaPt7YKR5QIVQ-aaCh1WQQQ-EAAYASABEgIVX_D_BwE&p=1) und so weit zufrieden.

sulak
2019-10-11, 22:01:41
Noch jemand im grünen Cannabis Sector unterwegs? Da sind übern Daumen gepeilt alle Kurse um gut 50% abgesoffen, die letzten Monate.

Seltsam, nachdem sich Milliardäre wie Simons bei höheren Kursen eingekauft haben. Bei Aurora Cannabis scheint auch der Cashflow nur noch für 5-6 Monate was herzugeben.

Everdying
2019-10-15, 11:05:38
Heute die Gunst der Stunde genutzt um bei Wirecard wieder einzusteigen 👍

Semmel
2019-10-15, 13:09:26
Die FT greift wieder mal Wirecard an.
Ja, das ist eine schöne Trading-Gelegenheit.

Hab mein Pulver allerdings schon anderweitig verschossen, daher bleib ich diesmal draußen.

EureDudeheit
2019-10-15, 16:49:30
Heute die Gunst der Stunde genutzt um bei Wirecard wieder einzusteigen 👍

Zum 3. Mal dieses Jahr wieder eingestiegen. Hoffe es lohnt wieder :-)